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	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-28T09:50:17Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Diskussion:Salzburger_Bauernaufst%C3%A4nde_und_-kriege&amp;diff=2216685</id>
		<title>Diskussion:Salzburger Bauernaufstände und -kriege</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Diskussion:Salzburger_Bauernaufst%C3%A4nde_und_-kriege&amp;diff=2216685"/>
		<updated>2024-01-21T22:45:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WOMO: /* Überschrift */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Eustachius von Heiterwang ==&lt;br /&gt;
Es geht um den Ort der Befreiung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quelle Gerhard Florey schreibt auf Seite 29: &#039;&#039;...Er sollte seine strenge Strafe im Schlosse Mittersill im Oberpinzgau verbüßen. Aber schon in &#039;&#039;&#039;St. Leohnhard&#039;&#039;&#039;, nur wenige Stunden von Salzburg entfernt, wurde ...&#039;&#039; [er dann befreit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wurde heute der Ort seiner Befreiung aber in &#039;&#039;Schellenberg nächst Grödig&#039;&#039; geändert. Leider gibt zu dieser Änderung keine Quellenangabe. Ich fand aber im Artikel [[Matthias Stöckl]] auch die Nennung &amp;quot;Schellenberg&amp;quot; (dort gibt es eine Quellenangabe → Heinz Dopsch und Hans Spatzenegger).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damit die Sache nicht einfacher wird: Auf der Internetseite [http://www.bauernkriege.de/gaismair.html www.bauernkriege.de] steht &#039;&#039;... Die Verhaftung des lutherischen Predigers durch östereichischen Befehl am 15. Juni 1524 führte &#039;bei seiner &#039;&#039;&#039;Überstellung &amp;lt;u&amp;gt;nach&amp;lt;/u&amp;gt; Salzburg&#039;&#039;&#039; am 8. Mai 1525 zu seiner Befreiung durch revoltierende Bauern ...&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt wäre es natürlich interessant zu erfahren, ob Florey mit St. Leonhard oder Dopsch/Spatzenegger mit Schellenberg recht haben und ob es bei der Überstellung von oder nach passierte. Wurden Gefangene durch die Propstei Berchtesgaden in den Pinzgau geführt oder war es eine Route durch das Salzachtal? Über eine Klärung mit Quellenangabe freut sich Pete (--[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 20:45, 3. Okt. 2021 (CET))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Für die sehr genaue Recherche bedanke ich mich. Nur so kann Salzburgwiki wachsen. Meine Hochachtung für diese Exaktheit.  Aus meiner Sicht besteht an der Expertise von Univ. Prof. Dopsch aber hier kein Zweifel. Gerhard Florey war dagegen - mir persönlich bestens bekannter und sehr geschätzter - Pfarrer (der meine Eltern getraut und mich getauft hat) und nicht wirklich Historiker. Natürlich ging der Weg für die Gefangenen über das befreundete Berchtesgaden und den Hirschbichl nach Weißbach bei Lofer und weiter in den Oberpinzgau (Mittersill). Die einstige Hauptstraße ist bis heute im Nationalpark als &amp;quot;Fahrstraße mit Fahrverbot&amp;quot; gut erhalten. Natürlich war Eustachius Heiterwang zuvor &#039;&#039;&#039;nach&#039;&#039;&#039; Salzburg überstellt worden. Das ist ja logisch. (Auf &amp;quot;österreichischen&amp;quot; Befehl ist hier aber nicht gut gewählt. Damals waren die Tiroler Habsburger mit Ferdinand I. ja recht eigenständig. &amp;quot;Revoltierende Bauern&amp;quot; ist ebenso nicht gut gewählt, wenige Bauernburschen verursachen sicher keine &amp;quot;Revolution&amp;quot;. Als Originalquelle ist die Internetseite nicht wirklich hieb- und stichfest.) Übrigens am Rande: Damals hieß St. Leonhard (das bis 1803 zur Fürstprobstei Berchtesgaden und erst ab 1816 zum Land Oberösterreich-Salzburg und dabei bald zu Grödig gehörte) noch &amp;quot;Grafengaden&amp;quot;. Die blitzschnelle Befreiung hinter dem Rücken der Bewacher am Wegesrand vor einem Gasthaus fand damit sicher nicht mehr auf salzburgischem Boden statt. Welches Wirtshaus damals genau wo stand, lässt sich aber sicher nicht mehr klären.   --[[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]] ([[Benutzer Diskussion:Dr. Reinhard Medicus|Diskussion]]) 21:56, 3. Okt. 2021 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift  ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde es positiv, dass auch die weiteren Aufstände vom Igelbund chronologisch aufsteigend ab dem 15. Jahrhundert genannt werden. Meine bescheidene Frage: Die ersten genannten Erhebungen liegen allerdings nicht im 16. Jahrhundert. Sollte daher nicht aus systematischen Gründen in der Überschrift die Wortfolge &amp;quot;im 16. Jahrhundert&amp;quot; einfach entfallen? &lt;br /&gt;
Da sich im kommenden Jahr die Ereignisse zum 500.Mal jähren, könnte ich mir vorstellen, dass unter verschiedenen Begriffen im SalzburgWiki gesucht werden wird.  &lt;br /&gt;
Ich würde daher gerne das Thema &amp;quot;Salzburger Knappen- und Bauernaufstand&amp;quot; anlegen, allerdings &#039;&#039;&#039;nur&#039;&#039;&#039; um die Begriffsfindung Knappen- und Bauernaufstand kurz darzustellen. Der entsprechende - allerdings kurze - Hinweis im deutschsprachigen Wiki ist richtig, sollte aber im Regionalwiki meines Erachtens doch noch ein bisschen spezifischer dargestellt werden. Darüber hinaus sollten allerdings keine weiteren Inhalte unter &amp;quot;Salzburger Knappen- und Bauernaufstand&amp;quot; aufscheinen, denn als Weiterführung wäre eben auf den bereits angelegten Abschnitt hier zu verweisen, um Redundanzen zu vermeiden. Was ist die Meinung der Admins und Experten dazu?  --[[Benutzer:WOMO|WOMO]] ([[Benutzer Diskussion:WOMO|Diskussion]]) 21:11, 15. Jan. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Danke für diesen Hinweis, ich habe den Artikel entsprechend geändert. Bei einem neuen Artikel &amp;quot;Salzburger Knappen- und Bauernaufstand&amp;quot; wäre zu überlegen, ob nicht noch eine Jahrhundertangabe dazu sollte. Denn sonst ist es etwas verwirrende einen Artikel &amp;quot;Salzburger Bauernaufstand&amp;quot; und einen &amp;quot;Salzburger Knappen- und Bauernaufstand&amp;quot; vorzufinden - worin liegt der Unterschied ...? Es spricht auch nichts dagegen, den  Artikel &amp;quot;Salzburger Bauernaufstand&amp;quot; insofern zu kürzen, als dass Teile, die in den neuen &amp;quot;&amp;quot;Salzburger Knappen- und Bauernaufstand&amp;quot;-Artikel gehörten dorthin kopiert werden. Hier bliebe dann lediglich eine kurze Einleitung/Übersicht meint dankend --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 21:38, 15. Jan. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Danke wiederum für Ihren Hinweis. Klar muss eine Jahresangabe erfolgen! --[[Benutzer:WOMO|WOMO]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ich bin mit der Überschrift Salzburger Bauernaufstände durchaus zufrieden. Diese Bauernaufstände reihen sich insgesamt ja doch in die verschiedenen Aufstände der Bauern vor allem im süddeutschen Raum ein. Der Begriff Bauernaufstände ist kurz und bündig. Dass sich in Salzburg als Rädelsführer auch Bergleute, also Gewerken beteiligten ist unbestritten, die Knappen spielen dagegen landesweit kaum eine Rolle, sie können bei der Namensgebung daher entfallen. (Der Begriff &amp;quot;Bauern und Knappen&amp;quot; mag hier für die Steiermark passend sein, ist aber für den Aufstand im ganzen Land Salzburg weniger schlüssig) --[[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]] ([[Benutzer Diskussion:Dr. Reinhard Medicus|Diskussion]]) 23:00, 15. Jan. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Die bisherige Diskussion zeigt es genau, dass gerade in einem Salzburg Wiki hier für Salzburgs Landesgeschichte &#039;&#039;&#039;die Besonderheit&#039;&#039;&#039; des übergreifenderen &amp;quot;Knappen- und Bauernaufstandes&amp;quot; herausgearbeitet werden soll. Das ist eben genau der Unterschied zu den meisten anderen Bauernaufständen dieser Epoche in Mitteleuropa. Für den Teil 1526 wäre die Bezeichnung &amp;quot;Pinzgauer Bauernaufstand 1526&amp;quot; sicher richtiger und angebrachter, da sich hier eben die Reste der Bauern (ohne die Salzburger, wenn auch mit den Schladminger Knappen) zusammenfanden (s.u.) und noch einmal aufbegehrten. &lt;br /&gt;
Selbst wenn Dopsch vielleicht der Zeit entsprechend (eingebettet in die wissenschaftliche Hochphase der deutschen Bauernkriegsforschung das Kapitel) in der &#039;&#039;&#039;Geschichte Salzburgs (Bd. II/1)&#039;&#039;&#039; das von ihm selbst verfasste Kapitel I. &amp;quot;Bauernkrieg und Glaubensspaltung&amp;quot; nennt, findet sich im Text nicht nur die etwas vereinfachende (und kürzere) Ausdrucksweise &amp;quot;Bauernkrieg&amp;quot; wieder (z.B.: S. 57), sondern ganz klare Hinweise auf eine etwas darüber hinausgehende und damit noch präzisere Betrachtung.&lt;br /&gt;
Nur ein paar Beispiele, damit man nicht lange nachlesen muss:&lt;br /&gt;
S. 57: &amp;quot;Die Bezeichnung &amp;quot;Bauernkrieg&amp;quot; wird der Bewegung des Jahres 1525 sicher [sic!] nicht gerecht&amp;quot;. Auch wenn die Bauern einen  &amp;quot;wesentlichen Teil des Heeres&amp;quot; stellten, &amp;quot;aber die Initiative ging zweifellos von den Gewerken aus, und die Bergknappen stellten den harten Kern der kämpfenden Truppe. Es geht daher nicht nur um die Gewerken auf der Dienstgeberseite, die die Initiative ergriffen haben, sondern auch darum, dass sie ihre (lohnabhängigen) unselbständig tätigen Knappen (vielleicht auch die (teil)selbständigen Hauer), die einen wichtigen Teil der kämpfenden &amp;quot;Truppe&amp;quot; bildeten, zum Kampf abstellten.   &lt;br /&gt;
S.57: Der obige Hinweis in der gegenständlichen Diskussion, dass sich die Gewerken hauptsächlich im Kampf um Schladming verdient gemacht hätten, sollte  in einem etwas anderen Licht erscheinen. U.a. Dopsch verweist zwar einerseits auf den &amp;quot;kampferprobten Söldnerführer .... Dietrichstein&amp;quot;, was sich auf die Ereignisse in und um Schladming bezeiht. Im gleichen Absatz auf S. 57 erwähnt Dopsch allerdings auch den Söldnerführer Georg von Frundsberg, der in Schladming keine, sondern bei der Pattsituation in Salzburg eine Rolle spielte. Und weiter: &amp;quot;Weniger darf man diese Erfolge [gemeint kann somit nur die Gesamtheit der Erfolge im ganzen Land und nicht nur in Schladming sein] weniger den schlecht ausgerüsteten Bauern zuschreiben,...Maßgeblich waren vielmehr das Organisations- und Führungstalent der Gewerken und [sic!] die mehrfach hervorgehobene Kampfkraft der Bergknappen...&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
S. 72: Das blutige Finale des Jahres 1526 rechtfertigt es noch am ehesten, auch in Salzburg von einem &amp;quot;Bauernkrieg&amp;quot; zu sprechen. Die Bauern hätten &amp;quot;zweifellos den höchsten Blutzoll geleistet...&amp;quot;, weil sie die meisten Mitglieder der kämpfenden Truppe gestellt hätten, &amp;quot;an Kampferfahrung und Waffentechnik  aber hinter ... und Knappen weit zurückstanden. &lt;br /&gt;
Da letztlich die Bauern - unabhängig vom Blutzoll - auch die finanziellen Belastungen (&amp;quot;Brandschatzungen&amp;quot;) als Ersatz für die Kriegskosten zu tragen hatten, sich die Gewerken allerdings rasch mit dem Erzbischof und Landesherrn &amp;quot;geeinigt&amp;quot; hatten, blieben erstere &#039;irgendwie über&#039;. Ohne Dopsch jetzt nachträglich interpretieren zu wollen, blieb auch dies vielleicht in seinem Hinterkopf, wenn er letztlich dann doch auch immer wieder vom &amp;quot;Bauernkrieg&amp;quot; sprach.   &lt;br /&gt;
M. E. schwankt auch Dopsch ständig zwischen den Bezeichnungen hin und her, was im Rahmen seiner vielfältigen Publikationstätigkeit auch zum (internationalen) Thema &amp;quot;Bauernkrieg&amp;quot; und Gaismair nicht verwunderlich erscheint. &#039;&#039;&#039;&#039;Er liefert aber selbst am laufenden Band (!) genau die Argumente, weshalb man sich in Salzburg aufgrund der besonderen Situation eine letztlich genauere Ausdruckswiese wählen sollte.&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die gleichen Begriffe finden sich auch in seiner &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Kleinen Geschichte Salzburgs&amp;quot;&#039;&#039;&#039; (2014):&lt;br /&gt;
S. 114: &amp;quot;Gewerken und Knappen beschlossen... den Kampf gegen den Kardinal&amp;quot;. &lt;br /&gt;
S. 114: &amp;quot;...öffneten Sympathisanten dem Bauernheer die Stadttore&amp;quot;. &lt;br /&gt;
S. 119: Das Bündnis von Gewerken und Knappen, Bauern und Stadtbewohnern...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher wiederhole ich in Anlehnung an Sallaberger meinen vor einigen Tagen - ohnedies als vermittelnder Vorschlag gedacht -  im Salzburg Wiki die Sondersituation Salzburgs durch einen NEUEN KURZEINTRAG &amp;quot;Salzburger Knappen- und Bauernaufstand 1525 (1526)&amp;quot; mit den wesentlichen Aspekten dieser Diskussion und ob es sich um einen oder zwei Aufstände handelte, darzustellen, dann aber auf den bereits bestehenden Abschnitt zu verweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dopsch unterteilt in der &#039;&#039;&#039;Geschichte Salzburgs (Bd. II/1)&#039;&#039;&#039; richtigerweise weiters auf S. 58, die Ereignisse des Knappen- und Bauernaufstands in die Ereignisse 1525 und in jene des Jahres 1526. (&amp;quot;Deshalb sollte gerade Salzburg das einzige Land im römisch-deutschen -Reich sein, wo man nach dem Ende (sic!) des großen &amp;quot;Bauernkrieges&amp;quot; 1525 im folgenden Jahr nochmals (sic!) zu den Waffen griff&amp;quot;). Dieser Besonderheit Salzburgs sollte m. E. eben auch wieder im Salzburg Wiki Rechnung getragen werden. Auch auf S. 63 lautet eine Zwischenüberschrift im Text von Dopsch &amp;quot;Michael Gaismair und der &#039;Pinzgauer Bauernkrieg&#039; 1526, denn &amp;quot;Auch die Großgewerken aus Gastein und Rauris standen dem neuerlichen Krieg ablehnend gegenüber&amp;quot; .   &lt;br /&gt;
In der &amp;quot;Kleinen Geschichte Salzburgs (2014)&amp;quot;, S. 118 wiederum spricht Dopsch von &amp;quot;einem neuerlichen (sic!) Aufstand Ende März 1526 im Pinzgau..., der bald auch den Pongau erfasste&amp;quot;.  --[[Benutzer:WOMO|WOMO]] ([[Benutzer Diskussion:WOMO|Diskussion]])&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WOMO</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Diskussion:Salzburger_Bauernaufst%C3%A4nde_und_-kriege&amp;diff=2214279</id>
		<title>Diskussion:Salzburger Bauernaufstände und -kriege</title>
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		<updated>2024-01-15T20:11:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WOMO: Neuer Abschnitt /* Überschrift  */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Eustachius von Heiterwang ==&lt;br /&gt;
Es geht um den Ort der Befreiung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quelle Gerhard Florey schreibt auf Seite 29: &#039;&#039;...Er sollte seine strenge Strafe im Schlosse Mittersill im Oberpinzgau verbüßen. Aber schon in &#039;&#039;&#039;St. Leohnhard&#039;&#039;&#039;, nur wenige Stunden von Salzburg entfernt, wurde ...&#039;&#039; [er dann befreit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wurde heute der Ort seiner Befreiung aber in &#039;&#039;Schellenberg nächst Grödig&#039;&#039; geändert. Leider gibt zu dieser Änderung keine Quellenangabe. Ich fand aber im Artikel [[Matthias Stöckl]] auch die Nennung &amp;quot;Schellenberg&amp;quot; (dort gibt es eine Quellenangabe → Heinz Dopsch und Hans Spatzenegger).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damit die Sache nicht einfacher wird: Auf der Internetseite [http://www.bauernkriege.de/gaismair.html www.bauernkriege.de] steht &#039;&#039;... Die Verhaftung des lutherischen Predigers durch östereichischen Befehl am 15. Juni 1524 führte &#039;bei seiner &#039;&#039;&#039;Überstellung &amp;lt;u&amp;gt;nach&amp;lt;/u&amp;gt; Salzburg&#039;&#039;&#039; am 8. Mai 1525 zu seiner Befreiung durch revoltierende Bauern ...&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt wäre es natürlich interessant zu erfahren, ob Florey mit St. Leonhard oder Dopsch/Spatzenegger mit Schellenberg recht haben und ob es bei der Überstellung von oder nach passierte. Wurden Gefangene durch die Propstei Berchtesgaden in den Pinzgau geführt oder war es eine Route durch das Salzachtal? Über eine Klärung mit Quellenangabe freut sich Pete (--[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 20:45, 3. Okt. 2021 (CET))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Für die sehr genaue Recherche bedanke ich mich. Nur so kann Salzburgwiki wachsen. Meine Hochachtung für diese Exaktheit.  Aus meiner Sicht besteht an der Expertise von Univ. Prof. Dopsch aber hier kein Zweifel. Gerhard Florey war dagegen - mir persönlich bestens bekannter und sehr geschätzter - Pfarrer (der meine Eltern getraut und mich getauft hat) und nicht wirklich Historiker. Natürlich ging der Weg für die Gefangenen über das befreundete Berchtesgaden und den Hirschbichl nach Weißbach bei Lofer und weiter in den Oberpinzgau (Mittersill). Die einstige Hauptstraße ist bis heute im Nationalpark als &amp;quot;Fahrstraße mit Fahrverbot&amp;quot; gut erhalten. Natürlich war Eustachius Heiterwang zuvor &#039;&#039;&#039;nach&#039;&#039;&#039; Salzburg überstellt worden. Das ist ja logisch. (Auf &amp;quot;österreichischen&amp;quot; Befehl ist hier aber nicht gut gewählt. Damals waren die Tiroler Habsburger mit Ferdinand I. ja recht eigenständig. &amp;quot;Revoltierende Bauern&amp;quot; ist ebenso nicht gut gewählt, wenige Bauernburschen verursachen sicher keine &amp;quot;Revolution&amp;quot;. Als Originalquelle ist die Internetseite nicht wirklich hieb- und stichfest.) Übrigens am Rande: Damals hieß St. Leonhard (das bis 1803 zur Fürstprobstei Berchtesgaden und erst ab 1816 zum Land Oberösterreich-Salzburg und dabei bald zu Grödig gehörte) noch &amp;quot;Grafengaden&amp;quot;. Die blitzschnelle Befreiung hinter dem Rücken der Bewacher am Wegesrand vor einem Gasthaus fand damit sicher nicht mehr auf salzburgischem Boden statt. Welches Wirtshaus damals genau wo stand, lässt sich aber sicher nicht mehr klären.   --[[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]] ([[Benutzer Diskussion:Dr. Reinhard Medicus|Diskussion]]) 21:56, 3. Okt. 2021 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift  ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde es positiv, dass auch die weiteren Aufstände vom Igelbund chronologisch aufsteigend ab dem 15. Jahrhundert genannt werden. Meine bescheidene Frage: Die ersten genannten Erhebungen liegen allerdings nicht im 16. Jahrhundert. Sollte daher nicht aus systematischen Gründen in der Überschrift die Wortfolge &amp;quot;im 16. Jahrhundert&amp;quot; einfach entfallen? &lt;br /&gt;
Da sich im kommenden Jahr die Ereignisse zum 500.Mal jähren, könnte ich mir vorstellen, dass unter verschiedenen Begriffen im SalzburgWiki gesucht werden wird.  &lt;br /&gt;
Ich würde daher gerne das Thema &amp;quot;Salzburger Knappen- und Bauernaufstand&amp;quot; anlegen, allerdings &#039;&#039;&#039;nur&#039;&#039;&#039; um die Begriffsfindung Knappen- und Bauernaufstand kurz darzustellen. Der entsprechende - allerdings kurze - Hinweis im deutschsprachigen Wiki ist richtig, sollte aber im Regionalwiki mrinrd Erachtens doch noch ein bisschen spezifischer dargestellt werden. Darüber hinaus sollten allerdings keine weiteren Inhalte unter &amp;quot;Salzburger Knappen- und Bauernaufstand&amp;quot; aufscheinen, denn als Weiterführung wäre eben auf den bereits angelegten Abschnitt hier zu verweisen, um Redundanzen zu vermeiden. Was ist die Meinung der Admins und Experten dazu?  --[[Benutzer:WOMO|WOMO]] ([[Benutzer Diskussion:WOMO|Diskussion]]) 21:11, 15. Jan. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WOMO</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Daten_und_Fakten_zu_den_Salzburger_Festspielen&amp;diff=2214075</id>
		<title>Daten und Fakten zu den Salzburger Festspielen</title>
