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	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserversorgung_der_Stadt_Salzburg&amp;diff=136608</id>
		<title>Wasserversorgung der Stadt Salzburg</title>
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		<updated>2010-03-25T14:18:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Versorgung mit &#039;&#039;&#039;Trinkwasser für die Stadt Salzburg&#039;&#039;&#039; war stets von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeines==&lt;br /&gt;
Das Trinkwasser der Stadt Salzburg hat eine besonders hohe Qualität und muss zum überwiegenden Teil nicht desinfiziert werden. Es besteht zu 90% aus Grund- und zu 10% aus Quellwasser. Das Salzburger Trinkwasser hat im Durchschnitt 9,5 - 10 Deutsche Härtegrade. 90 Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs für die Stadt Salzburg stammt aus den Grundwasserwerken Glanegg, St. Leonhard und Taugl (siehe auch: www.salzburgerwasser.at)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte== &lt;br /&gt;
===Allgemeines===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Salzburger Trinkwasserversorgung reicht von römischen Zisternen über mittelalterliche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zu modernen Systemen von Nutz- und Trinkwasserversorgungsnetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute Denkmal geschützte [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mussten Quellen aus den Stadtbergen, Grundwasserbrunnen in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser für die Versorgung der Stadtbevölkerung ausreichen. Die ersten einfachen Gerinne für die Wasserversorgung von Salzburg entstanden erst im [[12. Jahrhundert]] und wurden durch den [[Almkanal]] gespeist. Zunächst war es nur ein Stichkanal vom Untersberg, der Wasser in die Stadt leitete. Bis zum [[14. Jahrhundert]] entstanden so 19 Almbrunnenleitungen mit 80 Ausläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit &amp;quot;Fließwasser&amp;quot; versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei Bränden fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum [[Alter Markt#Florianibrunnen|Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 Lärchenröhren leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon [[1548]] wurde das städtische Brunnhaus am Gries als Grundwasserschöpfwerk in Betrieb genommen wurde. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasser von minderer Qualität wurde in Holzrohren bis zum [[Mozartplatz]], ab [[1662]] zur &#039;&#039;Brunnstube&#039;&#039; nach Mülln und ab [[1701]] zum [[St. Johanns-Spital]] geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurde [[1520]] das erste Bürgerhaus mit fließendem Brunnwasser versorgt. Erst nach dem [[1631]] mehrere Bürger um Erlaubnis ansuchten, Brunnhauswasser in ihr Haus leiten zu dürfen, beschloss der Stadtrat eine &#039;&#039;Wasserordnung&#039;&#039;. Die Anschlussgebühr betrug 100 [[Gulden]], ein auch für damalige Zeiten recht beachtlicher Betrag, sowie einen jährlichen Wasserzins von fünf Gulden. Als Maßeinheit galt der &#039;&#039;Steften&#039;&#039;, der den Durchmesser des Wasserrohres angab. Durch ein einen Steften starkes Rohr flossen ständig sechs &#039;&#039;Wiener Maß&#039;&#039;, das sind 8,491 Liter Wasser pro Minute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen Quellleitungen vom Gersberg wurden schon bald Quellfassungen am Gaisberg, [[Kühberg]] und [[Heuberg]] errichtet. Die &#039;&#039;Mirabellleitung&#039;&#039; vom Gnigler Berg und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führt zum Linzer Tor, wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des Untersberges mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten &#039;&#039;Fürstenquellen&#039;&#039; unternahm [[1654]] Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der [[Residenzbrunnen]] errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die &#039;&#039;Hellbrunner Wasserleitung&#039;&#039;. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer, dem König von Bayern, das Servitutsrecht&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Servitut Wikipedia Deutschland - Servitut]&amp;lt;/ref&amp;gt;, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Festung Hohensalzburg===&lt;br /&gt;
Die [[Festung Hohensalzburg]] war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und [[Dachrinnen]]system sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in der &#039;&#039;Zisterne&#039;&#039;. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassertum am Mönchsberg===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Wasserturm am Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffälliger als der meist unterirdisch geführte Almkanal kommt der &#039;&#039;Wasserturm Mönchsberg&#039;&#039; aus dem [[19. Jahrhundert]] im Salzburger Stadtbild zur Geltung. Er thront neben dem [[Museum der Moderne]] und beherbergt einen kleinen Wasserbehälter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassermuseum Mönchsberg===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wassermuseum Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Wasserbehälter am Mönchsberg in der Nähe der [[Richterhöhe]] ist einer der beiden großen Salzburger Wasser-Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 25.000 m³. Eine stillgelegte Wasserkammer wird seit [[1998]] auch als &#039;&#039;Wassermuseum&#039;&#039; genützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trinkwasser heute==&lt;br /&gt;
Das zur Versorgung der Stadt Salzburg benötigte Trinkwasser gewinnt die [[Salzburg AG]] aus verschiedenen Wasservorkommen. In dem am Fuße des Untersberges gelegenen Grundwasserwerk [[Glanegg]] werden drei Vertikalfilterbrunnen und ein [[1965]] errichteter Horizontalfilterbrunnen betrieben. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Aus diesem Grundwasser dürfen bis zu 10,3 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert werden. Seit [[1998]] versickert das Wasser der Fürstenbrunnquelle, einer [[1875]] gefasste Karstquelle, die am Untersberg entspringt, in einer eigenen Versickerungsanlage zur Anreicherung des Grundwasserwerkes Glanegg. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1976]] wurde beim Grundwasserwerk St. Leonhard ein Horizontalfilterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genützt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königseeache]] gespeist wird. Hier kann ebenfalls bestes Grundwasser gewonnen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bereits seit dem 15. bzw. 17. Jahrhundert werden verschiedene kleine Quellen für die Wasserversorgung genützt. Die Schüttung dieser Quellen reicht heute noch für Teile der ursprünglichen Versorgungsgebiete. [[1976]] wurde der &amp;quot;Wasserverband Salzburger Becken (WSB)gegründet und [[1984]] wurde als Notversorgung die so genannte „Wasserschiene“, eine Verbindungsleitung zwischen Salzburg und [[Hallein]], errichtet. [[2003]] wurde die „Wasserschiene“ von Hallein bis Jadorf , mit einer Länge von 4.157 Metern errichtet. Im Anschluss daran wurde der Brunnen Taugl abgeteuft und ging am [[1. April]] [[2004]], mit einem Konsens von 150 Liter pro Sekunde in Betrieb. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit wurde eine gegenseitige Wasserlieferung möglich. Über diese Verbindungsleitung kann Wasser aus dem [[Grundwasserwerk Gamp]] in die Versorgungsleitungen der Stadt Salzburg eingespeist und an die Verbandsgemeinden verteilt werden. Die Behälter [[Mönchsberg]] und [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Wasser kleinerer Quellen wird ebenfalls in das Rohrnetz eingespeist, wobei jeder einzelnen Quelle ein eigenes Versorgungsgebiet zugeordnet ist. Das Trinkwasser kommt dann in das eng vermaschte Verteilungsrohrnetz. In fast jeder Straße liegt eine Wasserleitung und bei jeder Straßenkreuzung sind diese Leitungen zu einem Netz verbunden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den Versorgungsleitungen zweigen die einzelnen Hausanschlussleitungen ab. Die Salzburg AG verfügt derzeit insgesamt über acht Trinkwasserhochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von rund 50.873 m³. Meist bleibt das Wasser dort nur einen Tag, bis es an den Endverbraucher geht. Vier Pumpstationen fördern das Wasser aus der Hauptversorgungszone in höher gelegenen Siedlungsgebiete. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sämtliche Trinkwasserspeicher und Pumpstationen werden von einer zentralen Schaltwarte im Lastverteiler bzw. Center Wasser in [[Bergheim]] aus überwacht und gesteuert. Für alle Grundwasserfelder und Quellen der Salzburg AG sind frühzeitig Wasserschutz- und Wasserschongebiete eingerichtet worden. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In diesen Gebieten unterliegen alle Maßnahmen einer strengen Überwachung und Regelung durch die Wasserrechtsbehörde. Durch intensive Inanspruchnahme aller im Wasserrechtsgesetz vorgesehenen Möglichkeiten und darüber weit hinausgehende Eigeninitiativen und Aufwendungen sorgt die Salzburg AG – Center Wasser für einen wirkungsvollen, vorbeugenden Schutz. &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Das Wasser aus den Grundwasserwerken und der Wasserschiene bedarf keiner Desinfizierung und wird im Naturzustand abgegeben. Aus hygienischen Gründen wird jedoch das Wasser der Quellen entkeimt. Dies erfolgt für die [[Tiefenbach]]quelle und für die Quellen am [[Gniglerberg]] und [[Gersberg]] sowie in der [[Glasenbachklamm]] mit UV-Licht. &lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
Für den Notfall sind alle Brunnen und Quellen mit Strom unabhängigen Chlorgasanlagen zur Desinfektion ausgestattet. Die Salzburg AG hat ein eigenes, mit Mitarbeitern und Geräten sehr gut ausgestattetes chemisch-bakteriologisches Labor eingerichtet. 2000 Wasserproben aus dem eigenen Netz werden pro Jahr bakteriologisch und 400 chemisch untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnote==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburg Wiki Beiträge&lt;br /&gt;
* http://www.salzburgerwasser.at&lt;br /&gt;
* [http://www.wasserwerk.at/umfsalz2.htm Wasserkraft.at]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Historischer Atlas der Stadt Salzburg.&#039;&#039; Beitrag von Dr. Friedrich Besl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtberge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserversorgung_der_Stadt_Salzburg&amp;diff=136606</id>
		<title>Wasserversorgung der Stadt Salzburg</title>
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		<updated>2010-03-25T14:17:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Versorgung mit &#039;&#039;&#039;Trinkwasser für die Stadt Salzburg&#039;&#039;&#039; war stets von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeines==&lt;br /&gt;
Das Trinkwasser der Stadt Salzburg hat eine besonders hohe Qualität und muss zum überwiegenden Teil nicht desinfiziert werden. Es besteht zu 90% aus Grund- und zu 10% aus Quellwasser. Das Salzburger Trinkwasser hat im Durchschnitt 9,5 - 10 Deutsche Härtegrade. 90 Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs für die Stadt Salzburg stammt aus den Grundwasserwerken Glanegg, St. Leonhard und Taugl (siehe auch: www.salzburgerwasser.at)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte== &lt;br /&gt;
