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	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Paracelsusbad&amp;diff=2008539</id>
		<title>Paracelsusbad</title>
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		<updated>2022-09-23T09:22:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Geschichte des neuen &#039;&#039;&#039;Paracelsusbades&#039;&#039;&#039;. Über das alte, gleichnamige Bad siehe [[Paracelsusbad (historisch)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad Neubau, Ansicht vom Rosenhügel.jpg|thumb|Paracelsusbad Neubau, August 2019]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad_Salzburg_20_Okt_2019_2.jpg|thumb|Blick aus dem Kurgarten auf das Gebäude.]]&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|OwUOrmTDfrI|280|right|SN: So sieht das Paracelsusbad von innen aus 01:18 min Video}}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Paracelsusbad&#039;&#039;&#039; ist ein Hallenbad an der [[Auerspergstraße]] in der [[Neustadt]] der [[Stadt Salzburg]], das [[2019]] eröffnet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das neue Paracelusbad 2019 ==&lt;br /&gt;
Am [[1. Dezember]] [[2016]] wurde das alte [[Paracelsusbad (historisch)|Paracelsusbad]] geschlossen. 1&amp;amp;nbsp;046 Tage nach dem Badeschluss wurde am [[11. Oktober]] 2019 das neue Paracelsusbad mit einem Festakt eröffnet und am Samstag, den [[12. Oktober]], um 09:00 Uhr, für die Besucher geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
650 Kästchen stehen den Besuchern im neuen Paracelsusbad zur Verfügung. Das ist die maximal mögliche Anzahl an Badegästen. Um die Schwimmbecken stehen 100 Liegen.&lt;br /&gt;
Bademeister Andreas Mayerhofer sagte gegenüber den [[Salzburger Nachrichten]], dass es das Reservieren von Liegen, etwa mit Handtüchern, nicht geben wird. Sollte es jemand trotzdem versuchen, werden die Handtücher eingesammelt und derjenige, der es sich dann abholt, dem werde man das schon erklären, sagte Mayerhofer. Seine Stimme klang dabei freundlich, aber unmissverständlich. Auch sonst gibt es Regeln: Essen und Trinken im Bade- und Saunabereich ist – abgesehen von den gastronomischen Bereichen – nicht erlaubt. Auch das Mobiltelefon muss in der Tasche bleiben, wegen der Lärmbelästigung, aber auch damit eine Bilder mit Badegästen gemacht werden können, die dann ohne deren Wissen in sozialen Netzwerken landen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellenförmig und in wechselnder Raumhöhe umgeben weiße Keramiklamellen die 1&amp;amp;nbsp;800 Quadratmeter große Badelandschaft, deren geschwungene Decke es an ihrem&lt;br /&gt;
höchsten Punkt auf 13 Meter Abstand zur Wasseroberfläche bringt. Es gibt auch ein 95 Quadratmeter großes Sprungbecken. Weitere Einrichtungen sind die 45 Meter lange Rutsche mit Lichteffekten, der Strömungskanal und die Liegen mit Sprudeleffekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
200&amp;amp;nbsp;000 bis 250&amp;amp;nbsp;000 Besucher pro Jahr erwartet der Geschäftsführer der [[Tourismus Salzburg GmbH]] [[Bert Brugger]]. Der stärkste Tag 2019 war &lt;br /&gt;
der [[13. Oktober]] 2019, ein Sonntag mit 844 Gästen. An Wochentagen schwanke die Zahl der Bade- und Saunagäste zwischen 320 und 480.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SN24Okt&amp;quot;&amp;gt;{{Quelle SN|24. Oktober 2019}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geht es nach seinen Berechnungen, dann soll das Bad im dritten Betriebsjahr eine schwarze Null schreiben. 33 bis 34 Grad Lufttemperatur herrschen im Badebereich. &amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom 11. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2020 löste Sönke Eckl-Henningsen Gerhard Smöch als Betriebsleiter des Paracelsusbads ab. Smöch hatte das Bad davor 31 Jahre geführt und verabschiedete sich mit 65 Jahren in die Pension.&amp;lt;ref&amp;gt;Salzburger Nachrichten, 7. März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Hallenbad während Corona ===&lt;br /&gt;
Das Paracelsusbad öffnete nach der [[Coronapandemie]] wieder am Montag, den [[15. Juni]] [[2020]], um 10 Uhr. 160 Badegäste durften dann gleichzeitig in das Bad, die Badezeit wurde auf drei Stunden beschränkt. Seit dem Ende des 4. Lockdowns im Dezember 2021 gilt im Bad eine 2-G Regel, wonach ein gültiger Genesungs- oder Impfnachweis vorzuweisen ist. Zudem gilt außerhalb der Wasser- und Saunaanlagen eine FFP-2 Maskenpflicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gastronomie ==&lt;br /&gt;
Die Gastronomie des Paracelsusbads umfasst drei Angebote: Hierbei steht das &#039;&#039;Paracelsus-Café im Park&#039;&#039; im Erdgeschoß allen Gästen offen, der Besuch des &#039;&#039;Paracelsus Bistros&#039;&#039; im Badbereich und der &#039;&#039;Saunabar&#039;&#039; im 4. Stock sind nur für Gäste des Bades zugänglich und mit dem Erwerb eines Tickets verbunden. Bistro und Saunabar haben von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet, das Café öffnet bereits um 08:00 Uhr und schließt ebenso um 20:00 Uhr. Die Gastronomie wird von der Neue Gastrovisionen GmbH und ihren Geschäftsführern Lydia und Hannes Schürz geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Neubau oder Umbau ===&lt;br /&gt;
Das alte Paracelsusbad entsprach Anfang des [[21. Jahrhundert]]s nicht mehr den modernen Anforderungen. Umbau oder Neubau war schon vor der Jahrhundertwende ein Diskussionsthema. Als kleine Zwischenlösung wurde [[2013]] das [[Hallenbad Alpenstraße|Aya Hallenbad]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 wurden innerhalb des [[Magistrat Salzburg|Magistrats]] die Kosten für das neue Salzburger Hallenbad heiß diskutiert. Experten rechneten mit bis zu 90 Mill. Euro – das ist das Dreifache der ersten Annahmen. Experten im Magistrat Salzburg gingen davon aus, dass der Entwurf für den Neubau im [[Kurgarten]] enorm teuer werden könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gäste sollten bei dem Neubau auf mehreren Ebenen in einem weitgehend verglasten, futuristischen Bau schwimmen. Die Kosten hatten sich in den vergangenen Jahren durchaus rapide entwickelt. Ursprünglich hätte ja ein &#039;&#039;Spaßbad&#039;&#039; in Salzburg-[[Liefering]] errichtet werden sollen. Nach dessen Versenkung sprach die Stadt davon, rund 25 Millionen Euro in ein Bad am Standort des heutigen Paracelsusbads zu stecken – die Rede war von „Sanierung und Erweiterung“. Im September [[2010]] beschloss die Stadt dann einen Neubau neben dem [[Kurgarten]]. 30 Millionen Euro sollte dieser kosten. Allerdings gab es auch Pläne für eine „größere Lösung“ um 42 Mill. Euro. [[SPÖ]], [[ÖVP]] und [[FPÖ]] fanden das damals aber zu teuer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später schrieb die Stadt einen Architektenwettbewerb aus. Da lag der Kostenrahmen dann schon bei knapp 40 Millionen Euro. Ende 2012 war schon klar, dass auf drei Ebenen gebadet werden sollte. [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden]] sagte Anfang Juni 2013, er habe eine aktuelle, realistische Kostenschätzung bekommen, die sich auf 63 Millionen Euro belaufe. Wobei er hinzufügte, dass große Bauprojekte freilich immer auch teurer werden könnten. Die städtische Immobiliengesellschaft bewarb das Paracelsusbad neu auf ihrer Homepage. Das „Panoramabad am Kurgarten“ wird dort mit 56 Mill. Euro Baukosten netto beworben – also ohne 20 Prozent Umsatzsteuer für gewisse Gebäudeteile. Dies ergäbe gut 67 Millionen Euro, mit Möglichkeit kleinerer Ersparnisse, je nach Steueranfall. Insider sagten jedoch dazu: Kostenschätzungen in dieser Phase wiesen einen Unsicherheitsfaktor von 25 Prozent auf. Wobei Bauvorhaben tendenziell teurer, aber nicht billiger würden. Magistrats intern wurden die Baukosten des Paracelsusbads auf 70 bis 90 Millionen Euro geschätzt. Bürgermeister Schaden teilte diese Einschätzungen jedoch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baustadträtin [[Claudia Schmidt]] (ÖVP) wollte zunächst einmal noch fehlende Machbarkeitsstudien abwarten und sehen, ob das ambitionierte Projekt überhaupt umsetzbar ist. Wenig Hoffnung für das Panoramabad hatte Gemeinderätin [[Doris Tazl]]: Viel zu hoch würden Bau-, aber auch Betriebskosten geraten. Schon allein, weil man für drei Ebenen drei Mal so viele Bademeister brauche. Tazl sprach von einem „Harakiri-Bau“ und ging davon aus, „&#039;&#039;dass das nie gebaut wird. Das ist nur ein Wahlkampfgag des Bürgermeisters&#039;&#039;“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch Anfang [[2009]] wurde diskutiert, ob das alte Paracelsusbad nach der Errichtung des Spaßbades in Liefering geschlossen und das Gebäude abgerissen werden sollte. Doch nach dem ersten [[Bürgermeisterwahlen 2009|Bürgermeisterwahlgang]] am [[1. März]] 2009 wandelte sich die Einstellung von Bürgermeister Schaden und er begrub das neue Spaßbad. Er ließ wissen, dass das alte Paracelsusbad abgerissen und neu errichtet werden sollte. Für die Errichtung des Spaßbades in Liefering waren 50 Mill. Euro vorgesehen, wovon nun um 25 Mill. Euro in das neue Paracelsusbad investiert werden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Nachrichten]] 24. März 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann folgte im Herbst 2009 ein Dämpfer: Das Bundesdenkmalamt wollte prüfen, inwieweit nicht die Fassade des alten Paracelsusbads unter [[Denkmalschutz]] fiele. Doch bis Sommer 2010 waren diese Zweifel ausgeräumt und die Stadtregierung nahm im September einen neuen Anlauf: Ein über 30 Mill. Euro teurer Vorschlag sah den Abriss des 1956 erbauten Hallenbad- und Saunatrakts vor, die an gleicher Stelle neu errichtet werden sollten. Eine Erweiterung sollte dem [[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus Salzburg]] über dem Bad Platz bieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgesehen bei dieser Variante waren 6&amp;amp;nbsp;000 m² für Bad, Sauna und Wellness, davon 800 m² Wasserfläche einschließlich zweier kleiner Freibecken. Gleichzeitig sollte das [[Hallenbad Alpenstraße|Aya-Bad]] für den Schul- und Vereinssport eine Überdachung in Leichtbauweise um drei Millionen Euro erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektbeschreibung Neubau ===&lt;br /&gt;
[[2017]] wurde erstmals ein Modell des Paracelsusbad-Neubaues präsentiert – und zwar von Architekt Alfred Berger und dem Chef der städtischen Immobiliengesellschaft (SIG), Alexander Schrank. Das Projekt wurde auf Schautafeln sowie mit dem neuen Architekturmodell ab Mitte Februar 2017 in der [[Wolf-Dietrich-Halle]] des [[Schloss Mirabell|Schlosses Mirabell]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/politik/sn/artikel/paracelsusbad-tiefgarage-soll-mit-sheraton-hotel-betrieben-werden-226105/ Salzburger Nachrichten, 14. Dezember 2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau/wettbewerb-gewinner.html www.sig.at/SIG/Projektbeschreibung Paracelsusbad-Neubau samt Pläne]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukörper des Badehauses definiert sich als Übergang zwischen gründerzeitlicher Hauskante der [[Auerspergstraße]]-[[Schwarzstraße]] und dem historischen Kurgartens. In seiner Form nimmt er Bezug auf den [[Bastionsgärten in der Stadt Salzburg|Bastionsgarten]] und ist somit auch ein Kontrast zu den alten Wehrmauern und dem [[Rosenhügel]] im Kurgarten. Am Durchgang Auersperg-Schwarzstraße bilden die beiden über das Eck zueinander gestellten Baukörper des Bades und eines Bürohauses (optional) einen markanten offenen Übergang zum Kurgarten. Dies in direkter Sichtachse zum [[Schloss Mirabell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die große Tiefe des Grundrisses entsteht eine außerordentlich kompakte Hülle des Badehauses. Daraus folgert ein sehr günstiges „Volumen zu Fläche Verhältnis“ – das Gebäude erreicht Passivhausstandard. Die Anordnung der Räume und Funktionen folgt strengen funktionalen und konstruktiv-ökonomischen Überlegungen. Die Badeebene mit den schweren Wasserbecken ruht auf den konventionell in Massivbauweise hergestellten Bereichen des Gebäudes. Springbecken, Lernbecken und Freibecken sind konzentriert im Bereich des westlichen Gebäudekerns angeordnet. Das freispannende Dach über der Badeebene ist von Lasten freigehalten, und beinhaltet lediglich Saunalandschaft, Gastronomie und Terrassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großzügig geschwungenen Panoramafenster im 3. Obergeschoß gewähren einen weiträumigen Ausblick auf Kurgarten, Schloss Mirabell und [[Festung Hohensalzburg]]. Großen Wert wurde auch auf die akustische Trennung der einzelnen Badebereiche durch entsprechende Glaswände gelegt. Des weiteren wurde ein Sprungturm mit einem 4m tiefen Becken in das Badekonzept integriert. Nach oben ist das Bad durch die sanften Formen der keramischen Wellendecke begrenzt. Im Dachbereich des 5. Obergeschoßes befindet sich ein Außenbecken mit großzügigen Sonnenterrassen sowie der Gastronomie.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau.html www.sig.at/Paracelsubad-Neubau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abbruch und Neubau ===&lt;br /&gt;
Wohin werden während des Abbruchs und der Bauzeit für den Neubau die 64&amp;amp;nbsp;000 Badegäste ausweichen?  Naheliegend wäre die 2013 eröffnete Schwimmhalle beim AYA-Bad an der [[Alpenstraße (Salzburg)|Alpenstraße]]. 2015 wurden knapp 75&amp;amp;nbsp;000 Besucher gezählt. Ehe das AYA-Hallenbad 2013 eröffnete, wurden im Paracelsusbad pro Jahr 120&amp;amp;nbsp;000 Gäste gezählt, also doppelt so viele wie 2015. Kopfzerbrechen bereitete Gerhard Smöch, Betriebsleiter des Paracelsusbades, eher die Ausweichmöglichkeit für die 50&amp;amp;nbsp;000 Saunabesucher und die Kurgäste, die nach der Behandlung im Kurhaus zum Schwimmen gekommen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle SN|27. Juni 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
* Weblink: [http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau/foto-abbruch.html Abbruch (Fotos)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[30. November]] [[2016]] schloss das alte Paracelsusbad. Am [[6. Jänner]] [[2017]] begannen die Abrissarbeiten. Der Spatenstich für den Neubau war im Februar oder März 2017 geplant. Nach der Fertigstellung im Spätsommer 2019 wurde das angrenzende [[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus]] abgerissen und neu gebaut. Die [[Stadtgemeinde Salzburg]] investiert in das neue Bad und Kurhaus 59,5 Millionen Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juni 2018 wurde in fast zwölf Metern Höhe eine große Stahlkonstruktion mit einer Spannweite von 35 Metern errichtet. Sie dient der stützenfreien Überspannung der Badelandschaft und trägt den darüber liegenden Saunabereich und das Dach. Bis Ende September wurde der Stahlbau fertig gestellt. Verbaut wurden rund 550 Tonnen Stahl. Nach Stand Herbst 2019 sollte das gesamte Projekt – Kurhaus, Hallenbad und Sauna – Mitte Juli 2019 übergeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/c-lokales/paracelsusbad-neubau-geht-in-die-naechste-phase_a2683667 www.meinbezirk.at/20, Juni 2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiefgarage ohne Zufahrt beim Salzburger Paracelsusbad  ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad Tiefgarageneinfahrt.jpg|thumb|Blick auf die Einfahrt von der [[Schwarzstraße]] in die Tiefgarage.]]&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg freute sich im Herbst 2019 über das fertige Paracelsusbad. Darunter gibt es eine Tiefgarage mit 70 Stellplätzen. Jedoch kann man in diese Garage erst in einigen Monaten fahren, wie der Chef der Städtischen Immobiliengesellschaft (SIG), Alexander Schrank, bestätigt. Ursache ist einerseits, dass die Stadt monatelang gehofft hatte, gegen eine Benutzungsgebühr die Tiefgaragen-Abfahrt des angebauten [[Hotel Sheraton Salzburg|Hotels Sheraton]] in der [[Auerspergstraße]] mitbenutzen zu dürfen. Schrank: &amp;quot;&#039;&#039;Man hat sich aber wirtschaftlich nicht einigen können.&#039;&#039;&amp;quot; Dazu kommt andererseits, dass auch diese Zufahrt allein nicht gereicht hätte, wie [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] (ÖVP) sagt: &amp;quot;&#039;&#039;Baubehördlich mussten wir eine eigene Einfahrt von der Schwarzstraße machen.&#039;&#039;&amp;quot; Hintergrund seien die verschiedenen Brandabschnitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass nun statt einer reinen Tiefgaragen-Abfahrtsrampe auf dem ehemaligen Kurhaus-Areal gleich eine Garage mit 30 Stellplätzen errichtet werde, sei sinnvoll, betont Schrank: &amp;quot;&#039;&#039;Die soll im Frühjahr 2020 fertig sein.&#039;&#039;&amp;quot; Als Kostenobergrenze wurden zwei Millionen Euro fixiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/tiefgarage-ohne-zufahrt-groteske-lage-beim-salzburger-paracelsusbad-76599865?fbclid=IwAR0zrmgu-wOkOgT01aVSYxjaIpjzUzDWIKupLogB6Z0fYec2yC2cA09KcS4 23. September 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten Jännertagen [[2020]] wurde dann auch die [[Parkgarage am Paracelsusbad]] zur Benutzung freigegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an diskriminierender Badeordnung ==&lt;br /&gt;
Am 6. Oktober 2019 wurde bekannt, dass das Städtische Bad eine Badeordnung führt, die Menschen mit Behinderungen diskriminiert. Darin heißt es: „BesucherInnen mit Neigung zu Krampf-, Ohnmacht- oder Epilepsieanfällen, Herzkreislauferkrankungen sowie geistigen Behinderungen, ist der Zutritt und Aufenthalt nur mit einer geeigneten Betreuungsperson gestattet.” Und weiter: „Kinder bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres, Blinde und Personen, die sich ohne fremde Hilfe nicht fortbewegen oder aus- und umkleiden können, dürfen das Freizeitbad nur in Begleitung einer volljährigen und geeigneten Aufsichtsperson besuchen. Es gilt die allgemeine Aufsichtspflicht im Freizeitbad durch die Erziehungsberechtigten.” Menschenrechtsexperten kritisieren die Gleichsetzung von Menschen mit Behinderungen mit Kindern ebenso wie der veraltete Blick auf behinderte Menschen, nachdem diese kein selbstbestimmtes Freizeitleben haben könnten oder dürften. Das widerspreche jedoch der UN-Behindertenrechtskonvention. Theresa Hammer, Leiterin der Rechtsdurchsetzung des Klagsverbands zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern, kommentierte: „Gästen mit bestimmten Erkrankungen oder Behinderungen pauschal den Zutritt zum Bad nur mit einer Begleitperson zu gestatten, ist diskriminierend. Das Behindertengleichstellungsgesetz und die UN-BRK halten vielmehr fest, dass Dienstleistungen barrierefrei gestaltet sein müssen. Das heißt, es muss möglich sein, dass sie von allen Gästen auf die allgemeingültige Weise und grundsätzlich ohne fremde Hilfe genutzt werden.” &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hannahwahl.at/diskriminierend-und-veraltet-handlungsbedarf-in-sachen-staedtische-baeder/ hannahwahl.at, 06. Oktober 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Daten == &lt;br /&gt;
* Grundstück: 5&amp;amp;nbsp;072 m²&lt;br /&gt;
* Bruttogeschossfläche: 10&amp;amp;nbsp;941 m² (oberirdisch)&lt;br /&gt;
* Nutzfläche: 8&amp;amp;nbsp;833 m² (oberirdisch)&lt;br /&gt;
* Nutzfläche: 2&amp;amp;nbsp;984 m² (unterirdisch)&lt;br /&gt;
* Wasserfläche:  660 m² (gesamt) &lt;br /&gt;
* Außenanlagen: 594 m²&lt;br /&gt;
* umbauter Raum: 44&amp;amp;nbsp;107 Kubikmeter&lt;br /&gt;
* Baueisen: 1&amp;amp;nbsp;350 Tonnen&lt;br /&gt;
* Baustahl: &amp;amp;nbsp;485 Tonnen Baustahl (Armierung)&lt;br /&gt;
* Beton: 9&amp;amp;nbsp;750 Kubikmeter&lt;br /&gt;
* Tiefgarage: 69 Pkw-Stellplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Das Paracelsusbad wurde 2020 mit dem Architekturpreis des Landes Salzburg ausgezeichnet und erhielt 2021 den Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/salzburg/chronik/paracelsusbad-erhaelt-staatspreis-fuer-architektur-und-nachhaltigkeit-2021-113667397 Salzburger Nachrichten], 7. Dezember 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Paracelsus-Sauna Neubau]]&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
{{Bildkat}}&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
{{homepage|https://www.paracelsusbad.at/de/bad}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau.html www.sig.at/Paracelsubad-Neubau]&lt;br /&gt;
* [https://berger-parkkinen.com/paracelsus-bad-und-kurhaus/ Berger-Parkkinen.com/Paracelsusbad und Kurhaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* die Artikel wurde aus dem ursprüngliche Beitrag [[Salzburger Hallenbad]] hierher kopiert&lt;br /&gt;
* {{Quelle SN|8. Juni 2013, 29. November 2016, 19. September 2019, 10. Oktober 2019, 11. Oktober 2019, 23. Oktober 2019}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neustadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sport]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Infrastruktur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freizeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Heinrich_Schellhorn&amp;diff=1989757</id>
		<title>Heinrich Schellhorn</title>
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		<updated>2022-09-09T17:17:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Politik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Schellhorn Landesregierung12062013044.jpg|thumb|Dr. Heinrich Schellhorn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Sprache der Vögel 05.jpg|thumb|left|[[Reinhold Würth]] und [[Landeshauptmann]]-Stellvertreter Heinrich Schellhorn bei der Enthüllung der Bronzeskulptur  [[Die Sprache der Vögel]] am [[4. April]] [[2019]] im Hof des [[Chiemseehof]]es des Künstlers [[Anselm Kiefer]].]]Dr. &#039;&#039;&#039;Heinrich Schellhorn&#039;&#039;&#039; (* [[29. April]] [[1961]] im [[Zillertal]], [[Tirol]]) ist Rechtsanwalt und Politiker ([[Grüne]]). Er ist seit [[19. Juni]] [[2013]] Mitglied der [[Salzburger Landesregierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Heinrich Schellhorn wurde auf einem Bergbauernhof im Tiroler Zillertal geboren. Nach der Matura studierte er in Innsbruck Jus, Politik und Geschichte und sammelte als ÖH-Vertreter erste politische Erfahrungen. Nach dem Zivildienst und dem Abschluss des Studiums übersiedelte er der Liebe wegen nach Salzburg. 1990 machte er sich als Anwalt selbstständig, heute ist Schellhorn auch für sein soziales Engagement bekannt. Gemeinsam mit seinem Kanzleipartner vertritt er etwa Flüchtlinge rechtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schellhorn ist Vater dreier erwachsener Söhne und lebt in [[Rif]] in [[Hallein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
Seine politische Karriere startete Schellhorn [[1992]] als [[Gemeindevertreter]] der Stadt Hallein für die Aktion Lebenswertes Hallein. Von [[1994]] bis [[2004]] war Heinrich Schellhorn für das [[Bündnis für Hallein|Bündnis Hallein]], eine überparteiliche Wahlplattform, die sich aus der ALH und dem ehemaligen [[SPÖ]]-[[Vizebürgermeister]] [[Walter Ebner]] geformt hatte, zunächst Stadtrat für Raumordnung und später für Kultur und Jugend. Nachdem das Bündnis aber [[2004]] massive Verluste hinnehmen musste, schied der Anwalt aus dem Stadtparlament aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem überraschenden Rückzug von [[Christian Burtscher]] als Spitzenkandidat der Grünen für die [[Landtagswahl 1999]] galt Heinrich Schellhorn im Herbst [[1998]] als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge, wurde aber am Landesparteitag nicht nominiert. Seit [[2005]] war er Vorstandsmitglied und Finanzreferent der Grünen Salzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Regierungsbeteiligung der Grünen nach der [[Landtagswahl 2013]] ist Heinrich Schellhorn seit [[19. Juni]] [[2013]] als [[Landesrat]] für die Ressorts Soziales, Pflege, Kultur, Volkskultur und Museen zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Pflegeskandals im Salzburger Seniorenheim Senecura 2022 wird sein Rücktritt gefordert, als dort schwere Pflegemängel bekannt wurden. Die Volksanwaltschaft sprach von teilweise dehydrierten, unterernährten Menschen, schlechter Wundversorgung und Fäulnisgeruch. Bereits im März 2022 informierte VertretungsNetz - Bewohnervertretung auch das Land Salzburg von diesen Zuständen. Eine Überprüfung durch das Land kam zum Ergebnis, dass dort alles in Ordnung sei. Der Ressortzuständige [[Heinrich Schellhorn]] bestreitet Fehler und sieht keinen Grund zum Rücktritt.&amp;lt;ref&amp;gt; Kurier 09.09.2022, [https://kurier.at/chronik/oesterreich/skandal-um-salzburger-pflegeheim-setzt-landesvize-schellhorn-zu/402140823]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
{{Bildkat}}&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburger Nachrichten [http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/landtagswahl-salzburg/sn/artikel/die-regierungsmitglieder-im-kurzportraet-62572/]&lt;br /&gt;
* Salzburger Landtag [http://www.salzburg.gv.at/pol/landesregierung/schellhorn.htm]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schellhorn, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Politik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Recht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tennengau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hallein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordtirol]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Coronavirus_und_das_Bundesland_Salzburg&amp;diff=1675832</id>
		<title>Coronavirus und das Bundesland Salzburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Coronavirus_und_das_Bundesland_Salzburg&amp;diff=1675832"/>
		<updated>2021-01-27T10:37:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Die Entwicklung im Bundesland Salzburg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zeitfolge&lt;br /&gt;
|AMT=  Chronologie der [[Infektionskrankheit Covid-19]]&amp;lt;br&amp;gt;hier die Entwicklung des [[Coronavirus und das Bundesland Salzburg]] von März bis August 2020&lt;br /&gt;
|ZEIT= &lt;br /&gt;
|VORGÄNGER= [[Infektionskrankheit Covid-19|Übersicht Infektionskrankheit Covid&amp;amp;#8209;19]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER= [[Coronavirus und das Bundesland Salzburg Chronologie 2. Teil 2020|September 2020 bis Dezember 2020]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Corona-Virus Covid Zelte Salzburger Landeskrankenhaus.jpg|thumb|Aufbau der Covid-19 Zelte am Gelände des [[Salzburger Landeskrankenhaus]]es am 16. März 2020.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Corona Sitzordnung in der Pfarrkirche Thalgau.jpg|thumb|Corona-Sitzordnung in der [[Pfarrkirche Thalgau]]. An der Stelle, wo sich die Zettelchen befinden, befindet sich ein Sitzplatz.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Corona Virus Übersicht drei Monate.jpg|thumb|Übersicht über drei Monate Coronavirus in Salzburg.]]Dieser Artikel berichtet über die Entwicklung des &#039;&#039;&#039;Coronavirus im Bundesland Salzburg&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verbreitung im Bundesland Salzburg ==&lt;br /&gt;
Positiv getestete Infektionsfälle in Salzburg; da die Daten nicht jeden Tag zur selben Zeit eingegeben werden, dienen sie nur als Richtwerte, nicht aber als absolute Tageswerte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 29.2.!! 2.3.!! 3.3.!! 5.3.!! 6.3.!! 7.3.!! 8.3.!! 9.3.!! 10.3.!! 11.3.!! 12.3. !! 13.3. !! 14.3. !! 15.3. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1|| 2|| 3|| 4|| 5|| 7|| 8|| 10|| 11|| 13|| 20 || 24 || 39 || 56 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || +1 || +1 || +1 || +1 || +2 || +1 || +2 || +1 || +2 || +7 || +3 || +16 || +17 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 16.3. !! 17.3. !! 18.3. !! 19.3. !! 20.3. !! 21.3. !! 22.3. !! 23.3. !! 24.3. !! 25.3. !! 26.3. !! 27.3. !! 28.3. !! 29.3. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 68 || 82 || 115 || 139 || 174 || 226 || 363 || 403 || 462 || 529 || 634|| 713 || 781 || 857&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| +12 || +14 || +33 || + 24 || +35 || +52 || +137 || +40 || +59 || +67 || +105 || +79 || +68 || +76&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! 30.3. !! 31.3. !! 1.4. !! 2.4. !! 3.4. !! 4.4. !! 5.4. !! 6.4. !! 7.4. !! 8.4. !! 9.4. !! 10.4. !! 11.4. !! 12.4. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 900 || 945 || 992|| 1&amp;amp;nbsp;033 || 1&amp;amp;nbsp;064 || 1&amp;amp;nbsp;078 || 1&amp;amp;nbsp;090 || 1&amp;amp;nbsp;104 || 1&amp;amp;nbsp;131|| 1&amp;amp;nbsp;146 || 1&amp;amp;nbsp;160 || 1&amp;amp;nbsp;172|| 1&amp;amp;nbsp;179 || 1&amp;amp;nbsp;184&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| +43 || +45 || +47 || +41 || +31 || +14 || +12 || +14 || +27|| +15 || +14 || +12 || +7 || +5&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! &#039;&#039;&#039;13.4.&#039;&#039;&#039; !! 14.4. !! 15.4. !! 16.4. !! 17.4. !! 18.4. !!&#039;&#039;&#039;19.4.&#039;&#039;&#039; !! 20.4. !! 21.4. !! 22.4. !! 23.4. !! 24.4. !! 25.4. !! &#039;&#039;&#039;26.4.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&amp;amp;nbsp;193 || 1&amp;amp;nbsp;194|| 1&amp;amp;nbsp;204 || 1&amp;amp;nbsp;210|| 1&amp;amp;nbsp;217 ||1&amp;amp;nbsp;222 || 1&amp;amp;nbsp;222||1&amp;amp;nbsp;222 ||1&amp;amp;nbsp;222 ||1&amp;amp;nbsp;222 ||1&amp;amp;nbsp;222  || 1&amp;amp;nbsp;224 ||1&amp;amp;nbsp;226  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| +9 || +1 || +10 || +6 ||+2 ||+5 ||+5 || 0|| 0|| 0 || 0  ||+2 ||+2 ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Quellen [https://www.salzburg.gv.at/themen/gesundheit/corona-virus Salzburger Landeskorrespondenz] und [https://info.gesundheitsministerium.at/ info.gesundheitsministerium.at]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesamtdaten aus dem Jahr 2020 ==&lt;br /&gt;
