Rekordfahrten: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Fahrzeug wurde vom niederösterreichischen Pumpen-Fabrikanten und Rennwagen-Staatsmeister [[Ernst Vogel]] pilotiert, ein seinerzeit sehr bekannte österreichischer Rennfahrer (u. a. nahm er sehr erfolgreich an den [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennen]] teil. Leider ist nicht ganz klar, ob die gefahrenen Zeiten tatsächlich Rekorde darstellten.  
 
Das Fahrzeug wurde vom niederösterreichischen Pumpen-Fabrikanten und Rennwagen-Staatsmeister [[Ernst Vogel]] pilotiert, ein seinerzeit sehr bekannte österreichischer Rennfahrer (u. a. nahm er sehr erfolgreich an den [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennen]] teil. Leider ist nicht ganz klar, ob die gefahrenen Zeiten tatsächlich Rekorde darstellten.  
  
Ein Kilometer mit stehendem Start:
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1 Meile = 1.609,43 km
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:Rückfahrt: 16:11 Sekunden = 223,464 km/h
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Zeitnehmer waren Leopold Grafinger und Ludwig Hau.
:Mittel: 16:50 Sekunden = 218,182 km/h
 
  
 
==Geschwindigkeitsrekorde 1961==
 
==Geschwindigkeitsrekorde 1961==

Version vom 25. November 2020, 12:29 Uhr

Manfred Magnus bei den Rekordfahrten 1963
Porsche Rekordversuche auf der Autobahn bei Anif 1958, Ernst Vogel pilotierte einen Porsche RS 1500 Spyder.

Immer wieder fanden rund um die Stadt Salzburg Rekordfahrten mit Automobilen und Motorrädern statt.

Strecken

Es gab zwei Strecken, die für solche Zwecke verwendet wurden:

Porsche Rekordversuche auf der Autobahn bei Salzburg-Anif 1958

Im Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer befinden sich Original-Zeitnehmerprotokolle über einen Rekordversuch mit einem Porsche RS 1500 Spyder.

Die Versuche fanden am 12. November 1958 auf dem Autobahnteilstück bei Salzburg zwischen Grenze Walserberg und Anif-Grödig statt. Dieser Autobahnteil war damals so gut wie unbefahren, hatte aber eine Gerade von mehreren Kilometern. Also ideal geeignet für Rekordfahrten. Soweit der Autor dieses Beitrags recherchieren konnte, war Helmut Krackowizer stets bemüht, besondere Aktivitäten als Pressechef bei Porsche zu setzen. So kam er auch auf den Gedanken dieser Rekordfahrten.

Das Fahrzeug wurde vom niederösterreichischen Pumpen-Fabrikanten und Rennwagen-Staatsmeister Ernst Vogel pilotiert, ein seinerzeit sehr bekannte österreichischer Rennfahrer (u. a. nahm er sehr erfolgreich an den Gaisbergrennen teil. Leider ist nicht ganz klar, ob die gefahrenen Zeiten tatsächlich Rekorde darstellten.

Einen Kilometer mit stehendem Start Einen Kilometer mit fliegendem Start
Hinfahrt 26:40 Sekunden = 136,364 km/h 16:90 Sekunden = 213,018 km/h
Rückfahrt 25:62 Sekunden = 140,516 km/h 16:11 Sekunden = 223,464 km/h
Mittel 26:01 Sekunden = 138,409 km/h 16:50 Sekunden = 218,182 km/h
Eine Meile mit stehendem Start Eine Meile mit fliegendem Start
Hinfahrt 36:93 Sekunden = 156,849km/h 26:85 Sekunden = 215,732 km/h
Rückfahrt 36:98 Sekunden = 156,635 km/h 26:51 Sekunden = 218,498 km/h
Mittel 36:95 Sekunden = 156,763 km/h 26:68 Sekunden = 217,106 km/h

1 Meile = 1.609,43 km

Zeitnehmer waren Leopold Grafinger und Ludwig Hau.

Geschwindigkeitsrekorde 1961

Links unten Rudi Thalhammer im Gespräch mit Franz Albert.

Am 29. November 1961 wurden um 13:15 Uhr bei kühlem und klarem Wetter auf dem Autobahnstück zwischen Glanegg und Grödig wieder Rekordversuche gestartet.

Rudi Thalhammer fuhr mit einer Norton 500 cm³ folgende Zeiten:

  • 1 km stehender Start: 25,65 sek = 140,349 km/h (122,12 km/h)
  • 1 Meile stehender Start: 37,10 sek = 156,160 km/h (147,21 km/h)
  • 1 km fliegender Start: 16,51 sek = 218,026 km/h (214,22 km/h)
  • 1 Meile fliegender Start: 26,49 sek = 218,707 km/h (214,30 km/h)

Mit diesen Zeiten überbot Thalhammer alle seinerzeit in der Neunkirchner Allee (zwischen Wiener Neustadt und Neunkirchen in Niederösterreich) 1931 vom Münchner Weltrekordmann Ernst Henne mit einer 500-cm³-Kompressor-BMW erzielten Geschwindigkeiten. Diese Geschwindigkeiten stehen oben in Klammern.

