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	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=214390</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
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		<updated>2011-09-13T19:59:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Die Kulinarik des Münchnerhofs */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt nur die Geschichte des nicht mehr bestehenden Hotel Münchnerhof. Die Hausgeschichte selbst ist im Artikel [[Münchnerhof]] zusammengefasst, in dem sich auch allgemeine Bilder des Hauses (innen und außen befinden).}}&lt;br /&gt;
{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 - erstmals im Jahre [[1374]] urkundlich verzeichnet -  und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese beiden Häuser hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. Im Jahre [[1917]] ging das Nebenhaus, das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 (zum erstenmal erwähnt [[1431]]) bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde damals genannt &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039;. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Prunkstück hat Hofinger einen Steinmetz beauftragt das Wahrzeichen des Münchnerhof&#039;s, nämlich das Münchner Kindl, aus Untersberger Marmor zu meisseln. Diese Statue wurde aussen über dem Eingang aufmontiert. Um Erinnerungsgeschenke an seine persönlichen Freunde, Geschäftsfreunde und prominente Personen auszuteilen, beauftragte er einen Holzschnitzer, hunderte von kleinen Münchner Kindln zu schnitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockner. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos &amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltigkeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies geschah am  [[1. Jänner]] [[1960]] und das Haus heißt seither nur mehr [[Münchnerhof]].  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Der Münchnerhof wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof Salzburg Muenchner Kindl.jpg|ein geschnitztes &#039;&#039;Münchner Kindl&#039;&#039;, das Michael Hofinger für den Hotelbetrieb anfertigen ließ&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Fini&#039;s Serviettenring.jpg|Nostalgie von damals: Fini&#039;s Serviettenring&lt;br /&gt;
Datei:Rosenthal service und H.M. Silber Besteck.jpg|Rosenthal Service  und H.M. Silber Besteck der Familie Hofinger, das auch im Hotel  Münchnerhof verwendet wurde &lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=214103</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
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		<updated>2011-09-10T19:10:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Nach dem Zweiten Weltkrieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt nur die Geschichte des nicht mehr bestehenden Hotel Münchnerhof. Die Hausgeschichte selbst ist im Artikel [[Münchnerhof]] zusammengefasst, in dem sich auch allgemeine Bilder des Hauses (innen und außen befinden).}}&lt;br /&gt;
{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 - erstmals im Jahre [[1374]] urkundlich verzeichnet -  und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese beiden Häuser hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. Im Jahre [[1917]] ging das Nebenhaus, das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 (zum erstenmal erwähnt [[1431]]) bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde damals genannt &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039;. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Prunkstück hat Hofinger einen Steinmetz beauftragt das Wahrzeichen des Münchnerhof&#039;s, nämlich das Münchner Kindl, aus Untersberger Marmor zu meisseln. Diese Statue wurde aussen über dem Eingang aufmontiert. Um Erinnerungsgeschenke an seine persönlichen Freunde, Geschäftsfreunde und prominente Personen auszuteilen, beauftragte er einen Holzschnitzer, hunderte von kleinen Münchner Kindln zu schnitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockner. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltigkeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies geschah am  [[1. Jänner]] [[1960]] und das Haus heißt seither nur mehr [[Münchnerhof]].  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Der Münchnerhof wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof Salzburg Muenchner Kindl.jpg|ein geschnitztes &#039;&#039;Münchner Kindl&#039;&#039;, das Michael Hofinger für den Hotelbetrieb anfertigen ließ&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Fini&#039;s Serviettenring.jpg|Nostalgie von damals: Fini&#039;s Serviettenring&lt;br /&gt;
Datei:Rosenthal service und H.M. Silber Besteck.jpg|Rosenthal Service  und H.M. Silber Besteck der Familie Hofinger, das auch im Hotel  Münchnerhof verwendet wurde &lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei:Rosenthal_service_und_H.M._Silber_Besteck.jpg&amp;diff=212491</id>
		<title>Datei:Rosenthal service und H.M. Silber Besteck.jpg</title>
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		<updated>2011-08-26T14:26:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Lizenz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Rosenthal-Service- u. Silberbesteck der Familie Hofinger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild/Nutzung überlassen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild stammt von Michelle Krohn, auf deren Wunsch zur Artikelillustration Hofinger verwendet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei:Fini%27s_Serviettenring.jpg&amp;diff=212488</id>
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		<updated>2011-08-26T14:22:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Lizenz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Finis Serviettenring mit Inschrift &amp;quot;Gnädige Frau&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nostalgie von damals: Es steht darauf mit handgeschriebener Schrift &amp;quot;Gnädige Frau&amp;quot;, so wurde Fini von allen angesprochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild/Nutzung überlassen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild wurde von Michelle Krohn für die Artikelverwendung Hofinger per Mail übermittelt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Franz Fuchs 14:53, 24. Aug. 2011 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
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	<entry>
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		<updated>2011-08-26T14:21:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Finis Serviettenring mit Inschrift &amp;quot;Gnädige Frau&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nostalgie von damals: Es steht darauf mit handgeschriebener Schrift &amp;quot;Gnädige Frau&amp;quot;, so wurde Fini von allen angesprochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild/Nutzung überlassen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild wurde von Michelle Kuhn für die Artikelverwendung Hofinger per Mail übermittelt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--Franz Fuchs 14:53, 24. Aug. 2011 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212484</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
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		<updated>2011-08-26T14:18:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt nur die Geschichte des nicht mehr bestehenden Hotel Münchnerhof. Die Hausgeschichte selbst ist im Artikel [[Münchnerhof]] zusammengefasst, in dem sich auch allgemeine Bilder des Hauses (innen und außen befinden).}}&lt;br /&gt;
{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 - erstmals im Jahre [[1374]] urkundlich verzeichnet -  und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese beiden Häuser hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. Im Jahre [[1917]] ging das Nebenhaus, das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 (zum erstenmal erwähnt [[1431]]) bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde damals genannt &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039;. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Prunkstück hat Hofinger einen Steinmetz beauftragt das Wahrzeichen des Münchnerhof&#039;s, nämlich das Münchner Kindl, aus Untersberger Marmor zu meisseln. Diese Statue wurde aussen über dem Eingang aufmontiert. Um Erinnerungsgeschenke an seine persönlichen Freunde, Geschäftsfreunde und prominente Personen auszuteilen, beauftragte er einen Holzschnitzer, hunderte von kleinen Münchner Kindln zu schnitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockner. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltigkeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Mit  [[1. Jänner]] [[1960]] wurde es in Bürohaus umgewandelt und heißt seither nur mehr [[Münchnerhof]].  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Der Münchnerhof wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof Salzburg Muenchner Kindl.jpg|ein geschnitztes &#039;&#039;Münchner Kindl&#039;&#039;, das Michael Hofinger für den Hotelbetrieb anfertigen ließ&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Fini&#039;s Serviettenring.jpg|Nostalgie von damals: Fini&#039;s Serviettenring&lt;br /&gt;
Datei:Rosenthal service und H.M. Silber Besteck.jpg|Rosenthal Service  und H.M. Silber Besteck der Familie Hofinger, das auch im Hotel  Münchnerhof verwendet wurde &lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212412</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212412"/>
		<updated>2011-08-25T15:16:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Bildergalerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt nur die Geschichte des nicht mehr bestehenden Hotel Münchnerhof. Die Hausgeschichte selbst ist im Artikel [[Münchnerhof]] zusammengefasst, in dem sich auch allgemeine Bilder des Hauses (innen und außen befinden).}}&lt;br /&gt;
{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 - erstmals im Jahre [[1374]] urkundlich verzeichnet -  und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese beiden Häuser hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. Im Jahre [[1917]] ging das Nebenhaus, das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 (zum erstenmal erwähnt [[1431]]) bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde damals genannt &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039;. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Prunkstück hat Hofinger einen Steinmetz beauftragt das Wahrzeichen des Münchnerhof&#039;s, nämlich das Münchner Kindl, aus Untersberger Marmor zu meisseln. Diese Statue wurde aussen über dem Eingang installiert. Um Erinnerungsgeschenke an seine persönlichen Freunde, Geschäftsfreunde und prominente Personen auszuteilen, beauftragte er einen Holzschnitzer, hunderte von kleinen Münchner Kindln zu schnitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockner. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltigkeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Mit  [[1. Jänner]] [[1960]] wurde es in Bürohaus umgewandelt und heißt seither nur mehr [[Münchnerhof]].  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Der Münchnerhof wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof Salzburg Muenchner Kindl.jpg|ein geschnitztes &#039;&#039;Münchner Kindl&#039;&#039;, das Michael Hofinger für den Hotelbetrieb anfertigen ließ&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Fini&#039;s Serviettenring mit Inschrift &amp;quot;Gnädige Frau&amp;quot;.jpg|Nostalgie von damals: Fini&#039;s Serviettenring&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
Datei:Rosenthal service und H.M. Silber Besteck.jpg|Rosenthal Service  und H.M. Silber Besteck der Familie Hofinger, das auch im Hotel  Münchnerhof verwendet wurde &lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212411</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212411"/>
