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Textersetzung - „Augustiner Chorherrenstift St. Zeno“ durch „Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno“
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* [[1167]]: '''Markward von Gastein''', ein [[Ministeriale]], wird als Zeuge in einer Urkunde genannt. Weitere Nennungen von ihn in Urkunden gibt es in den Jahren [[1168]], [[1170]], [[1180]] und [[1188]]. In dieser Person ist <span style="background-color:yellow">&nbsp;der erste Mensch zu sehen, der höchstwahrscheinlich in Gastein wohnt oder zumindest hier seinen Stammsitz hat und mit Namen genannt wird.&nbsp;</span>
 
* [[1167]]: '''Markward von Gastein''', ein [[Ministeriale]], wird als Zeuge in einer Urkunde genannt. Weitere Nennungen von ihn in Urkunden gibt es in den Jahren [[1168]], [[1170]], [[1180]] und [[1188]]. In dieser Person ist <span style="background-color:yellow">&nbsp;der erste Mensch zu sehen, der höchstwahrscheinlich in Gastein wohnt oder zumindest hier seinen Stammsitz hat und mit Namen genannt wird.&nbsp;</span>
 
* [[1170]]: Um diese Zeit dürfte wahrscheinlich die [[Burg Klammstein]] errichtet worden sein. Eindeutige urkundliche Belege fehlen allerdings.
 
* [[1170]]: Um diese Zeit dürfte wahrscheinlich die [[Burg Klammstein]] errichtet worden sein. Eindeutige urkundliche Belege fehlen allerdings.
* [[1198]]: Im Weiler Stein-Wieden, westlich des Marktzentrums von Hofgastein, lebt '''Adelheid''', eine Freie, also keinem Grundherrn dienstpflichtig (ihm unteran). In diesem Jahr allerdings übergibt sie sich und ihre Kinder dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstift St. Peter]], wird also unfrei. Adelheid ist die <span style="background-color:yellow">&nbsp;erste (!) in Gastein angesessene Person, über deren Familie Details bekannt sind.&nbsp;</span> So kennt man die Namen ihrer Kinder: Luitold, Arnold, Dietmar, Liebmann, Ellenburg, Diemuot, Uville und Siburg. Die Vornamen der mitunterschreibenden Urkundenzeugen sind Kuonrad, Richolf, Friedrich, Heinrich, Luitold, Waldmann, Ruedolf, Aribo, Raffold und Gottschalk.
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* [[1198]]: Im Weiler Stein-Wieden, westlich des Marktzentrums von Hofgastein, lebt '''Adelheid''', eine Freie, also keinem Grundherrn dienstpflichtig (ihm unteran). In diesem Jahr allerdings übergibt sie sich und ihre Kinder dem [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]], wird also unfrei. Adelheid ist die <span style="background-color:yellow">&nbsp;erste (!) in Gastein angesessene Person, über deren Familie Details bekannt sind.&nbsp;</span> So kennt man die Namen ihrer Kinder: Luitold, Arnold, Dietmar, Liebmann, Ellenburg, Diemuot, Uville und Siburg. Die Vornamen der mitunterschreibenden Urkundenzeugen sind Kuonrad, Richolf, Friedrich, Heinrich, Luitold, Waldmann, Ruedolf, Aribo, Raffold und Gottschalk.
    
== 13. Jahrhundert ==
 
== 13. Jahrhundert ==
 
* [[1200]]: Aus dieser Zeit ist ein als "''Landbuch von Österreich''" bezeichnetes Abgabenverzeichnis erhalten. Darin heißt es, dass der [[Bayernherzöge in Salzburg|Herzog von Bayern]] das Recht auf, "''alle Jahr zwanzigtausend Käse und dreihundert Klafter langes wollenes Tuch,...''" hat. Nach [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld|Koch-Sternfeld]] sind das kleine, höchstwahrscheinlich Schafskäselaibchen von 0,5 bis einen Kilo gewesen. Die Tuchlänge kann nicht genau bestimmt werden, wohl um 500 Meter Länge.
 
