| | [[961]] begleitete dieser treue Diener des späteren Kaisers Otto nach Italien und mit höchster Wahrscheinlichkeit auch zur Kaiserkrönung, die Papst Johannes XII. am [[2. Februar]] [[962]] vornahm. Fünf Tage nach der Kaiserkrönung bestätigte der Papst Friedrich I. alle Rechte und Besitzungen des Erzstiftes, darunter auch die von Papst Agapit II. gegen einen jährlichen Pachtschilling überlassenen Patrimonien in [[Bayern]]. Der feierliche Gebrauch des [[Pallium]]s, das Friedrich schon [[958]] verliehen worden war, wurde ihm nun für weitere vier Festtage im Jahreskreis gestattet. Anlässlich der Synode von Ravenna [[967]], in der die Androhung des Bannes gegenüber Herold wiederholt wurde, hat der Papst Friedrich I. ausdrücklich als ehrwürdigen und lobenswerten Mann gelobt. | | [[961]] begleitete dieser treue Diener des späteren Kaisers Otto nach Italien und mit höchster Wahrscheinlichkeit auch zur Kaiserkrönung, die Papst Johannes XII. am [[2. Februar]] [[962]] vornahm. Fünf Tage nach der Kaiserkrönung bestätigte der Papst Friedrich I. alle Rechte und Besitzungen des Erzstiftes, darunter auch die von Papst Agapit II. gegen einen jährlichen Pachtschilling überlassenen Patrimonien in [[Bayern]]. Der feierliche Gebrauch des [[Pallium]]s, das Friedrich schon [[958]] verliehen worden war, wurde ihm nun für weitere vier Festtage im Jahreskreis gestattet. Anlässlich der Synode von Ravenna [[967]], in der die Androhung des Bannes gegenüber Herold wiederholt wurde, hat der Papst Friedrich I. ausdrücklich als ehrwürdigen und lobenswerten Mann gelobt. |
| − | [[967]] zog Friedrich mit dem Kaiser erneut nach Italien, wobei er auch die 70 Panzerreiter, die Friedrich für die Kriege Ottos zu stellen hatte, persönlich dem Kaiser überbrachte. Im Krieg Heinrich des Zänkers gegen den Kaiser war er eine verlässliche Stütze des Kaisers. So ist verständlich, dass Otto den Salzburger Erzbischof mit verschiedenen neuen Gunsterweisungen in Form von Gütern für das [[Fürsterzbistum Salzburg|Erzstift]] belohnte, vor allem aber mit dem Besitz zu Grabenstätt im Chiemgau und der (unter Herold eingezogenen Abtei) [[Herrenchiemsee]], die später den Grundstock des umfangreichen Besitzes des [[Salzburger Domkapitel]]s im Chiemgau bilden sollte. Auch ein Forstgebiet an der Traun und weitere [[Salz]]rechte in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] erhielt der Erzbischof. Am [[7. März]] [[970]] schenkt der deutsche Kaiser Otto I. dem Erzbischof den ''Hof Udulenidvor'', der auf deutsch mit „Nidrinhof“ übersetzt wurde und wo sich heute die Ulrichskirche der Pfarre [[Deutschlandsberg]], [[Steiermark]], befindet. | + | [[967]] zog Friedrich mit dem Kaiser erneut nach Italien, wobei er auch die 70 Panzerreiter, die Friedrich für die Kriege Ottos zu stellen hatte, persönlich dem Kaiser überbrachte. Im Krieg Heinrich des Zänkers gegen den Kaiser war er eine verlässliche Stütze des Kaisers. So ist verständlich, dass Otto den Salzburger Erzbischof mit verschiedenen neuen Gunsterweisungen in Form von Gütern für das [[Fürsterzbistum Salzburg|Erzstift]] belohnte, vor allem aber mit dem Besitz zu Grabenstätt im Chiemgau und der (unter Herold eingezogenen Abtei) [[Herrenchiemsee]], die später den Grundstock des umfangreichen Besitzes des [[Salzburger Domkapitel]]s im Chiemgau bilden sollte. Auch ein Forstgebiet an der Traun und weitere [[Salz]]rechte in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] erhielt der Erzbischof. Am [[7. März]] [[970]] schenkt der deutsche Kaiser Otto I. dem Erzbischof den ''Hof Udulenidvor'', der auf deutsch mit "Nidrinhof" übersetzt wurde und wo sich heute die Ulrichskirche der Pfarre [[Deutschlandsberg]], [[Steiermark]], befindet. |
| | Die Rolle Friedrichs I. war damit die eines sehr typischen ottonischen Reichsbischofs, der primäre Aufgaben des Kaisers übernahm, denselben bei Heereszügen begleitete, bei Aufständen unterstützte und daher nur beschränkt Zeit fand, auch als Kirchenoberhaupt in seiner Erzdiözese zu wirken und zu gestalten. | | Die Rolle Friedrichs I. war damit die eines sehr typischen ottonischen Reichsbischofs, der primäre Aufgaben des Kaisers übernahm, denselben bei Heereszügen begleitete, bei Aufständen unterstützte und daher nur beschränkt Zeit fand, auch als Kirchenoberhaupt in seiner Erzdiözese zu wirken und zu gestalten. |