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[[Datei:Dreifaltigkeitskirche Makartplatz Landestheater um 1900.jpg|thumb|Historische Aufnahme um 1900, links auf Auffahrt zum Eingang ins "Stadttheater“.]]
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[[Datei:Dreifaltigkeitskirche Makartplatz Landestheater um 1900.jpg|thumb|Historische Aufnahme um 1900, links auf Auffahrt zum Eingang ins "Stadttheater".]]
 
[[Datei:Landestheater in der Festpielzeit 2011 bei Nacht.jpg|thumb|Das Landestheater in der Festspielzeit 2011 bei Nacht.]]
 
[[Datei:Landestheater in der Festpielzeit 2011 bei Nacht.jpg|thumb|Das Landestheater in der Festspielzeit 2011 bei Nacht.]]
 
[[Datei:2021_04_05_Salzburger_Landestheater 02.jpg|thumb|Ähnlicher Blick 2021.]]
 
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== Allgemeines ==
 
== Allgemeines ==
Das Theater hat eigene Ensembles für Schauspiel, Ballett und Musiktheater (Oper, Operette, Musical), die auch in der Sparte "Junges Land“ zum Einsatz kommen. Das Repertoire des Hauses besteht aus zeitgenössischen und klassischen Werken mit 400 Vorstellungen pro Spielzeit. Insgesamt arbeiten (2015) am Salzburger Landestheater 340 Personen aus 35 verschiedenen Ländern.
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Das Theater hat eigene Ensembles für Schauspiel, Ballett und Musiktheater (Oper, Operette, Musical), die auch in der Sparte "Junges Land" zum Einsatz kommen. Das Repertoire des Hauses besteht aus zeitgenössischen und klassischen Werken mit 400 Vorstellungen pro Spielzeit. Insgesamt arbeiten (2015) am Salzburger Landestheater 340 Personen aus 35 verschiedenen Ländern.
    
Das Theater hat einen Bildungsauftrag zu erfüllen, der es zur Pflege des Kulturgutes in verschiedenen künstlerischen Sparten, insbesondere der darstellenden Kunst, der Musik und der Literatur verpflichtet; es hat dabei vor allem folgende Aufgaben wahrzunehmen:<ref>[https://www.salzburg.gv.at/politik_/Documents/LVA_2021Web.pdf Landesvoranschlag 2021], S. 494: Erläuterung zum Haushaltsansatz 32300</ref>
 
Das Theater hat einen Bildungsauftrag zu erfüllen, der es zur Pflege des Kulturgutes in verschiedenen künstlerischen Sparten, insbesondere der darstellenden Kunst, der Musik und der Literatur verpflichtet; es hat dabei vor allem folgende Aufgaben wahrzunehmen:<ref>[https://www.salzburg.gv.at/politik_/Documents/LVA_2021Web.pdf Landesvoranschlag 2021], S. 494: Erläuterung zum Haushaltsansatz 32300</ref>
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[[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] ließ an der Stelle des heutigen Theaters ein [[Ballhaus]] zum ''Zwecke des Ballspiels'' erbauen.
 
