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	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Salzburger Landestheater</title>
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		<updated>2017-08-26T08:18:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzburger Landestheater: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Salzburger Landestheater.jpg|thumb|Salzburger Landestheater &amp;lt;br/&amp;gt; nach seiner Renovierung 2009]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Makartplatz_2+5020+Salzburg}} &lt;br /&gt;
[[Datei:Landestheater Panorama Zuschauerraum Parterre.jpg|thumb|Landestheater, Panorama 180 Grad&amp;lt;br/&amp;gt;Zuschauerraum Parterre]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Landestheater Salzburg Bühne mit Feuerschutzvorhang.jpg|thumb|Bühne mit Eisernem Vorhang]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Landestheater Salzburg Deckengemälde Apotheose der Künste Alexander Demetrius Goltz.jpg|thumb|Deckengemälde &amp;quot;Apotheose der Künste&amp;quot; &amp;lt;br/&amp;gt; von [[Alexander Demetrius Goltz]]]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Salzburger Landestheater, Blick vom Balkon.jpg|thumb|Salzburger Landestheater &amp;lt;br/&amp;gt; Innenansicht, Blick vom Balkon]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzburger Landestheater, Zuschauerraum Balkon.jpg|thumb|Salzburger Landestheater &amp;lt;br/&amp;gt;Zuschauerraum, Balkon]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Landestheater.JPG|thumb|tagsüber verkehrsumtostes &amp;lt;br/&amp;gt; Salzburger Landestheater]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Landestheater, Dachlandschaft.jpg|thumb|Salzburger Landestheater, Dachlandschaft]]&lt;br /&gt;
Das  &#039;&#039;&#039;Salzburger Landestheater&#039;&#039;&#039; befindet sich in der Landeshauptstadt  [[Salzburg]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen  Altstadt]] an der Kreuzung [[Schwarzstraße]] - [[Makartplatz]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Theater hat eigene Ensembles für Schauspiel, Ballett und Musiktheater (Oper, Operette, Musical), die auch in der Sparte Junges Land zum Einsatz kommen. Das Repertoire des Hauses besteht aus zeitgenössischen und klassischen Werken mit 400 Vorstellungen pro Spielzeit. Insgesamt arbeiten am Salzburger Landestheater 340 Personen aus 35 verschiedenen Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung ===&lt;br /&gt;
[[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] hatte an der Stelle des heutigen Theaters ein [[Ballhaus]] zum &#039;&#039;Zwecke des Ballspiels&#039;&#039; erbauen lassen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[16. November]] [[1775]] wurde vom aufklärten Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] am damals noch [[Hannibalplatz]] genannten Makartplatz das &#039;&#039;Fürsterzbischöfliche  Hoftheater&#039;&#039; eröffnet, wobei &amp;quot;&#039;&#039;Die Gunst des Fürsten&#039;&#039;&amp;quot; von Christian Heinrich Schmidt aufgeführt wurde. Colloredo, der auch oberster Zensor war, vertrat ein Theater der Aufklärung, als öffentliche Erziehungsanstalt und geistvollen Zeitvertreib für die Bürger. So  spielte man hier schon sehr früh Schillersche Dramen wie &amp;quot;&#039;&#039;Die Räuber&#039;&#039;&amp;quot;  und &amp;quot;&#039;&#039;Fiesco&#039;&#039;&amp;quot; [[1783]]/[[1784|1784]], &amp;quot;&#039;&#039;Kabale und Liebe&#039;&#039;&amp;quot; [[1785]] oder  &amp;quot;&#039;&#039;Don Carlos&#039;&#039;&amp;quot; [[1797]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Theater und Mozart ===&lt;br /&gt;
Das als ein typisches Logentheater seiner Zeit erbaute Theater erwies sich schon bald als zu klein und wurde bereits [[1788]]/[[1789|1789]] umgebaut. Bereits am fürsterzbischöflichen Hoftheater, das man an Theatertruppen und Theatergesellschaften verpachtete, arbeiteten  berühmte Persönlichkeiten - z. B. [[Emanuel Schikaneder]], der  Librettist der &amp;quot;[[Die Zauberflöte|Zauberflöte]]&amp;quot; von [[Wolfgang Amadeus  Mozart]], als Prinzipal [[1780]]/[[1781|1781]]. Unter seiner Leitung  wurden zur Aufheiterung des Publikums Tragödien immer mit Ballett kombiniert. Der größte Publikumserfolg dieser Jahre war &amp;quot;&#039;&#039;Agnes Bernauer&#039;&#039;&amp;quot; mit 60 Soldaten als Ritter-Darstellern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie [[Mozart]] hatte im Hause freien Eintritt. Und bereits [[1784]]/[[1785|1785]] gab man sieben oder acht Mal Mozarts &amp;quot;[[Entführung  aus dem Serail]]&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls als Prinzipal wirkte hier [[Franz Anton von Weber]], der Vater Carl Maria von Webers, mit seiner Weberschen Operntruppe [[1795]]/[[1796|1796]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Theater im Kurfürsten- und Herzogtum ===&lt;br /&gt;
Nach  der [[Säkularisation]] des Fürsterzbistums [[1803]] wurden unter dem Kurfürsten [[Ferdinand III. von Toskana]] Erleichterungen für das  Theater geschaffen, wie jährliche Subventionen, ein Zuschuss für das Orchester und ein Abonnement der Hofloge. Das Haus hieß ab jetzt &#039;&#039;Kurfürstliches Theater&#039;&#039;. Freilich währte das [[Kurfürstentum  Salzburg]] nur bis [[1805]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1806]] wurde von der Theater-Kommission mit [[Andre Schopf]] erstmals eine Art Regisseur ernannt, verantwortlich für die Besetzung, Einstellung und  Entlassung von Schauspielern und Dekoration. Man gab Singspiele mit  aktuellen Anspielungen, Pantomimen, Melodramen und Passionsspiele. Vertraglich war die Direktion zu einer Oper und drei Schauspielinszenierungen pro Monat verpflichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kurzes &#039;&#039;Gastspiel&#039;&#039;  des österreichischen [[Habsburger|Kaiserhauses]] in Salzburg brachte [[1808]] dem Haus den Namen &#039;&#039;k. k. Nationaltheater&#039;&#039;. Doch schon  [[1809]] kam Salzburg unter [[Salzburg unter Napoleon|französische]] Verwaltung und [[1810]] wurde  es ein Teil des Königreichs [[Bayern]]. Die Theater von Salzburg und Innsbruck wurden unter eine Direktion gestellt und mit 2.000 [[Gulden]]  subventioniert. Das jetzt bayerische Salzburger &amp;quot;&#039;&#039;Königliche  National-Theater&#039;&#039;&amp;quot; musste jedoch zugunsten des abgewirtschafteten Innsbrucker Hauses verzichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1816]] kam Salzburg endgültig zu Österreich und wurde eine vergessene Provinzstadt, [[Linz]] unterstellt. Sämtliche Subventionen für das Theater wurden eingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s wirkten der Volksschauspieler [[Alexander Girardi]], der in Salzburg  [[1870]]/[[1871|1871]] sein erstes Engagement fand, [[Katharina Schratt]], die von [[1879]] bis [[1887]] in verschiedenen Rollen zu sehen war, und der Komponist [[Hugo Wolf]] als Kapellmeister  [[1881]]/[[1882]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[1863]] eingeführte Gasbeleuchtung wurde [[1887]] elektrifiziert - das [[Erste Salzburger  Elektricitätswerk|erste Salzburger Elektrizitätswerk]] stand ja nur ein paar Meter weiter am Makartplatz, wo heute eine Bank steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Kaufvertrag vom [[9. April]] und [[24. Mai]] [[1892]] wurde das alte Theater zum Kaufpreis von 3.400 Gulden und der Übernahme von restlichen Sparkassenschulden von 3.400 Gulden, somit zum Gesamt-Kaufpreis von 6.400 Gulden, an die [[Stadtgemeinde Salzburg]] verkauft, mit der Auflage und Verpflichtung, dafür ein neues Theatergebäude zu errichten. [[1892]] wurde das alte Theater wegen Baufälligkeit und veralteter technischer Ausstattung abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Stadttheater ===&lt;br /&gt;
