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| − | [[Datei:Schloss leopoldskron.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron]] | + | [[Datei:Schloss Leopoldskron Luftbild Juni 2023 01.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron, Luftbild Juni 2023.]] |
| | {{Googlemapsort|5020+Salzburg+Schloss_Leopoldskron}} | | {{Googlemapsort|5020+Salzburg+Schloss_Leopoldskron}} |
| | + | [[Datei:Schloss Leopoldskron Luftbild Juni 2023 02.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron, Luftbild Juni 2023.]] |
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| | + | [[Datei:2004 09 19 Leopoldskron Schloss Salzburg 3.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron, im Hintergrund die [[Festung Hohensalzburg]].]] |
| | [[Datei:Leopoldskron v. Lambert Gierlinger.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron und [[Leopoldskroner Weiher]], Ansicht vom [[Untersbergstock]].]] | | [[Datei:Leopoldskron v. Lambert Gierlinger.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron und [[Leopoldskroner Weiher]], Ansicht vom [[Untersbergstock]].]] |
| | [[Datei:Schloss Leopoldskron Leopoldskroner Weiher 1930.jpg|thumb|Hier ist der von [[Max Reinhardt]] angelegte Gartenteil (rechts am Ufer), heute großteils verwildert zu sehen. Aufnahme um 1930.]] | | [[Datei:Schloss Leopoldskron Leopoldskroner Weiher 1930.jpg|thumb|Hier ist der von [[Max Reinhardt]] angelegte Gartenteil (rechts am Ufer), heute großteils verwildert zu sehen. Aufnahme um 1930.]] |
| | [[bild:schlossleopoldskron.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron von der [[Richterhöhe]] aus gesehen.]] | | [[bild:schlossleopoldskron.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron von der [[Richterhöhe]] aus gesehen.]] |
| − | [[Datei:Weiherblick auf Salzburg.jpg|thumb| Weiherblick auf Salzburg, mit Schloss Leopoldskron dahinter die [[Richterhöhe]], [[Festung Hohensalzburg]] und der [[Rainberg]].]] | + | [[Datei:Leopoldskron Schloss Weiher Meierhof.jpg|thumb|Schloss Leopoldskron mit dem [[Meierhof von Schloss Leopoldskron|Meierhof]] (links) und dem [[Leopoldskroner Weiher]].]] |
| | [[Datei:Schloss Leopoldskron, westliche Ansicht vom Schlosspark aus.JPG|thumb|Schloss Leopoldskron, westliche Ansicht (vom Schlossgarten).]] | | [[Datei:Schloss Leopoldskron, westliche Ansicht vom Schlosspark aus.JPG|thumb|Schloss Leopoldskron, westliche Ansicht (vom Schlossgarten).]] |
| | [[Datei:Meierhof des Schlosses Leopoldskron.jpg|thumb|Meierhof des Schlosses Leopoldskron.]] | | [[Datei:Meierhof des Schlosses Leopoldskron.jpg|thumb|Meierhof des Schlosses Leopoldskron.]] |
| | [[File:Fischbach Malerische Ansichten G 0538 II Schloss Leopoldskron.jpg|thumb|Stich von 1852 nach [[Johann Fischbach]].]] | | [[File:Fischbach Malerische Ansichten G 0538 II Schloss Leopoldskron.jpg|thumb|Stich von 1852 nach [[Johann Fischbach]].]] |
| − | Das '''Schloss Leopoldskron''' befindet sich im Stadtteil [[Riedenburg]] im Südwesten der [[Stadt Salzburg]] und steht unter [[Denkmalschutz]]. | + | Das '''Schloss Leopoldskron''' befindet sich im Stadtteil [[Riedenburg]] im Süden der [[Stadt Salzburg]] und steht unter [[Denkmalschutz]]. |
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| | == Geografie == | | == Geografie == |
| − | Schloss Leopoldskron liegt in der nordöstlichen Uferzone am [[Leopoldskroner Weiher]], die Teil des etwa sieben Hektar großen [[Schlosspark Leopoldskron|Schlossparks]] ist. Der Weiher wird über den [[Leopoldskroner Weiher Zu- und Ablauf]] vom [[Almkanal]] gespeist. | + | Schloss Leopoldskron liegt in der nordöstlichen Uferzone am [[Leopoldskroner Weiher]], die Teil des etwa sieben Hektar großen [[Schlosspark Leopoldskron|Schlossparks]] ist. Die Zufahrt ist über die [[Leopoldskronstraße]], einer Einbahnstraße, durch ein breites Tor möglich. Der [[Salzburger Stadtteile|Stadtteil]] [[Leopoldskroner Moos]] wurde nach dem Schloss benannt. |