Jeder zweite Covid-Tote in Salzburg kam aus einem Seniorenheim. 170 der offiziell 338 Coronatoten sind diesem Bereich zuzuordnen. Insgesamt gab es 2020 um acht Prozent mehr Tote als im Jahr davor. Jedes Jahr sterben für gewöhnlich zwischen 4&amp;amp;nbsp;000 und etwas mehr als 4&amp;amp;nbsp;600 Salzburger. 2019 waren es 4&amp;amp;nbsp;731. Die Zahl der Todesfälle 2020 lag noch einmal deutlich darüber. Die Zahl der Toten dürfte bei etwa 5&amp;amp;nbsp;150 bewegen werde, sagte [[Gernot Filipp]], Leiter der Salzburger [[Landesstatistik]] am [[12. Jänner]] [[2021]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Großteil der Corona-Todesfälle konzentrierte auf die Monate November (132 Todesfälle) und Dezember (149 Todesfälle) 2020 gezählt. In diesen zwei Monaten eine Übersterblichkeit von 40 bis 45 Prozent vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer Covid-Erkrankung mit tödlicher Folge waren fast ausschließlich ältere Menschen betroffen. 170 der 338 Coronatoten waren einem Senioren- oder Pflegeheim zuzuordnen. 156 Todesfälle betrafen Menschen, die älter als 85 Jahre alt waren. 123 Betroffene waren zwischen 75 und 85 Jahre alt. Bei der Altersgruppe über 65 Jahre beobachtete Filipp, dass es nur drei Kalenderwochen gegeben hatte,  in denen die Sterbefälle unter dem langjährigen Durchschnitt lagen. Bei den Jüngeren nahm die Zahl der Corona-Todesfälle deutlich ab. Bei den unter 55-Jährigen gab es nur noch fünf Todesfälle, wobei der Jüngste ein 31-jähriger Mann war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Bezirksebene wurden die meisten Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 im [[Pongau]] registriert. Dort zählte die zuständige Gesundheitsbehörde 84 Corona-Tote. In der [[Stadt Salzburg]] waren es 70, im [[Flachgau]] 67 und im [[Pinzgau]] 63. Die wenigsten Covid-Toten gab es im [[Tennengau]] und im [[Lungau]], wo je 27 Menschen gestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mortalität der Covid-Patienten, die in einem Krankenhaus behandelt worden seien, lag in Salzburg mit 1,2 Prozent deutlich unter dem österreichweiten Durchschnitt von 1,8 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/salzburg/chronik/jeder-zweite-covid-tote-in-salzburg-kam-aus-einem-seniorenheim-98211310 www.sn.at], 12. Jänner 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Entwicklung im Bundesland Salzburg ==&lt;br /&gt;
=== Februar 2020 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Corona-Virus und das Bundesland Salzburg 25 Feb 2020.jpg|thumb|25. Februar 2020: [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior|Wilfried Haslauer]] besprach heute mit allen involvierten Partnern im Land Salzburg die weitere Vorgehensweise in Sachen Corona Virus.]]&lt;br /&gt;
Am [[25. Februar]] [[2020]] (Dienstag) gab es die ersten beiden in Österreich bestätigten Erkrankungen an diesem Virus. Es handelte sich um zwei italienische Staatsbürger aus der Lombardei, dem Zentrum der Ausbreitung dieser Virusinfektion in Ober[[italien]], die in Innsbruck leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[26. Februar]] (Mittwoch) stellte die Landesverwaltung auf Krisenmodus um. Zunächst wird der verkleinerte Einsatzstab des Landes aktiviert, in den Tagen darauf schrittweise der große Landeseinsatzstab hochgefahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[27. Februar]] (Donnerstag) wurde der erste Fall in [[Wien]] bestätigt. Jedoch soll es einer [[Infektionskrankheit Covid-19#Erster Fall in Ischgl bereits am 5. Februar|Pressemeldung]] nach bereits am [[5. Februar]] eine Infektion in Ischgl in [[Nordtirol]] gegeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[28. Februar]] (Freitag) sind die mobilen Testteams vom Roten Kreuz unterwegs. Dadurch wird verhindert, dass die Menschen zum Testen zu den Ärzten und zu den Krankenhäusern gehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[29. Februar]] (Samstag) wurde der erste Coronavirus-Fall im [[Bundesland Salzburg]] registriert. Es handelte sich um eine 36-jährige Frau, die in [[Fusch an der Großglocknerstraße]] zu Besuch war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== März 2020 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== 1. bis 8. März 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gelegentlich tauchten Anfang März Bilder in sozialen Medien auf, die leer geräumte Regale (Nudeln, Reis) in Supermärkten (Maximarkt) zeigten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier ersten Corona-Verdachtsfälle, die im [[Universitätsklinikum Salzburg]] Ende Jänner 2020 behandelt wurden, hatten sich nicht bestätigt. &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:yellow&amp;quot;&amp;gt;&amp;amp;nbsp;Der erste bestätigte Fall im [[Bundesland Salzburg]] trat dann am [[1. März]] 2020 auf.&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/span&amp;gt; Eine 36-jährige Frau aus [[Fusch an der Großglocknerstraße]] hatte sich bei einem Aufenthalt in Turin angesteckt und am 27. Februar 2020 Symptome entwickelt. Sie befindet sich wie drei weitere Familienmitglieder in Quarantäne zuhause. In Obertauern wurde der erste Fall einer infizierten deutschen Urlauberin am [[4. März]] gemeldet. Nach Bekanntwerden dieses Corona-Falles berichtete ein Journalist, der im Auftrag eines Fernsehsenders in Obertauern drehte, dass ein Nachbar seines Interviewpartners mit &amp;quot;&#039;&#039;Wenn man nur einmal unser Haus sieht dreh ich euch den Kragen um&#039;&#039;&amp;quot; , &amp;quot;&#039;&#039;schaut dass ihr Land gewinnt&#039;&#039;&amp;quot; den Kameramann und den Journalisten einschüchtern wollte (Quelle Facebook).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 9. bis 15. März 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ab [[10. März]] (Dienstag) wurden zahlreiche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und im Freien abgesagt. In Salzburger Stadtrestaurants wurden Umsatzrückgänge von bis zu 70 Prozent registriert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[11. März]] (Mittwoch) wurde die Schließung der Schulen in zwei Etappen ab [[16. März]] bis [[Ostern]] angekündigt. In [[Bad Gastein]] wurde ein Kurhotel mit angeschlossener Therapiestation wegen Quarantäne geschlossen. Ein 59-jähriger Gast des Gesundheitszentrums war positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden. [[Museen in der Stadt Salzburg|Salzburgs Museen]] blieben noch für maximal 100 Besucher offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Osterfestspiele wurden abgesagt&lt;br /&gt;
[[Die Salzburger Osterfestspiele und der Coronavirus]] waren Thema einer Krisensitzung am [[12. März]] mit [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior|Wilfried Haslauer]], [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]], [[Intendant der Osterfestspiele Salzburg|Intendant]] [[Peter Ruzicka]] sowie allen Gesellschafter. Bei dieser Sitzung wurde die Absage der [[Osterfestspiele]] 2020 beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Freizeiteinrichtungen in der [[Stadt Salzburg]] wie die [[Eisarena Salzburg]], die Sporthallen und die Hallenbäder wurden ab Freitagmittag, [[13. März]], geschlossen. Auch die [[Stadtbibliothek]] setzte mit Samstag, [[14. März]], den Betrieb aus. Ebenso wurden die Stadtgalerien und das [[Stadtarchiv Salzburg|Stadtarchiv]] für Besucher gesperrt. Betroffen von den Maßnahmen waren auch alle Veranstaltungsräume, die sich im Verfügungsbereich der Stadtverwaltung befinden - etwa die [[TriBühne Lehen]], sämtliche Turnsäle und Räume in Schulen-, und Kinderbetreuungseinrichtungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls ab Freitag, den 13. März, blieben alle Fahrertüren bei öffentlichen [[Obus|Bussen]] geschlossen und der Verkauf von Fahrkarten bei den Fahrern eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprecher Salzburger Hotellerie und Gastronomie [[Georg Imlauer]] erklärte am 13. März gegenüber dem [[ORF]], dass die Coronavirus-Krise mittlerweile die Existenz der Hotelbetrieben gefährde. Er forderte Soforthilfen und die Möglichkeit, die Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung zu kündigen oder in Kurzarbeit schicken zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://salzburg.orf.at/stories/3038822/ orf.at]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Infisziert: Ein Narkosearzt und eine Krankenschwester des Salzburger Landeskrankenhauses &lt;br /&gt;
Ein Narkosearzt des [[Salzburger Landeskrankenhaus]]es wurde positiv auf Covid-19 getestet. Der betroffene Narkosearzt dürfte sich beim Skiurlaub in Ischgl mit dem Virus angesteckt haben. Der Mann zeigte aber so gut wie keine Symptome. Er meldete sich am Freitag, den 13. März, nachdem bekannt wurde, dass Menschen, die seit 28. Februar im Paznauntal waren, 14 Tage zu Hause bleiben müssen. Seine am Nachmittag abgenommen Probe wurde am Abend positiv bestätigt. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub versah der erkrankte Arzt am vergangenen Sonntag, den [[8. März]], zunächst einen Tag Notarztdienst am [[Rettungshubschrauber|Hubschrauber]], dann arbeitete er an drei Tagen im Spital. Dabei hatte er auch an großen Morgenbesprechungen teilgenommen. Von seiner Tätigkeit im Haus betroffen waren Anästhesie, Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie, HNO-Abteilung, Intensivstation der Chirurgie West. Auch die Lebensgefährtin des Mannes, die als Krankenschwester auf der Neonatologie arbeitet, wurde inzwischen positiv auf Covid-19 getestet. Am Sonntag, 15. März, waren dann 33 Ärzte, 53 Pflegepersonen, 18 Patienten, drei Flugsanitäter und ein Pilot von der Quarantäne betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Intensivstation habe der Anästhesist Kontakt mit insgesamt sechs Patienten gehabt, so Primar [[Richard Greil]] vom [[Uniklinikum Salzburg]]. Alle sechs wurden umgehend auf eine eigene Station für Covid-19-Patienten gebracht und dort isoliert. Alle anderen Patienten, die in Kontakt mit dem Arzt standen, wurden ebenfalls verlegt und in ihren neuen Zimmern nun von Personal mit Schutzausrüstung betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Neonatologie gab es Kontakt zu vier Kindern, der in zwei Fällen nur minimal gewesen sein dürfte. In einem weiteren Fall dürfte auch der Inkubator einen gewissen Schutz vor einer möglichen Ansteckung geboten haben. Er gehe bei den vier Frühgeburten jedenfalls nicht von einer eingetretenen Infektion aus, sagte Greil. Man habe den Eltern aber psychologische Unterstützung angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/salzburg/chronik/zweiter-coronafall-im-salzburger-landeskrankenhaus-anaesthesist-war-mit-mehr-als-100-personen-in-kontakt-84853132 www.sn.at 15. März 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 16. bis 22. März 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
; 16. März, Montag &lt;br /&gt;
; Schließung alle Liftanlagen in den Wintersportorten und Beherbergungsbetriebe im Land Salzburg &lt;br /&gt;
Nachdem die Tiroler Landesregierung am späten Donnerstagnachmittag des 12. März das Ende der Wintersaison und die Sperre sämtlicher Skigebiete und Beherbergungsbetriebe ab Montag, den [[16. März]] (Liftanlagen), bzw. Dienstag, den 17. März, (Sperre Beherbergungsbetriebe) verkündet hatte, zog das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] am Abend ebenfalls nach. Denn Stunde für Stunde hatte sich am Donnerstag die Lage zugespitzt. Zunächst war von einer Sperre der Skigebiete nämlich noch keine Rede. Landeshauptmann Wilfried Haslauer berief für 19:30 Uhr einen runden Tisch mit Vertretern von [[Fremdenverkehr|Tourismus]], [[Salzburger Seilbahnwirtschaft|Seilbahnwirtschaft]], Gastronomie sowie Hotellerie ein. Um 20:50 Uhr fiel die Entscheidung, dass eine Sperre der Skigebiete und Beherbergungsbetriebe unumgänglich sei. Salzburgs Skigebiete mussten daher mit Sonntag, den [[15. März]], (letzter Betriebstag) schließen. Das Ganze geschah auf Basis des Epidemiegesetzes, was später dann aber in &amp;quot;Ausweisung von Touristen&amp;quot; geändert wurde. Diese Änderung hatte zur Folge, dass viele Hotelliers, die glaubten eine Ausfallversicherung abgeschlossen zu haben, von den Versicherungen doch nicht entschädigt worden. Denn in den Verträgen stand, dass nur Entschädigungszahlungen aufgrund des Epidemiegesetzes zu leisten wären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Montag, 16. März, wurden alle Beherbergungsbetriebe im Bundesland Salzburg behördlich geschlossen. Das heißt, Montag war der letzte offene Tag, damit es zu einer geordneten Rückreise der Gäste aus den Skigebieten kommen konnte. Mehr als 100&amp;amp;nbsp;000 Touristen waren zuletzt in Salzburg aufhältig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Eine freiwillige Schließung hatten die Seilbahner bis zuletzt ausgeschlossen. &lt;br /&gt;
Seilbahnwirtschaftssprecherin [[Veronika Scheffer]] sagte: &amp;quot;&#039;&#039;Wir fahren, außer es wird von der Behörde die Schließung verordnet.&#039;&#039;&amp;quot; Das hatte auch Haftungsgründe. Schließt man &amp;quot;freiwillig&amp;quot;, wären wohl Entschädigungen an Saisonkartenbesitzer zu zahlen gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/salzburg/chronik/wegen-coronavirus-land-salzburg-sperrt-alle-skigebiete-und-hotels-im-land-84769798 13. März 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 21&amp;amp;nbsp;700 Menschen sind laut [[Arbeiterkammer]] im Winterhalbjahr in der Salzburger Hotellerie beschäftigt - etwa 6&amp;amp;nbsp;000 davon in der Stadt Salzburg und 13&amp;amp;nbsp;300 in den Skizentren. Was mit ihnen geschehen soll, war noch offen. Fix war nur: Wenn es keine staatliche Hilfe gibt, wird es zu Kündigungen kommen. 70&amp;amp;nbsp;000 bis 80&amp;amp;nbsp;000 Urlauber befanden sich am Freitag, 13. März, in Salzburg noch auf Urlaub. Der Großteil davon in den Wintersportgebieten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/salzburg/politik/mindestens-vier-wochen-totalausfall-im-salzburger-tourismus-84812842 www.sn.at], 14. März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchen und Religionsgesellschaften in Österreich setzten ab Montag, den 16. März 2020, öffentliche Gottesdienste und Versammlungen weitestgehend aus. Erzbischof Franz Lackner hatte für die kommende Zeit von der Sonntagspflicht dispensiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/salzburg/chronik/corona-erzdioezese-sagt-ab-montag-alle-gottesdienste-ab-84763987 SN]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute befanden sich 86 Spitalsmitarbeitern des [[Salzburger Landeskrankenhaus]]es - 33 Ärzten und 53 Pflegekräften - in Quarantäne, jedoch gab es keine Probleme mit der Versorgung von Patienten. Seit 17 Uhr war dann das geplante Covid-Spital im Haus D am Gelände des Salzburger Landeskrankenhauses in Betrieb. Hier wurden in den nächsten Tagen alle mit dem Coronavirus infizierten Personen behandelt, die aufgrund ihrer Symptome in einem Krankenhaus betreut werden mussten. In der ersten Ausbaustufe verfügte das Covid-Spital über eine Ambulanz und 50 Betten, in der vollen Ausbaustufe waren es in Kürze 200. Des weiteren standen drei Intensivstationen mit rund 30 Betten inklusive Respiratoren zur Verfügung sowie zwei OP-Säle und eine radiologische Abteilung mit einem bereits betriebsbereiten Röntgengerät. Ein Computertomograph wurde in den kommenden Tagen installiert (Facebook-Information Uniklinikum Salzburg - SALK, 16. März 2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ärger und Chaos an Grenze zu Deutschland]] gab es an diesem Tag vor allem an der Grenze in [[Oberndorf bei Salzburg]] und dem [[Bayern|bayerischen]] [[Laufen an der Salzach]], da man Pendler nicht über die Grenze ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 17. März, Dienstag &lt;br /&gt;
Die erste Apotheke im Land Salzburg musste wegen eines Apothekers am Coronavirus in [[Bad Hofgastein]] schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 18. März, Mittwoch &lt;br /&gt;
Mit Stand Mittwochabend, 18. März, waren im Bundesland Salzburg 18&amp;amp;nbsp;147 Personen arbeitslos vorgemerkt. Damit war die Arbeitslosigkeit seit dem Wochenende um 51,1 Prozent gestiegen. Mehr als die Hälfte des Anstiegs betraf Arbeitskräfte aus dem Hotel- und Gastgewerbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Mittwochnachmittag hatte Landeshauptmann Wilfried Haslauer verkündet, dass sowohl die Gemeinde [[Flachau]] (rund 2&amp;amp;nbsp;800 Einwohner) als auch das [[Gasteinertal]] mit [[Dorfgastein]], [[Bad Hofgastein]] und [[Bad Gastein]] (zusammen rund 12&amp;amp;nbsp;500 Einwohner) sowie das [[Großarltal]] mit [[Großarl]] und [[Hüttschlag]] (zusammen rund 4&amp;amp;nbsp;700 Einwohner) unter Quarantäne gestellt werden. Die Quarantäne galt ab Mitternacht und wurde bis 31. März angeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/20-000-menschen-im-pongau-isoliert-auch-grossarls-ortschef-mit-corona-infiziert-85056418 19. März 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Baustellen auf Landesstraßen wurden eingestellt und abgesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flüchtlingsquartier Bergheim mit seinen 162 Bewohner wurde unter Quarantäne nachdem heute ein Covid-19 Fall im Flüchtlingsquartier bestätigt wurde und die Kontaktpersonen unter den 162 Bewohnern nicht eingegrenzt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 19. März, Donnerstag  &lt;br /&gt;
In der Stadt Salzburg sollen Teile des [[Messezentrum]]s in ein Betten- und Vorsorgezentrum für Covid-19-Patienten umgewandelt werden. Damit könnte das Uniklinikum Salzburg zunächst bis zu 400 Personen abseits des Krankenhausgeländes behandeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie andere Spitäler auf der ganzen Welt stand auch das Uniklinikum Salzburg derzeit vor dem Problem, ausreichend Schutzmaterial zu bekommen. Nachdem etwa in [[Deutschland]] Lkw mit bereits bezahlten Masken für Österreich festsaßen, waren auch an der türkischen Grenze Großlieferungen mit Masken, aber auch Beatmungsgeräten blockiert. Für eine unerwartete Entspannung in dieser Situation hatten in Salzburg nun mehrere Firmen und Einrichtungen wie Sony gesorgt, die Schutzmasken etwa in der Produktion verwenden. Dadurch waren binnen kürzester Zeit 5&amp;amp;nbsp;000 Masken zusammengekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[ÖBB]] teilten mit, dass alle Fernverkehrshalte im [[Gasteinertal]] entfallen. 18 Züge waren davon betroffen. Die [[Tauernschleuse]] [[Böckstein]]-[[Mallnitz]] wurde geschlossen, was weitere 36 Züge betraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute konnten jene beiden Personen in Fusch an der Großglocknerstraße, die als erste infiziert waren, wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Und die Apotheke in Bad Hofgastein öffnete wieder, teilte die [[Salzburger Apothekerkammer]] mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 20. März, Freitag  &lt;br /&gt;
Eine positive Nachricht, den [[Rückgang bei Luftschadstoffen durch Corona-Maßnahmen]], meldete die [[Salzburger Landeskorrespondenz]]. Und es gab weitere Details zum [[Einsatz von Soldaten und Zivilbediensteten des Bundesheeres aus dem Bundesland Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt wurden bisher 1&amp;amp;nbsp;613 Tests in Salzburg über das [[Rote Kreuz]] durchgeführt. Davon wurden in den &#039;&#039;Drive-in&#039;&#039;-Stationen beim [[Red Bull Arena|Stadion]] in [[Wals-Siezenheim]], in [[Zell am See]] und in [[Schwarzach im Pongau]] 687 Proben genommen und 926 Proben von den mobilen Teams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Palfinger AG#Coronna-Virus März 2020: Palfinger fährt die Produktion herunter|Palfinger AG]] teilte mit, dass sie ab Montag, den [[23. März]], zwei Wochen Kurzarbeit einführt und dann vermutlich zwei Wochen ganz ihre Produktion in Salzburg und [[Oberösterreich]] schließen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 21. März, Samstag  &lt;br /&gt;
Nach Angaben des Land Salzburg (Stand Samstag, 14:40 Uhr) waren 189 Menschen im Land Salzburg mit Covid-19 infiziert. Davon befanden sich 49 Personen im [[Pinzgau]], 40 in der Stadt Salzburg, 25 im [[Flachgau]], 57 im [[Pongau]], vier im [[Lungau]] und vier im [[Tennengau]] (zehn Fälle wurden statistisch noch nicht zugewiesen). Zwei Personen waren wieder genesen. Zwei Personen befanden sich im Krankenhaus auf der Intensivstation. Es gab mehr als 720 isolierte (&amp;quot;abgesonderte bzw. verkehrsbeschränkte&amp;quot;) Personen. Man wartete noch auf das Ergebnis von 500 Tests.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 22. März, Sonntag  &lt;br /&gt;
Insgesamt gibt es bisher 336 Personen in Salzburg, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, 327 davon halten sich im Land auf. Grund für die stark gestiegenen Fallzahlen sind unter anderem größere Laborkapazitäten ([[SALK]] + privates Labor) sowie mehr Abstriche durch die vierte &#039;&#039;Drive-in-Station&#039;&#039; in [[Salzburg Süd]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 23. bis 29. März 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
; 23. März, Montag &lt;br /&gt;
Der Einsatzstab hatte erhoben, dass in Salzburg 251 Beatmungsgeräte vorhanden sind. Dies wiederum entspricht 35-45 Geräte pro 100&amp;amp;nsp;000 Einwohner. Im Vergleich dazu: [[USA]] 18, [[Deutschland]] 34, [[Italien]] 8). Im Uniklinikum wurden bereits 50 Beatmungsplätze eingerichtet, weitere 60 auf der HNO-Abteilung folgten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
​Das [[Salzburger Messezentrum]] wurde zu einem Zusatzspital umgerüstet. In einem ersten Schritt wurden 352 Kojen mit je zwei Betten, also insgesamt 704 Betten, aufgebaut. Nachdem in der [[Landesklinik Hallein]] gestern fünf Personen positiv auf den Coronavirus getestet worden waren, wurden zwei betroffene Stationen unter Quarantäne gestellt. Die Geburtenstation blieb offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 24. März, Dienstag  &lt;br /&gt;
Im Bundesland Salzburg waren ab heute alle öffentlichen Spielplätze vorerst bis 13. April zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie behördlich gesperrt. Das Betretungsverbot umfasste auch Kinderspielplätze bei Wohnhäusern, in denen mehr als fünf Parteien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für [[17. Mai]] geplante [[Salzburg Marathon]] wurde abgesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pongau wieß mittlerweile die höchsten Fallzahlen an Covid-Infizierten im Bundesland auf. Es gab 156 Erkrankte. Die Zahl der positiv getesteten Personen in den Quarantäne-Gemeinden Flachau (26), Großarl (19), Hüttschlag (0), Bad Gastein (5), Bad Hofgastein (15) und Dorfgastein (2) war auf insgesamt 67 gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 25. März, Mittwoch  &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|6Fr5YfW5HbY|280|right|ufbau des Covid-Zusatzspital Messe läuft auf Hochtouren, 01:57 min Video}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:yellow&amp;quot;&amp;gt;&amp;amp;nbsp;Heute wurde der erste Todesfall im Bundesland Salzburg registriert.&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
​Im Uniklinikum Salzburg verstarb ein 84 Jahre alter Patient. Dieser war seit vielen Jahren gesundheitlich schwer beeinträchtigt und hatte mehrere Vorerkrankungen. Er kam aufgrund akuter Atembeschwerden ins Krankenhaus und wurde in der Quarantäneaufnahme evaluiert, als Verdachtsfall eingestuft und positiv getestet. Über Nacht hatte sich sein Zustand so verschlechtert, dass er in den Morgenstunden verstorben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Salzburg AG]] registrierte seit dem Wochenende [[14. März|14.]]–[[15. März]] einen Rückgang beim Stromverbrauch im Bundesland um 20 Prozent. Auch der Wasserverbrauch ging um zehn Prozent zurück. In den [[Obus Salzburg AG|Obussen]] gingen die Fahrgastzahlen in den vergangenen Tagen um 70 bis 90 Prozent zurück. Ein deutliches Minus gab es auch beim Individualverkehr. Die [[Asfinag]] verzeichnete bei zwei Salzburger Zählstellen einen Rückgang von 66 Prozent. Seit Anfang März sanken die Stickstoffwerte um rund 50 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue [[Flying Mozart]] in [[Wagrain]] und der Panorama-Link nach [[Kleinarl]] gehen erst 2021 in Betrieb. Insgesamt 64 Millionen Euro sollten heuer in den Bau der neuen &#039;&#039;Flying Mozart&#039;&#039; von Wagrain-Kirchboden bis hinauf zum [[Grießenkareck]] sowie gemeinsam mit [[Shuttleberg Flachauwinkl Kleinarl|Shuttleberg]] für die Verbindungsbahn Panorama-Link nach Kleinarl investiert werden. Beide Projekte wurden nun gestoppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Salzburger Festspiele]] hatten sich für etwaige Absagen nun Fristen gesetzt: Am [[15. April]] wird entschieden, ob die [[Pfingstfestspiele]] von [[29. Mai]] bis [[1. Juni]] durchgeführt werden können und am [[30. Mai]] muss dann entschieden werden, ob und in welcher Form die Salzburger Festspiele zu ihrem 100-Jahre-Jubiläum stattfinden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 26. März, Donnerstag  &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aktueller Überblick im Land Salzburg&amp;lt;/u&amp;gt;: &lt;br /&gt;
* 559 Covid-19-Erkrankte insgesamt, sechs Personen genesen, 15 Patienten abgereist&lt;br /&gt;
* 537 Covid-19-Erkrankte befanden sich im Bundesland, 40 Personen im Krankenhaus, davon fünf auf der Intensivstation aufgenommen (die Intensivbehandlung einer dieser Personen auf Grund eines Sturzes), eine Person verstorben, 1&amp;amp;nbsp;980 „abgesonderte bzw. verkehrsbeschränkte“ Personen;&lt;br /&gt;
* Pongau 199, Pinzgau 137, Stadt Salzburg 97, Flachgau 79, Tennengau 33, Lungau 14​; &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Die Anzahl der [[SALK]]-Mitarbeiter in Quarantäne sinkt&amp;lt;/u&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* SALK-Mitarbeiter in Quarantäne (Stand heute): Gesamt 247, davon Ärzte 79, Pflege 116, Andere 52;&lt;br /&gt;
* Höchststand war am Dienstag, 24. März 2020: Gesamt 278, davon Ärzte 82, Pflege 137, Andere 59;&lt;br /&gt;
* Im gesamten Bundesland Salzburg standen 477 Ärzte, Pfleger und andere Spitalsmitarbeiter in häuslicher Isolation. Damit betreffen rund 24 Prozent aller zuletzt 2&amp;amp;nbsp;028 registrierten Quarantänefälle im Bundesland Klinikpersonal. Die Landeskliniken meldeten zuletzt allerdings leicht sinkende Zahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 767 Salzburger Firmen nutzten Kurzarbeit. Dadurch blieben schon jetzt die Jobs von über 15&amp;amp;nbsp;000 Mitarbeitern gesichert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 27. März, Freitag &lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:yellow&amp;quot;&amp;gt;&amp;amp;nbsp;In 32 von 119 [[Salzburger Gemeinden]] gab es bis heute noch keinen einzigen Covid-Fall.&amp;lt;/span&amp;gt; Im Pongau wurden mehr als ein Drittel aller im Land Salzburg bestätigten Coviderkrankungen registriert. Aktuell waren es 212 Infizierte. Der Pongau lag damit österreichweit an zweiter Stelle, nur im Bezirk Landeck in [[Nordtirol]] war der Wert pro 100&amp;amp;nbsp;000 Einwohner noch höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten beiden Wochen wurden beim [[Arbeitsmarktservice]] in Salzburg 28&amp;amp;nbsp;560 neue Arbeitslose gemeldet, was einem Anstieg von 120 Prozent entsprach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Männer im Alter von 77, 78 und 88 Jahren waren heute verstorben. Damit gab es bisher vier Todesfälle im Zuge der Corona-Krise in Salzburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 28. März, Samstag  &lt;br /&gt;
​Das salzburgweite Gesamtkonzept sah vor, dass folgende Covid-Zusatzspitäler eingerichtet werden, beziehungsweise schon betriebsbereit waren:&lt;br /&gt;
* [[Messezentrum]] mit 1&amp;amp;nbsp;200 bis 1&amp;amp;nbsp;600 Betten war einsatzbereit und hatte eine Vorlaufzeit für Inbetriebnahme von 48 Stunden, wenn sich der Bedarf zeigt.&lt;br /&gt;
* [[Landesklinik St. Veit]] mit 300 Betten (voraussichtlich ab Dienstag, 31. März, betriebsbereit)&lt;br /&gt;
* [[Tauernklinikum Zell am See]] mit 100 Betten&lt;br /&gt;
* Wie die [[SALK]] meldete, stanen im Bundesland 265 Respiratoren (Beatmungsgeräte) zur Verfügung, weitere elf waren bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Jeder Tausendste in Salzburg positiv auf Corona getestet&lt;br /&gt;
Mit Stand Donnerstag, 26. März, 07:30 Uhr, waren 558 Personen im Bundesland Salzburg positiv auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet worden. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung war das jeder 1&amp;amp;nbsp;000. Einwohner. Am stärksten betroffen war der Pongau mit 199 Fällen, das entsprach 245 bestätigten Infektionen pro 100&amp;amp;nbsp;000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;nolines&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-hover&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Corona-Virus Entwicklung Bezirke Stand 26März2020.png|Grafik Entwicklung der Infektionen in den Bezirken des Bundeslandes Salzburg. Stand 26. März 2020.&lt;br /&gt;
Corona-Virus Entwicklung Bezirke Stand 26März2020 Grafik 2.png|Grafik Entwicklung der Infektionen in den Bezirken des Bundeslandes Salzburg. Stand 26. März 2020.&lt;br /&gt;
Corona-Virus Infektionen Einwohner Stand 26März2020.png|Grafik Covid-19-Infektionen je 100&amp;amp;nbsp;000 Einwohner. Stand 26. März 2020.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 29. März, Sonntag  &lt;br /&gt;
