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| | === Affäre B. (2012) === | | === Affäre B. (2012) === |
| | Im Juni 2012 erhob eine Mitarbeiterin des Salzburger Landestheaters schwere Vorwürfe gegen den kaufmännischen Direktor B. Dieser habe eine SMS mit sexistischem Inhalt an sie geschickt. B. wehrte sich. Nachdem sich die Vorwürfe erhärtet hatten, sprach [[LH-Stv]]. und Kulturreferent Mag. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]) im Gefolge einer dreistündigen Sitzung des zehnköpfigen Theaterausschusses, in deren Verlauf auch B. angehört wurde, B.s Entlassung aus. Im nachfolgenden Prozess einigten sich dann beide Parteien zur Überraschung von Richter [[Herbert Moritz (Richter)|Herbert Moritz]] auf Vergleichsverhandlungen. Der Kompromissvorschlag: Die Entlassung wird in eine einvernehmliche Kündigung umgewandelt. Der Angestellte wird vom Dienst freigestellt. Er soll bis März 2013 sein Gehalt weiterbeziehen, dazu 25.000 Euro Abschlagszahlung erhalten. Er soll insgesamt rund 100.000 Euro erhalten. Er und das Land zahlen jeweils die eigenen Anwaltskosten. David Brenner musste den Theaterausschuss dazu befragen. Dieser stimmte am [[29. Oktober]] 2012 der Lösung zu – B. wird 104.000 Euro Gehaltsfortzahlung und Entschädigung bekommen.<ref>{{Quelle SN|31. Oktober 2012}}</ref> | | Im Juni 2012 erhob eine Mitarbeiterin des Salzburger Landestheaters schwere Vorwürfe gegen den kaufmännischen Direktor B. Dieser habe eine SMS mit sexistischem Inhalt an sie geschickt. B. wehrte sich. Nachdem sich die Vorwürfe erhärtet hatten, sprach [[LH-Stv]]. und Kulturreferent Mag. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]) im Gefolge einer dreistündigen Sitzung des zehnköpfigen Theaterausschusses, in deren Verlauf auch B. angehört wurde, B.s Entlassung aus. Im nachfolgenden Prozess einigten sich dann beide Parteien zur Überraschung von Richter [[Herbert Moritz (Richter)|Herbert Moritz]] auf Vergleichsverhandlungen. Der Kompromissvorschlag: Die Entlassung wird in eine einvernehmliche Kündigung umgewandelt. Der Angestellte wird vom Dienst freigestellt. Er soll bis März 2013 sein Gehalt weiterbeziehen, dazu 25.000 Euro Abschlagszahlung erhalten. Er soll insgesamt rund 100.000 Euro erhalten. Er und das Land zahlen jeweils die eigenen Anwaltskosten. David Brenner musste den Theaterausschuss dazu befragen. Dieser stimmte am [[29. Oktober]] 2012 der Lösung zu – B. wird 104.000 Euro Gehaltsfortzahlung und Entschädigung bekommen.<ref>{{Quelle SN|31. Oktober 2012}}</ref> |
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| | + | === 2022: Sanierung und Ausweichquartier in einem Zirkuszelt === |
| | + | Um 13,6 Millionen Euro wird das Landestheater [[2022]] saniert. Ein schwerwiegendes Projekt bei den Sanierungen ist jenes der Wiederaufbereitung der Goldelemente an der Logenbrüstung. Diese wurden im Zuge der Vorarbeiten mit dem Landesdenkmalamt entdeckt. Die originale Stuckatur aus Gold aus dem Jahr 1893 wurde in den [[1930er]]-Jahren nämlich in weiß und grau übermalt. Außerdem wird die Bühnentechnik modernisiert. Wo sich aktuell noch 27 Züge befinden, die händisch gezogen werden müssen, wird nach der Sanierung ein elektrisches Pendant vorhanden sein. Die Akustik wird ebenso einer Veränderung unterzogen. Weiters werden alle Stühle in den Logen und am Parterre durch neue ersetzt. Auch der aktuell knackende und knarzende Balkon soll erneuert werden. Das alles geschieht in Zusammenarbeit mit der Lieferinger Architekturwerkstatt Zopf. |
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| | + | Die Vorstellungen müssen währenddessen in ein Zirkuszelt beim [[Messezentrum]] ausweichen. Auf der sogenannten Zirkuswiese, einer über 8 000 m² großen Außenfläche des Messezentrums, wird eine nostalgische Zeltstadt errichtet. Herz dieser Zeltstadt ist ein Circuszelt mit einem Durchmesser von 36 Metern der Firma Wagner – ein ehemaliges Zelt des Circus Roncalli. Es wird Platz für 990 Besucher bieten. |
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| | + | In der Spielanordnung der Manege werden vier Produktionen angesiedelt, die bewusst mit der kreisrunden Bühne umgehen und neue artistische Möglichkeiten ausreizen – unter anderem mit einem gigantischen ''Wheel of Steel'', mit Akrobatik, Jonglage und der Arbeit mit circustypischen Geräten wie Ring, Trapez, Seil und Tuch. Seit Mitte Dezember arbeiten die Darsteller des Salzburger Landestheaters dafür mit den Profis des CircusTrainingCentrums Salzburg zusammen. Ödön von Horvaths „Kasimir und Karoline“ feiert als erste Produktion am [[7. Mai]] Premiere, gefolgt vom Musical „Cabaret“ von John Kander am 13. Mai und der Opernproduktion „Carmen“ von Georges Bizet am 20. Mai. Am 12. Juni wird „Peter Pan“ von George Stiles seine Premiere erleben. Gespielt wird bis [[22. Juni]] 2022. Im Herbst finden die Vorstellungen in der [[Felsenreitschule]], wo am [[1. Oktober]] die Premiere vom "Rosenkavalier" stattfindet. |
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| | * [[Andy Fuchs]]<ref name="diff">[https://www.sn.at/wiki/index.php?title=Salzburger_Landestheater&type=revision&diff=1256658&oldid=1238409 Benutzer Peter Krackowizer (2019)]</ref> | | * [[Andy Fuchs]]<ref name="diff">[https://www.sn.at/wiki/index.php?title=Salzburger_Landestheater&type=revision&diff=1256658&oldid=1238409 Benutzer Peter Krackowizer (2019)]</ref> |
| | * [[Franz Schaffgotsch]]<ref name="diff"/> | | * [[Franz Schaffgotsch]]<ref name="diff"/> |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | {{Homepage|http://www.salzburger-landestheater.at}} | | {{Homepage|http://www.salzburger-landestheater.at}} |
| − | * {{Quelle SN|27. Oktober 2012}} | + | * {{Quelle SN|27. Oktober 2012 und 9. März 2022}} |
| − | * Einzelnachweise | + | * [https://www.salzburger-landestheater.at/de/presse/2021-2022.html www.salzburger-landestheater.at/de/presse], abgefragt am 9. März 2022 |
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| | == Einzelnachweise == | | == Einzelnachweise == |
| | <references/> | | <references/> |