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| − | Der [[Salzburger Stadtteile|Stadtteil]] [[Leopoldskroner Moos]] wurde nach dem Schloss benannt. | |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Der Name des Schlosses wurde gebildet aus „Leopold“. dem ersten Vornamen des Fürsterzbischofs als Erbauer. Der zweite Teil lässt sich aus „Mezzocorona“ ([[Trentino]]), dem Geburtsort seines Neffen [[Franz Laktanz Graf von Firmian]] ableiten (Mezzocorona war auch als "Kronmetz" bekannt, „-corona“ = Krone) <ref>Quelle [http://www.schloss-leopoldskron.com www.schloss-leopoldskron.com]</ref> Gleichtzeitig ist das Kernwappen der Freiherrn Firmian bekanntlich eine Krone, von der sich der Name ebenso ableiten lässt. Zzudem bekrönt der neue Adelssitz bei Salzburg bildlich das Freiherrngeschlecht. Eine Kröne fand sich übrigens auch auf dem obersten Teil des einstigen Schlossturmes. | + | Der Name des Schlosses wurde gebildet aus "Leopold". dem ersten Vornamen des [[Fürsterzbischof]]s als Erbauer. Der zweite Teil lässt sich aus "Mezzocorona" im [[Trentino]], dem Geburtsort seines Neffen [[Franz Laktanz Graf von Firmian]] ableiten ("Mezzocorona" war auch als "Kronmetz" bekannt, "corona" = Krone)<ref>www.schloss-leopoldskron.com, die entsprechende Seite bzw. Information war bei einer Kontrolle am 25. Jänner 2023 nicht mehr abrufbar</ref> Gleichzeitig ist das Kernwappen der Freiherrn [[Firmian]] eine Krone, von der sich der Name ebenso ableiten lässt. Zudem bekrönt der neue Adelssitz in Salzburg bildlich das Freiherrngeschlecht. Eine Krone fand sich übrigens auch auf dem obersten Teil des einstigen Schlossturmes. |
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| − | Schloss Leopoldskron wurde in den Jahren [[1736]] bis [[1740]] von [[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] an einem bereits bestehenden Weiher erbaut. Zu gleicher Zeit errichtete der Fürsterzbischof für seine Familie ein Primogenitur-[[Fideikommiss]], dessen Sitz das Schloss bildete.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19290823&query=%22Reinhardt%22+%22Leopoldskron%22+%22chinesisch%22&ref=anno-search&seite=6 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. August 1929]</ref> | + | Schloss Leopoldskron wurde in den Jahren [[1736]] bis [[1740]] von Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] an einem bereits bestehenden Weiher erbaut. Zu gleicher Zeit errichtete der Fürsterzbischof für seine Familie ein Primogenitur-[[Fideikommiss]], dessen Sitz das Schloss bildete.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19290823&query=%22Reinhardt%22+%22Leopoldskron%22+%22chinesisch%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]] ", 23. August 1929]</ref> |
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| | Die Pläne für das Schloss stammten von [[Benediktinerorden|Benediktinerpater]] [[Bernhard Stuart]]. Die [[Stuck]]decken im Stil des [[Rokoko]], die zu den schönsten ihrer Zeit gehören, fertigte [[Johann Kleber]]. Diese zeigen farbige und vergoldete ''Rocailles'' (muschelförmige Ornamente) in Verbindungen mit Blatt- und Rankendekorationen, Vasen mit Blumendekor, Medaillons, Allegorien, Vögel und vieles andere. | | Die Pläne für das Schloss stammten von [[Benediktinerorden|Benediktinerpater]] [[Bernhard Stuart]]. Die [[Stuck]]decken im Stil des [[Rokoko]], die zu den schönsten ihrer Zeit gehören, fertigte [[Johann Kleber]]. Diese zeigen farbige und vergoldete ''Rocailles'' (muschelförmige Ornamente) in Verbindungen mit Blatt- und Rankendekorationen, Vasen mit Blumendekor, Medaillons, Allegorien, Vögel und vieles andere. |
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| − | Als [[1744]] der Fürsterzbischofs starb, kam sein Neffe [[Franz Laktanz Graf von Firmian]] in den Besitz des Fideikommisses. Laktanz bewohnte das Schloss mehr als vierzig Jahre. Laktanz war ein großer Kunstkenner und -sammler. | + | Als [[1744]] der Fürsterzbischof starb, kam sein Neffe Franz Laktanz Graf von Firmian in den Besitz des Fideikommisses. Laktanz bewohnte das Schloss mehr als vierzig Jahre. Er war ein großer Kunstkenner und -sammler. |
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| − | Schloss Leopoldskron hatte ursprünglich nur drei Geschosse mit einem hohen Mansarddach (mit einem weiteren Mansardengeschoß) und einem achteckigen Turm in seiner Mitte. Um [[1760]] wurde das Schloss umgebaut. Das Mansarddach und der Turm wurden abgerissen und durch ein (viertes) niedriges Attikageschoss ersetzt. | + | Schloss Leopoldskron hatte ursprünglich nur drei Geschosse mit einem hohen Mansarddach (mit einem weiteren Mansardengeschoß) und einem achteckigen Turm in seiner Mitte. Um [[1760]] wurde das Schloss umgebaut. Das Mansarddach und der Turm wurden abgerissen und durch ein viertes niedriges Attikageschoss ersetzt. |
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| | Im Jahre [[1786]] übernahm [[Leopold Anton Graf von Firmian]], Laktanz' Sohn, den Fideikommiss, der am Besitz jedoch wenig Freude hatte. | | Im Jahre [[1786]] übernahm [[Leopold Anton Graf von Firmian]], Laktanz' Sohn, den Fideikommiss, der am Besitz jedoch wenig Freude hatte. |
