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	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-05T15:57:55Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357562</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T13:59:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; vulgo &amp;quot;Kolm Naz&amp;quot; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Goldbergwerk-Besitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], Erbauer einer elektrischen Telefonanlage, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das Bodenhaus in Buchen, den Gasthof Post in Rauris und das Zittelhaus am hohen Sonnblick) mit Unterkünften und wurde Pionier in Sachen Fremdenverkehr, Erbauer Zittelhaus und Observatorium, Erwerber der Postmeisterstelle, Errichter einer Postverbindung bzw. Straßenbau-Anreger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthlehen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]). Geheiratet am 24.11.1840 in Rauris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmaier / Richard Ignaz Pfarrmayer in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmai(y)er tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kolm fängt Maria Seidel (*[[2. Juni]] [[1848]] †[[27. Februar]] [[1894]]), Waldbauerntochter vom Unterland in Rauris, als Kellnerin an. Bei den beiden bahnt sich eine Liebschaft an. Maria Seidl hat allerdings schon einen ledigen Sohn namens Georg Seidl (* [[7. August [[1873]] †[[25. November]] [[1928]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 pachtete Ignaz Rojacher die Rauriser Goldmine mit allen Rechten und Pflichten und begann „seinen“ Bergbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt ein Ökonomierat aus Böhmen (*[[16. November]] [[1853]] in Prag †[[24. September]] [[1944]]), kommt im amtlichen Auftrag, aufgrund seiner Studien, nach Salzburg. Es ging darum, dass das im Pinzgau gezüchtete Vieh für Böhmen besonders geeignet wäre. Im Salzburger Volksblatt las er einen Artikel über den ansehnlichen Rauriser Markt und so war seine 1. Station im salzburgerischen Rauris.&lt;br /&gt;
Ritter von Arlt reiste nach Kolm Saigurn und lernte den bekannten „Kolm Naz“ kennen. &lt;br /&gt;
Zwischen dem Rauriser und dem Prager Ökonomierat entwickelt sich ein betont freundschaftliches Verhältnis.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojacher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.10.1880 kauft Ignaz Rojacher um 4.500 Gulden den Goldbergbau (ca. Euro 300.000). Der Kaufpreis war nicht besonders hoch, doch muss man bedenken, dass er ja schon zu seiner Zeit als Pächter dem Staat das Inventar hatte ablösen müssen! Der neue Grund- und Gebäudebesitz war durchaus beachtlich: in Kolm Saigurn das Wascherhaus, das auch als Wohnhaus diente, eine eingättrige Sägemühle, eine Werksschmiede und dann die eigentliche Aufbereitungsanlage mit Pocher, mehreren Stoß- und Kehrherden und die für die Amalgamation nötige Goldmühle. Jährlich wurden im Durschnitt 12kg Gold aus der Mühle „Mühlgold“ gewonnen.&lt;br /&gt;
Mit dem Kauf des Bergwerks erwarb Rojacher auch das ärarische Gegenschreiberhaus (Alte Post, jetzt Groder in der Marktstraße). Erwähnenswert erscheint es, dass damals im Hause eine Wasserdruckleitung und englische Spülklosette eingebaut waren, welche Einrichtungen sogar glänzend funktioniert hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher nahm 1880 aber auch noch eine zweite Sache in Angriff. Er wandelte das Werkhaus in Kolm Saigurn zu einem Gasthaus mit Fremdenzimmer umund stellte hier durch Wasserkraft getrieben die erste elektrische Lichtanlage (auf 1.600m) für 15-Watt-Glühbirnen im Lande Salzburg auf. Ratschläge hierzu erhielt er von Herrn von Patt und dem Mechaniker Gruber von Lend. (Dr. Karl Arnold sagte in seinem Aufsatz über Rojacher: „Nicht in Hannover, sondern 1.600m hoch in Kolm, dem Talschluß der Rauris sah ich 1880 zum ersten Male die vollkommene elektrische Beleuchtung eines Gebäudekomplexes“.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1881 Bau einer Telefonanlage. Zu Rojachers technischen Leistungen gehört unter anderem der Bau einer Telefonleitung vom Ort Rauris bis hinauf zum Sonnblickgipfel. Sprechstellen gab es in Rauris am Postamt, bei Dr. Pelzler beim Standlwirt in Wörth, dann im Fronwirtshaus in Bucheben, beim Bodenhaus, in Kolm Saigurn und schließlich im Observatorium hoch oben am Sonnblickgipfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher und Wilhelm Ritter von Arlt reisten nach Paris zur Weltausstellung und von dort brachten sie eine Lichtmaschine mit. Diese wurde im Jahre 1882 in Kolm Saigurn montiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26.11.1883 stehen Ignaz Rojacher vulgo „Kolm Naz“ und Maria Seidel, Waldbauerntochter aus Rauris, derzeit Wirtschafterin zu Kolm, vor dem Altar zu Maria Plain um mit ihrem „JA“ den Ehebund zu besiegeln.&lt;br /&gt;
Am 27.11.1883 wurde dann vermutlich die Eheschließung in Bucheben eingetragen. &lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher und Maria haben nie eigene Kinder bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Januar 1885 schildert Rojacher in einem ausführlichen Schreiben an den Hauptausschuss des Alpenvereins die Vorzüge des 3.106m hohen Gipfels des Sonnblicks als Standpunkt einer meteorologischen Station in Verbindung mit einer Alpenvereinshütte. Zugleich erklärt er sich bereit, die bestehenden Transportanlagen zur Verfügung zu stellen und den Bau zu seiner eigenen Sache zu machen. Die Rechnung geht auf. Man erklärt sich bereit, die Kosten für die Errichtung eines Holzhauses zu übernehmen. Die österreichische Meteorologische Gesellschaft steuert die Mittel für einen Anemometer-Turm (=Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit), einer Telefonleitung sowie die wissenschaftlichen Geräte bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baubeginn war im Spätfrühjahr 1885 allerdings waren Sturm und Schneetreiben angesagt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter 1885/86 reiste Ignaz Rojacher gemeinsam mit Wilhelm Ritter von Arlt, seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens (= ein neues Aufbereitungsverfahren für den Goldbergbau). Ein gewisser Munckdell fand nach vielen Studien und Versuchen neue Wege, um Erze mit geringem Goldgehalt ausbeuten zu können. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Ritter von Arlt sofort begeisterten. &lt;br /&gt;
Erklärung: Extraktion (von lateinisch extrahere „herausziehen“) ist ein physikalisches &lt;br /&gt;
Stofftrennverfahren, bei dem mit Hilfe eines Extraktionsmittels (in diesem Falle ein Lösungsmittel, gegebenenfalls erwärmt) eine Komponente aus einem festen oder flüssigen Stoffgemisch, dem sogenannten Extraktionsgut, gelöst wird: Das Lösungsmittel zieht den in ihm besser löslichen Stoff aus dem Gemisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr sogenannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach Rauris genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885/86 im Winter stand das Holzhaus (zukünftiges Zittelhaus) fertig im Tale aufgestellt. Es wurde dann abgetragen und im Sommer 1886 Stück um Stück auf den Gipfel hinaufgeschleppt. Ende August stand der mächtige, aus Felsstücken gebaute Turm mit dem Windmeßgerät und die kleine Blockhütte für den Beobachter.&lt;br /&gt;
Info zu Dr. Zittel und Prof. Hann: Die Anregung zum Bau der Beobachtungsstation kam von Professor Dr. Julius Hann aus Wien. Rojacher griff den Plan begeistert auf und baute das Sonnblick-Haus. Es wurde bald nach Fertigstellung vom Deutsch-Österreichischen Alpenverein übernommen, dessen damaliger Präsident der Geologieprofessor Dr. Alfred Zittel in München war. Nach ihm hieß das Haus allgemein „Zittelhaus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 erwarb Ignaz Rojacher für das Gasthaus Post die Gasthauskonzession. Er besaß somit im Tale vier Gaststätten und zwar eine im Markte das Gasthaus Post, das Bodenhaus in Bucheben, das Werkhaus in Kolm Saigurn und das Zittelhaus am Sonnblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. September 1886 ist die feierliche Eröffnung der Wetterstation. Der mit Stein aufgeführte Anemometer-Turm (=Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit) ragt aus dem Gebäude. Ihm fügt sich der Holzbau (=zukünftiges Zittelhaus) an, er dient den Zwecken des Alpenvereins und enthält außerdem das Gelehrtenzimmer für wissenschaftliche Untersuchungen und den Wohnraum des Wetterwartes. Ignaz Rojacher wird durch den Kaiser mit dem Verdienstkreuz mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Jahres 1888 überschlägt Rojacher in einer Endabrechnung die Lage und bespricht mit seinem alten Freund Ritter von Arlt. Er wird das Bergwerk auflassen, dagegen das Gasthaus weiterführen und den Aufzug als Attraktion für die Fremden in Betrieb halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritter von Arlt setzte sich mit Oberbergrat Franz Posepny, einem Experten in allen Fragen des Bergbaues in Verbindung und teilte ihm die Sachlage der Grube mit. Franz Posepny wird sich um einen Interessenten umschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 übersiedelte das Postamt Rauris vom Landrichterhaus (jetzt Geschäft Tauernlamm, Marktstraße 33) in das Gegenschreiberhaus/Gasthaus Post.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher verzeichnete im Sommer 1887 beim Kolmhaus den Bau eines „Sommer-Hauses“, beginnend am 22. Juni und Fertigstellung im August&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 Das Bergwerk mit Inventar, einschließlich der Gebäude und Aufbereitungsanlagen wurden verkauft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Veräußerung des Bergbaus (1888) erwarb Ignaz Rojacher die Postmeisterstelle für das Rauriser Tal. Er kaufte das Gegenschreiberhaus im Markt (später Postgashof, jetzt im Besitz der Fam. Groder in der Marktstraße 27). Im Gebäude selbst installierte Rojacher den elektrischen Strom und das erste Telefon. (Zur Info: Nach seinem Tod am 4.1.1891 und dem Tod seiner Mutter Maria Seidl-Rojacher 27.2.1894 erbte Georg Seidl (geb. 7.8.1873 verst. 25.11.1928), der ledige Sohn von Maria das Haus, welches er 1917 an Wilhelm Ritter von Arlt verkaufte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Postverbindung und Straßenbau: Für Ignaz Rojacher war die Errichtung einer guten Fahrstraße nach Taxenbach ein besonderes Anliegen. Er richtete insbesondere in den Sommermonaten eine tägliche Postverbindung zwischen Taxenbach und Kolm Saigurn ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Krankheit hatte Rojacher einen Teil seiner Leistungskraft eingebüßt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher kann sich mit dem Verlust seiner Mine, der sein Denken und Trachten von Jugend auf galt, nicht abfinden. Im Oktober 1890 musste er seinen so hochgelobten Boden, sein Gast- und Unterkunftshaus „Bodenhaus“ verlassen, um nach Rauris in der Nähe eines Arztes zu übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Straßenbau Rauris-Taxenbach, Rauris-Embach-Lend: Rojacher war durchaus ein politisch interessierter und engagierter Mensch. Im Salzburger Landtag setzte sich besonders Hofrat Lienbacher für seine diesbezüglichen Vorschläge ein. Im Jahre 1889 wurde im Landtag der Antrag angenommen und 1892 mit dem Bau der Straße begonnen. Sie sollte 1894 fertiggestellt sein, sodass ab diesem Jahr zwei Straßen nach Rauris führten und führen; eine neue von Taxenbach ausgehend und eine alte von Lend über Embach ausgehend. &lt;br /&gt;
Der Straßenbau durch Kitzlochklamm war zu kostspielig und konnte nicht durchgedrückt werden.&lt;br /&gt;
Die Vollendung des Straßenneubaus noch zu erleben, das blieb Rojacher zu seinem großen Leidwesen leider versagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher starb am 4. Januar 1891 im Alter von 47 Jahren. Sein Grab ist am Rauriser Friedhof zu finden. Im Totenbuch der Pfarre steht: gestorben an Tuberkulose (bakterielle Infektion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau von Rojacher Maria geb. Seidl starb mit 46 Jahren am 27.2.1894 an einer Bruchoperation im St. Johannsspital in Salzburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Seite wurde von Margot Daum (margot30@gmx.at) am 27.3.2020 überarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
