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	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Hagenauer</title>
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		<updated>2015-01-06T14:12:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Haus Hagenauer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Hagenau-Wappen Sm.png|thumb|Stammwappen der Herren von Hagenau, Helmzier der österreichischen Linien]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hagenauer&#039;&#039;&#039; sind ein altes ursprünglich bairisches Geschlecht, das im Jahr [[994]] mit dem Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie stammen aus der Gegend um Freising in [[Bayern]]; ihr Stammsitz bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising) war der Forst und Edelsitz Hagenau, von dem sich ihr Namen ableitet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - ihre Herkunft]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Hagenauer haben Historiker in den Freisinger Urkunden an Hand von Leitnamen und nach der Lage von Erbgütern bis ins Jahr 763 zurückverfolgt, was allerdings nicht gesichert ist. 763 wurden ein Abt Reginbert (Reginperht) mit dessen Bruder Irmenfried als Gründer des Klosters Scharnitz genannt. In den Freisinger Urkunden tauchten in nachfolgenden Generationen ein Erchenwert, Hartwich, nochmals ein Reginbert, Radolt, wiederum ein Reginbert, bis hin zu Rapoto und Fridericus auf, der 963 mit seinen Kindern erwähnt wurde. Der namensgebende Herkunftsort der Herren von Hagenau war der Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, nordwestlich von Freising. Der erste als &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; genannte aus dem Geschlecht war der Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau, der erstmals [[994]] urkundlich aufscheint. Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in den Freisinger Urkunden erwähnt. Als Stammvater der Hagenauer wird jedoch der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen. Ende des 11. Jahrhunderts siedelten sich Mitglieder des Geschlechts in [[Oberösterreich]] (Hartwicus von Hagenau 1088) und [[Niederösterreich]] (Reimprecht von Hagenau 1098) an und errichteten dort zwei weitere Sitze. Somit besaßen die in drei Linien (Stämme) verzweigten Hagenauer im [[12. Jahrhundert]] gleichzeitig drei Stammsitze, den ursprünglichen Edelsitz bei Schrobenhausen in Bayern, den Stammsitz bei [[Braunau am Inn]] in Oberösterreich, und den Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich. Die Burg Hagenau in Oberösterreich wurde zusammen mit mehreren Lehen [[1239]] eingezogen und (wahrscheinlich) bereits im selben Jahrhundert erlosch diese Braunauer Linie. Der Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich wurde im Jahr [[1347]] aufgegeben und im [[15. Jahrhundert]] erlosch auch der Böheimkirch´ner Stamm. Der Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen der bayrischen Linie wurde nach Verwüstungen verlassen und [[1364]] geschliffen, der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen (nordwestlich von Freising). Allershausen verblieb bis [[1484]] im Familienbesitz und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen verkauft. Das letzte Gut bei Allershausen in Bayern wurde um 1530 von Stephans Verwandten Georg Hagenauer aufgegeben. Um 1550 ließ sich dessen Sohn Sebastian Hagenauer de Allershausen im [[Erzbistum Salzburg]] bei [[Piding]] nieder. Sein Sohn Georg, Begründer der noch heute blühenden Salzburger Linie (als Wiener und Triester Zweig), wurde [[1568]] in einer Salzburger Urkunde mit seinem Gut am [[Högl]] genannt. Später waren sie in [[Ainring]] und der Stadt Salzburg beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer tauchten im 10. Jahrhundert in Bayern bei Freising auf und teilten sich im 11. Jahrhundert in die Freisinger, die Braunauer und die Böheimkirch´ner Linie. Die Braunauer Linie erlosch im 13. Jahrhundert, die Böheimkirch´ner Linie im 15. Jahrhundert. Die älteste Linie (Freisinger) setzte sich im 16. Jahrhundert im Erzbistum Salzburg als Salzburger (Ainringer) Ast fort. Aus diesem Salzburger Ast gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende Hagenauer starb Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm  ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch&#039;ner Stamm]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde Bischof Reginbert von Hagenau.jpg|miniatur|Urkunde des Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, 1147]] Im Jahr [[994]] wird in einer Urkunde &amp;quot;&#039;&#039;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&#039;&#039;&amp;quot; (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) und somit erstmals das Geschlecht der Hagenauer genannt. Mit diesem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau (992 - 1005) begann der einstweilige Aufstieg des Geschlechts. Im Zuge der Missionierung, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten im 11. Jahrhundert einige edelfreie Herren von Hagenau in Richtung südöstlicher Grenze. Dort bekleideten sie Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes Freising, des Hochstiftes Regensburg und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Die Hagenauer von Hagenau hatten sich Ende des 11. Jahrhunderts in drei Linien verzweigt und besaßen neben ihren drei Stammsitzen (bei Freising in Bayern, bei Braunau am Inn in Oberösterreich und bei Böheimkirchen in Niederösterreich) eine große Anzahl von Lehen. Im 13. Jahrhundert begann, bedingt durch die Veränderung der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und durch den Aufstieg der Wittelsbacher, der Abstieg der Hagenauer. Unter den Urkunden des [[14. Jahrhundert|14.]] und 15. Jahrhunderts befanden sich viele Verkaufsurkunden sowie Urkunden über die Einziehung ihrer Güter. Etliche aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau begaben sich in den Schutz aufstrebender Städte des Mittelalters, wie St. Pölten, Wien, Klosterneuburg oder München, wo sie als Patrizier und Bürger genannt wurden. Schließlich erlosch die oberösterreichische sowie die niederösterreichische Linie der Hagenauer (im 13. und im 15. Jahrhundert), wobei die Freisinger Linie keine Besitzungen oder Lehen übernehmen konnte. Letztendlich war die Freisinger Linie verarmt und im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges zogen zehntausende Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend. So wanderte einer der letzten Hagenauer der bayrischen Linie in das Erzbistum Salzburg aus, wo er eine neue Linie begründete. Nach Salzburg bestanden ja bereits vor 1500 urkundlich belegte Kontakte zu alteingesessenen Patrizier-Familien, die hohe Stellungen (wie [[Erzbischof|Erzbischöfe]] oder [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]]) in Salzburg inne hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Salzburger Linie ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - die Salzburger Linie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Freising kommend, ließ sich Mitte des [[16. Jahrhundert]]s Sebastian Hagenauer de Allershausen (aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau) im Erzbistum Salzburg am Seyfriedengut unterhalb der Burg Staufeneck (Mauthausen bei Piding) nieder. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.|Georg]] wurde 1568 mit seinem Gut am [[Högl]] (damals Salzburg) sowie einer Mühle genannt. Er gilt als der Begründer der Salzburger Linie (Ast) der Hagenauer. Dessen drei Söhne Wolfgang, Rupert und Georg waren in unmittelbarer Nähe ebenfalls begütert und hatten in alte Geschlechter des [[Rupertiwinkel]]s geheiratet. Ab Ende des 16. Jahrhunderts findet man sie in den Salzburger Urkunden als Urbar-Verwalter von Gütern des Domkapitels, des Erzstifts St. Peter sowie als Gutsverwalter von [[Schloss Staufeneck]]. Im [[17. Jahrhundert]] gelang ihnen durch den Handel mit Gewürzen, kostbaren Stoffen und Metallen erneut ein Aufstieg. Die Hagenauer von Hagenau erhielten 1671 eine Wappenbesserung und die Bestätigung ihres Adels durch den kaiserlichen Palatin. Durch enge Beziehungen zu den jeweiligen Erzbischöfen und zum Erzstift St. Peter, durch Ämter am Salzburger Fürstenhof, sowie durch Reichtum und Nepotismus, erlangten sie Ansehen und Einfluss in Salzburg. Bekannt wurden die Hagenauer als Förderer und Freunde der [[Mozart]]s und [[Johann Michael Haydn|Haydn]]s, als Künstler von Erz- und Fürstbischöfen, sowie als einflußreiche Geistliche ([[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]). Zwischen 1800 und 1816 hatten jedoch die napoleonischen Kriege das Erzbistum Salzburg und somit auch die Hagenauer hart getroffen. Einige Familienmitglieder wanderten vorerst in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz aus, deren Nachkommen dann nach Wien, die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Andere Hagenauer lebten bereits seit 1775 in der damaligen österreichischen Hafenstadt Triest. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende aus diesem Geschlecht war Josef Leopold Hagenauer. Josef Leopold war unter anderem Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Er starb im Jahr 1850 auf seinem Sitz [[Schloss Mönchstein]], das 1887 von seine Erben verkauft wurde. Die heute im Bundesland Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit diesem Geschlecht derer von Hagenau verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Wiener Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Wiener Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer (Baronne Amélie de Hagenauer), Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Die napoleonischen Kriege hatten Salzburg und die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. 1810 war Salzburg als [[Salzachkreis]] nun bayerische Provinz geworden und von 1814 bis 1854 kam das Land Salzburg als fünfter Kreis zu &amp;quot;Österreich ob der Enns&amp;quot; (Oberösterreich) mit dem Verwaltungssitz in Linz. Obwohl die Hagenauer in Salzburg noch auf Schloss Mönchstein, am [[Gurkerhof]] und auf der [[Burg Radeck]] saßen, übersiedelte die nachfolgende Generation bereits in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz. In Linz bekleideten sie als k.k. Landesbeamte die Ämter des Registratur-Direktors sowie des Landes-Baudirektors. Das gesellschaftliches Umfeld der Hagenauer bestand nun hauptsächlich aus anderen adelige Beamtenfamilien, hohen Vertretern des Klerus, sowie vielen heute noch bekannten Künstlern wie Franz Schubert, Adalbert Stifter, Moritz von Schwind etc.. Um 1870 übersiedelte Franz de Paula von Hagenauer von Linz nach Wien, sein Neffe Arnold folgte ihm später dorthin. Die anderen Linzer Hagenauer starben, ohne jedoch männliche Nachkommen zu hinterlassen. In Wien wurde Arnold von Hagenauer während des Studiums der Veterinärmedizin zunehmend als Schriftsteller tätig. Schließlich gab er sich der Schriftstellerei vollends hin, blieb unverheiratet und starb bei einem Unfall. Sein bereits früher nach Wien gezogener Onkel Franz de Paula war in Wien Direktor einer Triester Assekuranz, in der er ausschließlich kirchliche Gebäude in der Monarchie versichert hatte. Er betätigte sich, wie viele seiner Vorfahren und Nachkommen auch, sehr aktiv in der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. verlieh dem &amp;quot;&#039;&#039;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&#039;&#039;&amp;quot; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, als auch &amp;quot;&#039;&#039;für die Verdienste seiner Vorfahren&#039;&#039;&amp;quot;, die erbliche römische Baronie. Sein Sohn Simon (II.) Baron von Hagenauer heiratete in die in Wien lebende französisch-italienische Bankiersfamilie Thomas, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis eine große Anzahl von Künstlern zählten (Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach oder Ernst Lafite), vornehmlich jedoch Musiker. Mit den Lateranverträgen von 1929 wurde die päpstliche Baronie der Hagenauer im Königreich Italien rückwirkend anerkannt und per späteren Dekret als italienischer Adel auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts ausgedehnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938 wurde Hofrat Simon (III.) Baron von Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, massiv unter Druck gesetzt. Infolge seiner streng katholischen Gesinnung wurde er genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Die 1940 verwitwete Berta Baronin von Hagenauer war in Wien auf Grund ihrer ebenso religiösen Überzeugung in einer Widerstandsgruppe gegen das [[NS]]-Regime tätig. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn Wolfgang, der 1940 auf ein Schweizer Internat (St. Gallen) geschickt worden war um ihn der NS-Propaganda zu entziehen, leistete später in den Bergen Liguriens (Küstenregion in Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das totalitäre Regime des Faschismus und das NS-Regime. Seine Söhne sandte er in den 1970er Jahren auf ein Salzburger Internat, deren zahlreiche Nachkommen heute in Wien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Triester Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Triester Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto, Gruft Barone Locatelli de Hagenauer, Görz.JPG|miniatur|Familiengruft der Barone Locatelli - Hagenauer in Gorizia]][[1775]] hatte Ignaz Joachim von Hagenauer, der Begründer des Triester Zweiges, in der (damals noch österreichischen) Hafenstadt Triest sehr erfolgreich ein Handelshaus gegründet. Nach etlichen Schwierigkeiten während der napoleonischen Zeit gelang es ihm aber wieder das Handelshaus zum ersten Haus von Triest zu machen. 1814 wurde die Versicherungsgesellschaft &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; von Ignaz Joachim von Hagenauer mitbegründet, deren Direktor er wurde. Nach 1819 erwarben die Hagenauer die Villa Murat (Schloss der Caroline Bonaparte, Königin von Neapel) in Triest. Als Ignaz 1824 starb, übernahmen seine zwei Söhnen Johann Lorenz und Josef Paul das Handelshaus. Der ältere, Johann Lorenz (III.), wurde später Direktor der Lloyd Austriaco Versicherungsanstalt, sowie Vize-Präsident des constituirenden ersten österreichischen Reichstags in Triest (Partei Graf Stadion). Sein Bruder Josef Paul war ausschließlich als Handelsherr tätig, starb jedoch früh. Dessen Sohn Ignaz führte als Student und später beim Militär ein bewegtes Leben (Affären, Duelle, Spielschulden etc.). Nachdem Ignaz die k.k. Armee verlassen mußte, gründete er auf seinem Gut eine Reitschule für die gehobene Triester Gesellschaft, auf dem er jedoch bald verstarb. Sein Sohn Pyrrhus von Hagenauer wuchs auf diesem Reitgut auf und wurde einer der besten Reiter in der k.u.k. Armee. Durch seine Heirat und Arrogation in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren Locatelli von Eulenburg und Schönfeld (aus Friaul) wurde Pyrrhus sehr vermögend. 1923 erhielt &#039;&#039;&amp;quot;nobile Pyrrhus de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; durch die königliche Consulta Araldica per Dekret die Bestätigung seines Freiherrenstandes im Königreich Italien mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot;di barone del S.R.I. di Eulenburg ed Schönfeld&amp;quot;&#039;&#039;. Sein älterer Sohn Carl Georg Baron von Locatelli-Hagenauer starb während dessen Pilotenausbildung bei der königlichen italienischen Luftwaffe bereits 1942. Jedoch setzte sein jüngerer Sohn Alexander (1924 - 1987) durch die Adoption seines Stiefsohnes George Albert die Triester Linie fort. Dessen Nachkommen leben heute in Lucca und Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beständig katholische Adelsgeschlecht der Hagenauer stand stets in enger Beziehung mit der römisch-katholischen Kirche; vorerst über das Hochstift Freising, das Hochstift Regensburg und das Hochstift Passau, später über das Erzbistum Salzburg und da im Besonderen mit der Erzabtei St. Peter. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare), und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern am Salzburger Fürstenhof, am fürstbischöflichen Hof Gurk und am Hof des Fürstbistums Passau tätig. Als Künstler wurden Hagenauer hauptsächlich von katholischen Erzbischöfen, Fürstbischöfen, Domherren und Äbten beauftragt, daneben aber auch von katholischen Monarchen aus dem österreichischen Kaiserhaus und dem bairischen Kurfürstentum, sowie von Mitgliedern der katholischen Hocharistokratie. Ab circa 1865 oblag Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl von Gebäuden der katholischen Kirche in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese beständige wechselseitige Beziehung, zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer, manifestierte sich in kirchlichen Stiftungen, in der Verwaltung kirchlicher Güter, sowie in der Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen durch die Hagenauer. Andererseits wiederum erlangte das Geschlecht der Hagenauer durch und von der Kirche Besitz und Privilegien (Lehnsrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter), sowie die Aufnahme in päpstliche Ritterorden und die Verleihung der päpstlichen Baronie. Unter den Mitgliedern dieses Geschlechts findet man neben außergewöhnlichen Kirchenmännern aber auch Kreuzritter, vermögende Handelsherren, Mäzene, Künstler, Freimaurer und Mitglieder in anderen Geheimgesellschaften, sowie Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Fürstengang Bischöfe 16 - Gottschalk von Hagenau.jpg|Gottschalk von Hagenau, XVI. Bischof von Freising 994 - 1005&lt;br /&gt;
Datei:Seifried von Hagenau.jpg|Seyfried von Hagenau bzw. Hagenauer, XXVII. Abt von Melk 1378 - 1382&lt;br /&gt;
Datei:Johann Lorenz v. Hagenauer.jpg |Johann Lorenz von Hagenauer (1712 -1792), Mäzen und Freund Mozarts&lt;br /&gt;
Datei:Dominikus-hagenauer-della-croce.jpg |Dominikus von Hagenauer (1746 - 1811), LXXVII. Abt von St. Peter 1786 - 1811&lt;br /&gt;
Datei:Ignaz Joachim von Hagenauer.jpg|Ignaz Joachim von Hagenauer (1749 - 1824), Freimaurer, Handelsherr und Gründer der &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; in Triest&lt;br /&gt;
Datei: Johann Lorenz III. von Hagenauer.jpg|Johann Lorenz III. von Hagenauer (1800 - 1877), Präsident der Lloyd Austriaco, VPräsident des ersten österreichischen Reichstags &lt;br /&gt;
Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|Franz d. P. III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Großkreuz-Ritter des Piusordens, Direktor der Assicurazioni Generali&lt;br /&gt;
Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|Simon II. Baron von Hagenauer (1852 - 1920), Großkreuz-Ritter des Gregoriusordens, Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà &lt;br /&gt;
Datei:Arnold von Hagenauer.gif|Arnold von Hagenauer (1871 - 1918), Literaturkritiker und Schriftsteller in Wien &lt;br /&gt;
Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|Simon III. Baron von Hagenauer (1881-1940), Bezirkshauptmann, wirkl. Hofrat, Opfer der NS-Diktatur &lt;br /&gt;
Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|Berta Baronin von Hagenauer (1903-1972), Widerstandskämpferin in der NS-Zeit &lt;br /&gt;
Datei:Baron pyrrhus locatelli hagenauer (sterbebild).jpg|Pyrrhus Baron Locatelli - Hagenauer (1890 - 1961), k.k. Rittmeister, Bankier&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft, seinen Wandel und seine Bedeutung]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 994 wurde das Geschlecht der Hagenauer als &#039;&#039;&amp;quot;stirps nobilis de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (edles Geschlecht von Hagenau) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der Herkunft aus dem Gebiet Hagenau nördlich von Freising (Bayern) mit dem sich darauf befindlichen Edelsitz Hagenau ab. Der Flurname &amp;quot;Hagenau&amp;quot; setzt sich aus den beiden Begriffen Hagen und Au zusammen, die ihre Wurzeln in der germanischen Sprache (haga und awjo) haben. Der Name veränderte sich im Althochdeutschen (hagan und awa) und im Mittelhochdeutschen (Hagen und Ouwe), um schließlich im Frühneuhochdeutschen zum heutigen &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; zu werden. Der Name &amp;quot;von Hagenau&amp;quot;, der sich ab dem 14. Jahrhundert zunehmend und ab dem 15. Jahrhundert gänzlich zu &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; gewandelt hatte, bedeutet soviel wie &amp;quot;von der umzäunten Au&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand und Wappen ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Stand und Wappen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|Siegel des Karel von Hagenau (auch Hagenauer), 1387]] Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr [[994]] bereits als adeliges Geschlecht genannt. Im 13. Jahrhundert begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und 15. Jahrhundert führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Bereits um 1500 waren die Herren von Hagenau verarmt und ihr Adel infolge von Mesalliance verdunkelt. Ab dem 16. Jahrhundert gelang ihnen in Salzburg erneut der Aufstieg und im 17. Jahrhundert erhielten die Herren Hagenauer die Bestätigung ihres alten Adelswappens mit Wappenmehrung durch den kaiserlichen Palatin. Im 18. Jahrhundert wurde Mitgliedern des Geschlechts vom Salzburger Erzbischof als auch vom Passauer Fürstbischof das Adelsprädikat bestätigt. Der Wiener Linie wurde im 19. Jahrhundert das päpstliche Baronat (schwarzer Adel) verliehen. Per späteren Dekret wurde der erbliche italienische Freiherrenstand mit Ausdehnung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts für das Königreich Italien (weißer Adel) rückwirkenden anerkannt. Auch die Triester Linie Locatelli-Hagenauer erhielt nach Adelsarrogation die spätere Anerkennung ihres Freiherrenstandes im Königreich Italien (weißer Adel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hagenauer Stammwappen, das in vielen Urkunden, an Grabstätten und Gebäuden zu finden ist, zeigt einen Dreiberg mit Hagenbaum (-strauch). Aus dem Jahr [[1137]] stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich). Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg eine Wappenmehrung mit zwei schwarzen auffliegenden Adlern auf goldenem Grund, die Helmdecke nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold) tingiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbbegräbnisse ==&lt;br /&gt;
* Freisinger Stamm:  Kloster Weihenstephan bei Freising &lt;br /&gt;
** Salzburger Linie: [[Erzstift St. Peter]] in Salzburg ([[Petersfriedhof|Gruft]] Nr. XV, XVI sowie LII) bis [[1930]]&lt;br /&gt;
* Böheimkirchner Stamm: ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen&lt;br /&gt;
* Braunauer Stamm: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Genealogie der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stammvater wird der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen, von dem sich in direkter Stammlinie alle Nachkommen der Hagenauer ableiten. Ende des 11. Jahrhunderts hatten sich die von Hagenau in drei Linien verzweigt, wobei die zwei jüngeren Linien bereits im 13. und 15. Jahrhundert erloschen und nur die älteste Linie (der Freisinger Stamm) sich im Mannesstamm fortsetzte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der letzte bayrische Stammsitz in Allershausen aufgegeben, wonach ein Nachkomme Bayern verließ und diese Linie in Salzburg (als Salzburger Linie) fortpflanzte. Diese Salzburger Linie verzweigte sich kurz nach 1600 erneut in drei Linien (Wolfgang, Johannes und Georg), wobei die beiden jüngeren Linien ebenfalls im Mannesstamm erloschen. Aus der ältesten (Wolfgang´schen) Linie gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor, die beide heute noch blühen. Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses Hagenauer wurde vorerst ein Überblick der einzelnen Stämme, Linien, Äste und Zweige (mit den Begründern sowie den gegebenen Falls Letzten) wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit &amp;quot;Georg I.&amp;quot;) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen - Hypothesen und Fakten ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 16. Jahrhunderts erschienen in verschiedenen Publikationen diverse Theorien über die Herkunft, die Genealogie und die Geschichte der Hagenauer. Infolge des ursprünglich spärlichen Quellenmaterials waren die ersten Arbeiten über die Herren von Hagenau sehr fragmentarisch und enthielten Fehler. In späteren Publikationen setzten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Wiederholung von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Fehler und Vermutungen fort. Jedoch hatten Historiker ab dem 19. Jahrhundert durch umfangreiche und gezielte Quellenforschung, sowie durch die Erschließung von neuem Quellenmaterial (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Registern, Briefen, Analen, Biographien, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruiert und frühere Irrtümer berichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Geschlecht der Herren von Hagenau tauchten ab dem 13. Jahrhundert auch andere namensgleiche Geschlechter auf, die sich ebenfalls von Hagenau bzw. später auch Hagenauer genannt hatten. Die meisten dieser Geschlechter kamen, soweit es sich nachvollziehen lässt, aus unterschiedlichen Orten und Städten Hagenau, von denen sie ihren Namen abgeleitet hatten. Sie traten in Urkunden manchmal in (zum Geschlecht der Herren von Hagenau) divergierender Schreibweise auf, führten aber vor allem andere Wappen. Diese Geschlechter und Familien waren in der [[Schweiz]], in [[Bayern]], im [[Elsass]] und in Hessen ansässig. Ebenso wurden Mitglieder von Hagenauer Geschlechtern in [[Tirol]], in [[Oberösterreich]] und in [[Niederösterreich]] urkundlich erwähnt, wobei die meisten jener Geschlechter heute ausgestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sitze und Besitzungen ==&lt;br /&gt;
* Edelsitz und Lehen Hagenau bei Schrobenhausen, um [[1006]] bis [[1348]], geschliffen&lt;br /&gt;
* Gut bei Natz, Brixen ([[Südtirol]]), um [[1078]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen bei Neuburg am Inn, um [[1080]] &lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei [[Braunau am Inn]], erstmals erwähnt [[1088]] bis [[1262]], [[1571]] durch Brand und Hochwasser zerstört&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen, Niederösterreich, [[1098]] bis [[1347]], ([[1529]] im Türkenkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* Burg Zelking, wahrscheinlich von den Herren von Hagenau vor [[1100]] erbaut, bei Melk (Niederösterreich), Ruine &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei [[Anthering]], um [[1110]] bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Steyregg, ([[Oberösterreich|OÖ]]) bis ca. [[1150]] &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei [[Ainring]], Hagenauer Mühle,  bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)&lt;br /&gt;
* Gut in Sandelzhausen, Mainburg &lt;br /&gt;
* Gut bei Salmading, Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Schroßlach bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Pellhausen bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Piegendorf, Loiching (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Puchheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Elsenbach Dorfen&lt;br /&gt;
* Gut bei Seeon, im Chiemgau (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen und Hof zu Schauching (NÖ), bis [[1366]]&lt;br /&gt;
* Freieigener Hof zu Tresdorf (NÖ), ab [[1366]]&lt;br /&gt;
* Gut und Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen (NÖ), bis [[1347]]&lt;br /&gt;
* Mühle bei Moos an  der Fischau (bei Wr. Neustadt, NÖ) um [[1431]]&lt;br /&gt;
* Güter und Lehen zu Perchtoldsdorf (NÖ), mit Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent bis [[1439]]&lt;br /&gt;
* Gut Eggenberg bei Allershausen (Bayern), bis [[1484]]&lt;br /&gt;
* Gut in Westerndorf (bei Allershausen), bis [[1530]] oder 1545&lt;br /&gt;
* Seyfried(en)hof in Mauthausen bei [[Piding]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1550]]&lt;br /&gt;
* Hög(g)lgut bei [[Ainring]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1568]]&lt;br /&gt;
* Mautmühl, Mühl in Hagenau (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1614]]&lt;br /&gt;
* Ainringer Hof, in Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1635]]&lt;br /&gt;
* Messerschmiedhaus zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1640]]&lt;br /&gt;
* Aman(n)gut, (Vogtgut) zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1672]]&lt;br /&gt;
* Haus in Salzburg, [[Getreidegasse]] Nr. 7, um [[1676]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Haus&amp;quot; in Salzburg, [[Mozarts Geburtshaus]] Getreidegasse Nr. 9, [[1712]] bis [[1831]]&lt;br /&gt;
* Hu(e)berhof zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1720]]&lt;br /&gt;
* Geppingergut in Gepping bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1720]] &lt;br /&gt;
* Habnerguet (Weirerguet) zu Berg, ab [[1721]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Landhaus&amp;quot; im [[Nonntal]] Nr. 10 (heute [[Nonntaler Hauptstraße]] Nr. 24), ab [[1745]] &lt;br /&gt;
* [[Gurkerhof]] in Salzburg, [[1748]] - [[1835]] &lt;br /&gt;
* Seuerlhof in Adelstetten, um [[1760]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;[[Hasenhaus]]&amp;quot;, Haus am [[Kranzlmarkt]] Nr. 4 in Salzburg, [[1789]]&lt;br /&gt;
* Hallergut in [[Viehhausen]]&lt;br /&gt;
* Villa (des Königs) Murat in Triest, ([[Friaul-Julisch Venetien]], damals k.u.k Österreich, heute [[Italien]]), seit [[1819 ]] &lt;br /&gt;
* Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12), um [[1824]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Radeck]] auch Schloss Radeck genannt, mit den Gütern Seichterberg und Strobl, [[1825]] - [[1837]] &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Schlösschen&amp;quot;, [[Schloss Mönchstein]] in Salzburg, [[1833]] - [[1887]] &lt;br /&gt;
* Gut und Schloss (Villa) Angoris bei Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, seit 1918 Italien), bis [[1936]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), bis [[1922]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
* Villa Bendinelli in Lucca, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wiguleus Hund à Sulzemos: &#039;&#039;[[Metropolis Salisburgensis]]&#039;&#039;, Ingolstadt 1582&lt;br /&gt;
* [[Wiguleus Hunt|Wiguleus Hund]] à Sulzemos: &#039;&#039;Bayrisch Stammen-Buch: Der erst(ander) Theil&#039;&#039;, S.219f, Ingolstadt 1585  &lt;br /&gt;
* Gabriel Bucelin(us): &#039;&#039;Germania topo-chrono-stemmatographica sacra et profana&#039;&#039;, Band IV, Ulm 1678&lt;br /&gt;
* Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): &#039;&#039;Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13&#039;&#039;: Hagenau von und zu Hagenau, handschriftliche Aufzeichnungen in der Bayerischen Staats-Bibliothek&lt;br /&gt;
* Philibert Hueber: &#039;&#039;Austria Ex Archivis Mellicensibus Illustrata&#039;&#039;, Leipzig 1722&lt;br /&gt;
* P. Carl Meichelbeck: &#039;&#039;Historia Frisingensis: Prima Quinque Ab Adventu S.Corbiniani I.Episcopi Saecula ...&#039;&#039;, Bd. I, Augsburg 1724 [http://books.google.at/books?id=L2JEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;lpg=PA87&amp;amp;dq=meichelbeck+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=tlrCrqTna0&amp;amp;sig=dBsIpVXxt4Q0SaXC8jfSzfpffTk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q48LUsC6CYnx4QT01IHgDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=meichelbeck%20hagenauer&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Raimund Duellius: &#039;&#039;Excerpterum Genealogico - Historicorum, Libri Duo&#039;&#039;, Leipzig 1725&lt;br /&gt;
* Johann Georg Schnürer: &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen und Hof/Kalender, 1735&#039;&#039;, Salzburg 1735&lt;br /&gt;
* Hans-Jacob Leu: &#039;&#039;Allgemeines Eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon, 9. Theil von Go-He&#039;&#039;, bey Hans Ulrich Denzler, Zürich 1754&lt;br /&gt;
* Placidus Berhandtsky: &#039;&#039;Auszug der Neuesten Chronick des alten Benediktiner Klosters zu St. Peter in Salzburg, Zweyter Theil&#039;&#039;, Joh. Jos. Mayers sel. Erbinn Buchhandlung, Salzburg 1782&lt;br /&gt;
* J. Gerold: &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1784 &lt;br /&gt;
* Ludwig Albrecht Gebhardi: &#039;&#039;Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland&#039;&#039; Bd. III, Halle 1785&lt;br /&gt;
* Passauer Kirchenbuch, handschriftliche Eintragung am 21. September 1786 (Hochzeit des Johann Georg v. Hagenauer mit Karolina Leopoldina Antonia Freyin v. La Marre), Passau &lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist von Hagenauer|Johann Bapt. v. Hagenauer]]: &#039;&#039;Unterricht von der Proporzion des Menschen&#039;&#039;, k.k. Hofbuchdrucker Joseph Edler von Kuzbeck, Wien 1791 [http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=johann+bapt.+v.+hagenauer+1791&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=dmLZUuLzD46TswaXwYCYBQ&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=johann%20bapt.%20v.%20hagenauer%201791&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* F.K. Wißgrill: &#039;&#039;Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand&#039;&#039;, Bd IV, 1794&lt;br /&gt;
* [[Johann Bernhard Zezi]]:  &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender / 1794&#039;&#039;, Salzburg 1794&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1802&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1803&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staats-Schematismus des Österreichischen Kaiserthumes, 1807&#039;&#039;, Wien 1807&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Baiern, 1812&#039;&#039;, München 1812&lt;br /&gt;
* Franz Xaver Weilmeyr: &#039;&#039;Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises&#039;&#039;, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schematismus der Diözesan-Geistlichkeit des Erzbisthums Salzburg, auf das Jahr 1814&#039;&#039;, Salzburg 1814&lt;br /&gt;
* Samuel Baur: &#039;&#039;Neues Historisch- Biographisch- Literarisches- Handwörterbuch&#039;&#039;, VI. Bd., Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1816&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Pillwein]]: &#039;&#039;Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler&#039;&#039;, Salzburg 1821&lt;br /&gt;
* Franz Anton Sinnacher: &#039;&#039;Beyträge z. Geschichte d.bischöfl. Kirche Säben u. Brixen in Tyrol&#039;&#039;, Band 6, Brixen 1828&lt;br /&gt;
* Benedikt Pillwein (Hrsg.): &#039;&#039;Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg&#039;&#039; Bd. IV, Der Innkreis, Linz 1832&lt;br /&gt;
* [[Joseph Philipp Fellner]]: &#039;&#039;Familiengeschichte Fel(l)ner&#039;&#039;,  handschriftliche Aufzeichnungen, Wien 1833 (Privat-Archiv, Salzburg) &lt;br /&gt;
* Franz Xaver Scheidhardt: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836&lt;br /&gt;
* Friedrich Freiherr v. Schweickhard: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. IX, Wallishausser´s  Buchdruckerei, Wien 1837&lt;br /&gt;
* Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, Leipzig 1838&lt;br /&gt;
* Joseph Schöller: &#039;&#039;Die Bischöfe von Passau und ihre Zeitereignisse&#039;&#039;, Druck und Verlag Pustet´sche Buchhandlung, Passau 1844&lt;br /&gt;
* Andreas Chabert: &#039;&#039;Chronik Chabert&#039;&#039;, Familienchronik mit einem Kapitel über die Hagenauer, handschriftliche Aufzeichnungen, Linz 1847 (Privat-Archiv, Salzburg und Wien)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]]: &#039;&#039;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich&#039;&#039;, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 1, 1848 &lt;br /&gt;
* Martin v. Deutinger, Dompropst zu München (Hrsg.):&#039;&#039;Beyträge zur Geschichte, Topographie und Statistik des Erzbistums München und Freising&#039;&#039;, Bd. VI, München 1854&lt;br /&gt;
* Heinrich Gentner: &#039;&#039;Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing&#039;&#039;, München 1854&lt;br /&gt;
* Gustav Haider: &#039;&#039;Jahrbuch der Kaiserl. Königl. Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale&#039;&#039;, Bd. II, S.122 ff; Wien 1857&lt;br /&gt;
* Historischer Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Die Veste, das fürstliche Pflegschloß zu Traunstein&#039;&#039;, Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 19, S. 223 ff;  Kgl. Hofbuch-Druckerei G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1858-1860&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Rietstap, &#039;&#039;Armorial général &#039;&#039;, Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien, S. 870, Couda 1861&lt;br /&gt;
* Constantin von Wurzbach: &#039;&#039;Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich&#039;&#039;, 7. Bd., kaiserlich-königliche Hofdruckerei, Wien 1861&lt;br /&gt;
* Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): &#039;&#039;Deutsches Adels-Lexicon&#039;&#039;, 4. Bd., Verlag Fr. Voigt, Leipzig 1863&lt;br /&gt;
* Joseph Grassinger: &#039;&#039;Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising&#039;&#039;, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866&lt;br /&gt;
* Historische Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 27&#039;&#039;, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866-1867&lt;br /&gt;
* L. De Magny:  &#039;&#039;Armorial - et Comtes Romains - et Titres Pontificaux&#039;&#039;, Aux Archives de la Noblesse, Paris 1890&lt;br /&gt;
* Johann Ev. Lamprecht: &#039;&#039;Geistliche Ehrenhalle, das ist aus Oberösterreich entstammende Geistliche höheren Ranges&#039;&#039;, 2. Aufl. Linz 1895&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916&#039;&#039;, abgeschlossen mit Personalverordnungsblatt Nr. 44/16, teilweise bis Personalverordnungsblatt Nr. 66/16 berichtigt, K.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1916&lt;br /&gt;
* Michael Schaller: &#039;&#039;Schematismus für das K. u. K. Heer und für die  Kriegsmarine für 1918&#039;&#039;, k. k. Hof- und Staatsdruckerey, Wien 1918&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Jagd&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Reisen&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Land und Leute&#039;&#039;, Wien 1920, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* E. Tietze - Conrat: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920 &lt;br /&gt;
* Consulta araldica - Italia: &#039;&#039;Pel riconoscimento del titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg a Carlotta Maria Giorgina Matilde Locatelli ed al marito cavaliere Pirro de Hagenauer&#039;&#039;, Verlag Pallotta, fratelli (tip.), Rom 1923&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Beiträge zu Salzburger Familiengeschichte&#039;&#039;, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,  S. 148ff, Salzburg 1938&lt;br /&gt;
* [[Franz Martin]]: &#039;&#039;[[Hundert Salzburger Familien]]&#039;&#039;, Sonderdruck des Verlags der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1946&lt;br /&gt;
* Friedrich Funder: &#039;&#039;Vom Gestern ins Heute&#039;&#039;, Heroldverlag Wien, 1952&lt;br /&gt;
* I. Wegleiter: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;; Diss. Uni Wien, 1952 &lt;br /&gt;
* Stephen Tayler: &#039;&#039;who`s who in Austria 1957/58&#039;&#039;, The Central European Times Pub. Co. Ltd., 1959&lt;br /&gt;
* Franz Pfeffer, &#039;&#039;Die Trefflinger Pforte - Die Altherrschaften&#039;&#039;, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1962&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Geschichte des Hauses Hagenauer&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien, 1965  &lt;br /&gt;
* Fried Pankraz, &#039;&#039;Die Hochfreien von Hagenau bei Freising&#039;&#039;, Amperland Bd. 2, 1966&lt;br /&gt;
* Franz Tyroller, &#039;&#039;Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter&#039;&#039;, in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hg. von Wilhelm Wegener, Göttingen 1962-1969&lt;br /&gt;
* Kurt Holter, Geschichte von Schlierbach bis 1355, in: Jahrbuch des OÖ. Musealvereins. Bd. 116/1, S. 213 ff, 1971 &lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, &#039;&#039;Das Neutor&#039;&#039;, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977 &lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Schloß Staufeneck&#039;&#039;, Verlag Staufeneck, 1978&lt;br /&gt;
* Franz Brunhölzl, Max Spindler: &#039;&#039;Handbuch d. bayrischen Geschichte&#039;&#039;, C.H.Beck Verlag, München 1980&lt;br /&gt;
* Georg Hunklinger: &#039;&#039;Das Salzfass&#039;&#039;, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982&lt;br /&gt;
* Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung, Peter Krön (Hrsg.): &#039;&#039;St. Peter in Salzburg, 3. Landesausstellung&#039;&#039;, Druckhaus Nonntal / Salzburg 1982&lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985&#039;&#039;, Eigenverlag, Piding 1985 &lt;br /&gt;
* Gemeinde Ainring (Hrsg.): &#039;&#039;Ainring&#039;&#039;, Heimatbuch, Tittmoning 1990.&lt;br /&gt;
* Josef Hemmerle: &#039;&#039;Das Bistum Augsburg; Die Benediktinerabtei Benediktbeuern&#039;&#039;, Berlin, New York: de Gruyter, 1991&lt;br /&gt;
* Wilma Buchinger: &#039;&#039;Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg&#039;&#039;, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996&lt;br /&gt;
* P. Petrus Eder / Johann Kronbichler (Hrsg.): &#039;&#039;Hl. Rupert von Salzburg 696 - 1996&#039;&#039;, Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter,  Salzburg / Dommuseum / 1996&lt;br /&gt;
* G. Geromet, R. Alberti: Nobiltà della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, in Friuli e in Slovenia&#039;&#039;, Vol.1 u. 2., Verlag: Editioni della Laguna, 1999&lt;br /&gt;
* Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: &#039;&#039;Salzburger Kulturlexikon&#039;&#039;, Residenz Verlag, Salzburg 2001 &lt;br /&gt;
* Wolfgang Hagenauer: &#039;&#039;Erinnerungen&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien 2001 &lt;br /&gt;
* Martin Hofbauer: &#039;&#039;Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren&#039;&#039;; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005 &lt;br /&gt;
* Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006&lt;br /&gt;
* Salzburger Barockmuseum (Hrsg.): &#039;&#039;Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit&#039;&#039;, Eigenverlag, Salzburg 2006&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl: &#039;&#039;Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* A. Borella: &#039;&#039;Annuario della Nobiltà Italiana&#039;&#039;, Nova Ser. 2006; Milano 2007&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Angermüller]]: &#039;&#039;Maria Theresia Hagenauer&#039;&#039;, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007&lt;br /&gt;
* Plinio Correa de Oliveira: &#039;&#039;Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten&#039;&#039;, Wien, 2008&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Allmayer-Beck: &#039;&#039;Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher: Anton Beck und seine Brüder&#039;&#039;, Böhlau Verlag, Wien 2008&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: &#039;&#039;Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810&#039;&#039;; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009&lt;br /&gt;
* Giorgio Geromet:  &#039;&#039;Araldica, Nobilità e Costumi: Del Friuli e della Venezia Giulia, del Carso triestino, dell´Istria e della Dalmatia&#039;&#039;; Edizione Lugio, Triest 2009&lt;br /&gt;
* Stephan Hubinger: Herrschaftsarchiv Hagenau, Oberösterreichisches Landesarchiv, 2009&lt;br /&gt;
* Bruno Schober: &#039;&#039;Der schiefe Turm von Lanzendorf bei Böheimkirchen&#039;&#039;, 2009/2010&lt;br /&gt;
* Gunda Barth-Scalmani, Margareth Lanzinger, Ellinor Forste, Gertrude Langer-Ostrawsky: &#039;&#039;Aushandeln von Ehen, Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich&#039;&#039;, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien, 2010&lt;br /&gt;
* Roman Sandgruber: &#039;&#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&#039;&#039;, Styria Premium Verlag, Wien 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Urkunden und Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ostarrichi Gottschalk von Hagenau (Bischof von Freising), 996] [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/FreisBm/1000.1/charter#anchor?q=Gotschalk%20von%20Freising  ,1000] [http://books.google.at/books?id=AahBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;lpg=PA433&amp;amp;dq=gottschalk+von+freising++994&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ALTo0Z1uIl&amp;amp;sig=_JhiGdpo8NU64Sw9S6-t5n_k0x0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=0HobUYzXEM_Osga9yYCoDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gottschalk%20von%20freising%20%20994&amp;amp;f=false , 1006?]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-OOeLA/GleinkOSB/1088_VIII_19/charter#anchor?q=hagnowe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagnowe), 1088]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAZ/Urkunden/1108_IX_29/charter#anchor?q=hagenau   Reginbrecht von Hagenau (Reginbert de Hagenau), 1108]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAA/Urkunden/1144_VII_25/charter Regenbertus (von Hagenau, Bischof von Passau), 1144]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1147_V_16/charter#anchor?q=hagenaw Reginbert von Hagenau (Nobilis de Hagenaw), 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASF/StFlorianCanReg/1147_XII_26/charter?q=Hagenoue Reginbert von Hagenau (Bischof von Passau), Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), intaktes Siegel, 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1152_IV_28/charter?q=hagenove  Burg Hagenau (predio Hagenowe), 1152]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1179_IV_20/charter#anchor?q=hagenawe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagenawe), 1179]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1205_V_24/charter#anchor?q=hagenaw Wernhardus und Heinricus von Hagenau (Wernhardus de Hagenaw et Heinricus frater eius), 1205]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1206_01_15.1/charter?q=hagenove  Heinricus von Hagenau (Hainricush de Hagenove), 1206]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1231_VIII_03.1/charter#anchor?q=%20nobilis%20hagenau Ludwig von Hagenau (Lodewicus nobilis de Hagenowe), 1231]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenova&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Reinhard von Hagenau (Reinhardus de Hagenova), 1279]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASei/SeitenstettenOSB/1299_X_20/charter?q=hagenowe Seifried von Hagenau (her Seifri von Hagenow) und Konrad von Hagenau (Chvnrat von Hagenowe), 1299]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1318_VI_11/charter?q=seifried%20von%20hagenau Seifried von Hagenau und seine Geschwister (Seifrit, Steffan, Haidnreich und Gedrawt von Hagnawe), 1318]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1344_V_23/charter#anchor?q=hagenaw Otto von Hagenau (Herr Ott von Hagenaw), 1344]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1345_IV_04/charter Otto von Hagenau (Ott von Hagenaw), intaktes Siegel, 1345]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfarre-boeheimkirchen.net/?Kirchen_der_Pfarre:Filialkirche_St._Peter_am_Anger, Stiftung der Hagenauer, Böheimkirchen - Filialkirche St. Peter am Anger, 1347]&lt;br /&gt;
*  [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1348_VIII_27/charter#anchor?q=hagenawer  Seifrid der Hagenauer und Stephan der Hagenauer (der Hagnawaer), 1348]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=zAGSI_3iDqEC&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;dq=seifried+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=u73uUMaBMOmI0AW-2oDICg&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=seifried%20hagenauer&amp;amp;f=false Seifried Hagenauer (Abt von Melk), 1378]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAsbach/107/charter?q=hagenaw Karel von Hagenau (Karel von Hagenaw, Pfleger und Richter zu Ernekk), intaktes Siegel, 1387]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AggOCart/1394_VII_10/charter?q=hagenawer Stephan Hagenauer (Stephan der Hagenawer), Burggraf zu Purkersdorf, 1394]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/14717_XI_23/charter?q=hagenawer Bergrecht, Zehent und Vogtrecht der Hagenauer, 1417]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1417_VII_28/charter Hans Hagenauer (Hanns der Hagenawer), intaktes Siegel, 1417][http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1418_III_01/charter?q=hagenawer ,intaktes Siegel 1418]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Ak8AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ZAIJUZHILuec0AWf7oBo&amp;amp;ved=0CEsQ6AEwBTgU#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false  Hans Hagenauer (der Edle Hanns Hagenawer), 1427]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=6zMvAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;dq=edle+georg+hagenauer+1439&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4eXuUJ--FZS20QW9rIG4Bg&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=edle%20georg%20hagenauer%201439&amp;amp;f=false  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), 1439]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1439_V_31/charter  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), intaktes Siegel, 1439]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=o7FOAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;dq=hanns+hagenauer+m%C3%BCnchen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2-ruUO7WJ-nD0QX1yoFA&amp;amp;redir_esc=y#v=snippet&amp;amp;q=joannis%20hagenauer%20&amp;amp;f=false Johannes Hagenauer (Joannis Hagenauer) 1453]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-ASP/Urkunden/U_142/charter?q=hagenawer Hans Hagenauer (Hannsen Hagenawer) Hauseigentümer in München, 1454]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=uZ4EAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA485&amp;amp;dq=monumenta+boica+Num.+CCXCVII+hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Vf8IUZHtIIWK0AXSu4GgCQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=monumenta%20boica%20Num.%20CCXCVII%20hagenawer&amp;amp;f=false Georg, Hans und Conrad Hagenauer (Jorg, Hanns, Conrat Hagenawer), 1456]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAldersbach/00986/charter?q=hagenawer Thomas Hagenauer (Thoman Hagenawer), 1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1470_03_16/charter?q=hagenaw Feste Hagenau (im Besitz der von Ahaim zu Hagenau), 1470]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=qSA3AAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA141&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=jwQJUbKfDe2N0wX72oDoBA&amp;amp;ved=0CD0Q6AEwAzha#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false Stephan Hagenauer (St. Hagenawer) zu Allershausen 1484, V. Hagenauer zu Westerndorff 1492]&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=139 Stephan Hagenauer zu Allerhausen, 1487]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=UcpAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA235&amp;amp;dq=hr.+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kG7wUOrhMOiI0AX-kYHYAw&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAQ#v=snippet&amp;amp;q=hagenauer%201489&amp;amp;f=false Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer), 1489]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/100/ASPjpgweb/ASP_14930530_1624-b_r.jpg Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), 1493]&lt;br /&gt;
*[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_1624-1493_V_30/charter Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), Abt Rupert V. Keutzl von St. Peter, 1493]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/240/K.._MOM-Bilddateien._~BayHStajpgweb._~Raitenhaslach._~BayHStA-KURaitenhaslach_14960829_1392_r.jpg  Leonhard Hagenauer? (Linhard Hagenwer), 1496]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Georg_Hagenauer_I. Sebastian Hagenauer de Allershausen 1554, Georg Hagenauer 1568]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1600_04_06/charter Peter Hagenauer, 1600]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Domkapitel%20Kloster%20St.%20Peter%20%201612%20Rupert%20Hagenauer&amp;amp;f=false Rupert Hagenauer, 1612]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hanns%20Hagenauer&amp;amp;f=false Hans Hagenauer, 1631]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-SLA/Urkunden/SLA-OU_16411129_r.jpg  Hagenauer Gut (Hagenau bei Maria Plain), 1641]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=m3dAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false  Georg und Johann Hagenauer, 1701-1731]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?hl=de&amp;amp;id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Matthias+Hagenauer&amp;amp;q=Hagenauer Georg und Matthias Hagenauer, 1709]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/BayHStA-Hoeglwoerth/BayHStA-KUHoeglwoerth_17191001_00169_r.jpg Mathias Hagenauer (Mathias Haagenauer), 1719]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00050988&amp;amp;pimage=67&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=de Anton de Hagenau - Epitaph, 1742] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=gyqHA8y4VzkC&amp;amp;pg=PA503&amp;amp;dq=Wessobrunn+Dominikus+%28Dominikus%29+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kIpxUYjIHIvHsgaA6oDQAg&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Wessobrunn%20Dominikus%20%28Dominikus%29%20Hagenauer&amp;amp;f=false, Dominicus (Dominikus) Hagenauer, SubPrior von Wessobrunn, 1717-1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-AES/Urkunden/1546/charter Georg (IV.) Hagenauer (Hagenauar), 1722]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AES/AES_17240320_ReiheB-238_r.jpg Johann Hagenauer, 1724]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT186&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false Georg Hagenauer, 1735]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00043074&amp;amp;pimage=58&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=fr Dominicus Hagenauer,1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?suchbegriff=hagenauer&amp;amp;c=suchen Wolfgang Hagenauer, 1760] [http://books.google.at/books?id=0m4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA83&amp;amp;dq=chiemsee+zu+hagenau&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CaHqUK-SBIPPtAaL5ID4BQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wolfgang%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1775][http://books.google.de/books?id=1-0NAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA251&amp;amp;dq=hagenauer++v.&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=83peU_7RBITasgaMtYGwBA&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwATgK#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20%20v.&amp;amp;f=false ,1782][http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008095/images/index.html?id=00008095&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=102 ,1726-1801]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Hofkalender+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Baptist Hagenauer, 1760] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&amp;amp;q=herr+von+hagenauer&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=49pqrwwNb4&amp;amp;sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCDgU Johann Baptist von Hagenauer, 1766][http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA357&amp;amp;dq=hagenauer+salzburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20salzburg&amp;amp;f=false ,1767-1771][http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=hagenauer+sohn+des&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20sohn%20des&amp;amp;f=false ,1773-80][http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA273&amp;amp;dq=von+hagenauer&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;hl=de&amp;amp;cd=23#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1782] [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=cTY5AAAAIAAJ&amp;amp;dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&amp;amp;q=+Hagenauer+#search_anchor  ,1785][http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;dq=johann%20baptist%20von%20hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR2&amp;amp;output=embed ,1791][http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA307&amp;amp;dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1802]  [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1803] [http://books.google.at/books?id=g8Y_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA698&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=MeNrUpTkBoSl4AS8_YHgDg&amp;amp;ved=0CDwQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1807] [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&amp;amp;pg=RA3-PA614&amp;amp;dq=samuel+baur+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1810] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=sFtNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RuZrUpm5AeTj4QSy24HgBw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwATge#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false Vikar Andreas Hagenauer, 1768 u. 1769]&lt;br /&gt;
* [http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien2/galerie1643.htm (Johann) Georg Hagenauer, 1778][http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10383222_00130.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;pubPlace_str={Pa%C3%9Fau}&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=%27Hagenauer+Georg%27&amp;amp;mode=simple&amp;amp;context=%27Hagenauer%20Georg%27 ,1783] [http://books.google.at/books?id=AtxBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=hochf%C3%BCrstlicher+pa%C3%9Fauischer+Kirchen-+georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EMjuULmoDozL0AWDiYC4BQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hochf%C3%BCrstlicher%20pa%C3%9Fauischer%20Kirchen-%20georg%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1784]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_4938-1786/charter#anchor?q=hagenauer   Dominikus (Kajetan Rupert) von Hagenauer, Abt von Salzburg, 1786] [http://books.google.at/books?id=fHDhzX_U8S8C&amp;amp;pg=PA313&amp;amp;dq=abt+dominikus+v.+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4bnuUNumJu-S0QXWl4A4&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=abt%20dominikus%20v.%20hagenauer&amp;amp;f=false   ,1790][http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-StiAMB/MbOSB/StAMB-Urkunden_18100505_A-2673a_r.jpg  , 1810]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?id=etlAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR69&amp;amp;lpg=PR69&amp;amp;dq=kameral+-+Bau+-+Director&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_11gpRW-XL&amp;amp;sig=bxN3ZhY-Apxg1zUQMczZOFPSK1o&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eCaIUISJPOek4gSL54C4Cg&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false   Johann Georg von Hagenauer, 1812]  [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:LOwZR7rTj-gC&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=da-bUI-RGcTYtAauw4G4Cw&amp;amp;ved=0CCwQ6AEwAA#v=snippet&amp;amp;q=georg%20von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1813]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_5095-1825/charter?q=hagenauer Franz de Paula von Hagenauer, Herr zu Radeck, Lehenbrief von Kaiser Franz I., 1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-biographie.de/sfz56640.html Josef Paul von Hagenauer u. Hersilie von Hagenauer, 1828]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=8PA9AAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA824&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=riANUMfaCczwsgb64YTxCA&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAjge#v=onepage&amp;amp;q=herr%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Lorenz III. (Giovanni) von Hagenauer,  1865][http://books.google.at/books?id=codBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA248&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kykNUMOpB8_CtAbgq_XTCA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBziMAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1870]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=Ci0NUKSZE430sgbXs-2DCQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=9U44AAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+von+hagenauer&amp;amp;q=simon+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) von Hagenauer, 1875]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=pianogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Pio IX, Nobile Francesco III. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrpiano.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Uniform, 1884] &lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Datei:Baronesse_amelie_de_hagenauer.jpg Amélie Baronin von Hagenauer, 1888]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=ghegogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Gregorio Magno, Nobile Simon II. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrghego.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede  Uniform, 1889]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=BloIUInHBcKUsgaaxOiJAw&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=DaBtAAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+hagenauer&amp;amp;q=freiherr+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) Baron von Hagenauer (Freiherr von Hagenauer), 1905]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=MlZ1UIKPD4TXtAbQxICoDQ&amp;amp;id=GxkfAQAAMAAJ&amp;amp;dq=ranglisten+des+kaiserlich+und+1916&amp;amp;q=hagenauer#search_anchor  Rittmeister Pyrrhus von Hagenauer, 1916]&lt;br /&gt;
* [http://www.gerechte-der-pflege.net/wiki/index.php/Berta_Hagenauer Berta Baronin von Hagenauer, 1944-1945]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=5F5LAAAAYAAJ&amp;amp;q=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;dq=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=UQvkUJDwFYWg0QXeJA&amp;amp;redir_esc=y  Pyrrhus (Pirro) Baron Locatelli de Hagenauer, 1957]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=THhmAAAAMAAJ&amp;amp;q=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;dq=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xo9fU8CsJI6Wswb0jYCYDg&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAA Sabine Baroness von Hagenauer (verheiratete Proksch), 1959]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=iSWdfnLbP9UC&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;dq=Locatelli-Hagenauer,&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pV6wUf-KIsWxO_HrgPgK&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Locatelli-Hagenauer%2C&amp;amp;f=false  Alexander (Alessandro) Baron Locatelli de Hagenauer 1972 und 1977]&lt;br /&gt;
*[http://archiviostorico.corriere.it/1997/aprile/02/Notte_terrore_per_contessa_co_0_9704022842.shtml Gabriella, vedova del barone Locatelli de Hagenauer, 1997]&lt;br /&gt;
* [http://ilpiccolo.gelocal.it/cronaca/2014/03/28/news/e-morta-la-baronessa-locatelli-de-hagenauer-1.8943035 Elena baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
* [http://lnx.palazzogianfigliazzi.it/home/en/the-history/ Marie baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Hagenauer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=125 Genealogie des bayrischen Adels, Hagenau von und zu Hagenau, 992-1484]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnowe&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten von Hagenau (de Hagnowe), 1088 u. 1315]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenowe&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenowe), 1116-1382]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenaw&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenaw), 1125-1398]&lt;br /&gt;
* [http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 Karte mit Forst und Edelsitz Hagenau (Hagnawe, Hagenovve) bei Schrobenhausen, um  1300]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagenawer), 1317-1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawer), 1330-1474]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawaer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawaer), 1347-1366]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenauer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnower, Hagnawer, Hagenawer, Hagenauar, Hagenauer), 1314-1825]&lt;br /&gt;
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=slk&amp;amp;datum=19380003&amp;amp;zoom=2&amp;amp;seite=00000148 Hundert Salzburger Familien, 1938]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/76-froe/748-froe-h01.html Der Adel der Habsburgermonarchie im 19. und 20. Jahrhundert, 2008]&lt;br /&gt;
* [http://www.almanachdegotha.org/id206.html  Almanach de Saxe Gotha, 2013]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=vtZbE_AGz1Q Italien, &amp;quot;Vom schwarzen und vom weißen Adel&amp;quot;, Dokumentation 2014]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)|!|Hagenauer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer&amp;diff=348437</id>
		<title>Hagenauer</title>