===Allgemeines===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Salzburger Trinkwasserversorgung reicht von römischen Zisternen über mittelalterliche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zu modernen Systemen von Nutz- und Trinkwasserversorgungsnetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute Denkmal geschützte [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mussten Quellen aus den Stadtbergen, Grundwasserbrunnen in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser für die Versorgung der Stadtbevölkerung ausreichen. Die ersten einfachen Gerinne für die Wasserversorgung von Salzburg entstanden erst im [[12. Jahrhundert]] und wurden durch den [[Almkanal]] gespeist. Zunächst war es nur ein Stichkanal vom Untersberg, der Wasser in die Stadt leitete. Bis zum [[14. Jahrhundert]] entstanden so 19 Almbrunnenleitungen mit 80 Ausläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit &amp;quot;Fließwasser&amp;quot; versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei Bränden fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum [[Alter Markt#Florianibrunnen|Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 Lärchenröhren leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon [[1548]] wurde das städtische Brunnhaus am Gries als Grundwasserschöpfwerk in Betrieb genommen wurde. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasser von minderer Qualität wurde in Holzrohren bis zum [[Mozartplatz]], ab [[1662]] zur &#039;&#039;Brunnstube&#039;&#039; nach Mülln und ab [[1701]] zum [[St. Johanns-Spital]] geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurde [[1520]] das erste Bürgerhaus mit fließendem Brunnwasser versorgt. Erst nach dem [[1631]] mehrere Bürger um Erlaubnis ansuchten, Brunnhauswasser in ihr Haus leiten zu dürfen, beschloss der Stadtrat eine &#039;&#039;Wasserordnung&#039;&#039;. Die Anschlussgebühr betrug 100 [[Gulden]], ein auch für damalige Zeiten recht beachtlicher Betrag, sowie einen jährlichen Wasserzins von fünf Gulden. Als Maßeinheit galt der &#039;&#039;Steften&#039;&#039;, der den Durchmesser des Wasserrohres angab. Durch ein einen Steften starkes Rohr flossen ständig sechs &#039;&#039;Wiener Maß&#039;&#039;, das sind 8,491 Liter Wasser pro Minute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen Quellleitungen vom Gersberg wurden schon bald Quellfassungen am Gaisberg, [[Kühberg]] und [[Heuberg]] errichtet. Die &#039;&#039;Mirabellleitung&#039;&#039; vom Gnigler Berg und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führt zum Linzer Tor, wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des Untersberges mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten &#039;&#039;Fürstenquellen&#039;&#039; unternahm [[1654]] Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der [[Residenzbrunnen]] errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die &#039;&#039;Hellbrunner Wasserleitung&#039;&#039;. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer, dem König von Bayern, das Servitutsrecht&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Servitut Wikipedia Deutschland - Servitut]&amp;lt;/ref&amp;gt;, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Festung Hohensalzburg===&lt;br /&gt;
Die [[Festung Hohensalzburg]] war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und [[Dachrinnen]]system sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in der &#039;&#039;Zisterne&#039;&#039;. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassertum am Mönchsberg===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Wasserturm am Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffälliger als der meist unterirdisch geführte Almkanal kommt der &#039;&#039;Wasserturm Mönchsberg&#039;&#039; aus dem [[19. Jahrhundert]] im Salzburger Stadtbild zur Geltung. Er thront neben dem [[Museum der Moderne]] und beherbergt einen kleinen Wasserbehälter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassermuseum Mönchsberg===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wassermuseum Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Wasserbehälter am Mönchsberg in der Nähe der [[Richterhöhe]] ist einer der beiden großen Salzburger Wasser-Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 25.000 m³. Eine stillgelegte Wasserkammer wird seit [[1998]] auch als &#039;&#039;Wassermuseum&#039;&#039; genützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trinkwasser heute==&lt;br /&gt;
Das zur Versorgung der Stadt Salzburg benötigte Trinkwasser gewinnt die [[Salzburg AG]] aus verschiedenen Wasservorkommen. In dem am Fuße des Untersberges gelegenen Grundwasserwerk [[Glanegg]] werden drei Vertikalfilterbrunnen und ein [[1965]] errichteter Horizontalfilterbrunnen betrieben. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Aus diesem Grundwasser dürfen bis zu 10,3 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert werden. Seit [[1998]] versickert das Wasser der Fürstenbrunnquelle, einer [[1875]] gefasste Karstquelle, die am Untersberg entspringt, in einer eigenen Versickerungsanlage zur Anreicherung des Grundwasserwerkes Glanegg. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1976]] wurde beim Grundwasserwerk St. Leonhard ein Horizontalfilterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genützt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königseeache]] gespeist wird. Hier kann ebenfalls bestes Grundwasser gewonnen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bereits seit dem 15. bzw. 17. Jahrhundert werden verschiedene kleine Quellen für die Wasserversorgung genützt. Die Schüttung dieser Quellen reicht heute noch für Teile der ursprünglichen Versorgungsgebiete. [[1976]] wurde der &amp;quot;Wasserverband Salzburger Becken (WSB)gegründet und [[1984]] wurde als Notversorgung die so genannte „Wasserschiene“, eine Verbindungsleitung zwischen Salzburg und [[Hallein]], errichtet. [[2003]] wurde die „Wasserschiene“ von Hallein bis Jadorf , mit einer Länge von 4.157 Metern errichtet. Im Anschluss daran wurde der Brunnen Taugl abgeteuft und ging am [[1. April]] [[2004]], mit einem Konsens von 150 Liter pro Sekunde in Betrieb. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit wurde eine gegenseitige Wasserlieferung möglich. Über diese Verbindungsleitung kann Wasser aus dem [[Grundwasserwerk Gamp]] in die Versorgungsleitungen der Stadt Salzburg eingespeist und an die Verbandsgemeinden verteilt werden. Die Behälter [[Mönchsberg]] und [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Wasser kleinerer Quellen wird ebenfalls in das Rohrnetz eingespeist, wobei jeder einzelnen Quelle ein eigenes Versorgungsgebiet zugeordnet ist. Das Trinkwasser kommt dann in das eng vermaschte Verteilungsrohrnetz. In fast jeder Straße liegt eine Wasserleitung und bei jeder Straßenkreuzung sind diese Leitungen zu einem Netz verbunden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den Versorgungsleitungen zweigen die einzelnen Hausanschlussleitungen ab. Die Salzburg AG verfügt derzeit insgesamt über acht Trinkwasserhochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von rund 50.873 m³. Meist bleibt das Wasser dort nur einen Tag, bis es an den Endverbraucher geht. Vier Pumpstationen fördern das Wasser aus der Hauptversorgungszone in höher gelegenen Siedlungsgebiete. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sämtliche Trinkwasserspeicher und Pumpstationen werden von einer zentralen Schaltwarte im Lastverteiler bzw. Center Wasser in [[Bergheim]] aus überwacht und gesteuert. Für alle Grundwasserfelder und Quellen der Salzburg AG sind frühzeitig Wasserschutz- und Wasserschongebiete eingerichtet worden. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In diesen Gebieten unterliegen alle Maßnahmen einer strengen Überwachung und Regelung durch die Wasserrechtsbehörde. Durch intensive Inanspruchnahme aller im Wasserrechtsgesetz vorgesehenen Möglichkeiten und darüber weit hinausgehende Eigeninitiativen und Aufwendungen sorgt die Salzburg AG – Center Wasser für einen wirkungsvollen, vorbeugenden Schutz. &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Das Wasser aus den Grundwasserwerken und der Wasserschiene bedarf keiner Desinfizierung und wird im Naturzustand abgegeben. Aus hygienischen Gründen wird jedoch das Wasser der Quellen entkeimt. Dies erfolgt für die [[Tiefenbach]]quelle und für die Quellen am [[Gniglerberg]] und [[Gersberg]] sowie in der [[Glasenbachklamm]] mit UV-Licht. &lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
Für den Notfall sind alle Brunnen und Quellen mit Strom unabhängigen Chlorgasanlagen zur Desinfektion ausgestattet. Die Salzburg AG hat ein eigenes, mit Mitarbeitern und Geräten sehr gut ausgestattetes chemisch-bakteriologisches Labor eingerichtet. 2000 Wasserproben aus dem eigenen Netz werden pro Jahr bakteriologisch und 400 chemisch untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnote==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburg Wiki Beiträge&lt;br /&gt;
* www.salzburgerwasser.at&lt;br /&gt;
* [http://www.wasserwerk.at/umfsalz2.htm Wasserkraft.at]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Historischer Atlas der Stadt Salzburg.&#039;&#039; Beitrag von Dr. Friedrich Besl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtberge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
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		<title>Wasserversorgung der Stadt Salzburg</title>
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		<updated>2010-03-25T14:16:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Trinkwasser heute */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Versorgung mit &#039;&#039;&#039;Trinkwasser für die Stadt Salzburg&#039;&#039;&#039; war stets von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeines==&lt;br /&gt;
Das Trinkwasser der Stadt Salzburg hat eine besonders hohe Qualität und muss zum überwiegenden Teil nicht desinfiziert werden. Es besteht zu 90% aus Grund- und zu 10% aus Quellwasser. Das Salzburger Trinkwasser hat im Durchschnitt 9,5 - 10 Deutsche Härtegrade. 90 Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs für die Stadt Salzburg stammt aus den Grundwasserwerken Glanegg, St. Leonhard und Taugl (siehe auch: www.salzburgerwasser.at)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte== &lt;br /&gt;