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		<updated>2024-01-15T12:35:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WOMO: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel werden &#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zu den [[Salzburger Festspiele]]n gesammelt, soweit sie bereits vorhanden sind. Ergänzungen sind natürlich willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten 2009 ==&lt;br /&gt;
Eine Erhebung der [[Wirtschaftskammer Salzburg]] aus 2009 über die Daten der Festspiele 2008 ist zu entnehmen&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Wirtschaft (Zeitung)]], 24. Juli 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* 49 Millionen Euro beträgt das Budget, davon werden 74 % durch Kartenverkäufe, Sponsorengelder und Einnahmen aus Rundfunkrechten eingenommen; der Rest muss von subventioniert werden: Bund 40 Prozent, Stadt, Land und Tourismusfonds je 20 Prozent&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fenster&amp;quot;&amp;gt;Quelle dieser Daten: [[Salzburger Fenster]], 29. Juli 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neben 3&amp;amp;nbsp;145 saisonal angestellten Mitarbeitern sind 200 das ganze Jahr über fest angestellt&lt;br /&gt;
* 2008 besuchten 254&amp;amp;nbsp;000 Personen aus 68 Nationen die Festspiele&lt;br /&gt;
* Der Kartenverkauf lag bei 93 % für sieben Opern, 10 Schauspielaufführungen und 60 Konzerten mit insgesamt 186 Vorstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiters stellt die Studie fest, dass rund 94 Mio Euro in Tourismusbetrieben, Handel oder Transport von den Besuchern fließen, davon allein in Hotellerie und Gastronomie rund 72 Mio Euro. Durch die Umsatzsteuer nimmt das Finanzamt rund 10 Mio Euro ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72 Prozent der nicht Salzburger einheimischen Gäste seien Stammkunden, 60 Prozent waren bereits zehnmal bei den Salzburger Festspielen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 7,1 Tage, die damit deutlich länger ist als für den gesamten Salzburger [[Fremdenverkehr]] (4,3 Tage) und den reinen Städtetourismus (1,8 Tage). Durchschnittlich geben die Festspielgäste € 297.-- pro Tag aus, davon € 227.-- für Unterkunft und Verpflegung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aufgrund des Rückgangs des Kartenverkaufs im Sommer 2009 um rund 11 Prozent werden für 2009 nur mehr 221.000 Karten aufgelegt werden. 2008 gab man durchschnittlich € 118.-- pro Eintrittskarte aus, 2009 waren es € 113.--. 2009 sparte man rund € 600.000.-- bei den Werkstätten, Aushilfspersonal und Künstlerhonoraren ein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fenster&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleichsdaten 2010/11&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Wirtschaft (Zeitung)]], 22. Juli 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
Budget 2011: € 52 Millionen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Finanzierung: Kartenfinanzierung 50 %, Sponsoren 10 %, Subventionen 25 %, TV-Rechte und sonstige Einnahmen 15 %&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auslastung 2010: 95 % &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Besucher 2010: rund 250&amp;amp;nbsp;000 Gäste aus 72 Nationen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Personal: 200 fest und 3&amp;amp;nbsp;145 saisonal angestellte Mitarbeiter&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Produktionen 2011: 190 Aufführungen an 35 Tagen an 14 Spielorten in den Sparten Oper, Konzert und Schauspiel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechnungshof-Kritik 2011 ==&lt;br /&gt;
Im Februar 2011 rügte der Rechnungshof, dass die Salzburger Festspiele Freikarten im Wert von angeblich 1,4 Mill. bis 2,1 Mill. Euro, hohe Spesen von 500 Euro pro Nächtigung, im Branchenvergleich hohe Bezahlung der Mitglieder des [[Direktorium des Salzburger Festspielfonds|Direktoriums]] und dass angeblich 2005 und 2006 vergessen worden war, 400.000 Euro Subventionen zu verbuchen. Weiters bemängelte der Rechnungshof im kaufmännischen System Mängel wie Unvereinbarkeiten und Kontrollschwächen. Auch gäbe es &#039;&#039;Interessenskonflikte und Personenidentitäten&#039;&#039; von Salzburger Festspielen und [[Salzburger Osterfestspiele|Osterfestspielen]], die zu Unvereinbarkeiten führen. Die Verrechnung beider Institutionen sei &#039;&#039;fehlerhaft und extrem aufwendig&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritisiert wurde auch die mehrfache Unvereinbarkeit für das Am des/der Salzburger [[Landeshauptmann]]/-frau: Mitglied im Namen des Landes Salzburg im Kuratorium (Aufsichtsrat), zugleich Außenvertreter des Festspielfonds und Vertreter der mittelbaren Bundesverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Verwaltung von [[Großes Festspielhaus|Großem Festspielhaus]] (im Besitz des Bundes), [[Felsenreitschule]] und [[Haus für Mozart]] (für die Erhaltung beider Häuser ist der [[Salzburger Festspielhäuser Erhaltungs- und Nutzungsverein]] zuständig) ergab Probleme. Diese Konstruktion löste Unvereinbarkeiten aus, nicht eindeutige Zeichnungsregeln und manchmal doppelte Mietzahlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsidentin [[Helga Rabl-Stadler]] sah die Freikarten nicht als Freikarten, sondern bezeichnet sie als &#039;&#039;Repräsentationskarten&#039;&#039; für Presse und als &#039;&#039;Marketinginstrument&#039;&#039;. Potentielle mögliche Sponsoren erhielten diese oder auch Reisebürochefs, z. B. einer aus Südamerika, sowie &#039;&#039;branchenübliche&#039;&#039; Einladungen für führende Mitarbeiter aus der Theater- oder Musikbranche. Als Beispiele führte sie an: 73 Karten (0,5 %) bei der stark nachgefragten Aufführung von &amp;quot;Romeó et Juliette&amp;quot; oder bei der nur zu 54 % verkauften Aufführung von &amp;quot;Dionysos&amp;quot; hingegen 272 Karten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle SN|26. Februar 2011}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten 2012 ==&lt;br /&gt;
Insgesamt besuchten 278&amp;amp;nbsp;978 Personen die Festspiele im Sommer 2012, also rund 38&amp;amp;nbsp;000 Personen bezahlten für ihren Eintritt nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es drei Benezif-Generalproben, drei ins Große Festspielhaus verlegte  Benefiz-Open-Air-Veranstaltungen, 42 Sonderveranstaltungen und 22 Einlass- und Generalproben als Zusatzveranstaltungen zu den eigentlichen Festspielen. Die Festspiele selbst boten 251 Vorstellungen. Die Benefizveranstaltungen hätten laut Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler 270.000 Euro gebracht, wovon 60.000 für den Neubau &#039;&#039;Radauerstadel&#039;&#039; des [[Tageshospiz Kleingmainerhof|Tageshospiz Kleingmainerhof]] gespendet wurden. Die Karteneinnahmen hätten den budgetierten Betrag um 1,4 Mill. Euro übertroffen. Die Einnahmen aus Sponsoring waren um 1,5 Mill. Euro höher als budgetiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;SN2012&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten 2015 ==&lt;br /&gt;
Die Grundlage für die im Sommer publizierten Berechnungen bildete eine Besucher-Befragung [[2015]], an der über 3&amp;amp;nbsp;000 Festspielbesucher teilnahmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hoher Stammgästeanteil&amp;quot;: 80 % der Festspielbesucher waren Stammgäste. Sie besuchten das Festival mindestens sechs Mal; über zwei Drittel der Gäste gaben an, das Festival jedes Jahr zu besuchen. Der Anteil der Stammgäste ist daher überdurchschnittlich groß, denn weit über die Hälfte der BesucherInnen hatten die Festspiele bereits mindestens zehn Mal besucht. Ein Fünftel hatte 2015 das Festival zwischen einem und fünf Mal besucht, ein Zwanzigstel (fünf Prozent) waren Neukunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Urlaubsmotiv Salzburger Festspiele&amp;quot;: 95 % der befragten Festspielgäste statteten allein wegen der Festspiele Salzburg einen Besuch ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Festspielbesucher bleiben länger&amp;quot;: Sie bleiben überdies länger als der durchschnittliche Stadt Salzburg-Gast (Schnitt sechs Tage). Der Gesamtdurchschnitt aller in der [[Stadt Salzburg]] nächtigenden Touristen lag übers Jahr gerechnet bei 1,7 Tagen. Die Aufenthaltsdauer der außerhalb der Stadt Salzburg nächtigenden Festivalbesucher betrug dagegen rund zehn Tage und dabei spielten auch weitere Urlaubsmotive eine Rolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Festspielgast kommt selten allein&amp;quot;: Bei den Festspielbesuchern kamen mehr als die Hälfte zu zweit. Im Schnitt besuchte jeder Gast fünf Vorstellungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Größte Besuchergruppe kommt aus Deutschland&amp;quot;: Etwas mehr mehr als 41 % der Festspielbesucher kamen aus [[Deutschland]], 38 % aus [[Österreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stabile Tagesausgaben&amp;quot;: Festspielgäste sind verlässlicher Umsatzbringer u. a. für die Hotellerie. 79 % wohnten während ihres Aufenthalts bei einem gewerblichen Unterkunftsgeber, davon in der Hotellerie 71 %. Im Schnitt gab jeder Festspielbesucher 319 Euro (ohne Festspielkarten) pro Tag aus. Davon entfielen auf Übernachtung und Verpflegung 191 Euro (knapp 60 %), 64 Euro (gut 20 %) für gehobene Konsumartikel (Bekleidung, Schmuck) aufgewendet. Auf die Festspielkarten selbst entfielen rund 550 Euro pro Besucherin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Berechnung der Wertschöpfung&amp;quot; in der [[WKS]]-Analyse 2016: Zuerst wurden die direkten Nachfrageimpulse, die aus dem Festspielbetrieb und den Ausgaben der Besucher entstehen, berechnet. Ausgangspunkt waren überdies die 263&amp;amp;nbsp;500 verkauften Karten, von denen wohl rund 80 % an Besucher außerhalb der Region Salzburg gingen. Daraus ergab sich unter Berücksichtigung der (damals geltenden USt.-Sätze) und der Ausgaben der Festspiele für die Produktion der Aufführungen etc. ein bereinigter Nachfrageimpuls von 141 Mio. Euro. Die sogenannten tangiblen (berechenbaren) Effekte bildet das makroökonomische Regionalmodell SAREMO der GAW ab, das wiederum beachtliche Wertschöpfungs- und Einkommenseffekte durch das Salzburg-Festival zeigte. Im Ergebnis weist im [[Bundesland Salzburg]] die Bruttowertschöpfung 2015 (mit den induzierten Welleneffekten bis 2019) einen Wert von insgesamt rund 183 Mio. Euro (in Österreich in Höhe von 215 Mio. Euro) auf. Erstmals werden in der unten angeführten umfassenden regionalwirtschaftlichen und standortbezogenen Analyse auch die vom Salzburg Festival ausgelösten - nicht zählbaren, d. h. intangiblen -  Effekte durch diesen umfassenden Ansatz näher erläutert und zwar: die Kompetenz- und Netzwerkeffekte, der Identitätseffekt, der Beitrag zur Markenbildung von Destinationen, der Marken- und Imageeffekt etc. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kartenverkauf, Auslastung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr!! Intentant!! verkaufte Karten (1)!! Einnahmen Kartenverkauf!! Auslastung in Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005|| [[Peter Ruzicka]]|| 240&amp;amp;nbsp;000|| 21,51 Mill. Euro|| 93,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006|| Peter Ruzicka|| 238&amp;amp;nbsp;000|| 28,63 Mill. Euro || 94,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007|| [[Jürgen Flimm]]|| 224&amp;amp;nbsp;500|| 24,64 Mill. Euro|| 94,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008|| Jürgen Flimm|| 219&amp;amp;nbsp;500|| 25,34 Mill. Euro|| 94,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009|| Jürgen Flimm|| 215&amp;amp;nbsp;500|| 23,12 Mill. Euro|| 93,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010|| Jürgen Flimm|| 220&amp;amp;nbsp;500 || 25,03 Mill. Euro|| 94,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011|| [[Markus Hinterhäuser]]|| 212&amp;amp;nbsp;000|| 24,80 Mill. Euro|| 95,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012|| [[Alexander Pereira]] || 240&amp;amp;nbsp;000|| 28,25 Mill. Euro || 90,0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(1) = inkl. Ermäßigungen, gerundet; Quelle der Daten Rechnungshofbericht&amp;lt;ref name=&amp;quot;SN2012&amp;quot;&amp;gt;{{Quelle SN|1. September 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 2022 ==&lt;br /&gt;
[[2022]] waren für Energie etwa 400.000 Euro an Mehrkosten zu erwarten, und das, nachdem im Winter wegen Corona fast 600.000 Euro an Mieten für die [[Festspielhäuser]] weggefallen waren. Noch gelinge es, dies aufzufangen, sagt [[Lukas Crepaz]] und begründet dies mit Reserven sowie mit dem &amp;quot;fantastischen Ergebnis&amp;quot; der [[Pfingstfestspiele]] und dem &amp;quot;besonders erfreulichen Vorverkauf&amp;quot; für den Sommer.  Die Zusatzförderung fürs [[100 Jahre Salzburger Festspiele|100-Jahr-Jubiläum]] von 2 Mill. Euro wurde [[Salzburger Festspiele 2020|2020]] sowie [[Salzburger Festspiele 2021|2021]] gewährt und für [[Salzburger Festspiele 2022|2022]] großteils beibehalten, sodass Bund, [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]], [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadt]] und [[Tourismusförderungsfonds]] heuer 18 Mill. Euro gewähren (nach 16,8 seit 2018). Wäre aber die Subvention seit dem Jahr [[Salzburger Festspiele 2000|2000]] bloß um die Inflation angepasst worden, müsste sie heuer an die 20 Mill. Euro erreichen. In diesen gut zwei Jahrzehnten summiert sich der Kaufkraftverlust auf 57 Mill. Euro, also fast ein ganzes Jahresbudget der Salzburger Festspiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Eymannsberger |Eymannsberger Helmut]]: &amp;quot;Salzburger Festspiele. Motor für die Wirtschaft, Exzellenz-Infusion für den Standort.&amp;quot; Wertschöpfungsanalyse der Salzburger Festspiele, [[Wirtschaftskammer Salzburg]], Stabstelle Wirtschafts- und Standortpolitik (Hg.) (Standort-Report der WKS 1), Salzburg 2017, 56 S (broch.). &lt;br /&gt;
* Eymannsberger Helmut, [[Bernd Gaubinger|Gaubinger Bernd]], [[Richard Schmidjell|Schmidjell Richard]]: &amp;quot;Bisherige Umwegrentabilitätsberechnungen und Wertschöpfungsanalysen über die Salzburger Festspiele&amp;quot;, in: [[Oskar Dohle|Dohle Oskar]], Eymannsberger Helmut (Hg.): &amp;quot;[[Die Kraft einer Vision. 100 Jahre Salzburger Festspiele: Motor für Kultur und Wirtschaft]]&amp;quot;, Wissenschaftliche Schriftenreihe der Wirtschaftskammer Salzburg, Band 13 [[Schriftenreihe des Salzburger Landesarchivs]], Nr. 32, 2. Aufl., Salzburg 2022, S. 141–156. ISBN 978-3-9519885-3-5. &lt;br /&gt;
* Eymannsberger Helmut, Kurtz Klemens: &amp;quot;Salzburger Festspiele: Motor für Kultur und Wirtschaft. Wertschöpfungsanalyse 2016&amp;quot;, in: Kurt Luger/Franz Rest (Hg.), Alpenreisen, Innsbruck, Wien, Bozen 2017 (Reihe Tourismus: transkulturell&amp;amp;interdisziplinär), S. 465-479. ISBN 978-3-7065-5652-1. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Ursprünglich im Artikel [[Salzburger Festspiele]] und dortige Quellen&lt;br /&gt;
* [https://www.sn.at/kultur/allgemein/salzburger-festspiele-werden-tickets-kuenftig-teurer-122784388 www.sn.at], 15. Juni 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Salzburger Festspiele Geschichte}}&lt;br /&gt;
{{Salzburger Festspiele}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Salzburger Festspielen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburger Festspiele|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung (Musik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WOMO</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Daten_und_Fakten_zu_den_Salzburger_Festspielen&amp;diff=2213925</id>
		<title>Daten und Fakten zu den Salzburger Festspielen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Daten_und_Fakten_zu_den_Salzburger_Festspielen&amp;diff=2213925"/>
		<updated>2024-01-14T21:38:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WOMO: Einarbeiten der Daten 2015 aus der Umfrage und der Wertschöpfungsanalyse 2016&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel werden &#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zu den [[Salzburger Festspiele]]n gesammelt, soweit sie bereits vorhanden sind. Ergänzungen sind natürlich willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten 2009 ==&lt;br /&gt;
Eine Erhebung der [[Wirtschaftskammer Salzburg]] aus 2009 über die Daten der Festspiele 2008 ist zu entnehmen&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Wirtschaft (Zeitung)]], 24. Juli 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* 49 Millionen Euro beträgt das Budget, davon werden 74 % durch Kartenverkäufe, Sponsorengelder und Einnahmen aus Rundfunkrechten eingenommen; der Rest muss von subventioniert werden: Bund 40 Prozent, Stadt, Land und Tourismusfonds je 20 Prozent&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fenster&amp;quot;&amp;gt;Quelle dieser Daten: [[Salzburger Fenster]], 29. Juli 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Neben 3&amp;amp;nbsp;145 saisonal angestellten Mitarbeitern sind 200 das ganze Jahr über fest angestellt&lt;br /&gt;
* 2008 besuchten 254&amp;amp;nbsp;000 Personen aus 68 Nationen die Festspiele&lt;br /&gt;
* Der Kartenverkauf lag bei 93 % für sieben Opern, 10 Schauspielaufführungen und 60 Konzerten mit insgesamt 186 Vorstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiters stellt die Studie fest, dass rund 94 Mio Euro in Tourismusbetrieben, Handel oder Transport von den Besuchern fließen, davon allein in Hotellerie und Gastronomie rund 72 Mio Euro. Durch die Umsatzsteuer nimmt das Finanzamt rund 10 Mio Euro ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72 Prozent der nicht Salzburger einheimischen Gäste seien Stammkunden, 60 Prozent waren bereits zehnmal bei den Salzburger Festspielen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 7,1 Tage, die damit deutlich länger ist als für den gesamten Salzburger [[Fremdenverkehr]] (4,3 Tage) und den reinen Städtetourismus (1,8 Tage). Durchschnittlich geben die Festspielgäste € 297.-- pro Tag aus, davon € 227.-- für Unterkunft und Verpflegung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aufgrund des Rückgangs des Kartenverkaufs im Sommer 2009 um rund 11 Prozent werden für 2009 nur mehr 221.000 Karten aufgelegt werden. 2008 gab man durchschnittlich € 118.-- pro Eintrittskarte aus, 2009 waren es € 113.--. 2009 sparte man rund € 600.000.-- bei den Werkstätten, Aushilfspersonal und Künstlerhonoraren ein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fenster&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleichsdaten 2010/11&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Wirtschaft (Zeitung)]], 22. Juli 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
Budget 2011: € 52 Millionen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Finanzierung: Kartenfinanzierung 50 %, Sponsoren 10 %, Subventionen 25 %, TV-Rechte und sonstige Einnahmen 15 %&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auslastung 2010: 95 % &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Besucher 2010: rund 250&amp;amp;nbsp;000 Gäste aus 72 Nationen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Personal: 200 fest und 3&amp;amp;nbsp;145 saisonal angestellte Mitarbeiter&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Produktionen 2011: 190 Aufführungen an 35 Tagen an 14 Spielorten in den Sparten Oper, Konzert und Schauspiel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechnungshof-Kritik 2011 ==&lt;br /&gt;
