Das war unsere Zeit! Eine Generation erinnert sich

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"Das war unsere Zeit" Buchpräsentation in Goldegg
Es war unsere Zeit, Ausgabe für den Flachgau, Buchumschlag

Das war unsere Zeit! Eine Generation erinnert sich war ein Projekt des Salzburger Bildungswerkes, das im Herbst 2012 startete.

Das Projekt

Im ganzen Land Salzburg wurden Geschichten, die das Leben schrieb, in Form von Interviews und Videoaufzeichnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zusammengetragen. Ziel war, in jeder Gemeinde des Bundeslandes zwei bis drei Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Geburtsjahrgänge vor 1933 über das damalige Alltagsleben zu befragen. Nach zwei Jahren ist dieses Ziel erreicht: 265 Interviews wurden in 116 Salzburger Gemeinden geführt und aufgezeichnet, 13 950 Minuten an Videoaufnahmen zur weiteren Verwendung produziert. Für den Pongau sind diese Interviews nun auch als Buch erhältlich (siehe Das war unsere Zeit (Buchpräsentation)).

"Sämtliche Gespräche stellen ein besonderes Stück Salzburger Geschichte dar, wurden dokumentiert, archiviert und können so für nachkommende Generationen identitätsstiftend wirken", ist der Initiator des Projektes, Dr. Alfred Berghammer, Leiter des Arbeitskreises Seniorenbildung im Salzburger Bildungswerk, überzeugt. "Mit diesen Aufzeichnungen ist ein besonderer Schatz an Erinnerungen entstanden." Finanziell unterstützt wurde das Salzburger Bildungswerk vom Land Salzburg.

Großes ehrenamtliches Engagement

Bei der Suche nach Interviewpartnern wurde das Projekt von den örtlichen Bildungswerken und den Gemeinden unterstützt. Die Initiative war von Beginn an auf großes ehrenamtliches Engagement ausgerichtet: Rund 20 Personen arbeiteten im Kern- beziehungsweise Projektteam mit. Neun Interviewer stellten sich nach einer kurzen Schulung in Interviewtechnik der Aufgabe, mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im ganzen Land Salzburg Gespräche zu führen und diese aufzuzeichnen. Sie haben dafür rund 600 Stunden ihrer Freizeit investiert.

Die Generation der über 80-Jährigen hat so viele Veränderungen erlebt wie keine Generation zuvor. "Das Projekt sollte die älteren Personen zum Erzählen aktivieren und bei den Jüngeren Interesse wecken", brachte Projektkoordinatorin Stefanie Walch die Zielsetzung auf den Punkt. Auch gehe es darum, diese mündlich überlieferte Geschichte in Archiven und Chroniken festzuhalten. Jede Gemeinde und alle Zeitzeuginnen und Zeitzeugen haben zudem eine DVD mit dem aufgezeichneten Video erhalten. Die Kooperation mit dem Freien Fernsehen Salzburg (FS1), in dem in den vergangenen zwei Jahren wöchentlich Interviews ausgestrahlt wurden, sollte helfen, diese Lebensgeschichten vielen Interessierten zugänglich zu machen. Alfred Berghammer: "Prominente Zeitzeuginnen und Zeitzeugen waren eher die Ausnahmen. Wir sind überzeugt, dass jede einzelne Lebenserinnerung mit Anekdoten und Schilderungen des täglichen Lebens wertvoll ist."

Quelle