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		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T13:58:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; vulgo &amp;quot;Kolm Naz&amp;quot; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Goldbergwerk-Besitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], Erbauer einer elektrischen Telefonanlage, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das Bodenhaus in Buchen, den Gasthof Post in Rauris und das Zittelhaus am hohen Sonnblick) mit Unterkünften und wurde Pionier in Sachen Fremdenverkehr, Erbauer Zittelhaus und Observatorium, Erwerber der Postmeisterstelle, Errichter einer Postverbindung bzw. Straßenbau-Anreger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthlehen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]). Geheiratet am 24.11.1840 in Rauris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmaier / Richard Ignaz Pfarrmayer in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmai(y)er tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kolm fängt Maria Seidel (*[[2. Juni]] [[1848]] †[[27. Februar]] [[1894]]), Waldbauerntochter vom Unterland in Rauris, als Kellnerin an. Bei den beiden bahnt sich eine Liebschaft an. Maria Seidl hat allerdings schon einen ledigen Sohn namens Georg Seidl (* [[7. August [[1873]] †[[25. November]] [[1928]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 pachtete Ignaz Rojacher die Rauriser Goldmine mit allen Rechten und Pflichten und begann „seinen“ Bergbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt ein Ökonomierat aus Böhmen (*[[16. November]] [[1853]] in Prag †[[24. September]] [[1944]]), kommt im amtlichen Auftrag, aufgrund seiner Studien, nach Salzburg. Es ging darum, dass das im Pinzgau gezüchtete Vieh für Böhmen besonders geeignet wäre. Im Salzburger Volksblatt las er einen Artikel über den ansehnlichen Rauriser Markt und so war seine 1. Station im salzburgerischen Rauris.&lt;br /&gt;
Ritter von Arlt reiste nach Kolm Saigurn und lernte den bekannten „Kolm Naz“ kennen. &lt;br /&gt;
Zwischen dem Rauriser und dem Prager Ökonomierat entwickelt sich ein betont freundschaftliches Verhältnis.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojacher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.10.1880 kauft Ignaz Rojacher um 4.500 Gulden den Goldbergbau (ca. Euro 300.000). Der Kaufpreis war nicht besonders hoch, doch muss man bedenken, dass er ja schon zu seiner Zeit als Pächter dem Staat das Inventar hatte ablösen müssen! Der neue Grund- und Gebäudebesitz war durchaus beachtlich: in Kolm Saigurn das Wascherhaus, das auch als Wohnhaus diente, eine eingättrige Sägemühle, eine Werksschmiede und dann die eigentliche Aufbereitungsanlage mit Pocher, mehreren Stoß- und Kehrherden und die für die Amalgamation nötige Goldmühle. Jährlich wurden im Durschnitt 12kg Gold aus der Mühle „Mühlgold“ gewonnen.&lt;br /&gt;
Mit dem Kauf des Bergwerks erwarb Rojacher auch das ärarische Gegenschreiberhaus (Alte Post, jetzt Groder in der Marktstraße). Erwähnenswert erscheint es, dass damals im Hause eine Wasserdruckleitung und englische Spülklosette eingebaut waren, welche Einrichtungen sogar glänzend funktioniert hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher nahm 1880 aber auch noch eine zweite Sache in Angriff. Er wandelte das Werkhaus in Kolm Saigurn zu einem Gasthaus mit Fremdenzimmer umund stellte hier durch Wasserkraft getrieben die erste elektrische Lichtanlage (auf 1.600m) für 15-Watt-Glühbirnen im Lande Salzburg auf. Ratschläge hierzu erhielt er von Herrn von Patt und dem Mechaniker Gruber von Lend. (Dr. Karl Arnold sagte in seinem Aufsatz über Rojacher: „Nicht in Hannover, sondern 1.600m hoch in Kolm, dem Talschluß der Rauris sah ich 1880 zum ersten Male die vollkommene elektrische Beleuchtung eines Gebäudekomplexes“.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1881 Bau einer Telefonanlage. Zu Rojachers technischen Leistungen gehört unter anderem der Bau einer Telefonleitung vom Ort Rauris bis hinauf zum Sonnblickgipfel. Sprechstellen gab es in Rauris am Postamt, bei Dr. Pelzler beim Standlwirt in Wörth, dann im Fronwirtshaus in Bucheben, beim Bodenhaus, in Kolm Saigurn und schließlich im Observatorium hoch oben am Sonnblickgipfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher und Wilhelm Ritter von Arlt reisten nach Paris zur Weltausstellung und von dort brachten sie eine Lichtmaschine mit. Diese wurde im Jahre 1882 in Kolm Saigurn montiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26.11.1883 stehen Ignaz Rojacher vulgo „Kolm Naz“ und Maria Seidel, Waldbauerntochter aus Rauris, derzeit Wirtschafterin zu Kolm, vor dem Altar zu Maria Plain um mit ihrem „JA“ den Ehebund zu besiegeln.&lt;br /&gt;
Am 27.11.1883 wurde dann vermutlich die Eheschließung in Bucheben eingetragen. &lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher und Maria haben nie eigene Kinder bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Januar 1885 schildert Rojacher in einem ausführlichen Schreiben an den Hauptausschuss des Alpenvereins die Vorzüge des 3.106m hohen Gipfels des Sonnblicks als Standpunkt einer meteorologischen Station in Verbindung mit einer Alpenvereinshütte. Zugleich erklärt er sich bereit, die bestehenden Transportanlagen zur Verfügung zu stellen und den Bau zu seiner eigenen Sache zu machen. Die Rechnung geht auf. Man erklärt sich bereit, die Kosten für die Errichtung eines Holzhauses zu übernehmen. Die österreichische Meteorologische Gesellschaft steuert die Mittel für einen Anemometer-Turm (=Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit), einer Telefonleitung sowie die wissenschaftlichen Geräte bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baubeginn war im Spätfrühjahr 1885 allerdings waren Sturm und Schneetreiben angesagt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter 1885/86 reiste Ignaz Rojacher gemeinsam mit Wilhelm Ritter von Arlt, seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens (= ein neues Aufbereitungsverfahren für den Goldbergbau). Ein gewisser Munckdell fand nach vielen Studien und Versuchen neue Wege, um Erze mit geringem Goldgehalt ausbeuten zu können. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Ritter von Arlt sofort begeisterten. &lt;br /&gt;
Erklärung: Extraktion (von lateinisch extrahere „herausziehen“) ist ein physikalisches &lt;br /&gt;
Stofftrennverfahren, bei dem mit Hilfe eines Extraktionsmittels (in diesem Falle ein Lösungsmittel, gegebenenfalls erwärmt) eine Komponente aus einem festen oder flüssigen Stoffgemisch, dem sogenannten Extraktionsgut, gelöst wird: Das Lösungsmittel zieht den in ihm besser löslichen Stoff aus dem Gemisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr sogenannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach Rauris genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885/86 im Winter stand das Holzhaus (zukünftiges Zittelhaus) fertig im Tale aufgestellt. Es wurde dann abgetragen und im Sommer 1886 Stück um Stück auf den Gipfel hinaufgeschleppt. Ende August stand der mächtige, aus Felsstücken gebaute Turm mit dem Windmeßgerät und die kleine Blockhütte für den Beobachter.&lt;br /&gt;
Info zu Dr. Zittel und Prof. Hann: Die Anregung zum Bau der Beobachtungsstation kam von Professor Dr. Julius Hann aus Wien. Rojacher griff den Plan begeistert auf und baute das Sonnblick-Haus. Es wurde bald nach Fertigstellung vom Deutsch-Österreichischen Alpenverein übernommen, dessen damaliger Präsident der Geologieprofessor Dr. Alfred Zittel in München war. Nach ihm hieß das Haus allgemein „Zittelhaus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 erwarb Ignaz Rojacher für das Gasthaus Post die Gasthauskonzession. Er besaß somit im Tale vier Gaststätten und zwar eine im Markte das Gasthaus Post, das Bodenhaus in Bucheben, das Werkhaus in Kolm Saigurn und das Zittelhaus am Sonnblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. September 1886 ist die feierliche Eröffnung der Wetterstation. Der mit Stein aufgeführte Anemometer-Turm (=Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit) ragt aus dem Gebäude. Ihm fügt sich der Holzbau (=zukünftiges Zittelhaus) an, er dient den Zwecken des Alpenvereins und enthält außerdem das Gelehrtenzimmer für wissenschaftliche Untersuchungen und den Wohnraum des Wetterwartes. Ignaz Rojacher wird durch den Kaiser mit dem Verdienstkreuz mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Jahres 1888 überschlägt Rojacher in einer Endabrechnung die Lage und bespricht mit seinem alten Freund Ritter von Arlt. Er wird das Bergwerk auflassen, dagegen das Gasthaus weiterführen und den Aufzug als Attraktion für die Fremden in Betrieb halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritter von Arlt setzte sich mit Oberbergrat Franz Posepny, einem Experten in allen Fragen des Bergbaues in Verbindung und teilte ihm die Sachlage der Grube mit. Franz Posepny wird sich um einen Interessenten umschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 übersiedelte das Postamt Rauris vom Landrichterhaus (jetzt Geschäft Tauernlamm, Marktstraße 33) in das Gegenschreiberhaus/Gasthaus Post.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher verzeichnete im Sommer 1887 beim Kolmhaus den Bau eines „Sommer-Hauses“, beginnend am 22. Juni und Fertigstellung im August&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 Das Bergwerk mit Inventar, einschließlich der Gebäude und Aufbereitungsanlagen wurden verkauft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Veräußerung des Bergbaus (1888) erwarb Ignaz Rojacher die Postmeisterstelle für das Rauriser Tal. Er kaufte das Gegenschreiberhaus im Markt (später Postgashof, jetzt im Besitz der Fam. Groder in der Marktstraße 27). Im Gebäude selbst installierte Rojacher den elektrischen Strom und das erste Telefon. (Zur Info: Nach seinem Tod am 4.1.1891 und dem Tod seiner Mutter Maria Seidl-Rojacher 27.2.1894 erbte Georg Seidl (geb. 7.8.1873 verst. 25.11.1928), der ledige Sohn von Maria das Haus, welches er 1917 an Wilhelm Ritter von Arlt verkaufte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Postverbindung und Straßenbau: Für Ignaz Rojacher war die Errichtung einer guten Fahrstraße nach Taxenbach ein besonderes Anliegen. Er richtete insbesondere in den Sommermonaten eine tägliche Postverbindung zwischen Taxenbach und Kolm Saigurn ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Krankheit hatte Rojacher einen Teil seiner Leistungskraft eingebüßt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher kann sich mit dem Verlust seiner Mine, der sein Denken und Trachten von Jugend auf galt, nicht abfinden. Im Oktober 1890 musste er seinen so hochgelobten Boden, sein Gast- und Unterkunftshaus „Bodenhaus“ verlassen, um nach Rauris in der Nähe eines Arztes zu übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Straßenbau Rauris-Taxenbach, Rauris-Embach-Lend: Rojacher war durchaus ein politisch interessierter und engagierter Mensch. Im Salzburger Landtag setzte sich besonders Hofrat Lienbacher für seine diesbezüglichen Vorschläge ein. Im Jahre 1889 wurde im Landtag der Antrag angenommen und 1892 mit dem Bau der Straße begonnen. Sie sollte 1894 fertiggestellt sein, sodass ab diesem Jahr zwei Straßen nach Rauris führten und führen; eine neue von Taxenbach ausgehend und eine alte von Lend über Embach ausgehend. &lt;br /&gt;
Der Straßenbau durch Kitzlochklamm war zu kostspielig und konnte nicht durchgedrückt werden.&lt;br /&gt;
Die Vollendung des Straßenneubaus noch zu erleben, das blieb Rojacher zu seinem großen Leidwesen leider versagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher starb am 4. Januar 1891 im Alter von 47 Jahren. Sein Grab ist am Rauriser Friedhof zu finden. Im Totenbuch der Pfarre steht: gestorben an Tuberkulose (bakterielle Infektion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau von Rojacher Maria geb. Seidl starb mit 46 Jahren am 27.2.1894 an einer Bruchoperation im St. Johannsspital in Salzburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357556</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T13:12:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; vulgo &amp;quot;Kolm Naz&amp;quot; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Goldbergwerk-Besitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], Erbauer einer elektrischen Telefonanlage, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das Bodenhaus und den Gasthof Post in Rauris) mit Unterkünften und wurde Pionier in Sachen Fremdenverkehr, Erbauer Zittelhaus und Observatorium, Erwerber der Postmeisterstelle, Errichter einer Postverbindung bzw. Straßenbau-Anreger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthlehen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]). Geheiratet am 24.11.1840 in Rauris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmaier / Richard Ignaz Pfarrmayer in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kolm fängt Maria Seidel (*[[2. Juni]] [[1848]] †[[27. Februar]] [[1894]]), Waldbauerntochter vom Unterland in Rauris, als Kellnerin an. Bei den beiden bahnt sich eine Liebschaft an. Maria Seidl hat allerdings schon einen ledigen Sohn namens Georg Seidl (* [[7. August [[1873]] †[[25. November]] [[1928]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 pachtete Ignaz Rojacher die Rauriser Goldmine mit allen Rechten und Pflichten und begann „seinen“ Bergbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt ein Ökonomierat aus Böhmen (*[[16. November]] [[1853]] in Prag †[[24. September]] [[1944]]), kommt im amtlichen Auftrag, aufgrund seiner Studien, nach Salzburg. Es ging darum, dass das im Pinzgau gezüchtete Vieh für Böhmen besonders geeignet wäre. Im Salzburger Volksblatt las er einen Artikel über den ansehnlichen Rauriser Markt und so war seine 1. Station im salzburgerischen Rauris.&lt;br /&gt;
