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| | + | [[File:Austriarelief.jpg|thumb|Relief von Österreich.]] |
| | + | [[File:Coat of arms of Austria.svg|thumb|Das Wappen von Österreich.]] |
| | Die '''Republik Österreich''' ist ein europäischer Staat. | | Die '''Republik Österreich''' ist ein europäischer Staat. |
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| − | ==Lage== | + | ==Geografie == |
| − | Österreich ist ein Binnen- und [[Alpen]]land in Mitteleuropa. Die Nachbarländer sind im Westen bzw. Nordwesten die [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]], im Norden die [[Tschechische Republik]], im Osten die [[Slowakische Republik]] und [[Ungarn]], im Süden die [[Republik Slowenien]] und die [[Italien|Italienische Republik]] sowie im Südwesten die [[Schweiz]] und [[Liechtenstein|Fürstentum Liechtenstein]]. | + | Österreich ist ein Binnen- und [[Alpen]]land in Mitteleuropa. Die Nachbarländer sind im Westen und Nordwesten die [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]], im Norden die [[Tschechische Republik]], im Osten die [[Slowakische Republik]] und [[Ungarn]], im Süden die [[Republik Slowenien]] und die [[Italien|Italienische Republik]] sowie im Südwesten die [[Schweiz]] und [[Liechtenstein|Fürstentum Liechtenstein]]. |
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| | ==Staatsform== | | ==Staatsform== |
| | Österreich ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Republik mit der Bundeshauptstadt [[Wien]]. | | Österreich ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Republik mit der Bundeshauptstadt [[Wien]]. |
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| − | Österreich besteht aus den neun Bundesländern [[Burgenland]], [[Kärnten]], [[Niederösterreich]], [[Oberösterreich]], [[Salzburg]], [[Steiermark]], [[Tirol]], [[Vorarlberg]] und Wien. | + | Österreich besteht aus den neun Bundesländern [[Burgenland]], [[Kärnten]], [[Niederösterreich]], [[Oberösterreich]], [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]], [[Steiermark]], [[Tirol]], [[Vorarlberg]] und [[Wien]]. |
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| | Die Republik Österreich ist seit [[1955]] Mitglied der Vereinten Nationen und seit [[1995]] Mitglied der Europäischen Union. | | Die Republik Österreich ist seit [[1955]] Mitglied der Vereinten Nationen und seit [[1995]] Mitglied der Europäischen Union. |
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| − | ==Der Österreichbegriff in historischer Sicht== | + | ==Der Österreich-Begriff aus historischer Sicht== |
| | ===Österreich im Römisch-Deutschen Reich=== | | ===Österreich im Römisch-Deutschen Reich=== |
| | Die Bezeichnung „Österreich“ galt im Laufe des letzten Jahrtausends für sehr unterschiedliche Gebiete: | | Die Bezeichnung „Österreich“ galt im Laufe des letzten Jahrtausends für sehr unterschiedliche Gebiete: |
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| − | Um das Jahr 996 (Ostarrîchi) verstand man darunter einen Teil des heutigen Niederösterreich, später die gesamte Mark der Babenberger, die dann zum Herzogtum erhoben und zugleich um einen stattlichen Teil des heutigen Österreich vermehrt wurde. Später zum Erzherzogtum erhoben, meinte „Österreich“ in einem engen Sinne das in „Österreich ob der Enns“ (heute: [[Oberösterreich]]) und „Österreich unter der Enns“ (heute: [[Niederösterreich]] mit Wien) geteilte Territorium. | + | Um das Jahr [[996]] (Ostarrîchi) verstand man darunter einen Teil des heutigen Niederösterreich, später die gesamte Mark der Babenberger, die dann zum Herzogtum erhoben und zugleich um einen stattlichen Teil des heutigen Österreich vermehrt wurde. Später zum Erzherzogtum erhoben, meinte „Österreich“ in einem engen Sinne das in „''Österreich ob der Enns''“ (heute Oberösterreich) und „''Österreich unter der Enns''“ (heute Niederösterreich mit Wien) geteilte Territorium. |