Die [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] ließ an gleicher Stelle für 650.000 [[Krone]]n das Theater im historistischen Stil nach Plänen des Architekten [[Ferdinand Fellner|Fellner]] und unter Mitwirkung des Bildhauers [[Edmund Hellmer]] neu erbauen. Es wurde am [[1. Oktober]] [[1893]] als neues Stadttheater  von  Kaiser [[Franz Joseph I.]] eröffnet. Die Eröffnungsvorstellung am selben Tage waren die &amp;quot;&#039;&#039;Titus&#039;&#039;&amp;quot;-Ouverture von W. A. Mozart und &amp;quot;&#039;&#039;Der Talisman&#039;&#039;&amp;quot;  von Ludwig Fulda unter Mitwirkung von [[Max Reinhardt]], der seine Karriere an diesem Haus [[1893]]/[[1894]] begann. Wie auch [[Robert Stolz]] [[1902]]/[[1903]] und [[Nico Dostal]] [[1921]] bis [[1924]]. Das Stadttheater fasste mit den Stehplätzen insgesamt 1&amp;amp;nbsp;001 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Nicht minder prominent sind die Künstler, die ab [[1893]] und im [[20. Jahrhundert]] hier  wirkten und die anfangs durch einen so genannten &amp;quot;Korsarenbrief&amp;quot; zu  einem umfangreichen &amp;quot;eisernen Repertoire&amp;quot; und dem Aufkommen für ihre  Garderobe verpflichtet waren. Außer dem erwähnten Max Reinhardt waren es  unter vielen anderen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Albert Bassermann, [[Alexander Moissi]], [[Anna Bahr-Mildenburg]], Asta Nielsen, Alma Seidler, Hansi Niese, Richard Tauber, Rosa Albach-Retty, Adele Sandrock, Erich Ponto, Max Mell, Hans Moser, [[Carl Zuckmayer]], [[Karl Böhm]], [[Maria Cebotari]], [[Susi Nicoletti]], [[Josef Meinrad]], Hellmuth Matiasek (der auch Intendant war und später die hier engagierte Cornelia Froboess heiratete), Kurt Weinzierl, [[Karl Merkatz]], Raoul Aslan, Hugo Lindinger, Werner Schneyder, Walter Giller, [[Franz Muxeneder]], Boris Rubaschkin, Heinz Rohn, [[Klaus Maria Brandauer]], [[Margot Werner]] als Balletteuse, Günther Schneider-Siemssen, Maria Tiboldi, Hermann Leopoldi, Tilla Durieux, Max Pallenberg, Fritz Muliar, Johannes Heesters, Heinz Hilpert, Karl Schönböck, Hugo Lindinger, Marika Rökk, Lola Müthel, Annie Rosar, Sieghardt Rupp, Helge Roswaenge, Otto Schenk, [[Magda Schneider]], Leo Slezak, Giuseppe Taddei, Bruno Walter, [[Hans Thimig]] oder [[Werner Friedl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Theater zur NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
[[1933]] kam es durch die Einführung der [[1000-Mark-Sperre]] zu einem eklatanten Schwund der deutschen Besucher. Eine große Renovierung wurde [[1939]] für eine Million Reichsmark vom Deutschen Reich sowie von Stadt und Land Salzburg durchgeführt. Dabei wurden viel Stukkatur und Gold entfernt und die Fassade neu gebaut. Die Wiedereröffnung fand mit Mozarts &amp;quot;&#039;&#039;Entführung&#039;&#039;&amp;quot; unter dem Dirigenten [[Karl Böhm]] und in Anwesenheit [[Adolf Hitler]]s statt. [[1940]] wurde das Haus in „Landestheater“ umbenannt, [[1944]] wegen des Krieges und der [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriffe]] geschlossen, dann abermals renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach  dem Krieg benutzten die Amerikaner, die das Haus beschlagnahmt hatten, den heutigen Ballettsaal als Filmprüfstelle, im heutigen Logenfoyer entstand das erste [[ORF Landesstudio Salzburg|ORF]]-Studio. Intendant war der aus dem [[KZ]] zurückgekehrte [[Johannes von Hamme]]. Am [[5. Februar]] [[1951]] wurde [[Peter Stanchina]] Direktor des Landestheaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[18. Juni]] [[1949]] gelangte das symphonische Ballett „&#039;&#039;Atalanta&#039;&#039;“ von Vittorio Gnecchi zur Welturaufführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Landestheater ===&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] und die [[Stadt Salzburg]] kommen seit [[unbekannt]] gemeinsam als Rechtsträger zu je 50 % für die Erhaltung und den Betrieb auf. [[1961]]  wurde der Orchestergraben vergrößert, [[1971]] die [[Salzburger  Kammerspiele]] mit &amp;quot;&#039;&#039;Change&#039;&#039;&amp;quot; von Wolfgang Bauer im ehemaligen [[Hotel Mirabell|Mirabell-Casino]] eröffnet. [[1975]] wurde im Großen Haus die Drehbühne eingebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren unter der Intendanz von [[Lutz Hochstraate]] seit [[1986]] gab es in diesem Hause zahlreiche Uraufführungen, wie z. B. Rolf Hochhuths &amp;quot;&#039;&#039;Arbeitlose oder Das Recht auf Arbeit&#039;&#039;&amp;quot;, Opern von Gerhard Schedl wie &amp;quot;&#039;&#039;Glaube Liebe  Hoffnung&#039;&#039;&amp;quot;, Inszenierungen von [[Hermann Prey]] (&amp;quot;&#039;&#039;Hochzeit des Figaro&#039;&#039;&amp;quot;), [[Harry Kupfer]], in dessen &amp;quot;&#039;&#039;Zauberflöte&#039;&#039;&amp;quot; der unvergessene [[Walter Berry]] den Sarastro gab, [[Karl Ernst]] und [[Ursel Herrmann]], in deren &amp;quot;&#039;&#039;Die Zauberflöte&#039;&#039;&amp;quot; [[1991]] [[Christine Schäfer]] als &#039;&#039;Pamina&#039;&#039; von hier aus Karriere machte, [[Christine Mielitz]] (&amp;quot;&#039;&#039;Così fan tutte&#039;&#039;&amp;quot; 2002/2003); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiters Auftritte international bekannter Schauspieler wie Michael Heltau (Klemperer-Lesung) und Will Quadflieg (Goethe-Rezitation), Wolfgang Gasser (z. B. als der &amp;quot;&#039;&#039;Unbestechliche&#039;&#039;&amp;quot;), Fritz Muliar (&amp;quot;&#039;&#039;Sibirien&#039;&#039;&amp;quot;), [[Karl Merkatz]] (&amp;quot;&#039;&#039;Der Bockerer&#039;&#039;&amp;quot;), Heinz Trixner (&amp;quot;&#039;&#039;Furtwängler&#039;&#039;&amp;quot; ) oder Mathieu Carrière als Michail Bulgakow in der Uraufführung &amp;quot;&#039;&#039;Der Dichter und sein Diktator&#039;&#039;&amp;quot; von Maria G. Hofmann (2002/2003), in vielen Produktionen Julia Gschnitzer (z. B. &amp;quot;&#039;&#039;Geschichten aus dem Wienerwald&#039;&#039;&amp;quot; 2001/2002, &amp;quot;&#039;&#039;Am Ziel&#039;&#039;&amp;quot; von [[Thomas Bernhard]] 2001/2002) oder Georg Schuchter als &#039;&#039;Torquato  Tasso&#039;&#039;, als schüchterner Kontrabassist (&amp;quot;&#039;&#039;Der Kontrabaß&#039;&#039;&amp;quot;) oder als  &#039;&#039;Mephisto&#039;&#039; im &amp;quot;&#039;&#039;Faust&#039;&#039;&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003/2004 fand die bisher letzte umfassende Renovierung statt. Am [[13. Juni]] [[2004]] beschloss eine Aufführung vom Mozarts &#039;&#039;Hochzeit des Figaro&#039;&#039; die 18-jährige Intendanz Hochstraates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Spielzeit 2004/2005 übernahm [[Peter Dolder]] die Leitung des Hauses. Am [[26. November]] [[2007]] wurde [[Carl Philip von Maldeghem]] zum neuen Intendanten des Salzburger Landestheaters ab der Saison 2009/2010 bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musical 2011: The Sound of Music ===&lt;br /&gt;
