Änderungen

K
Textersetzung - „http://anno.onb.ac.at/“ durch „https://anno.onb.ac.at/“
Zeile 7: Zeile 7:  
Während dem [[Ersten Weltkrieg]] zeigte das Theater Kino Hallein „''Die neuesten Aufnahmen von verschiedenen Kriegsschauplätzen''“.
 
Während dem [[Ersten Weltkrieg]] zeigte das Theater Kino Hallein „''Die neuesten Aufnahmen von verschiedenen Kriegsschauplätzen''“.
   −
[[1919]] suchte in der [[Stadt Salzburg]] bereits Kino-betreibende [[Bernhard Girstenbrey]] bei der [[Stadtgemeinde Hallein]] um die Eröffnung eines Kinos in der ehemaligen [[Oedl]]-Spielzeugfirma an. Zeitgleich wollte aber auch [[Gustav Welfert]] ein zweites Kino in Hallein eröffnen. In einem Gesuch brachte der damalige Besitzer des Hotel Poller zur Kenntnis, dass er um Übertragung der Kinolizenz der  Louise Nowak auf seinen Sohn Franz K(R?)osa bereits eingeschritten war. Im Hinblick darauf, dass zwei Kinos in Hallein nicht lebensfähig waren, der eine oder der andere Unternehmer durch Sensationsheischerei einen verderblichen Einfluss auf die Volksbildung ausüben könnte, beantragte die Sektion, die Gesuche der beiden ersten abzulehnen und das Ansuchen des Franz Kosa zu befürworten.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19191108&seite=3&zoom=33&query=%22Salzburger%2BVolksb%C3%BChne%22&ref=anno-search ANNO], Volksfreund, Ausgabe vom 8. November 1919, Seite 3</ref> Girstenbrey überbot aber Kosa, indem er außer einer jährlichen Zuwendung von 5.000 [[Krone]]n an die Stadtgemeinde durch zehn Jahre hindurch, noch weitere Beträge für das Rettungsauto und für das neu zu errichtende Arbeiterheim der sozialdemokratischen Parteiorganisation zu geben sich bereit erklärte. Die Angelegenheit wurde an die Sektion zurück verwiesen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19191105&query=%22Salzburger+Volksb%C3%BChne%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 5. November 1919, Seite 7</ref>
+
[[1919]] suchte in der [[Stadt Salzburg]] bereits Kino-betreibende [[Bernhard Girstenbrey]] bei der [[Stadtgemeinde Hallein]] um die Eröffnung eines Kinos in der ehemaligen [[Oedl]]-Spielzeugfirma an. Zeitgleich wollte aber auch [[Gustav Welfert]] ein zweites Kino in Hallein eröffnen. In einem Gesuch brachte der damalige Besitzer des Hotel Poller zur Kenntnis, dass er um Übertragung der Kinolizenz der  Louise Nowak auf seinen Sohn Franz K(R?)osa bereits eingeschritten war. Im Hinblick darauf, dass zwei Kinos in Hallein nicht lebensfähig waren, der eine oder der andere Unternehmer durch Sensationsheischerei einen verderblichen Einfluss auf die Volksbildung ausüben könnte, beantragte die Sektion, die Gesuche der beiden ersten abzulehnen und das Ansuchen des Franz Kosa zu befürworten.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19191108&seite=3&zoom=33&query=%22Salzburger%2BVolksb%C3%BChne%22&ref=anno-search ANNO], Volksfreund, Ausgabe vom 8. November 1919, Seite 3</ref> Girstenbrey überbot aber Kosa, indem er außer einer jährlichen Zuwendung von 5.000 [[Krone]]n an die Stadtgemeinde durch zehn Jahre hindurch, noch weitere Beträge für das Rettungsauto und für das neu zu errichtende Arbeiterheim der sozialdemokratischen Parteiorganisation zu geben sich bereit erklärte. Die Angelegenheit wurde an die Sektion zurück verwiesen.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19191105&query=%22Salzburger+Volksb%C3%BChne%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 5. November 1919, Seite 7</ref>
   −
In der Gemeinderatssitzung am [[16. November]] 1919 wurde dann aber doch einstimmig beschlossen, Girstenbrey die Bewilligung zur Errichtung eines (zweiten) Kinos in Hallein zu erteilen. Der Gemeinderat war zur Ansicht gekommen, dass es nur vorteilhaft sein kann, wenn ein zweites Kino eingerichtet werde.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19191119&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 19. November 1919, Seite 2</ref>
+
In der Gemeinderatssitzung am [[16. November]] 1919 wurde dann aber doch einstimmig beschlossen, Girstenbrey die Bewilligung zur Errichtung eines (zweiten) Kinos in Hallein zu erteilen. Der Gemeinderat war zur Ansicht gekommen, dass es nur vorteilhaft sein kann, wenn ein zweites Kino eingerichtet werde.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19191119&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 19. November 1919, Seite 2</ref>
