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| | Erzbischof [[Eberhard II. von Regensburg]] ließ die Burg weiter ausbauen. Diesen Erweiterungsmaßnahmen verdankt die Burg ihr heutiges Aussehen. Oberhalb des alten Turms entstand die Hauptburg, die zwei mächtige Bergfriede beinhaltete. | | Erzbischof [[Eberhard II. von Regensburg]] ließ die Burg weiter ausbauen. Diesen Erweiterungsmaßnahmen verdankt die Burg ihr heutiges Aussehen. Oberhalb des alten Turms entstand die Hauptburg, die zwei mächtige Bergfriede beinhaltete. |
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| − | Im [[15. Jahrhundert]] war die Burg Kropfsberg der Austragungsort wichtiger Verhandlungen. Im Jahr [[1412]] wurde am „[[Fürstentag]]“ ein Streit zwischen Tirol und [[Bayern]] geschlichtet. [[1416]] kam es dort zur Aussöhnung zwischen Herzog Friedrich IV. und seinem Bruder Herzog Ernst von Österreich, was Friedrich den weiteren Besitz Tirols sicherte. | + | Im [[15. Jahrhundert]] war die Burg Kropfsberg der Austragungsort wichtiger Verhandlungen. Im Jahr [[1412]] wurde am "[[Fürstentag]]“ ein Streit zwischen Tirol und [[Bayern]] geschlichtet. [[1416]] kam es dort zur Aussöhnung zwischen Herzog Friedrich IV. und seinem Bruder Herzog Ernst von Österreich, was Friedrich den weiteren Besitz Tirols sicherte. |
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| | Im Laufe der Zeit wurde Kropfsberg zwei Mal [[Romanik|romanisch]] ausgebaut, jedoch gab es in der [[Gotik]] keine größeren Bautätigkeiten. Fürsterzbischof [[Leonhard von Keutschach]] ließ die Anlage um 1500 neu befestigen. 40 Jahre später entstand die mit Schießscharten versehene, 900 m lange, acht Meter hohe und drei Meter dicke Ringmauer und die halbrunden Basteien. | | Im Laufe der Zeit wurde Kropfsberg zwei Mal [[Romanik|romanisch]] ausgebaut, jedoch gab es in der [[Gotik]] keine größeren Bautätigkeiten. Fürsterzbischof [[Leonhard von Keutschach]] ließ die Anlage um 1500 neu befestigen. 40 Jahre später entstand die mit Schießscharten versehene, 900 m lange, acht Meter hohe und drei Meter dicke Ringmauer und die halbrunden Basteien. |
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| | Im folgenden Jahrhundert war Kropfsberg eine der größten Burgen in Tirol. Geschützt wurde sie durch eine doppelte Ringmauer. Mit diesem Ausbau wollte man die landesfürstliche Macht und Stärke weiter verdeutlichen. Das Areal dehnte sich auf eine Fläche von 26.000 m² aus, jedoch verfügte es nur über Unterkünfte für 60 bis 80 Personen. | | Im folgenden Jahrhundert war Kropfsberg eine der größten Burgen in Tirol. Geschützt wurde sie durch eine doppelte Ringmauer. Mit diesem Ausbau wollte man die landesfürstliche Macht und Stärke weiter verdeutlichen. Das Areal dehnte sich auf eine Fläche von 26.000 m² aus, jedoch verfügte es nur über Unterkünfte für 60 bis 80 Personen. |
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| − | Im Jahr 1592 wurde der Gerichtssitz von Kropfsberg nach [[Zell am Ziller]] verlegt, was zum Niedergang der Burganlage führte. Dadurch, dass die Burg nur noch von Personen bewohnt und nicht mehr instand gehalten wurde, stürzten bereits im Jahr [[1673]] die ersten Gebäude ein. Während des „[[Bayrischer Rummel|Bayrischen Rummels]]“ [[1703]] wurde die Burg in die Kampfhandlungen mit eingezogen, da sich Bayrische Soldaten dort festgesetzt hatten. Die Tiroler Schützen vertrieben die Eindringlinge aber wieder. | + | Im Jahr 1592 wurde der Gerichtssitz von Kropfsberg nach [[Zell am Ziller]] verlegt, was zum Niedergang der Burganlage führte. Dadurch, dass die Burg nur noch von Personen bewohnt und nicht mehr instand gehalten wurde, stürzten bereits im Jahr [[1673]] die ersten Gebäude ein. Während des "[[Bayrischer Rummel|Bayrischen Rummels]]“ [[1703]] wurde die Burg in die Kampfhandlungen mit eingezogen, da sich Bayrische Soldaten dort festgesetzt hatten. Die Tiroler Schützen vertrieben die Eindringlinge aber wieder. |
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| | Als 1809 Tirol zu Bayern kam, teilte die Burganlage dasselbe Schicksal wie viele andere. Die mittlerweile zur Ruine gewordene Burg wurde versteigert. Im Jahr 1850 wurde der Torturm saniert, um ihn wieder bewohnbar zu machen. 1905 wurde das Material der noch immer erhaltenen Ringmauer zur Innverbauung verwendet. | | Als 1809 Tirol zu Bayern kam, teilte die Burganlage dasselbe Schicksal wie viele andere. Die mittlerweile zur Ruine gewordene Burg wurde versteigert. Im Jahr 1850 wurde der Torturm saniert, um ihn wieder bewohnbar zu machen. 1905 wurde das Material der noch immer erhaltenen Ringmauer zur Innverbauung verwendet. |