| − | Nach dem [[Anschluss#Der Anschluss in Salzburg|Anschluss]] und der Machtergreifung der Nazis in Faistenau wurde auf Betreiben des Bürgermeisters [[Bürgermeister der Gemeinde Faistenau|''Matthias Ebner'']] der Organist [[Rupert Mayr (Volksschuldirektor)|''Rupert Mayr'']] verhaftet und entlassen. Ebenso wurde der Gründer des [[Kirchenchor Faistenau|Faistenauer Kirchenchores]], Pfarrer ''[[Franz Xaver Klaushofer]]'', des Ortes verwiesen. Da die Kirchenmusik und der Gemeindegesang dadurch darniederlagen, regte der im Jahre 1940 installierte Pfarrer [[Franz Laimböck]] an, dass ''Rosi'' und ihre Schwester ''Marie''<ref>''Maria Ebner'', geborene '' Weißenbacher'' (* 1927; † 2016), Bäuerin vom Wucherpoint, Mitglied des [[Kirchenchor Faistenau|Faistenauer Kirchenchores]] und Aushilfsorganistin.</ref> das Orgelspiel erlernen sollten. Um Orgelunterricht zu erhalten, mussten sie dazu wöchentlich zu Fuß nach [[Ebenau]] gehen. 1942 konnte sie schon einfache Messen selbständig begleiten, im Laufe der Zeit auch Festmessen zu Weihnachten und zu Ostern.<ref>Josef Klaushofer: ''GESCHICHTE des Kirchenchores Faistenau'', Faistenau 1985 (Ms), S. 3.</ref> Rosi nahm zusätzlich Unterricht bei Prof. Oskar Peter (* 1920; † 1998) am [[Universität Mozarteum Salzburg|Mozarteum]]. Bis zum Jahre 1985 hatte sie das Amt der Hauptorganistin der Pfarre Faistenau inne, danach war sie regelmäßig als Aushilfe an der [[Max Dreher|Dreher-Orgel]] zu hören. Mit dem Rückzug von KR [[Roman Roither]] als Pfarrer von Faistenau im Jahre 2008 nahm sie Abschied vom Orgelspiel zu den Gottesdiensten. | + | Nach dem [[Anschluss#Der Anschluss in Salzburg|Anschluss]] und der Machtergreifung der Nazis in Faistenau wurde auf Betreiben des Bürgermeisters [[Bürgermeister der Gemeinde Faistenau|''Matthias Ebner'']] der Organist [[Rupert Mayr (Volksschuldirektor)|''Rupert Mayr'']] verhaftet und entlassen. Ebenso wurde der Gründer des [[Kirchenchor Faistenau|Faistenauer Kirchenchores]], Pfarrer ''[[Franz Xaver Klaushofer]]'', des Ortes verwiesen. Da die Kirchenmusik und der Gemeindegesang dadurch darniederlagen, regte der im Jahre 1940 installierte Pfarrer [[Franz Laimböck]] an, dass ''Rosi'' und ihre Schwester ''Marie''<ref>''Maria Ebner'', geborene '' Weißenbacher'' (* 1927; † 2016), Bäuerin vom Wucherpoint, Mitglied des [[Kirchenchor Faistenau|Faistenauer Kirchenchores]] und Aushilfsorganistin.</ref> das Orgelspiel erlernen sollten. Um Orgelunterricht zu erhalten, mussten sie dazu wöchentlich zu Fuß nach [[Ebenau]] gehen. 1942 konnte sie schon einfache Messen selbständig begleiten, im Laufe der Zeit auch Festmessen zu Weihnachten und zu Ostern.<ref>Josef Klaushofer: ''GESCHICHTE des Kirchenchores Faistenau'', Faistenau 1985 (Ms), S. 3.</ref> Rosi nahm zusätzlich Unterricht bei Prof. Oskar Peter (* 1920; † 1998) am [[Universität Mozarteum Salzburg|Mozarteum]]. |
| | + | Bei der Weihe der neuen [[Max Dreher]]-Orgel, am [[Jakobitag]] [[1949]], spielte sie an der Orgel und begleitete den Kirchenchor, der die komplette ''Messe in C'' von Robert Führer, das ''Ave Verum'' von [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]] und ein ''Tantum Ergo'' von [[Anton Bruckner|Bruckner]] zur Aufführung brachte.<ref>[[Roman Schmeißner]]: ''Die dritte Orgel, gebaut von Max Dreher 1949''. In: ''[[Pfarrkirche zum hl. Jakobus d. Ä.#Orgel|Alois Linder-Orgel]], Pfarrkirche Faistenau, Sankt Jakob 2018''. Faistenau 2018, S. 58.</ref> |