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'''Der Penninghof (Sitz Obkirchen)''' ist ein alter Salzburger Ansitz oberhalb der Marktgemeinde [[Taxenbach]].
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'''Der Penninghof (Sitz Obkirchen)''' ist ein alter Salzburger Ansitz oberhalb des Marktgemeindezentrums von [[Taxenbach]] und zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Taxenbach|denkmalgeschützten Objekten]]
    
==Lage==
 
==Lage==
Der Penninghof – heute ein Bauernhof - mit der Adresse Gschwandtnerberg, Haus-Nr. 17, steht weithin sichtbar auf einer kleinen Hangterasse oberhalb der Pfarrkirche von Taxenbach.
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Der Penninghof – heute ein Bauernhof - mit der Adresse [[Gschwandtnerberg]], Haus-Nr. 17, steht weithin sichtbar auf einer kleinen Hangterrasse oberhalb der Pfarrkirche von Taxenbach.
    
==Entstehungsgeschichte==
 
==Entstehungsgeschichte==
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==Gebäude==
 
==Gebäude==
Das schmucklose Gebäude ohne der sonst für die alten Salzburger Ansitze typischen Eckerker und Ecktürmchen (Beispiele sind u.a.  [[Schloss Prielau]] in [[Zell am See]] und [[Schloss Saalhof]] in [[Maishofen]]) ist ein Nord-Süd ausgerichteter dreigeschossiger Bau mit Satteldach mit beidseitigem Schopf. Das heute existierende Gebäude stammt in den unteren Teilen etwa von [[1460]]. Der Penninghof hat gotisch abgefaste Fenster und in zwei Zimmern eine Kassettendecke. Oberhalb des Einganges befanden sich noch Reste eines gemalten Wappens der Penninger. Durch wiederholte Brände wurden im Laufe der Jahrhunderte innen und außen Baumaßnahmen ergriffen, die das Gebäude heute in einem etwas verfälschten Eindruck erscheinen lassen.
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Das schmucklose Gebäude ohne der sonst für die alten Salzburger Ansitze typischen Eckerker und Ecktürmchen (Beispiele sind u. a.  [[Schloss Prielau]] und [[Schloss Saalhof]] in [[Maishofen]]) ist ein Nord-Süd ausgerichteter dreigeschossiger Bau mit Satteldach mit beidseitigem Schopf. Das heute existierende Gebäude stammt in den unteren Teilen etwa von [[1460]]. Der Penninghof hat [[Gotik|gotisch]] abgefaste Fenster und in zwei Zimmern eine Kassettendecke. Oberhalb des Einganges befanden sich noch Reste eines gemalten Wappens der Penninger. Durch wiederholte Brände wurden im Laufe der Jahrhunderte innen und außen Baumaßnahmen ergriffen, die das Gebäude heute in einem etwas verfälschten Eindruck erscheinen lassen.
 
   
 
   
 