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| − | [[1812]] wurde das auf dem Schloss ruhende Fideikommiss aufgehoben. Weiterbestehend war das Fideikommiss auf dem so genannten Ritterlehen, das aus dem Weiher, dem Lazaretthölzchen und einigen Gründen im [[Leopoldskroner Moor|Wildmoos]] bestand. Leopold Anton Graf von Firmian bot nach dem Niedergang des [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstifts]] auch die Kunstwerke seines Vaters zum Verkauf an. Das Schloss blieb jedoch weiter im Besitz des Grafen von [[Firmian]]. | + | [[1812]] wurde das auf dem Schloss ruhende Fideikommiss aufgehoben. Weiterbestehend war das Fideikommiss auf dem so genannten Ritterlehen, das aus dem Weiher, dem Lazaretthölzchen und einigen Gründen im [[Leopoldskroner Moor|Wildmoos]] bestand. Leopold Anton Graf von Firmian bot nach dem Niedergang des [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstifts]] auch die Kunstwerke seines Vaters zum Verkauf an. Das Schloss blieb jedoch weiter im Besitz des Grafen von Firmian. |
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| − | [[1828]], als Leopold Anton Graf von Firmian starb, erbte sein Schwiegersohn [[Karl Graf von Wolkenstein]] das Anwesen, während der noch bestehende Fideikommiss an [[Leopold Maximilian von Firmian|Leopold Graf von Firmian]], Erzbischof von [[Wien]], überging. Karl Graf von Wolkenstein verkauft kurz nach seiner Übernahme die Gründe im Wildmoos und der Almen am [[Untersbergstock]] und behielt nur den Meierhof und die zur Meierei nötigen Gründe. | + | [[1828]], als Leopold Anton Graf von Firmian starb, erbte sein Schwiegersohn Karl Graf von Wolkenstein das Anwesen, während der noch bestehende Fideikommiss an [[Leopold Maximilian von Firmian|Leopold Graf von Firmian]], Erzbischof von [[Wien]], überging. Karl Graf von Wolkenstein verkauft kurz nach seiner Übernahme die Gründe im Wildmoos und der [[Alm]]en auf dem [[Untersbergstock]] und behielt nur den Meierhof und die zur Meierei nötigen Gründe. |
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| − | [[1837]] verkaufte Karl Graf von Wolkenstein um 30.000 [[Gulden]] schließlich auch das Schloss an den Bäckermeister und Schiessstättenwirt [[Georg Zierer]], der es vollkommen ausplünderte. Letzterer überließ [[1845]] Schloss Leopoldskron um 45.000 Gulden einem gewissen Dietz, einem Oberkellner aus [[Württemberg]]. Dieser baute das Schloss zu einem Hotel um, musste es aber bereits drei Jahre später an seine Gläubiger abtreten.
| + | Schließlich verkaufte Karl Graf von Wolkenstein um 30.000 [[Gulden]] [[1837]] auch das Schloss an den Bäckermeister und Schießstättenwirt Georg Zierer, der es vollkommen ausplünderte. Er überließ dann [[1845]] Schloss Leopoldskron um 45.000 Gulden einem gewissen Dietz, einem Oberkellner aus [[Württemberg]]. Dieser baute das Schloss zu einem Hotel um, musste es aber bereits drei Jahre später an seine Gläubiger abtreten. |
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| − | [[1848]] kaufte Zierer das Schloss zurück, um es kurz danach an [[Heinrich Ritter von Mertens]], [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], zu verkaufen. Ritter von Mertens behielt es auch nur kurz und verkaufte [[1851]] das Schloss um 62.000 Gulden an König [[Ludwig I. von Bayern]], dessen Thronverzicht kurz vorher erfolgt war. Ludwig I. von Bayern machte das Schloss zu einem vielbeachteten Mittelpunkt des aristokratischen und gesellschaftlichen Lebens.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19290823&query=%22Reinhardt%22+%22Leopoldskron%22+%22chinesisch%22&ref=anno-search&seite=6 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. August 1929]</ref> | + | [[1848]] kaufte Zierer das Schloss zurück, um es kurz danach an [[Heinrich Ritter von Mertens]], [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], zu verkaufen. Ritter von Mertens behielt es auch nur kurz und verkaufte [[1851]] das Schloss um 62.000 Gulden an König [[Ludwig I. von Bayern]], dessen Thronverzicht kurz vorher erfolgt war. Ludwig I. von Bayern machte das Schloss zu einem vielbeachteten Mittelpunkt des aristokratischen und gesellschaftlichen Lebens.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19290823&query=%22Reinhardt%22+%22Leopoldskron%22+%22chinesisch%22&ref=anno-search&seite=6 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. August 1929]</ref> |
