Hotelprojekt beim Wasenmoos am Pass Thurn: Unterschied zwischen den Versionen
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* [https://www.sn.at/salzburg/chronik/kein-chalet-kein-porsche-raetsel-ums-six-senses-projekt-87793255 www.sn.at] ''Kein Chalet? Kein Porsche? Rätsel ums "Six Senses"-Projekt'', [[Pinzgauer Nachrichten], 19. Mai 2020 | * [https://www.sn.at/salzburg/chronik/kein-chalet-kein-porsche-raetsel-ums-six-senses-projekt-87793255 www.sn.at] ''Kein Chalet? Kein Porsche? Rätsel ums "Six Senses"-Projekt'', [[Pinzgauer Nachrichten], 19. Mai 2020 | ||
| + | * [https://www.sn.at/salzburg/politik/luxusprojekt-am-pass-thurn-land-salzburg-bereitet-klage-vor-89311024 www.sn.at] ''Luxusprojekt am Pass Thurn: Land Salzburg bereitet Klage vor'', 24. Juni 2020 | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
Version vom 24. Juni 2020, 19:32 Uhr
Das Hotelprojekt beim Wasenmoos am Pass Thurn sorgte im November 2019 für Aufregung.
Das Projekt
Am Pass Thurn im nördlichen Stadtgebiet von Mittersill wurden im Herbst 2019 zwei Hektar Wald gerodet und anschließend war Baubeginn. Bis 2021 entstehen hier auf einer Gesamtfläche von vier Hektar luxuriöse Chalets und ein Hotel. Zum Teil besteht eine Zweitwohnsitzwidmung.
Vor allem dass die Fläche auf einer Seite an das international anerkannte Ramsar-Schutzgebiet Wasenmoos grenzt, sorgt für Widerstand. Der Landesgeschäftsführer des Salzburger Naturbundes Hannes Augustin sagt, das Wasenmoos und viele weitere Gebiete seien durch dieses und weitere Projekte bedroht. Ohne Rücksicht auf Natur, Klima, Verkehr und zukünftige Generationen werde gebaut und gebaut.
Initiator des Projekts ist der Hollersbacher Baumeister und Besitzer der Panoramabahn Franz Wieser. Er wollte sich nicht mehr zu seinem Projekt äußern, da er keine Lust mehr habe sich mit Leuten auseinanderzusetzen, die weit weg wohnten und keine Ahnung hätten. Er meint ergänzend, dass es ohne diesem Projekt das Wasenmoos gar nicht gäbe.
Das Hoteldorf entsteht an der Landesgrenze zu Tirol auf 1 200 Metern Seehöhe auf einem vor rund zehn Jahren (~ 2009) gewidmeten Zweitwohnsitzgebiet.
Wie es zu diesem Projekt gekommen ist
Bürgermeister Wolfgang Viertler hatte mit Rückendeckung der Kitzbüheler Bergbahnen um 2000 der Gemeinde ein Konzept vorgelegt. Es sah neben dem Bau der Panoramabahn Kitzbüheler Alpen, mit der man von Hollersbach direkt in das Skigebiet Kitzbühel einsteigen kann, bei der Mittelstation am Pass Thurn 500 bis 1 000 neue Betten vor. Der Verkauf von Apartments sollte die Bahn mitfinanzieren. Die Fläche sei schon davor im Räumlichen Entwicklungskonzept für eine touristische Nutzung vorgesehen gewesen, so Viertler. 2003 stimmte die Gemeindevertretung dem Plan zu. Die Bahn wurde mit Millionenunterstützung von Gemeinde und Land Salzburg gebaut. Wie Viertler ausführt, wäre vorher in Mittersill alles gestanden: Es gab keinen Hochwasserschutz, kein Nationalparkzentrum, kein neues Schulzentrum, der Fremdenverkehr stagnierte. Damals war Mittersill SPÖ-geführt und Nur die FPÖ, bei der Viertler damals gewesen sei, habe gegen die Beteiligung der Gemeinde gestimmt.
Am 12. Juli 2017 unterzeichneten Dr. Walther Staininger und Franz Wieser von der Kitzbüheler Alps Projekt GmbH. als Projektentwickler und Bernhard Bohnenberger, President Six Senses Hotels Resorts Spas, als künftiger Projektbetreiber einen Vertrag, der den Beginn einer neuen Ära des Alpinen Luxustourismus einleitet.[1]
Rettung des Wasenmooses
Die Rodung für das Hotelprojekt wurde schon 2009 von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See genehmigt. Die naturschutzrechtliche Bewilligung folgte 2013. Die Projektfläche Jagafeld gehörte, so wie das Wasenmoos noch heute, den Bundesforsten (ÖBf), die sie an Wieser verkauften. In einer Stellungnahme beim Naturschutzverfahren schrieben die ÖBf, man hätte, wäre mit Verwertungseinschränkungen der an das Wasenmoos grenzenden Grundstücke zu rechnen gewesen, die sehr aufwendige Renaturierung und Besucherlenkung im Moos "aus einem anderen Gesichtspunkt betrachtet". Wieser habe einen persönlichen und finanziellen Beitrag zur Weidefreistellung des Mooses geleistet. Die Weiderechte von Dutzenden Bauern im Moos wurden zusammen mit jenen auf dem Jagafeld abgelöst. Durch die Verbesserungen im Moos kam es 2006 zur Anerkennung als Ramsar-Schutzgebiet.
Chalet mit E-Porsche
Die Luxus-Chalets kosten zwischen 5,1 Millionen bis zu 8,5 Millionen Euro (Villa mit 400 Quadratmetern), den Elektro-Porsche gibt es für die Käufer geschenkt. Appartments gibt es bereits ab 1,5 Millionen Euro. Das Projekt besteht aus einem Hotel mit 77 Zimmern und 45 Appartements - zu den 13 Chalets bzw. Villen gibt es den E-Porsche Taycan gratis dazu. Erbauer ist die Gruppe Six Senses mit Sitz in Thailand, die weltweit Fünfsterne-Resorts betreiben.
Weblinks
- www.pm1.at Projektbeschreibung mit Bildern
- www.sn.at Kein Chalet? Kein Porsche? Rätsel ums "Six Senses"-Projekt, [[Pinzgauer Nachrichten], 19. Mai 2020
- www.sn.at Luxusprojekt am Pass Thurn: Land Salzburg bereitet Klage vor, 24. Juni 2020
Quellen
Einzelnachweis
- ↑ Quelle presse.ikp.at