===Allgemeines===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Salzburger Trinkwasserversorgung reicht von römischen Zisternen über mittelalterliche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zu modernen Systemen von Nutz- und Trinkwasserversorgungsnetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute Denkmal geschützte [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mussten Quellen aus den Stadtbergen, Grundwasserbrunnen in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser für die Versorgung der Stadtbevölkerung ausreichen. Die ersten einfachen Gerinne für die Wasserversorgung von Salzburg entstanden erst im [[12. Jahrhundert]] und wurden durch den [[Almkanal]] gespeist. Zunächst war es nur ein Stichkanal vom Untersberg, der Wasser in die Stadt leitete. Bis zum [[14. Jahrhundert]] entstanden so 19 Almbrunnenleitungen mit 80 Ausläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit &amp;quot;Fließwasser&amp;quot; versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei Bränden fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum [[Alter Markt#Florianibrunnen|Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 Lärchenröhren leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon [[1548]] wurde das städtische Brunnhaus am Gries als Grundwasserschöpfwerk in Betrieb genommen wurde. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasser von minderer Qualität wurde in Holzrohren bis zum [[Mozartplatz]], ab [[1662]] zur &#039;&#039;Brunnstube&#039;&#039; nach Mülln und ab [[1701]] zum [[St. Johanns-Spital]] geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurde [[1520]] das erste Bürgerhaus mit fließendem Brunnwasser versorgt. Erst nach dem [[1631]] mehrere Bürger um Erlaubnis ansuchten, Brunnhauswasser in ihr Haus leiten zu dürfen, beschloss der Stadtrat eine &#039;&#039;Wasserordnung&#039;&#039;. Die Anschlussgebühr betrug 100 [[Gulden]], ein auch für damalige Zeiten recht beachtlicher Betrag, sowie einen jährlichen Wasserzins von fünf Gulden. Als Maßeinheit galt der &#039;&#039;Steften&#039;&#039;, der den Durchmesser des Wasserrohres angab. Durch ein einen Steften starkes Rohr flossen ständig sechs &#039;&#039;Wiener Maß&#039;&#039;, das sind 8,491 Liter Wasser pro Minute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen Quellleitungen vom Gersberg wurden schon bald Quellfassungen am Gaisberg, [[Kühberg]] und [[Heuberg]] errichtet. Die &#039;&#039;Mirabellleitung&#039;&#039; vom Gnigler Berg und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führt zum Linzer Tor, wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des Untersberges mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten &#039;&#039;Fürstenquellen&#039;&#039; unternahm [[1654]] Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der [[Residenzbrunnen]] errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die &#039;&#039;Hellbrunner Wasserleitung&#039;&#039;. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer, dem König von Bayern, das Servitutsrecht&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Servitut Wikipedia Deutschland - Servitut]&amp;lt;/ref&amp;gt;, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Festung Hohensalzburg===&lt;br /&gt;
Die [[Festung Hohensalzburg]] war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und [[Dachrinnen]]system sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in der &#039;&#039;Zisterne&#039;&#039;. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassertum am Mönchsberg===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Wasserturm am Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffälliger als der meist unterirdisch geführte Almkanal kommt der &#039;&#039;Wasserturm Mönchsberg&#039;&#039; aus dem [[19. Jahrhundert]] im Salzburger Stadtbild zur Geltung. Er thront neben dem [[Museum der Moderne]] und beherbergt einen kleinen Wasserbehälter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassermuseum Mönchsberg===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wassermuseum Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Wasserbehälter am Mönchsberg in der Nähe der [[Richterhöhe]] ist einer der beiden großen Salzburger Wasser-Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 25.000 m³. Eine stillgelegte Wasserkammer wird seit [[1998]] auch als &#039;&#039;Wassermuseum&#039;&#039; genützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trinkwasser heute==&lt;br /&gt;
Das zur Versorgung der Stadt Salzburg benötigte Trinkwasser gewinnt die [[Salzburg AG]] aus verschiedenen Wasservorkommen. In dem am Fuße des Untersberges gelegenen Grundwasserwerk [[Glanegg]] werden drei Vertikalfilterbrunnen und ein [[1965]] errichteter Horizontalfilterbrunnen betrieben. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Aus diesem Grundwasser dürfen bis zu 10,3 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert werden. Seit [[1998]] versickert das Wasser der Fürstenbrunnquelle, einer [[1875]] gefasste Karstquelle, die am Untersberg entspringt, in einer eigenen Versickerungsanlage zur Anreicherung des Grundwasserwerkes Glanegg. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1976]] wurde beim Grundwasserwerk St. Leonhard ein Horizontalfilterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genützt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königseeache]] gespeist wird. Hier kann ebenfalls bestes Grundwasser gewonnen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bereits seit dem 15. bzw. 17. Jahrhundert werden verschiedene kleine Quellen für die Wasserversorgung genützt. Die Schüttung dieser Quellen reicht heute noch für Teile der ursprünglichen Versorgungsgebiete. [[1976]] wurde der &amp;quot;Wasserverband Salzburger Becken (WSB)gegründet und [[1984]] wurde als Notversorgung die so genannte „Wasserschiene“, eine Verbindungsleitung zwischen Salzburg und [[Hallein]], errichtet. [[2003]] wurde die „Wasserschiene“ von Hallein bis Jadorf , mit einer Länge von 4.157 Metern errichtet. Im Anschluss daran wurde der Brunnen Taugl abgeteuft und ging am [[1. April]] [[2004]], mit einem Konsens von 150 Liter pro Sekunde in Betrieb. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit wurde eine gegenseitige Wasserlieferung möglich. Über diese Verbindungsleitung kann Wasser aus dem [[Grundwasserwerk Gamp]] in die Versorgungsleitungen der Stadt Salzburg eingespeist und an die Verbandsgemeinden verteilt werden. Die Behälter [[Mönchsberg]] und [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Wasser kleinerer Quellen wird ebenfalls in das Rohrnetz eingespeist, wobei jeder einzelnen Quelle ein eigenes Versorgungsgebiet zugeordnet ist. Das Trinkwasser kommt dann in das eng vermaschte Verteilungsrohrnetz. In fast jeder Straße liegt eine Wasserleitung und bei jeder Straßenkreuzung sind diese Leitungen zu einem Netz verbunden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den Versorgungsleitungen zweigen die einzelnen Hausanschlussleitungen ab. Die Salzburg AG verfügt derzeit insgesamt über acht Trinkwasserhochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von rund 50.873 m³. Meist bleibt das Wasser dort nur einen Tag, bis es an den Endverbraucher geht. Vier Pumpstationen fördern das Wasser aus der Hauptversorgungszone in höher gelegenen Siedlungsgebiete. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sämtliche Trinkwasserspeicher und Pumpstationen werden von einer zentralen Schaltwarte im Lastverteiler bzw. Center Wasser in [[Bergheim]] aus überwacht und gesteuert. Für alle Grundwasserfelder und Quellen der Salzburg AG sind frühzeitig Wasserschutz- und Wasserschongebiete eingerichtet worden. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In diesen Gebieten unterliegen alle Maßnahmen einer strengen Überwachung und Regelung durch die Wasserrechtsbehörde. Durch intensive Inanspruchnahme aller im Wasserrechtsgesetz vorgesehenen Möglichkeiten und darüber weit hinausgehende Eigeninitiativen und Aufwendungen sorgt die Salzburg AG – Center Wasser für einen wirkungsvollen, vorbeugenden Schutz. &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Das Wasser aus den Grundwasserwerken und der Wasserschiene bedarf keiner Desinfizierung und wird im Naturzustand abgegeben. Aus hygienischen Gründen wird jedoch das Wasser der Quellen entkeimt. Dies erfolgt für die [[Tiefenbach]]quelle und für die Quellen am [[Gniglerberg]] und [[Gersberg]] sowie in der [[Glasenbachklamm]] mit UV-Licht. &lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
Für den Notfall sind alle Brunnen und Quellen mit Strom unabhängigen Chlorgasanlagen zur Desinfektion ausgestattet. Die Salzburg AG hat ein eigenes, mit Mitarbeitern und Geräten sehr gut ausgestattetes chemisch-bakteriologisches Labor eingerichtet. 2000 Wasserproben aus dem eigenen Netz werden pro Jahr bakteriologisch und 400 chemisch untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnote==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburg Wiki Beiträge&lt;br /&gt;
* [http://www.wasserwerk.at/umfsalz2.htm Wasserkraft.at]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Historischer Atlas der Stadt Salzburg.&#039;&#039; Beitrag von Dr. Friedrich Besl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtberge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserversorgung_der_Stadt_Salzburg&amp;diff=136604</id>
		<title>Wasserversorgung der Stadt Salzburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserversorgung_der_Stadt_Salzburg&amp;diff=136604"/>
		<updated>2010-03-25T14:13:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Versorgung mit &#039;&#039;&#039;Trinkwasser für die Stadt Salzburg&#039;&#039;&#039; war stets von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeines==&lt;br /&gt;
Das Trinkwasser der Stadt Salzburg hat eine besonders hohe Qualität und muss zum überwiegenden Teil nicht desinfiziert werden. Es besteht zu 90% aus Grund- und zu 10% aus Quellwasser. Das Salzburger Trinkwasser hat im Durchschnitt 9,5 - 10 Deutsche Härtegrade. 90 Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs für die Stadt Salzburg stammt aus den Grundwasserwerken Glanegg, St. Leonhard und Taugl (siehe auch: www.salzburgerwasser.at)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte== &lt;br /&gt;
===Allgemeines===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Salzburger Trinkwasserversorgung reicht von römischen Zisternen über mittelalterliche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zu modernen Systemen von Nutz- und Trinkwasserversorgungsnetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute Denkmal geschützte [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mussten Quellen aus den Stadtbergen, Grundwasserbrunnen in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser für die Versorgung der Stadtbevölkerung ausreichen. Die ersten einfachen Gerinne für die Wasserversorgung von Salzburg entstanden erst im [[12. Jahrhundert]] und wurden durch den [[Almkanal]] gespeist. Zunächst war es nur ein Stichkanal vom Untersberg, der Wasser in die Stadt leitete. Bis zum [[14. Jahrhundert]] entstanden so 19 Almbrunnenleitungen mit 80 Ausläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit &amp;quot;Fließwasser&amp;quot; versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei Bränden fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum [[Alter Markt#Florianibrunnen|Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 Lärchenröhren leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon [[1548]] wurde das städtische Brunnhaus am Gries als Grundwasserschöpfwerk in Betrieb genommen wurde. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasser von minderer Qualität wurde in Holzrohren bis zum [[Mozartplatz]], ab [[1662]] zur &#039;&#039;Brunnstube&#039;&#039; nach Mülln und ab [[1701]] zum [[St. Johanns-Spital]] geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurde [[1520]] das erste Bürgerhaus mit fließendem Brunnwasser versorgt. Erst nach dem [[1631]] mehrere Bürger um Erlaubnis ansuchten, Brunnhauswasser in ihr Haus leiten zu dürfen, beschloss der Stadtrat eine &#039;&#039;Wasserordnung&#039;&#039;. Die Anschlussgebühr betrug 100 [[Gulden]], ein auch für damalige Zeiten recht beachtlicher Betrag, sowie einen jährlichen Wasserzins von fünf Gulden. Als Maßeinheit galt der &#039;&#039;Steften&#039;&#039;, der den Durchmesser des Wasserrohres angab. Durch ein einen Steften starkes Rohr flossen ständig sechs &#039;&#039;Wiener Maß&#039;&#039;, das sind 8,491 Liter Wasser pro Minute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen Quellleitungen vom Gersberg wurden schon bald Quellfassungen am Gaisberg, [[Kühberg]] und [[Heuberg]] errichtet. Die &#039;&#039;Mirabellleitung&#039;&#039; vom Gnigler Berg und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führt zum Linzer Tor, wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des Untersberges mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten &#039;&#039;Fürstenquellen&#039;&#039; unternahm [[1654]] Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der [[Residenzbrunnen]] errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die &#039;&#039;Hellbrunner Wasserleitung&#039;&#039;. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer, dem König von Bayern, das Servitutsrecht&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Servitut Wikipedia Deutschland - Servitut]&amp;lt;/ref&amp;gt;, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Festung Hohensalzburg===&lt;br /&gt;