Wenn man die vergangenen Tage betrachtete, dann verdoppelte sich die Zahl der Erkrankten derzeit alle 6,92 Tage. Im Dreitages-Durchschnitt nahmen die positiven Fälle täglich im 10,9 Prozent zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Uniklinikum Salzburg meldete weitere Todesfälle. Der 85-Jährige war auf der eigens eingerichteten Covid-Station der Krankheit erlegen. Am selben Tag starb dort auch eine 70-Jährige. Am Tag zuvor verschied eine 87-jährige Corona-Kranke. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf sieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;nolines&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-hover&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Corona-Virus Entwicklung Bezirke Stand 29März2020.png|Entwicklung Bezirke, Stand 29. März 2020&lt;br /&gt;
Corona-Virus Infektionen nach Alter Tortendiagramm.png|Infektionen nach Alter, Darstellung Tortendiagramm, Stand 29. März 2020&lt;br /&gt;
Corona-Virus Infektionen nach Alter Balkendiagramm.png|Infektionen nach Alter, Darstellung Balkendiagramm, Stand 29. März 2020&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Eugendorf]] verlangte die Apotheke &amp;quot;Zum Goldenen Stern&amp;quot; für 500 ml Desinfektionsmittel € 45,90, in der zweiten Eugendorfer Apotheke „Die Apotheke“ kostet dieselbe Menge € 7,--, wenn man ein eigenes Behältnis mitbringt, berichtete eine Facebook-Nutzerin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10217007835577160&amp;amp;set=a.10204198093821622&amp;amp;type=3&amp;amp;eid=ARCrLJ3rFrDsOtTYxtFKSLmKXiUY_CC1_pbLctTuQhuou6Cq2gtwDTrPNJPESYQ8fgvKatMZdLhmlL1W www.facebook.com/photo.php]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Montag, [[30. März]], meldete sich die Apothekerin bei der Kundin und erklärte, dass es sich um einen Auspreisungsfehler gehandelt hatte und bot ihr die Rückzahlung des Differenzbetrages sowie eine zusätzliche Flasche Desinfektionsmittel an. Beides sollte die Apothekerin jedoch auf Wunsch der Kundin an eine Rettungsorganisation spenden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10217007835577160&amp;amp;set=a.10204198093821622&amp;amp;type=3&amp;amp;eid=ARCrLJ3rFrDsOtTYxtFKSLmKXiUY_CC1_pbLctTuQhuou6Cq2gtwDTrPNJPESYQ8fgvKatMZdLhmlL1W www.facebook.com/photo.php], letztmalig am 30. März abgefragt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== April 2020 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== 30. März bis 5. April 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
; 30. März, Montag &lt;br /&gt;
; Obus ab heute im 30-Minuten-Takt &lt;br /&gt;
Ab heute fuhren die [[Obus Salzburg AG|Obusse]] in der Stadt Salzburg nur mehr im 30-Minuten-Takt. Der Betrieb werde zwischen 5 und 23 Uhr aufrecht erhalten, hieß es von der Salzburg AG. Die Linien [[Obuslinie 12|Obuslinie]] {{Symbol-Obuslinie|12}} und [[Obuslinie 14|Obuslinie]] {{Symbol-Obuslinie|14}} entfiellen gänzlich, da diese hauptsächlich Schulen bedient hatten. Die Linien 1 bis 10 verkehrten zwischen 5 Uhr und 23 Uhr nach Sonderfahrplan - alle Haltestellen wurden im 30-Minuten-Takt angefahren. Für alle Busse der Linien 21, 22, 23, 24 und 27 galt der &amp;quot;Sonntagfahrplan&amp;quot; - womit auch diese Linien im 30-Minuten-Intervall fuhren. Auch die Autobuslinien 25 und 28 wurden im Halb-Stunden-Takt geführt. Die Linie 34 verkehrte weiterhin nach &amp;quot;Werktagsfahrplan&amp;quot;. Der Gaisbergbus (Linie 151) wurde eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Salzburger Lokalbahn]] verkehrte mit &amp;quot;Sonntagfahrplan&amp;quot;. Auf der gesamten Strecke der [[S-Bahn Salzburg|S-Bahnen]] {{Symbol-S-Bahn|S1|#B71E44}} bis [[Lamprechtshausen]] war von Montag bis Sonntag ein 30-Minuten-Takt gegeben. Für die Strecke {{Symbol-S-Bahn|S11|#B71E44}} zwischen [[Bürmoos]] und [[Ostermiething]] ergab sich ein 60-Minuten-Intervall - wie für die die [[Pinzgauer Lokalbahn]] zwischen [[Zell am See]] und [[Krimml]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der vom Land Salzburg vor zwei Wochen verordneten behördlichen Sperre für Beherbergungsbetriebe gab es in der Stadt Salzburg derzeit zwei Hotels, die eine Ausnahmegenehmigung hatten: Das Hotel Lehenerhof und das zur Star-Inn-Gruppe gehörende Hotel Loft Collection Salzburg Mirabell. Frühstück oder andere Verpflegung gibt es nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wurden alle [[Osterfeuer]] abgesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Zahlen für Salzburg, 30. März, 13:00 Uhr:&lt;br /&gt;
: Zahl der bisher in Salzburg positiv getesteten Personen: 857&lt;br /&gt;
: Acht Todesfälle (neun mit Stand 20:30 Uhr)&lt;br /&gt;
: Genesen: 38 Personen&lt;br /&gt;
: 857 positiv auf Covid-19 getestete Personen insgesamt im Bundesland (zu Sonntag: +57), davon 14 Patienten abgereist&lt;br /&gt;
: Im Spital: 63, davon 9 auf der Intensivstation&lt;br /&gt;
: Isoliert: 2&amp;amp;nbsp;645 abgesonderte bzw. verkehrsbeschränkte Menschen.&lt;br /&gt;
: Fälle nach Gaue: Pongau 321, Pinzgau 231, Flachgau 121, Stadt Salzburg 120, Tennengau 49, Lungau 15​.&lt;br /&gt;
: Wenn man die vergangenen drei Tage beobachtet, dann verdoppeln sich die Erkrankten derzeit alle 6,92 Tage. Im Drei-Tages-Durchschnitt nehmen die positiven Fälle derzeit täglich im 10,9 Prozent zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 31. März, Dienstag  &lt;br /&gt;
Die Gemeinde Flachau sowie das Großarltal und Gasteinertal waren seit 19. März in Quarantäne und blieben es aus heutiger Sicht auch weiterhin. Weiters wurden ab heute [[Altenmarkt im Pongau]] sowie im Pinzgau [[Zell am See]] und [[Saalbach-Hinterglemm]] unter Quarantäne gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Einsiedelei St. Georg]] wird heuer aufgrund der Pandemie erstmals unbewohnt bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ankündigung der Bundesregierung, dass ab Mittwoch, [[1. April]], spätestens ab [[6. April]], bei Einkäufen in Lebensmittelgeschäften ein Mundschutz zu tragen ist und aufgrund der immer wieder auftauchenden Hilferufe nach Mundschutz-Lieferungen, hatten im gesamten Bundesland mehrere Unternehmen ihre Produktion auf Mundschutz umgestellt oder erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apothekerin Franziska Wagner der [[Golling an der Salzach|Golling]]er &#039;&#039;Apotheke zur Gemse&#039;&#039; will trotz Corona positive Stimmung verbreiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/salzburg/chronik/apothekerin-will-trotz-corona-positive-stimmung-verbreiten-85644919 www.sn.at] vom 31. März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 1. April, Mittwoch  &lt;br /&gt;
[[Datei:Corona-Virus und das Bundesland Salzburg medizinischer Versorgungsplan April 2020.jpg|thumb|Medizinischer Versorgungsplan April 2020.]]&lt;br /&gt;
40&amp;amp;nbsp;000 Salzburger sind jetzt unter Quarantäne. Die Gemeinden im [[Gasteinertal|Gasteiner]]- und [[Großarltal]] bleiben ebenso bis 13. April in Quarantäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Französische Covid-Patienten in Salzburg eingetroffen]]. Salzburg nahm Intensivpatienten aus Frankreich auf. Österreich griff dem schwer von der Coronavirus-Pandemie getroffenen Frankreich bei der Behandlung von Infizierten unter die Arme. Drei schwer an Covid-19 erkrankte Personen wurden zur Behandlung in das Bundesland Salzburg gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wurde ein zwölftes Todesopfer gemeldet. Es handelte sich um eine 96-jährige Patientin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 2. April, Donnerstag  &lt;br /&gt;
Die Wachstumsrate bei den Coronavirus-Krankheitsfällen war heute im Bundesland Salzburg bei 4,5 Prozent gelegen. &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:yellow&amp;quot;&amp;gt;&amp;amp;nbsp;Das ist der geringste Wert seit Ausbruch der Coronakrise.&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/span&amp;gt; Der Fünf-Tagesschnitt lag bei sechs Prozent. Pro 100&amp;amp;nbsp;000 Einwohner gab es laut Landesmedien-Zentrum 181,2 Infizierte, österreichweit waren es 122,5. Salzburg lag also darüber und hinter Tirol an zweiter Stelle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es sich bei den bisher zwölf Verstorbenen um Pensionisten mit meist schweren Vorerkrankungen handelte, so dürfen sich jüngere Menschen nicht in Sicherheit wiegen. &amp;quot;&#039;&#039;Es gibt sehr viele schwere Krankheitsverläufe auch bei jüngeren Leuten&#039;&#039;&amp;quot;, gab Wieser zu bedenken. Er verwies auf eine Aussage von Primar Richard Greil, Leiter des medizinischen Covid-Einsatzstabes des Landes, wonach das durchschnittliche Alter der zehn Covid-Patienten, die gestern beatmet wurden, bei 59 Jahren lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,9 Prozent der maximal möglichen Intensivbetten seien derzeit in Salzburg ausgelastet. 141 Intensivbetten stünden maximal zur Verfügung: 127 im Covid-Haus des Uniklinikums Salzburg und 14 im [[Krankenhaus Schwarzach]]. Aktuell waren 14 Intensivbetten im Covid-Haus belegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ein Firmenchef hatte offenbar die psychische Belastung nach der Schließung seines Betriebes wegen der Corona-Krise nicht verkraftet. Der 47-Jährige ist Medienberichten zufolge am vergangenen Samstag in [[Straßwalchen]] (Flachgau) ausgerastet und mit einem Radlader einen Kleinbus losgefahren, in dem sich ein Erwachsener mit seinem neunjährigen Sohn befanden. Der 47-Jährige schob den Wagen zunächst rund 40 Meter auf der Gemeindestraße zurück, bevor er ihn mehrere Meter in ein Feld schob. Die beiden Personen konnten die Flucht ergreifen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen versuchten Mordes. Laut einem Gutachten, das Mitte April vorlag, war der Unternehmer nicht zurechnungsfähig. Demnach befand sich der 47-Jährige in einem &amp;quot;manisch-psychotischen Zustand&amp;quot;, der einer Geisteskrankheit zuzuordnen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/salzburg/chronik/flachgauer-firmenchef-war-wegen-coronakrise-ausgerastet-laut-gutachten-nicht-zurechnungsfaehig-86314978 www.sn.at]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gaisberg Landesstraße|Straße]] auf den [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] in der Stadt Salzburg, ein beliebtes Ausflugsziel bei schönem Wetter, wurde am kommenden Samstag und Sonntag für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Unterstützung erhält der Salzburger Bürgermeister von Stadtpolizeikommandant [[Manfred Lindenthaler]]: „&#039;&#039;Wir patrouillieren verstärkt durch die Stadt, insbesondere auch an den Salzach-Kais, lösen Menschenansammlungen auf und müssen leider auch immer wieder Strafen aussprechen. Sich nicht an die Vorgaben zu halten ist kein Kavaliersdelikt, sondern unvernünftig, gefährlich und daher strafbar!&#039;&#039;“ Die Sperre der Gaisbergstraße sei da nur eine logische Konsequenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 3. April, Freitag  &lt;br /&gt;
Brauereien helfen Wirten und setzen Pachtzahlung bis Ende April aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Verdopplungszeit in Salzburg betrug „gute“ 15,9 Tage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kurve der Genesungen war im Bundesland gestiegen. Von den bisher 1&amp;amp;nbsp;049 positiv Getesteten waren schon 180 wieder gesund geworden. Die Tageswachstumsrate bei den bestätigten Krankheitsfällen lag am Freitag um 13:00 Uhr im 24-Stunden-Vergleich bei 3,7 Prozent, der Drei-Tagesschnitt bei 4,4 Prozent. Die Verdoppelungszeit betrug derzeit 15,9 Tage, was bei Experten als sehr guter Wert einer Verbesserung galt, bundesweit ein Spitzenwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Gründe) hatte die Verdopplungszeit von 14 Tagen am Donnerstag in Wien als wünschenswertes Ziel für ganz Österreich genannt. Auch die Anzahl der Tests in Salzburg stieg wieder an, Donnerstag wurden 646 Tests gezählt, Freitag 855.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://salzburg.orf.at/stories/3042456/ salzburg.orf.at], 3. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 4. April, Samstag  &lt;br /&gt;
[[Datei:Corona-Virus und das Bundesland Salzburg Gaisberg Strassensperre.jpg|thumb|Am Wochenende 4./5. April 2020 war die Zufahrt mit Autos oder Motorrädern auf den [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] gesperrt. Damit sollten große Menschenansammlungen verhindert, die Ausbreitung des Coronavirus damit eingedämmt werden.]] &lt;br /&gt;
;Weniger Salzburger Spitalsmitarbeiter in Quarantäne&lt;br /&gt;
Die Zahl jener Mitarbeiter von Salzburger Spitälern, die sich wegen der Corona-Pandemie in Quarantäne befinden, sinkt. Das teilte das Land Salzburg mit. Zur Zeit seien alle Stationen in allen Krankenhäusern in Betrieb. Derzeit befinden sich insgesamt 188 Beschäftigte von Spitälern in Salzburg in Isolation, 80 davon arbeiten an den Salzburger Landeskliniken (SALK). Vor knapp zwei Wochen hatten sich dort noch 278 Mitarbeiter in Quarantäne befunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bundesland Salzburg waren zwei Männer im Alter von 92 und 85 Jahren verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 in Salzburg auf 14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 69 Anzeigen am heutigen Samstag lag Salzburg vor Niederösterreich mit 36 und noch hinter Oberösterreich mit 109 Anzeigen. 258 Anzeigen gab es an diesem Samstag in Tirol.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/salzburg/chronik/69-anzeigen-in-salzburg-wegen-covid-an-einem-tag-85855327 www.sn.at], 5. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 5. April, Palmsonntag  &lt;br /&gt;
Insgesamt 47 Bewohner und Mitarbeiter von Seniorenwohnheimen in Salzburg wurden bis heute positiv auf das Coronavirus getestet. Im Bundesland Salzburg gibt es insgesamt 75 Seniorenwohnheime mit rund 5&amp;amp;nbsp;200 Betten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Öffnung der [[Großglockner Hochalpenstraße]] nach ihrer Wintersperre ist ungewiss. Wegen der Corona-Krise wird die [[Großglockner Hochalpenstraße Schneeräumung|Schneeräumung]] mit den [[Wallack-Rotations-Schneefräse|Wallack-Pflügen]] samt dem traditionellen Durchstich nicht im April stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 6. bis 12. April 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit einigen Tage herrschten frühlingshaft warme Temperaturen um +20 °C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 6. April, Karwoche, Montag  &lt;br /&gt;
Derzeit gab es in im Bundesland Salzburg 19 Gemeinden ohne bekannten Corona-Fall. Laut Mitteilung des Landes Salzburg waren dies (in alphabetischer Reihenfolge) mit Stand Sonntag, 5. April, 19 Uhr: [[Annaberg-Lungötz|Annaberg]], [[Dienten am Hochkönig]], [[Dorfbeuern]], [[Göriach]], [[Hintersee (Ort)|Hintersee]], [[Hollersbach im Pinzgau]], [[Hüttschlag]], [[Köstendorf]], [[Lessach]], [[Muhr]], [[Neumarkt am Wallersee]], [[Nußdorf am Haunsberg]], [[Ramingstein]], [[Rußbach am Paß Gschütt]], [[Scheffau am Tennengebirge]], [[St. Koloman]], [[Thomatal]], [[Weißpriach]] und [[Zederhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chinesische Stadt Shanghai hatte ihrer österreichischen Partnerstadt Salzburg 3&amp;amp;nbsp;000 medizinische und 18&amp;amp;nbsp;000 reguläre Schutzmasken für Ärzte, Pfleger und Patienten der Landeskliniken gespendet. Auch die Kosten für die Luftfracht nach Wien wurden von der chinesischen Millionenstadt übernommen. Eingefädelt hatten die Lieferung der frühere Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden]] und seine Frau [[Jianzhen Schaden|Jianzhen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Salzburg24.at]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/shanghai-spendet-21-000-schutzmasken-an-stadt-salzburg-85895563 6. April 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Salzburger Pfingstfestspiele]] für den [[29. Mai]] bis [[1. Juni]] für 2020 wurden wegen des heute von der Bundesregierung präsentierten Veranstaltungsverbots bis Ende Juni abgesagt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit heutigem Stand gab es im Bundesland Salzburg bisher 16 Todesopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 8. April, Karwoche, Mittwoch  &lt;br /&gt;
20 Menschen im Alter von 67 bis 96 Jahren waren in Salzburg bisher verstorben. 94 Menschen waren im Krankenhaus, davon 19 auf der Intensivstation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Electric Love Festival]], das heuer vom 9. bis 12. Juli am Salzburgring hätte steigen sollen, musste heute im Zuge der Corona-Krise abgesagt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 9. April, [[Gründonnerstag]]  &lt;br /&gt;
; Sperren von Ausflugszielen am Osterwochenende&lt;br /&gt;
Nach dem Ansturm auf die Parkplätze für Wanderungen ins [[Bluntautal]] und zum [[Gollinger Wasserfall]] am [[Palmsonntag]] werden diese am Osterwochenende von der Marktgemeinde [[Golling an der Salzach]] gesperrt. Ebenso wird die Sperre der Gaisberg-Landesstraße auf den Gaisberg für den Individualverkehr wiederholt. Auch die Gemeinde [[St. Gilgen]] sperrt die Parkplätze in St. Gilgen am Osterwochenende für Ausflügler. Viele Zweitwohnungsbesitzer würden sich zu Ostern in St. Gilgen aufhalten, falls noch viele weitere Menschen in der Gemeinde Erholung suchten, könnte es zu größeren Menschenansammlungen kommen, begründete ein Mitarbeiter der Gemeinde auf APA-Anfrage die Parkplatz-Sperre. Bereits sei Tagen ist auch der beliebte Klettergarten [[Plombergstein]] in der Gemeinde gesperrt. In [[Hof bei Salzburg]] sind seit 3. April die Zufahrtstraßen zum Parkplatz des gemeindeeigenen Naturstrandbades am [[Fuschlsee]] gesperrt, davon ausgenommen sind dort wohnende Anrainer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg wird ab Dienstag nach Ostern, 14. April, u.a. wieder alle städtischen Parks und Hundewiesen öffnen. Die Spielplätze bleiben aufgrund einer kommenden neuen Verordnung des Landes bis 30. April geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal seit mehr als 300 Jahren fällt in [[Großarl]] das [[Ölbergsingen]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Jägerbataillon Salzburg &amp;quot;Erzherzog Rainer&amp;quot;]] wird mobilgemacht: Die 3. Jägerkompanie wurde ausgewählt und wird mit 4. Mai für den Covid-19-Einsatz ausgebildet. Der Einsatzbeginn wurde mit 18. Mai 2020 festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielplätze bleiben bis 30. April geschlossen, Nutzung der Zweitwohnsitze für Besitzer erlaubt, Vermietung an Gäste nicht gestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 10. April, [[Karfreitag]] &lt;br /&gt;
; Ohne Beschränkungen wären es heute mehr als 4&amp;amp;nbsp;000 Infizierte&lt;br /&gt;
Eine Simulation der [[Landesstatistik]] zeigt, dass ohne Umsetzung der Maßnahmen mit Stand heute, 10. April, die Zahl der Infizierten auf mehr als 4&amp;amp;nbsp;000 gestiegen wäre. „&#039;&#039;Wenn man nichts getan hätte, wären die Infektionen auf fast das Vierfache des tatsächlichen Standes angestiegen. Auch die Zahl der Genesenen hätte bei der hohen Wachstumsrate nur zu einem geringen Rückgang geführt&#039;&#039;“, erklärt der Statistiker [[Gernot Filipp]], der fortsetzt: „&#039;&#039;Wir sind bei der Simulation von einem realistischen Szenario ausgegangen. Schrittweise haben wir die Berechnung auf eine Wachstumsrate von 15 Prozent angepasst&#039;&#039;“. Die Anzahl der stationären Patienten wären in diesem Berechnungsmodell ebenfalls massiv angestiegen. Heute wären ohne Maßnahmen zirka 530 Patienten in stationärer Behandlung im Krankenhaus gewesen. Darüber hinaus müssten mehr als 100 Menschen auf der Intensivstation betreut werden. Würde man von dem simulierten Anstieg ausgehen, wären bereits mehr als 70 Verstorbene im Bundesland Salzburg zu beklagen. „&#039;&#039;Je später man reagiert, desto länger dauert das exponentielle Wachstum an. Das abzufangen ist fürs Erste in Salzburg gelungen.&#039;&#039;“, sagt Filipp.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;nolines&amp;quot; mode=&amp;quot;packed-hover&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Corona-Virus und das Bundesland Salzburg Ohne Anti-Corona-Maßnahmen 01.png|Stand 10. April 2020: Patienten stationär, 106 auf Intensivstation 74 Tote.&lt;br /&gt;
Datei:Corona-Virus und das Bundesland Salzburg Ohne Anti-Corona-Maßnahmen 02.png|Stand 10. April 2020: Ohne Beschränkungen mehr als 4&amp;amp;nbsp;000 Corona Infizierte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sperre der Seilbahnen in Salzburg bis Ende April. Die Seilbahnen waren seit 16. März wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 13. bis 19. April 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
; 13. April, Ostermontag &lt;br /&gt;
Das Land Salzburg hat am Montag die Aufhebung der Quarantäne in acht Gemeinden im Pinzgau und Pongau verkündet, nur jene in Altenmarkt ist um zwei Tage bis Mittwoch verlängert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 14. April, Dienstag&lt;br /&gt;
In Salzburg waren bisher 1&amp;amp;nbsp;194 Personen positiv getestet: Stadt Salzburg 141, Flachgau 189, Tennengau 67, Pongau 429, Lungau 23, Pinzgau 345. 391 Infizierte hielten sich im Bundesland auf, 777 Personen waren genesen, 97 noch in Krankenhäusern, 19 davon auf der Intensivstation. 26 Personen waren bis heute verstorben. In Salzburg waren aktuell mehr als 2&amp;amp;nbsp;430 Menschen isoliert („abgesondert bzw. verkehrsbeschränkt&amp;quot;). Insgesamt wurden bisher 12&amp;amp;nbsp;611 Tests durchgeführt. In elf Seniorenhäuser waren heute Personen mit dem Virus infiszert, 39 positiv getestete Bewohner, davon befanden sich zwei in ihrem Seniorenwohnheim und 27 im Krankenhaus. Eine Person war bereits genesen und neun waren verstorben. Die Personal-Situation in den betroffenen Seniorenwohnhäusern stellte folgendermaßen dar: 201 Mitarbeiter waren aus unterschiedlichen Gründen aktuell nicht einsetzbar, 22 davon befanden sich in Quarantäne.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[FC Zell am See]] überlegte einen Ausstieg aus der [[Salzburger Liga]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 15. April, Mittwoch&lt;br /&gt;
Ab heute waren die Gemeinden Zell am See, Saalbach-Hinterglemm, Bad Gastein, Bad Hofgastein, Dorfgastein, Flachau, Großarl und Hüttschlag wieder mit den öffentlichen Verkehrsmittlen zu erreichen - ihre Quarantäne wurde bereits vor zwei Tagen aufgehoben. Die Züge der ÖBB hielten wieder im Gasteinertal. Es werden weiterhin die angepassten, reduzierten Fahrpläne angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Französische Patienten in Salzburg: Ein Patient konnte nach zwei negativen Testungen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Er wurde mit der Flugambulanz nach Metz ([[Frankreich|FRA]]) geflogen. Zwei weitere Patienten werden weiterhin auf der Intensivstation behandelt, meldet das Uniklinikum Salzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 16. April, Donnerstag&lt;br /&gt;
Aufgrund der sinkenden Anzahl von neu auftretenden Covid-19-Erkrankungen und den Lockerungen einiger Maßnahmen in definierten Bereichen des täglichen Lebens soll nun parallel dazu der Regelbetrieb in den Krankenanstalten schrittweise wieder aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
​Auch am kommenden Wochenende, 18. und 19. April, wird die Straße auf den Gaisberg am Samstag und Sonntag von 09:00 bis 17:00 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. Ausgenommen sind Anrainer, Einsatz- und Versorgungsfahrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 17. April, Freitag&lt;br /&gt;
Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August 2020 erteilte die Regierung heute eine Absage. Die Abhaltung der [[Salzburger Festspiele]] stand somit weiterhin an der Kippe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/kultur/allgemein/fahrplan-fuer-kultur-museen-duerfen-mitte-mai-oeffnen-keine-grossveranstaltungen-bis-ende-august-86349754 www.sn.at], 17. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
875 Personen sind genesen, 309 Infizierte halten sich im Bundesland auf. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 beläuft sich im Bundesland Salzburg auf 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Patient in Salzburg erhielt erstmals Spender-Plasma&lt;br /&gt;
Am Uniklinikum Salzburg wurde nun erstmals ein Corona-Patient mit Blutplasma eines bereits genesenen Covid-19-Erkrankten behandelt. Am Freitagabend vermeldete das Land eine erste Zwischenbilanz: &amp;quot;&#039;&#039;Der Patient konnte selbst keine Antikörper bilden. Er hat daher zwei Beutel erhalten und zeigt deutliche Anzeichen einer Besserung&#039;&#039;&amp;quot;, berichtete Alexander Egle, medizinischer Leiter des Covid-Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hergestellt wurde das Rekonvaleszenten-Plasma im Universitätsinstitut für Transfusionsmedizin in Salzburg. Dieses hat nach einem Aufruf des [[Rotes Kreuz|Roten Kreuzes]] zahlreiche Spender gefunden, laut ORF sollen sich rund 50 Freiwillige gemeldet haben. Am Donnerstag wurde die erste derartige Spende abgenommen und dem Patienten auf der Intensivstation verabreicht. Die Ärzte in Salzburg wollen jedenfalls auf Vorrat produzieren. Das Plasma sei im gefrorenen Zustand zwei Jahre lang haltbar. Nun würden so viele geheilte Plasma-Spender wie möglich gesucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 20. bis 26. April 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
; 21. April, Dienstag&lt;br /&gt;
Mit 105 Coronavirus-Patienten im Covid-Haus des Salzburger Uniklinikums waren heute so viele Erkrankte wie noch nie in stationärer Behandlung. Zudem meldete das Uniklinikum einen weiteren Todesfall. Es handelt sich um einen 85-jährigen Mann. Die Zahl der Covid-Verstorbenen in Salzburg ist damit auf insgesamt 31 angestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 22. April, Mittwoch&lt;br /&gt;
Heute wurde verschiedene Wiedereröffnungen bekannt (siehe weiter unter bei den Datumseinträgen). Die Öffnung von [[Zoo Salzburg|Zoo]] und [[Wasserspiele Hellbrunn|Wasserspielen]] in [[Hellbrunn]] waren aktuell noch nicht fixiert. Noch keine Entscheidung gab es auch zum Aufsperren der Freibäder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 23. April, Donnerstag&lt;br /&gt;
Die Zahl der bisher in Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen beträgt 1&amp;amp;nbsp;222. Davon waren bereits wieder 1&amp;amp;nbsp;008 Personen genesen, es gab noch 181 Infizierte im Bundesland und 33 Personen waren bisher verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 25. April, Samstag&lt;br /&gt;
Am Samstag nahm der [[Gaisberg (Berg)|Gaisbergbus]] seinen 90-minütigen Linienbetrieb wieder auf, die Zufahrt für den Individualverkehr auf den Berg blieb offen. Der große [[Grünmarkt]] findet diesen und nächsten Samstag noch in eingeschränkter Form mit Lebensmitteln und Blumen statt. Bis zum [[15. Mai]] (generelle Öffnung der Gastronomie nach Bundesvorgaben) gibt es auf den Märkten in der Stadt noch keine Würstelstände. Das wurde mit den Betreibern so besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 26. April, Sonntag&lt;br /&gt;
; Der Lungau ist Corona-frei &lt;br /&gt;
Als erster Bezirk in Salzburg meldete der [[Lungau]] derzeit keinen einzigen Corona-Fall mehr. Die bisher 23 positiv getesteten Personen sind alle genesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt stieg die Zahl der bisher in Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen am Samstag um zwei auf 1&amp;amp;nbsp;228, davon waren 1&amp;amp;nbsp;055 Personen laut Daten des Landes genesen, 33 verstorben. 140 Infizierte halten sich demnach aktuell im Bundesland auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Bezirke verteilen sich diese Zahlen folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:[[Pongau]]: 434 positiv Getestete, 380 Genesene, 14 Verstorbene, 40 Infizierte aktuell im Bezirk&lt;br /&gt;
:[[Pinzgau]]: 359 positiv Getestete, 315 Genesene, 8 Verstorbene, 36 Infizierte aktuell im Bezirk&lt;br /&gt;
:[[Flachgau]]: 200 positiv Getestete, 153 Genesene, 7 Verstorbene, 40 Infizierte aktuell im Bezirk&lt;br /&gt;
:[[Stadt Salzburg]]: 144 positiv Getestete, 123 Genesene, 2 Verstorbene, 19 Infizierte aktuell im Bezirk&lt;br /&gt;
:[[Tennengau]]: 68 positiv Getestete, 61 Genesene, 2 Verstorbene, 5 Infizierte aktuell im Bezirk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 27. April bis 3. Mai 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
; 27. April &lt;br /&gt;
Ab heute wurde die Parkraumbewirtschaftung in der Stadt Salzburg wieder eingeführt. Gestraft wurde aber erst ab Donnerstag (Schranne). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 30. April&lt;br /&gt;