		<updated>2011-08-25T15:11:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt nur die Geschichte des nicht mehr bestehenden Hotel Münchnerhof. Die Hausgeschichte selbst ist im Artikel [[Münchnerhof]] zusammengefasst, in dem sich auch allgemeine Bilder des Hauses (innen und außen befinden).}}&lt;br /&gt;
{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 - erstmals im Jahre [[1374]] urkundlich verzeichnet -  und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese beiden Häuser hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. Im Jahre [[1917]] ging das Nebenhaus, das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 (zum erstenmal erwähnt [[1431]]) bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde damals genannt &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039;. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Prunkstück hat Hofinger einen Steinmetz beauftragt das Wahrzeichen des Münchnerhof&#039;s, nämlich das Münchner Kindl, aus Untersberger Marmor zu meisseln. Diese Statue wurde aussen über dem Eingang installiert. Um Erinnerungsgeschenke an seine persönlichen Freunde, Geschäftsfreunde und prominente Personen auszuteilen, beauftragte er einen Holzschnitzer, hunderte von kleinen Münchner Kindln zu schnitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockner. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltigkeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Mit  [[1. Jänner]] [[1960]] wurde es in Bürohaus umgewandelt und heißt seither nur mehr [[Münchnerhof]].  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Der Münchnerhof wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof Salzburg Muenchner Kindl.jpg|ein geschnitztes &#039;&#039;Münchner Kindl&#039;&#039;, das Michael Hofinger für den Hotelbetrieb anfertigen ließ&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Fini&#039;s Serviettenring.jpg|Nostalgie von damals: Fini&#039;s Serviettenring&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
Datei:Rosenthal service und H.M. Silber Besteck.jpg|Rosenthal Service  und H.M. Silber Besteck der Familie Hofinger, das auch im Hotel  Münchnerhof verwendet wurde &lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212410</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212410"/>
		<updated>2011-08-25T14:55:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt nur die Geschichte des nicht mehr bestehenden Hotel Münchnerhof. Die Hausgeschichte selbst ist im Artikel [[Münchnerhof]] zusammengefasst, in dem sich auch allgemeine Bilder des Hauses (innen und außen befinden).}}&lt;br /&gt;
{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 - erstmals im Jahre [[1374]] urkundlich verzeichnet -  und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese beiden Häuser hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. Im Jahre [[1917]] ging das Nebenhaus, das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 (zum erstenmal erwähnt [[1431]]) bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde damals genannt &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039;. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Prunkstück hat Hofinger einen Steinmetz beauftragt das Wahrzeichen des Münchnerhof&#039;s, nämlich das Münchner Kindl, aus Untersberger Marmor zu meisseln. Dieses wurde aussen über dem Eingang installiert. Um Erinnerungsgeschenke an seine persönlichen Freunde, Geschäftsfreunde und prominente Personen auszuteilen, beauftragte er einen Holzschnitzer, hunderte von kleinen Münchner Kindln zu schnitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockner. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltigkeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Mit  [[1. Jänner]] [[1960]] wurde es in Bürohaus umgewandelt und heißt seither nur mehr [[Münchnerhof]].  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Der Münchnerhof wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof Salzburg Muenchner Kindl.jpg|ein geschnitztes &#039;&#039;Münchner Kindl&#039;&#039;, das Michael Hofinger für den Hotelbetrieb anfertigen ließ&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Fini&#039;s Serviettenring.jpg|Nostalgie von damals: Fini&#039;s Serviettenring&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
Datei:Rosenthal service und H.M. Silber Besteck.jpg|Rosenthal Service  und H.M. Silber Besteck der Familie Hofinger, das auch im Hotel  Münchnerhof verwendet wurde &lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212027</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212027"/>
		<updated>2011-08-21T21:29:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 - erstmals im Jahre [[1374]] urkundlich verzeichnet -  und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese beiden Häuser hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. Im Jahre [[1917]] ging das Nebenhaus, das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 (zum erstenmal erwähnt [[1431]]) bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde damals genannt &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039;. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockner. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212026</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212026"/>
		<updated>2011-08-21T21:08:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 - erstmals im Jahre [[1374]] urkundlich verzeichnet -  und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese beiden Häuser hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. Im Jahre [[1917]] ging das Nebenhaus, das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde damals genannt &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039;. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockner. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212020</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212020"/>
		<updated>2011-08-21T20:45:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1374]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockner. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212014</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212014"/>
		<updated>2011-08-21T20:33:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Die Ausstattung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockner. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212011</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=212011"/>
		<updated>2011-08-21T20:31:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Die Ausstattung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockmachinen. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211999</id>
		<title>Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211999"/>
		<updated>2011-08-21T19:54:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Muenchnerhof_innen_01.jpg|thumb|im Stiegenhaus im Münchnerhof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Detail]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein Gebäude an der [[Dreifaltigkeitsgasse]], Nr. 3 in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]] [[Salzburg]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Haus wurde [[1374]] als &#039;&#039;„der pirprewin hofstat zegnagst an der nydern rewt“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hofstatt der Bierbräuin nächst der niederen Rodung (?)&amp;lt;/ref&amp;gt;  genannt. Hier stand das älteste Bräuwirtshaus der rechtsseitigen Altstadt. Lange war es als „Goldenes Kreuz-Wirtshaus“ bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von frühestens [[1782]] bis um [[1793]] war der Besitzer &#039;&#039;Johann Siegmund Max [[Rehlingen#Ludwig_Franz_Freiherr_von_Rehlingen|Freiherr von Rehlingen]]&#039;&#039; (* [[1741]], † [[1797]]), der das Wirtshaus zum Goldenen Kreuz selbst betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel „[[Rehlingen#Ludwig_Franz_Freiherr_von_Rehlingen|Rehlingen]]“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1813]] wurde das Bräu von [[Nikolaus Schlamm]] (* [[1771]], † [[1836]]) erworben, unter dem es der größte und bekannteste Braugasthof Salzburgs war und den Namen [[Schlammbräu]] erhielt. Der Name „Gasthof zum Schlambräu“ blieb auch noch dem Besitzer [[Josef Berger]] bis ins [[20. Jahrhundert]] erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[1917]]  ging das Schlammbräu Bankrott und [[Michael Hofinger]] kaufte dieses von der [[Stieglbrauerei]]. Zwischen diesen Gebäuden und den Gebäuden, die Hofinger bereits in der [[Lederergasse]] besaß, gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus  Dreifaltigkeitsgasse 3 (Schlammbräu) verbunden werden konnten. [[1922]] wurde wiederum  eine Renovierung vorgenommen und die Küche wurde  zentralisiert. Bei einem neuerlichen Umbau ließ  Hofinger einen  Lichtschacht bauen, der vier Stockwerke  mit einem aus schwerer  dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus verband, der  hundert neue Hotelzimmer  zugänglich machen sollte. Oben wurde eine  riesiges Glasdach installiert,  wovon ein prächtiger Kristallluster  herunter hing. [[1928]] wurde das Gebäude mit zwei angrenzenden Häusern vereinigt und hieß nun [[Hotel Münchnerhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äußeres==&lt;br /&gt;
Die neobarocke Fassade stammt aus dem späten [[19. Jahrhundert]]. Auffällig ist die Skulptur des „Münchner Kindls“ in der vorspringenden Ecke des Bauwerkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hotel Münchnerhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* [http://www.stadt-salzburg.at/internet/die_stadt_salzburg/t2_237393/t2_273093/t2_273034/t2_305752/t2_306234/p2_296624.htm Stadt Salzburg Online]&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Makartplatz_und_Dreifaltigkeitsgasse#Bauwerke Wikipedia-Artikel „Makartplatz und Dreifaltigkeitsgasse“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=6&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Treppenhaus_im_M%C3%BCnchnerhof.jpg|Das „schönste Treppenhaus Salzburgs“ &lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|Bauplan des Treppenhauses&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|Bauplan des Treppenhauses&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof, Aufnahme im August 2011 von der Linzer Gasse aus.JPG| Münchnerhof in der [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3, Aufnahme im August 2011 von der [[Linzergasse]] aus&lt;br /&gt;
Datei:Ehemaliger Münchnerhof, nördliche Ansicht in Richtung  Linzergasse.jpg| Münchnerhof, nördliche Ansicht in Richtung  Linzergasse&lt;br /&gt;
Datei:Hauseingang ehem. Münchnerhof, Aufn. August 2011.JPG|Hauseingang  Münchnerhof in der Dreifaltigkeitsgasse Nr. 3, Aufn. August 2011.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur des Münchner Kindls an der Fassade des Münchner Hofes in der Franziskaner-Gasse 3.jpg|Skulptur des Münchner Kindls an der Fassade des Münchnerhofes in der [[Franziskanergasse]] 3&lt;br /&gt;
Datei:Inschrifttafel mit der Jahreszahl 1374 am Haus Dreifaltigkeitsgasse 3.JPG|Inschrifttafel mit der Jahreszahl 1374 am Haus Dreifaltigkeitsgasse 3&lt;br /&gt;
Datei:Innere Eingangstür im ehemaligen Münchnerhof, Aufn. August 2011.JPG|Innere Eingangstür im  Münchnerhof, Aufn. August 2011&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211998</id>
		<title>Michael Hofinger</title>
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		<updated>2011-08-21T19:51:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hofinger Michael 01.jpg|thumb|Michael Hofinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Michael 02.jpg|thumb|Michael Hofinger und seine &#039;&#039;Waukerln&#039;&#039;, wie er seine Enkelinnen nannte, aufgenommen zu Weih-&lt;br /&gt;