==Besitzer==
 
==Besitzer==
Die frühesten Erwähnungen stammen aus den Jahren [[1427]] bis [[1429]]. Hans Strasser zu Straß hat ein erzbischöfliches Lehen, „ain gut genant Obkirchen gelegen in Tachsenpacher gericht“ inne. Er übergibt den Hof als Morgengabe [[1433]] an seine Hausfrau Margaretha, Tochter des Mathensen des Thürndl. Nach Hans Strasser wird der Ansitz von seiner Witwe und Elspet Hoflingerin an die minderjährigen Kinder des Michael Emhofer , deren Lehensträger Wilhelm Penninger ist, veräußert. In der Zeit zwischen [[1466]] und [[1484]] wird Wilhelm Penninger in dieser Funktion mehrfach urkundlich erwähnt. Vor [[1490]] geht das Gut in seinen Besitz über. Ihm folgen als Besitzer seine Erben Ulrich Penninger, verheiratet mit Ursula, und dessen Bruder Andreas Penninger. Zwischen [[1540]] und [[1550]] erbt der Sohn des Ulrich, Gottfried, verheiratet mit Anna, geborene Kölderer zu Höch (siehe unter [[Schloss Höch]]), den Penninghof. Ulrich, der im Jahr [[1592]] stirbt, folgt Constantin Penninger. [[1613]] scheint Wilhelm Penninger, Bruder des verstorbenen Constantin, als Besitzer auf und der Penninghof wird erstmals als >Edelmannsitz zu Obkirchen< bezeichnet, als ihn Jakob Wilpenhofer zu Lerchen ([[Radstadt]]) erwirbt. [[1624]] erreicht Abel Wilpenhofer zu Lerchen und Obkirchen , salzburgischer Kastner zu [[Judenburg]], vom Erzbischof eine >Einfang-Bewilligung<.  Seine Erben verkaufen [[1629]] das „Schlössl Penningberg“ an Johann Baptist Voglmayr, Land- und Bergrichter in der [[Rauris]]. [[1649]] verkaufen seine Kinder das Schloss an das Lodronsche Collegium Marianum zu [[Salzburg]]. Dieses erwirbt die Grundherrschaft  im Jahr [[1654]] dazu. Ab [[1665]] wird der Penninghof von seinen Besitzern zuerst als Wohnhaus und später als Bauernhaus verwendet. Es waren dies:
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Die frühesten Erwähnungen stammen aus den Jahren [[1427]] bis [[1429]]. ''Hans Strasser zu Straß'' hatte ein erzbischöfliches [[Viertelhof|Lehen]], "ain gut genant Obkirchen gelegen in Tachsenpacher gericht" inne. Er übergab den Hof als Morgengabe [[1433]] an seine Hausfrau ''Margaretha'', Tochter des Mathensen des Thürndl. Nach Hans Strasser wurde der Ansitz von seiner Witwe und Elspet Hoflinger (die "Hoflingerin") an die minderjährigen Kinder des Michael Emhofer, deren Lehensträger ''Wilhelm Penninger'' war, veräußert. In der Zeit zwischen [[1466]] und [[1484]] ist Wilhelm Penninger mehrmals in dieser Funktion urkundlich erwähnt. Noch vor [[1490]] ging das Gut dann in seinen Besitz über. Ihm folgten als Besitzer seine Erben ''Ulrich Penninger'', verheiratet mit Ursula († 1552; → [[Wallfahrtskapelle Maria Elend|Maria Elend]]), und dessen Bruder ''Andreas Penninger''. Zwischen [[1540]] und [[1550]] erbte Ulrichs Sohn ''Gottfried Penninger'', verheiratet mit Anna, geborene Kölderer zu Höch ([[Schloss Höch]]), den Penninghof. Gottfried, der im Jahr [[1592]] starb, folgt ''Constantin Penninger''. [[1613]] scheint ''Wilhelm Penninger'', Bruder des verstorbenen Constantin, als Besitzer auf. Also ''Jakob Wilpenhofer zur Lerchen'' ([[Radstadt]]) den Penninghof erwarb, wird er erstmals als ''Edelmannsitz zu Obkirchen'' bezeichnet. [[1624]] erreichte ''Abel Wilpenhofer zu Lerchen und Obkirchen'', salzburgischer Kastner zu [[Judenburg]], vom Erzbischof eine ''Einfang-Bewilligung''.  Seine Erben verkauften [[1629]] das "Schlössl Penningberg" an ''Johann Baptist Voglmayr'', Land- und Bergrichter in der [[Rauris]]. [[1649]] verkauften seine Kinder das Schloss an das ''[[Collegium Marianum|Lodronsche Collegium Marianum]]'' in der [[Stadt Salzburg]]. Dieses erwarb die Grundherrschaft  im Jahr [[1654]] dazu. Ab [[1665]] wurde der Penninghof von seinen Besitzern zuerst als Wohnhaus, und später als Bauernhaus verwendet. Es waren dies:
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* [[1665]] ''Ulrich Schläffer'', Bürger und Schwarzfärber zu Taxenbach
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* [[1692]] sein Sohn ''Christian Schläffer''
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* [[1726]] Christians Sohn ''Hans Schläffer''
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* [[1773]] ''Simon Schläffer'', Sohn des Hans Schläffer
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* [[1810]] ''Alexander Schläffer''
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* [[1842]] ''Peter Gschwandtner'', Taxwirt zu Taxenbach, durch Kauf
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* [[1879]] ''Julie'', ''Maria'' und ''Anna Straubinger'', Stieftöchter des Peter Gschwandtner
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* [[1887]] ''Peter Schernthaner'' durch Kauf
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* [[1912]] dessen Sohn ''Peter Schernthaner''
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* [[1941]] dessen Sohn ''Peter Schernthaner''
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* [[1965]] dessen Tochter ''Elisabeth Schernthaner''
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* [[1665]] Ulrich Schläffer, Bürger und Schwarzfärber zu Taxenbach
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Der Hof befand sich im Mai 2010 nach wie vor im Familienbesitz.
* [[1692]] sein Sohn Christian Schläffer
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* [[1726]] Christians Sohn Hans Schläffer
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* [[1773]] Simon Schläffer, Sohn des Hans Schläffer
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* [[1810]] Alexander Schläffer
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* [[1842]] Peter Gschwandtner, Taxwirt zu Taxenbach, durch Kauf
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* [[1879]] Julie, Maria und Anna Straubinger, Stieftöchter des Peter Gschwandtner
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* [[1887]] Peter Schernthaner durch Kauf
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* [[1912]] dessen Sohn Peter Schernthaner
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* [[1941]] dessen Sohn Peter Schernthaner
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* [[1965]] Tochter Elisabeth
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Der Hof befindet sich noch heute (Anm.: Mai 2010) im Besitz der Familie.
      
==Quellen==
 
==Quellen==
* Josef Lahnsteiner, „Unterpinzgau - Zell am See, Taxenbach, Rauris“, Selbstverlag, Hollersbach  1960
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* [[Josef Lahnsteiner]]: "Unterpinzgau - Zell am See, Taxenbach, Rauris", Selbstverlag, [[Hollersbach im Pinzgau]], 1960
* Friederike Zaisberger, Walter Schlegel „Burgen und Schlösser in Salzburg“, Pinzgau, Pongau, Lungau, S. 139, Birken-Verlag, Wien, 1978
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* [[Friederike Zaisberger]], [[Walter Schlegel]]: "Burgen und Schlösser in Salzburg, Pinzgau, Pongau, Lungau", S. 139, Birken-Verlag, Wien, 1978
    
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Historische Gebäude]]
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[[Kategorie:Architektur]]
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[[Kategorie:historisches Gebäude]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz (Taxenbach)]]
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[[Kategorie:Pinzgau]]
 
[[Kategorie:Taxenbach]]
 
[[Kategorie:Taxenbach]]
[[Kategorie:Pinzgau]]