Im Mai 2012 gab das Salzburger Landestheater bei einem Pressegespräch bekannt, dass alle 35 Vorstellungen des Musicals [[The Sound of Music (Musical)|The Sound of Music]] der Saison 2011/2012 zu 100 Prozent ausverkauft waren und dem Haus damit den größten kommerziellen Erfolg seiner Geschichte bescherten. Das Musical wurde als Wiederaufnahme in den darauf folgenden Jahren erfolgreich weiter gespielt und die 100. Vorstellung am 6. Mai 2017 mit einem Festakt gefeiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Affäre B. (2012) ===&lt;br /&gt;
Im Juni 2012 erhob eine Mitarbeiterin des Salzburger Landestheaters schwere Vorwürfe gegen den kaufmännischen Direktor B. Dieser hätte eine SMS mit sexistischem Inhalt an sie geschickt. B wehrte sich. Nachdem sich die Vorwürfe erhärtet hatten, sprach [[Landeshauptmann|LH]]-Stv. und Kulturreferent Mag. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]) im Gefolge einer dreistündigen Sitzung des zehnköpfigen Theaterausschusses, in deren Verlauf auch B angehört wurde, B.s Entlassung aus. Im nachfolgenden Prozess einigten sich dann beide Parteien zur Überraschung von Richter [[Herbert Moritz (Richter)|Herbert Moritz]] auf Vergleichsverhandlungen. Der Kompromissvorschlag: Die Entlassung wird in eine einvernehmliche Kündigung umgewandelt. Der Angestellte wird vom Dienst freigestellt. Er soll bis März 2013 sein Gehalt weiterbeziehen, dazu 25.000 Euro Abschlagszahlung erhalten. Er soll insgesamt rund 100.000 Euro erhalten. Er und das Land zahlen jeweils die eigenen Anwaltskosten. David Brenner musste den Theaterausschuss dazu befragen. Dieser stimmte am 29. Oktober 2012 der Lösung zu – B. wird 104.000 Euro Gehaltsfortzahlung und Entschädigung bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle SN|31. Oktober 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intendanten===&lt;br /&gt;
* [[1780]]: [[Emanuel Schikaneder]]&lt;br /&gt;
* [[1795]]: [[Franz Anton von Weber]]&lt;br /&gt;
* [[1806]]: [[Andre Schopf]]&lt;br /&gt;
* [[1893]] – [[1899]]: [[Anton Lechner]]&lt;br /&gt;
* [[1899]] - [[1900]]: [[Toni Pletzer]]&lt;br /&gt;
* [[1900]] - mindestens [[1932]]: [[Paul Blasel]], mit Unterbrechungen in den Jahren [[1902]]/[[1903]] und [[1920]]/[[1921]]&lt;br /&gt;
:mit Kriegsbeginn ([[Erster Weltkrieg]] wurde das Theater vorerst für 3 Monate gesperrt; danach wurde die ganze Kriegszeit zu &amp;quot;Friedensgagen&amp;quot; - eine Einzelerscheinung auf allen deutschen Bühnen - durchgespielt. [[1920]] trat Blasel von der Direktion zurück, weil er die Einführung der Oper als ständiges Ensemble neben Schauspiel und Operette als eine für das hiesige Theater schwere Belastung ansah. Die Verhältnisse gaben ihm Recht, als das Stadttheater trotz gutem Besuch nach zwei Jahren finanziell zusammen brach. [[1922]] schloss sich das Personal unter Direktor Blasel neu zusammen und wird seither auf Teilung gespielt. Seither haben wir es mit einem sozialisierten Betriebe zu tun. Das darstellende Personal, das technische Personal und das Orchester bilden eine Gesellschaft nach Bürgerlichem Recht.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1942]] – [[1943]]: [[Erwin Kerber]]&lt;br /&gt;
* [[1951]] – [[1957]]: [[Peter Stanchina]]&lt;br /&gt;
* 1957 – [[1962]]: [[Fritz Klingenbeck]]&lt;br /&gt;
* 1962 – [[1964]]: [[Hellmuth Matiasek]]&lt;br /&gt;
* 1964 – [[1967]]: [[Fritz Herterich]]&lt;br /&gt;
* 1967 – [[1974]]: [[Gandolf Buschbeck]]&lt;br /&gt;
* 1974 – [[1981]]: [[Karlheinz Haberland]]&lt;br /&gt;
* 1981 – [[1986]]: [[Federik Mirdita]]&lt;br /&gt;
* 1986 – [[2004]]: [[Lutz Hochstraate]]&lt;br /&gt;
* 2004 – [[2009]]: [[Peter Dolder]]&lt;br /&gt;
* ab 2009: [[Carl Philip von Maldeghem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswertes==&lt;br /&gt;
Das Salzburger Landestheater verfügt über ein [[Induktionsgestütztes Lautsprechersystem]] und ermöglicht - bei entsprechender Wartung der Anlage - Hörbeeinträchtigten das barrierefreie Hören in den Aufführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Landestheater und Hotel Bristol.jpg|Landestheater und [[Hotel Bristol]]&lt;br /&gt;
Bild:Gedenktafel-Landestheater.jpg|Die  von [[Adolf Haslinger]]  angeregte Gedenktafel erinnert daran, dass das  Salzburger Landestheater  wichtige [[Thomas Bernhard]]-Stücke  uraufgeführt hat&lt;br /&gt;
Datei:Theaterluster.jpg|Kristallluster im Zuschauerraum des Salzburger Landestheaters&lt;br /&gt;
Datei:Landestheater Salzburg Stadtwappen.jpg|[[Wappen der Stadt Salzburg]] (das Theater wurde [[1893]] von der Stadt Salzburg erbaut)&lt;br /&gt;
Datei:Kunstvolle Deckenansicht.jpg|Kunstvolle Deckenansicht im Salzburger Landestheater&lt;br /&gt;
Datei:DSC02187.JPG|Landestheater Salzburg, Blick von der Balkonmitte auf die Bühne &lt;br /&gt;
Datei:Landestheater Salzburg Zuschauerraum Parterre.jpg|thumb|Landestheater Salzburg Zuschauerraum Parterre&lt;br /&gt;
Datei:Zuschauerrraum-Pano vom Salzburger Landestheater.jpg|Balkon-Zuschauerrraum-Pano vom Salzburger Landestheater&lt;br /&gt;
Datei:Landestheater in der Festpielzeit 2011 bei Nacht.jpg|Salzburger Landestheater in der Festspielzeit 2011 bei Nacht&lt;br /&gt;
Datei:Kulissen u.Requisitendepot des Salzburger Landestheaters in Aigen.jpg|Kulissen u. Requisitendepot des Salzburger Landestheaters in Aigen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stadt-salzburg.at/internet/extras/popup/imggallery.aspx?id=17&amp;amp;doc_path=\internet\bildung_kultur\stadtgeschichte_332250\historische_fotograf_332266\salzburger_fotografien_1880_1918_85870.htm   historische Aufnahme der ursprünglich Auffahrt vor dem Theater]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Das Buch der Stadt Salzburg]]: &#039;&#039;Das [[Landestheater|Stadttheater]] (Nationalrat [[Josef Franz Witternigg]])&#039;&#039;, [[1932]], Seite 109 f&lt;br /&gt;