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| − | [[1869]] erwarb es [[Alexander Julius Schindler]] ("Julius von der Traun"), ein in Salzburg heimisch gewordener Schriftsteller, Notar und Politiker, um 40.000 [[Gulden]]<ref>eine andere [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19190510&query=%22Schloss+Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=3 Quelle] [[Salzburger Volksblatt]], 10. Mai 1919, nennt die Summe von 50.000 Gulden</ref>. Unter Schindler wurde es zu einem Treffpunkt von Künstlern und Literaten. Auch [[Theodor Storm]] war von Ende Juli bis Mitte August [[1872]] im Rahmen einer größeren Reise im Schloss zu Gast.<ref>Buch [[Die Welt zu Gast in Salzburg]], Beitrag ''Theodor Storm''</ref>. Dessen Sohn und Erbe überließ im Jahre [[1890]] seinen Teil käuflich dem Salzburger Bankier [[Carl Spängler]], während den anderen Teil die Tochter von Schindler behielt. | + | [[1869]] erwarb es [[Alexander Julius Schindler]] (Pseudonym "Julius von der Traun"), ein in Salzburg heimisch gewordener Schriftsteller, Notar und Politiker, um 40.000 [[Gulden]]<ref>eine andere [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19190510&query=%22Schloss+Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=3 Quelle], das "[[Salzburger Volksblatt]]", Ausgabe vom 10. Mai 1919, nennt die Summe von 50.000 Gulden</ref>. Unter Schindler wurde es zu einem Treffpunkt von Künstlern und Literaten. Auch [[Theodor Storm]] war von Ende Juli bis Mitte August [[1872]] im Rahmen einer größeren Reise im Schloss zu Gast.<ref>Buch "[[Die Welt zu Gast in Salzburg]]", Beitrag "Theodor Storm"</ref>. Dessen Sohn und Erbe überließ im Jahre [[1890]] seinen Teil käuflich dem Salzburger Bankier [[Carl I. Spängler]], während den anderen Teil die Tochter von Schindler behielt. |
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| − | Alma Mahler-Werfel (* [[1879]] in [[Wien]]; † [[1964]] in New York, [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]]) erinnert sich: „''Ich bin die Tochter eines großen Monuments, gewissermaßen. Mein Vater, Emil J. Schindler [… (* [[1842]] in Wien; † [[1892]] in Westerland, Sylt)]. Meines Vaters Onkel, Alexander Schindler [… ([[Alexander Julius Schindler]]; * [[1818]] in Wien; † [[1885]] ebenda)] war eine Verschwendernatur. Er musste eines Nachts aus seinem Schlosse Leopoldskron fliehen, das über und über verschuldet war. Aber er gestaltete diesen unrühmlichen Auszug zu einer großen Theaterszene. Seine Diener, beträchtlich an Zahl, mussten ihm in Eskarpins [Schnallenschuhe, im [[18. Jahrhundert]] zum seidenen Frack getragen] mit Fackeln den Weg voranleuchten. Viele Jahre später sollte [[Max Reinhardt]] dort ähnlich hofhalten und das gleiche Schicksal erleben. […]''<ref>Alma Mahler-Werfel: ''Mein Leben''. 1960, Frankfurt a. M: Fischer, 1963, S. 13</ref> | + | Alma Mahler-Werfel (* [[1879]] in [[Wien]]; † [[1964]] in New York, [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]]) erinnert sich: "Ich bin die Tochter eines großen Monuments, gewissermaßen. Mein Vater, Emil J. Schindler [… (* [[1842]] in Wien; † [[1892]] in Westerland, Sylt)]. Meines Vaters Onkel, Alexander Schindler war eine Verschwendernatur. Er musste eines Nachts aus seinem Schlosse Leopoldskron fliehen, das über und über verschuldet war. Aber er gestaltete diesen unrühmlichen Auszug zu einer großen Theaterszene. Seine Diener, beträchtlich an Zahl, mussten ihm in Eskarpins<ref>Schnallenschuhe, im [[18. Jahrhundert]] zum seidenen Frack getragen</ref> mit Fackeln den Weg voranleuchten. Viele Jahre später sollte [[Max Reinhardt]] dort ähnlich hofhalten und das gleiche Schicksal erleben. [...]"<ref>Alma Mahler-Werfel: "Mein Leben". 1960, Frankfurt a. M: Fischer, 1963, S. 13</ref> |
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| − | [[1895]] kaufte Frau Gyra den Spängler gehörigen Teil. Im selben Jahr erwarb Baron [[Heinrich Rüdt von Collenberg]], ein deutscher Diplomat, beide Anteile um 85.000 Gulden. Am [[22. Dezember]] [[1903]] verkaufte Baronin [[Natalie Rüdt]] an den Privatier Regierungsrat [[Paul Wolf]] aus Frankfurt a. M. um 200.000 Mark.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19031223&query=%22Schloss+Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO] [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 23. Dezember 1903, Seite 5</ref> | + | [[1895]] kaufte Frau Gyra den Spängler gehörigen Teil. Im selben Jahr erwarb Baron Heinrich Rüdt von Collenberg, ein deutscher Diplomat, beide Anteile um 85.000 Gulden. Am [[22. Dezember]] [[1903]] verkaufte Baronin Natalie Rüdt an den Privatier Regierungsrat Paul Wolf aus Frankfurt a. M. um 200.000 Mark.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19031223&query=%22Schloss+Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], "[[Salzburger Chronik]]", Ausgabe vom 23. Dezember 1903, Seite 5</ref> |
