Klammstein: Unterschied zwischen den Versionen

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Klammstein: 1250 wird Klammstein im Besitze der Goldegger erstmals urkundlich erwähnt. Klammstein war Gerichtssitz, im Eigentum des Staates und der Österreichischen Bundesforste.
'''Klammstein''' ist eine Ortschaft in der [[Katastralgemeinde Klammstein (Dorfgastein)|gleichnamigen Katastralgemeinde]] im Norden der [[Pongau]]er Gemeinde [[Dorfgastein]].


Zwischen Klammstein und Lend ist die Gasteiner Klamm. (Unter Klamm versteht man eine Felsenschlucht!)
== Geografie ==
Durch die Gasteiner Klamm fließt die Gasteiner Ache zur Salzach, die Gasteiner Bundesstraße führte bis zum jahre 1975 hindurch, die Tauernbahn durchquert die Klamm, desgleichen auch ein Druckstollen der Tauernkraftwerke.
Klammstein befindet sich am orografischen rechten Ufer der [[Gasteiner Ache]]. Zwischen der Gasteiner Ache und dem Ortschaftszentrum verlaufen die [[Tauernbahn]] und die [[Gasteiner Straße]] (B 167). Nach Norden verengt sich das [[Gasteinertal]] zur [[Gasteiner Klamm]], die ins [[Salzachtal]] im Norden abfällt.
Ab 1861 gab es durch die Klamm eine regelmäßige Pferdepost.


Burgruine Klammstein: Von der ehemaligen Burg, die am Eingang des Gasteinertales liegt, ist heute nur noch der Turm erhalten.
Im Osten von Klammstein erhebt sich die [[Gasteiner Höhe]] (1 994 [[m ü. A.]]), im Westen das [[Kreuzkögerl]] (1 805 m ü. A.) und das [[Rauchkögerl]] (1 809 m ü. A.).  
Dieser hat heute einen neu aufgestzten Dachaufbau, beherbergt ein Museum und eine Burgschenke. Besitzer ist Adolf Ferner.


Haltestelle Klammstein: Diese wurde von der ÖBB 1990 aufgelassen.
In dieser Ortschaft befand sich die Haltestelle Klammstein der Tauernbahn, die von den [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] [[1990]] aufgelassen wurde.


Steinbruch Klammstein: hier wurden und werden immer noch viele Steine und viel Schotter für den Bahn- und Straßenbau gewonnen.
Der Straßenabschnitt ''Klammsteiner Hohe Wand'' in der Gasteiner Klamm war sehr Steinschlag gefährdet. Oberhalb dieses Abschnittes befindet sich das "Knappenloch".


Klammsteintunnel: diese Straßentunnels wurden 1975 eröffnet.
== Bauten ==
=== Burg Klammstein===
: ''Hauptartikel [[Burg Klammstein]]
Von der ehemaligen Burg, die am Eingang des Gasteinertales liegt, ist heute nur noch der Turm erhalten. Dieser hat heute einen neu aufgesetzten Dachaufbau, beherbergt ein Museum und eine Burgschenke. Besitzer ist Adolf Ferner.


Klammsteiner Hohe Wand: Dieser Straßenabschnitt der Gasteiner Klamm war sehr steinschlaggefährdet. Oberhalb dieses Abschnittes befindet sich das "Knappenloch".
===Klammsteintunnel===
[[Datei:Klammsteintunnel Südportal 01.jpg|thumb|Klammsteintunnel, Südportal]]
Diese Straßentunnels wurden 1975 eröffnet.


Klammsteiner Achenbrücke: diese wurde im Zuge des Tauernbahnbaues für die Klammstraße errichtet und ist nun seit der Straßenverlegung für den Verkehr funktionslos.
===Klammsteiner Achenbrücke===
Diese wurde im Zuge des Tauernbahnbaues für die Klammstraße errichtet und ist nun seit der Straßenverlegung für den Verkehr funktionslos.


Klammkapelle oder Sebastianikapelle: Die Geschichte erzählt dass der Abt von St. Zeno am 20. Jänner 1212 in die Gasteiner Klamm stürzte und in den Fluten ertrank. Ihm zu Gedenken wurde die Sebastianikapelle errichtet. Durch Sprengarbeiten bei den Straßenbauten nahm sie großen Schaden. 1991/92 renovierte Burghardt Erlmoser diese Kapelle.
===Klammkapelle oder Sebastianikapelle===
Eine zweite Kapelle wurde nach alten Originalunterlagen am Parkplatz Klammstein neu errichtet.
Die Geschichte erzählt dass der Abt vom [[Augustinerchorherrenstift St. Zeno]] am [[20. Jänner]] [[1212]] in die Gasteiner Klamm stürzte und in den Fluten ertrank. Ihm zu Gedenken wurde die Sebastianikapelle errichtet. Durch Sprengarbeiten bei den Straßenbauten nahm sie großen Schaden. 1991/92 renovierte Burghardt Erlmoser diese Kapelle. Eine zweite Kapelle wurde nach alten Originalunterlagen am Parkplatz Klammstein neu errichtet.


Quellen: Burghardt Erlmoser 1995 im Eigenverlag "Die Gasteiner Klamm" Die Druckerei-Schwarzach
==Steinbruch Klammstein==
        Georg Clam Martinic 1991 "Österreichisches Burgenlexikon" NÖ-Pressehaus
Hier wurden und werden immer noch viele Steine und Schotter für den Bahn- und Straßenbau gewonnen. Der Steinbruchbetrieb wurde in der [[NS-Zeit]] arisiert. Im Zuge der Verfolgung der Zigeuner genannten Sinti-, Roma- und Lovarafamilien wurden jene Familienangehörigen, die im Gasteinertal aufgegriffen werden konnten, bis zum weiteren Abtransport im Steinbruch Klammstein interniert.


Verfasser: Rosa Gruber
==Geschichte==
[[1250]] wird Klammstein im Besitz der [[Herren von Goldegg|Goldegger]] erstmals urkundlich erwähnt. Ab [[1861]] gab es durch die Klamm eine regelmäßige Pferdepost.
 
== Weblink ==
* Lage auf [https://www.salzburg.gv.at/sagisonline/init.aspx?hotspot=landsbg|default|1:15896|430852.5|237104.1|pin1.png|Klammstein&redliningid=po5zpupup3oyznkek43w5u3c SAGIS]
 
== Quellen ==
* Erlmoser, Burghardt: ''Die Gasteiner Klamm'',  1995 im Eigenverlag, Druckerei Schwarzach
* Clam-Martinic, Georg: ''Österreichisches Burgenlexikon'', 1991,  NÖ-Pressehaus
* Mündliche Mitteilung von Dr. [[Franz Rest]], [[Dorfgastein]]
* {{Quelle SAGIS}}
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Ort (Pongau)]]
[[Kategorie:Dorfgastein]]