[[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] ließ an der Stelle des heutigen Theaters ein [[Ballhaus]] zum ''Zwecke des Ballspiels'' erbauen.
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Am [[16. November]] [[1775]] eröffnete der aufklärte Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] am damals noch "[[Hannibalplatz]]genannten Makartplatz das ''Fürsterzbischöfliche Hoftheater'', wobei "Die Gunst des Fürsten“ von Christian Heinrich Schmidt aufgeführt wurde. Colloredo, der auch oberster Zensor des [[Erzstift Salzburg|geistlichen Fürstentums]] war, vertrat ein Theater der Aufklärung, als öffentliche Erziehungsanstalt und geistvollen Zeitvertreib für die Bürger. So spielte man hier schon sehr früh Schillersche Dramen wie "Die Räuber“ und "Fiesco“ [[1783]]/[[1784|1784]], "Kabale und Liebe“ [[1785]] oder "Don Carlos“ [[1797]].
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Am [[16. November]] [[1775]] eröffnete der aufklärte Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] am damals noch "[[Hannibalplatz]]" genannten Makartplatz das ''Fürsterzbischöfliche Hoftheater'', wobei "Die Gunst des Fürsten" von Christian Heinrich Schmidt aufgeführt wurde. Colloredo, der auch oberster Zensor des [[Erzstift Salzburg|geistlichen Fürstentums]] war, vertrat ein Theater der Aufklärung, als öffentliche Erziehungsanstalt und geistvollen Zeitvertreib für die Bürger. So spielte man hier schon sehr früh Schillersche Dramen wie "Die Räuber" und "Fiesco" [[1783]]/[[1784|1784]], "Kabale und Liebe" [[1785]] oder "Don Carlos" [[1797]].
    
=== Das Theater und Mozart ===
 
=== Das Theater und Mozart ===
Das als ein typisches Logentheater seiner Zeit erbaute Theater erwies sich schon bald als zu klein und wurde bereits [[1788]]/[[1789]] umgebaut. Bereits am fürsterzbischöflichen Hoftheater, das man an Theatertruppen und Theatergesellschaften verpachtete, arbeiteten berühmte Persönlichkeiten – z. B. [[Emanuel Schikaneder]], der Librettist von [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]]s "[[Die Zauberflöte|Zauberflöte]], als Prinzipal [[1780]]/[[1781]]. Unter seiner Leitung wurden zur Aufheiterung des Publikums Tragödien immer mit Ballett kombiniert. Der größte Publikumserfolg dieser Jahre war "Agnes Bernauer“ mit 60 Soldaten als Ritter-Darstellern.  
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Das als ein typisches Logentheater seiner Zeit erbaute Theater erwies sich schon bald als zu klein und wurde bereits [[1788]]/[[1789]] umgebaut. Bereits am fürsterzbischöflichen Hoftheater, das man an Theatertruppen und Theatergesellschaften verpachtete, arbeiteten berühmte Persönlichkeiten – z. B. [[Emanuel Schikaneder]], der Librettist von [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]]s "[[Die Zauberflöte|Zauberflöte]]", als Prinzipal [[1780]]/[[1781]]. Unter seiner Leitung wurden zur Aufheiterung des Publikums Tragödien immer mit Ballett kombiniert. Der größte Publikumserfolg dieser Jahre war "Agnes Bernauer" mit 60 Soldaten als Ritter-Darstellern.  
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Die Familie [[Mozart]] hatte im Hause freien Eintritt. Und bereits [[1784]]/[[1785|1785]] gab man sieben oder acht Mal Mozarts "[[Die Entführung aus dem Serail|Entführung aus dem Serail]].
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Die Familie [[Mozart]] hatte im Hause freien Eintritt. Und bereits [[1784]]/[[1785|1785]] gab man sieben oder acht Mal Mozarts "[[Die Entführung aus dem Serail|Entführung aus dem Serail]]".
    
Ebenfalls als Prinzipal wirkte hier [[Franz Anton von Weber]], der Vater Carl Maria von Webers, mit seiner Weberschen Operntruppe [[1795]]/[[1796|1796]].
 
Ebenfalls als Prinzipal wirkte hier [[Franz Anton von Weber]], der Vater Carl Maria von Webers, mit seiner Weberschen Operntruppe [[1795]]/[[1796|1796]].
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[[1806]] wurde von der Theater-Kommission mit [[Andre Schopf]] erstmals eine Art Regisseur ernannt, verantwortlich für die Besetzung, Einstellung und Entlassung von Schauspielern und Dekoration. Man gab Singspiele mit aktuellen Anspielungen, Pantomimen, Melodramen und Passionsspiele. Vertraglich war die Direktion zu einer Oper und drei Schauspielinszenierungen pro Monat verpflichtet.  
 
