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| | [[Datei:2007-03-25, Dekanatskirche St. Georgen 024 m.jpg|thumb| Dekanatskirche St. Georg]] | | [[Datei:2007-03-25, Dekanatskirche St. Georgen 024 m.jpg|thumb| Dekanatskirche St. Georg]] |
| | Die '''Dekanatskirche St. Georg''' in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[St. Georgen bei Salzburg]] ist eine [[Katholische Kirche|römisch-katholische]] Pfarrkirche und seit [[16. Februar]] [[2016]] auch ein [[Europaschutzgebiet]]. | | Die '''Dekanatskirche St. Georg''' in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[St. Georgen bei Salzburg]] ist eine [[Katholische Kirche|römisch-katholische]] Pfarrkirche und seit [[16. Februar]] [[2016]] auch ein [[Europaschutzgebiet]]. |
| | + | ==Geschichte== |
| | + | Die Kirche wurde vermutlich [[1211]] von den [[Haunsperger|Edelfreien von Haunsperg]] und deren Schwester Mechtild gestiftet. Bis [[1620]] war die Kirche eine Hofmark, das bedeutete, sie verfügte (bis 1803) über die Niedere Gerichtsbarkeit sowie andere Rechte. Dazu gehörte auch das Recht, eine Gastwirtschaft zu betreiben (Taverngerechtsame). Dieses Recht für den Pfarrhof wurde erst [[1938]] aufgehoben. |
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| | + | Bei der Restaurierung der Kirche im Jahre [[1976]] wurden Reste dreier Vorgängerkirchen ergraben, ein Steinbau von [[788]], ein romanischer Saalbau von [[1297]] und ein einschiffiger gotischer Bau von [[1499]]. Der heutige Kirchenbau wurde von [[1749]] bis [[1754]] nach den Plänen des Architekten [[Johann Kleber]] mit dem Baumeister [[Tobias Kendler]] erbaut. |
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| | + | ==Ausstattung== |
| | + | Der Hochaltar aus dem Jahr [[1843]] zeigt das Altarblatt hl. Georg und trägt seitlich die Konsolfiguren der Heiligen [[Rupert]] und [[Virgil]] vom Bildhauer [[Georg Itzlfeldner]] (1755). Die Seitenaltäre aus [[1763]] zeigen Bilder vom Maler [[Pietro Antonio Lorenzoni]], links hll. Leonhard und Florian vor Maria Immaculata und das Oberbild Erzengel Michael, rechts hl. Joseph. Die Seitenaltäre tragen seitlich die Konsolfiguren, links hll. Katharina und Barbara, und die seitlichen Aufsatzfiguren hll. Nikolaus und Stephanus, rechts seitlichen Konsolfiguren hll. Joachim und Anna. Es gibt einen kleinen Tragaltar mit der Figur Maria mit Kind aus [[1755]]. |
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| | + | Die Kanzel stammt aus dem Jahr [[1755]]. Es gibt eine Kreuzigungsgruppe mit den Konsolfiguren Immaculata und Joseph die aus der Bauzeit der Kirche stammen. Das Bild Geißelung Christi aus [[1650]] hängt in einem bemerkenswerten Rahmen mit Knorpelwerkornament aus [[1670]]. Ein ehemaliges Seitenaltarbild hll. Leonhard und Florian vor Maria mit Kind malte der Maler [[Franz Ebner]]. Ein ehemaliges Seitenaltarbild hl. Joseph malte der Maler [[Peter Paul Perwanger]]. |
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| | + | Der spätgotische oktogonale Taufstein aus dem 15. Jahrhundert mit einem Deckel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts hatte eine Figurengruppe Taufe Christi, die jedoch gestohlen wurde. Die Kirche barockes Abschlussgitter schließt die Kirche ab. |
| | == Kirche als Europaschutzgebiet == | | == Kirche als Europaschutzgebiet == |
| | Die Pfarrkirche in St. Georgen ist Österreichs erste "Europa-Kirche". In ihrem Dachgebälk befinden sich alljährlich große Wochenstuben zweier [[Fledermaus]]arten, der "Mausohren" und der "Kleinen Hufeisennase". Der Standort in St. Georgen ist deren nördlichste Wochenstube im Alpenvorland.Nahrungsquellen der Fledermäuse liegen im benachbarten [[Europaschutzgebiet Salzach-Auen]]. | | Die Pfarrkirche in St. Georgen ist Österreichs erste "Europa-Kirche". In ihrem Dachgebälk befinden sich alljährlich große Wochenstuben zweier [[Fledermaus]]arten, der "Mausohren" und der "Kleinen Hufeisennase". Der Standort in St. Georgen ist deren nördlichste Wochenstube im Alpenvorland.Nahrungsquellen der Fledermäuse liegen im benachbarten [[Europaschutzgebiet Salzach-Auen]]. |