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| | '''Alois Anton Johannes Facundus Spängler'''<ref>[http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBIX%252F2/?pg=574| Dompfarre Salzburg, Taufbuch IX/2, Seite 582, Digitalisat 03-Taufe_0568, Eintrag 4] '''Aloysius Antonius Joannes Facundus Spangler''', Sohn des [[Franz Josef Christian Spängler|Frantz Joseph Spangler]], bürgerlicher Handelsmann und der ''Maria Theresia Metzger(in). Seine Taufpatin war mit ''Maria Susana Metzger(in)'' die Witwe des ehem. Bürgermeisters und Kaufmanns [[Johann Peter Metzger]].</ref> (* [[12. Juni]] [[1800]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[15. Juni]] [[1875]] ebenda) war [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]] und Ahnherr der Salzburger [[Familie Spängler|Bankiersfamilie Spängler]]. | | '''Alois Anton Johannes Facundus Spängler'''<ref>[http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBIX%252F2/?pg=574| Dompfarre Salzburg, Taufbuch IX/2, Seite 582, Digitalisat 03-Taufe_0568, Eintrag 4] '''Aloysius Antonius Joannes Facundus Spangler''', Sohn des [[Franz Josef Christian Spängler|Frantz Joseph Spangler]], bürgerlicher Handelsmann und der ''Maria Theresia Metzger(in). Seine Taufpatin war mit ''Maria Susana Metzger(in)'' die Witwe des ehem. Bürgermeisters und Kaufmanns [[Johann Peter Metzger]].</ref> (* [[12. Juni]] [[1800]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[15. Juni]] [[1875]] ebenda) war [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]] und Ahnherr der Salzburger [[Familie Spängler|Bankiersfamilie Spängler]]. |
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| − | ==Abstammung und Familie== | + | == Abstammung und Familie == |
| − | Alois Spängler wurde als Kind des [[Franz Josef Christian Spängler]] und dessen Gattin Maria Theresia [[Metzger (Kaufmannsfamilie)|Metzger(in)]] geboren und hatte 15 Geschwister, von denen elf bereits im Kindesalter verstarben. Sein Großvater, der Kaufmann [[Franz Anton Spangler]] ([[1705]] - [[1784]]) war der Begründer der Salzburger Linie der ursprünglich aus dem Bistum Brixen (heute in [[Südtirol]], Italien) stammenden [[Familie Spängler]]. | + | Alois Spängler wurde als Kind des [[Franz Josef Christian Spängler]] und dessen Gattin Maria Theresia [[Metzger (Kaufmannsfamilie)|Metzger]] geboren und hatte 15 Geschwister, von denen elf bereits im Kindesalter verstarben. Sein Großvater, der Kaufmann [[Franz Anton Spangler]] (* [[1705]]; † [[1784]]) war der Begründer der Salzburger Linie der ursprünglich aus dem Bistum Brixen (heute in [[Südtirol]], Italien) stammenden [[Familie Spängler]]. |
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| − | Der Ehe mit seiner Gattin Theresia, geb. Messner entstammten fünf Söhne, darunter Alois junior, [[Carl Spängler|Carl]] (Begründer der heutigen [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhauses Carl Spängler & Co.]]) und [[Rudolf Spängler|Rudolf]], sowie drei Töchter. | + | Der Ehe mit seiner Gattin Theresia, geborene Meßner (* 1804)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TRBIX/?pg=19 Trauungsbuch der Dompfarre Salzburg, Band IX, S. 17.]</ref> entstammten fünf Söhne, darunter Alois junior, [[Carl Spängler|Carl]] (Begründer der heutigen [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhauses Carl Spängler & Co.]]) und [[Rudolf Spängler|Rudolf]], sowie drei Töchter. |
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| − | ==Biographie== | + | == Biographie == |
| | ===Ausbildung und beruflicher Aufstieg === | | ===Ausbildung und beruflicher Aufstieg === |
