Privilegien der Salzburger Erzbischöfe: Unterschied zwischen den Versionen

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{{stub}}Die [[Salzburger Erzbischöfe]] besaßen drei besondere '''Privilegien''' vom Papst:
Die [[Salzburger Erzbischöfe]] besaßen drei besondere '''Privilegien''' vom Papst:


==Das Tragen von Purpur==
==Das Tragen von Purpur==
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Erzbischof [[Eberhard I. von Biburg]] wurde am [[28. Februar]] [[1162]] zum ''legatus a latere'', zum persönlichen Vertreter des Papstes für  Deutschland bestellt. Diese Privileg war normalerweise nur Kardinälen vorbehalten. Sein Nachfolger, Erzbischof [[Konrad III. von Wittelsbach]] wurde dann [[1179]] zum ständigen Legaten, zum ''legatus apostolicae sedis in Noricum'' ernannt. Seit 1179 trugen die Erzbischöfe als Zeichen ihrer Würde bei feierlichen Anlässen in ihrer Diözese auch den "Legatenpurpur".  
Erzbischof [[Eberhard I. von Biburg]] wurde am [[28. Februar]] [[1162]] zum ''legatus a latere'', zum persönlichen Vertreter des Papstes für  Deutschland bestellt. Diese Privileg war normalerweise nur Kardinälen vorbehalten. Sein Nachfolger, Erzbischof [[Konrad III. von Wittelsbach]] wurde dann [[1179]] zum ständigen Legaten, zum ''legatus apostolicae sedis in Noricum'' ernannt. Seit 1179 trugen die Erzbischöfe als Zeichen ihrer Würde bei feierlichen Anlässen in ihrer Diözese auch den "Legatenpurpur".  


Alle nachkommenden Erzbischöfe führen bis zum heutigen Tag gleichzeitig mit dem Erhalt des Palliums (ein weißwollenes Band mit sechs schwarzen Kreuzen) auch den Titel des "legatus natus" (der "geborene" Gesandte, ab Amtsübernahme als Erzbischof).  
Alle nachkommenden Erzbischöfe führen bis zum heutigen Tag gleichzeitig mit dem Erhalt des [[Pallium]]s (ein weißwollenes Band mit sechs schwarzen Kreuzen) auch den Titel des "legatus natus" (der "geborene" Gesandte, ab Amtsübernahme als Erzbischof).  


Dieses Privileg des Tragens von Purpur ohne dem Karidinalstitel zu tragen, war auch ein Grund dafür, weshalb sich die Salzburger Erzbischöfe nicht besonders um die Karinalswürde kümmerten.
Dieses Privileg des Tragens von Purpur ohne dem Karidinalstitel zu tragen, war auch ein Grund dafür, weshalb sich die Salzburger Erzbischöfe nicht besonders um die Karinalswürde kümmerten.
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Ebenfalls noch heute führen die Salzburger Erzbischöfe den Titel "Primas Germaniae". Allerdings wurde er ihnen nie wirklich verliehen. Das Tragen dieses Titels geht auf einen  Streit zwischen den Metropoliten von Magdeburg und Salzburg um den Vorsitz auf der geistlichen Fürstenbank bei den Reichstagen der frühen Neuzeit zurück.  
Ebenfalls noch heute führen die Salzburger Erzbischöfe den Titel "Primas Germaniae". Allerdings wurde er ihnen nie wirklich verliehen. Das Tragen dieses Titels geht auf einen  Streit zwischen den Metropoliten von Magdeburg und Salzburg um den Vorsitz auf der geistlichen Fürstenbank bei den Reichstagen der frühen Neuzeit zurück.  


Nach der [[Säkularisation]] von Magdeburg 1648 und dem Tod des letzten Administrators 1680 erhielt Salzburg Position und Titel. Der päpstliche Gerichtshof, die ''Rota Romana'', hat diese Würde [[1691]] bestätigt.  
Nach der [[Säkularisation]] von Magdeburg 1648 und dem Tod des letzten Administrators 1680 erhielt Salzburg Position und Titel. Der päpstliche Gerichtshof, die ''Rota Romana'', hat diese Würde [[1691]] bestätigt. Der Titel Primas Germaniae brachte zum Ausdruck, dass der Salzburger Erzbischof den Vorsitz der Geistlichen Bank im Reichsfürsten-Kollegium innehatte.  


So kam es, dass die Salzburger Erzbischöfe [[Maximilian Josef von Tarnóczy]] und [[Andreas Rohracher]] auf den vatikanischen Konzilien des 19. und 20. Jahrhunderts ihren Sitz nicht unter den Erzbischöfen, sondern unter den ''Primates'' hatten.
So kam es, dass die Salzburger Erzbischöfe [[Maximilian Josef von Tarnóczy]] und [[Andreas Rohracher]] auf den vatikanischen Konzilien des 19. und 20. Jahrhunderts ihren Sitz nicht unter den Erzbischöfen, sondern unter den ''Primates'' hatten.


==Das selbständige Besetzungsrecht des Salzburger Erzbischofs von seinen vier Eigenbistümern==  
==Das selbständige Besetzungsrecht des Salzburger Erzbischofs von seinen vier Eigenbistümern==  
Die Bistümer [[Bistum Chiemsee|Chiemsee]], [[Bistum Gurk|Gurk]], [[Bistum Lavant|Lavant]] und [[Bistum Seckau|Seckau]] waren von Salzburger Erzbischöfen gegründet und aus dem Gute seiner Erzdiözese ausgestattet worden. Ihre Inhaber wurden von den Salzburger Erzbischöfen als den Häuptern der Kirchenprovinz geweiht, waren also Suffraganbischöfe, hatten aber als Herrn für ihre „Weltlichkeit" den Erzbischof von Salzburg über sich, der sie in die Besitzungen ihrer Anstalten einwies.
Die Bistümer [[Bistum Chiemsee|Chiemsee]], [[Bistum Gurk|Gurk]], [[Bistum Lavant|Lavant]] und [[Seckau]] waren von Salzburger Erzbischöfen gegründet und aus dem Gute seiner Erzdiözese ausgestattet worden. Ihre Inhaber wurden von den Salzburger Erzbischöfen als den Häuptern der Kirchenprovinz geweiht, waren also Suffraganbischöfe, hatten aber als Herrn für ihre "Weltlichkeit" den [[Erzbischof von Salzburg]] über sich, der sie in die Besitzungen ihrer Anstalten einwies.


==Quellen==
==Quellen==
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[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
[[Kategorie:Weltanschauung]]
[[Kategorie:Religion]]
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[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Geschichte (Kirche)]]
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
[[Kategorie:Katholische Kirche]]