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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Die Burg wurde unter Erzbischof [[Eberhard von Regensberg]] vom [[Salzburger Domkapitel]] als Mautstation des seit der [[Römer]]zeit zeitweise bestehenden Nord-Süd-[[Handel (historisch)|Handelsweges]] errichtet. Nach der Wiedererrichtung des zuvor verfallenen Handelsweges wurde im Jahre [[1235]] Mit dem Bau der Burg begonnen. Sie bestand aus einer Ringmauer, einem Wohngebäude (Pallas) und mittig aus einem mächtigen Bergfried, dessen Mauern an der Basis allseits bis 2,5 m stark sind. Der Turm wurde um 1480 erhöht und ausgebaut. Im [[15. Jahrhundert]] wurde die Anlage zuerst von Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach|Burkhard von Weißpriach]] und danach vor allem von seinem Nachfolger [[Leonhard von Keutschach]] stark erweitert und diente auch als Sommerresidenz des letztgenannten Landesherren. Dieser veranlasste um 1480 auch die kunstvolle Ausgestaltung der sog. Keutschachzimmer mit ihrer Holztäfelung und den originalen Rankenbemalungen, die teilweise im 19. Jahrhundert ergänzt wurden. Das Wappen des Bischofs mit der bekannten Rübe ist - ähnlich wie auf der Festung Hohensalzburg auch hier an vielen Stellen der Burg zu sehen.
| + | Unter dem bedeutenden Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] wurde im Jahre [[1235]] durch das [[Salzburger Domkapitel]] mit dem Bau der Burg begonnen. Seit Anbeginn diente sie zur Sicherung des Fahrweges über den Radstätter Tauern und gleichzeitig als wichtige Mautstation. Der Weg über den Radstätter Tauern war zwar schon in antik-römischer Zeit erbaut worden, war aber mit dem Ende des Römischen Reiches immer mehr verfallen und wurde entlang der Taurach erst wieder unter Erzbischof Regensberg instand gesetzt. |
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| − | Bis [[1806]] verblieb die Burg im Besitz des Domkapitels, wurde dann aber Staatseigentum, und verfiel darauf zusehends. Sie wurde [[1832]] zur Ruine erklärt. [[1836]] erwarb [[Karl Graf Welsperg-Raitenau]] die Burgruine Mauterndorf, die er jedoch nach drei Jahren, ohne dem Verfall der Burg Einhalt geboten zu haben, wieder verkaufte. [[1894]] konnte mit dem preußischen Stabsarzt Dr. [[Hermann von Epenstein]] ein Käufer gewonnen werden, der die Anlage wieder restaurierte. Nach achtjähriger Arbeitszeit konnte die Burg unter großem finanziellen Aufwand fertiggestellt werden. Man war bemüht, alles noch vorhandene Alte zu erhalten. Der Neubau wurde weitgehend eine Rekonstruktion der ehemaligen Anlage. | + | Die Burg bestand anfangs aus einer Ringmauer, einem Wohngebäude (Pallas) und mittig aus einem mächtigen Bergfried, dessen Mauern an der Basis allseits bis 2,5 m stark sind. Dieser Turm wurde um 1480 erhöht und ausgebaut. Im [[15. Jahrhundert]] wurde die Burganlage zuerst von Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach|Burkhard von Weißpriach]] und danach vor allem von seinem Nachfolger [[Leonhard von Keutschach]] stark erweitert und diente auch als Sommerresidenz des letztgenannten Landesherren. Dieser veranlasste um 1480 auch die kunstvolle Ausgestaltung der sog. Keutschachzimmer mit ihrer Holztäfelung und den originalen Rankenbemalungen, die teilweise im 19. Jahrhundert ergänzt wurden. Das Wappen des Bischofs mit der bekannten Rübe ist - ähnlich wie auf der Festung Hohensalzburg auch hier an vielen Stellen der Burg zu sehen. |
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| | + | Bis [[1806]] verblieb die Burg im Besitz des Domkapitels, wurde dann aber Staatseigentum, und verfiel in der Zeit des Kaisertums Österreich unter [[Franz II./I.|FranzI.]]. der für seine Sparsamkeit bekannt war, zusehends. Sie wurde [[1832]] lediglich offiziell zur Ruine erklärt. [[1836]] erwarb [[Karl Graf Welsperg-Raitenau]] zwar die Burgruine Mauterndorf, die er jedoch nach drei Jahren ohne Maßnahmen zur Sanierung wieder verkaufte. [[1894]] konnte mit dem preußischen Stabsarzt Dr. [[Hermann von Epenstein]] endlich ein Käufer gewonnen werden, der die Anlage wieder restaurierte. Nach achtjähriger Arbeitszeit konnte die Burg unter großem finanziellen Aufwand fertiggestellt werden. Man war bemüht, alles noch vorhandene Alte zu erhalten. Der Neubau wurde weitgehend als Rekonstruktion der ehemaligen Anlage geplant. |
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| | Nach dem Tod von Dr. Epenstein im Jahre [[1934]] setzte Frau Epenstein [[Hermann Göring]], dessen Pate ihr Mann war, als Erben für die Burg ein. Dieser nahm sich jedoch nicht die Zeit, seinen Besitz grundbücherlich eintragen zu lassen und so verlor die Schenkung ihre Rechtsgültigkeit. Somit wurden Verwandte von Frau Epenstein rechtmäßige Eigentümer der Burg. | | Nach dem Tod von Dr. Epenstein im Jahre [[1934]] setzte Frau Epenstein [[Hermann Göring]], dessen Pate ihr Mann war, als Erben für die Burg ein. Dieser nahm sich jedoch nicht die Zeit, seinen Besitz grundbücherlich eintragen zu lassen und so verlor die Schenkung ihre Rechtsgültigkeit. Somit wurden Verwandte von Frau Epenstein rechtmäßige Eigentümer der Burg. |