Die [[Schrannenmarkt|Schranne]] feierte ihr Wiederauferstehen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Mai 2020 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[7. Mai]]: Nachdem sich Anfang Mai 2020 die Corona-Situation deutlich entspannt hatte, wurde am 7. Mai bei einer vorgezogenen Generalversammlung der Gesellschafter der [[GROHAG]] - Land Salzburg, Land [[Kärnten]] und Bund - die Entscheidung zur Öffnung der [[Großglockner Hochalpenstraße]] getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[9. Mai]]: Die Stadt Salzburg vermeldete erstmals keine Corona-Infizierten mehr. Die Stadt Salzburg hatte offiziell keine an Covid-19-Erkrankten mehr. Ausnahme war das Covid-Haus der Landeskliniken, wo aktuell noch 28 Personen mit schweren Symptomen behandelt wurden. Die Zahlen im Detail:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Die Zahl der bisher in Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen betrug 1&amp;amp;nbsp;235 (keine Veränderung in den vergangenen 24 Stunden). 1&amp;amp;nbsp;158 Personen waren genesen, 36 verstorben, 41 Infizierte hielten sich im Bundesland auf. 28 Personen befanden sich im Krankenhaus, davon zwei in einer Intensivstation (die letzte Person aus Frankreich war genesen und bereits in ihre Heimat zurückgekehrt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Bezirksübersicht: Flachgau: 17 aktiv Infizierte, Lungau: 0 aktiv Infizierte, Pinzgau: zehn aktiv Infizierte, Pongau: zwei aktiv Infizierte, Stadt Salzburg: 0 aktiv Infizierte und Tennengau: zwei aktiv Infizierte;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[11. Mai]]: Beginn der [[Großglockner Hochalpenstraße Schneeräumung 2020]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[15. Mai]]: Die Gastronomie hatte wieder aufgesperrt - auch in der Stadt Salzburg. Das war für die [[Salzburger Bürgergarde]] heute am Freitag ein Grund, ihrer Freude mit Kanonenschüssen Ausdruck zu verleihen. Auf dem [[Alter Markt|Alten Markt]] wurde um 11 Uhr die Wiedereröffnung der Gastronomie gefeiert - mit drei Salutschüssen der Salzburger Bürgergarde. [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] bedankte sich für die Geduld und das Verständnis aller Beteiligten für die wochenlangen, strengen Maßnahmen - auch im Namen von [[Vizebürgermeister]]in [[Barbara Unterkofler]] und Vizebürgermeister [[Bernhard Auinger]]. Im Anschluss wurde symbolisch ein Bierfass &amp;quot;angezapft&amp;quot; - und das süffige Augustiner Bier aus [[München]] auch gleich verkostet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Vizekanzler Kogler verkündete heute u. a., dass ab [[1. Juli]] Kunst- und Kulturveranstaltungen bis 250 Personen, ab [[1. August]] Veranstaltungen bis zu 500 Personen stattfinden dürfen. Für 500 bis 1&amp;amp;nbsp;000 Personen sollen [[Event]]s nur mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen möglich sein. Hygienemaßnahmen und Regeln bezüglich Einlass und Verhaltensregeln sollen noch vorgelegt werden. In diesem Zusammenhang sagte Salzburgs [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer]] ([[ÖVP]]) sagte, dass die [[Salzburger Festspiele 2020|Salzburger Festspiele]] heuer im [[August]] in einer deutlich abgespeckten Form stattfinden werden. Sicher sei, dass es im 100. Jahr der Festspiele &amp;quot;[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]&amp;quot;-Aufführungen geben werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[16. Mai]]: Das [[DomQuartier Salzburg]], das [[Keltenmuseum]] in [[Hallein]] sowie das [[Salzburg Museum]] in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] mit dem [[Panorama Museum]] sowie dem [[Volkskunde Museum]] in [[Hellbrunn]] öffneten heute wieder für Besucher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[19. Mai]]: Die Polizei in Salzburg hatte bis zum 19. Mai genau 1&amp;amp;nbsp;551 Anzeigen und 154 Organmandate wegen Missachtung der Covid-Maßnahmen ausgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[20. Mai]]: Alle 75 Seniorenwohnhäuser wurden durchgetestet. In Summe waren elf Häuser im Bundesland Salzburg mit 51 positiv getesteten Bewohnern und 31 Mitarbeitern betroffen. Dabei wurden Abstriche von insgesamt 4&amp;amp;nbsp;685 Mitarbeitern sowie rund 4&amp;amp;nbsp;583 Bewohnern genommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[22. Mai]]: Ab heute konnte man das große und das [[Kleines Deutsches Eck|Kleine Deutsche Eck]] für die Durchreise für touristische Zwecke sowie für Familienbesuche ohne Halt in Deutschland wieder benutzen. Für die Durchreise für touristische Aufenthalte innerhalb Österreichs gelte eine Nachweispflicht - beispielsweise durch eine Buchungsbestätigung, Rechnung oder bei Ferienwohnungen eine Meldebestätigung. Das &amp;quot;Kleine Deutsche Eck&amp;quot; konnte bisher nur von Personen, die in der kritischen Infrastruktur und in der Daseinsvorsorge tätig sind sowie von medizinischem Personal, Mitgliedern von Blaulichtorganisationen oder Berufspendlern passiert werden. Auch wer eine medizinische Leistung unbedingt in Anspruch nehmen musste, durfte die Grenze passieren. Aus &amp;quot;besonders berücksichtigungswürdigen Gründen&amp;quot; waren zuletzt auch Besuche von nahen Verwandten gestattet. Nach wie vor nicht erlaubt ist es laut Land jedoch, die Grenzen für Einkaufsfahrten nach Deutschland oder für Ausflüge in Deutschland zu passieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[26. Mai]]: Die Zahl der bisher im Land Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen beträgt 1&amp;amp;nbsp;239, 38 Personen waren verstorben, neun Infizierte hielten sich im Bundesland auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[27. Mai]]: Fast ein Monat später als üblich wurde die Großglockner Hochalpenstraße für den Verkehr freigegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[29. Mai]]: Heute öffnete das [[Festungsmuseum]] in der [[Festung Hohensalzburg]] wieder für Besucher. Auch [[Badegewässer in Stadt und Land Salzburg|Salzburgs Freibäder]] sperrten heute auf.&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni 2020 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[1. Juni]]: Ab heute waren das [[Salzburger Freilichtmuseum]] in [[Großgmain]] und das [[Haus der Natur]] in der Stadt wieder für Besucher geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[12. Juni]]: Nach 108 Tagen hatte heute, Freitag, der Covid-19-Einsatzstab des Landes Salzburg seine Tätigkeit eingestellt. In diesen dreieinhalb Monaten absolvierten die Angehörigen des Stabes 16&amp;amp;nbsp;220 Arbeitsstunden, zog die Landeskorrespondenz heute Bilanz. Am Höhepunkt der Krise am 3. April wurden im Bundesland 857 infizierte Personen gezählt, die vergangene Woche waren es durchgehend nur noch zwei. Rund 34&amp;amp;nbsp;500 Corona-Tests wurden bisher im Bundesland durchgeführt, dabei wurden 1&amp;amp;nbsp;241 Menschen positiv getestet. Zum Höhepunkt der Welle wurde alleine an einem Tag bei 105 Personen das Virus nachgewiesen, das war am 27. März. Seit dem 10. April ist schließlich die Zahl der Genesenen größer als die der aktiv Infizierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 15. bis 21. Juni 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
===== Ein Rotary Clubabend zog weite Corona-Kreise =====&lt;br /&gt;
Nachdem zwischen 21. Mai und 15. Juni lediglich drei Neuerkrankungen im Bundesland Salzburg registriert wurden, wurden in dieser Woche bis Freitagabend acht neue Fälle positiv getestete Personen gemeldet. Bis Sonntagabend, den 21. Juni 2020, waren es wieder 16 Erkrankte, drei davon lagen im Krankenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[15. Juni]]: Montagabend fand ein Vortrag im Rahmen eines [[Rotary Club]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;abends&amp;lt;/nowiki&amp;gt; im [[Stiftskeller St. Peter]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoMediaWorx&amp;quot;&amp;gt;Quelle [[InfoMediaWorx]] im [https://www.facebook.com/infomediaworx/posts/3548496535180024?__xts__%5B0%5D=68.ARCu9KGeNR1-9BP5OD8mbAvHeJwSzn5VpXpoFa9IdivEh2iWUK5WKtOM-oUKAxwKBxzBo5o7alFtx1sgc6kHE9fOuZ-7bJQJ_hRuwlbMt5zmy40EPRVAeZbkI1ZiOBRwei8QGKs0tY3HXkpa2cTmih_shFSW-A-Dvjpn_Atju19f30Fi5LNmaMHNVOE0og4FY4A9bFKCqO09VKMuzvBOHU6TjnI-VAFHOpM6xBRqnda1pSQ8ykBg5d1AB6KTeMc3OHSLkgizDZf9Qcdz4mIm8ziycvqq_jA95PCv-UugVCXLY8KKpMGjPzW3tT2gLwoLPTJJHWFoND1vAIxtZibVCiQ2VogxB2R7P0mf26IivkZfuDpNK9DutmQ&amp;amp;__tn__=K-R  Facebook], 22. Juni 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; in der [[Altstadt]] von Salzburg statt. Unter den 26 Anwesenden waren namhafte Mitglieder - darunter Ärzte, Architekten, ein Polizeikommandant, und einer der ranghöchsten Beamten des Landes. Im Laufe der Woche wurden immer mehr Teilnehmer dieser Veranstaltung  Corona-positiv getestet und erreichte eine Gemeindevertretung im [[Pongau]] und sogar die [[Salzburger Landesregierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[17. Juni]], Mittwoch: &#039;&#039;Neue bestätigte Corona-Erkrankungsfälle&#039;&#039;. Seit 9. Mai war die Stadt Salzburg coronafrei. Nach fünfeinhalb Wochen gab es heute einen neuen Covid-19-Erkrankungsfall. Auch im Flachgau und im Tennengau gab es jeweils einen neuen Erkrankungsfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[19. Juni]], Freitag: &#039;&#039;Möglicherweise ist die Salzburger Landesregierung von Corona betroffen&#039;&#039; meldeten die [[Salzburger Nachrichten]] am Nachmittag. Ein Büromitarbeiter von [[ÖVP]]-[[Landesrätin]] [[Maria Hutter]] wurde am Donnerstag positiv auf das Virus getestet. Der Mann war nach einem neu aufgetretenen Fall in der Stadt Salzburg Anfang der Woche von der Gesundheitsbehörde kontaktiert und vorsorglich abgesondert worden. Wenig später, am Mittwoch, hatte er bereits typische Symptome einer Corona-Erkrankung gezeigt. Das Cluster war daraufhin schnell identifiziert. Der Büromitarbeiter war am Montagabend bei einem Rotary Club-Treffen in der Salzburger Innenstadt als Redner zum Thema Bildungspolitik eingeladen und wurde offenbar dort von einer anderen Person infiziert. Es handelte sich um das erste reguläre Treffen des Rotary-Clubs nach der Corona-Pause, wie Clubmitglieder schildern. Im Publikum anwesend waren namhafte Mitglieder - darunter Ärzte, Architekten, ein Polizeikommandant, und einer der ranghöchsten Beamten des Landes. Auch dieser [[Hofrat]] entwickelte wenig später typische Symptome einer Corona-Erkrankung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Damit war das Virus nun in das direkte Umfeld der Landesregierung vorgedrungen. Noch am Freitag wurden sämtliche Kontaktpersonen der Stufe 1 - also jene, die in irgendeiner Weise direkten Kontakt mit den beiden Beamten hatten - zum Coronatest in den Drive-In Salzburg-Süd geschickt. Den von der Sanitätsbehörde angeordneten Screeningtest betraf am Freitag etliche Abteilungsleiter. Etliche Mitarbeiter wurden bereits am Donnerstag vorsorglich in Quarantäne geschickt und isoliert - angefangen von Chauffeuren bis hin zum Büroleiter des Landeshauptmannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Doch auch die sieben Mitglieder der Landesregierung sowie sämtliches Personal des Regierungsbüros mussten nun getestet werden. Sollte eine Infektion bei einem der  Landesregierungsmitglieder vorliegen, wäre das sehr problematisch. Nicht nur, dass der Betrieb im [[Chiemseehof]] praktisch mit einem Schlag lahmgelegt wäre. Sondern auch weil eine weitere Ausbreitung ungeahnte Folgen hätte. Landeshauptmann Haslauer traf allein am Freitag den neuen Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, [[Franz Ruf]], sowie den Generalsekretär im Innenministerium, Helmut Tomac, ebenso wie Integrations- und Frauenministerin Susanne Raab.&amp;lt;ref&amp;gt;Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/machtzentrum-infiziert-salzburger-landesregierung-muss-zum-coronatest-89104084 19. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ein weiterer Corona-Fall wurde von der [[Red Bull Akademie]] gemeldet. Ein ranghoher Mitarbeiter soll sich infiziert haben. Allen dort wohnhaften Athleten wurde empfohlen, das Gelände über das Wochenende nicht zu verlassen. Acht Kontaktpersonen des Erkrankten wurden unter Isolation gestellt. Von diesen acht Personen waren mittlerweile vier weitere erkrankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[20. Juni]], Samstag: Nach dem Rotary-Clubabend am Montag waren mittlerweile zwölf Corona-Fälle festgestellt worden. So bestätigtet der Geschäftsführer der [[Salzburger Landeskliniken]] gegenüber den [[Salzburger Nachrichten]], dass auch ein Abteilungsvorstand betroffen ist. Sämtliche Mitarbeiter, die mit diesem Vorgesetzten Kontakt hatten, wurden nun täglich vor Dienstbeginn getestet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/salzburg/chronik/nach-clubabend-mittlerweile-zwoelf-corona-faelle-salk-arzt-ebenso-infiziert-89134702 www.sn.at], 20. Juni 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Landeshauptmann Dr. Haslauer und [[LH-Stv]]. Gesundheitsreferent Christian Stöckl wurden negativ getestet ebenso wie Landesrätin Maria Hutter. Haslauer betonte am Samstag, dass er keinen persönlichen Kontakt zu den beiden Infizierten gehabt habe. Mit dem Spitzenbeamten sei er in den vergangenen Tagen nur telefonisch in Verbindung gestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Museum eröffnet wieder&lt;br /&gt;
:Da es in den beiden Gebäuden des [[Museum der Moderne|Museums der Moderne]] noch dringend notwendige Renovierungen und Instandhaltungen gab, öffneten das [[Museum der Moderne auf dem Mönchsberg|Haus]] auf dem [[Mönchsberg]] und das [[Museum der Moderne|Rupertinum]] erst heute wieder ihre Ausstellungen mit zeitgenössischen und modernen Exponaten internationalen Formats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[21. Juni]], Sonntag: Die Auswirkungen des Rotary Clubabends von Montag hatten im Laufe des Samstag nun auch die Gemeindevertreter der Marktgemeinde [[Schwarzach im Pongau]] erreicht. Ein Gemeindevertreter, der am Rotary Clubabend teilgenommen hatte, war auch bei der Gemeindevertretungssitzung in Schwarzach am Mittwoch dabei. Die Behörden hatten diejenigen in Quarantäne geschickt, die in der Nähe des Betroffenen gesessen seien, insgesamt acht, darunter auch [[Bürgermeister der Marktgemeinde Schwarzach im Pongau|Bürgermeister]] [[Andreas Haitzer]] ([[SPÖ]]), der seinen geplanten Urlaub absagen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Auch der Präsident des betroffenen Rotary-Clubs war an Covid-19 erkrankt und ein zweiter Primararzt der SALK musste sich testen lassen. Und sogar ein Mitglied der österreichischen Bundesregierung, Integrationsministerin Susanne Raab, die am Freitag in Salzburg einen ganztägigen Arbeitsbesuch samt Terminen in der Landesregierung absolvierte, musste sich einem Test unterziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 22. bis 30. Juni 2020 ====&lt;br /&gt;
* [[22. Juni]], Montag: [[Landessanitätsdirektor]]in [[Petra Juhasz]] bestätigte, dass 16 der 26 Teilnehmer des Rotary Clubabends danach noch in ein weiteres Lokal in der Altstadt gegangen waren. Ob die auslösende Person auch dabei war, wollte die Landessanitätsdirektorin nicht sagen.  Mit heutigem Tag gab es im Bundesland 20 Neuinfizierte inklusive eines Altfalles. Von diesen 20 lassen sich bisher 15 Patienten auf den Rotary-Clubabend am Montag letzter Woche zurückführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoMediaWorx&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[24. Juni]]: Mit heutigem Tag gab es wieder 24 infizierte Personen. Die Behörden hatten mittlerweile 158 Personen isoliert, die mit Personen in Kontakt waren, die am Vortrag des Rotary-Clubabends teilgenommen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[29. Juni]]: Laut Zahlen des Arbeitsmarktservice Salzburg (AMS) waren mit heutigem Datum 122&amp;amp;nbsp;370 Salzburger in Kurzarbeit. Anfang Juni waren es noch 109&amp;amp;nbsp;677 gewesen. Mit Stand [[23. Juni]] waren im Bundesland 22&amp;amp;nbsp;551 Personen arbeitslos gemeldet oder in AMS-Schulungen. Damit ist diese Zahl im Vergleich zum Monatsbeginn (27&amp;amp;nbsp;119 Personen) um rund 4&amp;amp;nbsp;500 Betroffene gesunken. Am Beginn des Ausbruchs von Corona waren es rund 10&amp;amp;nbsp;000 Arbeitslose im Tourismus. In Summe sind damit 144&amp;amp;nbsp;921 Menschen oder 59 Prozent aller unselbstständig Beschäftigen derzeit in Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[30. Juni]]: Das erste [[Tourismus Covid-19-Screening]] im Raum [[Großarl]]-[[Wagrain]] wurde abgeschlossen, bei dem drei Infizierte getestet wurden, 25 Personen wurden als Kategorie-eins-Kontakte identifiziert; insgesamt mussten 63 Urlaubsgäste unter Auflagen abgereist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Juli 2020 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[7. Juli]], Dienstag: Aktuell wurden von den Behörden im Bundesland 35 positive Fälle gemeldet: Stadt Salzburg 17, Flachgau zehn, Tennengau einer, Pongau vier, Lungau keiner und Pinzgau drei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[8. Juli]], Mittwoch: Eine Mitarbeiterin der [[Salzburger Festspiele]] erkrankte an Covid. Sie sei am 18. Juni zu Dienstbeginn bereits getestet worden, dieser Test sei negativ verlaufen. Nun habe ein weiterer Test ein positives Ergebnis gebracht. Fünf Kontakte der Frau wurden behördlich unter Quarantäne gestellt. Am späten Abend gaben die Festspiele bekannt, dass alle fünf Person negativ getestet worden seien. Man lasse noch eine sechste Person testen, die nur flüchtigen Kontakt mit der erkrankten Frau gehabt habe. Die Vorbereitungen der Festspiele seien durch den Vorfall nicht gefährdet, wurde betont. Nach Auftreten eines weiteren Covid-Clusters steht zudem das Seniorenwohnheim des Roten Kreuzes in Salzburg-[[Morzg]] unter Quarantäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[12. Juli]], Sonntag: Eine Studentin der [[Fachhochschule Salzburg|Fachhochschule]] in [[Puch bei Hallein|Puch]]-[[Urstein]] wurde am [[10. Juli]] positiv auf den Coronavirus getestet. Am Mittwoch war sie in einem Hörsaal, um eine Prüfung zu absolvieren. Die Studentin hatte insgesamt 26 Kontaktpersonen, verteilt auf mehrere Bezirke auch außerhalb Salzburgs. Bei einer Kontrolle des Salzburger Ordnungsamts wurden Samstagabend in einem kleinen Salzburger Innenstadtlokal 50 Personen auf engstem Raum angetroffen. Der Kellner sagte den Kontrolloren, dass es keinen Türsteher gebe und er die Kontrolle über das Geschehen verloren habe. Den Betreiber erwartet eine Anzeige. Sorge bereiteten den Ordnungshütern allerdings die Zustände am [[Rudolfskai]] und auf dem [[Anton-Neumayr-Platz (Stadt Salzburg)|Anton-Neumayr-Platz]]: Hier hätten sich große Menschenansammlungen gebildet. Am Rudolfskai würde die Situation zusätzlich durch eine Baustelle verschärft. Ein Auflösen der Ansammlung erschien den Kontrolloren des Ordnungsamts angesichts der derzeitigen Rechtslage als nicht verhältnismäßig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[13. Juli]], Montag: Während in [[Oberösterreich]] aufgrund von steigenden Infektionszahlen seit einigen Tagen wieder Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen, Geschäften und Gebäuden galt, wurde in Salzburg lediglich Maskenpflicht in Amtsgebäuden angeordnet. In der heutigen Montagausgabe der [[Salzburger Nachrichten]] berichteten zwei Personen von Erfahrungen in Salzburg am Samstag, den 12. Juli. Der emeritierte Umwelt- und Sozialpsychologe der [[Universität Salzburg]] Alexander Keul besuchte einen Elektronikmarkt, aus dem er bereits nach wenigen Minuten wieder &#039;&#039;floh&#039;&#039;: &amp;quot;&#039;&#039;Nach einer Viertelstunde bin ich geflüchtet, so viele Leute waren da schon wieder. Und bei der Kasse, da sind sie mir so nahe hinzugekrochen, ich habe gleich wieder die Maske aufgesetzt. Da war ich aber so ziemlich der Einzige.&#039;&#039;&amp;quot; Die Psychotherapeutin und Verkehrspsychologin Maria Ruby berichtete von einem beliebten Gastgarten in der Salzburger Altstadt, in dem Volksfeststimmung herrschte. &amp;quot;&#039;&#039;Es wurde getanzt und sogar geschuhplattelt, die Musik hat gespielt. Die Leute auf engstem Raum, keine Spur von Vorsicht. Aber, andererseits, auch ein Gefühl von Befreiung, als ob die Menschen aufblühen.&#039;&#039;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[14. Juli]], Dienstag: Die Polizeiinspektion Hauptbahnhof und die Polizeiinspektion Itzling wurden wegen bestätigter Coronafälle gesperrt. Die Stadt Salzburg spricht von neuem &amp;quot;&#039;&#039;Cluster C&#039;&#039;&amp;quot;. Hundert Polizisten mussten getestet werden. Die Räumlichkeiten der zwei Dienststellen wurden umgehend desinfiziert, genauso wie die Autos. Wie sich nach Testung aller Beamten hergestellt hatten, waren sieben Personen infiziert (Stand 22. Juli 2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[17. Juli]], Freitag: Auf dem [[Salzburger Flughafen]] waren seit heute zehn Soldaten des [[Österreichisches Bundesheer|Bundesheeres]] im Einsatz, um bei Überprüfungen von Passagieren durch die Behörden um die Einhaltung von Einreisebestimmungen mitzuhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[18. Juli]], Samstag: Nachdem eine Patientin des Salzburger Landeskrankenhauses am Freitagabend positiv auf Covid-19 getestet worden war, wurden vier Ärzte und acht Pflegekräfte in Quarantäne geschickt. Weitere 25 Ärzte und Pflegekräfte können laut einem Krankenhaussprecher mit einer FFP2-Schutzmaske ihren Dienst weiterhin versehen, müssen sich aber täglich einem Schnelltest unterziehen. Die 71-jährige Patientin mit bosnischen Wurzeln sei gestern wegen einer Grunderkrankung ins Spital gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Etwas verärgert zeigte sich der Sprecher der [[SALK]] darüber, dass ein Rückkehrer aus Serbien nicht an der Grenze auf das Virus getestet worden sei. Der Mann habe gestern mit schweren Corona-Symptomen die Ambulanz des LKH aufgesucht, anstatt von zu Hause aus die Gesundheitshotline 1450 anzurufen. Der Patient werde jetzt in der Intensivstation behandelt. Man rate von Reisen nach Südosteuropa ab und solle auch keine Besuche von dort empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[20. Juli]], Montag:  Ab heute galt in allen Amtsgebäuden der Stadt Salzburg wieder Maskenpflicht.  Beim Besuch des Recyclinghofs der Stadt Salzburg war ab heute auch im Freien wieder verpflichtend ein Mund- und Nasenschutz zu tragen. Die Maske war hier wie überall selbst mitzubringen. Des Weiteren war der Mindestabstand von einem Meter zu den Mitarbeitern des Recyclinghofs einzuhalten. Es wurde zudem gebeten, das Fahrzeug während einer allfälligen Wartezeit nicht zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In den Bädern kann die Situation durch die dynamische Steuerung der Besucherhöchstzahlen noch ohne Maskenpflicht geregelt werden. Eine solche Steuerung ist auch für die Besucher von [[Schloss Hellbrunn]] vorgesehen, sollte dort eine Verschärfung notwendig werden. Städtische Bestattung, Friedhof und andere betriebliche Einrichtungen der Stadt treffen situationsangepasst Maßnahmen, wenn nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ein weiteres Problem sei, dass die Besuchsregeln im Spital oft nicht eingehalten würden, erklärte Fürweger. Es komme vor, dass ein Patient oder eine Patientin von fünf Personen gleichzeitig besucht werde, auch unter Missachtung der Abstands- und Hygieneregeln. Pro Tag und Patient sei aber nur ein Besuch für die Dauer von einer Stunde erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[22. Juli]], Mittwoch: Alle acht Neuinfizierten des heutigen Tages waren laut der städtischen Epidemiebehörde Rückkehrer aus Balkan-Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 20.–26. Juli 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[20. Juli|20.]]–[[26. Juli]]: In dieser Woche bereitete sich Corona in [[St. Wolfgang im Salzkammergut]] in mehreren Hotels aus. Betroffen war auch zumindest ein Hotel in der Gemeinde [[St. Gilgen]] im Ortsteil [[Ried (Sankt Gilgen)|Ried]], der nur über St. Wolfgang erreichbar ist und unmittelbar an dessen Ortszentrum anschließt. Zunächst hieß es, dass 26 Mitarbeiter in [[Fremdenverkehr]]sbetrieben (mehrheitlich Saisonmitarbeiter und Praktikanten) infiziert wären. Am Samstagabend, 25. Juli, wurden dann bereits 44 Personen als infiziert gemeldet. Mit Stand am Sonntag um 15 Uhr gab es 48 Fälle. In der Nacht auf Montag wurde bekannt, dass das Cluster in St. Wolfgang auf bereits 53 Personen gestiegen war. Nachdem zunächst keine nennenswerten Reaktionen von Urlaubern zu vermelden waren, häuften sich am Sonntag Stornieren in den Betrieben. Als Ansteckungsquelle wurden zwei bei den jungen Mitarbeitern beliebte Nachtlokale eruiert. Deutsche Medien zogen bereits Vergleich zu Ischgl und die Stornoquote betrug rund zehn Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;Quellen sind [[InfoMediaWorx]], Facebook, sowie [[Salzburg24.at]] [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/zahl-der-corona-faelle-in-st-wolfgang-steigt-weiter-an-90628843 online] und SN online 26. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 27.–31. Juli 2020 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach einem Coronavirus-Fall in einem Gasthof in [[Kleinarl]] haben die Tests von 14 Kontaktpersonen mehrere weitere positive Ergebnisse ergeben. Wie das Land am späten Donnerstagnachmittag, den [[30. Juli]],  mitteilte, waren drei Mitarbeiter aus der Küche des Betriebs sowie drei Familienmitglieder (nicht alle arbeiten in der Gastwirtschaft, Anm.) infiziert. Zu den sechs Fällen in Kleinarl meldete das Land auch einen weiteren Fall aus dem Flachgau, der mit dem Cluster in St. Wolfgang zusammenhängen dürfte. Die Gesamtzahl auf Salzburger Seite der Region habe sich dadurch auf insgesamt acht Infizierte erhöht. Bei vorsorglichen Tests von 161 Mitarbeitern eines Metzgereibetriebs im Flachgau gab es ebenfalls ein positives Ergebnis. Zudem wurden aus der Stadt Salzburg und dem Lungau jeweils ein neuer Coronavirus-Fall gemeldet. Aktuell halten sich etwas mehr als 80 aktiv Infizierte in Salzburg auf.&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== August 2020 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[3. August]]: Die am Samstag, den [[1. August]] verordnete Mund-Nasen-Schutz-Pflicht des Landes [[Kärnten]] entlang der [[Großglockner Hochalpenstraße]] und im [[Nationalpark Hohe Tauern]] wurde ab Mitternacht von Sonntag, [[2. August|2.]] auf Montag 3. August wieder aufgehoben. Am 3. August 2020 jährte sich übrigens zum 85. Mal der Tag der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße.&lt;br /&gt;
* [[4. August]]: Heute wurde bekannt, dass der Salzburger [[Rupertikirtag]] erstmals seit [[1977]] aufgrund des grassierenden [[Coronavirus]] abgesagt werden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 10. bis 16. August 2020 ====&lt;br /&gt;
* [[10. August]] Montag: Flachgau: Familien-&#039;&#039;Cluster&#039;&#039; zählt bereits 22 Infizierte: Immer weitere Kreise zieht zudem ein familiärer Cluster im Flachgau. Wie das Land Salzburg am Montag bekannt gab, haben sich rund um eine Familienfeier, bei der ein erkranktes Familienmitglied aus dem Ausland dabei war, mittlerweile 22 Personen infiziert. Betroffen sind 17 Familienmitglieder, die bei dem Treffen dabei waren. Zudem wurde ein Arbeitskollege und vier weitere Personen positiv auf den Coronavirus getestet. Die Behörde hatte zudem 23 weitere Kontaktpersonen unter häusliche Quarantäne gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[12. August]], Mittwoch: Erste Corona-Fälle im Salzburger Fußball-Unterhaus. Ein Spieler des [[USV Fuschl]] ([[1. Klasse Nord]]) wurde am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[13. August]], Donnerstag: Am Donnerstagabend erfuhr zudem Salzburg-Ligist Puch, dass sich ein Kadermitglied mit dem Virus angesteckt hat. Das eigentlich für Freitagabend angesetzte Auftaktspiel gegen den [[UFC Hallein]] kann an diesem Termin nicht stattfinden. Betroffen sind mehrere Spiele. Denn der erkrankte Fuschler hatte kürzlich Kontakt zu Spielern anderer Vereine. Kurz nachdem er aus dem Kroatien-Urlaub zurückgekehrt war, hatte er am vergangenen Samstag eine Grillfeier besucht. Dort waren auch zwei Kicker des Salzburg-Ligisten Thalgau anwesend. Aus diesem Grund wurde am Donnerstag neben dem für Sonntag geplanten Duell zwischen Fuschl und St. Georgen auch das Derby Eugendorf gegen Thalgau abgesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Woche wurde ein &#039;&#039;Cluster&#039;&#039; in [[Zell am See]] entdeckt. Zunächst wurde ein Mitarbeiter des [[Casino Zell am See]] positiv getestet, Tage später ein zweiter. Insgesamt 400 Personen wurden aufgerufen, ihren Gesundheitszustand im Auge zu behalten und gegebenenfalls einen Test machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== November 2020 ===&lt;br /&gt;
Am 23. November wurde das &amp;quot;Quarantänequartier Wehrle&amp;quot; in Betrieb genommen. Diese Anstalt dient der Absonderung von Bewohnern von Seniorenheimen und Behindertenheimen der Stadt Salzburg. Dort sollen seitdem Bewohner*innen, die ein positives Covid-19-Testergebnis und in Folge einen Absonderungsbescheid erhalten haben, untergebracht werden. Begründet wurde diese Maßnahme für Personen, die keine oder nur milde Symptome zeigen mit einen Hinweis darauf, dass diese Personen schwer betreubar seien. Dieses Vorgehen wurde von Seiten von VertretungsNetz, der Salzburger Bewohnervertretung, stark kritisiert. Menschen würden aufgrund ihrer intellektuellen Behinderungen oder dementiellen Erkrankung zusätzlich zur Isolation auch noch aus ihrer gewohnten Wohnumgebung gerissen, obwohl es gelindere Mittel gäbe. „Hier zeigt sich, dass alte Menschen und Menschen mit Behinderungen in Zusammenhang mit COVID-19-Maßnahmen teilweise vollkommen überzogene Eingriffe in ihre Persönlichkeitsrechte hinnehmen müssen. Das ist als eklatante Ungleichbehandlung dieser Menschen zu sehen“, stellt Erich Wahl, Bereichsleiter der Bewohnervertretung von VertretungsNetz, klar. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/menschen-mit-demenz-und-covid-19-infektion-landen-in-absonderungseinrichtung/ Bericht auf BIZEPS 09.12.2020] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
{{Bildkat}}&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* [https://salzburg.orf.at/stories/3040003/ salzburg.orf.at] Schwere Krise für Nahversorger durch CoV, 20. März 2020&lt;br /&gt;
* [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/corona-abstrich-nach-dem-urlaub-darf-die-firma-testen-88968955 www.sn.at], 16. Juni 2020: Corona-Abstrich nach dem Urlaub: Darf die Firma testen?&lt;br /&gt;
* [https://www.sn.at/salzburg/chronik/salzburger-altstadt-im-sommer-2020-mozart-reicht-nicht-mehr-91873012 www.sn.at], 24. August 2020: Salzburger Altstadt im Sommer 2020: Mozart reicht nicht mehr&lt;br /&gt;