* [[Lutz Hochstraate|Hochstraate, Lutz ]] (Hrsg): &#039;&#039;&amp;quot;100 Jahre Haus am Markartplatz&amp;quot; - Salzburger Landestheater&#039;&#039;, 1993, [[Verlag Alfred Winter]], ISBN 3-85380-060-2, Redaktion Dr. [[Christian Fuchs]], zur Baugeschichte des Landestheaters und über 100 Jahre Theatergeschichte und -leben, erzählt anhand der bedeutender Persönlichkeiten, Schauspieler, Sänger, Tänzer und Produktionen. Portrait von Lutz Hochstraate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
{{Homepage|http://www.salzburger-landestheater.at}}&lt;br /&gt;
* {{Quelle SN|27. Oktober 2012}}&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Landestheater, Salzburger}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungsort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungsort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungsort Stadt Salzburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzburger Landestheater</name></author>
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		<title>Salzburger Landestheater</title>
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		<updated>2015-11-04T12:51:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzburger Landestheater: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Salzburger Landestheater.jpg|thumb|Salzburger Landestheater nach seiner Renovierung 2009]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzburger Landestheater, Blick vom Balkon.jpg|thumb|Salzburger Landestheater, Innenansicht, Blick vom Balkon]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzburger Landestheater, Zuschauerraum Balkon.jpg|thumb|Salzburger Landestheater, Zuschauerraum, Balkon]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Landestheater.JPG|thumb|tagsüber verkehrsumtostes Salzburger Landestheater]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Landestheater, Dachlandschaft.jpg|thumb|Salzburger Landestheater, Dachlandschaft]]&lt;br /&gt;
Das  &#039;&#039;&#039;Salzburger Landestheater&#039;&#039;&#039; befindet sich in der Landeshauptstadt  [[Salzburg]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen  Altstadt]] an der Kreuzung [[Schwarzstraße]] - [[Makartplatz]]. Das Theater hat eigene Ensembles für Schauspiel, Ballett und Musiktheater (Oper, Operette, Musical), die auch in der Sparte Junges Land zum Einsatz kommen. Das Repertoire des Hauses besteht aus zeitgenössischen und klassischen Werken mit 400 Vorstellungen pro Spielzeit. Insgesamt arbeiten am Salzburger Landestheater 340 Personen aus 35 verschiedenen Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung ===&lt;br /&gt;
[[Salzburger  Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] hatte an der Stelle  des heutigen Theaters ein &#039;&#039;Ballhaus&#039;&#039; zum &#039;&#039;Zwecke des Ballspiels&#039;&#039;  erbauen lassen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[16. November]] [[1775]] wurde  vom aufklärten Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] am damals  noch [[Hannibalplatz]] genannten Makartplatz das &#039;&#039;Fürsterzbischöfliche  Hoftheater&#039;&#039; eröffnet, wobei &amp;quot;Die Gunst des Fürsten&amp;quot; von Christian  Heinrich Schmidt aufgeführt wurde. Colloredo, der auch oberster Zensor  war, vertrat ein Theater der Aufklärung, als öffentliche  Erziehungsanstalt und geistvollen Zeitvertreib für die Bürger. So  spielte man hier schon sehr früh Schillersche Dramen wie &amp;quot;Die Räuber&amp;quot;  und &amp;quot;Fiesco&amp;quot; [[1783]]/[[1784|1784]], &amp;quot;Kabale und Liebe&amp;quot; [[1785]] oder  &amp;quot;Don Carlos&amp;quot; [[1797]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Theater und Mozart ===&lt;br /&gt;
Das  als ein typisches Logentheater seiner Zeit erbaute Theater erwies sich  schon bald als zu klein und wurde bereits [[1788]]/[[1789|1789]]  umgebaut. Bereits am fürsterzbischöflichen Hoftheater, das man an  Theatertruppen und Theatergesellschaften verpachtete, arbeiteten  berühmte Persönlichkeiten - z. B. [[Emanuel Schikaneder]], der  Librettist der &amp;quot;[[Die Zauberflöte|Zauberflöte]]&amp;quot; von [[Wolfgang Amadeus  Mozart]], als Prinzipal [[1780]]/[[1781|1781]]. Unter seiner Leitung  wurden zur Aufheiterung des Publikums Tragödien immer mit Ballett  kombiniert. Der größte Publikumserfolg dieser Jahre war &amp;quot;Agnes Bernauer&amp;quot;  mit 60 Soldaten als Ritter-Darstellern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie  [[Mozart]] hatte im Hause freien Eintritt. Und bereits  [[1784]]/[[1785|1785]] gab man sieben oder acht Mal Mozarts &amp;quot;Entführung  aus dem Serail&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls als Prinzipal wirkte hier  [[Franz Anton von Weber]], der Vater Carl Maria von Webers, mit seiner  Weberschen Operntruppe [[1795]]/[[1796|1796]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Theater im Kurfürsten- und Herzogtum ===&lt;br /&gt;
Nach  der [[Säkularisation]] des Fürsterzbistums [[1803]] wurden unter dem  Kurfürsten [[Ferdinand III. von Toskana]] Erleichterungen für das  Theater geschaffen, wie jährliche Subventionen, ein Zuschuss für das  Orchester und ein Abonnement der &amp;quot;Hofloge&amp;quot;. Das Haus hieß ab jetzt  &#039;&#039;Kurfürstliches Theater&#039;&#039;. Freilich währte das [[Kurfürstentum  Salzburg]] nur bis [[1805]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1806]]  wurde von der Theater-Kommission mit [[Andre Schopf]] erstmals eine Art  Regisseur ernannt, verantwortlich für die Besetzung, Einstellung und  Entlassung von Schauspielern und Dekoration. Man gab Singspiele mit  aktuellen Anspielungen, Pantomimen, Melodramen und Passionsspiele.  Vertraglich war die Direktion zu einer Oper und drei  Schauspielinszenierungen pro Monat verpflichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein  kurzes &amp;quot;Gastspiel&amp;quot; des österreichischen Kaiserhauses in Salzburg brachte  [[1808]] dem Haus den Namen &#039;&#039;k. k. Nationaltheater&#039;&#039;. Doch schon  [[1809]] kam Salzburg unter französische Verwaltung und [[1810]] wurde  es ein Teil des Königreichs [[Bayern]]. Die Theater von Salzburg und  Innsbruck wurden unter eine Direktion gestellt und mit 2000 [[Gulden]]  subventioniert. Das jetzt bayerische Salzburger &amp;quot;&#039;&#039;Königliche  National-Theater&#039;&#039;&amp;quot; musste jedoch zugunsten des abgewirtschafteten  Innsbrucker Hauses verzichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1816]] kam Salzburg  endgültig zu Österreich und wurde eine vergessene Provinzstadt, Linz  unterstellt. Sämtliche Subventionen für das Theater wurden eingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s wirkten der  Volksschauspieler [[Alexander Girardi]], der in Salzburg  [[1870]]/[[1871|1871]] sein erstes Engagement fand, [[Katharina  Schratt]], die von [[1879]] bis [[1887]] in