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| − | Vielfach wurde „Österreich“ in der Neuzeit auf die Gesamtheit der in den Grenzen des Heiligen Römischen [[Reich]]es Deutscher Nation gelegenen Territorien des Hauses Habsburg bzw. der deutschen (österreichischen), im Gegensatz zur spanischen, Linie der Habsburger bezogen. | + | Vielfach wurde „Österreich“ in der Neuzeit auf die Gesamtheit der in den Grenzen des Heiligen Römischen [[Reich]]es Deutscher Nation gelegenen Territorien des Hauses Habsburg bzw. der deutschen (österreichischen), im Gegensatz zur spanischen, Linie der [[Habsburger]] bezogen. |
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| − | Um 1500 kam für die habsburgische Ländergruppen – die damals noch nicht die böhmischen und ungarischen Länder umfasste - die Scheidung in | + | Um [[1500]] kam für die habsburgische Ländergruppen – die damals noch nicht die [[Böhmen|böhmischen]] und ungarischen Länder umfasste - die Scheidung in |
| | * „Niederösterreich“ (umfassend Österreich ob und unter der Enns, Steiermark, Kärnten, [[Slowenien|Krain]] sowie [[Küstenland|Görz]]) und | | * „Niederösterreich“ (umfassend Österreich ob und unter der Enns, Steiermark, Kärnten, [[Slowenien|Krain]] sowie [[Küstenland|Görz]]) und |
| | * „Oberösterreich“ (Tirol sowie Streubesitz in Vorarlberg, [[Deutschland#Schwaben|Schwaben]] und [[Frankreich#Politische_Einteilung|Elsass]]) auf, | | * „Oberösterreich“ (Tirol sowie Streubesitz in Vorarlberg, [[Deutschland#Schwaben|Schwaben]] und [[Frankreich#Politische_Einteilung|Elsass]]) auf, |
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| | ===Kaisertum Österreich bis 1867=== | | ===Kaisertum Österreich bis 1867=== |
| − | 1804 nahm Kaiser [[Franz I.]] den Titel „Kaiser von Österreich“ an, und es entstand das „Kaisertum Österreich“ als Bezeichnung für die vom Kaiser regierten Gebiete. Ob er auch auf die Länder der [[Ungarn|ungarischen]] Krone bezogen werden sollte, blieb offen. Allerdings behielten die Länder der ungarischen Krone und das 1815 hinzugekommene Lombardo-Venezianische Königreich ihre eigene Verwaltung – einen einheitlich verwalteten Länderkomplex bildeten somit nur die „deutschen Erbländer der österreichischen Monarchie“ einschließlich Dalmatiens und Galiziens. In der Pillersdorfschen Verfassung von 1848 wurde eine Anzahl von Ländern des Kaiserreiches, nämlich die vormals „deutsche Erbländer“ genannten, zum „österreichischen Kaiserstaat“ zusammengefasst. Nach der Niederwerfung der [[Italien#Das_Ende_.C3.96sterreichs_in_Italien|italienischen]] und der ungarischen Revolution erließ Kaiser [[Franz Joseph I.]] jedoch im Jahr [[1849]] eine neue Verfassung, die all seine Königreiche und Länder, also auch Ungarn und Lombardo-Venetien, als „Kronländer“ in den Österreichischen Kaiserstaat einbezog. | + | [[1804]] nahm Kaiser [[Franz I.]] den Titel „''Kaiser von Österreich''“ an, und es entstand das 'Kaisertum Österreich' als Bezeichnung für die vom Kaiser regierten Gebiete. Ob er auch auf die Länder der [[Ungarn|ungarischen]] Krone bezogen werden sollte, blieb