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		<updated>2014-12-15T08:12:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Der Wiener Zweig */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Hagenau-Wappen Sm.png|thumb|Stammwappen der Herren von Hagenau, Helmzier der österreichischen Linien]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hagenauer&#039;&#039;&#039; sind ein altes ursprünglich bairisches Geschlecht, das im Jahr [[994]] mit dem Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie stammen aus der Gegend um Freising in [[Bayern]]; ihr Stammsitz bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising) war der Forst und Edelsitz Hagenau, von dem sich ihr Namen ableitet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - ihre Herkunft]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Hagenauer haben Historiker in den Freisinger Urkunden an Hand von Leitnamen und nach der Lage von Erbgütern bis ins Jahr 763 zurückverfolgt, was allerdings nicht gesichert ist. 763 wurden ein Abt Reginbert (Reginperht) mit dessen Bruder Irmenfried als Gründer des Klosters Scharnitz genannt. In den Freisinger Urkunden tauchten in nachfolgenden Generationen ein Erchenwert, Hartwich, nochmals ein Reginbert, Radolt, wiederum ein Reginbert, bis hin zu Rapoto und Fridericus auf, der 963 mit seinen Kindern erwähnt wurde. Der namensgebende Herkunftsort der Herren von Hagenau war der Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, nordwestlich von Freising. Der erste als &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; genannte aus dem Geschlecht war der Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau, der erstmals [[994]] urkundlich aufscheint. Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in den Freisinger Urkunden erwähnt. Als Stammvater der Hagenauer wird jedoch der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen. Ende des 11. Jahrhunderts siedelten sich Mitglieder des Geschlechts in [[Oberösterreich]] (Hartwicus von Hagenau 1088) und [[Niederösterreich]] (Reimprecht von Hagenau 1098) an und errichteten dort zwei weitere Sitze. Somit besaßen die in drei Linien (Stämme) verzweigten Hagenauer im [[12. Jahrhundert]] gleichzeitig drei Stammsitze, den ursprünglichen Edelsitz bei Schrobenhausen in Bayern, den Stammsitz bei [[Braunau am Inn]] in Oberösterreich, und den Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich. Die Burg Hagenau in Oberösterreich wurde zusammen mit mehreren Lehen [[1239]] eingezogen und (wahrscheinlich) bereits im selben Jahrhundert erlosch diese Braunauer Linie. Der Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich wurde im Jahr [[1347]] aufgegeben und im [[15. Jahrhundert]] erlosch auch der Böheimkirch´ner Stamm. Der Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen der bayrischen Linie wurde nach Verwüstungen verlassen und [[1364]] geschliffen, der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen (nordwestlich von Freising). Allershausen verblieb bis [[1484]] im Familienbesitz und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen verkauft. Das letzte Gut bei Allershausen in Bayern wurde um 1530 von Stephans Verwandten Georg Hagenauer aufgegeben. Um 1550 ließ sich dessen Sohn Sebastian Hagenauer de Allershausen im [[Erzbistum Salzburg]] bei [[Piding]] nieder. Sein Sohn Georg, Begründer der noch heute blühenden Salzburger Linie (als Wiener und Triester Zweig), wurde [[1568]] in einer Salzburger Urkunde mit seinem Gut am [[Högl]] genannt. Später waren sie in [[Ainring]] und der Stadt Salzburg beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer tauchten im 10. Jahrhundert in Bayern bei Freising auf und teilten sich im 11. Jahrhundert in die Freisinger, die Braunauer und die Böheimkirch´ner Linie. Die Braunauer Linie erlosch im 13. Jahrhundert, die Böheimkirch´ner Linie im 15. Jahrhundert. Die älteste Linie (Freisinger) setzte sich im 16. Jahrhundert im Erzbistum Salzburg als Salzburger (Ainringer) Ast fort. Aus diesem Salzburger Ast gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende Hagenauer starb Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm  ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch&#039;ner Stamm]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde Bischof Reginbert von Hagenau.jpg|miniatur|Urkunde des Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, 1147]] Im Jahr [[994]] wird in einer Urkunde &amp;quot;&#039;&#039;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&#039;&#039;&amp;quot; (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) und somit erstmals das Geschlecht der Hagenauer genannt. Mit diesem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau (992 - 1005) begann der einstweilige Aufstieg des Geschlechts. Im Zuge der Missionierung, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten im 11. Jahrhundert einige edelfreie Herren von Hagenau in Richtung südöstlicher Grenze. Dort bekleideten sie Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes Freising, des Hochstiftes Regensburg und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Die Hagenauer von Hagenau hatten sich Ende des 11. Jahrhunderts in drei Linien verzweigt und besaßen neben ihren drei Stammsitzen (bei Freising in Bayern, bei Braunau am Inn in Oberösterreich und bei Böheimkirchen in Niederösterreich) eine große Anzahl von Lehen. Im 13. Jahrhundert begann, bedingt durch die Veränderung der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und durch den Aufstieg der Wittelsbacher, der Abstieg der Hagenauer. Unter den Urkunden des [[14. Jahrhundert|14.]] und 15. Jahrhunderts befanden sich viele Verkaufsurkunden sowie Urkunden über die Einziehung ihrer Güter. Etliche aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau begaben sich in den Schutz aufstrebender Städte des Mittelalters, wie St. Pölten, Wien, Klosterneuburg oder München, wo sie als Patrizier und Bürger genannt wurden. Schließlich erlosch die oberösterreichische sowie die niederösterreichische Linie der Hagenauer (im 13. und im 15. Jahrhundert), wobei die Freisinger Linie keine Besitzungen oder Lehen übernehmen konnte. Letztendlich war die Freisinger Linie verarmt und im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges zogen zehntausende Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend. So wanderte einer der letzten Hagenauer der bayrischen Linie in das Erzbistum Salzburg aus, wo er eine neue Linie begründete. Nach Salzburg bestanden ja bereits vor 1500 urkundlich belegte Kontakte zu alteingesessenen Patrizier-Familien, die hohe Stellungen (wie [[Erzbischof|Erzbischöfe]] oder [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]]) in Salzburg inne hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Salzburger Linie ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - die Salzburger Linie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Freising kommend, ließ sich Mitte des [[16. Jahrhundert]]s Sebastian Hagenauer de Allershausen (aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau) im Erzbistum Salzburg am Seyfriedengut unterhalb der Burg Staufeneck (Mauthausen bei Piding) nieder. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.|Georg]] wurde 1568 mit seinem Gut am [[Högl]] (damals Salzburg) sowie einer Mühle genannt. Er gilt als der Begründer der Salzburger Linie (Ast) der Hagenauer. Dessen drei Söhne Wolfgang, Rupert und Georg waren in unmittelbarer Nähe ebenfalls begütert und hatten in alte Geschlechter des [[Rupertiwinkel]]s geheiratet. Ab Ende des 16. Jahrhunderts findet man sie in den Salzburger Urkunden als Urbar-Verwalter von Gütern des Domkapitels, des Erzstifts St. Peter sowie als Gutsverwalter von [[Schloss Staufeneck]]. Im [[17. Jahrhundert]] gelang ihnen durch den Handel mit Gewürzen, kostbaren Stoffen und Metallen erneut ein Aufstieg. Die Hagenauer von Hagenau erhielten 1671 eine Wappenbesserung und die Bestätigung ihres Adels durch den kaiserlichen Palatin. Durch enge Beziehungen zu den jeweiligen Erzbischöfen und zum Erzstift St. Peter, durch Ämter am Salzburger Fürstenhof, sowie durch Reichtum und Nepotismus, erlangten sie Ansehen und Einfluss in Salzburg. Bekannt wurden die Hagenauer als Förderer und Freunde der [[Mozart]]s und [[Johann Michael Haydn|Haydn]]s, als Künstler von Erz- und Fürstbischöfen, sowie als einflußreiche Geistliche ([[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]). Zwischen 1800 und 1816 hatten jedoch die napoleonischen Kriege das Erzbistum Salzburg und somit auch die Hagenauer hart getroffen. Einige Familienmitglieder wanderten vorerst in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz aus, deren Nachkommen dann nach Wien, die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Andere Hagenauer lebten bereits seit 1775 in der damaligen österreichischen Hafenstadt Triest. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende aus diesem Geschlecht war Josef Leopold Hagenauer. Josef Leopold war unter anderem Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Er starb im Jahr 1850 auf seinem Sitz [[Schloss Mönchstein]], das 1887 von seine Erben verkauft wurde. Die heute im Bundesland Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit diesem Geschlecht derer von Hagenau verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Wiener Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Wiener Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer (Baronne Amélie de Hagenauer), Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Die napoleonischen Kriege hatten Salzburg und die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. 1810 war Salzburg als [[Salzachkreis]] nun bayerische Provinz geworden und von 1814 bis 1854 kam das Land Salzburg als fünfter Kreis zu &amp;quot;Österreich ob der Enns&amp;quot; (Oberösterreich) mit dem Verwaltungssitz in Linz. Obwohl die Hagenauer in Salzburg noch auf Schloss Mönchstein, am [[Gurkerhof]] und auf der [[Burg Radeck]] saßen, übersiedelte die nachfolgende Generation bereits in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz. In Linz bekleideten sie als k.k. Landesbeamte die Ämter des Registratur-Direktors sowie des Landes-Baudirektors. Das gesellschaftliches Umfeld der Hagenauer bestand nun hauptsächlich aus anderen adelige Beamtenfamilien, hohen Vertretern des Klerus, sowie vielen heute noch bekannten Künstlern wie Franz Schubert, Adalbert Stifter, Moritz von Schwind etc.. Um 1870 übersiedelte Franz de Paula von Hagenauer von Linz nach Wien, sein Neffe Arnold folgte ihm später dorthin. Die anderen Linzer Hagenauer starben, ohne jedoch männliche Nachkommen zu hinterlassen. In Wien wurde Arnold von Hagenauer während des Studiums der Veterinärmedizin zunehmend als Schriftsteller tätig. Schließlich gab er sich der Schriftstellerei vollends hin, blieb unverheiratet und starb bei einem Unfall. Sein bereits früher nach Wien gezogener Onkel Franz de Paula war in Wien Direktor einer Triester Assekuranz, in der er ausschließlich kirchliche Gebäude in der Monarchie versichert hatte. Er betätigte sich, wie viele seiner Vorfahren und Nachkommen auch, sehr aktiv in der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. verlieh dem &amp;quot;&#039;&#039;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&#039;&#039;&amp;quot; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, als auch &amp;quot;&#039;&#039;für die Verdienste seiner Vorfahren&#039;&#039;&amp;quot;, die erbliche römische Baronie. Sein Sohn Simon (II.) Baron von Hagenauer heiratete in die in Wien lebende französisch-italienische Bankiersfamilie Thomas, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis eine große Anzahl von Künstlern zählten (Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach oder Ernst Lafite), vornehmlich jedoch Musiker. Mit den Lateranverträgen von 1929 wurde die päpstliche Baronie der Hagenauer im Königreich Italien rückwirkend anerkannt und per späteren Dekret als italienischer Adel auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts ausgedehnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938 wurde Hofrat Simon (III.) Baron von Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, massiv unter Druck gesetzt. Infolge seiner streng katholischen Gesinnung wurde er genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Die 1940 verwitwete Berta Baronin von Hagenauer war in Wien auf Grund ihrer ebenso religiösen Überzeugung in einer Widerstandsgruppe gegen das [[NS]]-Regime tätig. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn Wolfgang, der 1940 auf ein Schweizer Internat (St. Gallen) geschickt worden war um ihn der NS-Propaganda zu entziehen, leistete später in den Bergen Liguriens (Küstenregion in Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das totalitäre Regime des Faschismus und das NS-Regime. Seine Söhne sandte er in den 1970er Jahren auf ein Salzburger Internat, deren zahlreiche Nachkommen heute in Wien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Triester Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Triester Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto, Gruft Barone Locatelli de Hagenauer, Görz.JPG|miniatur|Familiengruft der Barone Locatelli - Hagenauer in Gorizia]][[1775]] hatte Ignaz Joachim von Hagenauer, der Begründer des Triester Zweiges, in der (damals noch österreichischen) Hafenstadt Triest sehr erfolgreich ein Handelshaus gegründet. Nach etlichen Schwierigkeiten während der napoleonischen Zeit gelang es ihm aber wieder das Handelshaus zum ersten Haus von Triest zu machen. 1814 wurde die Versicherungsgesellschaft &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; von Ignaz Joachim von Hagenauer mitbegründet, deren Direktor er wurde. Nach 1819 erwarben die Hagenauer die Villa Murat (Schloss der Caroline Bonaparte, Königin von Neapel) in Triest. Als Ignaz 1824 starb, übernahmen seine zwei Söhnen Johann Lorenz und Josef Paul das Handelshaus. Der ältere, Johann Lorenz (III.), wurde später Direktor der Lloyd Austriaco Versicherungsanstalt, sowie Vize-Präsident des constituirenden ersten österreichischen Reichstags in Triest (Partei Graf Stadion). Sein Bruder Josef Paul war ausschließlich als Handelsherr tätig, starb jedoch früh. Dessen Sohn Ignaz führte als Student und später beim Militär ein bewegtes Leben (Affären, Duelle, Spielschulden etc.). Nachdem Ignaz die k.k. Armee verlassen mußte, gründete er auf seinem Gut eine Reitschule für die gehobene Triester Gesellschaft, auf dem er jedoch bald verstarb. Sein Sohn Pyrrhus von Hagenauer wuchs auf diesem Reitgut auf und wurde einer der besten Reiter in der k.u.k. Armee. Durch seine Heirat und Arrogation in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren Locatelli von Eulenburg und Schönfeld (aus Friaul) wurde Pyrrhus sehr vermögend. 1923 erhielt &#039;&#039;&amp;quot;nobile Pyrrhus de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; durch die königliche Consulta Araldica per Dekret die Bestätigung seines Freiherrenstandes im Königreich Italien mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot;di barone del S.R.I. di Eulenburg ed Schönfeld&amp;quot;&#039;&#039;. Sein älterer Sohn Carl Georg Baron von Locatelli-Hagenauer starb während dessen Pilotenausbildung bei der königlichen italienischen Luftwaffe bereits 1942. Jedoch setzte sein jüngerer Sohn Alexander (1924 - 1987) durch die Adoption seines Stiefsohnes George Albert die Triester Linie fort. Dessen Nachkommen leben heute in Lucca und Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beständig katholische Adelsgeschlecht der Hagenauer stand stets in enger Beziehung mit der römisch-katholischen Kirche; vorerst über das Hochstift Freising, das Hochstift Regensburg und das Hochstift Passau, später über das Erzbistum Salzburg und da im Besonderen mit der Erzabtei St. Peter. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare), und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern am Salzburger Fürstenhof, am fürstbischöflichen Hof Gurk und am Hof des Fürstbistums Passau tätig. Als Künstler wurden Hagenauer hauptsächlich von katholischen Erzbischöfen, Fürstbischöfen, Domherren und Äbten beauftragt, daneben aber auch von katholischen Monarchen aus dem österreichischen Kaiserhaus und dem bairischen Kurfürstentum, sowie von Mitgliedern der katholischen Hocharistokratie. Ab circa 1865 oblag Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl von Gebäuden der katholischen Kirche in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese beständige wechselseitige Beziehung, zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer, manifestierte sich in kirchlichen Stiftungen, in der Verwaltung kirchlicher Güter, sowie in der Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen durch die Hagenauer. Andererseits wiederum erlangte das Geschlecht der Hagenauer durch und von der Kirche Besitz und Privilegien (Lehnsrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter), sowie die Aufnahme in päpstliche Ritterorden und die Verleihung der päpstlichen Baronie. Unter den Mitgliedern dieses Geschlechts findet man neben außergewöhnlichen Kirchenmännern aber auch Kreuzritter, vermögende Handelsherren, Mäzene, Künstler, Freimaurer und Mitglieder in anderen Geheimgesellschaften, sowie Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Fürstengang Bischöfe 16 - Gottschalk von Hagenau.jpg|Gottschalk von Hagenau, XVI. Bischof von Freising 994 - 1005&lt;br /&gt;
Datei:Seifried von Hagenau.jpg|Seyfried von Hagenau bzw. Hagenauer, XXVII. Abt von Melk 1378 - 1382&lt;br /&gt;
Datei:Johann Lorenz v. Hagenauer.jpg |Johann Lorenz von Hagenauer (1712 -1792), Mäzen und Freund Mozarts&lt;br /&gt;
Datei:Dominikus-hagenauer-della-croce.jpg |Dominikus von Hagenauer (1746 - 1811), LXXVII. Abt von St. Peter 1786 - 1811&lt;br /&gt;
Datei:Ignaz Joachim von Hagenauer.jpg|Ignaz Joachim von Hagenauer (1749 - 1824), Freimaurer, Handelsherr und Gründer der &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; in Triest&lt;br /&gt;
Datei: Johann Lorenz III. von Hagenauer.jpg|Johann Lorenz III. von Hagenauer (1800 - 1877), Präsident der Lloyd Austriaco, VPräsident des ersten österreichischen Reichstags &lt;br /&gt;
Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|Franz d. P. III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Großkreuz-Ritter des Piusordens, Direktor der Assicurazioni Generali&lt;br /&gt;
Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|Simon II. Baron von Hagenauer (1852 - 1920), Großkreuz-Ritter des Gregoriusordens, Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà &lt;br /&gt;
Datei:Arnold von Hagenauer.gif|Arnold von Hagenauer (1871 - 1918), Literaturkritiker und Schriftsteller in Wien &lt;br /&gt;
Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|Simon III. Baron von Hagenauer (1881-1940), Bezirkshauptmann, wirkl. Hofrat, Opfer der NS-Diktatur &lt;br /&gt;
Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|Berta Baronin von Hagenauer (1903-1972), Widerstandskämpferin in der NS-Zeit &lt;br /&gt;
Datei:Baron pyrrhus locatelli hagenauer (sterbebild).jpg|Pyrrhus Baron Locatelli - Hagenauer (1890 - 1961), k.k. Rittmeister, Bankier&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft, seinen Wandel und seine Bedeutung]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 994 wurde das Geschlecht der Hagenauer als &#039;&#039;&amp;quot;stirps nobilis de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (edles Geschlecht von Hagenau) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der Herkunft aus dem Gebiet Hagenau nördlich von Freising (Bayern) mit dem sich darauf befindlichen Edelsitz Hagenau ab. Der Flurname &amp;quot;Hagenau&amp;quot; setzt sich aus den beiden Begriffen Hagen und Au zusammen, die ihre Wurzeln in der germanischen Sprache (haga und awjo) haben. Der Name veränderte sich im Althochdeutschen (hagan und awa) und im Mittelhochdeutschen (Hagen und Ouwe), um schließlich im Frühneuhochdeutschen zum heutigen &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; zu werden. Der Name &amp;quot;von Hagenau&amp;quot;, der sich ab dem 14. Jahrhundert zunehmend und ab dem 15. Jahrhundert gänzlich zu &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; gewandelt hatte, bedeutet soviel wie &amp;quot;von der umzäunten Au&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand und Wappen ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Stand und Wappen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|Siegel des Karel von Hagenau (auch Hagenauer), 1387]] Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr [[994]] bereits als adeliges Geschlecht genannt. Im 13. Jahrhundert begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und 15. Jahrhundert führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Bereits um 1500 waren die Herren von Hagenau verarmt und ihr Adel infolge von Mesalliance verdunkelt. Ab dem 16. Jahrhundert gelang ihnen in Salzburg erneut der Aufstieg und im 17. Jahrhundert erhielten die Herren Hagenauer die Bestätigung ihres alten Adelswappens mit Wappenmehrung durch den kaiserlichen Palatin. Im 18. Jahrhundert wurde Mitgliedern des Geschlechts vom Salzburger Erzbischof als auch vom Passauer Fürstbischof das Adelsprädikat bestätigt. Der Wiener Linie wurde im 19. Jahrhundert das päpstliche Baronat (schwarzer Adel) verliehen. Per späteren Dekret wurde der erbliche italienische Freiherrenstand mit Ausdehnung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts für das Königreich Italien (weißer Adel) rückwirkenden anerkannt. Auch die Triester Linie Locatelli-Hagenauer erhielt nach Adelsarrogation die spätere Anerkennung ihres Freiherrenstandes im Königreich Italien (weißer Adel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hagenauer Stammwappen, das in vielen Urkunden, an Grabstätten und Gebäuden zu finden ist, zeigt einen Dreiberg mit Hagenbaum (-strauch). Aus dem Jahr [[1137]] stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich). Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg eine Wappenmehrung mit zwei schwarzen auffliegenden Adlern auf goldenem Grund, die Helmdecke nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold) tingiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbbegräbnisse ==&lt;br /&gt;
* Freisinger Stamm:  Kloster Weihenstephan bei Freising &lt;br /&gt;
** Salzburger Linie: [[Erzstift St. Peter]] in Salzburg ([[Petersfriedhof|Gruft]] Nr. XV, XVI sowie LII) bis [[1930]]&lt;br /&gt;
* Böheimkirchner Stamm: ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen&lt;br /&gt;
* Braunauer Stamm: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Genealogie der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stammvater wird der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen, von dem sich in direkter Stammlinie alle Nachkommen der Hagenauer ableiten. Ende des 11. Jahrhunderts hatten sich die von Hagenau in drei Linien verzweigt, wobei die zwei jüngeren Linien bereits im 13. und 15. Jahrhundert erloschen und nur die älteste Linie (der Freisinger Stamm) sich im Mannesstamm fortsetzte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der letzte bayrische Stammsitz in Allershausen aufgegeben, wonach ein Nachkomme Bayern verließ und diese Linie in Salzburg (als Salzburger Linie) fortpflanzte. Diese Salzburger Linie verzweigte sich kurz nach 1600 erneut in drei Linien (Wolfgang, Johannes und Georg), wobei die beiden jüngeren Linien ebenfalls im Mannesstamm erloschen. Aus der ältesten (Wolfgang´schen) Linie gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor, die beide heute noch blühen. Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses Hagenauer wurde vorerst ein Überblick der einzelnen Stämme, Linien, Äste und Zweige (mit den Begründern sowie den gegebenen Falls Letzten) wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit &amp;quot;Georg I.&amp;quot;) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen - Hypothesen und Fakten ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 16. Jahrhunderts erschienen in verschiedenen Publikationen diverse Theorien über die Herkunft, die Genealogie und die Geschichte der Hagenauer. Infolge des ursprünglich spärlichen Quellenmaterials waren die ersten Arbeiten über die Herren von Hagenau sehr fragmentarisch und enthielten Fehler. In späteren Publikationen setzten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Wiederholung von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Fehler und Vermutungen fort. Jedoch hatten Historiker ab dem 19. Jahrhundert durch umfangreiche und gezielte Quellenforschung, sowie durch die Erschließung von neuem Quellenmaterial (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Registern, Briefen, Analen, Biographien, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruiert und frühere Irrtümer berichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Geschlecht der Herren von Hagenau tauchten ab dem 13. Jahrhundert auch andere namensgleiche Geschlechter auf, die sich ebenfalls von Hagenau bzw. später auch Hagenauer genannt hatten. Die meisten dieser Geschlechter kamen, soweit es sich nachvollziehen lässt, aus unterschiedlichen Orten und Städten Hagenau, von denen sie ihren Namen abgeleitet hatten. Sie traten in Urkunden manchmal in (zum Geschlecht der Herren von Hagenau) divergierender Schreibweise auf, führten aber vor allem andere Wappen. Diese Geschlechter und Familien waren in der [[Schweiz]], in [[Bayern]], im [[Elsass]] und in Hessen ansässig. Ebenso wurden Mitglieder von Hagenauer Geschlechtern in [[Tirol]], in [[Oberösterreich]] und in [[Niederösterreich]] urkundlich erwähnt, wobei die meisten jener Geschlechter heute ausgestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sitze und Besitzungen ==&lt;br /&gt;
* Edelsitz und Lehen Hagenau bei Schrobenhausen, um [[1006]] bis [[1348]], geschliffen&lt;br /&gt;
* Gut bei Natz, Brixen ([[Südtirol]]), um [[1078]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen bei Neuburg am Inn, um [[1080]] &lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei [[Braunau am Inn]], erstmals erwähnt [[1088]] bis [[1262]], [[1571]] durch Brand und Hochwasser zerstört&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen, Niederösterreich, [[1098]] bis [[1347]], ([[1529]] im Türkenkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* Burg Zelking, wahrscheinlich von den Herren von Hagenau vor [[1100]] erbaut, bei Melk (Niederösterreich), Ruine &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei [[Anthering]], um [[1110]] bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Steyregg, ([[Oberösterreich|OÖ]]) bis ca. [[1150]] &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei [[Ainring]], Hagenauer Mühle,  bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)&lt;br /&gt;
* Gut in Sandelzhausen, Mainburg &lt;br /&gt;
* Gut bei Salmading, Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Schroßlach bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Pellhausen bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Piegendorf, Loiching (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Puchheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Elsenbach Dorfen&lt;br /&gt;
* Gut bei Seeon, im Chiemgau (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen und Hof zu Schauching (NÖ), bis [[1366]]&lt;br /&gt;
* Freieigener Hof zu Tresdorf (NÖ), ab [[1366]]&lt;br /&gt;
* Gut und Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen (NÖ), bis [[1347]]&lt;br /&gt;
* Mühle bei Moos an  der Fischau (bei Wr. Neustadt, NÖ) um [[1431]]&lt;br /&gt;
* Güter und Lehen zu Perchtoldsdorf (NÖ), mit Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent bis [[1439]]&lt;br /&gt;
* Gut Eggenberg bei Allershausen (Bayern), bis [[1484]]&lt;br /&gt;
* Gut in Westerndorf (bei Allershausen), bis [[1530]] oder 1545&lt;br /&gt;
* Seyfried(en)hof in Mauthausen bei [[Piding]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1550]]&lt;br /&gt;
* Hög(g)lgut bei [[Ainring]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1568]]&lt;br /&gt;
* Mautmühl, Mühl in Hagenau (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1614]]&lt;br /&gt;
* Ainringer Hof, in Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1635]]&lt;br /&gt;
* Messerschmiedhaus zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1640]]&lt;br /&gt;
* Aman(n)gut, (Vogtgut) zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1672]]&lt;br /&gt;
* Haus in Salzburg, [[Getreidegasse]] Nr. 7, um [[1676]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Haus&amp;quot; in Salzburg, [[Mozarts Geburtshaus]] Getreidegasse Nr. 9, [[1712]] bis [[1831]]&lt;br /&gt;
* Hu(e)berhof zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1720]]&lt;br /&gt;
* Geppingergut in Gepping bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1720]] &lt;br /&gt;
* Habnerguet (Weirerguet) zu Berg, ab [[1721]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Landhaus&amp;quot; im [[Nonntal]] Nr. 10 (heute [[Nonntaler Hauptstraße]] Nr. 24), ab [[1745]] &lt;br /&gt;
* [[Gurkerhof]] in Salzburg, [[1748]] - [[1835]] &lt;br /&gt;
* Seuerlhof in Adelstetten, um [[1760]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;[[Hasenhaus]]&amp;quot;, Haus am [[Kranzlmarkt]] Nr. 4 in Salzburg, [[1789]]&lt;br /&gt;
* Hallergut in [[Viehhausen]]&lt;br /&gt;
* Villa (des Königs) Murat in Triest, ([[Friaul-Julisch Venetien]], damals k.u.k Österreich, heute [[Italien]]), seit [[1819 ]] &lt;br /&gt;
* Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12), um [[1824]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Radeck]] auch Schloss Radeck genannt, mit den Gütern Seichterberg und Strobl, [[1825]] - [[1837]] &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Schlösschen&amp;quot;, [[Schloss Mönchstein]] in Salzburg, [[1833]] - [[1887]] &lt;br /&gt;
* Gut und Schloss (Villa) Angoris bei Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, seit 1918 Italien), bis [[1936]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), bis [[1922]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
* Villa Bendinelli in Lucca, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wiguleus Hund à Sulzemos: &#039;&#039;[[Metropolis Salisburgensis]]&#039;&#039;, Ingolstadt 1582&lt;br /&gt;
* [[Wiguleus Hunt|Wiguleus Hund]] à Sulzemos: &#039;&#039;Bayrisch Stammen-Buch: Der erst(ander) Theil&#039;&#039;, S.219f, Ingolstadt 1585  &lt;br /&gt;
* Gabriel Bucelin(us): &#039;&#039;Germania topo-chrono-stemmatographica sacra et profana&#039;&#039;, Band IV, Ulm 1678&lt;br /&gt;
* Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): &#039;&#039;Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13&#039;&#039;: Hagenau von und zu Hagenau, handschriftliche Aufzeichnungen in der Bayerischen Staats-Bibliothek&lt;br /&gt;
* Philibert Hueber: &#039;&#039;Austria Ex Archivis Mellicensibus Illustrata&#039;&#039;, Leipzig 1722&lt;br /&gt;
* P. Carl Meichelbeck: &#039;&#039;Historia Frisingensis: Prima Quinque Ab Adventu S.Corbiniani I.Episcopi Saecula ...&#039;&#039;, Bd. I, Augsburg 1724 [http://books.google.at/books?id=L2JEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;lpg=PA87&amp;amp;dq=meichelbeck+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=tlrCrqTna0&amp;amp;sig=dBsIpVXxt4Q0SaXC8jfSzfpffTk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q48LUsC6CYnx4QT01IHgDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=meichelbeck%20hagenauer&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Raimund Duellius: &#039;&#039;Excerpterum Genealogico - Historicorum, Libri Duo&#039;&#039;, Leipzig 1725&lt;br /&gt;
* Johann Georg Schnürer: &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen und Hof/Kalender, 1735&#039;&#039;, Salzburg 1735&lt;br /&gt;
* Hans-Jacob Leu: &#039;&#039;Allgemeines Eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon, 9. Theil von Go-He&#039;&#039;, bey Hans Ulrich Denzler, Zürich 1754&lt;br /&gt;
* Placidus Berhandtsky: &#039;&#039;Auszug der Neuesten Chronick des alten Benediktiner Klosters zu St. Peter in Salzburg, Zweyter Theil&#039;&#039;, Joh. Jos. Mayers sel. Erbinn Buchhandlung, Salzburg 1782&lt;br /&gt;
* J. Gerold: &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1784 &lt;br /&gt;
* Ludwig Albrecht Gebhardi: &#039;&#039;Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland&#039;&#039; Bd. III, Halle 1785&lt;br /&gt;
* Passauer Kirchenbuch, handschriftliche Eintragung am 21. September 1786 (Hochzeit des Johann Georg v. Hagenauer mit Karolina Leopoldina Antonia Freyin v. La Marre), Passau &lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist von Hagenauer|Johann Bapt. v. Hagenauer]]: &#039;&#039;Unterricht von der Proporzion des Menschen&#039;&#039;, k.k. Hofbuchdrucker Joseph Edler von Kuzbeck, Wien 1791 [http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=johann+bapt.+v.+hagenauer+1791&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=dmLZUuLzD46TswaXwYCYBQ&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=johann%20bapt.%20v.%20hagenauer%201791&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* F.K. Wißgrill: &#039;&#039;Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand&#039;&#039;, Bd IV, 1794&lt;br /&gt;
* [[Johann Bernhard Zezi]]:  &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender / 1794&#039;&#039;, Salzburg 1794&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1802&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1803&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staats-Schematismus des Österreichischen Kaiserthumes, 1807&#039;&#039;, Wien 1807&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Baiern, 1812&#039;&#039;, München 1812&lt;br /&gt;
* Franz Xaver Weilmeyr: &#039;&#039;Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises&#039;&#039;, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schematismus der Diözesan-Geistlichkeit des Erzbisthums Salzburg, auf das Jahr 1814&#039;&#039;, Salzburg 1814&lt;br /&gt;
* Samuel Baur: &#039;&#039;Neues Historisch- Biographisch- Literarisches- Handwörterbuch&#039;&#039;, VI. Bd., Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1816&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Pillwein]]: &#039;&#039;Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler&#039;&#039;, Salzburg 1821&lt;br /&gt;
* Franz Anton Sinnacher: &#039;&#039;Beyträge z. Geschichte d.bischöfl. Kirche Säben u. Brixen in Tyrol&#039;&#039;, Band 6, Brixen 1828&lt;br /&gt;
* Benedikt Pillwein (Hrsg.): &#039;&#039;Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg&#039;&#039; Bd. IV, Der Innkreis, Linz 1832&lt;br /&gt;
* [[Joseph Philipp Fellner]]: &#039;&#039;Familiengeschichte Fel(l)ner&#039;&#039;,  handschriftliche Aufzeichnungen, Wien 1833 (Privat-Archiv, Salzburg) &lt;br /&gt;
* Franz Xaver Scheidhardt: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836&lt;br /&gt;
* Friedrich Freiherr v. Schweickhard: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. IX, Wallishausser´s  Buchdruckerei, Wien 1837&lt;br /&gt;
* Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, Leipzig 1838&lt;br /&gt;
* Joseph Schöller: &#039;&#039;Die Bischöfe von Passau und ihre Zeitereignisse&#039;&#039;, Druck und Verlag Pustet´sche Buchhandlung, Passau 1844&lt;br /&gt;
* Andreas Chabert: &#039;&#039;Chronik Chabert&#039;&#039;, Familienchronik mit einem Kapitel über die Hagenauer, handschriftliche Aufzeichnungen, Linz 1847 (Privat-Archiv, Salzburg und Wien)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]]: &#039;&#039;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich&#039;&#039;, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 1, 1848 &lt;br /&gt;
* Martin v. Deutinger, Dompropst zu München (Hrsg.):&#039;&#039;Beyträge zur Geschichte, Topographie und Statistik des Erzbistums München und Freising&#039;&#039;, Bd. VI, München 1854&lt;br /&gt;
* Heinrich Gentner: &#039;&#039;Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing&#039;&#039;, München 1854&lt;br /&gt;
* Gustav Haider: &#039;&#039;Jahrbuch der Kaiserl. Königl. Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale&#039;&#039;, Bd. II, S.122 ff; Wien 1857&lt;br /&gt;
* Historischer Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Die Veste, das fürstliche Pflegschloß zu Traunstein&#039;&#039;, Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 19, S. 223 ff;  Kgl. Hofbuch-Druckerei G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1858-1860&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Rietstap, &#039;&#039;Armorial général &#039;&#039;, Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien, S. 870, Couda 1861&lt;br /&gt;
* Constantin von Wurzbach: &#039;&#039;Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich&#039;&#039;, 7. Bd., kaiserlich-königliche Hofdruckerei, Wien 1861&lt;br /&gt;
* Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): &#039;&#039;Deutsches Adels-Lexicon&#039;&#039;, 4. Bd., Verlag Fr. Voigt, Leipzig 1863&lt;br /&gt;
* Joseph Grassinger: &#039;&#039;Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising&#039;&#039;, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866&lt;br /&gt;
* Historische Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 27&#039;&#039;, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866-1867&lt;br /&gt;
* L. De Magny:  &#039;&#039;Armorial - et Comtes Romains - et Titres Pontificaux&#039;&#039;, Aux Archives de la Noblesse, Paris 1890&lt;br /&gt;
* Johann Ev. Lamprecht: &#039;&#039;Geistliche Ehrenhalle, das ist aus Oberösterreich entstammende Geistliche höheren Ranges&#039;&#039;, 2. Aufl. Linz 1895&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916&#039;&#039;, abgeschlossen mit Personalverordnungsblatt Nr. 44/16, teilweise bis Personalverordnungsblatt Nr. 66/16 berichtigt, K.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1916&lt;br /&gt;
* Michael Schaller: &#039;&#039;Schematismus für das K. u. K. Heer und für die  Kriegsmarine für 1918&#039;&#039;, k. k. Hof- und Staatsdruckerey, Wien 1918&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Jagd&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Reisen&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Land und Leute&#039;&#039;, Wien 1920, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* E. Tietze - Conrat: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920 &lt;br /&gt;
* Consulta araldica - Italia: &#039;&#039;Pel riconoscimento del titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg a Carlotta Maria Giorgina Matilde Locatelli ed al marito cavaliere Pirro de Hagenauer&#039;&#039;, Verlag Pallotta, fratelli (tip.), Rom 1923&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Beiträge zu Salzburger Familiengeschichte&#039;&#039;, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,  S. 148ff, Salzburg 1938&lt;br /&gt;
* [[Franz Martin]]: &#039;&#039;[[Hundert Salzburger Familien]]&#039;&#039;, Sonderdruck des Verlags der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1946&lt;br /&gt;
* Friedrich Funder: &#039;&#039;Vom Gestern ins Heute&#039;&#039;, Heroldverlag Wien, 1952&lt;br /&gt;
* I. Wegleiter: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;; Diss. Uni Wien, 1952 &lt;br /&gt;
* Stephen Tayler: &#039;&#039;who`s who in Austria 1957/58&#039;&#039;, The Central European Times Pub. Co. Ltd., 1959&lt;br /&gt;
* Franz Pfeffer, &#039;&#039;Die Trefflinger Pforte - Die Altherrschaften&#039;&#039;, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1962&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Geschichte des Hauses Hagenauer&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien, 1965  &lt;br /&gt;
* Fried Pankraz, &#039;&#039;Die Hochfreien von Hagenau bei Freising&#039;&#039;, Amperland Bd. 2, 1966&lt;br /&gt;
* Franz Tyroller, &#039;&#039;Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter&#039;&#039;, in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hg. von Wilhelm Wegener, Göttingen 1962-1969&lt;br /&gt;
* Kurt Holter, Geschichte von Schlierbach bis 1355, in: Jahrbuch des OÖ. Musealvereins. Bd. 116/1, S. 213 ff, 1971 &lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, &#039;&#039;Das Neutor&#039;&#039;, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977 &lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Schloß Staufeneck&#039;&#039;, Verlag Staufeneck, 1978&lt;br /&gt;
* Franz Brunhölzl, Max Spindler: &#039;&#039;Handbuch d. bayrischen Geschichte&#039;&#039;, C.H.Beck Verlag, München 1980&lt;br /&gt;
* Georg Hunklinger: &#039;&#039;Das Salzfass&#039;&#039;, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982&lt;br /&gt;
* Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung, Peter Krön (Hrsg.): &#039;&#039;St. Peter in Salzburg, 3. Landesausstellung&#039;&#039;, Druckhaus Nonntal / Salzburg 1982&lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985&#039;&#039;, Eigenverlag, Piding 1985 &lt;br /&gt;
* Gemeinde Ainring (Hrsg.): &#039;&#039;Ainring&#039;&#039;, Heimatbuch, Tittmoning 1990.&lt;br /&gt;
* Josef Hemmerle: &#039;&#039;Das Bistum Augsburg; Die Benediktinerabtei Benediktbeuern&#039;&#039;, Berlin, New York: de Gruyter, 1991&lt;br /&gt;
* Wilma Buchinger: &#039;&#039;Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg&#039;&#039;, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996&lt;br /&gt;
* P. Petrus Eder / Johann Kronbichler (Hrsg.): &#039;&#039;Hl. Rupert von Salzburg 696 - 1996&#039;&#039;, Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter,  Salzburg / Dommuseum / 1996&lt;br /&gt;
* G. Geromet, R. Alberti: Nobiltà della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, in Friuli e in Slovenia&#039;&#039;, Vol.1 u. 2., Verlag: Editioni della Laguna, 1999&lt;br /&gt;
* Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: &#039;&#039;Salzburger Kulturlexikon&#039;&#039;, Residenz Verlag, Salzburg 2001 &lt;br /&gt;
* Wolfgang Hagenauer: &#039;&#039;Erinnerungen&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien 2001 &lt;br /&gt;
* Martin Hofbauer: &#039;&#039;Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren&#039;&#039;; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005 &lt;br /&gt;
* Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006&lt;br /&gt;
* Salzburger Barockmuseum (Hrsg.): &#039;&#039;Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit&#039;&#039;, Eigenverlag, Salzburg 2006&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl: &#039;&#039;Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* A. Borella: &#039;&#039;Annuario della Nobiltà Italiana&#039;&#039;, Nova Ser. 2006; Milano 2007&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Angermüller]]: &#039;&#039;Maria Theresia Hagenauer&#039;&#039;, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007&lt;br /&gt;
* Plinio Correa de Oliveira: &#039;&#039;Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten&#039;&#039;, Wien, 2008&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Allmayer-Beck: &#039;&#039;Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher: Anton Beck und seine Brüder&#039;&#039;, Böhlau Verlag, Wien 2008&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: &#039;&#039;Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810&#039;&#039;; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009&lt;br /&gt;
* Giorgio Geromet:  &#039;&#039;Araldica, Nobilità e Costumi: Del Friuli e della Venezia Giulia, del Carso triestino, dell´Istria e della Dalmatia&#039;&#039;; Edizione Lugio, Triest 2009&lt;br /&gt;
* Stephan Hubinger: Herrschaftsarchiv Hagenau, Oberösterreichisches Landesarchiv, 2009&lt;br /&gt;
* Bruno Schober: &#039;&#039;Der schiefe Turm von Lanzendorf bei Böheimkirchen&#039;&#039;, 2009/2010&lt;br /&gt;
* Gunda Barth-Scalmani, Margareth Lanzinger, Ellinor Forste, Gertrude Langer-Ostrawsky: &#039;&#039;Aushandeln von Ehen, Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich&#039;&#039;, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien, 2010&lt;br /&gt;
* Roman Sandgruber: &#039;&#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&#039;&#039;, Styria Premium Verlag, Wien 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Urkunden und Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ostarrichi Gottschalk von Hagenau (Bischof von Freising), 996] [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/FreisBm/1000.1/charter#anchor?q=Gotschalk%20von%20Freising  ,1000] [http://books.google.at/books?id=AahBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;lpg=PA433&amp;amp;dq=gottschalk+von+freising++994&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ALTo0Z1uIl&amp;amp;sig=_JhiGdpo8NU64Sw9S6-t5n_k0x0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=0HobUYzXEM_Osga9yYCoDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gottschalk%20von%20freising%20%20994&amp;amp;f=false , 1006?]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-OOeLA/GleinkOSB/1088_VIII_19/charter#anchor?q=hagnowe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagnowe), 1088]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAZ/Urkunden/1108_IX_29/charter#anchor?q=hagenau   Reginbrecht von Hagenau (Reginbert de Hagenau), 1108]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAA/Urkunden/1144_VII_25/charter Regenbertus (von Hagenau, Bischof von Passau), 1144]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1147_V_16/charter#anchor?q=hagenaw Reginbert von Hagenau (Nobilis de Hagenaw), 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASF/StFlorianCanReg/1147_XII_26/charter?q=Hagenoue Reginbert von Hagenau (Bischof von Passau), Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), intaktes Siegel, 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1152_IV_28/charter?q=hagenove  Burg Hagenau (predio Hagenowe), 1152]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1179_IV_20/charter#anchor?q=hagenawe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagenawe), 1179]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1205_V_24/charter#anchor?q=hagenaw Wernhardus und Heinricus von Hagenau (Wernhardus de Hagenaw et Heinricus frater eius), 1205]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1206_01_15.1/charter?q=hagenove  Heinricus von Hagenau (Hainricush de Hagenove), 1206]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1231_VIII_03.1/charter#anchor?q=%20nobilis%20hagenau Ludwig von Hagenau (Lodewicus nobilis de Hagenowe), 1231]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenova&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Reinhard von Hagenau (Reinhardus de Hagenova), 1279]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASei/SeitenstettenOSB/1299_X_20/charter?q=hagenowe Seifried von Hagenau (her Seifri von Hagenow) und Konrad von Hagenau (Chvnrat von Hagenowe), 1299]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1318_VI_11/charter?q=seifried%20von%20hagenau Seifried von Hagenau und seine Geschwister (Seifrit, Steffan, Haidnreich und Gedrawt von Hagnawe), 1318]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1344_V_23/charter#anchor?q=hagenaw Otto von Hagenau (Herr Ott von Hagenaw), 1344]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1345_IV_04/charter Otto von Hagenau (Ott von Hagenaw), intaktes Siegel, 1345]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfarre-boeheimkirchen.net/?Kirchen_der_Pfarre:Filialkirche_St._Peter_am_Anger, Stiftung der Hagenauer, Böheimkirchen - Filialkirche St. Peter am Anger, 1347]&lt;br /&gt;
*  [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1348_VIII_27/charter#anchor?q=hagenawer  Seifrid der Hagenauer und Stephan der Hagenauer (der Hagnawaer), 1348]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=zAGSI_3iDqEC&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;dq=seifried+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=u73uUMaBMOmI0AW-2oDICg&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=seifried%20hagenauer&amp;amp;f=false Seifried Hagenauer (Abt von Melk), 1378]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAsbach/107/charter?q=hagenaw Karel von Hagenau (Karel von Hagenaw, Pfleger und Richter zu Ernekk), intaktes Siegel, 1387]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AggOCart/1394_VII_10/charter?q=hagenawer Stephan Hagenauer (Stephan der Hagenawer), Burggraf zu Purkersdorf, 1394]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/14717_XI_23/charter?q=hagenawer Bergrecht, Zehent und Vogtrecht der Hagenauer, 1417]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1417_VII_28/charter Hans Hagenauer (Hanns der Hagenawer), intaktes Siegel, 1417][http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1418_III_01/charter?q=hagenawer ,intaktes Siegel 1418]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Ak8AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ZAIJUZHILuec0AWf7oBo&amp;amp;ved=0CEsQ6AEwBTgU#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false  Hans Hagenauer (der Edle Hanns Hagenawer), 1427]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=6zMvAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;dq=edle+georg+hagenauer+1439&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4eXuUJ--FZS20QW9rIG4Bg&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=edle%20georg%20hagenauer%201439&amp;amp;f=false  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), 1439]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1439_V_31/charter  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), intaktes Siegel, 1439]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=o7FOAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;dq=hanns+hagenauer+m%C3%BCnchen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2-ruUO7WJ-nD0QX1yoFA&amp;amp;redir_esc=y#v=snippet&amp;amp;q=joannis%20hagenauer%20&amp;amp;f=false Johannes Hagenauer (Joannis Hagenauer) 1453]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-ASP/Urkunden/U_142/charter?q=hagenawer Hans Hagenauer (Hannsen Hagenawer) Hauseigentümer in München, 1454]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=uZ4EAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA485&amp;amp;dq=monumenta+boica+Num.+CCXCVII+hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Vf8IUZHtIIWK0AXSu4GgCQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=monumenta%20boica%20Num.%20CCXCVII%20hagenawer&amp;amp;f=false Georg, Hans und Conrad Hagenauer (Jorg, Hanns, Conrat Hagenawer), 1456]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAldersbach/00986/charter?q=hagenawer Thomas Hagenauer (Thoman Hagenawer), 1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1470_03_16/charter?q=hagenaw Feste Hagenau (im Besitz der von Ahaim zu Hagenau), 1470]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=qSA3AAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA141&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=jwQJUbKfDe2N0wX72oDoBA&amp;amp;ved=0CD0Q6AEwAzha#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false Stephan Hagenauer (St. Hagenawer) zu Allershausen 1484, V. Hagenauer zu Westerndorff 1492]&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=139 Stephan Hagenauer zu Allerhausen, 1487]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=UcpAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA235&amp;amp;dq=hr.+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kG7wUOrhMOiI0AX-kYHYAw&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAQ#v=snippet&amp;amp;q=hagenauer%201489&amp;amp;f=false Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer), 1489]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/100/ASPjpgweb/ASP_14930530_1624-b_r.jpg Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), 1493]&lt;br /&gt;
*[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_1624-1493_V_30/charter Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), Abt Rupert V. Keutzl von St. Peter, 1493]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/240/K.._MOM-Bilddateien._~BayHStajpgweb._~Raitenhaslach._~BayHStA-KURaitenhaslach_14960829_1392_r.jpg  Leonhard Hagenauer? (Linhard Hagenwer), 1496]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Georg_Hagenauer_I. Sebastian Hagenauer de Allershausen 1554, Georg Hagenauer 1568]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1600_04_06/charter Peter Hagenauer, 1600]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Domkapitel%20Kloster%20St.%20Peter%20%201612%20Rupert%20Hagenauer&amp;amp;f=false Rupert Hagenauer, 1612]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hanns%20Hagenauer&amp;amp;f=false Hans Hagenauer, 1631]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-SLA/Urkunden/SLA-OU_16411129_r.jpg  Hagenauer Gut (Hagenau bei Maria Plain), 1641]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=m3dAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false  Georg und Johann Hagenauer, 1701-1731]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?hl=de&amp;amp;id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Matthias+Hagenauer&amp;amp;q=Hagenauer Georg und Matthias Hagenauer, 1709]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/BayHStA-Hoeglwoerth/BayHStA-KUHoeglwoerth_17191001_00169_r.jpg Mathias Hagenauer (Mathias Haagenauer), 1719]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00050988&amp;amp;pimage=67&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=de Anton de Hagenau - Epitaph, 1742] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=gyqHA8y4VzkC&amp;amp;pg=PA503&amp;amp;dq=Wessobrunn+Dominikus+%28Dominikus%29+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kIpxUYjIHIvHsgaA6oDQAg&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Wessobrunn%20Dominikus%20%28Dominikus%29%20Hagenauer&amp;amp;f=false, Dominicus (Dominikus) Hagenauer, SubPrior von Wessobrunn, 1717-1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-AES/Urkunden/1546/charter Georg (IV.) Hagenauer (Hagenauar), 1722]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AES/AES_17240320_ReiheB-238_r.jpg Johann Hagenauer, 1724]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT186&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false Georg Hagenauer, 1735]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00043074&amp;amp;pimage=58&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=fr Dominicus Hagenauer,1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?suchbegriff=hagenauer&amp;amp;c=suchen Wolfgang Hagenauer, 1760] [http://books.google.at/books?id=0m4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA83&amp;amp;dq=chiemsee+zu+hagenau&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CaHqUK-SBIPPtAaL5ID4BQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wolfgang%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1775][http://books.google.de/books?id=1-0NAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA251&amp;amp;dq=hagenauer++v.&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=83peU_7RBITasgaMtYGwBA&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwATgK#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20%20v.&amp;amp;f=false ,1782][http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008095/images/index.html?id=00008095&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=102 ,1726-1801]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Hofkalender+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Baptist Hagenauer, 1760] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&amp;amp;q=herr+von+hagenauer&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=49pqrwwNb4&amp;amp;sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCDgU Johann Baptist von Hagenauer, 1766][http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA357&amp;amp;dq=hagenauer+salzburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20salzburg&amp;amp;f=false ,1767-1771][http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=hagenauer+sohn+des&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20sohn%20des&amp;amp;f=false ,1773-80][http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA273&amp;amp;dq=von+hagenauer&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;hl=de&amp;amp;cd=23#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1782] [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=cTY5AAAAIAAJ&amp;amp;dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&amp;amp;q=+Hagenauer+#search_anchor  ,1785][http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;dq=johann%20baptist%20von%20hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR2&amp;amp;output=embed ,1791][http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA307&amp;amp;dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1802]  [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1803] [http://books.google.at/books?id=g8Y_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA698&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=MeNrUpTkBoSl4AS8_YHgDg&amp;amp;ved=0CDwQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1807] [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&amp;amp;pg=RA3-PA614&amp;amp;dq=samuel+baur+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1810] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=sFtNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RuZrUpm5AeTj4QSy24HgBw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwATge#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false Vikar Andreas Hagenauer, 1768 u. 1769]&lt;br /&gt;
* [http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien2/galerie1643.htm (Johann) Georg Hagenauer, 1778][http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10383222_00130.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;pubPlace_str={Pa%C3%9Fau}&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=%27Hagenauer+Georg%27&amp;amp;mode=simple&amp;amp;context=%27Hagenauer%20Georg%27 ,1783] [http://books.google.at/books?id=AtxBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=hochf%C3%BCrstlicher+pa%C3%9Fauischer+Kirchen-+georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EMjuULmoDozL0AWDiYC4BQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hochf%C3%BCrstlicher%20pa%C3%9Fauischer%20Kirchen-%20georg%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1784]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_4938-1786/charter#anchor?q=hagenauer   Dominikus (Kajetan Rupert) von Hagenauer, Abt von Salzburg, 1786] [http://books.google.at/books?id=fHDhzX_U8S8C&amp;amp;pg=PA313&amp;amp;dq=abt+dominikus+v.+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4bnuUNumJu-S0QXWl4A4&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=abt%20dominikus%20v.%20hagenauer&amp;amp;f=false   ,1790][http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-StiAMB/MbOSB/StAMB-Urkunden_18100505_A-2673a_r.jpg  , 1810]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?id=etlAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR69&amp;amp;lpg=PR69&amp;amp;dq=kameral+-+Bau+-+Director&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_11gpRW-XL&amp;amp;sig=bxN3ZhY-Apxg1zUQMczZOFPSK1o&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eCaIUISJPOek4gSL54C4Cg&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false   Johann Georg von Hagenauer, 1812]  [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:LOwZR7rTj-gC&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=da-bUI-RGcTYtAauw4G4Cw&amp;amp;ved=0CCwQ6AEwAA#v=snippet&amp;amp;q=georg%20von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1813]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_5095-1825/charter?q=hagenauer Franz de Paula von Hagenauer, Herr zu Radeck, Lehenbrief von Kaiser Franz I., 1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-biographie.de/sfz56640.html Josef Paul von Hagenauer u. Hersilie von Hagenauer, 1828]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=8PA9AAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA824&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=riANUMfaCczwsgb64YTxCA&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAjge#v=onepage&amp;amp;q=herr%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Lorenz III. (Giovanni) von Hagenauer,  1865][http://books.google.at/books?id=codBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA248&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kykNUMOpB8_CtAbgq_XTCA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBziMAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1870]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=Ci0NUKSZE430sgbXs-2DCQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=9U44AAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+von+hagenauer&amp;amp;q=simon+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) von Hagenauer, 1875]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=pianogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Pio IX, Nobile Francesco III. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrpiano.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Uniform, 1884] &lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Datei:Baronesse_amelie_de_hagenauer.jpg Amélie Baronin von Hagenauer, 1888]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=ghegogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Gregorio Magno, Nobile Simon II. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrghego.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede  Uniform, 1889]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=BloIUInHBcKUsgaaxOiJAw&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=DaBtAAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+hagenauer&amp;amp;q=freiherr+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) Baron von Hagenauer (Freiherr von Hagenauer), 1905]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=MlZ1UIKPD4TXtAbQxICoDQ&amp;amp;id=GxkfAQAAMAAJ&amp;amp;dq=ranglisten+des+kaiserlich+und+1916&amp;amp;q=hagenauer#search_anchor  Rittmeister Pyrrhus von Hagenauer, 1916]&lt;br /&gt;
* [http://www.gerechte-der-pflege.net/wiki/index.php/Berta_Hagenauer Berta Baronin von Hagenauer, 1944-1945]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=5F5LAAAAYAAJ&amp;amp;q=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;dq=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=UQvkUJDwFYWg0QXeJA&amp;amp;redir_esc=y  Pyrrhus (Pirro) Baron Locatelli de Hagenauer, 1957]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=THhmAAAAMAAJ&amp;amp;q=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;dq=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xo9fU8CsJI6Wswb0jYCYDg&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAA Sabine Baroness von Hagenauer (verheiratete Proksch), 1959]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=iSWdfnLbP9UC&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;dq=Locatelli-Hagenauer,&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pV6wUf-KIsWxO_HrgPgK&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Locatelli-Hagenauer%2C&amp;amp;f=false  Alexander (Alessandro) Baron Locatelli de Hagenauer 1972 und 1977]&lt;br /&gt;
*[http://archiviostorico.corriere.it/1997/aprile/02/Notte_terrore_per_contessa_co_0_9704022842.shtml Gabriella, vedova del barone Locatelli de Hagenauer, 1997]&lt;br /&gt;
* [http://ilpiccolo.gelocal.it/cronaca/2014/03/28/news/e-morta-la-baronessa-locatelli-de-hagenauer-1.8943035 Elena baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
* [http://lnx.palazzogianfigliazzi.it/home/en/the-history/ Marie baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Hagenauer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=125 Genealogie des bayrischen Adels, Hagenau von und zu Hagenau, 992-1484]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnowe&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten von Hagenau (de Hagnowe), 1088 u. 1315]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenowe&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenowe), 1116-1382]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenaw&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenaw), 1125-1398]&lt;br /&gt;
* [http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 Karte mit Forst und Edelsitz Hagenau (Hagnawe, Hagenovve) bei Schrobenhausen, um  1300]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagenawer), 1317-1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawer), 1330-1474]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawaer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawaer), 1347-1366]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenauer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnower, Hagnawer, Hagenawer, Hagenauar, Hagenauer), 1314-1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/165-texte/1078-martin.html Hundert Salzburger Familien, 1938]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/76-froe/748-froe-h01.html Der Adel der Habsburgermonarchie im 19. und 20. Jahrhundert, 2008]&lt;br /&gt;
* [http://www.almanachdegotha.org/id206.html  Almanach de Saxe Gotha, 2013]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=vtZbE_AGz1Q Italien, &amp;quot;Vom schwarzen und vom weißen Adel&amp;quot;, Dokumentation 2014]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)|!|Hagenauer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer&amp;diff=344909</id>
		<title>Hagenauer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer&amp;diff=344909"/>
