Stadlmeistergut

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Das Stadlmeistergut ist ein nicht mehr bestehendes Gebäude in Niederalm im Flachgau.

Geschichte

Erzbischof Adalbert II. schenkte 1193 der Fürstpropstei Berchtesgaden ein Gut in Niederal. Die Fürstpropstei nahm daraufhin 1193/94 am Gutratberg (damals Tuval) die Salzgewinnung auf, Sole wurde über Holzrohre zum in Niederalm errichteten Sudhaus geführt.

Die Brüder Otto und Kuno von Gutrat (siehe Guetrater) erlaubten dann 1252 dem Stift Berchtesgaden die freie Salzdurchfuhr durch ihren Gerichtsbezirk Grafengaden und die Errichtung eines Salzlagers am Ufer der Salzach in Rif. Der Stadelmeister, der die Aufsicht über das Salzlager, den Salzstadel, hatte, wohnte auf jenem Hof, den Erzbischof Adalbert II. 1193 der Fürstpropstei in Niederalm geschenkt hatte.

Das Stadlmeistergut diente bis 1709 als Amtssitz des Stadelmeisters und wurde erst dann an Bauern vergeben. Mit der Säkularisation der Fürstpropstei 1803 kam der ansehnliche Hof zum Salzburger Hofurbar, dem er bis zur allgemeinen Grundentlastung 1848 unterworfen blieb. Es wurde im Jahr 2000 abgebrochen.

Quelle

  • Heinz Dopsch, Ewald Hiebl: Kultur, Geschichte und Wirtschaft von Anif, Niederalm, Neu-Anif, 2003, Herausgeber: Gemeinde Anif, Beitrag Unter erzbischöflicher Herrschaft - Anif im Mittelalter und an der Wende zur Neuzeit, Heinz Dopsch