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| − | [[1918]] erwarb [[Max Reinhardt]] das Schloss, ein in ganz Europa berühmter Theater-Intendant und Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]]. In den nächsten 20 Jahren führte er umfangreiche Renovierungen durch und war darum bemüht, den ursprünglichen Glanz wiederherzustellen. Er ließ die große Halle, das Stiegenhaus und den Marmorsaal restaurieren. Seiner Kreativität sind die heute so bekannte Bibliothek, das Venezianische Zimmer, sowie weitere Veränderungen in anderen Räumen zu verdanken. Max Reinhard belebte Schloss Leopoldskron durch Theaterproduktionen, wobei das Publikum von einem Raum in den nächsten zog und die prachtvollen Zimmer zur Bühne wurden. Wahrend dieser Jahre war Schloss Leopoldskron ein Treffpunkt für Theaterproduzenten, Schriftsteller, Komponisten und Schauspieler aus ganz Europa. | + | [[1918]] erwarb [[Max Reinhardt]] das Schloss, ein in ganz Europa berühmter Theater-Intendant und Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]]. In den nächsten 20 Jahren führte er umfangreiche Renovierungen durch und war darum bemüht, den ursprünglichen Glanz wiederherzustellen. Er ließ die große Halle, das Stiegenhaus und den Marmorsaal restaurieren. Seiner Kreativität sind die heute so bekannte Bibliothek, das "Venezianische Zimmer", sowie weitere Veränderungen in anderen Räumen zu verdanken. Max Reinhard belebte Schloss Leopoldskron durch Theaterproduktionen, wobei das Publikum von einem Raum in den nächsten zog und die prachtvollen Zimmer zur Bühne wurden. Wahrend dieser Jahre war Schloss Leopoldskron ein Treffpunkt für Theaterproduzenten, Schriftsteller, Komponisten und Schauspieler aus ganz Europa. |
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| − | Der britische Premierminister Sir Winston Churchill besuchte während seines Salzburg-Urlaubs [[1932]]<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19320928&query=%22Churchill%22+%22Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 28. September 1932, Seite 8</ref> Reinhardt in seinem Schloss und soll von der hier servierten Ente so begeistert gewesen sein, dass er sich das Rezept geben ließ.<ref>Quelle [http://www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/burgen_und_schloesser/schloss_leopoldskron/ www.salzburg-rundgang.at]</ref>. | + | Der britische Premierminister Sir Winston Churchill besuchte während seines Salzburg-Urlaubs [[1932]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19320928&query=%22Churchill%22+%22Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 28. September 1932, Seite 8</ref> Reinhardt in seinem Schloss und soll von der hier servierten Ente so begeistert gewesen sein, dass er sich das Rezept geben ließ.<ref>www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/burgen_und_schloesser/schloss_leopoldskron, der Link war bei einer Überprüfung am 25. Jänner 2023 nicht mehr abrufbar</ref>. |
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| − | "Schlossherrschaft" mimten weder Max Reinhardt noch seine Frau [[Helene Thimig]], obwohl dazu reichlich Gelegenheit gewesen wäre.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19370824&query=%22Reinhardt%22+%22Leopoldskron%22+%22chinesisch%22&ref=anno-search&seite=7 anno.onb.ac.at/Neues Wiener Journal, 24. August 1937]</ref> | + | "Schlossherrschaft" mimten weder Max Reinhardt noch seine Frau [[Helene Thimig]], obwohl dazu reichlich Gelegenheit gewesen wäre.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19370824&query=%22Reinhardt%22+%22Leopoldskron%22+%22chinesisch%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], "Neues Wiener Journal", 24. August 1937</ref> |
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| − | 1937 wurde Max Reinhardt aufgrund seiner jüdischen Wurzeln aus Österreich vertrieben und emigriert in die [[USA]]. Er kehrt nicht mehr nach Schloss Leopoldskron zurück und starb 1943 in New York. | + | 1937 wurde Max Reinhardt aufgrund seiner jüdischen Wurzeln aus [[Österreich]] vertrieben und emigrierte in die [[USA]]. Er kehrte nicht mehr nach Schloss Leopoldskron zurück und starb 1943 in New York. |