Die [[Festung Hohensalzburg]] war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und [[Dachrinnen]]system sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in der &#039;&#039;Zisterne&#039;&#039;. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassertum am Mönchsberg===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Wasserturm am Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffälliger als der meist unterirdisch geführte Almkanal kommt der &#039;&#039;Wasserturm Mönchsberg&#039;&#039; aus dem [[19. Jahrhundert]] im Salzburger Stadtbild zur Geltung. Er thront neben dem [[Museum der Moderne]] und beherbergt einen kleinen Wasserbehälter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassermuseum Mönchsberg===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wassermuseum Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Wasserbehälter am Mönchsberg in der Nähe der [[Richterhöhe]] ist einer der beiden großen Salzburger Wasser-Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 25.000 m³. Eine stillgelegte Wasserkammer wird seit [[1998]] auch als &#039;&#039;Wassermuseum&#039;&#039; genützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trinkwasser heute==&lt;br /&gt;
Das zur Versorgung der Stadt Salzburg benötigte Trinkwasser gewinnt die [[Salzburg AG]] aus verschiedenen Wasservorkommen. In dem am Fuße des Untersberges gelegenen Grundwasserwerk [[Glanegg]] werden drei Vertikalfilterbrunnen und ein [[1965]] errichteter Horizontalfilterbrunnen betrieben. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Aus diesem Grundwasser dürfen bis zu 10,3 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert werden. Seit [[1998]] versickert das Wasser der Fürstenbrunnquelle, einer [[1875]] gefasste Karstquelle, die am Untersberg entspringt, zur Anreicherung des Grundwasserwerkes Glanegg. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1976]] wurde beim Grundwasserwerk St. Leonhard ein Horizontalfilterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genützt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königseeache]] gespeist wird. Hier kann ebenfalls bestes Grundwasser gewonnen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bereits seit dem 15. bzw. 17. Jahrhundert werden verschiedene kleine Quellen für die Wasserversorgung genützt. Die Schüttung dieser Quellen reicht heute noch für Teile der ursprünglichen Versorgungsgebiete. [[1976]] wurde der &amp;quot;Wasserverband Salzburger Becken (WSB)gegründet und [[1984]] wurde als Notversorgung die so genannte „Wasserschiene“, eine Verbindungsleitung zwischen Salzburg und [[Hallein]], errichtet. [[2003]] wurde die „Wasserschiene“ von Hallein bis Jadorf , mit einer Länge von 4.157 Metern errichtet. Im Anschluss daran wurde der Brunnen Taugl abgeteuft und ging am [[1. April]] [[2004]], mit einem Konsens von 150 Liter pro Sekunde in Betrieb. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit wurde eine gegenseitige Wasserlieferung möglich. Über diese Verbindungsleitung kann Wasser aus dem [[Grundwasserwerk Gamp]] in die Versorgungsleitungen der Stadt Salzburg eingespeist und an die Verbandsgemeinden verteilt werden. Die Behälter [[Mönchsberg]] und [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Wasser kleinerer Quellen wird ebenfalls in das Rohrnetz eingespeist, wobei jeder einzelnen Quelle ein eigenes Versorgungsgebiet zugeordnet ist. Das Trinkwasser kommt dann in das eng vermaschte Verteilungsrohrnetz. In fast jeder Straße liegt eine Wasserleitung und bei jeder Straßenkreuzung sind diese Leitungen zu einem Netz verbunden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den Versorgungsleitungen zweigen die einzelnen Hausanschlussleitungen ab. Die Salzburg AG verfügt derzeit insgesamt über acht Trinkwasserhochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von rund 50.973 m³. Meist bleibt das Wasser dort nur einen Tag, bis es an den Endverbraucher geht. Vier Pumpstationen fördern das Wasser aus der Hauptversorgungszone in höher gelegenen Siedlungsgebiete. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sämtliche Trinkwasserspeicher und Pumpstationen werden von einer zentralen Schaltwarte im Lastverteiler bzw. Center Wasser in [[Bergheim]] aus überwacht und gesteuert. Für alle Grundwasserfelder und Quellen der Salzburg AG sind frühzeitig Wasserschutz- und Wasserschongebiete eingerichtet worden. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In diesen Gebieten unterliegen alle Maßnahmen einer strengen Überwachung und Regelung durch die Wasserrechtsbehörde. Durch intensive Inanspruchnahme aller im Wasserrechtsgesetz vorgesehenen Möglichkeiten und darüber weit hinausgehende Eigeninitiativen und Aufwendungen sorgt die Salzburg AG – Center Wasser für einen wirkungsvollen, vorbeugenden Schutz. &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Das Wasser aus den Grundwasserwerken und der Wasserschiene bedarf keiner Entkeimung und wird im Naturzustand abgegeben. Aus hygienischen Gründen wird jedoch das Wasser der Quellen entkeimt. Dies erfolgt für die [[Tiefenbach]]quelle und für die Quellen am [[Gniglerberg]] und [[Gersberg]] sowie in der [[Glasenbachklamm]] mit UV-Licht. &lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
Für den Notfall sind alle Brunnen und Quellen mit Strom unabhängigen Chlorgasanlagen zur Desinfektion ausgestattet. Die Salzburg AG hat ein eigenes, mit Mitarbeitern und Geräten sehr gut ausgestattetes chemisch-bakteriologisches Labor eingerichtet. 2000 Wasserproben aus dem eigenen Netz werden pro Jahr bakteriologisch und 400 chemisch untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnote==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburg Wiki Beiträge&lt;br /&gt;
* [http://www.wasserwerk.at/umfsalz2.htm Wasserkraft.at]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Historischer Atlas der Stadt Salzburg.&#039;&#039; Beitrag von Dr. Friedrich Besl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtberge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
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		<title>Wasserversorgung der Stadt Salzburg</title>
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		<updated>2009-01-27T13:24:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Trinkwasser heute */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Versorgung mit &#039;&#039;&#039;Trinkwasser für die Stadt Salzburg&#039;&#039;&#039; war stets von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeines==&lt;br /&gt;
Das Trinkwasser der Stadt Salzburg hat eine besonders hohe Qualität und muss zum überwiegenden Teil nicht desinfiziert werden. Es besteht zu 90% aus Grund- und zu 10% aus Quellwasser. Das Salzburger Trinkwasser hat im Durchschnitt Härtegrad II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte== &lt;br /&gt;
===Allgemeines===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Salzburger Trinkwasserversorgung reicht von römischen Zisternen über mittelalterliche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zu modernen Systemen von Nutz- und Trinkwasserversorgungsnetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute Denkmal geschützte [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mussten Quellen aus den Stadtbergen, Grundwasserbrunnen in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser für die Versorgung der Stadtbevölkerung ausreichen. Die ersten einfachen Gerinne für die Wasserversorgung von Salzburg entstanden erst im [[12. Jahrhundert]] und wurden durch den [[Almkanal]] gespeist. Zunächst war es nur ein Stichkanal vom [[Untersberg]], der Wasser in die Stadt leitete. Bis zum [[14. Jahrhundert]] entstanden so 19 Almbrunnenleitungen mit 80 Ausläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit &amp;quot;Fließwasser&amp;quot; versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei Bränden fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum [[Alter Markt#Florianibrunnen|Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 Lärchenröhren leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon [[1548]] wurde das städtische Brunnhaus am Gries als Grundwasserschöpfwerk in Betrieb genommen wurde. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasser von minderer Qualität wurde in Holzrohren bis zum [[Mozartplatz]], ab [[1662]] zur &#039;&#039;Brunnstube&#039;&#039; nach Mülln und ab [[1701]] zum [[St. Johanns-Spital]] geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurde [[1520]] das erste Bürgerhaus mit fließendem Brunnwasser versorgt. Erst nach dem [[1631]] mehrere Bürger um Erlaubnis ansuchten, Brunnhauswasser in ihr Haus leiten zu dürfen, beschloss der Stadtrat eine &#039;&#039;Wasserordnung&#039;&#039;. Die Anschlussgebühr betrug 100 [[Gulden]], ein auch für damalige Zeiten recht beachtlicher Betrag, sowie einen jährlichen Wasserzins von fünf Gulden. Als Maßeinheit galt der &#039;&#039;Steften&#039;&#039;, der den Durchmesser des Wasserrohres angab. Durch ein einen Steften starkes Rohr flossen ständig sechs &#039;&#039;Wiener Maß&#039;&#039;, das sind 8,491 Liter Wasser pro Minute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen Quellleitungen vom Gersberg wurden schon bald Quellfassungen am Gaisberg, [[Kühberg]] und [[Heuberg]] errichtet. Die &#039;&#039;Mirabellleitung&#039;&#039; vom Gnigler Berg und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führt zum Linzer Tor, wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des Untersberges mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten &#039;&#039;Fürstenquellen&#039;&#039; unternahm [[1654]] Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der [[Residenzbrunnen]] errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die &#039;&#039;Hellbrunner Wasserleitung&#039;&#039;. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer König Ludwig I. von Bayern das Servitutsrecht &amp;lt;sup&amp;gt;([[#1|1]])&amp;lt;/sup&amp;gt;, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. Die Bauarbeiten begannen am [[15. Mai]] [[1874]] und am [[24. November]] [[1874]] konnte erstmals Wasser in den Hochbehälter am Mönchsberg eingeleitet werden. Erst [[1945]] wurde auf Anordnung der Militärregierung das gesamte Wasser der Fürstenbrunner Quelle (maximal 265 l/s) für die Stadt genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1866]] waren von den etwa 6000 Häusern in der Stadt Salzburg nur 210 an Wasserleitungen angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Festung Hohensalzburg===&lt;br /&gt;
