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'''Münzschatzfunde''' sind Hortfunde, die eine kleinere oder größere Anzahl von Münzen beinhalten.
 
'''Münzschatzfunde''' sind Hortfunde, die eine kleinere oder größere Anzahl von Münzen beinhalten.
 
==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
Schatzfunde, und hier besonders Münzschatzfunde, sind Thema in Märchen, Sagen und Seeräubergeschichten. Sie beflügeln aber auch die Phantasie der Menschen in der Gegenwart und werden auch nicht selten geheim gehalten.  
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Schatzfunde, und hier besonders Münzschatzfunde, sind Thema in Märchen, Sagen und Seeräubergeschichten. Sie beflügeln aber auch die Fantasie der Menschen der Gegenwart und werden auch nicht selten geheim gehalten.  
 
Dabei sind Münzschatzfunde mehr ein Eldorado für die Wissenschaft als für den Finder und den Grundbesitzer, die nach österreichischem Recht je zur Hälfte Eigentümer eines wohlgemerkt immer meldepflichtigen Münschschatzfundes sind.  
 
Dabei sind Münzschatzfunde mehr ein Eldorado für die Wissenschaft als für den Finder und den Grundbesitzer, die nach österreichischem Recht je zur Hälfte Eigentümer eines wohlgemerkt immer meldepflichtigen Münschschatzfundes sind.  
Fundpunkt und Zusammensetzung und Alter des Fundgutes legen beredtes Zeugnis für geschichtliche Ereignisse ab und haben damit in der Regel bedeutend mehr Wert für Wissenschaft und Allgemeinheit als der Wert der Münzen an sich gesehen für den Einzelnen je haben könnte.
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Fundpunkt, Zusammensetzung und Alter des Fundgutes legen beredtes Zeugnis für geschichtliche Ereignisse ab und haben damit in der Regel bedeutend mehr Wert für Wissenschaft und Allgemeinheit als der Wert der Münzen an sich gesehen für den Einzelnen je haben könnte.
    
Allein aus dem heutigen Bundesland [[Oberösterreich]] kennt man bis dato etwa 250 Fundkomplexe, die den Zeitraum von etwa 2000 Jahren umspannen und nach grober Schätzung mehr als 150.000 Stück umfassen. Etwa 80 % dieses Fundgutes ist heute verstreut, im Handel verschollen und nur unzureichend dokumentiert.
 
Allein aus dem heutigen Bundesland [[Oberösterreich]] kennt man bis dato etwa 250 Fundkomplexe, die den Zeitraum von etwa 2000 Jahren umspannen und nach grober Schätzung mehr als 150.000 Stück umfassen. Etwa 80 % dieses Fundgutes ist heute verstreut, im Handel verschollen und nur unzureichend dokumentiert.
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=====Heller-Schatzfund von Pfarrwerfen=====
 
=====Heller-Schatzfund von Pfarrwerfen=====
Der Münzschatzfund von [[Pfarrwerfen]] erfolgte im Jahr [[1957]]. Der Vergrabungszeitpunkt ist aufgrund der Münzprägungen nach dem Jahr [[1368]] anzusetzen. Der Inhalt des Fundes umfasste über 3400 Stück. Davon stammten aus [[Österreich]] 2753, aus [[Bayern]] 365, aus [[Passau]] 147, aus [[Steiermark]]-[[Kärnten]] 78, aus [[Salzburg]] 17, aus der Oberpfalz (?) 2 und aus  dem süddeutsch-österreichischen Raum 4. Nicht bestimmbar war die Herkunft von weiteren 79 Münzen.
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Der Münzschatzfund von [[Pfarrwerfen]] erfolgte im Jahr [[1957]]. Der Vergrabungszeitpunkt ist aufgrund der Münzprägungen nach dem Jahr [[1368]] anzusetzen. Der Inhalt des Fundes umfasste über 3400 Stück. Davon stammten aus [[Österreich]] 2753, aus [[Bayern]] 365, aus [[Passau]] 147, aus [[Steiermark]]-[[Kärnten]] 78, aus Salzburg 17, aus der Oberpfalz (?) 2 und aus  dem süddeutsch-österreichischen Raum 4. Nicht bestimmbar war die Herkunft von weiteren 79 Münzen.
    
==Bemerkenswertes==
 
==Bemerkenswertes==
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass in beiden Münzschatzfunden mit insgesamt rund 3500 Stück an Hellern und Pfennigen nur ganze 17 aus der [[Salzburger Münze]] mit der [[Münzstätte Salzburg]] stammen, während dem steirisch-kärntnerischen Raum, in dem u.a. auch die [[Münzstätte Friesach]] prägte, die ebenfalls zu Salzburg gehörte, immerhin 78 Münzen zugeordnet werden konnten. Die [[Münzstätte Laufen]] als erste Prägeanstalt des Erzbistums Salzburg war ja im Gegensatz zu den beiden vorher genannten nur kurzzeitig in Betrieb, wodurch Laufener Prägungen seltener anzutreffen sind.
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Bemerkenswert ist die Tatsache, dass in beiden Münzschatzfunden mit insgesamt rund 3500 Stück an Hellern und Pfennigen nur ganze 17 aus der [[Salzburger Münze]] mit der [[Münzstätte Salzburg]] stammen, während dem steirisch-kärntnerischen Raum, in dem u. a. auch die [[Münzstätte Friesach]] prägte, die ebenfalls zu Salzburg gehörte, immerhin 78 Münzen zugeordnet werden konnten. Die [[Münzstätte Laufen]] als erste Prägeanstalt des Erzbistums Salzburg war im Gegensatz zu den beiden vorher genannten nur kurzzeitig in Betrieb, wodurch Laufener Prägungen noch seltener anzutreffen sind.
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* siehe auch:
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* [[Rauriser Münzschatzfund]]
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* [[Rauriser Goldschatz]]
    
==Quellen==
 
==Quellen==
 
* Der Münzschatzfund von Treubach, in Studien zur Kulturgeschichte in Oberösterreich, Folge 3, HG Oberösterreichisches Landesmuseum Linz, Linz, 1994
 
* Der Münzschatzfund von Treubach, in Studien zur Kulturgeschichte in Oberösterreich, Folge 3, HG Oberösterreichisches Landesmuseum Linz, Linz, 1994
 
* Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich, Folge 17, HG von Christine Schwanzar und Gerhard Winkler, Archäologie und Landeskunde, Beiträge zur Tagung im Linzer Schlossmuseum 26. – 28. April 2007, Linz, 2007
 
* Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich, Folge 17, HG von Christine Schwanzar und Gerhard Winkler, Archäologie und Landeskunde, Beiträge zur Tagung im Linzer Schlossmuseum 26. – 28. April 2007, Linz, 2007
[[Kategorie:Geld]]
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[[Kategorie:Geschichte|Münze, Salzburger]]
[[Kategorie:Geschichte]]
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[[Kategorie:Geldwesen (Geschichte)|Münze, Salzburger]]
 
[[Kategorie:Wirtschaft]]
 
[[Kategorie:Wirtschaft]]
 
[[Kategorie:Zell am See]]
 
[[Kategorie:Zell am See]]