* [https://www.salzburg.gv.at/themen/gesundheit/corona-virus/gemeindedaten www.salzburg.gv.at], Infektionszahlen in den Salzburger Gemeinden ab 21. Oktober 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/panorama/oesterreich/live-coronavirus-die-naechsten-zwei-wochen-sind-fuer-oesterreich-entscheidend-83921980 24. Februar 2020] sowie vom 11. und 20. Februar 2020 und darin [https://www.sn.at/panorama/international/dossier-das-coronavirus-und-seine-folgen-82694359 fortlaufend] und [https://www.sn.at/salzburg/chronik/ich-heisse-corona-was-frauen-mit-diesem-vornamen-gerade-erleben-84708616 12. März 2020]&lt;br /&gt;
: aufgrund der Vielzahl von Daten werden nicht alle Detail-Quelllinks angeführt, als Quellen dien(t)en - sofern nicht anders angeführt - die Salzburger Nachrichten online&lt;br /&gt;
* fvw Magazin für Touristiker &amp;amp;amp; Business-Travel &lt;br /&gt;
* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62997 24. Februar 2020], vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=63263 5. April 2020], eine Übersicht der Ereignisse vom 28. Februar bis 5. April sowie vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=63481 19. Mai 2020] mit aktuellen und voraussichtlichen Öffnungszeiten von Museen und Ausstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einzelnachweise ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coronavirus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Coronavirus und das Bundesland Salzburg|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1635788</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1635788"/>
		<updated>2020-12-30T19:00:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Neubau und keine Ende der Kritik am Konradinum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wandbild Konradinum Eugendorf 1968.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d. h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „&#039;&#039;Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen&#039;&#039;“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „&#039;&#039;geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet&#039;&#039;“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Kongregation der Barmherzigen Schwestern|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach [[Kramsach]] in [[Tirol]] in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die [[Landesregierung]] die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massive Kritik am Konradinum  ===&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [https://www.vertretungsnetz.at/home/ www.vertretungsnetz.at]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum hatte das [[Landesgericht Salzburg]] in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hatte bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; Experten befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Konradinum gilt als ein Symptom der regressiven Behindertenpolitik in Salzburg, die keinen Willen zur konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubau und keine Ende der Kritik am Konradinum===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|5_b2mtRRiPw|280|right|Spatenstich für den Neubau des Konradinum, 01:02 min Video}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Neubau, Baufortschritt 10.10.2019.jpg|thumb|Konradinum-Neubau, Baufortschritt 10.10.2019]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Neubau, 8.1.2020.jpg|thumb|Konradinum Neubau, 8.1.2020]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Neubau 18.2.2020.jpg|thumb|Konradinum Neubau 18.2.2020]]&lt;br /&gt;
Am [[27. November]] [[2018]] erfolgte der Spatenstich für einen Neubau des Konradinums unweit westlich des alten Standortes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=60798 Salzburger Landeskorrespondenz, 27.11.2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten für den Neubau des Konradinums werden rund 8,4 Millionen Euro betragen. Davon kommen etwa 1,7 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung. Eckpunkte des neuen Konradinum sind 36 Betreuungsplätze (statt bisher 35) in fünf Wohngruppen, zwei Kurzzeitbetreuungsplätze integriert in den Wohngruppen und ein Zimmer (mit zwei Plätzen) mit der Möglichkeit der Betreuung von jungen Beatmungspatienten. Zur gezielten Förderung und Beschäftigung der Bewohnerinnen und Bewohner sind Räumlichkeiten außerhalb der Wohngruppen vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firstfeier beim Neubau des Konradinums fand am [[13. November]] [[2019]] statt. Die Fertigstellung durch den Baurechtsnehmer und Bauherrn, die [[Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft &amp;quot;Die Salzburg&amp;quot;]] und den beauftragten Architekt, die Thalmeier Architektur Zt GmbH, ist für Herbst 2020 geplant. Das Grundstück umfasst 4&amp;amp;nbsp;000 m² Bauland und weitere 4&amp;amp;nbsp;000 m² Grünland für die Außengestaltung als Park- und Erholungsfläche. Es ist direkt im Ortszentrum von Eugendorf, neben Kindergarten, Volks- und Hauptschule sowie der örtlichen Pfarre gelegen. Die Baukosten betragen rund 8,4 Millionen Euro (davon rund 1,7 Millionen Euro Wohnbauförderung)&amp;lt;ref&amp;gt; [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62551 13.11.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Neubaus reißt die Kritik an der Eugendorfer Einrichtung nicht ab. Der Salzburger Monitoring-Ausschuss, der die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene überwacht, stellt in einer Stellungnahme fest: &amp;quot;&#039;&#039;Aus Sicht des Salzburger Monitoring-Ausschusses wurde bzw. wird hier grundlegend gegen die Ziele der UN-Behindertenkonvention projektiert und damit eine große Chance und Möglichkeit verpasst, einer inklusiven Gesellschaft näherzukommen. Dies schmerzt angesichts der dafür aufgewendeten finanziellen Mittel besonders, da bei entsprechender Planung de-institutionelle und damit de-zentralisierte Lösungen nicht zu einem finanziellen Mehraufwand führen (&amp;quot;Mythos Unfinanzierbarkeit&amp;quot;). Im Übrigen dürfen ökonomische Faktoren und Leistbarkeit mit der Umsetzung eingegangener völkerrechtlicher Verpflichtungen keinesfalls verknüpft werden. Setzt man diese Argumentationslinie fort, könnte man die Aushebelung grundlegender Menschenrechte und Grundfreiheiten basierend auf Kosteneffizienz argumentieren, was dem menschenrechtlichen Grundgedanken diametral entgegen steht.&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf Stellungnahme des Salzburger Monitoringausschusses 12.02.2019 (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Wahl vom VertretungsNetz - Bewohnervertretung stellt fest: &amp;quot;&#039;&#039;Die UN-BRK (UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Anm.) legt fest, dass Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Niemand darf gezwungen werden, in einem Heim zu leben. Dabei ist Zwang nicht nur als individuelle Maßnahme zu sehen, sondern auch das Fehlen von inklusiven Wohnangeboten stellt eine Art von Zwang dar. Der Neubau wurde ohne maßgebliche Einbeziehung von ExpertInnen (z.B. Monitoringausschuss, SelbstvertreterInnen, …) geplant und reproduziert ein altes Konzept von Heim und Tagesstätte. Den BewohnerInnen bleiben also weiterhin andere relevante Umwelten verschlossen. Als Inklusion zu verkaufen, dass das Heim nicht im fernen Umland sondern im Ortskern gebaut wird und dass auch einige Tagesplätze von Externen belegt werden können, erscheint zynisch. Auch hier zeigt sich eine inklusionsfeindliche Haltung des Landes, die sich in der Feststellung manifestiert „Wir setzen das um, was für die Menschen im Konradinum am besten ist“ – heißt: Stellt die Kritik ein, wir wissen ohnehin was am besten für die BewohnerInnen ist! Das ist nicht Inklusion, sondern entspricht paternalistischer Bevormundung!&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/alles-alt-konradinum-und-der-neubau/ Bericht auf BIZEPS 01.03.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Volksanwalt Günther Kräuter spricht von einem großen Versäumnis in Bezug auf die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: &amp;quot;&#039;&#039;Ich appelliere an den Salzburger Landtag, sich der Rolle als kontrollierende Instanz zu besinnen und die Kritik und die Empfehlungen des eigenen Monitoringausschusses ernst zu nehmen&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-neubau-kommt-maengel-bleiben/ Bericht auf BIZEPS 28.02.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Februar 2020 fand in Innsbruck eine international besetzte Tagung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention statt. Unter dem Thema der Deinstitutionalisierung wurde dabei der Neubau des Konradinums als Negativbeispiel angeführt. Diese Einrichtung, also Heim und Tagesstätte, dürfte es in dieser Form überhaupt nicht mehr geben. Das Konzept käme einer totalitären Institution gleich und widerspricht damit der UN-Konvention.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uibk.ac.at/zivilrecht/team/ganner/beitrag-flieger-schoenwiese.pdf Vortragsunterlagen von Mag.a Petra Flieger und Prof. Volker Schönwiese]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2020 veröffentlichten der Bundesmonitoringausschuss und die Ländermonitoringorgane, die in Österreich die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen überwachen, einen Schattenbericht. Darin wird auch die Salzburger Landeseinrichtung Konradinum massiv kritisiert. Der Neubau des Konradinum würde den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention völlig entgegenstehen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.monitoringausschuss.at/download/berichte/Schattenbericht-zur-List-of-Issues_final.pdf Schattenbericht 2020] &amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz dieser menschenrechtlichen Bedenken von zahlreichen Expertinnen und Experten reagiert der für das Konradinum zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl nicht auf die Kritik. Obwohl die Einrichtung nicht den Menschenrechten von Menschen mit Behinderungen entspricht, soll sie 2021 fertiggestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970–1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987–1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993–1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999–2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefon: (0 62 25) 82 19&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefax: (0 62 25) 82 19-6&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Konradinum Eugendorf Altbau|Bilder vom Altbau}}&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Konradinum Eugendorf Baustellenbilder|Bilder von den Bauarbeiten des Neubaus}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.meinbezirk.at/flachgau/c-lokales/spatenstich-fuer-den-neubau-des-konradinums_a3066051  Bericht über die Spatenstichfeier auf meinbezirk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer (Priester)|Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* Anonymer Nutzer nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einzelnachweise ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Paracelsusbad&amp;diff=1431698</id>
		<title>Paracelsusbad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Paracelsusbad&amp;diff=1431698"/>
		<updated>2020-06-13T19:52:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Heftige Kritik an diskriminierender Badeordnung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Geschichte des neuen &#039;&#039;&#039;Paracelsusbades&#039;&#039;&#039;. Über das alte, gleichnamige Bad siehe [[Paracelsusbad (historisch)]].}}&lt;br /&gt;
  Das Paracelsusbad öffnet nach der [[Corona Pandemie]] wieder am Montag, den [[15. Juni]] [[2020]], um 10 Uhr.&lt;br /&gt;
  160 Badegäste dürfen gleichzeitig in das Bad, die Badezeit wird auf drei Stunden beschränkt, Online-Tickets gibt es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad 3OG Bad 02.jpg|thumb|Paracelsusbad, Sprungturm, Becken und Kletterwand im 3.OG]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad Neubau, Ansicht vom Rosenhügel.jpg|thumb|Paracelsusbad Neubau, August 2019]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad_Salzburg_20_Okt_2019_2.jpg|thumb|Blick aus dem Kurgarten auf das Gebäude.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad 3OG Bad 01.jpg|thumb|Paracelsusbad, Schwimmbahnen im 3.OG]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad 3OG Bad 04.jpg|thumb|Paracelsusbad, Kleinkinderbecken und Liegebereich im 3.OG]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad 3OG Bad 06.jpg|thumb|Paracelsusbad, Familienbecken im 3.OG]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad 4OG Bad Gastronomie 01.jpg|thumb|Gastronomie Bad im 4.OG]]&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|OwUOrmTDfrI|280|right|SN: So sieht das Paracelsusbad von innen aus 01:18 min Video}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad-Neubau Architektenmodell 01.jpg|thumb|Architektenmodell]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Paracelsusbad&#039;&#039;&#039; ist ein Hallenbad an der [[Auerspergstraße]] in der [[Neustadt]] der [[Stadt Salzburg]], das [[2019]] eröffnet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das neue Paracelusbad 2019 ==&lt;br /&gt;
Am [[1. Dezember]] [[2016]] wurde das alte [[Paracelsusbad (historisch)|Paracelsusbad]] geschlossen. 1&amp;amp;nbsp;046 Tage nach dem Badeschluss wurde am [[11. Oktober]] 2019 das neue Paracelsusbad mit einem Festakt eröffnet und am Samstag, den [[12. Oktober]], um 09:00 Uhr, für die Besucher geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
650 Kästchen stehen den Besuchern im neuen Paracelsusbad zur Verfügung. Das ist die maximal mögliche Anzahl an Badegästen. Um die Schwimmbecken stehen 100 Liegen.&lt;br /&gt;
Bademeister Andreas Mayerhofer sagte gegenüber den [[Salzburger Nachrichten]], dass es das Reservieren von Liegen, etwa mit Handtüchern, nicht geben wird. Sollte es jemand trotzdem versuchen, werden die Handtücher eingesammelt und derjenige, der es sich dann abholt, dem werde man das schon erklären, sagte Mayerhofer. Seine Stimme klang dabei freundlich, aber unmissverständlich. Auch sonst gibt es Regeln: Essen und Trinken im Bade- und Saunabereich ist – abgesehen von den gastronomischen Bereichen – nicht erlaubt. Auch das Mobiltelefon muss in der Tasche bleiben, wegen der Lärmbelästigung, aber auch damit eine Bilder mit Badegästen gemacht werden können, die dann ohne deren Wissen in sozialen Netzwerken landen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellenförmig und in wechselnder Raumhöhe umgeben weiße Keramiklamellen die 1&amp;amp;nbsp;800 Quadratmeter große Badelandschaft, deren geschwungene Decke es an ihrem&lt;br /&gt;
höchsten Punkt auf 13 Meter Abstand zur Wasseroberfläche bringt. Es gibt auch ein 95 Quadratmeter großes Sprungbecken. Weitere Einrichtungen sind die 45 Meter lange Rutsche mit Lichteffekten, der Strömungskanal und die Liegen mit Sprudeleffekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
200&amp;amp;nbsp;000 bis 250&amp;amp;nbsp;000 Besucher pro Jahr erwartet der Geschäftsführer der [[Tourismus Salzburg GmbH]] [[Bert Brugger]]. Der stärkste Tag 2019 war &lt;br /&gt;
der [[13. Oktober]] 2019, ein Sonntag mit 844 Gästen. An Wochentagen schwanke die Zahl der Bade- und Saunagäste zwischen 320 und 480.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SN24Okt&amp;quot;&amp;gt;{{Quelle SN|24. Oktober 2019}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geht es nach seinen Berechnungen, dann soll das Bad im dritten Betriebsjahr eine schwarze Null schreiben. 33 bis 34 Grad Lufttemperatur herrschen im Badebereich. &amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom 11. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betriebsleiter ist Gerhard Smöch (2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heftige Kritik an diskriminierender Badeordnung ==&lt;br /&gt;
Im Juni 2020 wurde das Paracelsusbad wegen seiner diskriminierenden Badeordnung stark kritisiert. Die Badeordnung von Oktober 2019 sei ein Beispiel, dafür, wie &amp;quot;eine tief verankerte, veraltete und paternalistische Sicht&amp;quot; zu &amp;quot;Bevormundungen&amp;quot; führe.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.hannahwahl.at/diskriminierend-und-veraltet-handlungsbedarf-in-sachen-staedtische-baeder/&amp;lt;/ref&amp;gt; Man würde nicht anerkennen, dass alle Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt und barrierefrei die Bäder betreten können müssen. Die diskriminierenden Passagen lauten: „BesucherInnen mit Neigung zu Krampf-, Ohnmacht- oder Epilepsieanfällen, Herzkreislauferkrankungen sowie geistigen Behinderungen, ist der Zutritt und Aufenthalt nur mit einer geeigneten Betreuungsperson gestattet.” Sowie: „Kinder bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres, Blinde und Personen, die sich ohne fremde Hilfe nicht fortbewegen oder aus- und umkleiden können, dürfen das Freizeitbad nur in Begleitung einer volljährigen und geeigneten Aufsichtsperson besuchen. Es gilt die allgemeine Aufsichtspflicht im Freizeitbad durch die Erziehungsberechtigten.”&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bizeps.or.at/diskriminierend-und-veraltet-handlungsbedarf-in-sachen-staedtische-baeder/&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritik erfolgte von Seiten Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen, der Anti-Diskriminierungsstelle der Stadt Salzburg, dem Verein knack:punkt - Selbstbestimmt Leben Salzburg sowie dem Salzburger Monitoringausschuss. Monika Schmerold (knack:punkt Salzburg): „Es ist unglaublich, dass in Salzburg die UN-Behindertenrechtskonvention scheinbar noch nicht angekommen ist und Menschenrechte nicht anerkannt werden. Wie anders lässt es sich sonst erklären, dass 2019 in einem neuen Bad, das auch noch mit öffentlichen Geldern errichtet wurde, nicht nur im Ablauf der Besuche und in der Ausstattung, sondern auch in den Baderegeln derart diskriminierende Bestimmungen zu finden sind.” Auch die Antidiskriminierungsstelle der Stadt Salzburg stellt fest: „Menschen mit verschiedenen Behinderungen dürfen das Bad nicht alleine und selbstbestimmt besuchen. Dabei werden vermeintlich sachliche Rechtfertigungen angeführt, die genauerer Betrachtung nicht standhalten”&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.hannahwahl.at/diskriminierend-und-veraltet-handlungsbedarf-in-sachen-staedtische-baeder/&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerhard Smöch, Betriebsleiter des Bades, sieht in der Badeordnung keine Diskriminierung. &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bizeps.or.at/diskriminierend-und-veraltet-handlungsbedarf-in-sachen-staedtische-baeder/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gastronomie ==&lt;br /&gt;
Zehn Tage nach der Eröffnung des Hallenbades kündigte der Pächter der Gastronomie. Statt am 1. August fand die Schlüsselübergabe erst am 29. September statt, schilderte Pächter Hannes Schürz den [[Salzburger Nachrichten]]. Zudem seien - entgegen den Vertragsvereinbarungen - viele Bereiche nach wie vor nicht fertig. Dazu zählte beispielsweise die Terrasse, die man nicht nutzen könne oder der nur durch einen Brettertunnel zugängliche Eingang. Am ersten Wochenende hatte man mit 28 Mitarbeitern aufgesperrt, jedoch blieben die Besucherzahlen blieben deutlich hinter den  prognostizierten Zahlen zurück sagte Lydia Wallner, die Partnerin von Schürz. Angesichts der Umstände habe man viele Lebensmittel wegwerfen müssen. Hinzu kämen hohe Personalkosten und starr vorgegebene Öffnungszeiten. In der Sauna mache man vor 15 Uhr kein Geschäft - der Gastronomiebetrieb müsse aber von zehn bis 21:30 Uhr geöffnet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage später erfolgte eine Rücknahme der Kündigung. Schürz machte dann doch zumindest vorläufig weiter. Man hatte sich auf Mindestöffnungszeiten von zwölf bis 20 Uhr – anstatt von zehn bis 21:30 Uhr – geeinigt. Das reduzierte die Personalkosten und damit die größte Herausforderung erheblich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SN24Okt&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Neubau oder Umbau ===&lt;br /&gt;
Das alte Paracelsusbad entsprach Anfang des [[21. Jahrhundert]]s nicht mehr den modernen Anforderungen. Umbau oder Neubau war schon vor der Jahrhundertwende ein Diskussionsthema. Als kleine Zwischenlösung wurde [[2013]] das [[Hallenbad Alpenstraße|Aya Hallenbad]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 wurden innerhalb des [[Magistrat Salzburg|Magistrats]] die Kosten für das neue Salzburger Hallenbad heiß diskutiert. Experten rechneten mit bis zu 90 Mill. Euro – das ist das Dreifache der ersten Annahmen. Experten im Magistrat Salzburg gingen davon aus, dass der Entwurf für den Neubau im [[Kurgarten]] enorm teuer werden könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gäste sollten bei dem Neubau auf mehreren Ebenen in einem weitgehend verglasten, futuristischen Bau schwimmen. Die Kosten hatten sich in den vergangenen Jahren durchaus rapide entwickelt. Ursprünglich hätte ja ein &#039;&#039;Spaßbad&#039;&#039; in Salzburg-[[Liefering]] errichtet werden sollen. Nach dessen Versenkung sprach die Stadt davon, rund 25 Millionen Euro in ein Bad am Standort des heutigen Paracelsusbads zu stecken – die Rede war von „Sanierung und Erweiterung“. Im September [[2010]] beschloss die Stadt dann einen Neubau neben dem [[Kurgarten]]. 30 Millionen Euro sollte dieser kosten. Allerdings gab es auch Pläne für eine „größere Lösung“ um 42 Mill. Euro. [[SPÖ]], [[ÖVP]] und [[FPÖ]] fanden das damals aber zu teuer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später schrieb die Stadt einen Architektenwettbewerb aus. Da lag der Kostenrahmen dann schon bei knapp 40 Millionen Euro. Ende 2012 war schon klar, dass auf drei Ebenen gebadet werden sollte. [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden]] sagte Anfang Juni 2013, er habe eine aktuelle, realistische Kostenschätzung bekommen, die sich auf 63 Millionen Euro belaufe. Wobei er hinzufügte, dass große Bauprojekte freilich immer auch teurer werden könnten. Die städtische Immobiliengesellschaft bewarb das Paracelsusbad neu auf ihrer Homepage. Das „Panoramabad am Kurgarten“ wird dort mit 56 Mill. Euro Baukosten netto beworben – also ohne 20 Prozent Umsatzsteuer für gewisse Gebäudeteile. Dies ergäbe gut 67 Millionen Euro, mit Möglichkeit kleinerer Ersparnisse, je nach Steueranfall. Insider sagten jedoch dazu: Kostenschätzungen in dieser Phase wiesen einen Unsicherheitsfaktor von 25 Prozent auf. Wobei Bauvorhaben tendenziell teurer, aber nicht billiger würden. Magistrats intern wurden die Baukosten des Paracelsusbads auf 70 bis 90 Millionen Euro geschätzt. Bürgermeister Schaden teilte diese Einschätzungen jedoch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baustadträtin [[Claudia Schmidt]] (ÖVP) wollte zunächst einmal noch fehlende Machbarkeitsstudien abwarten und sehen, ob das ambitionierte Projekt überhaupt umsetzbar ist. Wenig Hoffnung für das Panoramabad hatte Gemeinderätin [[Doris Tazl]]: Viel zu hoch würden Bau-, aber auch Betriebskosten geraten. Schon allein, weil man für drei Ebenen drei Mal so viele Bademeister brauche. Tazl sprach von einem „Harakiri-Bau“ und ging davon aus, „&#039;&#039;dass das nie gebaut wird. Das ist nur ein Wahlkampfgag des Bürgermeisters&#039;&#039;“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch Anfang [[2009]] wurde diskutiert, ob das alte Paracelsusbad nach der Errichtung des Spaßbades in Liefering geschlossen und das Gebäude abgerissen werden sollte. Doch nach dem ersten [[Bürgermeisterwahlen 2009|Bürgermeisterwahlgang]] am [[1. März]] 2009 wandelte sich die Einstellung von Bürgermeister Schaden und er begrub das neue Spaßbad. Er ließ wissen, dass das alte Paracelsusbad abgerissen und neu errichtet werden sollte. Für die Errichtung des Spaßbades in Liefering waren 50 Mill. Euro vorgesehen, wovon nun um 25 Mill. Euro in das neue Paracelsusbad investiert werden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Nachrichten]] 24. März 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann folgte im Herbst 2009 ein Dämpfer: Das Bundesdenkmalamt wollte prüfen, inwieweit nicht die Fassade des alten Paracelsusbads unter [[Denkmalschutz]] fiele. Doch bis Sommer 2010 waren diese Zweifel ausgeräumt und die Stadtregierung nahm im September einen neuen Anlauf: Ein über 30 Mill. Euro teurer Vorschlag sah den Abriss des 1956 erbauten Hallenbad- und Saunatrakts vor, die an gleicher Stelle neu errichtet werden sollten. Eine Erweiterung sollte dem [[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus Salzburg]] über dem Bad Platz bieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgesehen bei dieser Variante waren 6&amp;amp;nbsp;000 m² für Bad, Sauna und Wellness, davon 800 m² Wasserfläche einschließlich zweier kleiner Freibecken. Gleichzeitig sollte das [[Hallenbad Alpenstraße|Aya-Bad]] für den Schul- und Vereinssport eine Überdachung in Leichtbauweise um drei Millionen Euro erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektbeschreibung Neubau ===&lt;br /&gt;
[[2017]] wurde erstmals ein Modell des Paracelsusbad-Neubaues präsentiert – und zwar von Architekt [[Alfred Berger]] und dem Chef der städtischen Immobiliengesellschaft (SIG), [[Alexander Schrank]]. Das Projekt wurde auf Schautafeln sowie mit dem neuen Architekturmodell ab Mitte Februar 2017 in der [[Wolf-Dietrich-Halle]] des [[Schloss Mirabell|Schlosses Mirabell]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/politik/sn/artikel/paracelsusbad-tiefgarage-soll-mit-sheraton-hotel-betrieben-werden-226105/ Salzburger Nachrichten, 14. Dezember 2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau/wettbewerb-gewinner.html www.sig.at/SIG/Projektbeschreibung Paracelsusbad-Neubau samt Pläne]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukörper des Badehauses definiert sich als Übergang zwischen gründerzeitlicher Hauskante der [[Auerspergstraße]]-[[Schwarzstraße]] und dem historischen Kurgartens. In seiner Form nimmt er Bezug auf den [[Bastionsgärten im Mirabellgarten|Bastionsgarten]] und ist somit auch ein Kontrast zu den alten Wehrmauern und dem [[Rosenhügel]] im Kurgarten. Am Durchgang Auersperg-Schwarzstraße bilden die beiden über das Eck zueinander gestellten Baukörper des Bades und eines Bürohauses (optional) einen markanten offenen Übergang zum Kurgarten. Dies in direkter Sichtachse zum [[Schloss Mirabell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die große Tiefe des Grundrisses entsteht eine außerordentlich kompakte Hülle des Badehauses. Daraus folgert ein sehr günstiges „Volumen zu Fläche Verhältnis“ – das Gebäude erreicht Passivhausstandard. Die Anordnung der Räume und Funktionen folgt strengen funktionalen und konstruktiv-ökonomischen Überlegungen. Die Badeebene mit den schweren Wasserbecken ruht auf den konventionell in Massivbauweise hergestellten Bereichen des Gebäudes. Springbecken, Lernbecken und Freibecken sind konzentriert im Bereich des westlichen Gebäudekerns angeordnet. Das freispannende Dach über der Badeebene ist von Lasten freigehalten, und beinhaltet lediglich Saunalandschaft, Gastronomie und Terrassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großzügig geschwungenen Panoramafenster im 3. Obergeschoß gewähren einen weiträumigen Ausblick auf Kurgarten, Schloss Mirabell und [[Festung Hohensalzburg]]. Großen Wert wurde auch auf die akustische Trennung der einzelnen Badebereiche durch entsprechende Glaswände gelegt. Des weiteren wurde ein Sprungturm mit einem 4m tiefen Becken in das Badekonzept integriert. Nach oben ist das Bad durch die sanften Formen der keramischen Wellendecke begrenzt. Im Dachbereich des 5. Obergeschoßes befindet sich ein Außenbecken mit großzügigen Sonnenterrassen sowie der Gastronomie.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau.html www.sig.at/Paracelsubad-Neubau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abbruch und Neubau ===&lt;br /&gt;
Wohin werden während des Abbruchs und der Bauzeit für den Neubau die 64&amp;amp;nbsp;000 Badegäste ausweichen?  Naheliegend wäre die 2013 eröffnete Schwimmhalle beim AYA-Bad an der [[Alpenstraße (Salzburg)|Alpenstraße]]. 2015 wurden knapp 75&amp;amp;nbsp;000 Besucher gezählt. Ehe das AYA-Hallenbad 2013 eröffnete, wurden im Paracelsusbad pro Jahr 120&amp;amp;nbsp;000 Gäste gezählt, also doppelt so viele wie 2015. Kopfzerbrechen bereitete Gerhard Smöch, Betriebsleiter des Paracelsusbades, eher die Ausweichmöglichkeit für die 50&amp;amp;nbsp;000 Saunabesucher und die Kurgäste, die nach der Behandlung im Kurhaus zum Schwimmen gekommen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle SN|27. Juni 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