Die [[Festung Hohensalzburg]] war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in der &#039;&#039;Zisterne&#039;&#039;. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassertum am Mönchsberg===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Wasserturm am Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffälliger als der meist unterirdisch geführte Almkanal kommt der &#039;&#039;Wasserturm Mönchsberg&#039;&#039; aus dem [[19. Jahrhundert]] im Salzburger Stadtbild zur Geltung. Er thront neben dem [[Museum der Moderne]] und beherbergt einen kleinen Wasserbehälter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassermuseum Mönchsberg===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wassermuseum Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Wasserbehälter am Mönchsberg in der Nähe der [[Richterhöhe]] ist einer der beiden großen Salzburger Wasser-Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 25.000 m³. Eine stillgelegte Wasserkammer wird seit [[1998]] auch als &#039;&#039;Wassermuseum&#039;&#039; genützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trinkwasser heute==&lt;br /&gt;
Das zur Versorgung der Stadt Salzburg benötigte Trinkwasser gewinnt die [[Salzburg AG]] aus verschiedenen Wasservorkommen. In dem am Fuße des [[Untersberg]]es gelegenen Grundwasserwerk [[Glanegg]] werden drei Vertikalfilterbrunnen und ein [[1965]] errichteter Horizontalfilterbrunnen betrieben. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Aus diesem Grundwasser dürfen bis zu 10,3 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert werden. Seit [[1998]] versickert das Wasser der Fürstenbrunnquelle, einer [[1875]] gefasste Karstquelle, die am Untersberg entspringt, zur Anreicherung des Grundwasserwerkes Glanegg. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1976]] wurde beim Grundwasserwerk St. Leonhard ein Horizontalfilterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genützt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königseeache]] gespeist wird. Hier kann ebenfalls bestes Grundwasser gewonnen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bereits seit dem 15. bzw. 17. Jahrhundert werden verschiedene kleine Quellen für die Wasserversorgung genützt. Die Schüttung dieser Quellen reicht heute noch für Teile der ursprünglichen Versorgungsgebiete.1976 wurde der &amp;quot;Wasserverband Salzburger Becken (WSB)gegründet und [[1984]] wurde als Notversorgung die so genannte „Wasserschiene“, eine Verbindungsleitung zwischen Salzburg und [[Hallein]], errichtet. [[2003]] wurde die „Wasserschiene“ von Hallein bis Jadorf , mit einer Länge von 4.157 Metern errichtet. Im Anschluß daran wurde der Brunnen Taugl abgeteuft und ging am 01. April 2004, mit einem Konsens von 150 Liter por Sekunde in Betrieb. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit wurde eine gegenseitige Wasserlieferung möglich. Über diese Verbindungsleitung kann Wasser aus dem [[Grundwasserwerk Gamp]] in die Versorgungsleitungen der Stadt Salzburg eingespeist und an die Verbandsgemeinden verteilt werden. Die Behälter [[Mönchsberg]] und [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Wasser kleinerer Quellen wird ebenfalls in das Rohrnetz eingespeist, wobei jeder einzelnen Quelle ein eigenes Versorgungsgebiet zugeordnet ist. Das Trinkwasser kommt dann in das eng vermaschte Verteilungsrohrnetz. In fast jeder Straße liegt eine Wasserleitung und bei jeder Straßenkreuzung sind diese Leitungen zu einem Netz verbunden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den Versorgungsleitungen zweigen die einzelnen Hausanschlussleitungen ab. Die Salzburg AG verfügt derzeit insgesamt über acht Trinkwasserhochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von rund 50.973 m³. Meist bleibt das Wasser dort nur einen Tag, bis es an den Endverbraucher geht. Vier Pumpstationen fördern das Wasser aus der Hauptversorgungszone in höher gelegenen Siedlungsgebiete. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sämtliche Trinkwasserspeicher und Pumpstationen werden von einer zentralen Schaltwarte im Lastverteiler bzw. Center Wasser in [[Bergheim]] aus überwacht und gesteuert. Für alle Grundwasserfelder und Quellen der Salzburg AG sind frühzeitig Wasserschutz- und Wasserschongebiete eingerichtet worden. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In diesen Gebieten unterliegen alle Maßnahmen einer strengen Überwachung und Regelung durch die Wasserrechtsbehörde. Durch intensive Inanspruchnahme aller im Wasserrechtsgesetz vorgesehenen Möglichkeiten und darüber weit hinausgehende Eigeninitiativen und Aufwendungen sorgt die Salzburg AG – Center Wasser für einen wirkungsvollen, vorbeugenden Schutz. &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Das Wasser aus den Grundwasserwerken und der Wasserschiene bedarf keiner Entkeimung und wird im Naturzustand abgegeben. Aus hygienischen Gründen wird jedoch das Wasser der Quellen entkeimt. Dies erfolgt für die [[Tiefenbach]]quelle und für die Quellen am [[Gniglerberg]] und [[Gersberg]] sowie in der [[Glasenbachklamm]] mit UV-Licht. &lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
Für den Notfall sind alle Brunnen und Quellen mit stromunabhängigen Chlorgasanlagen zur Desinfektion ausgestattet. Die Salzburg AG hat ein eigenes, mit Mitarbeitern und Geräten sehr gut ausgestattetes chemisch-bakteriologisches Labor eingerichtet. 2000 Wasserproben aus dem eigenen Netz werden pro Jahr bakteriologisch und 400 chemisch untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburg Wiki Beiträge&lt;br /&gt;
* [http://www.wasserwerk.at/umfsalz2.htm Wasserkraft.at]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Historischer Atlas der Stadt Salzburg.&#039;&#039; Beitrag von Dr. Friedrich Besl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtberge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserversorgung_der_Stadt_Salzburg&amp;diff=84093</id>
		<title>Wasserversorgung der Stadt Salzburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserversorgung_der_Stadt_Salzburg&amp;diff=84093"/>
		<updated>2009-01-27T13:21:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Trinkwasser heute */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Versorgung mit &#039;&#039;&#039;Trinkwasser für die Stadt Salzburg&#039;&#039;&#039; war stets von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeines==&lt;br /&gt;
Das Trinkwasser der Stadt Salzburg hat eine besonders hohe Qualität und muss zum überwiegenden Teil nicht desinfiziert werden. Es besteht zu 90% aus Grund- und zu 10% aus Quellwasser. Das Salzburger Trinkwasser hat im Durchschnitt Härtegrad II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte== &lt;br /&gt;
===Allgemeines===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Salzburger Trinkwasserversorgung reicht von römischen Zisternen über mittelalterliche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zu modernen Systemen von Nutz- und Trinkwasserversorgungsnetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute Denkmal geschützte [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mussten Quellen aus den Stadtbergen, Grundwasserbrunnen in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser für die Versorgung der Stadtbevölkerung ausreichen. Die ersten einfachen Gerinne für die Wasserversorgung von Salzburg entstanden erst im [[12. Jahrhundert]] und wurden durch den [[Almkanal]] gespeist. Zunächst war es nur ein Stichkanal vom [[Untersberg]], der Wasser in die Stadt leitete. Bis zum [[14. Jahrhundert]] entstanden so 19 Almbrunnenleitungen mit 80 Ausläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit &amp;quot;Fließwasser&amp;quot; versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei Bränden fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum [[Alter Markt#Florianibrunnen|Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 Lärchenröhren leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon [[1548]] wurde das städtische Brunnhaus am Gries als Grundwasserschöpfwerk in Betrieb genommen wurde. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasser von minderer Qualität wurde in Holzrohren bis zum [[Mozartplatz]], ab [[1662]] zur &#039;&#039;Brunnstube&#039;&#039; nach Mülln und ab [[1701]] zum [[St. Johanns-Spital]] geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurde [[1520]] das erste Bürgerhaus mit fließendem Brunnwasser versorgt. Erst nach dem [[1631]] mehrere Bürger um Erlaubnis ansuchten, Brunnhauswasser in ihr Haus leiten zu dürfen, beschloss der Stadtrat eine &#039;&#039;Wasserordnung&#039;&#039;. Die Anschlussgebühr betrug 100 [[Gulden]], ein auch für damalige Zeiten recht beachtlicher Betrag, sowie einen jährlichen Wasserzins von fünf Gulden. Als Maßeinheit galt der &#039;&#039;Steften&#039;&#039;, der den Durchmesser des Wasserrohres angab. Durch ein einen Steften starkes Rohr flossen ständig sechs &#039;&#039;Wiener Maß&#039;&#039;, das sind 8,491 Liter Wasser pro Minute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen Quellleitungen vom Gersberg wurden schon bald Quellfassungen am Gaisberg, [[Kühberg]] und [[Heuberg]] errichtet. Die &#039;&#039;Mirabellleitung&#039;&#039; vom Gnigler Berg und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führt zum Linzer Tor, wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des Untersberges mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten &#039;&#039;Fürstenquellen&#039;&#039; unternahm [[1654]] Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der [[Residenzbrunnen]] errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die &#039;&#039;Hellbrunner Wasserleitung&#039;&#039;. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer König Ludwig I. von Bayern das Servitutsrecht &amp;lt;sup&amp;gt;([[#1|1]])&amp;lt;/sup&amp;gt;, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. Die Bauarbeiten begannen am [[15. Mai]] [[1874]] und am [[24. November]] [[1874]] konnte erstmals Wasser in den Hochbehälter am Mönchsberg eingeleitet werden. Erst [[1945]] wurde auf Anordnung der Militärregierung das gesamte Wasser der Fürstenbrunner Quelle (maximal 265 l/s) für die Stadt genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1866]] waren von den etwa 6000 Häusern in der Stadt Salzburg nur 210 an Wasserleitungen angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Festung Hohensalzburg===&lt;br /&gt;
