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Der SN-Volksmusikpreis ist ein Preis, der in den Jahren [[1997]] bis [[2018]] jährlich bzw. (ab [[2008]]) zweijährlich, abwechselnd für Gesang und Instrumentalmusik, vergeben wurde.  
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Der '''SN-Volksmusikpreis''' ist ein Preis, der in den Jahren [[1997]] bis [[2018]] jährlich bzw. (ab [[2008]]) zweijährlich, abwechselnd für Gesang und Instrumentalmusik, von den "[[Salzburger Nachrichten]]" vergeben wurde.  
    
== Preisträger ==
 
== Preisträger ==
 
Gewinner waren:
 
Gewinner waren:
*1997: Familienmusik Eßl, [[Kuchl]]; Familienmusik Gastager, [[Henndorf]]
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*1997: Familienmusik Eßl, [[Kuchl]]; Familienmusik Gastager, [[Henndorf am Wallersee]]
 
* [[1998]]: Pfaffei Dreigesang (Familiengesang [[Fuchsberger]])
 
* [[1998]]: Pfaffei Dreigesang (Familiengesang [[Fuchsberger]])
 
* [[1999]]: St. Johanner Sunnseitnmusi
 
* [[1999]]: St. Johanner Sunnseitnmusi
 
* [[2000]]: Torrener Viergesang, Georgenberger Dreigesang
 
* [[2000]]: Torrener Viergesang, Georgenberger Dreigesang
 
* [[2001]]: Flachgauer Schwegler, Ehrenpreis: Heimo Falkensteiner
 
* [[2001]]: Flachgauer Schwegler, Ehrenpreis: Heimo Falkensteiner
* [[2002]]: Schrambacher Saitenmusi, [[Saalfelden]]
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* [[2002]]: Schrambacher Saitenmusi, [[Saalfelden am Steinernen Meer]]
 
* [[2003]]: Fuschler Dreigesang, Sonderpreis: Eggriedl Dreigesang, [[Kleinarl]]
 
* [[2003]]: Fuschler Dreigesang, Sonderpreis: Eggriedl Dreigesang, [[Kleinarl]]
 
* [[2004]]: Schwaibergmusi, Saalfelden
 
* [[2004]]: Schwaibergmusi, Saalfelden
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* 2018: D’Saitn-Knopf Musi, [[Faistenau]]
 
* 2018: D’Saitn-Knopf Musi, [[Faistenau]]
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=== 2018 ==
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== Die Veranstaltung 2018 ==
Der SN-Saal war am [[8. Mai]] [[2018]] mit rund 250 Besuchern gut gefüllt. Als Vorausscheidung für den SN-Wettbewerb hatte zwei Wochen zuvor der "Prima la musica"-Wettbewerb gedient. Die Jury – Michael Nußdorfer (Vorsitz), Rupert Pföss, Bernhard Strobl, Hans Auer, Klaus Vinatzer und Kerstin Schmid-Pleschonig – hatte jedenfalls genau hinzuhören. Denn jede der Gruppen hatte seit dem "Prima la musica"-Wettbewerb hörbar die Schrauben angezogen, an vielen kleinen Details gearbeitet – ein besseres Zeugnis für die Sinnhaftigkeit einer seriösen, akademischen Auseinandersetzung mit alpenländischer Volksmusik konnte es wohl kaum geben. Das Niveau der fünf Familien- und Hausmusikensembles war hoch. Dennoch entschied die Jury einstimmig für drei junge Musikanten aus Faistenau – D’Saitn-Knopf Musi.
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Der [[SN-Saal]] war am [[8. Mai]] [[2018]] mit rund 250 Besuchern gut gefüllt. Als Vorausscheidung für den SN-Wettbewerb hatte zwei Wochen zuvor der "[[Prima la musica]]"-Wettbewerb gedient. Die Jury – [[Michael Nußdorfer]] (Vorsitz), Rupert Pföss, [[Bernhard Strobl]], Hans Auer, Klaus Vinatzer und Kerstin Schmid-Pleschonig – hatte jedenfalls genau hinzuhören. Denn jede der Gruppen hatte seit dem "Prima la musica"-Wettbewerb hörbar die Schrauben angezogen, an vielen kleinen Details gearbeitet – ein besseres Zeugnis für die Sinnhaftigkeit einer seriösen, akademischen Auseinandersetzung mit alpenländischer Volksmusik konnte es wohl kaum geben. Das Niveau der fünf Familien- und Hausmusikensembles war hoch. Dennoch entschied die Jury einstimmig für drei junge Musikanten aus Faistenau – D’Saitn-Knopf Musi.
    
Über einzelne Wettbewerbsteilnehmer:
 
Über einzelne Wettbewerbsteilnehmer:
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:*die jungen Männer der Familienmusik Vereno mit ihren archaischen Gesängen.  
 
:*die jungen Männer der Familienmusik Vereno mit ihren archaischen Gesängen.  
 