[[1806]] wurde von der Theater-Kommission mit [[Andre Schopf]] erstmals eine Art Regisseur ernannt, verantwortlich für die Besetzung, Einstellung und Entlassung von Schauspielern und Dekoration. Man gab Singspiele mit aktuellen Anspielungen, Pantomimen, Melodramen und Passionsspiele. Vertraglich war die Direktion zu einer Oper und drei Schauspielinszenierungen pro Monat verpflichtet.  
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Ein kurzes ''Gastspiel'' des österreichischen [[Habsburger|Kaiserhauses]] in Salzburg brachte [[1808]] dem Haus den Namen ''[[Reich#k._k.|k.&nbsp;k.]]&nbsp;Nationaltheater''. Doch schon [[1809]] kam Salzburg unter [[Salzburg unter Napoleon|französische]] Verwaltung und [[1810]] wurde es ein Teil des Königreichs [[Bayern]]. Die Theater von Salzburg und Innsbruck wurden unter eine Direktion gestellt und mit 2.000 [[Gulden]] subventioniert. Das jetzt bayerische Salzburger "Königliche National-Theater“ musste jedoch zugunsten des abgewirtschafteten Innsbrucker Hauses verzichten.  
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Ein kurzes ''Gastspiel'' des österreichischen [[Habsburger|Kaiserhauses]] in Salzburg brachte [[1808]] dem Haus den Namen ''[[Reich#k._k.|k.&nbsp;k.]]&nbsp;Nationaltheater''. Doch schon [[1809]] kam Salzburg unter [[Salzburg unter Napoleon|französische]] Verwaltung und [[1810]] wurde es ein Teil des Königreichs [[Bayern]]. Die Theater von Salzburg und Innsbruck wurden unter eine Direktion gestellt und mit 2.000 [[Gulden]] subventioniert. Das jetzt bayerische Salzburger "Königliche National-Theater" musste jedoch zugunsten des abgewirtschafteten Innsbrucker Hauses verzichten.  
    
[[1816]] kam Salzburg endgültig zu Österreich und wurde eine vergessene Provinzstadt, [[Linz]] unterstellt. Sämtliche Subventionen für das Theater wurden eingestellt.  
 
[[1816]] kam Salzburg endgültig zu Österreich und wurde eine vergessene Provinzstadt, [[Linz]] unterstellt. Sämtliche Subventionen für das Theater wurden eingestellt.  
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=== Das Stadttheater ===
 