nachten 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Maria Michael Sommer 1928.jpg|thumb|Maria und Michael Hofinger, Besitzer des Hotels Münchnerhof, im Sommer 1928]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; (* [[1. Juli]] [[1870]] in Steinhaus bei Wels, [[Oberösterreich]], † [[25. Mai]] [[1944]] in Salzburg) war ein Hotelier in [[Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugendjahre und Familiengründung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s  Eltern waren Bauern, züchteten Schweine und er hatte acht Geschwister. Hofinger wollte aber kein Schweinebauer werden wie seine Eltern und  hatte andere Ideen. Er sehnte sich nach Unabhängigkeit. Schon mit 17 Jahren suchte er sein Glück in Salzburg, indem er als Kellner Lehrling im [[Hotel Erzherzog Karl]] am [[Waagplatz]] anheuerte. Er erweiterte seine Erfahrungen und Kenntnisse im [[Hôtel de l&#039;Europe (Salzburg)|Hôtel de l&#039;Europe]] und [[Hotel Österreichischer Hof]]. Wegen seiner kleinen Gestalt haben sie ihm den Spitznamen der &#039;Kleine Piccolo&#039; gegeben.  Anschließend ging er zum  Militär und diente Kaiser [[Franz Joseph I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1897 heiratete Hofinger Maria Scherer aus Wernstein bei Schärding ([[Innviertel]]), machte sich dann dauerhaft in Salzburg ansässig und gründete seine Familie. Er interessierte sich für  Gastwirtschaft und pachtete ein Kaffeehaus, das [[Café Sport]] in der [[Linzer Gasse]] 38. Maria kochte die Mahlzeiten für die Gäste und Michael servierte die Getränke. Michael und Maria Hofinger hatten drei Söhne: Rudolf, Wilhelm (er starb mit 22 Jahren an Lungentuberkulose) und Otto. Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger&#039;s  Cousin, Michael Schwediauer, auch aus Steinhaus bei Wels, hatte denselben Drang für Unabhängigkeit und Schwediauer zog mit seiner Familie nach Wien.  Michael Schwediauer&#039;s jüngste Tochter, Josefine, genannt Fini, heiratete im Jahre 1933 Michael Hofinger&#039;s ältesten Sohn Rudolf. Sie hatten zwei  Töchter: Michaela Maria und Elisabeth Charlotte (genannt Liselotte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Hofinger wird Hotelier ===&lt;br /&gt;
Im  Jahre 1900 kaufte Michael Hofinger die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8. Während der nächsten zwölf Jahre arbeitete er sehr  hart und wurde von den  Salzburger Bürgern und Geschäftsleuten sehr respektiert. Es war offensichtlich, dass die  Häuser modernisiert werden sollten. Michael musste sich große Geldsummen  ausleihen, um diese Renovierungen durchzuführen. Diese wurden im Jahre  [[1912]] vollendet. Nach mehreren Umbauten und Zukäufen eröffnete er das [[Hotel Münchnerhof]]. {{PAGENAME}} war sehr beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um  10 Uhr  vormittags gab es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck und Bauernbrot aus  Oberösterreich und Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn  seine Freunde dann liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Liebe und Dankbarkeit für ihre unermüdlche Mitarbeit hat Hofinger eine riesige Barock Kredenz als Weihnachtsgeschenk 1927 für seine Frau Maria anfertigen lassen. Ein Meistertischler baute dieses Möbelstück, welches durch intrigante Holzeinlegearbeit und geschnitzte Verziehunrgen verschönert wurde. Der eingebaute Schreibtisch bezeigte die Widmung an seine Frau. Es gab viele Stellagen hinter Glastüren, wo das komplette Meissner Porzellan Service und alle möglichen Gläser für Wein, Cognac usw. aufbewart wurden. Es beinhaltete sechs gebauchte Laden, die das Silberbesteck, Tischtücher und Servietten beherbergten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sein Lebensende ===&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am 25. Mai 1944 an  einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der  Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seine Söhne ===&lt;br /&gt;
* Rudolf Hofinger (* [[3. Dezember]] [[1898]], † verschollen im Sommer des Jahres 1945 in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]), sein Leichnahm wurde nie gefunden. Eine Todeserklärung  seines Namens wurde am 14. Oktober 1957 vom [[Landesgericht Salzburg]] ausgestellt, und Rudolf&#039;s Todestag als 31. Dezember 1950 angenommen.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hofinger (* [[10. Mai]] [[1900]], † [[25. Februar]] [[1923]] in Salzburg) erkrankte an Lungentuberkulose, an der er starb. &lt;br /&gt;
* Otto Hofinger (* [[15. Oktober]] [[1906]], † [[7. Juni]] [[1990]] in Salzburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn   Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr Heimathaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:aus anderen Bundesländern|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (historisch)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotelier|Hofinger, Michael]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei_Diskussion:Skulptur_M%C3%BCnchner_Kindl_an_der_Fassade_des_M%C3%BCnchnerhofes_in_der_Dreifaltigkeitsgasse_3.jpg&amp;diff=211985</id>
		<title>Datei Diskussion:Skulptur Münchner Kindl an der Fassade des Münchnerhofes in der Dreifaltigkeitsgasse 3.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei_Diskussion:Skulptur_M%C3%BCnchner_Kindl_an_der_Fassade_des_M%C3%BCnchnerhofes_in_der_Dreifaltigkeitsgasse_3.jpg&amp;diff=211985"/>
		<updated>2011-08-21T18:58:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: Die Seite wurde neu angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
 Sollte es nicht Dreifaltigkeitsgasse 3 heissen, und nicht Franziskanergasse? Die befindet sich glaube ich bei der Franziskanerkirche. Michelle Krohn, 21. August 2011, 2.57 pm DLST&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211976</id>
		<title>Michael Hofinger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211976"/>
		<updated>2011-08-21T18:34:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hofinger Michael 01.jpg|thumb|Michael Hofinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Michael 02.jpg|thumb|Michael Hofinger und seine &#039;&#039;Waukerln&#039;&#039;, wie er seine Enkelinnen nannte, aufgenommen zu Weih-&lt;br /&gt;
nachten 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Maria Michael Sommer 1928.jpg|thumb|Maria und Michael Hofinger, Besitzer des Hotels Münchnerhof, im Sommer 1928]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; (* [[1. Juli]] [[1870]] in Steinhaus bei Wels, [[Oberösterreich]], † [[25. Mai]] [[1944]] in Salzburg) war ein Hotelier in [[Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugendjahre und Familiengründung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s  Eltern waren Bauern, züchteten Schweine und er hatte acht Geschwister. Hofinger wollte aber kein Schweinebauer werden wie seine Eltern und  hatte andere Ideen. Er sehnte sich nach Unabhängigkeit. Schon mit 17 Jahren suchte er sein Glück in Salzburg, indem er als Kellner Lehrling im [[Hotel Erzherzog Karl]] am [[Waagplatz]] anheuerte. Er erweiterte seine Erfahrungen und Kenntnisse im [[Hôtel de l&#039;Europe (Salzburg)|Hôtel de l&#039;Europe]] und [[Hotel Österreichischer Hof]]. Wegen seiner kleinen Gestalt haben sie ihm den Spitznamen der &#039;Kleine Piccolo&#039; gegeben.  Anschließend ging er zum  Militär und diente Kaiser [[Franz Joseph I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1897 heiratete Hofinger Maria Scherer aus Wernstein bei Schärding ([[Innviertel]]), machte sich dann dauerhaft in Salzburg ansässig und gründete seine Familie. Er interessierte sich für  Gastwirtschaft und pachtete ein Kaffeehaus, das [[Café Sport]] in der [[Linzer Gasse]] 38. Maria kochte die Mahlzeiten für die Gäste und Michael servierte die Getränke. Michael und Maria Hofinger hatten drei Söhne: Rudolf, Wilhelm (er starb mit 22 Jahren an Lungentuberkulose) und Otto. Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger&#039;s  Cousin, Michael Schwediauer, auch aus Steinhaus bei Wels, hatte denselben Drang für Unabhängigkeit und Schwediauer zog mit seiner Familie nach Wien.  Michael Schwediauer&#039;s jüngste Tochter, Josefine, genannt Fini, heiratete  1933 Michael Hofinger&#039;s ältesten Sohn Rudolf. Sie hatten zwei  Töchter: Michaela Maria und Elisabeth Charlotte (genannt Liselotte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Hofinger wird Hotelier ===&lt;br /&gt;
Im  Jahre 1900 kaufte Michael Hofinger die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8. Während der nächsten zwölf Jahre arbeitete er sehr  hart und wurde von den  Salzburger Bürgern und Geschäftsleuten sehr respektiert. Es war offensichtlich, dass die  Häuser modernisiert werden sollten. Michael musste sich große Geldsummen  ausleihen, um diese Renovierungen durchzuführen. Diese wurden im Jahre  [[1912]] vollendet. Nach mehreren Umbauten und Zukäufen eröffnete er das [[Hotel Münchnerhof]]. {{PAGENAME}} war sehr beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um  10 Uhr  vormittags gab es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck und Bauernbrot aus  Oberösterreich und Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn  seine Freunde dann liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Liebe und Dankbarkeit für ihre unermüdlche Mitarbeit hat Hofinger eine riesige Barock Kredenz als Weihnachtsgeschenk 1927 für seine Frau Maria anfertigen lassen. Ein Meistertischler baute dieses Möbelstück, welches durch intrigante Holzeinlegearbeit und geschnitzte Verziehunrgen verschönert wurde. Der eingebaute Schreibtisch bezeigte die Widmung an seine Frau. Es gab viele Stellagen hinter Glastüren, wo das komplette Meissner Porzellan Service und alle möglichen Gläser für Wein, Cognac usw. aufbewart wurden. Es beinhaltete sechs gebauchte Laden, die das Silberbesteck, Tischtücher und Servietten beherbergten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sein Lebensende ===&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am 25. Mai 1944 an  einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der  Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seine Söhne ===&lt;br /&gt;
* Rudolf Hofinger (* [[3. Dezember]] [[1898]], † verschollen im Sommer des Jahres 1945 in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]), sein Leichnahm wurde nie gefunden. Eine Todeserklärung  seines Namens wurde am 14. Oktober 1957 vom [[Landesgericht Salzburg]] ausgestellt, und Rudolf&#039;s Todestag als 31. Dezember 1950 angenommen.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hofinger (* [[10. Mai]] [[1900]], † [[25. Februar]] [[1923]] in Salzburg) erkrankte an Lungentuberkulose, an der er starb. &lt;br /&gt;
* Otto Hofinger (* [[15. Oktober]] [[1906]], † [[7. Juni]] [[1990]] in Salzburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn   Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr Heimathaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:aus anderen Bundesländern|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (historisch)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotelier|Hofinger, Michael]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211972</id>
		<title>Michael Hofinger</title>
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		<updated>2011-08-21T17:41:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hofinger Michael 01.jpg|thumb|Michael Hofinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Michael 02.jpg|thumb|Michael Hofinger und seine &#039;&#039;Waukerln&#039;&#039;, wie er seine Enkelinnen nannte, aufgenommen zu Weih-&lt;br /&gt;