		<updated>2014-11-01T17:33:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Urkunden und Einzelnachweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Hagenau-Wappen Sm.png|thumb|Stammwappen der Herren von Hagenau, Helmzier der österreichischen Linien]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hagenauer&#039;&#039;&#039; sind ein altes ursprünglich bairisches Geschlecht, das im Jahr [[994]] mit dem Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie stammen aus der Gegend um Freising in [[Bayern]]; ihr Stammsitz bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising) war der Forst und Edelsitz Hagenau, von dem sich ihr Namen ableitet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - ihre Herkunft]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Hagenauer haben Historiker in den Freisinger Urkunden an Hand von Leitnamen und nach der Lage von Erbgütern bis ins Jahr 763 zurückverfolgt, was allerdings nicht gesichert ist. 763 wurden ein Abt Reginbert (Reginperht) mit dessen Bruder Irmenfried als Gründer des Klosters Scharnitz genannt. In den Freisinger Urkunden tauchten in nachfolgenden Generationen ein Erchenwert, Hartwich, nochmals ein Reginbert, Radolt, wiederum ein Reginbert, bis hin zu Rapoto und Fridericus auf, der 963 mit seinen Kindern erwähnt wurde. Der namensgebende Herkunftsort der Herren von Hagenau war der Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, nordwestlich von Freising. Der erste als &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; genannte aus dem Geschlecht war der Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau, der erstmals [[994]] urkundlich aufscheint. Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in den Freisinger Urkunden erwähnt. Als Stammvater der Hagenauer wird jedoch der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen. Ende des 11. Jahrhunderts siedelten sich Mitglieder des Geschlechts in [[Oberösterreich]] (Hartwicus von Hagenau 1088) und [[Niederösterreich]] (Reimprecht von Hagenau 1098) an und errichteten dort zwei weitere Sitze. Somit besaßen die in drei Linien (Stämme) verzweigten Hagenauer im [[12. Jahrhundert]] gleichzeitig drei Stammsitze, den ursprünglichen Edelsitz bei Schrobenhausen in Bayern, den Stammsitz bei [[Braunau am Inn]] in Oberösterreich, und den Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich. Die Burg Hagenau in Oberösterreich wurde zusammen mit mehreren Lehen [[1239]] eingezogen und (wahrscheinlich) bereits im selben Jahrhundert erlosch diese Braunauer Linie. Der Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich wurde im Jahr [[1347]] aufgegeben und im [[15. Jahrhundert]] erlosch auch der Böheimkirch´ner Stamm. Der Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen der bayrischen Linie wurde nach Verwüstungen verlassen und [[1364]] geschliffen, der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen (nordwestlich von Freising). Allershausen verblieb bis [[1484]] im Familienbesitz und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen verkauft. Das letzte Gut bei Allershausen in Bayern wurde um 1530 von Stephans Verwandten Georg Hagenauer aufgegeben. Um 1550 ließ sich dessen Sohn Sebastian Hagenauer de Allershausen im [[Erzbistum Salzburg]] bei [[Piding]] nieder. Sein Sohn Georg, Begründer der noch heute blühenden Salzburger Linie (als Wiener und Triester Zweig), wurde [[1568]] in einer Salzburger Urkunde mit seinem Gut am [[Högl]] genannt. Später waren sie in [[Ainring]] und der Stadt Salzburg beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer tauchten im 10. Jahrhundert in Bayern bei Freising auf und teilten sich im 11. Jahrhundert in die Freisinger, die Braunauer und die Böheimkirch´ner Linie. Die Braunauer Linie erlosch im 13. Jahrhundert, die Böheimkirch´ner Linie im 15. Jahrhundert. Die älteste Linie (Freisinger) setzte sich im 16. Jahrhundert im Erzbistum Salzburg als Salzburger (Ainringer) Ast fort. Aus diesem Salzburger Ast gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende Hagenauer starb Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm  ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch&#039;ner Stamm]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde Bischof Reginbert von Hagenau.jpg|miniatur|Urkunde des Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, 1147]] Im Jahr [[994]] wird in einer Urkunde &amp;quot;&#039;&#039;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&#039;&#039;&amp;quot; (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) und somit erstmals das Geschlecht der Hagenauer genannt. Mit diesem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau (992 - 1005) begann der einstweilige Aufstieg des Geschlechts. Im Zuge der Missionierung, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten im 11. Jahrhundert einige edelfreie Herren von Hagenau in Richtung südöstlicher Grenze. Dort bekleideten sie Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes Freising, des Hochstiftes Regensburg und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Die Hagenauer von Hagenau hatten sich Ende des 11. Jahrhunderts in drei Linien verzweigt und besaßen neben ihren drei Stammsitzen (bei Freising in Bayern, bei Braunau am Inn in Oberösterreich und bei Böheimkirchen in Niederösterreich) eine große Anzahl von Lehen. Im 13. Jahrhundert begann, bedingt durch die Veränderung der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und durch den Aufstieg der Wittelsbacher, der Abstieg der Hagenauer. Unter den Urkunden des [[14. Jahrhundert|14.]] und 15. Jahrhunderts befanden sich viele Verkaufsurkunden sowie Urkunden über die Einziehung ihrer Güter. Etliche aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau begaben sich in den Schutz aufstrebender Städte des Mittelalters, wie St. Pölten, Wien, Klosterneuburg oder München, wo sie als Patrizier und Bürger genannt wurden. Schließlich erlosch die oberösterreichische sowie die niederösterreichische Linie der Hagenauer (im 13. und im 15. Jahrhundert), wobei die Freisinger Linie keine Besitzungen oder Lehen übernehmen konnte. Letztendlich war die Freisinger Linie verarmt und im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges zogen zehntausende Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend. So wanderte einer der letzten Hagenauer der bayrischen Linie in das Erzbistum Salzburg aus, wo er eine neue Linie begründete. Nach Salzburg bestanden ja bereits vor 1500 urkundlich belegte Kontakte zu alteingesessenen Patrizier-Familien, die hohe Stellungen (wie [[Erzbischof|Erzbischöfe]] oder [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]]) in Salzburg inne hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Salzburger Linie ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - die Salzburger Linie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Freising kommend, ließ sich Mitte des [[16. Jahrhundert]]s Sebastian Hagenauer de Allershausen (aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau) im Erzbistum Salzburg am Seyfriedengut unterhalb der Burg Staufeneck (Mauthausen bei Piding) nieder. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.|Georg]] wurde 1568 mit seinem Gut am [[Högl]] (damals Salzburg) sowie einer Mühle genannt. Er gilt als der Begründer der Salzburger Linie (Ast) der Hagenauer. Dessen drei Söhne Wolfgang, Rupert und Georg waren in unmittelbarer Nähe ebenfalls begütert und hatten in alte Geschlechter des [[Rupertiwinkel]]s geheiratet. Ab Ende des 16. Jahrhunderts findet man sie in den Salzburger Urkunden als Urbar-Verwalter von Gütern des Domkapitels, des Erzstifts St. Peter sowie als Gutsverwalter von [[Schloss Staufeneck]]. Im [[17. Jahrhundert]] gelang ihnen durch den Handel mit Gewürzen, kostbaren Stoffen und Metallen erneut ein Aufstieg. Die Hagenauer von Hagenau erhielten 1671 eine Wappenbesserung und die Bestätigung ihres Adels durch den kaiserlichen Palatin. Durch enge Beziehungen zu den jeweiligen Erzbischöfen und zum Erzstift St. Peter, durch Ämter am Salzburger Fürstenhof, sowie durch Reichtum und Nepotismus, erlangten sie Ansehen und Einfluss in Salzburg. Bekannt wurden die Hagenauer als Förderer und Freunde der [[Mozart]]s und [[Johann Michael Haydn|Haydn]]s, als Künstler von Erz- und Fürstbischöfen, sowie als einflußreiche Geistliche ([[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]). Zwischen 1800 und 1816 hatten jedoch die napoleonischen Kriege das Erzbistum Salzburg und somit auch die Hagenauer hart getroffen. Einige Familienmitglieder wanderten vorerst in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz aus, deren Nachkommen dann nach Wien, die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Andere Hagenauer lebten bereits seit 1775 in der damaligen österreichischen Hafenstadt Triest. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende aus diesem Geschlecht war Josef Leopold Hagenauer. Josef Leopold war unter anderem Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Er starb im Jahr 1850 auf seinem Sitz [[Schloss Mönchstein]], das 1887 von seine Erben verkauft wurde. Die heute im Bundesland Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit diesem Geschlecht derer von Hagenau verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Wiener Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Wiener Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer (Baronne Amélie de Hagenauer), Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Die napoleonischen Kriege hatten Salzburg und die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. 1810 war Salzburg als [[Salzachkreis]] nun bayerische Provinz geworden und von 1814 bis 1854 kam das Land Salzburg als fünfter Kreis zu &amp;quot;Österreich ob der Enns&amp;quot; (Oberösterreich) mit dem Verwaltungssitz in Linz. Obwohl die Hagenauer in Salzburg noch auf Schloss Mönchstein, am [[Gurkerhof]] und auf der [[Burg Radeck]] saßen, übersiedelte die nachfolgende Generation bereits in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz. In Linz bekleideten sie als k.k. Landesbeamte die Ämter des Registratur-Direktors sowie des Landes-Baudirektors. Das gesellschaftliches Umfeld der Hagenauer bestand nun hauptsächlich aus anderen adelige Beamtenfamilien, hohen Vertretern des Klerus, sowie vielen heute noch bekannten Künstlern wie Franz Schubert, Adalbert Stifter, Moritz von Schwind etc.. Um 1870 übersiedelte Franz de Paula von Hagenauer von Linz nach Wien, sein Neffe Arnold folgte ihm später dorthin. Die anderen Linzer Hagenauer starben, ohne jedoch männliche Nachkommen zu hinterlassen. In Wien wurde Arnold von Hagenauer während des Studiums der Veterinärmedizin zunehmend als Schriftsteller tätig. Schließlich gab er sich der Schriftstellerei vollends hin, blieb unverheiratet und starb bei einem Unfall. Sein bereits früher nach Wien gezogener Onkel Franz de Paula war in Wien Direktor einer Triester Assekuranz, in der er ausschließlich kirchliche Gebäude in der Monarchie versichert hatte. Er betätigte sich, wie viele seiner Vorfahren und Nachkommen auch, sehr aktiv in der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. verlieh dem &amp;quot;&#039;&#039;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&#039;&#039;&amp;quot; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, als auch &amp;quot;&#039;&#039;für die Verdienste seiner Vorfahren&#039;&#039;&amp;quot;, die erbliche römische Baronie. Sein Sohn Simon (II.) Baron von Hagenauer heiratete in die in Wien lebende französisch-italienische Bankiersfamilie Thomas, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis eine große Anzahl von Künstlern zählten (Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach oder Ernst Lafite), vornehmlich jedoch Musiker. Mit den Lateranverträgen von 1929 wurde die päpstliche Baronie der Hagenauer im Königreich Italien rückwirkend anerkannt und per späteren Dekret als italienischer Adel auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts ausgedehnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938 wurde Hofrat Simon (III.) Baron von Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, massiv unter Druck gesetzt. Infolge seiner streng katholischen Gesinnung wurde er genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Die 1940 verwitwete Berta Baronin von Hagenauer war in Wien auf Grund ihrer ebenso religiösen Überzeugung in einer Widerstandsgruppe gegen das [[NS]]-Regime tätig. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn Wolfgang, der 1940 auf ein Schweizer Internat (St. Gallen) geschickt worden war um ihn der NS-Propaganda zu entziehen, leistete später in den Bergen Liguriens (Küstenregion in Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das totalitäre Regime des Faschismus. Seine Söhne sandte er in den 1970er Jahren auf ein Salzburger Internat, deren zahlreiche Nachkommen heute in Wien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Triester Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Triester Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto, Gruft Barone Locatelli de Hagenauer, Görz.JPG|miniatur|Familiengruft der Barone Locatelli - Hagenauer in Gorizia]][[1775]] hatte Ignaz Joachim von Hagenauer, der Begründer des Triester Zweiges, in der (damals noch österreichischen) Hafenstadt Triest sehr erfolgreich ein Handelshaus gegründet. Nach etlichen Schwierigkeiten während der napoleonischen Zeit gelang es ihm aber wieder das Handelshaus zum ersten Haus von Triest zu machen. 1814 wurde die Versicherungsgesellschaft &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; von Ignaz Joachim von Hagenauer mitbegründet, deren Direktor er wurde. Nach 1819 erwarben die Hagenauer die Villa Murat (Schloss der Caroline Bonaparte, Königin von Neapel) in Triest. Als Ignaz 1824 starb, übernahmen seine zwei Söhnen Johann Lorenz und Josef Paul das Handelshaus. Der ältere, Johann Lorenz (III.), wurde später Direktor der Lloyd Austriaco Versicherungsanstalt, sowie Vize-Präsident des constituirenden ersten österreichischen Reichstags in Triest (Partei Graf Stadion). Sein Bruder Josef Paul war ausschließlich als Handelsherr tätig, starb jedoch früh. Dessen Sohn Ignaz führte als Student und später beim Militär ein bewegtes Leben (Affären, Duelle, Spielschulden etc.). Nachdem Ignaz die k.k. Armee verlassen mußte, gründete er auf seinem Gut eine Reitschule für die gehobene Triester Gesellschaft, auf dem er jedoch bald verstarb. Sein Sohn Pyrrhus von Hagenauer wuchs auf diesem Reitgut auf und wurde einer der besten Reiter in der k.u.k. Armee. Durch seine Heirat und Arrogation in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren Locatelli von Eulenburg und Schönfeld (aus Friaul) wurde Pyrrhus sehr vermögend. 1923 erhielt &#039;&#039;&amp;quot;nobile Pyrrhus de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; durch die königliche Consulta Araldica per Dekret die Bestätigung seines Freiherrenstandes im Königreich Italien mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot;di barone del S.R.I. di Eulenburg ed Schönfeld&amp;quot;&#039;&#039;. Sein älterer Sohn Carl Georg Baron von Locatelli-Hagenauer starb während dessen Pilotenausbildung bei der königlichen italienischen Luftwaffe bereits 1942. Jedoch setzte sein jüngerer Sohn Alexander (1924 - 1987) durch die Adoption seines Stiefsohnes George Albert die Triester Linie fort. Dessen Nachkommen leben heute in Lucca und Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beständig katholische Adelsgeschlecht der Hagenauer stand stets in enger Beziehung mit der römisch-katholischen Kirche; vorerst über das Hochstift Freising, das Hochstift Regensburg und das Hochstift Passau, später über das Erzbistum Salzburg und da im Besonderen mit der Erzabtei St. Peter. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare), und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern am Salzburger Fürstenhof, am fürstbischöflichen Hof Gurk und am Hof des Fürstbistums Passau tätig. Als Künstler wurden Hagenauer hauptsächlich von katholischen Erzbischöfen, Fürstbischöfen, Domherren und Äbten beauftragt, daneben aber auch von katholischen Monarchen aus dem österreichischen Kaiserhaus und dem bairischen Kurfürstentum, sowie von Mitgliedern der katholischen Hocharistokratie. Ab circa 1865 oblag Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl von Gebäuden der katholischen Kirche in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese beständige wechselseitige Beziehung, zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer, manifestierte sich in kirchlichen Stiftungen, in der Verwaltung kirchlicher Güter, sowie in der Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen durch die Hagenauer. Andererseits wiederum erlangte das Geschlecht der Hagenauer durch und von der Kirche Besitz und Privilegien (Lehnsrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter), sowie die Aufnahme in päpstliche Ritterorden und die Verleihung der päpstlichen Baronie. Unter den Mitgliedern dieses Geschlechts findet man neben außergewöhnlichen Kirchenmännern aber auch Kreuzritter, vermögende Handelsherren, Mäzene, Künstler, Freimaurer und Mitglieder in anderen Geheimgesellschaften, sowie Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Fürstengang Bischöfe 16 - Gottschalk von Hagenau.jpg|Gottschalk von Hagenau, XVI. Bischof von Freising 994 - 1005&lt;br /&gt;
Datei:Seifried von Hagenau.jpg|Seyfried von Hagenau bzw. Hagenauer, XXVII. Abt von Melk 1378 - 1382&lt;br /&gt;
Datei:Johann Lorenz v. Hagenauer.jpg |Johann Lorenz von Hagenauer (1712 -1792), Mäzen und Freund Mozarts&lt;br /&gt;
Datei:Dominikus-hagenauer-della-croce.jpg |Dominikus von Hagenauer (1746 - 1811), LXXVII. Abt von St. Peter 1786 - 1811&lt;br /&gt;
Datei:Ignaz Joachim von Hagenauer.jpg|Ignaz Joachim von Hagenauer (1749 - 1824), Freimaurer, Handelsherr und Gründer der &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; in Triest&lt;br /&gt;
Datei: Johann Lorenz III. von Hagenauer.jpg|Johann Lorenz III. von Hagenauer (1800 - 1877), Präsident der Lloyd Austriaco, VPräsident des ersten österreichischen Reichstags &lt;br /&gt;
Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|Franz d. P. III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Großkreuz-Ritter des Piusordens, Direktor der Assicurazioni Generali&lt;br /&gt;
Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|Simon II. Baron von Hagenauer (1852 - 1920), Großkreuz-Ritter des Gregoriusordens, Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà &lt;br /&gt;
Datei:Arnold von Hagenauer.gif|Arnold von Hagenauer (1871 - 1918), Literaturkritiker und Schriftsteller in Wien &lt;br /&gt;
Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|Simon III. Baron von Hagenauer (1881-1940), Bezirkshauptmann, wirkl. Hofrat, Opfer der NS-Diktatur &lt;br /&gt;
Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|Berta Baronin von Hagenauer (1903-1972), Widerstandskämpferin in der NS-Zeit &lt;br /&gt;
Datei:Baron pyrrhus locatelli hagenauer (sterbebild).jpg|Pyrrhus Baron Locatelli - Hagenauer (1890 - 1961), k.k. Rittmeister, Bankier&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft, seinen Wandel und seine Bedeutung]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 994 wurde das Geschlecht der Hagenauer als &#039;&#039;&amp;quot;stirps nobilis de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (edles Geschlecht von Hagenau) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der Herkunft aus dem Gebiet Hagenau nördlich von Freising (Bayern) mit dem sich darauf befindlichen Edelsitz Hagenau ab. Der Flurname &amp;quot;Hagenau&amp;quot; setzt sich aus den beiden Begriffen Hagen und Au zusammen, die ihre Wurzeln in der germanischen Sprache (haga und awjo) haben. Der Name veränderte sich im Althochdeutschen (hagan und awa) und im Mittelhochdeutschen (Hagen und Ouwe), um schließlich im Frühneuhochdeutschen zum heutigen &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; zu werden. Der Name &amp;quot;von Hagenau&amp;quot;, der sich ab dem 14. Jahrhundert zunehmend und ab dem 15. Jahrhundert gänzlich zu &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; gewandelt hatte, bedeutet soviel wie &amp;quot;von der umzäunten Au&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand und Wappen ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Stand und Wappen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|Siegel des Karel von Hagenau (auch Hagenauer), 1387]] Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr [[994]] bereits als adeliges Geschlecht genannt. Im 13. Jahrhundert begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und 15. Jahrhundert führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Bereits um 1500 waren die Herren von Hagenau verarmt und ihr Adel infolge von Mesalliance verdunkelt. Ab dem 16. Jahrhundert gelang ihnen in Salzburg erneut der Aufstieg und im 17. Jahrhundert erhielten die Herren Hagenauer die Bestätigung ihres alten Adelswappens mit Wappenmehrung durch den kaiserlichen Palatin. Im 18. Jahrhundert wurde Mitgliedern des Geschlechts vom Salzburger Erzbischof als auch vom Passauer Fürstbischof das Adelsprädikat bestätigt. Der Wiener Linie wurde im 19. Jahrhundert das päpstliche Baronat (schwarzer Adel) verliehen. Per späteren Dekret wurde der erbliche italienische Freiherrenstand mit Ausdehnung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts für das Königreich Italien (weißer Adel) rückwirkenden anerkannt. Auch die Triester Linie Locatelli-Hagenauer erhielt nach Adelsarrogation die spätere Anerkennung ihres Freiherrenstandes im Königreich Italien (weißer Adel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hagenauer Stammwappen, das in vielen Urkunden, an Grabstätten und Gebäuden zu finden ist, zeigt einen Dreiberg mit Hagenbaum (-strauch). Aus dem Jahr [[1137]] stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich). Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg eine Wappenmehrung mit zwei schwarzen auffliegenden Adlern auf goldenem Grund, die Helmdecke nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold) tingiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbbegräbnisse ==&lt;br /&gt;
* Freisinger Stamm:  Kloster Weihenstephan bei Freising &lt;br /&gt;
** Salzburger Linie: [[Erzstift St. Peter]] in Salzburg ([[Petersfriedhof|Gruft]] Nr. XV, XVI sowie LII) bis [[1930]]&lt;br /&gt;
* Böheimkirchner Stamm: ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen&lt;br /&gt;
* Braunauer Stamm: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Genealogie der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stammvater wird der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen, von dem sich in direkter Stammlinie alle Nachkommen der Hagenauer ableiten. Ende des 11. Jahrhunderts hatten sich die von Hagenau in drei Linien verzweigt, wobei die zwei jüngeren Linien bereits im 13. und 15. Jahrhundert erloschen und nur die älteste Linie (der Freisinger Stamm) sich im Mannesstamm fortsetzte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der letzte bayrische Stammsitz in Allershausen aufgegeben, wonach ein Nachkomme Bayern verließ und diese Linie in Salzburg (als Salzburger Linie) fortpflanzte. Diese Salzburger Linie verzweigte sich kurz nach 1600 erneut in drei Linien (Wolfgang, Johannes und Georg), wobei die beiden jüngeren Linien ebenfalls im Mannesstamm erloschen. Aus der ältesten (Wolfgang´schen) Linie gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor, die beide heute noch blühen. Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses Hagenauer wurde vorerst ein Überblick der einzelnen Stämme, Linien, Äste und Zweige (mit den Begründern sowie den gegebenen Falls Letzten) wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit &amp;quot;Georg I.&amp;quot;) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen - Hypothesen und Fakten ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 16. Jahrhunderts erschienen in verschiedenen Publikationen diverse Theorien über die Herkunft, die Genealogie und die Geschichte der Hagenauer. Infolge des ursprünglich spärlichen Quellenmaterials waren die ersten Arbeiten über die Herren von Hagenau sehr fragmentarisch und enthielten Fehler. In späteren Publikationen setzten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Wiederholung von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Fehler und Vermutungen fort. Jedoch hatten Historiker ab dem 19. Jahrhundert durch umfangreiche und gezielte Quellenforschung, sowie durch die Erschließung von neuem Quellenmaterial (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Registern, Briefen, Analen, Biographien, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruiert und frühere Irrtümer berichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Geschlecht der Herren von Hagenau tauchten ab dem 13. Jahrhundert auch andere namensgleiche Geschlechter auf, die sich ebenfalls von Hagenau bzw. später auch Hagenauer genannt hatten. Die meisten dieser Geschlechter kamen, soweit es sich nachvollziehen lässt, aus unterschiedlichen Orten und Städten Hagenau, von denen sie ihren Namen abgeleitet hatten. Sie traten in Urkunden manchmal in (zum Geschlecht der Herren von Hagenau) divergierender Schreibweise auf, führten aber vor allem andere Wappen. Diese Geschlechter und Familien waren in der [[Schweiz]], in [[Bayern]], im [[Elsass]] und in Hessen ansässig. Ebenso wurden Mitglieder von Hagenauer Geschlechtern in [[Tirol]], in [[Oberösterreich]] und in [[Niederösterreich]] urkundlich erwähnt, wobei die meisten jener Geschlechter heute ausgestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sitze und Besitzungen ==&lt;br /&gt;
* Edelsitz und Lehen Hagenau bei Schrobenhausen, um [[1006]] bis [[1348]], geschliffen&lt;br /&gt;
* Gut bei Natz, Brixen ([[Südtirol]]), um [[1078]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen bei Neuburg am Inn, um [[1080]] &lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei [[Braunau am Inn]], erstmals erwähnt [[1088]] bis [[1262]], [[1571]] durch Brand und Hochwasser zerstört&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen, Niederösterreich, [[1098]] bis [[1347]], ([[1529]] im Türkenkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* Burg Zelking, wahrscheinlich von den Herren von Hagenau vor [[1100]] erbaut, bei Melk (Niederösterreich), Ruine &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei [[Anthering]], um [[1110]] bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Steyregg, ([[Oberösterreich|OÖ]]) bis ca. [[1150]] &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei [[Ainring]], Hagenauer Mühle,  bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)&lt;br /&gt;
* Gut in Sandelzhausen, Mainburg &lt;br /&gt;
* Gut bei Salmading, Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Schroßlach bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Pellhausen bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Piegendorf, Loiching (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Puchheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Elsenbach Dorfen&lt;br /&gt;
* Gut bei Seeon, im Chiemgau (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen und Hof zu Schauching (NÖ), bis [[1366]]&lt;br /&gt;
* Freieigener Hof zu Tresdorf (NÖ), ab [[1366]]&lt;br /&gt;
* Gut und Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen (NÖ), bis [[1347]]&lt;br /&gt;
* Mühle bei Moos an  der Fischau (bei Wr. Neustadt, NÖ) um [[1431]]&lt;br /&gt;
* Güter und Lehen zu Perchtoldsdorf (NÖ), mit Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent bis [[1439]]&lt;br /&gt;
* Gut Eggenberg bei Allershausen (Bayern), bis [[1484]]&lt;br /&gt;
* Gut in Westerndorf (bei Allershausen), bis [[1530]] oder 1545&lt;br /&gt;
* Seyfried(en)hof in Mauthausen bei [[Piding]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1550]]&lt;br /&gt;
* Hög(g)lgut bei [[Ainring]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1568]]&lt;br /&gt;
* Mautmühl, Mühl in Hagenau (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1614]]&lt;br /&gt;
* Ainringer Hof, in Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1635]]&lt;br /&gt;
* Messerschmiedhaus zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1640]]&lt;br /&gt;
* Aman(n)gut, (Vogtgut) zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1672]]&lt;br /&gt;
* Haus in Salzburg, [[Getreidegasse]] Nr. 7, um [[1676]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Haus&amp;quot; in Salzburg, [[Mozarts Geburtshaus]] Getreidegasse Nr. 9, [[1712]] bis [[1831]]&lt;br /&gt;
* Hu(e)berhof zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1720]]&lt;br /&gt;
* Geppingergut in Gepping bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1720]] &lt;br /&gt;
* Habnerguet (Weirerguet) zu Berg, ab [[1721]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Landhaus&amp;quot; im [[Nonntal]] Nr. 10 (heute [[Nonntaler Hauptstraße]] Nr. 24), ab [[1745]] &lt;br /&gt;
* [[Gurkerhof]] in Salzburg, [[1748]] - [[1835]] &lt;br /&gt;
* Seuerlhof in Adelstetten, um [[1760]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;[[Hasenhaus]]&amp;quot;, Haus am [[Kranzlmarkt]] Nr. 4 in Salzburg, [[1789]]&lt;br /&gt;
* Hallergut in [[Viehhausen]]&lt;br /&gt;
* Villa (des Königs) Murat in Triest, ([[Friaul-Julisch Venetien]], damals k.u.k Österreich, heute [[Italien]]), seit [[1819 ]] &lt;br /&gt;
* Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12), um [[1824]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Radeck]] auch Schloss Radeck genannt, mit den Gütern Seichterberg und Strobl, [[1825]] - [[1837]] &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Schlösschen&amp;quot;, [[Schloss Mönchstein]] in Salzburg, [[1833]] - [[1887]] &lt;br /&gt;
* Gut und Schloss (Villa) Angoris bei Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, seit 1918 Italien), bis [[1936]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), bis [[1922]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
* Villa Bendinelli in Lucca, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wiguleus Hund à Sulzemos: &#039;&#039;[[Metropolis Salisburgensis]]&#039;&#039;, Ingolstadt 1582&lt;br /&gt;
* [[Wiguleus Hunt|Wiguleus Hund]] à Sulzemos: &#039;&#039;Bayrisch Stammen-Buch: Der erst(ander) Theil&#039;&#039;, S.219f, Ingolstadt 1585  &lt;br /&gt;
* Gabriel Bucelin(us): &#039;&#039;Germania topo-chrono-stemmatographica sacra et profana&#039;&#039;, Band IV, Ulm 1678&lt;br /&gt;
* Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): &#039;&#039;Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13&#039;&#039;: Hagenau von und zu Hagenau, handschriftliche Aufzeichnungen in der Bayerischen Staats-Bibliothek&lt;br /&gt;
* Philibert Hueber: &#039;&#039;Austria Ex Archivis Mellicensibus Illustrata&#039;&#039;, Leipzig 1722&lt;br /&gt;
* P. Carl Meichelbeck: &#039;&#039;Historia Frisingensis: Prima Quinque Ab Adventu S.Corbiniani I.Episcopi Saecula ...&#039;&#039;, Bd. I, Augsburg 1724 [http://books.google.at/books?id=L2JEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;lpg=PA87&amp;amp;dq=meichelbeck+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=tlrCrqTna0&amp;amp;sig=dBsIpVXxt4Q0SaXC8jfSzfpffTk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q48LUsC6CYnx4QT01IHgDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=meichelbeck%20hagenauer&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Raimund Duellius: &#039;&#039;Excerpterum Genealogico - Historicorum, Libri Duo&#039;&#039;, Leipzig 1725&lt;br /&gt;
* Johann Georg Schnürer: &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen und Hof/Kalender, 1735&#039;&#039;, Salzburg 1735&lt;br /&gt;
* Hans-Jacob Leu: &#039;&#039;Allgemeines Eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon, 9. Theil von Go-He&#039;&#039;, bey Hans Ulrich Denzler, Zürich 1754&lt;br /&gt;
* Placidus Berhandtsky: &#039;&#039;Auszug der Neuesten Chronick des alten Benediktiner Klosters zu St. Peter in Salzburg, Zweyter Theil&#039;&#039;, Joh. Jos. Mayers sel. Erbinn Buchhandlung, Salzburg 1782&lt;br /&gt;
* J. Gerold: &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1784 &lt;br /&gt;
* Ludwig Albrecht Gebhardi: &#039;&#039;Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland&#039;&#039; Bd. III, Halle 1785&lt;br /&gt;
* Passauer Kirchenbuch, handschriftliche Eintragung am 21. September 1786 (Hochzeit des Johann Georg v. Hagenauer mit Karolina Leopoldina Antonia Freyin v. La Marre), Passau &lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist von Hagenauer|Johann Bapt. v. Hagenauer]]: &#039;&#039;Unterricht von der Proporzion des Menschen&#039;&#039;, k.k. Hofbuchdrucker Joseph Edler von Kuzbeck, Wien 1791 [http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=johann+bapt.+v.+hagenauer+1791&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=dmLZUuLzD46TswaXwYCYBQ&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=johann%20bapt.%20v.%20hagenauer%201791&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* F.K. Wißgrill: &#039;&#039;Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand&#039;&#039;, Bd IV, 1794&lt;br /&gt;
* [[Johann Bernhard Zezi]]:  &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender / 1794&#039;&#039;, Salzburg 1794&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1802&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1803&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staats-Schematismus des Österreichischen Kaiserthumes, 1807&#039;&#039;, Wien 1807&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Baiern, 1812&#039;&#039;, München 1812&lt;br /&gt;
* Franz Xaver Weilmeyr: &#039;&#039;Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises&#039;&#039;, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schematismus der Diözesan-Geistlichkeit des Erzbisthums Salzburg, auf das Jahr 1814&#039;&#039;, Salzburg 1814&lt;br /&gt;
* Samuel Baur: &#039;&#039;Neues Historisch- Biographisch- Literarisches- Handwörterbuch&#039;&#039;, VI. Bd., Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1816&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Pillwein]]: &#039;&#039;Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler&#039;&#039;, Salzburg 1821&lt;br /&gt;
* Franz Anton Sinnacher: &#039;&#039;Beyträge z. Geschichte d.bischöfl. Kirche Säben u. Brixen in Tyrol&#039;&#039;, Band 6, Brixen 1828&lt;br /&gt;
* Benedikt Pillwein (Hrsg.): &#039;&#039;Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg&#039;&#039; Bd. IV, Der Innkreis, Linz 1832&lt;br /&gt;
* [[Joseph Philipp Fellner]]: &#039;&#039;Familiengeschichte Fel(l)ner&#039;&#039;,  handschriftliche Aufzeichnungen, Wien 1833 (Privat-Archiv, Salzburg) &lt;br /&gt;
* Franz Xaver Scheidhardt: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836&lt;br /&gt;
* Friedrich Freiherr v. Schweickhard: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. IX, Wallishausser´s  Buchdruckerei, Wien 1837&lt;br /&gt;
* Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, Leipzig 1838&lt;br /&gt;
* Joseph Schöller: &#039;&#039;Die Bischöfe von Passau und ihre Zeitereignisse&#039;&#039;, Druck und Verlag Pustet´sche Buchhandlung, Passau 1844&lt;br /&gt;
* Andreas Chabert: &#039;&#039;Chronik Chabert&#039;&#039;, Familienchronik mit einem Kapitel über die Hagenauer, handschriftliche Aufzeichnungen, Linz 1847 (Privat-Archiv, Salzburg und Wien)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]]: &#039;&#039;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich&#039;&#039;, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 1, 1848 &lt;br /&gt;
* Martin v. Deutinger, Dompropst zu München (Hrsg.):&#039;&#039;Beyträge zur Geschichte, Topographie und Statistik des Erzbistums München und Freising&#039;&#039;, Bd. VI, München 1854&lt;br /&gt;
* Heinrich Gentner: &#039;&#039;Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing&#039;&#039;, München 1854&lt;br /&gt;
* Gustav Haider: &#039;&#039;Jahrbuch der Kaiserl. Königl. Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale&#039;&#039;, Bd. II, S.122 ff; Wien 1857&lt;br /&gt;
* Historischer Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Die Veste, das fürstliche Pflegschloß zu Traunstein&#039;&#039;, Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 19, S. 223 ff;  Kgl. Hofbuch-Druckerei G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1858-1860&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Rietstap, &#039;&#039;Armorial général &#039;&#039;, Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien, S. 870, Couda 1861&lt;br /&gt;
* Constantin von Wurzbach: &#039;&#039;Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich&#039;&#039;, 7. Bd., kaiserlich-königliche Hofdruckerei, Wien 1861&lt;br /&gt;
* Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): &#039;&#039;Deutsches Adels-Lexicon&#039;&#039;, 4. Bd., Verlag Fr. Voigt, Leipzig 1863&lt;br /&gt;
* Joseph Grassinger: &#039;&#039;Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising&#039;&#039;, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866&lt;br /&gt;
* Historische Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 27&#039;&#039;, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866-1867&lt;br /&gt;
* L. De Magny:  &#039;&#039;Armorial - et Comtes Romains - et Titres Pontificaux&#039;&#039;, Aux Archives de la Noblesse, Paris 1890&lt;br /&gt;
* Johann Ev. Lamprecht: &#039;&#039;Geistliche Ehrenhalle, das ist aus Oberösterreich entstammende Geistliche höheren Ranges&#039;&#039;, 2. Aufl. Linz 1895&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916&#039;&#039;, abgeschlossen mit Personalverordnungsblatt Nr. 44/16, teilweise bis Personalverordnungsblatt Nr. 66/16 berichtigt, K.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1916&lt;br /&gt;
* Michael Schaller: &#039;&#039;Schematismus für das K. u. K. Heer und für die  Kriegsmarine für 1918&#039;&#039;, k. k. Hof- und Staatsdruckerey, Wien 1918&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Jagd&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Reisen&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Land und Leute&#039;&#039;, Wien 1920, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* E. Tietze - Conrat: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920 &lt;br /&gt;
* Consulta araldica - Italia: &#039;&#039;Pel riconoscimento del titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg a Carlotta Maria Giorgina Matilde Locatelli ed al marito cavaliere Pirro de Hagenauer&#039;&#039;, Verlag Pallotta, fratelli (tip.), Rom 1923&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Beiträge zu Salzburger Familiengeschichte&#039;&#039;, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,  S. 148ff, Salzburg 1938&lt;br /&gt;
* [[Franz Martin]]: &#039;&#039;[[Hundert Salzburger Familien]]&#039;&#039;, Sonderdruck des Verlags der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1946&lt;br /&gt;
* Friedrich Funder: &#039;&#039;Vom Gestern ins Heute&#039;&#039;, Heroldverlag Wien, 1952&lt;br /&gt;
* I. Wegleiter: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;; Diss. Uni Wien, 1952 &lt;br /&gt;
* Stephen Tayler: &#039;&#039;who`s who in Austria 1957/58&#039;&#039;, The Central European Times Pub. Co. Ltd., 1959&lt;br /&gt;
* Franz Pfeffer, &#039;&#039;Die Trefflinger Pforte - Die Altherrschaften&#039;&#039;, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1962&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Geschichte des Hauses Hagenauer&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien, 1965  &lt;br /&gt;
* Fried Pankraz, &#039;&#039;Die Hochfreien von Hagenau bei Freising&#039;&#039;, Amperland Bd. 2, 1966&lt;br /&gt;
* Franz Tyroller, &#039;&#039;Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter&#039;&#039;, in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hg. von Wilhelm Wegener, Göttingen 1962-1969&lt;br /&gt;
* Kurt Holter, Geschichte von Schlierbach bis 1355, in: Jahrbuch des OÖ. Musealvereins. Bd. 116/1, S. 213 ff, 1971 &lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, &#039;&#039;Das Neutor&#039;&#039;, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977 &lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Schloß Staufeneck&#039;&#039;, Verlag Staufeneck, 1978&lt;br /&gt;
* Franz Brunhölzl, Max Spindler: &#039;&#039;Handbuch d. bayrischen Geschichte&#039;&#039;, C.H.Beck Verlag, München 1980&lt;br /&gt;
* Georg Hunklinger: &#039;&#039;Das Salzfass&#039;&#039;, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982&lt;br /&gt;
* Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung, Peter Krön (Hrsg.): &#039;&#039;St. Peter in Salzburg, 3. Landesausstellung&#039;&#039;, Druckhaus Nonntal / Salzburg 1982&lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985&#039;&#039;, Eigenverlag, Piding 1985 &lt;br /&gt;
* Gemeinde Ainring (Hrsg.): &#039;&#039;Ainring&#039;&#039;, Heimatbuch, Tittmoning 1990.&lt;br /&gt;
* Josef Hemmerle: &#039;&#039;Das Bistum Augsburg; Die Benediktinerabtei Benediktbeuern&#039;&#039;, Berlin, New York: de Gruyter, 1991&lt;br /&gt;
* Wilma Buchinger: &#039;&#039;Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg&#039;&#039;, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996&lt;br /&gt;
* P. Petrus Eder / Johann Kronbichler (Hrsg.): &#039;&#039;Hl. Rupert von Salzburg 696 - 1996&#039;&#039;, Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter,  Salzburg / Dommuseum / 1996&lt;br /&gt;
* G. Geromet, R. Alberti: Nobiltà della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, in Friuli e in Slovenia&#039;&#039;, Vol.1 u. 2., Verlag: Editioni della Laguna, 1999&lt;br /&gt;
* Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: &#039;&#039;Salzburger Kulturlexikon&#039;&#039;, Residenz Verlag, Salzburg 2001 &lt;br /&gt;
* Wolfgang Hagenauer: &#039;&#039;Erinnerungen&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien 2001 &lt;br /&gt;
* Martin Hofbauer: &#039;&#039;Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren&#039;&#039;; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005 &lt;br /&gt;
* Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006&lt;br /&gt;
* Salzburger Barockmuseum (Hrsg.): &#039;&#039;Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit&#039;&#039;, Eigenverlag, Salzburg 2006&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl: &#039;&#039;Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* A. Borella: &#039;&#039;Annuario della Nobiltà Italiana&#039;&#039;, Nova Ser. 2006; Milano 2007&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Angermüller]]: &#039;&#039;Maria Theresia Hagenauer&#039;&#039;, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007&lt;br /&gt;
* Plinio Correa de Oliveira: &#039;&#039;Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten&#039;&#039;, Wien, 2008&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Allmayer-Beck: &#039;&#039;Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher: Anton Beck und seine Brüder&#039;&#039;, Böhlau Verlag, Wien 2008&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: &#039;&#039;Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810&#039;&#039;; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009&lt;br /&gt;
* Giorgio Geromet:  &#039;&#039;Araldica, Nobilità e Costumi: Del Friuli e della Venezia Giulia, del Carso triestino, dell´Istria e della Dalmatia&#039;&#039;; Edizione Lugio, Triest 2009&lt;br /&gt;
* Stephan Hubinger: Herrschaftsarchiv Hagenau, Oberösterreichisches Landesarchiv, 2009&lt;br /&gt;
* Bruno Schober: &#039;&#039;Der schiefe Turm von Lanzendorf bei Böheimkirchen&#039;&#039;, 2009/2010&lt;br /&gt;
* Gunda Barth-Scalmani, Margareth Lanzinger, Ellinor Forste, Gertrude Langer-Ostrawsky: &#039;&#039;Aushandeln von Ehen, Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich&#039;&#039;, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien, 2010&lt;br /&gt;
* Roman Sandgruber: &#039;&#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&#039;&#039;, Styria Premium Verlag, Wien 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Urkunden und Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ostarrichi Gottschalk von Hagenau (Bischof von Freising), 996] [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/FreisBm/1000.1/charter#anchor?q=Gotschalk%20von%20Freising  ,1000] [http://books.google.at/books?id=AahBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;lpg=PA433&amp;amp;dq=gottschalk+von+freising++994&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ALTo0Z1uIl&amp;amp;sig=_JhiGdpo8NU64Sw9S6-t5n_k0x0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=0HobUYzXEM_Osga9yYCoDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gottschalk%20von%20freising%20%20994&amp;amp;f=false , 1006?]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-OOeLA/GleinkOSB/1088_VIII_19/charter#anchor?q=hagnowe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagnowe), 1088]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAZ/Urkunden/1108_IX_29/charter#anchor?q=hagenau   Reginbrecht von Hagenau (Reginbert de Hagenau), 1108]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAA/Urkunden/1144_VII_25/charter Regenbertus (von Hagenau, Bischof von Passau), 1144]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1147_V_16/charter#anchor?q=hagenaw Reginbert von Hagenau (Nobilis de Hagenaw), 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASF/StFlorianCanReg/1147_XII_26/charter?q=Hagenoue Reginbert von Hagenau (Bischof von Passau), Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), intaktes Siegel, 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1152_IV_28/charter?q=hagenove  Burg Hagenau (predio Hagenowe), 1152]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1179_IV_20/charter#anchor?q=hagenawe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagenawe), 1179]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1205_V_24/charter#anchor?q=hagenaw Wernhardus und Heinricus von Hagenau (Wernhardus de Hagenaw et Heinricus frater eius), 1205]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1206_01_15.1/charter?q=hagenove  Heinricus von Hagenau (Hainricush de Hagenove), 1206]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1231_VIII_03.1/charter#anchor?q=%20nobilis%20hagenau Ludwig von Hagenau (Lodewicus nobilis de Hagenowe), 1231]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenova&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Reinhard von Hagenau (Reinhardus de Hagenova), 1279]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASei/SeitenstettenOSB/1299_X_20/charter?q=hagenowe Seifried von Hagenau (her Seifri von Hagenow) und Konrad von Hagenau (Chvnrat von Hagenowe), 1299]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1318_VI_11/charter?q=seifried%20von%20hagenau Seifried von Hagenau und seine Geschwister (Seifrit, Steffan, Haidnreich und Gedrawt von Hagnawe), 1318]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1344_V_23/charter#anchor?q=hagenaw Otto von Hagenau (Herr Ott von Hagenaw), 1344]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1345_IV_04/charter Otto von Hagenau (Ott von Hagenaw), intaktes Siegel, 1345]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfarre-boeheimkirchen.net/?Kirchen_der_Pfarre:Filialkirche_St._Peter_am_Anger, Stiftung der Hagenauer, Böheimkirchen - Filialkirche St. Peter am Anger, 1347]&lt;br /&gt;
*  [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1348_VIII_27/charter#anchor?q=hagenawer  Seifrid der Hagenauer und Stephan der Hagenauer (der Hagnawaer), 1348]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=zAGSI_3iDqEC&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;dq=seifried+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=u73uUMaBMOmI0AW-2oDICg&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=seifried%20hagenauer&amp;amp;f=false Seifried Hagenauer (Abt von Melk), 1378]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAsbach/107/charter?q=hagenaw Karel von Hagenau (Karel von Hagenaw, Pfleger und Richter zu Ernekk), intaktes Siegel, 1387]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AggOCart/1394_VII_10/charter?q=hagenawer Stephan Hagenauer (Stephan der Hagenawer), Burggraf zu Purkersdorf, 1394]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/14717_XI_23/charter?q=hagenawer Bergrecht, Zehent und Vogtrecht der Hagenauer, 1417]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1417_VII_28/charter Hans Hagenauer (Hanns der Hagenawer), intaktes Siegel, 1417][http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1418_III_01/charter?q=hagenawer ,intaktes Siegel 1418]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Ak8AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ZAIJUZHILuec0AWf7oBo&amp;amp;ved=0CEsQ6AEwBTgU#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false  Hans Hagenauer (der Edle Hanns Hagenawer), 1427]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=6zMvAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;dq=edle+georg+hagenauer+1439&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4eXuUJ--FZS20QW9rIG4Bg&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=edle%20georg%20hagenauer%201439&amp;amp;f=false  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), 1439]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1439_V_31/charter  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), intaktes Siegel, 1439]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=o7FOAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;dq=hanns+hagenauer+m%C3%BCnchen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2-ruUO7WJ-nD0QX1yoFA&amp;amp;redir_esc=y#v=snippet&amp;amp;q=joannis%20hagenauer%20&amp;amp;f=false Johannes Hagenauer (Joannis Hagenauer) 1453]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-ASP/Urkunden/U_142/charter?q=hagenawer Hans Hagenauer (Hannsen Hagenawer) Hauseigentümer in München, 1454]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=uZ4EAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA485&amp;amp;dq=monumenta+boica+Num.+CCXCVII+hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Vf8IUZHtIIWK0AXSu4GgCQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=monumenta%20boica%20Num.%20CCXCVII%20hagenawer&amp;amp;f=false Georg, Hans und Conrad Hagenauer (Jorg, Hanns, Conrat Hagenawer), 1456]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAldersbach/00986/charter?q=hagenawer Thomas Hagenauer (Thoman Hagenawer), 1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1470_03_16/charter?q=hagenaw Feste Hagenau (im Besitz der von Ahaim zu Hagenau), 1470]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=qSA3AAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA141&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=jwQJUbKfDe2N0wX72oDoBA&amp;amp;ved=0CD0Q6AEwAzha#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false Stephan Hagenauer (St. Hagenawer) zu Allershausen 1484, V. Hagenauer zu Westerndorff 1492]&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=139 Stephan Hagenauer zu Allerhausen, 1487]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=UcpAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA235&amp;amp;dq=hr.+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kG7wUOrhMOiI0AX-kYHYAw&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAQ#v=snippet&amp;amp;q=hagenauer%201489&amp;amp;f=false Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer), 1489]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/100/ASPjpgweb/ASP_14930530_1624-b_r.jpg Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), 1493]&lt;br /&gt;
*[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_1624-1493_V_30/charter Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), Abt Rupert V. Keutzl von St. Peter, 1493]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/240/K.._MOM-Bilddateien._~BayHStajpgweb._~Raitenhaslach._~BayHStA-KURaitenhaslach_14960829_1392_r.jpg  Leonhard Hagenauer? (Linhard Hagenwer), 1496]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Georg_Hagenauer_I. Sebastian Hagenauer de Allershausen 1554, Georg Hagenauer 1568]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1600_04_06/charter Peter Hagenauer, 1600]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Domkapitel%20Kloster%20St.%20Peter%20%201612%20Rupert%20Hagenauer&amp;amp;f=false Rupert Hagenauer, 1612]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hanns%20Hagenauer&amp;amp;f=false Hans Hagenauer, 1631]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-SLA/Urkunden/SLA-OU_16411129_r.jpg  Hagenauer Gut (Hagenau bei Maria Plain), 1641]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=m3dAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false  Georg und Johann Hagenauer, 1701-1731]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?hl=de&amp;amp;id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Matthias+Hagenauer&amp;amp;q=Hagenauer Georg und Matthias Hagenauer, 1709]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/BayHStA-Hoeglwoerth/BayHStA-KUHoeglwoerth_17191001_00169_r.jpg Mathias Hagenauer (Mathias Haagenauer), 1719]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00050988&amp;amp;pimage=67&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=de Anton de Hagenau - Epitaph, 1742] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=gyqHA8y4VzkC&amp;amp;pg=PA503&amp;amp;dq=Wessobrunn+Dominikus+%28Dominikus%29+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kIpxUYjIHIvHsgaA6oDQAg&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Wessobrunn%20Dominikus%20%28Dominikus%29%20Hagenauer&amp;amp;f=false, Dominicus (Dominikus) Hagenauer, SubPrior von Wessobrunn, 1717-1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-AES/Urkunden/1546/charter Georg (IV.) Hagenauer (Hagenauar), 1722]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AES/AES_17240320_ReiheB-238_r.jpg Johann Hagenauer, 1724]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT186&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false Georg Hagenauer, 1735]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00043074&amp;amp;pimage=58&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=fr Dominicus Hagenauer,1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?suchbegriff=hagenauer&amp;amp;c=suchen Wolfgang Hagenauer, 1760] [http://books.google.at/books?id=0m4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA83&amp;amp;dq=chiemsee+zu+hagenau&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CaHqUK-SBIPPtAaL5ID4BQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wolfgang%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1775][http://books.google.de/books?id=1-0NAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA251&amp;amp;dq=hagenauer++v.&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=83peU_7RBITasgaMtYGwBA&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwATgK#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20%20v.&amp;amp;f=false ,1782][http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008095/images/index.html?id=00008095&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=102 ,1726-1801]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Hofkalender+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Baptist Hagenauer, 1760] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&amp;amp;q=herr+von+hagenauer&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=49pqrwwNb4&amp;amp;sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCDgU Johann Baptist von Hagenauer, 1766][http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA357&amp;amp;dq=hagenauer+salzburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20salzburg&amp;amp;f=false ,1767-1771][http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=hagenauer+sohn+des&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20sohn%20des&amp;amp;f=false ,1773-80][http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA273&amp;amp;dq=von+hagenauer&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;hl=de&amp;amp;cd=23#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1782] [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=cTY5AAAAIAAJ&amp;amp;dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&amp;amp;q=+Hagenauer+#search_anchor  ,1785][http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;dq=johann%20baptist%20von%20hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR2&amp;amp;output=embed ,1791][http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA307&amp;amp;dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1802]  [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1803] [http://books.google.at/books?id=g8Y_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA698&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=MeNrUpTkBoSl4AS8_YHgDg&amp;amp;ved=0CDwQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1807] [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&amp;amp;pg=RA3-PA614&amp;amp;dq=samuel+baur+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1810] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=sFtNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RuZrUpm5AeTj4QSy24HgBw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwATge#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false Vikar Andreas Hagenauer, 1768 u. 1769]&lt;br /&gt;
* [http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien2/galerie1643.htm (Johann) Georg Hagenauer, 1778][http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10383222_00130.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;pubPlace_str={Pa%C3%9Fau}&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=%27Hagenauer+Georg%27&amp;amp;mode=simple&amp;amp;context=%27Hagenauer%20Georg%27 ,1783] [http://books.google.at/books?id=AtxBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=hochf%C3%BCrstlicher+pa%C3%9Fauischer+Kirchen-+georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EMjuULmoDozL0AWDiYC4BQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hochf%C3%BCrstlicher%20pa%C3%9Fauischer%20Kirchen-%20georg%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1784]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_4938-1786/charter#anchor?q=hagenauer   Dominikus (Kajetan Rupert) von Hagenauer, Abt von Salzburg, 1786] [http://books.google.at/books?id=fHDhzX_U8S8C&amp;amp;pg=PA313&amp;amp;dq=abt+dominikus+v.+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4bnuUNumJu-S0QXWl4A4&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=abt%20dominikus%20v.%20hagenauer&amp;amp;f=false   ,1790][http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-StiAMB/MbOSB/StAMB-Urkunden_18100505_A-2673a_r.jpg  , 1810]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?id=etlAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR69&amp;amp;lpg=PR69&amp;amp;dq=kameral+-+Bau+-+Director&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_11gpRW-XL&amp;amp;sig=bxN3ZhY-Apxg1zUQMczZOFPSK1o&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eCaIUISJPOek4gSL54C4Cg&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false   Johann Georg von Hagenauer, 1812]  [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:LOwZR7rTj-gC&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=da-bUI-RGcTYtAauw4G4Cw&amp;amp;ved=0CCwQ6AEwAA#v=snippet&amp;amp;q=georg%20von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1813]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_5095-1825/charter?q=hagenauer Franz de Paula von Hagenauer, Herr zu Radeck, Lehenbrief von Kaiser Franz I., 1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-biographie.de/sfz56640.html Josef Paul von Hagenauer u. Hersilie von Hagenauer, 1828]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=8PA9AAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA824&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=riANUMfaCczwsgb64YTxCA&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAjge#v=onepage&amp;amp;q=herr%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Lorenz III. (Giovanni) von Hagenauer,  1865][http://books.google.at/books?id=codBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA248&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kykNUMOpB8_CtAbgq_XTCA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBziMAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1870]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=Ci0NUKSZE430sgbXs-2DCQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=9U44AAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+von+hagenauer&amp;amp;q=simon+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) von Hagenauer, 1875]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=pianogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Pio IX, Nobile Francesco III. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrpiano.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Uniform, 1884] &lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Datei:Baronesse_amelie_de_hagenauer.jpg Amélie Baronin von Hagenauer, 1888]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=ghegogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Gregorio Magno, Nobile Simon II. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrghego.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede  Uniform, 1889]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=BloIUInHBcKUsgaaxOiJAw&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=DaBtAAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+hagenauer&amp;amp;q=freiherr+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) Baron von Hagenauer (Freiherr von Hagenauer), 1905]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=MlZ1UIKPD4TXtAbQxICoDQ&amp;amp;id=GxkfAQAAMAAJ&amp;amp;dq=ranglisten+des+kaiserlich+und+1916&amp;amp;q=hagenauer#search_anchor  Rittmeister Pyrrhus von Hagenauer, 1916]&lt;br /&gt;
* [http://www.gerechte-der-pflege.net/wiki/index.php/Berta_Hagenauer Berta Baronin von Hagenauer, 1944-1945]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=5F5LAAAAYAAJ&amp;amp;q=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;dq=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=UQvkUJDwFYWg0QXeJA&amp;amp;redir_esc=y  Pyrrhus (Pirro) Baron Locatelli de Hagenauer, 1957]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=THhmAAAAMAAJ&amp;amp;q=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;dq=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xo9fU8CsJI6Wswb0jYCYDg&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAA Sabine Baroness von Hagenauer (verheiratete Proksch), 1959]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=iSWdfnLbP9UC&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;dq=Locatelli-Hagenauer,&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pV6wUf-KIsWxO_HrgPgK&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Locatelli-Hagenauer%2C&amp;amp;f=false  Alexander (Alessandro) Baron Locatelli de Hagenauer 1972 und 1977]&lt;br /&gt;
*[http://archiviostorico.corriere.it/1997/aprile/02/Notte_terrore_per_contessa_co_0_9704022842.shtml Gabriella, vedova del barone Locatelli de Hagenauer, 1997]&lt;br /&gt;
* [http://ilpiccolo.gelocal.it/cronaca/2014/03/28/news/e-morta-la-baronessa-locatelli-de-hagenauer-1.8943035 Elena baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
* [http://lnx.palazzogianfigliazzi.it/home/en/the-history/ Marie baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Hagenauer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=125 Genealogie des bayrischen Adels, Hagenau von und zu Hagenau, 992-1484]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnowe&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten von Hagenau (de Hagnowe), 1088 u. 1315]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenowe&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenowe), 1116-1382]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenaw&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenaw), 1125-1398]&lt;br /&gt;
* [http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 Karte mit Forst und Edelsitz Hagenau (Hagnawe, Hagenovve) bei Schrobenhausen, um  1300]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagenawer), 1317-1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawer), 1330-1474]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawaer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawaer), 1347-1366]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenauer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnower, Hagnawer, Hagenawer, Hagenauar, Hagenauer), 1314-1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/165-texte/1078-martin.html Hundert Salzburger Familien, 1938]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/76-froe/748-froe-h01.html Der Adel der Habsburgermonarchie im 19. und 20. Jahrhundert, 2008]&lt;br /&gt;
* [http://www.almanachdegotha.org/id206.html  Almanach de Saxe Gotha, 2013]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=vtZbE_AGz1Q Italien, &amp;quot;Vom schwarzen und vom weißen Adel&amp;quot;, Dokumentation 2014]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)|!|Hagenauer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_Pers%C3%B6nlichkeiten_aus_der_Familie&amp;diff=344791</id>
		<title>Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_Pers%C3%B6nlichkeiten_aus_der_Familie&amp;diff=344791"/>
		<updated>2014-10-30T11:07:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Der Schriftsteller Arnold von Hagenauer und Wiener Familienmitglieder im Widerstand */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel handelt von &#039;&#039;&#039;Persönlichkeiten aus der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit der katholischen Kirche ==&lt;br /&gt;
Signifikant ist die stark ausgeprägte Beziehung zwischen den Herren von Hagenau und der römisch-katholischen Kirche. Mitglieder der Hagenauer tauchen seit dem [[10. Jahrhundert]] (nach [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld|Koch-Sternfeld]] bereits seit dem [[8. Jahrhundert]]) in Urkunden auf, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der katholischen Kirche stehen. In den Urkunden werden sie entweder in ihrer offiziellen Funktion als Geistliche und Verteter der amtlichen Kirche genannt, oder aber als Stifter, kirchliche Vögte, kirchliche Vasallen, Kreuzritter, Besitzer kirchlicher Lehen etc.. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare) und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert waren eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern und (einige sogar) als Künstler am [[Salzburger Fürstenhof]], am fürstbischöflichen Hof [[Gurk]] und am Hof des Fürstbistums [[Passau]] tätig. Ab ca. 1865 oblag den Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl kirchlicher Gebäude in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselseitige Beziehung zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer zeigte sich durch kirchliche Stiftungen (Scharnitz, Seitenstetten, Loiching etc.), durch die Verwaltung von kirchlichen Gütern (Stift Mondsee, Eichstätt, Kloster Neustift bei Brixen, Spital in Vöcklabruck, Kloster Wessobrunn, Stift St. Peter in Salzburg etc.), sowie durch die Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen (Stadtpfarrkirchenamt, Armenfonds, Marien-Bruderschaft, Bonifatius-Verein, Pius-Verein, Leo-Gesellschaft etc.) durch die Hagenauer. Andererseits erlangten die Hagenauer wiederum durch und von der Kirche Besitz und Privilegien, wie Lehensrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter, sowie den päpstlichen Adel. Von Kaisern und Päpsten wurden Familienangehörigen des Hauses Hagenauer besondere Rechte für ihr Bistum oder für ihre jeweiligen Klöster zugestanden. Ferner wurde ihnen die erbliche römische Baronie und höchste kirchliche Orden (San Pio IX, San Gregorio, Pro Ecclesia et Pontifice etc.) verliehen. Mitglieder der Hagenauer wurden auch in den päpstlichen Ritterorden des Piusordens und den Ritterorden des Gregoriusordens aufgenommen. Eine verhältnismäßig große Anzahl der Hagenauer waren Angehörige des Klerus sowie katholischer Ordensgemeinschaften (Mönche, Nonnen) und hiermit offizielle Vertreter der praktizierten katholisch geprägten Lebensart. Man findet ferner viele Familienmitglieder in katholischen Bruderschaften sowie in anderen katholischen Laien-Organisationen, denen sie oft in leitender Position vorstanden. Einige Familienmitglieder waren hingegen &amp;quot;Brüder&amp;quot; in den von Kirche und Staat zeitweise verbotenen Freimaurerlogen (oder anderer Geheimgesellschaften), wobei andere Hagenauer wiederum die Freimaurerei bekämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gottschalk von Hagenau und andere Kirchenmänner ==&lt;br /&gt;
Bischof Gottschalk von Hagenau wurde im Jahr [[996]] in der wohl bekanntesten Urkunde (abgesehen von den Mozartbriefen) genannt, die in einem direkten Zusammenhang mit dem Geschlecht der Hagenauer steht. In dieser Urkunde wurde die Schenkung von einigen Gebieten bei Neuhofen an der Ybbs (NÖ) durch den römisch-deutschen Kaiser Otto III. an Bischof Gottschalk von Freising für dessen Bistum bestätigt. Diese Urkunde ist insofern interessant, da sie die älteste schriftliche Erwähnung Österreichs, &#039;&#039;&amp;quot;regione vulgari vocabulo Ostarrîchi&amp;quot;&#039;&#039; (in der gewöhnlich Ostarrîchi genannten Region), enthält. Bemerkenswert ist auch die Gründung des Stiftes Seitenstetten im Jahr [[1112]] durch den Mitstifter Reimprecht von Hagenau. Sein Sohn, der Passauer Bischof Reginbert von Hagenau weihte die Stephanskirche (spätere Stephansdom) in Wien im Jahr [[1147]], bevor er sich auf den zweiten Kreuzzug begab, von dem er nicht mehr zurückkehren sollte. Hervorzuheben sind weiters Heinrich (V.) von Hagenau, der von 1292 bis 1315 Abt des Bendediktinerklosters St. Ulrich und Afra in Augsburg war, bevor er abgesetzt wurde, und Seyfried von Hagenau (auch Seyfried Hagenauer genannt), der von 1378 bis 1382 als Abt dem Stift Melk vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Johann Lorenz und sein Sohn Abt Dominicus von Hagenauer ==&lt;br /&gt;
Die Hagenauer sind heute primär durch ihr Mäzenatentum und ihre Freundschaft zur Familie der [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] bekannt. Eine der vielen ehemaligen Besitzungen der Hagenauer, das [[Hagenauerhaus]] in der Salzburger Getreidegasse Nr. 9 am [[Hagenauerplatz]], wurde als [[Mozarts Geburtshaus]] berühmt, und beherbergt seit 1880 ein Mozart-Museum. Für Musik-Wissenschaftler sind die große Anzahl der zumeist erhaltenen Mozartbriefe an Familienmitglieder der Hagenauer von Bedeutung, wobei die meisten an den &#039;&#039;&amp;quot;wohledlen und wohlfürnehmen Herrn [[Johann Lorenz Hagenauer]]&amp;quot;&#039;&#039; (* 1712, †1792) gerichtet waren. Weiters sind auch die Freundschaft der Hagenauer zu [[Michael Haydn]], sowie die Leistungen des aus der Familie stammenden Abtes [[Dominikus Hagenauer|Dominikus]] (* 1746, † 1811) für die [[Erzabtei St. Peter]] und das [[Erzbistum Salzburg]] (während der Napoleonischen Kriege) hervorzuheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die drei Brüder Wolfgang, Johann Baptist und Johann Georg von Hagenauer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Brüder Wolfgang (* 1726, † 1801), Johann Baptist (* 1732, † 1811) und Johann Georg (* 1748, † 1835) hatten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts künstlerische Spuren in der Stadt sowie im Erzbistum Salzburg hinterlassen. Bekannt sind hier vor allem das [[Siegmundstor]], die [[Mariensäule auf dem Domplatz]] und das umgebaute [[Schloss Mirabell]]. Aber auch Kirchenbauten und Altäre in [[Hallein]], [[Mattsee]], [[Bergheim]], [[Elsbethen]], [[Matrei]] in Osttirol und in Brixen im Thale wurden von ihnen geschaffen. Außerhalb des [[Erzbistum Salzburg|Erzbistums Salzburg]] finden wir viele von [[Johann Georg von Hagenauer]] für kirchliche Fürsten errichtete Bauten, wie das Schloss Pöckstein in Zwischenwässern (Kärnten), das Theater und den Redoutensaal in Passau, Schloss Straß in Burgheim, Schloss Haidenhof und schließlich das Schloss Freudenhain mit seiner großen Parkanlage in [[Passau]]. Neben dem vom Bildhauer [[Johann Baptist von Hagenauer]] bereits erwähnten Siegmundstor und der Mariensäule auf dem Domplatz in Salzburg, sind die Skulpturen und Reliefs des (anläßlich der Hochzeit von Erzherzog Leopold errichteten) Triumphbogens in Innsbruck, die Skulpturen für den königlichen Schlosspark Nymphenburg in München, sowie die für den kaiserlichen Schlosspark Schönbrunn in Wien geschaffenen Skulpturen und Brunnen kunsthistorisch interessant. Ein von ihm aus einer Blei-Zinn-Legierung modelliertes Passionskreuz befindet sich in der Kaiserlichen Schatzkammer, die Skulptur des &amp;quot;gefesselten Prometheus&amp;quot; in der Kunstkammer in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Schriftsteller Arnold von Hagenauer und Wiener Familienmitglieder im Widerstand ==&lt;br /&gt;
Der extravagante Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]] (* 1871, † 1918) lebte um [[1900]] in Wien, wo er unter anderem Romane über Salzburg schrieb, die geschätzte Heimat seiner Ahnen. Beachtenswert ist auch der Bezirkshauptmann Simon (III.) Baron von Hagenauer (* 1881, † 1940). Er wurde 1937 nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung auf Grund seiner stark bekennenden katholischen Gesinnung gezwungen, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Andererseits wäre er ohne Pensionsanspruch seines Amtes enthoben worden und hätte mit anderen Repressionen rechnen müssen. Seine Frau, die in den 1920/1930er Jahren im Burgenland politisch aktive Berta Baronin von Hagenauer (* 1903, † 1972), betätigte sich in der NS-Zeit aus ebenfalls religiöser Überzeugung im Widerstand in Wien. Sie wurde von der Gestapo über ein halbes Jahr inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn, Wolfgang Baron von Hagenauer (* 1925, † 2012), kämpfte im zweiten Weltkrieg gegen das NS-Regime und den Faschismus bei den italienischen Partisanen in Ligurien (Norditalien). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute erinnert in Salzburg der &amp;quot;[[Hagenauerplatz]]&amp;quot; mit dem &amp;quot;[[Hagenauerhaus]]&amp;quot;, sowie der dem Abt Dominicus von Hagenauer gewidmete &amp;quot;[[Dominicusweg]]&amp;quot; an das Geschlecht. In Passau wurde nach dem Architekten Johann Georg von Hagenauer die &amp;quot;Hagenauer-Straße&amp;quot;, sowie nach dessen Bruder Wolfgang die &amp;quot;Wolfgang Hagenauer-Straße&amp;quot; in Freilassing benannt. In St. Peter bei Braunau am Inn ist das &amp;quot;Schloss Hagenau&amp;quot; und in Schrobenhausen (Bayern) eine &amp;quot;Hagenauerstraße&amp;quot; nach diesem alten Geschlecht der Hagenauer benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_Theorien_%C3%BCber_die_Herren_von_Hagenau&amp;diff=342500</id>
		<title>Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_Theorien_%C3%BCber_die_Herren_von_Hagenau&amp;diff=342500"/>