=== Das Stadttheater ===
Die Stadt Salzburg ließ an gleicher Stelle für 650.000 [[Krone]]n das Theater im historistischen Stil nach Plänen des Architekten [[Ferdinand Fellner|Fellner]] und unter Mitwirkung des Bildhauers [[Edmund Hellmer]] neu erbauen. Es wurde am [[1. Oktober]] [[1893]] als neues Stadttheater von Kaiser [[Franz Joseph I.]] eröffnet. Die Eröffnungsvorstellung am selben Tage bot die "Titus“-Ouverture von W. A. Mozart und "Der Talisman“ von Ludwig Fulda unter Mitwirkung von [[Max Reinhardt]]. Das Stadttheater fasste mit den Stehplätzen insgesamt 1&nbsp;001 Personen.
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Die Stadt Salzburg ließ an gleicher Stelle für 650.000 [[Krone]]n das Theater im historistischen Stil nach Plänen des Architekten [[Ferdinand Fellner|Fellner]] und unter Mitwirkung des Bildhauers [[Edmund Hellmer]] neu erbauen. Es wurde am [[1. Oktober]] [[1893]] als neues Stadttheater von Kaiser [[Franz Joseph I.]] eröffnet. Die Eröffnungsvorstellung am selben Tage bot die "Titus"-Ouverture von W. A. Mozart und "Der Talisman" von Ludwig Fulda unter Mitwirkung von [[Max Reinhardt]]. Das Stadttheater fasste mit den Stehplätzen insgesamt 1&nbsp;001 Personen.
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Am Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde das Theater vorerst für drei Monate gesperrt; danach wurde die ganze Kriegszeit zu "Friedensgagen“ − eine Einzelerscheinung auf allen deutschen Bühnen − durchgespielt. [[1920]] trat Direktor [[Paul Blasel]] von der Direktion zurück, weil er die Einführung der Oper als ständiges Ensemble neben Schauspiel und Operette als eine für das hiesige Theater schwere Belastung ansah. Die Verhältnisse gaben ihm Recht, als das Stadttheater trotz gutem Besuch nach zwei Jahren finanziell zusammenbrach. [[1922]] schloss sich das Personal unter Direktor Blasel neu zusammen, und fortan wurde auf Teilung gespielt. Danach haben wir es mit einem sozialisierten Betriebe zu tun. Das darstellende Personal, das technische Personal und das Orchester bildeten eine Gesellschaft nach Bürgerlichem Recht.
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Am Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde das Theater vorerst für drei Monate gesperrt; danach wurde die ganze Kriegszeit zu "Friedensgagen" − eine Einzelerscheinung auf allen deutschen Bühnen − durchgespielt. [[1920]] trat Direktor [[Paul Blasel]] von der Direktion zurück, weil er die Einführung der Oper als ständiges Ensemble neben Schauspiel und Operette als eine für das hiesige Theater schwere Belastung ansah. Die Verhältnisse gaben ihm Recht, als das Stadttheater trotz gutem Besuch nach zwei Jahren finanziell zusammenbrach. [[1922]] schloss sich das Personal unter Direktor Blasel neu zusammen, und fortan wurde auf Teilung gespielt. Danach haben wir es mit einem sozialisierten Betriebe zu tun. Das darstellende Personal, das technische Personal und das Orchester bildeten eine Gesellschaft nach Bürgerlichem Recht.
    
=== Künstler ===
 
=== Künstler ===
 
Berühmte Künstler begannen ihre Karriere an diesem Haus: Max Reinhardt [[1893]]/[[1894]], [[Robert Stolz]] [[1902]]/[[1903]] und [[Nico Dostal]] [[1921]] bis [[1924]].
 
Berühmte Künstler begannen ihre Karriere an diesem Haus: Max Reinhardt [[1893]]/[[1894]], [[Robert Stolz]] [[1902]]/[[1903]] und [[Nico Dostal]] [[1921]] bis [[1924]].
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Nicht minder prominent sind die Künstler, die ab [[1893]] und im [[20. Jahrhundert]] hier wirkten und die anfangs durch einen so genannten "Korsarenbrief“ zu einem umfangreichen "eisernen Repertoire“ und dem Aufkommen für ihre Garderobe verpflichtet waren. Außer dem erwähnten Max Reinhardt waren es unter vielen anderen
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Nicht minder prominent sind die Künstler, die ab [[1893]] und im [[20. Jahrhundert]] hier wirkten und die anfangs durch einen so genannten "Korsarenbrief" zu einem umfangreichen "eisernen Repertoire" und dem Aufkommen für ihre Garderobe verpflichtet waren. Außer dem erwähnten Max Reinhardt waren es unter vielen anderen
    
