| Zeile 4: |
Zeile 4: |
| | Das Schloss Blühnbach wurde zwischen [[1603]] und [[1607]] unter [[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] anstelle eines alten Herrenhauses aus dem [[16. Jahrhundert]] erbaut. Erzbischof [[Markus Sittikus]] ließ Wild aus diesem Jagdrevier in den [[Zoo Salzburg|Zoo Hellbrunn]] bringen und sein Nachfolger, Erzbischof [[Paris Graf Lodron]] nutzte Schloss Blühnbach und das Jagdrevier zu ausgelassenen Jagdgesellschaften. | | Das Schloss Blühnbach wurde zwischen [[1603]] und [[1607]] unter [[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] anstelle eines alten Herrenhauses aus dem [[16. Jahrhundert]] erbaut. Erzbischof [[Markus Sittikus]] ließ Wild aus diesem Jagdrevier in den [[Zoo Salzburg|Zoo Hellbrunn]] bringen und sein Nachfolger, Erzbischof [[Paris Graf Lodron]] nutzte Schloss Blühnbach und das Jagdrevier zu ausgelassenen Jagdgesellschaften. |
| | | | |
| − | Unter Thronfolger [[Erzherzog Franz Ferdinand]] wurde das Schloss ab [[1910]] mehrmals umgebaut. Es erfolgte der Aufbau eines zweiten Stockwerkes sowie die Errichtung einer [[Gotik|neugotischen]] Kapelle. | + | Unter Thronfolger [[Erzherzog Franz Ferdinand]] wurde das Schloss ab [[1910]] mehrmals umgebaut sowie ein zweites Stockwerk errichtet. |
| | | | |
| | Heute befindet sich die mächtige Anlage in Privatbesitz. Nach dem Tod des Krupp-Erben [[Arndt von Bohlen und Halbach]], in dessen Familienbesitz sich Schloss Blühnbach befand, wurde das Anwesen im Jahre [[1988]] an den amerikanischen Industriellen [[Frederick R. Koch]] verkauft. | | Heute befindet sich die mächtige Anlage in Privatbesitz. Nach dem Tod des Krupp-Erben [[Arndt von Bohlen und Halbach]], in dessen Familienbesitz sich Schloss Blühnbach befand, wurde das Anwesen im Jahre [[1988]] an den amerikanischen Industriellen [[Frederick R. Koch]] verkauft. |
| Zeile 10: |
Zeile 10: |
| | Das Schloss ist nicht zu besichtigen, dennoch auch von außen, umgeben vom [[Hagengebirge]] und dem [[Hochkönig]], ein Erlebnis. | | Das Schloss ist nicht zu besichtigen, dennoch auch von außen, umgeben vom [[Hagengebirge]] und dem [[Hochkönig]], ein Erlebnis. |
| | | | |
| − | ==Quelle== | + | ==Schlosskapelle== |
| | + | Etwas nördlich des Schlosses liegt die ursprünglich Unserer Lieben Frau geweihte Schlosskapelle. Sie wurde [[1610]] ebenso wie das Schloss unter Wolf Dietrich von Raitenau errichtet. In den Jahren 1910 bis [[1920]] erfolgte ein Um- und Erweiterungsbau im [[Gotik|neugotischen]] Stil. Die Pläne zum Umbau lieferte der Wiener Dombaumeisters Ludwig Simon. Aufgrund des Patroziniumswechsels wurde die Kapelle nun dem [[Rupert von Worms|Hl. Rupert]] geweiht. |
| | + | Die bemerkenswerte Inneneinrichtung wurde von Erzherzog Franz Ferdinand größtenteils im Kunsthandel erworben. Besonders zu erwähnen ist der aus Böhmen stammende spätgotische Flügelaltar aus dem [[15. Jahrhundert]]. Die Kapelle ist wie das Schloss nicht öffentlich zugänglich. |
| | + | |
| | + | ==Quellen== |
| | * [http://www.salzburg.gv.at/ul200312_27.pdf www.salzburg.gv.at] | | * [http://www.salzburg.gv.at/ul200312_27.pdf www.salzburg.gv.at] |
| | + | * Kirchenführer der Pfarre Werfen |
| | * ''Von Schloss zu Schloss in Österreich'', Verlag Kremayr & Scheriau, Wien | | * ''Von Schloss zu Schloss in Österreich'', Verlag Kremayr & Scheriau, Wien |
| | | | |