verschiedenen Rollen zu  sehen war, und der Komponist [[Hugo Wolf]] als Kapellmeister  [[1881]]/[[1882]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[1863]] eingeführte  Gasbeleuchtung wurde [[1887]] elektrifiziert - das [[Erste Salzburger  Elektricitätswerk|erste Salzburger Elektrizitätswerk]] stand ja nur ein  paar Meter weiter am Makartplatz, wo heute eine Bank steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1892]]  ging das Theater in den Besitz des [[Magistrat  Salzburg|Stadtmagistrats]] über und wurde wegen Baufälligkeit und  veralteter technischer Ausstattung abgerissen. Nach Plänen des  Architekten [[Ferdinand Fellner]] und unter Mitwirkung des Bildhauers  [[Edmund Hellmer]] für 650.000 [[Krone]]n im [[Barock|neubarocken]] Stil  neu erbaut, wurde es am [[1. Oktober]] [[1893]] als neues Stadttheater  von [[Kaiser Franz Joseph I.]] eröffnet. Die Eröffnungsvorstellung am  selben Tage: Die &amp;quot;Titus&amp;quot;-Ouverture von W. A. Mozart und &amp;quot;Der Talisman&amp;quot;  von Ludwig Fulda unter Mitwirkung von [[Max Reinhardt]], der seine  Karriere an diesem Haus [[1893]]/[[1894]] begann. Wie auch [[Robert  Stolz]] [[1902]]/[[1903]] und [[Nico Dostal]] [[1921]] bis  [[1924]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Nicht minder prominent  sind die Künstler, die ab [[1893]] und im [[20. Jahrhundert]] hier  wirkten und die anfangs durch einen so genannten &amp;quot;Korsarenbrief&amp;quot; zu  einem umfangreichen &amp;quot;eisernen Repertoire&amp;quot; und dem Aufkommen für ihre  Garderobe verpflichtet waren. Außer dem erwähnten Max Reinhardt waren es  unter vielen anderen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Albert Bassermann, [[Alexander  Moissi]], [[Anna Bahr-Mildenburg]], Asta Nielsen, Alma Seidler, Hansi  Niese, Richard Tauber, Rosa Albach-Retty, Adele Sandrock, Erich Ponto,  Max Mell, Hans Moser, [[Carl Zuckmayer]], [[Karl Böhm]], [[Maria  Cebotari]], [[Susi Nicoletti]], [[Josef Meinrad]], Helmuth Matiasek (der  auch Intendant war und später die hier engagierte Cornelia Froboess  heiratete), Kurt Weinzierl, [[Karl Merkatz]], Raoul Aslan, Hugo  Lindinger, Werner Schneyder, Walter Giller, [[Franz Muxeneder]], Boris  Rubaschkin, Heinz Rohn, [[Klaus Maria Brandauer]], [[Margot Werner]] als  Balletteuse, Günther Schneider-Siemssen, Maria Tiboldi, Hermann  Leopoldi, Tilla Durieux, Max Pallenberg, Fritz Muliar, Johannes  Heesters, Heinz Hilpert, Karl Schönböck, Hugo Lindinger, Marika Rökk,  Lola Müthel, Annie Rosar, Sieghardt Rupp, Helge Roswaenge, Otto Schenk,  [[Magda Schneider]], Leo Slezak, Giuseppe Taddei, Bruno Walter, [[Hans  Thimig]] oder aktuell [[Werner Friedl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Theater zur NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
[[1933]] kam es zu einem eklatanten Schwund der deutschen Besucher durch die  Einführung der [[1000-Mark-Sperre]]. Eine große Renovierung wurde [[1939]] für eine Million Reichsmark vom Deutschen Reich sowie von Stadt und Land Salzburg durchgeführt. Dabei wurde viel Stukkatur und Gold entfernt und die Fassade neu gebaut. Die Wiedereröffnung fand mit Mozarts &amp;quot;Entführung&amp;quot; unter dem Dirigenten [[Karl Böhm]] und in Anwesenheit [[Adolf Hitler]]s statt. [[1940]] wurde das Haus in „Landestheater“ umbenannt, [[1944]] wegen des Krieges und der [[Bomben auf  Salzburg|Bombenangriffe]] geschlossen, dann abermals renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach  dem Krieg benutzten die Amerikaner, die das Haus beschlagnahmt hatten,  den heutigen Ballettsaal als Filmprüfstelle, im heutigen Rauchfoyer  entstand das erste [[ORF Landesstudio Salzburg|ORF]]-Studio. Intendant  war der aus dem KZ zurückgekehrte [[Johannes von Hamme]]. Am [[5.  Februar]] [[1951]] wurde [[Peter Stanchina]] Direktor des  Landestheaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[18. Juni]] [[1949]] gelangte das symphonische Ballett „Atalanta“ von Vittorio Gnecchi zur Welturaufführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1961]]  wurde der Orchestergraben vergrößert, [[1971]] die [[Salzburger  Kammerspiele]] mit &amp;quot;Change&amp;quot; von Wolfgang Bauer im ehemaligen [[Hotel  Mirabell|Mirabell-Casino]] eröffnet. [[1975]] wurde im Großen Haus die  Drehbühne eingebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren unter der Intendanz  von [[Lutz Hochstraate]] seit [[1986]] gab es in diesem Hause  zahlreiche Uraufführungen, wie z. B. Rolf Hochhuths &amp;quot;Arbeitlose oder Das  Recht auf Arbeit&amp;quot;, Opern von Gerhard Schedl wie &amp;quot;Glaube Liebe  Hoffnung&amp;quot;, Inszenierungen von Hermann Prey (&amp;quot;Hochzeit des Figaro&amp;quot;),  Harry Kupfer, in dessen &amp;quot;Zauberflöte&amp;quot; der unvergessene Walter Berry den  Sarastro gab, Karl Ernst und Ursel Herrmann, in deren &amp;quot;Die Zauberflöte&amp;quot;  [[1991]] Christine Schäfer als &#039;Pamina&#039; von hier aus Karriere machte,  Christine Mielitz (&amp;quot;Così fan tutte&amp;quot; 2002/2003); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiters  Auftritte international bekannter Schauspieler wie Michael Heltau  (Klemperer-Lesung) und Will Quadflieg (Goethe-Rezitation), Wolfgang  Gasser (z. B. als der &amp;quot;Unbestechliche&amp;quot;), Fritz Muliar (&amp;quot;Sibirien&amp;quot;), Karl  Merkatz (&amp;quot;Der Bockerer&amp;quot;), Heinz Trixner (&amp;quot;Furtwängler&amp;quot; ) oder Mathieu  Carrière als Michail Bulgakow in der Uraufführung &amp;quot;Der Dichter und sein  Diktator&amp;quot; von Maria G. Hofmann (2002/2003), in vielen Produktionen Julia  Gschnitzer (z. B. &amp;quot;Geschichten aus dem Wienerwald&amp;quot; 2001/2002, &amp;quot;Am Ziel&amp;quot;  von [[Thomas Bernhard]] 2001/2002) oder Georg Schuchter als &#039;Torquato  Tasso&#039;, als schüchterner Kontrabassist (&amp;quot;Der Kontrabaß&amp;quot;) oder als  Mephisto im &amp;quot;Faust&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003/2004 fand die bisher letzte  umfassende Renovierung statt. Am [[13. Juni]] [[2004]] beschloss eine  Aufführung vom Mozarts &#039;&#039;Hochzeit des Figaro&#039;&#039; die 18-jährige Intendanz  Hochstraates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Spielzeit 2004/2005 hat [[Peter  Dolder]] die Leitung des Hauses übernommen. Am [[26. November]] [[2007]]  wurde [[Carl Philip von Maldeghem]] zum neuen Intendanten des  Salzburger Landestheaters ab der Saison 2009/2010 bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musical 2011: The Sound of Music ===&lt;br /&gt;
Im  Mai 2012 gab das Salzburger Landestheater bei einem Pressegespräch    bekannt, dass alle 35 Vorstellungen des Musicals [[The Sound of Music  (Musical)|The Sound of Music]] der Saison 2011/2012 zu 100  Prozent   ausverkauft waren  und dem Haus damit den größten  kommerziellen Erfolg   seiner Geschichte bescherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Affäre B. ===&lt;br /&gt;
