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| − | '''Windhager Zentralheizung GmbH''' ist ein Unternehmen in der [[Flachgau]]er Stadt [[Seekirchen am Wallersee]]. | + | '''Windhager Zentralheizung GmbH''' ist ein Unternehmen in der [[Flachgau]]er Stadt [[Seekirchen am Wallersee]], das Anfang [[2024]] den Konkurs anmelden musste und Anfang Februar 2024 von [[Best Water Technology]] (BWT) aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] übernommen wurde. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
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| | Am Dienstag, den [[4. Juli]] [[2023]] von dem für Pelletheizungen spezialisierten Unternehmen 179 Mitarbeitende der rund 400-köpfigen Belegschaft in Österreich im Zeitraum zwischen Juli und September für die Kurzarbeit angemeldet. Bei den Pellets seien demnach die Umsätze im deutschsprachigen Raum um 40 Prozent eingebrochen. Weitere Gründe seien Einbrüche beim Neubau, verschärfte Regeln für die Immobilienfinanzierung und die anhaltende Preisrallye bei Pellets während der [[Coronapandemie]]. Windhager stehe allerdings nicht vor dem Konkurs, betonte Firmenchef Stefan Gubi gegenüber den [[SN]]. | | Am Dienstag, den [[4. Juli]] [[2023]] von dem für Pelletheizungen spezialisierten Unternehmen 179 Mitarbeitende der rund 400-köpfigen Belegschaft in Österreich im Zeitraum zwischen Juli und September für die Kurzarbeit angemeldet. Bei den Pellets seien demnach die Umsätze im deutschsprachigen Raum um 40 Prozent eingebrochen. Weitere Gründe seien Einbrüche beim Neubau, verschärfte Regeln für die Immobilienfinanzierung und die anhaltende Preisrallye bei Pellets während der [[Coronapandemie]]. Windhager stehe allerdings nicht vor dem Konkurs, betonte Firmenchef Stefan Gubi gegenüber den [[SN]]. |
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| − | Windhager hatte [[2022]] einen Rekordumsatz von mehr als 160 Millionen Euro erzielt. Zugleich investiert das Unternehmen derzeit rund 100 Millionen Euro in den Hauptsitz im Salzburger Flachgau und in ein neues Werk für Wärmepumpen und ein Logistikzentrum im oberösterreichischen Pinsdorf ([[Bezirk Gmunden]]). | + | Windhager hatte [[2022]] einen Rekordumsatz von mehr als 160 Millionen Euro erzielt. Zugleich investiert das Unternehmen rund 100 Millionen Euro in den Hauptsitz im Salzburger Flachgau und in ein neues Werk für Wärmepumpen und ein Logistikzentrum im oberösterreichischen Pinsdorf ([[Bezirk Gmunden]]). |
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| | + | === 2024: Konkursantrag === |
| | + | Windhager musste am Freitag. den [[5. Jänner]] 2024 am [[Landesgericht Salzburg]] die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen. Wie das Unternehmen mitteilte, sind konkret die Windhager Zentralheizung Technik GmbH wie auch die Windhager Zentralheizung GmbH betroffen, angestrebt werde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. Die Auslandsbeteiligungen Windhager Schweiz, Deutschland und Italien seien von dem Antrag nicht betroffen. |
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| | + | Bereits im Sommer [[2023]] hatte Windhager 179 seiner knapp 400 Österreich-Mitarbeiter für drei Monate in Kurzarbeit geschickt, nachdem das Arbeitsmarktservice (AMS) einen entsprechenden Antrag des Unternehmens bewilligt hatte. Der Umsatz beim auf die Herstellung von Pelletheizungen spezialisierten Unternehmen war damals massiv eingebrochen. Das Unternehmen verlängerte die Kurzarbeit im Winter um weitere zwei Monate. Vom AMS gab es aber beim zweiten Mal kein grünes Licht - und keine Förderung. Auch diese Entscheidung traf das Unternehmen schwer. Zu schaffen machte Windhager auch die lange Debatte um das neue Heizungsgesetz in Deutschland, das bei Kunden Verunsicherung auslöste. Rund 70 Prozent seines Umsatzes macht Windhager im Export, der Hauptmarkt ist Deutschland. Hinzu kommen hohe Investitionen: Nahe Gmunden errichtet Windhager derzeit um rund 100 Millionen Euro ein neues Werk für Wärmepumpen. Eröffnet werden soll es - so waren bislang die Pläne - im Sommer 2024.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/salzburger-heizungshersteller-windhager-insolvenz-151181284 www.sn.at], [[APA]]-Meldung in den "[[Salzburger Nachrichten]]" am 5. Jänner 2024</ref> |
