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== Geografie ==
 
== Geografie ==
 
=== Ausdehnung des Gemeindegebiets ===
 
=== Ausdehnung des Gemeindegebiets ===
Die Gemeinde Bucheben umfasste die damaligen [[Katastralgemeinde Bucheben]] mit einer Fläche von ''10 449'' ha und der gleichnamigen Ortschaft [[Bucheben]].
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Die Gemeinde Bucheben umfasste die damaligen [[Katastralgemeinde Bucheben]] mit einer Fläche von ''10 449'' ha und der gleichnamigen Ortschaft [[Bucheben]].
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Bucheben war von [[1850]] bis 1938 eine eigenständige politische Gemeinde und gehört seit ihrer Auflösung im Zuge diverser [[Eingemeindungen]] zur politischen Marktgemeinde Rauris.  
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===Die Herleitung des Ortsnamens===
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Der Name leitet sich laut [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner]] nicht von [[Buche]]n ab, da in ganz Bucheben nur eine Buche steht, sondern vom bergmännischen „Pochen“, das bedeutet das Zerstoßen, die Aufbereitung des Erzes. Laut [[Franz Hörburger|Hörburger]] aber ist die Namensdeutung umstritten. Aus seiner Sicht stehen die Rückführungen des Namens auf Buche oder auf Pochen einander gegenüber. „''Gegen die Ableitung von Buche scheint die Höhenlage des Ortes zu sprechen, wo die Buche heute nicht mehr gedeiht. Indessen wäre das wesentlich bessere Klima zu bedenken, das in der Blütezeit des Bergbaus (im [[14. Jahrhundert]]) den Bestand der Buche ermöglicht hätte. Den Klimawechsel beweist das Ausapern von Grubenhölzern in heute [[Gletscher]] bedeckten Gebieten, z. B. in der Ochsenweide im [[Goldbergkees|Voglmair-Ochsenkarkees]]. Bei der Bildung des Namens kann mit Buche auch die Hainbuche, althochdeutsch ''hagenpuha'', gemeint sein; diese ist ein [[Birke]]ngewächs, das in der angegebenen Höhe vorkommt.''“
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===Die Herleitung des Ortsnamens===
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=== Bergbau ===
Der Name leitet sich laut [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner]] nicht von [[Buche]]n ab, da in ganz Bucheben nur eine Buche steht, sondern vom bergmännischen „Pochen“, das bedeutet das Zerstoßen, die Aufbereitung des Erzes. Laut [[Franz Hörburger|Hörburger]] aber ist die Namensdeutung umstritten. Aus seiner Sicht stehen die Rückführungen des Namens auf Buche oder auf Pochen einander gegenüber. „''Gegen die Ableitung von Buche scheint die Höhenlage des Ortes zu sprechen, wo die Buche heute nicht mehr gedeiht. Indessen wäre das wesentlich bessere Klima zu bedenken, das in der Blütezeit des Bergbaus (im [[14. Jahrhundert]]) den Bestand der Buche ermöglicht hätte. Den Klimawechsel beweist das Ausapern von Grubenhölzern in heute [[Gletscher]] bedeckten Gebieten, z. B. in der Ochsenweide im [[Goldbergkees|Voglmair-Ochsenkarkees]]. Bei der Bildung des Namens kann mit Buche auch die Hainbuche, althochdeutsch ''hagenpuha'', gemeint sein; diese ist ein Birkengewächs, das in der angegebenen Höhe vorkommt.''“
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Bucheben ist in Zusammenhang mit dem [[Goldbergbau]] im inneren [[Hüttwinkltal]] mit [[Kolm-Saigurn]] zu sehen und verdankt diesem vermutlich auch seine Entstehung. Einige alte Gebäude, wie das [[Naturfreundehaus Astenschmiede]] und mächtige Schlackenhalden erinnern noch heute an die einstige wirtschaftliche Bedeutung. Der Talschluss wurde nach dem Ende des Goldbergbaus vor allem durch das [[Observatorium Sonnblick]], erbaut vom Gewerken [[Ignaz Rojacher]] unter Anleitung seines Freundes und Mentors [[Wilhelm Ritter von Arlt]], bekannt.
    
=== Eingemeindung ===
 
=== Eingemeindung ===
Mit der ''"Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 23. November 1938, betreffend die Zusammenlegung von Gemeinden und die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften für Gemeinden"''<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1938&page=94&size=45 Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Salzburg vom 24. November 1938]</ref> wurde die Ortsgemeinde Bucheben zum [[1. Jänner]] [[1939]] zur Marktgemeinde Rauris eingemeindet.
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Bucheben war von [[1850]] bis 1938 eine eigenständige politische Gemeinde und gehört seit ihrer Auflösung im Zuge diverser [[Eingemeindungen]] zur politischen Marktgemeinde Rauris.  
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== Bucheben gestern und heute==
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Mit der "''Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 23. November 1938, betreffend die Zusammenlegung von Gemeinden und die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften für Gemeinden''"<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1938&page=94&size=45 Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Salzburg vom 24. November 1938]</ref> wurde die Ortsgemeinde Bucheben zum [[1. Jänner]] [[1939]] zur Marktgemeinde Rauris eingemeindet.
Bucheben ist in Zusammenhang mit dem [[Goldbergbau]] im inneren Hüttwinkltal mit Kolm-Saigurn zu sehen und verdankt diesem vermutlich auch seine Entstehung. Einige alte Gebäude, wie das [[Naturfreundehaus Astenschmiede]] und mächtige Schlackenhalden erinnern noch heute an die einstige wirtschaftliche Bedeutung. In der Gegenwart sind es vor allem bäuerliche Anwesen und in erster Linie die [[Almwirtschaft]], die die Landschaft prägen, wobei einige kleinere Bauern[[Viertelhof|lehen]] gebäudemäßig abgekommen sind und andere nicht mehr bewohnt werden, wie z. B. das Gattererlehen. Andere, wie z. B. das Nigglgut, das Isländerpferde hält, haben sich erfolgreiche dem Tourismus verschrieben. Der Talschluss wurde nach dem Ende des Goldbergbaus vor allem durch das [[Observatorium Sonnblick]], erbaut vom Gewerken [[Ignaz Rojacher]] unter Anleitung seines Freundes und Mentors [[Wilhelm Ritter von Arlt]], bekannt. Heute ist Kolm-Saigurn mit dem [[Alpengasthof Ammererhof]] und dem [[Naturfreundehaus Kolm-Saigurn]]  vor allem ein Ort des Skitourensports und des [[Fremdenverkehr]]s. In Kolm-Saigurn befindet sich auch ein interessantes [[Bergbaumuseum Naturfreundehaus Kolm-Saigurn|Bergbaumuseum]], das an den Ursprung erinnern soll.
      
== Bürgermeister der Gemeinde Bucheben ==
 
== Bürgermeister der Gemeinde Bucheben ==
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== Töchter und Söhne des Ortes ==
 
== Töchter und Söhne des Ortes ==
: ''Hauptartikel [[Töchter und Söhne der ehemaligen Gemeinde Bucheben]]''
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: ''Hauptartikel [[Töchter und Söhne der ehemaligen Gemeinde Bucheben]]  
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==