		<updated>2014-09-23T08:46:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Historische Fakten und unbeantwortete Fragen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt die seit dem 16. Jahrhundert erschienenen &#039;&#039;&#039;Publikationen über das Geschlecht der [[Hagenauer|Herren von Hagenau]]&#039;&#039;&#039; mit ihren Theorien, Irrtümern und Revisionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Die Herren von Hagenau waren ein in Bayern und Österreich ursprünglich weit verzweigtes und ehemals begütertes Geschlecht, das um 1500 verarmt war und so gut wie keine männlichen Nachkommen mehr aufweisen konnte. Mitte des 16. Jahrhunderts ließ sich einer der letzten Sprösslinge der bayrischen Linie im [[Erzbistum Salzburg]] nieder, wo das Geschlecht nun erneut aufblühen und an Bedeutung gewinnen sollte. In den frühesten Publikationen Ende des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts, waren die Darstellungen über die Hagenauer infolge des damals spärlichen Quellenmaterials noch sehr fragmentarisch und enthielten einige Irrtümer. In späteren Publikationen sollten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Übernahme von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Vermutungen und Fehler (vereinzelt sogar noch bis in das frühe 20. Jahrhundert) fortsetzen. Erst ab dem 19. Jahrhundert begannen Geschichtsforscher sich verstärkt unter Beachtung wissenschaftlicher Kriterien (Heuristik, Quellenkritik, Textkritik, Objektivität) mit der Geschichte zu befassen. Historiker konnten durch gezielte Quellenforschung, sowie durch das Auffinden neuer Primär-quellen (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Grüften, Registern, Briefen, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruieren und frühere Irrtümer berichtigten. Auch bei der Beschreibung und Darstellung des Stammwappens sowie des gemehrten Wappens der Hagenauer waren in diversen früheren Wappenbüchern Fehler unterlaufen, selbst im bekanntesten Wappenbuch des deutschsprachigen Raumes, dem &amp;quot;Siebmacher&amp;quot;. Eine diesbezügliche kritische Betrachtung wurde bisher noch nicht publiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Über die Herkunft und Genealogie der Hagenauer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der bayrische und der Salzburger Zweig ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wiguleus Hunt]] zu Sulzenmos hatte bereits in dem 1582 erschienen Buch [[Metropolis Salisburgensis]] die Hagenauer als &#039;&#039;&amp;quot;nobilis de Hagenaw&amp;quot;&#039;&#039; und &#039;&#039;&amp;quot;Ministerialis&amp;quot;&#039;&#039; erwähnt. In seinem 1585 publizierten Werk &amp;quot;Bayrisch Stammen-Buch&amp;quot;, das weitgehend eine Aufzählung über die in seinem ersten Werk vorkommenden bayerischen Adelsfamilien war, widmete Hunt auch dem Geschlecht der Herren von Hagenau (Hagenowe) ein kurzes Kapitel. In diesem hatte er einige in Urkunden genannte Hagenauer angeführt, wobei die Informationen über die Hagenauer jedoch lückenhaft und spärlich waren. Ihre Herkunft vermutete er irrtümlicherweise aus der früheren Grafschaft Neuburg am Inn ob der Enns (damals Österreich, heute Bayern), wo sie im 11. Jahrhundert Güter besessen hatten. In manchen späteren Publikationen (z.B. Franz Xaver Schweickhardt 1836) wurde dieser Irrtum von Hunt übernommen. Wiguleus Hunt erwähnte aber auch den Forst und Sitz Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern: &#039;&#039;&amp;quot;Hagenaw ein Dorff sampt eim Vorst oberhalb Schrobenhausen / ob sie vileicht der Ort ein Sitz vor Jaren gehabt&amp;quot;&#039;&#039;, den tatsächlichen Herkunftsort der Hagenauer. Den Stand der Herren von Hagenau bezeichnete er als &#039;&#039;&amp;quot;Nobilis&amp;quot;&#039;&#039; (das lateinische Wort für &amp;quot;vornehm&amp;quot;, &amp;quot;adlig&amp;quot;) sowie &#039;&#039;&amp;quot;Werden sonst Liberi de Hagenavv genannt&amp;quot;&#039;&#039; (Freie von Hagenau), womit sie den Edlefreien zuzuordnen sind. Der bei ihm frühest genannte Hagenauer ist der um 1090 in Weihenstephan bei Freising genannte &#039;&#039;&amp;quot;Gumpoldus nobilis de Hagenoue&amp;quot;&#039;&#039;. Er beendete das Kapitel über die Hagenauer mit dem um 1308 im Begräbnisbuch des Klosters Raitenhaslach angeführten Ritters Wernhart von Hagenau (de Hagenaw), obwohl die Hagenauer noch bis Anfang des 16. Jahrhunderts in Bayern und danach in den Salzburger Urkunden auftauchten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der salzburgisch-bayerische Historiker [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]] hatte 1850 &amp;quot;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstätten in Oesterreich&amp;quot; publiziert. Dabei hatte er die genealogische Verbindung zwischen der bayerischen und den österreichischen Linien hergestellt. Die Darstellung der Österreichischen Linien, die er bereits bis 1337 mit Otto von Hagenau nachweisen konnte, beruhte auf urkundlich belegten Quellen. Bei der Freisinger (bayrische) Linie der Hagenauer, die er 994 mit Gottschalk von Hagenau beginnt, führte er hauptsächlich die &amp;quot;Historia Frisingensis&amp;quot; (1724 bis 1729) von Karl Meichelbeck, sowie die Werke &amp;quot;Metropolis Salisburgensis&amp;quot; und das &amp;quot;Bayrisch Stammen-Buch&amp;quot; von Wiguleus Hunt als Quellen an. Hunt hatte jedoch den 1308 genannten Ritter Wernhart von Hagenau als seinen letzten Urkundenfund eingetragen, wodurch Koch-Sternfeld irrtümlich mutmaßte, dass damals bereits auch der bayerische Zweig erloschen gewesen sein könnte: &#039;&#039;&amp;quot;Wernhart von Hagenau ... 1308 zu Raitenhaslach. Um diese Zeit scheint auch der oberbayrische Zweig erloschen gewesen zu sein&amp;quot;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich ausführlicher als die Aufzeichnungen von Wiguleus Hunt waren die handschriftlichen (aber nie publizierten) genealogischen Darstellungen von bayrischen Adelsfamilien des Hofkammer-Direktors Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690 - 1747). Seine Aufzeichnung ist die umfangreichste Sammlung von Genealogien altbayerischer Adelsfamilien. Sie entstand aus zufälligen Funden in historischen Quellen, die er im Zuge seiner Verwaltungstätigkeit als Freising´scher Hofkammer-Direktor gesammelt und in 33 Bänden aufgeschrieben hatte. Im 13. Band seiner &#039;&#039;&amp;quot;Bayrischen Adels Beschreibung Auch Andrer Geschlechter&amp;quot;&#039;&#039; ergänzte Johann von Prey mit seinen chronologisch geordneten Zufallsfunden die Genealogie der Hagenauer (Hagenau von und zu Hagenau). Da seine Niederschriften nicht im Rahmen einer speziellen Recherche mit dem Ziel einer spezifischen wissenschaftlichen Auswertung gemacht wurden, sind auch bei ihm die Aufzeichnungen lückenhaft. Sicherlich ein Übertragungsfehler war bei Prey der Satz bezüglich der Herkunft der Hagenauer &#039;&#039;&amp;quot;Hagenau auch ein Dorff sambt einen Forst oberhalb Frontenhausen&amp;quot;&#039;&#039;, was eigentlich Schrobenhausen heißen müsste. Johann von Prey konnte die Genealogie der Hagenauer, verglichen mit der fragmentarischen Beschreibung der Herren von Hagenau bei Wiguleus Hunt, bereits um fast drei Jahrhunderte verlängern. Der erste bei Prey genannte Hagenauer war der Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gotescalius de Hagenau&#039;&#039; (Gottschalk von Hagenau) &#039;&#039;electus anno 992, gestorben am 6. May 1005&amp;quot;&#039;&#039;. Die erste urkundliche Erwähnung Gottschalks, die heute noch erhalten ist, stammt allerdings erst aus dem Jahr 994. Nach dem Stand der heutigen Forschung ist 994 auch das Jahr seiner Ernennung zum Freisinger Bischof. Preys letzter Eintrag über die Herren von Hagenau endet mit dem Edlen Stephan Hagenauer zu Allershausen, den er in einer Urkunde aus dem Jahr 1484 gefunden hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in der Pfarrei Allershausen tätige Joseph Grassinger hatte 1866 das Buch &amp;quot;die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising&amp;quot; publiziert. Er konnte die Linie der bayrischen Hagenauer an Hand späterer Urkunden fortsetzen, &#039;&#039;&amp;quot;wenn auch die Güter in anderen Händen sich befanden&amp;quot;&#039;&#039;. Den eben bei Johann von Prey genannten Stephan Hagenauer zu Allershausen, der den letzten bayrischen Stammsitz der Hagenauer 1484 verkauft hatte, fand Grassinger auch in einer späteren Urkunde aus dem Jahr 1487. In Urkunden von Allershausen selbst fand er die Hagenauer bis 1492, doch &#039;&#039;&amp;quot;auch später erscheinen noch Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039;. Diese ordnete Grassinger ebenfalls den Freisinger Herren von Hagenau zu:&#039;&#039;&amp;quot;diese waren von der Linie Hagenau zu Schrobenhausen&amp;quot;&#039;&#039;. Neben dem 1487 genannten Stephan Hagenauer zu Allershausen tauchte dessen Vetter Ulrich Hagenauer von Allershausen (als Ulrich Hagenauer zu Westerndorf 1492 genannt) und sein Sohn Georg (1503 genannt) in Urkunden in Bayern, sowie dessen Enkelsohn Sebastian in einer späteren Salzburger Urkunde auf. Dass die bei Grassinger ebenfalls genannten &amp;quot;von Hagenau zu Hörzhausen&amp;quot;, wie Alois Franz von Hagenau zu Hörzhausen 1741, Adam Ignaz Josef von Hagenau 1754, Maria Antonia von Hagenau 1765 oder der 1767 genannte Max Gaudenz von Hagenau zu Hörzhausen mit den Herren von Hagenau verwandt gewesen sein sollen, ist allerdings nicht gesichert. Die Familie von Hagenau zu Hörzhausen erhielten ihre Bestätigung der &#039;&#039;&amp;quot;bereits genossenen Edelmannsfreiheit in Bayern&amp;quot;&#039;&#039; im Jahr 1740. Die Herren von Hagenau, hier stimmt es soweit überein, waren in keinerlei Adelsregistern eingetragen gewesen. Jedoch ist das Wappen derer von Hagenau zu Hörzhausen ein anderes (vgl. Grabdenkmal des Anton Alois Franz von Hagenau aus dem Jahr 1742 in: Grabmäler München, S. Antonius Paduanus, 1803). Ebenso hatten sich die Herren von Hagenau ab dem 14. Jahrhundert zunehmend, und ab dem 15. Jahrhundert ausschließlich, Hagenauer genannt. Vor 1600 scheinen die Hagenauer in Salzburg als &amp;quot;Hagenauer de Allershausen&amp;quot;, &amp;quot;Hagenauer de Piding&amp;quot;, oder als &amp;quot;Hagenauer de Ainring&amp;quot; auf. Erst kurz nach 1600 tauchten die Hagenauer im Erzbistum Salzburg wieder als &amp;quot;Hagenauer de Hagenau&amp;quot; auf, wobei das &amp;quot;de Hagenau&amp;quot; hier als Herkunftsbezeichnung zu werten ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der wahrscheinlich letzten &amp;quot;Bayern&amp;quot; der Freisinger Linie, Sebastian Hagenauer von Allershausen, hatten um 1546  mit seinem Sohn Georg das bayerische Herzogtum verlassen, also fast 40 Jahre vor der Publikation von Wiguleus Hunts &amp;quot;Bayrischem Stammbuch&amp;quot; im Jahr 1585. Im großen heraldisch-genealogischen Werk von Siebmacher (erster Band 1605) tauchen die Hagenauer jedenfalls nicht mehr in der Liste bayrischer Adelsgeschlechter auf, ebenso wenig aber auch im Siebmacher der abgestorbenen bayrischen Adelsgeschlechter. Die Freisinger Linie derer von Hagenau bestand nämlich ab 1550 als Salzburger Linie (Salzburg war ein eigenständiges Fürstentum) weiter. Die bayrische Linie mit Stephan, (dessen Cousin) Ulrich und Georg Hagenauer von Allershausen (zu Westerndorf), hatte sich nach dem Salzburger Historiker [[Willibald Hauthaler]] mit Sebastian und dessen Sohn [[Georg Hagenauer I.]] in Piding bei Salzburg fortgesetzt. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts finden wir die Nachkommen der Freisinger Hagenauer nun für die nächsten 300 Jahre im Erzbistum Salzburg wieder. Der Salzburger [[Joseph Philipp Fellner]] (1769 - 1850) hatte in seiner unpublizierten Familien-Chronik von 1833 (in der er der Familie Hagenauer ein eigenes Kapitel gewidmet hatte) geschrieben, &#039;&#039;&amp;quot;Wenn das Siegel einen Stammbaum ersetzen und einen genealogischen Beweis liefern kann, so möchten die Salzburger Hagenauer dem Geschlecht der, seiner Zeit im Viertel Ober Wiener Wald in Österreich unter der Enns reich begüterten, Hagenauer (Herren von Hagenau) angehören&amp;quot;&#039;&#039;. Er hatte die Salzburger Hagenauer aber irrtümlich auf die niederösterreichische Linie der Herren von Hagenau zurückgeführt, oder gab die seit Wiguleus Hunt weit verbreitete irrige Meinung wieder, dass die ursprüngliche Herkunft der Hagenauer in Österreich lag. Der Historiker, Regestenforscher und spätere Abt von St. Peter (1901 - 1922) Willibald Hauthaler konnte schließlich an Hand von Urkunden die Abkunft der Salzburger Hagenauer vom Freisinger Stamm der Herren von Hagenau aus Bayern nachweisen, was auch der überlieferten Familientradition entsprach (Hagenauer-Archiv, Wien). Hauthaler gilt als einer der bedeutendsten Landeshistoriker Salzburgs, dessen Grundlagenarbeiten bis heute von großem Wert sind. Er wurde wegen seiner &#039;&#039;&amp;quot;großen Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit&amp;quot;&#039;&#039; von anderen herausragenden Historikern wie [[Franz Martin]] sehr geschätzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marianne Freifrau von Hauser (1877 - 1968), geb. Freiin von Allmayer-Beck und eine Enkeltochter von Hersilie von Hagenauer der Triester Linie, hatte in den 1930er Jahren über die Geschichte und die Genealogie der Hagenauer in Salzburg und der Zeit danach geforscht. Es gelang ihr dabei umfangreiches Quellenmaterial zu erschließen und eine wichtige Grundlagenarbeit über die Hagenauer im Erzbistum Salzburg zu schaffen. Generell sollten jedoch Publikationen von Autoren über deren eigene Familiengeschichte stets besonders kritisch betrachtet werden. Untersuchungen von Familiengeschichten anderer Adelsgeschlechter belegen, dass viele dieser Autoren eine einseitige und voreingenommene Sichtweise hatten, was oft zu einer verzerrten oder sogar falschen Darstellung historischer Begebenheiten führen konnte. Bei einigen dieser Publikationen divergierte das Wunschdenken, die Idealisierung und Schönfärberei des Autors über die jeweils eigene Familie mit der Realität historischer Tatsachen. Die (weitgehend unpublizierte) Arbeit von Baronin Hauser stellte sich jedoch, nach einer genauen Untersuchung der angegeben Quellen im Vergleich mit ihren Darstellungen und dem erstellten Stammbaum, als äußerst gründlich und gewissenhaft heraus. Sie hatte nicht nur neues Quellenmaterial erschlossen, sondern sie war auch zu den Primär-Quellen zurückgekehrt, wobei sie die Abschriften / Kopien der Dokumente bezüglich ihrer Richtigkeit von den jeweils dafür zuständigen Verwaltern der Archive gegenzeichnen und bestätigen ließ. Leider weist aber ihre Arbeit dennoch, trotz einer durchgehenden Genealogie der Hagenauer bis in die 1930er Jahre, gravierende Lücken und einige Fehler (Nebenlinien, Wappenmehrung, Standeserhebung, etc.) auf. Der Schwerpunkt der Untersuchungen von Hauser lag auf Grund ihrer Abstammung von der Triester Linie auch bei dieser. So hatte Baronin Hauser in ihrer Arbeit zwar den Adelsstand des Triester Zweiges angeführt, nicht jedoch den des späteren Wiener Zweiges (1671 Wappenbrief mit Adelswappen, 1786 Bestätigung des Adelsprädikats &amp;quot;von&amp;quot;, 1884 römische Baronie, 1929 bzw. 1932 italienischer Freiherrnstand). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer von Hauser unter anderem verwendeten Quelle, der Familienchronik von Joseph Philipp Fellner (1833), wurden die wechselnden Geschäftserfolge der Hagenauer in Triest zur Zeit der napoleonischen Kriege nicht gerade positiv dargestellt. Dies hatte Hauser offensichtlich zu einer überkritischen und teilweise unreflektierten Stellungnahme bezüglich der Darstellungen Fellners bewegt. Dadurch unterliefen Baronin Hauser bei der Suche und Aufzeichnung von Irrtümern Fellners selbst Fehler und Widersprüche. Fellners Taufpate war ja der Handelsherr Leopold Hagenauer (1761 - 1828) und Fellner war auch ein guter Bekannter und Zeitgenosse des Abtes [[Dominikus von Hagenauer]] in Salzburg gewesen. Fellners Chronik ist daher, trotz kleiner Irrtümer, als wichtige und zuverlässige historische Quelle eines Zeitzeugen zu werten. Später aufgetauchtes Quellenmaterial, das Baronin Hauser damals anscheinend noch nicht zur Verfügung gestanden ist, oder zu dem sie keinen Zugang hatte, belegen jedoch die weitgehende Richtigkeit der Ausführungen Fellners. So zum Beispiel die am 14. September 1671 an die Brüder Paulus, Georg (IV.) und Johann Hagenauer de Hagenau verliehene Bestätigung des Stammwappens mit Wappenbesserung durch den kaiserlichen Hofpfalzgrafen Ferdinand Wilhelm Metzger von Meggenburg. Baronin Hauser hatte in der Einleitung ihrer Arbeit die Chronik Fellners bezüglich seiner vermuteten Herkunft der Hagenauer aus dem niederösterreichischen Stamm des Geschlechts der Herren von Hagenau zitiert. Der Historiker Willibald Hauthaler hatte an Hand von Urkunden die Herkunft der Salzburger Hagenauer allerdings der Bayerischen Linie der Herren von Hagenau zugeordnet. An einer anderen Stelle ihrer Arbeit stellte Hauser die dazu vollkommen widersprüchliche und irrige These auf, dass die Hagenauer sich möglicherweise nach dem Hagenau bei Hammerau genannt haben könnten. Dem widersprach sie in ihrer Arbeit sogar selbst, wo sie die Herkunft der Hagenauer aus Bayern über Teisendorf nach Piding und schließlich nach Ainring kommend beschrieben hatte. Die Herkunft der Salzburger Hagenauer aus Bayern belegen ja sowohl das Stammwappen mit Flug als Helmzier (der bayrischen Linie), als auch urkundliche Belege. Ebenso widersprechen folgende Fakten der irrigen These einer Namens-Herkunft aus Hagenau bei Hammerau. Die Hagenauer wurden in ihren ersten urkundlichen Erwähnungen im Erzbistum Salzburg ab Mitte des 16. Jahrhunderts nicht als &amp;quot;Hagenauer de Hagenau&amp;quot; genannt, sondern als &amp;quot;Hagenauer de Allershausen&amp;quot;, als &amp;quot;Hagenauer de Piding&amp;quot;, als &amp;quot;Hagenauer de Ainring&amp;quot;, mit einem &amp;quot;Gebäude am Högl&amp;quot; sowie in Traunstein, Piding und Hammerau. Erst später tauchten sie in den Salzburger Urkunden als &amp;quot;Hagenauer de Hagenau&amp;quot; auf. Die erste diesbezügliche Erwähnung als &amp;quot;von Hagenau&amp;quot; (bei Hammerau) findet man erst 1617 in der Taufurkunde des &amp;quot;Johannes Hagenauer de Hagenau&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Recherchen von Baronin Hauser in Bayrischen, Salzburger und Triester Kirchenbüchern, Urkunden, Verzeichnissen, Analen, Hof- und Militärschematismen (statistische Handbücher), Ahnentafeln etc., stieß sie ferner auf Hagenauer, die sie nicht in ihren Hagenauer-Stammbaum einordnen konnte. Obwohl sie zu dem Schluss kam, dass es sich um weitere Familienmitglieder aus dem Geschlecht der Hagenauer gehandelt hatte, wurden diese Funde von ihr nicht weiter berücksichtigt und verfolgt. Den Stammbaum der Salzburger Hagenauer (mit Triester und Wiener Zweig) publizierte Baronin Hauser mit allen Lücken und Fehlern in der Serie &amp;quot;Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte&amp;quot; in den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 1938. Ihr Beitrag wurde in der späteren Publikation von Franz Martin der &amp;quot;[[Hundert Salzburger Familien]]&amp;quot; 1946 unter ihrem Namen unverändert übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der oberösterreichische und der niederösterreichische Zweig ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Benediktiner, Universalgelehrte und Humanist Bucelinus hatte zwischen 1655 und 1678 das Werk &amp;quot;Germania Topo-Chrono-Stemmato-Graphica Sacra Et Profana&amp;quot; in Ulm und Augsburg publiziert. Im 4. Band aus dem Jahr 1678 hatte Bucelinus, der auch Genealoge war, geschrieben: &#039;&#039;&amp;quot;Familia Equitum de Baronum ab Aham, ... ejusdem cum Liberis Dominis de Hagenau vulgo die Bann Herren von Hagenau dictis&amp;quot;&#039;&#039;. Also eine gemeinsame Herkunft der späteren Grafen von Aham und der freien Herren von Hagenau, die man auch als Bannerherren von Hagenau bezeichnet hat. Bucelinus´ These der gemeinsamen Abstammung der Ahamer und Hagenauer, sowie die Beschreibung der Hagenauer als &amp;quot;Bannerherren&amp;quot;, wurde von anderen Autoren in späteren Publikationen unhinterfragt übernommen. Bereits 1726 schrieb Jacob Christof Iselin in seinem Buch &amp;quot;Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon, Band 1&amp;quot; über das Geschlecht der Ahamer, dass es laut Bucelinus &#039;&#039;&amp;quot;mit den Banner-Herren von Hagenau einerley Ursprung hat&amp;quot;&#039;&#039;. 1774 wurde diese These auch von Johann Wilhelm Franz von Krohne, 1825 von Johann Christian Hellbach, 1859 von Friedrich Wilhelm Hermann Wagener und ebenfalls 1859 von Ernst Heinrich Kneschke publiziert. Dabei wurde Jacob Christof Iselin zwar oft wortwörtlich zitiert, jedoch (meist) ohne ihn als Autor anzugeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Hauptwerk von Karl Meichelbeck, der &amp;quot;Historia Frisingensis&amp;quot;, eine zweibändige Geschichte der Diözese Freising die er zwischen 1724 bis 1729 im Auftrag von Fürstbischof Eckhers verfasst hatte, wurde bereits auf die gemeinsame Herkunft der bayrischen und österreichischen Linien der Hagenauer hingewiesen. Die Historia Frisingensis ist insofern interessant, da sie auf urkundlich belegten Quellen beruhte und als die erste dieser Art im katholischen deutschen Sprachraum gilt. Jedoch wurde in späteren Publikationen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vereinzelt angenommen, dass es sich bei der bayrischen Linie und den beiden österreichischen Linien der Herren von Hagenau um verschiedene Geschlechter gehandelt hätte. Dies wurde aber bereits Mitte des 19. Jahrhunderts mehrfach von einigen Historikern widerlegt (z.B. von Koch-Sternfeld). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jurist und Autor Johann Christian von Hellbach hatte in seinem 1825 herausgebrachten &amp;quot;Adels-Lexikon&amp;quot; auch die Hagenauer angeführt. Als Quellen gab er sowohl den bereits oben erwähnten Wiguleus Hunt (1585, &amp;quot;Bayrisch Stammen-Buch&amp;quot;) als auch Franz Karl Wißgrill (1800, &amp;quot;Schauplatz des landsässigen Nieder-Österreichischen Adels vom Herren- und Ritterstande&amp;quot;) an. Hellbach versuchte die dürftige Darstellung von Hunt und die Publikation von Wissgrill (vorwiegend über die österreichischen Linien) in einem einzigen Satz über die Hagenauer zusammen zu fassen: &#039;&#039;&amp;quot;Eine alte österreichische, nachher baier. Familie, die im 15. Jahrhundert ausgestorben ist&amp;quot;&#039;&#039;. Die Aussage dieses Satzes, die in der Publikation (1861 Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland, 2. Bd.) von Otto Titan Hefner unverändert übernommen worden war, war jedoch in dreifacher Hinsicht falsch. Erstens hatte das Geschlecht der Hagenauer seinen Ursprung in Bayern, zweitens hatte es sich folglich erst dann in Österreich ausgebreitet, und drittens ist im 15. Jahrhundert nur die niederösterreichische Linie erloschen. Die oberösterreichische Linie war ja bereits schon im 13. Jahrhundert erloschen, die bayrische Linie blühte hingegen weiter (siehe oben). Hellbach berief sich auf die Publikation des Genealogen und Heraldikers Franz Karl Wißgrill über den niederösterreichischen Zweig der Hagenauer, in der es jedoch hieß: &#039;&#039;&amp;quot;Der Edel Georg Hagenauer erscheint mit seinem Insigel noch im Jahr 1439 in Mölkerischen Urkunden, und mag vielleicht der letzte von diesem Geschlechte in Oesterreich gewesen seyn&amp;quot;&#039;&#039;. Bereits 1832 publizierte der Jurist und Historiker [[Benedikt Pillwein]] im 4. Band der &amp;quot;Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns&amp;quot;: &#039;&#039;&amp;quot;Über Hagenau kam bisher viel Unrichtiges, wenig Vollständiges zur Sprache&amp;quot;&#039;&#039;, jedoch blieben auch Pillweins Darstellungen eher dürftig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Publikation &amp;quot;Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Teutschland, Band 3&amp;quot; von Ludwig Albrecht Gebhardi aus dem Jahr 1785, und auch in manchen späteren Publikationen des 19. Jahrhunderts, versuchte man sich den massiven Rückgang der Hagenauer in den Urkunden ab 1150 durch folgende Theorie zu erklären: Gebhardi nahm an, dass es sich in Österreich um zwei unterschiedliche Geschlechter Hagenauer gehandelt hätte, die hintereinander den selben Stammsitz besaßen. Einerseits um das mächtigere Hochadelsgeschlecht oder &amp;quot;Grafengeschlecht&amp;quot; der Herren von Hagenau, das ausgestorben wäre, und andererseits um ein nachfolgendes Burgmanngeschlecht niederen Adels, das sich nach der von ihnen übernommenen Burg Hagenau ebenfalls Herren von Hagenau genannt hätte. Gebhardi hatte in seiner Arbeit ebenfalls vermutet, dass auf Grund unterschiedlicher Siegel von Hagenauern auch noch andere Geschlechter &amp;quot;von Hagenau&amp;quot; existiert hätten, die nicht mit den Herren von Hagenau verwandt waren. Mit diesen anderen namensgleichen Geschlechtern Hagenauer (siehe hierzu [[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]) hatte er sich jedoch überhaupt nicht auseinandergesetzt. Ebenso hatte er auch nicht den Versuch unternommen, diese namensgleichen Geschlechter von den Herren von Hagenau zu unterscheiden. Zurück zu der These Gebhardis von zwei unterschiedlichen Geschlechtern Hagenauer auf dem selben Sitz Hagenau, den sogenannten &amp;quot;Grafen&amp;quot; von Hagenau und dem Rittergeschlecht von Hagenau. Die Herren von Hagenau waren jedoch niemals Grafen, sondern einige wenige Familienmitglieder hatten in frühen Urkunden den nicht erblichen Amts-Titel &amp;quot;comes&amp;quot; eines Verwalteres von Königslehen inne (siehe unten: Fakten und unbeantwortete Fragen). Das andere Geschlecht war nach seiner Theorie ein gleichnamiges Ritter- oder Burgmannengeschlecht (bzw. ein Ministerialengeschlecht), das sich nach der jeweiligen übernommen Burg Hagenau (in Oberösterreich ab dem 12. Jh., sowie in Niederösterreich ab dem 13. Jh.) genannt hatte. Die Hagenauer erschienen jedoch auch nach 1150 in den oberösterreichischen Urkunden in der gleichen Stellung, sowie als &amp;quot;dominus de Hagenowe&amp;quot; in den Passauer Urbaren (Franz Pfeffer, Historisches Jahrbuch der Stadt Linz 1962). Gebhardis sah aber jene Hagenauer, die im Jahr 1152 die ehemalige Burg und das Lehen der Herren von Hagenau bei Braunau am Inn übertragen bekommen hatten als ein anderes namensgleiches Geschlecht. Auch bei der niederösterreichischen Linie der Hagenauer wurde die These vertreten, dass es sich ab dem 13. Jahrhundert um ein gleichnamiges Rittergeschlecht gehandelt hätte, das bis ins 15. Jahrhundert in Niederösterreich auftrat. Ein definitver Nachweis für diese Behauptungen oder Thesen von unterschiedlichen Geschlechtern fehlt bis heute und so sind diese Vermutungen ohne Indizien und Beweisen als nicht verifizierbare Theorien zu sehen. Diese Theorie von zwei unterschiedlichen Geschlechtern der österreichischen Linien der Hagenauer hat sich allerdings hartnäckig bis in die 1980er Jahre erhalten. Hauptsächlich stößt man in schlecht recherchierten Lexika über Burgen- und Schlösser in Oberösterreich (Schloss Hagenau) auf sie, wo als Literatur meist ungeprüfte Sekundärquellen herangezogen wurden, oder genauere Quellenangaben überhaupt fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute von vielen Historikern vertretene Meinung, dass es sich bei den ober- und niederösterreichischen Linien der Herren von Hagenau bis ins 13. bzw. 15. Jahrhundert um ein einziges Geschlecht mit durchgehender Linie gehandelt hat, vertrat 1850 bereits der Historiker Joseph-Ernst von Koch-Sternfeld. Er hatte in seiner mehrseitigen Publikation &amp;quot;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstätten in Oesterreich&amp;quot; die gewissenhafteste und umfangreichste Untersuchung über die österreichischen Linien der Hagenauer herausgebracht. Das gleichbleibende Wappen in an Urkunden angehängten Siegeln seit 1137, der selbe Stand der Hagenauer, sowie die geographische Lage der Lehen und Besitzungen, sprechen jedoch für nur ein einzelnes Geschlecht. Beim niederösterreichischen Zweig ist dies leichter verifizierbar, beim oberösterreichischen Zweig tut man sich da schon schwerer, da nach 1147 keine Siegel erhalten blieben. Den Rückgang der Hagenauer in den Urkunden erklärt man sich damit, dass das Hochfreie Geschlecht der Herren von Hagenau in der Ministerialität (als unfreie Verwalter für Königsgüter, auch für den überregionalen Adel oder für Klöster auf lokaler Ebene) untergegangen war. Dass sich also die ehemaligen &amp;quot;Liberi&amp;quot; von Hagenau in die Unfreiheit der &amp;quot;Königsfreien&amp;quot; sowie in die Ministerialität begeben hatten, jedoch noch aus dem selben Geschlecht waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer neueren Publikationen Ende des 20. Jahrhunderts sieht man das Geschlecht der Herren von Zelking in Niederösterreich als eine Nebenlinie der Herren von Hagenau an. Tatsächlich hatten sich zwei Mitglieder die Herren von Hagenau auch Herren von Zelking genannt, da sie dort Besitzungen hatten. In einem anderen Aufsatz über die Zelkinger wurde vermutet, dass es sich bei der niederösterreichischen Linie der Hagenauer überhaupt um das Geschlecht der Zelkinger gehandelt hätte, die sich zwischendurch auch Herren von Hagenau genannt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit gab und gibt es über die alten österreichischen Linie der Herren von Hagenau (in Oberösterreich und Niederösterreich) verschiedenste, teilweise sich widersprechende und unter Historikern nicht unumstrittene Theorien. Sowohl was die Zuordnung von Familienmitgliedern zu bestimmten Linien betrifft, als auch bezüglich der Annahme der Existenz unterschiedlicher Geschlechter gleichen Namens. Ferner war man sich auch nicht über den Zeitpunkt des Erlöschen der alten österreichischen Linien einig. Der Zeitpunkt des Verschwinden der österreichischen Linien wurde in späteren Publikationen auf Grund von neu aufgetauchten und ausgewerteten Urkunden immer weiter nach hinten gerückt. Zusammenfassend findet man nun folgende Theorien über das Geschlecht der Herren von Hagenau in verschiedenen Publikationen: Die Annahme dass es sich um unterschiedliche Geschlechter und nicht um einzelne Linien (Stämme) gehandelt hätte, die Uneinigkeit über den Zeitpunkt des Verschwinden der österreichischen Linien, dass der Name des Geschlechts der Herren von Hagenau durch ein Ritter- oder Burgmannengeschlecht weitergeführt worden wäre, dass die Hagenauer in der Ministerialität untergegangen wären, dass die Ahamer und die Hagenauer einerlei Geschlechts waren, sowie dass die niederösterreichische Linie als das (erst 1634 erloschene) Geschlecht der Zelkinger weiterbestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Über das Wappen der Hagenauer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1598 hatte Wiguleus Hund in seinem bereits erwähnten &amp;quot;Bayrisch Stammen-Buch&amp;quot;, ebenso wie bei etlichen anderen von ihm beschriebenen Geschlechtern, das Wappen der Herren von Hagenau nicht angeführt. Rund hundert Jahre später (1699) hatte der Freisinger Hofmaler Franz Joseph Lederer (1676-1733) von Bischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck den Auftrag bekommen, alle Freisinger Bischöfe (von Korbinian bis Joseph Konrad von Schroffenberg-Mös) mit dazugehörigen Wappentafeln und Lebensbeschreibungen im sogenannten Fürstengang in Freising zu malen. Dabei stand Lederer vor dem Problem, dass von den frühesten Bischöfen keine Wappenabbildungen existieren konnten. So auch bei Gottschalk von Hagenau (Freisinger Bischof 994-1005), dessen dort abgebildetes Wappen, ebenso wie dessen Portrait, eine Phantasiedarstellung Lederers ist. Die frühesten Wappen tauchten erst im 12. Jahrhundert auf Gräbern auf, das älteste bekannte Wappensiegel ist das von Herzog Berthold von Zähringen von 1157. Der erste Papst, dem überhaupt ein Wappen nachgewiesen werden konnte, war Bonifaz VIII. (1294–1303). Alle früheren päpstlichen oder bischöflichen Wappen, und somit auch das von Gottschalk von Hagenau, sind Erfindungen aus späterer Zeit. Lederer hatte somit in der Wappentafel Gottschalks ein Phantasie-Wappen von drei übereinander liegenden blau-gelb-grünen (Regen-)Bögen auf weißem Schild gemalt. Bischof Gottschalk führte zwar noch kein Wappen in seinem Siegel, aber Lederer hätte, wie auch bei anderen Freisinger Bischöfen, das spätere Geschlechter-Wappen für seine Darstellung heranziehen können. Offensichtlich hatte Lederer aber weder Kenntnis vom Epitaph des Reimprecht von Hagenau (1137), noch von späteren an Urkunden angehängten Siegeln (ab dem 14. Jh. erhalten), oder von der in Salzburg gebauten Hagenauer-Gruft (1682), wo das Wappen der Hagenauer mit Dreiberg und Hagenbaum abgebildet ist. Ebenso hatte Lederer in der Lebensbeschreibung Gottschalks dessen Bischofswahl irrtümlich um zwei Jahre zu früh angesetzt, also mit dem Jahr 992 statt 994. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Freisinger Hofkammer-Direktor Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen, der die größte genealogische Sammlung über bayrische Adelsfamilien Anfang des 18. Jahrhunderts zusammengetragen aber nicht publiziert hatte, beschrieb in einem Kapitel auch die Herren von Hagenau. Dabei waren ihm neben vielen Lücken auch mehrere Fehler bezüglich Datierung, Genealogie und Herkunft, insbesondere aber bezüglich des Wappens unterlaufen. Bei der Blasonierung des Wappens der Herren von Hagenau bezog sich Prey definitiv auf die Darstellung des von Lederer im Freisinger Fürstengang gemalten und oben beschriebenen Phantasie-Wappens des Gottschalk von Hagenau. So ist auch Preys falsche Beschreibung des Hagenauer Stamm-Wappens zu erklären, das er als drei Regenbögen blasonierte. Von der selben Quelle, also vom Gemälde im Fürstengang, hatte Prey auch die unrichtige Jahreszahl (992 statt 994) der Bischofswahl von Gottschalk von Hagenau übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen frühen Publikationen war das Wappen der Hagenauer zwar kein Phantasiewappen mehr, aber dennoch fehlerhaft beschrieben (blasoniert) worden. In manchen späteren Wappenbüchern sollten sich dann diese Irrtümer fortsetzen. 1722 hatte der Benediktinermönch und Stiftsarchivar von Melk, Philibert Hueber (* 1662, † 1725), Abbildungen von unterschiedlichen frühen Siegeln in dem Werk &#039;&#039;&amp;quot;Austria ex Archivis Mellicensibus illustrata&amp;quot;&#039;&#039; publiziert, darunter auch das Siegel des Melker Abtes Seyfried von Hagenau (1378). Hueber hatte den Dreiberg im Siegel des Abtes Seyfried Hagenauer in Form eines geteilten Wappens dargestellt. Ein alter Siegelabdruck des Abtes hat sich leider nicht zur Verifizierung jener Darstellung erhalten. Bereits 1849 wurde von dem Historiker Joseph Chmel in seinem Werk (Urkunden zur Geschichte von Österreich, Steiermark, Kärnten, Krain, Görz...) geschrieben, dass dem Werk von Hueber &#039;&#039;&amp;quot;so manche Fehler und Lücken nach dem kompetenten Urteile Sachkundiger auszustellen sind&amp;quot;&#039;&#039;. Um 1800 schrieb Franz Karl Wissgrill im 4. Band des Buches &amp;quot;über den Schauplatz des landsässigen nieder-oesterreichischen Adels vom Herren-und Ritterstande&amp;quot; über das Wappen der Hagenauer folgendes: &#039;&#039;&amp;quot;Ihr Wappen, wie solches Duellius, und Philibert Hueber in Sigillen angeführet haben, ist ein verdorrter Baum auf einem kleinen Hügel; oben ein geschlossener Helm mit zwei Büffel-hörnern&amp;quot;&#039;&#039;. Der Hagenbaum wurde als verdorrter Baum interpretiert, der Dreiberg als kleiner Hügel. Der Dreiberg ist ein Begriff aus der Heraldik und bezeichnet einen Hügel mit wenigstens drei Wölbungen, wobei die mittlere Wölbung erhöht ist. Diesbezüglich sollte man erwähnen, dass früher das Wappen der Herren von Hagenau auch als Hagenbaum auf einem Berg blasoniert (beschrieben) worden war. Ein Berg wurde in alten Wappen aber fast ausschließlich als Dreiberg dargestellt, die Bezeichnung Hügel tauchte erst wesentlich später bei Wappenbeschreibungen auf, und ist im Fall des Hagenauer Wappens definitiv falsch. Möglicherweise schloss Wissgrill von dem heute noch in St. Pölten existierenden alten Epitaph des Hochfreien Reimprecht von Hagenau von 1137, (der verwitterte Dreiberg könnte beim flüchtigen Hinsehen als Hügel interpretiert werden) und dem bis dahin einzigen publizierten Siegel eines Hagenauers aus dem [[14. Jahrhundert]], auf das Wappen. Persönliche Siegel wichen aber oft vom Stammwappen ab, wie an Urkunden angehängte und noch heute erhaltenen Siegel der Hagenauer bis zum frühen 19. Jahrundert zeigen (siehe [[Hagenauer#Urkunden_und_Einzelnachweise|Urkunden und Einzelnachweise]]). So z. B. das bei Hueber publizierte vermeintliche Siegel des Abtes von Melk, Seyfried Hagenauer (1378), oder das Siegel des Abtes Dominikus von Hagenauer (1786). Das Amtssiegel von Abt Dominikus hatte eine Vierteilung: Feld 1. und 4. zeigten den Dreiberg und Hagenstrauch (das Stammwappen), Feld 2. und 3. den auffliegenden Adler (die Wappenerweiterung). Im Siegel des Abtes Seyfried, das bei Hueber (anscheinend) simplifiziert abgedruckt worden war, wurde der Dreiberg als geteiltes Wappen wiedergegeben. Der Hagenstrauch (oder Hagenbaum) erscheint in dieser Abbildung als Ast. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der niederösterreichische Schriftsteller und Historiker Franz Xavier Schweickhardt (der sich auch Ritter von Sickingen genannt hatte, was ihm allerdings unter Strafandrohung bald verboten wurde), hatte in seinem Buch &amp;quot;Darstellung des Erzherzogtums Österreich unter der Enns&amp;quot; im Jahr 1836 ebenfalls das Hagenauer Stammwappen beschrieben. Dabei hatte er von Wissgrill beinahe wörtlich abgeschrieben: &#039;&#039;&amp;quot;Das Wappen, wie uns solches Duellius und Philibert Hueber durch Sigillien darstellt, ist ein verdorrter Baum auf einem kleinen Hügel; oben ein geschlossener Helm mit zwei Büffelhörnern&amp;quot;&#039;&#039; (vgl. Darst. d. Erzh. Oesterreich). In einer Wappenbeschreibung von Friedrich Heinrich von der Hagen über die &amp;quot;Minnesänger&amp;quot; aus dem Jahr 1838 wurde das Stammwappen der Hagenauer überhaupt nur mehr auf einen &#039;&#039;&amp;quot;Hagedorn&amp;quot;&#039;&#039; ohne Dreiberg reduziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abbildung des Siegels von Abt Seyfried von Hagenauer bei Philibert Hueber diente offenbar als Vorlage für spätere falsche Darstellungen des Hagenauer Stammwappens. So auch in Johann Baptist Rietstap´s Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien &amp;quot;Armorial général&amp;quot; (1884-1887) mit den ergänzenden Wappen-Abbildungen durch Victor Rolland und seinen Sohn Henri Victor Rolland (ab 1903). Dort wurde das Wappen der Herren &amp;quot;von Hagenau&amp;quot; in Schwarz-Weiß und Schraffur, sowie ohne Oberwappen folgendermaßen abgebildet: Schild von Gold und Rot geteilt, davor ein Ast. Wesentlich genauer in den Recherchen waren da die Wappen im &amp;quot;Neuen Siebmacher&amp;quot;. Das Siebmachersche Wappenbuch war lange Zeit eine der bedeutendsten Wappensammlungen für den deutschen Sprachraum. Die Blasonierung (Wappenbeschreibung) von Wissgrill um 1800, oder die davon abgeschriebene von Schweikhardt um 1836, dienten unter anderem als Grundlage für die hier leider ebenfalls nicht ganz richtige Darstellung des Hagenauer Stamm-Wappens im Wappenbuch des &amp;quot;Neuen Siebmacher&amp;quot;s (1918, J. Siebmacher&#039;s grosses und allgemeines Wappenbuch, IV. Band, 4. Abteilung, 1. Teil, Tafel 74, Niederösterreichischer landesständische Adel). Statt des Dreibergs mit Hagenbaum wurde ein Hügel mit Hagenbaum (-strauch) dargestellt. Das möglicherweise ebenfalls als Vorlage dienende Epitaph des Reimprecht von Hagenau mit dem Familienwappen, war wahrscheinlich bereits schon damals stark verwittert. Der Dreiberg war als solcher schwer lesbar, der richtig wiedergegebene Topfhelm mit den Büffelhörnern hingegen ist heute noch erkennbar. Im Siebmacher wurden ferner Büffelhörner als Helmzier abgebildet, was allerdings nur der Helmzier der niederösterreichischen Linie entsprach. Da diese Ausgabe des Siebmachers auch nur den Niederösterreichischen landesständischen Adel betraf, waren die Büffelhörner in diesem Fall korrekt. Die bayrische (und spätere Salzburger) Linie verwendete jedoch einen Flug als Helmzier (vgl. Wappen am Salzburger Erbbegräbnis in St. Peter, Salzburg). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;quot;Siebmacher&amp;quot;, eines der umfangreichsten Wappenbücher im deutschsprachigen Raum, hatten sich jedoch auf Grund der enorm angewachsenen Anzahl publizierter Wappen (130.000 Wappen in 119 Bänden) immer mehr Fehler eingeschlichen. So war im &amp;quot;Neuen Siebmacher&amp;quot; auch das Hagenauer Stammwappen falsch dargestellt worden (Hügel statt Dreiberg und nur die Helmzier der niederösterr. Linie). Vor allem aber bei der Darstellung des gemehrten Wappens der Salzburger Linie waren gravierende Fehler aufgetreten. Das gebesserte Wappen war unrichtig dargestellt und falsch tingiert (falsche Farben) worden, ferner war es in der Ausgabe bürgerlicher Wappen erschienen. Der Grund hierfür könnte der frühere untitulierte Adelstand der Hagenauer ohne dem Prädikat &amp;quot;von&amp;quot; gewesen sein, wie er von einigen Geschlechtern von altem Adel bis in das späte 17. Jahrhundert geführt worden war. Die Berechtigung zur Führung des Adelsprädikats &amp;quot;von&amp;quot; wurde einzelnen Mitgliedern des Hagenauer Geschlechts erst ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert durch den Salzburger beziehungsweise Passauer Landesfürsten bestätigt (Johann Baptist, Johann Georg, Dominikus sowie Ignaz von Hagenauer), und wurde seit damals von diesen sowie deren Nachkommen mitunter geführt. Obwohl die ausgestellten Wappenbriefe in verschiedenen Wappenbüchern richtig datiert worden waren (14. September 1671 und 24. August 1686), hatte man offenbar die Wappenbriefe selbst nicht als Quelle herangezogen. In diesen Urkunden der Wappenbesserung, und das ist entscheidend, hatten sich die Bezeichnungen &amp;quot;Adelswappen&amp;quot; bzw. &amp;quot;Adelswappen mit Kleinod&amp;quot; befunden. Mögliche andere Gründe für die falsche Einordnung des Wappens könnten neben unzureichenden Recherchen auch in der oft willkürlichen Einordnung von Wappen im neuen Siebmacher liegen. Auch die unter Heraldikern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts weit verbreiteten Irrtümer und falschen Annahmen bezüglich des Wappenhelms bei Adelswappen, könnten dazu geführt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der frühesten Darstellung des Stammwappens der Hagenauer (1137 am Epitaph des Reimprecht von Hagenau) finden wir als Wappenhelm den Topfhelm. In späteren Darstellungen des Hagenauerwappens tauchte dann der geschlossene Kübelhelm auf, ab dem 15. Jahrhundert der Stechhelm mit Wulst (selten auch mit Helmkrone dargestellt), und ab ca. 1700 zunehmend auch der Bügelhelm mit Laubkrone. Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert war die Blütezeit der Heraldik, es traten der Helm mit Schmuck zum Schild hinzu. Bis zum 16. Jahrhundert findet man bei Wappendarstellungen jeweils die Helme, die auch tatsächlich im Kampf und im Turnier getragen wurden. Vorerst den Nasalhelm, dann den Topfhelm, gefolgt vom Kübelhelm und schließlich ab dem 15. Jahrhundert den Stechhelm (schwerer Turnierhelm), der bis ins 16. Jahrhundert getragen wurde. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts kam auch der offene Spangenhelm auf, der als Wappenhelm Ende des 15. Jahrhunderts neben dem Stechhelm in Mode kam. Bald dominierte der Spangenhelm als Wappenhelm, sowohl bei Adelswappen als auch bei bürgerlichen Wappen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wappenbüchern selbst wurden immer öfter nur noch der Spangenhelm dargestellt, obwohl dies bei manchen Geschlechtern von altem Adel falsch war, da diese bis Ende das 18. Jahrhunderts den Stechhelm (Turnierhelm) als Wappenhelm bevorzugten. Ein gutes Beispiel hierfür befindet sich in der Reichersberger Stiftskirche in Oberösterreich. Am Epitaph des Franz Joseph Adolph Reichsgraf von Aham zu Neuhaus und Geinberg († 1756) sind zwei Stechhelme als Wappenhelme abgebildet. Die Hagenauer bevorzugten ebenfalls den Stechhelm (bis ins 18. Jahrhundert), ebenso wie andere Adelsfamilien die ihr Wappen auf das 12. Jahrhundert zurückführen konnten. In der Bestätigung des Familienwappens mit Wappenmehrung vom [[14. September]] [[1671]] durch den kaiserlichen Hofpfalzgraf Ferdinand Wilhelm Metzger von Meggenburg (comes palatinus caesareus), hatten die drei Brüder Paulus, Georg und Johann Hagenauer de Hagenau weiterhin den alten Stechhelm bevorzugt. 15 Jahre später, am [[24. August]] [[1686]], als Georg Hagenauer vom kaiserlichen Hofpfalzgraf für sich und seinen ehelichen Erben das gebesserte &#039;&#039;&amp;quot;Adelswappen und Kleinoth&amp;quot;&#039;&#039; (Turnierfähigkeit) verliehen bekam, hatte er sich erneut für den Stechhelm mit Türkenbund als Wappenhelm entschieden. Man findet allerdings bald danach auch Darstellungen des Hagenauerwappens mit Bügelhelm, statt mit dem Stechhelm. Der modischere Bügelhelm, der als Wappenhelm im 16. und 17. Jahrhundert bei vielen Bürgerfamilien und bei in den Adelsstand aufgestiegenen Familien verwendet wurde, sollte sich zunehmend zum Adelsattribut entwickeln. In späteren Nobilitierungen (Briefadel) waren die Vorgaben der Hof- und Reichskanzlei bzw. von Heroldsämtern für die nun ausschließliche Verwendung des offenen Spangenhelms bei Adelswappen ausschlaggebend. So dominierte ab dem 19. Jahrhundert unter den Heraldikern zunehmend auch die falschen Ansicht, dass der offenen Bügelhelm und die Helmkrone stets das Attribut des Adelswappens gewesen wäre, der geschlossene Turnierhelm das Attribut des bürgerlichen Wappens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der offene Helm ursprünglich kein Indiz für ein Adelswappen war, gilt mittlerweile unter Heraldikern, Historikern und in Heraldisch-Genealogische Gesellschaften als erwiesen. Ebenso waren die Helmkrone sowie das Kleinoth, die anfänglich als Zeichen der Turnierfähigkeit separat verliehen worden waren, kein Indiz für ein adeliges Wappen. Die Helmkrone (Laubkrone) sollte man auch nicht mit der Rangkrone, wie dies manchmal in der Literatur vorkommt, verwechseln. Spätestens seit dem Ende des 16. Jahrhunderts wurden von einigen Hofpfalzgrafen alle Wappenbriefe für Bürgerliche mit diesem &amp;quot;Adelsattribut&amp;quot; (offener Helm und Helmkrone) ausgestellt. Genauso war der geschlossene Helm oder die Wulst ursprünglich kein Indiz für ein Bürgerwappen. Es haben sich viele Wappendarstellungen von Familien aus altem Adel erhalten, die den Stechhelm mit Bund zeigen. Um Beispiele für die eine oder die andere Richtung zu finden, braucht man nur alte Wappendarstellungen auf Epitaphien zu untersuchen. Auch erhaltene Adelsbriefe oder Wappenbriefe vor dem 18. Jahrhundert zeigen dies, ebenso wie das Scheiblersche Wappenbuch, das Zürcher Wappenbuch oder die Hyghalmen Rolle. Dort findet man Adelswappen mit geschlossenem Helm und/oder Helmwulst, bzw. Bürgerwappen mit offenem Helm und Helmkrone. Im alten Siebmacher (1605-1806) wurden vorerst alle Wappen mit Bügelhelm abgebildet, auch die Bürgerlichen. Richtig war allerdings, dass ab dem 18. Jahrhundert bürgerliche Wappen in der Regel den älteren Stechhelm, adlige Wappen dagegen häufig den Bügelhelm zeigten. Ab Ende des 17. Jahrhunderts (wahrscheinlich auch durch die Publikationen von Wappenbüchern) wurde der offene Spangenhelm zum Attribut des Adelswappens. In einer Adelsbestätigung für eine niederländische Familie durch den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg von 1670 war bereits von einem &amp;quot;offenen adeligen Turnierhelm&amp;quot; die Rede. Kaiserin Maria Theresia (Anm.: obwohl selbst nie zur Kaiserin gekrönt, wurde sie nach der Wahl und Krönung ihres Gemahls Franz I. Stephan 1745 fortan als Kaiserin tituliert) erließ eine Verordnung für neu in den Adelsstand erhobene Personen in denen auch die Wappen-Helme behandelt wurden. Die Hagenauer hatten lange Zeit den älteren Stechhelm mit Helmwulst im Vollwappen bevorzugt, Bügelhelme und Helmkronen findet man in ihren Wappen zunehmend erst ab Ende des 17. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Fakten und unbeantwortete Fragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Erschließung von Quellenmaterial (gezielte Auffindung von historischen Quellen und deren Zugänglichkeit) immer leichter. Durch die wachsende Anzahl von neu entdeckten Quellen, wie Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Analen, Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, Biographien, Kirchenbucheintragungen und alten genealogischen Tafeln, konnten viele historische Sachverhalte bezüglich der Hagenauer rekonstruiert werden. Auf Grund der daraus gewonnenen Erkenntnisse über die Herkunft, die Genealogie und das Wappen der Hagenauer, konnten Historiker (wie Koch-Sternfeld, Grassinger, Fellner, Hauthaler, Martin, Hauser etc.) die meisten der bereits seit dem 16. Jahrhundert publizierten und oftmals unhinterfragt wiedergegebenen Vermutungen und Irrtümer richtig stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ergaben sich folgende historische Fakten: Das Stammwappen der Hagenauer ist ein &amp;quot;Dreiberg&amp;quot; mit &amp;quot;Hagenbaum&amp;quot;. Der Dreiberg wurde in älteren Wappenbüchern manchmal auch als Berg oder Hügel blasoniert, der Hagenbaum auch als Hagenstrauch oder Ast. In persönlichen Siegeln des 13. bis 19. Jahrhunderts variierte die Darstellung des Hagenbaums (als Hagenbaum mit schrägem Ast, mit mehreren Ästen oder als Hagenstrauch) sowie des Dreibergs (als geteiltes Wappen, als Hügel oder als ein aus mehreren Hügeln zusammengesetzter Berg). Die älteste Wappendarstellung der Hagenauer hat sich am Epitaph des Hochfreien Reimprecht von Hagenau (dem Mitstifter von Seitenstetten) aus dem Jahr [[1137]] erhalten. Das Epitaph hatte der Nachkomme Otto von Hagenau 1347 aus der Filialkirche seiner Vorfahren, St. Peter am Anger, ausbauen und zusammen mit einem Grabstein seiner Eltern in der Stiftskirche St. Pölten aufstellen lassen, später wurde es abermals in den Kreuzgang versetzt. Den Hagenstrauch auf einem Dreiberg findet man in den kommenden Jahrhunderten in vielen an Urkunden angehängten und erhaltenen Siegeln der Hagenauer. So finden wir zum Beispiel 1299 das Wappen im Siegel des Seifried von Hagenau, 1367 im Siegel des Abtes von Melk Seyfried von Hagenau, 1387 im Siegel des Vogtes Karel von Hagenau und 1439 in einer von dem Edlen Georg Hagenauer gesiegelten Urkunde. Eine ebenfalls erhaltene Wappen- und Adelsbestätigung aus dem Jahr 1686 in Salzburg enthielt eine Wappenmehrung des Dreibergs mit Hagenbaum, durch zwei seitliche goldene Felder mit auffliegenden schwarzen Adlern, die Helmdecken in den Farben Salzburgs (weiß-rot, schwarz-gold). Ferner befindet sich das gemehrte Wappen der Hagenauer an errichteten Familiengruften in Salzburg, 1682 Gruft des Georgs, 1792 Gruft des Johann Lorenz´s, sowie 1786 im Siegel des [[Äbte von St. Peter|Abtes]] von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]], [[Dominikus von Hagenauer]]. In Salzburg und Niederösterreich kann man noch heute an alten Epitaphien, Grüften, Kirchen und weltlichen Gebäuden die Wappen (Stammwappen sowie das gemehrte Wappen) der Hagenauer sehen. Aus diesen Wappendarstellungen geht hervor, dass die bayrische und daraus hervorgegangene Salzburger Linie den Flug (Adlerflügeln) als Helmzier führte, die ausgestorbenen alten österreichischen Linien hingegen Büffelhörner. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
An Hand von Urkunden konnten Historiker auch folgende Gegebenheiten belegen: Die Herkunft deren von Hagenau war der gleichnamige Forst und Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising), von dem sich ihr Namen ableitete. Von dort verzweigten sie sich in drei Linien, die Freisinger, die Braunauer und die Schrobenhaus´ner Linie. Ende des 14. Jahrhunderts begannen sich die Herren von Hagenau zunehmend, und seit dem 15. Jahrhundert nur mehr, Hagenauer zu nennen. Ende des 15. Jahrhunderts sind die beiden österreichischen Linien deren von Hagenau in keinen österreichischen Urkunden mehr (unter diesem Namen) zu finden und hiermit (wahrscheinlich) ausgestorben. Der bayerische Stamm bestand hingegen in Salzburg weiter und hatte sich in zwei heute noch bestehende Linien geteilt. Die ältere Linie wurde zur Wiener Linie der Barone von Hagenauer, die jüngere Linie (durch Arrogation) zur Triester Linie der Barone Locatelli-Hagenauer in Italien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner waren Mitglieder der Herren von Hagenau, im Gegensatz zu vielen anderen edelfreien Familien, nie in den Grafenstand aufgestiegen. Die Hagenauer gehörten zur Klasse der &amp;quot;Freyen&amp;quot; (liberi), also dem Herren-Stande an, wie die Herren von Weilheim, die Herren von Stein oder die Herren von Biburg. Sie waren niemals &amp;quot;Grafen&amp;quot;, wie man sie in manchen Publikation fälschlich bezeichnet hatte, oder man hatte sie gar mit den späteren Grafen Aham von Hagenau verwechselt. Einige Hagenauer trugen bis Anfang des 12. Jahrhunderts zwar die Bezeichnung &amp;quot;Comes&amp;quot;, wie zum Beispiel Bischof Reginbert von Hagenau, der in einer Urkunde von 1138 als &amp;quot;Reginbertes Comes de Hagenow&amp;quot; genannt worden war. Die Bezeichnung &amp;quot;Comes&amp;quot; war damals jedoch kein Adelstitel, sondern ein nicht erblicher Amtstitel eines Lehensträgers, der sein Lehen unmittelbar vom König verliehen bekommen hatte. &amp;quot;Comes&amp;quot; kann also nicht mit dem später daraus entstandenen erblichen Grafentitel gleichgesetzt werden, der allerdings aus dem Titel &amp;quot;Comes&amp;quot; hervorgegangen war. Besonders deutlich wird dies in einer frühen Urkunde in der der Vater als comes bezeichnet wurde, hingegen aber nicht der Sohn: &#039;&#039;&amp;quot;Reginbert comes et filius eius Radolt anno 927. (Histor. Frising. und Cod.).&amp;quot;&#039;&#039; Ebenso war damals ein Burggraf eine reine Amtsbezeichnung und keine Adelstitel. Einige Hagenauer hatten ja das Amt von Burggrafen inne, ein aus dem älteren Amt des (Burg-)Vogtes hervorgegangenes Amt, durch das man zuweilen auch die Herrschaft über weitere Territorien inne haben konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die Besitzer des oberösterreichischen Lehens bei Braunau nach 1149 ebenfalls aus dem Geschlecht der Hochfreien von Hagenau stammten oder nur deren Burgmannen waren, ist eine bisher ungeklärte genealogische Frage. Der Historiker Joseph-Ernst von Koch-Sternfeld war jedenfalls der Ansicht, dass die Herren von Hagenau erneut das Lehen erhielten und hatte diesbezüglich geschrieben: &#039;&#039;&amp;quot;Um 1153 wurde dem Geschlechte der Stammsitz wieder zurückgegeben&amp;quot;&#039;&#039;. An Hand von Urkunden ließ sich dieses Problem auf Grund fehlender Siegel bisher nicht klären. Da aber die oberösterreichische Linie nach 1239 (Söhne des Ludovicus de Hagenau tauchten danach in keinen Urkunden mehr auf) und die niederösterreichische nach 1446 ohnedies aussterben sollte, und die bayrische Linie auch keine Lehen oder Besitzungen übernommen hatte, war dies für die weitere Geschichte der Hagenauer irrelevant. Als möglichen Nachweis, ob die Besitzer des Braunauer Stammsitzes Hagenau nach 1149 auch aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau stammten, könnte man das Hagenauer Stammwappen heranziehen. Bisher wurde dieses bei Ludowicus von Hagenau allerdings nicht gefunden, da bei allen von ihm gesiegelten Urkunden sein Siegel abgegangen ist und fehlt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich einer möglichen Verwechslung der Herren von Hagenau mit Mitgliedern aus namensgleichen Geschlechtern, ist auch das Kapitel &amp;quot;[[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]&amp;quot; interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)|Hagenauer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_Pers%C3%B6nlichkeiten_aus_der_Familie&amp;diff=340184</id>
		<title>Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie</title>
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		<updated>2014-08-23T12:59:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Der Schriftsteller Arnold von Hagenauer und Wiener Familienmitglieder im Widerstand */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel handelt von &#039;&#039;&#039;Persönlichkeiten aus der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit der katholischen Kirche ==&lt;br /&gt;
Signifikant ist die stark ausgeprägte Beziehung zwischen den Herren von Hagenau und der römisch-katholischen Kirche. Mitglieder der Hagenauer tauchen seit dem [[10. Jahrhundert]] (nach [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld|Koch-Sternfeld]] bereits seit dem [[8. Jahrhundert]]) in Urkunden auf, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der katholischen Kirche stehen. In den Urkunden werden sie entweder in ihrer offiziellen Funktion als Geistliche und Verteter der amtlichen Kirche genannt, oder aber als Stifter, kirchliche Vögte, kirchliche Vasallen, Kreuzritter, Besitzer kirchlicher Lehen etc.. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare) und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert waren eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern und (einige sogar) als Künstler am [[Salzburger Fürstenhof]], am fürstbischöflichen Hof [[Gurk]] und am Hof des Fürstbistums [[Passau]] tätig. Ab ca. 1865 oblag den Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl kirchlicher Gebäude in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselseitige Beziehung zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer zeigte sich durch kirchliche Stiftungen (Scharnitz, Seitenstetten, Loiching etc.), durch die Verwaltung von kirchlichen Gütern (Stift Mondsee, Eichstätt, Kloster Neustift bei Brixen, Spital in Vöcklabruck, Kloster Wessobrunn, Stift St. Peter in Salzburg etc.), sowie durch die Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen (Stadtpfarrkirchenamt, Armenfonds, Marien-Bruderschaft, Bonifatius-Verein, Pius-Verein, Leo-Gesellschaft etc.) durch die Hagenauer. Andererseits erlangten die Hagenauer wiederum durch und von der Kirche Besitz und Privilegien, wie Lehensrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter, sowie den päpstlichen Adel. Von Kaisern und Päpsten wurden Familienangehörigen des Hauses Hagenauer besondere Rechte für ihr Bistum oder für ihre jeweiligen Klöster zugestanden. Ferner wurde ihnen die erbliche römische Baronie und höchste kirchliche Orden (San Pio IX, San Gregorio, Pro Ecclesia et Pontifice etc.) verliehen. Mitglieder der Hagenauer wurden auch in den päpstlichen Ritterorden des Piusordens und den Ritterorden des Gregoriusordens aufgenommen. Eine verhältnismäßig große Anzahl der Hagenauer waren Angehörige des Klerus sowie katholischer Ordensgemeinschaften (Mönche, Nonnen) und hiermit offizielle Vertreter der praktizierten katholisch geprägten Lebensart. Man findet ferner viele Familienmitglieder in katholischen Bruderschaften sowie in anderen katholischen Laien-Organisationen, denen sie oft in leitender Position vorstanden. Einige Familienmitglieder waren hingegen &amp;quot;Brüder&amp;quot; in den von Kirche und Staat zeitweise verbotenen Freimaurerlogen (oder anderer Geheimgesellschaften), wobei andere Hagenauer wiederum die Freimaurerei bekämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gottschalk von Hagenau und andere Kirchenmänner ==&lt;br /&gt;
Bischof Gottschalk von Hagenau wurde im Jahr [[996]] in der wohl bekanntesten Urkunde (abgesehen von den Mozartbriefen) genannt, die in einem direkten Zusammenhang mit dem Geschlecht der Hagenauer steht. In dieser Urkunde wurde die Schenkung von einigen Gebieten bei Neuhofen an der Ybbs (NÖ) durch den römisch-deutschen Kaiser Otto III. an Bischof Gottschalk von Freising für dessen Bistum bestätigt. Diese Urkunde ist insofern interessant, da sie die älteste schriftliche Erwähnung Österreichs, &#039;&#039;&amp;quot;regione vulgari vocabulo Ostarrîchi&amp;quot;&#039;&#039; (in der gewöhnlich Ostarrîchi genannten Region), enthält. Bemerkenswert ist auch die Gründung des Stiftes Seitenstetten im Jahr [[1112]] durch den Mitstifter Reimprecht von Hagenau. Sein Sohn, der Passauer Bischof Reginbert von Hagenau weihte die Stephanskirche (spätere Stephansdom) in Wien im Jahr [[1147]], bevor er sich auf den zweiten Kreuzzug begab, von dem er nicht mehr zurückkehren sollte. Hervorzuheben sind weiters Heinrich (V.) von Hagenau, der von 1292 bis 1315 Abt des Bendediktinerklosters St. Ulrich und Afra in Augsburg war, bevor er abgesetzt wurde, und Seyfried von Hagenau (auch Seyfried Hagenauer genannt), der von 1378 bis 1382 als Abt dem Stift Melk vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Johann Lorenz und sein Sohn Abt Dominicus von Hagenauer ==&lt;br /&gt;
Die Hagenauer sind heute primär durch ihr Mäzenatentum und ihre Freundschaft zur Familie der [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] bekannt. Eine der vielen ehemaligen Besitzungen der Hagenauer, das [[Hagenauerhaus]] in der Salzburger Getreidegasse Nr. 9 am [[Hagenauerplatz]], wurde als [[Mozarts Geburtshaus]] berühmt, und beherbergt seit 1880 ein Mozart-Museum. Für Musik-Wissenschaftler sind die große Anzahl der zumeist erhaltenen Mozartbriefe an Familienmitglieder der Hagenauer von Bedeutung, wobei die meisten an den &#039;&#039;&amp;quot;wohledlen und wohlfürnehmen Herrn [[Johann Lorenz Hagenauer]]&amp;quot;&#039;&#039; (* 1712, †1792) gerichtet waren. Weiters sind auch die Freundschaft der Hagenauer zu [[Michael Haydn]], sowie die Leistungen des aus der Familie stammenden Abtes [[Dominikus Hagenauer|Dominikus]] (* 1746, † 1811) für die [[Erzabtei St. Peter]] und das [[Erzbistum Salzburg]] (während der Napoleonischen Kriege) hervorzuheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die drei Brüder Wolfgang, Johann Baptist und Johann Georg von Hagenauer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Brüder Wolfgang (* 1726, † 1801), Johann Baptist (* 1732, † 1811) und Johann Georg (* 1748, † 1835) hatten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts künstlerische Spuren in der Stadt sowie im Erzbistum Salzburg hinterlassen. Bekannt sind hier vor allem das [[Siegmundstor]], die [[Mariensäule auf dem Domplatz]] und das umgebaute [[Schloss Mirabell]]. Aber auch Kirchenbauten und Altäre in [[Hallein]], [[Mattsee]], [[Bergheim]], [[Elsbethen]], [[Matrei]] in Osttirol und in Brixen im Thale wurden von ihnen geschaffen. Außerhalb des [[Erzbistum Salzburg|Erzbistums Salzburg]] finden wir viele von [[Johann Georg von Hagenauer]] für kirchliche Fürsten errichtete Bauten, wie das Schloss Pöckstein in Zwischenwässern (Kärnten), das Theater und den Redoutensaal in Passau, Schloss Straß in Burgheim, Schloss Haidenhof und schließlich das Schloss Freudenhain mit seiner großen Parkanlage in [[Passau]]. Neben dem vom Bildhauer [[Johann Baptist von Hagenauer]] bereits erwähnten Siegmundstor und der Mariensäule auf dem Domplatz in Salzburg, sind die Skulpturen und Reliefs des (anläßlich der Hochzeit von Erzherzog Leopold errichteten) Triumphbogens in Innsbruck, die Skulpturen für den königlichen Schlosspark Nymphenburg in München, sowie die für den kaiserlichen Schlosspark Schönbrunn in Wien geschaffenen Skulpturen und Brunnen kunsthistorisch interessant. Ein von ihm aus einer Blei-Zinn-Legierung modelliertes Passionskreuz befindet sich in der Kaiserlichen Schatzkammer, die Skulptur des &amp;quot;gefesselten Prometheus&amp;quot; in der Kunstkammer in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Schriftsteller Arnold von Hagenauer und Wiener Familienmitglieder im Widerstand ==&lt;br /&gt;
Der extravagante Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]] (* 1871, † 1918) lebte um [[1900]] in Wien, wo er unter anderem Romane über Salzburg schrieb, die geschätzte Heimat seiner Ahnen. Beachtenswert ist auch der Bezirkshauptmann Simon (III.) Baron von Hagenauer (* 1881, † 1940). Er wurde 1937 nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung auf Grund seiner stark bekennenden katholischen Gesinnung gezwungen, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Andererseits wäre er ohne Pensionsanspruch seines Amtes enthoben worden und hätte mit anderen Repressionen rechnen müssen. Seine Frau, die in den 1920/1930er Jahren im Burgenland politisch aktive Berta Baronin von Hagenauer (* 1903, † 1972), betätigte sich in der NS-Zeit aus ebenfalls religiöser Überzeugung im Widerstand in Wien. Sie wurde von der Gestapo über ein halbes Jahr inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn, Wolfgang Baron von Hagenauer (* 1925, † 2012), kämpfte im zweiten Weltkrieg gegen das NS-Regime und den Faschismus bei den italienischen Partisanen in Ligurien (Norditalien). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute erinnert der &amp;quot;[[Hagenauerplatz]]&amp;quot; und der dem Abt Dominicus von Hagenauer gewidmete &amp;quot;[[Dominicusweg]]&amp;quot; in Salzburg, die dem Architekten Johann Georg von Hagenauer gewidmete &amp;quot;Hagenauer-Straße&amp;quot; in Passau, sowie die nach dessen Bruder Wolfgang benannte &amp;quot;Wolfgang Hagenauer-Straße&amp;quot; in Freilassing an Familienmitglieder. In St. Peter bei Braunau am Inn ist das &amp;quot;Schloss Hagenau&amp;quot; und in Schrobenhausen (Bayern) eine &amp;quot;Hagenauerstraße&amp;quot; nach dem alte Geschlecht der Hagenauer benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer&amp;diff=338060</id>
		<title>Hagenauer</title>