Im Februar 2011 rügte der Rechnungshof, dass die Salzburger Festspiele Freikarten im Wert von angeblich 1,4 Mill. bis 2,1 Mill. Euro, hohe Spesen von 500 Euro pro Nächtigung, im Branchenvergleich hohe Bezahlung der Mitglieder des [[Direktorium des Salzburger Festspielfonds|Direktoriums]] und dass angeblich 2005 und 2006 vergessen worden war, 400.000 Euro Subventionen zu verbuchen. Weiters bemängelte der Rechnungshof im kaufmännischen System Mängel wie Unvereinbarkeiten und Kontrollschwächen. Auch gäbe es &#039;&#039;Interessenskonflikte und Personenidentitäten&#039;&#039; von Salzburger Festspielen und [[Salzburger Osterfestspiele|Osterfestspielen]], die zu Unvereinbarkeiten führen. Die Verrechnung beider Institutionen sei &#039;&#039;fehlerhaft und extrem aufwendig&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritisiert wurde auch die mehrfache Unvereinbarkeit für das Am des/der Salzburger [[Landeshauptmann]]/-frau: Mitglied im Namen des Landes Salzburg im Kuratorium (Aufsichtsrat), zugleich Außenvertreter des Festspielfonds und Vertreter der mittelbaren Bundesverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Verwaltung von [[Großes Festspielhaus|Großem Festspielhaus]] (im Besitz des Bundes), [[Felsenreitschule]] und [[Haus für Mozart]] (für die Erhaltung beider Häuser ist der [[Salzburger Festspielhäuser Erhaltungs- und Nutzungsverein]] zuständig) ergab Probleme. Diese Konstruktion löste Unvereinbarkeiten aus, nicht eindeutige Zeichnungsregeln und manchmal doppelte Mietzahlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsidentin [[Helga Rabl-Stadler]] sah die Freikarten nicht als Freikarten, sondern bezeichnet sie als &#039;&#039;Repräsentationskarten&#039;&#039; für Presse und als &#039;&#039;Marketinginstrument&#039;&#039;. Potentielle mögliche Sponsoren erhielten diese oder auch Reisebürochefs, z. B. einer aus Südamerika, sowie &#039;&#039;branchenübliche&#039;&#039; Einladungen für führende Mitarbeiter aus der Theater- oder Musikbranche. Als Beispiele führte sie an: 73 Karten (0,5 %) bei der stark nachgefragten Aufführung von &amp;quot;Romeó et Juliette&amp;quot; oder bei der nur zu 54 % verkauften Aufführung von &amp;quot;Dionysos&amp;quot; hingegen 272 Karten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle SN|26. Februar 2011}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten 2012 ==&lt;br /&gt;
Insgesamt besuchten 278&amp;amp;nbsp;978 Personen die Festspiele im Sommer 2012, also rund 38&amp;amp;nbsp;000 Personen bezahlten für ihren Eintritt nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es drei Benezif-Generalproben, drei ins Große Festspielhaus verlegte  Benefiz-Open-Air-Veranstaltungen, 42 Sonderverans&amp;lt;ref&amp;lt;/ref&amp;gt;taltungen und 22 Einlass- und Generalproben als Zusatzveranstaltungen zu den eigentlichen Festspielen. Die Festspiele selbst boten 251 Vorstellungen. Die Benefizveranstaltungen hätten laut Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler 270.000 Euro gebracht, wovon 60.000 für den Neubau &#039;&#039;Radauerstadel&#039;&#039; des [[Tageshospiz Kleingmainerhof|Tageshospiz Kleingmainerhof]] gespendet wurden. Die Karteneinnahmen hätten den budgetierten Betrag um 1,4 Mill. Euro übertroffen. Die Einnahmen aus Sponsoring waren um 1,5 Mill. Euro höher als budgetiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;SN2012&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten 2015 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundlage für die Im Sommer publizierten Berechnungen bildete eine Besucher-Befragung 2015, an der über 3.000 FestspielbesucherInnen teilnahmen. &lt;br /&gt;
Die Ergebnisse: &amp;quot;Hoher Stammgästeanteil&amp;quot;: 80% der Festspielbesucher waren Stammgäste. Sie besuchten das Festival mindestens sechs Mal; über zwei Drittel der Gäste gaben an, das Festival jedes Jahr zu besuchen. Der Anteil der Stammgäste ist daher überdurchschnittlich groß, denn weit über die Hälfte der BesucherInnen hatten die Festspiele bereits mindestens zehn Mal besucht. Ein Fünftel hatte 2015 das Festival zwischen einem und fünf Mal besucht, ein Zwanzigstel (5%) waren Neukunden. &amp;quot;Urlaubsmotiv Salzburger Festspiele&amp;quot;: 95% der befragten Festspielgäste statteten allein wegen der Festspiele Salzburg einen Besuch ab. &amp;quot;FestspielbesucherInnen bleiben länger&amp;quot;: Sie bleiben überdies länger als der durchschnittliche Stadt Salzburg-Gast (Schnitt: Sechs Tage). Der Gesamtdurchschnitt aller in der Stadt Salzburg nächtigenden Touristen lag übers Jahr gerechnet bei 1,7 Tagen. Die Aufenthaltsdauer der außerhalb der Stadt Salzburg nächtigenden FestivalbesucherInnen betrug dagegen rund zehn Tage und dabei spielten auch weitere Urlaubsmotive eine Rolle. Ein Festspielgast kommt selten allein&amp;quot;: Bei den Festspielbesuchern kamen mehr als die Hälfte &amp;quot;zu zweit&amp;quot;. Im Schnitt besuchte jeder Gast fünf Vorstellungen. &amp;quot;Größte Besuchergruppe kommt aus Deutschland&amp;quot;: Etwas mehr mehr als 41 % der FestspielbesucherInnen kamen aus Deutschland, 38% aus Österreich. &amp;quot;Stabile Tagesausgaben&amp;quot;: Festspielgäste sind verlässlicher Umsatzbringer u.a. für die Hotellerie (79% wohnten während ihres Aufenthalts bei einem gewerblichen Unterkunftsgeber, davon in der Hotellerie 71%. Im Schnitt gab jeder FestspielbesucherIn 319 Euro (ohne Festspielkarten) pro Tag aus. Davon entfielen auf Übernachtung und Verpflegung 191 Euro (knapp 60%), 64 Euro (gut 20%) für gehobene Konsumartikel (Bekleidung, Schmuck) aufgewendet. Auf die Festspielkarten selbst entfielen rund 550 Euro pro Besucherin. &lt;br /&gt;
&amp;quot;Berechnung der Wertschöpfung&amp;quot; in der WKS-Analyse 2016: Zuerst wurden die direkten Nachfrageimpulse, die aus dem Festspielbetrieb und den Ausgaben der BesucherInnen entstehen, berechnet. Ausgangspunkt waren überdies die 263.500 verkauften Karten, von denen wohl rund 80% an BesucherInnen außerhalb der Region Salzburg gingen. Daraus ergab sich unter Berücksichtigung der (damals geltenden USt.-Sätze) und der Ausgaben der Festspiele für die Produktion der Aufführungen etc. ein bereinigter Nachfrageimpuls von 141 Mio. Euro. Die sogen. tangiblen (berechenbaren) Effekte bildet das makroökonomische Regionalmodell SAREMO der GAW ab, das wiederum beachtliche Wertschöpfungs- und Einkommenseffekte durch das Salzburg-Festival zeigte. Im Ergebnis weist im Bundesland Salzburg die sogen. Bruttowertschöpfung 2015 (mit den induzierten Welleneffekten bis 2019) einen Wert von insgesamt rund 183 Mio. Euro (in Österreich in Höhe von 215 Mio. Euro) auf. Erstmals werden in der unten angeführten umfassenden regionalwirtschaftlichen und standortbezogenen Analyse auch die vom Salzburg Festival ausgelösten - nicht zählbaren, d.h. intangiblen -  Effekte durch diesen umfassenden Ansatz näher erläutert und zwar: die Kompetenz- und Netzwerkeffekte, der Identitätseffekt, der Beitrag zur Markenbildung von Destinationen, der Marken- und Imageeffekt etc. &lt;br /&gt;
Weitere Details sowohl zur Umfrage 2015 als auch zur Wertschöpfungsanalyse 2016 sind aus nachstehenden Quellen ersichtlich:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;Eymannsberger Helmut: Salzburger Festspiele. Motor für die Wirtschaft, Exzellenz-Infusion für den Standort. Wertschöpfungsanalyse der Salzburger Festspiele, Wirtschaftskammer Salzburg, Stabstelle Wirtschafts- und Standortpolitik (Hg.) (Standort-Report der WKS 1), Salzburg 2017, 56 S (broch.). &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eymannsberger Helmut, Gaubinger Bernd, Schmidjell Richard: Bisherige Umwegrentabilitätsberechnungen und Wertschöpfungsanalysen über die Salzburger Festspiele, in: Dohle Oskar, Eymannsberger Helmut (Hg.), Die Kraft einer Vision. 100 Jahre Salzburger Festspiele: Motor für Kultur und Wirtschaft (Wissenschaftliche Schriftenreihe der Wirtschaftskammer Salzburg, Band 13 Schriftenreihe des Salzburger Landesarchivs, Nr. 32), 2. Aufl., Salzburg 2022, S. 141-156. ISBN 978-3-9519885-3-5. &lt;br /&gt;
[https://www.sn.at/wiki/Die_Kraft_einer_Vision._100_Jahre_Salzburger_Festspiele:_Motor_f%C3%BCr_Kultur_und_Wirtschaft] &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;Eymannsberger Helmut, Kurtz Klemens: Salzburger Festspiele: Motor für Kultur und Wirtschaft. Wertschöpfungsanalyse 2016, in: Kurt Luger/Franz Rest (Hg.), Alpenreisen, Innsbruck, Wien, Bozen 2017, S. 465-479. ISBN 978-3-7065-5652-1. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kartenverkauf, Auslastung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr!! Intentant!! verkaufte Karten (1)!! Einnahmen Kartenverkauf!! Auslastung in Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005|| [[Peter Ruzicka]]|| 240&amp;amp;nbsp;000|| 21,51 Mill. Euro|| 93,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2006|| Peter Ruzicka|| 238&amp;amp;nbsp;000|| 28,63 Mill. Euro || 94,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007|| [[Jürgen Flimm]]|| 224&amp;amp;nbsp;500|| 24,64 Mill. Euro|| 94,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008|| Jürgen Flimm|| 219&amp;amp;nbsp;500|| 25,34 Mill. Euro|| 94,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009|| Jürgen Flimm|| 215&amp;amp;nbsp;500|| 23,12 Mill. Euro|| 93,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010|| Jürgen Flimm|| 220&amp;amp;nbsp;500 || 25,03 Mill. Euro|| 94,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011|| [[Markus Hinterhäuser]]|| 212&amp;amp;nbsp;000|| 24,80 Mill. Euro|| 95,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012|| [[Alexander Pereira]] || 240&amp;amp;nbsp;000|| 28,25 Mill. Euro || 90,0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(1) = inkl. Ermäßigungen, gerundet; Quelle der Daten Rechnungshofbericht&amp;lt;ref name=&amp;quot;SN2012&amp;quot;&amp;gt;{{Quelle SN|1. September 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 2022 ==&lt;br /&gt;
[[2022]] waren für Energie etwa 400.000 Euro an Mehrkosten zu erwarten, und das, nachdem im Winter wegen Corona fast 600.000 Euro an Mieten für die [[Festspielhäuser]] weggefallen waren. Noch gelinge es, dies aufzufangen, sagt [[Lukas Crepaz]] und begründet dies mit Reserven sowie mit dem &amp;quot;fantastischen Ergebnis&amp;quot; der [[Pfingstfestspiele]] und dem &amp;quot;besonders erfreulichen Vorverkauf&amp;quot; für den Sommer.  Die Zusatzförderung fürs [[100 Jahre Salzburger Festspiele|100-Jahr-Jubiläum]] von 2 Mill. Euro wurde [[Salzburger Festspiele 2020|2020]] sowie [[Salzburger Festspiele 2021|2021]] gewährt und für [[Salzburger Festspiele 2022|2022]] großteils beibehalten, sodass Bund, [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]], [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadt]] und [[Tourismusförderungsfonds]] heuer 18 Mill. Euro gewähren (nach 16,8 seit 2018). Wäre aber die Subvention seit dem Jahr [[Salzburger Festspiele 2000|2000]] bloß um die Inflation angepasst worden, müsste sie heuer an die 20 Mill. Euro erreichen. In diesen gut zwei Jahrzehnten summiert sich der Kaufkraftverlust auf 57 Mill. Euro, also fast ein ganzes Jahresbudget der Salzburger Festspiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Ursprünglich im Artikel [[Salzburger Festspiele]] und dortige Quellen&lt;br /&gt;
* [https://www.sn.at/kultur/allgemein/salzburger-festspiele-werden-tickets-kuenftig-teurer-122784388 www.sn.at], 15. Juni 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Salzburger Festspiele Geschichte}}&lt;br /&gt;
{{Salzburger Festspiele}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Salzburger Festspielen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburger Festspiele|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung (Musik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WOMO</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Salzburger_Bauernaufst%C3%A4nde_und_-kriege&amp;diff=2204406</id>
		<title>Salzburger Bauernaufstände und -kriege</title>
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		<updated>2023-12-09T19:28:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WOMO: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Salzburger Bauernaufstände im 16. Jahrhundert&#039;&#039;&#039; waren der Versuch, sich im ausgehenden [[Mittelalter]] gegen die Herrschaft der [[Salzburger Erzbischöfe]] aufzulehnen. Die  Unruhen im [[Fürsterzbistum]] waren dabei ein Teil der verschiedenen Aufstände von Bauern und Bergleuten die zuerst [[1524]] in verschiendenen Teilen des süddeutschen Kulturraumes ausgebrochen waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==     &lt;br /&gt;
Im Land Salzburg, vor allem im [[Pongau]] und [[Pinzgau]], aber auch im tirolischen [[Brixental]], hatten sich schon [[1462]] die Bauern um sich gegen die extrem hohen (Weihe-)Steuern aufzulehnen erhoben, die [[Burkhard II. von Weißpriach|Burkhard von Weißpriach]] einheben wollte. Burkhard musste aber angesichts seiner militärischen Schwäche Verhandlungen mit den Bauern führen. Die Bauern wurden begnadigt und Steuern gemäß dem Schiedsspruch der das bayrischen Herzogs Ludwig auf das bisher übliche Maß zurückgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderungen der sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Stellung der Bauern am Ende des Mittelalters durch gesteigerte Abgaben an die Grundherren und die Stände (Rüststeuern für die Türkenabwehr bei ungenügendem Schutz) und durch die Einführung des römischen Rechts, die zur Beschneidung der althergebrachten Gemeinrechte führte, lösten ab der zweiten Hälfte des [[15. Jahrhundert]]s in mehreren österreichischen Ländern Aufstände der bäuerlichen Untertanen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese wurden meist durch lokale Beschwerden veranlasst und richteten sich gegen den Grundherrn, niemals gegen Kaiser und [[Reich]]. Manchmal war nur die Veränderung bestehender Zustände die Ursache, wie [[1462]] eine hohe Weihsteuer, [[1478]] der ungenügende Schutz vor den Türken in Kärnten, [[1515]] die Anwendung neuer Rechtsgrundsätze in der Untersteiermark (heute [[Slowenien]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größeren Umfang erhielt die Bewegung durch die religiösen [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|Lehren Luthers]] und anderer Reformatoren, vor allem im Anschluss an den großen deutschen Bauernkrieg von [[1525]]. Sie erfasste [[Tirol]] und Salzburg sowie Teile der [[Steiermark]], von [[Niederösterreich]], [[Oberösterreich]] und [[Kärnten]]. Höhepunkte waren die Aktionen [[Michael Gaismair]]s in Tirol und Salzburg (Belagerung von [[Radstadt]]), die Belagerung des [[Fürsterzbischof]]s [[Matthäus Lang von Wellenburg]] auf [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzburg]] und die Kämpfe um [[Schladming]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aufstände wurden [[1526]] durch das Eingreifen des Schwäbischen Bundes unter &amp;lt;span style=&amp;quot;color:green&amp;quot;&amp;gt;Niklas Graf Salm&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Ennstalwiki → [[enns:Niklas Graf Salm]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ennswiki}}&amp;lt;/ref&amp;gt; beendet. In den folgenden Jahren kam es besonders in der Steiermark und in Salzburg zu einer Anzahl von Krawallen. Ein größerer Aufstand ging [[1594]]/[[1595]] von Oberösterreich aus und dehnte sich [[1596]] wegen der Belastungen durch einen Türkenkrieg und Maßnahmen der Gegenreformation auch auf Teile des westlichen Niederösterreichs aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gründe für die Salzburger Bauernaufstände  ==&lt;br /&gt;
In einer im Mai [[1522]] von Matthäus Lang einberufenen [[Salzburger Provinzialsynode]] in [[Mühldorf am Inn]] befasste man sich mit den kirchlichen Zuständen im [[Fürsterzbistum]]. Dabei wurden (zum wiederholten Mal) schwere Missstände schonungslos aufgezeigt und besprochen. Es ging um die schlechte Ausbildung der &#039;&#039;Gesellenpriester&#039;&#039; (Kooperatoren), Vikare und selbst der Pfarrer, um überhöhte Gebühren für kirchliche Riten wie Taufen, Hochzeiten, Begräbnisse, um das Verhalten genannter Personenkreise (Konkubinen, Säufer, Raufbolde, Diebe), fehlenden Religionsunterricht u. a. Die bei der Synode beschlossenen Maßnahmen und Anordnungen verhallte jedoch ungehört. Die Bevölkerung war weiterhin unzufrieden mit ihrer geistlichen Betreuung. Dazu kam, dass ihre Forderungen nach Messen in deutscher Sprache (es galt der lateinische Ritus) und das Singen deutscher Lieder bei Messen, von den Erzbischöfen nicht erfüllt wurden. Martin Luther kritisierte genau diese Punkte. So war er davon überzeugt, die Messen müssten in deutscher Sprache und die Predigten verständlich für das Volk gehalten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer im März [[1523]] durchgeführten Überprüfung der Umsetzung bei der Synode in Mühldorf beschlossenen Maßnahmen wurde festgestellt, dass kein einzige Punkt umgesetzt worden war. Als dann 1525 Fürsterzbischof Lang von der Stadt Salzburg 1.000 [[Gulden]] als Beitrag zur [[Weihsteuerliste|Weihsteuer]] verlangte und darüber hinaus noch ein [[Ungeld]] zur Deckung seiner Kosten der Reisen anlässlich der Krönung Karls V. in Aachen und zum [[immerwährender Reichstag in Regensburg|immerwährenden Reichstag in Regensburg]] verlangte, war &amp;quot;das Fass voll&amp;quot;. Es kam zu Zusammenrottungen der Bürger und Lang musste einen offenen Ausbruch von Feindseligkeiten befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er befahl, die Festung Hohensalzburg in den Verteidigungszustand zu bringen und warb eine Truppe von 1&amp;amp;nbsp;000 Söldnern in Tirol an. Lang zog über [[Lofer]] und [[Reichenhall]] gegen die Stadt Salzburg und nur die Vermittlung durch Bischof [[Berthold Pürstinger|Berthold von Chiemsee]] und [[Äbte der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Abt]] [[Johann von Staupitz]] konnte einen offenen Kampf verhindern. Aber Fürsterzbischof Lang nutzte diesen Vorteil wieder aus: Die beiden [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Virgil Fröschlmoser]] und Wolfgang Knoll mussten kniend vor dem Fürsterzbischof um Verzeihung bitten, die Stadt musste auf ihre Rechte und Freiheiten verzichten und dem Fürsterzbischof ein Darlehen von 4.000 Gulden gewähren, sowie eine [[Getränkesteuer]] einführen. Damit wollte der Fürst seine Kriegskosten decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unzufriedenheit der Bevölkerung steigerte sich abermals, als Lang am [[5. Oktober]] [[1524]] ein Mandat in Religonsanlegenheiten erließ. Dieses sollte zur endgültigen Ausrottung der evangelischen Lehre im Fürsterzbistum führen. Alle Religionsvergehen wurden mit harten Strafen bedroht (z. B. Kerker oder Landesverweisung). Die Todesstrafe wurde allen jenen angedroht, die die Jungfräulichkeit Marias leugneten, die Lehre vom Fegefeuer ablehnten u. für weitere ähnliche Delikte. Noch im März 1525 versuchte Lang durch eine neuerliche Verordnung die Pfarrer zur &amp;quot;Besserung&amp;quot; zu bewegen. Aber zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät, um die bereits gärende Bauernaufstände verhindern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschränkungen der Rechte und Freiheiten, die Verbote gegenüber Evangelischen, die ins Unermessliche steigenden Steuern und die zunehmend maßloser werdenden Forderungen der Priester ließen die Unruhe in der Bevölkerung immer größer werden. Die Bauern bezogen sich dabei auch auf die Schrift &amp;quot;Die Freiheit des Christenmenschen&amp;quot; von Martin Luther, die sie jedoch falsch interpretierten. Es fehlte nur mehr der Funke zum Brand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbruch der Bauernaufstände 1525 ==&lt;br /&gt;
