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| | * Das Gründungsteam des Kulturverein Kunstbox erhielt 2000 den "Innovationspreis der Stadt Seekirchen" für das Konzept "Regionale Kulturarbeit". | | * Das Gründungsteam des Kulturverein Kunstbox erhielt 2000 den "Innovationspreis der Stadt Seekirchen" für das Konzept "Regionale Kulturarbeit". |
| | * Der Kulturverein KunstBox wurde 2011 mit dem "[[Kulturpreise des Landes Salzburg|Landespreis für Kulturarbeit]]" ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: "Wir haben uns entschieden, den Landespreis für Kulturarbeit 2011 an den Kulturverein Kunstbox für Errichtung und Bespielung des Kulturhauses Emailwerk zu vergeben. Für die Lebendigkeit, die immer spürbar ist. Die Energie und große Kraft, die von den Vereinsmitgliedern in das Ziel Emailwerk gesteckt wurde, hat seit der Eröffnung nicht nachgelassen und eine weit ausstrahlende Identität geschaffen, die in der Gemeinde und den Menschen verankert ist. Das ist sicher auch der Art des Umgangs mit den regionalen und überregionalen politisch Verantwortlichen zu danken. Vor allem aber beeindruckt uns auch, dass Kultur nicht reproduziert, sondern geschaffen wird und das Emailwerk Künstler und Kunstsparten zur Weiterentwicklung anregt und Seekirchen damit ins Zentrum auch internationaler Entwicklungen rückt. Uns scheint aber auch, dass sich die Mitglieder des Vereins in keiner Situation einen Maulkorb umhängen lassen - das Kunsthaus Emailwerk hat sich sein großes Publikum erarbeitet und verdient, ebenso wie diese Anerkennung. Wir gratulieren zu Ihrer Arbeit." | | * Der Kulturverein KunstBox wurde 2011 mit dem "[[Kulturpreise des Landes Salzburg|Landespreis für Kulturarbeit]]" ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: "Wir haben uns entschieden, den Landespreis für Kulturarbeit 2011 an den Kulturverein Kunstbox für Errichtung und Bespielung des Kulturhauses Emailwerk zu vergeben. Für die Lebendigkeit, die immer spürbar ist. Die Energie und große Kraft, die von den Vereinsmitgliedern in das Ziel Emailwerk gesteckt wurde, hat seit der Eröffnung nicht nachgelassen und eine weit ausstrahlende Identität geschaffen, die in der Gemeinde und den Menschen verankert ist. Das ist sicher auch der Art des Umgangs mit den regionalen und überregionalen politisch Verantwortlichen zu danken. Vor allem aber beeindruckt uns auch, dass Kultur nicht reproduziert, sondern geschaffen wird und das Emailwerk Künstler und Kunstsparten zur Weiterentwicklung anregt und Seekirchen damit ins Zentrum auch internationaler Entwicklungen rückt. Uns scheint aber auch, dass sich die Mitglieder des Vereins in keiner Situation einen Maulkorb umhängen lassen - das Kunsthaus Emailwerk hat sich sein großes Publikum erarbeitet und verdient, ebenso wie diese Anerkennung. Wir gratulieren zu Ihrer Arbeit." |
| − | * Der Kulturverein Kunstbox und die Gemeinde Seekirchen erhielten 2013 vom Land Salzburg das Prädikat: „Kulturstadt des Landes Salzburg 2013“. Ausgezeichnet wurde der Kulturverein KunstBox für das Projektkonzept „Sprachlust – Präludium für ein anderes Heimatmuseum“ im Rahmen der Förderkulisse „Wahre Landschaft“.<ref>[[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=50500 06. Februar 2013]</ref> | + | * Der Kulturverein Kunstbox und die Gemeinde Seekirchen erhielten 2013 vom Land Salzburg das Prädikat: "Kulturstadt des Landes Salzburg 2013“. Ausgezeichnet wurde der Kulturverein KunstBox für das Projektkonzept "Sprachlust – Präludium für ein anderes Heimatmuseum“ im Rahmen der Förderkulisse "Wahre Landschaft“.<ref>[[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=50500 06. Februar 2013]</ref> |
| − | * 2013 wurde der Kulturverein vom Bund für „Vorbildliche Kulturarbeit” ausgezeichnet. | + | * 2013 wurde der Kulturverein vom Bund für "Vorbildliche Kulturarbeit” ausgezeichnet. |
| | * 2021 folgte die Verleihung des Österreichischen Umweltzeichens, Der Verein betreibt fortan eine "Green Location". | | * 2021 folgte die Verleihung des Österreichischen Umweltzeichens, Der Verein betreibt fortan eine "Green Location". |
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| | * Vielfalt-Markt: Sonja Glücklich, Andreas Brandl | | * Vielfalt-Markt: Sonja Glücklich, Andreas Brandl |
| | * Architektur, LandArt: DI Matthias Würfel | | * Architektur, LandArt: DI Matthias Würfel |