nachten 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Maria Michael Sommer 1928.jpg|thumb|Maria und Michael Hofinger, Besitzer des Hotels Münchnerhof, im Sommer 1928]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; (* [[1. Juli]] [[1870]] in Steinhaus bei Wels, [[Oberösterreich]], † [[25. Mai]] [[1944]] in Salzburg) war ein Hotelier in [[Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugendjahre und Familiengründung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s  Eltern waren Bauern, züchteten Schweine und er hatte acht Geschwister. Hofinger wollte aber kein Schweinebauer werden wie seine Eltern und  hatte andere Ideen. Er sehnte sich nach Unabhängigkeit. Schon mit 17 Jahren suchte er sein Glück in Salzburg, indem er als Kellner Lehrling im [[Hotel Erzherzog Karl]] am [[Waagplatz]] anheuerte. Er erweiterte seine Erfahrungen und Kenntnisse im [[Hôtel de l&#039;Europe (Salzburg)|Hôtel de l&#039;Europe]] und [[Hotel Österreichischer Hof]]. Wegen seiner kleinen Gestalt haben sie ihm den Spitznamen der &#039;Kleine Piccolo&#039; gegeben.  Anschließend ging er zum  Militär und diente Kaiser [[Franz Joseph I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1897 heiratete Hofinger Maria Scherer aus Wernstein bei Schärding ([[Innviertel]]), machte sich dann dauerhaft in Salzburg ansässig und gründete seine Familie. Er interessierte sich für  Gastwirtschaft und pachtete ein Kaffeehaus, das [[Café Sport]] in der [[Linzer Gasse]] 38. Maria kochte die Mahlzeiten für die Gäste und Michael servierte die Getränke. Michael und Maria Hofinger hatten drei Söhne: Rudolf, Wilhelm (er starb mit 21 Jahren an Lungentuberkulose) und Otto. Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger&#039;s  Cousin, Michael Schwediauer, auch aus Steinhaus bei Wels, hatte denselben Drang für Unabhängigkeit und Schwediauer zog mit seiner Familie nach Wien.  Michael Schwediauer&#039;s jüngste Tochter, Josefine, genannt Fini, heiratete  1933 Michael Hofinger&#039;s ältesten Sohn Rudolf. Sie hatten zwei  Töchter: Michaela Maria und Elisabeth Charlotte (genannt Liselotte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Hofinger wird Hotelier ===&lt;br /&gt;
Im  Jahre 1900 kaufte Michael Hofinger die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8. Während der nächsten zwölf Jahre arbeitete er sehr  hart und wurde von den  Salzburger Bürgern und Geschäftsleuten sehr respektiert. Es war offensichtlich, dass die  Häuser modernisiert werden sollten. Michael musste sich große Geldsummen  ausleihen, um diese Renovierungen durchzuführen. Diese wurden im Jahre  [[1912]] vollendet. Nach mehreren Umbauten und Zukäufen eröffnete er das [[Hotel Münchnerhof]]. {{PAGENAME}} war sehr beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um  10 Uhr  vormittags gab es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck und Bauernbrot aus  Oberösterreich und Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn  seine Freunde dann liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Liebe und Dankbarkeit für ihre unermüdlche Mitarbeit hat Hofinger eine riesige Barock Kredenz als Weihnachtsgeschenk 1927 für seine Frau Maria anfertigen lassen. Ein Meistertischler baute dieses Möbelstück, welches durch intrigante Holzeinlegearbeit und geschnitzte Verziehunrgen verschönert wurde. Der eingebaute Schreibtisch bezeigte die Widmung an seine Frau. Es gab viele Stellagen hinter Glastüren, wo das komplette Meissner Porzellan Service und alle möglichen Gläser für Wein, Cognac usw. aufbewart wurden. Es beinhaltete sechs gebauchte Laden, die das Silberbesteck, Tischtücher und Servietten beherbergten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sein Lebensende ===&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am 25. Mai 1944 an  einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der  Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seine Söhne ===&lt;br /&gt;
* Rudolf Hofinger (* [[3. Dezember]] [[1898]], † verschollen im Sommer des Jahres 1945 in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]), sein Leichnahm wurde nie gefunden. Eine Todeserklärung  seines Namens wurde am 14. Oktober 1957 vom [[Landesgericht Salzburg]] ausgestellt, und Rudolf&#039;s Todestag als 31. Dezember 1950 angenommen.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hofinger (* [[10. Mai]] [[1900]], † [[25. Februar]] [[1923]] in Salzburg) erkrankte an Lungentuberkulose, an der er starb. &lt;br /&gt;
* Otto Hofinger (* [[15. Oktober]] [[1906]], † [[7. Juni]] [[1990]] in Salzburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn   Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr Heimathaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:aus anderen Bundesländern|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (historisch)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotelier|Hofinger, Michael]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211971</id>
		<title>Michael Hofinger</title>
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		<updated>2011-08-21T17:39:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hofinger Michael 01.jpg|thumb|Michael Hofinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Michael 02.jpg|thumb|Michael Hofinger und seine &#039;&#039;Waukerln&#039;&#039;, wie er seine Enkelinnen nannte, aufgenommen zu Weih-&lt;br /&gt;
nachten 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Maria Michael Sommer 1928.jpg|thumb|Maria und Michael Hofinger, Besitzer des Hotels Münchnerhof, im Sommer 1928]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; (* [[1. Juli]] [[1870]] in Steinhaus bei Wels, [[Oberösterreich]], † [[25. Mai]] [[1944]] in Salzburg) war ein Hotelier in [[Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugendjahre und Familiengründung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s  Eltern waren Bauern, züchteten Schweine und er hatte acht Geschwister. Hofinger wollte aber kein Schweinebauer werden wie seine Eltern und  hatte andere Ideen. Er sehnte sich nach Unabhängigkeit. Schon mit 17 Jahren suchte er sein Glück in Salzburg, indem er als Kellner Lehrling im [[Hotel Erzherzog Karl]] am [[Waagplatz]] anheuerte. Er erweiterte seine Erfahrungen und Kenntnisse im [[Hôtel de l&#039;Europe (Salzburg)|Hôtel de l&#039;Europe]] und [[Hotel Österreichischer Hof]]. Wegen seiner kleinen Gestalt haben sie ihm den Spitznamen der &#039;Kleine Piccolo&#039; gegeben.  Anschließend ging er zum  Militär und diente Kaiser [[Franz Joseph I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1897 heiratete Hofinger Maria Scherer aus Wernstein bei Schärding ([[Innviertel]]), machte sich dann dauerhaft in Salzburg ansässig und gründete seine Familie. Er interessierte sich für  Gastwirtschaft und pachtete ein Kaffeehaus, das [[Café Sport]] in der [[Linzer Gasse]] 38. Maria kochte die Mahlzeiten für die Gäste und Michael servierte die Getränke. Michael und Maria Hofinger hatten drei Söhne: Rudolf, Wilhelm (er starb mit 21 Jahren an Lungentuberkulose) und Otto. Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger&#039;s  Cousin, Michael Schwediauer, auch aus Steinhaus bei Wels, hatte denselben Drang für Unabhängigkeit und Schwediauer zog mit seiner Familie nach Wien.  Michael Schwediauer&#039;s jüngste Tochter, Josefine, genannt Fini, heiratete  1933 Michael Hofinger&#039;s ältesten Sohn Rudolf. Sie hatten zwei  Töchter: Michaela Maria und Elisabeth Charlotte (genannt Liselotte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Hofinger wird Hotelier ===&lt;br /&gt;
Im  Jahre 1900 kaufte Michael Hofinger die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8. Während der nächsten zwölf Jahre arbeitete er sehr  hart und wurde von den  Salzburger Bürgern und Geschäftsleuten sehr respektiert. Es war offensichtlich, dass die  Häuser modernisiert werden sollten. Michael musste sich große Geldsummen  ausleihen, um diese Renovierungen durchzuführen. Diese wurden im Jahre  [[1912]] vollendet. Nach mehreren Umbauten und Zukäufen eröffnete er das [[Hotel Münchnerhof]]. {{PAGENAME}} war sehr beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um  10 Uhr  vormittags gab es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  Oberösterreich und Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn  seine Freunde dann liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Liebe und Dankbarkeit für ihre unermüdlche Mitarbeit hat Hofinger eine riesige Barock Kredenz als Weihnachtsgeschenk 1927 für seine Frau Maria anfertigen lassen. Ein Meistertischler baute dieses Möbelstück, welches durch intrigante Holzeinlegearbeit und geschnitzte Verziehunrgen verschönert wurde. Der eingebaute Schreibtisch bezeigte die Widmung an seine Frau. Es gab viele Stellagen hinter Glastüren, wo das komplette Meissner Porzellan Service und alle möglichen Gläser für Wein, Cognac usw. aufbewart wurden. Es beinhaltete sechs gebauchte Laden, die das Silberbesteck, Tischtücher und Servietten beherbergten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sein Lebensende ===&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am 25. Mai 1944 an  einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der  Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seine Söhne ===&lt;br /&gt;
* Rudolf Hofinger (* [[3. Dezember]] [[1898]], † verschollen im Sommer des Jahres 1945 in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]), sein Leichnahm wurde nie gefunden. Eine Todeserklärung  seines Namens wurde am 14. Oktober 1957 vom [[Landesgericht Salzburg]] ausgestellt, und Rudolf&#039;s Todestag als 31. Dezember 1950 angenommen.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hofinger (* [[10. Mai]] [[1900]], † [[25. Februar]] [[1923]] in Salzburg) erkrankte an Lungentuberkulose, an der er starb. &lt;br /&gt;
* Otto Hofinger (* [[15. Oktober]] [[1906]], † [[7. Juni]] [[1990]] in Salzburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn   Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr Heimathaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:aus anderen Bundesländern|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (historisch)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotelier|Hofinger, Michael]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211969</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211969"/>
		<updated>2011-08-21T17:25:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockmaschinen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211968</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211968"/>
		<updated>2011-08-21T17:23:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockmaschinen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211967</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
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		<updated>2011-08-21T17:18:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockmaschinen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisekarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211966</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211966"/>
		<updated>2011-08-21T17:16:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine elektrischen Wäschetrockmaschinen. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211964</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211964"/>
		<updated>2011-08-21T17:12:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingstecknagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211963</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211963"/>
		<updated>2011-08-21T17:10:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211962</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211962"/>
		<updated>2011-08-21T17:07:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmer zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211924</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211924"/>
		<updated>2011-08-21T14:08:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmern zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211821</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
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		<updated>2011-08-20T15:20:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmern zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte er kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind im Jahre 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211728</id>
		<title>Michael Hofinger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211728"/>
		<updated>2011-08-19T16:47:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Seine Söhne */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hofinger Michael 01.jpg|thumb|Michael Hofinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Michael 02.jpg|thumb|Michael Hofinger und seine &#039;&#039;Waukerln&#039;&#039;, wie er seine Enkelinnen nannte, aufgenommen zu Weih-&lt;br /&gt;