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| − | [[1938]] wurde das Schloss durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] enteignet und als Sommerresidenz und Gästehaus genutzt. [[Stéphanie zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst]] übernahm [[1938]] das Schloss und plante eine Begegnungsstätte für das internationale [[Salzburger Festspiele|Festspielpublikum]]. <ref>''Herrin auf Schloss Leopoldskron''. In: Martha Schad: ''Hitlers Spionin'', München 2002, S. 104-118.</ref> bis sie bei Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Kriegs]] nach England floh. Für kurze Zeit bewohnte das Schloss der bekannte, politisch opportunistische Dirigent [[Clemens Krauss]]. | + | [[1938]] wurde das Schloss durch die [[Nationalsozialisten]] enteignet und als Sommerresidenz und Gästehaus genutzt. Stéphanie zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst übernahm im selben Jahr das Schloss und plante eine Begegnungsstätte für das internationale [[Salzburger Festspiele|Festspielpublikum]]. <ref>"Herrin auf Schloss Leopoldskron". In: Martha Schad: "Hitlers Spionin", München 2002, S. 104-118.</ref> bis sie bei Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Kriegs]] nach England floh. Für kurze Zeit bewohnte das Schloss der bekannte, politisch opportunistische Dirigent [[Clemens Krauss]]. |
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| − | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde es an die Erben Reinhardts restituiert. [[1947]] ermöglichte [[Helene Thimig]], die Witwe von Max Reinhardt, [[Clemens Heller]], damals Student in Harvard (USA) und einer der Gründer des [[Salzburg Global Seminar]], das Schloss für ein erstes Seminar zu verwenden. | + | Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es an die Erben Reinhardts restituiert. [[1947]] ermöglichte Helene Thimig, die Witwe von Max Reinhardt, Clemens Heller, damals Student in Harvard (USA) und einer der Gründer des ''[[Salzburg Global Seminar]]'', das Schloss für ein erstes Seminar zu verwenden. Im Sommer [[1950]] veranstaltete das ''Salzburg Global Seminar'' vier Wochen lang Internationale Jugendtheater-Festspiele im Studio des Senders [[Radio Rot-Weiß-Rot]] im [[Franziskanerkloster]] und im Gartentheater des Schlosses Leopoldskron. Nach einer Idee von Helene Thimig traten dabei Schauspielschüler aus [[Italien]], [[England]], [[Irland]], [[Deutschland]], [[Frankreich]] und Österreich auf; einen der künstlerischen Höhepunkte bildete Marcel Marceaus ''Pantomimes de Bip''. Das Salzburger Schauspielseminar führte Friedrich Schillers Lustspiel "Der Parasit oder die Kunst sein Glück zu machen" mit Hilde Esterhazy, Therese Stangl, Günther Bauer, [[Herbert Fux]] u. a., in der Inszenierung von Rudolf E. Leisner, auf. |
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| − | Im Sommer [[1950]] veranstaltete das ''Salzburg Global Seminar'' vier Wochen lang Internationale Jugendtheater-Festspiele im Studio des Senders [[Radio Rot-Weiß-Rot]] im [[Franziskanerkloster]] und im Gartentheater des Schlosses Leopoldskron. Nach einer Idee von Helene Thimig traten dabei Schauspielschüler aus [[Italien]], [[England]], [[Irland]], [[Deutschland]], [[Frankreich]] und [[Österreich]] auf; einen der künstlerischen Höhepunkte bildete Marcel Marceaus „''Pantomimes de Bip''“. Das Salzburger Schauspielseminar führte Friedrich Schillers Lustspiel ''„Der Parasit oder die Kunst sein Glück zu mache''n“ mit Hilde Esterhazy, Therese Stangl, Günther Bauer, [[Herbert Fux]] u. a., in der Inszenierung von Rudolf E. Leisner, auf.
| + | [[1955]] verhandelten die Stadt Salzburg und das Land Salzburg über einen Ankauf von Schloss Leopoldskron samt den weitläufigen umgebenden Grünflächen. Der Kaufpreis sollte bei sechs Millionen Schilling gelegen sein (ca. € 440.000.–, nach Geldwert [[2022]] etwa € 3.659.640,–). Die Stadt Salzburg erwarb das Schloss mit den umgebenden Grünflächen und dem Weiher und verkaufte [[1959]] das Schloss und den inneren Schlosspark an die amerikanische Stiftung ''Salzburg Global Seminar''. [[1973]] kam der benachbarte Meierhof zum Besitz dazu. |
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| − | [[1955]] verhandelten die Stadt Salzburg und das Land Salzburg über einen Ankauf von Schloss Leopoldskron samt den weitläufigen umgebenden Grünflächen. Der Kaufpreis sollte bei sechs Millionen Schilling liegen (ca. € 440.000.--). Die Stadt Salzburg erwarb das Schloss mit den umgebenden Grünflächen und dem Weiher und verkaufte 1959 das Schloss und den inneren Schlosspark an die amerikanische Stiftung ''Salzburg Global Seminar''. Seit damals ist Schloss Leopoldskron nun im Besitz der heute internationalen Non-Profit-Organisation "[[Salzburg Global Seminar]]". [[1973]] kam der benachbarte Meierhof zum Besitz dazu. | + | [[1964]] war Schloss Leopoldskron und sein Ambiente als [[Trapp-Villa|Villa]] des [[Georg Ludwig Ritter von Trapp|Baron von Trapp]] einer von mehreren Drehorten im Film "[[The Sound of Music (Film)|The Sound of Music]]". Durch geschickte Szenenfolge und Schnitttechnik vermengte der Film das Äußere und Innere von mehreren Gebäuden und verschiedenen Gärten in der Stadt Salzburg zu einem fiktiven neuen Ganzen und zeigt so die Wohnverhältnisse und Lebensumstände eines österreichischen Edelmannes, die so aber so nicht bestanden haben. Der weiße Pavillon (Gazebo), wo ''Liesl'' das bekannte Lied ''I am 16 going to 17" singt, befindet sich heute im [[Schlosspark Hellbrunn]], nachdem er einige Jahren am Nordwestufer des Leopoldskroner Weihers gestanden hatte. |