* Weblink: [http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau/foto-abbruch.html Abbruch (Fotos)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[30. November]] [[2016]] schloss das alte Paracelsusbad. Am [[6. Jänner]] [[2017]] begannen die Abrissarbeiten. Der Spatenstich für den Neubau war im Februar oder März 2017 geplant. Nach der Fertigstellung im Spätsommer 2019 wurde das angrenzende [[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus]] abgerissen und neu gebaut. Die [[Stadtgemeinde Salzburg]] investiert in das neue Bad und Kurhaus 59,5 Millionen Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juni 2018 wurde in fast zwölf Metern Höhe eine große Stahlkonstruktion mit einer Spannweite von 35 Metern errichtet. Sie dient der stützenfreien Überspannung der Badelandschaft und trägt den darüber liegenden Saunabereich und das Dach. Bis Ende September wurde der Stahlbau fertig gestellt. Verbaut wurden rund 550 Tonnen Stahl. Nach Stand Herbst 2019 sollte das gesamte Projekt – Kurhaus, Hallenbad und Sauna – Mitte Juli 2019 übergeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/c-lokales/paracelsusbad-neubau-geht-in-die-naechste-phase_a2683667 www.meinbezirk.at/20, Juni 2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiefgarage ohne Zufahrt beim Salzburger Paracelsusbad  ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg freute sich im Herbst 2019 über das fertige Paracelsusbad. Darunter gibt es eine Tiefgarage mit 70 Stellplätzen. Jedoch kann man in diese Garage erst in einigen Monaten fahren, wie der Chef der Städtischen Immobiliengesellschaft (SIG), Alexander Schrank, bestätigt. Ursache ist einerseits, dass die Stadt monatelang gehofft hatte, gegen eine Benutzungsgebühr die Tiefgaragen-Abfahrt des angebauten [[Hotel Sheraton Salzburg|Hotels Sheraton]] in der [[Auerspergstraße]] mitbenutzen zu dürfen. Schrank: &amp;quot;&#039;&#039;Man hat sich aber wirtschaftlich nicht einigen können.&#039;&#039;&amp;quot; Dazu kommt andererseits, dass auch diese Zufahrt allein nicht gereicht hätte, wie [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] (ÖVP) sagt: &amp;quot;&#039;&#039;Baubehördlich mussten wir eine eigene Einfahrt von der Schwarzstraße machen.&#039;&#039;&amp;quot; Hintergrund seien die verschiedenen Brandabschnitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass nun statt einer reinen Tiefgaragen-Abfahrtsrampe auf dem ehemaligen Kurhaus-Areal gleich eine Garage mit 30 Stellplätzen errichtet werde, sei sinnvoll, betont Schrank: &amp;quot;&#039;&#039;Die soll im Frühjahr 2020 fertig sein.&#039;&#039;&amp;quot; Als Kostenobergrenze wurden zwei Millionen Euro fixiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/tiefgarage-ohne-zufahrt-groteske-lage-beim-salzburger-paracelsusbad-76599865?fbclid=IwAR0zrmgu-wOkOgT01aVSYxjaIpjzUzDWIKupLogB6Z0fYec2yC2cA09KcS4 23. September 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Daten == &lt;br /&gt;
* Grundstück: 5&amp;amp;nbsp;072 m²&lt;br /&gt;
* Bruttogeschossfläche: 10&amp;amp;nbsp;941 m² (oberirdisch)&lt;br /&gt;
* Nutzfläche: 8&amp;amp;nbsp;833 m² (oberirdisch)&lt;br /&gt;
* Nutzfläche: 2&amp;amp;nbsp;984 m² (unterirdisch)&lt;br /&gt;
* Wasserfläche:  660 m² (gesamt) &lt;br /&gt;
* Außenanlagen: 594 m²&lt;br /&gt;
* umbauter Raum: 44&amp;amp;nbsp;107 Kubikmeter&lt;br /&gt;
* Baueisen: 1&amp;amp;nbsp;350 Tonnen&lt;br /&gt;
* Baustahl: &amp;amp;nbsp;485 Tonnen Baustahl (Armierung)&lt;br /&gt;
* Beton: 9&amp;amp;nbsp;750 Kubikmeter&lt;br /&gt;
* Tiefgarage: 69 Pkw-Stellplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Paracelsus-Sauna Neubau]]&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
{{Bildkat}}&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Paracelsusbad-Neubau|Bilder von der Bauzeit}}&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
{{homepage|https://www.paracelsusbad.at/de/bad}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau.html www.sig.at/Paracelsubad-Neubau]&lt;br /&gt;
* [https://berger-parkkinen.com/paracelsus-bad-und-kurhaus/ Berger-Parkkinen.com/Paracelsusbad und Kurhaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* die Artikel wurde aus dem ursprüngliche Beitrag [[Salzburger Hallenbad]] hierher kopiert&lt;br /&gt;
* {{Quelle SN|8. Juni 2013, 29. November 2016, 19. September 2019, 10. Oktober 2019, 11. Oktober 2019, 23. Oktober 2019}}&lt;br /&gt;
==== Einzelnachweise ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neustadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sport]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Infrastruktur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freizeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Paracelsusbad&amp;diff=1431695</id>
		<title>Paracelsusbad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Paracelsusbad&amp;diff=1431695"/>
		<updated>2020-06-13T19:51:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Geschichte des neuen &#039;&#039;&#039;Paracelsusbades&#039;&#039;&#039;. Über das alte, gleichnamige Bad siehe [[Paracelsusbad (historisch)]].}}&lt;br /&gt;
  Das Paracelsusbad öffnet nach der [[Corona Pandemie]] wieder am Montag, den [[15. Juni]] [[2020]], um 10 Uhr.&lt;br /&gt;
  160 Badegäste dürfen gleichzeitig in das Bad, die Badezeit wird auf drei Stunden beschränkt, Online-Tickets gibt es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad 3OG Bad 02.jpg|thumb|Paracelsusbad, Sprungturm, Becken und Kletterwand im 3.OG]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad Neubau, Ansicht vom Rosenhügel.jpg|thumb|Paracelsusbad Neubau, August 2019]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad_Salzburg_20_Okt_2019_2.jpg|thumb|Blick aus dem Kurgarten auf das Gebäude.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad 3OG Bad 01.jpg|thumb|Paracelsusbad, Schwimmbahnen im 3.OG]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad 3OG Bad 04.jpg|thumb|Paracelsusbad, Kleinkinderbecken und Liegebereich im 3.OG]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad 3OG Bad 06.jpg|thumb|Paracelsusbad, Familienbecken im 3.OG]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad 4OG Bad Gastronomie 01.jpg|thumb|Gastronomie Bad im 4.OG]]&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|OwUOrmTDfrI|280|right|SN: So sieht das Paracelsusbad von innen aus 01:18 min Video}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Paracelsusbad-Neubau Architektenmodell 01.jpg|thumb|Architektenmodell]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Paracelsusbad&#039;&#039;&#039; ist ein Hallenbad an der [[Auerspergstraße]] in der [[Neustadt]] der [[Stadt Salzburg]], das [[2019]] eröffnet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das neue Paracelusbad 2019 ==&lt;br /&gt;
Am [[1. Dezember]] [[2016]] wurde das alte [[Paracelsusbad (historisch)|Paracelsusbad]] geschlossen. 1&amp;amp;nbsp;046 Tage nach dem Badeschluss wurde am [[11. Oktober]] 2019 das neue Paracelsusbad mit einem Festakt eröffnet und am Samstag, den [[12. Oktober]], um 09:00 Uhr, für die Besucher geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
650 Kästchen stehen den Besuchern im neuen Paracelsusbad zur Verfügung. Das ist die maximal mögliche Anzahl an Badegästen. Um die Schwimmbecken stehen 100 Liegen.&lt;br /&gt;
Bademeister Andreas Mayerhofer sagte gegenüber den [[Salzburger Nachrichten]], dass es das Reservieren von Liegen, etwa mit Handtüchern, nicht geben wird. Sollte es jemand trotzdem versuchen, werden die Handtücher eingesammelt und derjenige, der es sich dann abholt, dem werde man das schon erklären, sagte Mayerhofer. Seine Stimme klang dabei freundlich, aber unmissverständlich. Auch sonst gibt es Regeln: Essen und Trinken im Bade- und Saunabereich ist – abgesehen von den gastronomischen Bereichen – nicht erlaubt. Auch das Mobiltelefon muss in der Tasche bleiben, wegen der Lärmbelästigung, aber auch damit eine Bilder mit Badegästen gemacht werden können, die dann ohne deren Wissen in sozialen Netzwerken landen könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellenförmig und in wechselnder Raumhöhe umgeben weiße Keramiklamellen die 1&amp;amp;nbsp;800 Quadratmeter große Badelandschaft, deren geschwungene Decke es an ihrem&lt;br /&gt;
höchsten Punkt auf 13 Meter Abstand zur Wasseroberfläche bringt. Es gibt auch ein 95 Quadratmeter großes Sprungbecken. Weitere Einrichtungen sind die 45 Meter lange Rutsche mit Lichteffekten, der Strömungskanal und die Liegen mit Sprudeleffekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
200&amp;amp;nbsp;000 bis 250&amp;amp;nbsp;000 Besucher pro Jahr erwartet der Geschäftsführer der [[Tourismus Salzburg GmbH]] [[Bert Brugger]]. Der stärkste Tag 2019 war &lt;br /&gt;
der [[13. Oktober]] 2019, ein Sonntag mit 844 Gästen. An Wochentagen schwanke die Zahl der Bade- und Saunagäste zwischen 320 und 480.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SN24Okt&amp;quot;&amp;gt;{{Quelle SN|24. Oktober 2019}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geht es nach seinen Berechnungen, dann soll das Bad im dritten Betriebsjahr eine schwarze Null schreiben. 33 bis 34 Grad Lufttemperatur herrschen im Badebereich. &amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom 11. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betriebsleiter ist Gerhard Smöch (2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heftige Kritik an diskriminierender Badeordnung ==&lt;br /&gt;
Im Juni 2020 wurde das Paracelsusbad wegen seiner diskriminierenden Badeordnung stark kritisiert. Die Badeordnung von Oktober 2019 sei ein Beispiel, dafür, wie &amp;quot;eine tief verankerte, veraltete und paternalistische Sicht&amp;quot; zu &amp;quot;Bevormundungen&amp;quot; führe.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.hannahwahl.at/diskriminierend-und-veraltet-handlungsbedarf-in-sachen-staedtische-baeder/&amp;lt;/ref&amp;gt; Man würde nicht anerkennen, dass alle Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt und barrierefrei die Bäder betreten können müssen. Die diskriminierenden Passagen lauten: „BesucherInnen mit Neigung zu Krampf-, Ohnmacht- oder Epilepsieanfällen, Herzkreislauferkrankungen sowie geistigen Behinderungen, ist der Zutritt und Aufenthalt nur mit einer geeigneten Betreuungsperson gestattet.” Sowie: „Kinder bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres, Blinde und Personen, die sich ohne fremde Hilfe nicht fortbewegen oder aus- und umkleiden können, dürfen das Freizeitbad nur in Begleitung einer volljährigen und geeigneten Aufsichtsperson besuchen. Es gilt die allgemeine Aufsichtspflicht im Freizeitbad durch die Erziehungsberechtigten.”&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bizeps.or.at/diskriminierend-und-veraltet-handlungsbedarf-in-sachen-staedtische-baeder/&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritik erfolgte von Seiten Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen, der Anti-Diskriminierungsstelle der Stadt Salzburg, dem Verein knack:punkt - Selbstbestimmt Leben Salzburg sowie dem Salzburger Monitoringausschuss. Monika Schmerold (knack:punkt Salzburg): „Es ist unglaublich, dass in Salzburg die UN-Behindertenrechtskonvention scheinbar noch nicht angekommen ist und Menschenrechte nicht anerkannt werden. Wie anders lässt es sich sonst erklären, dass 2019 in einem neuen Bad, das auch noch mit öffentlichen Geldern errichtet wurde, nicht nur im Ablauf der Besuche und in der Ausstattung, sondern auch in den Baderegeln derart diskriminierende Bestimmungen zu finden sind.” Auch die Antidiskriminierungsstelle der Stadt Salzburg stellt fest: „Menschen mit verschiedenen Behinderungen dürfen das Bad nicht alleine und selbstbestimmt besuchen. Dabei werden vermeintlich sachliche Rechtfertigungen angeführt, die genauerer Betrachtung nicht standhalten”&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.hannahwahl.at/diskriminierend-und-veraltet-handlungsbedarf-in-sachen-staedtische-baeder/&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerhard Smöch, Betriebsleiter des Bades, sieht in der Badeordnung keine Diskriminierung.ref&amp;gt;https://www.bizeps.or.at/diskriminierend-und-veraltet-handlungsbedarf-in-sachen-staedtische-baeder/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gastronomie ==&lt;br /&gt;
Zehn Tage nach der Eröffnung des Hallenbades kündigte der Pächter der Gastronomie. Statt am 1. August fand die Schlüsselübergabe erst am 29. September statt, schilderte Pächter Hannes Schürz den [[Salzburger Nachrichten]]. Zudem seien - entgegen den Vertragsvereinbarungen - viele Bereiche nach wie vor nicht fertig. Dazu zählte beispielsweise die Terrasse, die man nicht nutzen könne oder der nur durch einen Brettertunnel zugängliche Eingang. Am ersten Wochenende hatte man mit 28 Mitarbeitern aufgesperrt, jedoch blieben die Besucherzahlen blieben deutlich hinter den  prognostizierten Zahlen zurück sagte Lydia Wallner, die Partnerin von Schürz. Angesichts der Umstände habe man viele Lebensmittel wegwerfen müssen. Hinzu kämen hohe Personalkosten und starr vorgegebene Öffnungszeiten. In der Sauna mache man vor 15 Uhr kein Geschäft - der Gastronomiebetrieb müsse aber von zehn bis 21:30 Uhr geöffnet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage später erfolgte eine Rücknahme der Kündigung. Schürz machte dann doch zumindest vorläufig weiter. Man hatte sich auf Mindestöffnungszeiten von zwölf bis 20 Uhr – anstatt von zehn bis 21:30 Uhr – geeinigt. Das reduzierte die Personalkosten und damit die größte Herausforderung erheblich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SN24Okt&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Neubau oder Umbau ===&lt;br /&gt;
Das alte Paracelsusbad entsprach Anfang des [[21. Jahrhundert]]s nicht mehr den modernen Anforderungen. Umbau oder Neubau war schon vor der Jahrhundertwende ein Diskussionsthema. Als kleine Zwischenlösung wurde [[2013]] das [[Hallenbad Alpenstraße|Aya Hallenbad]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 wurden innerhalb des [[Magistrat Salzburg|Magistrats]] die Kosten für das neue Salzburger Hallenbad heiß diskutiert. Experten rechneten mit bis zu 90 Mill. Euro – das ist das Dreifache der ersten Annahmen. Experten im Magistrat Salzburg gingen davon aus, dass der Entwurf für den Neubau im [[Kurgarten]] enorm teuer werden könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gäste sollten bei dem Neubau auf mehreren Ebenen in einem weitgehend verglasten, futuristischen Bau schwimmen. Die Kosten hatten sich in den vergangenen Jahren durchaus rapide entwickelt. Ursprünglich hätte ja ein &#039;&#039;Spaßbad&#039;&#039; in Salzburg-[[Liefering]] errichtet werden sollen. Nach dessen Versenkung sprach die Stadt davon, rund 25 Millionen Euro in ein Bad am Standort des heutigen Paracelsusbads zu stecken – die Rede war von „Sanierung und Erweiterung“. Im September [[2010]] beschloss die Stadt dann einen Neubau neben dem [[Kurgarten]]. 30 Millionen Euro sollte dieser kosten. Allerdings gab es auch Pläne für eine „größere Lösung“ um 42 Mill. Euro. [[SPÖ]], [[ÖVP]] und [[FPÖ]] fanden das damals aber zu teuer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später schrieb die Stadt einen Architektenwettbewerb aus. Da lag der Kostenrahmen dann schon bei knapp 40 Millionen Euro. Ende 2012 war schon klar, dass auf drei Ebenen gebadet werden sollte. [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden]] sagte Anfang Juni 2013, er habe eine aktuelle, realistische Kostenschätzung bekommen, die sich auf 63 Millionen Euro belaufe. Wobei er hinzufügte, dass große Bauprojekte freilich immer auch teurer werden könnten. Die städtische Immobiliengesellschaft bewarb das Paracelsusbad neu auf ihrer Homepage. Das „Panoramabad am Kurgarten“ wird dort mit 56 Mill. Euro Baukosten netto beworben – also ohne 20 Prozent Umsatzsteuer für gewisse Gebäudeteile. Dies ergäbe gut 67 Millionen Euro, mit Möglichkeit kleinerer Ersparnisse, je nach Steueranfall. Insider sagten jedoch dazu: Kostenschätzungen in dieser Phase wiesen einen Unsicherheitsfaktor von 25 Prozent auf. Wobei Bauvorhaben tendenziell teurer, aber nicht billiger würden. Magistrats intern wurden die Baukosten des Paracelsusbads auf 70 bis 90 Millionen Euro geschätzt. Bürgermeister Schaden teilte diese Einschätzungen jedoch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baustadträtin [[Claudia Schmidt]] (ÖVP) wollte zunächst einmal noch fehlende Machbarkeitsstudien abwarten und sehen, ob das ambitionierte Projekt überhaupt umsetzbar ist. Wenig Hoffnung für das Panoramabad hatte Gemeinderätin [[Doris Tazl]]: Viel zu hoch würden Bau-, aber auch Betriebskosten geraten. Schon allein, weil man für drei Ebenen drei Mal so viele Bademeister brauche. Tazl sprach von einem „Harakiri-Bau“ und ging davon aus, „&#039;&#039;dass das nie gebaut wird. Das ist nur ein Wahlkampfgag des Bürgermeisters&#039;&#039;“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch Anfang [[2009]] wurde diskutiert, ob das alte Paracelsusbad nach der Errichtung des Spaßbades in Liefering geschlossen und das Gebäude abgerissen werden sollte. Doch nach dem ersten [[Bürgermeisterwahlen 2009|Bürgermeisterwahlgang]] am [[1. März]] 2009 wandelte sich die Einstellung von Bürgermeister Schaden und er begrub das neue Spaßbad. Er ließ wissen, dass das alte Paracelsusbad abgerissen und neu errichtet werden sollte. Für die Errichtung des Spaßbades in Liefering waren 50 Mill. Euro vorgesehen, wovon nun um 25 Mill. Euro in das neue Paracelsusbad investiert werden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Nachrichten]] 24. März 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann folgte im Herbst 2009 ein Dämpfer: Das Bundesdenkmalamt wollte prüfen, inwieweit nicht die Fassade des alten Paracelsusbads unter [[Denkmalschutz]] fiele. Doch bis Sommer 2010 waren diese Zweifel ausgeräumt und die Stadtregierung nahm im September einen neuen Anlauf: Ein über 30 Mill. Euro teurer Vorschlag sah den Abriss des 1956 erbauten Hallenbad- und Saunatrakts vor, die an gleicher Stelle neu errichtet werden sollten. Eine Erweiterung sollte dem [[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus Salzburg]] über dem Bad Platz bieten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgesehen bei dieser Variante waren 6&amp;amp;nbsp;000 m² für Bad, Sauna und Wellness, davon 800 m² Wasserfläche einschließlich zweier kleiner Freibecken. Gleichzeitig sollte das [[Hallenbad Alpenstraße|Aya-Bad]] für den Schul- und Vereinssport eine Überdachung in Leichtbauweise um drei Millionen Euro erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektbeschreibung Neubau ===&lt;br /&gt;
[[2017]] wurde erstmals ein Modell des Paracelsusbad-Neubaues präsentiert – und zwar von Architekt [[Alfred Berger]] und dem Chef der städtischen Immobiliengesellschaft (SIG), [[Alexander Schrank]]. Das Projekt wurde auf Schautafeln sowie mit dem neuen Architekturmodell ab Mitte Februar 2017 in der [[Wolf-Dietrich-Halle]] des [[Schloss Mirabell|Schlosses Mirabell]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/politik/sn/artikel/paracelsusbad-tiefgarage-soll-mit-sheraton-hotel-betrieben-werden-226105/ Salzburger Nachrichten, 14. Dezember 2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau/wettbewerb-gewinner.html www.sig.at/SIG/Projektbeschreibung Paracelsusbad-Neubau samt Pläne]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukörper des Badehauses definiert sich als Übergang zwischen gründerzeitlicher Hauskante der [[Auerspergstraße]]-[[Schwarzstraße]] und dem historischen Kurgartens. In seiner Form nimmt er Bezug auf den [[Bastionsgärten im Mirabellgarten|Bastionsgarten]] und ist somit auch ein Kontrast zu den alten Wehrmauern und dem [[Rosenhügel]] im Kurgarten. Am Durchgang Auersperg-Schwarzstraße bilden die beiden über das Eck zueinander gestellten Baukörper des Bades und eines Bürohauses (optional) einen markanten offenen Übergang zum Kurgarten. Dies in direkter Sichtachse zum [[Schloss Mirabell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die große Tiefe des Grundrisses entsteht eine außerordentlich kompakte Hülle des Badehauses. Daraus folgert ein sehr günstiges „Volumen zu Fläche Verhältnis“ – das Gebäude erreicht Passivhausstandard. Die Anordnung der Räume und Funktionen folgt strengen funktionalen und konstruktiv-ökonomischen Überlegungen. Die Badeebene mit den schweren Wasserbecken ruht auf den konventionell in Massivbauweise hergestellten Bereichen des Gebäudes. Springbecken, Lernbecken und Freibecken sind konzentriert im Bereich des westlichen Gebäudekerns angeordnet. Das freispannende Dach über der Badeebene ist von Lasten freigehalten, und beinhaltet lediglich Saunalandschaft, Gastronomie und Terrassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großzügig geschwungenen Panoramafenster im 3. Obergeschoß gewähren einen weiträumigen Ausblick auf Kurgarten, Schloss Mirabell und [[Festung Hohensalzburg]]. Großen Wert wurde auch auf die akustische Trennung der einzelnen Badebereiche durch entsprechende Glaswände gelegt. Des weiteren wurde ein Sprungturm mit einem 4m tiefen Becken in das Badekonzept integriert. Nach oben ist das Bad durch die sanften Formen der keramischen Wellendecke begrenzt. Im Dachbereich des 5. Obergeschoßes befindet sich ein Außenbecken mit großzügigen Sonnenterrassen sowie der Gastronomie.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau.html www.sig.at/Paracelsubad-Neubau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abbruch und Neubau ===&lt;br /&gt;
Wohin werden während des Abbruchs und der Bauzeit für den Neubau die 64&amp;amp;nbsp;000 Badegäste ausweichen?  Naheliegend wäre die 2013 eröffnete Schwimmhalle beim AYA-Bad an der [[Alpenstraße (Salzburg)|Alpenstraße]]. 2015 wurden knapp 75&amp;amp;nbsp;000 Besucher gezählt. Ehe das AYA-Hallenbad 2013 eröffnete, wurden im Paracelsusbad pro Jahr 120&amp;amp;nbsp;000 Gäste gezählt, also doppelt so viele wie 2015. Kopfzerbrechen bereitete Gerhard Smöch, Betriebsleiter des Paracelsusbades, eher die Ausweichmöglichkeit für die 50&amp;amp;nbsp;000 Saunabesucher und die Kurgäste, die nach der Behandlung im Kurhaus zum Schwimmen gekommen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle SN|27. Juni 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
* Weblink: [http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau/foto-abbruch.html Abbruch (Fotos)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[30. November]] [[2016]] schloss das alte Paracelsusbad. Am [[6. Jänner]] [[2017]] begannen die Abrissarbeiten. Der Spatenstich für den Neubau war im Februar oder März 2017 geplant. Nach der Fertigstellung im Spätsommer 2019 wurde das angrenzende [[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus]] abgerissen und neu gebaut. Die [[Stadtgemeinde Salzburg]] investiert in das neue Bad und Kurhaus 59,5 Millionen Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juni 2018 wurde in fast zwölf Metern Höhe eine große Stahlkonstruktion mit einer Spannweite von 35 Metern errichtet. Sie dient der stützenfreien Überspannung der Badelandschaft und trägt den darüber liegenden Saunabereich und das Dach. Bis Ende September wurde der Stahlbau fertig gestellt. Verbaut wurden rund 550 Tonnen Stahl. Nach Stand Herbst 2019 sollte das gesamte Projekt – Kurhaus, Hallenbad und Sauna – Mitte Juli 2019 übergeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/c-lokales/paracelsusbad-neubau-geht-in-die-naechste-phase_a2683667 www.meinbezirk.at/20, Juni 2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiefgarage ohne Zufahrt beim Salzburger Paracelsusbad  ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg freute sich im Herbst 2019 über das fertige Paracelsusbad. Darunter gibt es eine Tiefgarage mit 70 Stellplätzen. Jedoch kann man in diese Garage erst in einigen Monaten fahren, wie der Chef der Städtischen Immobiliengesellschaft (SIG), Alexander Schrank, bestätigt. Ursache ist einerseits, dass die Stadt monatelang gehofft hatte, gegen eine Benutzungsgebühr die Tiefgaragen-Abfahrt des angebauten [[Hotel Sheraton Salzburg|Hotels Sheraton]] in der [[Auerspergstraße]] mitbenutzen zu dürfen. Schrank: &amp;quot;&#039;&#039;Man hat sich aber wirtschaftlich nicht einigen können.&#039;&#039;&amp;quot; Dazu kommt andererseits, dass auch diese Zufahrt allein nicht gereicht hätte, wie [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] (ÖVP) sagt: &amp;quot;&#039;&#039;Baubehördlich mussten wir eine eigene Einfahrt von der Schwarzstraße machen.&#039;&#039;&amp;quot; Hintergrund seien die verschiedenen Brandabschnitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass nun statt einer reinen Tiefgaragen-Abfahrtsrampe auf dem ehemaligen Kurhaus-Areal gleich eine Garage mit 30 Stellplätzen errichtet werde, sei sinnvoll, betont Schrank: &amp;quot;&#039;&#039;Die soll im Frühjahr 2020 fertig sein.&#039;&#039;&amp;quot; Als Kostenobergrenze wurden zwei Millionen Euro fixiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/tiefgarage-ohne-zufahrt-groteske-lage-beim-salzburger-paracelsusbad-76599865?fbclid=IwAR0zrmgu-wOkOgT01aVSYxjaIpjzUzDWIKupLogB6Z0fYec2yC2cA09KcS4 23. September 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Daten == &lt;br /&gt;
* Grundstück: 5&amp;amp;nbsp;072 m²&lt;br /&gt;
* Bruttogeschossfläche: 10&amp;amp;nbsp;941 m² (oberirdisch)&lt;br /&gt;
* Nutzfläche: 8&amp;amp;nbsp;833 m² (oberirdisch)&lt;br /&gt;
* Nutzfläche: 2&amp;amp;nbsp;984 m² (unterirdisch)&lt;br /&gt;
* Wasserfläche:  660 m² (gesamt) &lt;br /&gt;
* Außenanlagen: 594 m²&lt;br /&gt;
* umbauter Raum: 44&amp;amp;nbsp;107 Kubikmeter&lt;br /&gt;
* Baueisen: 1&amp;amp;nbsp;350 Tonnen&lt;br /&gt;
* Baustahl: &amp;amp;nbsp;485 Tonnen Baustahl (Armierung)&lt;br /&gt;
* Beton: 9&amp;amp;nbsp;750 Kubikmeter&lt;br /&gt;
* Tiefgarage: 69 Pkw-Stellplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Paracelsus-Sauna Neubau]]&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
{{Bildkat}}&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Paracelsusbad-Neubau|Bilder von der Bauzeit}}&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
{{homepage|https://www.paracelsusbad.at/de/bad}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau.html www.sig.at/Paracelsubad-Neubau]&lt;br /&gt;
* [https://berger-parkkinen.com/paracelsus-bad-und-kurhaus/ Berger-Parkkinen.com/Paracelsusbad und Kurhaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* die Artikel wurde aus dem ursprüngliche Beitrag [[Salzburger Hallenbad]] hierher kopiert&lt;br /&gt;
* {{Quelle SN|8. Juni 2013, 29. November 2016, 19. September 2019, 10. Oktober 2019, 11. Oktober 2019, 23. Oktober 2019}}&lt;br /&gt;
==== Einzelnachweise ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neustadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sport]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Infrastruktur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freizeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1321347</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1321347"/>
		<updated>2020-02-17T14:03:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#ev:youtube|5_b2mtRRiPw|280|right|Spatenstich für den Neubau des Konradinum &amp;lt;br/&amp;gt; 1,02 min Video}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d. h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „&#039;&#039;Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen&#039;&#039;“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „&#039;&#039;geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet&#039;&#039;“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Kongregation der Barmherzigen Schwestern|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach [[Kramsach]] in [[Tirol]] in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die [[Landesregierung]] die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massive Kritik am Konradinum  ===&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [https://www.vertretungsnetz.at/home/ www.vertretungsnetz.at]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum hatte das [[Landesgericht Salzburg]] in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hatte bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; Experten befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Konradinum gilt als ein Symptom der regressiven Behindertenpolitik in Salzburg, die keinen Willen zur konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubau und keine Ende der Kritik am Konradinum===&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Neubau, Baufortschritt 10.10.2019.jpg|thumb|Konradinum-Neubau, Baufortschritt 10.10.2019]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Neubau, 8.1.2020.jpg|thumb|Konradinum Neubau, 8.1.2020]]&lt;br /&gt;
Am [[27. November]] [[2018]] erfolgte der Spatenstich für einen Neubau des Konradinums unweit westlich des alten Standortes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=60798 Salzburger Landeskorrespondenz, 27.11.2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten für den Neubau des Konradinums werden rund 8,4 Millionen Euro betragen. Davon kommen etwa 1,7 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung. Eckpunkte des neuen Konradinum sind 36 Betreuungsplätze (statt bisher 35) in fünf Wohngruppen, zwei Kurzzeitbetreuungsplätze integriert in den Wohngruppen und ein Zimmer (mit zwei Plätzen) mit der Möglichkeit der Betreuung von jungen Beatmungspatienten. Zur gezielten Förderung und Beschäftigung der Bewohnerinnen und Bewohner sind Räumlichkeiten außerhalb der Wohngruppen vorgesehen.&lt;br /&gt;
