| Zeile 76: |
Zeile 76: |
| | * Horizon: | | * Horizon: |
| | | | |
| − | Im Herbst 1977 wurde der Autor dieses Artikels nach Paris-Poissy mit dem Nachtzug Sonntagabend geschickt, um Montagvormittag einen Horizon Automatic für Hans Patleich abzuholen, der als Motorjournalist bei der Kronen Zeitung Wien als Juror für die Autowahl "Auto des Jahres" in Österreich fungierte. Der Autor übernahm gegen Montagmittag das Fahrzeug in Poissy, schaltete den damals noch selten in Automobilen vorhandenen Tempomat auf 100 km/h ein und fuhr, nur von kurzen Pausen unterbrochen, nach Salzburg. Am [[Walserberg]], damals ja noch Grenze mit Verzollung, wurde der Wagen gegen 23 Uhr noch verzollt (mit einer Stablampe leuchtete man in den Motorraum, um Fahrgestell- und Motornummer vergleichen zu können). Da es sich um ein Auto mit französischem Kennzeichen handelte, mussten besondere Verzollungspapiere ausgestellt werden. Gegen ein Uhr Früh Dienstag war der Autor dann zu Hause. | + | Im Herbst 1977 wurde der Autor dieses Artikels nach Paris-Poissy mit dem Nachtzug Sonntagabend geschickt, um Montagvormittag einen ''Horizon Automatic'' für Hans Patleich abzuholen, der als Motorjournalist bei der Kronen Zeitung Wien als Juror für die Autowahl "Auto des Jahres" in Österreich fungierte. Der Autor übernahm gegen Montagmittag das Fahrzeug in Poissy, stellte den damals noch selten in Automobilen vorhandenen Tempomat auf 100 km/h ein und fuhr, nur von kurzen Pausen unterbrochen, nach Salzburg. An der Grenze [[Walserberg]]-Autobahn, damals noch Grenze mit Verzollung, wurde der Wagen gegen 23 Uhr noch verzollt (mit einer Stablampe leuchtete man in den Motorraum, um Fahrgestell- und Motornummer vergleichen zu können). Da es sich um ein Auto mit französischem Kennzeichen handelte, mussten besondere Verzollungspapiere ausgestellt werden. Gegen ein Uhr Früh Dienstag war der Autor dann in Salzburg-[[Aigen]] wieder zu Hause. |
| | | | |
| − | Um 06 Uhr Früh stand er wieder auf, um im [[Hotel Kasererbräu]] als Rezeptionist seinen Tagesdienst anzutreten (noch war er nicht in der Presseabteilung von Chrysler-Talbot angestellt). Da er spät dran war, parkte er direkt vor dem Hotel in der [[Kaigasse]], die bekanntlich eine Einbahnstraße war und ist. Doch nach dem morgendlichen Stress wollte er das Auto auf den Hotelparkplatz an der [[Herrengasse]] parken. Dazu reversierte er, gegen die Einbahn, ca. 20 Meter zurück. Just in diesem Augenblick kamen zwei Polizisten vorbei, hielten ihn auf und versuchten auf Französisch (des Kennzeichen wegen!) mir mein Fehlverhalten zu erklären. Er gab sich als Salzburger und des Deutschem mächtig zu erkennen, was zur Folge hatte, dass einem der beiden Polizisten auffiel, dass er als österreichischer Staatsbürger mit einem französischen Kennzeichen unterwegs war. Ohne eine besondere Genehmigung des Finanzministeriums war das aber verboten! Nun debattierten sie über mehrere Vergehen - der Führerschein war im Hotel geblieben. Nach mehreren Minuten der Diskussion - die Rezeption war verweist - einigte man sich ob der "Wichtigkeit" des Autos auf einen Verweis. | + | Um 06 Uhr Früh stand er wieder auf, um im [[Hotel Kasererbräu]] als Rezeptionist seinen Tagesdienst anzutreten (noch war er nicht in der Presseabteilung von Chrysler-Talbot angestellt). Da er spät dran war, parkte er direkt vor dem Hotel in der [[Kaigasse]], die bekanntlich eine Einbahnstraße war und ist. Doch nach dem morgendlichen Stress wollte er das Auto auf den Hotelparkplatz an der [[Herrengasse]] parken. Dazu reversierte er, gegen die Einbahn, ca. 20 Meter zurück. Just in diesem Augenblick kamen zwei Polizisten vorbei, hielten ihn auf und versuchten auf Französisch (des Kennzeichen wegen!) mir mein Fehlverhalten zu erklären. Er gab sich als Salzburger und dem Deutschen mächtig zu erkennen, was zur Folge hatte, dass einem der beiden Polizisten auffiel, dass er als österreichischer Staatsbürger mit einem französischen Kennzeichen unterwegs war. Ohne eine besondere Genehmigung des Finanzministeriums war das aber verboten! Nun debattierten sie über mehrere Vergehen - der Führerschein war im Hotel geblieben. Nach mehreren Minuten der Diskussion - die Rezeption war verweist - einigte man sich ob der "Wichtigkeit" des Autos auf einen Verweis. |