* Etliche Teilnehmer erwiesen die prägende Kraft des familiären Musizierens, die erst den Nährboden für junge, hochtalentierte Volksmusikanten bereitet sowie Familiengeschichten und Familiengeschichte in sich trägt:
 
* Etliche Teilnehmer erwiesen die prägende Kraft des familiären Musizierens, die erst den Nährboden für junge, hochtalentierte Volksmusikanten bereitet sowie Familiengeschichten und Familiengeschichte in sich trägt:
**Die Familienmusik Eder-Hutter aus [[Wagrain]] umfasst drei Generationen. Charlotte Hutter trat bereits [[1964]] beim [[Amselsingen]] auf. Nun stand sie mit Tochter Heidi, Schwiegersohn Christian und den Enkelkindern Elisabeth und Johann auf der Bühne.  
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**Die Familienmusik Eder-Hutter aus [[Wagrain]] umfasst drei Generationen. [[Charlotte Hutter]] trat bereits [[1964]] beim [[Amselsingen]] auf. Nun stand sie mit Tochter Heidi, Schwiegersohn Christian und den Enkelkindern Elisabeth und Johann auf der Bühne.  
**Die vier Damen der "Barbarazweigerl" aus [[Pfarrwerfen]], die schon den SN-Volksmusikpreis 2016 gewonnen hatten, stellten nicht nur auch diesmal die berückende Kunst ihres Dreigesangs mit Harfenbegleitung unter Beweis; sie waren es auch, die die nächste Generation "Rei Ha Wei" fördern und behutsam in die Welt der Volksmusik einführen durften.  
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**Die vier Damen der "Barbarazweigerl" aus Pfarrwerfen, die schon den SN-Volksmusikpreis 2016 gewonnen hatten, stellten nicht nur auch diesmal die berückende Kunst ihres Dreigesangs mit Harfenbegleitung unter Beweis; sie waren es auch, die die nächste Generation "Rei Ha Wei" fördern und behutsam in die Welt der Volksmusik einführen durften.  
 
**Franz Plainer aus [[Lengau]] hatte im Jahr 2010 den SN-Volksmusikpreis mit den Teichstätter Musikanten gewonnen. Nun bildete er mit Gattin Gerlinde und den Kindern Verena-Maria und Franz Josef die Familienmusik Plainer. Die zweistimmigen Klarinettenmelodien offenbarten die Schönheit der alpinen Klänge.  
 
**Franz Plainer aus [[Lengau]] hatte im Jahr 2010 den SN-Volksmusikpreis mit den Teichstätter Musikanten gewonnen. Nun bildete er mit Gattin Gerlinde und den Kindern Verena-Maria und Franz Josef die Familienmusik Plainer. Die zweistimmigen Klarinettenmelodien offenbarten die Schönheit der alpinen Klänge.  
 
*Am Ende ging die dreiköpfige Saitn-Knopf Musi – Akkordeonist Fabian Klaushofer und die Schwestern Kathrin und Sandra Weißensteiner – aus dem hochkarätigen Wettbewerb als Sieger hervor. "Wir hätten niemals damit gerechnet", sagten die jungen Musiker. "Aber es freut uns sehr, dass man uns den Spaß und die Freude am Musizieren anmerkt." Ihr Erfolgsgeheimnis? "Wir haben mitgenommen, was uns die Jury vor zwei Wochen in ihrer Manöverkritik mitgegeben hat", verriet Klaushofer. Und wohl auch ihre Verankerung im Faistenauer Heimatverein "Zur alten Linde". Seit vier Jahren musizierten sie bereits gemeinsam, und ebenso begeistert waren sie beim Volkstanzen. Das Tänzerische ihrer Interpretation, die fein abgestufte Dynamik ihres Spiels und die Interaktion auf der Bühne waren dann wohl ein Schlüssel zum Erfolg.
 
*Am Ende ging die dreiköpfige Saitn-Knopf Musi – Akkordeonist Fabian Klaushofer und die Schwestern Kathrin und Sandra Weißensteiner – aus dem hochkarätigen Wettbewerb als Sieger hervor. "Wir hätten niemals damit gerechnet", sagten die jungen Musiker. "Aber es freut uns sehr, dass man uns den Spaß und die Freude am Musizieren anmerkt." Ihr Erfolgsgeheimnis? "Wir haben mitgenommen, was uns die Jury vor zwei Wochen in ihrer Manöverkritik mitgegeben hat", verriet Klaushofer. Und wohl auch ihre Verankerung im Faistenauer Heimatverein "Zur alten Linde". Seit vier Jahren musizierten sie bereits gemeinsam, und ebenso begeistert waren sie beim Volkstanzen. Das Tänzerische ihrer Interpretation, die fein abgestufte Dynamik ihres Spiels und die Interaktion auf der Bühne waren dann wohl ein Schlüssel zum Erfolg.