Anna Katharina Guggenberger

SR Anna Katharina Guggenberger (* [11.Februar 1895]] in [Mauterndorf]]) war eine Salzburger Pädagogin.

Leben

Anna Katharina Guggenberger wurde am 11.Februar 1895 in Mauterndorf geboren. Ihre Eltern waren Anna Guggenberger, geb.Mauser, Tochter des Vitus und der Theresia Mauser, Mühltaler in Mauterndorf und ihr Vater Anton Guggenberger (1870 – 1930), Lehrer in Mauterndorf und 1896 bis 1919 Leiter der zur Gemeinde Tamsweg gehörenden Volksschule Sauerfeld. Sie hatten am 9. Mai 1894 geheiratet. Anna schlug den Weg ihres Vaters ein und engagierte sich neben ihrer Arbeit in der Schule im späteren Wohnort sehr stark ehrenamtlich. Sie war eine Säule der lokalen Ziehkinderfürsorge und übernahm in Tamsweg Verantwortung für Waisen- und Pflegekinder, die im rauen ländlichen Umfeld in der Zwischenkriegszeit Unterstützung brauchten und war im Vorstand der katholischen Frauenorganisation und dem neu gegründeten Turnverein „Christlich deutscher Turnverein Tamsweg“ tätig. 1955 wurde ihr vom Bundespräsidenten der Titel „Schulrat“ verliehen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Franziska (Fanny) bildeten die beiden Frauen nach dem Tod ihres Vaters (1930) in ihrem Haus in der Murgasse 15 eine feste, allseits bekannte Anlaufstelle. Sie verbanden den klassischen Anspruch ihres Vaters mit sozialem und gesellschaftlichem Engagement in Tamsweg. Ein weiteres Verdienst bestand darin, dass sie eine größere Anzahl begabter Buben aus dem Bezirk ausfindig machte und für diese eine Unterkunft mit Besuch eines Gymnasiums in Salzburg auswählte, deren Eltern dabei unterstützte und in den Ferien davor in ihrem Haus für die Aufnahmsprüfung vorbereitete. Dadurch war es den meisten möglich, die Matura abzulegen und wurde von Ihnen später u.a. die Laufbahn von Priestern und Lehrern eingeschlagen. Eine allgemein bildende höhere Schule gab es zu dieser Zeit im Bezirk Tamsweg noch nicht. Anna Guggenberger verstarb am 17. Juli 1970 im Landeskrankenhaus Salzburg und ist am Friedhof in Tamsweg bestattet.

Auszeichnungen

1955 Schulrat

Quelle

  • Taufbuch Mauterndorf, Jahr 1895, Seite 149
  • Schulchronik VS Sauerfeld
  • Peter Heiß