Ebenfalls am selben Tag versuchte der aus Wörgl, Tirol, stammende Franz Albert, Sportwagen-Staatsmeister 1961, die von Ernst Vogel 1958 aufgestellten Rekorde (in Klammer angeführt) einzustellen. Er fuhr dabei einen Porsche RSK mit einem 1 700-cm³-Motor:

  • 1 km stehender Start: 23,79 sek = 151,318 km/h (138,08 km/h)
  • 1 Meile stehender Start: 34,05 sek = 170,146 km/h (156,763 km/h)
  • 1 km fliegender Start: 14,99 sek = 240,158 km/h (218,182 km/h)
  • 1 Meile fliegender Start: 24,11 sek = 240,296 km/h (217,106 km/h)

Albert war zweifacher österreichischer Sportwagen-Staatsmeister (1960 und 1961) und fuhr vorher Motorradrennen. So war er Mitglied der KTM-Werksmannschaft.

Rekordversuchsfahrten 1963

Bei Rekordversuchsfahrten 1963 auf der Autobahn Salzburg-Süd bei Grödig/Anif fuhr Manfred Magnus den fliegenden Kilometer auf einer Werks-Honda 250 cm³ des deutschen Motorradstaatsmeister Günther Beer in 16,42 Sekunden / 219 km/h[1], ein Rekord für die Klassen 125 cm³, 250 cm³ und 350 cm³, die noch heute gelten.

Rekordfahrten 1968

Wiederum auf dem Autobahnteilstück bei Salzburg-Anif fanden folgende Rekordfahrten statt:

  • Ing. Lippitsch fuhr auf einer Rotax 125 die fliegende Meile in 33,51 Sekunden, den fliegenden Kilometer in 20,27 Sekunden (178 km/h), womit der den bestehenden Rekord von Manfred Magnus von 1963 (Honda 21,71 sek.) verbesserte. Die stehende Meile: 40,68 sek., den stehenden Kilometer in 28,74 sek.
  • Heinz Kriwanek auf einer 250-cm³ Suzuki, verkleidet, schaffte es aber nicht, den bestehenden Rekord von Manfred Magnus (215,76 km/h) zu unterbieten. Kriwanek konnte aber nicht alle Fahrten durchführen, da er einen Kolbenreiber hatte.
  • Karl Auer saß in zwei Sättel: auf einer 350-cm³-Aermacchi und einer 500er Matchless; aber er konnte auch den bestehenden Rekord von Rudi Thalhammer (1961: 206,8 km/h) nicht brechen; noch schlechter erging es ihm mit der 350er Aermacchi, mit der er sogar langsamer war als Kriwanek mit seiner 250er.
  • Hans Patleich, der legendäre "gewichtige" Motorjournalist, fuhr einen Mercedes 6,3 l über die fliegende Meile mit immerhin 223 km/h, den fliegenden Kilometer konnte er mit den 250-PS-Mercedes mit 222 km/h Schnitt zurücklegen.
  • Paul Schwarz, der Salzburger Austro-Vau-Konstrukteur, probierte seine Flitzer aus: aber die Zeiten waren enttäuschend: stehender Kilometer in 28,69 sek - das schaffte etwa auch ein Porsche 911 S, am schnellsten fuhr er noch die fliegende Meile mit 177,9 km/h Schnitt.
  • Sepp Greger, der Münchner Bergrennfahrer, oft auch beim Gaisbergrennen und beim Alpenbergpreis Berchtesgaden gewesen, pilotierte einen Porsche Carrera 6, der ungünstig übersetzt war. Greger konnte von seinen fünf Jahre alten Rekordzeiten, die er 1963 mit einem Porsche RS 1800 Spyder mit 185 PS fuhr, nur zwei auslöschen: stehender Kilometer: 23,17 sek. (155,37 km/h) und stehende Meile in 32,65 sek. (177,4 km/h) - die fliegende schaffte er nur in 250,41 km/h (1963: 250,92 km/h).

Longines- Chronotypogines-Meßgerät

Für technisch Interessierte: Auf dem Protokoll der Zeitnehmer ist auch genau vermerkt, mit welchem Uhren der Rekordversuch 1958 gemessen wurde: "Die Zeitmessung wurde mit dem von der FIA und der FIM zugelassenen vollautomatischen Longines- Chronotypogines-Meßgerät, Type A 17, Nr. 411 Quarz Nr. 236771 mit Infra Lichtschranken und Handstoppung durchgeführt. Der Chronotypogines arbeitet schreibend auf 1/100 Sekunden genau. Lt. Zeugnis der Sternwarte Neuchatel Nr. 110 vom 1. Juli 1957 wurden innerhalb 24 Stunden nur Zeitabweichungen von 7/1000 Sekunden festgestellt."

Quellen

Einzelnachweis

  1. laut Sport am Montag, 11. November 2013, jedoch nur 216,38 km/h [Beitrag [[Joachim Glaser]