nachten 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Maria Michael Sommer 1928.jpg|thumb|Maria und Michael Hofinger, Besitzer des Hotels Münchnerhof, im Sommer 1928]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; (* [[1. Juli]] [[1870]] in Steinhaus bei Wels, [[Oberösterreich]], † [[25. Mai]] [[1944]] in Salzburg) war ein Hotelier in [[Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugendjahre und Familiengründung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s  Eltern waren Bauern, züchteten Schweine und er hatte acht Geschwister. Hofinger wollte aber kein Schweinebauer werden wie seine Eltern und  hatte andere Ideen. Er sehnte sich nach Unabhängigkeit. Schon mit 17 Jahren suchte er sein Glück in Salzburg, indem er als Kellner Lehrling im [[Hotel Erzherzog Karl]] am [[Waagplatz]] anheuerte. Er erweiterte seine Erfahrungen und Kenntnisse im [[Hôtel de l&#039;Europe (Salzburg)|Hôtel de l&#039;Europe]] und [[Hotel Österreichischer Hof]]. Wegen seiner kleinen Gestalt haben sie ihm den Spitznamen der &#039;Kleine Piccolo&#039; gegeben.  Anschließend ging er zum  Militär und diente Kaiser [[Franz Joseph I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1897 heiratete Hofinger Maria Scherer aus Wernstein bei Schärding ([[Innviertel]]), machte sich dann dauerhaft in Salzburg ansässig und gründete seine Familie. Er interessierte sich für  Gastwirtschaft und pachtete ein Kaffeehaus, das [[Café Sport]] in der [[Linzer Gasse]] 38. Maria kochte die Mahlzeiten für die Gäste und Michael servierte die Getränke. Michael und Maria Hofinger hatten drei Söhne: Rudolf, Wilhelm (er starb mit 21 Jahren an Lungenentzündung) und Otto. Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger&#039;s  Cousin, Michael Schwediauer, auch aus Steinhaus bei Wels, hatte denselben Drang für Unabhängigkeit und Schwediauer zog mit seiner Familie nach Wien.  Michael Schwediauer&#039;s jüngste Tochter, Josefine, genannt Fini, heiratete  1933 Michael Hofinger&#039;s ältesten Sohn Rudolf. Sie hatten zwei  Töchter: Michaela Maria und Elisabeth Charlotte (genannt Liselotte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Hofinger wird Hotelier ===&lt;br /&gt;
Im  Jahre 1900 kaufte Michael Hofinger die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8. Während der nächsten zwölf Jahre arbeitete er sehr  hart und wurde von den  Salzburger Bürgern und Geschäftsleuten sehr respektiert. Es war offensichtlich, dass die  Häuser modernisiert werden sollten. Michael musste sich große Geldsummen  ausleihen, um diese Renovierungen durchzuführen. Diese wurden im Jahre  [[1912]] vollendet. Nach mehreren Umbauten und Zukäufen eröffnete er das [[Hotel Münchnerhof]]. {{PAGENAME}} war sehr beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um  10 Uhr  vormittags gab es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  Oberösterreich und Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn  seine Freunde dann liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Liebe und Dankbarkeit für ihre unermüdlche Mitarbeit hat Hofinger eine riesige Barock Kredenz als Weihnachtsgeschenk 1927 für seine Frau Maria anfertigen lassen. Ein Meistertischler baute dieses Möbelstück, welches durch intrigante Holzeinlegearbeit und geschnitzte Verziehunrgen verschönert wurde. Der eingebaute Schreibtisch bezeigte die Widmung an seine Frau. Es gab viele Stellagen hinter Glastüren, wo das komplette Meissner Porzellan Service und alle möglichen Gläser für Wein, Cognac usw. aufbewart wurden. Es beinhaltete sechs gebauchte Laden, die das Silberbesteck, Tischtücher und Servietten beherbergten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sein Lebensende ===&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am 25. Mai 1944 an  einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der  Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seine Söhne ===&lt;br /&gt;
* Rudolf Hofinger (* [[3. Dezember]] [[1898]], † verschollen im Sommer des Jahres 1945 in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]), sein Leichnahm wurde nie gefunden. Eine Todeserklärung  seines Namens wurde am 14. Oktober 1957 vom [[Landesgericht Salzburg]] ausgestellt, und Rudolf&#039;s Todestag als 31. Dezember 1950 angenommen.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hofinger (* [[10. Mai]] [[1900]], † [[25. Februar]] [[1923]] in Salzburg) erkrankte an Lungenentzündung, an der er starb. &lt;br /&gt;
* Otto Hofinger (* [[15. Oktober]] [[1906]], † [[7. Juni]] [[1990]] in Salzburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn   Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr Heimathaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:aus anderen Bundesländern|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (historisch)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotelier|Hofinger, Michael]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Diskussion:Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211727</id>
		<title>Diskussion:Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Diskussion:Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211727"/>
		<updated>2011-08-19T16:44:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es gab nur wenige Fenster und nur ein oder zwei kleine Innenhöfe, die aber den unteren Stockwerken wenig Tageslicht zuließen. Mit dem neuen Lichtschacht konnte er über hundert Fremdenzimmer bauen und konnte Licht durch die Räume fluten lassen. Das nun helle große Vestibül gab dem ganzen Haus ein freundliches Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich würde Genaueres in der Erzählung über die versuchte Entschärfung der Zeitbombe interessieren, bei der drei &amp;quot;Sträflige&amp;quot; wegen vorzeitiger Explosion der Bombe umkamen. Waren die &amp;quot;Sträflinge&amp;quot; Kriegsgefangene bzw. was ist unter Sträflinge zu verstehn? --Franz Fuchs 08:22, 18. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Franz,&lt;br /&gt;
Durch Zufall habe ich diese Seite enteckt. Ja, meine Quelle kommt aus dem Buch &#039;Bomben auf Salzburg&#039;, die &#039;&amp;quot;Gauhaupstadt&amp;quot; im &amp;quot;Totalen Krieg&amp;quot;, geschrioeben von Erich Marx, Verlag Anton Pustet, Seite 249, Ueberschrift &#039;Die Zeitzünder&#039;. Es heisst da: &#039;Die Häftlinge Josef Bieronsky, Martin Gay und Lech Manschak aus dem KZ Dachau kamen beim &amp;quot;Münchnerhof&amp;quot;, Dreifaltigkeitsgasse ums Leben&#039;. Ich habe das Wort Sträflinge mit Häftlinge verwechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war eine gute Idee, den Text deutlicher zu verbessern. Das hab ich nun getan. Wenn Du andere Vorschläge oder Fragen hast, bitte lasse es mich wissen. Ich bin Dir dankbar dafür. Herzlichst Michelle 18. August 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Peter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bevorzuge zu sagen, dass das Menü im Fensterkastl &#039;ausgestellt&#039; wurde, anstatt &#039;hing&#039;. Danke Michelle 19. August 2011, 11 Uhr DST (Daylight Saving Time Canada)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211726</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
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		<updated>2011-08-19T16:39:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Die Kulinarik des Münchnerhofs */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmern zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Immer gab es die berühmten Salzburger Nockerl. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Diskussion:Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211671</id>
		<title>Diskussion:Hotel Münchnerhof</title>
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		<updated>2011-08-19T14:08:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: Menü ausgestellt, 19. August 2011&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es gab nur wenige Fenster und nur ein oder zwei kleine Innenhöfe, die aber den unteren Stockwerken wenig Tageslicht zuließen. Mit dem neuen Lichtschacht konnte er über hundert Fremdenzimmer bauen und konnte Licht durch die Räume fluten lassen. Das nun helle große Vestibül gab dem ganzen Haus ein freundliches Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich würde Genaueres in der Erzählung über die versuchte Entschärfung der Zeitbombe interessieren, bei der drei &amp;quot;Sträflige&amp;quot; wegen vorzeitiger Explosion der Bombe umkamen. Waren die &amp;quot;Sträflinge&amp;quot; Kriegsgefangene bzw. was ist unter Sträflinge zu verstehn? --Franz Fuchs 08:22, 18. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Franz,&lt;br /&gt;
Durch Zufall habe ich diese Seite enteckt. Ja, meine Quelle kommt aus dem Buch &#039;Bomben auf Salzburg&#039;, die &#039;&amp;quot;Gauhaupstadt&amp;quot; im &amp;quot;Totalen Krieg&amp;quot;, geschrioeben von Erich Marx, Verlag Anton Pustet, Seite 249, Ueberschrift &#039;Die Zeitzünder&#039;. Es heisst da: &#039;Die Häftlinge Josef Bieronsky, Martin Gay und Lech Manschak aus dem KZ Dachau kamen beim &amp;quot;Münchnerhof&amp;quot;, Dreifaltigkeitsgasse ums Leben&#039;. Ich habe das Wort Sträflinge mit Häftlinge verwechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war eine gute Idee, den Text deutlicher zu verbessern. Das hab ich nun getan. Wenn Du andere Vorschläge oder Fragen hast, bitte lasse es mich wissen. Ich bin Dir dankbar dafür. Herzlichst Michelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Peter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bevorzuge zu sagen, dass das Menü im Fensterkastl &#039;ausgestellt&#039; wurde, anstatt &#039;hing&#039;. Danke Michelle&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211669</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211669"/>
		<updated>2011-08-19T14:05:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Ulbert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmern zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211668</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211668"/>
		<updated>2011-08-19T14:00:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Hubert, früher Zimmer 31, Michaela&#039;s Geburtsstelle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmern zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211620</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211620"/>
		<updated>2011-08-19T00:12:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Bildergalerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s Idee war, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmern zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|Das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|Der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|Eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|Die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211619</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211619"/>
		<updated>2011-08-19T00:10:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Bildergalerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s Idee war, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmern zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|das Vestibül 1956 zeigt die Keramikfigur des Papageno&#039;s vor dem Fenster&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Diskussion:Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211618</id>
		<title>Diskussion:Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Diskussion:Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211618"/>
		<updated>2011-08-18T23:24:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es gab nur wenige Fenster und nur ein oder zwei kleine Innenhöfe, die aber den unteren Stockwerken wenig Tageslicht zuließen. Mit dem neuen Lichtschacht konnte er über hundert Fremdenzimmer bauen und konnte Licht durch die Räume fluten lassen. Das nun helle große Vestibül gab dem ganzen Haus ein freundliches Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich würde Genaueres in der Erzählung über die versuchte Entschärfung der Zeitbombe interessieren, bei der drei &amp;quot;Sträflige&amp;quot; wegen vorzeitiger Explosion der Bombe umkamen. Waren die &amp;quot;Sträflinge&amp;quot; Kriegsgefangene bzw. was ist unter Sträflinge zu verstehn? --Franz Fuchs 08:22, 18. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Franz,&lt;br /&gt;
