Kobler-Spängler-Briefe von 1877: Unterschied zwischen den Versionen
K →Brief vom 27. Jänner 1877 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien: jetzt schreibe ich auch schon ck wie sie... ~~~~ |
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==== Brief vom 18. Februar 1877 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ==== | ==== Brief vom 18. Februar 1877 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ==== | ||
Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsätze eingefügt); fragliche [?] Stellen:<br /> | Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsätze eingefügt); fragliche [?] Stellen:<br /> | ||
''Salzburg den 18/2 [18]77 Meine lieben Theuren. Recht erfreut war ich über Euren letzten Brief, ich sah darauß, das es Euch recht gut geht, daß bey der Fany alles in beßter Ordnung ist, und sie schon die Freude hat, das Leben des Kindes zu verspieren, sie soll nun sich der frohen Hoffnung hingeben, es geht, gewiß das nächste mal alles in beßter Ordnung, ich freue mich schon wen ich von einen frischen schreienden Franzl höre. <ref>vgl. Anmerkung zum vorigen Brief vom 27. Jänner 1877</ref> Eines meine ich du sollst vieleicht von der Langer dir ein Wückeltuch und ein Unterlegl geben lassen, und dir deinen darnach richten den ich habe es bey den wenigen was wir damals brauchten, es gar nicht nett [?] wen, du wirst es schon sehen wen du die selben mit andere ordentliche / vergleichest, ob es nicht ginge wen du auß 3 Stück 2 machen würdest. Es ist halt so lab [?] wen die Sache welche man so oft braucht nicht ist, wie es sein soll. Bey der König ging es wohl sehr schnel das sie ein Kleines bekamm den es wird ja erst im April ein Jahr, das sie geheurathet hat. Die Kaserer wird auch schon im April entbunden, alle haben sich sehr geailt. Ich wünsche nur das es bey allen recht gut vorbey gehen möge.'' | ''Salzburg den 18/2 [18]77 Meine lieben Theuren. Recht erfreut war ich über Euren letzten Brief, ich sah darauß, das es Euch recht gut geht, daß bey der Fany alles in beßter Ordnung ist, und sie schon die Freude hat, das Leben des Kindes zu verspieren, sie soll nun sich der frohen Hoffnung hingeben, es geht, gewiß das nächste mal alles in beßter Ordnung, ich freue mich schon wen ich von einen frischen schreienden Franzl höre.<ref>vgl. Anmerkung zum vorigen Brief vom 27. Jänner 1877</ref> Eines meine ich du sollst vieleicht von der Langer dir ein Wückeltuch und ein Unterlegl geben lassen, und dir deinen darnach richten den ich habe es bey den wenigen was wir damals brauchten, es gar nicht nett [?] wen, du wirst es schon sehen wen du die selben mit andere ordentliche / vergleichest, ob es nicht ginge wen du auß 3 Stück 2 machen würdest. Es ist halt so lab [?] wen die Sache welche man so oft braucht nicht ist, wie es sein soll. Bey der König ging es wohl sehr schnel das sie ein Kleines bekamm den es wird ja erst im April ein Jahr, das sie geheurathet hat. Die Kaserer wird auch schon im April entbunden, alle haben sich sehr geailt. Ich wünsche nur das es bey allen recht gut vorbey gehen möge.'' | ||
''Die Toda hat es auch überstanden, gott habe sie sellig, sie starb recht gerne sie sah wohl wie hinfälig sie die letzte Zeit war, und so wurde ihr ihr [!] das Leben eine Last. Für die Mali ist es wohl schwer, aber sie hat doch gut zu leben, den der Anton sagte mir selbst das sie auf 6 bis 700 gulden das Jahr kömmt so ist sie nicht schlecht dabey. / und überdieß hat sie ja reiche Verwante, welche etwas thun könten. Der Spatzenegger hat es auch überstanden, er hat die letzten Tage recht viel gelitten. <ref>[[Leopold Spatzenegger]], gestorben am 10. Februar 1877</ref> Sie bleibt hier. Das es der Steiner gut geht freut mich den sie ist im ganzen ein schwaches Ding man hätte gar nicht geglaubt das sie im stande wäre, ein Kind selbst zu stillen. Ich hoffe schon du wirst dein Kindlein selbst stillen'' ["zu" gestrichen:] ''zu können. Trü[n]cke nicht zu viel Thee weil der nicht Milch anregend ist. Ich bin begierig wer früher entbunden wird du oder Koch – Louise jedenfals anfang Juny, die Koch fühlten erst am 21. Jener die erste Bewegung. Die Meineger [?] Sußi oder Haas hat einen recht starken Buben. Ich bitte die Nadel zu behalten bis sich eine gelegenheit ergibt / sie gehört für das Stubenmädchen von der Leopoldine Spángler.'' | ''Die Toda hat es auch überstanden, gott habe sie sellig, sie starb recht gerne sie sah wohl wie hinfälig sie die letzte Zeit war, und so wurde ihr ihr [!] das Leben eine Last. Für die Mali ist es wohl schwer, aber sie hat doch gut zu leben, den der Anton sagte mir selbst das sie auf 6 bis 700 gulden das Jahr kömmt so ist sie nicht schlecht dabey. / und überdieß hat sie ja reiche Verwante, welche etwas thun könten. Der Spatzenegger hat es auch überstanden, er hat die letzten Tage recht viel gelitten. <ref>[[Leopold Spatzenegger]], gestorben am 10. Februar 1877</ref> Sie bleibt hier. Das es der Steiner gut geht freut mich den sie ist im ganzen ein schwaches Ding man hätte gar nicht geglaubt das sie im stande wäre, ein Kind selbst zu stillen. Ich hoffe schon du wirst dein Kindlein selbst stillen'' ["zu" gestrichen:] ''zu können. Trü[n]cke nicht zu viel Thee weil der nicht Milch anregend ist. Ich bin begierig wer früher entbunden wird du oder Koch – Louise jedenfals anfang Juny, die Koch fühlten erst am 21. Jener die erste Bewegung. Die Meineger [?] Sußi oder Haas hat einen recht starken Buben. Ich bitte die Nadel zu behalten bis sich eine gelegenheit ergibt / sie gehört für das Stubenmädchen von der Leopoldine Spángler.'' | ||