Eustachius von Heiterwang, ein Tiroler Priester, benannt nach seinem Geburtsort nahe Reutte, war von der Tiroler Regierung wegen dessen evangelischer Gesinnung dem Salzburger Fürsterzbischof überstellt worden. Lang verurteilte Eustachius zu lebenslanger Kerkerhaft im [[Schloss Mittersill]] im [[Oberpinzgau]]. Auf seinem Transport dorthin am [[8. Mai]] 1525 wurde er aber in [[Schellenberg]] nächst [[Grödig]] von mutigen Männern befreit. Es konnte wohl nicht alle an der Befreiungsaktion beteiligte Personen ausgeforscht werden, aber zwei wurden festgenommen: Der Bauer [[Matthias Stöckl]] aus [[Bramberg]] und eine namentlich nicht bekannte Person. Ohne über sie Gericht zu halten, ließ Lang die beiden am Fuß des [[Festungsberg]]es unterhalb des inneren [[Schartentor]]s in [[Nonntal]] hinrichten. Diese außergerichtliche Strafmaßnahme verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Fürsterzbistum. Der Bruder des enthaupteten Stöckl wurde zu einem der Anführer der Aufständischen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gewerke]]n (Bergbauunternehmer) von [[Bad Gastein|Gastein]] und [[Rauris]], die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Lage gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt.  Am [[25. Mai]] 1525 kamen im [[Gasteinertal]] Vertreter der Knappen und Gewerken  zu einem Treffen zusammen, bei dem sie über einen Aufstand gegen ihren Landesherrn, den Fürsterzbischof Kardinal Lang, berieten. Ende Mai bildete sich auch in [[Zell am See]] eine Gruppe unzufriedener Bauern. In 14 Artikeln formulierten sie ihre Forderungen. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft, jedoch die Beibehaltung des Respektes vor der von Gott eingesetzten Obrigkeit und auch die Beibehaltung des Zehents, jedoch ohne eine Erhöhung derselben. Die Bauern forderten außerdem die Allmende wieder - Gemeinschaftsbesitz abseits der parzellierten, in Fluren aufgeteilten landwirtschaftlichen Nutzfläche-  und ein freies Jagd- und Fischrecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versammlung beschloss gegen die Stadt Salzburg zu ziehen. Sie besetzten die [[Festung Hohenwerfen]], konnten in Folge den [[Pass Lueg]] einnehmen ihr Weg in die Landeshauptstadt war damit frei. Die Bürgerschaft Salzburgs zeigte eine freundliche Gesinnung gegenüber den Aufständischen, eine radikale Bürgerschaft der [[Stadt Salzburg]] forderte nun sogar die Beseitigung der geistlichen Landesherrschaft. Der [[Salzburger Stadtrat]] bot in letzter Minute dem Fürsterzbischof die Unterstützung der Stadt an, wenn dieser der Stadt alle ihr 1523 genommenen Rechte und Privilegien wieder gäbe. Aber trotz der aussichtslosen Lage des Kardinals lehnte er strikt diese Forderung ab und zog sich in die für eine Belagerung gut ausgestattete Festung Hohensalzburg zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salzburg wird besetzt ===&lt;br /&gt;
Am Pfingstmontag, den [[5. Juni]] 1525, waren die aufständischen Bauern dann in der Stadt Salzburg durch das [[Steintor]] gelangt, das von den Salzburger Bürgern geöffnet worden war. Das [[St. Peter|Benediktiner-Stift St. Peter]] und die [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] konnten Plünderungen durch hohe Geldzahlungen verhindern. Die [[Alte Residenz|erzbischöfliche Residenz]] wurde allerdings geplündert. Nun ließ Lang von der Festung aus die Altstadt mit Kanonen beschießen, die Bauern zogen sich darauf großteils ins Nonntal und auf den [[Rainberg]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Belagerung der Festung Hohensalzburg dauerte bis zum [[31. August]] 1525.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit hoffte Kardinal Lang auf Hilfe von außen. Herzog Wilhelm von Bayern hatte allerdings bereits Kontakt mit den Aufständischen aufgenommen gehabt und erklärt, die Bayern würden nicht gegen sie kämpfen. Vorgeschlagen wurde von Salzburger Bürger auch, Matthäus Lang abzusetzen und den Wittelsbacher [[Ernst Herzog von Bayern]] zum Erzbischof zu wählen. Nun kam es zu Verhandlungen zwischen den Aufständischen und dem Fürsterzbischof. Dieser bot sogar an, das Erzstift zu [[Säkularisierung|säkularisieren]] und in ein Herzogtum umzuwandeln. Aber der Hass der Bevölkerung gegen Lang war zu groß, um auf diesen Vorschlag einzugehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Belagerung wurde daher fortgesetzt. Mitte 1525 erhielten die Salzburger Aufständischen Verstärkung durch Flüchtlinge aus dem obersteirischen Gebieten. Von dort kam auch [[Michael Gruber (Salzburger Bauernaufstandsführer)|Michael Gruber]], der sich als Bauern- und Knappenführer schon in der Steiermark einen Namen gemacht hatte. Auf Vermittlung von Erzherzog Ferdinand von Österreich kam es Anfang Juli zu einem einwöchigen Waffenstillstand. Lang ging in den folgenden geheimen Verhandlungen auf die Forderung ein, Ernst Herzog von Bayern als seinen Koadjutor anzuerkennen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Belagerung der Festung wurde fortgesetzt. Einen neuerlichen Waffenstillstand lehnte Lang ab und begann am [[4. August]] wieder die Stadt Salzburg zu beschießen. Die aufständischen Salzburger Bauern wichen auch nicht, als Truppen des Schwäbischen Bundes unter dem Landsknechtführer [[Georg von Frundsberg]] eintrafen. Obwohl die Bayern die Bauern von beiden Seiten der [[Salzach]] angriffen, konnten sie nicht den Abzug der Bauern erreichen. In der Erkenntnis, dass militärisch nur mit sehr hohen Opfern ein Sieg zu erringen war, begannen neuerlich Verhandlungen, die mit einem Vertrag vom [[31. August]] 1525 den Aufstand beendeten. Wie öfter in der Geschichte hielt sich Fürsterzbischof Kardinal Lang aber nicht lange an die Abmachungen und brach sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den bayrischen Beistand hatte der Fürsterzbischof rund 45.000 [[Gulden]] zu bezahlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geißmayer&amp;quot;&amp;gt;[[Eine Leiche in Habsburgs Keller]], Seite 150ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1526: Zweites und letztes Jahr von Aufständen ===&lt;br /&gt;
Die Unzufriedenheit unter den Salzburgern führte zu einer weiteren Auflehnung. Nachdem Lang am [[11. März]] [[1526]] einen [[Landtag unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau|Landtag]] einberufen hatte, auf dem ihm die Abgeordneten eine Entschädigung von 100.000 [[Gulden]] und die Aushebung von 2&amp;amp;nbsp;000 Kriegsknechten (die für eine endgültige Ruhe im Erzstift sorgen sollten) genehmigten, verweigerten die radikalen Bauern im Pinzgau ihre Zustimmung. Es kam dann im März zu einem Aufstand in [[Saalfelden]]. Am [[6. April]] nahmen sie [[Mittersill]] ein. Das von Lang in Aufstellung begriffene Heer wurde bei einem nächtlichen Überfall am [[20. April]] aufgerieben. Tags darauf besetzten die aufständischen Pinzgauer den Pass Lueg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geißmayer&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Geißmayer]], der Tiroler Bauernführer, hatte Anfang Mai von den Unruhen in Salzburg erfahren und organisierte Verstärkung der Bauern aus Tirol.  Im Pinzgau traf er einen alten Bekannten, [[Peter Päßler]]. Mittlerweile stiegen auch im [[Pongau]] wieder Bauern auf die Barrikaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthäus Lang versuchte nun seine Gegnerschaft - die Bauern - im Land zu spalten. Er gewährte einige wenige Zugeständnisse an die wirtschaftlich bessergestellten Angehörigen der unteren Stände. Dadurch sahen wohlhabende Bauern keine Notwendigkeit wieder zu kämpfen. Die ärmeren Bauern aber wollten um die ihnen bereits zugesagten, aber nachher nicht gewährten Rechte kämpfen. Bei den Gewerken gab es eine ähnliche Spaltung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geißmayer&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Belagerung von Radstadt ====&lt;br /&gt;
Die aufständischen Bauern, Gewerken und Knappen aus dem Salzburger Land, die seit dem Frühling 1526 von Michael Geißmayer geleitet wurden, hatten im Mai und Juni 1526 noch Erfolge in Gefechten gegen mehrere heranrückende Heerhaufen des Schwäbischen Bundes. Die kriegerischen Auseinandersetzungen verliefen blutiger und grausamer als jene im letzten Jahr. Diesmal gingen auch Schlösser in Flammen auf. Am [[14. April]] standen die ersten Bauern vor den Toren von Radstadt und es kam zu einer bis am [[3. Juli]] 1526 dauernden [[Belagerung von Radstadt]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nebenschauplatz Obersteiermark ====&lt;br /&gt;
Auch in der Steiermark war die Lage angespannt. Doch noch im Mai des Jahres wurden die obersteirischen Bergbauorte und Schladming zu Hauptaufstandsgebieten. Als größter Erfolg der Aufständischen gilt der Überfall auf das Lager des steirischen Landeshauptmanns &amp;lt;span style=&amp;quot;color:green&amp;quot;&amp;gt;Siegmund von Dietrichstein&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Ennstalwiki → [[enns:Siegmund von Dietrichstein]]&amp;lt;/ref&amp;gt; während des &amp;lt;span style=&amp;quot;color:green&amp;quot;&amp;gt;Schladminger Bauern- und Knappenaufstands 1525&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Ennstalwiki → [[enns:Schladming, die Bauernkriege im Ennstal und die Zerstörung Schladmings#Schladminger Bauern- und Knappenaufstand 1525]]&amp;lt;/ref&amp;gt; am [[3. Juli]] 1525. Der siegreiche Bauernhauptmann war Michael Gruber. Nachdem Niklas Graf Salm die Aufständischen in mehreren Gefechten besiegt hatte, kapitulierten die letzten Rebellen Mitte Oktober 1526 in Eisenerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Folgen der Bauernaufstände ===&lt;br /&gt;
Der Fürsterzbischof gestattete den Soldaten des Schwäbischen Bundes Bauernhöfe zu plündern und niederzubrennen. Ganze Ortschaften, wie beispielsweise [[Altenmarkt]] im Pongau, wurden dem Erdboden gleichgemacht. Ganze Familien - Kinder, Mütter und Väter - wurden grausam gemordet. So wurden in [[Radstadt]] 22 Rädelsführer enthauptet. Alle Kirchenglocken im [[Erzstift]] mussten abgenommen und in die Stadt Salzburg geliefert werden, wo sie zu Kanonen gegossen wurden. Schon bald wurde eine neue Steuer in der Höhe von 100.000 Gulden vorgeschrieben (sie war von der Bevölkerung in fünf Jahresraten zu zahlen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Steuerlast und zerstörten landwirtschaftlichen Betrieben stiegen Hungersnot, was zur Teuerung aller Produkte im Erzstift führte. Sogar Kardinal Lang musste sich einschränken und verkaufte alles Silbergeschirr seines [[Salzburger Fürstenhof|Fürstenhofes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen der gewaltigen religiösen Umbrüche in vielen Ländern Europas hatten somit auch vor Salzburg, wenngleich oder gerade weil geistliches Fürstentum, nicht haltgemacht. Die schon fast aufklärerisch klingende und lutherisch beeinflusste ebenfalls von den Salzburger Aufständischen geforderte Trennung der geistigen von der weltlichen Macht zeigt schon weit in die Zukunft. Die Forderung nach der sogenannten Gewaltentrennung wurde später von Montesquieu mit seinem Appell nach einer Trennung von Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung &amp;quot;moderner&amp;quot; propagiert. Dennoch tritt auch in Salzburg im Zeitalter der Bauernaufstände ansatzweise bereits die Forderung nach Trennung von Gesetzgebung und Rechtsprechung (noch dazu in weltlicher und kirchlicher Sicht) zutage.&amp;lt;Helmut Eymannsberger: ZUM 530. GEBURTSTAG VON SEBASTIAN MÜNSTER - Was Rauriser und Gasteiner Bergknappen mit Krokodilen, Meeresungeheuern und einem früheren 100 Mark-Schein verbindet, GSL 158/159 – 2018/2019. Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0956-9, Salzburg 2019, S. 61–288, hier 138-140&amp;gt;. Der Wunsch nach nach einer gewissen politischen Partizipation, der damals allein dem Adel vorbehalten war oder auch eben der Forderung nach einem Rechtsstaat zur Vermeidung von Willkür war dann gedanklich nicht mehr ganz so weit, auch wenn die Umsetzung schließlich noch Jahrhunderte dauerte. Es wäre allerdings zu pointiert formuliert, schon im Zeitalter der Bauernkriege, respektive auch in Salzburg schon eine Art demokratisch motivierte Bewegungen auf breiterer Front am Werk zu sehen, da sich im Gegenteil der Weg zu absolutistisch regierenden Landesfürsten abzeichnete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen der Sanktionen für die Protestanten ==&lt;br /&gt;
Aus einer ersten Sozialrevolution mit vermeintlichen evangelischen Glaubensgrundsätzen wuchs in der Not danach eine echte und starke religiöse Bewegung. Den gequälten und um ihre Hoffnungen betrogenen Salzburger Knappen und Bürger erschloss sich nun die wahre Botschaft des Evangeliums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Fürsterzbischof hatte eine Erkenntnis: Da weder das Einwirken von Geistlichen noch die Anwendung von Gewalt das Luthertum in seinem Erzstift aufhalten hatte können, beschloss er einen neuen Weg zu gehen. Er ließ nun doch alle Klagen seiner Untertanen über die Missstände bei der Geistlichkeit genau prüfen und behob einige von ihnen. Friede in seinem Land konnte er nur durch die Behebung der Ursachen der Unruhen bringen, erkannte er. Und die Furcht vor weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen dürfte eine weitere Überlegung gewesen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Mandat vom [[20. November]] 1526 kündigte er im Einvernehmen mit den den [[Hohe Salzburger Landschaft|Landständen]] Maßnahmen an, &amp;quot;die zur Aufrechterhaltung guten Gehorsams, des Friedens und der Ruhe im Stift dieser Zeit notwendig seien&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung aus den Bauernaufständen in der Kunst ==&lt;br /&gt;
* Ankunft der Rebellen aus dem Gepürg zu Saltzpurg, item der helle Hauffen dem Fürsten trutzen wollete. A.D. 1525. Aquarellierte Strichätzung v. [[Friedrich Dürnberger|Fritz Dürnberger]], [[1919]], 24,5 x 35 cm &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kunsthandlung-mueller.at/index.php?kategorie=kunsthandlung&amp;amp;aktion=list&amp;amp;status=1&amp;amp;sachgebiet=Grafik+Salzburg+-+Stadt Kunsthandlung Mueller]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Cardinal Matthäus Lang von Wellenburg sambt seyn Getrewen auf dem Schloss zu Saltzpurg beschauet mit Unmuet und Grimm die Uebelthaten, solchermassen die Rebellen in seyner Stadt üben... A.D. 1525. Aquarellierte Strichätzung v. Fritz Dürnberger 1919, 24,5 x 35 cm &lt;br /&gt;
* Des hochfürstlichen Schlosses zu Saltzpurg - Bedränguns und Tractat durch höltzerne Stucken, so die rebellischen Pauren veranstalt haben. A.D. 1525. Aquarellierte Strichätzung v. Fritz Dürnberger 1919, 24,5 x 35 cm &lt;br /&gt;
* Einpruch in die hochfürstlich Kellerey zu Saltzpurg allwo gewelte Rebellen ain gross wüst Gelag und allerley Unfueg triben haben. A.D. 1525. Aquarellierte Strichätzung v. Fritz Dürnberger 1919, 24,5 x 35 cm &lt;br /&gt;
* Enthauptung aines verwegen Pueben im Nonntal, namens Stöckl, so ain Pauren.son gewest aus Premperg in Pintzgau, weyl disser ain gefangen ketzerischen Pfaffen hat auslassen bey der Tafern zue Sct. Lienhart. A.D. 1525. Aquarellierte Strichätzung v. Fritz Dürnberger 1919, 24,5 x 35 cm &lt;br /&gt;
* Ueberfall ainer Streiffwach des rebellischen Paurenhaussen bey Maxglan nächst Saltzpurg durch ain Fändl bayrisch Lantzknecht, so den Pauren arg auff den Leib ruckten. A.D. 1525. Aquarellierte Strichätzung v. Fritz Dürnberger 1919, 24,5 x 35&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* [http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.b/b171610.htm aeiou Österreich]&lt;br /&gt;
* Buch &amp;lt;span style=&amp;quot;color:green&amp;quot;&amp;gt;Geschichte Schladmings und des steirisch-salzburgischen Ennstales &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Ennstalwiki → [[enns:Geschichte Schladmings und des steirisch-salzburgischen Ennstales]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Salzburger Protestanten und ihrer Emigration 1731/32]], Seite 26ff&lt;br /&gt;
* Dr. [[Reinhard Medicus]]&lt;br /&gt;
* Helmut Eymannsberger: ZUM 530. GEBURTSTAG VON SEBASTIAN MÜNSTER - Was Rauriser und Gasteiner Bergknappen mit Krokodilen, Meeresungeheuern und einem früheren 100 Mark-Schein verbindet, MGSL 158/159 – 2018/2019, Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0956-9. Salzburg 2019, S. 61–288.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauernkriege (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WOMO</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_2&amp;diff=2204355</id>
		<title>Geschichte des Landes, Teil 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_2&amp;diff=2204355"/>
		<updated>2023-12-09T18:48:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WOMO: /* Der Aufstand der Bauern */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschichte des Landes Salzburg}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Saltzburg et Carinthie.jpg|thumb|&#039;&#039;Saltzburg et Carinthie&#039;&#039; Quelle: Gerhard Mercator, Jodocus Hondius, Jansson: Atlas minor Gerardi Mercatoris. Amsterodami: ex officina Ioannis Ianssonii, MDCXXXIIII [1634].]]&lt;br /&gt;
==Vom geistlichen Fürstentum zum Land Salzburg==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erzbischof]] [[Adalbert III.]], der [[1183]] erneut an die Macht kam, vollzog den Ausgleich mit [[Friedrich I. Barbarossa]] und den Übergang [[Erzstift Salzburg|Salzburgs]] ins kaiserliche Lager. Um [[1185]] eröffnete er den [[Salzbergbau]] auf dem [[Salzbergwerk Dürrnberg]], der in [[Römer|römischer]] Zeit zum Erliegen gekommen war. Der Salinenort am Salzachufer, zu dem die [[Sole]] vom [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]] in Holzrohren geleitet und dort auf großen Pfannen versotten wurde, erhielt im Gegensatz zu [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] den Namen [[Hallein]] (&#039;&#039;haellinum&#039;&#039; von Hall = Salz), das &amp;quot;kleine Hall&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] ([[1200]]–[[1246]]) aus dem Geschlecht der Edlen von Regensberg (bei Zürich), der bedeutendste Salzburger Kirchenfürst des [[Mittelalter]]s, sicherte der neuen Saline durch sehr modern anmutende Maßnahmen die Vorherrschaft im [[Ostalpen]]raum: Zunächst steigerte er die Produktion enorm und unterbot den üblichen Salzpreis bei weitem. Als er mit Hilfe des &#039;&#039;Dumpings&#039;&#039; die ältere [[Saline Reichenhall]] vom Markt verdrängt hatte, griff er zum Mittel der Valorisation, beschränkte die Produktion und hob den Salzpreis wieder stark an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beherrschung des Wasserwegs auf der [[Salzach]], der einzigen leistungsfähigen Transportroute, konnten die [[Erzbischöfe]] auch den Export der konkurrierenden Salinen Reichenhall und [[Saline Berchtesgaden|Berchtesgaden]] kontrollieren. Die [[Salzschifffahrt]] von [[Hallein]] über [[Laufen an der Salzach|Laufen]] nach [[Passau]] wurde noch im [[13. Jahrhundert]] durch erzbischöfliche Urkunden genau geregelt. Der [[Salzhandel|Salzexport]] blieb bis zum Ende der geistlichen Herrschaft die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle der Salzburger Erzbischöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Vater des Landes Salzburg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eberhard II. von Regensberg]] wird gerne als &amp;quot;Vater des Landes Salzburg&amp;quot; bezeichnet. In engem Zusammenwirken mit Kaiser Friedrich II., dem er trotz Kirchenbann bis in den Tod die Treue hielt, gelang ihm durch die Erwerbung von Grafschaften und Herrschaften der Aufbau eines großen, geschlossenen Herrschaftsgebietes. Während die benachbarten Bistümer [[Bistum Brixen|Brixen]] und [[Bistum Trient|Trient]] damals von ihren weltlichen Schutzherren (Vögten), den Grafen von Tirol, in das werdende Land [[Tirol]] eingebunden wurde, setzte Eberhard in Salzburg die Entmachtung der Vögte durch. Rechtsprechung und Verwaltung übertrug er den von ihm eingesetzten Beamten ([[Pfleger]]) und sicherte damit den Bestand der geistlichen Herrschaft für Jahrhunderte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[12. Jahrhundert]] wurden die Salzburger Erzbischöfe als &amp;quot;[[Reich]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;sfürsten&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;quot; tituliert und waren damit den [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerischen Herzogen]] gleichgestellt. Trotzdem bestand das von ihnen beherrschte Fürstentum nur aus &amp;quot;Herrschaften und Territorien&amp;quot;, aus &amp;quot;Grafschaften, Gerichten und Vogteien&amp;quot; und galt weiterhin als Teil des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Trennung von Bayern ===&lt;br /&gt;