Ritter von Arlt reiste nach Kolm Saigurn und lernte den bekannten „Kolm Naz“ kennen. &lt;br /&gt;
Zwischen dem Rauriser und dem Prager Ökonomierat entwickelt sich ein betont freundschaftliches Verhältnis.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.10.1880 kauft Ignaz Rojacher um 4.500 Gulden den Goldbergbau (ca. Euro 300.000). Der Kaufpreis war nicht besonders hoch, doch muss man bedenken, dass er ja schon zu seiner Zeit als Pächter dem Staat das Inventar hatte ablösen müssen! Der neue Grund- und Gebäudebesitz war durchaus beachtlich: in Kolm Saigurn das Wascherhaus, das auch als Wohnhaus diente, eine eingättrige Sägemühle, eine Werksschmiede und dann die eigentliche Aufbereitungsanlage mit Pocher, mehreren Stoß- und Kehrherden und die für die Amalgamation nötige Goldmühle. Jährlich wurden im Durschnitt 12kg Gold aus der Mühle „Mühlgold“ gewonnen.&lt;br /&gt;
Mit dem Kauf des Bergwerks erwarb Rojacher auch das ärarische Gegenschreiberhaus (Alte Post, jetzt Groder in der Marktstraße). Erwähnenswert erscheint es, dass damals im Hause eine Wasserdruckleitung und englische Spülklosette eingebaut waren, welche Einrichtungen sogar glänzend funktioniert hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26.11.1883 stehen Ignaz Rojacher vulgo „Kolm Naz“ und Maria Seidel, Waldbauerntochter aus Rauris, derzeit Wirtschafterin zu Kolm, vor dem Altar zu Maria Plain um mit ihrem „JA“ den Ehebund zu besiegeln.&lt;br /&gt;
Am 27.11.1883 wurde dann vermutlich die Eheschließung in Bucheben eingetragen. &lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher und Maria haben nie eigene Kinder bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357553</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T13:10:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; vulgo &amp;quot;Kolm Naz&amp;quot; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Goldbergwerk-Besitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], Erbauer einer elektrischen Telefonanlage, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das Bodenhaus und den Gasthof Post in Rauris) mit Unterkünften und wurde Pionier in Sachen Fremdenverkehr, Erbauer Zittelhaus und Observatorium, Erwerber der Postmeisterstelle, Errichter einer Postverbindung bzw. Straßenbau-Anreger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthlehen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]). Geheiratet am 24.11.1840 in Rauris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmaier / Richard Ignaz Pfarrmayer in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kolm fängt Maria Seidel (*[[2. Juni]] [[1848]] †[[27. Februar]] [[1894]]), Waldbauerntochter vom Unterland in Rauris, als Kellnerin an. Bei den beiden bahnt sich eine Liebschaft an. Maria Seidl hat allerdings schon einen ledigen Sohn namens Georg Seidl (*[[7. August [[1873]] †[[25. November]] [[1928]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 pachtete Ignaz Rojacher die Rauriser Goldmine mit allen Rechten und Pflichten und begann „seinen“ Bergbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt ein Ökonomierat aus Böhmen (*[[16. November]] [[1853]] in Prag †[[24. September]] [[1944]]), kommt im amtlichen Auftrag, aufgrund seiner Studien, nach Salzburg. Es ging darum, dass das im Pinzgau gezüchtete Vieh für Böhmen besonders geeignet wäre. Im Salzburger Volksblatt las er einen Artikel über den ansehnlichen Rauriser Markt und so war seine 1. Station im salzburgerischen Rauris.&lt;br /&gt;
Ritter von Arlt reiste nach Kolm Saigurn und lernte den bekannten „Kolm Naz“ kennen. &lt;br /&gt;
Zwischen dem Rauriser und dem Prager Ökonomierat entwickelt sich ein betont freundschaftliches Verhältnis.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.10.1880 kauft Ignaz Rojacher um 4.500 Gulden den Goldbergbau (ca. Euro 300.000). Der Kaufpreis war nicht besonders hoch, doch muss man bedenken, dass er ja schon zu seiner Zeit als Pächter dem Staat das Inventar hatte ablösen müssen! Der neue Grund- und Gebäudebesitz war durchaus beachtlich: in Kolm Saigurn das Wascherhaus, das auch als Wohnhaus diente, eine eingättrige Sägemühle, eine Werksschmiede und dann die eigentliche Aufbereitungsanlage mit Pocher, mehreren Stoß- und Kehrherden und die für die Amalgamation nötige Goldmühle. Jährlich wurden im Durschnitt 12kg Gold aus der Mühle „Mühlgold“ gewonnen.&lt;br /&gt;
Mit dem Kauf des Bergwerks erwarb Rojacher auch das ärarische Gegenschreiberhaus (Alte Post, jetzt Groder in der Marktstraße). Erwähnenswert erscheint es, dass damals im Hause eine Wasserdruckleitung und englische Spülklosette eingebaut waren, welche Einrichtungen sogar glänzend funktioniert hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26.11.1883 stehen Ignaz Rojacher vulgo „Kolm Naz“ und Maria Seidel, Waldbauerntochter aus Rauris, derzeit Wirtschafterin zu Kolm, vor dem Altar zu Maria Plain um mit ihrem „JA“ den Ehebund zu besiegeln.&lt;br /&gt;
Am 27.11.1883 wurde dann vermutlich die Eheschließung in Bucheben eingetragen. &lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher und Maria haben nie eigene Kinder bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357550</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T13:08:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; vulgo &amp;quot;Kolm Naz&amp;quot; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Goldbergwerk-Besitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], Erbauer einer elektrischen Telefonanlage, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das Bodenhaus und den Gasthof Post in Rauris) mit Unterkünften und wurde Pionier in Sachen Fremdenverkehr, Erbauer Zittelhaus und Observatorium, Erwerber der Postmeisterstelle, Errichter einer Postverbindung bzw. Straßenbau-Anreger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthlehen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]). Geheiratet am 24.11.1840 in Rauris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmaier / Richard Ignaz Pfarrmayer in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kolm fängt Maria Seidel (*[[2. Juni]] [[1848]] †[[27. Februar]] [[1894]], Waldbauerntochter vom Unterland in Rauris, als Kellnerin an. Bei den beiden bahnt sich eine Liebschaft an. Maria Seidl hat allerdings schon einen ledigen Sohn namens Georg Seidl (*[[7. August [[1873]] †[[25. November]] [[1928]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 pachtete Ignaz Rojacher die Rauriser Goldmine mit allen Rechten und Pflichten und begann „seinen“ Bergbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt ein Ökonomierat aus Böhmen (*[[16. November]] [[1853]] in Prag †[[24. September [[1944]]), kommt im amtlichen Auftrag, aufgrund seiner Studien, nach Salzburg. Es ging darum, dass das im Pinzgau gezüchtete Vieh für Böhmen besonders geeignet wäre. Im Salzburger Volksblatt las er einen Artikel über den ansehnlichen Rauriser Markt und so war seine 1. Station im salzburgerischen Rauris.&lt;br /&gt;
Ritter von Arlt reiste nach Kolm Saigurn und lernte den bekannten „Kolm Naz“ kennen. &lt;br /&gt;
Zwischen dem Rauriser und dem Prager Ökonomierat entwickelt sich ein betont freundschaftliches Verhältnis.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.10.1880 kauft Ignaz Rojacher um 4.500 Gulden den Goldbergbau (ca. Euro 300.000). Der Kaufpreis war nicht besonders hoch, doch muss man bedenken, dass er ja schon zu seiner Zeit als Pächter dem Staat das Inventar hatte ablösen müssen! Der neue Grund- und Gebäudebesitz war durchaus beachtlich: in Kolm Saigurn das Wascherhaus, das auch als Wohnhaus diente, eine eingättrige Sägemühle, eine Werksschmiede und dann die eigentliche Aufbereitungsanlage mit Pocher, mehreren Stoß- und Kehrherden und die für die Amalgamation nötige Goldmühle. Jährlich wurden im Durschnitt 12kg Gold aus der Mühle „Mühlgold“ gewonnen.&lt;br /&gt;
Mit dem Kauf des Bergwerks erwarb Rojacher auch das ärarische Gegenschreiberhaus (Alte Post, jetzt Groder in der Marktstraße). Erwähnenswert erscheint es, dass damals im Hause eine Wasserdruckleitung und englische Spülklosette eingebaut waren, welche Einrichtungen sogar glänzend funktioniert hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26.11.1883 stehen Ignaz Rojacher vulgo „Kolm Naz“ und Maria Seidel, Waldbauerntochter aus Rauris, derzeit Wirtschafterin zu Kolm, vor dem Altar zu Maria Plain um mit ihrem „JA“ den Ehebund zu besiegeln.&lt;br /&gt;
Am 27.11.1883 wurde dann vermutlich die Eheschließung in Bucheben eingetragen. &lt;br /&gt;
Ignaz Rojacher und Maria haben nie eigene Kinder bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357547</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:59:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Goldbergwerk-Besitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], Erbauer einer elektrischen Telefonanlage, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das Bodenhaus und den Gasthof Post in Rauris) mit Unterkünften und wurde Pionier in Sachen Fremdenverkehr, Erbauer Zittelhaus und Observatorium, Erwerber der Postmeisterstelle, Errichter einer Postverbindung bzw. Straßenbau-Anreger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthlehen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmaier / Richard Ignaz Pfarrmayer in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357544</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:59:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Goldbergwerk-Besitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], Erbauer einer elektrischen Telefonanlage, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das Bodenhaus und den Gasthof Post in Rauris) mit Unterkünften und wurde Pionier in Sachen Fremdenverkehr, Erbauer Zittelhaus und Observatorium, Erwerber der Postmeisterstelle, Errichter einer Postverbindung bzw. Straßenbau-Anreger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthlehen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmaier / Richard Ignaz Pfarrmayer in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wilhelm_Ritter_von_Arlt&amp;diff=1357541</id>
		<title>Wilhelm Ritter von Arlt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wilhelm_Ritter_von_Arlt&amp;diff=1357541"/>
		<updated>2020-03-27T12:50:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wilhelm Ritter von Arlt&#039;&#039;&#039; (* [[16. November]] [[1853]] in Prag/St. Albert; † [[24. September]] [[1944]] in [[Rauris]]) studierter Agronom, Ökonomierat, Realitätenbesitzer, Skipionier und Alpenverein-Gründer Sektion A-5661 Rauris.&lt;br /&gt;
Er war Freund, Mentor und Mäzen [[Ignaz Rojacher]]s und Pionier im [[Raurisertal]]. Er ist [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben ==&lt;br /&gt;
===Kindheit und Jugend===&lt;br /&gt;
Wilhelm Josef Michael Ritter von Arlt wurde als jüngstes von acht Kindern von Maria Theresia von Arlt und Prof. Dr. Friedrich Ritter von Arlt in Prag geboren. Die Schulausbildung genoss er in Wien, wo sein Vater Dr. Ferdinand von Arlt eine augenärztliche Professur an der medizinischen Fakultät der Universität Wien innehatte. Nach Absolvierung des Realgymnasiums studierte der junge Mann mehrere Semester Chemie, Landwirtschaft und bekundete auch Interesse für Bergmannsfächer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privat ===&lt;br /&gt;
