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| − | [[Datei:Hollersbachtal Hintermoos.jpg|thumb|Das Vordermoos vom Weg zur [[Neue Fürther Hütte|Neuen Fürther Hütte]]]] | + | [[Datei:Hollersbachtal Hintermoos.jpg|thumb|Das Vordermoos vom Weg zur [[Neue Fürther Hütte|Neuen Fürther Hütte]].]] |
| − | [[Datei:Hüttenbach 8.jpg|thumb|Der durch das Vordermoos mäandernde [[Hüttenbach]] vor der [[Weißeneckalm]] im hinteren [[Hollersbachtal]]]] | + | [[Datei:Hüttenbach 8.jpg|thumb|Der durch das Vordermoos mäandernde [[Hüttenbach]] vor der [[Weißeneckalm]] im hinteren [[Hollersbachtal]].]] |
| − | Das [[Vordermoos (Hollersbachtal)]] befindet sich im hinteren Teil des [[Hollersbachtal]]es, eines der Tauerntäler im [[Oberpinzgau]].
| + | [[Datei:Hollersbachtal Vordermoos .jpg|thumb|Das Vordermoos]] |
| | + | Das '''Vordermoos''' befindet sich im Südosten des im [[Oberpinzgau]] gelegenen Tauerntales [[Hollersbachtal]]. |
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| − | ==Lage== | + | ==Geografie == |
| − | Es liegt auf 1 860 [[m ü. A.]] in der Kernzone des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] und zählt zu den [[Moore im Hollersbachtal|Mooren im Hollersbachtal]]. Es befindet sich zwischen [[Ofneralm]] im Norden und [[Weißeneckalm]] im Süden. Im Osten ragt der [[Geiering]] (2 516 m ü. A.) auf, der seinen Namen der Tatsache verdankt, dass die [[Gänsegeier]] - auch Weißkopfgeier genannt - im Sommerhalbjahr wie in der [[Steigklamm]] auch am Geiering ihre Schlafplätze haben. Westlich des Vordermooses führt der Weg zur [[Neue Fürther Hütte|Neuen Fürther Hütte]] und Richtung [[Kratzenbergsee]] vorbei, von dem man eine traumhafte Aufsicht auf die [[Mäander]] des Vordermooses genießen kann.
| + | Das kleine südöstliche Seitental des Hollersbachtals liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 1 860 [[m ü. A.]] in der Kernzone des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] und zählt zu den [[Moore im Hollersbachtal|Mooren im Hollersbachtal]]. Es befindet sich deutlich südlich der [[Ofneralm]] im Norden und der im Süden anschließenden [[Weißeneckalm]] und wird vom [[Hüttenbach]] entwässert. Im Osten ragt das Geiering (2 516 m ü. A.) Horn auf, der seinen Namen der Tatsache verdankt, dass die [[Gänsegeier]] - auch Weißkopfgeier genannt - im Sommerhalbjahr auch in der Steigklamm nächst dem Geiering-Felsen hier Schlafplätze haben. Westlich des Vordermooses führt der Weg zur [[Neue Fürther Hütte|Neuen Fürther Hütte]] und Richtung [[Kratzenbergsee]] vorbei, von dem man eine traumhafte Aufsicht auf die [[Mäander]] des Vordermooses genießen kann. |
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| | ==Beschreibung== | | ==Beschreibung== |
| − | Das Vordermoos ist ein großer [[Moor]]<nowiki>komplex</nowiki> in Form eines ausgedehnten Flachmoores, das sich über Jahrhunderte aus einem langsam verlandenden See entwickelt hat. Bemerkenswert ist die bis zu einem halben Meter starke Torfschicht des Vordermooses. | + | Das Vordermoos ist ein großer [[Moor]]<nowiki>komplex</nowiki> in Form eines ausgedehnten Flachmoores, das sich über viele Jahrhunderte aus einem langsam verlandenden See entwickelt hat. Bemerkenswert ist die bis zu einem halben Meter starke Torfschicht des Vordermooses. |
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| − | Das Vordermoos bietet neben der typischen Flachmoorflora - wie Braune Segge, Schnabelsegge, Horst- und Schmalblättriges Wollgras – auch einigen bedrohten Pflanzenarten, wie dem Fieberklee, dem [[Sumpfläusekraut]], der Armblütigen Segge und der Rieselsegge ein geeignetes Rückzugsgebiet. Darüber hinaus ist das Vordermoos ein wichtiger Lebensraum für Amphibien wie dem [[Grasfrosch]] und dem [[Alpensalamander]]. | + | Das Vordermoos bietet neben der typischen Flachmoorflora - wie Braune Segge, Schnabelsegge, Horst- und Schmalblättriges Wollgras – auch einigen bedrohten Pflanzenarten, wie dem [[Fieberklee]], dem [[Sumpfläusekraut]], der Armblütigen Segge und der Rieselsegge ein geeignetes Rückzugsgebiet. Darüber hinaus ist das Vordermoos ein wichtiger Lebensraum für die Amphibiensrten [[Grasfrosch]] und [[Alpensalamander]]. |
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| − | Bemerkenswert sind die oben erwähnten Mäander des [[Hüttenbach]]s, die das Vordermoos optisch prägen und in den nördlichen Tälern der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] ihresgleichen suchen. | + | Bemerkenswert sind die oben erwähnten Mäander des [[Hüttenbach]]s, die das Landschaftsbild im Vordermoos prägen und in den nördlichen Tälern der [[Hohen Tauern]] ihresgleichen suchen. |
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| | ==Stellenwert== | | ==Stellenwert== |
| − | Vordermoos und [[Hintermoos (Hollersbachtal)]] am Talschluss des Hollersbachtales sind natürlich entstandene Kostbarkeiten mit höchstem Rang, deren sehr empfindliche Lebensräume nicht betreten werden sollten. | + | Vordermoos und [[Hintermoos (Hollersbachtal)]] nächst dem Talschluss des Hollersbachtales sind natürlich entstandene Kostbarkeiten mit höchstem Rang, deren sehr empfindliche Lebensräume nicht betreten werden sollten. Die in diesem Raum gelgegenen Viehweiden sind daher problematisch. |
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| | + | == Weblink == |
| | + | * Lage auf [http://www.austrianmap.at/amap/index.php?setTo=1%7E329471%7E364580%7E334595%7E362516%7E%40331785%7C363564%7E0%7ELAM_ETRS89%7E1291%7E520 AMap] |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | * Naturführer Hollersbachtal, Nationalpark Hohe Tauern, Land Salzburg, Salzburger Nationalparkfonds, [[Neukirchen am Großvenediger]], 1990 | | * Naturführer Hollersbachtal, Nationalpark Hohe Tauern, Land Salzburg, Salzburger Nationalparkfonds, [[Neukirchen am Großvenediger]], 1990 |
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