Erzbischof [[Friedrich II. von Walchen]] ([[1270]]–[[1284]]) war ein treuer Parteigänger König Rudolfs I. von Habsburg. Er hatte entscheidenden Anteil an dessen Sieg über König Přemysl Otakar II. von [[Böhmen]] in der Schlacht bei Dürnkrut [[1278]] und der Festsetzung der [[Habsburger]] in Österreich. Als Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] den Habsburger Friedrich den Schönen im Kampf um die deutsche Königskrone unterstützte, erlitt er in der [[Schlacht bei Mühldorf]] [[1322]] eine schwere Niederlage gegen den späteren Kaiser Ludwig den Bayer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslösung der gefangenen Salzburger Soldritter und der von den Bayern eroberten Grenzstadt [[Tittmoning]] verursachte derart hohe Kosten, dass der Erzbischof die hohe Geistlichkeit und den Adel um die Erlaubnis bitten musste, von deren [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#H|Hintersassen]] eine außerordentliche Steuer einzuheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Drängen des Adels erließ er [[1328]] ein umfangreiches Gesetz als erste &amp;quot;[[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]]&amp;quot;, mit der er sich teilweise bereits von der Rechtsprechung des Herzogtums Bayern abgrenzte. Erzbischof [[Heinrich von Pirnbrunn]] sprach in der [[Bergordnung]] für [[Gasteinertal|Gastein]] und [[Raurisertal|Rauris]] [[1342]] erstmals von &#039;&#039;seinem Land Salzburg&#039;&#039; und brachte damit deutlich zum Ausdruck, dass die Trennung Salzburgs vom &amp;quot;Mutterland&amp;quot; Bayern endgültig vollzogen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Am Weg zum landesfürstlichen Absolutismus===&lt;br /&gt;
Als Erzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] [[1387]] von den bayerischen Herzogen gefangen genommen wurde, scheiterten diese am entschlossenen Auftreten der Landstände und dem bereits ausgeprägten Salzburger Landesbewusstsein. Adel und Städte, die sich [[1403]] im &amp;quot;[[Igelbund]]&amp;quot; zusammenschlossen, konnten ihre Forderungen gegen den Erzbischof nicht durchsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Salzburger &amp;quot;[[Hohe Salzburger Landschaft|Landschaft]]&amp;quot;, die sich aus den drei Ständen der Prälaten (der hohen Geistlichkeit), des Adels und der Städte und Märkte zusammensetzte, besaßen zwar das Recht auf die Bewilligung von außerordentlichen Steuern, aus denen sich die allgemeinen Landessteuern entwickelten, erlangte aber kaum politischen Einfluss. Die Bauern, die das allgemeine Aufgebot stellten, wurden zwar [[1456]]–[[1543]] in Fragen der Landesverteidigung zu den Landtagen beigezogen, bildeten aber niemals einen gleichberechtigten vierten Stand wie im benachbarten Tirol. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzig das [[Domkapitel]], das vor der Wahl den künftigen Erzbischof an schriftliche Forderungen (Wahlkapitulationen) zu binden suchte und in Zeiten der Sedisvakanz die Zwischenregierung führte, bildete ein Gegengewicht gegen den übermächtigen geistlichen Landesherrn. Durch die geringe Bedeutung der Landstände war in Salzburg der Weg zum landesfürstlichen Absolutismus früher als in anderen Ländern vorgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Um Recht und Glauben==&lt;br /&gt;
Als Erzbischof [[Rudolf I. von Hohenegg]] [[1287]] den Streit zwischen den alteingesessenen Salzburger Bürgern und zugezogenen Neureichen im [[Sühnebrief]] schlichtete, verlieh er der Stadt ein erstes schriftliches [[Salzburger Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bürgertum vermochte sich erfolgreich in den [[Venedigerwaren|Handel zwischen Venedig]] und den süddeutschen Reichsstädten Nürnberg, [[Regensburg]] und [[Augsburg]] einzuschalten. Im Spätmittelalter standen Salzburger Kaufleute im [[Handel (historisch)#Handel mit Venedig - Friaul|Venedighandel]] an zweiter Stelle hinter den Nürnbergern und engagierten sich außerdem auf den Märkten in [[Linz]] und im Handel entlang der [[Donau]] nach [[Wien]]. Handwerk und Gewerbe in der Stadt blühten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichtum des Bürgertums kam in bedeutenden Bauten zum Ausdruck: [[Hans Stetheimer]] und [[Stefan Krumenauer]] schufen im Auftrag der Bürgerschaft den prachtvollen Hallenchor der Stadtpfarrkirche (der heutigen [[Franziskanerkirche]]), der [[1452]] geweiht wurde. Ihn schmückte einst der größte Flügelaltar der Spätgotik. Der Bildschnitzer [[Michael Pacher]] aus Bruneck in [[Südtirol]] hatte [[1484]] von Salzburger Kaufleuten den Auftrag zu diesem monumentalen Werk erhalten. Die gotische Madonna des Pacher-Altars, die [[Fischer von Erlach]] in das Zentrum seines [[barock]]en Hochaltars gestellt hat, lässt heute noch die Qualität dieses verlorenen Meisterwerks nachempfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bürgerschaft drängt auf Einfluss===&lt;br /&gt;
Mit dem zunehmenden Wohlstand strebte die Bürgerschaft auch nach politischem Einfluss. Sie verlangte Anteil am Stadtregiment, das bis dahin allein in der Hand des Erzbischofs lag. Als Fürsterzbischof [[Bernhard von Rohr]] in eine langwierige Auseinandersetzung mit Kaiser [[Friedrich III.]] verwickelt wurde, ergriff die Bürgerschaft für den Kaiser Partei. Dieser verlieh [[1481]] der Stadt im [[Ratsbrief]] das Recht der freien Wahl von [[Stadtrat]] und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] sowie &amp;quot;&#039;&#039;dieselben Rechte, wie sie andere Reichsstädte besitzen&#039;&#039;&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den daraus resultierenden Konflikt, der sich immer mehr zuspitzte, löste Fürsterzbischof [[Leonhard von Keutschach]] ([[1495]]– [[1519]]) durch einen Gewaltstreich: Er lud [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Virgil Fröschlmoser]] und den [[Stadtrat]] zu einem [[Gastmahl Festung Hohensalzburg|Gastmahl]] am [[23. Jänner]] [[1511]], nahm sie gefangen und zwang sie zur Auslieferung des Ratsbriefs und aller Privilegien. Erneute Freiheitsregungen der Bürgerschaft unterdrückte Kardinal [[Matthäus Lang]] im &amp;quot;[[Lateinischer Krieg|Lateinischen Krieg]]&amp;quot; [[1523]] mit dem Einsatz von Söldnern. Die [[1524]] erlassene &amp;quot;Stadt- und Polizeiordnung&amp;quot; sicherte die absolute Stadtherrschaft des Erzbischofs bis zum Ende des geistlichen Staates ([[1803]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Aufstand der Bauern===&lt;br /&gt;
Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach hatte die [[Festung Hohensalzburg]] zu einer uneinnehmbaren Zwingburg ausgebaut und dort seinen Wohnsitz genommen, wo er sich vor der Bürgerschaft sicher fühlte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich [[1525]] Bauern, Bürger und [[Bergknappen]], beeinflusst von den reformatorischen Ideen Martin Luthers, gegen Kardinal Matthäus Lang erhoben, scheiterte dieser [[Salzburger Bauernaufstände im 16. Jahrhundert|Aufstand]] vor den Mauern von Hohensalzburg. &lt;br /&gt;
So lag - außergewöhnlicherweise - in einem der reichsten Fürstentümer im deutschen Sprachraum die ganze öffentliche Herrschaft, die militärische wie auch politische Gewalt, wenn auch nur für einige Wochen, während des Bauernaufstands im Erzstift in den Händen der Aufständischen. Ausgenommen von dieser umfassenden Staatsgewalt war lediglich ein winziges Areal mit der Festung Hohensalzburg, das von den Aufständischen nicht erobert werden konnte und wo sich Erzbischof Lang mit wenigen Getreuen verschanzt hatte. Gilt schon der Sieg der Salzburger Aufständischen unter Michael Gruber in Schladming (Grenzregion Salzburg-Steiermark) über eine gleichsam professionelle kaiserliche Söldnertruppe unter der Führung Dietrichsteins als einzigartig, so konnte - soweit überblickbar - kein Bauernheer in Mitteleuropa sonst über einen Zeitraum von mehreren Monaten im sogen. deutschen Bauernkrieg in einem gesamten Territorium die Staatsmacht ausüben. &amp;lt;Karl-Heinz Ludwig, Bergleute im Bauernkrieg 1525/26: Salzburger zwischen Habsburg und Wittelsbach - oder politisch darüber hinaus?, in: Christoff Weitmoser und seine Zeit aus technisch-bergmännischer, wirtschaftlicher, sozialer und kunstgeschichtlicher Sicht, MGSL 149 (2009), S. 191–248, hier S. 208; Helmut Eymannsberger: ZUM 530. GEBURTSTAG VON SEBASTIAN MÜNSTER - Was Rauriser und Gasteiner Bergknappen mit Krokodilen, Meeresungeheuern und einem früheren 100 Mark-Schein verbindet, MGSL 158/159 (2018/2019). Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0956-9. Salzburg 2019, S. 61–288, hier S. 140.&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die [[Gewerke]]n von Gastein und Rauris, die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Position gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft. Nur die radikale Bürgerschaft der [[Altstadt|Stadt Salzburg]] forderte die Beseitigung der geistlichen Landesherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Aufstand, den der Tiroler Bauernführer [[Michael Gaismair]] mit seinen Gefährten im Frühjahr [[1526]] organisierte und leitete, zerbrach an den Mauern von [[Radstadt]] und wurde mit einem Blutgericht geahndet. Die [[Protestantismus|evangelische Bewegung]] blieb jedoch in den [[Innergebirg|Gebirgsgauen]], wo keine wirksame Kontrolle möglich war, bis ins [[18. Jahrhundert]] als Geheimprotestantismus lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Zeitalter Wolf Dietrichs===&lt;br /&gt;
Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ([[1587]]–[[1612]]) ist durch seine romantische Liebesbeziehung zur schönen Bürgertochter [[Salome Alt]], die ihm zahlreiche Kinder gebar, und durch sein tragisches Ende zum populärsten Salzburger Kirchenfürsten geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von italienischen Vorbildern beeinflusst, begann er mit dem großzügigen Umbau der verwinkelten und schmutzigen Stadt Salzburg. Durch den Abriss von über 60 Bürgerhäusern wurde Raum geschaffen für jene fünf Plätze, die nach den Vorstellungen des venezianischen Architekten [[Vincenzo Scamozzi]] das Bild der idealen Stadt prägten. Auch der durch einen [[Brände Salzburger Dom|Brand]] beschädigte [[Salzburger Dom]] wurde [[1598]] abgerissen und sollte durch eine viel größere Kathedrale nach Plänen Scamozzis ersetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Wolf Dietrich wegen des Salzexports einen [[Salzkrieg 1611|Salzkrieg]] mit Herzog Maximilian I. von Bayern begann, von diesem gefangen genommen wurde und nach fünfjähriger Gefangenschaft auf Hohensalzburg starb, war von seinen Plänen nur wenig ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst [[1628]], mitten im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], konnte der von [[Santino Solari]] aus Verna (Italien) erbaute, deutlich bescheidenere Dom geweiht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schloss Hellbrunn ersteht===&lt;br /&gt;
Es ist ein merkwürdiger Gegensatz, dass die prachtvolle Ausgestaltung der Stadt Salzburg zu einem Zeitpunkt erfolgte, als die Blüte des [[Goldbergbau]]s im Gasteiner und [[Raurisertal]] bereits vorüber war und der Export des [[Hallein]]er [[Salz]]es aufgrund der [[1611]] geschlossenen Salzverträge in bayerischer Hand lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da auch der einträgliche [[Handel (historisch)#Handel mit Venedig - Friaul|Handel nach Venedig]] allmählich nachließ, ging der großzügige Bau von Schlössern und Kirchen zu Lasten der Bevölkerung. Der Dombaumeister Santino Solari schuf für Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] ([[1612]]–[[1619]]) das [[Schloss Hellbrunn]] und baute im Auftrag von Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] ([[1619]]–[[1653]]) Salzburg zur Festungsstadt um. Dank der klugen Neutralitätspolitik des Fürsterzbischofs bildete Salzburg im Dreißigjährigen Krieg eine &amp;quot;wehrhafte Friedensinsel&amp;quot; und die [[1622]] gegründete [[Benediktineruniversität Salzburg|Universität]] erlebte einen raschen Aufschwung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fischer von Erlach kommt===&lt;br /&gt;
[[Bild:Casino_2.jpg|thumb|[[Schloss Kleßheim]]]] [[Bild:Universitaetskirche_1.jpg|thumb|[[Kollegienkirche]]]]Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] ([[1697]]–[[1709]]) berief [[Fischer von Erlach|Johann Bernhard Fischer von Erlach]] nach Salzburg und vollzog damit den Übergang vom bis dahin dominierenden &amp;quot;italienischen&amp;quot; zum &amp;quot;österreichischen&amp;quot; [[Barock]]. Fischer schuf in Salzburg die [[Dreifaltigkeitskirche]], die [[Ursulinenkirche]], die [[Kollegienkirche]], das [[St. Johanns-Spital]] samt [[Krankenhauskirche St. Johannes|Kirche]], das [[Schloss Kleßheim|Lustschloss Kleßheim]] und die Pläne für den prachtvollen [[Mirabellgarten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schloss Mirabell]] hatte sein größter Konkurrent, [[Lukas von Hildebrandt]], gebaut. Mit dem [[1740]] vollendeten [[Schloss Leopoldskron]] wurde der Kreis von Lustschlössern rund um die Stadt Salzburg vollendet. Der Name des Bauherrn, Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]], ist jedoch durch die tragische [[Protestantenvertreibung|Protestantenausweisung]] [[1731]]–[[1732|32]] verdunkelt. Um in Salzburg &amp;quot;Einheit des Glaubens&amp;quot; wiederherzustellen, mussten über 20&amp;amp;nbsp;000 Protestanten aus den Gebirgsgauen innerhalb kürzester Zeit ihre Heimat verlassen. Sie fanden vor allem im entvölkerten [[Ostpreußen]] (Regierungsbezirk [[Stiftung Salzburger Anstalt Gumbinnen|Gumbinnen]]) Aufnahme, wo sie als Kolonisten sehr geschätzt waren. Andere Gruppen von Emigranten gelangten in die Niederlande und sogar bis nach [[Salzburgers|Ebenezer]] im Staate Georgia (USA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mozart geht enttäuscht===&lt;br /&gt;
Unter dem letzten regierenden Fürsterzbischof, [[Hieronymus Graf Colloredo]] ([[1772]]–[[1803]]), wurde Salzburg zum Zentrum der Aufklärung in Süddeutschland. Wissenschaft, Literatur und Medienwesen blühten, das Schulwesen wurde gründlich reformiert. [[Lorenz Hübner]] gab seine &amp;quot;Oberdeutsche allgemeine Literaturzeitung&amp;quot; in Salzburg heraus und der Ruf des Naturwissenschafters [[Carl Ehrenbert Freiherr von Moll]] war so groß, dass [[Alexander von Humboldt]] sich einen ganzen Winter lang seiner Bibliothek widmete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von [[Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn]] verfasste &amp;quot;&#039;&#039;Iuvavia&#039;&#039;&amp;quot; leitete die moderne Geschichtsschreibung ein. Mit der traditionsreichen [[Hofmusik]] ging der durchaus musikalische aber sparsame Fürsterzbischof Colloredo deutlich strenger um als sein Vorgänger [[Sigismund Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]]. [[Wolfgang Amadé Mozart]], der in Salzburg repräsentative Opern kaum aufführen konnte, verließ enttäuscht seine Heimatstadt, um in Wien Karriere zu machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die französischen Revolutionskriege machten die als veraltet und überholt angesehenen geistlichen Staaten zum Entschädigungsobjekt der Großmächte. Schon drei Jahre bevor im Reichsdeputationshauptschluss von Regensburg [[1803]] die [[Säkularisation]] Salzburgs verfügt wurde, war Colloredo aus seiner Residenzstadt geflohen. Er hat durch die beharrliche Verweigerung seines Rücktritts den Fortbestand des Erzbistums Salzburg als geistlicher Institution erreicht, Das Erzbistum erlebte eine letzte kulturelle, künstlerische und auch wirtschaftliche Blüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vom Kurfürstentum zum Bundesland - Der steinige Weg nach Österreich==&lt;br /&gt;
===Die Franzosen in Salzburg===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Salzburg unter Napoleon]] &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Kurfürstentum Salzburg]] &lt;br /&gt;
Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik. Zwischen [[12. Dezember|12.]] und [[14. Dezember]] [[1800]] kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden - die [[Schlacht am Walserfeld]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann bildete Salzburg zunächst mit [[Passau]], [[Eichstätt]] und [[Berchtesgaden]] ein Kurfürstentum, mit dem Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], der Bruder von Kaiser [[Franz II.]], für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Aber schon [[1804]] standen erneut die Franzosen in Salzburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer medizinischen Fakultät führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, [[1806]], an Österreich. Nur die exponierte Lage an der Grenze zu Bayern, einem Verbündeten [[Napoleon]]s, sicherte damals den Fortbestand des Landes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1809]] wurde Salzburg zum dritten Mal von französischen Truppen besetzt. Es kam zum [[Koalitionskriege (Überblick)|Freiheitskampf]] der Salzburger gegen die Franzosen. Auf Initiative des kampferprobten [[Kapuziner]]paters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers Andreas Hofer, griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Auch der [[Pass Strub]] war heiß umkämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg als Teil Bayerns===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern]] &lt;br /&gt;
Die Machtergreifung durch den bayerischen König Max I. Joseph wurde [[1810]] in Salzburg freudig begrüßt. Kronprinz Ludwig von Bayern (der spätere [[Ludwig I. von Bayern]]) residierte als Generalgouverneur des Inn- und [[Salzachkreis]]es im [[Schloss Mirabell]], wo auch sein Sohn [[Otto Wittelsbach|Otto]], der spätere König von Griechenland geboren wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentralistischen Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und [[1810]] zur Aufhebung der [[Universität Salzburg|Universität]] führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem vor allem die französische Besatzungsmacht und Kurfürst Ferdinand III. von Toskana, aber auch das Kaisertum Österreich wertvolle Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten auch die Bayern Archivalien fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der oberösterreichischen Regierung unterstellt===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Herzogtum Salzburg]] &lt;br /&gt;
[[Bild:Schloss_mirabell.jpg|thumb|[[Schloss Mirabell]]]]Auf dem Wiener Kongress war [[1816]] der Übergang Salzburgs an Österreich beschlossen worden. Mit dem [[Rupertiwinkel]] am linken Ufer der [[Salzach]] verbleib jedoch das wirtschaftlich wertvollste Gebiet bei Bayern. Das Gericht [[Itter]] mit dem Markt [[Hopfgarten im Brixental|Hopfgarten]], das [[Zillertal]] und Windischmatrei (heute [[Matrei in Osttirol]]) wurden zu Tirol geschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das völlig verschuldete und ausgeblutete Land Salzburg zierte zwar als &amp;quot;Herzogtum&amp;quot; den Titel des österreichischen Kaisers, verlor aber seine Selbständigkeit und wurde als fünfter Kreis der obderennsischen (oberösterreichischen) Landesregierung in Linz unterstellt. Mit dem Verlust der Residenz wanderten die Hofbediensteten und Beamten ab, die Bevölkerung der Stadt ging von 16&amp;amp;nbsp;000 Bewohnern auf weniger als 12&amp;amp;nbsp;000 zurück. Lustschlösser und Paläste verödeten und [[1818]] legte ein [[Brände Stadt Salzburg|Brand]] den [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|Stadtteil am rechten Salzachufer]] samt dem [[Schloss Mirabell]] in Schutt und Asche. Nach Missernten in den Jahren [[1814]] bis [[1816]] forderte eine große Hungersnot zahlreiche Todesopfer unter der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird zum Betteldorf===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Hauptartikel [[Salzburg - vom Betteldorf zum reich gesegneten Land]]&lt;br /&gt;
Der Beginn der österreichischen Herrschaft stand unter keinem guten Stern. Die zentralistische Verwaltung des riesigen Kaiserstaates hatte ihrerseits für ein kleines Gebiet wie Salzburg kein Verständnis. Der gesamte Grundbesitz im Eigentum des Landes Salzburgs wurden als &amp;quot;ärarisches Eigentum&amp;quot; der Monarchie übereignet. Alle Bitten der Bürgerschaft um Wiederherstellung des Landes und der Landschaft, um Gewährung einer eigenen Landesregierung, um die Residenz eines kaiserlichen Prinzen in Salzburg und um Wiedererrichtung der [[Benediktineruniversität Salzburg|Universität]] verhallten ungehört, ebenso die Klagen, dass Salzburg &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot; sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Armut der Bevölkerung nahm zu und die intensive polizeiliche Überwachung und Bespitzelung in der Zeit des Vormärz ([[1816]]–[[1848]]) unterdrückte alle politischen Regungen. Das Bürgertum zog sich ins [[biedermeier]]liche Privatleben zurück und die Bevölkerung in Stadt und Land versank in tiefe Apathie und Hoffnungslosigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;&#039;&#039;Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten&#039;&#039;&amp;quot; schrieb [[Franz Schubert]] anlässlich seines Besuchs in Salzburg [[1837]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg kämpft sich zurück===&lt;br /&gt;