[[1878]] pachtete Arlt den Meierhof Libesnitz in der Nähe von Prag und gründete dort auch eine Familie. Wilhem von Arlt war ein fortschrittlicher, offener und innovativer Geist. Als Agrarfachmann erkannte er auch den Wert der [[Pinzgauer Rind|Pinzgauer Rinderrasse]] und führte sie im damaligen [[Böhmen]] ein, wo sie einmal weit verbreitet und geschätzt war. So ermöglichter den Rauriser Bauern einen Absatz ihrer Rinder in Böhmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm von Arlt war verheiratet und hatte zwei Söhne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlt wurde wegen seiner Verdienste um den Ort zum Ehrenbürger von Rauris ernannt. Er hatte sich bereits 1893 dauerhaft in Rauris niedergelassen. Er kaufte das ehemalige Landes- und Berggerichtsgebäude und erwarb auch mehrere Almen im hinteren Hüttwinkltal. Im hohen Alter von 91 Jahren verstarb Wilhelm Ritter von Arlt am 24.9.1944 und wurde in Rauris begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle PiN|15. Jänner 2015, ein Beitrag von [[Siegfried Kopp]], [[Talmuseum Rauris]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sein Enkel, Dr. Ernst Arlt, lebt in Rauris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rauris ==&lt;br /&gt;
=== Wahlheimat aus Leidenschaft===&lt;br /&gt;
Aus Bergleidenschaft kam er [[1876]] das erste Mal nach [[Rauris]]. Viele weitere Besuche folgten. [[1893]] übersiedelte er ganz dorthin und kaufte das so genannte &#039;&#039;Landrichterhaus&#039;&#039; und einige andere Liegenschaften. Auch die [[Grieswiesalm]] in [[Kolm-Saigurn]], heute wegen des jährlichen Auftriebes der [[Noriker Pferd|Norikerhengst]]e über das Tal hinaus bekannt, war in seinem Besitz. [[1913]] verkaufte er sie an die [[Pinzgauer Pferdezuchtgenossenschaft]], da ihm daran gelegen war die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im Raurisertal zu fördern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goldbergbau ===&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit wurde im hinteren [[Hüttwinkltal]] noch [[Goldbergbau]] betrieben. Der österreichische Staat plante damals, den Goldbergbau aufzulassen, weil dieser nicht mehr kostendeckend war, und verpachtete ihn 1876 an den einheimischen Hutmann Ignaz Rojacher. Von dessen Persönlichkeit war Arlt beeindruckt, die beiden entwickelten rasch eine innige Freundschaft zueinander. Er wurde zum Freund, Mentor und Mäzen von Ignaz Rojacher. Gemeinsam setzten sie viele neue Projekte um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderen Anteil nahm er am Goldbaubetrieb in Kolm-Saigurn. Er unterstützte seinen Freund Ignaz Rojacher finanziell. Dadurch konnte dieser [[1880]] den Bergbaubetrieb endgültig kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skipionier aus Rauris ===&lt;br /&gt;
Um den Ertrag im Goldbergbau zu steigern suchte Rojacher immer wieder nach neuen Verfahren. Aus diesem Grunde fuhr er im Winter 1885/86 nach Falun in Schweden, um die dortigen Methoden bei der Eisenverarbeitung kennenzulernen. Dabei wurde er von Wilhelm Ritter von Arlt begleitet. In Schweden sahen sie Menschen mit „Holzbrettern“ herumlaufen. Besonders Arlt interessierte sich für diese neue Fortbewegungsart und nahm sich ein Paar der Holzbretter nach Rauris mit – der Beginn des Skilaufs im Jahr 1886 in Rauris war gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde auf dem Sonnblick, auf 3&amp;amp;nbsp;106 [[m ü. A.|Meter Höhe]], die noch heute bestehende [[Observatorium Sonnblick|Wetterwarte]] erbaut. Der Bau konnte nur durch die Tatkraft Rojachers und seiner Bergarbeiter vollzogen werden. Rojacher konnte auch hier mit der Hilfe seines Freundes Wilhelm Ritter von Arlt rechnen. Dieser [[Erstbesteigungen von Bergen im Land Salzburg#Erstbegehungen|durchstieg]] im Sommer [[1887]] die Sonnblick-Nordwand, um eine Trasse für eine Telefonleitung zum Sonnblick zu finden. Diese Erstbesteigung beschreibt Arlt im Sonnblick-Jahresbericht 1926.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlt hatte also 1886 die Skier in Schweden kennengelernt, er versuchte danach autodidaktisch, sich die Beherrschung dieser Geräte auf den Hängen des Sonnblicks beizubringen. Zu dieser Zeit war das „Knappenross“ das beliebteste Wintersportgerät im Rauriser Tal. Dieses ähnelte in seiner Gestalt ein wenig dem heutigen Snowboard, aber man saß darauf. Mündlich überliefert ist die Geschichte von einer Wettfahrt zwischen Rojacher auf dem Knappenross und Arlt mit Skiern. Der geübte Knappenrossfahrer konnte den noch relativ unerfahrenen Skifahrer schlagen. Arlt freundete sich mit den Skiern aber immer mehr an und am [[5. Februar]] [[1894]] gelang es ihm, damit vom Sonnblick nach Kolm-Saigurn in 32 Minuten abzufahren. Ein Jahr später benötigte er für dieselbe Strecke nur mehr 15 Minuten. Wilhelm Ritter von Arlt ist damit wahrscheinlich der Erste, der mit Skiern in Österreich von einem Dreitausender abfuhr. Zu bedenken ist dabei, dass die Skier damals keine Kanten hatten und man trug Lederschuhe mit Riemenbindung. [[1937]] organisierte er das erste [[Skirennen am Hohen Sonnblick]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren führte Arlt viele Skitouren auf die Dreitausender der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] durch ([[Schareck]], [[Hocharn]], [[Johannisberg]], [[Großes Wiesbachhorn]] u. a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pionier als Bergsteiger ===&lt;br /&gt;
Arlt war auch ein begeisterter und hervorragender Bergsteiger - er hat im Alleingang [[1886]] erstmals die Nordwand des [[Hoher Sonnblick|Sonnblicks]] bezwungen – und er war ein Pionier des Skisports und Begründer der [[Österreichischer Alpenverein Sektion Rauris|Sektion Rauris]] des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]]. Wilhelm Ritter von Arlt wurde Vorsitzender der am [[26. August]] [[1896]] konstituierten Sektion des Alpenvereins. [[1899]] ließ er zu Ehren Ignaz Rojachers, der [[1891]] im Alter von nur 47 Jahren verstorben war, die [[Rojacherhütte]] (2&amp;amp;nbsp;700 m ü. A.) errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse Arlts für den Skisport zeigt auch die Tatsache, dass er bereits im März 1902 einen Skikurs für Bergführer in Kolm-Saigurn abhielt. Bis [[1917]] war er 1. Vorsitzender der Sektion Rauris des Alpenvereins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wilhelm Ritter von Arlt und Ignaz Rojacher==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arlt und Rojacher - zwei kongeniale Partner===&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt und Ignaz Rojacher waren kongeniale Partner. Ihr Zusammentreffen war ein Glücksfall. Arlts Herkunftsfamilie war gebildet und gut situiert und Wilhelm selbst war Akademiker. Rojacher kam aus einfachsten Verhältnissen und verfügte nur über eine mangelhafte Schulbildung. Arlt erkannte und schätzte dennoch Talent und Fähigkeiten Rojachers. Er wurde sein Berater, Förderer und Mäzen. Arlt und Rojacher wurden im Laufe ihrer Zusammenarbeit auch zu Freunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsame Reisen und Innovationen im Goldbergbau===&lt;br /&gt;
Arlt und Rojacher machten gemeinsame Reisen nach Paris, Schweden, Italien und Russland, um Innovationen im [[Goldbergbau]] kennen zu lernen und im [[Hüttwinkltal]] umzusetzen. Er hat im Bereich des [[Bergbau]]s u.a. auch die Erbauung der Brems- und Horizontalbahn auf den [[Radhausberg]] angeregt, deren Überreste im Gelände heute noch zu finden sind. Auf diese Weise kam Kolm-Saigurn [[1882]] auch zu elektrischem Licht, als weder Wien noch [[Salzburg]] elektrifiziert waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Bau des Sonnblick-Observatoriums===&lt;br /&gt;
Neben der Förderung und Modernisierung des Goldbergbaues, wurde das [[Observatorium Sonnblick]] errichtet. Diese Wetterbeobachtungsstation, das so genannte [[Zittelhaus]], wurde später mehrmals erweitert und modernisiert und hat bis heute seine Bedeutung. Arlt und Rojacher, der [[1891]] verstarb, haben durch ihr Zusammenwirken in ihrer gemeinsamen Zeit in Rauris die Entwicklung im Ort, im Tal und darüber hinaus mitgestaltet. Sie waren echte Pioniere und sollten nicht in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*Wanderkarte 1:50 000, Gasteinertal, Wagrain, Grossarltal, freytag &amp;amp; berndt WK 191, Wien&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]] &#039;&#039;Unterpinzgau. Zell am See, Taxenbach, Rauris. Geschichtlich und heimatkundlich beschrieben&#039;&#039;. Hollersbach im Pinzgau (Selbstverlag) 1960&lt;br /&gt;
* [[Schatztruhe]] in den [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 13. März 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Arlt, Wilhelm Ritter von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Alpinismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatperson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wintersport (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg Pioniere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357538</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:49:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Goldbergwerk-Besitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], Erbauer einer elektrischen Telefonanlage, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das Bodenhaus und den Gasthof Post in Rauris) mit Unterkünften und wurde Pionier in Sachen Fremdenverkehr, Erbauer Zittelhaus und Observatorium, Erwerber der Postmeisterstelle, Errichter einer Postverbindung bzw. Straßenbau-Anreger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmaier / Richard Ignaz Pfarrmayer in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357535</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:48:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Goldbergwerk-Besitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], Erbauer einer elektrischen Telefonanlage, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das Bodenhaus und den Gasthof Post in Rauris) mit Unterkünften und wurde Pionier in Sachen Fremdenverkehr, Erbauer Zittelhaus und Observatorium, Erwerber der Postmeisterstelle, Errichter einer Postverbindung bzw. Straßenbau-Anreger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmai(y)er in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357532</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:47:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Goldbergwerk-Besitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], Erbauer einer elektrischen Telefonanlage, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das Bodenhaus und den Gasthof Post in Rauris) mit Unterkünften und wurde Pionier in Sachen Fremdenverkehr, Erbauer Zittelhaus und Observatorium, Erwerber der Postmeisterstelle, Errichter einer Postverbindung bzw. Straßenbau-Anreger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmai(y)er in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357529</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:45:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Bergwerksbesitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris). Es stammen 9 Kinder aus dieser Ehe. Der jüngste war der Ignaz geboren 1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Zimmermann in Goldbergbau/Kolm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reisnerhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmai(y)er in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357526</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357526"/>
		<updated>2020-03-27T12:42:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Bergwerksbesitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher (*[[1790]] †[[3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reiserhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmai(y)er in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357523</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:41:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Bergwerksbesitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher [[*1790]] [[†3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reiserhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmai(y)er in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357520</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:41:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Bergwerksbesitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai 1817]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher [[*1790]] [[†3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reiserhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmai(y)er in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357517</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:40:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Bergwerksbesitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai 1817]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [[1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher [[*1790]] [[†3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