:Albert Bassermann, [[Alexander Moissi]], [[Anna Bahr-Mildenburg]], Asta Nielsen, [[Alma Seidler]], Hansi Niese, [[Richard Tauber]], Rosa Albach-Retty, Adele Sandrock, Erich Ponto, [[Max Mell]], [[Hans Moser]], [[Carl Zuckmayer]], [[Karl Böhm]], [[Maria Cebotari]], [[Susi Nicoletti]], [[Josef Meinrad]], [[Hellmuth Matiasek]] (der auch Intendant war und später die hier engagierte [[Cornelia Froboess]] heiratete), [[Kurt Weinzierl]], [[Karl Merkatz]], [[Raoul Aslan]], [[Hugo Lindinger]], [[Werner Schneyder]], Walter Giller, [[Franz Muxeneder]], [[Boris Rubaschkin]], Heinz Rohn, [[Klaus Maria Brandauer]], [[Margot Werner]] als Balletteuse, Günther Schneider-Siemssen, Maria Tiboldi, Hermann Leopoldi, Tilla Durieux, [[Max Pallenberg]], [[Fritz Muliar]], [[Johannes Heesters]], [[Heinz Hilpert]], Karl Schönböck, Marika Rökk, [[Lola Müthel]], Annie Rosar, Sieghardt Rupp, Helge Roswaenge, [[Otto Schenk]], [[Magda Schneider]], Leo Slezak, [[Giuseppe Taddei]], [[Bruno Walter]], [[Hans Thimig]] oder [[Werner Friedl]].
 
:Albert Bassermann, [[Alexander Moissi]], [[Anna Bahr-Mildenburg]], Asta Nielsen, [[Alma Seidler]], Hansi Niese, [[Richard Tauber]], Rosa Albach-Retty, Adele Sandrock, Erich Ponto, [[Max Mell]], [[Hans Moser]], [[Carl Zuckmayer]], [[Karl Böhm]], [[Maria Cebotari]], [[Susi Nicoletti]], [[Josef Meinrad]], [[Hellmuth Matiasek]] (der auch Intendant war und später die hier engagierte [[Cornelia Froboess]] heiratete), [[Kurt Weinzierl]], [[Karl Merkatz]], [[Raoul Aslan]], [[Hugo Lindinger]], [[Werner Schneyder]], Walter Giller, [[Franz Muxeneder]], [[Boris Rubaschkin]], Heinz Rohn, [[Klaus Maria Brandauer]], [[Margot Werner]] als Balletteuse, Günther Schneider-Siemssen, Maria Tiboldi, Hermann Leopoldi, Tilla Durieux, [[Max Pallenberg]], [[Fritz Muliar]], [[Johannes Heesters]], [[Heinz Hilpert]], Karl Schönböck, Marika Rökk, [[Lola Müthel]], Annie Rosar, Sieghardt Rupp, Helge Roswaenge, [[Otto Schenk]], [[Magda Schneider]], Leo Slezak, [[Giuseppe Taddei]], [[Bruno Walter]], [[Hans Thimig]] oder [[Werner Friedl]].
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[[1933]] kam es durch die Einführung der [[1000-Mark-Sperre]], mit der [[Adolf Hitler]] die [[Ständestaat|österreichische Regierung]] unter Druck setzte, zu einem eklatanten Schwund der deutschen Besucher.  
 
[[1933]] kam es durch die Einführung der [[1000-Mark-Sperre]], mit der [[Adolf Hitler]] die [[Ständestaat|österreichische Regierung]] unter Druck setzte, zu einem eklatanten Schwund der deutschen Besucher.  
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Eine große Renovierung wurde [[1939]] für eine Million Reichsmark vom Deutschen Reich sowie von Stadt und Land Salzburg durchgeführt. Dabei wurden viel Stuckatur und Gold entfernt und die Fassade neu gebaut. Die Wiedereröffnung fand mit Mozarts "Entführung“ unter dem Dirigenten [[Karl Böhm]] und in Anwesenheit Adolf Hitlers statt.
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Eine große Renovierung wurde [[1939]] für eine Million Reichsmark vom Deutschen Reich sowie von Stadt und Land Salzburg durchgeführt. Dabei wurden viel Stuckatur und Gold entfernt und die Fassade neu gebaut. Die Wiedereröffnung fand mit Mozarts "Entführung" unter dem Dirigenten [[Karl Böhm]] und in Anwesenheit Adolf Hitlers statt.
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[[1940]] wurde das Haus in "Landestheater“ umbenannt, [[1944]] wegen des Krieges und der [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriffe]] geschlossen, dann abermals renoviert.
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[[1940]] wurde das Haus in "Landestheater" umbenannt, [[1944]] wegen des Krieges und der [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriffe]] geschlossen, dann abermals renoviert.
    