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		<updated>2014-08-03T10:14:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Salzburger Linie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Hagenau-Wappen Sm.png|thumb|Stammwappen der Herren von Hagenau, Helmzier der österreichischen Linien]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hagenauer&#039;&#039;&#039; sind ein altes ursprünglich bairisches Geschlecht, das im Jahr [[994]] mit dem Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie stammen aus der Gegend um Freising in [[Bayern]]; ihr Stammsitz bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising) war der Forst und Edelsitz Hagenau, von dem sich ihr Namen ableitet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - ihre Herkunft]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Hagenauer haben Historiker in den Freisinger Urkunden an Hand von Leitnamen und nach der Lage von Erbgütern bis ins Jahr 763 zurückverfolgt, was allerdings nicht gesichert ist. 763 wurden ein Abt Reginbert (Reginperht) mit dessen Bruder Irmenfried als Gründer des Klosters Scharnitz genannt. In den Freisinger Urkunden tauchten in nachfolgenden Generationen ein Erchenwert, Hartwich, nochmals ein Reginbert, Radolt, wiederum ein Reginbert, bis hin zu Rapoto und Fridericus auf, der 963 mit seinen Kindern erwähnt wurde. Der namensgebende Herkunftsort der Herren von Hagenau war der Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, nordwestlich von Freising. Der erste als &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; genannte aus dem Geschlecht war der Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau, der erstmals [[994]] urkundlich aufscheint. Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in den Freisinger Urkunden erwähnt. Als Stammvater der Hagenauer wird jedoch der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen. Ende des 11. Jahrhunderts siedelten sich Mitglieder des Geschlechts in [[Oberösterreich]] (Hartwicus von Hagenau 1088) und [[Niederösterreich]] (Reimprecht von Hagenau 1098) an und errichteten dort zwei weitere Sitze. Somit besaßen die in drei Linien (Stämme) verzweigten Hagenauer im [[12. Jahrhundert]] gleichzeitig drei Stammsitze, den ursprünglichen Edelsitz bei Schrobenhausen in Bayern, den Stammsitz bei [[Braunau am Inn]] in Oberösterreich, und den Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich. Die Burg Hagenau in Oberösterreich wurde zusammen mit mehreren Lehen [[1239]] eingezogen und (wahrscheinlich) bereits im selben Jahrhundert erlosch diese Braunauer Linie. Der Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich wurde im Jahr [[1347]] aufgegeben und im [[15. Jahrhundert]] erlosch auch der Böheimkirch´ner Stamm. Der Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen der bayrischen Linie wurde nach Verwüstungen verlassen und [[1364]] geschliffen, der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen (nordwestlich von Freising). Allershausen verblieb bis [[1484]] im Familienbesitz und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen verkauft. Das letzte Gut bei Allershausen in Bayern wurde um 1530 von Stephans Verwandten Georg Hagenauer aufgegeben. Um 1550 ließ sich dessen Sohn Sebastian Hagenauer de Allershausen im [[Erzbistum Salzburg]] bei [[Piding]] nieder. Sein Sohn Georg, Begründer der noch heute blühenden Salzburger Linie (als Wiener und Triester Zweig), wurde [[1568]] in einer Salzburger Urkunde mit seinem Gut am [[Högl]] genannt. Später waren sie in [[Ainring]] und der Stadt Salzburg beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer tauchten im 10. Jahrhundert in Bayern bei Freising auf und teilten sich im 11. Jahrhundert in die Freisinger, die Braunauer und die Böheimkirch´ner Linie. Die Braunauer Linie erlosch im 13. Jahrhundert, die Böheimkirch´ner Linie im 15. Jahrhundert. Die älteste Linie (Freisinger) setzte sich im 16. Jahrhundert im Erzbistum Salzburg als Salzburger (Ainringer) Ast fort. Aus diesem Salzburger Ast gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende Hagenauer starb Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm  ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch&#039;ner Stamm]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde Bischof Reginbert von Hagenau.jpg|miniatur|Urkunde des Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, 1147]] Im Jahr [[994]] wird in einer Urkunde &amp;quot;&#039;&#039;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&#039;&#039;&amp;quot; (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) und somit erstmals das Geschlecht der Hagenauer genannt. Mit diesem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau (992 - 1005) begann der einstweilige Aufstieg des Geschlechts. Im Zuge der Missionierung, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten im 11. Jahrhundert einige edelfreie Herren von Hagenau in Richtung südöstlicher Grenze. Dort bekleideten sie Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes Freising, des Hochstiftes Regensburg und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Die Hagenauer von Hagenau hatten sich Ende des 11. Jahrhunderts in drei Linien verzweigt und besaßen neben ihren drei Stammsitzen (bei Freising in Bayern, bei Braunau am Inn in Oberösterreich und bei Böheimkirchen in Niederösterreich) eine große Anzahl von Lehen. Im 13. Jahrhundert begann, bedingt durch die Veränderung der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und durch den Aufstieg der Wittelsbacher, der Abstieg der Hagenauer. Unter den Urkunden des [[14. Jahrhundert|14.]] und 15. Jahrhunderts befanden sich viele Verkaufsurkunden sowie Urkunden über die Einziehung ihrer Güter. Etliche aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau begaben sich in den Schutz aufstrebender Städte des Mittelalters, wie St. Pölten, Wien, Klosterneuburg oder München, wo sie als Patrizier und Bürger genannt wurden. Schließlich erlosch die oberösterreichische sowie die niederösterreichische Linie der Hagenauer (im 13. und im 15. Jahrhundert), wobei die Freisinger Linie keine Besitzungen oder Lehen übernehmen konnte. Letztendlich war die Freisinger Linie verarmt und im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges zogen zehntausende Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend. So wanderte einer der letzten Hagenauer der bayrischen Linie in das Erzbistum Salzburg aus, wo er eine neue Linie begründete. Nach Salzburg bestanden ja bereits vor 1500 urkundlich belegte Kontakte zu alteingesessenen Patrizier-Familien, die hohe Stellungen (wie [[Erzbischof|Erzbischöfe]] oder [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]]) in Salzburg inne hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Salzburger Linie ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - die Salzburger Linie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Freising kommend, ließ sich Mitte des [[16. Jahrhundert]]s Sebastian Hagenauer de Allershausen (aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau) im Erzbistum Salzburg am Seyfriedengut unterhalb der Burg Staufeneck (Mauthausen bei Piding) nieder. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.|Georg]] wurde 1568 mit seinem Gut am [[Högl]] (damals Salzburg) sowie einer Mühle genannt. Er gilt als der Begründer der Salzburger Linie (Ast) der Hagenauer. Dessen drei Söhne Wolfgang, Rupert und Georg waren in unmittelbarer Nähe ebenfalls begütert und hatten in alte Geschlechter des [[Rupertiwinkel]]s geheiratet. Ab Ende des 16. Jahrhunderts findet man sie in den Salzburger Urkunden als Urbar-Verwalter von Gütern des Domkapitels, des Erzstifts St. Peter sowie als Gutsverwalter von [[Schloss Staufeneck]]. Im [[17. Jahrhundert]] gelang ihnen durch den Handel mit Gewürzen, kostbaren Stoffen und Metallen erneut ein Aufstieg. Die Hagenauer von Hagenau erhielten 1671 eine Wappenbesserung und die Bestätigung ihres Adels durch den kaiserlichen Palatin. Durch enge Beziehungen zu den jeweiligen Erzbischöfen und zum Erzstift St. Peter, durch Ämter am Salzburger Fürstenhof, sowie durch Reichtum und Nepotismus, erlangten sie Ansehen und Einfluss in Salzburg. Bekannt wurden die Hagenauer als Förderer und Freunde der [[Mozart]]s und [[Johann Michael Haydn|Haydn]]s, als Künstler von Erz- und Fürstbischöfen, sowie als einflußreiche Geistliche ([[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]). Zwischen 1800 und 1816 hatten jedoch die napoleonischen Kriege das Erzbistum Salzburg und somit auch die Hagenauer hart getroffen. Einige Familienmitglieder wanderten vorerst in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz aus, deren Nachkommen dann nach Wien, die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Andere Hagenauer lebten bereits seit 1775 in der damaligen österreichischen Hafenstadt Triest. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende aus diesem Geschlecht war Josef Leopold Hagenauer. Josef Leopold war unter anderem Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Er starb im Jahr 1850 auf seinem Sitz [[Schloss Mönchstein]], das 1887 von seine Erben verkauft wurde. Die heute im Bundesland Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit diesem Geschlecht derer von Hagenau verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Wiener Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Wiener Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer (Baronne Amélie de Hagenauer), Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Die napoleonischen Kriege hatten Salzburg und die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. 1810 war Salzburg als [[Salzachkreis]] nun bayerische Provinz geworden und von 1814 bis 1854 kam das Land Salzburg als fünfter Kreis zu &amp;quot;Österreich ob der Enns&amp;quot; (Oberösterreich) mit dem Verwaltungssitz in Linz. Obwohl die Hagenauer in Salzburg noch auf Schloss Mönchstein, am [[Gurkerhof]] und auf der [[Burg Radeck]] saßen, übersiedelte die nachfolgende Generation bereits in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz. In Linz bekleideten sie als k.k. Landesbeamte die Ämter des Registratur-Direktors sowie des Landes-Baudirektors. Das gesellschaftliches Umfeld der Hagenauer bestand nun hauptsächlich aus anderen adelige Beamtenfamilien, hohen Vertretern des Klerus, sowie vielen heute noch bekannten Künstlern wie Franz Schubert, Adalbert Stifter, Moritz von Schwind etc.. Um 1870 übersiedelte Franz de Paula von Hagenauer von Linz nach Wien, sein Neffe Arnold folgte ihm später dorthin. Die anderen Linzer Hagenauer starben, ohne jedoch männliche Nachkommen zu hinterlassen. In Wien wurde Arnold von Hagenauer während des Studiums der Veterinärmedizin zunehmend als Schriftsteller tätig. Schließlich gab er sich der Schriftstellerei vollends hin, blieb unverheiratet und starb bei einem Unfall. Sein bereits früher nach Wien gezogener Onkel Franz de Paula war in Wien Direktor einer Triester Assekuranz, in der er ausschließlich kirchliche Gebäude in der Monarchie versichert hatte. Er betätigte sich, wie viele seiner Vorfahren und Nachkommen auch, sehr aktiv in der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. verlieh dem &amp;quot;&#039;&#039;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&#039;&#039;&amp;quot; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, als auch &amp;quot;&#039;&#039;für die Verdienste seiner Vorfahren&#039;&#039;&amp;quot;, die erbliche römische Baronie. Sein Sohn Simon (II.) Baron von Hagenauer heiratete in die in Wien lebende französisch-italienische Bankiersfamilie Thomas, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis eine große Anzahl von Künstlern zählten (Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach oder Ernst Lafite), vornehmlich jedoch Musiker. Mit den Lateranverträgen von 1929 wurde die päpstliche Baronie der Hagenauer im Königreich Italien rückwirkend anerkannt und per späteren Dekret als italienischer Adel auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts ausgedehnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938 wurde Hofrat Simon (III.) Baron von Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, massiv unter Druck gesetzt. Infolge seiner streng katholischen Gesinnung wurde er genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Die 1940 verwitwete Berta Baronin von Hagenauer war in Wien auf Grund ihrer ebenso religiösen Überzeugung in einer Widerstandsgruppe gegen das [[NS]]-Regime tätig. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn Wolfgang, der 1940 auf ein Schweizer Internat (St. Gallen) geschickt worden war um ihn der NS-Propaganda zu entziehen, leistete später in den Bergen Liguriens (Küstenregion in Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das totalitäre Regime des Faschismus. Seine Söhne sandte er in den 1970er Jahren auf ein Salzburger Internat, deren zahlreiche Nachkommen heute in Wien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Triester Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Triester Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto, Gruft Barone Locatelli de Hagenauer, Görz.JPG|miniatur|Familiengruft der Barone Locatelli - Hagenauer in Gorizia]][[1775]] hatte Ignaz Joachim von Hagenauer, der Begründer des Triester Zweiges, in der (damals noch österreichischen) Hafenstadt Triest sehr erfolgreich ein Handelshaus gegründet. Nach etlichen Schwierigkeiten während der napoleonischen Zeit gelang es ihm aber wieder das Handelshaus zum ersten Haus von Triest zu machen. 1814 wurde die Versicherungsgesellschaft &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; von Ignaz Joachim von Hagenauer mitbegründet, deren Direktor er wurde. Nach 1819 erwarben die Hagenauer die Villa Murat (Schloss der Caroline Bonaparte, Königin von Neapel) in Triest. Als Ignaz 1824 starb, übernahmen seine zwei Söhnen Johann Lorenz und Josef Paul das Handelshaus. Der ältere, Johann Lorenz (III.), wurde später Direktor der Lloyd Austriaco Versicherungsanstalt, sowie Vize-Präsident des constituirenden ersten österreichischen Reichstags in Triest (Partei Graf Stadion). Sein Bruder Josef Paul war ausschließlich als Handelsherr tätig, starb jedoch früh. Dessen Sohn Ignaz führte als Student und später beim Militär ein bewegtes Leben (Affären, Duelle, Spielschulden etc.). Nachdem Ignaz die k.k. Armee verlassen mußte, gründete er auf seinem Gut eine Reitschule für die gehobene Triester Gesellschaft, auf dem er jedoch bald verstarb. Sein Sohn Pyrrhus von Hagenauer wuchs auf diesem Reitgut auf und wurde einer der besten Reiter in der k.u.k. Armee. Durch seine Heirat und Arrogation in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren Locatelli von Eulenburg und Schönfeld (aus Friaul) wurde Pyrrhus sehr vermögend. 1923 erhielt &#039;&#039;&amp;quot;nobile Pyrrhus de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; durch die königliche Consulta Araldica per Dekret die Bestätigung seines Freiherrenstandes im Königreich Italien mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot;di barone del S.R.I. di Eulenburg ed Schönfeld&amp;quot;&#039;&#039;. Sein älterer Sohn Carl Georg Baron von Locatelli-Hagenauer starb während dessen Pilotenausbildung bei der königlichen italienischen Luftwaffe bereits 1942. Jedoch setzte sein jüngerer Sohn Alexander (1924 - 1987) durch die Adoption seines Stiefsohnes George Albert die Triester Linie fort. Dessen Nachkommen leben heute in Lucca und Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beständig katholische Adelsgeschlecht der Hagenauer stand stets in enger Beziehung mit der römisch-katholischen Kirche; vorerst über das Hochstift Freising, das Hochstift Regensburg und das Hochstift Passau, später über das Erzbistum Salzburg und da im Besonderen mit der Erzabtei St. Peter. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare), und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern am Salzburger Fürstenhof, am fürstbischöflichen Hof Gurk und am Hof des Fürstbistums Passau tätig. Als Künstler wurden Hagenauer hauptsächlich von katholischen Erzbischöfen, Fürstbischöfen, Domherren und Äbten beauftragt, daneben aber auch von katholischen Monarchen aus dem österreichischen Kaiserhaus und dem bairischen Kurfürstentum, sowie von Mitgliedern der katholischen Hocharistokratie. Ab circa 1865 oblag Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl von Gebäuden der katholischen Kirche in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese beständige wechselseitige Beziehung, zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer, manifestierte sich in kirchlichen Stiftungen, in der Verwaltung kirchlicher Güter, sowie in der Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen durch die Hagenauer. Andererseits wiederum erlangte das Geschlecht der Hagenauer durch und von der Kirche Besitz und Privilegien (Lehnsrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter), sowie die Aufnahme in päpstliche Ritterorden und die Verleihung der päpstlichen Baronie. Unter den Mitgliedern dieses Geschlechts findet man neben außergewöhnlichen Kirchenmännern aber auch Kreuzritter, vermögende Handelsherren, Mäzene, Künstler, Freimaurer und Mitglieder in anderen Geheimgesellschaften, sowie Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Fürstengang Bischöfe 16 - Gottschalk von Hagenau.jpg|Gottschalk von Hagenau, XVI. Bischof von Freising 994 - 1005&lt;br /&gt;
Datei:Seifried von Hagenau.jpg|Seyfried von Hagenau bzw. Hagenauer, XXVII. Abt von Melk 1378 - 1382&lt;br /&gt;
Datei:Johann Lorenz v. Hagenauer.jpg |Johann Lorenz von Hagenauer (1712 -1792), Mäzen und Freund Mozarts&lt;br /&gt;
Datei:Dominikus-hagenauer-della-croce.jpg |Dominikus von Hagenauer (1746 - 1811), LXXVII. Abt von St. Peter 1786 - 1811&lt;br /&gt;
Datei:Ignaz Joachim von Hagenauer.jpg|Ignaz Joachim von Hagenauer (1749 - 1824), Freimaurer, Handelsherr und Gründer der &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; in Triest&lt;br /&gt;
Datei: Johann Lorenz III. von Hagenauer.jpg|Johann Lorenz III. von Hagenauer (1800 - 1877), Präsident der Lloyd Austriaco, VPräsident des ersten österreichischen Reichstags &lt;br /&gt;
Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|Franz d. P. III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Großkreuz-Ritter des Piusordens, Direktor der Assicurazioni Generali&lt;br /&gt;
Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|Simon II. Baron von Hagenauer (1852 - 1920), Großkreuz-Ritter des Gregoriusordens, Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà &lt;br /&gt;
Datei:Arnold von Hagenauer.gif|Arnold von Hagenauer (1871 - 1918), Literaturkritiker und Schriftsteller in Wien &lt;br /&gt;
Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|Simon III. Baron von Hagenauer (1881-1940), Bezirkshauptmann, wirkl. Hofrat, Opfer der NS-Diktatur &lt;br /&gt;
Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|Berta Baronin von Hagenauer (1903-1972), Widerstandskämpferin in der NS-Zeit &lt;br /&gt;
Datei:Baron pyrrhus locatelli hagenauer (sterbebild).jpg|Pyrrhus Baron Locatelli - Hagenauer (1890 - 1961), k.k. Rittmeister, Bankier&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft, seinen Wandel und seine Bedeutung]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 994 wurde das Geschlecht der Hagenauer als &#039;&#039;&amp;quot;stirps nobilis de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (edles Geschlecht von Hagenau) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der Herkunft aus dem Gebiet Hagenau nördlich von Freising (Bayern) mit dem sich darauf befindlichen Edelsitz Hagenau ab. Der Flurname &amp;quot;Hagenau&amp;quot; setzt sich aus den beiden Begriffen Hagen und Au zusammen, die ihre Wurzeln in der germanischen Sprache (haga und awjo) haben. Der Name veränderte sich im Althochdeutschen (hagan und awa) und im Mittelhochdeutschen (Hagen und Ouwe), um schließlich im Frühneuhochdeutschen zum heutigen &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; zu werden. Der Name &amp;quot;von Hagenau&amp;quot;, der sich ab dem 14. Jahrhundert zunehmend und ab dem 15. Jahrhundert gänzlich zu &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; gewandelt hatte, bedeutet soviel wie &amp;quot;von der umzäunten Au&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand und Wappen ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Stand und Wappen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|Siegel des Karel von Hagenau (auch Hagenauer), 1387]] Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr [[994]] bereits als adeliges Geschlecht genannt. Im 13. Jahrhundert begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und 15. Jahrhundert führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Bereits um 1500 waren die Herren von Hagenau verarmt und ihr Adel infolge von Mesalliance verdunkelt. Ab dem 16. Jahrhundert gelang ihnen in Salzburg erneut der Aufstieg und im 17. Jahrhundert erhielten die Herren Hagenauer die Bestätigung ihres alten Adelswappens mit Wappenmehrung durch den kaiserlichen Palatin. Im 18. Jahrhundert wurde Mitgliedern des Geschlechts vom Salzburger Erzbischof als auch vom Passauer Fürstbischof das Adelsprädikat bestätigt. Der Wiener Linie wurde im 19. Jahrhundert das päpstliche Baronat (schwarzer Adel) verliehen. Per späteren Dekret wurde der erbliche italienische Freiherrenstand mit Ausdehnung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts für das Königreich Italien (weißer Adel) rückwirkenden anerkannt. Auch die Triester Linie Locatelli-Hagenauer erhielt nach Adelsarrogation die spätere Anerkennung ihres Freiherrenstandes im Königreich Italien (weißer Adel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hagenauer Stammwappen, das in vielen Urkunden, an Grabstätten und Gebäuden zu finden ist, zeigt einen Dreiberg mit Hagenbaum (-strauch). Aus dem Jahr [[1137]] stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich). Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg eine Wappenmehrung mit zwei schwarzen auffliegenden Adlern auf goldenem Grund, die Helmdecke nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold) tingiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbbegräbnisse ==&lt;br /&gt;
* Freisinger Stamm:  Kloster Weihenstephan bei Freising &lt;br /&gt;
** Salzburger Linie: [[Erzstift St. Peter]] in Salzburg ([[Petersfriedhof|Gruft]] Nr. XV, XVI sowie LII) bis [[1930]]&lt;br /&gt;
* Böheimkirchner Stamm: ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen&lt;br /&gt;
* Braunauer Stamm: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Genealogie der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stammvater wird der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen, von dem sich in direkter Stammlinie alle Nachkommen der Hagenauer ableiten. Ende des 11. Jahrhunderts hatten sich die von Hagenau in drei Linien verzweigt, wobei die zwei jüngeren Linien bereits im 13. und 15. Jahrhundert erloschen und nur die älteste Linie (der Freisinger Stamm) sich im Mannesstamm fortsetzte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der letzte bayrische Stammsitz in Allershausen aufgegeben, wonach ein Nachkomme Bayern verließ und diese Linie in Salzburg (als Salzburger Linie) fortpflanzte. Diese Salzburger Linie verzweigte sich kurz nach 1600 erneut in drei Linien (Wolfgang, Johannes und Georg), wobei die beiden jüngeren Linien ebenfalls im Mannesstamm erloschen. Aus der ältesten (Wolfgang´schen) Linie gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor, die beide heute noch blühen. Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses Hagenauer wurde vorerst ein Überblick der einzelnen Stämme, Linien, Äste und Zweige (mit den Begründern sowie den gegebenen Falls Letzten) wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit &amp;quot;Georg I.&amp;quot;) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen - Hypothesen und Fakten ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 16. Jahrhunderts erschienen in verschiedenen Publikationen diverse Theorien über die Herkunft, die Genealogie und die Geschichte der Hagenauer. Infolge des ursprünglich spärlichen Quellenmaterials waren die ersten Arbeiten über die Herren von Hagenau sehr fragmentarisch und enthielten Fehler. In späteren Publikationen setzten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Wiederholung von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Fehler und Vermutungen fort. Jedoch hatten Historiker ab dem 19. Jahrhundert durch umfangreiche und gezielte Quellenforschung, sowie durch die Erschließung von neuem Quellenmaterial (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Registern, Briefen, Analen, Biographien, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruiert und frühere Irrtümer berichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Geschlecht der Herren von Hagenau tauchten ab dem 13. Jahrhundert auch andere namensgleiche Geschlechter auf, die sich ebenfalls von Hagenau bzw. später auch Hagenauer genannt hatten. Die meisten dieser Geschlechter kamen, soweit es sich nachvollziehen lässt, aus unterschiedlichen Orten und Städten Hagenau, von denen sie ihren Namen abgeleitet hatten. Sie traten in Urkunden manchmal in (zum Geschlecht der Herren von Hagenau) divergierender Schreibweise auf, führten aber vor allem andere Wappen. Diese Geschlechter und Familien waren in der [[Schweiz]], in [[Bayern]], im [[Elsass]] und in Hessen ansässig. Ebenso wurden Mitglieder von Hagenauer Geschlechtern in [[Tirol]], in [[Oberösterreich]] und in [[Niederösterreich]] urkundlich erwähnt, wobei die meisten jener Geschlechter heute ausgestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sitze und Besitzungen ==&lt;br /&gt;
* Edelsitz und Lehen Hagenau bei Schrobenhausen, um [[1006]] bis [[1348]], geschliffen&lt;br /&gt;
* Gut bei Natz, Brixen ([[Südtirol]]), um [[1078]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen bei Neuburg am Inn, um [[1080]] &lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei [[Braunau am Inn]], erstmals erwähnt [[1088]] bis [[1262]], [[1571]] durch Brand und Hochwasser zerstört&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen, Niederösterreich, [[1098]] bis [[1347]], ([[1529]] im Türkenkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* Burg Zelking, wahrscheinlich von den Herren von Hagenau vor [[1100]] erbaut, bei Melk (Niederösterreich), Ruine &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei [[Anthering]], um [[1110]] bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Steyregg, ([[Oberösterreich|OÖ]]) bis ca. [[1150]] &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei [[Ainring]], Hagenauer Mühle,  bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)&lt;br /&gt;
* Gut in Sandelzhausen, Mainburg &lt;br /&gt;
* Gut bei Salmading, Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Schroßlach bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Pellhausen bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Piegendorf, Loiching (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Puchheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Elsenbach Dorfen&lt;br /&gt;
* Gut bei Seeon, im Chiemgau (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen und Hof zu Schauching (NÖ), bis [[1366]]&lt;br /&gt;
* Freieigener Hof zu Tresdorf (NÖ), ab [[1366]]&lt;br /&gt;
* Gut und Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen (NÖ), bis [[1347]]&lt;br /&gt;
* Mühle bei Moos an  der Fischau (bei Wr. Neustadt, NÖ) um [[1431]]&lt;br /&gt;
* Güter und Lehen zu Perchtoldsdorf (NÖ), mit Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent bis [[1439]]&lt;br /&gt;
* Gut Eggenberg bei Allershausen (Bayern), bis [[1484]]&lt;br /&gt;
* Gut in Westerndorf (bei Allershausen), bis [[1530]] oder 1545&lt;br /&gt;
* Seyfried(en)hof in Mauthausen bei [[Piding]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1550]]&lt;br /&gt;
* Hög(g)lgut bei [[Ainring]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1568]]&lt;br /&gt;
* Mautmühl, Mühl in Hagenau (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1614]]&lt;br /&gt;
* Ainringer Hof, in Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1635]]&lt;br /&gt;
* Messerschmiedhaus zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1640]]&lt;br /&gt;
* Aman(n)gut, (Vogtgut) zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1672]]&lt;br /&gt;
* Haus in Salzburg, [[Getreidegasse]] Nr. 7, um [[1676]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Haus&amp;quot; in Salzburg, [[Mozarts Geburtshaus]] Getreidegasse Nr. 9, [[1712]] bis [[1831]]&lt;br /&gt;
* Hu(e)berhof zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1720]]&lt;br /&gt;
* Geppingergut in Gepping bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1720]] &lt;br /&gt;
* Habnerguet (Weirerguet) zu Berg, ab [[1721]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Landhaus&amp;quot; im [[Nonntal]] Nr. 10 (heute [[Nonntaler Hauptstraße]] Nr. 24), ab [[1745]] &lt;br /&gt;
* [[Gurkerhof]] in Salzburg, [[1748]] - [[1835]] &lt;br /&gt;
* Seuerlhof in Adelstetten, um [[1760]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;[[Hasenhaus]]&amp;quot;, Haus am [[Kranzlmarkt]] Nr. 4 in Salzburg, [[1789]]&lt;br /&gt;
* Hallergut in [[Viehhausen]]&lt;br /&gt;
* Villa (des Königs) Murat in Triest, ([[Friaul-Julisch Venetien]], damals k.u.k Österreich, heute [[Italien]]), seit [[1819 ]] &lt;br /&gt;
* Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12), um [[1824]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Radeck]] auch Schloss Radeck genannt, mit den Gütern Seichterberg und Strobl, [[1825]] - [[1837]] &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Schlösschen&amp;quot;, [[Schloss Mönchstein]] in Salzburg, [[1833]] - [[1887]] &lt;br /&gt;
* Gut und Schloss (Villa) Angoris bei Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, seit 1918 Italien), bis [[1936]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), bis [[1922]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
* Villa Bendinelli in Lucca, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wiguleus Hund à Sulzemos: &#039;&#039;[[Metropolis Salisburgensis]]&#039;&#039;, Ingolstadt 1582&lt;br /&gt;
* [[Wiguleus Hunt|Wiguleus Hund]] à Sulzemos: &#039;&#039;Bayrisch Stammen-Buch: Der erst(ander) Theil&#039;&#039;, S.219f, Ingolstadt 1585  &lt;br /&gt;
* Gabriel Bucelin(us): &#039;&#039;Germania topo-chrono-stemmatographica sacra et profana&#039;&#039;, Band IV, Ulm 1678&lt;br /&gt;
* Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): &#039;&#039;Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13&#039;&#039;: Hagenau von und zu Hagenau, handschriftliche Aufzeichnungen in der Bayerischen Staats-Bibliothek&lt;br /&gt;
* Philibert Hueber: &#039;&#039;Austria Ex Archivis Mellicensibus Illustrata&#039;&#039;, Leipzig 1722&lt;br /&gt;
* P. Carl Meichelbeck: &#039;&#039;Historia Frisingensis: Prima Quinque Ab Adventu S.Corbiniani I.Episcopi Saecula ...&#039;&#039;, Bd. I, Augsburg 1724 [http://books.google.at/books?id=L2JEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;lpg=PA87&amp;amp;dq=meichelbeck+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=tlrCrqTna0&amp;amp;sig=dBsIpVXxt4Q0SaXC8jfSzfpffTk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q48LUsC6CYnx4QT01IHgDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=meichelbeck%20hagenauer&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Raimund Duellius: &#039;&#039;Excerpterum Genealogico - Historicorum, Libri Duo&#039;&#039;, Leipzig 1725&lt;br /&gt;
* Johann Georg Schnürer: &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen und Hof/Kalender, 1735&#039;&#039;, Salzburg 1735&lt;br /&gt;
* Hans-Jacob Leu: &#039;&#039;Allgemeines Eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon, 9. Theil von Go-He&#039;&#039;, bey Hans Ulrich Denzler, Zürich 1754&lt;br /&gt;
* Placidus Berhandtsky: &#039;&#039;Auszug der Neuesten Chronick des alten Benediktiner Klosters zu St. Peter in Salzburg, Zweyter Theil&#039;&#039;, Joh. Jos. Mayers sel. Erbinn Buchhandlung, Salzburg 1782&lt;br /&gt;
* J. Gerold: &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1784 &lt;br /&gt;
* Ludwig Albrecht Gebhardi: &#039;&#039;Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland&#039;&#039; Bd. III, Halle 1785&lt;br /&gt;
* Passauer Kirchenbuch, handschriftliche Eintragung am 21. September 1786 (Hochzeit des Johann Georg v. Hagenauer mit Karolina Leopoldina Antonia Freyin v. La Marre), Passau &lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist von Hagenauer|Johann Bapt. v. Hagenauer]]: &#039;&#039;Unterricht von der Proporzion des Menschen&#039;&#039;, k.k. Hofbuchdrucker Joseph Edler von Kuzbeck, Wien 1791 [http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=johann+bapt.+v.+hagenauer+1791&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=dmLZUuLzD46TswaXwYCYBQ&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=johann%20bapt.%20v.%20hagenauer%201791&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* F.K. Wißgrill: &#039;&#039;Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand&#039;&#039;, Bd IV, 1794&lt;br /&gt;
* [[Johann Bernhard Zezi]]:  &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender / 1794&#039;&#039;, Salzburg 1794&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1802&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1803&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staats-Schematismus des Österreichischen Kaiserthumes, 1807&#039;&#039;, Wien 1807&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Baiern, 1812&#039;&#039;, München 1812&lt;br /&gt;
* Franz Xaver Weilmeyr: &#039;&#039;Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises&#039;&#039;, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schematismus der Diözesan-Geistlichkeit des Erzbisthums Salzburg, auf das Jahr 1814&#039;&#039;, Salzburg 1814&lt;br /&gt;
* Samuel Baur: &#039;&#039;Neues Historisch- Biographisch- Literarisches- Handwörterbuch&#039;&#039;, VI. Bd., Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1816&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Pillwein]]: &#039;&#039;Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler&#039;&#039;, Salzburg 1821&lt;br /&gt;
* Franz Anton Sinnacher: &#039;&#039;Beyträge z. Geschichte d.bischöfl. Kirche Säben u. Brixen in Tyrol&#039;&#039;, Band 6, Brixen 1828&lt;br /&gt;
* Benedikt Pillwein (Hrsg.): &#039;&#039;Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg&#039;&#039; Bd. IV, Der Innkreis, Linz 1832&lt;br /&gt;
* [[Joseph Philipp Fellner]]: &#039;&#039;Familiengeschichte Fel(l)ner&#039;&#039;,  handschriftliche Aufzeichnungen, Wien 1833 (Privat-Archiv, Salzburg) &lt;br /&gt;
* Franz Xaver Scheidhardt: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836&lt;br /&gt;
* Friedrich Freiherr v. Schweickhard: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. IX, Wallishausser´s  Buchdruckerei, Wien 1837&lt;br /&gt;
* Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, Leipzig 1838&lt;br /&gt;
* Joseph Schöller: &#039;&#039;Die Bischöfe von Passau und ihre Zeitereignisse&#039;&#039;, Druck und Verlag Pustet´sche Buchhandlung, Passau 1844&lt;br /&gt;
* Andreas Chabert: &#039;&#039;Chronik Chabert&#039;&#039;, Familienchronik mit einem Kapitel über die Hagenauer, handschriftliche Aufzeichnungen, Linz 1847 (Privat-Archiv, Salzburg und Wien)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]]: &#039;&#039;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich&#039;&#039;, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 1, 1848 &lt;br /&gt;
* Martin v. Deutinger, Dompropst zu München (Hrsg.):&#039;&#039;Beyträge zur Geschichte, Topographie und Statistik des Erzbistums München und Freising&#039;&#039;, Bd. VI, München 1854&lt;br /&gt;
* Heinrich Gentner: &#039;&#039;Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing&#039;&#039;, München 1854&lt;br /&gt;
* Gustav Haider: &#039;&#039;Jahrbuch der Kaiserl. Königl. Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale&#039;&#039;, Bd. II, S.122 ff; Wien 1857&lt;br /&gt;
* Historischer Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Die Veste, das fürstliche Pflegschloß zu Traunstein&#039;&#039;, Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 19, S. 223 ff;  Kgl. Hofbuch-Druckerei G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1858-1860&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Rietstap, &#039;&#039;Armorial général &#039;&#039;, Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien, S. 870, Couda 1861&lt;br /&gt;
* Constantin von Wurzbach: &#039;&#039;Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich&#039;&#039;, 7. Bd., kaiserlich-königliche Hofdruckerei, Wien 1861&lt;br /&gt;
* Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): &#039;&#039;Deutsches Adels-Lexicon&#039;&#039;, 4. Bd., Verlag Fr. Voigt, Leipzig 1863&lt;br /&gt;
* Joseph Grassinger: &#039;&#039;Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising&#039;&#039;, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866&lt;br /&gt;
* Historische Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 27&#039;&#039;, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866-1867&lt;br /&gt;
* L. De Magny:  &#039;&#039;Armorial - et Comtes Romains - et Titres Pontificaux&#039;&#039;, Aux Archives de la Noblesse, Paris 1890&lt;br /&gt;
* Johann Ev. Lamprecht: &#039;&#039;Geistliche Ehrenhalle, das ist aus Oberösterreich entstammende Geistliche höheren Ranges&#039;&#039;, 2. Aufl. Linz 1895&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916&#039;&#039;, abgeschlossen mit Personalverordnungsblatt Nr. 44/16, teilweise bis Personalverordnungsblatt Nr. 66/16 berichtigt, K.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1916&lt;br /&gt;
* Michael Schaller: &#039;&#039;Schematismus für das K. u. K. Heer und für die  Kriegsmarine für 1918&#039;&#039;, k. k. Hof- und Staatsdruckerey, Wien 1918&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Jagd&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Reisen&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Land und Leute&#039;&#039;, Wien 1920, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* E. Tietze - Conrat: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920 &lt;br /&gt;
* Consulta araldica - Italia: &#039;&#039;Pel riconoscimento del titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg a Carlotta Maria Giorgina Matilde Locatelli ed al marito cavaliere Pirro de Hagenauer&#039;&#039;, Verlag Pallotta, fratelli (tip.), Rom 1923&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Beiträge zu Salzburger Familiengeschichte&#039;&#039;, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,  S. 148ff, Salzburg 1938&lt;br /&gt;
* [[Franz Martin]]: &#039;&#039;[[Hundert Salzburger Familien]]&#039;&#039;, Sonderdruck des Verlags der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1946&lt;br /&gt;
* Friedrich Funder: &#039;&#039;Vom Gestern ins Heute&#039;&#039;, Heroldverlag Wien, 1952&lt;br /&gt;
* I. Wegleiter: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;; Diss. Uni Wien, 1952 &lt;br /&gt;
* Stephen Tayler: &#039;&#039;who`s who in Austria 1957/58&#039;&#039;, The Central European Times Pub. Co. Ltd., 1959&lt;br /&gt;
* Franz Pfeffer, &#039;&#039;Die Trefflinger Pforte - Die Altherrschaften&#039;&#039;, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1962&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Geschichte des Hauses Hagenauer&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien, 1965  &lt;br /&gt;
* Fried Pankraz, &#039;&#039;Die Hochfreien von Hagenau bei Freising&#039;&#039;, Amperland Bd. 2, 1966&lt;br /&gt;
* Franz Tyroller, &#039;&#039;Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter&#039;&#039;, in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hg. von Wilhelm Wegener, Göttingen 1962-1969&lt;br /&gt;
* Kurt Holter, Geschichte von Schlierbach bis 1355, in: Jahrbuch des OÖ. Musealvereins. Bd. 116/1, S. 213 ff, 1971 &lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, &#039;&#039;Das Neutor&#039;&#039;, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977 &lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Schloß Staufeneck&#039;&#039;, Verlag Staufeneck, 1978&lt;br /&gt;
* Franz Brunhölzl, Max Spindler: &#039;&#039;Handbuch d. bayrischen Geschichte&#039;&#039;, C.H.Beck Verlag, München 1980&lt;br /&gt;
* Georg Hunklinger: &#039;&#039;Das Salzfass&#039;&#039;, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982&lt;br /&gt;
* Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung, Peter Krön (Hrsg.): &#039;&#039;St. Peter in Salzburg, 3. Landesausstellung&#039;&#039;, Druckhaus Nonntal / Salzburg 1982&lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985&#039;&#039;, Eigenverlag, Piding 1985 &lt;br /&gt;
* Gemeinde Ainring (Hrsg.): &#039;&#039;Ainring&#039;&#039;, Heimatbuch, Tittmoning 1990.&lt;br /&gt;
* Josef Hemmerle: &#039;&#039;Das Bistum Augsburg; Die Benediktinerabtei Benediktbeuern&#039;&#039;, Berlin, New York: de Gruyter, 1991&lt;br /&gt;
* Wilma Buchinger: &#039;&#039;Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg&#039;&#039;, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996&lt;br /&gt;
* P. Petrus Eder / Johann Kronbichler (Hrsg.): &#039;&#039;Hl. Rupert von Salzburg 696 - 1996&#039;&#039;, Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter,  Salzburg / Dommuseum / 1996&lt;br /&gt;
* G. Geromet, R. Alberti: Nobiltà della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, in Friuli e in Slovenia&#039;&#039;, Vol.1 u. 2., Verlag: Editioni della Laguna, 1999&lt;br /&gt;
* Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: &#039;&#039;Salzburger Kulturlexikon&#039;&#039;, Residenz Verlag, Salzburg 2001 &lt;br /&gt;
* Wolfgang Hagenauer: &#039;&#039;Erinnerungen&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien 2001 &lt;br /&gt;
* Martin Hofbauer: &#039;&#039;Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren&#039;&#039;; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005 &lt;br /&gt;
* Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006&lt;br /&gt;
* Salzburger Barockmuseum (Hrsg.): &#039;&#039;Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit&#039;&#039;, Eigenverlag, Salzburg 2006&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl: &#039;&#039;Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* A. Borella: &#039;&#039;Annuario della Nobiltà Italiana&#039;&#039;, Nova Ser. 2006; Milano 2007&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Angermüller]]: &#039;&#039;Maria Theresia Hagenauer&#039;&#039;, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007&lt;br /&gt;
* Plinio Correa de Oliveira: &#039;&#039;Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten&#039;&#039;, Wien, 2008&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Allmayer-Beck: &#039;&#039;Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher: Anton Beck und seine Brüder&#039;&#039;, Böhlau Verlag, Wien 2008&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: &#039;&#039;Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810&#039;&#039;; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009&lt;br /&gt;
* Giorgio Geromet:  &#039;&#039;Araldica, Nobilità e Costumi: Del Friuli e della Venezia Giulia, del Carso triestino, dell´Istria e della Dalmatia&#039;&#039;; Edizione Lugio, Triest 2009&lt;br /&gt;
* Stephan Hubinger: Herrschaftsarchiv Hagenau, Oberösterreichisches Landesarchiv, 2009&lt;br /&gt;
* Bruno Schober: &#039;&#039;Der schiefe Turm von Lanzendorf bei Böheimkirchen&#039;&#039;, 2009/2010&lt;br /&gt;
* Gunda Barth-Scalmani, Margareth Lanzinger, Ellinor Forste, Gertrude Langer-Ostrawsky: &#039;&#039;Aushandeln von Ehen, Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich&#039;&#039;, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien, 2010&lt;br /&gt;
* Roman Sandgruber: &#039;&#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&#039;&#039;, Styria Premium Verlag, Wien 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Urkunden und Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ostarrichi Gottschalk von Hagenau (Bischof von Freising), 996] [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/FreisBm/1000.1/charter#anchor?q=Gotschalk%20von%20Freising  ,1000] [http://books.google.at/books?id=AahBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;lpg=PA433&amp;amp;dq=gottschalk+von+freising++994&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ALTo0Z1uIl&amp;amp;sig=_JhiGdpo8NU64Sw9S6-t5n_k0x0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=0HobUYzXEM_Osga9yYCoDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gottschalk%20von%20freising%20%20994&amp;amp;f=false , 1006?]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-OOeLA/GleinkOSB/1088_VIII_19/charter#anchor?q=hagnowe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagnowe), 1088]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAZ/Urkunden/1108_IX_29/charter#anchor?q=hagenau   Reginbrecht von Hagenau (Reginbert de Hagenau), 1108]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAA/Urkunden/1144_VII_25/charter Regenbertus (von Hagenau, Bischof von Passau), 1144]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1147_V_16/charter#anchor?q=hagenaw Reginbert von Hagenau (Nobilis de Hagenaw), 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASF/StFlorianCanReg/1147_XII_26/charter?q=Hagenoue Reginbert von Hagenau (Bischof von Passau), Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), intaktes Siegel, 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1152_IV_28/charter?q=hagenove  Burg Hagenau (predio Hagenowe), 1152]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1179_IV_20/charter#anchor?q=hagenawe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagenawe), 1179]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1205_V_24/charter#anchor?q=hagenaw Wernhardus und Heinricus von Hagenau (Wernhardus de Hagenaw et Heinricus frater eius), 1205]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1206_01_15.1/charter?q=hagenove  Heinricus von Hagenau (Hainricush de Hagenove), 1206]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1231_VIII_03.1/charter#anchor?q=%20nobilis%20hagenau Ludwig von Hagenau (Lodewicus nobilis de Hagenowe), 1231]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenova&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Reinhard von Hagenau (Reinhardus de Hagenova), 1279]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASei/SeitenstettenOSB/1299_X_20/charter?q=hagenowe Seifried von Hagenau (her Seifri von Hagenow) und Konrad von Hagenau (Chvnrat von Hagenowe), 1299]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1318_VI_11/charter?q=seifried%20von%20hagenau Seifried von Hagenau und seine Geschwister (Seifrit, Steffan, Haidnreich und Gedrawt von Hagnawe), 1318]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1344_V_23/charter#anchor?q=hagenaw Otto von Hagenau (Herr Ott von Hagenaw), 1344]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1345_IV_04/charter Otto von Hagenau (Ott von Hagenaw), intaktes Siegel, 1345]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfarre-boeheimkirchen.net/?Kirchen_der_Pfarre:Filialkirche_St._Peter_am_Anger, Stiftung der Hagenauer, Böheimkirchen - Filialkirche St. Peter am Anger, 1347]&lt;br /&gt;
*  [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1348_VIII_27/charter#anchor?q=hagenawer  Seifrid der Hagenauer und Stephan der Hagenauer (der Hagnawaer), 1348]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=zAGSI_3iDqEC&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;dq=seifried+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=u73uUMaBMOmI0AW-2oDICg&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=seifried%20hagenauer&amp;amp;f=false Seifried Hagenauer (Abt von Melk), 1378]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAsbach/107/charter?q=hagenaw Karel von Hagenau (Karel von Hagenaw, Pfleger und Richter zu Ernekk), intaktes Siegel, 1387]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AggOCart/1394_VII_10/charter?q=hagenawer Stephan Hagenauer (Stephan der Hagenawer), Burggraf zu Purkersdorf, 1394]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/14717_XI_23/charter?q=hagenawer Bergrecht, Zehent und Vogtrecht der Hagenauer, 1417]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1417_VII_28/charter Hans Hagenauer (Hanns der Hagenawer), intaktes Siegel, 1417][http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1418_III_01/charter?q=hagenawer ,intaktes Siegel 1418]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Ak8AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ZAIJUZHILuec0AWf7oBo&amp;amp;ved=0CEsQ6AEwBTgU#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false  Hans Hagenauer (der Edle Hanns Hagenawer), 1427]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=6zMvAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;dq=edle+georg+hagenauer+1439&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4eXuUJ--FZS20QW9rIG4Bg&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=edle%20georg%20hagenauer%201439&amp;amp;f=false  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), 1439]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1439_V_31/charter  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), intaktes Siegel, 1439]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=o7FOAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;dq=hanns+hagenauer+m%C3%BCnchen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2-ruUO7WJ-nD0QX1yoFA&amp;amp;redir_esc=y#v=snippet&amp;amp;q=joannis%20hagenauer%20&amp;amp;f=false Johannes Hagenauer (Joannis Hagenauer) 1453]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-ASP/Urkunden/U_142/charter?q=hagenawer Hans Hagenauer (Hannsen Hagenawer) Hauseigentümer in München, 1454]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=uZ4EAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA485&amp;amp;dq=monumenta+boica+Num.+CCXCVII+hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Vf8IUZHtIIWK0AXSu4GgCQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=monumenta%20boica%20Num.%20CCXCVII%20hagenawer&amp;amp;f=false Georg, Hans und Conrad Hagenauer (Jorg, Hanns, Conrat Hagenawer), 1456]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAldersbach/00986/charter?q=hagenawer Thomas Hagenauer (Thoman Hagenawer), 1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1470_03_16/charter?q=hagenaw Feste Hagenau (im Besitz der von Ahaim zu Hagenau), 1470]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=qSA3AAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA141&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=jwQJUbKfDe2N0wX72oDoBA&amp;amp;ved=0CD0Q6AEwAzha#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false Stephan Hagenauer (St. Hagenawer) zu Allershausen 1484, V. Hagenauer zu Westerndorff 1492]&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=139 Stephan Hagenauer zu Allerhausen, 1487]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=UcpAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA235&amp;amp;dq=hr.+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kG7wUOrhMOiI0AX-kYHYAw&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAQ#v=snippet&amp;amp;q=hagenauer%201489&amp;amp;f=false Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer), 1489]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/100/ASPjpgweb/ASP_14930530_1624-b_r.jpg Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), 1493]&lt;br /&gt;
*[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_1624-1493_V_30/charter Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), Abt Rupert V. Keutzl von St. Peter, 1493]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/240/K.._MOM-Bilddateien._~BayHStajpgweb._~Raitenhaslach._~BayHStA-KURaitenhaslach_14960829_1392_r.jpg  Leonhard Hagenauer? (Linhard Hagenwer), 1496]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Georg_Hagenauer_I. Sebastian Hagenauer de Allershausen 1554, Georg Hagenauer 1568]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1600_04_06/charter Peter Hagenauer, 1600]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Domkapitel%20Kloster%20St.%20Peter%20%201612%20Rupert%20Hagenauer&amp;amp;f=false Rupert Hagenauer, 1612]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hanns%20Hagenauer&amp;amp;f=false Hans Hagenauer, 1631]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-SLA/Urkunden/SLA-OU_16411129_r.jpg  Hagenauer Gut (Hagenau bei Maria Plain), 1641]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=m3dAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false  Georg und Johann Hagenauer, 1701-1731]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?hl=de&amp;amp;id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Matthias+Hagenauer&amp;amp;q=Hagenauer Georg und Matthias Hagenauer, 1709]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/BayHStA-Hoeglwoerth/BayHStA-KUHoeglwoerth_17191001_00169_r.jpg Mathias Hagenauer (Mathias Haagenauer), 1719]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00050988&amp;amp;pimage=67&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=de Anton de Hagenau - Epitaph, 1742] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=gyqHA8y4VzkC&amp;amp;pg=PA503&amp;amp;dq=Wessobrunn+Dominikus+%28Dominikus%29+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kIpxUYjIHIvHsgaA6oDQAg&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Wessobrunn%20Dominikus%20%28Dominikus%29%20Hagenauer&amp;amp;f=false, Dominicus (Dominikus) Hagenauer, SubPrior von Wessobrunn, 1717-1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-AES/Urkunden/1546/charter Georg (IV.) Hagenauer (Hagenauar), 1722]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AES/AES_17240320_ReiheB-238_r.jpg Johann Hagenauer, 1724]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT186&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false Georg Hagenauer, 1735]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00043074&amp;amp;pimage=58&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=fr Dominicus Hagenauer,1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?suchbegriff=hagenauer&amp;amp;c=suchen Wolfgang Hagenauer, 1760] [http://books.google.at/books?id=0m4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA83&amp;amp;dq=chiemsee+zu+hagenau&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CaHqUK-SBIPPtAaL5ID4BQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wolfgang%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1775][http://books.google.de/books?id=1-0NAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA251&amp;amp;dq=hagenauer++v.&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=83peU_7RBITasgaMtYGwBA&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwATgK#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20%20v.&amp;amp;f=false ,1782][http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008095/images/index.html?id=00008095&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=102 ,1726-1801]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Hofkalender+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Baptist Hagenauer, 1760] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&amp;amp;q=herr+von+hagenauer&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=49pqrwwNb4&amp;amp;sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCDgU Johann Baptist von Hagenauer, 1766][http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA357&amp;amp;dq=hagenauer+salzburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20salzburg&amp;amp;f=false ,1767-1771][http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=hagenauer+sohn+des&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20sohn%20des&amp;amp;f=false ,1773-80][http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA273&amp;amp;dq=von+hagenauer&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;hl=de&amp;amp;cd=23#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1782] [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=cTY5AAAAIAAJ&amp;amp;dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&amp;amp;q=+Hagenauer+#search_anchor  ,1785][http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;dq=johann%20baptist%20von%20hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR2&amp;amp;output=embed ,1791][http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA307&amp;amp;dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1802]  [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1803] [http://books.google.at/books?id=g8Y_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA698&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=MeNrUpTkBoSl4AS8_YHgDg&amp;amp;ved=0CDwQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1807] [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&amp;amp;pg=RA3-PA614&amp;amp;dq=samuel+baur+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1810] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=sFtNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RuZrUpm5AeTj4QSy24HgBw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwATge#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false Vikar Andreas Hagenauer, 1768 u. 1769]&lt;br /&gt;
* [http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien2/galerie1643.htm (Johann) Georg Hagenauer, 1778][http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10383222_00130.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;pubPlace_str={Pa%C3%9Fau}&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=%27Hagenauer+Georg%27&amp;amp;mode=simple&amp;amp;context=%27Hagenauer%20Georg%27 ,1783] [http://books.google.at/books?id=AtxBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=hochf%C3%BCrstlicher+pa%C3%9Fauischer+Kirchen-+georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EMjuULmoDozL0AWDiYC4BQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hochf%C3%BCrstlicher%20pa%C3%9Fauischer%20Kirchen-%20georg%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1784]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_4938-1786/charter#anchor?q=hagenauer   Dominikus (Kajetan Rupert) von Hagenauer, Abt von Salzburg, 1786] [http://books.google.at/books?id=fHDhzX_U8S8C&amp;amp;pg=PA313&amp;amp;dq=abt+dominikus+v.+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4bnuUNumJu-S0QXWl4A4&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=abt%20dominikus%20v.%20hagenauer&amp;amp;f=false   ,1790][http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-StiAMB/MbOSB/StAMB-Urkunden_18100505_A-2673a_r.jpg  , 1810]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?id=etlAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR69&amp;amp;lpg=PR69&amp;amp;dq=kameral+-+Bau+-+Director&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_11gpRW-XL&amp;amp;sig=bxN3ZhY-Apxg1zUQMczZOFPSK1o&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eCaIUISJPOek4gSL54C4Cg&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false   Johann Georg von Hagenauer, 1812]  [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:LOwZR7rTj-gC&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=da-bUI-RGcTYtAauw4G4Cw&amp;amp;ved=0CCwQ6AEwAA#v=snippet&amp;amp;q=georg%20von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1813]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_5095-1825/charter?q=hagenauer Franz de Paula von Hagenauer, Herr zu Radeck, Lehenbrief von Kaiser Franz I., 1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-biographie.de/sfz56640.html Josef Paul von Hagenauer u. Hersilie von Hagenauer, 1828]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=8PA9AAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA824&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=riANUMfaCczwsgb64YTxCA&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAjge#v=onepage&amp;amp;q=herr%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Lorenz III. (Giovanni) von Hagenauer,  1865][http://books.google.at/books?id=codBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA248&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kykNUMOpB8_CtAbgq_XTCA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBziMAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1870]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=Ci0NUKSZE430sgbXs-2DCQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=9U44AAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+von+hagenauer&amp;amp;q=simon+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) von Hagenauer, 1875]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=pianogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Pio IX, Nobile Francesco III. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrpiano.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Uniform, 1884] &lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Datei:Baronesse_amelie_de_hagenauer.jpg Amélie Baronin von Hagenauer, 1888]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=ghegogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Gregorio Magno, Nobile Simon II. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrghego.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede  Uniform, 1889]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=BloIUInHBcKUsgaaxOiJAw&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=DaBtAAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+hagenauer&amp;amp;q=freiherr+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) Baron von Hagenauer (Freiherr von Hagenauer), 1905]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=MlZ1UIKPD4TXtAbQxICoDQ&amp;amp;id=GxkfAQAAMAAJ&amp;amp;dq=ranglisten+des+kaiserlich+und+1916&amp;amp;q=hagenauer#search_anchor  Rittmeister Pyrrhus von Hagenauer, 1916]&lt;br /&gt;
* [http://www.gerechte-der-pflege.net/wiki/index.php/Berta_Hagenauer Berta Baronin von Hagenauer, 1944-1945]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=5F5LAAAAYAAJ&amp;amp;q=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;dq=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=UQvkUJDwFYWg0QXeJA&amp;amp;redir_esc=y  Pyrrhus (Pirro) Baron Locatelli de Hagenauer, 1957]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=THhmAAAAMAAJ&amp;amp;q=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;dq=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xo9fU8CsJI6Wswb0jYCYDg&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAA Sabine Baroness von Hagenauer (verheiratete Proksch), 1959]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=iSWdfnLbP9UC&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;dq=Locatelli-Hagenauer,&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pV6wUf-KIsWxO_HrgPgK&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Locatelli-Hagenauer%2C&amp;amp;f=false  Alexander (Alessandro) Baron Locatelli de Hagenauer 1972 und 1977]&lt;br /&gt;
*[http://archiviostorico.corriere.it/1997/aprile/02/Notte_terrore_per_contessa_co_0_9704022842.shtml Gabriella, vedova del barone Locatelli de Hagenauer, 1997]&lt;br /&gt;
* [http://www.gastaldiglobal.com/dmc/ggt_news_dettaglio.asp?id=108 Marie baronessa Locatelli de Hagenauer, 2010]&lt;br /&gt;
* [http://ilpiccolo.gelocal.it/cronaca/2014/03/28/news/e-morta-la-baronessa-locatelli-de-hagenauer-1.8943035 Elena baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Hagenauer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=125 Genealogie des bayrischen Adels, Hagenau von und zu Hagenau, 992-1484]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnowe&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten von Hagenau (de Hagnowe), 1088 u. 1315]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenowe&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenowe), 1116-1382]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenaw&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenaw), 1125-1398]&lt;br /&gt;
* [http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 Karte mit Forst und Edelsitz Hagenau (Hagnawe, Hagenovve) bei Schrobenhausen, um  1300]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagenawer), 1317-1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawer), 1330-1474]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawaer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawaer), 1347-1366]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenauer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnower, Hagnawer, Hagenawer, Hagenauar, Hagenauer), 1314-1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/165-texte/1078-martin.html Hundert Salzburger Familien, 1938]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/76-froe/748-froe-h01.html Der Adel der Habsburgermonarchie im 19. und 20. Jahrhundert, 2008]&lt;br /&gt;
* [http://www.almanachdegotha.org/id206.html  Almanach de Saxe Gotha, 2013]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=vtZbE_AGz1Q Italien, &amp;quot;Vom schwarzen und vom weißen Adel&amp;quot;, Dokumentation 2014]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)|!|Hagenauer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer&amp;diff=337370</id>
		<title>Hagenauer</title>