Erst die Aktivitäten des aus Tirol stammenden Advokaten Dr. [[Alois Fischer]], der später Landeschef von Oberösterreich wurde, und das Revolutionsjahr [[1848]] führten zu einem Umschwung. Salzburg wurde zu einem Kronland der [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] und erhielt – verzögert durch die Ära des Neoabsolutismus – [[1860]]/[[1861|61]] eigene Landesbehörden und Landstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergeordnete Behörden wie die Bundesbahndirektion, das Oberlandesgericht und die Post- und Telegraphendirektion für Salzburg, die ihren Sitz in Linz hatten bzw. noch haben, erinnerten lange an die Zeit als fünfter Kreis von [[Oberösterreich]], die von den Salzburgern als tiefe Erniedrigung empfunden wurde. Der Weg nach Österreich war steinig und entbehrungsreich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Aufschwung Salzburgs nach 1860===&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der [[Westbahn|Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] im Jahr [[1860]], die Salzburg mit Wien und [[München]] verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Kaiser [[Franz Joseph I.]] ließ im selben Jahr die Stadt Salzburg als Festung auf und schenkte die [[Stadtbefestigungen|Bastionen]] der [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürgerschaft]]. Damit unterlag auch der Raum vor den Befestigungsanlagen nicht mehr einem strikten Bauverbot. Der Eisenbahnunternehmer [[Karl Freiherr von Schwarz]] führte ab 1853 die [[Salzachregulierung|Regulierung]] der Salzach durch. Zahlreiche neue Straßen und etliche Brücken wurden geplant und gebaut. [[1863]] begann auch die Errichtung von Abwasserkanälen in der Stadt. Vor allem in der [[Neustadt]] und nach [[1890]] verstärkt auch in der [[Elisabeth-Vorstadt]] (vor 1902 [[Froschheim]]), in [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] und in [[Maxglan (Gemeinde)|Maxglan]] wurden in der Folge zahlreiche gründerzeitliche Bauten errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] ([[1880]]) zum Ausdruck. [[1867]] wurde die [[Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg|erste evangelische Kirche]] errichtet. [[1869]] folgte die Gründung eines Arbeiter-Bildungsvereines.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[1870]] formierten sich die politischen Parteien, unter denen die Konservativen (vielfach mit klerikaler Ausrichtung) und die Liberalen dominierten. Der Liberalismus alter Prägung wurde am Ende des [[19. Jahrhundert]]s zunehmend von verschiedenen nationalistischen Strömungen verbunden mit einem zunehmenden Antisemitismus abgelöst. Auch marxistische Strömungen kamen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturtipps ==&lt;br /&gt;
* Buch [[Kronland Salzburg]]&lt;br /&gt;
* Buch [[Salzburgs Synchronik]]&lt;br /&gt;
* [[Helmut Eymannsberger|Eymannsberger, Helmut]]: &amp;quot;Zum 350. Geburtstag von Sebastian Münster - Was Rauriser und Gasteiner Bergknappen mit Krokodilen, Meeresungeheuern und einem früheren 100 Mark-Schein verbindet.&amp;quot; In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSL)- Nr. 158/159, 2018/2019. [[Verlag Anton Pustet]], ISBN 978-3-7025-0956-9. Salzburg 2019, S. 61–288.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
{{Quelle Geschichte Salzburg}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WOMO</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_2&amp;diff=2204349</id>
		<title>Geschichte des Landes, Teil 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_2&amp;diff=2204349"/>
		<updated>2023-12-09T18:44:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WOMO: /* Der Aufstand der Bauern */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschichte des Landes Salzburg}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Saltzburg et Carinthie.jpg|thumb|&#039;&#039;Saltzburg et Carinthie&#039;&#039; Quelle: Gerhard Mercator, Jodocus Hondius, Jansson: Atlas minor Gerardi Mercatoris. Amsterodami: ex officina Ioannis Ianssonii, MDCXXXIIII [1634].]]&lt;br /&gt;
==Vom geistlichen Fürstentum zum Land Salzburg==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erzbischof]] [[Adalbert III.]], der [[1183]] erneut an die Macht kam, vollzog den Ausgleich mit [[Friedrich I. Barbarossa]] und den Übergang [[Erzstift Salzburg|Salzburgs]] ins kaiserliche Lager. Um [[1185]] eröffnete er den [[Salzbergbau]] auf dem [[Salzbergwerk Dürrnberg]], der in [[Römer|römischer]] Zeit zum Erliegen gekommen war. Der Salinenort am Salzachufer, zu dem die [[Sole]] vom [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]] in Holzrohren geleitet und dort auf großen Pfannen versotten wurde, erhielt im Gegensatz zu [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] den Namen [[Hallein]] (&#039;&#039;haellinum&#039;&#039; von Hall = Salz), das &amp;quot;kleine Hall&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] ([[1200]]–[[1246]]) aus dem Geschlecht der Edlen von Regensberg (bei Zürich), der bedeutendste Salzburger Kirchenfürst des [[Mittelalter]]s, sicherte der neuen Saline durch sehr modern anmutende Maßnahmen die Vorherrschaft im [[Ostalpen]]raum: Zunächst steigerte er die Produktion enorm und unterbot den üblichen Salzpreis bei weitem. Als er mit Hilfe des &#039;&#039;Dumpings&#039;&#039; die ältere [[Saline Reichenhall]] vom Markt verdrängt hatte, griff er zum Mittel der Valorisation, beschränkte die Produktion und hob den Salzpreis wieder stark an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beherrschung des Wasserwegs auf der [[Salzach]], der einzigen leistungsfähigen Transportroute, konnten die [[Erzbischöfe]] auch den Export der konkurrierenden Salinen Reichenhall und [[Saline Berchtesgaden|Berchtesgaden]] kontrollieren. Die [[Salzschifffahrt]] von [[Hallein]] über [[Laufen an der Salzach|Laufen]] nach [[Passau]] wurde noch im [[13. Jahrhundert]] durch erzbischöfliche Urkunden genau geregelt. Der [[Salzhandel|Salzexport]] blieb bis zum Ende der geistlichen Herrschaft die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle der Salzburger Erzbischöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Vater des Landes Salzburg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eberhard II. von Regensberg]] wird gerne als &amp;quot;Vater des Landes Salzburg&amp;quot; bezeichnet. In engem Zusammenwirken mit Kaiser Friedrich II., dem er trotz Kirchenbann bis in den Tod die Treue hielt, gelang ihm durch die Erwerbung von Grafschaften und Herrschaften der Aufbau eines großen, geschlossenen Herrschaftsgebietes. Während die benachbarten Bistümer [[Bistum Brixen|Brixen]] und [[Bistum Trient|Trient]] damals von ihren weltlichen Schutzherren (Vögten), den Grafen von Tirol, in das werdende Land [[Tirol]] eingebunden wurde, setzte Eberhard in Salzburg die Entmachtung der Vögte durch. Rechtsprechung und Verwaltung übertrug er den von ihm eingesetzten Beamten ([[Pfleger]]) und sicherte damit den Bestand der geistlichen Herrschaft für Jahrhunderte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[12. Jahrhundert]] wurden die Salzburger Erzbischöfe als &amp;quot;[[Reich]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;sfürsten&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;quot; tituliert und waren damit den [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerischen Herzogen]] gleichgestellt. Trotzdem bestand das von ihnen beherrschte Fürstentum nur aus &amp;quot;Herrschaften und Territorien&amp;quot;, aus &amp;quot;Grafschaften, Gerichten und Vogteien&amp;quot; und galt weiterhin als Teil des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Trennung von Bayern ===&lt;br /&gt;
Erzbischof [[Friedrich II. von Walchen]] ([[1270]]–[[1284]]) war ein treuer Parteigänger König Rudolfs I. von Habsburg. Er hatte entscheidenden Anteil an dessen Sieg über König Přemysl Otakar II. von [[Böhmen]] in der Schlacht bei Dürnkrut [[1278]] und der Festsetzung der [[Habsburger]] in Österreich. Als Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] den Habsburger Friedrich den Schönen im Kampf um die deutsche Königskrone unterstützte, erlitt er in der [[Schlacht bei Mühldorf]] [[1322]] eine schwere Niederlage gegen den späteren Kaiser Ludwig den Bayer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslösung der gefangenen Salzburger Soldritter und der von den Bayern eroberten Grenzstadt [[Tittmoning]] verursachte derart hohe Kosten, dass der Erzbischof die hohe Geistlichkeit und den Adel um die Erlaubnis bitten musste, von deren [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#H|Hintersassen]] eine außerordentliche Steuer einzuheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Drängen des Adels erließ er [[1328]] ein umfangreiches Gesetz als erste &amp;quot;[[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]]&amp;quot;, mit der er sich teilweise bereits von der Rechtsprechung des Herzogtums Bayern abgrenzte. Erzbischof [[Heinrich von Pirnbrunn]] sprach in der [[Bergordnung]] für [[Gasteinertal|Gastein]] und [[Raurisertal|Rauris]] [[1342]] erstmals von &#039;&#039;seinem Land Salzburg&#039;&#039; und brachte damit deutlich zum Ausdruck, dass die Trennung Salzburgs vom &amp;quot;Mutterland&amp;quot; Bayern endgültig vollzogen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Am Weg zum landesfürstlichen Absolutismus===&lt;br /&gt;
Als Erzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] [[1387]] von den bayerischen Herzogen gefangen genommen wurde, scheiterten diese am entschlossenen Auftreten der Landstände und dem bereits ausgeprägten Salzburger Landesbewusstsein. Adel und Städte, die sich [[1403]] im &amp;quot;[[Igelbund]]&amp;quot; zusammenschlossen, konnten ihre Forderungen gegen den Erzbischof nicht durchsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Salzburger &amp;quot;[[Hohe Salzburger Landschaft|Landschaft]]&amp;quot;, die sich aus den drei Ständen der Prälaten (der hohen Geistlichkeit), des Adels und der Städte und Märkte zusammensetzte, besaßen zwar das Recht auf die Bewilligung von außerordentlichen Steuern, aus denen sich die allgemeinen Landessteuern entwickelten, erlangte aber kaum politischen Einfluss. Die Bauern, die das allgemeine Aufgebot stellten, wurden zwar [[1456]]–[[1543]] in Fragen der Landesverteidigung zu den Landtagen beigezogen, bildeten aber niemals einen gleichberechtigten vierten Stand wie im benachbarten Tirol. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzig das [[Domkapitel]], das vor der Wahl den künftigen Erzbischof an schriftliche Forderungen (Wahlkapitulationen) zu binden suchte und in Zeiten der Sedisvakanz die Zwischenregierung führte, bildete ein Gegengewicht gegen den übermächtigen geistlichen Landesherrn. Durch die geringe Bedeutung der Landstände war in Salzburg der Weg zum landesfürstlichen Absolutismus früher als in anderen Ländern vorgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Um Recht und Glauben==&lt;br /&gt;
Als Erzbischof [[Rudolf I. von Hohenegg]] [[1287]] den Streit zwischen den alteingesessenen Salzburger Bürgern und zugezogenen Neureichen im [[Sühnebrief]] schlichtete, verlieh er der Stadt ein erstes schriftliches [[Salzburger Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bürgertum vermochte sich erfolgreich in den [[Venedigerwaren|Handel zwischen Venedig]] und den süddeutschen Reichsstädten Nürnberg, [[Regensburg]] und [[Augsburg]] einzuschalten. Im Spätmittelalter standen Salzburger Kaufleute im [[Handel (historisch)#Handel mit Venedig - Friaul|Venedighandel]] an zweiter Stelle hinter den Nürnbergern und engagierten sich außerdem auf den Märkten in [[Linz]] und im Handel entlang der [[Donau]] nach [[Wien]]. Handwerk und Gewerbe in der Stadt blühten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichtum des Bürgertums kam in bedeutenden Bauten zum Ausdruck: [[Hans Stetheimer]] und [[Stefan Krumenauer]] schufen im Auftrag der Bürgerschaft den prachtvollen Hallenchor der Stadtpfarrkirche (der heutigen [[Franziskanerkirche]]), der [[1452]] geweiht wurde. Ihn schmückte einst der größte Flügelaltar der Spätgotik. Der Bildschnitzer [[Michael Pacher]] aus Bruneck in [[Südtirol]] hatte [[1484]] von Salzburger Kaufleuten den Auftrag zu diesem monumentalen Werk erhalten. Die gotische Madonna des Pacher-Altars, die [[Fischer von Erlach]] in das Zentrum seines [[barock]]en Hochaltars gestellt hat, lässt heute noch die Qualität dieses verlorenen Meisterwerks nachempfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bürgerschaft drängt auf Einfluss===&lt;br /&gt;
Mit dem zunehmenden Wohlstand strebte die Bürgerschaft auch nach politischem Einfluss. Sie verlangte Anteil am Stadtregiment, das bis dahin allein in der Hand des Erzbischofs lag. Als Fürsterzbischof [[Bernhard von Rohr]] in eine langwierige Auseinandersetzung mit Kaiser [[Friedrich III.]] verwickelt wurde, ergriff die Bürgerschaft für den Kaiser Partei. Dieser verlieh [[1481]] der Stadt im [[Ratsbrief]] das Recht der freien Wahl von [[Stadtrat]] und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] sowie &amp;quot;&#039;&#039;dieselben Rechte, wie sie andere Reichsstädte besitzen&#039;&#039;&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den daraus resultierenden Konflikt, der sich immer mehr zuspitzte, löste Fürsterzbischof [[Leonhard von Keutschach]] ([[1495]]– [[1519]]) durch einen Gewaltstreich: Er lud [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Virgil Fröschlmoser]] und den [[Stadtrat]] zu einem [[Gastmahl Festung Hohensalzburg|Gastmahl]] am [[23. Jänner]] [[1511]], nahm sie gefangen und zwang sie zur Auslieferung des Ratsbriefs und aller Privilegien. Erneute Freiheitsregungen der Bürgerschaft unterdrückte Kardinal [[Matthäus Lang]] im &amp;quot;[[Lateinischer Krieg|Lateinischen Krieg]]&amp;quot; [[1523]] mit dem Einsatz von Söldnern. Die [[1524]] erlassene &amp;quot;Stadt- und Polizeiordnung&amp;quot; sicherte die absolute Stadtherrschaft des Erzbischofs bis zum Ende des geistlichen Staates ([[1803]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Aufstand der Bauern===&lt;br /&gt;
Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach hatte die [[Festung Hohensalzburg]] zu einer uneinnehmbaren Zwingburg ausgebaut und dort seinen Wohnsitz genommen, wo er sich vor der Bürgerschaft sicher fühlte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich [[1525]] Bauern, Bürger und [[Bergknappen]], beeinflusst von den reformatorischen Ideen Martin Luthers, gegen Kardinal Matthäus Lang erhoben, scheiterte dieser [[Salzburger Bauernaufstände im 16. Jahrhundert|Aufstand]] vor den Mauern von Hohensalzburg. &lt;br /&gt;
So lag - außergewöhnlicherweise - in einem der reichsten Fürstentümer im deutschen Sprachraum die ganze öffentliche Herrschaft, die militärische wie auch politische Gewalt, wenn auch nur für einige Wochen, während des Bauernaufstands im Erzstift in den Händen der Aufständischen. Ausgenommen von dieser umfassenden Staatsgewalt war lediglich ein winziges Areal mit der Festung Hohensalzburg, das von den Aufständischen nicht erobert werden konnte und wo sich Erzbischof Lang mit wenigen Getreuen verschanzt hatte. Gilt schon der Sieg der Salzburger Aufständischen unter Michael Gruber in Schladming (Grenzregion Salzburg-Steiermark) über eine gleichsam professionelle kaiserliche Söldnertruppe unter der Führung Dietrichsteins als einzigartig, so konnte - soweit überblickbar - kein Bauernheer in Mitteleuropa sonst über einen Zeitraum von mehreren Monaten im sogen. deutschen Bauernkrieg in einem gesamten Territorium die Staatsmacht ausüben. &amp;lt;Karl-Heinz Ludwig, Bergleute im Bauernkrieg 1525/26: Salzburger zwischen Habsburg und Wittelsbach - oder politisch darüber hinaus?, in: Christoff Weitmoser und seine Zeit aus technisch-bergmännischer, wirtschaftlicher, sozialer und kunstgeschichtlicher Sicht - MGSL 149 (2009), S. 191–248, hier S. 208; Helmut Eymannsberger: ZUM 530. GEBURTSTAG VON SEBASTIAN MÜNSTER - Was Rauriser und Gasteiner Bergknappen mit Krokodilen, Meeresungeheuern und einem früheren 100 Mark-Schein verbindet. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSL)- Nr. 158/159 – 2018/2019. Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0956-9. Salzburg 2019, S. 61–288, hier S. 140.&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die [[Gewerke]]n von Gastein und Rauris, die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Position gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft. Nur die radikale Bürgerschaft der [[Altstadt|Stadt Salzburg]] forderte die Beseitigung der geistlichen Landesherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Aufstand, den der Tiroler Bauernführer [[Michael Gaismair]] mit seinen Gefährten im Frühjahr [[1526]] organisierte und leitete, zerbrach an den Mauern von [[Radstadt]] und wurde mit einem Blutgericht geahndet. Die [[Protestantismus|evangelische Bewegung]] blieb jedoch in den [[Innergebirg|Gebirgsgauen]], wo keine wirksame Kontrolle möglich war, bis ins [[18. Jahrhundert]] als Geheimprotestantismus lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Zeitalter Wolf Dietrichs===&lt;br /&gt;
Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ([[1587]]–[[1612]]) ist durch seine romantische Liebesbeziehung zur schönen Bürgertochter [[Salome Alt]], die ihm zahlreiche Kinder gebar, und durch sein tragisches Ende zum populärsten Salzburger Kirchenfürsten geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von italienischen Vorbildern beeinflusst, begann er mit dem großzügigen Umbau der verwinkelten und schmutzigen Stadt Salzburg. Durch den Abriss von über 60 Bürgerhäusern wurde Raum geschaffen für jene fünf Plätze, die nach den Vorstellungen des venezianischen Architekten [[Vincenzo Scamozzi]] das Bild der idealen Stadt prägten. Auch der durch einen [[Brände Salzburger Dom|Brand]] beschädigte [[Salzburger Dom]] wurde [[1598]] abgerissen und sollte durch eine viel größere Kathedrale nach Plänen Scamozzis ersetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Wolf Dietrich wegen des Salzexports einen [[Salzkrieg 1611|Salzkrieg]] mit Herzog Maximilian I. von Bayern begann, von diesem gefangen genommen wurde und nach fünfjähriger Gefangenschaft auf Hohensalzburg starb, war von seinen Plänen nur wenig ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst [[1628]], mitten im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], konnte der von [[Santino Solari]] aus Verna (Italien) erbaute, deutlich bescheidenere Dom geweiht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schloss Hellbrunn ersteht===&lt;br /&gt;
Es ist ein merkwürdiger Gegensatz, dass die prachtvolle Ausgestaltung der Stadt Salzburg zu einem Zeitpunkt erfolgte, als die Blüte des [[Goldbergbau]]s im Gasteiner und [[Raurisertal]] bereits vorüber war und der Export des [[Hallein]]er [[Salz]]es aufgrund der [[1611]] geschlossenen Salzverträge in bayerischer Hand lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da auch der einträgliche [[Handel (historisch)#Handel mit Venedig - Friaul|Handel nach Venedig]] allmählich nachließ, ging der großzügige Bau von Schlössern und Kirchen zu Lasten der Bevölkerung. Der Dombaumeister Santino Solari schuf für Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] ([[1612]]–[[1619]]) das [[Schloss Hellbrunn]] und baute im Auftrag von Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] ([[1619]]–[[1653]]) Salzburg zur Festungsstadt um. Dank der klugen Neutralitätspolitik des Fürsterzbischofs bildete Salzburg im Dreißigjährigen Krieg eine &amp;quot;wehrhafte Friedensinsel&amp;quot; und die [[1622]] gegründete [[Benediktineruniversität Salzburg|Universität]] erlebte einen raschen Aufschwung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fischer von Erlach kommt===&lt;br /&gt;