| | | | |
| | * Horizon Teil 2 | | * Horizon Teil 2 |
| − | Tage später sollte er das Auto eben nach Wien bringen und fuhr dazu um drei Uhr Früh von Salzburg los. Der Redakteur wünschte das Fahrzeug gewaschen und getankt vor sieben Uhr zu Hause vor der Haustüre. Auf Höhe der Raststation oberhalb des [[Mondsee (See)|Mondsees]] plötzlich ein Schlag bei 130 km/h, der das Fahrzeug auf etwa 70 km/h ruckartig bremste und den Autor in die Sicherheitsgurte fallen ließ. Sekunden später ein zweiter Schlag und fast totaler Stillstand. Gerade noch gelang es iihm, den Horizon Automatic fast noch auf den Pannenstreifen zu lenken, aber eben nur fast, dann stand das Fahrzeug still. Unverrückbar mit fast zwei Tonnen, nicht mehr zum Starten. | + | Tage später sollte er das Auto eben nach Wien bringen und fuhr dazu um drei Uhr Früh von Salzburg los. Der Redakteur wünschte das Fahrzeug gewaschen und getankt vor sieben Uhr zu Hause vor der Haustüre. Auf Höhe der Raststation oberhalb des [[Mondsee (See)|Mondsees]] plötzlich ein Schlag bei 130 km/h, der das Fahrzeug auf etwa 70 km/h ruckartig bremste und den Autor in die Sicherheitsgurte fallen ließ. Sekunden später ein zweiter Schlag und fast totaler Stillstand. Gerade noch gelang es ihm, den Horizon Automatic fast noch auf den Pannenstreifen zu lenken, aber eben nur fast, dann stand das Fahrzeug still. Unverrückbar mit fast zwei Tonnen, nicht mehr zum Starten. |
| | | | |
| | Eine zufällig vorbei kommende [[Gendarmerie]]-Streife, es war kurz nach vier Uhr früh, hielt an und machte ihn darauf aufmerksam, dass das Parken auf der Autobahn verboten sei. Er forderte sie auf, ihm beim Wegschieben behilflich zu sein. Das waren sie auch, nur - der Horizon ließ sich keinen Zentimeter schieben! Nach einer neuerlichen Aufforderung, sofort die Fahrbahn zu räumen, fuhren sie weiter, während er auf den Abschleppwagen wartete. Der kam aber nicht! Oder erst sehr spät - denn er war fälschlicherweise auf der Gegenfahrbahn unterwegs und musste erst wieder umdrehen. | | Eine zufällig vorbei kommende [[Gendarmerie]]-Streife, es war kurz nach vier Uhr früh, hielt an und machte ihn darauf aufmerksam, dass das Parken auf der Autobahn verboten sei. Er forderte sie auf, ihm beim Wegschieben behilflich zu sein. Das waren sie auch, nur - der Horizon ließ sich keinen Zentimeter schieben! Nach einer neuerlichen Aufforderung, sofort die Fahrbahn zu räumen, fuhren sie weiter, während er auf den Abschleppwagen wartete. Der kam aber nicht! Oder erst sehr spät - denn er war fälschlicherweise auf der Gegenfahrbahn unterwegs und musste erst wieder umdrehen. |
| | | | |
| − | Der Grund für die Motorblockade war ein falsch konstruiertes Getriebe bei dieser Automatikvariante. Durch eine falsche Aufhängung wurden nicht alle Teile von der Schmierung erfasst und so liefen Teile vom Getriebe trocken und blockierten. Nach einer Abkühlungsphase ließ sich der Horizon auch wieder starten und ganz auf den Pannenstreifen fahren. | + | Der Grund für die Motorblockade war ein falsch konstruiertes Getriebe bei dieser Automatikvariante. Durch eine falsche Aufhängung wurden nicht alle Teile von der Schmierung erfasst und so liefen Teile des Getriebes trocken, das in Folge dann blockierte. Nach einer Abkühlungsphase ließ sich der Horizon auch wieder starten und ganz auf den Pannenstreifen fahren. |
| | | | |
| | ==Quellen== | | ==Quellen== |