Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig: Unterschied zwischen den Versionen

2012: Musik Tobi Reisers soll an der Hochschule verboten werden?: den hauptteil des absatzes rausgenommen, weil er sich 1:1 bei reiser findet.
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Die Reform trat in Salzburg mit [[8. Oktober]] [[2007]] in Kraft.
Die Reform trat in Salzburg mit [[8. Oktober]] [[2007]] in Kraft.


=== 2012: Musik Tobi Reisers soll an der Hochschule verboten werden? ===
Vor der Weihnachtsfeier am [[20. Dezember]] [[2012]] flammte an der Pädagogischen Hochschule Salzburg eine Diskussion darüber auf, ob man angesichts der immer kritischer hinterfragten NS-Vergangenheit von [[Tobias_Reiser_d..#2012:_Tobi_Reiser_polarisiert_noch_immer|Tobias Reiser d. Ä.]] dessen Musik noch bei offiziellen Anlässen der PH spielen sollte. Eine Entscheidung darüber wollte die Führung der Hochschule nach genauerer Prüfung fällen.
Die einen sehen  in ihm den Gründer des [[Salzburger Adventsingen]]s und  den  Volksmusikanten, [[Tobias Reiser d. Ä.‎]], der mit seinen Musikstücken und Ar­rangements    Generationen be­geistern konnte. Andere sehen in  ihm jeman­den, der  sich den [[Nationalsozialismus|Nationalso­zialisten]] andiente, der schon früh der  [[NSDAP]]  beitrat und öf­fentlich vor dem "''volksfremden jüdischen  Ballast''"  warnte.
 
2012 wollten manche bei offiziellen  Veran­staltungen der Pädagogischen  Hochschule Salzburg keine Musik mehr von Tobias Reiser. Dort  spielt  bei den Weihnachts­feiern traditionell die hoch­schulinterne    Volksmusikgruppe, die auch Werke von Reiser aufführt. Die Diskussion  da­rüber war vor der Weihnachtsfeier am Donners­tagabend, den [[20. Dezember]] [[2012]] erneut aufgeflammt.
 
Das ging so  weit, dass in der  Volksmusikszene das Gerücht die Runde machte, dass  Reiser an der Salzburger  Lehreraus­bildungsanstalt generell  "ver­boten" werden soll. Dieser  Schritt ist zwar noch nicht gesetzt.  Vizerektor [[Chris­toph Kühberger]]  bestätigte aber, dass man die  Aufführung von Reisers Musik bei offiziellen  Anlässen "überdenken"  werde. Es gehe um die Frage, welche  "Signale" mit der nicht  hinter­fragten Wiedergabe der Reiser-­Musik  ausgesandt würden. Denn:  "''Reiser hat sich nie von seinen antisemitischen  Aus­sprüchen  distanziert.''" Ähnlich äußert sich Rektorin [[Elfriede    Windischbauer]]. Sie sei froh, dass Reisers Musik kritisch hinterfragt  werde,  schließlich sei er "''Teil des NS-Systems''" ge­wesen. "''Darüber  wollen wir ei­ne Diskussion führen.''" Das Rektorat  will  zu Jahres­beginn 2013 eine Expertenrunde rund um [[Ulrike Kammerhofer-Aggermann]],  Leiterin des [[Landesinstitut für  Volkskunde|Lan­desinstituts für Volkskunde]], und den    Literaturwissenschaf­ter Karl Müller einladen. Rei­ser habe "''ein für    seine Zeit und für die Menschen in den Hei­mat- und Trachtenvereinen  ty­pisches Genre von populärer Musik  geschaffen''", sagte  Kam­merhofer-Aggermann. Seine Musik werde von  kompetenten Musikern und  Musikwissen­schaftern als qualitätsvoll ein­gestuft.  "''Dass Reiser und seine Musik im NS-Regime gefördert und auch  missbraucht wurden,  ist eine andere Seite der Me­daille.''" Und diese  Seite dürfe "''nicht  ignoriert werden''". Mül­ler wollte zu der  laufenden De­batte nichts  sagen. Nur so viel: Er sei gegen jegliche "Zensur".
 
Die    Hochschulleitung will je­denfalls nicht nur überdenken, ob Reisers  Musik bei   öffent­lichen Anlässen noch aufge­führt werden soll. Man  werde auch prüfen,  was das alles für die Lehre bedeute, sagt  Küh­berger. Ziel müsse in jedem Fall  ein "kritischer Umgang" mit der Zeit des Nationalsozialis­mus sein.


== Organisation ==
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