[[Bild:Casino_2.jpg|thumb|[[Schloss Kleßheim]]]] [[Bild:Universitaetskirche_1.jpg|thumb|[[Kollegienkirche]]]]Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] ([[1697]]–[[1709]]) berief [[Fischer von Erlach|Johann Bernhard Fischer von Erlach]] nach Salzburg und vollzog damit den Übergang vom bis dahin dominierenden &amp;quot;italienischen&amp;quot; zum &amp;quot;österreichischen&amp;quot; [[Barock]]. Fischer schuf in Salzburg die [[Dreifaltigkeitskirche]], die [[Ursulinenkirche]], die [[Kollegienkirche]], das [[St. Johanns-Spital]] samt [[Krankenhauskirche St. Johannes|Kirche]], das [[Schloss Kleßheim|Lustschloss Kleßheim]] und die Pläne für den prachtvollen [[Mirabellgarten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schloss Mirabell]] hatte sein größter Konkurrent, [[Lukas von Hildebrandt]], gebaut. Mit dem [[1740]] vollendeten [[Schloss Leopoldskron]] wurde der Kreis von Lustschlössern rund um die Stadt Salzburg vollendet. Der Name des Bauherrn, Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]], ist jedoch durch die tragische [[Protestantenvertreibung|Protestantenausweisung]] [[1731]]–[[1732|32]] verdunkelt. Um in Salzburg &amp;quot;Einheit des Glaubens&amp;quot; wiederherzustellen, mussten über 20&amp;amp;nbsp;000 Protestanten aus den Gebirgsgauen innerhalb kürzester Zeit ihre Heimat verlassen. Sie fanden vor allem im entvölkerten [[Ostpreußen]] (Regierungsbezirk [[Stiftung Salzburger Anstalt Gumbinnen|Gumbinnen]]) Aufnahme, wo sie als Kolonisten sehr geschätzt waren. Andere Gruppen von Emigranten gelangten in die Niederlande und sogar bis nach [[Salzburgers|Ebenezer]] im Staate Georgia (USA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mozart geht enttäuscht===&lt;br /&gt;
Unter dem letzten regierenden Fürsterzbischof, [[Hieronymus Graf Colloredo]] ([[1772]]–[[1803]]), wurde Salzburg zum Zentrum der Aufklärung in Süddeutschland. Wissenschaft, Literatur und Medienwesen blühten, das Schulwesen wurde gründlich reformiert. [[Lorenz Hübner]] gab seine &amp;quot;Oberdeutsche allgemeine Literaturzeitung&amp;quot; in Salzburg heraus und der Ruf des Naturwissenschafters [[Carl Ehrenbert Freiherr von Moll]] war so groß, dass [[Alexander von Humboldt]] sich einen ganzen Winter lang seiner Bibliothek widmete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von [[Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn]] verfasste &amp;quot;&#039;&#039;Iuvavia&#039;&#039;&amp;quot; leitete die moderne Geschichtsschreibung ein. Mit der traditionsreichen [[Hofmusik]] ging der durchaus musikalische aber sparsame Fürsterzbischof Colloredo deutlich strenger um als sein Vorgänger [[Sigismund Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]]. [[Wolfgang Amadé Mozart]], der in Salzburg repräsentative Opern kaum aufführen konnte, verließ enttäuscht seine Heimatstadt, um in Wien Karriere zu machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die französischen Revolutionskriege machten die als veraltet und überholt angesehenen geistlichen Staaten zum Entschädigungsobjekt der Großmächte. Schon drei Jahre bevor im Reichsdeputationshauptschluss von Regensburg [[1803]] die [[Säkularisation]] Salzburgs verfügt wurde, war Colloredo aus seiner Residenzstadt geflohen. Er hat durch die beharrliche Verweigerung seines Rücktritts den Fortbestand des Erzbistums Salzburg als geistlicher Institution erreicht, Das Erzbistum erlebte eine letzte kulturelle, künstlerische und auch wirtschaftliche Blüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vom Kurfürstentum zum Bundesland - Der steinige Weg nach Österreich==&lt;br /&gt;
===Die Franzosen in Salzburg===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Salzburg unter Napoleon]] &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Kurfürstentum Salzburg]] &lt;br /&gt;
Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik. Zwischen [[12. Dezember|12.]] und [[14. Dezember]] [[1800]] kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden - die [[Schlacht am Walserfeld]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann bildete Salzburg zunächst mit [[Passau]], [[Eichstätt]] und [[Berchtesgaden]] ein Kurfürstentum, mit dem Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], der Bruder von Kaiser [[Franz II.]], für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Aber schon [[1804]] standen erneut die Franzosen in Salzburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer medizinischen Fakultät führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, [[1806]], an Österreich. Nur die exponierte Lage an der Grenze zu Bayern, einem Verbündeten [[Napoleon]]s, sicherte damals den Fortbestand des Landes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1809]] wurde Salzburg zum dritten Mal von französischen Truppen besetzt. Es kam zum [[Koalitionskriege (Überblick)|Freiheitskampf]] der Salzburger gegen die Franzosen. Auf Initiative des kampferprobten [[Kapuziner]]paters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers Andreas Hofer, griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Auch der [[Pass Strub]] war heiß umkämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg als Teil Bayerns===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern]] &lt;br /&gt;
Die Machtergreifung durch den bayerischen König Max I. Joseph wurde [[1810]] in Salzburg freudig begrüßt. Kronprinz Ludwig von Bayern (der spätere [[Ludwig I. von Bayern]]) residierte als Generalgouverneur des Inn- und [[Salzachkreis]]es im [[Schloss Mirabell]], wo auch sein Sohn [[Otto Wittelsbach|Otto]], der spätere König von Griechenland geboren wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentralistischen Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und [[1810]] zur Aufhebung der [[Universität Salzburg|Universität]] führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem vor allem die französische Besatzungsmacht und Kurfürst Ferdinand III. von Toskana, aber auch das Kaisertum Österreich wertvolle Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten auch die Bayern Archivalien fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der oberösterreichischen Regierung unterstellt===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Herzogtum Salzburg]] &lt;br /&gt;
[[Bild:Schloss_mirabell.jpg|thumb|[[Schloss Mirabell]]]]Auf dem Wiener Kongress war [[1816]] der Übergang Salzburgs an Österreich beschlossen worden. Mit dem [[Rupertiwinkel]] am linken Ufer der [[Salzach]] verbleib jedoch das wirtschaftlich wertvollste Gebiet bei Bayern. Das Gericht [[Itter]] mit dem Markt [[Hopfgarten im Brixental|Hopfgarten]], das [[Zillertal]] und Windischmatrei (heute [[Matrei in Osttirol]]) wurden zu Tirol geschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das völlig verschuldete und ausgeblutete Land Salzburg zierte zwar als &amp;quot;Herzogtum&amp;quot; den Titel des österreichischen Kaisers, verlor aber seine Selbständigkeit und wurde als fünfter Kreis der obderennsischen (oberösterreichischen) Landesregierung in Linz unterstellt. Mit dem Verlust der Residenz wanderten die Hofbediensteten und Beamten ab, die Bevölkerung der Stadt ging von 16&amp;amp;nbsp;000 Bewohnern auf weniger als 12&amp;amp;nbsp;000 zurück. Lustschlösser und Paläste verödeten und [[1818]] legte ein [[Brände Stadt Salzburg|Brand]] den [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|Stadtteil am rechten Salzachufer]] samt dem [[Schloss Mirabell]] in Schutt und Asche. Nach Missernten in den Jahren [[1814]] bis [[1816]] forderte eine große Hungersnot zahlreiche Todesopfer unter der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird zum Betteldorf===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Hauptartikel [[Salzburg - vom Betteldorf zum reich gesegneten Land]]&lt;br /&gt;
Der Beginn der österreichischen Herrschaft stand unter keinem guten Stern. Die zentralistische Verwaltung des riesigen Kaiserstaates hatte ihrerseits für ein kleines Gebiet wie Salzburg kein Verständnis. Der gesamte Grundbesitz im Eigentum des Landes Salzburgs wurden als &amp;quot;ärarisches Eigentum&amp;quot; der Monarchie übereignet. Alle Bitten der Bürgerschaft um Wiederherstellung des Landes und der Landschaft, um Gewährung einer eigenen Landesregierung, um die Residenz eines kaiserlichen Prinzen in Salzburg und um Wiedererrichtung der [[Benediktineruniversität Salzburg|Universität]] verhallten ungehört, ebenso die Klagen, dass Salzburg &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot; sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Armut der Bevölkerung nahm zu und die intensive polizeiliche Überwachung und Bespitzelung in der Zeit des Vormärz ([[1816]]–[[1848]]) unterdrückte alle politischen Regungen. Das Bürgertum zog sich ins [[biedermeier]]liche Privatleben zurück und die Bevölkerung in Stadt und Land versank in tiefe Apathie und Hoffnungslosigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;&#039;&#039;Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten&#039;&#039;&amp;quot; schrieb [[Franz Schubert]] anlässlich seines Besuchs in Salzburg [[1837]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg kämpft sich zurück===&lt;br /&gt;
Erst die Aktivitäten des aus Tirol stammenden Advokaten Dr. [[Alois Fischer]], der später Landeschef von Oberösterreich wurde, und das Revolutionsjahr [[1848]] führten zu einem Umschwung. Salzburg wurde zu einem Kronland der [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] und erhielt – verzögert durch die Ära des Neoabsolutismus – [[1860]]/[[1861|61]] eigene Landesbehörden und Landstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergeordnete Behörden wie die Bundesbahndirektion, das Oberlandesgericht und die Post- und Telegraphendirektion für Salzburg, die ihren Sitz in Linz hatten bzw. noch haben, erinnerten lange an die Zeit als fünfter Kreis von [[Oberösterreich]], die von den Salzburgern als tiefe Erniedrigung empfunden wurde. Der Weg nach Österreich war steinig und entbehrungsreich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Aufschwung Salzburgs nach 1860===&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der [[Westbahn|Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] im Jahr [[1860]], die Salzburg mit Wien und [[München]] verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Kaiser [[Franz Joseph I.]] ließ im selben Jahr die Stadt Salzburg als Festung auf und schenkte die [[Stadtbefestigungen|Bastionen]] der [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürgerschaft]]. Damit unterlag auch der Raum vor den Befestigungsanlagen nicht mehr einem strikten Bauverbot. Der Eisenbahnunternehmer [[Karl Freiherr von Schwarz]] führte ab 1853 die [[Salzachregulierung|Regulierung]] der Salzach durch. Zahlreiche neue Straßen und etliche Brücken wurden geplant und gebaut. [[1863]] begann auch die Errichtung von Abwasserkanälen in der Stadt. Vor allem in der [[Neustadt]] und nach [[1890]] verstärkt auch in der [[Elisabeth-Vorstadt]] (vor 1902 [[Froschheim]]), in [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] und in [[Maxglan (Gemeinde)|Maxglan]] wurden in der Folge zahlreiche gründerzeitliche Bauten errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] ([[1880]]) zum Ausdruck. [[1867]] wurde die [[Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg|erste evangelische Kirche]] errichtet. [[1869]] folgte die Gründung eines Arbeiter-Bildungsvereines.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[1870]] formierten sich die politischen Parteien, unter denen die Konservativen (vielfach mit klerikaler Ausrichtung) und die Liberalen dominierten. Der Liberalismus alter Prägung wurde am Ende des [[19. Jahrhundert]]s zunehmend von verschiedenen nationalistischen Strömungen verbunden mit einem zunehmenden Antisemitismus abgelöst. Auch marxistische Strömungen kamen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturtipps ==&lt;br /&gt;
* Buch [[Kronland Salzburg]]&lt;br /&gt;
* Buch [[Salzburgs Synchronik]]&lt;br /&gt;
* [[Helmut Eymannsberger|Eymannsberger, Helmut]]: &amp;quot;Zum 350. Geburtstag von Sebastian Münster - Was Rauriser und Gasteiner Bergknappen mit Krokodilen, Meeresungeheuern und einem früheren 100 Mark-Schein verbindet.&amp;quot; In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSL)- Nr. 158/159, 2018/2019. [[Verlag Anton Pustet]], ISBN 978-3-7025-0956-9. Salzburg 2019, S. 61–288.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
{{Quelle Geschichte Salzburg}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WOMO</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_2&amp;diff=2204328</id>
		<title>Geschichte des Landes, Teil 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_2&amp;diff=2204328"/>
		<updated>2023-12-09T18:10:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WOMO: /* Literaturtipps */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschichte des Landes Salzburg}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Saltzburg et Carinthie.jpg|thumb|&#039;&#039;Saltzburg et Carinthie&#039;&#039; Quelle: Gerhard Mercator, Jodocus Hondius, Jansson: Atlas minor Gerardi Mercatoris. Amsterodami: ex officina Ioannis Ianssonii, MDCXXXIIII [1634].]]&lt;br /&gt;
==Vom geistlichen Fürstentum zum Land Salzburg==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erzbischof]] [[Adalbert III.]], der [[1183]] erneut an die Macht kam, vollzog den Ausgleich mit [[Friedrich I. Barbarossa]] und den Übergang [[Erzstift Salzburg|Salzburgs]] ins kaiserliche Lager. Um [[1185]] eröffnete er den [[Salzbergbau]] auf dem [[Salzbergwerk Dürrnberg]], der in [[Römer|römischer]] Zeit zum Erliegen gekommen war. Der Salinenort am Salzachufer, zu dem die [[Sole]] vom [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]] in Holzrohren geleitet und dort auf großen Pfannen versotten wurde, erhielt im Gegensatz zu [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] den Namen [[Hallein]] (&#039;&#039;haellinum&#039;&#039; von Hall = Salz), das &amp;quot;kleine Hall&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] ([[1200]]–[[1246]]) aus dem Geschlecht der Edlen von Regensberg (bei Zürich), der bedeutendste Salzburger Kirchenfürst des [[Mittelalter]]s, sicherte der neuen Saline durch sehr modern anmutende Maßnahmen die Vorherrschaft im [[Ostalpen]]raum: Zunächst steigerte er die Produktion enorm und unterbot den üblichen Salzpreis bei weitem. Als er mit Hilfe des &#039;&#039;Dumpings&#039;&#039; die ältere [[Saline Reichenhall]] vom Markt verdrängt hatte, griff er zum Mittel der Valorisation, beschränkte die Produktion und hob den Salzpreis wieder stark an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beherrschung des Wasserwegs auf der [[Salzach]], der einzigen leistungsfähigen Transportroute, konnten die [[Erzbischöfe]] auch den Export der konkurrierenden Salinen Reichenhall und [[Saline Berchtesgaden|Berchtesgaden]] kontrollieren. Die [[Salzschifffahrt]] von [[Hallein]] über [[Laufen an der Salzach|Laufen]] nach [[Passau]] wurde noch im [[13. Jahrhundert]] durch erzbischöfliche Urkunden genau geregelt. Der [[Salzhandel|Salzexport]] blieb bis zum Ende der geistlichen Herrschaft die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle der Salzburger Erzbischöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Vater des Landes Salzburg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eberhard II. von Regensberg]] wird gerne als &amp;quot;Vater des Landes Salzburg&amp;quot; bezeichnet. In engem Zusammenwirken mit Kaiser Friedrich II., dem er trotz Kirchenbann bis in den Tod die Treue hielt, gelang ihm durch die Erwerbung von Grafschaften und Herrschaften der Aufbau eines großen, geschlossenen Herrschaftsgebietes. Während die benachbarten Bistümer [[Bistum Brixen|Brixen]] und [[Bistum Trient|Trient]] damals von ihren weltlichen Schutzherren (Vögten), den Grafen von Tirol, in das werdende Land [[Tirol]] eingebunden wurde, setzte Eberhard in Salzburg die Entmachtung der Vögte durch. Rechtsprechung und Verwaltung übertrug er den von ihm eingesetzten Beamten ([[Pfleger]]) und sicherte damit den Bestand der geistlichen Herrschaft für Jahrhunderte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[12. Jahrhundert]] wurden die Salzburger Erzbischöfe als &amp;quot;[[Reich]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;sfürsten&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;quot; tituliert und waren damit den [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerischen Herzogen]] gleichgestellt. Trotzdem bestand das von ihnen beherrschte Fürstentum nur aus &amp;quot;Herrschaften und Territorien&amp;quot;, aus &amp;quot;Grafschaften, Gerichten und Vogteien&amp;quot; und galt weiterhin als Teil des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Trennung von Bayern ===&lt;br /&gt;
Erzbischof [[Friedrich II. von Walchen]] ([[1270]]–[[1284]]) war ein treuer Parteigänger König Rudolfs I. von Habsburg. Er hatte entscheidenden Anteil an dessen Sieg über König Přemysl Otakar II. von [[Böhmen]] in der Schlacht bei Dürnkrut [[1278]] und der Festsetzung der [[Habsburger]] in Österreich. Als Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] den Habsburger Friedrich den Schönen im Kampf um die deutsche Königskrone unterstützte, erlitt er in der [[Schlacht bei Mühldorf]] [[1322]] eine schwere Niederlage gegen den späteren Kaiser Ludwig den Bayer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslösung der gefangenen Salzburger Soldritter und der von den Bayern eroberten Grenzstadt [[Tittmoning]] verursachte derart hohe Kosten, dass der Erzbischof die hohe Geistlichkeit und den Adel um die Erlaubnis bitten musste, von deren [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#H|Hintersassen]] eine außerordentliche Steuer einzuheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Drängen des Adels erließ er [[1328]] ein umfangreiches Gesetz als erste &amp;quot;[[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]]&amp;quot;, mit der er sich teilweise bereits von der Rechtsprechung des Herzogtums Bayern abgrenzte. Erzbischof [[Heinrich von Pirnbrunn]] sprach in der [[Bergordnung]] für [[Gasteinertal|Gastein]] und [[Raurisertal|Rauris]] [[1342]] erstmals von &#039;&#039;seinem Land Salzburg&#039;&#039; und brachte damit deutlich zum Ausdruck, dass die Trennung Salzburgs vom &amp;quot;Mutterland&amp;quot; Bayern endgültig vollzogen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Am Weg zum landesfürstlichen Absolutismus===&lt;br /&gt;
Als Erzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] [[1387]] von den bayerischen Herzogen gefangen genommen wurde, scheiterten diese am entschlossenen Auftreten der Landstände und dem bereits ausgeprägten Salzburger Landesbewusstsein. Adel und Städte, die sich [[1403]] im &amp;quot;[[Igelbund]]&amp;quot; zusammenschlossen, konnten ihre Forderungen gegen den Erzbischof nicht durchsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Salzburger &amp;quot;[[Hohe Salzburger Landschaft|Landschaft]]&amp;quot;, die sich aus den drei Ständen der Prälaten (der hohen Geistlichkeit), des Adels und der Städte und Märkte zusammensetzte, besaßen zwar das Recht auf die Bewilligung von außerordentlichen Steuern, aus denen sich die allgemeinen Landessteuern entwickelten, erlangte aber kaum politischen Einfluss. Die Bauern, die das allgemeine Aufgebot stellten, wurden zwar [[1456]]–[[1543]] in Fragen der Landesverteidigung zu den Landtagen beigezogen, bildeten aber niemals einen gleichberechtigten vierten Stand wie im benachbarten Tirol. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzig das [[Domkapitel]], das vor der Wahl den künftigen Erzbischof an schriftliche Forderungen (Wahlkapitulationen) zu binden suchte und in Zeiten der Sedisvakanz die Zwischenregierung führte, bildete ein Gegengewicht gegen den übermächtigen geistlichen Landesherrn. Durch die geringe Bedeutung der Landstände war in Salzburg der Weg zum landesfürstlichen Absolutismus früher als in anderen Ländern vorgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Um Recht und Glauben==&lt;br /&gt;