Durch Zufall habe ich diese Seite enteckt. Ja, meine Quelle kommt aus dem Buch &#039;Bomben auf Salzburg&#039;, die &#039;&amp;quot;Gauhaupstadt&amp;quot; im &amp;quot;Totalen Krieg&amp;quot;, geschrioeben von Erich Marx, Verlag Anton Pustet, Seite 249, Ueberschrift &#039;Die Zeitzünder&#039;. Es heisst da: &#039;Die Häftlinge Josef Bieronsky, Martin Gay und Lech Manschak aus dem KZ Dachau kamen beim &amp;quot;Münchnerhof&amp;quot;, Dreifaltigkeitsgasse ums Leben&#039;. Ich habe das Wort Sträflinge mit Häftlinge verwechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war eine gute Idee, den Text deutlicher zu verbessern. Das hab ich nun getan. Wenn Du andere Vorschläge oder Fragen hast, bitte lasse es mich wissen. Ich bin Dir dankbar dafür. Herzlichst Michelle&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211617</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211617"/>
		<updated>2011-08-18T23:21:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s Idee war, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser &#039;Gang&#039; machte die hundert neuen Hotelzimmern zugänglich.  Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Häftlinge aus dem KZ Dachau wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|das Vestibül 1956&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Diskussion:Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211606</id>
		<title>Diskussion:Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Diskussion:Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211606"/>
		<updated>2011-08-18T21:59:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es gab nur wenige Fenster und nur ein oder zwei kleine Innenhöfe, die aber den unteren Stockwerken wenig Tageslicht zuließen. Mit dem neuen Lichtschacht konnte er über hundert Fremdenzimmer bauen und konnte Licht durch die Räume fluten lassen. Das nun helle große Vestibül gab dem ganzen Haus ein freundliches Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich würde Genaueres in der Erzählung über die versuchte Entschärfung der Zeitbombe interessieren, bei der drei &amp;quot;Sträflige&amp;quot; wegen vorzeitiger Explosion der Bombe umkamen. Waren die &amp;quot;Sträflinge&amp;quot; Kriegsgefangene bzw. was ist unter Sträflinge zu verstehn? --Franz Fuchs 08:22, 18. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Franz,&lt;br /&gt;
Durch Zufall habe ich diese Seite enteckt. Ja, meine Quelle kommt aus dem Buch &#039;Bomben auf Salzburg&#039;, die &#039;&amp;quot;Gauhaupstadt&amp;quot; im &amp;quot;Totalen Krieg&amp;quot;, geschrioeben von Erich Marx, Verlag Anton Pustet, Seite 249, Ueberschrift &#039;Die Zeitzünder&#039;. Es heisst da: &#039;Die Häftlinge Josef Bieronsky, Martin Gay und Lech Manschak aus dem KZ Dachau kamen beim &amp;quot;Münchnerhof&amp;quot;, Dreifaltigkeitsgasse ums Leben&#039;. Ich habe das Wort Sträflinge mit Häftlinge verwechselt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211590</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211590"/>
		<updated>2011-08-18T21:33:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;, wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s Idee war, einen Lichtschacht zu bauen, der vier Stockwerke, mit einem aus schwerer dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus und Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock, mit hundert neuen Hotelzimmern zugänglich machen sollte. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Sträflinge wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|das Vestibül 1956&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211574</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211574"/>
		<updated>2011-08-18T20:15:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Bildergalerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;. Wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s Idee war, einen Lichtschacht zu bauen, der vier Stockwerke, mit einem aus schwerer dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus und Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock, mit hundert neue Hotelzimmer zugänglich machen sollte. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über diesem Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisenkarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Sträflinge wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|das Vestibül 1956&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211573</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211573"/>
		<updated>2011-08-18T20:12:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;. Wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s Idee war, einen Lichtschacht zu bauen, der vier Stockwerke, mit einem aus schwerer dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus und Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock, mit hundert neue Hotelzimmer zugänglich machen sollte. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über diesem Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einem Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank,  einen Spiegel an der rückwärtigen Wand und Deckenbeleuchtung. Das ganze Haus wurde mit Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisegerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisenkarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Sträflinge wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Vestibuel_1956.jpg|das Vestibül 1956&lt;br /&gt;
Datei:Muencherhof_Papageno_im_Schlafzimmer_Michaelas_London_Ontario.jpg|der Papageno im Schlafzimmer Michaela&#039;s in London, Ontario, Kanada&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_eingelegte_Schreibtischlade.jpg|eingelegte Schreibtischlade&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
Datei:Muenchnerhof_Weinstube_02.jpg|thumb|die Weinstube&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211561</id>
		<title>Michael Hofinger</title>
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		<updated>2011-08-18T19:59:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hofinger Michael 01.jpg|thumb|Michael Hofinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Michael 02.jpg|thumb|Michael Hofinger und seine &#039;&#039;Waukerln&#039;&#039;, wie er seine Enkelinnen nannte, aufgenommen zu Weih-&lt;br /&gt;
nachten 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Maria Michael Sommer 1928.jpg|thumb|Maria und Michael Hofinger, Besitzer des Hotels Münchnerhof, im Sommer 1928]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; (* [[1. Juli]] [[1870]] in Steinhaus bei Wels, [[Oberösterreich]], † [[25. Mai]] [[1944]] in Salzburg) war ein Hotelier in [[Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugendjahre und Familiengründung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s  Eltern waren Bauern, züchteten Schweine und er hatte acht Geschwister. Hofinger wollte aber kein Schweinebauer werden wie seine Eltern und  hatte andere Ideen. Er sehnte sich nach Unabhängigkeit. Schon mit 17 Jahren suchte er sein Glück in Salzburg, indem er als Kellner Lehrling im [[Hotel Erzherzog Karl]] am [[Waagplatz]] anheuerte. Er erweiterte seine Erfahrungen und Kenntnisse im [[Hôtel de l&#039;Europe (Salzburg)|Hôtel de l&#039;Europe]] und [[Hotel Österreichischer Hof]]. Wegen seiner kleinen Gestalt haben sie ihm den Spitznamen der &#039;Kleine Piccolo&#039; gegeben.  Anschließend ging er zum  Militär und diente Kaiser [[Franz Joseph I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1897 heiratete Hofinger Maria Scherer aus Wernstein bei Schärding ([[Innviertel]]), machte sich dann dauerhaft in Salzburg ansässig und gründete seine Familie. Er interessierte sich für  Gastwirtschaft und pachtete ein Kaffeehaus, das [[Café Sport]] in der [[Linzer Gasse]] 38. Maria kochte die Mahlzeiten für die Gäste und Michael servierte die Getränke. Michael und Maria Hofinger hatten drei Söhne: Rudolf, Wilhelm (er starb mit 21 Jahren an Lungenentzündung) und Otto. Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger&#039;s  Cousin, Michael Schwediauer, auch aus Steinhaus bei Wels, hatte denselben Drang für Unabhängigkeit und Schwediauer zog mit seiner Familie nach Wien.  Michael Schwediauer&#039;s jüngste Tochter, Josefine, genannt Fini, heiratete  1933 Michael Hofinger&#039;s ältesten Sohn Rudolf. Sie hatten zwei  Töchter: Michaela Maria und Elisabeth Charlotte (genannt Liselotte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Hofinger wird Hotelier ===&lt;br /&gt;
Im  Jahre 1900 kaufte Michael Hofinger die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8. Während der nächsten zwölf Jahre arbeitete er sehr  hart und wurde von den  Salzburger Bürgern und Geschäftsleuten sehr respektiert. Es war offensichtlich, dass die  Häuser modernisiert werden sollten. Michael musste sich große Geldsummen  ausleihen, um diese Renovierungen durchzuführen. Diese wurden im Jahre  [[1912]] vollendet. Nach mehreren Umbauten und Zukäufen eröffnete er das [[Hotel Münchnerhof]]. {{PAGENAME}} war sehr beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um  10 Uhr  vormittags gab es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  Oberösterreich und Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn  seine Freunde dann liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Liebe und Dankbarkeit für ihre unermüdlche Mitarbeit hat Hofinger eine riesige Barock Kredenz als Weihnachtsgeschenk 1927 für seine Frau Maria anfertigen lassen. Ein Meistertischler baute dieses Möbelstück, welches durch intrigante Holzeinlegearbeit und geschnitzte Verziehunrgen verschönert wurde. Der eingebaute Schreibtisch bezeigte die Widmung an seine Frau. Es gab viele Stellagen hinter Glastüren, wo das komplette Meissner Porzellan Service und alle möglichen Gläser für Wein, Cognac usw. aufbewart wurden. Es beinhaltete sechs gebauchte Laden, die das Silberbesteck, Tischtücher und Servietten beherbergten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sein Lebensende ===&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am 25. Mai 1944 an  einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der  Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seine Söhne ===&lt;br /&gt;
* Rudolf Hofinger (* [[3. Dezember]] [[1898]], † verschollen im Sommer des Jahres 1945 in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]), sein Leichnahm wurde nie gefunden. Eine Todeserklärung  seines Namens wurde am 14. Oktober 1957 vom [[Landesgericht Salzburg]] ausgestellt, und Rudolf&#039;s Todestag als 31. Dezember 1950 angenommen.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hofinger (* [[10. Mai]] [[1900]], † [[25. Februar]] [[1923]] in Salzburg) erkrankte an Lungenentzündung, an der er starb am.&lt;br /&gt;
* Otto Hofinger (* [[15. Oktober]] [[1906]], † [[7. Juni]] [[1990]] in Salzburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn   Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr Heimathaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:aus anderen Bundesländern|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (historisch)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotelier|Hofinger, Michael]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211525</id>
		<title>Michael Hofinger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211525"/>
		<updated>2011-08-18T19:14:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Sein Lebensende */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hofinger Michael 01.jpg|thumb|Michael Hofinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Michael 02.jpg|thumb|Michael Hofinger und seine &#039;&#039;Waukerln&#039;&#039;, wie er seine Enkelinnen nannte, aufgenommen zu Weih-&lt;br /&gt;
