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[[1560]] kam die Burg an [[Jakob Khuen-Belasy zu Lichtenberg und Gartenau]], des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums]] Rat und Landhauptmann, Pfleger in [[Pfleggericht Mittersill|Mittersill]] und [[Pfleggericht Mühldorf|Mühldorf]], ein Bruder des damaligen [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] [[Johann Jakob Kuen von Belasy]]. Er ließ die Burg im südlich gelegenen Trakt wohnlich herrichten, neue feste Ringmauern aufführen und baute gegen Norden zwei runde Türme. Im Innern der Burg bezeugt eine mit den [[Wappen]] der Khuen-Belasy geschmückte Marmortafel diese Erneuerung.
 
[[1560]] kam die Burg an [[Jakob Khuen-Belasy zu Lichtenberg und Gartenau]], des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums]] Rat und Landhauptmann, Pfleger in [[Pfleggericht Mittersill|Mittersill]] und [[Pfleggericht Mühldorf|Mühldorf]], ein Bruder des damaligen [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] [[Johann Jakob Kuen von Belasy]]. Er ließ die Burg im südlich gelegenen Trakt wohnlich herrichten, neue feste Ringmauern aufführen und baute gegen Norden zwei runde Türme. Im Innern der Burg bezeugt eine mit den [[Wappen]] der Khuen-Belasy geschmückte Marmortafel diese Erneuerung.
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Vom Nachfolger [[Ferdinand von Khuen-Belasy]], salzburgischer [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Geheimer Rat]], [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Oberstkämmerer]] und Stallmeister, ging Gartenau an die Herren von [[Ritz]] über. [[1648]] hatte es Friedrich von Ritz zu Gartenau, dem auch  [[Ramseiden]], [[Bürglstein|Pürglstein]], [[Schloss Grubhof|Grub]] und [[Schloss Elsenheim|Elsenheim]] gehörten, in Besitz. Er starb 1681. Nun kam das Schloss an die Freiherren von [[Rehlingen]]. [[1692]] war [[Ferdinand Freiherr von Rehlingen]] Besitzer, dem sein Bruder [[Raimund Franz Freiherr von Rehlingen]] folgte, der altershalber [[Johann Friedrich von Rehlingen]] und Franz Josef Graf von [[Plaz]] als Administratoren einsetzte. [[1717]], nach dem Tode des Besitzers, beantragten die Administratoren, wegen Baufälligkeit des zum Fideikommiss Rehlingen gehörigen Schlosses, dessen Verkauf. Die Bewilligung wurde noch im gleichen Jahre erteilt mit der Klausel, dass dieser Edelsitz nicht „''unter die tode Hand''" kommen dürfe.
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Vom Nachfolger [[Ferdinand von Khuen-Belasy]], salzburgischer [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Geheimer Rat]], [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Oberstkämmerer]] und Stallmeister, ging Gartenau an die Herren von [[Ritz]] über. [[1648]] hatte es Friedrich von Ritz zu Gartenau, dem auch  [[Ramseiden]], [[Bürglstein|Pürglstein]], [[Schloss Grubhof|Grub]] und [[Schloss Elsenheim|Elsenheim]] gehörten, in Besitz. Er starb 1681. Nun kam das Schloss an die Freiherren von [[Rehlingen]]. [[1692]] war [[Ferdinand Freiherr von Rehlingen]] Besitzer, dem sein Bruder [[Raimund Franz Freiherr von Rehlingen]] folgte, der altershalber [[Johann Friedrich von Rehlingen]] und Franz Josef Graf von [[Plaz]] als Administratoren einsetzte. [[1717]], nach dem Tode des Besitzers, beantragten die Administratoren, wegen Baufälligkeit des zum [[Fideikommiss]] Rehlingen gehörigen Schlosses, dessen Verkauf. Die Bewilligung wurde noch im gleichen Jahre erteilt mit der Klausel, dass dieser Edelsitz nicht „''unter die tode Hand''" kommen dürfe.
    
Gartenau wurde von nun an Privaten zu Erbrecht übergeben. Die erste Erbrechtsbesitzerin war die Witwe des Landrichters Kendler von Glanegg. [[1775]] kaufte das Schloss der k. k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#T|Truchseß]] [[Götz von Hebenstreit]]. Der nördliche Trakt entstand um [[1800]]. Nun wechselten rasch hintereinander die Besitzer, bis [[1806]] das Schloss in den Besitz des Holzmeisters Hieronymus Geisler und 1808 an dessen Erben kam. [[1840]] erwarb es Christian Hofer, der das Schloss an Ignaz Müller weiterverkaufte. Zu dieser Zeit war das Schloss einer Ruine gleich, in der die Raben aus und einfliegen konnten. Unter anderem war ein sehr schöner Holzplafond verschwunden. Müller ließ das Schloss wieder in Stand setzen und wohnlich einrichten. Müllers Sohn Johann verkaufte nach der Grundentlastung [[1848]] den Besitz an Evelyn Freiin von Hammer-Purgstall. Ihr Gatte Adolf von Berndt errichtete - nachdem Untersuchungen ergeben hatten, dass das Gestein sich zur Erzeugung von Zement eignen würde - eine kleine Zementfabrik und erzeugte damit auch Boden- und Dachplatten, Stiegenstufen und anderes mehr. Im Jahre [[1864]] erwarb Dr. [[Gustav Leube]] die Fabrik (heute [[Zementwerk Leube GmbH]]), sowie den Gutratberg und das Schloss Gartenau.  
 
Gartenau wurde von nun an Privaten zu Erbrecht übergeben. Die erste Erbrechtsbesitzerin war die Witwe des Landrichters Kendler von Glanegg. [[1775]] kaufte das Schloss der k. k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#T|Truchseß]] [[Götz von Hebenstreit]]. Der nördliche Trakt entstand um [[1800]]. Nun wechselten rasch hintereinander die Besitzer, bis [[1806]] das Schloss in den Besitz des Holzmeisters Hieronymus Geisler und 1808 an dessen Erben kam. [[1840]] erwarb es Christian Hofer, der das Schloss an Ignaz Müller weiterverkaufte. Zu dieser Zeit war das Schloss einer Ruine gleich, in der die Raben aus und einfliegen konnten. Unter anderem war ein sehr schöner Holzplafond verschwunden. Müller ließ das Schloss wieder in Stand setzen und wohnlich einrichten. Müllers Sohn Johann verkaufte nach der Grundentlastung [[1848]] den Besitz an Evelyn Freiin von Hammer-Purgstall. Ihr Gatte Adolf von Berndt errichtete - nachdem Untersuchungen ergeben hatten, dass das Gestein sich zur Erzeugung von Zement eignen würde - eine kleine Zementfabrik und erzeugte damit auch Boden- und Dachplatten, Stiegenstufen und anderes mehr. Im Jahre [[1864]] erwarb Dr. [[Gustav Leube]] die Fabrik (heute [[Zementwerk Leube GmbH]]), sowie den Gutratberg und das Schloss Gartenau.  
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