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===
 
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===
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Am [[5. Februar]] [[1951]] wurde [[Peter Stanchina]] Direktor des Landestheaters.
 
Am [[5. Februar]] [[1951]] wurde [[Peter Stanchina]] Direktor des Landestheaters.
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Am [[18. Juni]] [[1949]] gelangte das symphonische Ballett "Atalanta“ von Vittorio Gnecchi zur Welturaufführung.
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Am [[18. Juni]] [[1949]] gelangte das symphonische Ballett "Atalanta" von Vittorio Gnecchi zur Welturaufführung.
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[[1961]] wurde der Orchestergraben vergrößert, [[1971]] die [[Salzburger Kammerspiele]] mit "Change“ von Wolfgang Bauer im ehemaligen [[Hotel Mirabell (Stadt Salzburg)|Mirabell-Casino]] eröffnet. [[1975]] wurde im Großen Haus die Drehbühne eingebaut.  
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[[1961]] wurde der Orchestergraben vergrößert, [[1971]] die [[Salzburger Kammerspiele]] mit "Change" von Wolfgang Bauer im ehemaligen [[Hotel Mirabell (Stadt Salzburg)|Mirabell-Casino]] eröffnet. [[1975]] wurde im Großen Haus die Drehbühne eingebaut.  
    
In den Jahren unter der Intendanz von [[Lutz Hochstraate]] seit [[1986]] gab es in diesem Hause  
 
In den Jahren unter der Intendanz von [[Lutz Hochstraate]] seit [[1986]] gab es in diesem Hause  
* zahlreiche Uraufführungen, wie z. B. Rolf Hochhuths "Arbeitlose oder Das Recht auf Arbeit“,
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* zahlreiche Uraufführungen, wie z. B. Rolf Hochhuths "Arbeitlose oder Das Recht auf Arbeit",
* Opern von Gerhard Schedl wie "Glaube Liebe Hoffnung“,  
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* Opern von Gerhard Schedl wie "Glaube Liebe Hoffnung",  
* Inszenierungen von [[Hermann Prey]] ("[[Die Hochzeit des Figaro]]), [[Harry Kupfer]], in dessen "Zauberflöte“ der unvergessene [[Walter Berry]] den Sarastro gab, [[Karl Ernst]] und [[Ursel Herrmann]], in deren "Die Zauberflöte“ [[1991]] [[Christine Schäfer]] als ''Pamina'' von hier aus Karriere machte, oder [[Christine Mielitz]] ("Così fan tutte“ [[2002]]/[[2003]]);  
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* Inszenierungen von [[Hermann Prey]] ("[[Die Hochzeit des Figaro]]"), [[Harry Kupfer]], in dessen "Zauberflöte" der unvergessene [[Walter Berry]] den Sarastro gab, [[Karl Ernst]] und [[Ursel Herrmann]], in deren "Die Zauberflöte" [[1991]] [[Christine Schäfer]] als ''Pamina'' von hier aus Karriere machte, oder [[Christine Mielitz]] ("Così fan tutte" [[2002]]/[[2003]]);  
* weiters Auftritte international bekannter Schauspieler wie Michael Heltau (Klemperer-Lesung) und Will Quadflieg (Goethe-Rezitation), Wolfgang Gasser (z. B. als der "Unbestechliche“), Fritz Muliar ("Sibirien“), [[Karl Merkatz]] ("Der Bockerer“), Heinz Trixner ("Furtwängler“ ) oder Mathieu Carrière als Michail Bulgakow in der Uraufführung "Der Dichter und sein Diktator“ von Maria G. Hofmann (2002/2003), in vielen Produktionen [[Julia Gschnitzer]] (z. B. "Geschichten aus dem Wienerwald“ 2001/2002, "Am Ziel“ von [[Thomas Bernhard]] 2001/2002) oder [[Georg Schuchter]] als ''Torquato Tasso'', als schüchterner Kontrabassist ("Der Kontrabaß“) oder als ''Mephisto'' im "[[Faust]].  
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* weiters Auftritte international bekannter Schauspieler wie Michael Heltau (Klemperer-Lesung) und Will Quadflieg (Goethe-Rezitation), Wolfgang Gasser (z. B. als der "Unbestechliche"), Fritz Muliar ("Sibirien"), [[Karl Merkatz]] ("Der Bockerer"), Heinz Trixner ("Furtwängler" ) oder Mathieu Carrière als Michail Bulgakow in der Uraufführung "Der Dichter und sein Diktator" von Maria G. Hofmann (2002/2003), in vielen Produktionen [[Julia Gschnitzer]] (z. B. "Geschichten aus dem Wienerwald" 2001/2002, "Am Ziel" von [[Thomas Bernhard]] 2001/2002) oder [[Georg Schuchter]] als ''Torquato Tasso'', als schüchterner Kontrabassist ("Der Kontrabaß") oder als ''Mephisto'' im "[[Faust]]".  
    