| | Alois Spängler besuchte vier Klassen Gymnasium, absolvierte eine Lehre und wurde danach gemeinsam mit seinem Bruder [[Johann Josef Spängler|Josef]] Kompagnon der„Franz Spängler´schen Tuch- und Seidenhandlung“ am [[Alter Markt|Alten Markt]] 2. | | Alois Spängler besuchte vier Klassen Gymnasium, absolvierte eine Lehre und wurde danach gemeinsam mit seinem Bruder [[Johann Josef Spängler|Josef]] Kompagnon der„Franz Spängler´schen Tuch- und Seidenhandlung“ am [[Alter Markt|Alten Markt]] 2. |
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| | [[1853]] folgte seine Wahl zum Präsidenten der [[Salzburger Handels- und Gewerbekammer]]. Bereits im Amte des Salzburger Bürgermeisters schied er mit Trennungsvertrag vom [[1. Juli]] [[1855]] aus dem bis dahin gemeinsam mit seinem Bruder geführten Tuchgeschäft aus und wählte endgültig den Weg eines Bankkaufmanns. Josef Spängler führte das Geschäft daraufhin allein weiter und vererbte es seinen Söhnen Josef und August, die es [[1893]] auflösten und an Max Gehmacher übergaben. | | [[1853]] folgte seine Wahl zum Präsidenten der [[Salzburger Handels- und Gewerbekammer]]. Bereits im Amte des Salzburger Bürgermeisters schied er mit Trennungsvertrag vom [[1. Juli]] [[1855]] aus dem bis dahin gemeinsam mit seinem Bruder geführten Tuchgeschäft aus und wählte endgültig den Weg eines Bankkaufmanns. Josef Spängler führte das Geschäft daraufhin allein weiter und vererbte es seinen Söhnen Josef und August, die es [[1893]] auflösten und an Max Gehmacher übergaben. |
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| − | ===Politische Laufbahn=== | + | === Politische Laufbahn === |
| | Von seinen Zeitgenossen als tief religiös und konservativ beschrieben, stand er politisch auf der Seite der Liberalen und wurde als deren Vertreter [[1850]] in den [[Salzburger Gemeinderat]] berufen. Sein „Tuchgewölbe“ wurde zu einem bekannten Zusammenkunftsort dieser politischen Gruppierung. | | Von seinen Zeitgenossen als tief religiös und konservativ beschrieben, stand er politisch auf der Seite der Liberalen und wurde als deren Vertreter [[1850]] in den [[Salzburger Gemeinderat]] berufen. Sein „Tuchgewölbe“ wurde zu einem bekannten Zusammenkunftsort dieser politischen Gruppierung. |
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| | Als Bürgermeister bemühte er sich, die Gegensätze des politischen Systems und des Verfassungslebens auszugleichen. In seine Amtszeit fielen u. a. die Erlassung des die Gemeindeautonomie regelnden „Oktoberdiploms“, die Errichtung der Realschule, die Gründung der Allgemeinen Sparkasse, die Regulierung des [[Gersbach]]es und der weitere Ausbau der Kanalisation. Ein besonderes Anliegen während seiner bis [[1861]] dauernden Funktion als Salzburger Bürgermeister war ihm die Regulierung des [[Franz-Josef-Kai]]s, wofür er sich mit aller politischer Vehemenz auch einsetzte. | | Als Bürgermeister bemühte er sich, die Gegensätze des politischen Systems und des Verfassungslebens auszugleichen. In seine Amtszeit fielen u. a. die Erlassung des die Gemeindeautonomie regelnden „Oktoberdiploms“, die Errichtung der Realschule, die Gründung der Allgemeinen Sparkasse, die Regulierung des [[Gersbach]]es und der weitere Ausbau der Kanalisation. Ein besonderes Anliegen während seiner bis [[1861]] dauernden Funktion als Salzburger Bürgermeister war ihm die Regulierung des [[Franz-Josef-Kai]]s, wofür er sich mit aller politischer Vehemenz auch einsetzte. |
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| − | ===Gesellschaftliche Tätigkeiten=== | + | === Gesellschaftliche Tätigkeiten === |
