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| | [[1848]] kaufte Zierer das Schloss zurück, um es kurz danach an [[Heinrich Ritter von Mertens]], [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], zu verkaufen. Ritter von Mertens behielt es auch nur kurz und verkaufte [[1851]] das Schloss um 62.000 Gulden an König [[Ludwig I. von Bayern]], dessen Thronverzicht kurz vorher erfolgt war. Ludwig I. von Bayern machte das Schloss zu einem vielbeachteten Mittelpunkt des aristokratischen und gesellschaftlichen Lebens.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19290823&query=%22Reinhardt%22+%22Leopoldskron%22+%22chinesisch%22&ref=anno-search&seite=6 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. August 1929]</ref> | | [[1848]] kaufte Zierer das Schloss zurück, um es kurz danach an [[Heinrich Ritter von Mertens]], [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], zu verkaufen. Ritter von Mertens behielt es auch nur kurz und verkaufte [[1851]] das Schloss um 62.000 Gulden an König [[Ludwig I. von Bayern]], dessen Thronverzicht kurz vorher erfolgt war. Ludwig I. von Bayern machte das Schloss zu einem vielbeachteten Mittelpunkt des aristokratischen und gesellschaftlichen Lebens.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19290823&query=%22Reinhardt%22+%22Leopoldskron%22+%22chinesisch%22&ref=anno-search&seite=6 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 23. August 1929]</ref> |
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| − | [[1869]] erwarb es [[Alexander Julius Schindler]] ("Julius von der Traun"), ein in Salzburg heimisch gewordener Schriftsteller, Notar und Politiker, um 40.000 [[Gulden]]<ref>eine andere [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19190510&query=%22Schloss+Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=3 Quelle] [[Salzburger Volksblatt]], 10. Mai 1919, nennt die Summe von 50.000 Gulden</ref>. Unter Schindler wurde es zu einem Treffpunkt von Künstlern und Literaten. Auch [[Theodor Storm]] war von Ende Juli bis Mitte August [[1872]] im Rahmen einer größeren Reise im Schloss zu Gast.<ref>Buch [[Die Welt zu Gast in Salzburg]], Beitrag ''Theodor Storm''</ref>. Dessen Sohn und Erbe überließ im Jahre [[1890]] seinen Teil käuflich dem Salzburger Bankier [[Carl Spängler]], während den anderen Teil die Tochter von Schindler behielt. [[1895]] kaufte Frau Gyra den Spängler gehörigen Teil. | + | [[1869]] erwarb es [[Alexander Julius Schindler]] ("Julius von der Traun"), ein in Salzburg heimisch gewordener Schriftsteller, Notar und Politiker, um 40.000 [[Gulden]]<ref>eine andere [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19190510&query=%22Schloss+Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=3 Quelle] [[Salzburger Volksblatt]], 10. Mai 1919, nennt die Summe von 50.000 Gulden</ref>. Unter Schindler wurde es zu einem Treffpunkt von Künstlern und Literaten. Auch [[Theodor Storm]] war von Ende Juli bis Mitte August [[1872]] im Rahmen einer größeren Reise im Schloss zu Gast.<ref>Buch [[Die Welt zu Gast in Salzburg]], Beitrag ''Theodor Storm''</ref>. Dessen Sohn und Erbe überließ im Jahre [[1890]] seinen Teil käuflich dem Salzburger Bankier [[Carl Spängler]], während den anderen Teil die Tochter von Schindler behielt. [[1895]] kaufte Frau Gyra den Spängler gehörigen Teil. |
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| | + | Alma Mahler-Werfel (* 1879 in Wien; † 1964 in New York, N.Y.) erinnert sich: „Ich bin die Tochter eines großen Monuments, gewissermaßen. Mein Vater, Emil J. Schindler [… (* 1842 in Wien; † 1892 in Westerland/Sylt)]. Meines Vaters Onkel, Alexander Schindler [… ([[Alexander Julius Schindler]]; * 1818 in Wien; † 1885 ebenda)] war eine Verschwendernatur. Er musste eines Nachts aus seinem Schlosse Leopoldskron fliehen, das über und über verschuldet war. Aber er gestaltete diesen unrühmlichen Auszug zu einer großen Theaterszene. Seine Diener, beträchtlich an Zahl, mussten ihm in Eskarpins [Schnallenschuhe, im 18. Jahrhundert zum seidenen Frack getragen] mit Fackeln den Weg voranleuchten. (Viele Jahre später sollte [[Max Reinhardt]] dort ähnlich hofhalten und das gleiche Schicksal erleben. […])<ref>Alma Mahler-Werfel: ''Mein Leben''. 1960 / Frankfurt/M: Fischer, 1963, S. 13</ref> |
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| | [[1895]] erwarb Baron [[Heinrich Rüdt von Collenberg]], ein deutscher Diplomat, beide Anteile um 85.000 Gulden. Am [[22. Dezember]] [[1903]] verkaufte Baronin [[Natalie Rüdt]] an den Privatier Regierungsrat [[Paul Wolf]] aus Frankfurt a. M. um 200.000 Mark.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19031223&query=%22Schloss+Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO] [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 23. Dezember 1903, Seite 5</ref> | | [[1895]] erwarb Baron [[Heinrich Rüdt von Collenberg]], ein deutscher Diplomat, beide Anteile um 85.000 Gulden. Am [[22. Dezember]] [[1903]] verkaufte Baronin [[Natalie Rüdt]] an den Privatier Regierungsrat [[Paul Wolf]] aus Frankfurt a. M. um 200.000 Mark.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19031223&query=%22Schloss+Leopoldskron%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO] [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 23. Dezember 1903, Seite 5</ref> |