Im   Juni 2012 erhob eine Mitarbeiterin des Salzburger Landestheater  schwere  Vorwürfe gegen den kaufmännischen Direktor B. Dieser hätte ein  SMS mit sexistischem Inhalt an  sie geschickt. B wehrte sich gegen diese  Vorwürfe. Gleichzeitig  wurde bekannt, dass B bereits bei seiner  früheren Arbeitsstelle  [[SALK]] ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt war und  dort das Dienstverhältnis  auflöste&amp;lt;ref&amp;gt;Mitte Juli 2012 lag ein  Schreiben von  Krankenhaus-Chef [[Burkhard van der Vorst]] an  Personallandesrat [[Josef  Eisl|Sepp Eisl]] ([[ÖVP]]) vor. Darin  bestätigt van der Forst, das  LH-Stv. David Brenner über &amp;quot;Spannungen&amp;quot; in  den SALK informiert worden  sei - noch bevor B dort seinen Dienst  quittierte und dafür rund  170.000 Euro erhielt&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dabei  erhielt B eine Abfertigung  von 170.000 Euro. In der neuerlichen Debatte  am Landestheater bekäme  B bei vorzeitiger Auflösung seines  Dienstvertrages eine Abfertigung  bis zu 392.000  Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle SN|12. Juli 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Erstellung eines 21 Seiten starken Gutachtens einer Juristin und einer Psychologin erhärteten sich die Vorwürfe gegen B. Die beiden hatten 30 Mitarbeiter des Landestheaters sowie B selbst befragt. Nachdem B bereits am 5. Juli 2012 suspendiert wurde, erfolgte am 16. Juli 2012 durch [[Landeshauptmann|LH]]-Stv. und Kulturreferenten Mag. [[David  Brenner]] ([[SPÖ]]) nach einer dreistündigen Sitzung des zehnköpfigen Theaterausschusses, in deren Verlauf auch B angehört wurde, die Entlassung B. B, für den die Unschuldsvermutung gilt, will  diese  Entlassung vor Gericht bekämpfen. Die Vorwürfe reichten von anzüglichen SMS bis zu Mobbing und schlechter Mitarbeiterführung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle SN|17. Juli 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am zweiten Verhandlungstag im Oktober 2012 einigten sich dann beide Parteien zur Überraschung von Richter [[Herbert Moritz (Richter)|Herbert Moritz]] auf Vergleichsverhandlungen. Der Kompromissvorschlag: der Angestellte soll nun bis März 2013 sein Gehalte weiterbeziehen, dazu 25.000 Euro Abschlagszahlung erhalten. Er wird vom Dienst freigestellt, er und das Land zahlen jeweils die eigenen Anwaltskosten. Er soll insgesamt rund 100.000 Euro erhalten und seine fristlose Entlassung in eine einvernehmliche Kündigung umgewandelt werden. David Brenner musste dann den Theaterausschuss dazu befragen. Am 29. Oktober 2012 stimmte der Theaterausschuss dieser Lösung zu - B wird 104.000 Euro  Gehaltsfortzahlung und Entschädigung bekommen. B hat jedoch noch nicht zugestimmt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle SN|31. Oktober 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswertes==&lt;br /&gt;
Das Salzburger Landestheater verfügt über ein [[Induktionsgestütztes Lautsprechersystem]] und ermöglicht - bei entsprechender Wartung der Anlage - Hörbeeinträchtigten das barrierefreie Hören in den Aufführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Landestheater und Hotel Bristol.jpg|Landestheater und [[Hotel Bristol]]&lt;br /&gt;
Bild:Gedenktafel-Landestheater.jpg|Die  von [[Adolf Haslinger]]  angeregte Gedenktafel erinnert daran, dass das  Salzburger Landestheater  wichtige [[Thomas Bernhard]]-Stücke  uraufgeführt hat&lt;br /&gt;
Datei:Theaterluster.jpg|Kristallluster im Zuschauerraum des Salzburger Landestheaters&lt;br /&gt;
Datei:Kunstvolle Deckenansicht.jpg|Kunstvolle Deckenansicht im Salzburger Landestheater&lt;br /&gt;
Datei:DSC02187.JPG|Landestheater Salzburg, Blick von der Balkonmitte auf die Bühne &lt;br /&gt;
Datei:Landestheater in der Festpielzeit 2011 bei Nacht.jpg|Salzburger Landestheater in der Festspielzeit 2011 bei Nacht&lt;br /&gt;
Datei:Kulissen u.Requisitendepot des Salzburger Landestheaters in Aigen.jpg|Kulissen u. Requisitendepot des Salzburger Landestheaters in Aigen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*    [http://www.stadt-salzburg.at/internet/extras/popup/imggallery.aspx?id=17&amp;amp;doc_path=\internet\bildung_kultur\stadtgeschichte_332250\historische_fotograf_332266\salzburger_fotografien_1880_1918_85870.htm   historische Aufnahme der ursprünglich Auffahrt vor dem Theater]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lutz Hochstraate|Hochstraate, Lutz ]] (Hrsg): &#039;&#039;&amp;quot;100 Jahre Haus am Markartplatz&amp;quot; - Salzburger Landestheater&#039;&#039;, 1993, [[Verlag Alfred Winter]], ISBN 3-85380-060-2, Redaktion Dr. [[Christian Fuchs]], zur Baugeschichte des Landestheaters und über 100 Jahre Theatergeschichte und -leben, erzählt anhand der bedeutender Persönlichkeiten, Schauspieler, Sänger, Tänzer und Produktionen. Portrait von Lutz Hochstraate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
{{Homepage|http://www.salzburger-landestheater.at}}&lt;br /&gt;
* {{Quelle SN|27. Oktober 2012}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theater|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungsort|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)|Landesstheater, Salzburger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzburger Landestheater</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Salzburger_Landestheater&amp;diff=382619</id>
		<title>Salzburger Landestheater</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Salzburger_Landestheater&amp;diff=382619"/>
		<updated>2015-11-04T12:33:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Salzburger Landestheater: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Salzburger Landestheater.jpg|thumb|Salzburger Landestheater nach seiner Renovierung 2009]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzburger Landestheater, Blick vom Balkon.jpg|thumb|Salzburger Landestheater, Innenansicht, Blick vom Balkon]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzburger Landestheater, Zuschauerraum Balkon.jpg|thumb|Salzburger Landestheater, Zuschauerraum, Balkon]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Landestheater.JPG|thumb|tagsüber verkehrsumtostes Salzburger Landestheater]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Landestheater, Dachlandschaft.jpg|thumb|Salzburger Landestheater, Dachlandschaft]]&lt;br /&gt;
Das  &#039;&#039;&#039;Salzburger Landestheater&#039;&#039;&#039; befindet sich in der Landeshauptstadt  [[Salzburg]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen  Altstadt]] an der Kreuzung [[Schwarzstraße]] - [[Makartplatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung ===&lt;br /&gt;