2003/2004 fand die bisher letzte umfassende Renovierung statt. Am [[13. Juni]] [[2004]] beschloss eine Aufführung vom Mozarts ''Hochzeit des Figaro'' die 18-jährige Intendanz Hochstraates.
 
2003/2004 fand die bisher letzte umfassende Renovierung statt. Am [[13. Juni]] [[2004]] beschloss eine Aufführung vom Mozarts ''Hochzeit des Figaro'' die 18-jährige Intendanz Hochstraates.
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Die Vorstellungen müssen währenddessen in ein Zirkuszelt beim [[Messezentrum]] ausweichen. Auf der sogenannten Zirkuswiese, einer über 8&nbsp;000 m² großen Außenfläche des Messezentrums, wird eine nostalgische Zeltstadt errichtet. Herz dieser Zeltstadt ist ein Circuszelt mit einem Durch­messer von 36 Metern der Firma Wagner – ein ehemaliges Zelt des Circus Roncalli. Es wird Platz für 990 Besucher bieten.
 
Die Vorstellungen müssen währenddessen in ein Zirkuszelt beim [[Messezentrum]] ausweichen. Auf der sogenannten Zirkuswiese, einer über 8&nbsp;000 m² großen Außenfläche des Messezentrums, wird eine nostalgische Zeltstadt errichtet. Herz dieser Zeltstadt ist ein Circuszelt mit einem Durch­messer von 36 Metern der Firma Wagner – ein ehemaliges Zelt des Circus Roncalli. Es wird Platz für 990 Besucher bieten.
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In der Spielanordnung der Manege werden vier Produktionen angesiedelt, die bewusst mit der kreis­runden Bühne umgehen und neue artistische Möglichkeiten ausreizen – unter anderem mit einem gigantischen ''Wheel of Steel'', mit Akrobatik, Jonglage und der Arbeit mit circustypischen Geräten wie Ring, Trapez, Seil und Tuch. Seit Mitte Dezember arbeiten die Darsteller des Salzburger Landestheaters dafür mit den Profis des CircusTrainingCentrums Salzburg zusammen. Ödön von Horvaths "Kasimir und Karoline“ feiert als erste Produktion am [[7. Mai]] Premiere, gefolgt vom Musical "Cabaret“ von John Kander am 13. Mai und der Opernproduktion "Carmen“ von Georges Bizet am 20. Mai. Am 12. Juni wird "Peter Pan“ von George Stiles seine Premiere erleben. Gespielt wird bis [[22. Juni]] 2022. Im Herbst gibt es die Vorstellungen in der [[Felsenreitschule]], wo am [[1. Oktober]] die Premiere vom "Rosenkavalier" stattfindet.
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In der Spielanordnung der Manege werden vier Produktionen angesiedelt, die bewusst mit der kreis­runden Bühne umgehen und neue artistische Möglichkeiten ausreizen – unter anderem mit einem gigantischen ''Wheel of Steel'', mit Akrobatik, Jonglage und der Arbeit mit circustypischen Geräten wie Ring, Trapez, Seil und Tuch. Seit Mitte Dezember arbeiten die Darsteller des Salzburger Landestheaters dafür mit den Profis des CircusTrainingCentrums Salzburg zusammen. Ödön von Horvaths "Kasimir und Karoline" feiert als erste Produktion am [[7. Mai]] Premiere, gefolgt vom Musical "Cabaret" von John Kander am 13. Mai und der Opernproduktion "Carmen" von Georges Bizet am 20. Mai. Am 12. Juni wird "Peter Pan" von George Stiles seine Premiere erleben. Gespielt wird bis [[22. Juni]] 2022. Im Herbst gibt es die Vorstellungen in der [[Felsenreitschule]], wo am [[1. Oktober]] die Premiere vom "Rosenkavalier" stattfindet.
    