| − | * Gemeinwohlökonomie, Ökologie und Nachhaltigkeit, „Green Events“: Kurt Egger | + | * Gemeinwohlökonomie, Ökologie und Nachhaltigkeit, "Green Events“: Kurt Egger |
| | * Rezensionen: Ing. Markus Weilch | | * Rezensionen: Ing. Markus Weilch |
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| | '''2008 MannsBild | Kulturelle Positionen zu einer neuen Rolle.''' | | '''2008 MannsBild | Kulturelle Positionen zu einer neuen Rolle.''' |
| − | In diesem Jahr geht es vor allem um die kulturelle Position zum sogenannten „Neuen“ Mann, eine Sammlung subjektiver Sichtweisen von KünstlerInnen, also die Entdeckung und künstlerische Darstellung einer sozialen und gesellschaftlichen Rolle des Mannes.<ref>Infos [http://mannsbild.blogspot.com/ Mannsbild]</ref> | + | In diesem Jahr geht es vor allem um die kulturelle Position zum sogenannten "Neuen“ Mann, eine Sammlung subjektiver Sichtweisen von KünstlerInnen, also die Entdeckung und künstlerische Darstellung einer sozialen und gesellschaftlichen Rolle des Mannes.<ref>Infos [http://mannsbild.blogspot.com/ Mannsbild]</ref> |
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| | '''2009 LebensMittel Kunst | Nahrung für Geist und Körper.''' | | '''2009 LebensMittel Kunst | Nahrung für Geist und Körper.''' |
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| | '''2015/2016 Die Kunst zu Teilen.''' | | '''2015/2016 Die Kunst zu Teilen.''' |
| − | Der Gedanke zu teilen, ist einer der ältesten der Menschheitsgeschichte.Mit dem Internet existiert heute ein Mechanismus, der erstmals alle Menschen an diesem Prozess beteiligen könnte. Und wie alle Trends, die mittels medialer Verbreitung von Hand zu Hand gereicht werden, hat auch dieses Kind einen Namen: Share Economy oder auf deutsch: Ko-Konsum. Ko steht für „kollaborativ“ und darum geht es auch: Nicht mehr jeder muss alles haben, Zugang ist wesentlicher als Besitz... | + | Der Gedanke zu teilen, ist einer der ältesten der Menschheitsgeschichte.Mit dem Internet existiert heute ein Mechanismus, der erstmals alle Menschen an diesem Prozess beteiligen könnte. Und wie alle Trends, die mittels medialer Verbreitung von Hand zu Hand gereicht werden, hat auch dieses Kind einen Namen: Share Economy oder auf deutsch: Ko-Konsum. Ko steht für "kollaborativ“ und darum geht es auch: Nicht mehr jeder muss alles haben, Zugang ist wesentlicher als Besitz... |
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| | '''2017/2018 Analog.''' | | '''2017/2018 Analog.''' |
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| | '''2019/2020 Lust auf Zukunft.''' | | '''2019/2020 Lust auf Zukunft.''' |
| − | Die Zukunft ist „ein riesiger offener Horizont, der langsam dahinschmilzt“, sagte der deutsche Philosoph Hans-Georg Gadamer. In Zeiten der bedrohten Ordnungen, wie wir sie aktuell erleben, halten die Systeme noch stand, aber sie wanken: das Spaltende gewinnt wieder an Einfluss, die stetige Beschleunigung und das rasche Tempo der Technologie verlangen den Menschen ganz neue Wandlungen ab. Vor diesem Hintergrund öffnet das Bild des dahinschmelzenden Horizonts das ganze Spektrum der Zukunftserwartungen zwischen Angst und Hoffnung, Verheißung und Bedrohung, Sorge und Zuversicht... | + | Die Zukunft ist "ein riesiger offener Horizont, der langsam dahinschmilzt“, sagte der deutsche Philosoph Hans-Georg Gadamer. In Zeiten der bedrohten Ordnungen, wie wir sie aktuell erleben, halten die Systeme noch stand, aber sie wanken: das Spaltende gewinnt wieder an Einfluss, die stetige Beschleunigung und das rasche Tempo der Technologie verlangen den Menschen ganz neue Wandlungen ab. Vor diesem Hintergrund öffnet das Bild des dahinschmelzenden Horizonts das ganze Spektrum der Zukunftserwartungen zwischen Angst und Hoffnung, Verheißung und Bedrohung, Sorge und Zuversicht... |
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| | '''2021 Embrace the Change | Den Wandel umarmen.''' | | '''2021 Embrace the Change | Den Wandel umarmen.''' |
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| | '''2022/2023 Lebensräume | Mit Kunst und Kultur der Klimakrise begegnen.''' | | '''2022/2023 Lebensräume | Mit Kunst und Kultur der Klimakrise begegnen.''' |