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		<updated>2014-07-22T08:24:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Der Triester Zweig */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Hagenau-Wappen Sm.png|thumb|Stammwappen der Herren von Hagenau, Helmzier der österreichischen Linien]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hagenauer&#039;&#039;&#039; sind ein altes ursprünglich bairisches Geschlecht, das im Jahr [[994]] mit dem Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie stammen aus der Gegend um Freising in [[Bayern]]; ihr Stammsitz bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising) war der Forst und Edelsitz Hagenau, von dem sich ihr Namen ableitet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - ihre Herkunft]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Hagenauer haben Historiker in den Freisinger Urkunden an Hand von Leitnamen und nach der Lage von Erbgütern bis ins Jahr 763 zurückverfolgt, was allerdings nicht gesichert ist. 763 wurden ein Abt Reginbert (Reginperht) mit dessen Bruder Irmenfried als Gründer des Klosters Scharnitz genannt. In den Freisinger Urkunden tauchten in nachfolgenden Generationen ein Erchenwert, Hartwich, nochmals ein Reginbert, Radolt, wiederum ein Reginbert, bis hin zu Rapoto und Fridericus auf, der 963 mit seinen Kindern erwähnt wurde. Der namensgebende Herkunftsort der Herren von Hagenau war der Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, nordwestlich von Freising. Der erste als &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; genannte aus dem Geschlecht war der Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau, der erstmals [[994]] urkundlich aufscheint. Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in den Freisinger Urkunden erwähnt. Als Stammvater der Hagenauer wird jedoch der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen. Ende des 11. Jahrhunderts siedelten sich Mitglieder des Geschlechts in [[Oberösterreich]] (Hartwicus von Hagenau 1088) und [[Niederösterreich]] (Reimprecht von Hagenau 1098) an und errichteten dort zwei weitere Sitze. Somit besaßen die in drei Linien (Stämme) verzweigten Hagenauer im [[12. Jahrhundert]] gleichzeitig drei Stammsitze, den ursprünglichen Edelsitz bei Schrobenhausen in Bayern, den Stammsitz bei [[Braunau am Inn]] in Oberösterreich, und den Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich. Die Burg Hagenau in Oberösterreich wurde zusammen mit mehreren Lehen [[1239]] eingezogen und (wahrscheinlich) bereits im selben Jahrhundert erlosch diese Braunauer Linie. Der Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich wurde im Jahr [[1347]] aufgegeben und im [[15. Jahrhundert]] erlosch auch der Böheimkirch´ner Stamm. Der Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen der bayrischen Linie wurde nach Verwüstungen verlassen und [[1364]] geschliffen, der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen (nordwestlich von Freising). Allershausen verblieb bis [[1484]] im Familienbesitz und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen verkauft. Das letzte Gut bei Allershausen in Bayern wurde um 1530 von Stephans Verwandten Georg Hagenauer aufgegeben. Um 1550 ließ sich dessen Sohn Sebastian Hagenauer de Allershausen im [[Erzbistum Salzburg]] bei [[Piding]] nieder. Sein Sohn Georg, Begründer der noch heute blühenden Salzburger Linie (als Wiener und Triester Zweig), wurde [[1568]] in einer Salzburger Urkunde mit seinem Gut am [[Högl]] genannt. Später waren sie in [[Ainring]] und der Stadt Salzburg beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer tauchten im 10. Jahrhundert in Bayern bei Freising auf und teilten sich im 11. Jahrhundert in die Freisinger, die Braunauer und die Böheimkirch´ner Linie. Die Braunauer Linie erlosch im 13. Jahrhundert, die Böheimkirch´ner Linie im 15. Jahrhundert. Die älteste Linie (Freisinger) setzte sich im 16. Jahrhundert im Erzbistum Salzburg als Salzburger (Ainringer) Ast fort. Aus diesem Salzburger Ast gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende Hagenauer starb Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm  ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch&#039;ner Stamm]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde Bischof Reginbert von Hagenau.jpg|miniatur|Urkunde des Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, 1147]] Im Jahr [[994]] wird in einer Urkunde &amp;quot;&#039;&#039;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&#039;&#039;&amp;quot; (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) und somit erstmals das Geschlecht der Hagenauer genannt. Mit diesem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau (992 - 1005) begann der einstweilige Aufstieg des Geschlechts. Im Zuge der Missionierung, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten im 11. Jahrhundert einige edelfreie Herren von Hagenau in Richtung südöstlicher Grenze. Dort bekleideten sie Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes Freising, des Hochstiftes Regensburg und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Die Hagenauer von Hagenau hatten sich Ende des 11. Jahrhunderts in drei Linien verzweigt und besaßen neben ihren drei Stammsitzen (bei Freising in Bayern, bei Braunau am Inn in Oberösterreich und bei Böheimkirchen in Niederösterreich) eine große Anzahl von Lehen. Im 13. Jahrhundert begann, bedingt durch die Veränderung der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und durch den Aufstieg der Wittelsbacher, der Abstieg der Hagenauer. Unter den Urkunden des [[14. Jahrhundert|14.]] und 15. Jahrhunderts befanden sich viele Verkaufsurkunden sowie Urkunden über die Einziehung ihrer Güter. Etliche aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau begaben sich in den Schutz aufstrebender Städte des Mittelalters, wie St. Pölten, Wien, Klosterneuburg oder München, wo sie als Patrizier und Bürger genannt wurden. Schließlich erlosch die oberösterreichische sowie die niederösterreichische Linie der Hagenauer (im 13. und im 15. Jahrhundert), wobei die Freisinger Linie keine Besitzungen oder Lehen übernehmen konnte. Letztendlich war die Freisinger Linie verarmt und im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges zogen zehntausende Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend. So wanderte einer der letzten Hagenauer der bayrischen Linie in das Erzbistum Salzburg aus, wo er eine neue Linie begründete. Nach Salzburg bestanden ja bereits vor 1500 urkundlich belegte Kontakte zu alteingesessenen Patrizier-Familien, die hohe Stellungen (wie [[Erzbischof|Erzbischöfe]] oder [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]]) in Salzburg inne hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Salzburger Linie ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - die Salzburger Linie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Freising kommend, ließ sich Mitte des [[16. Jahrhundert]]s Sebastian Hagenauer de Allershausen (aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau) im Erzbistum Salzburg am Seyfriedengut unterhalb der Burg Staufeneck (Mauthausen bei Piding) nieder. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.|Georg]] wurde 1568 mit seinem Gut am [[Högl]] (damals Salzburg) sowie einer Mühle genannt. Er gilt als der Begründer der Salzburger Linie (Ast) der Hagenauer. Dessen drei Söhne Wolfgang, Rupert und Georg waren in unmittelbarer Nähe ebenfalls begütert und hatten in alte Geschlechter des [[Rupertiwinkel]]s geheiratet. Ab Ende des 16. Jahrhunderts findet man sie in den Salzburger Urkunden als Urbar-Verwalter von Gütern des Domkapitels, des Erzstifts St. Peter sowie als Gutsverwalter von [[Schloss Staufeneck]]. Im [[17. Jahrhundert]] gelang ihnen durch den Handel mit Gewürzen, Stoffen und Metallen erneut ein Aufstieg. Die Hagenauer von Hagenau erhielten 1671 eine Wappenbesserung und die Bestätigung ihres Adels durch den kaiserlichen Palatin. Durch enge Beziehungen zu den jeweiligen Erzbischöfen und zum Erzstift St. Peter, durch Ämter am Salzburger Fürstenhof, sowie durch Reichtum und Nepotismus, erlangten sie Ansehen und Einfluss in Salzburg. Bekannt wurden die Hagenauer als Förderer und Freunde der [[Mozart]]s und [[Johann Michael Haydn|Haydn]]s, als Künstler von Erz- und Fürstbischöfen, sowie als einflußreiche Geistliche ([[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]). Zwischen 1800 und 1816 hatten jedoch die napoleonischen Kriege das Erzbistum Salzburg und somit auch die Hagenauer hart getroffen. Einige Familienmitglieder wanderten vorerst in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz aus, deren Nachkommen dann nach Wien, die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Andere Hagenauer lebten bereits seit 1775 in der damaligen österreichischen Hafenstadt Triest. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende aus diesem Geschlecht war Josef Leopold Hagenauer. Josef Leopold war unter anderem Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Er starb im Jahr 1850 auf seinem Sitz [[Schloss Mönchstein]], das 1887 von seine Erben verkauft wurde. Die heute im Bundesland Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit diesem Geschlecht derer von Hagenau verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Wiener Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Wiener Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer (Baronne Amélie de Hagenauer), Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Die napoleonischen Kriege hatten Salzburg und die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. 1810 war Salzburg als [[Salzachkreis]] nun bayerische Provinz geworden und von 1814 bis 1854 kam das Land Salzburg als fünfter Kreis zu &amp;quot;Österreich ob der Enns&amp;quot; (Oberösterreich) mit dem Verwaltungssitz in Linz. Obwohl die Hagenauer in Salzburg noch auf Schloss Mönchstein, am [[Gurkerhof]] und auf der [[Burg Radeck]] saßen, übersiedelte die nachfolgende Generation bereits in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz. In Linz bekleideten sie als k.k. Landesbeamte die Ämter des Registratur-Direktors sowie des Landes-Baudirektors. Das gesellschaftliches Umfeld der Hagenauer bestand nun hauptsächlich aus anderen adelige Beamtenfamilien, hohen Vertretern des Klerus, sowie vielen heute noch bekannten Künstlern wie Franz Schubert, Adalbert Stifter, Moritz von Schwind etc.. Um 1870 übersiedelte Franz de Paula von Hagenauer von Linz nach Wien, sein Neffe Arnold folgte ihm später dorthin. Die anderen Linzer Hagenauer starben, ohne jedoch männliche Nachkommen zu hinterlassen. In Wien wurde Arnold von Hagenauer während des Studiums der Veterinärmedizin zunehmend als Schriftsteller tätig. Schließlich gab er sich der Schriftstellerei vollends hin, blieb unverheiratet und starb bei einem Unfall. Sein bereits früher nach Wien gezogener Onkel Franz de Paula war in Wien Direktor einer Triester Assekuranz, in der er ausschließlich kirchliche Gebäude in der Monarchie versichert hatte. Er betätigte sich, wie viele seiner Vorfahren und Nachkommen auch, sehr aktiv in der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. verlieh dem &amp;quot;&#039;&#039;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&#039;&#039;&amp;quot; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, als auch &amp;quot;&#039;&#039;für die Verdienste seiner Vorfahren&#039;&#039;&amp;quot;, die erbliche römische Baronie. Sein Sohn Simon (II.) Baron von Hagenauer heiratete in die in Wien lebende französisch-italienische Bankiersfamilie Thomas, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis eine große Anzahl von Künstlern zählten (Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach oder Ernst Lafite), vornehmlich jedoch Musiker. Mit den Lateranverträgen von 1929 wurde die päpstliche Baronie der Hagenauer im Königreich Italien rückwirkend anerkannt und per späteren Dekret als italienischer Adel auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts ausgedehnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938 wurde Hofrat Simon (III.) Baron von Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, massiv unter Druck gesetzt. Infolge seiner streng katholischen Gesinnung wurde er genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Die 1940 verwitwete Berta Baronin von Hagenauer war in Wien auf Grund ihrer ebenso religiösen Überzeugung in einer Widerstandsgruppe gegen das [[NS]]-Regime tätig. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn Wolfgang, der 1940 auf ein Schweizer Internat (St. Gallen) geschickt worden war um ihn der NS-Propaganda zu entziehen, leistete später in den Bergen Liguriens (Küstenregion in Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das totalitäre Regime des Faschismus. Seine Söhne sandte er in den 1970er Jahren auf ein Salzburger Internat, deren zahlreiche Nachkommen heute in Wien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Triester Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Triester Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto, Gruft Barone Locatelli de Hagenauer, Görz.JPG|miniatur|Familiengruft der Barone Locatelli - Hagenauer in Gorizia]][[1775]] hatte Ignaz Joachim von Hagenauer, der Begründer des Triester Zweiges, in der (damals noch österreichischen) Hafenstadt Triest sehr erfolgreich ein Handelshaus gegründet. Nach etlichen Schwierigkeiten während der napoleonischen Zeit gelang es ihm aber wieder das Handelshaus zum ersten Haus von Triest zu machen. 1814 wurde die Versicherungsgesellschaft &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; von Ignaz Joachim von Hagenauer mitbegründet, deren Direktor er wurde. Nach 1819 erwarben die Hagenauer die Villa Murat (Schloss der Caroline Bonaparte, Königin von Neapel) in Triest. Als Ignaz 1824 starb, übernahmen seine zwei Söhnen Johann Lorenz und Josef Paul das Handelshaus. Der ältere, Johann Lorenz (III.), wurde später Direktor der Lloyd Austriaco Versicherungsanstalt, sowie Vize-Präsident des constituirenden ersten österreichischen Reichstags in Triest (Partei Graf Stadion). Sein Bruder Josef Paul war ausschließlich als Handelsherr tätig, starb jedoch früh. Dessen Sohn Ignaz führte als Student und später beim Militär ein bewegtes Leben (Affären, Duelle, Spielschulden etc.). Nachdem Ignaz die k.k. Armee verlassen mußte, gründete er auf seinem Gut eine Reitschule für die gehobene Triester Gesellschaft, auf dem er jedoch bald verstarb. Sein Sohn Pyrrhus von Hagenauer wuchs auf diesem Reitgut auf und wurde einer der besten Reiter in der k.u.k. Armee. Durch seine Heirat und Arrogation in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren Locatelli von Eulenburg und Schönfeld (aus Friaul) wurde Pyrrhus sehr vermögend. 1923 erhielt &#039;&#039;&amp;quot;nobile Pyrrhus de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; durch die königliche Consulta Araldica per Dekret die Bestätigung seines Freiherrenstandes im Königreich Italien mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot;di barone del S.R.I. di Eulenburg ed Schönfeld&amp;quot;&#039;&#039;. Sein älterer Sohn Carl Georg Baron von Locatelli-Hagenauer starb während dessen Pilotenausbildung bei der königlichen italienischen Luftwaffe bereits 1942. Jedoch setzte sein jüngerer Sohn Alexander (1924 - 1987) durch die Adoption seines Stiefsohnes George Albert die Triester Linie fort. Dessen Nachkommen leben heute in Lucca und Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beständig katholische Adelsgeschlecht der Hagenauer stand stets in enger Beziehung mit der römisch-katholischen Kirche; vorerst über das Hochstift Freising, das Hochstift Regensburg und das Hochstift Passau, später über das Erzbistum Salzburg und da im Besonderen mit der Erzabtei St. Peter. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare), und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern am Salzburger Fürstenhof, am fürstbischöflichen Hof Gurk und am Hof des Fürstbistums Passau tätig. Als Künstler wurden Hagenauer hauptsächlich von katholischen Erzbischöfen, Fürstbischöfen, Domherren und Äbten beauftragt, daneben aber auch von katholischen Monarchen aus dem österreichischen Kaiserhaus und dem bairischen Kurfürstentum, sowie von Mitgliedern der katholischen Hocharistokratie. Ab circa 1865 oblag Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl von Gebäuden der katholischen Kirche in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese beständige wechselseitige Beziehung, zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer, manifestierte sich in kirchlichen Stiftungen, in der Verwaltung kirchlicher Güter, sowie in der Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen durch die Hagenauer. Andererseits wiederum erlangte das Geschlecht der Hagenauer durch und von der Kirche Besitz und Privilegien (Lehnsrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter), sowie die Aufnahme in päpstliche Ritterorden und die Verleihung der päpstlichen Baronie. Unter den Mitgliedern dieses Geschlechts findet man neben außergewöhnlichen Kirchenmännern aber auch Kreuzritter, vermögende Handelsherren, Mäzene, Künstler, Freimaurer und Mitglieder in anderen Geheimgesellschaften, sowie Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Fürstengang Bischöfe 16 - Gottschalk von Hagenau.jpg|Gottschalk von Hagenau, XVI. Bischof von Freising 994 - 1005&lt;br /&gt;
Datei:Seifried von Hagenau.jpg|Seyfried von Hagenau bzw. Hagenauer, XXVII. Abt von Melk 1378 - 1382&lt;br /&gt;
Datei:Johann Lorenz v. Hagenauer.jpg |Johann Lorenz von Hagenauer (1712 -1792), Mäzen und Freund Mozarts&lt;br /&gt;
Datei:Dominikus-hagenauer-della-croce.jpg |Dominikus von Hagenauer (1746 - 1811), LXXVII. Abt von St. Peter 1786 - 1811&lt;br /&gt;
Datei:Ignaz Joachim von Hagenauer.jpg|Ignaz Joachim von Hagenauer (1749 - 1824), Freimaurer, Handelsherr und Gründer der &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; in Triest&lt;br /&gt;
Datei: Johann Lorenz III. von Hagenauer.jpg|Johann Lorenz III. von Hagenauer (1800 - 1877), Präsident der Lloyd Austriaco, VPräsident des ersten österreichischen Reichstags &lt;br /&gt;
Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|Franz d. P. III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Großkreuz-Ritter des Piusordens, Direktor der Assicurazioni Generali&lt;br /&gt;
Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|Simon II. Baron von Hagenauer (1852 - 1920), Großkreuz-Ritter des Gregoriusordens, Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà &lt;br /&gt;
Datei:Arnold von Hagenauer.gif|Arnold von Hagenauer (1871 - 1918), Literaturkritiker und Schriftsteller in Wien &lt;br /&gt;
Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|Simon III. Baron von Hagenauer (1881-1940), Bezirkshauptmann, wirkl. Hofrat, Opfer der NS-Diktatur &lt;br /&gt;
Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|Berta Baronin von Hagenauer (1903-1972), Widerstandskämpferin in der NS-Zeit &lt;br /&gt;
Datei:Baron pyrrhus locatelli hagenauer (sterbebild).jpg|Pyrrhus Baron Locatelli - Hagenauer (1890 - 1961), k.k. Rittmeister, Bankier&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft, seinen Wandel und seine Bedeutung]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 994 wurde das Geschlecht der Hagenauer als &#039;&#039;&amp;quot;stirps nobilis de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (edles Geschlecht von Hagenau) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der Herkunft aus dem Gebiet Hagenau nördlich von Freising (Bayern) mit dem sich darauf befindlichen Edelsitz Hagenau ab. Der Flurname &amp;quot;Hagenau&amp;quot; setzt sich aus den beiden Begriffen Hagen und Au zusammen, die ihre Wurzeln in der germanischen Sprache (haga und awjo) haben. Der Name veränderte sich im Althochdeutschen (hagan und awa) und im Mittelhochdeutschen (Hagen und Ouwe), um schließlich im Frühneuhochdeutschen zum heutigen &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; zu werden. Der Name &amp;quot;von Hagenau&amp;quot;, der sich ab dem 14. Jahrhundert zunehmend und ab dem 15. Jahrhundert gänzlich zu &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; gewandelt hatte, bedeutet soviel wie &amp;quot;von der umzäunten Au&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand und Wappen ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Stand und Wappen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|Siegel des Karel von Hagenau (auch Hagenauer), 1387]] Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr [[994]] bereits als adeliges Geschlecht genannt. Im 13. Jahrhundert begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und 15. Jahrhundert führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Bereits um 1500 waren die Herren von Hagenau verarmt und ihr Adel infolge von Mesalliance verdunkelt. Ab dem 16. Jahrhundert gelang ihnen in Salzburg erneut der Aufstieg und im 17. Jahrhundert erhielten die Herren Hagenauer die Bestätigung ihres alten Adelswappens mit Wappenmehrung durch den kaiserlichen Palatin. Im 18. Jahrhundert wurde Mitgliedern des Geschlechts vom Salzburger Erzbischof als auch vom Passauer Fürstbischof das Adelsprädikat bestätigt. Der Wiener Linie wurde im 19. Jahrhundert das päpstliche Baronat (schwarzer Adel) verliehen. Per späteren Dekret wurde der erbliche italienische Freiherrenstand mit Ausdehnung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts für das Königreich Italien (weißer Adel) rückwirkenden anerkannt. Auch die Triester Linie Locatelli-Hagenauer erhielt nach Adelsarrogation die spätere Anerkennung ihres Freiherrenstandes im Königreich Italien (weißer Adel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hagenauer Stammwappen, das in vielen Urkunden, an Grabstätten und Gebäuden zu finden ist, zeigt einen Dreiberg mit Hagenbaum (-strauch). Aus dem Jahr [[1137]] stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich). Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg eine Wappenmehrung mit zwei schwarzen auffliegenden Adlern auf goldenem Grund, die Helmdecke nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold) tingiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbbegräbnisse ==&lt;br /&gt;
* Freisinger Stamm:  Kloster Weihenstephan bei Freising &lt;br /&gt;
** Salzburger Linie: [[Erzstift St. Peter]] in Salzburg ([[Petersfriedhof|Gruft]] Nr. XV, XVI sowie LII) bis [[1930]]&lt;br /&gt;
* Böheimkirchner Stamm: ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen&lt;br /&gt;
* Braunauer Stamm: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Genealogie der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stammvater wird der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen, von dem sich in direkter Stammlinie alle Nachkommen der Hagenauer ableiten. Ende des 11. Jahrhunderts hatten sich die von Hagenau in drei Linien verzweigt, wobei die zwei jüngeren Linien bereits im 13. und 15. Jahrhundert erloschen und nur die älteste Linie (der Freisinger Stamm) sich im Mannesstamm fortsetzte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der letzte bayrische Stammsitz in Allershausen aufgegeben, wonach ein Nachkomme Bayern verließ und diese Linie in Salzburg (als Salzburger Linie) fortpflanzte. Diese Salzburger Linie verzweigte sich kurz nach 1600 erneut in drei Linien (Wolfgang, Johannes und Georg), wobei die beiden jüngeren Linien ebenfalls im Mannesstamm erloschen. Aus der ältesten (Wolfgang´schen) Linie gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor, die beide heute noch blühen. Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses Hagenauer wurde vorerst ein Überblick der einzelnen Stämme, Linien, Äste und Zweige (mit den Begründern sowie den gegebenen Falls Letzten) wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit &amp;quot;Georg I.&amp;quot;) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen - Hypothesen und Fakten ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 16. Jahrhunderts erschienen in verschiedenen Publikationen diverse Theorien über die Herkunft, die Genealogie und die Geschichte der Hagenauer. Infolge des ursprünglich spärlichen Quellenmaterials waren die ersten Arbeiten über die Herren von Hagenau sehr fragmentarisch und enthielten Fehler. In späteren Publikationen setzten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Wiederholung von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Fehler und Vermutungen fort. Jedoch hatten Historiker ab dem 19. Jahrhundert durch umfangreiche und gezielte Quellenforschung, sowie durch die Erschließung von neuem Quellenmaterial (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Registern, Briefen, Analen, Biographien, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruiert und frühere Irrtümer berichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Geschlecht der Herren von Hagenau tauchten ab dem 13. Jahrhundert auch andere namensgleiche Geschlechter auf, die sich ebenfalls von Hagenau bzw. später auch Hagenauer genannt hatten. Die meisten dieser Geschlechter kamen, soweit es sich nachvollziehen lässt, aus unterschiedlichen Orten und Städten Hagenau, von denen sie ihren Namen abgeleitet hatten. Sie traten in Urkunden manchmal in (zum Geschlecht der Herren von Hagenau) divergierender Schreibweise auf, führten aber vor allem andere Wappen. Diese Geschlechter und Familien waren in der [[Schweiz]], in [[Bayern]], im [[Elsass]] und in Hessen ansässig. Ebenso wurden Mitglieder von Hagenauer Geschlechtern in [[Tirol]], in [[Oberösterreich]] und in [[Niederösterreich]] urkundlich erwähnt, wobei die meisten jener Geschlechter heute ausgestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sitze und Besitzungen ==&lt;br /&gt;
* Edelsitz und Lehen Hagenau bei Schrobenhausen, um [[1006]] bis [[1348]], geschliffen&lt;br /&gt;
* Gut bei Natz, Brixen ([[Südtirol]]), um [[1078]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen bei Neuburg am Inn, um [[1080]] &lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei [[Braunau am Inn]], erstmals erwähnt [[1088]] bis [[1262]], [[1571]] durch Brand und Hochwasser zerstört&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen, Niederösterreich, [[1098]] bis [[1347]], ([[1529]] im Türkenkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* Burg Zelking, wahrscheinlich von den Herren von Hagenau vor [[1100]] erbaut, bei Melk (Niederösterreich), Ruine &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei [[Anthering]], um [[1110]] bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Steyregg, ([[Oberösterreich|OÖ]]) bis ca. [[1150]] &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei [[Ainring]], Hagenauer Mühle,  bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)&lt;br /&gt;
* Gut in Sandelzhausen, Mainburg &lt;br /&gt;
* Gut bei Salmading, Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Schroßlach bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Pellhausen bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Piegendorf, Loiching (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Puchheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Elsenbach Dorfen&lt;br /&gt;
* Gut bei Seeon, im Chiemgau (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen und Hof zu Schauching (NÖ), bis [[1366]]&lt;br /&gt;
* Freieigener Hof zu Tresdorf (NÖ), ab [[1366]]&lt;br /&gt;
* Gut und Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen (NÖ), bis [[1347]]&lt;br /&gt;
* Mühle bei Moos an  der Fischau (bei Wr. Neustadt, NÖ) um [[1431]]&lt;br /&gt;
* Güter und Lehen zu Perchtoldsdorf (NÖ), mit Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent bis [[1439]]&lt;br /&gt;
* Gut Eggenberg bei Allershausen (Bayern), bis [[1484]]&lt;br /&gt;
* Gut in Westerndorf (bei Allershausen), bis [[1530]] oder 1545&lt;br /&gt;
* Seyfried(en)hof in Mauthausen bei [[Piding]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1550]]&lt;br /&gt;
* Hög(g)lgut bei [[Ainring]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1568]]&lt;br /&gt;
* Mautmühl, Mühl in Hagenau (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1614]]&lt;br /&gt;
* Ainringer Hof, in Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1635]]&lt;br /&gt;
* Messerschmiedhaus zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1640]]&lt;br /&gt;
* Aman(n)gut, (Vogtgut) zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1672]]&lt;br /&gt;
* Haus in Salzburg, [[Getreidegasse]] Nr. 7, um [[1676]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Haus&amp;quot; in Salzburg, [[Mozarts Geburtshaus]] Getreidegasse Nr. 9, [[1712]] bis [[1831]]&lt;br /&gt;
* Hu(e)berhof zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1720]]&lt;br /&gt;
* Geppingergut in Gepping bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1720]] &lt;br /&gt;
* Habnerguet (Weirerguet) zu Berg, ab [[1721]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Landhaus&amp;quot; im [[Nonntal]] Nr. 10 (heute [[Nonntaler Hauptstraße]] Nr. 24), ab [[1745]] &lt;br /&gt;
* [[Gurkerhof]] in Salzburg, [[1748]] - [[1835]] &lt;br /&gt;
* Seuerlhof in Adelstetten, um [[1760]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;[[Hasenhaus]]&amp;quot;, Haus am [[Kranzlmarkt]] Nr. 4 in Salzburg, [[1789]]&lt;br /&gt;
* Hallergut in [[Viehhausen]]&lt;br /&gt;
* Villa (des Königs) Murat in Triest, ([[Friaul-Julisch Venetien]], damals k.u.k Österreich, heute [[Italien]]), seit [[1819 ]] &lt;br /&gt;
* Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12), um [[1824]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Radeck]] auch Schloss Radeck genannt, mit den Gütern Seichterberg und Strobl, [[1825]] - [[1837]] &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Schlösschen&amp;quot;, [[Schloss Mönchstein]] in Salzburg, [[1833]] - [[1887]] &lt;br /&gt;
* Gut und Schloss (Villa) Angoris bei Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, seit 1918 Italien), bis [[1936]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), bis [[1922]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
* Villa Bendinelli in Lucca, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wiguleus Hund à Sulzemos: &#039;&#039;[[Metropolis Salisburgensis]]&#039;&#039;, Ingolstadt 1582&lt;br /&gt;
* [[Wiguleus Hunt|Wiguleus Hund]] à Sulzemos: &#039;&#039;Bayrisch Stammen-Buch: Der erst(ander) Theil&#039;&#039;, S.219f, Ingolstadt 1585  &lt;br /&gt;
* Gabriel Bucelin(us): &#039;&#039;Germania topo-chrono-stemmatographica sacra et profana&#039;&#039;, Band IV, Ulm 1678&lt;br /&gt;
* Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): &#039;&#039;Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13&#039;&#039;: Hagenau von und zu Hagenau, handschriftliche Aufzeichnungen in der Bayerischen Staats-Bibliothek&lt;br /&gt;
* Philibert Hueber: &#039;&#039;Austria Ex Archivis Mellicensibus Illustrata&#039;&#039;, Leipzig 1722&lt;br /&gt;
* P. Carl Meichelbeck: &#039;&#039;Historia Frisingensis: Prima Quinque Ab Adventu S.Corbiniani I.Episcopi Saecula ...&#039;&#039;, Bd. I, Augsburg 1724 [http://books.google.at/books?id=L2JEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;lpg=PA87&amp;amp;dq=meichelbeck+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=tlrCrqTna0&amp;amp;sig=dBsIpVXxt4Q0SaXC8jfSzfpffTk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q48LUsC6CYnx4QT01IHgDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=meichelbeck%20hagenauer&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Raimund Duellius: &#039;&#039;Excerpterum Genealogico - Historicorum, Libri Duo&#039;&#039;, Leipzig 1725&lt;br /&gt;
* Johann Georg Schnürer: &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen und Hof/Kalender, 1735&#039;&#039;, Salzburg 1735&lt;br /&gt;
* Hans-Jacob Leu: &#039;&#039;Allgemeines Eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon, 9. Theil von Go-He&#039;&#039;, bey Hans Ulrich Denzler, Zürich 1754&lt;br /&gt;
* Placidus Berhandtsky: &#039;&#039;Auszug der Neuesten Chronick des alten Benediktiner Klosters zu St. Peter in Salzburg, Zweyter Theil&#039;&#039;, Joh. Jos. Mayers sel. Erbinn Buchhandlung, Salzburg 1782&lt;br /&gt;
* J. Gerold: &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1784 &lt;br /&gt;
* Ludwig Albrecht Gebhardi: &#039;&#039;Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland&#039;&#039; Bd. III, Halle 1785&lt;br /&gt;
* Passauer Kirchenbuch, handschriftliche Eintragung am 21. September 1786 (Hochzeit des Johann Georg v. Hagenauer mit Karolina Leopoldina Antonia Freyin v. La Marre), Passau &lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist von Hagenauer|Johann Bapt. v. Hagenauer]]: &#039;&#039;Unterricht von der Proporzion des Menschen&#039;&#039;, k.k. Hofbuchdrucker Joseph Edler von Kuzbeck, Wien 1791 [http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=johann+bapt.+v.+hagenauer+1791&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=dmLZUuLzD46TswaXwYCYBQ&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=johann%20bapt.%20v.%20hagenauer%201791&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* F.K. Wißgrill: &#039;&#039;Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand&#039;&#039;, Bd IV, 1794&lt;br /&gt;
* [[Johann Bernhard Zezi]]:  &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender / 1794&#039;&#039;, Salzburg 1794&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1802&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1803&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staats-Schematismus des Österreichischen Kaiserthumes, 1807&#039;&#039;, Wien 1807&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Baiern, 1812&#039;&#039;, München 1812&lt;br /&gt;
* Franz Xaver Weilmeyr: &#039;&#039;Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises&#039;&#039;, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schematismus der Diözesan-Geistlichkeit des Erzbisthums Salzburg, auf das Jahr 1814&#039;&#039;, Salzburg 1814&lt;br /&gt;
* Samuel Baur: &#039;&#039;Neues Historisch- Biographisch- Literarisches- Handwörterbuch&#039;&#039;, VI. Bd., Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1816&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Pillwein]]: &#039;&#039;Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler&#039;&#039;, Salzburg 1821&lt;br /&gt;
* Franz Anton Sinnacher: &#039;&#039;Beyträge z. Geschichte d.bischöfl. Kirche Säben u. Brixen in Tyrol&#039;&#039;, Band 6, Brixen 1828&lt;br /&gt;
* Benedikt Pillwein (Hrsg.): &#039;&#039;Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg&#039;&#039; Bd. IV, Der Innkreis, Linz 1832&lt;br /&gt;
* [[Joseph Philipp Fellner]]: &#039;&#039;Familiengeschichte Fel(l)ner&#039;&#039;,  handschriftliche Aufzeichnungen, Wien 1833 (Privat-Archiv, Salzburg) &lt;br /&gt;
* Franz Xaver Scheidhardt: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836&lt;br /&gt;
* Friedrich Freiherr v. Schweickhard: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. IX, Wallishausser´s  Buchdruckerei, Wien 1837&lt;br /&gt;
* Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, Leipzig 1838&lt;br /&gt;
* Joseph Schöller: &#039;&#039;Die Bischöfe von Passau und ihre Zeitereignisse&#039;&#039;, Druck und Verlag Pustet´sche Buchhandlung, Passau 1844&lt;br /&gt;
* Andreas Chabert: &#039;&#039;Chronik Chabert&#039;&#039;, Familienchronik mit einem Kapitel über die Hagenauer, handschriftliche Aufzeichnungen, Linz 1847 (Privat-Archiv, Salzburg und Wien)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]]: &#039;&#039;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich&#039;&#039;, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 1, 1848 &lt;br /&gt;
* Martin v. Deutinger, Dompropst zu München (Hrsg.):&#039;&#039;Beyträge zur Geschichte, Topographie und Statistik des Erzbistums München und Freising&#039;&#039;, Bd. VI, München 1854&lt;br /&gt;
* Heinrich Gentner: &#039;&#039;Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing&#039;&#039;, München 1854&lt;br /&gt;
* Gustav Haider: &#039;&#039;Jahrbuch der Kaiserl. Königl. Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale&#039;&#039;, Bd. II, S.122 ff; Wien 1857&lt;br /&gt;
* Historischer Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Die Veste, das fürstliche Pflegschloß zu Traunstein&#039;&#039;, Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 19, S. 223 ff;  Kgl. Hofbuch-Druckerei G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1858-1860&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Rietstap, &#039;&#039;Armorial général &#039;&#039;, Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien, S. 870, Couda 1861&lt;br /&gt;
* Constantin von Wurzbach: &#039;&#039;Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich&#039;&#039;, 7. Bd., kaiserlich-königliche Hofdruckerei, Wien 1861&lt;br /&gt;
* Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): &#039;&#039;Deutsches Adels-Lexicon&#039;&#039;, 4. Bd., Verlag Fr. Voigt, Leipzig 1863&lt;br /&gt;
* Joseph Grassinger: &#039;&#039;Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising&#039;&#039;, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866&lt;br /&gt;
* Historische Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 27&#039;&#039;, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866-1867&lt;br /&gt;
* L. De Magny:  &#039;&#039;Armorial - et Comtes Romains - et Titres Pontificaux&#039;&#039;, Aux Archives de la Noblesse, Paris 1890&lt;br /&gt;
* Johann Ev. Lamprecht: &#039;&#039;Geistliche Ehrenhalle, das ist aus Oberösterreich entstammende Geistliche höheren Ranges&#039;&#039;, 2. Aufl. Linz 1895&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916&#039;&#039;, abgeschlossen mit Personalverordnungsblatt Nr. 44/16, teilweise bis Personalverordnungsblatt Nr. 66/16 berichtigt, K.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1916&lt;br /&gt;
* Michael Schaller: &#039;&#039;Schematismus für das K. u. K. Heer und für die  Kriegsmarine für 1918&#039;&#039;, k. k. Hof- und Staatsdruckerey, Wien 1918&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Jagd&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Reisen&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Land und Leute&#039;&#039;, Wien 1920, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* E. Tietze - Conrat: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920 &lt;br /&gt;
* Consulta araldica - Italia: &#039;&#039;Pel riconoscimento del titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg a Carlotta Maria Giorgina Matilde Locatelli ed al marito cavaliere Pirro de Hagenauer&#039;&#039;, Verlag Pallotta, fratelli (tip.), Rom 1923&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Beiträge zu Salzburger Familiengeschichte&#039;&#039;, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,  S. 148ff, Salzburg 1938&lt;br /&gt;
* [[Franz Martin]]: &#039;&#039;[[Hundert Salzburger Familien]]&#039;&#039;, Sonderdruck des Verlags der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1946&lt;br /&gt;
* Friedrich Funder: &#039;&#039;Vom Gestern ins Heute&#039;&#039;, Heroldverlag Wien, 1952&lt;br /&gt;
* I. Wegleiter: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;; Diss. Uni Wien, 1952 &lt;br /&gt;
* Stephen Tayler: &#039;&#039;who`s who in Austria 1957/58&#039;&#039;, The Central European Times Pub. Co. Ltd., 1959&lt;br /&gt;
* Franz Pfeffer, &#039;&#039;Die Trefflinger Pforte - Die Altherrschaften&#039;&#039;, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1962&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Geschichte des Hauses Hagenauer&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien, 1965  &lt;br /&gt;
* Fried Pankraz, &#039;&#039;Die Hochfreien von Hagenau bei Freising&#039;&#039;, Amperland Bd. 2, 1966&lt;br /&gt;
* Franz Tyroller, &#039;&#039;Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter&#039;&#039;, in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hg. von Wilhelm Wegener, Göttingen 1962-1969&lt;br /&gt;
* Kurt Holter, Geschichte von Schlierbach bis 1355, in: Jahrbuch des OÖ. Musealvereins. Bd. 116/1, S. 213 ff, 1971 &lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, &#039;&#039;Das Neutor&#039;&#039;, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977 &lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Schloß Staufeneck&#039;&#039;, Verlag Staufeneck, 1978&lt;br /&gt;
* Franz Brunhölzl, Max Spindler: &#039;&#039;Handbuch d. bayrischen Geschichte&#039;&#039;, C.H.Beck Verlag, München 1980&lt;br /&gt;
* Georg Hunklinger: &#039;&#039;Das Salzfass&#039;&#039;, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982&lt;br /&gt;
* Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung, Peter Krön (Hrsg.): &#039;&#039;St. Peter in Salzburg, 3. Landesausstellung&#039;&#039;, Druckhaus Nonntal / Salzburg 1982&lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985&#039;&#039;, Eigenverlag, Piding 1985 &lt;br /&gt;
* Gemeinde Ainring (Hrsg.): &#039;&#039;Ainring&#039;&#039;, Heimatbuch, Tittmoning 1990.&lt;br /&gt;
* Josef Hemmerle: &#039;&#039;Das Bistum Augsburg; Die Benediktinerabtei Benediktbeuern&#039;&#039;, Berlin, New York: de Gruyter, 1991&lt;br /&gt;
* Wilma Buchinger: &#039;&#039;Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg&#039;&#039;, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996&lt;br /&gt;
* P. Petrus Eder / Johann Kronbichler (Hrsg.): &#039;&#039;Hl. Rupert von Salzburg 696 - 1996&#039;&#039;, Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter,  Salzburg / Dommuseum / 1996&lt;br /&gt;
* G. Geromet, R. Alberti: Nobiltà della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, in Friuli e in Slovenia&#039;&#039;, Vol.1 u. 2., Verlag: Editioni della Laguna, 1999&lt;br /&gt;
* Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: &#039;&#039;Salzburger Kulturlexikon&#039;&#039;, Residenz Verlag, Salzburg 2001 &lt;br /&gt;
* Wolfgang Hagenauer: &#039;&#039;Erinnerungen&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien 2001 &lt;br /&gt;
* Martin Hofbauer: &#039;&#039;Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren&#039;&#039;; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005 &lt;br /&gt;
* Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006&lt;br /&gt;
* Salzburger Barockmuseum (Hrsg.): &#039;&#039;Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit&#039;&#039;, Eigenverlag, Salzburg 2006&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl: &#039;&#039;Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* A. Borella: &#039;&#039;Annuario della Nobiltà Italiana&#039;&#039;, Nova Ser. 2006; Milano 2007&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Angermüller]]: &#039;&#039;Maria Theresia Hagenauer&#039;&#039;, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007&lt;br /&gt;
* Plinio Correa de Oliveira: &#039;&#039;Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten&#039;&#039;, Wien, 2008&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Allmayer-Beck: &#039;&#039;Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher: Anton Beck und seine Brüder&#039;&#039;, Böhlau Verlag, Wien 2008&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: &#039;&#039;Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810&#039;&#039;; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009&lt;br /&gt;
* Giorgio Geromet:  &#039;&#039;Araldica, Nobilità e Costumi: Del Friuli e della Venezia Giulia, del Carso triestino, dell´Istria e della Dalmatia&#039;&#039;; Edizione Lugio, Triest 2009&lt;br /&gt;
* Stephan Hubinger: Herrschaftsarchiv Hagenau, Oberösterreichisches Landesarchiv, 2009&lt;br /&gt;
* Bruno Schober: &#039;&#039;Der schiefe Turm von Lanzendorf bei Böheimkirchen&#039;&#039;, 2009/2010&lt;br /&gt;
* Gunda Barth-Scalmani, Margareth Lanzinger, Ellinor Forste, Gertrude Langer-Ostrawsky: &#039;&#039;Aushandeln von Ehen, Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich&#039;&#039;, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien, 2010&lt;br /&gt;
* Roman Sandgruber: &#039;&#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&#039;&#039;, Styria Premium Verlag, Wien 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Urkunden und Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ostarrichi Gottschalk von Hagenau (Bischof von Freising), 996] [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/FreisBm/1000.1/charter#anchor?q=Gotschalk%20von%20Freising  ,1000] [http://books.google.at/books?id=AahBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;lpg=PA433&amp;amp;dq=gottschalk+von+freising++994&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ALTo0Z1uIl&amp;amp;sig=_JhiGdpo8NU64Sw9S6-t5n_k0x0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=0HobUYzXEM_Osga9yYCoDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gottschalk%20von%20freising%20%20994&amp;amp;f=false , 1006?]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-OOeLA/GleinkOSB/1088_VIII_19/charter#anchor?q=hagnowe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagnowe), 1088]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAZ/Urkunden/1108_IX_29/charter#anchor?q=hagenau   Reginbrecht von Hagenau (Reginbert de Hagenau), 1108]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAA/Urkunden/1144_VII_25/charter Regenbertus (von Hagenau, Bischof von Passau), 1144]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1147_V_16/charter#anchor?q=hagenaw Reginbert von Hagenau (Nobilis de Hagenaw), 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASF/StFlorianCanReg/1147_XII_26/charter?q=Hagenoue Reginbert von Hagenau (Bischof von Passau), Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), intaktes Siegel, 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1152_IV_28/charter?q=hagenove  Burg Hagenau (predio Hagenowe), 1152]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1179_IV_20/charter#anchor?q=hagenawe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagenawe), 1179]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1205_V_24/charter#anchor?q=hagenaw Wernhardus und Heinricus von Hagenau (Wernhardus de Hagenaw et Heinricus frater eius), 1205]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1206_01_15.1/charter?q=hagenove  Heinricus von Hagenau (Hainricush de Hagenove), 1206]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1231_VIII_03.1/charter#anchor?q=%20nobilis%20hagenau Ludwig von Hagenau (Lodewicus nobilis de Hagenowe), 1231]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenova&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Reinhard von Hagenau (Reinhardus de Hagenova), 1279]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASei/SeitenstettenOSB/1299_X_20/charter?q=hagenowe Seifried von Hagenau (her Seifri von Hagenow) und Konrad von Hagenau (Chvnrat von Hagenowe), 1299]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1318_VI_11/charter?q=seifried%20von%20hagenau Seifried von Hagenau und seine Geschwister (Seifrit, Steffan, Haidnreich und Gedrawt von Hagnawe), 1318]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1344_V_23/charter#anchor?q=hagenaw Otto von Hagenau (Herr Ott von Hagenaw), 1344]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1345_IV_04/charter Otto von Hagenau (Ott von Hagenaw), intaktes Siegel, 1345]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfarre-boeheimkirchen.net/?Kirchen_der_Pfarre:Filialkirche_St._Peter_am_Anger, Stiftung der Hagenauer, Böheimkirchen - Filialkirche St. Peter am Anger, 1347]&lt;br /&gt;
*  [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1348_VIII_27/charter#anchor?q=hagenawer  Seifrid der Hagenauer und Stephan der Hagenauer (der Hagnawaer), 1348]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=zAGSI_3iDqEC&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;dq=seifried+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=u73uUMaBMOmI0AW-2oDICg&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=seifried%20hagenauer&amp;amp;f=false Seifried Hagenauer (Abt von Melk), 1378]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAsbach/107/charter?q=hagenaw Karel von Hagenau (Karel von Hagenaw, Pfleger und Richter zu Ernekk), intaktes Siegel, 1387]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AggOCart/1394_VII_10/charter?q=hagenawer Stephan Hagenauer (Stephan der Hagenawer), Burggraf zu Purkersdorf, 1394]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/14717_XI_23/charter?q=hagenawer Bergrecht, Zehent und Vogtrecht der Hagenauer, 1417]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1417_VII_28/charter Hans Hagenauer (Hanns der Hagenawer), intaktes Siegel, 1417][http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1418_III_01/charter?q=hagenawer ,intaktes Siegel 1418]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Ak8AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ZAIJUZHILuec0AWf7oBo&amp;amp;ved=0CEsQ6AEwBTgU#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false  Hans Hagenauer (der Edle Hanns Hagenawer), 1427]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=6zMvAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;dq=edle+georg+hagenauer+1439&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4eXuUJ--FZS20QW9rIG4Bg&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=edle%20georg%20hagenauer%201439&amp;amp;f=false  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), 1439]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1439_V_31/charter  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), intaktes Siegel, 1439]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=o7FOAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;dq=hanns+hagenauer+m%C3%BCnchen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2-ruUO7WJ-nD0QX1yoFA&amp;amp;redir_esc=y#v=snippet&amp;amp;q=joannis%20hagenauer%20&amp;amp;f=false Johannes Hagenauer (Joannis Hagenauer) 1453]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-ASP/Urkunden/U_142/charter?q=hagenawer Hans Hagenauer (Hannsen Hagenawer) Hauseigentümer in München, 1454]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=uZ4EAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA485&amp;amp;dq=monumenta+boica+Num.+CCXCVII+hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Vf8IUZHtIIWK0AXSu4GgCQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=monumenta%20boica%20Num.%20CCXCVII%20hagenawer&amp;amp;f=false Georg, Hans und Conrad Hagenauer (Jorg, Hanns, Conrat Hagenawer), 1456]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAldersbach/00986/charter?q=hagenawer Thomas Hagenauer (Thoman Hagenawer), 1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1470_03_16/charter?q=hagenaw Feste Hagenau (im Besitz der von Ahaim zu Hagenau), 1470]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=qSA3AAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA141&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=jwQJUbKfDe2N0wX72oDoBA&amp;amp;ved=0CD0Q6AEwAzha#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false Stephan Hagenauer (St. Hagenawer) zu Allershausen 1484, V. Hagenauer zu Westerndorff 1492]&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=139 Stephan Hagenauer zu Allerhausen, 1487]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=UcpAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA235&amp;amp;dq=hr.+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kG7wUOrhMOiI0AX-kYHYAw&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAQ#v=snippet&amp;amp;q=hagenauer%201489&amp;amp;f=false Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer), 1489]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/100/ASPjpgweb/ASP_14930530_1624-b_r.jpg Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), 1493]&lt;br /&gt;
*[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_1624-1493_V_30/charter Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), Abt Rupert V. Keutzl von St. Peter, 1493]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/240/K.._MOM-Bilddateien._~BayHStajpgweb._~Raitenhaslach._~BayHStA-KURaitenhaslach_14960829_1392_r.jpg  Leonhard Hagenauer? (Linhard Hagenwer), 1496]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Georg_Hagenauer_I. Sebastian Hagenauer de Allershausen 1554, Georg Hagenauer 1568]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1600_04_06/charter Peter Hagenauer, 1600]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Domkapitel%20Kloster%20St.%20Peter%20%201612%20Rupert%20Hagenauer&amp;amp;f=false Rupert Hagenauer, 1612]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hanns%20Hagenauer&amp;amp;f=false Hans Hagenauer, 1631]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-SLA/Urkunden/SLA-OU_16411129_r.jpg  Hagenauer Gut (Hagenau bei Maria Plain), 1641]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=m3dAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false  Georg und Johann Hagenauer, 1701-1731]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?hl=de&amp;amp;id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Matthias+Hagenauer&amp;amp;q=Hagenauer Georg und Matthias Hagenauer, 1709]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/BayHStA-Hoeglwoerth/BayHStA-KUHoeglwoerth_17191001_00169_r.jpg Mathias Hagenauer (Mathias Haagenauer), 1719]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00050988&amp;amp;pimage=67&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=de Anton de Hagenau - Epitaph, 1742] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=gyqHA8y4VzkC&amp;amp;pg=PA503&amp;amp;dq=Wessobrunn+Dominikus+%28Dominikus%29+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kIpxUYjIHIvHsgaA6oDQAg&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Wessobrunn%20Dominikus%20%28Dominikus%29%20Hagenauer&amp;amp;f=false, Dominicus (Dominikus) Hagenauer, SubPrior von Wessobrunn, 1717-1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-AES/Urkunden/1546/charter Georg (IV.) Hagenauer (Hagenauar), 1722]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AES/AES_17240320_ReiheB-238_r.jpg Johann Hagenauer, 1724]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT186&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false Georg Hagenauer, 1735]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00043074&amp;amp;pimage=58&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=fr Dominicus Hagenauer,1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?suchbegriff=hagenauer&amp;amp;c=suchen Wolfgang Hagenauer, 1760] [http://books.google.at/books?id=0m4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA83&amp;amp;dq=chiemsee+zu+hagenau&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CaHqUK-SBIPPtAaL5ID4BQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wolfgang%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1775][http://books.google.de/books?id=1-0NAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA251&amp;amp;dq=hagenauer++v.&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=83peU_7RBITasgaMtYGwBA&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwATgK#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20%20v.&amp;amp;f=false ,1782][http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008095/images/index.html?id=00008095&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=102 ,1726-1801]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Hofkalender+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Baptist Hagenauer, 1760] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&amp;amp;q=herr+von+hagenauer&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=49pqrwwNb4&amp;amp;sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCDgU Johann Baptist von Hagenauer, 1766][http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA357&amp;amp;dq=hagenauer+salzburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20salzburg&amp;amp;f=false ,1767-1771][http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=hagenauer+sohn+des&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20sohn%20des&amp;amp;f=false ,1773-80][http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA273&amp;amp;dq=von+hagenauer&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;hl=de&amp;amp;cd=23#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1782] [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=cTY5AAAAIAAJ&amp;amp;dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&amp;amp;q=+Hagenauer+#search_anchor  ,1785][http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;dq=johann%20baptist%20von%20hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR2&amp;amp;output=embed ,1791][http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA307&amp;amp;dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1802]  [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1803] [http://books.google.at/books?id=g8Y_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA698&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=MeNrUpTkBoSl4AS8_YHgDg&amp;amp;ved=0CDwQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1807] [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&amp;amp;pg=RA3-PA614&amp;amp;dq=samuel+baur+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1810] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=sFtNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RuZrUpm5AeTj4QSy24HgBw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwATge#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false Vikar Andreas Hagenauer, 1768 u. 1769]&lt;br /&gt;
* [http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien2/galerie1643.htm (Johann) Georg Hagenauer, 1778][http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10383222_00130.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;pubPlace_str={Pa%C3%9Fau}&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=%27Hagenauer+Georg%27&amp;amp;mode=simple&amp;amp;context=%27Hagenauer%20Georg%27 ,1783] [http://books.google.at/books?id=AtxBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=hochf%C3%BCrstlicher+pa%C3%9Fauischer+Kirchen-+georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EMjuULmoDozL0AWDiYC4BQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hochf%C3%BCrstlicher%20pa%C3%9Fauischer%20Kirchen-%20georg%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1784]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_4938-1786/charter#anchor?q=hagenauer   Dominikus (Kajetan Rupert) von Hagenauer, Abt von Salzburg, 1786] [http://books.google.at/books?id=fHDhzX_U8S8C&amp;amp;pg=PA313&amp;amp;dq=abt+dominikus+v.+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4bnuUNumJu-S0QXWl4A4&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=abt%20dominikus%20v.%20hagenauer&amp;amp;f=false   ,1790][http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-StiAMB/MbOSB/StAMB-Urkunden_18100505_A-2673a_r.jpg  , 1810]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?id=etlAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR69&amp;amp;lpg=PR69&amp;amp;dq=kameral+-+Bau+-+Director&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_11gpRW-XL&amp;amp;sig=bxN3ZhY-Apxg1zUQMczZOFPSK1o&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eCaIUISJPOek4gSL54C4Cg&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false   Johann Georg von Hagenauer, 1812]  [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:LOwZR7rTj-gC&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=da-bUI-RGcTYtAauw4G4Cw&amp;amp;ved=0CCwQ6AEwAA#v=snippet&amp;amp;q=georg%20von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1813]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_5095-1825/charter?q=hagenauer Franz de Paula von Hagenauer, Herr zu Radeck, Lehenbrief von Kaiser Franz I., 1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-biographie.de/sfz56640.html Josef Paul von Hagenauer u. Hersilie von Hagenauer, 1828]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=8PA9AAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA824&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=riANUMfaCczwsgb64YTxCA&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAjge#v=onepage&amp;amp;q=herr%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Lorenz III. (Giovanni) von Hagenauer,  1865][http://books.google.at/books?id=codBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA248&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kykNUMOpB8_CtAbgq_XTCA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBziMAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1870]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=Ci0NUKSZE430sgbXs-2DCQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=9U44AAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+von+hagenauer&amp;amp;q=simon+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) von Hagenauer, 1875]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=pianogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Pio IX, Nobile Francesco III. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrpiano.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Uniform, 1884] &lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Datei:Baronesse_amelie_de_hagenauer.jpg Amélie Baronin von Hagenauer, 1888]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=ghegogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Gregorio Magno, Nobile Simon II. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrghego.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede  Uniform, 1889]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=BloIUInHBcKUsgaaxOiJAw&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=DaBtAAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+hagenauer&amp;amp;q=freiherr+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) Baron von Hagenauer (Freiherr von Hagenauer), 1905]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=MlZ1UIKPD4TXtAbQxICoDQ&amp;amp;id=GxkfAQAAMAAJ&amp;amp;dq=ranglisten+des+kaiserlich+und+1916&amp;amp;q=hagenauer#search_anchor  Rittmeister Pyrrhus von Hagenauer, 1916]&lt;br /&gt;
* [http://www.gerechte-der-pflege.net/wiki/index.php/Berta_Hagenauer Berta Baronin von Hagenauer, 1944-1945]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=5F5LAAAAYAAJ&amp;amp;q=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;dq=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=UQvkUJDwFYWg0QXeJA&amp;amp;redir_esc=y  Pyrrhus (Pirro) Baron Locatelli de Hagenauer, 1957]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=THhmAAAAMAAJ&amp;amp;q=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;dq=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xo9fU8CsJI6Wswb0jYCYDg&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAA Sabine Baroness von Hagenauer (verheiratete Proksch), 1959]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=iSWdfnLbP9UC&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;dq=Locatelli-Hagenauer,&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pV6wUf-KIsWxO_HrgPgK&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Locatelli-Hagenauer%2C&amp;amp;f=false  Alexander (Alessandro) Baron Locatelli de Hagenauer 1972 und 1977]&lt;br /&gt;
*[http://archiviostorico.corriere.it/1997/aprile/02/Notte_terrore_per_contessa_co_0_9704022842.shtml Gabriella, vedova del barone Locatelli de Hagenauer, 1997]&lt;br /&gt;
* [http://www.gastaldiglobal.com/dmc/ggt_news_dettaglio.asp?id=108 Marie baronessa Locatelli de Hagenauer, 2010]&lt;br /&gt;
* [http://ilpiccolo.gelocal.it/cronaca/2014/03/28/news/e-morta-la-baronessa-locatelli-de-hagenauer-1.8943035 Elena baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Hagenauer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=125 Genealogie des bayrischen Adels, Hagenau von und zu Hagenau, 992-1484]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnowe&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten von Hagenau (de Hagnowe), 1088 u. 1315]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenowe&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenowe), 1116-1382]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenaw&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenaw), 1125-1398]&lt;br /&gt;
* [http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 Karte mit Forst und Edelsitz Hagenau (Hagnawe, Hagenovve) bei Schrobenhausen, um  1300]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagenawer), 1317-1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawer), 1330-1474]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawaer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawaer), 1347-1366]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenauer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnower, Hagnawer, Hagenawer, Hagenauar, Hagenauer), 1314-1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/165-texte/1078-martin.html Hundert Salzburger Familien, 1938]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/76-froe/748-froe-h01.html Der Adel der Habsburgermonarchie im 19. und 20. Jahrhundert, 2008]&lt;br /&gt;
* [http://www.almanachdegotha.org/id206.html  Almanach de Saxe Gotha, 2013]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=vtZbE_AGz1Q Italien, &amp;quot;Vom schwarzen und vom weißen Adel&amp;quot;, Dokumentation 2014]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)|!|Hagenauer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei:Foto,_Gruft_Barone_Locatelli_de_Hagenauer,_G%C3%B6rz.JPG&amp;diff=337369</id>
		<title>Datei:Foto, Gruft Barone Locatelli de Hagenauer, Görz.JPG</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei:Foto,_Gruft_Barone_Locatelli_de_Hagenauer,_G%C3%B6rz.JPG&amp;diff=337369"/>
		<updated>2014-07-22T08:00:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: {{Bildbeschreibung2
|Beschreibung = Familiengruft der Barone Locatelli Hagenauer in Görz (Gorizia, Italien)
|Quelle = Privatarchiv
|Fotograf =
|Erstelldatum =
|Lizenzkommentar = gemeinfrei
}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bildbeschreibung2&lt;br /&gt;
|Beschreibung = Familiengruft der Barone Locatelli Hagenauer in Görz (Gorizia, Italien)&lt;br /&gt;
|Quelle = Privatarchiv&lt;br /&gt;
|Fotograf =&lt;br /&gt;
|Erstelldatum =&lt;br /&gt;
|Lizenzkommentar = gemeinfrei&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=335217</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=335217"/>
		<updated>2014-06-25T13:18:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Ritter des päpstlichen Piusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †1956 in Wien) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des päpstlichen Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang Maria Simon Hugo Johannes, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron wolfgang hagenauer partisanen-ausweis.jpg|miniatur|Wolfgang Baron von Hagenauer (* Wien 1925, † Krems 2012) - Widerstandskämpfer in Italien]]Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Dort erhielt er den Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; (der Kleine), abgeleitet von dem italienischen Wort piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er mit über 1,90 Körperlänge der Größte war. Er kämpfte an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin) der Divison Garibaldi, worunter sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Mit ihnen sollte ihn später eine lebenslange Freundschaft verbinden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=335172</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-24T17:57:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Ritter des päpstlichen Piusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †1956 in Wien) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des päpstlichen Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang Maria Simon Hugo Johannes, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron wolfgang hagenauer partisanen-ausweis.jpg|miniatur|Wolfgang Baron von Hagenauer (* Wien 1925, † Krems 2012) - Widerstandskämpfer in Italien]]Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Dort erhielt er den Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; (der Kleine), abgeleitet von dem italienischen Wort piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er mit über 1,90 Körperlänge der Größte war. Er kämpfte an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin) der Divison Garibaldi, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden, mit denen ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-24T17:37:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Ritter des päpstlichen Piusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †1956 in Wien) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des päpstlichen Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang Maria Simon Hugo Johannes, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron wolfgang hagenauer partisanen-ausweis.jpg|miniatur|Wolfgang Baron von Hagenauer (* Wien 1925, † Krems 2012) - Widerstandskämpfer in Italien]]Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Dort erhielt er den Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; (der Kleine), abgeleitet von dem italienischen Wort piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er mit über 1,90 Körperlänge der Größte war. Er kämpfte an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin) der Divison Garibaldi, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=335166</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-24T12:15:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Ritter des päpstlichen Piusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †1956 in Wien) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des päpstlichen Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang Maria Simon Hugo Johannes, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron wolfgang hagenauer partisanen-ausweis.jpg|miniatur|Wolfgang Baron von Hagenauer (* Wien 1925, † Krems 2012) - Widerstandskämpfer in Italien]]Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Dort erhielt er den Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; (der Kleine), abgeleitet von dem italienischen Wort piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er mit über 1,90 Körperlänge der Größte war. Er kämpfte an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe (innerhalb der Divison Garibaldi), unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-24T10:13:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Ritter des päpstlichen Piusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †1956 in Wien) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des päpstlichen Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron wolfgang hagenauer partisanen-ausweis.jpg|miniatur|Wolfgang Baron von Hagenauer (* Wien 1925, † Krems 2012) - Widerstandskämpfer in Italien]]Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Dort erhielt er den Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; (der Kleine), abgeleitet von dem italienischen Wort piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er mit über 1,90 Körperlänge der Größte war. Er kämpfte an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe (innerhalb der Divison Garibaldi), unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=335137</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-24T08:39:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Ritter des päpstlichen Piusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †1956 in Wien) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des päpstlichen Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron wolfgang hagenauer partisanen-ausweis.jpg|miniatur|Wolfgang Baron von Hagenauer (* Wien 1925, † Krems 2012) - Widerstandskämpfer in Italien]]Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Dort erhielt er den Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; (der Kleine), abgeleitet von dem italienischen Wort piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er mit über 1,90 m der Größte war. Er kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-24T08:15:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Ritter des päpstlichen Piusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †.... in München) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des päpstlichen Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron wolfgang hagenauer partisanen-ausweis.jpg|miniatur|Wolfgang Baron von Hagenauer (* Wien 1925, † Krems 2012) - Widerstandskämpfer in Italien]]Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Dort erhielt er den Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; (der Kleine), abgeleitet von dem italienischen Wort piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er mit über 1,90 m der Größte war. Er kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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|Beschreibung = Passierschein für den Widerstandskämpfer Wolfgang Baron von Hagenauer, ausgestellt vom Kommando der IV. Division &amp;quot;Pinan Cichero&amp;quot;, Brigata Val Lemme &amp;quot;Capurro&amp;quot; &lt;br /&gt;
|Quelle = Privatarchiv&lt;br /&gt;
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Ritter des päpstlichen Piusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †.... in München) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des päpstlichen Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Dort erhielt er den Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; (der Kleine), abgeleitet von dem italienischen Wort piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er mit über 1,90 m der Größte war. Er kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=335053</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-23T08:20:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Ritter des päpstlichen Piusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †.... in München) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des päpstlichen Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=335051</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-23T07:59:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Ritter des päpstlichen Piusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †.... in München) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des päpstlichen Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=335047</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-23T07:53:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †.... in München) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]]Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=335041</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-23T07:25:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †.... in München) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St. Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-23T07:25:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †.... in München) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Von St.Petersburg flohen sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=335039</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-23T07:10:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †.... in München) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie (jüngste Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth) von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Danach übersiedelten sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-23T07:08:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †.... in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873 in Wien, †.... in München) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten, der unter anderem auch Erzerzogin Marie Valerie von 1879 bis 1886 in Literaturgeschichte unterrichtete. Marias Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. Die Jüngste Theresa Walburga heiratete den vermögenden Weissrussen Wilhelm Bergmann, mit dem sie bis zur russischen Revolution und der Zwangsenteignung der Gutsbesitzer in St. Petersburg wohnte. Danach übersiedelten sie nach München, wo allerdings ihr Mann in Spielcasinos den Großteil des restlichen Vermögens verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer&amp;diff=334817</id>
