| | Der [[Magistrat der Stadt Salzburg|Magistrat]] hat den Lokalen Schirme in der Farbe Beige vorgeschrieben. Lindys Weinbar am [[Kajetanerplatz]] hatte [[2021]] seit 13 Jahren eine rote Markise und rote Tische. "Aber wir alle müssen beige Schirme nehmen. Wir hätten uns gewünscht, dass es zumindest eine Alternativfarbe wie Dunkelgrün oder Weinrot gibt. Die wäre dankbarer und würde nicht so rasch verschmutzen", sagt Lindy Leitner. | | Der [[Magistrat der Stadt Salzburg|Magistrat]] hat den Lokalen Schirme in der Farbe Beige vorgeschrieben. Lindys Weinbar am [[Kajetanerplatz]] hatte [[2021]] seit 13 Jahren eine rote Markise und rote Tische. "Aber wir alle müssen beige Schirme nehmen. Wir hätten uns gewünscht, dass es zumindest eine Alternativfarbe wie Dunkelgrün oder Weinrot gibt. Die wäre dankbarer und würde nicht so rasch verschmutzen", sagt Lindy Leitner. |
| − | Aus dem Lokal ''Balthazar'' an der [[Kaigasse]] war im Jänner [[2020]] das ''HeiMadeck'' geworden. Kurz vor Beginn der [[Corona Pandemie]] hatten es zwei junge Gastronomen übernommen, die zum ersten Mal selbstständig wurden. Unmittelbar danach folgten monatelange ''[[Corona-Virus-Sprachwelt|Lockdowns]]''. Die Gastronomen wurden finanziell arg gebeutelt. Mit einem Kredit der Tourismusbank haben die beiden versucht, die Zeit zu überbrücken. Anfang August 2021 erhielten auch sie ein Schreiben des Magistrats. Darin heißt es, es seien bauliche Maßnahmen zur Ausführung gelangt, etwa die Anbringung eines Leuchtschildes, die Änderung des Steckschildes oder die Beklebung am Eingangsportal und Seitenfenster sowie eine Markisenneubespannung. Diese vorgefundenen und nicht bewilligten baulichen Maßnahmen würden einen Verwaltungstatbestand darstellen. Die Lokalbetreiber hätten zwei Wochen Zeit, sich zu melden, ansonsten werde ein Beseitigungsauftrag erlassen. | + | Aus dem Lokal ''Balthazar'' an der [[Kaigasse]] war im Jänner [[2020]] das ''HeiMadeck'' geworden. Kurz vor Beginn der [[Coronapandemie]] hatten es zwei junge Gastronomen übernommen, die zum ersten Mal selbstständig wurden. Unmittelbar danach folgten monatelange ''[[Corona-Virus-Sprachwelt|Lockdowns]]''. Die Gastronomen wurden finanziell arg gebeutelt. Mit einem Kredit der Tourismusbank haben die beiden versucht, die Zeit zu überbrücken. Anfang August 2021 erhielten auch sie ein Schreiben des Magistrats. Darin heißt es, es seien bauliche Maßnahmen zur Ausführung gelangt, etwa die Anbringung eines Leuchtschildes, die Änderung des Steckschildes oder die Beklebung am Eingangsportal und Seitenfenster sowie eine Markisenneubespannung. Diese vorgefundenen und nicht bewilligten baulichen Maßnahmen würden einen Verwaltungstatbestand darstellen. Die Lokalbetreiber hätten zwei Wochen Zeit, sich zu melden, ansonsten werde ein Beseitigungsauftrag erlassen. |
| | Die beiden Jung-Gastronomen waren sehr überrascht zumal sie seit der Übernahme des Lokals keine Veränderungen vorgenommen hätten. Im Gegenteil: Die dunkelgrüne Markise, die dem Vorgänger in Beige bewilligt worden sei, hänge locker seit fünf bis zehn Jahren da. Niemand habe sich seither daran gestört. "Es ist einfach ärgerlich. In dem Jahr, in dem eh alles hart ist, kommt der Magistrat und ist richtig dahinter, alles zu beanstanden. Es ist, als ob man uns pflanzen würde." Die Gastronomen haben nun alles neu beantragt, die Markise in Dunkelgrün, ein kleineres und weniger buntes Schild. Heidi und Martin hoffen, dass das bewilligt wird. Zusätzliche Kosten wären das Letzte, was sie derzeit bräuchten. | | Die beiden Jung-Gastronomen waren sehr überrascht zumal sie seit der Übernahme des Lokals keine Veränderungen vorgenommen hätten. Im Gegenteil: Die dunkelgrüne Markise, die dem Vorgänger in Beige bewilligt worden sei, hänge locker seit fünf bis zehn Jahren da. Niemand habe sich seither daran gestört. "Es ist einfach ärgerlich. In dem Jahr, in dem eh alles hart ist, kommt der Magistrat und ist richtig dahinter, alles zu beanstanden. Es ist, als ob man uns pflanzen würde." Die Gastronomen haben nun alles neu beantragt, die Markise in Dunkelgrün, ein kleineres und weniger buntes Schild. Heidi und Martin hoffen, dass das bewilligt wird. Zusätzliche Kosten wären das Letzte, was sie derzeit bräuchten. |