Die Firstfeier beim Neubau des Konradinums fand am [[13. November]] [[2019]] statt. Die Fertigstellung durch den Baurechtsnehmer und Bauherrn, die [[Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft &amp;quot;Die Salzburg&amp;quot;]] und den beauftragten Architekt, die Thalmeier Architektur Zt GmbH, ist für Herbst 2020 geplant. Das Grundstück umfasst 4&amp;amp;nbsp;000 m² Bauland und weitere 4&amp;amp;nbsp;000 m² Grünland für die Außengestaltung als Park- und Erholungsfläche. Es ist direkt im Ortszentrum von Eugendorf, neben Kindergarten, Volks- und Hauptschule sowie der örtlichen Pfarre gelegen. Die Baukosten betragen rund 8,4 Millionen Euro (davon rund 1,7 Millionen Euro Wohnbauförderung)&amp;lt;ref&amp;gt; [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62551 13.11.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Neubaus reißt die Kritik an der Eugendorfer Einrichtung nicht ab. Der Salzburger Monitoring-Ausschuss, der die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene überwacht, stellt in einer Stellungnahme fest: &amp;quot;&#039;&#039;Aus Sicht des Salzburger Monitoring-Ausschusses wurde bzw. wird hier grundlegend gegen die Ziele der UN-Behindertenkonvention projektiert und damit eine große Chance und Möglichkeit verpasst, einer inklusiven Gesellschaft näherzukommen. Dies schmerzt angesichts der dafür aufgewendeten finanziellen Mittel besonders, da bei entsprechender Planung de-institutionelle und damit de-zentralisierte Lösungen nicht zu einem finanziellen Mehraufwand führen (&amp;quot;Mythos Unfinanzierbarkeit&amp;quot;). Im Übrigen dürfen ökonomische Faktoren und Leistbarkeit mit der Umsetzung eingegangener völkerrechtlicher Verpflichtungen keinesfalls verknüpft werden. Setzt man diese Argumentationslinie fort, könnte man die Aushebelung grundlegender Menschenrechte und Grundfreiheiten basierend auf Kosteneffizienz argumentieren, was dem menschenrechtlichen Grundgedanken diametral entgegen steht.&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf Stellungnahme des Salzburger Monitoringausschusses 12.02.2019 (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Wahl vom VertretungsNetz - Bewohnervertretung stellt fest: &amp;quot;&#039;&#039;Die UN-BRK (UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Anm.) legt fest, dass Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Niemand darf gezwungen werden, in einem Heim zu leben. Dabei ist Zwang nicht nur als individuelle Maßnahme zu sehen, sondern auch das Fehlen von inklusiven Wohnangeboten stellt eine Art von Zwang dar. Der Neubau wurde ohne maßgebliche Einbeziehung von ExpertInnen (z.B. Monitoringausschuss, SelbstvertreterInnen, …) geplant und reproduziert ein altes Konzept von Heim und Tagesstätte. Den BewohnerInnen bleiben also weiterhin andere relevante Umwelten verschlossen. Als Inklusion zu verkaufen, dass das Heim nicht im fernen Umland sondern im Ortskern gebaut wird und dass auch einige Tagesplätze von Externen belegt werden können, erscheint zynisch. Auch hier zeigt sich eine inklusionsfeindliche Haltung des Landes, die sich in der Feststellung manifestiert „Wir setzen das um, was für die Menschen im Konradinum am besten ist“ – heißt: Stellt die Kritik ein, wir wissen ohnehin was am besten für die BewohnerInnen ist! Das ist nicht Inklusion, sondern entspricht paternalistischer Bevormundung!&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/alles-alt-konradinum-und-der-neubau/ Bericht auf BIZEPS 01.03.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Volksanwalt Günther Kräuter spricht von einem großen Versäumnis in Bezug auf die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: &amp;quot;&#039;&#039;Ich appelliere an den Salzburger Landtag, sich der Rolle als kontrollierende Instanz zu besinnen und die Kritik und die Empfehlungen des eigenen Monitoringausschusses ernst zu nehmen&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-neubau-kommt-maengel-bleiben/ Bericht auf BIZEPS 28.02.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13.02.2020 fand in Innsbruck eine international besetzte Tagung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention statt. Unter dem Thema der Deinstitutionalisierung wurde dabei der Neubau des Konradinums als Negativbeispiel angeführt. Diese Einrichtung, also Heim und Tagesstätte, dürfte es in dieser Form überhaupt nicht mehr geben. Das Konzept käme einer totalitären Institution gleich und widerspricht damit der UN-Konvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uibk.ac.at/zivilrecht/team/ganner/beitrag-flieger-schoenwiese.pdf Vortragsunterlagen von Mag.a Petra Flieger und Prof. Volker Schönwiese]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970–1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987–1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993–1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999–2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefon: (0 62 25) 82 19&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefax: (0 62 25) 82 19-6&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Baustelle Konradinum Eugendorf 2. April 2019.jpg|Baustelle Neubau des Konradinum Eugendorf 2. April 2019&lt;br /&gt;
Datei:Panoramabild Konradinum Baustelle 2.4.2019.JPG|Panoramabild Konradinum Baustelle von Norden am 2. April 2019&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Baustelle, Südansicht.jpg|Konradinum Baustelle, Südansicht &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Neubau, August 2019.jpg|Konradinum Neubau, August 2019&lt;br /&gt;
Datei:Eugendorf-Westpanorama.jpg|Eugendorf-Westpanorama mit Konradinumbaustelle 10.10.2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== weitere Bilder ===&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Konradinum Eugendorf|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.meinbezirk.at/flachgau/c-lokales/spatenstich-fuer-den-neubau-des-konradinums_a3066051  Bericht über die Spatenstichfeier auf meinbezirk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* Mag. [[Benutzer:xxlstier|Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer (Priester)|Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1321341</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1321341"/>
		<updated>2020-02-17T14:01:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#ev:youtube|5_b2mtRRiPw|280|right|Spatenstich für den Neubau des Konradinum &amp;lt;br/&amp;gt; 1,02 min Video}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d. h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „&#039;&#039;Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen&#039;&#039;“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „&#039;&#039;geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet&#039;&#039;“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Kongregation der Barmherzigen Schwestern|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach [[Kramsach]] in [[Tirol]] in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die [[Landesregierung]] die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massive Kritik am Konradinum  ===&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [https://www.vertretungsnetz.at/home/ www.vertretungsnetz.at]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum hatte das [[Landesgericht Salzburg]] in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hatte bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; Experten befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Konradinum gilt als ein Symptom der regressiven Behindertenpolitik in Salzburg, die keinen Willen zur konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubau und keine Ende der Kritik am Konradinum===&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Neubau, Baufortschritt 10.10.2019.jpg|thumb|Konradinum-Neubau, Baufortschritt 10.10.2019]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Neubau, 8.1.2020.jpg|thumb|Konradinum Neubau, 8.1.2020]]&lt;br /&gt;
Am [[27. November]] [[2018]] erfolgte der Spatenstich für einen Neubau des Konradinums unweit westlich des alten Standortes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=60798 Salzburger Landeskorrespondenz, 27.11.2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten für den Neubau des Konradinums werden rund 8,4 Millionen Euro betragen. Davon kommen etwa 1,7 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung. Eckpunkte des neuen Konradinum sind 36 Betreuungsplätze (statt bisher 35) in fünf Wohngruppen, zwei Kurzzeitbetreuungsplätze integriert in den Wohngruppen und ein Zimmer (mit zwei Plätzen) mit der Möglichkeit der Betreuung von jungen Beatmungspatienten. Zur gezielten Förderung und Beschäftigung der Bewohnerinnen und Bewohner sind Räumlichkeiten außerhalb der Wohngruppen vorgesehen.&lt;br /&gt;
Die Firstfeier beim Neubau des Konradinums fand am [[13. November]] [[2019]] statt. Die Fertigstellung durch den Baurechtsnehmer und Bauherrn, die [[Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft &amp;quot;Die Salzburg&amp;quot;]] und den beauftragten Architekt, die Thalmeier Architektur Zt GmbH, ist für Herbst 2020 geplant. Das Grundstück umfasst 4&amp;amp;nbsp;000 m² Bauland und weitere 4&amp;amp;nbsp;000 m² Grünland für die Außengestaltung als Park- und Erholungsfläche. Es ist direkt im Ortszentrum von Eugendorf, neben Kindergarten, Volks- und Hauptschule sowie der örtlichen Pfarre gelegen. Die Baukosten betragen rund 8,4 Millionen Euro (davon rund 1,7 Millionen Euro Wohnbauförderung)&amp;lt;ref&amp;gt; [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62551 13.11.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Neubaus reißt die Kritik an der Eugendorfer Einrichtung nicht ab. Der Salzburger Monitoring-Ausschuss, der die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene überwacht, stellt in einer Stellungnahme fest: &amp;quot;&#039;&#039;Aus Sicht des Salzburger Monitoring-Ausschusses wurde bzw. wird hier grundlegend gegen die Ziele der UN-Behindertenkonvention projektiert und damit eine große Chance und Möglichkeit verpasst, einer inklusiven Gesellschaft näherzukommen. Dies schmerzt angesichts der dafür aufgewendeten finanziellen Mittel besonders, da bei entsprechender Planung de-institutionelle und damit de-zentralisierte Lösungen nicht zu einem finanziellen Mehraufwand führen (&amp;quot;Mythos Unfinanzierbarkeit&amp;quot;). Im Übrigen dürfen ökonomische Faktoren und Leistbarkeit mit der Umsetzung eingegangener völkerrechtlicher Verpflichtungen keinesfalls verknüpft werden. Setzt man diese Argumentationslinie fort, könnte man die Aushebelung grundlegender Menschenrechte und Grundfreiheiten basierend auf Kosteneffizienz argumentieren, was dem menschenrechtlichen Grundgedanken diametral entgegen steht.&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf Stellungnahme des Salzburger Monitoringausschusses 12.02.2019 (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Wahl vom VertretungsNetz - Bewohnervertretung stellt fest: &amp;quot;&#039;&#039;Die UN-BRK (UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Anm.) legt fest, dass Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Niemand darf gezwungen werden, in einem Heim zu leben. Dabei ist Zwang nicht nur als individuelle Maßnahme zu sehen, sondern auch das Fehlen von inklusiven Wohnangeboten stellt eine Art von Zwang dar. Der Neubau wurde ohne maßgebliche Einbeziehung von ExpertInnen (z.B. Monitoringausschuss, SelbstvertreterInnen, …) geplant und reproduziert ein altes Konzept von Heim und Tagesstätte. Den BewohnerInnen bleiben also weiterhin andere relevante Umwelten verschlossen. Als Inklusion zu verkaufen, dass das Heim nicht im fernen Umland sondern im Ortskern gebaut wird und dass auch einige Tagesplätze von Externen belegt werden können, erscheint zynisch. Auch hier zeigt sich eine inklusionsfeindliche Haltung des Landes, die sich in der Feststellung manifestiert „Wir setzen das um, was für die Menschen im Konradinum am besten ist“ – heißt: Stellt die Kritik ein, wir wissen ohnehin was am besten für die BewohnerInnen ist! Das ist nicht Inklusion, sondern entspricht paternalistischer Bevormundung!&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/alles-alt-konradinum-und-der-neubau/ Bericht auf BIZEPS 01.03.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Volksanwalt Günther Kräuter spricht von einem großen Versäumnis in Bezug auf die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: &amp;quot;&#039;&#039;Ich appelliere an den Salzburger Landtag, sich der Rolle als kontrollierende Instanz zu besinnen und die Kritik und die Empfehlungen des eigenen Monitoringausschusses ernst zu nehmen&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-neubau-kommt-maengel-bleiben/ Bericht auf BIZEPS 28.02.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13.02.2020 fand in Innsbruck eine international besetzte Tagung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention statt. Unter dem Thema der Deinstitutionalisierung wurde dabei der Neubau des Konradinums als Negativbeispiel angeführt. Diese Einrichtung, also Heim und Tagesstätte, dürfte es in dieser Form überhaupt nicht mehr geben. Das Konzept käme einer totalitären Institution gleich und widerspricht damit der UN-Konvention. &amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uibk.ac.at/zivilrecht/team/ganner/beitrag-flieger-schoenwiese.pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970–1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987–1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993–1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999–2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefon: (0 62 25) 82 19&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefax: (0 62 25) 82 19-6&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Baustelle Konradinum Eugendorf 2. April 2019.jpg|Baustelle Neubau des Konradinum Eugendorf 2. April 2019&lt;br /&gt;
Datei:Panoramabild Konradinum Baustelle 2.4.2019.JPG|Panoramabild Konradinum Baustelle von Norden am 2. April 2019&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Baustelle, Südansicht.jpg|Konradinum Baustelle, Südansicht &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Neubau, August 2019.jpg|Konradinum Neubau, August 2019&lt;br /&gt;
Datei:Eugendorf-Westpanorama.jpg|Eugendorf-Westpanorama mit Konradinumbaustelle 10.10.2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== weitere Bilder ===&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Konradinum Eugendorf|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.meinbezirk.at/flachgau/c-lokales/spatenstich-fuer-den-neubau-des-konradinums_a3066051  Bericht über die Spatenstichfeier auf meinbezirk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* Mag. [[Benutzer:xxlstier|Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer (Priester)|Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1306886</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1306886"/>
		<updated>2020-02-05T12:19:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#ev:youtube|5_b2mtRRiPw|280|right|Spatenstich für den Neubau des Konradinum &amp;lt;br/&amp;gt; 1,02 min Video}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d. h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „&#039;&#039;Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen&#039;&#039;“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „&#039;&#039;geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet&#039;&#039;“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Kongregation der Barmherzigen Schwestern|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach [[Kramsach]] in [[Tirol]] in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die [[Landesregierung]] die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massive Kritik am Konradinum  ===&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [https://www.vertretungsnetz.at/home/ www.vertretungsnetz.at]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum hatte das [[Landesgericht Salzburg]] in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hatte bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; Experten befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Konradinum gilt als ein Symptom der regressiven Behindertenpolitik in Salzburg, die keinen Willen zur konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubau und keine Ende der Kritik am Konradinum===&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Neubau, Baufortschritt 10.10.2019.jpg|thumb|Konradinum-Neubau, Baufortschritt 10.10.2019]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Neubau, 8.1.2020.jpg|thumb|Konradinum Neubau, 8.1.2020]]&lt;br /&gt;
Am [[27. November]] [[2018]] erfolgte der Spatenstich für einen Neubau des Konradinums unweit westlich des alten Standortes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=60798 Salzburger Landeskorrespondenz, 27.11.2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten für den Neubau des Konradinums werden rund 8,4 Millionen Euro betragen. Davon kommen etwa 1,7 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung. Eckpunkte des neuen Konradinum sind 36 Betreuungsplätze (statt bisher 35) in fünf Wohngruppen, zwei Kurzzeitbetreuungsplätze integriert in den Wohngruppen und ein Zimmer (mit zwei Plätzen) mit der Möglichkeit der Betreuung von jungen Beatmungspatienten. Zur gezielten Förderung und Beschäftigung der Bewohnerinnen und Bewohner sind Räumlichkeiten außerhalb der Wohngruppen vorgesehen.&lt;br /&gt;
Die Firstfeier beim Neubau des Konradinums fand am [[13. November]] [[2019]] statt. Die Fertigstellung durch den Baurechtsnehmer und Bauherrn, die [[Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft &amp;quot;Die Salzburg&amp;quot;]] und den beauftragten Architekt, die Thalmeier Architektur Zt GmbH, ist für Herbst 2020 geplant. Das Grundstück umfasst 4&amp;amp;nbsp;000 m² Bauland und weitere 4&amp;amp;nbsp;000 m² Grünland für die Außengestaltung als Park- und Erholungsfläche. Es ist direkt im Ortszentrum von Eugendorf, neben Kindergarten, Volks- und Hauptschule sowie der örtlichen Pfarre gelegen. Die Baukosten betragen rund 8,4 Millionen Euro (davon rund 1,7 Millionen Euro Wohnbauförderung)&amp;lt;ref&amp;gt; [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=62551 13.11.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Neubaus reißt die Kritik an der Eugendorfer Einrichtung nicht ab. Der Salzburger Monitoring-Ausschuss, der die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene überwacht, stellt in einer Stellungnahme fest: &amp;quot;&#039;&#039;Aus Sicht des Salzburger Monitoring-Ausschusses wurde bzw. wird hier grundlegend gegen die Ziele der UN-Behindertenkonvention projektiert und damit eine große Chance und Möglichkeit verpasst, einer inklusiven Gesellschaft näherzukommen. Dies schmerzt angesichts der dafür aufgewendeten finanziellen Mittel besonders, da bei entsprechender Planung de-institutionelle und damit de-zentralisierte Lösungen nicht zu einem finanziellen Mehraufwand führen (&amp;quot;Mythos Unfinanzierbarkeit&amp;quot;). Im Übrigen dürfen ökonomische Faktoren und Leistbarkeit mit der Umsetzung eingegangener völkerrechtlicher Verpflichtungen keinesfalls verknüpft werden. Setzt man diese Argumentationslinie fort, könnte man die Aushebelung grundlegender Menschenrechte und Grundfreiheiten basierend auf Kosteneffizienz argumentieren, was dem menschenrechtlichen Grundgedanken diametral entgegen steht.&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf Stellungnahme des Salzburger Monitoringausschusses 12.02.2019 (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Wahl vom VertretungsNetz - Bewohnervertretung stellt fest: &amp;quot;&#039;&#039;Die UN-BRK (UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Anm.) legt fest, dass Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Niemand darf gezwungen werden, in einem Heim zu leben. Dabei ist Zwang nicht nur als individuelle Maßnahme zu sehen, sondern auch das Fehlen von inklusiven Wohnangeboten stellt eine Art von Zwang dar. Der Neubau wurde ohne maßgebliche Einbeziehung von ExpertInnen (z.B. Monitoringausschuss, SelbstvertreterInnen, …) geplant und reproduziert ein altes Konzept von Heim und Tagesstätte. Den BewohnerInnen bleiben also weiterhin andere relevante Umwelten verschlossen. Als Inklusion zu verkaufen, dass das Heim nicht im fernen Umland sondern im Ortskern gebaut wird und dass auch einige Tagesplätze von Externen belegt werden können, erscheint zynisch. Auch hier zeigt sich eine inklusionsfeindliche Haltung des Landes, die sich in der Feststellung manifestiert „Wir setzen das um, was für die Menschen im Konradinum am besten ist“ – heißt: Stellt die Kritik ein, wir wissen ohnehin was am besten für die BewohnerInnen ist! Das ist nicht Inklusion, sondern entspricht paternalistischer Bevormundung!&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/alles-alt-konradinum-und-der-neubau/ Bericht auf BIZEPS 01.03.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Volksanwalt Günther Kräuter spricht von einem großen Versäumnis in Bezug auf die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: &amp;quot;&#039;&#039;Ich appelliere an den Salzburger Landtag, sich der Rolle als kontrollierende Instanz zu besinnen und die Kritik und die Empfehlungen des eigenen Monitoringausschusses ernst zu nehmen&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-neubau-kommt-maengel-bleiben/ Bericht auf BIZEPS 28.02.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970–1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987–1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993–1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999–2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefon: (0 62 25) 82 19&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefax: (0 62 25) 82 19-6&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Baustelle Konradinum Eugendorf 2. April 2019.jpg|Baustelle Neubau des Konradinum Eugendorf 2. April 2019&lt;br /&gt;
Datei:Panoramabild Konradinum Baustelle 2.4.2019.JPG|Panoramabild Konradinum Baustelle von Norden am 2. April 2019&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Baustelle, Südansicht.jpg|Konradinum Baustelle, Südansicht &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Neubau, August 2019.jpg|Konradinum Neubau, August 2019&lt;br /&gt;
Datei:Eugendorf-Westpanorama.jpg|Eugendorf-Westpanorama mit Konradinumbaustelle 10.10.2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== weitere Bilder ===&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Konradinum Eugendorf|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.meinbezirk.at/flachgau/c-lokales/spatenstich-fuer-den-neubau-des-konradinums_a3066051  Bericht über die Spatenstichfeier auf meinbezirk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* Mag. [[Benutzer:xxlstier|Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer (Priester)|Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1075741</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1075741"/>
		<updated>2019-05-11T19:42:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Neubau und keine Ende der Kritik am Konradinum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#ev:youtube|5_b2mtRRiPw|280|right|Spatenstich für den Neubau des Konradinum &amp;lt;br/&amp;gt; 1,02 min Video}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d. h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „&#039;&#039;Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen&#039;&#039;“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „&#039;&#039;geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet&#039;&#039;“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Kongregation der Barmherzigen Schwestern|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach [[Kramsach]] in [[Tirol]] in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die [[Landesregierung]] die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massive Kritik am Konradinum  ===&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [https://www.vertretungsnetz.at/home/ www.vertretungsnetz.at]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum hatte das [[Landesgericht Salzburg]] in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hatte bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; Experten befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Konradinum gilt als ein Symptom der regressiven Behindertenpolitik in Salzburg, die keinen Willen zur konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubau und keine Ende der Kritik am Konradinum===&lt;br /&gt;
Am [[27. November]] [[2018]] erfolgte der Spatenstich für einen Neubau des Konradinums unweit westlich des alten Standortes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=60798 Salzburger Landeskorrespondenz, 27.11.2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten für den Neubau des Konradinums werden rund 8,4 Millionen Euro betragen. Davon kommen etwa 1,7 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung. Eckpunkte des neuen Konradinum sind 36 Betreuungsplätze (statt bisher 35) in fünf Wohngruppen, zwei Kurzzeitbetreuungsplätze integriert in den Wohngruppen und ein Zimmer (mit zwei Plätzen) mit der Möglichkeit der Betreuung von jungen Beatmungspatienten. Zur gezielten Förderung und Beschäftigung der Bewohnerinnen und Bewohner sind Räumlichkeiten außerhalb der Wohngruppen vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Neubaus reißt die Kritik an der Eugendorfer Einrichtung nicht ab. Der Salzburger Monitoring-Ausschuss, der die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene überwacht, stellt in einer Stellungnahme fest: &amp;quot;&#039;&#039;Aus Sicht des Salzburger Monitoring-Ausschusses wurde bzw. wird hier grundlegend gegen die Ziele der UN-Behindertenkonvention projektiert und damit eine große Chance und Möglichkeit verpasst, einer inklusiven Gesellschaft näherzukommen. Dies schmerzt angesichts der dafür aufgewendeten finanziellen Mittel besonders, da bei entsprechender Planung de-institutionelle und damit de-zentralisierte Lösungen nicht zu einem finanziellen Mehraufwand führen (&amp;quot;Mythos Unfinanzierbarkeit&amp;quot;). Im Übrigen dürfen ökonomische Faktoren und Leistbarkeit mit der Umsetzung eingegangener völkerrechtlicher Verpflichtungen keinesfalls verknüpft werden. Setzt man diese Argumentationslinie fort, könnte man die Aushebelung grundlegender Menschenrechte und Grundfreiheiten basierend auf Kosteneffizienz argumentieren, was dem menschenrechtlichen Grundgedanken diametral entgegen steht.&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf Stellungnahme des Salzburger Monitoringausschusses 12.02.2019 (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Wahl vom VertretungsNetz - Bewohnervertretung stellt fest: &amp;quot;&#039;&#039;Die UN-BRK (UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Anm.) legt fest, dass Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Niemand darf gezwungen werden, in einem Heim zu leben. Dabei ist Zwang nicht nur als individuelle Maßnahme zu sehen, sondern auch das Fehlen von inklusiven Wohnangeboten stellt eine Art von Zwang dar. Der Neubau wurde ohne maßgebliche Einbeziehung von ExpertInnen (z.B. Monitoringausschuss, SelbstvertreterInnen, …) geplant und reproduziert ein altes Konzept von Heim und Tagesstätte. Den BewohnerInnen bleiben also weiterhin andere relevante Umwelten verschlossen. Als Inklusion zu verkaufen, dass das Heim nicht im fernen Umland sondern im Ortskern gebaut wird und dass auch einige Tagesplätze von Externen belegt werden können, erscheint zynisch. Auch hier zeigt sich eine inklusionsfeindliche Haltung des Landes, die sich in der Feststellung manifestiert „Wir setzen das um, was für die Menschen im Konradinum am besten ist“ – heißt: Stellt die Kritik ein, wir wissen ohnehin was am besten für die BewohnerInnen ist! Das ist nicht Inklusion, sondern entspricht paternalistischer Bevormundung!&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/alles-alt-konradinum-und-der-neubau/ Bericht auf BIZEPS 01.03.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Volksanwalt Günther Kräuter spricht von einem großen Versäumnis in Bezug auf die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: &amp;quot;&#039;&#039;Ich appelliere an den Salzburger Landtag, sich der Rolle als kontrollierende Instanz zu besinnen und die Kritik und die Empfehlungen des eigenen Monitoringausschusses ernst zu nehmen&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-neubau-kommt-maengel-bleiben/ Bericht auf BIZEPS 28.02.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970–1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987–1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993–1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999–2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefon: (0 62 25) 82 19&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefax: (0 62 25) 82 19-6&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Baustelle Konradinum Eugendorf 2. April 2019.jpg|Baustelle Neubau des Konradinum Eugendorf 2. April 2019&lt;br /&gt;
Datei:Panoramabild Konradinum Baustelle 2.4.2019.JPG|Panoramabild Konradinum Baustelle von Norden am 2. April 2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== weitere Bilder ===&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Konradinum Eugendorf|}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* Mag. [[Benutzer:xxlstier|Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer (Priester)|Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1075678</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1075678"/>
		<updated>2019-05-11T15:10:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Neubau */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#ev:youtube|5_b2mtRRiPw|280|right|Spatenstich für den Neubau des Konradinum &amp;lt;br/&amp;gt; 1,02 min Video}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d. h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massive Kritik am Konradinum  ===&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Konradinum gilt als ein Symptom der regressiven Behindertenpolitik in Salzburg, die keinen Willen zur konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) zeigt. &amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubau und keine Ende der Kritik am Konradinum===&lt;br /&gt;