Die [[Festung Hohensalzburg]] war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in der &#039;&#039;Zisterne&#039;&#039;. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassertum am Mönchsberg===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Wasserturm am Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffälliger als der meist unterirdisch geführte Almkanal kommt der &#039;&#039;Wasserturm Mönchsberg&#039;&#039; aus dem [[19. Jahrhundert]] im Salzburger Stadtbild zur Geltung. Er thront neben dem [[Museum der Moderne]] und beherbergt einen kleinen Wasserbehälter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassermuseum Mönchsberg===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wassermuseum Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Wasserbehälter am Mönchsberg in der Nähe der [[Richterhöhe]] ist einer der beiden großen Salzburger Wasser-Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 25.000 m³. Eine stillgelegte Wasserkammer wird seit [[1998]] auch als &#039;&#039;Wassermuseum&#039;&#039; genützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trinkwasser heute==&lt;br /&gt;
Das zur Versorgung der Stadt Salzburg benötigte Trinkwasser gewinnt die [[Salzburg AG]] aus verschiedenen Wasservorkommen. In dem am Fuße des [[Untersberg]]es gelegenen Grundwasserwerk [[Glanegg]] werden drei Vertikalfilterbrunnen und ein [[1965]] errichteter Horizontalfilterbrunnen betrieben. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Aus diesem Grundwasser dürfen bis zu 10,3 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert werden. Seit [[1998]] versickert das Wasser der Fürstenbrunnquelle, einer [[1875]] gefasste Karstquelle, die am Untersberg entspringt, zur Anreicherung des Grundwasserwerkes Glanegg. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1976]] wurde beim Grundwasserwerk St. Leonhard ein Horizontalfilterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genützt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königseeache]] gespeist wird. Hier kann ebenfalls bestes Grundwasser gewonnen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bereits seit dem 15. bzw. 17. Jahrhundert werden verschiedene kleine Quellen für die Wasserversorgung genützt. Die Schüttung dieser Quellen reicht heute noch für Teile der ursprünglichen Versorgungsgebiete. [[1984]] wurde als Notversorgung die so genannte „Wasserschiene“, eine Verbindungsleitung zwischen Salzburg und [[Hallein]], errichtet. [[2003]] wurde die „Wasserschiene“ von Hallein bis Jadorf , mit einer Länge von 4.157 Metern errichtet. Im Anschluß daran wurde der Brunnen Taugl abgeteuft und ging am 01. April 2004, mit einem Konsens von 150 Liter por Sekunde in Betrieb. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit wurde eine gegenseitige Wasserlieferung möglich. Über diese Verbindungsleitung kann Wasser aus dem [[Grundwasserwerk Gamp]] in die Versorgungsleitungen der Stadt Salzburg eingespeist und an die Verbandsgemeinden verteilt werden. Die Behälter [[Mönchsberg]] und [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Wasser kleinerer Quellen wird ebenfalls in das Rohrnetz eingespeist, wobei jeder einzelnen Quelle ein eigenes Versorgungsgebiet zugeordnet ist. Das Trinkwasser kommt dann in das eng vermaschte Verteilungsrohrnetz. In fast jeder Straße liegt eine Wasserleitung und bei jeder Straßenkreuzung sind diese Leitungen zu einem Netz verbunden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den Versorgungsleitungen zweigen die einzelnen Hausanschlussleitungen ab. Die Salzburg AG verfügt derzeit insgesamt über acht Trinkwasserhochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von rund 50.973 m³. Meist bleibt das Wasser dort nur einen Tag, bis es an den Endverbraucher geht. Vier Pumpstationen fördern das Wasser aus der Hauptversorgungszone in höher gelegenen Siedlungsgebiete. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sämtliche Trinkwasserspeicher und Pumpstationen werden von einer zentralen Schaltwarte im Lastverteiler bzw. Center Wasser in [[Bergheim]] aus überwacht und gesteuert. Für alle Grundwasserfelder und Quellen der Salzburg AG sind frühzeitig Wasserschutz- und Wasserschongebiete eingerichtet worden. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In diesen Gebieten unterliegen alle Maßnahmen einer strengen Überwachung und Regelung durch die Wasserrechtsbehörde. Durch intensive Inanspruchnahme aller im Wasserrechtsgesetz vorgesehenen Möglichkeiten und darüber weit hinausgehende Eigeninitiativen und Aufwendungen sorgt die Salzburg AG – Center Wasser für einen wirkungsvollen, vorbeugenden Schutz. &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Das Wasser aus den Grundwasserwerken und der Wasserschiene bedarf keiner Entkeimung und wird im Naturzustand abgegeben. Aus hygienischen Gründen wird jedoch das Wasser der Quellen entkeimt. Dies erfolgt für die [[Tiefenbach]]quelle und für die Quellen am [[Gniglerberg]] und [[Gersberg]] sowie in der [[Glasenbachklamm]] mit UV-Licht. &lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
Für den Notfall sind alle Brunnen und Quellen mit stromunabhängigen Chlorgasanlagen zur Desinfektion ausgestattet. Die Salzburg AG hat ein eigenes, mit Mitarbeitern und Geräten sehr gut ausgestattetes chemisch-bakteriologisches Labor eingerichtet. 2000 Wasserproben aus dem eigenen Netz werden pro Jahr bakteriologisch und 400 chemisch untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburg Wiki Beiträge&lt;br /&gt;
* [http://www.wasserwerk.at/umfsalz2.htm Wasserkraft.at]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Historischer Atlas der Stadt Salzburg.&#039;&#039; Beitrag von Dr. Friedrich Besl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtberge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WasserSpiegel&amp;diff=84091</id>
		<title>WasserSpiegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WasserSpiegel&amp;diff=84091"/>
		<updated>2009-01-27T13:17:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Das Museum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Wassermuseum Mönchsberg&#039;&#039;&#039; in der Stadt Salzburg am [[Mönchsberg]] besteht seit [[1998]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Museum==&lt;br /&gt;
Es ist im Bereich des Hochbehälters Mönchsberg, eines Wasserdurchlaufbehälters für die [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] untergebracht. Dieser Behälter fasst 25.000 Kubikmeter Wasser und wurde in den Jahren [[1995]] bis 1998 generalsaniert. Das Wassermuseum der [[Salzburg AG]] wurde dabei in adaptierten Räumen des aufgelassenen Trinkwasserbehälters von [[1929]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiter der ehemaligen[[Salzburger Stadtwerke]] haben auf Baustellen, in Kellern, auf Dachböden, in Schuppen und alten Brunnenhäusern gesucht und die Exponate zusammengetragen. Auch die alte Uhr aus dem ehemaligen Wasserwerk [[Griesgasse]] - [[Salzburger Münze|Alte Münze]], die einem der beiden Initatoren des Museums, Alois Buchner, gehört, ist dort zu bewundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf 500 Quadratmetern findet man z. B. 65 Schnitte von Rohren, Armaturen, einen Verteilerkopf aus dem Jahr [[1875]], ein Bild in Horizontalfilterbrunnen in [[Glanegg]]([[1966]]) und anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Öffnungszeiten==&lt;br /&gt;
Jeden ersten Samstag im Monat von 12 bis 16 Uhr, für Gruppen ab fünf Personen nach Terminvereinbarung unter der Telefonnumme 06 62 - 45 15 15 - 32 03. Eintritt frei!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
* [[Salzburger Woche]]/Stadt Nachrichten, 29. Februar 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WasserSpiegel&amp;diff=84090</id>
		<title>WasserSpiegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WasserSpiegel&amp;diff=84090"/>
		<updated>2009-01-27T13:15:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Öffnungszeiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Wassermuseum Mönchsberg&#039;&#039;&#039; in der Stadt Salzburg am [[Mönchsberg]] besteht seit [[1998]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Museum==&lt;br /&gt;
Es ist im Bereich des Wasserdurchlaufbehälters für die [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] untergebracht. Dieser Behälter fasst 25.000 Kubikmeter Wasser und wurde in den Jahren [[1995]] bis 1998 saniert. Das Wassermuseum der [[Salzburg AG]] wurde dabei in adaptierten Räumen des aufgelassenen Trinkwasserbehälters von [[1929]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiter der ehemaligen[[Salzburger Stadtwerke]] haben auf Baustellen, in Kellern, auf Dachböden, in Schuppen und alten Brunnenhäusern gesucht und die Exponate zusammengetragen. Auch die alte Uhr aus dem ehemaligen Wasserwerk [[Griesgasse]] - [[Salzburger Münze|Alte Münze]], die einem der beiden Initatoren des Museums, Alois Buchner, gehört, ist dort zu bewundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf 500 Quadratmetern findet man z. B. 65 Schnitte von Rohren, Armaturen, einen Verteilerkopf aus dem Jahr [[1875]], ein Bild in Horizontalfilterbrunnen in [[Glanegg]]([[1966]]) und anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Öffnungszeiten==&lt;br /&gt;
Jeden ersten Samstag im Monat von 12 bis 16 Uhr, für Gruppen ab fünf Personen nach Terminvereinbarung unter der Telefonnumme 06 62 - 45 15 15 - 32 03. Eintritt frei!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
* [[Salzburger Woche]]/Stadt Nachrichten, 29. Februar 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WasserSpiegel&amp;diff=84089</id>
		<title>WasserSpiegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WasserSpiegel&amp;diff=84089"/>
		<updated>2009-01-27T13:14:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Das Museum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Wassermuseum Mönchsberg&#039;&#039;&#039; in der Stadt Salzburg am [[Mönchsberg]] besteht seit [[1998]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Museum==&lt;br /&gt;
Es ist im Bereich des Wasserdurchlaufbehälters für die [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] untergebracht. Dieser Behälter fasst 25.000 Kubikmeter Wasser und wurde in den Jahren [[1995]] bis 1998 saniert. Das Wassermuseum der [[Salzburg AG]] wurde dabei in adaptierten Räumen des aufgelassenen Trinkwasserbehälters von [[1929]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiter der ehemaligen[[Salzburger Stadtwerke]] haben auf Baustellen, in Kellern, auf Dachböden, in Schuppen und alten Brunnenhäusern gesucht und die Exponate zusammengetragen. Auch die alte Uhr aus dem ehemaligen Wasserwerk [[Griesgasse]] - [[Salzburger Münze|Alte Münze]], die einem der beiden Initatoren des Museums, Alois Buchner, gehört, ist dort zu bewundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf 500 Quadratmetern findet man z. B. 65 Schnitte von Rohren, Armaturen, einen Verteilerkopf aus dem Jahr [[1875]], ein Bild in Horizontalfilterbrunnen in [[Glanegg]]([[1966]]) und anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Öffnungszeiten==&lt;br /&gt;
Jeden Samstag im Monat von 12 bis 16 Uhr, für Gruppen ab fünf Personen nach Terminvereinbarung unter der Telefonnumme 06 62 - 45 15 15 - 32 03 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
* [[Salzburger Woche]]/Stadt Nachrichten, 29. Februar 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WasserSpiegel&amp;diff=62469</id>
		<title>WasserSpiegel</title>
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		<updated>2008-07-07T11:01:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Das Museum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Wassermuseum Mönchsberg&#039;&#039;&#039; in der Stadt Salzburg am [[Mönchsberg]] besteht seit [[1998]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Museum==&lt;br /&gt;