offen. Allerdings behielten die Länder der ungarischen Krone und das [[1815]] hinzugekommene Lombardo-Venezianische Königreich ihre eigene Verwaltung – einen einheitlich verwalteten Länderkomplex bildeten somit nur die „deutschen Erbländer der österreichischen Monarchie“ einschließlich [[Kroatien|Dalmatien]]s und [[Galizien]]s. In der Pillersdorfschen Verfassung von [[1848]] wurde eine Anzahl von Ländern des Kaiserreichs, nämlich die vormals „deutsche Erbländer“ genannten, zum „österreichischen Kaiserstaat“ zusammengefasst. Nach der Niederwerfung der [[Italien#Das_Ende_.C3.96sterreichs_in_Italien|italienischen]] und der ungarischen Revolution erließ Kaiser [[Franz Joseph I.]] jedoch im Jahr [[1849]] eine neue Verfassung, die all seine Königreiche und Länder, also auch Ungarn und Lombardo-Venetien, als „Kronländer“ in den österreichischen Kaiserstaat einbezog. |
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| | ===Österreich-Ungarn (ab 1867)=== | | ===Österreich-Ungarn (ab 1867)=== |
| − | 1867 - Lombardo-Venetien war inzwischen verloren – wurde der Kaiserstaat in die Doppelmonarchie „Österreich-Ungarn“ umgewandelt. Die österreichische [[Reich#Reich_und_Reichsh.C3.A4lften|Reichshälfte]] dieser Monarchie hieß aber amtlich nicht „Österreich“, sondern „die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder“, nichtamtlich auch „Cisleithanien“ oder eben sehr wohl „Österreich“. Offiziell wurde „Österreich“ als Name der „im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder“ erst 1915 eingeführt.<ref>Vgl. den [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Cisleithanien#Namensgebung.2C_Gebietsumfang ''„Cisleithanien“''.]</ref> | + | [[1867]] - Lombardo-Venetien war inzwischen verloren – wurde der Kaiserstaat in die ''Doppelmonarchie „Österreich-Ungarn“'' umgewandelt. Die österreichische [[Reich#Reich_und_Reichsh.C3.A4lften|Reichshälfte]] dieser Monarchie hieß aber amtlich nicht „Österreich“, sondern „''die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder''“, nichtamtlich auch „''Cisleithanien''“ oder eben sehr wohl „Österreich“. Offiziell wurde „Österreich“ als Name der „''im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder''“ erst [[1915]] eingeführt.<ref>Vgl. den [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Cisleithanien#Namensgebung.2C_Gebietsumfang ''„Cisleithanien“''.]</ref> |
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| | ===Die Gründung der Republik Österreich=== | | ===Die Gründung der Republik Österreich=== |
| − | Als die Monarchie im Jahr [[1918]] zerfiel, war „Österreich“ Synonym für einen Vielvölkerstaat, und einer der aus diesem Vielvölkerstaat entstehenden Nationalstaaten wählte die Staatsbezeichnung „Deutschösterreich“, da er die deutschsprachigen Teile des Vielvölkerstaates in sich vereinigen wollte. Auf den Namensbestandteil „Deutsch-“ musste der neue Staat 1919 verzichten, und seitdem ist „Österreich“ der Name der Alpenrepublik. (Die Verfassung von [[1934]] wählte den Staatsnamen „Bundesstaat Österreich“, der durch den [[Anschluss]] von [[1938]] an das [[Reich#Deutsches Reich|Deutsche Reich]] in das „Land Österreich“ übergeleitet wurde, das [[1940]] aufgelöst wurde. Die Staatsdoktrin geht allerdings davon aus, dass Österreich 1938 als Staat nicht unterging, sondern nur seine Handlungsfähigkeit verlor, die es 1945 wiedergewann.) | + | Als die Monarchie im Jahr [[1918]] zerfiel, war „Österreich“ Synonym für einen Vielvölkerstaat, und einer der aus diesem