		<title>Hagenauer</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Hagenau-Wappen Sm.png|thumb|Stammwappen der Herren von Hagenau, Helmzier der österreichischen Linien]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hagenauer&#039;&#039;&#039; sind ein altes ursprünglich bairisches Geschlecht, das im Jahr [[994]] mit dem Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie stammen aus der Gegend um Freising in [[Bayern]]; ihr Stammsitz bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising) war der Forst und Edelsitz Hagenau, von dem sich ihr Namen ableitet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - ihre Herkunft]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Hagenauer haben Historiker in den Freisinger Urkunden an Hand von Leitnamen und nach der Lage von Erbgütern bis ins Jahr 763 zurückverfolgt, was allerdings nicht gesichert ist. 763 wurden ein Abt Reginbert (Reginperht) mit dessen Bruder Irmenfried als Gründer des Klosters Scharnitz genannt. In den Freisinger Urkunden tauchten in nachfolgenden Generationen ein Erchenwert, Hartwich, nochmals ein Reginbert, Radolt, wiederum ein Reginbert, bis hin zu Rapoto und Fridericus auf, der 963 mit seinen Kindern erwähnt wurde. Der namensgebende Herkunftsort der Herren von Hagenau war der Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, nordwestlich von Freising. Der erste als &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; genannte aus dem Geschlecht war der Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau, der erstmals [[994]] urkundlich aufscheint. Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in den Freisinger Urkunden erwähnt. Als Stammvater der Hagenauer wird jedoch der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen. Ende des 11. Jahrhunderts siedelten sich Mitglieder des Geschlechts in [[Oberösterreich]] (Hartwicus von Hagenau 1088) und [[Niederösterreich]] (Reimprecht von Hagenau 1098) an und errichteten dort zwei weitere Sitze. Somit besaßen die in drei Linien (Stämme) verzweigten Hagenauer im [[12. Jahrhundert]] gleichzeitig drei Stammsitze, den ursprünglichen Edelsitz bei Schrobenhausen in Bayern, den Stammsitz bei [[Braunau am Inn]] in Oberösterreich, und den Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich. Die Burg Hagenau in Oberösterreich wurde zusammen mit mehreren Lehen [[1239]] eingezogen und (wahrscheinlich) bereits im selben Jahrhundert erlosch diese Braunauer Linie. Der Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich wurde im Jahr [[1347]] aufgegeben und im [[15. Jahrhundert]] erlosch auch der Böheimkirch´ner Stamm. Der Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen der bayrischen Linie wurde nach Verwüstungen verlassen und [[1364]] geschliffen, der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen (nordwestlich von Freising). Allershausen verblieb bis [[1484]] im Familienbesitz und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen verkauft. Das letzte Gut bei Allershausen in Bayern wurde um 1530 von Stephans Verwandten Georg Hagenauer aufgegeben. Um 1550 ließ sich dessen Sohn Sebastian Hagenauer de Allershausen im [[Erzbistum Salzburg]] bei [[Piding]] nieder. Sein Sohn Georg, Begründer der noch heute blühenden Salzburger Linie (als Wiener und Triester Zweig), wurde [[1568]] in einer Salzburger Urkunde mit seinem Gut am [[Högl]] genannt. Später waren sie in [[Ainring]] und der Stadt Salzburg beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer tauchten im 10. Jahrhundert in Bayern bei Freising auf und teilten sich im 11. Jahrhundert in die Freisinger, die Braunauer und die Böheimkirch´ner Linie. Die Braunauer Linie erlosch im 13. Jahrhundert, die Böheimkirch´ner Linie im 15. Jahrhundert. Die älteste Linie (Freisinger) setzte sich im 16. Jahrhundert im Erzbistum Salzburg als Salzburger (Ainringer) Ast fort. Aus diesem Salzburger Ast gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende Hagenauer starb Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm  ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch&#039;ner Stamm]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde Bischof Reginbert von Hagenau.jpg|miniatur|Urkunde des Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, 1147]] Im Jahr [[994]] wird in einer Urkunde &amp;quot;&#039;&#039;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&#039;&#039;&amp;quot; (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) und somit erstmals das Geschlecht der Hagenauer genannt. Mit diesem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau (992 - 1005) begann der einstweilige Aufstieg des Geschlechts. Im Zuge der Missionierung, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten im 11. Jahrhundert einige edelfreie Herren von Hagenau in Richtung südöstlicher Grenze. Dort bekleideten sie Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes Freising, des Hochstiftes Regensburg und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Die Hagenauer von Hagenau hatten sich Ende des 11. Jahrhunderts in drei Linien verzweigt und besaßen neben ihren drei Stammsitzen (bei Freising in Bayern, bei Braunau am Inn in Oberösterreich und bei Böheimkirchen in Niederösterreich) eine große Anzahl von Lehen. Im 13. Jahrhundert begann, bedingt durch die Veränderung der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und durch den Aufstieg der Wittelsbacher, der Abstieg der Hagenauer. Unter den Urkunden des [[14. Jahrhundert|14.]] und 15. Jahrhunderts befanden sich viele Verkaufsurkunden sowie Urkunden über die Einziehung ihrer Güter. Etliche aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau begaben sich in den Schutz aufstrebender Städte des Mittelalters, wie St. Pölten, Wien, Klosterneuburg oder München, wo sie als Patrizier und Bürger genannt wurden. Schließlich erlosch die oberösterreichische sowie die niederösterreichische Linie der Hagenauer (im 13. und im 15. Jahrhundert), wobei die Freisinger Linie keine Besitzungen oder Lehen übernehmen konnte. Letztendlich war die Freisinger Linie verarmt und im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges zogen zehntausende Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend. So wanderte einer der letzten Hagenauer der bayrischen Linie in das Erzbistum Salzburg aus, wo er eine neue Linie begründete. Nach Salzburg bestanden ja bereits vor 1500 urkundlich belegte Kontakte zu alteingesessenen Patrizier-Familien, die hohe Stellungen (wie [[Erzbischof|Erzbischöfe]] oder [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]]) in Salzburg inne hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Salzburger Linie ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - die Salzburger Linie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Freising kommend, ließ sich Mitte des [[16. Jahrhundert]]s Sebastian Hagenauer de Allershausen (aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau) im Erzbistum Salzburg am Seyfriedengut unterhalb der Burg Staufeneck (Mauthausen bei Piding) nieder. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.|Georg]] wurde 1568 mit seinem Gut am [[Högl]] (damals Salzburg) sowie einer Mühle genannt. Er gilt als der Begründer der Salzburger Linie (Ast) der Hagenauer. Dessen drei Söhne Wolfgang, Rupert und Georg waren in unmittelbarer Nähe ebenfalls begütert und hatten in alte Geschlechter des [[Rupertiwinkel]]s geheiratet. Ab Ende des 16. Jahrhunderts findet man sie in den Salzburger Urkunden als Urbar-Verwalter von Gütern des Domkapitels, des Erzstifts St. Peter sowie als Gutsverwalter von [[Schloss Staufeneck]]. Im [[17. Jahrhundert]] gelang ihnen durch den Handel mit Gewürzen, Stoffen und Metallen erneut ein Aufstieg. Die Hagenauer von Hagenau erhielten 1671 eine Wappenbesserung und die Bestätigung ihres Adels durch den kaiserlichen Palatin. Durch enge Beziehungen zu den jeweiligen Erzbischöfen und zum Erzstift St. Peter, durch Ämter am Salzburger Fürstenhof, sowie durch Reichtum und Nepotismus, erlangten sie Ansehen und Einfluss in Salzburg. Bekannt wurden die Hagenauer als Förderer und Freunde der [[Mozart]]s und [[Johann Michael Haydn|Haydn]]s, als Künstler von Erz- und Fürstbischöfen, sowie als einflußreiche Geistliche ([[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]). Zwischen 1800 und 1816 hatten jedoch die napoleonischen Kriege das Erzbistum Salzburg und somit auch die Hagenauer hart getroffen. Einige Familienmitglieder wanderten vorerst in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz aus, deren Nachkommen dann nach Wien, die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Andere Hagenauer lebten bereits seit 1775 in der damaligen österreichischen Hafenstadt Triest. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende aus diesem Geschlecht war Josef Leopold Hagenauer. Josef Leopold war unter anderem Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Er starb im Jahr 1850 auf seinem Sitz [[Schloss Mönchstein]], das 1887 von seine Erben verkauft wurde. Die heute im Bundesland Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit diesem Geschlecht derer von Hagenau verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Wiener Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Wiener Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer (Baronne Amélie de Hagenauer), Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Die napoleonischen Kriege hatten Salzburg und die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. 1810 war Salzburg als [[Salzachkreis]] nun bayerische Provinz geworden und von 1814 bis 1854 kam das Land Salzburg als fünfter Kreis zu &amp;quot;Österreich ob der Enns&amp;quot; (Oberösterreich) mit dem Verwaltungssitz in Linz. Obwohl die Hagenauer in Salzburg noch auf Schloss Mönchstein, am [[Gurkerhof]] und auf der [[Burg Radeck]] saßen, übersiedelte die nachfolgende Generation bereits in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz. In Linz bekleideten sie als k.k. Landesbeamte die Ämter des Registratur-Direktors sowie des Landes-Baudirektors. Das gesellschaftliches Umfeld der Hagenauer bestand nun hauptsächlich aus anderen adelige Beamtenfamilien, hohen Vertretern des Klerus, sowie vielen heute noch bekannten Künstlern wie Franz Schubert, Adalbert Stifter, Moritz von Schwind etc.. Um 1870 übersiedelte Franz de Paula von Hagenauer von Linz nach Wien, sein Neffe Arnold folgte ihm später dorthin. Die anderen Linzer Hagenauer starben, ohne jedoch männliche Nachkommen zu hinterlassen. In Wien wurde Arnold von Hagenauer während des Studiums der Veterinärmedizin zunehmend als Schriftsteller tätig. Schließlich gab er sich der Schriftstellerei vollends hin, blieb unverheiratet und starb bei einem Unfall. Sein bereits früher nach Wien gezogener Onkel Franz de Paula war in Wien Direktor einer Triester Assekuranz, in der er ausschließlich kirchliche Gebäude in der Monarchie versichert hatte. Er betätigte sich, wie viele seiner Vorfahren und Nachkommen auch, sehr aktiv in der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. verlieh dem &amp;quot;&#039;&#039;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&#039;&#039;&amp;quot; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, als auch &amp;quot;&#039;&#039;für die Verdienste seiner Vorfahren&#039;&#039;&amp;quot;, die erbliche römische Baronie. Sein Sohn Simon (II.) Baron von Hagenauer heiratete in die in Wien lebende französisch-italienische Bankiersfamilie Thomas, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis eine große Anzahl von Künstlern zählten (Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach oder Ernst Lafite), vornehmlich jedoch Musiker. Mit den Lateranverträgen von 1929 wurde die päpstliche Baronie der Hagenauer im Königreich Italien rückwirkend anerkannt und per späteren Dekret als italienischer Adel auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts ausgedehnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938 wurde Hofrat Simon (III.) Baron von Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, massiv unter Druck gesetzt. Infolge seiner streng katholischen Gesinnung wurde er genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Die 1940 verwitwete Berta Baronin von Hagenauer war in Wien auf Grund ihrer ebenso religiösen Überzeugung in einer Widerstandsgruppe gegen das [[NS]]-Regime tätig. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn Wolfgang, der 1940 auf ein Schweizer Internat (St. Gallen) geschickt worden war um ihn der NS-Propaganda zu entziehen, leistete später in den Bergen Liguriens (Küstenregion in Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das totalitäre Regime des Faschismus. Seine Söhne sandte er in den 1970er Jahren auf ein Salzburger Internat, deren zahlreiche Nachkommen heute in Wien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Triester Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Triester Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1775]] hatte Ignaz Joachim von Hagenauer, der Begründer des Triester Zweiges, in der (damals noch österreichischen) Hafenstadt Triest sehr erfolgreich ein Handelshaus gegründet. Nach etlichen Schwierigkeiten während der napoleonischen Zeit gelang es ihm aber wieder das Handelshaus zum ersten Haus von Triest zu machen. 1814 wurde die Versicherungsgesellschaft &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; von Ignaz Joachim von Hagenauer mitbegründet, deren Direktor er wurde. Nach 1819 erwarben die Hagenauer die Villa Murat (Schloss der Caroline Bonaparte, Königin von Neapel) in Triest. Als Ignaz 1824 starb, übernahmen seine zwei Söhnen Johann Lorenz und Josef Paul das Handelshaus. Der ältere, Johann Lorenz (III.), wurde später Direktor der Lloyd Austriaco Versicherungsanstalt, sowie Vize-Präsident des constituirenden ersten österreichischen Reichstags in Triest (Partei Graf Stadion). Sein Bruder Josef Paul war ausschließlich als Handelsherr tätig, starb jedoch früh. Dessen Sohn Ignaz führte als Student und später beim Militär ein bewegtes Leben (Affären, Duelle, Spielschulden etc.). Nachdem Ignaz die k.k. Armee verlassen mußte, gründete er auf seinem Gut eine Reitschule für die gehobene Triester Gesellschaft, auf dem er jedoch bald verstarb. Sein Sohn Pyrrhus von Hagenauer wuchs auf diesem Reitgut auf und wurde einer der besten Reiter in der k.u.k. Armee. Durch seine Heirat und Arrogation in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren Locatelli von Eulenburg und Schönfeld (aus Friaul) wurde Pyrrhus sehr vermögend. 1923 erhielt &#039;&#039;&amp;quot;nobile Pyrrhus de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; durch die königliche Consulta Araldica per Dekret die Bestätigung seines Freiherrenstandes im Königreich Italien mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot;di barone del S.R.I. di Eulenburg ed Schönfeld&amp;quot;&#039;&#039;. Sein älterer Sohn Carl Georg Baron von Locatelli-Hagenauer starb während dessen Pilotenausbildung bei der königlichen italienischen Luftwaffe bereits 1942. Jedoch setzte sein jüngerer Sohn Alexander (1924 - 1987) durch die Adoption seines Stiefsohnes George Albert die Triester Linie fort. Dessen Nachkommen leben heute in Lucca und Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beständig katholische Adelsgeschlecht der Hagenauer stand stets in enger Beziehung mit der römisch-katholischen Kirche; vorerst über das Hochstift Freising, das Hochstift Regensburg und das Hochstift Passau, später über das Erzbistum Salzburg und da im Besonderen mit der Erzabtei St. Peter. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare), und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern am Salzburger Fürstenhof, am fürstbischöflichen Hof Gurk und am Hof des Fürstbistums Passau tätig. Als Künstler wurden Hagenauer hauptsächlich von katholischen Erzbischöfen, Fürstbischöfen, Domherren und Äbten beauftragt, daneben aber auch von katholischen Monarchen aus dem österreichischen Kaiserhaus und dem bairischen Kurfürstentum, sowie von Mitgliedern der katholischen Hocharistokratie. Ab circa 1865 oblag Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl von Gebäuden der katholischen Kirche in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese beständige wechselseitige Beziehung, zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer, manifestierte sich in kirchlichen Stiftungen, in der Verwaltung kirchlicher Güter, sowie in der Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen durch die Hagenauer. Andererseits wiederum erlangte das Geschlecht der Hagenauer durch und von der Kirche Besitz und Privilegien (Lehnsrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter), sowie die Aufnahme in päpstliche Ritterorden und die Verleihung der päpstlichen Baronie. Unter den Mitgliedern dieses Geschlechts findet man neben außergewöhnlichen Kirchenmännern aber auch Kreuzritter, vermögende Handelsherren, Mäzene, Künstler, Freimaurer und Mitglieder in anderen Geheimgesellschaften, sowie Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Fürstengang Bischöfe 16 - Gottschalk von Hagenau.jpg|Gottschalk von Hagenau, XVI. Bischof von Freising 994 - 1005&lt;br /&gt;
Datei:Seifried von Hagenau.jpg|Seyfried von Hagenau bzw. Hagenauer, XXVII. Abt von Melk 1378 - 1382&lt;br /&gt;
Datei:Johann Lorenz v. Hagenauer.jpg |Johann Lorenz von Hagenauer (1712 -1792), Mäzen und Freund Mozarts&lt;br /&gt;
Datei:Dominikus-hagenauer-della-croce.jpg |Dominikus von Hagenauer (1746 - 1811), LXXVII. Abt von St. Peter 1786 - 1811&lt;br /&gt;
Datei:Ignaz Joachim von Hagenauer.jpg|Ignaz Joachim von Hagenauer (1749 - 1824), Freimaurer, Handelsherr und Gründer der &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; in Triest&lt;br /&gt;
Datei: Johann Lorenz III. von Hagenauer.jpg|Johann Lorenz III. von Hagenauer (1800 - 1877), Präsident der Lloyd Austriaco, VPräsident des ersten österreichischen Reichstags &lt;br /&gt;
Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|Franz d. P. III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Großkreuz-Ritter des Piusordens, Direktor der Assicurazioni Generali&lt;br /&gt;
Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|Simon II. Baron von Hagenauer (1852 - 1920), Großkreuz-Ritter des Gregoriusordens, Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà &lt;br /&gt;
Datei:Arnold von Hagenauer.gif|Arnold von Hagenauer (1871 - 1918), Literaturkritiker und Schriftsteller in Wien &lt;br /&gt;
Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|Simon III. Baron von Hagenauer (1881-1940), Bezirkshauptmann, wirkl. Hofrat, Opfer der NS-Diktatur &lt;br /&gt;
Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|Berta Baronin von Hagenauer (1903-1972), Widerstandskämpferin in der NS-Zeit &lt;br /&gt;
Datei:Baron pyrrhus locatelli hagenauer (sterbebild).jpg|Pyrrhus Baron Locatelli - Hagenauer (1890 - 1961), k.k. Rittmeister, Bankier&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft, seinen Wandel und seine Bedeutung]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 994 wurde das Geschlecht der Hagenauer als &#039;&#039;&amp;quot;stirps nobilis de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (edles Geschlecht von Hagenau) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der Herkunft aus dem Gebiet Hagenau nördlich von Freising (Bayern) mit dem sich darauf befindlichen Edelsitz Hagenau ab. Der Flurname &amp;quot;Hagenau&amp;quot; setzt sich aus den beiden Begriffen Hagen und Au zusammen, die ihre Wurzeln in der germanischen Sprache (haga und awjo) haben. Der Name veränderte sich im Althochdeutschen (hagan und awa) und im Mittelhochdeutschen (Hagen und Ouwe), um schließlich im Frühneuhochdeutschen zum heutigen &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; zu werden. Der Name &amp;quot;von Hagenau&amp;quot;, der sich ab dem 14. Jahrhundert zunehmend und ab dem 15. Jahrhundert gänzlich zu &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; gewandelt hatte, bedeutet soviel wie &amp;quot;von der umzäunten Au&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand und Wappen ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Stand und Wappen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|Siegel des Karel von Hagenau (auch Hagenauer), 1387]] Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr [[994]] bereits als adeliges Geschlecht genannt. Im 13. Jahrhundert begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und 15. Jahrhundert führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Bereits um 1500 waren die Herren von Hagenau verarmt und ihr Adel infolge von Mesalliance verdunkelt. Ab dem 16. Jahrhundert gelang ihnen in Salzburg erneut der Aufstieg und im 17. Jahrhundert erhielten die Herren Hagenauer die Bestätigung ihres alten Adelswappens mit Wappenmehrung durch den kaiserlichen Palatin. Im 18. Jahrhundert wurde Mitgliedern des Geschlechts vom Salzburger Erzbischof als auch vom Passauer Fürstbischof das Adelsprädikat bestätigt. Der Wiener Linie wurde im 19. Jahrhundert das päpstliche Baronat (schwarzer Adel) verliehen. Per späteren Dekret wurde der erbliche italienische Freiherrenstand mit Ausdehnung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts für das Königreich Italien (weißer Adel) rückwirkenden anerkannt. Auch die Triester Linie Locatelli-Hagenauer erhielt nach Adelsarrogation die spätere Anerkennung ihres Freiherrenstandes im Königreich Italien (weißer Adel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hagenauer Stammwappen, das in vielen Urkunden, an Grabstätten und Gebäuden zu finden ist, zeigt einen Dreiberg mit Hagenbaum (-strauch). Aus dem Jahr [[1137]] stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich). Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg eine Wappenmehrung mit zwei schwarzen auffliegenden Adlern auf goldenem Grund, die Helmdecke nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold) tingiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbbegräbnisse ==&lt;br /&gt;
* Freisinger Stamm:  Kloster Weihenstephan bei Freising &lt;br /&gt;
** Salzburger Linie: [[Erzstift St. Peter]] in Salzburg ([[Petersfriedhof|Gruft]] Nr. XV, XVI sowie LII) bis [[1930]]&lt;br /&gt;
* Böheimkirchner Stamm: ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen&lt;br /&gt;
* Braunauer Stamm: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Genealogie der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stammvater wird der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen, von dem sich in direkter Stammlinie alle Nachkommen der Hagenauer ableiten. Ende des 11. Jahrhunderts hatten sich die von Hagenau in drei Linien verzweigt, wobei die zwei jüngeren Linien bereits im 13. und 15. Jahrhundert erloschen und nur die älteste Linie (der Freisinger Stamm) sich im Mannesstamm fortsetzte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der letzte bayrische Stammsitz in Allershausen aufgegeben, wonach ein Nachkomme Bayern verließ und diese Linie in Salzburg (als Salzburger Linie) fortpflanzte. Diese Salzburger Linie verzweigte sich kurz nach 1600 erneut in drei Linien (Wolfgang, Johannes und Georg), wobei die beiden jüngeren Linien ebenfalls im Mannesstamm erloschen. Aus der ältesten (Wolfgang´schen) Linie gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor, die beide heute noch blühen. Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses Hagenauer wurde vorerst ein Überblick der einzelnen Stämme, Linien, Äste und Zweige (mit den Begründern sowie den gegebenen Falls Letzten) wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit &amp;quot;Georg I.&amp;quot;) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen - Hypothesen und Fakten ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 16. Jahrhunderts erschienen in verschiedenen Publikationen diverse Theorien über die Herkunft, die Genealogie und die Geschichte der Hagenauer. Infolge des ursprünglich spärlichen Quellenmaterials waren die ersten Arbeiten über die Herren von Hagenau sehr fragmentarisch und enthielten Fehler. In späteren Publikationen setzten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Wiederholung von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Fehler und Vermutungen fort. Jedoch hatten Historiker ab dem 19. Jahrhundert durch umfangreiche und gezielte Quellenforschung, sowie durch die Erschließung von neuem Quellenmaterial (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Registern, Briefen, Analen, Biographien, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruiert und frühere Irrtümer berichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Geschlecht der Herren von Hagenau tauchten ab dem 13. Jahrhundert auch andere namensgleiche Geschlechter auf, die sich ebenfalls von Hagenau bzw. später auch Hagenauer genannt hatten. Die meisten dieser Geschlechter kamen, soweit es sich nachvollziehen lässt, aus unterschiedlichen Orten und Städten Hagenau, von denen sie ihren Namen abgeleitet hatten. Sie traten in Urkunden manchmal in (zum Geschlecht der Herren von Hagenau) divergierender Schreibweise auf, führten aber vor allem andere Wappen. Diese Geschlechter und Familien waren in der [[Schweiz]], in [[Bayern]], im [[Elsass]] und in Hessen ansässig. Ebenso wurden Mitglieder von Hagenauer Geschlechtern in [[Tirol]], in [[Oberösterreich]] und in [[Niederösterreich]] urkundlich erwähnt, wobei die meisten jener Geschlechter heute ausgestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sitze und Besitzungen ==&lt;br /&gt;
* Edelsitz und Lehen Hagenau bei Schrobenhausen, um [[1006]] bis [[1348]], geschliffen&lt;br /&gt;
* Gut bei Natz, Brixen ([[Südtirol]]), um [[1078]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen bei Neuburg am Inn, um [[1080]] &lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei [[Braunau am Inn]], erstmals erwähnt [[1088]] bis [[1262]], [[1571]] durch Brand und Hochwasser zerstört&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen, Niederösterreich, [[1098]] bis [[1347]], ([[1529]] im Türkenkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* Burg Zelking, wahrscheinlich von den Herren von Hagenau vor [[1100]] erbaut, bei Melk (Niederösterreich), Ruine &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei [[Anthering]], um [[1110]] bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Steyregg, ([[Oberösterreich|OÖ]]) bis ca. [[1150]] &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei [[Ainring]], Hagenauer Mühle,  bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)&lt;br /&gt;
* Gut in Sandelzhausen, Mainburg &lt;br /&gt;
* Gut bei Salmading, Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Schroßlach bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Pellhausen bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Piegendorf, Loiching (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Puchheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Elsenbach Dorfen&lt;br /&gt;
* Gut bei Seeon, im Chiemgau (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen und Hof zu Schauching (NÖ), bis [[1366]]&lt;br /&gt;
* Freieigener Hof zu Tresdorf (NÖ), ab [[1366]]&lt;br /&gt;
* Gut und Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen (NÖ), bis [[1347]]&lt;br /&gt;
* Mühle bei Moos an  der Fischau (bei Wr. Neustadt, NÖ) um [[1431]]&lt;br /&gt;
* Güter und Lehen zu Perchtoldsdorf (NÖ), mit Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent bis [[1439]]&lt;br /&gt;
* Gut Eggenberg bei Allershausen (Bayern), bis [[1484]]&lt;br /&gt;
* Gut in Westerndorf (bei Allershausen), bis [[1530]] oder 1545&lt;br /&gt;
* Seyfried(en)hof in Mauthausen bei [[Piding]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1550]]&lt;br /&gt;
* Hög(g)lgut bei [[Ainring]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1568]]&lt;br /&gt;
* Mautmühl, Mühl in Hagenau (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1614]]&lt;br /&gt;
* Ainringer Hof, in Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1635]]&lt;br /&gt;
* Messerschmiedhaus zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1640]]&lt;br /&gt;
* Aman(n)gut, (Vogtgut) zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1672]]&lt;br /&gt;
* Haus in Salzburg, [[Getreidegasse]] Nr. 7, um [[1676]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Haus&amp;quot; in Salzburg, [[Mozarts Geburtshaus]] Getreidegasse Nr. 9, [[1712]] bis [[1831]]&lt;br /&gt;
* Hu(e)berhof zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1720]]&lt;br /&gt;
* Geppingergut in Gepping bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1720]] &lt;br /&gt;
* Habnerguet (Weirerguet) zu Berg, ab [[1721]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Landhaus&amp;quot; im [[Nonntal]] Nr. 10 (heute [[Nonntaler Hauptstraße]] Nr. 24), ab [[1745]] &lt;br /&gt;
* [[Gurkerhof]] in Salzburg, [[1748]] - [[1835]] &lt;br /&gt;
* Seuerlhof in Adelstetten, um [[1760]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;[[Hasenhaus]]&amp;quot;, Haus am [[Kranzlmarkt]] Nr. 4 in Salzburg, [[1789]]&lt;br /&gt;
* Hallergut in [[Viehhausen]]&lt;br /&gt;
* Villa (des Königs) Murat in Triest, ([[Friaul-Julisch Venetien]], damals k.u.k Österreich, heute [[Italien]]), seit [[1819 ]] &lt;br /&gt;
* Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12), um [[1824]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Radeck]] auch Schloss Radeck genannt, mit den Gütern Seichterberg und Strobl, [[1825]] - [[1837]] &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Schlösschen&amp;quot;, [[Schloss Mönchstein]] in Salzburg, [[1833]] - [[1887]] &lt;br /&gt;
* Gut und Schloss (Villa) Angoris bei Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, seit 1918 Italien), bis [[1936]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), bis [[1922]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
* Villa Bendinelli in Lucca, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wiguleus Hund à Sulzemos: &#039;&#039;[[Metropolis Salisburgensis]]&#039;&#039;, Ingolstadt 1582&lt;br /&gt;
* [[Wiguleus Hunt|Wiguleus Hund]] à Sulzemos: &#039;&#039;Bayrisch Stammen-Buch: Der erst(ander) Theil&#039;&#039;, S.219f, Ingolstadt 1585  &lt;br /&gt;
* Gabriel Bucelin(us): &#039;&#039;Germania topo-chrono-stemmatographica sacra et profana&#039;&#039;, Band IV, Ulm 1678&lt;br /&gt;
* Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): &#039;&#039;Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13&#039;&#039;: Hagenau von und zu Hagenau, handschriftliche Aufzeichnungen in der Bayerischen Staats-Bibliothek&lt;br /&gt;
* Philibert Hueber: &#039;&#039;Austria Ex Archivis Mellicensibus Illustrata&#039;&#039;, Leipzig 1722&lt;br /&gt;
* P. Carl Meichelbeck: &#039;&#039;Historia Frisingensis: Prima Quinque Ab Adventu S.Corbiniani I.Episcopi Saecula ...&#039;&#039;, Bd. I, Augsburg 1724 [http://books.google.at/books?id=L2JEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;lpg=PA87&amp;amp;dq=meichelbeck+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=tlrCrqTna0&amp;amp;sig=dBsIpVXxt4Q0SaXC8jfSzfpffTk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q48LUsC6CYnx4QT01IHgDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=meichelbeck%20hagenauer&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Raimund Duellius: &#039;&#039;Excerpterum Genealogico - Historicorum, Libri Duo&#039;&#039;, Leipzig 1725&lt;br /&gt;
* Johann Georg Schnürer: &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen und Hof/Kalender, 1735&#039;&#039;, Salzburg 1735&lt;br /&gt;
* Hans-Jacob Leu: &#039;&#039;Allgemeines Eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon, 9. Theil von Go-He&#039;&#039;, bey Hans Ulrich Denzler, Zürich 1754&lt;br /&gt;
* Placidus Berhandtsky: &#039;&#039;Auszug der Neuesten Chronick des alten Benediktiner Klosters zu St. Peter in Salzburg, Zweyter Theil&#039;&#039;, Joh. Jos. Mayers sel. Erbinn Buchhandlung, Salzburg 1782&lt;br /&gt;
* J. Gerold: &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1784 &lt;br /&gt;
* Ludwig Albrecht Gebhardi: &#039;&#039;Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland&#039;&#039; Bd. III, Halle 1785&lt;br /&gt;
* Passauer Kirchenbuch, handschriftliche Eintragung am 21. September 1786 (Hochzeit des Johann Georg v. Hagenauer mit Karolina Leopoldina Antonia Freyin v. La Marre), Passau &lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist von Hagenauer|Johann Bapt. v. Hagenauer]]: &#039;&#039;Unterricht von der Proporzion des Menschen&#039;&#039;, k.k. Hofbuchdrucker Joseph Edler von Kuzbeck, Wien 1791 [http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=johann+bapt.+v.+hagenauer+1791&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=dmLZUuLzD46TswaXwYCYBQ&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=johann%20bapt.%20v.%20hagenauer%201791&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* F.K. Wißgrill: &#039;&#039;Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand&#039;&#039;, Bd IV, 1794&lt;br /&gt;
* [[Johann Bernhard Zezi]]:  &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender / 1794&#039;&#039;, Salzburg 1794&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1802&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1803&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staats-Schematismus des Österreichischen Kaiserthumes, 1807&#039;&#039;, Wien 1807&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Baiern, 1812&#039;&#039;, München 1812&lt;br /&gt;
* Franz Xaver Weilmeyr: &#039;&#039;Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises&#039;&#039;, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schematismus der Diözesan-Geistlichkeit des Erzbisthums Salzburg, auf das Jahr 1814&#039;&#039;, Salzburg 1814&lt;br /&gt;
* Samuel Baur: &#039;&#039;Neues Historisch- Biographisch- Literarisches- Handwörterbuch&#039;&#039;, VI. Bd., Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1816&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Pillwein]]: &#039;&#039;Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler&#039;&#039;, Salzburg 1821&lt;br /&gt;
* Franz Anton Sinnacher: &#039;&#039;Beyträge z. Geschichte d.bischöfl. Kirche Säben u. Brixen in Tyrol&#039;&#039;, Band 6, Brixen 1828&lt;br /&gt;
* Benedikt Pillwein (Hrsg.): &#039;&#039;Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg&#039;&#039; Bd. IV, Der Innkreis, Linz 1832&lt;br /&gt;
* [[Joseph Philipp Fellner]]: &#039;&#039;Familiengeschichte Fel(l)ner&#039;&#039;,  handschriftliche Aufzeichnungen, Wien 1833 (Privat-Archiv, Salzburg) &lt;br /&gt;
* Franz Xaver Scheidhardt: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836&lt;br /&gt;
* Friedrich Freiherr v. Schweickhard: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. IX, Wallishausser´s  Buchdruckerei, Wien 1837&lt;br /&gt;
* Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, Leipzig 1838&lt;br /&gt;
* Joseph Schöller: &#039;&#039;Die Bischöfe von Passau und ihre Zeitereignisse&#039;&#039;, Druck und Verlag Pustet´sche Buchhandlung, Passau 1844&lt;br /&gt;
* Andreas Chabert: &#039;&#039;Chronik Chabert&#039;&#039;, Familienchronik mit einem Kapitel über die Hagenauer, handschriftliche Aufzeichnungen, Linz 1847 (Privat-Archiv, Salzburg und Wien)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]]: &#039;&#039;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich&#039;&#039;, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 1, 1848 &lt;br /&gt;
* Martin v. Deutinger, Dompropst zu München (Hrsg.):&#039;&#039;Beyträge zur Geschichte, Topographie und Statistik des Erzbistums München und Freising&#039;&#039;, Bd. VI, München 1854&lt;br /&gt;
* Heinrich Gentner: &#039;&#039;Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing&#039;&#039;, München 1854&lt;br /&gt;
* Gustav Haider: &#039;&#039;Jahrbuch der Kaiserl. Königl. Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale&#039;&#039;, Bd. II, S.122 ff; Wien 1857&lt;br /&gt;
* Historischer Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Die Veste, das fürstliche Pflegschloß zu Traunstein&#039;&#039;, Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 19, S. 223 ff;  Kgl. Hofbuch-Druckerei G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1858-1860&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Rietstap, &#039;&#039;Armorial général &#039;&#039;, Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien, S. 870, Couda 1861&lt;br /&gt;
* Constantin von Wurzbach: &#039;&#039;Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich&#039;&#039;, 7. Bd., kaiserlich-königliche Hofdruckerei, Wien 1861&lt;br /&gt;
* Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): &#039;&#039;Deutsches Adels-Lexicon&#039;&#039;, 4. Bd., Verlag Fr. Voigt, Leipzig 1863&lt;br /&gt;
* Joseph Grassinger: &#039;&#039;Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising&#039;&#039;, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866&lt;br /&gt;
* Historische Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 27&#039;&#039;, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866-1867&lt;br /&gt;
* L. De Magny:  &#039;&#039;Armorial - et Comtes Romains - et Titres Pontificaux&#039;&#039;, Aux Archives de la Noblesse, Paris 1890&lt;br /&gt;
* Johann Ev. Lamprecht: &#039;&#039;Geistliche Ehrenhalle, das ist aus Oberösterreich entstammende Geistliche höheren Ranges&#039;&#039;, 2. Aufl. Linz 1895&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916&#039;&#039;, abgeschlossen mit Personalverordnungsblatt Nr. 44/16, teilweise bis Personalverordnungsblatt Nr. 66/16 berichtigt, K.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1916&lt;br /&gt;
* Michael Schaller: &#039;&#039;Schematismus für das K. u. K. Heer und für die  Kriegsmarine für 1918&#039;&#039;, k. k. Hof- und Staatsdruckerey, Wien 1918&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Jagd&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Reisen&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Land und Leute&#039;&#039;, Wien 1920, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* E. Tietze - Conrat: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920 &lt;br /&gt;
* Consulta araldica - Italia: &#039;&#039;Pel riconoscimento del titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg a Carlotta Maria Giorgina Matilde Locatelli ed al marito cavaliere Pirro de Hagenauer&#039;&#039;, Verlag Pallotta, fratelli (tip.), Rom 1923&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Beiträge zu Salzburger Familiengeschichte&#039;&#039;, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,  S. 148ff, Salzburg 1938&lt;br /&gt;
* [[Franz Martin]]: &#039;&#039;[[Hundert Salzburger Familien]]&#039;&#039;, Sonderdruck des Verlags der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1946&lt;br /&gt;
* Friedrich Funder: &#039;&#039;Vom Gestern ins Heute&#039;&#039;, Heroldverlag Wien, 1952&lt;br /&gt;
* I. Wegleiter: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;; Diss. Uni Wien, 1952 &lt;br /&gt;
* Stephen Tayler: &#039;&#039;who`s who in Austria 1957/58&#039;&#039;, The Central European Times Pub. Co. Ltd., 1959&lt;br /&gt;
* Franz Pfeffer, &#039;&#039;Die Trefflinger Pforte - Die Altherrschaften&#039;&#039;, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1962&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Geschichte des Hauses Hagenauer&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien, 1965  &lt;br /&gt;
* Fried Pankraz, &#039;&#039;Die Hochfreien von Hagenau bei Freising&#039;&#039;, Amperland Bd. 2, 1966&lt;br /&gt;
* Franz Tyroller, &#039;&#039;Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter&#039;&#039;, in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hg. von Wilhelm Wegener, Göttingen 1962-1969&lt;br /&gt;
* Kurt Holter, Geschichte von Schlierbach bis 1355, in: Jahrbuch des OÖ. Musealvereins. Bd. 116/1, S. 213 ff, 1971 &lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, &#039;&#039;Das Neutor&#039;&#039;, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977 &lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Schloß Staufeneck&#039;&#039;, Verlag Staufeneck, 1978&lt;br /&gt;
* Franz Brunhölzl, Max Spindler: &#039;&#039;Handbuch d. bayrischen Geschichte&#039;&#039;, C.H.Beck Verlag, München 1980&lt;br /&gt;
* Georg Hunklinger: &#039;&#039;Das Salzfass&#039;&#039;, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982&lt;br /&gt;
* Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung, Peter Krön (Hrsg.): &#039;&#039;St. Peter in Salzburg, 3. Landesausstellung&#039;&#039;, Druckhaus Nonntal / Salzburg 1982&lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985&#039;&#039;, Eigenverlag, Piding 1985 &lt;br /&gt;
* Gemeinde Ainring (Hrsg.): &#039;&#039;Ainring&#039;&#039;, Heimatbuch, Tittmoning 1990.&lt;br /&gt;
* Josef Hemmerle: &#039;&#039;Das Bistum Augsburg; Die Benediktinerabtei Benediktbeuern&#039;&#039;, Berlin, New York: de Gruyter, 1991&lt;br /&gt;
* Wilma Buchinger: &#039;&#039;Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg&#039;&#039;, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996&lt;br /&gt;
* P. Petrus Eder / Johann Kronbichler (Hrsg.): &#039;&#039;Hl. Rupert von Salzburg 696 - 1996&#039;&#039;, Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter,  Salzburg / Dommuseum / 1996&lt;br /&gt;
* G. Geromet, R. Alberti: Nobiltà della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, in Friuli e in Slovenia&#039;&#039;, Vol.1 u. 2., Verlag: Editioni della Laguna, 1999&lt;br /&gt;
* Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: &#039;&#039;Salzburger Kulturlexikon&#039;&#039;, Residenz Verlag, Salzburg 2001 &lt;br /&gt;
* Wolfgang Hagenauer: &#039;&#039;Erinnerungen&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien 2001 &lt;br /&gt;
* Martin Hofbauer: &#039;&#039;Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren&#039;&#039;; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005 &lt;br /&gt;
* Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006&lt;br /&gt;
* Salzburger Barockmuseum (Hrsg.): &#039;&#039;Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit&#039;&#039;, Eigenverlag, Salzburg 2006&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl: &#039;&#039;Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* A. Borella: &#039;&#039;Annuario della Nobiltà Italiana&#039;&#039;, Nova Ser. 2006; Milano 2007&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Angermüller]]: &#039;&#039;Maria Theresia Hagenauer&#039;&#039;, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007&lt;br /&gt;
* Plinio Correa de Oliveira: &#039;&#039;Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten&#039;&#039;, Wien, 2008&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Allmayer-Beck: &#039;&#039;Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher: Anton Beck und seine Brüder&#039;&#039;, Böhlau Verlag, Wien 2008&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: &#039;&#039;Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810&#039;&#039;; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009&lt;br /&gt;
* Giorgio Geromet:  &#039;&#039;Araldica, Nobilità e Costumi: Del Friuli e della Venezia Giulia, del Carso triestino, dell´Istria e della Dalmatia&#039;&#039;; Edizione Lugio, Triest 2009&lt;br /&gt;
* Stephan Hubinger: Herrschaftsarchiv Hagenau, Oberösterreichisches Landesarchiv, 2009&lt;br /&gt;
* Bruno Schober: &#039;&#039;Der schiefe Turm von Lanzendorf bei Böheimkirchen&#039;&#039;, 2009/2010&lt;br /&gt;
* Gunda Barth-Scalmani, Margareth Lanzinger, Ellinor Forste, Gertrude Langer-Ostrawsky: &#039;&#039;Aushandeln von Ehen, Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich&#039;&#039;, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien, 2010&lt;br /&gt;
* Roman Sandgruber: &#039;&#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&#039;&#039;, Styria Premium Verlag, Wien 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Urkunden und Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ostarrichi Gottschalk von Hagenau (Bischof von Freising), 996] [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/FreisBm/1000.1/charter#anchor?q=Gotschalk%20von%20Freising  ,1000] [http://books.google.at/books?id=AahBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;lpg=PA433&amp;amp;dq=gottschalk+von+freising++994&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ALTo0Z1uIl&amp;amp;sig=_JhiGdpo8NU64Sw9S6-t5n_k0x0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=0HobUYzXEM_Osga9yYCoDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gottschalk%20von%20freising%20%20994&amp;amp;f=false , 1006?]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-OOeLA/GleinkOSB/1088_VIII_19/charter#anchor?q=hagnowe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagnowe), 1088]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAZ/Urkunden/1108_IX_29/charter#anchor?q=hagenau   Reginbrecht von Hagenau (Reginbert de Hagenau), 1108]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAA/Urkunden/1144_VII_25/charter Regenbertus (von Hagenau, Bischof von Passau), 1144]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1147_V_16/charter#anchor?q=hagenaw Reginbert von Hagenau (Nobilis de Hagenaw), 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASF/StFlorianCanReg/1147_XII_26/charter?q=Hagenoue Reginbert von Hagenau (Bischof von Passau), Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), intaktes Siegel, 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1152_IV_28/charter?q=hagenove  Burg Hagenau (predio Hagenowe), 1152]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1179_IV_20/charter#anchor?q=hagenawe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagenawe), 1179]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1205_V_24/charter#anchor?q=hagenaw Wernhardus und Heinricus von Hagenau (Wernhardus de Hagenaw et Heinricus frater eius), 1205]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1206_01_15.1/charter?q=hagenove  Heinricus von Hagenau (Hainricush de Hagenove), 1206]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1231_VIII_03.1/charter#anchor?q=%20nobilis%20hagenau Ludwig von Hagenau (Lodewicus nobilis de Hagenowe), 1231]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenova&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Reinhard von Hagenau (Reinhardus de Hagenova), 1279]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASei/SeitenstettenOSB/1299_X_20/charter?q=hagenowe Seifried von Hagenau (her Seifri von Hagenow) und Konrad von Hagenau (Chvnrat von Hagenowe), 1299]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1318_VI_11/charter?q=seifried%20von%20hagenau Seifried von Hagenau und seine Geschwister (Seifrit, Steffan, Haidnreich und Gedrawt von Hagnawe), 1318]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1344_V_23/charter#anchor?q=hagenaw Otto von Hagenau (Herr Ott von Hagenaw), 1344]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1345_IV_04/charter Otto von Hagenau (Ott von Hagenaw), intaktes Siegel, 1345]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfarre-boeheimkirchen.net/?Kirchen_der_Pfarre:Filialkirche_St._Peter_am_Anger, Stiftung der Hagenauer, Böheimkirchen - Filialkirche St. Peter am Anger, 1347]&lt;br /&gt;
*  [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1348_VIII_27/charter#anchor?q=hagenawer  Seifrid der Hagenauer und Stephan der Hagenauer (der Hagnawaer), 1348]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=zAGSI_3iDqEC&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;dq=seifried+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=u73uUMaBMOmI0AW-2oDICg&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=seifried%20hagenauer&amp;amp;f=false Seifried Hagenauer (Abt von Melk), 1378]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAsbach/107/charter?q=hagenaw Karel von Hagenau (Karel von Hagenaw, Pfleger und Richter zu Ernekk), intaktes Siegel, 1387]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AggOCart/1394_VII_10/charter?q=hagenawer Stephan Hagenauer (Stephan der Hagenawer), Burggraf zu Purkersdorf, 1394]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/14717_XI_23/charter?q=hagenawer Bergrecht, Zehent und Vogtrecht der Hagenauer, 1417]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1417_VII_28/charter Hans Hagenauer (Hanns der Hagenawer), intaktes Siegel, 1417][http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1418_III_01/charter?q=hagenawer ,intaktes Siegel 1418]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Ak8AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ZAIJUZHILuec0AWf7oBo&amp;amp;ved=0CEsQ6AEwBTgU#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false  Hans Hagenauer (der Edle Hanns Hagenawer), 1427]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=6zMvAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;dq=edle+georg+hagenauer+1439&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4eXuUJ--FZS20QW9rIG4Bg&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=edle%20georg%20hagenauer%201439&amp;amp;f=false  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), 1439]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1439_V_31/charter  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), intaktes Siegel, 1439]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=o7FOAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;dq=hanns+hagenauer+m%C3%BCnchen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2-ruUO7WJ-nD0QX1yoFA&amp;amp;redir_esc=y#v=snippet&amp;amp;q=joannis%20hagenauer%20&amp;amp;f=false Johannes Hagenauer (Joannis Hagenauer) 1453]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-ASP/Urkunden/U_142/charter?q=hagenawer Hans Hagenauer (Hannsen Hagenawer) Hauseigentümer in München, 1454]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=uZ4EAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA485&amp;amp;dq=monumenta+boica+Num.+CCXCVII+hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Vf8IUZHtIIWK0AXSu4GgCQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=monumenta%20boica%20Num.%20CCXCVII%20hagenawer&amp;amp;f=false Georg, Hans und Conrad Hagenauer (Jorg, Hanns, Conrat Hagenawer), 1456]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAldersbach/00986/charter?q=hagenawer Thomas Hagenauer (Thoman Hagenawer), 1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1470_03_16/charter?q=hagenaw Feste Hagenau (im Besitz der von Ahaim zu Hagenau), 1470]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=qSA3AAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA141&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=jwQJUbKfDe2N0wX72oDoBA&amp;amp;ved=0CD0Q6AEwAzha#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false Stephan Hagenauer (St. Hagenawer) zu Allershausen 1484, V. Hagenauer zu Westerndorff 1492]&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=139 Stephan Hagenauer zu Allerhausen, 1487]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=UcpAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA235&amp;amp;dq=hr.+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kG7wUOrhMOiI0AX-kYHYAw&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAQ#v=snippet&amp;amp;q=hagenauer%201489&amp;amp;f=false Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer), 1489]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/100/ASPjpgweb/ASP_14930530_1624-b_r.jpg Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), 1493]&lt;br /&gt;
*[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_1624-1493_V_30/charter Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), Abt Rupert V. Keutzl von St. Peter, 1493]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/240/K.._MOM-Bilddateien._~BayHStajpgweb._~Raitenhaslach._~BayHStA-KURaitenhaslach_14960829_1392_r.jpg  Leonhard Hagenauer? (Linhard Hagenwer), 1496]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Georg_Hagenauer_I. Sebastian Hagenauer de Allershausen 1554, Georg Hagenauer 1568]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1600_04_06/charter Peter Hagenauer, 1600]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Domkapitel%20Kloster%20St.%20Peter%20%201612%20Rupert%20Hagenauer&amp;amp;f=false Rupert Hagenauer, 1612]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hanns%20Hagenauer&amp;amp;f=false Hans Hagenauer, 1631]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-SLA/Urkunden/SLA-OU_16411129_r.jpg  Hagenauer Gut (Hagenau bei Maria Plain), 1641]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=m3dAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false  Georg und Johann Hagenauer, 1701-1731]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?hl=de&amp;amp;id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Matthias+Hagenauer&amp;amp;q=Hagenauer Georg und Matthias Hagenauer, 1709]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/BayHStA-Hoeglwoerth/BayHStA-KUHoeglwoerth_17191001_00169_r.jpg Mathias Hagenauer (Mathias Haagenauer), 1719]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00050988&amp;amp;pimage=67&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=de Anton de Hagenau - Epitaph, 1742] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=gyqHA8y4VzkC&amp;amp;pg=PA503&amp;amp;dq=Wessobrunn+Dominikus+%28Dominikus%29+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kIpxUYjIHIvHsgaA6oDQAg&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Wessobrunn%20Dominikus%20%28Dominikus%29%20Hagenauer&amp;amp;f=false, Dominicus (Dominikus) Hagenauer, SubPrior von Wessobrunn, 1717-1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-AES/Urkunden/1546/charter Georg (IV.) Hagenauer (Hagenauar), 1722]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AES/AES_17240320_ReiheB-238_r.jpg Johann Hagenauer, 1724]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT186&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false Georg Hagenauer, 1735]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00043074&amp;amp;pimage=58&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=fr Dominicus Hagenauer,1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?suchbegriff=hagenauer&amp;amp;c=suchen Wolfgang Hagenauer, 1760] [http://books.google.at/books?id=0m4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA83&amp;amp;dq=chiemsee+zu+hagenau&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CaHqUK-SBIPPtAaL5ID4BQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wolfgang%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1775][http://books.google.de/books?id=1-0NAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA251&amp;amp;dq=hagenauer++v.&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=83peU_7RBITasgaMtYGwBA&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwATgK#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20%20v.&amp;amp;f=false ,1782][http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008095/images/index.html?id=00008095&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=102 ,1726-1801]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Hofkalender+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Baptist Hagenauer, 1760] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&amp;amp;q=herr+von+hagenauer&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=49pqrwwNb4&amp;amp;sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCDgU Johann Baptist von Hagenauer, 1766][http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA357&amp;amp;dq=hagenauer+salzburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20salzburg&amp;amp;f=false ,1767-1771][http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=hagenauer+sohn+des&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20sohn%20des&amp;amp;f=false ,1773-80][http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA273&amp;amp;dq=von+hagenauer&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;hl=de&amp;amp;cd=23#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1782] [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=cTY5AAAAIAAJ&amp;amp;dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&amp;amp;q=+Hagenauer+#search_anchor  ,1785][http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;dq=johann%20baptist%20von%20hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR2&amp;amp;output=embed ,1791][http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA307&amp;amp;dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1802]  [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1803] [http://books.google.at/books?id=g8Y_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA698&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=MeNrUpTkBoSl4AS8_YHgDg&amp;amp;ved=0CDwQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1807] [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&amp;amp;pg=RA3-PA614&amp;amp;dq=samuel+baur+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1810] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=sFtNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RuZrUpm5AeTj4QSy24HgBw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwATge#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false Vikar Andreas Hagenauer, 1768 u. 1769]&lt;br /&gt;
* [http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien2/galerie1643.htm (Johann) Georg Hagenauer, 1778][http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10383222_00130.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;pubPlace_str={Pa%C3%9Fau}&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=%27Hagenauer+Georg%27&amp;amp;mode=simple&amp;amp;context=%27Hagenauer%20Georg%27 ,1783] [http://books.google.at/books?id=AtxBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=hochf%C3%BCrstlicher+pa%C3%9Fauischer+Kirchen-+georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EMjuULmoDozL0AWDiYC4BQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hochf%C3%BCrstlicher%20pa%C3%9Fauischer%20Kirchen-%20georg%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1784]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_4938-1786/charter#anchor?q=hagenauer   Dominikus (Kajetan Rupert) von Hagenauer, Abt von Salzburg, 1786] [http://books.google.at/books?id=fHDhzX_U8S8C&amp;amp;pg=PA313&amp;amp;dq=abt+dominikus+v.+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4bnuUNumJu-S0QXWl4A4&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=abt%20dominikus%20v.%20hagenauer&amp;amp;f=false   ,1790][http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-StiAMB/MbOSB/StAMB-Urkunden_18100505_A-2673a_r.jpg  , 1810]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?id=etlAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR69&amp;amp;lpg=PR69&amp;amp;dq=kameral+-+Bau+-+Director&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_11gpRW-XL&amp;amp;sig=bxN3ZhY-Apxg1zUQMczZOFPSK1o&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eCaIUISJPOek4gSL54C4Cg&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false   Johann Georg von Hagenauer, 1812]  [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:LOwZR7rTj-gC&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=da-bUI-RGcTYtAauw4G4Cw&amp;amp;ved=0CCwQ6AEwAA#v=snippet&amp;amp;q=georg%20von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1813]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_5095-1825/charter?q=hagenauer Franz de Paula von Hagenauer, Herr zu Radeck, Lehenbrief von Kaiser Franz I., 1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-biographie.de/sfz56640.html Josef Paul von Hagenauer u. Hersilie von Hagenauer, 1828]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=8PA9AAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA824&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=riANUMfaCczwsgb64YTxCA&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAjge#v=onepage&amp;amp;q=herr%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Lorenz III. (Giovanni) von Hagenauer,  1865][http://books.google.at/books?id=codBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA248&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kykNUMOpB8_CtAbgq_XTCA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBziMAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1870]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=Ci0NUKSZE430sgbXs-2DCQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=9U44AAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+von+hagenauer&amp;amp;q=simon+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) von Hagenauer, 1875]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=pianogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Pio IX, Nobile Francesco III. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrpiano.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Uniform, 1884] &lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Datei:Baronesse_amelie_de_hagenauer.jpg Amélie Baronin von Hagenauer, 1888]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=ghegogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Gregorio Magno, Nobile Simon II. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrghego.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede  Uniform, 1889]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=BloIUInHBcKUsgaaxOiJAw&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=DaBtAAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+hagenauer&amp;amp;q=freiherr+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) Baron von Hagenauer (Freiherr von Hagenauer), 1905]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=MlZ1UIKPD4TXtAbQxICoDQ&amp;amp;id=GxkfAQAAMAAJ&amp;amp;dq=ranglisten+des+kaiserlich+und+1916&amp;amp;q=hagenauer#search_anchor  Rittmeister Pyrrhus von Hagenauer, 1916]&lt;br /&gt;
* [http://www.gerechte-der-pflege.net/wiki/index.php/Berta_Hagenauer Berta Baronin von Hagenauer, 1944-1945]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=5F5LAAAAYAAJ&amp;amp;q=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;dq=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=UQvkUJDwFYWg0QXeJA&amp;amp;redir_esc=y  Pyrrhus (Pirro) Baron Locatelli de Hagenauer, 1957]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=THhmAAAAMAAJ&amp;amp;q=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;dq=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xo9fU8CsJI6Wswb0jYCYDg&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAA Sabine Baroness von Hagenauer (verheiratete Proksch), 1959]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=iSWdfnLbP9UC&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;dq=Locatelli-Hagenauer,&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pV6wUf-KIsWxO_HrgPgK&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Locatelli-Hagenauer%2C&amp;amp;f=false  Alexander (Alessandro) Baron Locatelli de Hagenauer 1972 und 1977]&lt;br /&gt;
*[http://archiviostorico.corriere.it/1997/aprile/02/Notte_terrore_per_contessa_co_0_9704022842.shtml Gabriella, vedova del barone Locatelli de Hagenauer, 1997]&lt;br /&gt;
* [http://www.gastaldiglobal.com/dmc/ggt_news_dettaglio.asp?id=108 Marie baronessa Locatelli de Hagenauer, 2010]&lt;br /&gt;
* [http://ilpiccolo.gelocal.it/cronaca/2014/03/28/news/e-morta-la-baronessa-locatelli-de-hagenauer-1.8943035 Elena baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Hagenauer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=125 Genealogie des bayrischen Adels, Hagenau von und zu Hagenau, 992-1484]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnowe&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten von Hagenau (de Hagnowe), 1088 u. 1315]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenowe&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenowe), 1116-1382]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenaw&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenaw), 1125-1398]&lt;br /&gt;
* [http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 Karte mit Forst und Edelsitz Hagenau (Hagnawe, Hagenovve) bei Schrobenhausen, um  1300]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagenawer), 1317-1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawer), 1330-1474]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawaer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawaer), 1347-1366]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenauer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnower, Hagnawer, Hagenawer, Hagenauar, Hagenauer), 1314-1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/165-texte/1078-martin.html Hundert Salzburger Familien, 1938]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/76-froe/748-froe-h01.html Der Adel der Habsburgermonarchie im 19. und 20. Jahrhundert, 2008]&lt;br /&gt;
* [http://www.almanachdegotha.org/id206.html  Almanach de Saxe Gotha, 2013]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=vtZbE_AGz1Q Italien, &amp;quot;Vom schwarzen und vom weißen Adel&amp;quot;, Dokumentation 2014]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)|!|Hagenauer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer&amp;diff=334723</id>
		<title>Hagenauer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer&amp;diff=334723"/>