Es ist im Bereich des Wasserdurchlaufbehälters für die [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] untergebracht. Dieser Behälter fasst 25.000 Kubikmeter Wasser und wurde in den Jahren [[1995]] bis 1998 saniert. Das Wassermuseum der [[Salzburg AG]] wurde dabei in adaptierten Räumen des aufgelassenen Trinkwasserbehälters von [[1929]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitarbeiter der ehemaligen[[Salzburger Stadtwerke]] haben in Kellern, auf Dachböden, in Schuppen und alten Brunnenhäusern gesucht und zusammengetragen. Auch die alte Uhr aus dem ehemaligen Wasserwerk [[Griesgasse]] - [[Salzburger Münze|Alte Münze]], die einem der beiden Initatoren des Museums, Alois Buchner, gehört, ist dort zu bewundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf 500 Quadratmetern findet man z. B. 65 Schnitte von Rohren, Armaturen, einen Verteilerkopf aus dem Jahr [[1875]], ein Bild in Horizontalfilterbrunnen in [[Glanegg]]([[1966]]) und anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Öffnungszeiten==&lt;br /&gt;
Jeden Samstag im Monat von 12 bis 16 Uhr, für Gruppen ab fünf Personen nach Terminvereinbarung unter der Telefonnumme 06 62 - 45 15 15 - 32 03 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
* [[Salzburger Woche]]/Stadt Nachrichten, 29. Februar 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserversorgung_der_Stadt_Salzburg&amp;diff=62463</id>
		<title>Wasserversorgung der Stadt Salzburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserversorgung_der_Stadt_Salzburg&amp;diff=62463"/>
		<updated>2008-07-07T10:58:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Wassermuseum Mönchsberg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Versorgung mit &#039;&#039;&#039;Trinkwasser für die Stadt Salzburg&#039;&#039;&#039; war stets von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeines==&lt;br /&gt;
Das Trinkwasser der Stadt Salzburg hat eine besonders hohe Qualität und muss zum überwiegenden Teil nicht desinfiziert werden. Es besteht zu 90% aus Grund- und zu 10% aus Quellwasser. Das Salzburger Trinkwasser hat im Durchschnitt Härtegrad II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte== &lt;br /&gt;
===Allgemeines===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Salzburger Trinkwasserversorgung reicht von römischen Zisternen über mittelalterliche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zu modernen Systemen von Nutz- und Trinkwasserversorgungsnetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute Denkmal geschützte [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mussten Quellen aus den Stadtbergen, Grundwasserbrunnen in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser für die Versorgung der Stadtbevölkerung ausreichen. Die ersten einfachen Gerinne für die Wasserversorgung von Salzburg entstanden erst im [[12. Jahrhundert]] und wurden durch den [[Almkanal]] gespeist. Zunächst war es nur ein Stichkanal vom [[Untersberg]], der Wasser in die Stadt leitete. Bis zum [[14. Jahrhundert]] entstanden so 19 Almbrunnenleitungen mit 80 Ausläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit &amp;quot;Fließwasser&amp;quot; versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei Bränden fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum Florianibrunnen am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 Lärchenröhren leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon [[1548]] wurde das städtische Brunnhaus am Gries als Grundwasserschöpfwerk in Betrieb genommen wurde. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasser von minderer Qualität wurde in Holzrohren bis zum [[Mozartplatz]], ab [[1662]] zur &#039;&#039;Brunnstube&#039;&#039; nach Mülln und ab [[1701]] zum [[St. Johanns-Spital]] geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurde [[1520]] das erste Bürgerhaus mit fließendem Brunnwasser versorgt. Erst nach dem [[1631]] mehrere Bürger um Erlaubnis ansuchten, Brunnhauswasser in ihr Haus leiten zu dürfen, beschloss der Stadtrat eine &#039;&#039;Wasserordnung&#039;&#039;. Die Anschlussgebühr betrug 100 Gulden, ein auch für damalige Zeiten recht beachtlicher Betrag, sowie einen jährlichen Wasserzins von fünf Gulden. Als Maßeinheit galt der &#039;&#039;Steften&#039;&#039;, der den Durchmesser des Wasserrohres angab. Durch ein einen Steften starkes Rohr flossen ständig sechs &#039;&#039;Wiener Maß&#039;&#039;, das sind 8,491 Liter Wasser pro Minute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen Quellleitungen vom Gersberg wurden schon bald Quellfassungen am Gaisberg, [[Kühberg]] und [[Heuberg]] errichtet. Die &#039;&#039;Mirabellleitung&#039;&#039; vom Gnigler Berg und von unteren Judenberg führt zum Linzer Tor, wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des Untersberges mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten &#039;&#039;Fürstenquellen&#039;&#039; unternahm [[1654]] Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der [[Residenzbrunnen]] errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die &#039;&#039;Hellbrunner Wasserleitung&#039;&#039;. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer König Ludwig I. von Bayern das Servitutsrecht &amp;lt;sup&amp;gt;([[#1|1]])&amp;lt;/sup&amp;gt;, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. Die Bauarbeiten begannen am [[15. Mai]] [[1874]] und am [[24. November]] [[1874]] konnte erstmals Wasser in den Hochbehälter am Mönchsberg eingeleitet werden. Erst [[1945]] wurde auf Anordnung der Militärregierung das gesamte Wasser der Fürstenbrunner Quelle (maximal 265 l/s) für die Stadt genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1866]] waren von den etwa 6000 Häusern in der Stadt Salzburg nur 210 an Wasserleitungen angeschlossen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Festung Hohensalzburg===&lt;br /&gt;
Die [[Festung Hohensalzburg]] war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in der &#039;&#039;Zisterne&#039;&#039;. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassertum Mönchsberg===&lt;br /&gt;
Auffälliger als der meist unterirdisch geführte Almkanal kommt der &#039;&#039;Wasserturm Mönchsberg&#039;&#039; aus dem [[19. Jahrhundert]] im Salzburger Stadtbild zur Geltung. Er thront neben dem [[Museum der Moderne]] und beherbergt einen kleinen Wasserbehälter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassermuseum Mönchsberg===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wassermuseum Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Wasserbehälter am Mönchsberg in der Nähe der [[Richterhöhe]] ist einer der beiden großen Salzburger Wasser-Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 25.000 m³. Eine stillgelegte Wasserkammer wird seit [[1998]] auch als &#039;&#039;Wassermuseum&#039;&#039; genützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trinkwasser heute==&lt;br /&gt;
Das zur Versorgung der Stadt Salzburg benötigte Trinkwasser gewinnt die [[Salzburg AG]] aus verschiedenen Wasservorkommen. In dem am Fuße des [[Untersberg]]es gelegenen Grundwasserwerk [[Glanegg]] werden drei Vertikalfilterbrunnen und ein [[1965]] errichteter Horizontalfilterbrunnen betrieben. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Aus diesem Grundwasser dürfen bis zu 10,3 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert werden. Seit [[1998]] versickert das Wasser der Fürstenbrunnquelle, einer [[1875]] gefasste Karstquelle, die am Untersberg entspringt, zur Anreicherung des Grundwasserwerkes Glanegg. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1976]] wurde beim Grundwasserwerk St. Leonhard ein Horizontalfilterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genützt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königseeache]] gespeist wird. Hier kann ebenfalls bestes Grundwasser gewonnen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bereits seit dem 15. bzw. 17. Jahrhundert werden verschiedene kleine Quellen für die Wasserversorgung genützt. Die Schüttung dieser Quellen reicht heute noch für Teile der ursprünglichen Versorgungsgebiete. [[1984]] wurde als Notversorgung die so genannte „Wasserschiene“, eine Verbindungsleitung zwischen Salzburg und [[Hallein]], errichtet. [[2003]] wurde die „Wasserschiene“ von Hallein bis Jadorf , mit einer Länge von 4.157 Metern errichtet. Im Anschluß daran wurde der Brunnen Taugl abgeteuft und ging am 01. April 2004, mit einem Konsens von 150 Liter por Sekunde in Betrieb. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit wurde eine gegenseitige Wasserlieferung möglich. Über diese Verbindungsleitung kann Wasser aus dem [[Grundwasserwerk Gamp]] in die Versorgungsleitungen der Stadt Salzburg eingespeist und an die Verbandsgemeinden verteilt werden. Die Behälter [[Mönchsberg]] und [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Wasser kleinerer Quellen wird ebenfalls in das Rohrnetz eingespeist, wobei jeder einzelnen Quelle ein eigenes Versorgungsgebiet zugeordnet ist. Das Trinkwasser kommt dann in das eng vermaschte Verteilungsrohrnetz. In fast jeder Straße liegt eine Wasserleitung und bei jeder Straßenkreuzung sind diese Leitungen zu einem Netz verbunden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den Versorgungsleitungen zweigen die einzelnen Hausanschlussleitungen ab. Die Salzburg AG verfügt derzeit insgesamt über acht Trinkwasserhochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von rund 50.973 m³. Meist bleibt das Wasser dort nur einen Tag, bis es an den Endverbraucher geht. Vier Pumpstationen fördern das Wasser aus der Hauptversorgungszone in höher gelegenen Siedlungsgebiete. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sämtliche Trinkwasserspeicher und Pumpstationen werden von einer zentralen Schaltwarte im Lastverteiler bzw. Center Wasser in [[Bergheim]] aus überwacht und gesteuert. Für alle Grundwasserfelder und Quellen der Salzburg AG sind frühzeitig Wasserschutz- und Wasserschongebiete eingerichtet worden. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In diesen Gebieten unterliegen alle Maßnahmen einer strengen Überwachung und Regelung durch die Wasserrechtsbehörde. Durch intensive Inanspruchnahme aller im Wasserrechtsgesetz vorgesehenen Möglichkeiten und darüber weit hinausgehende Eigeninitiativen und Aufwendungen sorgt die Salzburg AG – Center Wasser für einen wirkungsvollen, vorbeugenden Schutz. &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Das Wasser aus den Grundwasserwerken und der Wasserschiene bedarf keiner Entkeimung und wird im Naturzustand abgegeben. Aus hygienischen Gründen wird jedoch das Wasser der Quellen entkeimt. Dies erfolgt für die [[Tiefenbach]]quelle und für die Quellen am [[Gniglerberg]] und [[Gersberg]] sowie in der [[Glasenbachklamm]] mit UV-Licht. &lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
Für den Notfall sind alle Brunnen und Quellen mit stromunabhängigen Chlorgasanlagen zur Desinfektion ausgestattet. Die Salzburg AG hat ein eigenes, mit Mitarbeitern und Geräten sehr gut ausgestattetes chemisch-bakteriologisches Labor eingerichtet. 2000 Wasserproben werden pro Jahr bakteriologisch und 400 chemisch untersucht. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburg Wiki Beiträge&lt;br /&gt;