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| | + | Am [[8. Jänner]] wurde am Salzburger Landesgericht das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über zwei Windhager-Gesellschaften eröffnet. Über eine Logistikgesellschaft wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Die Zentralheizung-Technik-Gesellschaft weist laut dem "Kreditschutzverband von 1870" Passiva in der Höhe von 78,2 Millionen Euro aus. Aktiva von 21,4 Millionen Euro stehen dem gegenüber. Auf die Windhager-Zentralheizung-Gesellschaft entfallen Passiva in der Höhe von 8,2 Millionen Euro und Aktiva von 2,2 Millionen Euro. Den über 500 Gläubigern<ref>354 Gläubiger in der Produktionsgesellschaft und rund 150 in der Vertriebs- und Servicegesellschaft. Quelle [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/insolvenz-wie-mitarbeiter-windhager-151281331 www.sn.at], 7. Jänner 2023</ref> wurde ein Sanierungsplanvorschlag unterbreitet: 20 Prozent binnen zwei Jahren. |
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| | + | Bei Windhager hofft man weiterhin auf einen Investor - laut einem Branchenkenner sei das schwierig: "Jetzt mit einem neuen Werk auf die Produktion von Wärmepumpen zu setzen ist, wie wenn man auf einen fahrenden Zug mit 100 km/h aufspringen möchte", sagt der Unternehmer. Windhager sei mit der Erschließung des neuen Wärmepumpen-Geschäftsfelds zehn Jahre zu spät dran. Für die internationalen Absatzmärkte sei das Werk in Oberösterreich viel zu klein dimensioniert. |
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| | + | Was überrascht: Das Jahr 2022 hat Windhager noch erfolgreich abgeschlossen. 5,4 Millionen Euro blieben in der Zentralheizung- und 13,2 Millionen in der Zentralheizung-Technik-Gesellschaft als Bilanzgewinn übrig.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/hat-windhager-werk-151339579 www.sn.at], 9. Jänner 2023</ref> "Im Mai wurde noch empfohlen keine Gewinne zu entnehmen. Im September 2023 wurde entgegen dieser Empfehlung dennoch eine Ausschüttung in der Höhe von 3 Mio. Euro beschlossen", heißt es in einer Aussendung der Gewerkschaft GPA am [[10. Jänner]].<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/windhager-insolvent-gewerkschaft-sieht-offene-fragen-151446829 10. Jänner 2024]</ref> |
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| | + | === Februar 2024: Übernahme durch BWT === |
| | + | Am Donnerstag, [[1. Februar]] 2024, wurde bekannt, dass ''Best Water Technology'' (BWT) aus Mondsee das Unternehmen übernimmt. Der Name soll erhalten bleiben. Ziel sei, so viele Beschäftigte wie möglich zu übernehmen, heißt es. Andreas Weißenbacher, BWT-Chef, wolle mit BWT auch das zu 90 Prozent fertiggestellte neue Werk in Pinsdorf bei Gmunden in Oberösterreich übernehmen, in dem Wärmepumpen produziert werden sollen.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/rettung-windhager-seekirchen-die-bwt-152698852 www.sn.at], 1. Februar 2024</ref> |
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| | == Kontakt == | | == Kontakt == |
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| | :''5201 Seekirchen am Wallersee | | :''5201 Seekirchen am Wallersee |
| | :''E-Mail: info@at.windhager.com | | :''E-Mail: info@at.windhager.com |
| − | :''Telefon: (+43) 06212 / 2341 - 0 | + | :''Telefon: (0 62 12) 2341 - 0 |
| − | :''Telefax: +43 06212 4228 | + | :''[[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]]: +43 06212 4228 |
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| − | :Geschäftsführung: Manfred Faustmann
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| − | :Firmenbuchgericht: Handelsgericht Salzburg
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| − | :Umsatzsteueridentifikationsnummer: ATU 61870345
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| − | :Firmenbuchnummer: FN 266236Z
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| | == Weblink == | | == Weblink == |
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| | * [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/windhager-baut-sich-museum-94213318 www.sn.at], 15. Oktober 2020 | | * [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/windhager-baut-sich-museum-94213318 www.sn.at], 15. Oktober 2020 |
| | * [[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/kurzarbeit-bei-windhager-fuer-179-mitarbeitende-141476410 5. Juli 2023] | | * [[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/kurzarbeit-bei-windhager-fuer-179-mitarbeitende-141476410 5. Juli 2023] |
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| | + | <references/> |
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