Vielvölkerstaat entstehenden Nationalstaaten wählte die Staatsbezeichnung „Deutschösterreich“, da er die deutschsprachigen Teile des Vielvölkerstaates in sich vereinigen wollte. Auf den Namensbestandteil „Deutsch-“ musste der neue Staat [[1919]] verzichten, und seitdem ist „Österreich“ der Name der Alpenrepublik. Die Verfassung von [[1934]] wählte den Staatsnamen „Bundesstaat Österreich“, der durch den [[Anschluss]] von [[1938]] an das [[Reich#Deutsches Reich|Deutsche Reich]] in das „Land Österreich“ übergeleitet wurde, das [[1940]] aufgelöst wurde. Die Staatsdoktrin geht allerdings davon aus, dass Österreich 1938 als Staat nicht unterging, sondern nur seine Handlungsfähigkeit verlor, die es 1945 wiedergewann. |
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| | == Österreich und Salzburg == | | == Österreich und Salzburg == |
| − | Salzburg war, bedingt durch seine von den [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerischen]] Herzögen beeinflusste Entstehungsgeschichte ([[Rupert von Worms]] wurde vom Baiernherzog [[Theodo II.]] entsandt, die Salzburger Lande zu christianisieren), zunächst nach [[Bayern]] orientiert. Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] konnte das Land von Bayern loslösen, und es entstand ein eigenständiges [[Fürsterzbistum]]. Dieses hatte bis zur [[Säkularisierung]] des Jahres [[1803]] Bestand. Es folgte das [[Herzogtum Salzburg]], das [[1806]]/[[1807|07]] zu Österreich kam. Nach der französisch-bayerische Zwischenherrschaft von [[1809]] bis [[1816]] kam Salzburg am [[1. Mai]] [[1816]] (mit einigen anderen Gebieten) endgültig zur österreichischen [[Habsburgermonarchie]]. | + | Salzburg war, bedingt durch seine von den [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerischen]] Herzögen beeinflusste Entstehungsgeschichte ([[Rupert von Worms]] wurde vom Baiernherzog [[Theodo II.]] entsandt, die Salzburger Lande zu christianisieren), zunächst nach [[Bayern]] orientiert. [[Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]] konnte das Land von Bayern loslösen, und es entstand ein eigenständiges [[Fürsterzbistum]]. Dieses hatte bis zur [[Säkularisierung]] des Jahres [[1803]] Bestand. Es folgte das [[Herzogtum Salzburg]], das [[1806]]/[[1807]] zu Österreich kam. Nach der [[Salzburg unter Napoleon|französisch]]-[[Königreich Bayern|bayerische]] Zwischenherrschaft von [[1809]] bis 1816 kam Salzburg am [[1. Mai]] [[1816]] (mit einigen anderen Gebieten) endgültig zur österreichischen [[Habsburgermonarchie]]. |
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| − | Allerdings gab es schon wesentlich früher immer wieder Verflechtungen mit Österreich. Schon allein aus geografischen Gründen - waren doch die [[Habsburger]] seit 1363 Herrscher [[Tirol]]s. Auch die Salzburger Erzbischöfe stammten schon seit dem [[17. Jahrhundert]] durchwegs aus den habsburgisch-österreichischen Ländern. | + | Allerdings gab es schon wesentlich früher immer wieder Verflechtungen mit Österreich. Schon allein aus geografischen Gründen - waren doch die [[Habsburger]] seit 1363 Herrscher [[Tirol]]s. Auch die Salzburger Erzbischöfe stammten schon seit dem [[17. Jahrhundert]] durchwegs aus den habsburgisch-österreichischen Ländern. Es gab [[Wein]]<nowiki>güter</nowiki> in der [[Wachau]], die Salzburger Klöster und dem [[Domkapitel]] gehörten. Teile der [[Salzburger Kirchenprovinz]] befanden (und befinden sich noch heute) in Teilen Österreichs. |
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