1847 kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl. &lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von 1850-1856 die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von 1853-1855 beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwalter (=auch Verweser genannt) vom Goldbergbau unterstützte die Rojachers wo immer er konnte und so begann Ignaz Rojacher jun. im Jahre 1856 im Alter von 12,5 Jahren als Truchenläufer im Stollen. Die Arbeit war freilich nicht leicht und so musste er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit den Goldberg nach einem Jahr wieder verlassen. Er lebte dann wieder bei seinen Eltern im Reisnerhäusl.&lt;br /&gt;
1857 begann Nazl eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo „Streanfärbermichl“, diese war mit 17 Jahren zu Ende, danach verblieb er noch 2 Jahre (bis 1863) als Geselle – auch dies hat der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.&lt;br /&gt;
Am [[26. Oktober]] [[1859]] starb Ignaz Rojacher sen. Der kleine Nazl verlor also mit 15,5 Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder verdienen und seine Mutter erhalten.&lt;br /&gt;
1860 erbte Ignaz Rojacher jung vulgo Kolm-Naz das Reiserhaus von seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 mit 19 Jahren übernimmt Ignaz Rojacher jun. die Leitung der Werktischlerei beim Goldbergbau. Er war für die Instandhaltung der Seilbahn, das Auszimmern neu vorgetriebener Stollen und das Instandhalten des bestehenden Stollenzimmerwerks und verschiedene andere Arbeiten verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 hat soeben Rojacher das 26. Lebensjahr überschritten und übernahm das Amt des Waschhutmannes. Er führte nun die Aufsicht über die Aufbereitung, angefangen beim Pochen der Erze, Schlämmen (=Waschen), der Erze über die Herde und in den Setzkästen bis hin zu heiklen Amalgamation (=Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen durch Lösen in Quecksilber), die als letzte Stufe der technischen Vorgänge die berühmten Goldkugeln hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[3. April]] [[1871]] wird Richard Ignaz Pfarrmai(y)er in Sagritz/Döllach/Kärnten als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn vom berühmten Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste der berühmte Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach um dem Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „Jaga Naz“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der Kolm Naz und Sohn Jaga Naz am selben Tag den 3. April Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmai(y)er ist am 20.12.1830 in Stall-Döllach/Kärnten geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357514</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357514"/>
		<updated>2020-03-27T12:34:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Bergwerksbesitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai 1817]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am *[[3. April]] [1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher [[*1790]] [[†3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
[[1847]] kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl &lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von [[1850]] bis [[1856]] die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von [[1853]] -[[1855]] beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann. Von [[1856]] an war er als Truhenläufer, Werkzimmermann und schließlich als provisorischer Waschhutmann im Goldbergwerk in [[Kolm-Saigurn]] tätig. [[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357511</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:34:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Bergwerksbesitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai 1817]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[3. April]] [1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher [[*1790]] [[†3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis 1847 inne.&lt;br /&gt;
[[1847]] kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl &lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von [[1850]] bis [[1856]] die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von [[1853]] -[[1855]] beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann. Von [[1856]] an war er als Truhenläufer, Werkzimmermann und schließlich als provisorischer Waschhutmann im Goldbergwerk in [[Kolm-Saigurn]] tätig. [[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Ignaz_Rojacher&amp;diff=1357508</id>
		<title>Ignaz Rojacher</title>
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		<updated>2020-03-27T12:32:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ignaz Rojacher&#039;&#039;&#039; (* [[3. April]] [[1844]] im Gaißbachtal bei [[Rauris]]; † [[4. Jänner]] [[1891]]) war Bergwerksbesitzer und Erbauer des [[Observatorium Sonnblick|Observatoriums]] auf dem [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblick]] im [[Raurisertal]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen/Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher geborene Schattauer (Bauerntochter Orthelhen/Vorstand/Rauris)&lt;br /&gt;
Seine Eltern Ignaz Rojacher sen. (*[[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1847]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]).&lt;br /&gt;
[[1837]] kauften sich Ignaz Rojacher sen. und Anna Rojacher das Obersäghäusl im Gaisbachtal. Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann.&lt;br /&gt;
Am [[3. April]] [1844]] wurde Ignaz Rojacher jun. vulgo Kolm Naz im Obersäghäusl als einziges Kind geboren.&lt;br /&gt;
Taufpatin war die Brücklwirtin Elisabeth Rasser und Hebamme Maria Rojacher [[*1790]] [[†3. Mai]] [[1864]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Erdrusch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom Nazerl nicht imstande waren es wieder wohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben bzw. tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis [[1847]] inne.&lt;br /&gt;
[[1847]] kaufte/tauschte Ignaz Rojacher sen. mit seiner Frau Anna das Reisnerhäusl &lt;br /&gt;
Ignaz jun. besuchte von [[1850]] bis [[1856]] die Volksschule in Rauris und lebte zeitweise bei seiner Taufpatin die Brücklwirtin Elisabeth Rasser, also im Gebäudekomplex des „Brücklwirts“. Dort musste er als Ziegenhirte mithelfen und versäumte manchmal die Schule. Trotzdem zählte in Lehrer Donat zu seinen besten Schülern! Ignaz jun. arbeitete zwei Jahre von [[1853]] -[[1855]] beim Brücklwirt als Ziegenhirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater Ignaz Rojacher sen. war Bergzimmermann. Von [[1856]] an war er als Truhenläufer, Werkzimmermann und schließlich als provisorischer Waschhutmann im Goldbergwerk in [[Kolm-Saigurn]] tätig. [[1876]] wird er dann Pächter des [[Goldbergbau]]es und [[1880]] schließlich kauft er den Goldbergbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die [[Salzburg auf Weltausstellungen|Weltausstellung]] in Paris, Frankreich, und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den [[Ostalpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der &#039;&#039;Hohen Tauern&#039;&#039;, dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei Kolm Saigurn, am Ende des Raurisertales befanden. Also direkt am Fuß des &#039;&#039;Hohen Sonnblicks&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1881]] errichtet er bereits einer Telefonanlage.  [[1885]]/[[1886|86]] reiste er gemeinsam mit [[Wilhelm Ritter von Arlt]], seinem Freund und Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr so genannte &amp;quot;Schneebretter&amp;quot; mit nach [[Rauris]] genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies Rojacher und bot seine Dienste an. Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten.  [[1886]] beginnt er mit dem Bau der Wetterwarte auf dem Sonnblickgipfel. Dafür erhält er wir der  durch den [[Kaiser Franz Joseph I.]] mit dem Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kolm-Naz&#039;&#039;, wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als &#039;&#039;Truchenläufer&#039;&#039; im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet. Ignaz Rojacher starb 1891 im Alter von 46 Jahren. Wilhelm Ritter von Arlt ließ zu Ehren Rojachers [[1899]] die [[Rojacherhütte]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1227076070635908&amp;amp;set=g.200164147007454&amp;amp;type=1&amp;amp;theater Facebook &amp;quot;Historischer Pinzgau&amp;quot;, Bild von Ignaz Rojacher]&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [http://rauris.net/skilauf/58,0,ignaz-rojacher,index,0.html Schilauf in Rauris] und [http://www.echoonline.at/echo/salzburg/zeitgeschichte.php?we_objectID=2077 Im Tal des Goldes] bei einer Kontrolle am 3. September 2018 nicht mehr vorhanden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Rojacher, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohe Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wilhelm_Ritter_von_Arlt&amp;diff=1357505</id>
		<title>Wilhelm Ritter von Arlt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wilhelm_Ritter_von_Arlt&amp;diff=1357505"/>
		<updated>2020-03-27T12:19:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wilhelm Josef Michael Ritter von Arlt&#039;&#039;&#039; (* [[16. November]] [[1853]] in Prag/St. Albert; † [[24. September]] [[1944]] in [[Rauris]]) studierter Agronom, Ökonomierat, Realitätenbesitzer, Skipionier und Alpenverein-Gründer Sektion A-5661 Rauris.&lt;br /&gt;
Er war Freund, Mentor und Mäzen [[Ignaz Rojacher]]s und Pionier im [[Raurisertal]]. Er ist [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben ==&lt;br /&gt;
===Kindheit und Jugend===&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt wurde als jüngstes von acht Kindern von Maria Theresia von Arlt und Prof. Dr. Friedrich Ritter von Arlt in Prag geboren. Die Schulausbildung genoss er in Wien, wo sein Vater Dr. Ferdinand von Arlt eine augenärztliche Professur an der medizinischen Fakultät der Universität Wien innehatte. Nach Absolvierung des Realgymnasiums studierte der junge Mann mehrere Semester Chemie, Landwirtschaft und bekundete auch Interesse für Bergmannsfächer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privat ===&lt;br /&gt;
[[1878]] pachtete Arlt den Meierhof Libesnitz in der Nähe von Prag und gründete dort auch eine Familie. Wilhem von Arlt war ein fortschrittlicher, offener und innovativer Geist. Als Agrarfachmann erkannte er auch den Wert der [[Pinzgauer Rind|Pinzgauer Rinderrasse]] und führte sie im damaligen [[Böhmen]] ein, wo sie einmal weit verbreitet und geschätzt war. So ermöglichter den Rauriser Bauern einen Absatz ihrer Rinder in Böhmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm von Arlt war verheiratet und hatte zwei Söhne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlt wurde wegen seiner Verdienste um den Ort zum Ehrenbürger von Rauris ernannt. Er hatte sich bereits 1893 dauerhaft in Rauris niedergelassen. Er kaufte das ehemalige Landes- und Berggerichtsgebäude und erwarb auch mehrere Almen im hinteren Hüttwinkltal. Im hohen Alter von 91 Jahren verstarb Wilhelm Ritter von Arlt am 24.9.1944 und wurde in Rauris begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle PiN|15. Jänner 2015, ein Beitrag von [[Siegfried Kopp]], [[Talmuseum Rauris]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sein Enkel, Dr. Ernst Arlt, lebt in Rauris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rauris ==&lt;br /&gt;
=== Wahlheimat aus Leidenschaft===&lt;br /&gt;
Aus Bergleidenschaft kam er [[1876]] das erste Mal nach [[Rauris]]. Viele weitere Besuche folgten. [[1893]] übersiedelte er ganz dorthin und kaufte das so genannte &#039;&#039;Landrichterhaus&#039;&#039; und einige andere Liegenschaften. Auch die [[Grieswiesalm]] in [[Kolm-Saigurn]], heute wegen des jährlichen Auftriebes der [[Noriker Pferd|Norikerhengst]]e über das Tal hinaus bekannt, war in seinem Besitz. [[1913]] verkaufte er sie an die [[Pinzgauer Pferdezuchtgenossenschaft]], da ihm daran gelegen war die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im Raurisertal zu fördern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goldbergbau ===&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit wurde im hinteren [[Hüttwinkltal]] noch [[Goldbergbau]] betrieben. Der österreichische Staat plante damals, den Goldbergbau aufzulassen, weil dieser nicht mehr kostendeckend war, und verpachtete ihn 1876 an den einheimischen Hutmann Ignaz Rojacher. Von dessen Persönlichkeit war Arlt beeindruckt, die beiden entwickelten rasch eine innige Freundschaft zueinander. Er wurde zum Freund, Mentor und Mäzen von Ignaz Rojacher. Gemeinsam setzten sie viele neue Projekte um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderen Anteil nahm er am Goldbaubetrieb in Kolm-Saigurn. Er unterstützte seinen Freund Ignaz Rojacher finanziell. Dadurch konnte dieser [[1880]] den Bergbaubetrieb endgültig kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skipionier aus Rauris ===&lt;br /&gt;