* [http://www.wasserwerk.at/umfsalz2.htm Wasserkraft.at]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Historischer Atlas der Stadt Salzburg.&#039;&#039; Beitrag von Dr. Friedrich Besl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserversorgung_der_Stadt_Salzburg&amp;diff=62461</id>
		<title>Wasserversorgung der Stadt Salzburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserversorgung_der_Stadt_Salzburg&amp;diff=62461"/>
		<updated>2008-07-07T10:56:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzcat: /* Wassertum Mönchsberg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Versorgung mit &#039;&#039;&#039;Trinkwasser für die Stadt Salzburg&#039;&#039;&#039; war stets von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeines==&lt;br /&gt;
Das Trinkwasser der Stadt Salzburg hat eine besonders hohe Qualität und muss zum überwiegenden Teil nicht desinfiziert werden. Es besteht zu 90% aus Grund- und zu 10% aus Quellwasser. Das Salzburger Trinkwasser hat im Durchschnitt Härtegrad II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte== &lt;br /&gt;
===Allgemeines===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Salzburger Trinkwasserversorgung reicht von römischen Zisternen über mittelalterliche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zu modernen Systemen von Nutz- und Trinkwasserversorgungsnetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute Denkmal geschützte [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mussten Quellen aus den Stadtbergen, Grundwasserbrunnen in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser für die Versorgung der Stadtbevölkerung ausreichen. Die ersten einfachen Gerinne für die Wasserversorgung von Salzburg entstanden erst im [[12. Jahrhundert]] und wurden durch den [[Almkanal]] gespeist. Zunächst war es nur ein Stichkanal vom [[Untersberg]], der Wasser in die Stadt leitete. Bis zum [[14. Jahrhundert]] entstanden so 19 Almbrunnenleitungen mit 80 Ausläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurden anfangs nur das [[Domkapitel]], die [[Erzabtei St. Peter]] und die [[Fürstenstadt|erzbischöflichen Einrichtungen]] mit &amp;quot;Fließwasser&amp;quot; versorgt. Die [[Bürgerstadt]] hingegen musste sich anders mit Wasser behelfen. Seuchen waren an der Tagesordnung. Auch bei Bränden fehlte Löschwasser, was meist zu verheerenden Ausmaßen von Stadtbränden führte. Erst [[1335]] gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] Wasser bis zum [[Bürgerspital]] zu leiten. Es wurde ein Stollen durch den [[Mönchsberg]] geschlagen, der Wasser vom Almkanalast [[Mülln]] zum Bürgerspital und weiter in die [[Salzach]] brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1487]]/88 wurde schließlich vom [[Gersberg]] eine Wasserleitung zum Florianibrunnen am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2000 Lärchenröhren leitete man das Wasser entlang des [[Kapuzinerberg]]s in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1649]] wurde eine Quelle am [[Gaisberg]] gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon [[1548]] wurde das städtische Brunnhaus am Gries als Grundwasserschöpfwerk in Betrieb genommen wurde. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasser von minderer Qualität wurde in Holzrohren bis zum [[Mozartplatz]], ab [[1662]] zur &#039;&#039;Brunnstube&#039;&#039; nach Mülln und ab [[1701]] zum [[St. Johanns-Spital]] geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurde [[1520]] das erste Bürgerhaus mit fließendem Brunnwasser versorgt. Erst nach dem [[1631]] mehrere Bürger um Erlaubnis ansuchten, Brunnhauswasser in ihr Haus leiten zu dürfen, beschloss der Stadtrat eine &#039;&#039;Wasserordnung&#039;&#039;. Die Anschlussgebühr betrug 100 Gulden, ein auch für damalige Zeiten recht beachtlicher Betrag, sowie einen jährlichen Wasserzins von fünf Gulden. Als Maßeinheit galt der &#039;&#039;Steften&#039;&#039;, der den Durchmesser des Wasserrohres angab. Durch ein einen Steften starkes Rohr flossen ständig sechs &#039;&#039;Wiener Maß&#039;&#039;, das sind 8,491 Liter Wasser pro Minute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den städtischen Quellleitungen vom Gersberg wurden schon bald Quellfassungen am Gaisberg, [[Kühberg]] und [[Heuberg]] errichtet. Die &#039;&#039;Mirabellleitung&#039;&#039; vom Gnigler Berg und von unteren Judenberg führt zum Linzer Tor, wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des Untersberges mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten &#039;&#039;Fürstenquellen&#039;&#039; unternahm [[1654]] Erzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der [[Residenzbrunnen]] errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Nachdem Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] seine geplante Wasserleitung [[1679]] aus [[Fürstenbrunn]] aus technischen Gründen zurücklegen musste, entstand die &#039;&#039;Hellbrunner Wasserleitung&#039;&#039;. [[1719]] wurde ein weiterer Versuch unternommen und noch weitere fünf folgten. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer König Ludwig I. von Bayern das Servitutsrecht &amp;lt;sup&amp;gt;([[#1|1]])&amp;lt;/sup&amp;gt;, 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. Die Bauarbeiten begannen am [[15. Mai]] [[1874]] und am [[24. November]] [[1874]] konnte erstmals Wasser in den Hochbehälter am Mönchsberg eingeleitet werden. Erst [[1945]] wurde auf Anordnung der Militärregierung das gesamte Wasser der Fürstenbrunner Quelle (maximal 265 l/s) für die Stadt genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1866]] waren von den etwa 6000 Häusern in der Stadt Salzburg nur 210 an Wasserleitungen angeschlossen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Festung Hohensalzburg===&lt;br /&gt;
Die [[Festung Hohensalzburg]] war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in der &#039;&#039;Zisterne&#039;&#039;. Dies reicht für die Versorgung der Festung stets aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassertum Mönchsberg===&lt;br /&gt;
Auffälliger als der meist unterirdisch geführte Almkanal kommt der &#039;&#039;Wasserturm Mönchsberg&#039;&#039; aus dem [[19. Jahrhundert]] im Salzburger Stadtbild zur Geltung. Er thront neben dem [[Museum der Moderne]] und beherbergt einen kleinen Wasserbehälter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wassermuseum Mönchsberg===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wassermuseum Mönchsberg]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Wasserbehälter am Mönchsberg in der Nähe der [[Richterhöhe]] wird seit [[1998]] auch als &#039;&#039;Wassermuseum&#039;&#039; genützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trinkwasser heute==&lt;br /&gt;
Das zur Versorgung der Stadt Salzburg benötigte Trinkwasser gewinnt die [[Salzburg AG]] aus verschiedenen Wasservorkommen. In dem am Fuße des [[Untersberg]]es gelegenen Grundwasserwerk [[Glanegg]] werden drei Vertikalfilterbrunnen und ein [[1965]] errichteter Horizontalfilterbrunnen betrieben. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Aus diesem Grundwasser dürfen bis zu 10,3 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert werden. Seit [[1998]] versickert das Wasser der Fürstenbrunnquelle, einer [[1875]] gefasste Karstquelle, die am Untersberg entspringt, zur Anreicherung des Grundwasserwerkes Glanegg. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1976]] wurde beim Grundwasserwerk St. Leonhard ein Horizontalfilterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genützt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königseeache]] gespeist wird. Hier kann ebenfalls bestes Grundwasser gewonnen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bereits seit dem 15. bzw. 17. Jahrhundert werden verschiedene kleine Quellen für die Wasserversorgung genützt. Die Schüttung dieser Quellen reicht heute noch für Teile der ursprünglichen Versorgungsgebiete. [[1984]] wurde als Notversorgung die so genannte „Wasserschiene“, eine Verbindungsleitung zwischen Salzburg und [[Hallein]], errichtet. [[2003]] wurde die „Wasserschiene“ von Hallein bis Jadorf , mit einer Länge von 4.157 Metern errichtet. Im Anschluß daran wurde der Brunnen Taugl abgeteuft und ging am 01. April 2004, mit einem Konsens von 150 Liter por Sekunde in Betrieb. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit wurde eine gegenseitige Wasserlieferung möglich. Über diese Verbindungsleitung kann Wasser aus dem [[Grundwasserwerk Gamp]] in die Versorgungsleitungen der Stadt Salzburg eingespeist und an die Verbandsgemeinden verteilt werden. Die Behälter [[Mönchsberg]] und [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Wasser kleinerer Quellen wird ebenfalls in das Rohrnetz eingespeist, wobei jeder einzelnen Quelle ein eigenes Versorgungsgebiet zugeordnet ist. Das Trinkwasser kommt dann in das eng vermaschte Verteilungsrohrnetz. In fast jeder Straße liegt eine Wasserleitung und bei jeder Straßenkreuzung sind diese Leitungen zu einem Netz verbunden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den Versorgungsleitungen zweigen die einzelnen Hausanschlussleitungen ab. Die Salzburg AG verfügt derzeit insgesamt über acht Trinkwasserhochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von rund 50.973 m³. Meist bleibt das Wasser dort nur einen Tag, bis es an den Endverbraucher geht. Vier Pumpstationen fördern das Wasser aus der Hauptversorgungszone in höher gelegenen Siedlungsgebiete. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sämtliche Trinkwasserspeicher und Pumpstationen werden von einer zentralen Schaltwarte im Lastverteiler bzw. Center Wasser in [[Bergheim]] aus überwacht und gesteuert. Für alle Grundwasserfelder und Quellen der Salzburg AG sind frühzeitig Wasserschutz- und Wasserschongebiete eingerichtet worden. &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In diesen Gebieten unterliegen alle Maßnahmen einer strengen Überwachung und Regelung durch die Wasserrechtsbehörde. Durch intensive Inanspruchnahme aller im Wasserrechtsgesetz vorgesehenen Möglichkeiten und darüber weit hinausgehende Eigeninitiativen und Aufwendungen sorgt die Salzburg AG – Center Wasser für einen wirkungsvollen, vorbeugenden Schutz. &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Das Wasser aus den Grundwasserwerken und der Wasserschiene bedarf keiner Entkeimung und wird im Naturzustand abgegeben. Aus hygienischen Gründen wird jedoch das Wasser der Quellen entkeimt. Dies erfolgt für die [[Tiefenbach]]quelle und für die Quellen am [[Gniglerberg]] und [[Gersberg]] sowie in der [[Glasenbachklamm]] mit UV-Licht. &lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
Für den Notfall sind alle Brunnen und Quellen mit stromunabhängigen Chlorgasanlagen zur Desinfektion ausgestattet. Die Salzburg AG hat ein eigenes, mit Mitarbeitern und Geräten sehr gut ausgestattetes chemisch-bakteriologisches Labor eingerichtet. 2000 Wasserproben werden pro Jahr bakteriologisch und 400 chemisch untersucht. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburg Wiki Beiträge&lt;br /&gt;
* [http://www.wasserwerk.at/umfsalz2.htm Wasserkraft.at]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Historischer Atlas der Stadt Salzburg.&#039;&#039; Beitrag von Dr. Friedrich Besl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzcat</name></author>
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