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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik.  Am [[10. Dezember]] [[1800]] verließ der letzte [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] fluchtartig vor den anrückenden Franzosen Salzburg.Zwischen [[12. Dezember|12.]] und [[14. Dezember]] 1800 kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden - die [[Schlacht am Walserfeld]]. Salzburg erlebte zum ersten Mal in seiner Geschichte die Leiden der Unterdrückung durch eine fremde Besatzungsmacht. Bisher war das [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] durch das Geschick und die Diplomatie seiner [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]] davon stets verschont geblieben.
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:''Hauptartikel [[Koalitionskriege (Überblick)]]
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Dann bildete Salzburg zunächst mit Passau, Eichstätt und [[Berchtesgaden]] ein Kurfürstentum, mit dem Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], der Bruder von Kaiser Franz II., für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Aber [[1804]] standen erneut die Franzosen in Salzburg.
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=== 1800 ===
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Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik. Am [[10. Dezember]] [[1800]] verließ der letzte [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] fluchtartig vor den anrückenden Franzosen Salzburg. Zwischen [[12. Dezember|12.]] und [[14. Dezember]] 1800 kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden - die [[Schlacht auf dem Walserfeld]]. Salzburg erlebte zum ersten Mal in seiner Geschichte die Leiden der Unterdrückung durch eine fremde Besatzungsmacht. Bisher war das [[Erzbistum]] durch das Geschick und die Diplomatie seiner [[Erzbischöfe]] davon stets verschont geblieben.
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1809 wurde Salzburg abermals von französischen Truppen besetzt. Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer]], griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom Stegenwald, [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus.  
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Dann bildete Salzburg zunächst mit [[Bistum Passau|Passau]], [[Hochstift Eichstätt|Eichstätt]] und [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Berchtesgaden]] ein [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]], mit dem Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], der Bruder von Kaiser [[Franz II./I.|Franz II.]], für den Verlust des Großherzogtums [[Italien#Toskana|Toskana]] entschädigt wurde. Aber [[1805]] standen erneut die Franzosen in Salzburg.
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Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.
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=== 1809 ===
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:'' Hauptartikel [[Koalitionskrieg 1809]]
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[[1809]] wurde Salzburg abermals von französischen Truppen besetzt. Auf Initiative des kampferprobten [[Kapuziner]]paters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer (Freiheitskämpfer)|Andreas Hofer]], griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der [[Hotel Gasthaus Stegenwald|Wirt]] vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Johann Panzl war auch bei der Schlacht um die [[Halbstundenbrücke]] in [[Taxenbach]], bei der 400 Pinzgauer 7 000 Bayern sieben Stunden lang in Schach halten konnten, federführend.
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Durch den 1809 geschlossenen ''Frieden von Schönbrunn'' (Wien) wurde Salzburg für ein paar Monate französische Provinz und stand unter der Leitung einer [[General-Landesadministration]]. Frankreich trat Salzburg [[1810]] (ohne [[Matrei in Osttirol|Matrei]]) an [[Bayern]] ab.
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Nach dem Scheitern des Abwehrkampfs erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.
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Durch den 1809 geschlossenen Frieden von Schönbrunn in [[Wien]] wurde Salzburg für ein paar Monate französische Provinz und stand unter der Leitung einer [[General-Landesadministration]]. Frankreich trat Salzburg [[1810]] (ohne [[Osttirol]]) an das [[Königreich Bayern]] ab.
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Am [[10. Oktober]] 1810 wurde die von den Franzosen in Salzburg eingeführte General-Landesadministration wieder aufgelöst.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* [[Geschichte des Landes, Teil 2]]
 
* [[Geschichte des Landes, Teil 2]]
* [[Peter Putzer]]: Salzburgs rechtliche Stellung im Staatsverband der Habsburgermonarchie, in: [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Hans Spatzenegger]] (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land'' [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. Band II/2,   
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* [[Peter Putzer]]: Salzburgs rechtliche Stellung im Staatsverband der Habsburgermonarchie, in: [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Hans Spatzenegger]] (Hrsg.): "[[Geschichte Salzburgs, Stadt und Land]]", [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. Band II/2,   
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{{Epochen
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|EPOCHE=Salzburg unter Napoleon<br />1800–1802 <br /> 1805–1806<br />1809–1810
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|VORHER= [[Fürsterzbistum]] (bis 1800) <br /> Kurfürstentum Salzburg <br /> Herzogtum Salzburg
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|NACHHER=[[Kurfürstentum Salzburg]] (1803–1805)<br /> [[Salzburg und der Salzachkreis im 19. Jahrhundert#1806 (bzw. 1807)–1809 "Herzogthum Salzburg"|Herzogtum Salzburg]] (1805–1809) <br /> [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern]] (1810–1816)
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[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Recht]]
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[[Kategorie:Infrastruktur]]
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[[Kategorie:Verwaltung (Geschichte)]]