Am [[27. November]] [[2018]] erfolgte der Spatenstich für einen Neubau des Konradinums unweit westlich des alten Standortes. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=60798 Salzburger Landeskorrespondenz, 27.11.2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten für den Neubau des Konradinums werden rund 8,4 Millionen Euro betragen. Davon kommen etwa 1,7 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung. Eckpunkte des neuen Konradinum sind 36 Betreuungsplätze (statt bisher 35) in fünf Wohngruppen, zwei Kurzzeitbetreuungsplätze integriert in den Wohngruppen und ein Zimmer (mit zwei Plätzen) mit der Möglichkeit der Betreuung von jungen Beatmungspatienten. Zur gezielten Förderung und Beschäftigung der Bewohnerinnen und Bewohner sind Räumlichkeiten außerhalb der Wohngruppen vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Neubaues reiß die Kritik an der Eugendorfer Einrichtung nicht ab. Der Salzburger Monitoring-Ausschuss, der die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene überwacht stellt in einer Stellungnahme fest: [https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf &amp;quot;Aus Sicht des Salzburger Monitoring-Ausschusses wurde bzw. wird hier grundlegend gegen die Ziele der UN-Behindertenkonvention projektiert und damit eine große Chance und Möglichkeit verpasst, einer inklusiven Gesellschaft näherzukommen. Dies schmerzt angesichts der dafür aufgewendeten finanziellen Mittel besonders, da bei entsprechender Planung de-institutionelle und damit de-zentralisierte Lösungen nicht zu einem finanziellen Mehraufwand führen (&amp;quot;Mythos Unfinanzierbarkeit&amp;quot;). Im Übrigen dürfen ökonomische Faktoren und Leistbarkeit mit der Umsetzung eingegangener völkerrechtlicher Verpflichtungen keinesfalls verknüpft werden. Setzt man diese Argumentationslinie fort, könnte man die Aushebelung grundlegender Menschenrechte und Grundfreiheiten basierend auf Kosteneffizienz argumentieren, was dem menschenrechtlichen Grundgedanken diametral entgegen steht.&amp;quot;]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf Stellungnahme des Salzburger Monitoringausschusses 12.02.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Wahl vom [https://www.vertretungsnetz.at/home/ VertretungsNetz - Bewohnervertretung] stellt fest: &amp;quot;[https://www.bizeps.or.at/alles-alt-konradinum-und-der-neubau/ Die UN-BRK (UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Anm.) legt fest, dass Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Niemand darf gezwungen werden, in einem Heim zu leben. Dabei ist Zwang nicht nur als individuelle Maßnahme zu sehen, sondern auch das Fehlen von inklusiven Wohnangeboten stellt eine Art von Zwang dar. Der Neubau wurde ohne maßgebliche Einbeziehung von ExpertInnen (z.B. Monitoringausschuss, SelbstvertreterInnen, …) geplant und reproduziert ein altes Konzept von Heim und Tagesstätte. Den BewohnerInnen bleiben also weiterhin andere relevante Umwelten verschlossen. Als Inklusion zu verkaufen, dass das Heim nicht im fernen Umland sondern im Ortskern gebaut wird und dass auch einige Tagesplätze von Externen belegt werden können, erscheint zynisch. Auch hier zeigt sich eine inklusionsfeindliche Haltung des Landes, die sich in der Feststellung manifestiert „Wir setzen das um, was für die Menschen im Konradinum am besten ist“ – heißt: Stellt die Kritik ein, wir wissen ohnehin was am besten für die BewohnerInnen ist! Das ist nicht Inklusion, sondern entspricht paternalistischer Bevormundung!&amp;quot;] &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/alles-alt-konradinum-und-der-neubau/ Bericht auf BIZEPS 01.03.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [https://volksanwaltschaft.gv.at/ Volksanwalt] Günther Kräuter spricht von einem großen Versäumnis in Bezug auf die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: &amp;quot;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-neubau-kommt-maengel-bleiben/ Ich appelliere an den Salzburger Landtag, sich der Rolle als kontrollierende Instanz zu besinnen und die Kritik und die Empfehlungen des eigenen Monitoringausschusses ernst zu nehmen“]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-neubau-kommt-maengel-bleiben/ Bericht auf BIZEPS 28.02.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970–1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987–1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993–1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999–2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefon: (0 62 25) 82 19&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefax: (0 62 25) 82 19-6&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Baustelle Konradinum Eugendorf 2. April 2019.jpg|Baustelle Neubau des Konradinum Eugendorf 2. April 2019&lt;br /&gt;
Datei:Panoramabild Konradinum Baustelle 2.4.2019.JPG|Panoramabild Konradinum Baustelle von Norden am 2. April 2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== weitere Bilder ===&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Konradinum Eugendorf|}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* Mag. [[Benutzer:xxlstier|Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer (Priester)|Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1075672</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1075672"/>
		<updated>2019-05-11T14:52:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Neubau */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#ev:youtube|5_b2mtRRiPw|280|right|Spatenstich für den Neubau des Konradinum &amp;lt;br/&amp;gt; 1,02 min Video}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d. h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massive Kritik am Konradinum  ===&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Konradinum gilt als ein Symptom der regressiven Behindertenpolitik in Salzburg, die keinen Willen zur konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) zeigt. &amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubau ===&lt;br /&gt;
Am [[27. November]] [[2018]] erfolgte der Spatenstich für einen Neubau des Konradinums unweit westlich des alten Standortes. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=60798 Salzburger Landeskorrespondenz, 27.11.2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten für den Neubau des Konradinums werden rund 8,4 Millionen Euro betragen. Davon kommen etwa 1,7 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung. Eckpunkte des neuen Konradinum sind 36 Betreuungsplätze (statt bisher 35) in fünf Wohngruppen, zwei Kurzzeitbetreuungsplätze integriert in den Wohngruppen und ein Zimmer (mit zwei Plätzen) mit der Möglichkeit der Betreuung von jungen Beatmungspatienten. Zur gezielten Förderung und Beschäftigung der Bewohnerinnen und Bewohner sind Räumlichkeiten außerhalb der Wohngruppen vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Neubaues reiß die Kritik an der Eugendorfer Einrichtung nicht ab. Der Salzburger Monitoring-Ausschuss, der die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene überwacht stellt in einer Stellungnahme fest: [https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf &amp;quot;Aus Sicht des Salzburger Monitoring-Ausschusses wurde bzw. wird hier grundlegend gegen die Ziele der UN-Behindertenkonvention projektiert und damit eine große Chance und Möglichkeit verpasst, einer inklusiven Gesellschaft näherzukommen. Dies schmerzt angesichts der dafür aufgewendeten finanziellen Mittel besonders, da bei entsprechender Planung de-institutionelle und damit de-zentralisierte Lösungen nicht zu einem finanziellen Mehraufwand führen (&amp;quot;Mythos Unfinanzierbarkeit&amp;quot;). Im Übrigen dürfen ökonomische Faktoren und Leistbarkeit mit der Umsetzung eingegangener völkerrechtlicher Verpflichtungen keinesfalls verknüpft werden. Setzt man diese Argumentationslinie fort, könnte man die Aushebelung grundlegender Menschenrechte und Grundfreiheiten basierend auf Kosteneffizienz argumentieren, was dem menschenrechtlichen Grundgedanken diametral entgegen steht.&amp;quot;]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf Stellungnahme des Salzburger Monitoringausschusses 12.02.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970–1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987–1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993–1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999–2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefon: (0 62 25) 82 19&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefax: (0 62 25) 82 19-6&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Baustelle Konradinum Eugendorf 2. April 2019.jpg|Baustelle Neubau des Konradinum Eugendorf 2. April 2019&lt;br /&gt;
Datei:Panoramabild Konradinum Baustelle 2.4.2019.JPG|Panoramabild Konradinum Baustelle von Norden am 2. April 2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== weitere Bilder ===&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Konradinum Eugendorf|}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* Mag. [[Benutzer:xxlstier|Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer (Priester)|Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1075669</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=1075669"/>
		<updated>2019-05-11T14:50:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Neubau */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#ev:youtube|5_b2mtRRiPw|280|right|Spatenstich für den Neubau des Konradinum &amp;lt;br/&amp;gt; 1,02 min Video}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d. h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massive Kritik am Konradinum  ===&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Konradinum gilt als ein Symptom der regressiven Behindertenpolitik in Salzburg, die keinen Willen zur konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) zeigt. &amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubau ===&lt;br /&gt;
Am [[27. November]] [[2018]] erfolgte der Spatenstich für einen Neubau des Konradinums unweit westlich des alten Standortes. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=60798 Salzburger Landeskorrespondenz, 27.11.2018]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baukosten für den Neubau des Konradinums werden rund 8,4 Millionen Euro betragen. Davon kommen etwa 1,7 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung. „Ich freue mich, dass hier moderne Wohngruppen entstehen, die allen Menschen, die hier leben und arbeiten, ein sehr schönes Lebensumfeld bieten werden. Eckpunkte des neuen Konradinum sind 36 Betreuungsplätze (statt bisher 35) in fünf Wohngruppen, zwei Kurzzeitbetreuungsplätze integriert in den Wohngruppen und ein Zimmer (mit zwei Plätzen) mit der Möglichkeit der Betreuung von jungen Beatmungspatienten. Zur gezielten Förderung und Beschäftigung der Bewohnerinnen und Bewohner sind Räumlichkeiten außerhalb der Wohngruppen vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Neubaues reiß die Kritik an der Eugendorfer Einrichtung nicht ab. Der Salzburger Monitoring-Ausschuss, der die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene überwacht stellt in einer Stellungnahme fest: [https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf &amp;quot;Aus Sicht des Salzburger Monitoring-Ausschusses wurde bzw. wird hier grundlegend gegen die Ziele der UN-Behindertenkonvention projektiert und damit eine große Chance und Möglichkeit verpasst, einer inklusiven Gesellschaft näherzukommen. Dies schmerzt angesichts der dafür aufgewendeten finanziellen Mittel besonders, da bei entsprechender Planung de-institutionelle und damit de-zentralisierte Lösungen nicht zu einem finanziellen Mehraufwand führen (&amp;quot;Mythos Unfinanzierbarkeit&amp;quot;). Im Übrigen dürfen ökonomische Faktoren und Leistbarkeit mit der Umsetzung eingegangener völkerrechtlicher Verpflichtungen keinesfalls verknüpft werden. Setzt man diese Argumentationslinie fort, könnte man die Aushebelung grundlegender Menschenrechte und Grundfreiheiten basierend auf Kosteneffizienz argumentieren, was dem menschenrechtlichen Grundgedanken diametral entgegen steht.&amp;quot;]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.salzburg.gv.at/gesellschaft_/Documents/Monitoring-Ausschuss/Stellungnahme_SMA_De-Institutionalisierung.pdf Stellungnahme des Salzburger Monitoringausschusses 12.02.2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970–1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987–1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993–1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999–2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefon: (0 62 25) 82 19&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; Telefax: (0 62 25) 82 19-6&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Baustelle Konradinum Eugendorf 2. April 2019.jpg|Baustelle Neubau des Konradinum Eugendorf 2. April 2019&lt;br /&gt;
Datei:Panoramabild Konradinum Baustelle 2.4.2019.JPG|Panoramabild Konradinum Baustelle von Norden am 2. April 2019&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== weitere Bilder ===&lt;br /&gt;
{{Bildkat|Konradinum Eugendorf|}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* Mag. [[Benutzer:xxlstier|Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer (Priester)|Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=807733</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=807733"/>
		<updated>2018-11-03T08:18:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Massive Kritik am Konradinum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massive Kritik am Konradinum  ===&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Konradinum gilt als ein Symptom der regressiven Behindertenpolitik in Salzburg, die keinen Willen zur konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) zeigt. &amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691691</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691691"/>
		<updated>2018-04-16T19:22:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Entwicklung ab 1945 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massive Kritik am Konradinum  ===&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691688</id>
		<title>Konradinum</title>
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		<updated>2018-04-16T19:20:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691685</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691685"/>
		<updated>2018-04-16T19:20:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung]], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691682</id>
		<title>Konradinum</title>
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		<updated>2018-04-16T19:19:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]] &lt;br /&gt;
* [[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung]], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691679</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691679"/>
		<updated>2018-04-16T19:18:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Entwicklung ab 1945 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte | DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html | Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/ | Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]]&lt;br /&gt;
* [[Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung | http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html]], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691676</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691676"/>
		<updated>2018-04-16T19:17:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Entwicklung ab 1945 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte, DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html, Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/, Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174 | Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]]&lt;br /&gt;
* [[Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung | http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html]], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691670</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691670"/>
		<updated>2018-04-16T19:14:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte, DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html, Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/, Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174, Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
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|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
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Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]]&lt;br /&gt;
* [[Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung | http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html]], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691667</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691667"/>
		<updated>2018-04-16T19:14:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte, DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html, Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/, Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174, Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]]&lt;br /&gt;
* [[Behinderte sind (k)ein Störfaktor. Missstände im Heim und deren öffentliche Verarbeitung|http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html]], Alexandra Niedermoser, Erich Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691640</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=691640"/>
		<updated>2018-04-16T19:02:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: /* Entwicklung ab 1945 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis 1938 ===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab 1945 ===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte, DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt; Festgestellt wurden Missstände wie &amp;quot;mangelnde Intimsphäre bei der körperlichen Pflege, über Betten am Gang und mangelnder Barrierefreiheit im Gebäude bis zu fehlenden heilpädagogischen Förder- und Betreuungskonzepten.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://bidok.uibk.ac.at/library/niedermoser-stoerfaktor.html, Behinderte sind (k)ein Störfaktor] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den öffentlichen Diskussionen und den Forderungen der Volksanwaltschaft und der Bewohnerinnen- und Bewohnervertretung vom Verein VertretungsNetz-Bewohnervertretung in Salzburg im Zusammenhang mit dem Konradinum Eugendorf hat das Landesgericht Salzburg in zwei Entscheidungen dem Rekurs des Landes Salzburg stattgegeben. Das Landesgericht hat bestätigt, dass es in den beiden vor Gericht getragenen Fällen zu keinen Freiheitsbeschränkungen der Bewohnerinnen und Bewohner gekommen ist. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&amp;amp;nachrid=56784 Salzburger Landeskorrespondenz, 01.07.2016]&amp;lt;/ref&amp;gt; ExpertInnen befürchten weiterhin, dass der Neubau des Konradinums nichts an der Situation der dort untergebrachten Menschen ändert und fordern eine konzeptionelle Umsetzung gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/konradinum-weiterhin-ankuendigungen-und-fehlende-umsetzung-der-un-behindertenrechtskonvention/, Konradinum: Weiterhin Ankündigungen und fehlende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention] &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Reinhard Klaushofer vom Österreichischen Institut für Menschenrechte (ÖIM) stellte fest, dass ein Neubau alleine die massiven strukturellen Probleme nicht löse. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg24.at/eugendorf-zahlreiche-maengel-in-heim-fuer-schwerbehinderte/4625174, Eugendorf: Konradinum wird wegen schwerer Mängel neu gebaut] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter ==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildgalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=689669</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=689669"/>
		<updated>2018-04-10T17:53:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
===Von der Gründung bis 1938===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===NS-Zeit===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklung ab 1945===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 |Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte, DerStandard 16. Februar 2016] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leiter==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Adresse==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildgalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=689666</id>
		<title>Konradinum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Konradinum&amp;diff=689666"/>
		<updated>2018-04-10T17:50:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Piratentochter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|thumb|Konradinum in Eugendorf]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|Konrad-Seyde-Straße_1+5301+Eugendorf}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|thumb|Konradinum, Ostansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC 1987.JPG|thumb|Wandbild Fresko]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|thumb|250px|Gedenktafel, die Verbringung der Kinder im Jahr 1938 betreffend. Deren Ermordung im Jahr 1941 wird hier nicht erwähnt.]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; ist eine betriebsähnliche Einrichtung des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung in [[Eugendorf]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsgegenstand == &lt;br /&gt;
Betriebsgegenstand ist der Betrieb eines Tages- und Wohnheimes, d.h. das Bereitstellen und Erbringen von Hilfen zur sozialen Betreuung im Auftrag der Behindertenhilfe in Form von dauernder oder vorübergehender Unterkunft inklusive Verpflegung, Betreuung und Pflege. Insbesondere ist das Konradinum für Kleinkinder mit einer schweren geistigen und mehrfachen Behinderung ab der Geburt bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
===Von der Gründung bis 1938===&lt;br /&gt;
Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des Pfarrers [[Konrad Seyde]], der im Jahr [[1905]] dem damaligen [[Herzogtum Salzburg]] sein Haus mit Garten sowie Wertpapiere für eine Stiftung zur „Verbesserung der öffentlichen Fürsorge für die Idioten und Kretinen“ schenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass die Einrichtung den Namen „Conradinum“ trägt und „geistesschwachen, blödsinnigen und Idioten des Landes aller Grade, Unterkunft, Unterhalt, Erziehung, Fortbildung, Pflege und Beschäftigung bietet und sie nach Möglichkeit zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Land Salzburg]] übertrug die Leitung des Heimes den [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul]]. Es wurde am [[15. Jänner]] [[1907]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===NS-Zeit===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs an [[Deutschland]] wurde das Konradinum aufgelöst und [[1941]]  zugunsten der [[NSDAP]] enteignet. Aufzeichnungen über diese Auflösung, sowie die genaue Anzahl der zuletzt im Konradinum untergebrachten Behinderten sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rekonstruiert wurde folgendes: zehn Kinder nahm vorübergehend das [[Caritas-Kinderdorf St. Anton]], damals Caritasanstalt [[Bruck an der Großglocknerstraße]] auf. 20 Personen wurden von den Schwestern nach Kramsach in Tirol in die Pflegeanstalt im Vinzentinerinnen-[[Kloster Mariathal]] übersiedelt. Weitere 13 Personen wurden auf Anweisung des Landrates nach [[Schloss Schernberg|Schernberg]] verlegt. Somit war das Konradinum menschenleer, konnte enteignet und von NS-Organisationen belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April [[1939]] überstellten die Barmherzigen Schwestern fast alle Kinder und Jugendlichen, die von Eugendorf nach St. Anton verlegt worden waren, nach Mariathal. Sie alle wurden gemeinsam mit den anderen Heimbewohnerinnen am [[23. Mai]] [[1941]] in zwei Autobusse verladen, nach Hartheim transportiert und dort ermordet. Nur wenige Kinder aus dem Konradinum konnten vor der Deportation bewahrt werden. Sie fanden bei [[Pongau]]er Familien in der Umgebung von [[Schwarzach im Pongau]] Unterschlupf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklung ab 1945===&lt;br /&gt;
[[1949]] wurde das Konradinum entschädigungslos dem Land Salzburg zurückgegeben. Im Jahr 1950 übertrug die Landesregierung die Leitung des Heimes neuerlich der Kongregation der Barmherzige Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul. Nach dem Ausscheiden der Kongregation im Jahr 1987 konnte mit diversen Zu- und Umbauten und der Sanierung des Altbestandes die Qualität des Hauses und somit auch die Lebensqualität der Bewohner erheblich verbessert werden. In dieser Zeit erfolgte auch die Umstellung auf Wohngruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2005]] wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert und es erscheint die Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;[http://data.onb.ac.at/rec/AC04664433 |Landesmedienzentrum, Sonderpublikation Nr. 204, Festschrift &amp;quot;Konradinum Eugendorf: 100 Jahre Chronik der Nächstenliebe&amp;quot;, September 2005, Österreichische Nationalbibliothek, AC04664433]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2016 machte das Konradinum negative Schlagzeilen, als VetretungsNetz-Bewohnervertretung und Volksanwaltschaft auf Missstände im Heim aufmerksam machten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/2000031178820/Zahlreiche-Maengel-in-Salzburger-Heim-fuer-Schwerbehinderte] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsträger ==&lt;br /&gt;
Rechtsträger des Konradinum ist das Land Salzburg, vertreten durch das Amt der Salzburger Landesregierung [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport |(Abteilung 9)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leiter==&lt;br /&gt;
Der Leiter des Konradinum seit 2010 ist [[Andrea Huber]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter des Konradinum fungierten diese Persönlichkeiten: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. [[Alois Grüner]], 1970 - 1987&lt;br /&gt;
* DGKS [[Barbara Kumpf]], 1987 - 1993&lt;br /&gt;
* [[Ernestine Gappmaier]], 1993 - 1999&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wiesbauer (Konradinum)|Kurt Wiesbauer]], 1999 - 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Adresse==&lt;br /&gt;
: [[Konrad Seyde-Straße (Eugendorf)|Konrad-Seyde-Straße]] 12&lt;br /&gt;
: 5301 Eugendorf&lt;br /&gt;
: Telefon:        0 62 25 - 82 19&lt;br /&gt;
: Telefax:      0 62 25 - 82 19 - 6&lt;br /&gt;
: E-Mail: konradinum@salzburg.gv.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten und Zahlen ==&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftsplan und Dienstpostenplan des &amp;quot;Konradinum&amp;quot; sind Teil des ordentlichen Landeshaushalts&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Ausgaben Ansatz 1/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/41210 &amp;quot;Konradinum&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015; Beilagen und Erlaeuterungen; Dienstpostenpläne, Seite 86 ff]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable float-right zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; padding-right:1em; padding-left:1em&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wirtschaftsplan!! LV2015 !! LV2014 !! RA2013 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben|| 2&amp;amp;nbsp;228|| 2&amp;amp;nbsp;088 ||  2&amp;amp;nbsp;052&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einnahmen|| 2&amp;amp;nbsp;243||  2&amp;amp;nbsp;207||  2&amp;amp;nbsp;086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Differenz|| + &amp;amp;nbsp;15|| + &amp;amp;nbsp;119|| + &amp;amp;nbsp;34&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgaben, im Wesentlichen für Personal, sind durch die Behindertenhilfe kostendeckend gegenfinanziert. Die Behindertenhilfe wird vom Rechtsträger Land als allgemeine Transferleistung an die Zivilgesellschaft aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildgalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Schriftzug Balkon Süden.JPG|Konradinum - Ansicht von Süden &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eingang Osten.JPG|Konradinum - Ansicht von Osten &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Ansicht Westen.JPG|Konradinum - Ansicht von Westen &lt;br /&gt;
Datei:Konradinum Eugendorf.JPG|Konradinum&lt;br /&gt;
Datei:Konradinum, Ostansicht.jpg|Konradinum - Panorama Ostansicht&lt;br /&gt;
Datei:DSC 1987.JPG|Wandbild&lt;br /&gt;
Datei:Gedenktafel beim Konradinum.jpg|Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum.htm   Infos über das Konradinum auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lebensunwert.at/ns-euthanasie/konradinum.html  Konradinum und NS-Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_aktuelles.htm   aktuelle Meldungen über das Konradinum]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9einrichtungen/wohlfahrtsanstalten/konradinum/konradinum_geschichte.htm  Artikel über die Geschichte des Konradinums auf der Homepage des Landes Salzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Homepage des Landes Salzburg &lt;br /&gt;
* [[Walter Reschreiter]], Begleitpublikation zur Ausstellung &amp;gt;&amp;gt;Lebensunwert&amp;lt;&amp;lt;, Ausstellung zur NS-Euthanasie im Land Salzburg, HG Laube, Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein, 2007&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Gesundheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugendorfer Heimatbuch]], [[1987]], Hrsg. Stiftspfarrer [[Andreas Radauer]], Seite 175-176&lt;br /&gt;
* Konradinum Eugendorf, 100 Jahre: Chronik der Nächstenliebe, erschienen in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Reihe [[Schriftenreihe des Landesmedienzentrums, Serie Sonderpublikationen|Sonderpublikationen]], Nr. 204, im September [[2005]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Behinderung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Piratentochter</name></author>
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