Als Erzbischof [[Rudolf I. von Hohenegg]] [[1287]] den Streit zwischen den alteingesessenen Salzburger Bürgern und zugezogenen Neureichen im [[Sühnebrief]] schlichtete, verlieh er der Stadt ein erstes schriftliches [[Salzburger Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bürgertum vermochte sich erfolgreich in den [[Venedigerwaren|Handel zwischen Venedig]] und den süddeutschen Reichsstädten Nürnberg, [[Regensburg]] und [[Augsburg]] einzuschalten. Im Spätmittelalter standen Salzburger Kaufleute im [[Handel (historisch)#Handel mit Venedig - Friaul|Venedighandel]] an zweiter Stelle hinter den Nürnbergern und engagierten sich außerdem auf den Märkten in [[Linz]] und im Handel entlang der [[Donau]] nach [[Wien]]. Handwerk und Gewerbe in der Stadt blühten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichtum des Bürgertums kam in bedeutenden Bauten zum Ausdruck: [[Hans Stetheimer]] und [[Stefan Krumenauer]] schufen im Auftrag der Bürgerschaft den prachtvollen Hallenchor der Stadtpfarrkirche (der heutigen [[Franziskanerkirche]]), der [[1452]] geweiht wurde. Ihn schmückte einst der größte Flügelaltar der Spätgotik. Der Bildschnitzer [[Michael Pacher]] aus Bruneck in [[Südtirol]] hatte [[1484]] von Salzburger Kaufleuten den Auftrag zu diesem monumentalen Werk erhalten. Die gotische Madonna des Pacher-Altars, die [[Fischer von Erlach]] in das Zentrum seines [[barock]]en Hochaltars gestellt hat, lässt heute noch die Qualität dieses verlorenen Meisterwerks nachempfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bürgerschaft drängt auf Einfluss===&lt;br /&gt;
Mit dem zunehmenden Wohlstand strebte die Bürgerschaft auch nach politischem Einfluss. Sie verlangte Anteil am Stadtregiment, das bis dahin allein in der Hand des Erzbischofs lag. Als Fürsterzbischof [[Bernhard von Rohr]] in eine langwierige Auseinandersetzung mit Kaiser [[Friedrich III.]] verwickelt wurde, ergriff die Bürgerschaft für den Kaiser Partei. Dieser verlieh [[1481]] der Stadt im [[Ratsbrief]] das Recht der freien Wahl von [[Stadtrat]] und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] sowie &amp;quot;&#039;&#039;dieselben Rechte, wie sie andere Reichsstädte besitzen&#039;&#039;&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den daraus resultierenden Konflikt, der sich immer mehr zuspitzte, löste Fürsterzbischof [[Leonhard von Keutschach]] ([[1495]]– [[1519]]) durch einen Gewaltstreich: Er lud [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Virgil Fröschlmoser]] und den [[Stadtrat]] zu einem [[Gastmahl Festung Hohensalzburg|Gastmahl]] am [[23. Jänner]] [[1511]], nahm sie gefangen und zwang sie zur Auslieferung des Ratsbriefs und aller Privilegien. Erneute Freiheitsregungen der Bürgerschaft unterdrückte Kardinal [[Matthäus Lang]] im &amp;quot;[[Lateinischer Krieg|Lateinischen Krieg]]&amp;quot; [[1523]] mit dem Einsatz von Söldnern. Die [[1524]] erlassene &amp;quot;Stadt- und Polizeiordnung&amp;quot; sicherte die absolute Stadtherrschaft des Erzbischofs bis zum Ende des geistlichen Staates ([[1803]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Aufstand der Bauern===&lt;br /&gt;
Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach hatte die [[Festung Hohensalzburg]] zu einer uneinnehmbaren Zwingburg ausgebaut und dort seinen Wohnsitz genommen, wo er sich vor der Bürgerschaft sicher fühlte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich [[1525]] Bauern, Bürger und [[Bergknappen]], beeinflusst von den reformatorischen Ideen Martin Luthers, gegen Kardinal Matthäus Lang erhoben, scheiterte dieser [[Salzburger Bauernaufstände im 16. Jahrhundert|Aufstand]] vor den Mauern von Hohensalzburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gewerke]]n von Gastein und Rauris, die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Position gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft. Nur die radikale Bürgerschaft der [[Altstadt|Stadt Salzburg]] forderte die Beseitigung der geistlichen Landesherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Aufstand, den der Tiroler Bauernführer [[Michael Gaismair]] mit seinen Gefährten im Frühjahr [[1526]] organisierte und leitete, zerbrach an den Mauern von [[Radstadt]] und wurde mit einem Blutgericht geahndet. Die [[Protestantismus|evangelische Bewegung]] blieb jedoch in den [[Innergebirg|Gebirgsgauen]], wo keine wirksame Kontrolle möglich war, bis ins [[18. Jahrhundert]] als Geheimprotestantismus lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Zeitalter Wolf Dietrichs===&lt;br /&gt;
Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ([[1587]]–[[1612]]) ist durch seine romantische Liebesbeziehung zur schönen Bürgertochter [[Salome Alt]], die ihm zahlreiche Kinder gebar, und durch sein tragisches Ende zum populärsten Salzburger Kirchenfürsten geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von italienischen Vorbildern beeinflusst, begann er mit dem großzügigen Umbau der verwinkelten und schmutzigen Stadt Salzburg. Durch den Abriss von über 60 Bürgerhäusern wurde Raum geschaffen für jene fünf Plätze, die nach den Vorstellungen des venezianischen Architekten [[Vincenzo Scamozzi]] das Bild der idealen Stadt prägten. Auch der durch einen [[Brände Salzburger Dom|Brand]] beschädigte [[Salzburger Dom]] wurde [[1598]] abgerissen und sollte durch eine viel größere Kathedrale nach Plänen Scamozzis ersetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Wolf Dietrich wegen des Salzexports einen [[Salzkrieg 1611|Salzkrieg]] mit Herzog Maximilian I. von Bayern begann, von diesem gefangen genommen wurde und nach fünfjähriger Gefangenschaft auf Hohensalzburg starb, war von seinen Plänen nur wenig ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst [[1628]], mitten im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], konnte der von [[Santino Solari]] aus Verna (Italien) erbaute, deutlich bescheidenere Dom geweiht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schloss Hellbrunn ersteht===&lt;br /&gt;
Es ist ein merkwürdiger Gegensatz, dass die prachtvolle Ausgestaltung der Stadt Salzburg zu einem Zeitpunkt erfolgte, als die Blüte des [[Goldbergbau]]s im Gasteiner und [[Raurisertal]] bereits vorüber war und der Export des [[Hallein]]er [[Salz]]es aufgrund der [[1611]] geschlossenen Salzverträge in bayerischer Hand lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da auch der einträgliche [[Handel (historisch)#Handel mit Venedig - Friaul|Handel nach Venedig]] allmählich nachließ, ging der großzügige Bau von Schlössern und Kirchen zu Lasten der Bevölkerung. Der Dombaumeister Santino Solari schuf für Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] ([[1612]]–[[1619]]) das [[Schloss Hellbrunn]] und baute im Auftrag von Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] ([[1619]]–[[1653]]) Salzburg zur Festungsstadt um. Dank der klugen Neutralitätspolitik des Fürsterzbischofs bildete Salzburg im Dreißigjährigen Krieg eine &amp;quot;wehrhafte Friedensinsel&amp;quot; und die [[1622]] gegründete [[Benediktineruniversität Salzburg|Universität]] erlebte einen raschen Aufschwung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fischer von Erlach kommt===&lt;br /&gt;
[[Bild:Casino_2.jpg|thumb|[[Schloss Kleßheim]]]] [[Bild:Universitaetskirche_1.jpg|thumb|[[Kollegienkirche]]]]Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] ([[1697]]–[[1709]]) berief [[Fischer von Erlach|Johann Bernhard Fischer von Erlach]] nach Salzburg und vollzog damit den Übergang vom bis dahin dominierenden &amp;quot;italienischen&amp;quot; zum &amp;quot;österreichischen&amp;quot; [[Barock]]. Fischer schuf in Salzburg die [[Dreifaltigkeitskirche]], die [[Ursulinenkirche]], die [[Kollegienkirche]], das [[St. Johanns-Spital]] samt [[Krankenhauskirche St. Johannes|Kirche]], das [[Schloss Kleßheim|Lustschloss Kleßheim]] und die Pläne für den prachtvollen [[Mirabellgarten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schloss Mirabell]] hatte sein größter Konkurrent, [[Lukas von Hildebrandt]], gebaut. Mit dem [[1740]] vollendeten [[Schloss Leopoldskron]] wurde der Kreis von Lustschlössern rund um die Stadt Salzburg vollendet. Der Name des Bauherrn, Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]], ist jedoch durch die tragische [[Protestantenvertreibung|Protestantenausweisung]] [[1731]]–[[1732|32]] verdunkelt. Um in Salzburg &amp;quot;Einheit des Glaubens&amp;quot; wiederherzustellen, mussten über 20&amp;amp;nbsp;000 Protestanten aus den Gebirgsgauen innerhalb kürzester Zeit ihre Heimat verlassen. Sie fanden vor allem im entvölkerten [[Ostpreußen]] (Regierungsbezirk [[Stiftung Salzburger Anstalt Gumbinnen|Gumbinnen]]) Aufnahme, wo sie als Kolonisten sehr geschätzt waren. Andere Gruppen von Emigranten gelangten in die Niederlande und sogar bis nach [[Salzburgers|Ebenezer]] im Staate Georgia (USA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mozart geht enttäuscht===&lt;br /&gt;
Unter dem letzten regierenden Fürsterzbischof, [[Hieronymus Graf Colloredo]] ([[1772]]–[[1803]]), wurde Salzburg zum Zentrum der Aufklärung in Süddeutschland. Wissenschaft, Literatur und Medienwesen blühten, das Schulwesen wurde gründlich reformiert. [[Lorenz Hübner]] gab seine &amp;quot;Oberdeutsche allgemeine Literaturzeitung&amp;quot; in Salzburg heraus und der Ruf des Naturwissenschafters [[Carl Ehrenbert Freiherr von Moll]] war so groß, dass [[Alexander von Humboldt]] sich einen ganzen Winter lang seiner Bibliothek widmete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von [[Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn]] verfasste &amp;quot;&#039;&#039;Iuvavia&#039;&#039;&amp;quot; leitete die moderne Geschichtsschreibung ein. Mit der traditionsreichen [[Hofmusik]] ging der durchaus musikalische aber sparsame Fürsterzbischof Colloredo deutlich strenger um als sein Vorgänger [[Sigismund Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]]. [[Wolfgang Amadé Mozart]], der in Salzburg repräsentative Opern kaum aufführen konnte, verließ enttäuscht seine Heimatstadt, um in Wien Karriere zu machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die französischen Revolutionskriege machten die als veraltet und überholt angesehenen geistlichen Staaten zum Entschädigungsobjekt der Großmächte. Schon drei Jahre bevor im Reichsdeputationshauptschluss von Regensburg [[1803]] die [[Säkularisation]] Salzburgs verfügt wurde, war Colloredo aus seiner Residenzstadt geflohen. Er hat durch die beharrliche Verweigerung seines Rücktritts den Fortbestand des Erzbistums Salzburg als geistlicher Institution erreicht, Das Erzbistum erlebte eine letzte kulturelle, künstlerische und auch wirtschaftliche Blüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vom Kurfürstentum zum Bundesland - Der steinige Weg nach Österreich==&lt;br /&gt;
===Die Franzosen in Salzburg===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Salzburg unter Napoleon]] &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Kurfürstentum Salzburg]] &lt;br /&gt;
Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik. Zwischen [[12. Dezember|12.]] und [[14. Dezember]] [[1800]] kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden - die [[Schlacht am Walserfeld]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann bildete Salzburg zunächst mit [[Passau]], [[Eichstätt]] und [[Berchtesgaden]] ein Kurfürstentum, mit dem Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], der Bruder von Kaiser [[Franz II.]], für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Aber schon [[1804]] standen erneut die Franzosen in Salzburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer medizinischen Fakultät führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, [[1806]], an Österreich. Nur die exponierte Lage an der Grenze zu Bayern, einem Verbündeten [[Napoleon]]s, sicherte damals den Fortbestand des Landes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1809]] wurde Salzburg zum dritten Mal von französischen Truppen besetzt. Es kam zum [[Koalitionskriege (Überblick)|Freiheitskampf]] der Salzburger gegen die Franzosen. Auf Initiative des kampferprobten [[Kapuziner]]paters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers Andreas Hofer, griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Auch der [[Pass Strub]] war heiß umkämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg als Teil Bayerns===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern]] &lt;br /&gt;
Die Machtergreifung durch den bayerischen König Max I. Joseph wurde [[1810]] in Salzburg freudig begrüßt. Kronprinz Ludwig von Bayern (der spätere [[Ludwig I. von Bayern]]) residierte als Generalgouverneur des Inn- und [[Salzachkreis]]es im [[Schloss Mirabell]], wo auch sein Sohn [[Otto Wittelsbach|Otto]], der spätere König von Griechenland geboren wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentralistischen Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und [[1810]] zur Aufhebung der [[Universität Salzburg|Universität]] führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem vor allem die französische Besatzungsmacht und Kurfürst Ferdinand III. von Toskana, aber auch das Kaisertum Österreich wertvolle Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten auch die Bayern Archivalien fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der oberösterreichischen Regierung unterstellt===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Herzogtum Salzburg]] &lt;br /&gt;
[[Bild:Schloss_mirabell.jpg|thumb|[[Schloss Mirabell]]]]Auf dem Wiener Kongress war [[1816]] der Übergang Salzburgs an Österreich beschlossen worden. Mit dem [[Rupertiwinkel]] am linken Ufer der [[Salzach]] verbleib jedoch das wirtschaftlich wertvollste Gebiet bei Bayern. Das Gericht [[Itter]] mit dem Markt [[Hopfgarten im Brixental|Hopfgarten]], das [[Zillertal]] und Windischmatrei (heute [[Matrei in Osttirol]]) wurden zu Tirol geschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das völlig verschuldete und ausgeblutete Land Salzburg zierte zwar als &amp;quot;Herzogtum&amp;quot; den Titel des österreichischen Kaisers, verlor aber seine Selbständigkeit und wurde als fünfter Kreis der obderennsischen (oberösterreichischen) Landesregierung in Linz unterstellt. Mit dem Verlust der Residenz wanderten die Hofbediensteten und Beamten ab, die Bevölkerung der Stadt ging von 16&amp;amp;nbsp;000 Bewohnern auf weniger als 12&amp;amp;nbsp;000 zurück. Lustschlösser und Paläste verödeten und [[1818]] legte ein [[Brände Stadt Salzburg|Brand]] den [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|Stadtteil am rechten Salzachufer]] samt dem [[Schloss Mirabell]] in Schutt und Asche. Nach Missernten in den Jahren [[1814]] bis [[1816]] forderte eine große Hungersnot zahlreiche Todesopfer unter der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird zum Betteldorf===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Hauptartikel [[Salzburg - vom Betteldorf zum reich gesegneten Land]]&lt;br /&gt;
Der Beginn der österreichischen Herrschaft stand unter keinem guten Stern. Die zentralistische Verwaltung des riesigen Kaiserstaates hatte ihrerseits für ein kleines Gebiet wie Salzburg kein Verständnis. Der gesamte Grundbesitz im Eigentum des Landes Salzburgs wurden als &amp;quot;ärarisches Eigentum&amp;quot; der Monarchie übereignet. Alle Bitten der Bürgerschaft um Wiederherstellung des Landes und der Landschaft, um Gewährung einer eigenen Landesregierung, um die Residenz eines kaiserlichen Prinzen in Salzburg und um Wiedererrichtung der [[Benediktineruniversität Salzburg|Universität]] verhallten ungehört, ebenso die Klagen, dass Salzburg &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot; sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Armut der Bevölkerung nahm zu und die intensive polizeiliche Überwachung und Bespitzelung in der Zeit des Vormärz ([[1816]]–[[1848]]) unterdrückte alle politischen Regungen. Das Bürgertum zog sich ins [[biedermeier]]liche Privatleben zurück und die Bevölkerung in Stadt und Land versank in tiefe Apathie und Hoffnungslosigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;&#039;&#039;Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten&#039;&#039;&amp;quot; schrieb [[Franz Schubert]] anlässlich seines Besuchs in Salzburg [[1837]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg kämpft sich zurück===&lt;br /&gt;
Erst die Aktivitäten des aus Tirol stammenden Advokaten Dr. [[Alois Fischer]], der später Landeschef von Oberösterreich wurde, und das Revolutionsjahr [[1848]] führten zu einem Umschwung. Salzburg wurde zu einem Kronland der [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] und erhielt – verzögert durch die Ära des Neoabsolutismus – [[1860]]/[[1861|61]] eigene Landesbehörden und Landstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergeordnete Behörden wie die Bundesbahndirektion, das Oberlandesgericht und die Post- und Telegraphendirektion für Salzburg, die ihren Sitz in Linz hatten bzw. noch haben, erinnerten lange an die Zeit als fünfter Kreis von [[Oberösterreich]], die von den Salzburgern als tiefe Erniedrigung empfunden wurde. Der Weg nach Österreich war steinig und entbehrungsreich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Aufschwung Salzburgs nach 1860===&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der [[Westbahn|Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] im Jahr [[1860]], die Salzburg mit Wien und [[München]] verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Kaiser [[Franz Joseph I.]] ließ im selben Jahr die Stadt Salzburg als Festung auf und schenkte die [[Stadtbefestigungen|Bastionen]] der [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürgerschaft]]. Damit unterlag auch der Raum vor den Befestigungsanlagen nicht mehr einem strikten Bauverbot. Der Eisenbahnunternehmer [[Karl Freiherr von Schwarz]] führte ab 1853 die [[Salzachregulierung|Regulierung]] der Salzach durch. Zahlreiche neue Straßen und etliche Brücken wurden geplant und gebaut. [[1863]] begann auch die Errichtung von Abwasserkanälen in der Stadt. Vor allem in der [[Neustadt]] und nach [[1890]] verstärkt auch in der [[Elisabeth-Vorstadt]] (vor 1902 [[Froschheim]]), in [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] und in [[Maxglan (Gemeinde)|Maxglan]] wurden in der Folge zahlreiche gründerzeitliche Bauten errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] ([[1880]]) zum Ausdruck. [[1867]] wurde die [[Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg|erste evangelische Kirche]] errichtet. [[1869]] folgte die Gründung eines Arbeiter-Bildungsvereines.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[1870]] formierten sich die politischen Parteien, unter denen die Konservativen (vielfach mit klerikaler Ausrichtung) und die Liberalen dominierten. Der Liberalismus alter Prägung wurde am Ende des [[19. Jahrhundert]]s zunehmend von verschiedenen nationalistischen Strömungen verbunden mit einem zunehmenden Antisemitismus abgelöst. Auch marxistische Strömungen kamen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturtipps ==&lt;br /&gt;
* Buch [[Kronland Salzburg]]&lt;br /&gt;
* Buch [[Salzburgs Synchronik]]&lt;br /&gt;
* Helmut Eymannsberger: ZUM 530. GEBURTSTAG VON SEBASTIAN MÜNSTER - Was Rauriser und Gasteiner Bergknappen mit Krokodilen, Meeresungeheuern und einem früheren 100 Mark-Schein verbindet. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSL)- Nr. 158/159 – 2018/2019. Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0956-9. Salzburg 2019, S. 61–288.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
{{Quelle Geschichte Salzburg}}&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* [http://de.dir.groups.yahoo.com/group/SalzburgerEmigranten/ Salzburger Emigranten in Preußen, Georgia (USA) und Zeeland (Niederlande)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WOMO</name></author>
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