nachten 1936]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; (* [[1. Juli]] [[1870]] in Steinhaus bei Wels, [[Oberösterreich]], † [[25. Mai]] [[1944]] in Salzburg) war ein Hotelier in [[Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugendjahre und Familiengründung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s  Eltern waren Bauern, züchteten Schweine und er hatte acht Geschwister. Hofinger wollte aber kein Schweinebauer werden wie seine Eltern und  hatte andere Ideen. Er sehnte sich nach Unabhängigkeit. Schon mit 17 Jahren suchte er sein Glück in Salzburg, indem er als Kellner Lehrling im [[Hotel Erzherzog Karl]] am [[Waagplatz]] anheuerte. Er erweiterte seine Erfahrungen und Kenntnisse im [[Hôtel de l&#039;Europe (Salzburg)|Hôtel de l&#039;Europe]] und [[Hotel Österreichischer Hof]]. Wegen seiner kleinen Gestalt haben sie ihm den Spitznamen der &#039;Kleine Piccolo&#039; gegeben.  Anschließend ging zum ins Militär und diente Kaiser [[Franz Joseph I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1897 heiratete Hofinger Maria Scherer aus Wernstein bei Schärding ([[Innviertel]]), machte sich dauerhaft in Salzburg ansässig und gründete seine Familie. Er interessierte sich für  Gastwirtschaft und pachtete ein Kaffeehaus, das [[Café Sport]] in der [[Linzer Gasse]] 38. Maria kochte die Mahlzeiten für die Gäste und Michael servierte die Getränke. Michael und Maria Hofinger hatten drei Söhne: Rudolf, Wilhelm (er starb mit 21 Jahren an Lungenentzündung) und Otto. Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger&#039;s  Cousin, Michael Schwediauer, auch aus Steinhaus bei Wels, hatte denselben Drang für Unabhängigkeit und Schwediauer zog mit seiner Familie nach Wien.  Michael Schwediauer&#039;s jüngste Tochter, Josefine, genannt Fini, heiratete  1933 Michael Hofinger&#039;s ältesten Sohn Rudolf. Sie hatten zwei  Töchter: Michaela Maria und Elisabeth Charlotte (genannt Liselotte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Hofinger wird Hotelier ===&lt;br /&gt;
Im  Jahre 1900 kaufte Michael Hofinger die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8. Während der nächsten zwölf Jahre arbeitete er sehr  hart und wurde von den  Salzburger Bürgern und Geschäftsleuten sehr respektiert. Es war offensichtlich, dass die  Häuser modernisiert werden sollten. Michael musste sich große Geldsummen  ausleihen, um diese Renovierungen durchzuführen. Diese wurden im Jahre  [[1912]] vollendet. Nach mehreren Umbauten und Zukäufen eröffnete er das [[Hotel Münchnerhof]]. {{PAGENAME}} war sehr beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um  10 Uhr  vormittags gab es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  Oberösterreich und Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn  seine Freunde dann liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Liebe und Dankbarkeit für ihre unermüdlche Mitarbeit hat Hofinger eine riesige Barock Kredenz als Weihnachtsgeschenk 1927 für seine Frau Maria anfertigen lassen. Ein Meistertischler baute dieses Möbelstück, welches durch intrigante Holzeinlegearbeit und geschnitzte Verziehunrgen verschönert wurde. Der eingebaute Schreibtisch bezeigte die Widmung an seine Frau. Es gab viele Stellagen hinter Glastüren, wo das komplette Meissner Porzellan Service und alle möglichen Gläser für Wein, Cognac usw. aufbewart wurden. Es beinhaltete sechs gebauchte Laden, die das Silberbesteck, Tischtücher und Servietten beherbergten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sein Lebensende ===&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am 25. Mai 1944 an  einem Hirnschlag. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der  Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 === Seine Söhne ===&lt;br /&gt;
Rudolf Hofinger, geboren 3. Dezember 1898, verschollen im Sommer des Jahres 1945 in den Hohen Tauern. Sein Leichnahm wurde nie gefunden. Eine Todeserklärung  seines Namens wurde am 14. Oktober 1957 vom Landesgericht Salzburg ausgestellt, und Rudolf&#039;s Todestag als 31. Dezember 1950 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Hofinger, geboren Mai 10, 1900, erkrankte an Lungenentzündung und starb am 25. Februar 1923 in Salzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Hofinger, geboren am 15. Oktober 1906, gestorben am 7. Juni 1990 in Salzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn   Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr Heimathaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:aus anderen Bundesländern|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (historisch)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotelier|Hofinger, Michael]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Michael_Hofinger&amp;diff=211523</id>
		<title>Michael Hofinger</title>
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		<updated>2011-08-18T19:02:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Michael Hofinger wird Hotelier */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hofinger Michael 01.jpg|thumb|Michael Hofinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofinger Michael 02.jpg|thumb|Michael Hofinger und seine &#039;&#039;Waukerln&#039;&#039;, wie er seine Enkelinnen nannte, aufgenommen zu Weih-&lt;br /&gt;
nachten 1936]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039; (* [[1. Juli]] [[1870]] in Steinhaus bei Wels, [[Oberösterreich]], † [[25. Mai]] [[1944]] in Salzburg) war ein Hotelier in [[Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugendjahre und Familiengründung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s  Eltern waren Bauern, züchteten Schweine und er hatte acht Geschwister. Hofinger wollte aber kein Schweinebauer werden wie seine Eltern und  hatte andere Ideen. Er sehnte sich nach Unabhängigkeit. Schon mit 17 Jahren suchte er sein Glück in Salzburg, indem er als Kellner Lehrling im [[Hotel Erzherzog Karl]] am [[Waagplatz]] anheuerte. Er erweiterte seine Erfahrungen und Kenntnisse im [[Hôtel de l&#039;Europe (Salzburg)|Hôtel de l&#039;Europe]] und [[Hotel Österreichischer Hof]]. Wegen seiner kleinen Gestalt haben sie ihm den Spitznamen der &#039;Kleine Piccolo&#039; gegeben.  Anschließend ging zum ins Militär und diente Kaiser [[Franz Joseph I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1897 heiratete Hofinger Maria Scherer aus Wernstein bei Schärding ([[Innviertel]]), machte sich dauerhaft in Salzburg ansässig und gründete seine Familie. Er interessierte sich für  Gastwirtschaft und pachtete ein Kaffeehaus, das [[Café Sport]] in der [[Linzer Gasse]] 38. Maria kochte die Mahlzeiten für die Gäste und Michael servierte die Getränke. Michael und Maria Hofinger hatten drei Söhne: Rudolf, Wilhelm (er starb mit 21 Jahren an Lungenentzündung) und Otto. Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger&#039;s  Cousin, Michael Schwediauer, auch aus Steinhaus bei Wels, hatte denselben Drang für Unabhängigkeit und Schwediauer zog mit seiner Familie nach Wien.  Michael Schwediauer&#039;s jüngste Tochter, Josefine, genannt Fini, heiratete  1933 Michael Hofinger&#039;s ältesten Sohn Rudolf. Sie hatten zwei  Töchter: Michaela Maria und Elisabeth Charlotte (genannt Liselotte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Hofinger wird Hotelier ===&lt;br /&gt;
Im  Jahre 1900 kaufte Michael Hofinger die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8. Während der nächsten zwölf Jahre arbeitete er sehr  hart und wurde von den  Salzburger Bürgern und Geschäftsleuten sehr respektiert. Es war offensichtlich, dass die  Häuser modernisiert werden sollten. Michael musste sich große Geldsummen  ausleihen, um diese Renovierungen durchzuführen. Diese wurden im Jahre  [[1912]] vollendet. Nach mehreren Umbauten und Zukäufen eröffnete er das [[Hotel Münchnerhof]]. {{PAGENAME}} war sehr beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um  10 Uhr  vormittags gab es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  Oberösterreich und Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn  seine Freunde dann liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Liebe und Dankbarkeit für ihre unermüdlche Mitarbeit hat Hofinger eine riesige Barock Kredenz als Weihnachtsgeschenk 1927 für seine Frau Maria anfertigen lassen. Ein Meistertischler baute dieses Möbelstück, welches durch intrigante Holzeinlegearbeit und geschnitzte Verziehunrgen verschönert wurde. Der eingebaute Schreibtisch bezeigte die Widmung an seine Frau. Es gab viele Stellagen hinter Glastüren, wo das komplette Meissner Porzellan Service und alle möglichen Gläser für Wein, Cognac usw. aufbewart wurden. Es beinhaltete sechs gebauchte Laden, die das Silberbesteck, Tischtücher und Servietten beherbergten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sein Lebensende ===&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am 25. Mai 1944 an  einem Hirnschlag. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der  Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn   Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr Heimathaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:aus anderen Bundesländern|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (historisch)|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Hofinger, Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotelier|Hofinger, Michael]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211518</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
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		<updated>2011-08-18T18:37:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Fini, die Seele des Münchnerhof&amp;#039;s */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;. Wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s Idee war, einen Lichtschacht zu bauen, der vier Stockwerke, mit einem aus schwerer dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus und Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock, mit hundert neue Hotelzimmer zugänglich machen sollte. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über diesem Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einen Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank und einen Spiegel an der rückwärtige Wand. Das ganze Haus wurde mit einer Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisengerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisenkarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, der älteste Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Sträflinge wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211517</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211517"/>
		<updated>2011-08-18T18:28:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Nach dem Zweiten Weltkrieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;. Wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s Idee war, einen Lichtschacht zu bauen, der vier Stockwerke, mit einem aus schwerer dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus und Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock, mit hundert neue Hotelzimmer zugänglich machen sollte. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über diesem Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einen Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank und einen Spiegel an der rückwärtige Wand. Das ganze Haus wurde mit einer Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisengerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisenkarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, der älteste Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihir möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Sträflinge wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Mit dieser Anleihe hat Otto den Münchnerhof im Jahre 1948 erneut renovieren lassen. Die Bauarbeit erstreckte sich über mehrere Monate. Die Küche und die beschädigten Hotelzimmer wurden repariert; auch das Foyer wurde verschönert und die Weinstube modernisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211515</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211515"/>