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| − | [[1964]] war Schloss Leopoldskron und sein Ambiente als [[Trapp-Villa|Villa]] des [[Georg Ludwig Ritter von Trapp|Baron von Trapp]] einer von mehreren Drehorten im Film "[[The Sound of Music (Film)|The Sound of Music]]". Durch geschickte Szenenfolge und Schnitttechnik vermengte der Film das Äußere und Innere von mehreren Gebäuden und verschiedene Gärten in der Stadt Salzburg zu einem fiktiven neuen Ganzen und zeigt so die Wohnverhältnisse und Lebensumstände eines österreichischen Edelmannes, die so aber so nicht bestanden haben. Der weiße Pavillon (Gazebo), wo ''Liesl'' das bekannte Lied "''I am 16 going to 17''" singt, befindet sich heute im [[Schlosspark Hellbrunn]]. | + | Im Herbst [[1989]] erwarben die [[Stadtgemeinde Salzburg]] und die [[Salzburger Sparkasse]] gemeinsam dann wieder Schloss und Schlosspark um drei Millionen Dollar, umgerechnet 1989 waren das um 42 Millionen Schilling (in Geldwert 2022 etwa 6.407.520,–). Die Sparkasse erwarb um 24 Millionen Schilling das Schloss samt 6 100 Quadratmeter Grund, die Stadt kaufte den 5,5 Hektar großen, zum Teil stark verwachsenen Park um 18 Millionen Schilling. Bis [[2019]] bestand noch ein Mietvertrag mit dem "Salzburg Seminar" mit einer jährlichen Mietsumme von öS 650.000,– (Geldwert 2022 etwa € 99.164,–). Stadt und Sparkasse erhielten bis dahin jährlich für 20 Tage das Verfügungsrecht über Schloss und Park.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=UyVnab9SxIQUSRB9dQMqcYz2J3u2vFy%2BiylzNI4a9y4jNfdG0aVocCvGrKbS4pWHTXyQuUq8S7S85p%2BIDSt8vAGBBi3mIiiVPsVQpCbIRrwU1pa%2Fx17pfrtNKhokDKS%2B&id1=19890711_15&q=IMMAG#slide15 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 11. Juli 1989, Seite 15</ref> |
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| | [[2013]] finanzierte die amerikanische ''Samuel. H. Kress Stiftung'' ein mehrjähriges Projekt zur Katalogisierung der großen Kunstsammlung in Schloss Leopoldskron. | | [[2013]] finanzierte die amerikanische ''Samuel. H. Kress Stiftung'' ein mehrjähriges Projekt zur Katalogisierung der großen Kunstsammlung in Schloss Leopoldskron. |
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| | * Veduten-Raum | | * Veduten-Raum |
| | : dieser kleine Raum, vor dem Venezianischen Zimmer gelegen, zeigt eine Sammlung von Stichen, mit barocken Lustgärten und Wasserspielen als Sujet. | | : dieser kleine Raum, vor dem Venezianischen Zimmer gelegen, zeigt eine Sammlung von Stichen, mit barocken Lustgärten und Wasserspielen als Sujet. |
| − | * [[Marmorsaal (Schloss Leopoldskron)|Marmorsaal]] | + | * Marmorsaal |
| | : Ein Prunksaal mit 172 m² Grundfläche, das mit zwei offenen Kaminen, Gemälden an Wänden und Decke sowie mit aufwändigen Stuckarbeiten ausgestattet ist. Zwei Balkone lassen Ausblicke einerseits zur [[Festung Hohensalzburg]], andererseits auf den [[Untersbergstock]] und den [[Leopoldskroner Weiher]] zu. | | : Ein Prunksaal mit 172 m² Grundfläche, das mit zwei offenen Kaminen, Gemälden an Wänden und Decke sowie mit aufwändigen Stuckarbeiten ausgestattet ist. Zwei Balkone lassen Ausblicke einerseits zur [[Festung Hohensalzburg]], andererseits auf den [[Untersbergstock]] und den [[Leopoldskroner Weiher]] zu. |
| | : Das große Deckengemälde zeigt die ''Hochzeit der Atalante'' und stammt von [[Franz Anton Ebner]] (um 1740). | | : Das große Deckengemälde zeigt die ''Hochzeit der Atalante'' und stammt von [[Franz Anton Ebner]] (um 1740). |
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| | : Links und rechts der Bilder befinden sich Stuckmedaillons in Weiß, die die vier Elemente (Erde, Wasser, Luft und Feuer) darstellen. In den Ecken sind vier farbige Stuckmedaillons zu erkennen, die die vier Künste (Musik, Dichtung, Malerei und Baukunst) repräsentieren. Die Stuckarbeiten wurden von Johann Kleber gefertigt. | | : Links und rechts der Bilder befinden sich Stuckmedaillons in Weiß, die die vier Elemente (Erde, Wasser, Luft und Feuer) darstellen. In den Ecken sind vier farbige Stuckmedaillons zu erkennen, die die vier Künste (Musik, Dichtung, Malerei und Baukunst) repräsentieren. Die Stuckarbeiten wurden von Johann Kleber gefertigt. |
