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| | Nach [[1290]] wurde die Burg mit einem erzbischöflichen [[Pfleger]] besetzt. Von Lichtenberg aus wurde das [[Pfleggericht Saalfelden-Lichtenberg]] durch einen erzbischöflichen Beamten verwaltet. | | Nach [[1290]] wurde die Burg mit einem erzbischöflichen [[Pfleger]] besetzt. Von Lichtenberg aus wurde das [[Pfleggericht Saalfelden-Lichtenberg]] durch einen erzbischöflichen Beamten verwaltet. |
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| − | Im [[Salzburger Bauernaufstände im 16. Jahrhundert|Bauernaufstand]] von [[1526]] wurde die Burg zerstört, die Burg musste von der Gerichtsgemeinde Saalfelden neu aufgebaut werden. Sie erhielt den mächtigen Rundturm im Südwesten und entstand bis [[1580]] fast völlig neu. Im Laufe der Jahrhunderte kam die Burg ziemlich herunter. | + | Im [[Salzburger Bauernaufstände|Bauernaufstand]] von [[1526]] wurde die Burg zerstört, die Burg musste von der Gerichtsgemeinde Saalfelden neu aufgebaut werden. Sie erhielt den mächtigen Rundturm im Südwesten und entstand bis [[1580]] fast völlig neu. Im Laufe der Jahrhunderte kam die Burg ziemlich herunter. |
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| | Mit dem Beginn des [[18. Jahrhundert]]s verlegten die Pfleger ihren Sitz ins Tal, die Burg wurde nur mehr als Wohnung eines Jägers verwendet. Im Laufe der Zeit wurde nicht viel saniert, darum wurde die Burg am am [[13. Oktober]] [[1870]] versteigert. Den Zuschlag erhielt für 8.340 [[Gulden]] Dr. [[Adolf Ritter Weiß von Teßbach]], der Verfall der Burg konnte gestoppt werden und Schloss Lichtenberg erhielt sein heutiges Aussehen. | | Mit dem Beginn des [[18. Jahrhundert]]s verlegten die Pfleger ihren Sitz ins Tal, die Burg wurde nur mehr als Wohnung eines Jägers verwendet. Im Laufe der Zeit wurde nicht viel saniert, darum wurde die Burg am am [[13. Oktober]] [[1870]] versteigert. Den Zuschlag erhielt für 8.340 [[Gulden]] Dr. [[Adolf Ritter Weiß von Teßbach]], der Verfall der Burg konnte gestoppt werden und Schloss Lichtenberg erhielt sein heutiges Aussehen. |
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| | + | Auf der rechten Innenhofseite des Schlosses befindet sich ein mit einer steinernen Umrahmung versehenes eingelassenes hochrechteckiges Marmorrelief, welches den heiligen Georg in Ritterrüstung auf dem Pferd reitend und mit seiner Lanze den unter ihm liegenden Drachen tötend zeigt. Geschaffen wurde das Relief von einem italienischen Steinbildhauer. Die Darstellung zeigt den heiligen Georg mit den Gesichtszügen des Dr. Adolf Ritter Weiß von Teßbach.<ref>[https://www.marterl.at/index.php?id=54&no_cache=1&oid=708 Marterl.at]</ref> |
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| | Noch heute ist die Familie im Besitz des gesamten Areals. Besichtigungen der Burg sind nicht möglich. | | Noch heute ist die Familie im Besitz des gesamten Areals. Besichtigungen der Burg sind nicht möglich. |
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| | ===Schloss Lichtenberg in der NS-Zeit=== | | ===Schloss Lichtenberg in der NS-Zeit=== |
| − | Über die Geschichte des Schlosses in der NS-Zeit schreibt [[Rudolf Leo]] in seinem Buche [[Der Pinzgau unterm Hakenkreuz]] auf S. 178 folgendes: ''„Die Zunahme der Luftangriffe lässt den Burgen im [[Pinzgau]] eine völlig neue Rolle zukommen: Sie bieten einen idealen Ort für den Schutz von Kunstgegenständen aus [[Salzburg]]. So werden beispielsweise im Schloss Lichtenberg (Saalfelden) sämtliche Kunstgegenstände von der Residenz, vom [[Benediktinenstift Nonnberg|Nonnberg]] und von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] sowie [[Schloss Kleßheim|Kleßheim]] untergebracht. Die umliegende Bevölkerung durfte davon allerdings nichts wissen.“'' Wie aus einer diesbezüglichen Anordnung des Salzburger Gauleiters u. a. hervorgeht, sind zu diesem Zeitpunkt lediglich die Besitzerin des Schlosses und ein Dienstmädchen vor Ort. Sie werden mit der Betreuung dieser Gegenstände beauftragt. | + | Über die Geschichte des Schlosses in der NS-Zeit schreibt [[Rudolf Leo]] in seinem Buche [[Der Pinzgau unterm Hakenkreuz]] auf S. 178 folgendes: ''"Die Zunahme der Luftangriffe lässt den Burgen im [[Pinzgau]] eine völlig neue Rolle zukommen: Sie bieten einen idealen Ort für den Schutz von Kunstgegenständen aus Salzburg. So werden beispielsweise im Schloss Lichtenberg (Saalfelden) sämtliche Kunstgegenstände von der Residenz, vom [[Benediktinenstift Nonnberg|Nonnberg]] und von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] sowie [[Schloss Kleßheim|Kleßheim]] untergebracht. Die umliegende Bevölkerung durfte davon allerdings nichts wissen."'' Wie aus einer diesbezüglichen Anordnung des Salzburger Gauleiters u. a. hervorgeht, sind zu diesem Zeitpunkt lediglich die Besitzerin des Schlosses und ein Dienstmädchen vor Ort. Sie werden mit der Betreuung dieser Gegenstände beauftragt. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger]] (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Mittelalter'', Band I/2, , [[Verlag Anton Pustet|Universitätsverlag Anton Pustet]], [[Salzburg]], [[1983]] | + | * [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger]] (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Mittelalter'', Band I/2, , [[Verlag Anton Pustet|Universitätsverlag Anton Pustet]], Salzburg, [[1983]] |
| | * [[Rudolf Leo]]: ''Der Pinzgau unterm Hakenkreuz'', [[Otto Müller Verlag]], Salzburg 2013 | | * [[Rudolf Leo]]: ''Der Pinzgau unterm Hakenkreuz'', [[Otto Müller Verlag]], Salzburg 2013 |
| | * {{wikipedia-de|Schloss_Lichtenberg (Österreich)}} | | * {{wikipedia-de|Schloss_Lichtenberg (Österreich)}} |
| | + | == Einzelnachweis == |
| | + | <references/> |
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