Um den Ertrag im Goldbergbau zu steigern suchte Rojacher immer wieder nach neuen Verfahren. Aus diesem Grunde fuhr er im Winter 1885/86 nach Falun in Schweden, um die dortigen Methoden bei der Eisenverarbeitung kennenzulernen. Dabei wurde er von Wilhelm Ritter von Arlt begleitet. In Schweden sahen sie Menschen mit „Holzbrettern“ herumlaufen. Besonders Arlt interessierte sich für diese neue Fortbewegungsart und nahm sich ein Paar der Holzbretter nach Rauris mit – der Beginn des Skilaufs im Jahr 1886 in Rauris war gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde auf dem Sonnblick, auf 3&amp;amp;nbsp;106 [[m ü. A.|Meter Höhe]], die noch heute bestehende [[Observatorium Sonnblick|Wetterwarte]] erbaut. Der Bau konnte nur durch die Tatkraft Rojachers und seiner Bergarbeiter vollzogen werden. Rojacher konnte auch hier mit der Hilfe seines Freundes Wilhelm Ritter von Arlt rechnen. Dieser [[Erstbesteigungen von Bergen im Land Salzburg#Erstbegehungen|durchstieg]] im Sommer [[1887]] die Sonnblick-Nordwand, um eine Trasse für eine Telefonleitung zum Sonnblick zu finden. Diese Erstbesteigung beschreibt Arlt im Sonnblick-Jahresbericht 1926.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlt hatte also 1886 die Skier in Schweden kennengelernt, er versuchte danach autodidaktisch, sich die Beherrschung dieser Geräte auf den Hängen des Sonnblicks beizubringen. Zu dieser Zeit war das „Knappenross“ das beliebteste Wintersportgerät im Rauriser Tal. Dieses ähnelte in seiner Gestalt ein wenig dem heutigen Snowboard, aber man saß darauf. Mündlich überliefert ist die Geschichte von einer Wettfahrt zwischen Rojacher auf dem Knappenross und Arlt mit Skiern. Der geübte Knappenrossfahrer konnte den noch relativ unerfahrenen Skifahrer schlagen. Arlt freundete sich mit den Skiern aber immer mehr an und am [[5. Februar]] [[1894]] gelang es ihm, damit vom Sonnblick nach Kolm-Saigurn in 32 Minuten abzufahren. Ein Jahr später benötigte er für dieselbe Strecke nur mehr 15 Minuten. Wilhelm Ritter von Arlt ist damit wahrscheinlich der Erste, der mit Skiern in Österreich von einem Dreitausender abfuhr. Zu bedenken ist dabei, dass die Skier damals keine Kanten hatten und man trug Lederschuhe mit Riemenbindung. [[1937]] organisierte er das erste [[Skirennen am Hohen Sonnblick]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren führte Arlt viele Skitouren auf die Dreitausender der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] durch ([[Schareck]], [[Hocharn]], [[Johannisberg]], [[Großes Wiesbachhorn]] u. a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pionier als Bergsteiger ===&lt;br /&gt;
Arlt war auch ein begeisterter und hervorragender Bergsteiger - er hat im Alleingang [[1886]] erstmals die Nordwand des [[Hoher Sonnblick|Sonnblicks]] bezwungen – und er war ein Pionier des Skisports und Begründer der [[Österreichischer Alpenverein Sektion Rauris|Sektion Rauris]] des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]]. Wilhelm Ritter von Arlt wurde Vorsitzender der am [[26. August]] [[1896]] konstituierten Sektion des Alpenvereins. [[1899]] ließ er zu Ehren Ignaz Rojachers, der [[1891]] im Alter von nur 47 Jahren verstorben war, die [[Rojacherhütte]] (2&amp;amp;nbsp;700 m ü. A.) errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse Arlts für den Skisport zeigt auch die Tatsache, dass er bereits im März 1902 einen Skikurs für Bergführer in Kolm-Saigurn abhielt. Bis [[1917]] war er 1. Vorsitzender der Sektion Rauris des Alpenvereins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wilhelm Ritter von Arlt und Ignaz Rojacher==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arlt und Rojacher - zwei kongeniale Partner===&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt und Ignaz Rojacher waren kongeniale Partner. Ihr Zusammentreffen war ein Glücksfall. Arlts Herkunftsfamilie war gebildet und gut situiert und Wilhelm selbst war Akademiker. Rojacher kam aus einfachsten Verhältnissen und verfügte nur über eine mangelhafte Schulbildung. Arlt erkannte und schätzte dennoch Talent und Fähigkeiten Rojachers. Er wurde sein Berater, Förderer und Mäzen. Arlt und Rojacher wurden im Laufe ihrer Zusammenarbeit auch zu Freunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsame Reisen und Innovationen im Goldbergbau===&lt;br /&gt;
Arlt und Rojacher machten gemeinsame Reisen nach Paris, Schweden, Italien und Russland, um Innovationen im [[Goldbergbau]] kennen zu lernen und im [[Hüttwinkltal]] umzusetzen. Er hat im Bereich des [[Bergbau]]s u.a. auch die Erbauung der Brems- und Horizontalbahn auf den [[Radhausberg]] angeregt, deren Überreste im Gelände heute noch zu finden sind. Auf diese Weise kam Kolm-Saigurn [[1882]] auch zu elektrischem Licht, als weder Wien noch [[Salzburg]] elektrifiziert waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Bau des Sonnblick-Observatoriums===&lt;br /&gt;
Neben der Förderung und Modernisierung des Goldbergbaues, wurde das [[Observatorium Sonnblick]] errichtet. Diese Wetterbeobachtungsstation, das so genannte [[Zittelhaus]], wurde später mehrmals erweitert und modernisiert und hat bis heute seine Bedeutung. Arlt und Rojacher, der [[1891]] verstarb, haben durch ihr Zusammenwirken in ihrer gemeinsamen Zeit in Rauris die Entwicklung im Ort, im Tal und darüber hinaus mitgestaltet. Sie waren echte Pioniere und sollten nicht in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*Wanderkarte 1:50 000, Gasteinertal, Wagrain, Grossarltal, freytag &amp;amp; berndt WK 191, Wien&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]] &#039;&#039;Unterpinzgau. Zell am See, Taxenbach, Rauris. Geschichtlich und heimatkundlich beschrieben&#039;&#039;. Hollersbach im Pinzgau (Selbstverlag) 1960&lt;br /&gt;
* [[Schatztruhe]] in den [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 13. März 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Arlt, Wilhelm Ritter von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Alpinismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatperson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wintersport (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg Pioniere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wilhelm_Ritter_von_Arlt&amp;diff=1357502</id>
		<title>Wilhelm Ritter von Arlt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wilhelm_Ritter_von_Arlt&amp;diff=1357502"/>
		<updated>2020-03-27T12:17:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wilhelm Josef Michael Ritter von Arlt&#039;&#039;&#039; (* [[16. November]] [[1853]] in Prag/St. Albert; † [[24. September]] [[1944]] in [[Rauris]]) studierter Agronom, Ökonomierat, Realitätenbesitzer, Skipionier und Alpenverein-Gründer Sektion A-5661 Rauris.&lt;br /&gt;
Er war Freund, Mentor und Mäzen [[Ignaz Rojacher]]s und Pionier im [[Raurisertal]]. Er ist [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben ==&lt;br /&gt;
===Kindheit und Jugend===&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt wurde als jüngstes von acht Kindern von Maria Theresia von Arlt und Prof. Dr. Friedrich Ritter von Arlt in Prag geboren. Die Schulausbildung genoss er in Wien, wo sein Vater Dr. Ferdinand von Arlt eine augenärztliche Professur an der medizinischen Fakultät der Universität Wien innehatte. Nach Absolvierung des Realgymnasiums studierte der junge Mann mehrere Semester Chemie, Landwirtschaft und bekundete auch Interesse für Bergmannsfächer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privat ===&lt;br /&gt;
[[1878]] pachtete Arlt den Meierhof Libesnitz in der Nähe von Prag und gründete dort auch eine Familie. Wilhem von Arlt war ein fortschrittlicher, offener und innovativer Geist. Als Agrarfachmann erkannte er auch den Wert der [[Pinzgauer Rind|Pinzgauer Rinderrasse]] und führte sie im damaligen [[Böhmen]] ein, wo sie einmal weit verbreitet und geschätzt war. So ermöglichter den Rauriser Bauern einen Absatz ihrer Rinder in Böhmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm von Arlt war verheiratet und hatte zwei Söhne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlt wurde wegen seiner Verdienste um den Ort zum Ehrenbürger von Rauris ernannt. Er hatte sich bereits 1893 dauerhaft in Rauris niedergelassen. Er kaufte das ehemalige Landes- und Berggerichtsgebäude und erwarb auch mehrere Almen im hinteren Hüttwinkltal. Im hohen Alter von 91 Jahren verstarb Wilhelm Ritter von Arlt am 24.9.1944 und wurde in Rauris begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle PiN|15. Jänner 2015, ein Beitrag von [[Siegfried Kopp]], [[Talmuseum Rauris]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sein Enkel, Dr. Ernst Arlt, lebt in Rauris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rauris ==&lt;br /&gt;
=== Wahlheimat aus Leidenschaft===&lt;br /&gt;
Aus Bergleidenschaft kam er [[1876]] das erste Mal nach [[Rauris]]. Viele weitere Besuche folgten. [[1893]] übersiedelte er ganz dorthin und kaufte das so genannte &#039;&#039;Landrichterhaus&#039;&#039; und einige andere Liegenschaften. Auch die [[Grieswiesalm]] in [[Kolm-Saigurn]], heute wegen des jährlichen Auftriebes der [[Noriker Pferd|Norikerhengst]]e über das Tal hinaus bekannt, war in seinem Besitz. [[1913]] verkaufte er sie an die [[Pinzgauer Pferdezuchtgenossenschaft]], da ihm daran gelegen war die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im Raurisertal zu fördern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goldbergbau ===&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit wurde im hinteren [[Hüttwinkltal]] noch [[Goldbergbau]] betrieben. Der österreichische Staat plante damals, den Goldbergbau aufzulassen, weil dieser nicht mehr kostendeckend war, und verpachtete ihn 1876 an den einheimischen Hutmann Ignaz Rojacher. Von dessen Persönlichkeit war Arlt beeindruckt, die beiden entwickelten rasch eine innige Freundschaft zueinander. Er wurde zum Freund, Mentor und Mäzen von Ignaz Rojacher. Gemeinsam setzten sie viele neue Projekte um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderen Anteil nahm er am Goldbaubetrieb in Kolm-Saigurn. Er unterstützte seinen Freund Ignaz Rojacher finanziell. Dadurch konnte dieser [[1880]] den Bergbaubetrieb endgültig kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skipionier aus Rauris ===&lt;br /&gt;
Um den Ertrag im Goldbergbau zu steigern suchte Rojacher immer wieder nach neuen Verfahren. Aus diesem Grunde fuhr er im Winter 1885/86 nach Falun in Schweden, um die dortigen Methoden bei der Eisenverarbeitung kennenzulernen. Dabei wurde er von Wilhelm Ritter von Arlt begleitet. In Schweden sahen sie Menschen mit „Holzbrettern“ herumlaufen. Besonders Arlt interessierte sich für diese neue Fortbewegungsart und nahm sich ein Paar der Holzbretter nach Rauris mit – der Beginn des Skilaufs im Jahr 1886 in Rauris war gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde auf dem Sonnblick, auf 3&amp;amp;nbsp;106 [[m ü. A.|Meter Höhe]], die noch heute bestehende [[Observatorium Sonnblick|Wetterwarte]] erbaut. Der Bau konnte nur durch die Tatkraft Rojachers und seiner Bergarbeiter vollzogen werden. Rojacher konnte auch hier mit der Hilfe seines Freundes Wilhelm Ritter von Arlt rechnen. Dieser [[Erstbesteigungen von Bergen im Land Salzburg#Erstbegehungen|durchstieg]] im Sommer [[1887]] die Sonnblick-Nordwand, um eine Trasse für eine Telefonleitung zum Sonnblick zu finden. Diese Erstbesteigung beschreibt Arlt im Sonnblick-Jahresbericht 1926.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlt hatte also 1886 die Skier in Schweden kennengelernt, er versuchte danach autodidaktisch, sich die Beherrschung dieser Geräte auf den Hängen des Sonnblicks beizubringen. Zu dieser Zeit war das „Knappenross“ das beliebteste Wintersportgerät im Rauriser Tal. Dieses ähnelte in seiner Gestalt ein wenig dem heutigen Snowboard, aber man saß darauf. Mündlich überliefert ist die Geschichte von einer Wettfahrt zwischen Rojacher auf dem Knappenross und Arlt mit Skiern. Der geübte Knappenrossfahrer konnte den noch relativ unerfahrenen Skifahrer schlagen. Arlt freundete sich mit den Skiern aber immer mehr an und am [[5. Februar]] [[1894]] gelang es ihm, damit vom Sonnblick nach Kolm-Saigurn in 32 Minuten abzufahren. Ein Jahr später benötigte er für dieselbe Strecke nur mehr 15 Minuten. Wilhelm Ritter von Arlt ist damit wahrscheinlich der Erste, der mit Skiern in Österreich von einem Dreitausender abfuhr. Zu bedenken ist dabei, dass die Skier damals keine Kanten hatten und man trug Lederschuhe mit Riemenbindung. [[1937]] organisierte er das erste [[Skirennen am Hohen Sonnblick]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren führte Arlt viele Skitouren auf die Dreitausender der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] durch ([[Schareck]], [[Hocharn]], [[Johannisberg]], [[Großes Wiesbachhorn]] u. a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pionier als Bergsteiger ===&lt;br /&gt;