[[Salzburger  Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] hatte an der Stelle  des heutigen Theaters ein &#039;&#039;Ballhaus&#039;&#039; zum &#039;&#039;Zwecke des Ballspiels&#039;&#039;  erbauen lassen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[16. November]] [[1775]] wurde  vom aufklärten Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] am damals  noch [[Hannibalplatz]] genannten Makartplatz das &#039;&#039;Fürsterzbischöfliche  Hoftheater&#039;&#039; eröffnet, wobei &amp;quot;Die Gunst des Fürsten&amp;quot; von Christian  Heinrich Schmidt aufgeführt wurde. Colloredo, der auch oberster Zensor  war, vertrat ein Theater der Aufklärung, als öffentliche  Erziehungsanstalt und geistvollen Zeitvertreib für die Bürger. So  spielte man hier schon sehr früh Schillersche Dramen wie &amp;quot;Die Räuber&amp;quot;  und &amp;quot;Fiesco&amp;quot; [[1783]]/[[1784|1784]], &amp;quot;Kabale und Liebe&amp;quot; [[1785]] oder  &amp;quot;Don Carlos&amp;quot; [[1797]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Theater und Mozart ===&lt;br /&gt;
Das  als ein typisches Logentheater seiner Zeit erbaute Theater erwies sich  schon bald als zu klein und wurde bereits [[1788]]/[[1789|1789]]  umgebaut. Bereits am fürsterzbischöflichen Hoftheater, das man an  Theatertruppen und Theatergesellschaften verpachtete, arbeiteten  berühmte Persönlichkeiten - z. B. [[Emanuel Schikaneder]], der  Librettist der &amp;quot;[[Die Zauberflöte|Zauberflöte]]&amp;quot; von [[Wolfgang Amadeus  Mozart]], als Prinzipal [[1780]]/[[1781|1781]]. Unter seiner Leitung  wurden zur Aufheiterung des Publikums Tragödien immer mit Ballett  kombiniert. Der größte Publikumserfolg dieser Jahre war &amp;quot;Agnes Bernauer&amp;quot;  mit 60 Soldaten als Ritter-Darstellern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie  [[Mozart]] hatte im Hause freien Eintritt. Und bereits  [[1784]]/[[1785|1785]] gab man sieben oder acht Mal Mozarts &amp;quot;Entführung  aus dem Serail&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls als Prinzipal wirkte hier  [[Franz Anton von Weber]], der Vater Carl Maria von Webers, mit seiner  Weberschen Operntruppe [[1795]]/[[1796|1796]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Theater im Kurfürsten- und Herzogtum ===&lt;br /&gt;
Nach  der [[Säkularisation]] des Fürsterzbistums [[1803]] wurden unter dem  Kurfürsten [[Ferdinand III. von Toskana]] Erleichterungen für das  Theater geschaffen, wie jährliche Subventionen, ein Zuschuss für das  Orchester und ein Abonnement der &amp;quot;Hofloge&amp;quot;. Das Haus hieß ab jetzt  &#039;&#039;Kurfürstliches Theater&#039;&#039;. Freilich währte das [[Kurfürstentum  Salzburg]] nur bis [[1805]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1806]]  wurde von der Theater-Kommission mit [[Andre Schopf]] erstmals eine Art  Regisseur ernannt, verantwortlich für die Besetzung, Einstellung und  Entlassung von Schauspielern und Dekoration. Man gab Singspiele mit  aktuellen Anspielungen, Pantomimen, Melodramen und Passionsspiele.  Vertraglich war die Direktion zu einer Oper und drei  Schauspielinszenierungen pro Monat verpflichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein  kurzes &amp;quot;Gastspiel&amp;quot; des österreichischen Kaiserhauses in Salzburg brachte  [[1808]] dem Haus den Namen &#039;&#039;k. k. Nationaltheater&#039;&#039;. Doch schon  [[1809]] kam Salzburg unter französische Verwaltung und [[1810]] wurde  es ein Teil des Königreichs [[Bayern]]. Die Theater von Salzburg und  Innsbruck wurden unter eine Direktion gestellt und mit 2000 [[Gulden]]  subventioniert. Das jetzt bayerische Salzburger &amp;quot;&#039;&#039;Königliche  National-Theater&#039;&#039;&amp;quot; musste jedoch zugunsten des abgewirtschafteten  Innsbrucker Hauses verzichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1816]] kam Salzburg  endgültig zu Österreich und wurde eine vergessene Provinzstadt, Linz  unterstellt. Sämtliche Subventionen für das Theater wurden eingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s wirkten der  Volksschauspieler [[Alexander Girardi]], der in Salzburg  [[1870]]/[[1871|1871]] sein erstes Engagement fand, [[Katharina  Schratt]], die von [[1879]] bis [[1887]] in verschiedenen Rollen zu  sehen war, und der Komponist [[Hugo Wolf]] als Kapellmeister  [[1881]]/[[1882]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[1863]] eingeführte  Gasbeleuchtung wurde [[1887]] elektrifiziert - das [[Erste Salzburger  Elektricitätswerk|erste Salzburger Elektrizitätswerk]] stand ja nur ein  paar Meter weiter am Makartplatz, wo heute eine Bank steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1892]]  ging das Theater in den Besitz des [[Magistrat  Salzburg|Stadtmagistrats]] über und wurde wegen Baufälligkeit und  veralteter technischer Ausstattung abgerissen. Nach Plänen des  Architekten [[Ferdinand Fellner]] und unter Mitwirkung des Bildhauers  [[Edmund Hellmer]] für 650.000 [[Krone]]n im [[Barock|neubarocken]] Stil  neu erbaut, wurde es am [[1. Oktober]] [[1893]] als neues Stadttheater  von [[Kaiser Franz Joseph I.]] eröffnet. Die Eröffnungsvorstellung am  selben Tage: Die &amp;quot;Titus&amp;quot;-Ouverture von W. A. Mozart und &amp;quot;Der Talisman&amp;quot;  von Ludwig Fulda unter Mitwirkung von [[Max Reinhardt]], der seine  Karriere an diesem Haus [[1893]]/[[1894]] begann. Wie auch [[Robert  Stolz]] [[1902]]/[[1903]] und [[Nico Dostal]] [[1921]] bis  [[1924]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Nicht minder prominent  sind die Künstler, die ab [[1893]] und im [[20. Jahrhundert]] hier  wirkten und die anfangs durch einen so genannten &amp;quot;Korsarenbrief&amp;quot; zu  einem umfangreichen &amp;quot;eisernen Repertoire&amp;quot; und dem Aufkommen für ihre  Garderobe verpflichtet waren. Außer dem erwähnten Max Reinhardt waren es  unter vielen anderen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Albert Bassermann, [[Alexander  Moissi]], [[Anna Bahr-Mildenburg]], Asta Nielsen, Alma Seidler, Hansi  Niese, Richard Tauber, Rosa Albach-Retty, Adele Sandrock, Erich Ponto,  Max Mell, Hans Moser, [[Carl Zuckmayer]], [[Karl Böhm]], [[Maria  Cebotari]], [[Susi Nicoletti]], [[Josef Meinrad]], Helmuth Matiasek (der  auch Intendant war und später die hier engagierte Cornelia Froboess  heiratete), Kurt Weinzierl, [[Karl Merkatz]], Raoul Aslan, Hugo  Lindinger, Werner Schneyder, Walter Giller, [[Franz Muxeneder]], Boris  Rubaschkin, Heinz Rohn, [[Klaus Maria Brandauer]], [[Margot Werner]] als  Balletteuse, Günther Schneider-Siemssen, Maria Tiboldi, Hermann  Leopoldi, Tilla Durieux, Max Pallenberg, Fritz Muliar, Johannes  Heesters, Heinz Hilpert, Karl Schönböck, Hugo Lindinger, Marika Rökk,  Lola Müthel, Annie Rosar, Sieghardt Rupp, Helge Roswaenge, Otto Schenk,  [[Magda Schneider]], Leo Slezak, Giuseppe Taddei, Bruno Walter, [[Hans  Thimig]] oder aktuell [[Werner Friedl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Theater zur NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