| | Als reicher Kaufmann, Inhaber zahlreicher Ämter und vor allem jenes des Bürgermeisters galt Alois Spängler auch als hochrangiges Mitlied der Salzburg Gesellschaft. In diesem Zusammenhang gehörte er u. a. dem Komitee zur Errichtung des [[Mozart-Denkmal am Mozartplatz|Mozart-Denkmals am Mozartplatz]] an, beteiligte sich an der Organisation der, als Vorläufer der heutigen [[Salzburger Festspiele|Festspiele]] geltenden, großen Mozart-Festspiele des [[19. Jahrhundert]]s und galt allgemein bis ins hohe Alter als Freund der Geselligkeit und Unterhaltung. | | Als reicher Kaufmann, Inhaber zahlreicher Ämter und vor allem jenes des Bürgermeisters galt Alois Spängler auch als hochrangiges Mitlied der Salzburg Gesellschaft. In diesem Zusammenhang gehörte er u. a. dem Komitee zur Errichtung des [[Mozart-Denkmal am Mozartplatz|Mozart-Denkmals am Mozartplatz]] an, beteiligte sich an der Organisation der, als Vorläufer der heutigen [[Salzburger Festspiele|Festspiele]] geltenden, großen Mozart-Festspiele des [[19. Jahrhundert]]s und galt allgemein bis ins hohe Alter als Freund der Geselligkeit und Unterhaltung. |
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| − | ===Ehrungen und Ableben=== | + | === Ehrungen und Ableben === |
| | Alois Spängler war Inhaber des Ritterkreuzes des Franz-Joseph-Ordens. Nach seinem Ableben, am [[15. Juni]] [[1875]], wurde er im [[Friedhof von St. Peter|Friedhof St. Peter]] beigesetzt. | | Alois Spängler war Inhaber des Ritterkreuzes des Franz-Joseph-Ordens. Nach seinem Ableben, am [[15. Juni]] [[1875]], wurde er im [[Friedhof von St. Peter|Friedhof St. Peter]] beigesetzt. |
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| − | ==Literatur== | + | == Literatur == |
| | * Gertrude Mayr: ''Geschichte des Bankhauses Carl Spängler & Co''. Phil. Diss. Univ. Wien 1973. | | * Gertrude Mayr: ''Geschichte des Bankhauses Carl Spängler & Co''. Phil. Diss. Univ. Wien 1973. |
| | * Ludwig Netsch (Hg.): ''Die Salzburger Bürgermeister ab 1847.'' Dokumentation der Stadt Salzburg. Magistrat Salzburg 1980. | | * Ludwig Netsch (Hg.): ''Die Salzburger Bürgermeister ab 1847.'' Dokumentation der Stadt Salzburg. Magistrat Salzburg 1980. |
| | * Brigitte Heuberger: ''Handelsbeziehungen zwischen Venedig und Salzburg am Beispiel der Familien Spängler.'' Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 125. Im Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2005. | | * Brigitte Heuberger: ''Handelsbeziehungen zwischen Venedig und Salzburg am Beispiel der Familien Spängler.'' Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 125. Im Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2005. |
| − | | + | == Weblinks == |
| − | ==Weblinks== | |
| | * [http://www.spaengler.co.at/011/cmsnew2.nsf/startpage.html Bankhaus Carl Spängler & Co AG] | | * [http://www.spaengler.co.at/011/cmsnew2.nsf/startpage.html Bankhaus Carl Spängler & Co AG] |
| − | | + | == Quellen == |
| − | ==Quellen== | |
| | * Ludwig Netsch (Hg.): ''Die Salzburger Bürgermeister ab 1847''. Dokumentation der Stadt Salzburg. Magistrat Salzburg 1980. | | * Ludwig Netsch (Hg.): ''Die Salzburger Bürgermeister ab 1847''. Dokumentation der Stadt Salzburg. Magistrat Salzburg 1980. |
| | * {{Quelle Leben über den Tod hinaus}} | | * {{Quelle Leben über den Tod hinaus}} |
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| | * Brigitte Heuberger: Handelsbeziehungen zwischen Venedig und Salzburg am Beispiel der Familien Spängler. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 125. Im Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2005. | | * Brigitte Heuberger: Handelsbeziehungen zwischen Venedig und Salzburg am Beispiel der Familien Spängler. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 125. Im Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2005. |
| | * Homepage Bankhaus Carl Spängler & Co | | * Homepage Bankhaus Carl Spängler & Co |
| − | | + | ==== Einzelnachweise ==== |
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| | <references/> | | <references/> |
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