== Intendanten ==
 
== Intendanten ==
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
 
* [[Das Buch der Stadt Salzburg]]: ''Das [[Landestheater|Stadttheater]] (Nationalrat [[Josef Franz Witternigg]])'', [[1932]], Seiten 109 f
 
* [[Das Buch der Stadt Salzburg]]: ''Das [[Landestheater|Stadttheater]] (Nationalrat [[Josef Franz Witternigg]])'', [[1932]], Seiten 109 f
* [[Lutz Hochstraate|Hochstraate, Lutz ]] (Hrsg): ''"100 Jahre Haus am Makartplatz“ – Salzburger Landestheater'', 1993, [[Verlag Alfred Winter]], ISBN 3-85380-060-2, Redaktion Dr. [[Christian Fuchs]], zur Baugeschichte des Landestheaters und über 100 Jahre Theatergeschichte und -&#8209;leben, erzählt anhand der bedeutender Persönlichkeiten, Schauspieler, Sänger, Tänzer und Produktionen. Portrait von Lutz Hochstraate
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* [[Lutz Hochstraate|Hochstraate, Lutz ]] (Hrsg): ''"100 Jahre Haus am Makartplatz" – Salzburger Landestheater'', 1993, [[Verlag Alfred Winter]], ISBN 3-85380-060-2, Redaktion Dr. [[Christian Fuchs]], zur Baugeschichte des Landestheaters und über 100 Jahre Theatergeschichte und -&#8209;leben, erzählt anhand der bedeutender Persönlichkeiten, Schauspieler, Sänger, Tänzer und Produktionen. Portrait von Lutz Hochstraate
    
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
* [http://www.pharus-plan.de/karten/1477a-Pharus-Historischer-Stadtplan-Salzburg-1930-Ausschnitt-Kurgarten.jpg historischer Kartenausschnitt] um 1930, auf dem "Stadttheater“ steht
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* [http://www.pharus-plan.de/karten/1477a-Pharus-Historischer-Stadtplan-Salzburg-1930-Ausschnitt-Kurgarten.jpg historischer Kartenausschnitt] um 1930, auf dem "Stadttheater" steht
* [[Salzburger Tagblatt]], Ausgabe vom 31. Dezember 1946, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbt&datum=19461231&seite=8&zoom=33&query=%222Iu0+bet+Q3ergcmgen^%3Eeif%20nn\evee%2033f?eafer0%22&ref=anno-search Seiten 8 f]: "Aus der Vergangenheit unseres Theaters“ ([[ANNO]])  
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* [[Salzburger Tagblatt]], Ausgabe vom 31. Dezember 1946, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbt&datum=19461231&seite=8&zoom=33&query=%222Iu0+bet+Q3ergcmgen^%3Eeif%20nn\evee%2033f?eafer0%22&ref=anno-search Seiten 8 f]: "Aus der Vergangenheit unseres Theaters" ([[ANNO]])  
    
==Quellen==
 
==Quellen==