Am Montag, den [[31. August]] 2020, einen Tag nach Ende der Festspiele, zog der kaufmännische Direktor der Salzburger Festspiele, [[Lukas Crepaz]], eine erste Bilanz: 96 Prozent Auslastung konnte das Festival heuer verzeichnen, zudem haben fünf Millionen Menschen aus 65 Ländern Festspiele via ''Stream'' genießen können. 76 500 Karten wurden ausgegeben, im Sinne von Besuchen - inklusive Generalproben, öffentliche Orchesterhauptprobe und "Jedermann"-Schönwetterkarten.
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Vor der Pandemie betrug das Budget 68,8 Millionen Euro für den Jubiläumssommer, das dann auf 41,6 Millionen Euro gesenkt wurde. Die Karteneinnahmen machten 8,7 Millionen Euro brutto aus (inkl. Umsatzsteuer), netto waren es rund 8,3 Millionen Euro. Das war zwar etwa eine halbe Million Euro mehr als Anfang Juni budgetiert. Aber in normalen Jahren betragen die Nettoerlöse mehr als 30 Millionen Euro; so ergibt sich für 2020 ein Verlust von etwa 22 Millionen Euro im Kartenverkauf infolge der Pandemie.
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Die coronabedingte Regel für alle Kultursubventionen kam den Festspielen zugute: Zugesagte Zuwendungen wurden bezahlt; das waren 18,8 Millionen Euro. Die Senkung der Umsatzsteuer auf fünf Prozent brachte fast 400.000 Euro. Auch konnten die Festspiele Kurzarbeitshilfe bis Ende Mai in Anspruch nehmen, als sie noch nicht wussten, ob Salzburger Festspiele stattfinden können. Und rigoroses Sparen in allen Positionen. So wurde viele Produktionen ins nächste Jahr verschoben.
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Bezüglich der Gagen wurde mit vielen Künstler nachverhandelt, jeder hatte einen Beitrag geleistet - einige hatten sogar angeboten, kostenlos zu spielen, andere hatten Kürzungen hingenommen, andere hatten mehrmals gespielt. Alle verzichten auf Medienrechte, um ''Streaming'' und andere mediale Angebote zu ermöglichen.<ref>[https://www.sn.at/salzburger-festspiele/noch-nie-haben-so-viele-menschen-salzburger-festspiele-erlebt-92169850 www.sn.at] vom 31. August 2020</ref>