Rudolf Graf von Lützow: Unterschied zwischen den Versionen

Hans5020 (Diskussion | Beiträge)
K Textersetzung - „==== Einzelnachweise ====“ durch „== Einzelnachweise ==“
 
(6 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
Geheimer Rat '''Rudolf Graf von Lützow''' (* [[4. Juli]] [[1780]] in [[Salzburg]]; † [[28. Oktober]] [[1858]] in Monza, [[Italien]]) war ein österreichischer Diplomat.
[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Geheimer Rat]] '''Rudolf Graf von Lützow''' (* [[4. Juni]] [[1779]] in der [[Stadt Salzburg]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB4/?pg=223 Taufbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band IV, S. 219.]</ref>; † [[28. Oktober]] [[1858]] in Monza, [[Italien|Lombardei]]) war ein österreichischer Diplomat.


== Leben ==
== Leben ==
Rudolf Graf von Lützow war der Sohn des Kommandanten der [[Festung Hohensalzburg]] und Landobersten [[Johann Gottfried Graf von Lützow]] (* 1742; † 1822) und seiner Frau Maria Antonia geborene Gräfin Czernin von und zu Chudenitz (* 1750; † 1801)<ref>[https://de.rodovid.org/wk/Person:1160279 de.rodovid.org]</ref>, einer Nichte des letzten regierenden Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Hieronymus Graf Colloredo]]. Er wuchs im [[Schallmoos]]er [[Lützowhof]] auf, dem späteren ''Steigerhof''.
Rudolf Graf von Lützow war der Sohn des Kommandanten der [[Festung Hohensalzburg]] und Landobersten [[Johann Gottfried Graf von Lützow]] (* [[1742]]; † [[1822]]) und seiner Frau Maria Antonia geborene Gräfin Czernin von und zu Chudenitz (* [[1750]]; † [[1801]])<ref>[https://de.rodovid.org/wk/Person:1160279 de.rodovid.org]</ref>, einer Nichte des letzten regierenden Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Hieronymus Graf Colloredo]]. Er wuchs im [[Schallmoos]]er [[Lützowhof]] auf, dem späteren ''Steigerhof''.


Sein Großonkel richtete [[1781]] für ihn ein [[Fideikommiss]] im Umfang von 9.000 [[Gulden|fl]] ein. Ab [[1790]] besuchte er die Militärakademie in Wiener Neustadt ([[Niederösterreich]]), dann schlug er die geistliche Laufbahn ein. Schließlich folgte er mit seinem Großonkel nach Wien und trat in den Diplomatischen Dienst. [[1804]] war er als Attaché der kaiserlichen Kommission am Reichstag in [[Regensburg]], [[1806]] als Legationssekretär in Stuttgart, [[1808]] in [[München]]. Am [[9. Oktober]] [[1812]] wurde er außerordentlicher Gesandter in [[Dänemark]], [[1814]] Gesandter in [[Württemberg]], [[1818]] Gesandter in Istanbul ([[Türkei|Osmanischen Reich]]) und [[1823]] in Turin ([[Italien|Sardinien-Piemont]]). Seit Ende Mai [[1827]] bis 1848 war Graf Lützow österreichischer Gesandter in Rom, trat anschließend in den Ruhestand und kehrte nach Österreich zurück.
Sein Großonkel richtete [[1781]] für ihn ein [[Fideikommiss]] im Umfang von 9.000 [[Gulden|fl]] ein. Ab [[1790]] besuchte er die Militärakademie in Wiener Neustadt ([[Niederösterreich]]), dann schlug er die geistliche Laufbahn ein. Schließlich folgte er mit seinem Großonkel nach Wien und trat in den Diplomatischen Dienst. [[1804]] war er als Attaché der kaiserlichen Kommission am Reichstag in [[Regensburg]], [[1806]] als Legationssekretär in Stuttgart, [[1808]] in [[München]]. Am [[9. Oktober]] [[1812]] wurde er außerordentlicher Gesandter in [[Dänemark]], [[1814]] Gesandter in [[Württemberg]], [[1818]] Gesandter in Istanbul ([[Türkei|Osmanischen Reich]]) und [[1823]] in Turin ([[Italien|Sardinien-Piemont]]). Seit Ende Mai [[1827]] bis 1848 war Graf Lützow österreichischer Gesandter in Rom, trat anschließend in den Ruhestand und kehrte nach Österreich zurück.
Zeile 10: Zeile 10:
Er war Ehrenbailli und Großkreuz des [[Souveräner Malteser-Ritter-Orden|Souveränen Malteser-Ritter-Ordens]].
Er war Ehrenbailli und Großkreuz des [[Souveräner Malteser-Ritter-Orden|Souveränen Malteser-Ritter-Ordens]].


Seit [[1824]] war er verheiratet mit Maria Ignatia, geborene Freiin von St. Just de Teusada, verwitwete Marquise de St. Laurent, und sie hatten eine Tochter (Henriette, * 1828) und zwei Söhne (Karl, * 1831, und Victor, * 1834).
Seit [[1824]] war er verheiratet mit Maria Ignatia, geborene Freiin von St. Just de Teusada, verwitwete Marquise de St. Laurent, und sie hatten eine Tochter (Henriette, * [[1828]]) und zwei Söhne (Karl, * [[1831]], und Victor, * [[1834]]).


== Ehrungen ==
== Ehrungen ==
Zeile 19: Zeile 19:


Er war Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter
Er war Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter
* des Großkreuzes des ungarischen St. Stephans-Ordens,
* des Großkreuzes des [[Ungarn|ungarischen]] Sankt-Stephans-Ordens,
* des Großkreuzes des k.k. Leopold-Ordens,
* des Großkreuzes des k.k. Leopold-Ordens,
* des Großkreuzes des päpstlichen Gregoriusordens.
* des Großkreuzes des päpstlichen Gregoriusordens.
Zeile 26: Zeile 26:
* [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=11769&page=153&scale=3.33&viewmode=fullscreen Wurzbach, Dr. Constant von: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich'', 16. Teil. Wien 1867, S. 146ff]
* [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=11769&page=153&scale=3.33&viewmode=fullscreen Wurzbach, Dr. Constant von: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich'', 16. Teil. Wien 1867, S. 146ff]
* Matsch, Erwin: ''Der Auswärtige Dienst von Österreich(-Ungarn) 1720-1920''. Wien (Böhlau Verlag) 1986.
* Matsch, Erwin: ''Der Auswärtige Dienst von Österreich(-Ungarn) 1720-1920''. Wien (Böhlau Verlag) 1986.
==== Einzelnachweise ====
== Einzelnachweise ==
<references/>
<references/>


Zeile 35: Zeile 35:
[[Kategorie:Diplomat]]
[[Kategorie:Diplomat]]
[[Kategorie:Ausgroaste]]
[[Kategorie:Ausgroaste]]
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Wien]]
[[Kategorie:Wien]]
[[Kategorie:Dänemark]]
[[Kategorie:Dänemark]]
[[Kategorie:Türkei]]
[[Kategorie:Türkei]]
[[Kategorie:Italien]]
[[Kategorie:Italien]]
[[Kategorie:Geboren 1780]]
[[Kategorie:Geboren 1779]]
[[Kategorie:Gestorben 1858]]
[[Kategorie:Gestorben 1858]]