| − | Lebensräume sind Orte der Identität, der Kultur und des gesellschaftlichen Diskurses. Mit ihnen wird häufig auch der Begriff der „Heimat“ verknüpft. In einer globalisierten, digitalisierten und urbanisierten Welt jedoch tritt die Bedeutung der konkreten Orte zurück – zentraler werden Lebensstil, Haltung und Mindset für die Identität der Menschen, angetrieben durch die zwei größten Krisen der Jetztzeit: Corona und Klima. | + | Lebensräume sind Orte der Identität, der Kultur und des gesellschaftlichen Diskurses. Mit ihnen wird häufig auch der Begriff der "Heimat“ verknüpft. In einer globalisierten, digitalisierten und urbanisierten Welt jedoch tritt die Bedeutung der konkreten Orte zurück – zentraler werden Lebensstil, Haltung und Mindset für die Identität der Menschen, angetrieben durch die zwei größten Krisen der Jetztzeit: Corona und Klima. |
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| | == Ständige Schwerpunkte == | | == Ständige Schwerpunkte == |
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| | '''Kunst | Raum | Natur ''' | | '''Kunst | Raum | Natur ''' |
| | [[Bild:Atelier_Landart.jpg|thumb|Atelier Landart: Installation]] [[Bild:Hineinhoeren.jpg|thumb|Hans Schmidt: Hineinhören]] | | [[Bild:Atelier_Landart.jpg|thumb|Atelier Landart: Installation]] [[Bild:Hineinhoeren.jpg|thumb|Hans Schmidt: Hineinhören]] |
| − | * Die Natur bildet einen wesentlichen Ausgangs- und Schwerpunkt der Arbeit des Kulturvereins KunstBox. Daher startete im Jahr 2007 das Programm "Kunst/Raum/Natur", das sich die nächsten Jahre als einer der Schwerpunkte etablieren soll. 2007 war vor allem das Wesen des Moores und die Auseinandersetzung mit der hiesigen Moorlandschaft „[[Wenger Moor]]“ der erklärte Schwerpunkt. Innerhalb dieses Gebiets wurde eine Installation einzelner oder auch miteinander verbundener Kunst-Objekte geplant, die ästhetisch und inhaltlich nach bestimmten Prinzipien aufgestellt werden sollten, um so eine Einheit bilden. Zu diesem Zweck wurden die beiden Künstler Wolfgang Buntrock und Frank Nordiek (Atelier Landart/Hannover) sowie der Seekirchner Objektkünstler [[Hans Schmidt]] eingeladen, Kunstwerke aus Naturmaterial, das sie an Ort und Stelle vorfinden, in die Landschaft des Wenger Moors zu setzen. 2008 wurde der Mattseer [[Buchberg (Berg in Mattsee)|Buchberg]] als Spielort für Kunst gewählt - er überragt mit einer Höhe von 801 Meter das Salzburger Seenland. 2009 wurde die [[Tiefsteinklamm]] ([[Schleedorf]], [[Köstendorf]]) Schauplatz der künstlerischen Symbiose zwischen Kunst, Raum und Natur. Das Hauptkunstwerk 2009 schuf der Salzburger Künstler Wolfgang Richter. 2010 und 2011 wurde der Teufelsgraben bei Seeham zum Landart-Spielort. | + | * Die Natur bildet einen wesentlichen Ausgangs- und Schwerpunkt der Arbeit des Kulturvereins KunstBox. Daher startete im Jahr 2007 das Programm "Kunst/Raum/Natur", das sich die nächsten Jahre als einer der Schwerpunkte etablieren soll. 2007 war vor allem das Wesen des Moores und die Auseinandersetzung mit der hiesigen Moorlandschaft "[[Wenger Moor]]“ der erklärte Schwerpunkt. Innerhalb dieses Gebiets wurde eine Installation einzelner oder auch miteinander verbundener Kunst-Objekte geplant, die ästhetisch und inhaltlich nach bestimmten Prinzipien aufgestellt werden sollten, um so eine Einheit bilden. Zu diesem Zweck wurden die beiden Künstler Wolfgang Buntrock und Frank Nordiek (Atelier Landart/Hannover) sowie der Seekirchner Objektkünstler [[Hans Schmidt]] eingeladen, Kunstwerke aus Naturmaterial, das sie an Ort und Stelle vorfinden, in die Landschaft des Wenger Moors zu setzen. 2008 wurde der Mattseer [[Buchberg (Berg in Mattsee)|Buchberg]] als Spielort für Kunst gewählt - er überragt mit einer Höhe von 801 Meter das Salzburger Seenland. 2009 wurde die [[Tiefsteinklamm]] ([[Schleedorf]], [[Köstendorf]]) Schauplatz der künstlerischen Symbiose zwischen Kunst, Raum und Natur. Das Hauptkunstwerk 2009 schuf der Salzburger Künstler Wolfgang Richter. 2010 und 2011 wurde der Teufelsgraben bei Seeham zum Landart-Spielort. |
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| | * Ziel ist, mit diesem Projekt die bewusste Auseinandersetzung des Dreiecks Mensch | Kunst | Natur zu initiieren und eine breite Öffentlichkeit damit anzusprechen. | | * Ziel ist, mit diesem Projekt die bewusste Auseinandersetzung des Dreiecks Mensch | Kunst | Natur zu initiieren und eine breite Öffentlichkeit damit anzusprechen. |