Arlt war auch ein begeisterter und hervorragender Bergsteiger - er hat im Alleingang [[1886]] erstmals die Nordwand des [[Hoher Sonnblick|Sonnblicks]] bezwungen – und er war ein Pionier des Skisports und Begründer der [[Österreichischer Alpenverein Sektion Rauris|Sektion Rauris]] des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]]. Wilhelm Ritter von Arlt wurde Vorsitzender der am [[26. August]] [[1896]] konstituierten Sektion des Alpenvereins. [[1899]] ließ er zu Ehren Ignaz Rojachers, der [[1891]] im Alter von nur 47 Jahren verstorben war, die [[Rojacherhütte]] (2&amp;amp;nbsp;700 m ü. A.) errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse Arlts für den Skisport zeigt auch die Tatsache, dass er bereits im März 1902 einen Skikurs für Bergführer in Kolm-Saigurn abhielt. Bis [[1917]] war er 1. Vorsitzender der Sektion Rauris des Alpenvereins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wilhelm Ritter von Arlt und Ignaz Rojacher==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arlt und Rojacher - zwei kongeniale Partner===&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt und Ignaz Rojacher waren kongeniale Partner. Ihr Zusammentreffen war ein Glücksfall. Arlts Herkunftsfamilie war gebildet und gut situiert und Wilhelm selbst war Akademiker. Rojacher kam aus einfachsten Verhältnissen und verfügte nur über eine mangelhafte Schulbildung. Arlt erkannte und schätzte dennoch Talent und Fähigkeiten Rojachers. Er wurde sein Berater, Förderer und Mäzen. Arlt und Rojacher wurden im Laufe ihrer Zusammenarbeit auch zu Freunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsame Reisen und Innovationen im Goldbergbau===&lt;br /&gt;
Arlt und Rojacher machten gemeinsame Reisen nach Paris, Schweden, Italien und Russland, um Innovationen im [[Goldbergbau]] kennen zu lernen und im [[Hüttwinkltal]] umzusetzen. Er hat im Bereich des [[Bergbau]]s u.a. auch die Erbauung der Brems- und Horizontalbahn auf den [[Radhausberg]] angeregt, deren Überreste im Gelände heute noch zu finden sind. Auf diese Weise kam Kolm-Saigurn [[1882]] auch zu elektrischem Licht, als weder Wien noch [[Salzburg]] elektrifiziert waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Bau des Sonnblick-Observatoriums===&lt;br /&gt;
Neben der Förderung und Modernisierung des Goldbergbaues, wurde das [[Observatorium Sonnblick]] errichtet. Diese Wetterbeobachtungsstation, das so genannte [[Zittelhaus]], wurde später mehrmals erweitert und modernisiert und hat bis heute seine Bedeutung. Arlt und Rojacher, der [[1891]] verstarb, haben durch ihr Zusammenwirken in ihrer gemeinsamen Zeit in Rauris die Entwicklung im Ort, im Tal und darüber hinaus mitgestaltet. Sie waren echte Pioniere und sollten nicht in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*Wanderkarte 1:50 000, Gasteinertal, Wagrain, Grossarltal, freytag &amp;amp; berndt WK 191, Wien&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]] &#039;&#039;Unterpinzgau. Zell am See, Taxenbach, Rauris. Geschichtlich und heimatkundlich beschrieben&#039;&#039;. Hollersbach im Pinzgau (Selbstverlag) 1960&lt;br /&gt;
* [[Schatztruhe]] in den [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 13. März 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Arlt, Wilhelm Ritter von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Alpinismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatperson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wintersport (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg Pioniere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
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		<title>Wilhelm Ritter von Arlt</title>
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		<updated>2020-03-27T12:15:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wilhelm Ritter von Arlt&#039;&#039;&#039; (* [[16. November]] [[1853]] in Prag; † [[24. September]] [[1944]] in [[Rauris]]) war Freund, Mentor und Mäzen [[Ignaz Rojacher]]s und Pionier im [[Raurisertal]]. Er ist [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben ==&lt;br /&gt;
===Kindheit und Jugend===&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt wurde als jüngstes von acht Kindern von Maria Theresia von Arlt und Prof. Dr. Friedrich Ritter von Arlt in Prag geboren. Die Schulausbildung genoss er in Wien, wo sein Vater Dr. Ferdinand von Arlt eine augenärztliche Professur an der medizinischen Fakultät der Universität Wien innehatte. Nach Absolvierung des Realgymnasiums studierte der junge Mann mehrere Semester Chemie, Landwirtschaft und bekundete auch Interesse für Bergmannsfächer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privat ===&lt;br /&gt;
[[1878]] pachtete Arlt den Meierhof Libesnitz in der Nähe von Prag und gründete dort auch eine Familie. Wilhem von Arlt war ein fortschrittlicher, offener und innovativer Geist. Als Agrarfachmann erkannte er auch den Wert der [[Pinzgauer Rind|Pinzgauer Rinderrasse]] und führte sie im damaligen [[Böhmen]] ein, wo sie einmal weit verbreitet und geschätzt war. So ermöglichter den Rauriser Bauern einen Absatz ihrer Rinder in Böhmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm von Arlt war verheiratet und hatte zwei Söhne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlt wurde wegen seiner Verdienste um den Ort zum Ehrenbürger von Rauris ernannt. Er hatte sich bereits 1893 dauerhaft in Rauris niedergelassen. Er kaufte das ehemalige Landes- und Berggerichtsgebäude und erwarb auch mehrere Almen im hinteren Hüttwinkltal. Im hohen Alter von 91 Jahren verstarb Wilhelm Ritter von Arlt am 24.9.1944 und wurde in Rauris begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle PiN|15. Jänner 2015, ein Beitrag von [[Siegfried Kopp]], [[Talmuseum Rauris]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sein Enkel, Dr. Ernst Arlt, lebt in Rauris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rauris ==&lt;br /&gt;
=== Wahlheimat aus Leidenschaft===&lt;br /&gt;
Aus Bergleidenschaft kam er [[1876]] das erste Mal nach [[Rauris]]. Viele weitere Besuche folgten. [[1893]] übersiedelte er ganz dorthin und kaufte das so genannte &#039;&#039;Landrichterhaus&#039;&#039; und einige andere Liegenschaften. Auch die [[Grieswiesalm]] in [[Kolm-Saigurn]], heute wegen des jährlichen Auftriebes der [[Noriker Pferd|Norikerhengst]]e über das Tal hinaus bekannt, war in seinem Besitz. [[1913]] verkaufte er sie an die [[Pinzgauer Pferdezuchtgenossenschaft]], da ihm daran gelegen war die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im Raurisertal zu fördern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goldbergbau ===&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit wurde im hinteren [[Hüttwinkltal]] noch [[Goldbergbau]] betrieben. Der österreichische Staat plante damals, den Goldbergbau aufzulassen, weil dieser nicht mehr kostendeckend war, und verpachtete ihn 1876 an den einheimischen Hutmann Ignaz Rojacher. Von dessen Persönlichkeit war Arlt beeindruckt, die beiden entwickelten rasch eine innige Freundschaft zueinander. Er wurde zum Freund, Mentor und Mäzen von Ignaz Rojacher. Gemeinsam setzten sie viele neue Projekte um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderen Anteil nahm er am Goldbaubetrieb in Kolm-Saigurn. Er unterstützte seinen Freund Ignaz Rojacher finanziell. Dadurch konnte dieser [[1880]] den Bergbaubetrieb endgültig kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skipionier aus Rauris ===&lt;br /&gt;
Um den Ertrag im Goldbergbau zu steigern suchte Rojacher immer wieder nach neuen Verfahren. Aus diesem Grunde fuhr er im Winter 1885/86 nach Falun in Schweden, um die dortigen Methoden bei der Eisenverarbeitung kennenzulernen. Dabei wurde er von Wilhelm Ritter von Arlt begleitet. In Schweden sahen sie Menschen mit „Holzbrettern“ herumlaufen. Besonders Arlt interessierte sich für diese neue Fortbewegungsart und nahm sich ein Paar der Holzbretter nach Rauris mit – der Beginn des Skilaufs im Jahr 1886 in Rauris war gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde auf dem Sonnblick, auf 3&amp;amp;nbsp;106 [[m ü. A.|Meter Höhe]], die noch heute bestehende [[Observatorium Sonnblick|Wetterwarte]] erbaut. Der Bau konnte nur durch die Tatkraft Rojachers und seiner Bergarbeiter vollzogen werden. Rojacher konnte auch hier mit der Hilfe seines Freundes Wilhelm Ritter von Arlt rechnen. Dieser [[Erstbesteigungen von Bergen im Land Salzburg#Erstbegehungen|durchstieg]] im Sommer [[1887]] die Sonnblick-Nordwand, um eine Trasse für eine Telefonleitung zum Sonnblick zu finden. Diese Erstbesteigung beschreibt Arlt im Sonnblick-Jahresbericht 1926.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlt hatte also 1886 die Skier in Schweden kennengelernt, er versuchte danach autodidaktisch, sich die Beherrschung dieser Geräte auf den Hängen des Sonnblicks beizubringen. Zu dieser Zeit war das „Knappenross“ das beliebteste Wintersportgerät im Rauriser Tal. Dieses ähnelte in seiner Gestalt ein wenig dem heutigen Snowboard, aber man saß darauf. Mündlich überliefert ist die Geschichte von einer Wettfahrt zwischen Rojacher auf dem Knappenross und Arlt mit Skiern. Der geübte Knappenrossfahrer konnte den noch relativ unerfahrenen Skifahrer schlagen. Arlt freundete sich mit den Skiern aber immer mehr an und am [[5. Februar]] [[1894]] gelang es ihm, damit vom Sonnblick nach Kolm-Saigurn in 32 Minuten abzufahren. Ein Jahr später benötigte er für dieselbe Strecke nur mehr 15 Minuten. Wilhelm Ritter von Arlt ist damit wahrscheinlich der Erste, der mit Skiern in Österreich von einem Dreitausender abfuhr. Zu bedenken ist dabei, dass die Skier damals keine Kanten hatten und man trug Lederschuhe mit Riemenbindung. [[1937]] organisierte er das erste [[Skirennen am Hohen Sonnblick]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren führte Arlt viele Skitouren auf die Dreitausender der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] durch ([[Schareck]], [[Hocharn]], [[Johannisberg]], [[Großes Wiesbachhorn]] u. a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pionier als Bergsteiger ===&lt;br /&gt;
Arlt war auch ein begeisterter und hervorragender Bergsteiger - er hat im Alleingang [[1886]] erstmals die Nordwand des [[Hoher Sonnblick|Sonnblicks]] bezwungen – und er war ein Pionier des Skisports und Begründer der [[Österreichischer Alpenverein Sektion Rauris|Sektion Rauris]] des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]]. Wilhelm Ritter von Arlt wurde Vorsitzender der am [[26. August]] [[1896]] konstituierten Sektion des Alpenvereins. [[1899]] ließ er zu Ehren Ignaz Rojachers, der [[1891]] im Alter von nur 47 Jahren verstorben war, die [[Rojacherhütte]] (2&amp;amp;nbsp;700 m ü. A.) errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse Arlts für den Skisport zeigt auch die Tatsache, dass er bereits im März 1902 einen Skikurs für Bergführer in Kolm-Saigurn abhielt. Bis [[1917]] war er 1. Vorsitzender der Sektion Rauris des Alpenvereins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wilhelm Ritter von Arlt und Ignaz Rojacher==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arlt und Rojacher - zwei kongeniale Partner===&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt und Ignaz Rojacher waren kongeniale Partner. Ihr Zusammentreffen war ein Glücksfall. Arlts Herkunftsfamilie war gebildet und gut situiert und Wilhelm selbst war Akademiker. Rojacher kam aus einfachsten Verhältnissen und verfügte nur über eine mangelhafte Schulbildung. Arlt erkannte und schätzte dennoch Talent und Fähigkeiten Rojachers. Er wurde sein Berater, Förderer und Mäzen. Arlt und Rojacher wurden im Laufe ihrer Zusammenarbeit auch zu Freunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsame Reisen und Innovationen im Goldbergbau===&lt;br /&gt;