* [[1200]]: Aus dieser Zeit ist ein als "''Landbuch von Österreich''" bezeichnetes Abgabenverzeichnis erhalten. Darin heißt es, dass der [[Bayernherzöge in Salzburg|Herzog von Bayern]] das Recht auf, "''alle Jahr zwanzigtausend Käse und dreihundert Klafter langes wollenes Tuch,...''" hat. Nach [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld|Koch-Sternfeld]] sind das kleine, höchstwahrscheinlich Schafskäselaibchen von 0,5 bis einen Kilo gewesen. Die Tuchlänge kann nicht genau bestimmt werden, wohl um 500 Meter Länge.
 
* [[1203]]: Ein '''''Luitpold''''' wird als [[Pfarrer von Bad Hofgastein|Pfarrer von Hofgastein]] genannt.
 
* [[1203]]: Ein '''''Luitpold''''' wird als [[Pfarrer von Bad Hofgastein|Pfarrer von Hofgastein]] genannt.
* [[1208]]: '''Euphemia von Peilstein''' schenkt Güter an das [[Augustiner Chorherrenstift St. Zeno]] in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]].
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* [[1208]]: '''Euphemia von Peilstein''' schenkt Güter an das [[Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno]] in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]].
 
* [[1212]]: Am [[20. Jänner]] kommen Propst Pabo des Augustinerchorherrenstifts St. Zeno und ein Mitbruder am Tage des heiligen Sebastian in der [[Gasteiner Klamm]] bei einem [[Lawine]]<nowiki>nunglück ums Leben</nowiki> An dieses Ereignis erinnert die [[St. Sebastians-Kapelle]] beim Parkplatz Klammstein.
 
* [[1212]]: Am [[20. Jänner]] kommen Propst Pabo des Augustinerchorherrenstifts St. Zeno und ein Mitbruder am Tage des heiligen Sebastian in der [[Gasteiner Klamm]] bei einem [[Lawine]]<nowiki>nunglück ums Leben</nowiki> An dieses Ereignis erinnert die [[St. Sebastians-Kapelle]] beim Parkplatz Klammstein.
 
* [[1218]]: In diesem Jahr sterben die Peilsteiner aus, so die gängige Literatur. Allerdings war der letzte tatsächliche Peilsteiner, '''Konrad III. von Peilstein''', bereits 1198 gestorben. Es gibt aber vermutlich eine nicht blutsverwandte Nebenlinie mit Nachfahren. Nach dem Tod von Konrad III. könnten somit aus dieser Linie Erben gewesen sein. Jedenfalls fällt ein Teil der Besitzungen des Geschlechts der Peilsteiner kurz nach 1218, jedenfalls deutlich vor [[1224]] an die [[Bayernherzöge in Salzburg|Bayernherzöge]]. Neuere Geschichtsforschung ist der Meinung, dass nach dem Ende der Peilsteiner es zu einer teilweise sogar kriegerisch geführten Auseinandersetzung zwischen den Bayernherzögen und dem Salzburger Erzbischof um Gastein gekommen war. Diese Auseinandersetzungen gingen zugunsten der Bayern aus, die bis [[1297]] den Gerichtsbezirk Gastein besitzen.
 
* [[1218]]: In diesem Jahr sterben die Peilsteiner aus, so die gängige Literatur. Allerdings war der letzte tatsächliche Peilsteiner, '''Konrad III. von Peilstein''', bereits 1198 gestorben. Es gibt aber vermutlich eine nicht blutsverwandte Nebenlinie mit Nachfahren. Nach dem Tod von Konrad III. könnten somit aus dieser Linie Erben gewesen sein. Jedenfalls fällt ein Teil der Besitzungen des Geschlechts der Peilsteiner kurz nach 1218, jedenfalls deutlich vor [[1224]] an die [[Bayernherzöge in Salzburg|Bayernherzöge]]. Neuere Geschichtsforschung ist der Meinung, dass nach dem Ende der Peilsteiner es zu einer teilweise sogar kriegerisch geführten Auseinandersetzung zwischen den Bayernherzögen und dem Salzburger Erzbischof um Gastein gekommen war. Diese Auseinandersetzungen gingen zugunsten der Bayern aus, die bis [[1297]] den Gerichtsbezirk Gastein besitzen.