| | * Max Reinhardt Bibliothek | | * Max Reinhardt Bibliothek |
| − | : Die große Bibliothek von Max Reinhardt mit 96 m² ist ein verkleinerter Nachbau der Schweizer Klosterbibliothek St. Gallen, entstanden um [[1927]] <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19270822&query=%22Reinhardt%22+%22Leopoldskron%22+%22Bibliothek%22&ref=anno-search&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Wacht, 22. August 1927, Seite 3, Reinhardts Bibliothek]</ref>. Sie beherbergt etwa 20 000 Bücher. Über eine verborgene Büchertür und ein Wendeltreppe gelangt man auf die Balustrade der Bibliothek, sowie weiter direkt in Reinhardts Schlafzimmer. | + | : Die große Bibliothek von Max Reinhardt mit 96 m² ist ein verkleinerter Nachbau der Schweizer Klosterbibliothek St. Gallen, entstanden um [[1927]] <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19270822&query=%22Reinhardt%22+%22Leopoldskron%22+%22Bibliothek%22&ref=anno-search&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Wacht, 22. August 1927, Seite 3, Reinhardts Bibliothek]</ref>. Sie beherbergt etwa 20 000 Bücher. Über eine verborgene Büchertür und ein Wendeltreppe gelangt man auf die Balustrade der Bibliothek, sowie weiter direkt in Reinhardts Schlafzimmer. |
| | * Büro Max Reinhardt | | * Büro Max Reinhardt |
| | : Das Büro des Theater-Intendanten Max Reinhardt ist original erhalten. | | : Das Büro des Theater-Intendanten Max Reinhardt ist original erhalten. |
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| | {{Commonscat|Schloss Leopoldskron}} | | {{Commonscat|Schloss Leopoldskron}} |
| | == Literatur == | | == Literatur == |
| − | * ''Die Akte Leopoldskron. Max Reinhardt – Das Schloss – Arisierung & Restitution'', [[Verlag Anton Pustet]] 2011, ISBN 978-3-7025-0509-7. | + | * [[Johannes Hofinger|Hofinger, Johannes]]: "Die Akte Leopoldskron. Max Reinhardt – Das Schloss – Arisierung & Restitution", [[Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg]], Band 55 [[Verlag Anton Pustet]] 2011, ISBN 978-3-7025-0509-7. |
| − | * ''Herrin auf Schloss Leopoldskron''. In: Martha Schad: ''Hitlers Spionin''. Das Leben der Stephanie von Hohenlohe, München 2002, S. 104-118, ISBN 3-453-21165-0. | + | * "Herrin auf Schloss Leopoldskron". In: Martha Schad: "Hitlers Spionin". Das Leben der Stephanie von Hohenlohe, München 2002, S. 104-118, ISBN 3-453-21165-0. |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
| − | {{homepage|http://www.schloss-leopoldskron.com}}
| + | * [https://www.wiederunterwegs.com/schloss-leopoldskron/ www.wiederunterwegs.com], 26. Juli 2023: "Schloss Leopoldskron: Von Max Reinhardt zum Schlosshotel", ein Beitrag mit vielen Bildern |
| | * [https://www.schloss-leopoldskron.com/ueber-das-schloss/erzbischof-leopold-von-firmian.html www.schloss-leopoldskron.com] | | * [https://www.schloss-leopoldskron.com/ueber-das-schloss/erzbischof-leopold-von-firmian.html www.schloss-leopoldskron.com] |
| − | * [http://david.juden.at/kulturzeitschrift/61-65/64-Leo.htm Artikel in der Kulturzeitschrift David] | + | * [http://david.juden.at/kulturzeitschrift/61-65/64-Leo.htm david.juden.at] Artikel in der Kulturzeitschrift David] |
| − | == Quellen == | + | |
| − | * ''[[Salzburger Volksblatt]]'', Sonderausgabe anlässlich der 100-Jahr-Feier am [[29. Dezember]] [[1970]] | + | == Quellen == |
| | + | {{homepage|https://www.schloss-leopoldskron.com/}} |
| | + | * "[[Salzburger Volksblatt]]", Sonderausgabe anlässlich der 100-Jahr-Feier am [[29. Dezember]] [[1970]] |
| | * Informationsblatt, Tag der offenen Tür, 2017 | | * Informationsblatt, Tag der offenen Tür, 2017 |
| − | {{homepage|http://www.schloss-leopoldskron.com}}
| + | * [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19180417&query=%22Schloss+Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 17. April 1918, Seite 3: Besitzerwechsel im 19. Jahrhundert |
| − | * [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19180417&query=%22Schloss+Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 17. April 1918, Seite 3: Besitzerwechsel im 19. Jahrhundert | + | |
| − | ==== Einzelnachweise ====
| + | == Einzelnachweise == |
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| | + | {{Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg}} |
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| | {{SORTIERUNG: Leopoldskron, Schloss}} | | {{SORTIERUNG: Leopoldskron, Schloss}} |