[[1933]] kam es zu einem eklatanten Schwund der deutschen Besucher durch die  Einführung der [[1000-Mark-Sperre]]. Eine große Renovierung wurde [[1939]] für eine Million Reichsmark vom Deutschen Reich sowie von Stadt und Land Salzburg durchgeführt. Dabei wurde viel Stukkatur und Gold entfernt und die Fassade neu gebaut. Die Wiedereröffnung fand mit Mozarts &amp;quot;Entführung&amp;quot; unter dem Dirigenten [[Karl Böhm]] und in Anwesenheit [[Adolf Hitler]]s statt. [[1940]] wurde das Haus in „Landestheater“ umbenannt, [[1944]] wegen des Krieges und der [[Bomben auf  Salzburg|Bombenangriffe]] geschlossen, dann abermals renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach  dem Krieg benutzten die Amerikaner, die das Haus beschlagnahmt hatten,  den heutigen Ballettsaal als Filmprüfstelle, im heutigen Rauchfoyer  entstand das erste [[ORF Landesstudio Salzburg|ORF]]-Studio. Intendant  war der aus dem KZ zurückgekehrte [[Johannes von Hamme]]. Am [[5.  Februar]] [[1951]] wurde [[Peter Stanchina]] Direktor des  Landestheaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[18. Juni]] [[1949]] gelangte das symphonische Ballett „Atalanta“ von Vittorio Gnecchi zur Welturaufführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1961]]  wurde der Orchestergraben vergrößert, [[1971]] die [[Salzburger  Kammerspiele]] mit &amp;quot;Change&amp;quot; von Wolfgang Bauer im ehemaligen [[Hotel  Mirabell|Mirabell-Casino]] eröffnet. [[1975]] wurde im Großen Haus die  Drehbühne eingebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren unter der Intendanz  von [[Lutz Hochstraate]] seit [[1986]] gab es in diesem Hause  zahlreiche Uraufführungen, wie z. B. Rolf Hochhuths &amp;quot;Arbeitlose oder Das  Recht auf Arbeit&amp;quot;, Opern von Gerhard Schedl wie &amp;quot;Glaube Liebe  Hoffnung&amp;quot;, Inszenierungen von Hermann Prey (&amp;quot;Hochzeit des Figaro&amp;quot;),  Harry Kupfer, in dessen &amp;quot;Zauberflöte&amp;quot; der unvergessene Walter Berry den  Sarastro gab, Karl Ernst und Ursel Herrmann, in deren &amp;quot;Die Zauberflöte&amp;quot;  [[1991]] Christine Schäfer als &#039;Pamina&#039; von hier aus Karriere machte,  Christine Mielitz (&amp;quot;Così fan tutte&amp;quot; 2002/2003); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiters  Auftritte international bekannter Schauspieler wie Michael Heltau  (Klemperer-Lesung) und Will Quadflieg (Goethe-Rezitation), Wolfgang  Gasser (z. B. als der &amp;quot;Unbestechliche&amp;quot;), Fritz Muliar (&amp;quot;Sibirien&amp;quot;), Karl  Merkatz (&amp;quot;Der Bockerer&amp;quot;), Heinz Trixner (&amp;quot;Furtwängler&amp;quot; ) oder Mathieu  Carrière als Michail Bulgakow in der Uraufführung &amp;quot;Der Dichter und sein  Diktator&amp;quot; von Maria G. Hofmann (2002/2003), in vielen Produktionen Julia  Gschnitzer (z. B. &amp;quot;Geschichten aus dem Wienerwald&amp;quot; 2001/2002, &amp;quot;Am Ziel&amp;quot;  von [[Thomas Bernhard]] 2001/2002) oder Georg Schuchter als &#039;Torquato  Tasso&#039;, als schüchterner Kontrabassist (&amp;quot;Der Kontrabaß&amp;quot;) oder als  Mephisto im &amp;quot;Faust&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003/2004 fand die bisher letzte  umfassende Renovierung statt. Am [[13. Juni]] [[2004]] beschloss eine  Aufführung vom Mozarts &#039;&#039;Hochzeit des Figaro&#039;&#039; die 18-jährige Intendanz  Hochstraates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Spielzeit 2004/2005 hat [[Peter  Dolder]] die Leitung des Hauses übernommen. Am [[26. November]] [[2007]]  wurde [[Carl Philip von Maldeghem]] zum neuen Intendanten des  Salzburger Landestheaters ab der Saison 2009/2010 bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musical 2011: The Sound of Music ===&lt;br /&gt;
Im  Mai 2012 gab das Salzburger Landestheater bei einem Pressegespräch    bekannt, dass alle 35 Vorstellungen des Musicals [[The Sound of Music  (Musical)|The Sound of Music]] der Saison 2011/2012 zu 100  Prozent   ausverkauft waren  und dem Haus damit den größten  kommerziellen Erfolg   seiner Geschichte bescherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswertes==&lt;br /&gt;
Das Salzburger Landestheater verfügt über ein [[Induktionsgestütztes Lautsprechersystem]] und ermöglicht - bei entsprechender Wartung der Anlage - Hörbeeinträchtigten das barrierefreie Hören in den Aufführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Landestheater und Hotel Bristol.jpg|Landestheater und [[Hotel Bristol]]&lt;br /&gt;
Bild:Gedenktafel-Landestheater.jpg|Die  von [[Adolf Haslinger]]  angeregte Gedenktafel erinnert daran, dass das  Salzburger Landestheater  wichtige [[Thomas Bernhard]]-Stücke  uraufgeführt hat&lt;br /&gt;
Datei:Theaterluster.jpg|Kristallluster im Zuschauerraum des Salzburger Landestheaters&lt;br /&gt;
Datei:Kunstvolle Deckenansicht.jpg|Kunstvolle Deckenansicht im Salzburger Landestheater&lt;br /&gt;
Datei:DSC02187.JPG|Landestheater Salzburg, Blick von der Balkonmitte auf die Bühne &lt;br /&gt;
Datei:Landestheater in der Festpielzeit 2011 bei Nacht.jpg|Salzburger Landestheater in der Festspielzeit 2011 bei Nacht&lt;br /&gt;
Datei:Kulissen u.Requisitendepot des Salzburger Landestheaters in Aigen.jpg|Kulissen u. Requisitendepot des Salzburger Landestheaters in Aigen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*    [http://www.stadt-salzburg.at/internet/extras/popup/imggallery.aspx?id=17&amp;amp;doc_path=\internet\bildung_kultur\stadtgeschichte_332250\historische_fotograf_332266\salzburger_fotografien_1880_1918_85870.htm   historische Aufnahme der ursprünglich Auffahrt vor dem Theater]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lutz Hochstraate|Hochstraate, Lutz ]] (Hrsg): &#039;&#039;&amp;quot;100 Jahre Haus am Markartplatz&amp;quot; - Salzburger Landestheater&#039;&#039;, 1993, [[Verlag Alfred Winter]], ISBN 3-85380-060-2, Redaktion Dr. [[Christian Fuchs]], zur Baugeschichte des Landestheaters und über 100 Jahre Theatergeschichte und -leben, erzählt anhand der bedeutender Persönlichkeiten, Schauspieler, Sänger, Tänzer und Produktionen. Portrait von Lutz Hochstraate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
{{Homepage|http://www.salzburger-landestheater.at}}&lt;br /&gt;
* {{Quelle SN|27. Oktober 2012}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theater|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungsort|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt|Landesstheater, Salzburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)|Landesstheater, Salzburger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Salzburger Landestheater</name></author>
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