		<updated>2011-08-18T18:13:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Fini, die Seele des Münchnerhof&amp;#039;s */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;. Wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s Idee war, einen Lichtschacht zu bauen, der vier Stockwerke, mit einem aus schwerer dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus und Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock, mit hundert neue Hotelzimmer zugänglich machen sollte. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über diesem Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einen Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank und einen Spiegel an der rückwärtige Wand. Das ganze Haus wurde mit einer Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisengerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisenkarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, der älteste Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihir möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Sträflinge wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Neben der Küche wurde auch das Foyer verschönert und die Weinstube erneuert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211514</id>
		<title>Hotel Münchnerhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hotel_M%C3%BCnchnerhof&amp;diff=211514"/>
		<updated>2011-08-18T18:11:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michelle Krohn: /* Die Kulinarik des Münchnerhofs */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geschlossen}}[[Datei:Muenchnerhof 01.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof 02.jpg|thumb|Hotel Münchnerhof um 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Lesezimmer_1928.jpg|thumb|das Lesezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Vestibuel.jpg|thumb|das Vestibül, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Speisezimmer.jpg|thumb|das große Speisezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Weinstube_1928.jpg|thumb|die Weinstube, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Zweibettzimmer_1928.jpg|thumb|Beispiel Zweibettzimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Badezimmer_1928.jpg|thumb|Beipiel Badezimmer, 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_01.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Hotel und Pension Münchnerhof&#039;&#039;&#039; ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Salzburger [[Altstadt (rechtes  Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Dieses [[Fremdenverkehr]]sunternehmen befand sich an der [[Dreifaltigkeitsgasse]]. Noch heute kann man allerdings den Namen [[Münchnerhof]] am Eingang zum Gebäude lesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Hotels ===&lt;br /&gt;
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. [[1917]] ging das ehemalige [[Schlammbräu]] in der Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte das Gebäude von der [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre [[1431]] urkundlich verzeichnet und &#039;&#039;Haus am Eck in der Ledrergassen&#039;&#039; genannt. Der spätere Besitzer Georg Payr, Metzger, 1722, nannte es [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]] oder &#039;&#039;Bauernjodl Haus&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche zentralisiert wurde. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war klar, dass eine radikale Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen Architekten, neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er allerdings zufrieden.  &amp;quot;&#039;&#039;Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen&#039;&#039;&amp;quot; sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich sei. Hofinger akzeptierte diese Antwort aber nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen. Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues Hotel wurde ein Beispiel der Innovation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130 Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger Firmen ausgeführt wurden. Nach sieben Monaten Umbau, der das Eröffnen um ein Monat  wegen eines Arbeiterstreikes  verzögerte, wurde am [[30. Juni]] [[1928]] die  große Wiedereröffnung des Hotel Münchnerhof&#039;s gefeiert. Alle Besucher  waren sehr beeindruckt über Hofinger&#039;s neuen Betrieb, so sehr, dass  mehrere Salzburger Hotelbesitzer ihre Häuser ebenfalls zu renovieren begannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traurigerweise ist Maria, Hofinger&#039;s Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun &#039;&#039;Hotel Münchnerhof&#039;&#039;. Zuvor  nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem  &#039;&#039;Gasthof Münchnerhof&#039;&#039;. Wobei das Stammhaus das Haus an der  Lederergasse Nr. 10 war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger war sehr  beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab  es &#039;a Jausn&#039;, wozu er den feinsten Speck aus  [[Oberösterreich]] und  Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann  liebevoll &#039;Speckmichl&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Hofinger&#039;s Idee war, einen Lichtschacht zu bauen, der vier Stockwerke, mit einem aus schwerer dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus und Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock, mit hundert neue Hotelzimmer zugänglich machen sollte. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über diesem Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene  Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel Münchnerhof war eines der ersten Häuser in Salzburg, das einen elektrischen Aufzug hatte. Dieser lief auf Magnetspulen und musste händisch mit einen Hebel in Bewegung gesetzt werden. Das Innere der Kabine war elegant mit Eichenholz vertäfelt, hatte eine Sitzbank und einen Spiegel an der rückwärtige Wand. Das ganze Haus wurde mit einer Zentralheizung beheizt. Hofinger ließ eine teure Entlüftungsanlage mit Delbag-Filtern einbauen. Diese Anlage versorgte  alle Gesellschaftsräume und Speisesäle stets mit gefilterter reiner Luft ohne Zugluft. Rauch und Speisengerüche wurden dabei abgesaugt.. Jedes Zimmer hatte fließendes kaltes und warmes Wasser sowie ein Telefon und Lichtsignal. Dieses verständigte das Servierpersonal, wenn der Gast Bedienung im Zimmer wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gästezimmer im ersten Stock waren besonders elegant. Um jeglichen Lärm zu dämpfen waren die Türen Leder gepolstert mit Messingnagelköpfen. In den Zimmern gab es eine kleine Waschanlage und einen eingebauten Kleiderschrank. Einige Zimmer hatten Vollbad. Es gab auf jedem Stock gemeinsame Badezimmer für jene Zimmer, die kein Vollbad hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das schöne Stadtpanorama zu genießen konnte man im Sommer mit dem Lift auf die Dachterrasse fahren und dort speisen. Es gab Tische mit Sonnenschirmen und getöpfte kleine Bäume, sowie Spalier mit Efeu bedeckt und blühende Kletterpflanzen, die einen Garten darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wäscherei befand sich im fünften Stock. Zwei massive Heizkessel besorgten heißes Wasser für die beiden Waschmaschinen. Nach dem Waschen wurde die Bettwäsche und Handtücher in eine Schleudermaschine (Zentrifuge) gegeben um das meiste Wasser zu entfernen, denn es gab noch keine Wäschetrockner. Alles musste auf Stricken zum Trocknen aufgehängt werden. In einem anderen Raum befand sich die Bügelmaschine. Zwei riesige gepolsterte Rollen liefen gegeneinander um die Wäsche zu glätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulinarik des Münchnerhofs ===&lt;br /&gt;
Um mehr Gäste  in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisenkarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&amp;amp;catid=36:kochbuecher&amp;amp;Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fini, die Seele des Münchnerhof&#039;s ==&lt;br /&gt;
Der Tod seiner Frau traf Hofinger sehr. Sie hatte 30 Jahre an seiner Seite mit ihm gearbeitet. Im Jahre 1929 wandte sich Hofinger an seinen Cousin, Michael Schwediauer in Wien, und bat, dass dieser seine jüngste Tochter Fini nach Salzburg schicke, um ihm beim Hotelbetrieb zu helfen. Fini hatte eine sehr gute Schulausbildung an der Wiener Handelsakademie absolviert. Sie konnte fließend Englisch und Französisch sprechen und schreiben, Stenographieren&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Stenografie Wikipedia Stenografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit der Schreibmaschine schreiben; auch konnte sie andere Büromaschinen bedienen. Sie war gescheit, talentiert und hatte einen wunderbaren Frohsinn. Sie war bei allen Gästen, wie auch beim Hotelpersonal sehr beliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, der älteste Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind abgestiegen, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihir möglich war. Sie starb am 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte&#039;s  vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte  er noch vor seinem Tode  einen Familienrat gegründet. Er wählte  vorsichtig sechs Salzburger  Geschäftsfreunde und seinen persönlichen  Freund, den Kunstmaler [[ Karl  Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen  Stellungen. Der   Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige  Entscheidungen für den  Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde  mit Otto&#039;s Rückkehr  aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===&lt;br /&gt;
Am [[14. November]] 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzkeller des [[Kapuzinerberg]]es. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Sträflinge wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärfen. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde dabei schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat  das Nebenhaus den meisten Schaden abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1945 marschierte die 3. US-Infanteriedivision &amp;quot;Rock of the Marne&amp;quot; der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und eines der Hauptquartiere der Besatzungstruppen. Das Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurück kam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis verliehen, als er seine Nichten aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] zurückholte. Die Familie durfte in die alte Privatwohnung in die Lederergasse 6 zurückziehen. Im Jahre 1948 ist die amerikanische Besatzung dann ausgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Aus dem  [[Marshall-Plan ]] erhielt er eine Anleihe, die nur vier Prozent Verzinsung verlangte. Neben der Küche wurde auch das Foyer verschönert und die Weinstube erneuert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Andere Hotelbetriebe Salzburg&#039;s hatten viel bessere Vorteile gegenüber dem Hotel Münchnerhof, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste boten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der [[Obus]] durch die Dreifaltikeitsgasse fuhr. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloss, das Hotel in ein Bürohaus umzuwandeln. Dies wurde am 1. Januar 1960 offiziell.  Seine beiden Nichten, Michaela und Liselotte, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs, sind 1956 nach Kanada ausgewandert. Otto Hofinger starb am [[7. Juni]] [[1990]]. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachfolger. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die &#039;Hofinger Dynastie&#039;,  ausgestorben. Das Bürohaus [[Münchnerhof]] wurde verkauft und hat jetzt neue Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Münchnerhof Chronic.jpg|Die Chronik der vier Gebäude, die ab 1928  das &amp;quot;Hotel Münchnerhof&amp;quot; bildeten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
*[http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Benutzer:Michelle_Krohn    Bericht von Frau Michelle Krohn über den Münchnerhof als ihr  Heimathaus]&lt;br /&gt;
* Foto aus 1904 in &#039;&#039;Salzburg, der Bezirk in alten Ansichtskarten&#039;&#039;, Carl Ueberreuter Verlag, 2006&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gaststätten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michelle Krohn</name></author>
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