   −
Das neue Kino wurde am [[6. Dezember]] [[1925]] durch [[Bürgermeister der Stadt Hallein|Bürgermeister]] [[Anton Neumayr senior|Anton Neumayr]] eröffnet. Am [[18. April]] [[1931]] wurde der erste Tonfilm vorgeführt.<blockquote>"''Lichtton-Kino Hallein. Samstag, den 18. April, 5 und 8 Uhr, Sonntag, den 19. April, 3, 5 und 8 Uhr, Montag, den 20. April, 8 Uhr, der 100 prozentige Ton- und Sprechfilm: „Der Herr Kammersänger“. Der weltbekannte Tenor [[Richard Tauber]] in der Hauptrolle. Die Kunstkriktik schreibt: „Der Herr Kammersänger“ ist eine Leistung des Tonfilms, wie sie kaum überboten werden kann. Sprache, Gesang, Personen wie am Theater, nur daß dieses in technischer Hinsicht hinter dem Film zurückbleiben muß. Aufnahmen, wie [[Heiligenblut am Großglockner|Heiligenblut]] mit dem [[Großglockner (Berg)|Großglockner]], die Messe im Dorfkirchlein, die Vorstellung im Berliner Theater und die Schlußszene wieder in der Kirche kann kein Kulissenzauber, keine Theatermalerei ersetzen. — Die Handlung, einfach und doch  spannend, läßt uns Richard Tauber zuerst in Heiligenblut am Kirchenchor, dann im Gasthaus seiner Mutter hören, wo ein Manager  (Karl Elzer) ihn gewinnt. Die herrliche Stimme öffnet ihm alle Türen, er wird Kammersänger und begeistert ganz Berlin. Nur eine ist nicht zufrieden, die herzige Lenerl, (Lucie Englisch) die sich vergessen glaubt und den lustigen Loisl (Oskar Sima) heiratet, als den Kammersänger gerade die Sehnsucht in die Heimat zurücktreibt. Ein Film, der Auge, Ohr und Gemüt erfreut, szenisch und technisch aus voller Höhe ist. Karten sichern!''"<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19310418&query=%22Kino+Hallein%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Volksfreund]], Ausgabe vom 18. April 1931, Seite 4</ref></blockquote> [[1950]] wurde das Gebäude umgebaut, von [[1991]] bis 1993 wurde es neu gestaltet und am [[1. Oktober]] [[1993]] wiedereröffnet. Der große Saal bietet Platz für 347 Personen, der kleine für 52.
+
Das neue Kino wurde am [[6. Dezember]] [[1925]] durch [[Bürgermeister der Stadt Hallein|Bürgermeister]] [[Anton Neumayr senior|Anton Neumayr]] eröffnet. Am [[18. April]] [[1931]] wurde der erste Tonfilm vorgeführt.<blockquote>"''Lichtton-Kino Hallein. Samstag, den 18. April, 5 und 8 Uhr, Sonntag, den 19. April, 3, 5 und 8 Uhr, Montag, den 20. April, 8 Uhr, der 100 prozentige Ton- und Sprechfilm: „Der Herr Kammersänger“. Der weltbekannte Tenor [[Richard Tauber]] in der Hauptrolle. Die Kunstkriktik schreibt: „Der Herr Kammersänger“ ist eine Leistung des Tonfilms, wie sie kaum überboten werden kann. Sprache, Gesang, Personen wie am Theater, nur daß dieses in technischer Hinsicht hinter dem Film zurückbleiben muß. Aufnahmen, wie [[Heiligenblut am Großglockner|Heiligenblut]] mit dem [[Großglockner (Berg)|Großglockner]], die Messe im Dorfkirchlein, die Vorstellung im Berliner Theater und die Schlußszene wieder in der Kirche kann kein Kulissenzauber, keine Theatermalerei ersetzen. — Die Handlung, einfach und doch  spannend, läßt uns Richard Tauber zuerst in Heiligenblut am Kirchenchor, dann im Gasthaus seiner Mutter hören, wo ein Manager  (Karl Elzer) ihn gewinnt. Die herrliche Stimme öffnet ihm alle Türen, er wird Kammersänger und begeistert ganz Berlin. Nur eine ist nicht zufrieden, die herzige Lenerl, (Lucie Englisch) die sich vergessen glaubt und den lustigen Loisl (Oskar Sima) heiratet, als den Kammersänger gerade die Sehnsucht in die Heimat zurücktreibt. Ein Film, der Auge, Ohr und Gemüt erfreut, szenisch und technisch aus voller Höhe ist. Karten sichern!''"<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19310418&query=%22Kino+Hallein%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Volksfreund]], Ausgabe vom 18. April 1931, Seite 4</ref></blockquote> [[1950]] wurde das Gebäude umgebaut, von [[1991]] bis 1993 wurde es neu gestaltet und am [[1. Oktober]] [[1993]] wiedereröffnet. Der große Saal bietet Platz für 347 Personen, der kleine für 52.
    
== 2011 ==
 
== 2011 ==