Arlt und Rojacher machten gemeinsame Reisen nach Paris, Schweden, Italien und Russland, um Innovationen im [[Goldbergbau]] kennen zu lernen und im [[Hüttwinkltal]] umzusetzen. Er hat im Bereich des [[Bergbau]]s u.a. auch die Erbauung der Brems- und Horizontalbahn auf den [[Radhausberg]] angeregt, deren Überreste im Gelände heute noch zu finden sind. Auf diese Weise kam Kolm-Saigurn [[1882]] auch zu elektrischem Licht, als weder Wien noch [[Salzburg]] elektrifiziert waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Bau des Sonnblick-Observatoriums===&lt;br /&gt;
Neben der Förderung und Modernisierung des Goldbergbaues, wurde das [[Observatorium Sonnblick]] errichtet. Diese Wetterbeobachtungsstation, das so genannte [[Zittelhaus]], wurde später mehrmals erweitert und modernisiert und hat bis heute seine Bedeutung. Arlt und Rojacher, der [[1891]] verstarb, haben durch ihr Zusammenwirken in ihrer gemeinsamen Zeit in Rauris die Entwicklung im Ort, im Tal und darüber hinaus mitgestaltet. Sie waren echte Pioniere und sollten nicht in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*Wanderkarte 1:50 000, Gasteinertal, Wagrain, Grossarltal, freytag &amp;amp; berndt WK 191, Wien&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]] &#039;&#039;Unterpinzgau. Zell am See, Taxenbach, Rauris. Geschichtlich und heimatkundlich beschrieben&#039;&#039;. Hollersbach im Pinzgau (Selbstverlag) 1960&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
* [[Schatztruhe]] in den [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 13. März 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Arlt, Wilhelm Ritter von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Alpinismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatperson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wintersport (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg Pioniere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wilhelm_Ritter_von_Arlt&amp;diff=1357496</id>
		<title>Wilhelm Ritter von Arlt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wilhelm_Ritter_von_Arlt&amp;diff=1357496"/>
		<updated>2020-03-27T12:14:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Margot Daum: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wilhelm Ritter von Arlt&#039;&#039;&#039; (* [[16. November]] [[1853]] in Prag; † [[1944]] in [[Rauris]]) war Freund, Mentor und Mäzen [[Ignaz Rojacher]]s und Pionier im [[Raurisertal]]. Er ist [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben ==&lt;br /&gt;
===Kindheit und Jugend===&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt wurde als jüngstes von acht Kindern von Maria Theresia von Arlt und Prof. Dr. Friedrich Ritter von Arlt in Prag geboren. Die Schulausbildung genoss er in Wien, wo sein Vater Dr. Ferdinand von Arlt eine augenärztliche Professur an der medizinischen Fakultät der Universität Wien innehatte. Nach Absolvierung des Realgymnasiums studierte der junge Mann mehrere Semester Chemie, Landwirtschaft und bekundete auch Interesse für Bergmannsfächer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privat ===&lt;br /&gt;
[[1878]] pachtete Arlt den Meierhof Libesnitz in der Nähe von Prag und gründete dort auch eine Familie. Wilhem von Arlt war ein fortschrittlicher, offener und innovativer Geist. Als Agrarfachmann erkannte er auch den Wert der [[Pinzgauer Rind|Pinzgauer Rinderrasse]] und führte sie im damaligen [[Böhmen]] ein, wo sie einmal weit verbreitet und geschätzt war. So ermöglichter den Rauriser Bauern einen Absatz ihrer Rinder in Böhmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm von Arlt war verheiratet und hatte zwei Söhne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlt wurde wegen seiner Verdienste um den Ort zum Ehrenbürger von Rauris ernannt. Er hatte sich bereits 1893 dauerhaft in Rauris niedergelassen. Er kaufte das ehemalige Landes- und Berggerichtsgebäude und erwarb auch mehrere Almen im hinteren Hüttwinkltal. Im hohen Alter von 91 Jahren verstarb Wilhelm Ritter von Arlt am 24.9.1944 und wurde in Rauris begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle PiN|15. Jänner 2015, ein Beitrag von [[Siegfried Kopp]], [[Talmuseum Rauris]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sein Enkel, Dr. Ernst Arlt, lebt in Rauris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rauris ==&lt;br /&gt;
=== Wahlheimat aus Leidenschaft===&lt;br /&gt;
Aus Bergleidenschaft kam er [[1876]] das erste Mal nach [[Rauris]]. Viele weitere Besuche folgten. [[1893]] übersiedelte er ganz dorthin und kaufte das so genannte &#039;&#039;Landrichterhaus&#039;&#039; und einige andere Liegenschaften. Auch die [[Grieswiesalm]] in [[Kolm-Saigurn]], heute wegen des jährlichen Auftriebes der [[Noriker Pferd|Norikerhengst]]e über das Tal hinaus bekannt, war in seinem Besitz. [[1913]] verkaufte er sie an die [[Pinzgauer Pferdezuchtgenossenschaft]], da ihm daran gelegen war die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im Raurisertal zu fördern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goldbergbau ===&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit wurde im hinteren [[Hüttwinkltal]] noch [[Goldbergbau]] betrieben. Der österreichische Staat plante damals, den Goldbergbau aufzulassen, weil dieser nicht mehr kostendeckend war, und verpachtete ihn 1876 an den einheimischen Hutmann Ignaz Rojacher. Von dessen Persönlichkeit war Arlt beeindruckt, die beiden entwickelten rasch eine innige Freundschaft zueinander. Er wurde zum Freund, Mentor und Mäzen von Ignaz Rojacher. Gemeinsam setzten sie viele neue Projekte um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderen Anteil nahm er am Goldbaubetrieb in Kolm-Saigurn. Er unterstützte seinen Freund Ignaz Rojacher finanziell. Dadurch konnte dieser [[1880]] den Bergbaubetrieb endgültig kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skipionier aus Rauris ===&lt;br /&gt;
Um den Ertrag im Goldbergbau zu steigern suchte Rojacher immer wieder nach neuen Verfahren. Aus diesem Grunde fuhr er im Winter 1885/86 nach Falun in Schweden, um die dortigen Methoden bei der Eisenverarbeitung kennenzulernen. Dabei wurde er von Wilhelm Ritter von Arlt begleitet. In Schweden sahen sie Menschen mit „Holzbrettern“ herumlaufen. Besonders Arlt interessierte sich für diese neue Fortbewegungsart und nahm sich ein Paar der Holzbretter nach Rauris mit – der Beginn des Skilaufs im Jahr 1886 in Rauris war gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde auf dem Sonnblick, auf 3&amp;amp;nbsp;106 [[m ü. A.|Meter Höhe]], die noch heute bestehende [[Observatorium Sonnblick|Wetterwarte]] erbaut. Der Bau konnte nur durch die Tatkraft Rojachers und seiner Bergarbeiter vollzogen werden. Rojacher konnte auch hier mit der Hilfe seines Freundes Wilhelm Ritter von Arlt rechnen. Dieser [[Erstbesteigungen von Bergen im Land Salzburg#Erstbegehungen|durchstieg]] im Sommer [[1887]] die Sonnblick-Nordwand, um eine Trasse für eine Telefonleitung zum Sonnblick zu finden. Diese Erstbesteigung beschreibt Arlt im Sonnblick-Jahresbericht 1926.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlt hatte also 1886 die Skier in Schweden kennengelernt, er versuchte danach autodidaktisch, sich die Beherrschung dieser Geräte auf den Hängen des Sonnblicks beizubringen. Zu dieser Zeit war das „Knappenross“ das beliebteste Wintersportgerät im Rauriser Tal. Dieses ähnelte in seiner Gestalt ein wenig dem heutigen Snowboard, aber man saß darauf. Mündlich überliefert ist die Geschichte von einer Wettfahrt zwischen Rojacher auf dem Knappenross und Arlt mit Skiern. Der geübte Knappenrossfahrer konnte den noch relativ unerfahrenen Skifahrer schlagen. Arlt freundete sich mit den Skiern aber immer mehr an und am [[5. Februar]] [[1894]] gelang es ihm, damit vom Sonnblick nach Kolm-Saigurn in 32 Minuten abzufahren. Ein Jahr später benötigte er für dieselbe Strecke nur mehr 15 Minuten. Wilhelm Ritter von Arlt ist damit wahrscheinlich der Erste, der mit Skiern in Österreich von einem Dreitausender abfuhr. Zu bedenken ist dabei, dass die Skier damals keine Kanten hatten und man trug Lederschuhe mit Riemenbindung. [[1937]] organisierte er das erste [[Skirennen am Hohen Sonnblick]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren führte Arlt viele Skitouren auf die Dreitausender der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] durch ([[Schareck]], [[Hocharn]], [[Johannisberg]], [[Großes Wiesbachhorn]] u. a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pionier als Bergsteiger ===&lt;br /&gt;
Arlt war auch ein begeisterter und hervorragender Bergsteiger - er hat im Alleingang [[1886]] erstmals die Nordwand des [[Hoher Sonnblick|Sonnblicks]] bezwungen – und er war ein Pionier des Skisports und Begründer der [[Österreichischer Alpenverein Sektion Rauris|Sektion Rauris]] des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]]. Wilhelm Ritter von Arlt wurde Vorsitzender der am [[26. August]] [[1896]] konstituierten Sektion des Alpenvereins. [[1899]] ließ er zu Ehren Ignaz Rojachers, der [[1891]] im Alter von nur 47 Jahren verstorben war, die [[Rojacherhütte]] (2&amp;amp;nbsp;700 m ü. A.) errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse Arlts für den Skisport zeigt auch die Tatsache, dass er bereits im März 1902 einen Skikurs für Bergführer in Kolm-Saigurn abhielt. Bis [[1917]] war er 1. Vorsitzender der Sektion Rauris des Alpenvereins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wilhelm Ritter von Arlt und Ignaz Rojacher==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arlt und Rojacher - zwei kongeniale Partner===&lt;br /&gt;
Wilhelm Ritter von Arlt und Ignaz Rojacher waren kongeniale Partner. Ihr Zusammentreffen war ein Glücksfall. Arlts Herkunftsfamilie war gebildet und gut situiert und Wilhelm selbst war Akademiker. Rojacher kam aus einfachsten Verhältnissen und verfügte nur über eine mangelhafte Schulbildung. Arlt erkannte und schätzte dennoch Talent und Fähigkeiten Rojachers. Er wurde sein Berater, Förderer und Mäzen. Arlt und Rojacher wurden im Laufe ihrer Zusammenarbeit auch zu Freunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeinsame Reisen und Innovationen im Goldbergbau===&lt;br /&gt;
Arlt und Rojacher machten gemeinsame Reisen nach Paris, Schweden, Italien und Russland, um Innovationen im [[Goldbergbau]] kennen zu lernen und im [[Hüttwinkltal]] umzusetzen. Er hat im Bereich des [[Bergbau]]s u.a. auch die Erbauung der Brems- und Horizontalbahn auf den [[Radhausberg]] angeregt, deren Überreste im Gelände heute noch zu finden sind. Auf diese Weise kam Kolm-Saigurn [[1882]] auch zu elektrischem Licht, als weder Wien noch [[Salzburg]] elektrifiziert waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Bau des Sonnblick-Observatoriums===&lt;br /&gt;
Neben der Förderung und Modernisierung des Goldbergbaues, wurde das [[Observatorium Sonnblick]] errichtet. Diese Wetterbeobachtungsstation, das so genannte [[Zittelhaus]], wurde später mehrmals erweitert und modernisiert und hat bis heute seine Bedeutung. Arlt und Rojacher, der [[1891]] verstarb, haben durch ihr Zusammenwirken in ihrer gemeinsamen Zeit in Rauris die Entwicklung im Ort, im Tal und darüber hinaus mitgestaltet. Sie waren echte Pioniere und sollten nicht in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*Wanderkarte 1:50 000, Gasteinertal, Wagrain, Grossarltal, freytag &amp;amp; berndt WK 191, Wien&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]] &#039;&#039;Unterpinzgau. Zell am See, Taxenbach, Rauris. Geschichtlich und heimatkundlich beschrieben&#039;&#039;. Hollersbach im Pinzgau (Selbstverlag) 1960&lt;br /&gt;
* [http://www.alpenverein.at/rauris_wAssets/mixed/chronik/alpenverein_rauris-die_chronik_2012-03-27.pdf www.alpenverein.at/rauris Chronik]&lt;br /&gt;
* [[Schatztruhe]] in den [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 13. März 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Arlt, Wilhelm Ritter von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Alpinismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatperson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wintersport (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburg Pioniere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rauris]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuagroaste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Margot Daum</name></author>
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