		<updated>2014-06-20T09:02:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Der Wiener Zweig */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Hagenau-Wappen Sm.png|thumb|Stammwappen der Herren von Hagenau, Helmzier der österreichischen Linien]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hagenauer&#039;&#039;&#039; sind ein altes ursprünglich bairisches Geschlecht, das im Jahr [[994]] mit dem Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie stammen aus der Gegend um Freising in [[Bayern]]; ihr Stammsitz bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising) war der Forst und Edelsitz Hagenau, von dem sich ihr Namen ableitet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - ihre Herkunft]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Hagenauer haben Historiker in den Freisinger Urkunden an Hand von Leitnamen und nach der Lage von Erbgütern bis ins Jahr 763 zurückverfolgt, was allerdings nicht gesichert ist. 763 wurden ein Abt Reginbert (Reginperht) mit dessen Bruder Irmenfried als Gründer des Klosters Scharnitz genannt. In den Freisinger Urkunden tauchten in nachfolgenden Generationen ein Erchenwert, Hartwich, nochmals ein Reginbert, Radolt, wiederum ein Reginbert, bis hin zu Rapoto und Fridericus auf, der 963 mit seinen Kindern erwähnt wurde. Der namensgebende Herkunftsort der Herren von Hagenau war der Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, nordwestlich von Freising. Der erste als &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; genannte aus dem Geschlecht war der Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau, der erstmals [[994]] urkundlich aufscheint. Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in den Freisinger Urkunden erwähnt. Als Stammvater der Hagenauer wird jedoch der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen. Ende des 11. Jahrhunderts siedelten sich Mitglieder des Geschlechts in [[Oberösterreich]] (Hartwicus von Hagenau 1088) und [[Niederösterreich]] (Reimprecht von Hagenau 1098) an und errichteten dort zwei weitere Sitze. Somit besaßen die in drei Linien (Stämme) verzweigten Hagenauer im [[12. Jahrhundert]] gleichzeitig drei Stammsitze, den ursprünglichen Edelsitz bei Schrobenhausen in Bayern, den Stammsitz bei [[Braunau am Inn]] in Oberösterreich, und den Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich. Die Burg Hagenau in Oberösterreich wurde zusammen mit mehreren Lehen [[1239]] eingezogen und (wahrscheinlich) bereits im selben Jahrhundert erlosch diese Braunauer Linie. Der Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich wurde im Jahr [[1347]] aufgegeben und im [[15. Jahrhundert]] erlosch auch der Böheimkirch´ner Stamm. Der Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen der bayrischen Linie wurde nach Verwüstungen verlassen und [[1364]] geschliffen, der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen (nordwestlich von Freising). Allershausen verblieb bis [[1484]] im Familienbesitz und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen verkauft. Das letzte Gut bei Allershausen in Bayern wurde um 1530 von Stephans Verwandten Georg Hagenauer aufgegeben. Um 1550 ließ sich dessen Sohn Sebastian Hagenauer de Allershausen im [[Erzbistum Salzburg]] bei [[Piding]] nieder. Sein Sohn Georg, Begründer der noch heute blühenden Salzburger Linie (als Wiener und Triester Zweig), wurde [[1568]] in einer Salzburger Urkunde mit seinem Gut am [[Högl]] genannt. Später waren sie in [[Ainring]] und der Stadt Salzburg beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer tauchten im 10. Jahrhundert in Bayern bei Freising auf und teilten sich im 11. Jahrhundert in die Freisinger, die Braunauer und die Böheimkirch´ner Linie. Die Braunauer Linie erlosch im 13. Jahrhundert, die Böheimkirch´ner Linie im 15. Jahrhundert. Die älteste Linie (Freisinger) setzte sich im 16. Jahrhundert im Erzbistum Salzburg als Salzburger (Ainringer) Ast fort. Aus diesem Salzburger Ast gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende Hagenauer starb Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm  ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch&#039;ner Stamm]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde Bischof Reginbert von Hagenau.jpg|miniatur|Urkunde des Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, 1147]] Im Jahr [[994]] wird in einer Urkunde &amp;quot;&#039;&#039;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&#039;&#039;&amp;quot; (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) und somit erstmals das Geschlecht der Hagenauer genannt. Mit diesem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau (992 - 1005) begann der einstweilige Aufstieg des Geschlechts. Im Zuge der Missionierung, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten im 11. Jahrhundert einige edelfreie Herren von Hagenau in Richtung südöstlicher Grenze. Dort bekleideten sie Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes Freising, des Hochstiftes Regensburg und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Die Hagenauer von Hagenau hatten sich Ende des 11. Jahrhunderts in drei Linien verzweigt und besaßen neben ihren drei Stammsitzen (bei Freising in Bayern, bei Braunau am Inn in Oberösterreich und bei Böheimkirchen in Niederösterreich) eine große Anzahl von Lehen. Im 13. Jahrhundert begann, bedingt durch die Veränderung der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und durch den Aufstieg der Wittelsbacher, der Abstieg der Hagenauer. Unter den Urkunden des [[14. Jahrhundert|14.]] und 15. Jahrhunderts befanden sich viele Verkaufsurkunden sowie Urkunden über die Einziehung ihrer Güter. Etliche aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau begaben sich in den Schutz aufstrebender Städte des Mittelalters, wie St. Pölten, Wien, Klosterneuburg oder München, wo sie als Patrizier und Bürger genannt wurden. Schließlich erlosch die oberösterreichische sowie die niederösterreichische Linie der Hagenauer (im 13. und im 15. Jahrhundert), wobei die Freisinger Linie keine Besitzungen oder Lehen übernehmen konnte. Als die Freisinger Linie letzendlich verarmt war, wanderte einer der letzten Hagenauer der bayrischen Linie in das Erzbistum Salzburg aus, wo er eine neue Linie begründete. Nach Salzburg bestanden ja bereits vor 1500 urkundlich belegte Kontakte zu alteingesessenen Patrizier-Familien, die hohe Stellungen (wie [[Erzbischof|Erzbischöfe]] oder [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]]) in Salzburg inne hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Salzburger Linie ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - die Salzburger Linie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Freising kommend, ließ sich Mitte des [[16. Jahrhundert]]s Sebastian Hagenauer de Allershausen (aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau) im Erzbistum Salzburg am Seyfriedengut unterhalb der Burg Staufeneck (Mauthausen bei Piding) nieder. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.|Georg]] wurde 1568 mit seinem Gut am [[Högl]] (damals Salzburg) sowie einer Mühle genannt. Er gilt als der Begründer der Salzburger Linie (Ast) der Hagenauer. Dessen drei Söhne Wolfgang, Rupert und Georg waren in unmittelbarer Nähe ebenfalls begütert und hatten in alte Geschlechter des [[Rupertiwinkel]]s geheiratet. Ab Ende des 16. Jahrhunderts findet man sie in den Salzburger Urkunden als Urbar-Verwalter von Gütern des Domkapitels, des Erzstifts St. Peter sowie als Gutsverwalter von [[Schloss Staufeneck]]. Im [[17. Jahrhundert]] gelang ihnen durch den Handel mit Gewürzen, Stoffen und Metallen erneut ein Aufstieg. Die Hagenauer von Hagenau erhielten 1671 eine Wappenbesserung und die Bestätigung ihres Adels durch den kaiserlichen Palatin. Durch enge Beziehungen zu den jeweiligen Erzbischöfen und zum Erzstift St. Peter, durch Ämter am Salzburger Fürstenhof, sowie durch Reichtum und Nepotismus, erlangten sie Ansehen und Einfluss in Salzburg. Bekannt wurden die Hagenauer als Förderer und Freunde der [[Mozart]]s und [[Johann Michael Haydn|Haydn]]s, als Künstler von Erz- und Fürstbischöfen, sowie als einflußreiche Geistliche ([[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]). Zwischen 1800 und 1816 hatten jedoch die napoleonischen Kriege das Erzbistum Salzburg und somit auch die Hagenauer hart getroffen. Einige Familienmitglieder wanderten vorerst in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz aus, deren Nachkommen dann nach Wien, die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Andere Hagenauer lebten bereits seit 1775 in der damaligen österreichischen Hafenstadt Triest. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende aus diesem Geschlecht war Josef Leopold Hagenauer. Josef Leopold war unter anderem Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Er starb im Jahr 1850 auf seinem Sitz [[Schloss Mönchstein]], das 1887 von seine Erben verkauft wurde. Die heute im Bundesland Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit diesem Geschlecht derer von Hagenau verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Wiener Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Wiener Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer (Baronne Amélie de Hagenauer), Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Die napoleonischen Kriege hatten Salzburg und die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. 1810 war Salzburg als [[Salzachkreis]] nun bayerische Provinz geworden und von 1814 bis 1854 kam das Land Salzburg als fünfter Kreis zu &amp;quot;Österreich ob der Enns&amp;quot; (Oberösterreich) mit dem Verwaltungssitz in Linz. Obwohl die Hagenauer in Salzburg noch auf Schloss Mönchstein, am [[Gurkerhof]] und auf der [[Burg Radeck]] saßen, übersiedelte die nachfolgende Generation bereits in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz. In Linz bekleideten sie als k.k. Landesbeamte die Ämter des Registratur-Direktors sowie des Landes-Baudirektors. Das gesellschaftliches Umfeld der Hagenauer bestand nun hauptsächlich aus anderen adelige Beamtenfamilien, hohen Vertretern des Klerus, sowie vielen heute noch bekannten Künstlern wie Franz Schubert, Adalbert Stifter, Moritz von Schwind etc.. Um 1870 übersiedelte Franz de Paula von Hagenauer von Linz nach Wien, sein Neffe Arnold folgte ihm später dorthin. Die anderen Linzer Hagenauer starben, ohne jedoch männliche Nachkommen zu hinterlassen. In Wien wurde Arnold von Hagenauer während des Studiums der Veterinärmedizin zunehmend als Schriftsteller tätig. Schließlich gab er sich der Schriftstellerei vollends hin, blieb unverheiratet und starb bei einem Unfall. Sein bereits früher nach Wien gezogener Onkel Franz de Paula war in Wien Direktor einer Triester Assekuranz, in der er ausschließlich kirchliche Gebäude in der Monarchie versichert hatte. Er betätigte sich, wie viele seiner Vorfahren und Nachkommen auch, sehr aktiv in der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. verlieh dem &amp;quot;&#039;&#039;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&#039;&#039;&amp;quot; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, als auch &amp;quot;&#039;&#039;für die Verdienste seiner Vorfahren&#039;&#039;&amp;quot;, die erbliche römische Baronie. Sein Sohn Simon (II.) Baron von Hagenauer heiratete in die in Wien lebende französisch-italienische Bankiersfamilie Thomas, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis eine große Anzahl von Künstlern zählten (Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach oder Ernst Lafite), vornehmlich jedoch Musiker. Mit den Lateranverträgen von 1929 wurde die päpstliche Baronie der Hagenauer im Königreich Italien rückwirkend anerkannt und per späteren Dekret als italienischer Adel auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts ausgedehnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938 wurde Hofrat Simon (III.) Baron von Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, massiv unter Druck gesetzt. Infolge seiner streng katholischen Gesinnung wurde er genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Die 1940 verwitwete Berta Baronin von Hagenauer war in Wien auf Grund ihrer ebenso religiösen Überzeugung in einer Widerstandsgruppe gegen das [[NS]]-Regime tätig. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn Wolfgang, der 1940 auf ein Schweizer Internat (St. Gallen) geschickt worden war um ihn der NS-Propaganda zu entziehen, leistete später in den Bergen Liguriens (Küstenregion in Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das totalitäre Regime des Faschismus. Seine Söhne sandte er in den 1970er Jahren auf ein Salzburger Internat, deren zahlreiche Nachkommen heute in Wien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Triester Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Triester Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1775]] hatte Ignaz Joachim von Hagenauer, der Begründer des Triester Zweiges, in der (damals noch österreichischen) Hafenstadt Triest sehr erfolgreich ein Handelshaus gegründet. Nach etlichen Schwierigkeiten während der napoleonischen Zeit gelang es ihm aber wieder das Handelshaus zum ersten Haus von Triest zu machen. 1814 wurde die Versicherungsgesellschaft &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; von Ignaz Joachim von Hagenauer mitbegründet, deren Direktor er wurde. Nach 1819 erwarben die Hagenauer die Villa Murat (Schloss der Caroline Bonaparte, Königin von Neapel) in Triest. Als Ignaz 1824 starb, übernahmen seine zwei Söhnen Johann Lorenz und Josef Paul das Handelshaus. Der ältere, Johann Lorenz (III.), wurde später Direktor der Lloyd Austriaco Versicherungsanstalt, sowie Vize-Präsident des constituirenden ersten österreichischen Reichstags in Triest (Partei Graf Stadion). Sein Bruder Josef Paul war ausschließlich als Handelsherr tätig, starb jedoch früh. Dessen Sohn Ignaz führte als Student und später beim Militär ein bewegtes Leben (Affären, Duelle, Spielschulden etc.). Nachdem Ignaz die k.k. Armee verlassen mußte, gründete er auf seinem Gut eine Reitschule für die gehobene Triester Gesellschaft, auf dem er jedoch bald verstarb. Sein Sohn Pyrrhus von Hagenauer wuchs auf diesem Reitgut auf und wurde einer der besten Reiter in der k.u.k. Armee. Durch seine Heirat und Arrogation in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren Locatelli von Eulenburg und Schönfeld (aus Friaul) wurde Pyrrhus sehr vermögend. 1923 erhielt &#039;&#039;&amp;quot;nobile Pyrrhus de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; durch die königliche Consulta Araldica per Dekret die Bestätigung seines Freiherrenstandes im Königreich Italien mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot;di barone del S.R.I. di Eulenburg ed Schönfeld&amp;quot;&#039;&#039;. Sein älterer Sohn Carl Georg Baron von Locatelli-Hagenauer starb während dessen Pilotenausbildung bei der königlichen italienischen Luftwaffe bereits 1942. Jedoch setzte sein jüngerer Sohn Alexander (1924 - 1987) durch die Adoption seines Stiefsohnes George Albert die Triester Linie fort. Dessen Nachkommen leben heute in Lucca und Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beständig katholische Adelsgeschlecht der Hagenauer stand stets in enger Beziehung mit der römisch-katholischen Kirche; vorerst über das Hochstift Freising, das Hochstift Regensburg und das Hochstift Passau, später über das Erzbistum Salzburg und da im Besonderen mit der Erzabtei St. Peter. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare), und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern am Salzburger Fürstenhof, am fürstbischöflichen Hof Gurk und am Hof des Fürstbistums Passau tätig. Als Künstler wurden Hagenauer hauptsächlich von katholischen Erzbischöfen, Fürstbischöfen, Domherren und Äbten beauftragt, daneben aber auch von katholischen Monarchen aus dem österreichischen Kaiserhaus und dem bairischen Kurfürstentum, sowie von Mitgliedern der katholischen Hocharistokratie. Ab circa 1865 oblag Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl von Gebäuden der katholischen Kirche in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese beständige wechselseitige Beziehung, zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer, manifestierte sich in kirchlichen Stiftungen, in der Verwaltung kirchlicher Güter, sowie in der Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen durch die Hagenauer. Andererseits wiederum erlangte das Geschlecht der Hagenauer durch und von der Kirche Besitz und Privilegien (Lehnsrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter), sowie die Aufnahme in päpstliche Ritterorden und die Verleihung der päpstlichen Baronie. Unter den Mitgliedern dieses Geschlechts findet man neben außergewöhnlichen Kirchenmännern aber auch Kreuzritter, vermögende Handelsherren, Mäzene, Künstler, Freimaurer und Mitglieder in anderen Geheimgesellschaften, sowie Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Fürstengang Bischöfe 16 - Gottschalk von Hagenau.jpg|Gottschalk von Hagenau, XVI. Bischof von Freising 994 - 1005&lt;br /&gt;
Datei:Seifried von Hagenau.jpg|Seyfried von Hagenau bzw. Hagenauer, XXVII. Abt von Melk 1378 - 1382&lt;br /&gt;
Datei:Johann Lorenz v. Hagenauer.jpg |Johann Lorenz von Hagenauer (1712 -1792), Mäzen und Freund Mozarts&lt;br /&gt;
Datei:Dominikus-hagenauer-della-croce.jpg |Dominikus von Hagenauer (1746 - 1811), LXXVII. Abt von St. Peter 1786 - 1811&lt;br /&gt;
Datei:Ignaz Joachim von Hagenauer.jpg|Ignaz Joachim von Hagenauer (1749 - 1824), Freimaurer, Handelsherr und Gründer der &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; in Triest&lt;br /&gt;
Datei: Johann Lorenz III. von Hagenauer.jpg|Johann Lorenz III. von Hagenauer (1800 - 1877), Präsident der Lloyd Austriaco, VPräsident des ersten österreichischen Reichstags &lt;br /&gt;
Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|Franz d. P. III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Großkreuz-Ritter des Piusordens, Direktor der Assicurazioni Generali&lt;br /&gt;
Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|Simon II. Baron von Hagenauer (1852 - 1920), Großkreuz-Ritter des Gregoriusordens, Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà &lt;br /&gt;
Datei:Arnold von Hagenauer.gif|Arnold von Hagenauer (1871 - 1918), Literaturkritiker und Schriftsteller in Wien &lt;br /&gt;
Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|Simon III. Baron von Hagenauer (1881-1940), Bezirkshauptmann, wirkl. Hofrat, Opfer der NS-Diktatur &lt;br /&gt;
Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|Berta Baronin von Hagenauer (1903-1972), Widerstandskämpferin in der NS-Zeit &lt;br /&gt;
Datei:Baron pyrrhus locatelli hagenauer (sterbebild).jpg|Pyrrhus Baron Locatelli - Hagenauer (1890 - 1961), k.k. Rittmeister, Bankier&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft, seinen Wandel und seine Bedeutung]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 994 wurde das Geschlecht der Hagenauer als &#039;&#039;&amp;quot;stirps nobilis de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (edles Geschlecht von Hagenau) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der Herkunft aus dem Gebiet Hagenau nördlich von Freising (Bayern) mit dem sich darauf befindlichen Edelsitz Hagenau ab. Der Flurname &amp;quot;Hagenau&amp;quot; setzt sich aus den beiden Begriffen Hagen und Au zusammen, die ihre Wurzeln in der germanischen Sprache (haga und awjo) haben. Der Name veränderte sich im Althochdeutschen (hagan und awa) und im Mittelhochdeutschen (Hagen und Ouwe), um schließlich im Frühneuhochdeutschen zum heutigen &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; zu werden. Der Name &amp;quot;von Hagenau&amp;quot;, der sich ab dem 14. Jahrhundert zunehmend und ab dem 15. Jahrhundert gänzlich zu &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; gewandelt hatte, bedeutet soviel wie &amp;quot;von der umzäunten Au&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand und Wappen ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Stand und Wappen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|Siegel des Karel von Hagenau (auch Hagenauer), 1387]] Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr [[994]] bereits als adeliges Geschlecht genannt. Im 13. Jahrhundert begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und 15. Jahrhundert führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Bereits um 1500 waren die Herren von Hagenau verarmt und ihr Adel infolge von Mesalliance verdunkelt. Ab dem 16. Jahrhundert gelang ihnen in Salzburg erneut der Aufstieg und im 17. Jahrhundert erhielten die Herren Hagenauer die Bestätigung ihres alten Adelswappens mit Wappenmehrung durch den kaiserlichen Palatin. Im 18. Jahrhundert wurde Mitgliedern des Geschlechts vom Salzburger Erzbischof als auch vom Passauer Fürstbischof das Adelsprädikat bestätigt. Der Wiener Linie wurde im 19. Jahrhundert das päpstliche Baronat (schwarzer Adel) verliehen. Per späteren Dekret wurde der erbliche italienische Freiherrenstand mit Ausdehnung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts für das Königreich Italien (weißer Adel) rückwirkenden anerkannt. Auch die Triester Linie Locatelli-Hagenauer erhielt nach Adelsarrogation die spätere Anerkennung ihres Freiherrenstandes im Königreich Italien (weißer Adel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hagenauer Stammwappen, das in vielen Urkunden, an Grabstätten und Gebäuden zu finden ist, zeigt einen Dreiberg mit Hagenbaum (-strauch). Aus dem Jahr [[1137]] stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich). Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg eine Wappenmehrung mit zwei schwarzen auffliegenden Adlern auf goldenem Grund, die Helmdecke nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold) tingiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbbegräbnisse ==&lt;br /&gt;
* Freisinger Stamm:  Kloster Weihenstephan bei Freising &lt;br /&gt;
** Salzburger Linie: [[Erzstift St. Peter]] in Salzburg ([[Petersfriedhof|Gruft]] Nr. XV, XVI sowie LII) bis [[1930]]&lt;br /&gt;
* Böheimkirchner Stamm: ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen&lt;br /&gt;
* Braunauer Stamm: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Genealogie der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stammvater wird der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen, von dem sich in direkter Stammlinie alle Nachkommen der Hagenauer ableiten. Ende des 11. Jahrhunderts hatten sich die von Hagenau in drei Linien verzweigt, wobei die zwei jüngeren Linien bereits im 13. und 15. Jahrhundert erloschen und nur die älteste Linie (der Freisinger Stamm) sich im Mannesstamm fortsetzte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der letzte bayrische Stammsitz in Allershausen aufgegeben, wonach ein Nachkomme Bayern verließ und diese Linie in Salzburg (als Salzburger Linie) fortpflanzte. Diese Salzburger Linie verzweigte sich kurz nach 1600 erneut in drei Linien (Wolfgang, Johannes und Georg), wobei die beiden jüngeren Linien ebenfalls im Mannesstamm erloschen. Aus der ältesten (Wolfgang´schen) Linie gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor, die beide heute noch blühen. Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses Hagenauer wurde vorerst ein Überblick der einzelnen Stämme, Linien, Äste und Zweige (mit den Begründern sowie den gegebenen Falls Letzten) wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit &amp;quot;Georg I.&amp;quot;) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen - Hypothesen und Fakten ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 16. Jahrhunderts erschienen in verschiedenen Publikationen diverse Theorien über die Herkunft, die Genealogie und die Geschichte der Hagenauer. Infolge des ursprünglich spärlichen Quellenmaterials waren die ersten Arbeiten über die Herren von Hagenau sehr fragmentarisch und enthielten Fehler. In späteren Publikationen setzten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Wiederholung von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Fehler und Vermutungen fort. Jedoch hatten Historiker ab dem 19. Jahrhundert durch umfangreiche und gezielte Quellenforschung, sowie durch die Erschließung von neuem Quellenmaterial (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Registern, Briefen, Analen, Biographien, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruiert und frühere Irrtümer berichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Geschlecht der Herren von Hagenau tauchten ab dem 13. Jahrhundert auch andere namensgleiche Geschlechter auf, die sich ebenfalls von Hagenau bzw. später auch Hagenauer genannt hatten. Die meisten dieser Geschlechter kamen, soweit es sich nachvollziehen lässt, aus unterschiedlichen Orten und Städten Hagenau, von denen sie ihren Namen abgeleitet hatten. Sie traten in Urkunden manchmal in (zum Geschlecht der Herren von Hagenau) divergierender Schreibweise auf, führten aber vor allem andere Wappen. Diese Geschlechter und Familien waren in der [[Schweiz]], in [[Bayern]], im [[Elsass]] und in Hessen ansässig. Ebenso wurden Mitglieder von Hagenauer Geschlechtern in [[Tirol]], in [[Oberösterreich]] und in [[Niederösterreich]] urkundlich erwähnt, wobei die meisten jener Geschlechter heute ausgestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sitze und Besitzungen ==&lt;br /&gt;
* Edelsitz und Lehen Hagenau bei Schrobenhausen, um [[1006]] bis [[1348]], geschliffen&lt;br /&gt;
* Gut bei Natz, Brixen ([[Südtirol]]), um [[1078]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen bei Neuburg am Inn, um [[1080]] &lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei [[Braunau am Inn]], erstmals erwähnt [[1088]] bis [[1262]], [[1571]] durch Brand und Hochwasser zerstört&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen, Niederösterreich, [[1098]] bis [[1347]], ([[1529]] im Türkenkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* Burg Zelking, wahrscheinlich von den Herren von Hagenau vor [[1100]] erbaut, bei Melk (Niederösterreich), Ruine &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei [[Anthering]], um [[1110]] bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Steyregg, ([[Oberösterreich|OÖ]]) bis ca. [[1150]] &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei [[Ainring]], Hagenauer Mühle,  bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)&lt;br /&gt;
* Gut in Sandelzhausen, Mainburg &lt;br /&gt;
* Gut bei Salmading, Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Schroßlach bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Pellhausen bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Piegendorf, Loiching (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Puchheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Elsenbach Dorfen&lt;br /&gt;
* Gut bei Seeon, im Chiemgau (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen und Hof zu Schauching (NÖ), bis [[1366]]&lt;br /&gt;
* Freieigener Hof zu Tresdorf (NÖ), ab [[1366]]&lt;br /&gt;
* Gut und Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen (NÖ), bis [[1347]]&lt;br /&gt;
* Mühle bei Moos an  der Fischau (bei Wr. Neustadt, NÖ) um [[1431]]&lt;br /&gt;
* Güter und Lehen zu Perchtoldsdorf (NÖ), mit Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent bis [[1439]]&lt;br /&gt;
* Gut Eggenberg bei Allershausen (Bayern), bis [[1484]]&lt;br /&gt;
* Gut in Westerndorf (bei Allershausen), bis [[1530]] oder 1545&lt;br /&gt;
* Seyfried(en)hof in Mauthausen bei [[Piding]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1550]]&lt;br /&gt;
* Hög(g)lgut bei [[Ainring]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1568]]&lt;br /&gt;
* Mautmühl, Mühl in Hagenau (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1614]]&lt;br /&gt;
* Ainringer Hof, in Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1635]]&lt;br /&gt;
* Messerschmiedhaus zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1640]]&lt;br /&gt;
* Aman(n)gut, (Vogtgut) zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1672]]&lt;br /&gt;
* Haus in Salzburg, [[Getreidegasse]] Nr. 7, um [[1676]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Haus&amp;quot; in Salzburg, [[Mozarts Geburtshaus]] Getreidegasse Nr. 9, [[1712]] bis [[1831]]&lt;br /&gt;
* Hu(e)berhof zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1720]]&lt;br /&gt;
* Geppingergut in Gepping bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1720]] &lt;br /&gt;
* Habnerguet (Weirerguet) zu Berg, ab [[1721]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Landhaus&amp;quot; im [[Nonntal]] Nr. 10 (heute [[Nonntaler Hauptstraße]] Nr. 24), ab [[1745]] &lt;br /&gt;
* [[Gurkerhof]] in Salzburg, [[1748]] - [[1835]] &lt;br /&gt;
* Seuerlhof in Adelstetten, um [[1760]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;[[Hasenhaus]]&amp;quot;, Haus am [[Kranzlmarkt]] Nr. 4 in Salzburg, [[1789]]&lt;br /&gt;
* Hallergut in [[Viehhausen]]&lt;br /&gt;
* Villa (des Königs) Murat in Triest, ([[Friaul-Julisch Venetien]], damals k.u.k Österreich, heute [[Italien]]), seit [[1819 ]] &lt;br /&gt;
* Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12), um [[1824]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Radeck]] auch Schloss Radeck genannt, mit den Gütern Seichterberg und Strobl, [[1825]] - [[1837]] &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Schlösschen&amp;quot;, [[Schloss Mönchstein]] in Salzburg, [[1833]] - [[1887]] &lt;br /&gt;
* Gut und Schloss (Villa) Angoris bei Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, seit 1918 Italien), bis [[1936]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), bis [[1922]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
* Villa Bendinelli in Lucca, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wiguleus Hund à Sulzemos: &#039;&#039;[[Metropolis Salisburgensis]]&#039;&#039;, Ingolstadt 1582&lt;br /&gt;
* [[Wiguleus Hunt|Wiguleus Hund]] à Sulzemos: &#039;&#039;Bayrisch Stammen-Buch: Der erst(ander) Theil&#039;&#039;, S.219f, Ingolstadt 1585  &lt;br /&gt;
* Gabriel Bucelin(us): &#039;&#039;Germania topo-chrono-stemmatographica sacra et profana&#039;&#039;, Band IV, Ulm 1678&lt;br /&gt;
* Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): &#039;&#039;Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13&#039;&#039;: Hagenau von und zu Hagenau, handschriftliche Aufzeichnungen in der Bayerischen Staats-Bibliothek&lt;br /&gt;
* Philibert Hueber: &#039;&#039;Austria Ex Archivis Mellicensibus Illustrata&#039;&#039;, Leipzig 1722&lt;br /&gt;
* P. Carl Meichelbeck: &#039;&#039;Historia Frisingensis: Prima Quinque Ab Adventu S.Corbiniani I.Episcopi Saecula ...&#039;&#039;, Bd. I, Augsburg 1724 [http://books.google.at/books?id=L2JEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;lpg=PA87&amp;amp;dq=meichelbeck+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=tlrCrqTna0&amp;amp;sig=dBsIpVXxt4Q0SaXC8jfSzfpffTk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q48LUsC6CYnx4QT01IHgDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=meichelbeck%20hagenauer&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Raimund Duellius: &#039;&#039;Excerpterum Genealogico - Historicorum, Libri Duo&#039;&#039;, Leipzig 1725&lt;br /&gt;
* Johann Georg Schnürer: &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen und Hof/Kalender, 1735&#039;&#039;, Salzburg 1735&lt;br /&gt;
* Hans-Jacob Leu: &#039;&#039;Allgemeines Eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon, 9. Theil von Go-He&#039;&#039;, bey Hans Ulrich Denzler, Zürich 1754&lt;br /&gt;
* Placidus Berhandtsky: &#039;&#039;Auszug der Neuesten Chronick des alten Benediktiner Klosters zu St. Peter in Salzburg, Zweyter Theil&#039;&#039;, Joh. Jos. Mayers sel. Erbinn Buchhandlung, Salzburg 1782&lt;br /&gt;
* J. Gerold: &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1784 &lt;br /&gt;
* Ludwig Albrecht Gebhardi: &#039;&#039;Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland&#039;&#039; Bd. III, Halle 1785&lt;br /&gt;
* Passauer Kirchenbuch, handschriftliche Eintragung am 21. September 1786 (Hochzeit des Johann Georg v. Hagenauer mit Karolina Leopoldina Antonia Freyin v. La Marre), Passau &lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist von Hagenauer|Johann Bapt. v. Hagenauer]]: &#039;&#039;Unterricht von der Proporzion des Menschen&#039;&#039;, k.k. Hofbuchdrucker Joseph Edler von Kuzbeck, Wien 1791 [http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=johann+bapt.+v.+hagenauer+1791&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=dmLZUuLzD46TswaXwYCYBQ&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=johann%20bapt.%20v.%20hagenauer%201791&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* F.K. Wißgrill: &#039;&#039;Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand&#039;&#039;, Bd IV, 1794&lt;br /&gt;
* [[Johann Bernhard Zezi]]:  &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender / 1794&#039;&#039;, Salzburg 1794&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1802&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1803&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staats-Schematismus des Österreichischen Kaiserthumes, 1807&#039;&#039;, Wien 1807&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Baiern, 1812&#039;&#039;, München 1812&lt;br /&gt;
* Franz Xaver Weilmeyr: &#039;&#039;Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises&#039;&#039;, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schematismus der Diözesan-Geistlichkeit des Erzbisthums Salzburg, auf das Jahr 1814&#039;&#039;, Salzburg 1814&lt;br /&gt;
* Samuel Baur: &#039;&#039;Neues Historisch- Biographisch- Literarisches- Handwörterbuch&#039;&#039;, VI. Bd., Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1816&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Pillwein]]: &#039;&#039;Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler&#039;&#039;, Salzburg 1821&lt;br /&gt;
* Franz Anton Sinnacher: &#039;&#039;Beyträge z. Geschichte d.bischöfl. Kirche Säben u. Brixen in Tyrol&#039;&#039;, Band 6, Brixen 1828&lt;br /&gt;
* Benedikt Pillwein (Hrsg.): &#039;&#039;Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg&#039;&#039; Bd. IV, Der Innkreis, Linz 1832&lt;br /&gt;
* [[Joseph Philipp Fellner]]: &#039;&#039;Familiengeschichte Fel(l)ner&#039;&#039;,  handschriftliche Aufzeichnungen, Wien 1833 (Privat-Archiv, Salzburg) &lt;br /&gt;
* Franz Xaver Scheidhardt: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836&lt;br /&gt;
* Friedrich Freiherr v. Schweickhard: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. IX, Wallishausser´s  Buchdruckerei, Wien 1837&lt;br /&gt;
* Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, Leipzig 1838&lt;br /&gt;
* Joseph Schöller: &#039;&#039;Die Bischöfe von Passau und ihre Zeitereignisse&#039;&#039;, Druck und Verlag Pustet´sche Buchhandlung, Passau 1844&lt;br /&gt;
* Andreas Chabert: &#039;&#039;Chronik Chabert&#039;&#039;, Familienchronik mit einem Kapitel über die Hagenauer, handschriftliche Aufzeichnungen, Linz 1847 (Privat-Archiv, Salzburg und Wien)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]]: &#039;&#039;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich&#039;&#039;, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 1, 1848 &lt;br /&gt;
* Martin v. Deutinger, Dompropst zu München (Hrsg.):&#039;&#039;Beyträge zur Geschichte, Topographie und Statistik des Erzbistums München und Freising&#039;&#039;, Bd. VI, München 1854&lt;br /&gt;
* Heinrich Gentner: &#039;&#039;Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing&#039;&#039;, München 1854&lt;br /&gt;
* Gustav Haider: &#039;&#039;Jahrbuch der Kaiserl. Königl. Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale&#039;&#039;, Bd. II, S.122 ff; Wien 1857&lt;br /&gt;
* Historischer Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Die Veste, das fürstliche Pflegschloß zu Traunstein&#039;&#039;, Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 19, S. 223 ff;  Kgl. Hofbuch-Druckerei G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1858-1860&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Rietstap, &#039;&#039;Armorial général &#039;&#039;, Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien, S. 870, Couda 1861&lt;br /&gt;
* Constantin von Wurzbach: &#039;&#039;Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich&#039;&#039;, 7. Bd., kaiserlich-königliche Hofdruckerei, Wien 1861&lt;br /&gt;
* Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): &#039;&#039;Deutsches Adels-Lexicon&#039;&#039;, 4. Bd., Verlag Fr. Voigt, Leipzig 1863&lt;br /&gt;
* Joseph Grassinger: &#039;&#039;Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising&#039;&#039;, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866&lt;br /&gt;
* Historische Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 27&#039;&#039;, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866-1867&lt;br /&gt;
* L. De Magny:  &#039;&#039;Armorial - et Comtes Romains - et Titres Pontificaux&#039;&#039;, Aux Archives de la Noblesse, Paris 1890&lt;br /&gt;
* Johann Ev. Lamprecht: &#039;&#039;Geistliche Ehrenhalle, das ist aus Oberösterreich entstammende Geistliche höheren Ranges&#039;&#039;, 2. Aufl. Linz 1895&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916&#039;&#039;, abgeschlossen mit Personalverordnungsblatt Nr. 44/16, teilweise bis Personalverordnungsblatt Nr. 66/16 berichtigt, K.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1916&lt;br /&gt;
* Michael Schaller: &#039;&#039;Schematismus für das K. u. K. Heer und für die  Kriegsmarine für 1918&#039;&#039;, k. k. Hof- und Staatsdruckerey, Wien 1918&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Jagd&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Reisen&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Land und Leute&#039;&#039;, Wien 1920, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* E. Tietze - Conrat: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920 &lt;br /&gt;
* Consulta araldica - Italia: &#039;&#039;Pel riconoscimento del titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg a Carlotta Maria Giorgina Matilde Locatelli ed al marito cavaliere Pirro de Hagenauer&#039;&#039;, Verlag Pallotta, fratelli (tip.), Rom 1923&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Beiträge zu Salzburger Familiengeschichte&#039;&#039;, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,  S. 148ff, Salzburg 1938&lt;br /&gt;
* [[Franz Martin]]: &#039;&#039;[[Hundert Salzburger Familien]]&#039;&#039;, Sonderdruck des Verlags der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1946&lt;br /&gt;
* Friedrich Funder: &#039;&#039;Vom Gestern ins Heute&#039;&#039;, Heroldverlag Wien, 1952&lt;br /&gt;
* I. Wegleiter: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;; Diss. Uni Wien, 1952 &lt;br /&gt;
* Stephen Tayler: &#039;&#039;who`s who in Austria 1957/58&#039;&#039;, The Central European Times Pub. Co. Ltd., 1959&lt;br /&gt;
* Franz Pfeffer, &#039;&#039;Die Trefflinger Pforte - Die Altherrschaften&#039;&#039;, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1962&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Geschichte des Hauses Hagenauer&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien, 1965  &lt;br /&gt;
* Fried Pankraz, &#039;&#039;Die Hochfreien von Hagenau bei Freising&#039;&#039;, Amperland Bd. 2, 1966&lt;br /&gt;
* Franz Tyroller, &#039;&#039;Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter&#039;&#039;, in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hg. von Wilhelm Wegener, Göttingen 1962-1969&lt;br /&gt;
* Kurt Holter, Geschichte von Schlierbach bis 1355, in: Jahrbuch des OÖ. Musealvereins. Bd. 116/1, S. 213 ff, 1971 &lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, &#039;&#039;Das Neutor&#039;&#039;, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977 &lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Schloß Staufeneck&#039;&#039;, Verlag Staufeneck, 1978&lt;br /&gt;
* Franz Brunhölzl, Max Spindler: &#039;&#039;Handbuch d. bayrischen Geschichte&#039;&#039;, C.H.Beck Verlag, München 1980&lt;br /&gt;
* Georg Hunklinger: &#039;&#039;Das Salzfass&#039;&#039;, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982&lt;br /&gt;
* Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung, Peter Krön (Hrsg.): &#039;&#039;St. Peter in Salzburg, 3. Landesausstellung&#039;&#039;, Druckhaus Nonntal / Salzburg 1982&lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985&#039;&#039;, Eigenverlag, Piding 1985 &lt;br /&gt;
* Gemeinde Ainring (Hrsg.): &#039;&#039;Ainring&#039;&#039;, Heimatbuch, Tittmoning 1990.&lt;br /&gt;
* Josef Hemmerle: &#039;&#039;Das Bistum Augsburg; Die Benediktinerabtei Benediktbeuern&#039;&#039;, Berlin, New York: de Gruyter, 1991&lt;br /&gt;
* Wilma Buchinger: &#039;&#039;Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg&#039;&#039;, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996&lt;br /&gt;
* P. Petrus Eder / Johann Kronbichler (Hrsg.): &#039;&#039;Hl. Rupert von Salzburg 696 - 1996&#039;&#039;, Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter,  Salzburg / Dommuseum / 1996&lt;br /&gt;
* G. Geromet, R. Alberti: Nobiltà della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, in Friuli e in Slovenia&#039;&#039;, Vol.1 u. 2., Verlag: Editioni della Laguna, 1999&lt;br /&gt;
* Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: &#039;&#039;Salzburger Kulturlexikon&#039;&#039;, Residenz Verlag, Salzburg 2001 &lt;br /&gt;
* Wolfgang Hagenauer: &#039;&#039;Erinnerungen&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien 2001 &lt;br /&gt;
* Martin Hofbauer: &#039;&#039;Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren&#039;&#039;; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005 &lt;br /&gt;
* Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006&lt;br /&gt;
* Salzburger Barockmuseum (Hrsg.): &#039;&#039;Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit&#039;&#039;, Eigenverlag, Salzburg 2006&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl: &#039;&#039;Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* A. Borella: &#039;&#039;Annuario della Nobiltà Italiana&#039;&#039;, Nova Ser. 2006; Milano 2007&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Angermüller]]: &#039;&#039;Maria Theresia Hagenauer&#039;&#039;, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007&lt;br /&gt;
* Plinio Correa de Oliveira: &#039;&#039;Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten&#039;&#039;, Wien, 2008&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Allmayer-Beck: &#039;&#039;Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher: Anton Beck und seine Brüder&#039;&#039;, Böhlau Verlag, Wien 2008&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: &#039;&#039;Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810&#039;&#039;; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009&lt;br /&gt;
* Giorgio Geromet:  &#039;&#039;Araldica, Nobilità e Costumi: Del Friuli e della Venezia Giulia, del Carso triestino, dell´Istria e della Dalmatia&#039;&#039;; Edizione Lugio, Triest 2009&lt;br /&gt;
* Stephan Hubinger: Herrschaftsarchiv Hagenau, Oberösterreichisches Landesarchiv, 2009&lt;br /&gt;
* Bruno Schober: &#039;&#039;Der schiefe Turm von Lanzendorf bei Böheimkirchen&#039;&#039;, 2009/2010&lt;br /&gt;
* Gunda Barth-Scalmani, Margareth Lanzinger, Ellinor Forste, Gertrude Langer-Ostrawsky: &#039;&#039;Aushandeln von Ehen, Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich&#039;&#039;, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien, 2010&lt;br /&gt;
* Roman Sandgruber: &#039;&#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&#039;&#039;, Styria Premium Verlag, Wien 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Urkunden und Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ostarrichi Gottschalk von Hagenau (Bischof von Freising), 996] [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/FreisBm/1000.1/charter#anchor?q=Gotschalk%20von%20Freising  ,1000] [http://books.google.at/books?id=AahBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;lpg=PA433&amp;amp;dq=gottschalk+von+freising++994&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ALTo0Z1uIl&amp;amp;sig=_JhiGdpo8NU64Sw9S6-t5n_k0x0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=0HobUYzXEM_Osga9yYCoDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gottschalk%20von%20freising%20%20994&amp;amp;f=false , 1006?]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-OOeLA/GleinkOSB/1088_VIII_19/charter#anchor?q=hagnowe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagnowe), 1088]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAZ/Urkunden/1108_IX_29/charter#anchor?q=hagenau   Reginbrecht von Hagenau (Reginbert de Hagenau), 1108]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAA/Urkunden/1144_VII_25/charter Regenbertus (von Hagenau, Bischof von Passau), 1144]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1147_V_16/charter#anchor?q=hagenaw Reginbert von Hagenau (Nobilis de Hagenaw), 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASF/StFlorianCanReg/1147_XII_26/charter?q=Hagenoue Reginbert von Hagenau (Bischof von Passau), Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), intaktes Siegel, 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1152_IV_28/charter?q=hagenove  Burg Hagenau (predio Hagenowe), 1152]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1179_IV_20/charter#anchor?q=hagenawe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagenawe), 1179]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1205_V_24/charter#anchor?q=hagenaw Wernhardus und Heinricus von Hagenau (Wernhardus de Hagenaw et Heinricus frater eius), 1205]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1206_01_15.1/charter?q=hagenove  Heinricus von Hagenau (Hainricush de Hagenove), 1206]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1231_VIII_03.1/charter#anchor?q=%20nobilis%20hagenau Ludwig von Hagenau (Lodewicus nobilis de Hagenowe), 1231]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenova&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Reinhard von Hagenau (Reinhardus de Hagenova), 1279]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASei/SeitenstettenOSB/1299_X_20/charter?q=hagenowe Seifried von Hagenau (her Seifri von Hagenow) und Konrad von Hagenau (Chvnrat von Hagenowe), 1299]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1318_VI_11/charter?q=seifried%20von%20hagenau Seifried von Hagenau und seine Geschwister (Seifrit, Steffan, Haidnreich und Gedrawt von Hagnawe), 1318]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1344_V_23/charter#anchor?q=hagenaw Otto von Hagenau (Herr Ott von Hagenaw), 1344]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1345_IV_04/charter Otto von Hagenau (Ott von Hagenaw), intaktes Siegel, 1345]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfarre-boeheimkirchen.net/?Kirchen_der_Pfarre:Filialkirche_St._Peter_am_Anger, Stiftung der Hagenauer, Böheimkirchen - Filialkirche St. Peter am Anger, 1347]&lt;br /&gt;
*  [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1348_VIII_27/charter#anchor?q=hagenawer  Seifrid der Hagenauer und Stephan der Hagenauer (der Hagnawaer), 1348]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=zAGSI_3iDqEC&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;dq=seifried+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=u73uUMaBMOmI0AW-2oDICg&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=seifried%20hagenauer&amp;amp;f=false Seifried Hagenauer (Abt von Melk), 1378]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAsbach/107/charter?q=hagenaw Karel von Hagenau (Karel von Hagenaw, Pfleger und Richter zu Ernekk), intaktes Siegel, 1387]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AggOCart/1394_VII_10/charter?q=hagenawer Stephan Hagenauer (Stephan der Hagenawer), Burggraf zu Purkersdorf, 1394]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/14717_XI_23/charter?q=hagenawer Bergrecht, Zehent und Vogtrecht der Hagenauer, 1417]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1417_VII_28/charter Hans Hagenauer (Hanns der Hagenawer), intaktes Siegel, 1417][http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1418_III_01/charter?q=hagenawer ,intaktes Siegel 1418]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Ak8AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ZAIJUZHILuec0AWf7oBo&amp;amp;ved=0CEsQ6AEwBTgU#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false  Hans Hagenauer (der Edle Hanns Hagenawer), 1427]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=6zMvAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;dq=edle+georg+hagenauer+1439&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4eXuUJ--FZS20QW9rIG4Bg&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=edle%20georg%20hagenauer%201439&amp;amp;f=false  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), 1439]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1439_V_31/charter  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), intaktes Siegel, 1439]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=o7FOAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;dq=hanns+hagenauer+m%C3%BCnchen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2-ruUO7WJ-nD0QX1yoFA&amp;amp;redir_esc=y#v=snippet&amp;amp;q=joannis%20hagenauer%20&amp;amp;f=false Johannes Hagenauer (Joannis Hagenauer) 1453]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-ASP/Urkunden/U_142/charter?q=hagenawer Hans Hagenauer (Hannsen Hagenawer) Hauseigentümer in München, 1454]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=uZ4EAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA485&amp;amp;dq=monumenta+boica+Num.+CCXCVII+hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Vf8IUZHtIIWK0AXSu4GgCQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=monumenta%20boica%20Num.%20CCXCVII%20hagenawer&amp;amp;f=false Georg, Hans und Conrad Hagenauer (Jorg, Hanns, Conrat Hagenawer), 1456]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAldersbach/00986/charter?q=hagenawer Thomas Hagenauer (Thoman Hagenawer), 1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1470_03_16/charter?q=hagenaw Feste Hagenau (im Besitz der von Ahaim zu Hagenau), 1470]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=qSA3AAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA141&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=jwQJUbKfDe2N0wX72oDoBA&amp;amp;ved=0CD0Q6AEwAzha#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false Stephan Hagenauer (St. Hagenawer) zu Allershausen 1484, V. Hagenauer zu Westerndorff 1492]&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=139 Stephan Hagenauer zu Allerhausen, 1487]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=UcpAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA235&amp;amp;dq=hr.+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kG7wUOrhMOiI0AX-kYHYAw&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAQ#v=snippet&amp;amp;q=hagenauer%201489&amp;amp;f=false Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer), 1489]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/100/ASPjpgweb/ASP_14930530_1624-b_r.jpg Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), 1493]&lt;br /&gt;
*[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_1624-1493_V_30/charter Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), Abt Rupert V. Keutzl von St. Peter, 1493]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/240/K.._MOM-Bilddateien._~BayHStajpgweb._~Raitenhaslach._~BayHStA-KURaitenhaslach_14960829_1392_r.jpg  Leonhard Hagenauer? (Linhard Hagenwer), 1496]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Georg_Hagenauer_I. Sebastian Hagenauer de Allershausen 1554, Georg Hagenauer 1568]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1600_04_06/charter Peter Hagenauer, 1600]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Domkapitel%20Kloster%20St.%20Peter%20%201612%20Rupert%20Hagenauer&amp;amp;f=false Rupert Hagenauer, 1612]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hanns%20Hagenauer&amp;amp;f=false Hans Hagenauer, 1631]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-SLA/Urkunden/SLA-OU_16411129_r.jpg  Hagenauer Gut (Hagenau bei Maria Plain), 1641]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=m3dAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false  Georg und Johann Hagenauer, 1701-1731]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?hl=de&amp;amp;id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Matthias+Hagenauer&amp;amp;q=Hagenauer Georg und Matthias Hagenauer, 1709]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/BayHStA-Hoeglwoerth/BayHStA-KUHoeglwoerth_17191001_00169_r.jpg Mathias Hagenauer (Mathias Haagenauer), 1719]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00050988&amp;amp;pimage=67&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=de Anton de Hagenau - Epitaph, 1742] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=gyqHA8y4VzkC&amp;amp;pg=PA503&amp;amp;dq=Wessobrunn+Dominikus+%28Dominikus%29+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kIpxUYjIHIvHsgaA6oDQAg&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Wessobrunn%20Dominikus%20%28Dominikus%29%20Hagenauer&amp;amp;f=false, Dominicus (Dominikus) Hagenauer, SubPrior von Wessobrunn, 1717-1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-AES/Urkunden/1546/charter Georg (IV.) Hagenauer (Hagenauar), 1722]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AES/AES_17240320_ReiheB-238_r.jpg Johann Hagenauer, 1724]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT186&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false Georg Hagenauer, 1735]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00043074&amp;amp;pimage=58&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=fr Dominicus Hagenauer,1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?suchbegriff=hagenauer&amp;amp;c=suchen Wolfgang Hagenauer, 1760] [http://books.google.at/books?id=0m4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA83&amp;amp;dq=chiemsee+zu+hagenau&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CaHqUK-SBIPPtAaL5ID4BQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wolfgang%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1775][http://books.google.de/books?id=1-0NAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA251&amp;amp;dq=hagenauer++v.&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=83peU_7RBITasgaMtYGwBA&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwATgK#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20%20v.&amp;amp;f=false ,1782][http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008095/images/index.html?id=00008095&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=102 ,1726-1801]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Hofkalender+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Baptist Hagenauer, 1760] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&amp;amp;q=herr+von+hagenauer&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=49pqrwwNb4&amp;amp;sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCDgU Johann Baptist von Hagenauer, 1766][http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA357&amp;amp;dq=hagenauer+salzburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20salzburg&amp;amp;f=false ,1767-1771][http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=hagenauer+sohn+des&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20sohn%20des&amp;amp;f=false ,1773-80][http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA273&amp;amp;dq=von+hagenauer&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;hl=de&amp;amp;cd=23#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1782] [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=cTY5AAAAIAAJ&amp;amp;dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&amp;amp;q=+Hagenauer+#search_anchor  ,1785][http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;dq=johann%20baptist%20von%20hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR2&amp;amp;output=embed ,1791][http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA307&amp;amp;dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1802]  [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1803] [http://books.google.at/books?id=g8Y_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA698&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=MeNrUpTkBoSl4AS8_YHgDg&amp;amp;ved=0CDwQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1807] [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&amp;amp;pg=RA3-PA614&amp;amp;dq=samuel+baur+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1810] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=sFtNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RuZrUpm5AeTj4QSy24HgBw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwATge#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false Vikar Andreas Hagenauer, 1768 u. 1769]&lt;br /&gt;
* [http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien2/galerie1643.htm (Johann) Georg Hagenauer, 1778][http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10383222_00130.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;pubPlace_str={Pa%C3%9Fau}&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=%27Hagenauer+Georg%27&amp;amp;mode=simple&amp;amp;context=%27Hagenauer%20Georg%27 ,1783] [http://books.google.at/books?id=AtxBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=hochf%C3%BCrstlicher+pa%C3%9Fauischer+Kirchen-+georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EMjuULmoDozL0AWDiYC4BQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hochf%C3%BCrstlicher%20pa%C3%9Fauischer%20Kirchen-%20georg%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1784]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_4938-1786/charter#anchor?q=hagenauer   Dominikus (Kajetan Rupert) von Hagenauer, Abt von Salzburg, 1786] [http://books.google.at/books?id=fHDhzX_U8S8C&amp;amp;pg=PA313&amp;amp;dq=abt+dominikus+v.+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4bnuUNumJu-S0QXWl4A4&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=abt%20dominikus%20v.%20hagenauer&amp;amp;f=false   ,1790][http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-StiAMB/MbOSB/StAMB-Urkunden_18100505_A-2673a_r.jpg  , 1810]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?id=etlAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR69&amp;amp;lpg=PR69&amp;amp;dq=kameral+-+Bau+-+Director&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_11gpRW-XL&amp;amp;sig=bxN3ZhY-Apxg1zUQMczZOFPSK1o&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eCaIUISJPOek4gSL54C4Cg&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false   Johann Georg von Hagenauer, 1812]  [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:LOwZR7rTj-gC&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=da-bUI-RGcTYtAauw4G4Cw&amp;amp;ved=0CCwQ6AEwAA#v=snippet&amp;amp;q=georg%20von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1813]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_5095-1825/charter?q=hagenauer Franz de Paula von Hagenauer, Herr zu Radeck, Lehenbrief von Kaiser Franz I., 1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-biographie.de/sfz56640.html Josef Paul von Hagenauer u. Hersilie von Hagenauer, 1828]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=8PA9AAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA824&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=riANUMfaCczwsgb64YTxCA&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAjge#v=onepage&amp;amp;q=herr%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Lorenz III. (Giovanni) von Hagenauer,  1865][http://books.google.at/books?id=codBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA248&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kykNUMOpB8_CtAbgq_XTCA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBziMAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1870]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=Ci0NUKSZE430sgbXs-2DCQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=9U44AAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+von+hagenauer&amp;amp;q=simon+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) von Hagenauer, 1875]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=pianogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Pio IX, Nobile Francesco III. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrpiano.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Uniform, 1884] &lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Datei:Baronesse_amelie_de_hagenauer.jpg Amélie Baronin von Hagenauer, 1888]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=ghegogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Gregorio Magno, Nobile Simon II. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrghego.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede  Uniform, 1889]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=BloIUInHBcKUsgaaxOiJAw&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=DaBtAAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+hagenauer&amp;amp;q=freiherr+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) Baron von Hagenauer (Freiherr von Hagenauer), 1905]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=MlZ1UIKPD4TXtAbQxICoDQ&amp;amp;id=GxkfAQAAMAAJ&amp;amp;dq=ranglisten+des+kaiserlich+und+1916&amp;amp;q=hagenauer#search_anchor  Rittmeister Pyrrhus von Hagenauer, 1916]&lt;br /&gt;
* [http://www.gerechte-der-pflege.net/wiki/index.php/Berta_Hagenauer Berta Baronin von Hagenauer, 1944-1945]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=5F5LAAAAYAAJ&amp;amp;q=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;dq=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=UQvkUJDwFYWg0QXeJA&amp;amp;redir_esc=y  Pyrrhus (Pirro) Baron Locatelli de Hagenauer, 1957]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=THhmAAAAMAAJ&amp;amp;q=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;dq=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xo9fU8CsJI6Wswb0jYCYDg&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAA Sabine Baroness von Hagenauer (verheiratete Proksch), 1959]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=iSWdfnLbP9UC&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;dq=Locatelli-Hagenauer,&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pV6wUf-KIsWxO_HrgPgK&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Locatelli-Hagenauer%2C&amp;amp;f=false  Alexander (Alessandro) Baron Locatelli de Hagenauer 1972 und 1977]&lt;br /&gt;
*[http://archiviostorico.corriere.it/1997/aprile/02/Notte_terrore_per_contessa_co_0_9704022842.shtml Gabriella, vedova del barone Locatelli de Hagenauer, 1997]&lt;br /&gt;
* [http://www.gastaldiglobal.com/dmc/ggt_news_dettaglio.asp?id=108 Marie baronessa Locatelli de Hagenauer, 2010]&lt;br /&gt;
* [http://ilpiccolo.gelocal.it/cronaca/2014/03/28/news/e-morta-la-baronessa-locatelli-de-hagenauer-1.8943035 Elena baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Hagenauer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=125 Genealogie des bayrischen Adels, Hagenau von und zu Hagenau, 992-1484]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnowe&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten von Hagenau (de Hagnowe), 1088 u. 1315]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenowe&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenowe), 1116-1382]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenaw&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenaw), 1125-1398]&lt;br /&gt;
* [http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 Karte mit Forst und Edelsitz Hagenau (Hagnawe, Hagenovve) bei Schrobenhausen, um  1300]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagenawer), 1317-1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawer), 1330-1474]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawaer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawaer), 1347-1366]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenauer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnower, Hagnawer, Hagenawer, Hagenauar, Hagenauer), 1314-1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/165-texte/1078-martin.html Hundert Salzburger Familien, 1938]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/76-froe/748-froe-h01.html Der Adel der Habsburgermonarchie im 19. und 20. Jahrhundert, 2008]&lt;br /&gt;
* [http://www.almanachdegotha.org/id206.html  Almanach de Saxe Gotha, 2013]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=vtZbE_AGz1Q Italien, &amp;quot;Vom schwarzen und vom weißen Adel&amp;quot;, Dokumentation 2014]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)|!|Hagenauer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer&amp;diff=334722</id>
		<title>Hagenauer</title>
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		<updated>2014-06-20T08:46:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Der Wiener Zweig */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Hagenau-Wappen Sm.png|thumb|Stammwappen der Herren von Hagenau, Helmzier der österreichischen Linien]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hagenauer&#039;&#039;&#039; sind ein altes ursprünglich bairisches Geschlecht, das im Jahr [[994]] mit dem Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie stammen aus der Gegend um Freising in [[Bayern]]; ihr Stammsitz bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising) war der Forst und Edelsitz Hagenau, von dem sich ihr Namen ableitet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - ihre Herkunft]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Hagenauer haben Historiker in den Freisinger Urkunden an Hand von Leitnamen und nach der Lage von Erbgütern bis ins Jahr 763 zurückverfolgt, was allerdings nicht gesichert ist. 763 wurden ein Abt Reginbert (Reginperht) mit dessen Bruder Irmenfried als Gründer des Klosters Scharnitz genannt. In den Freisinger Urkunden tauchten in nachfolgenden Generationen ein Erchenwert, Hartwich, nochmals ein Reginbert, Radolt, wiederum ein Reginbert, bis hin zu Rapoto und Fridericus auf, der 963 mit seinen Kindern erwähnt wurde. Der namensgebende Herkunftsort der Herren von Hagenau war der Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, nordwestlich von Freising. Der erste als &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; genannte aus dem Geschlecht war der Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau, der erstmals [[994]] urkundlich aufscheint. Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in den Freisinger Urkunden erwähnt. Als Stammvater der Hagenauer wird jedoch der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen. Ende des 11. Jahrhunderts siedelten sich Mitglieder des Geschlechts in [[Oberösterreich]] (Hartwicus von Hagenau 1088) und [[Niederösterreich]] (Reimprecht von Hagenau 1098) an und errichteten dort zwei weitere Sitze. Somit besaßen die in drei Linien (Stämme) verzweigten Hagenauer im [[12. Jahrhundert]] gleichzeitig drei Stammsitze, den ursprünglichen Edelsitz bei Schrobenhausen in Bayern, den Stammsitz bei [[Braunau am Inn]] in Oberösterreich, und den Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich. Die Burg Hagenau in Oberösterreich wurde zusammen mit mehreren Lehen [[1239]] eingezogen und (wahrscheinlich) bereits im selben Jahrhundert erlosch diese Braunauer Linie. Der Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich wurde im Jahr [[1347]] aufgegeben und im [[15. Jahrhundert]] erlosch auch der Böheimkirch´ner Stamm. Der Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen der bayrischen Linie wurde nach Verwüstungen verlassen und [[1364]] geschliffen, der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen (nordwestlich von Freising). Allershausen verblieb bis [[1484]] im Familienbesitz und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen verkauft. Das letzte Gut bei Allershausen in Bayern wurde um 1530 von Stephans Verwandten Georg Hagenauer aufgegeben. Um 1550 ließ sich dessen Sohn Sebastian Hagenauer de Allershausen im [[Erzbistum Salzburg]] bei [[Piding]] nieder. Sein Sohn Georg, Begründer der noch heute blühenden Salzburger Linie (als Wiener und Triester Zweig), wurde [[1568]] in einer Salzburger Urkunde mit seinem Gut am [[Högl]] genannt. Später waren sie in [[Ainring]] und der Stadt Salzburg beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer tauchten im 10. Jahrhundert in Bayern bei Freising auf und teilten sich im 11. Jahrhundert in die Freisinger, die Braunauer und die Böheimkirch´ner Linie. Die Braunauer Linie erlosch im 13. Jahrhundert, die Böheimkirch´ner Linie im 15. Jahrhundert. Die älteste Linie (Freisinger) setzte sich im 16. Jahrhundert im Erzbistum Salzburg als Salzburger (Ainringer) Ast fort. Aus diesem Salzburger Ast gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende Hagenauer starb Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm  ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch&#039;ner Stamm]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde Bischof Reginbert von Hagenau.jpg|miniatur|Urkunde des Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, 1147]] Im Jahr [[994]] wird in einer Urkunde &amp;quot;&#039;&#039;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&#039;&#039;&amp;quot; (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) und somit erstmals das Geschlecht der Hagenauer genannt. Mit diesem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau (992 - 1005) begann der einstweilige Aufstieg des Geschlechts. Im Zuge der Missionierung, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten im 11. Jahrhundert einige edelfreie Herren von Hagenau in Richtung südöstlicher Grenze. Dort bekleideten sie Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes Freising, des Hochstiftes Regensburg und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Die Hagenauer von Hagenau hatten sich Ende des 11. Jahrhunderts in drei Linien verzweigt und besaßen neben ihren drei Stammsitzen (bei Freising in Bayern, bei Braunau am Inn in Oberösterreich und bei Böheimkirchen in Niederösterreich) eine große Anzahl von Lehen. Im 13. Jahrhundert begann, bedingt durch die Veränderung der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und durch den Aufstieg der Wittelsbacher, der Abstieg der Hagenauer. Unter den Urkunden des [[14. Jahrhundert|14.]] und 15. Jahrhunderts befanden sich viele Verkaufsurkunden sowie Urkunden über die Einziehung ihrer Güter. Etliche aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau begaben sich in den Schutz aufstrebender Städte des Mittelalters, wie St. Pölten, Wien, Klosterneuburg oder München, wo sie als Patrizier und Bürger genannt wurden. Schließlich erlosch die oberösterreichische sowie die niederösterreichische Linie der Hagenauer (im 13. und im 15. Jahrhundert), wobei die Freisinger Linie keine Besitzungen oder Lehen übernehmen konnte. Als die Freisinger Linie letzendlich verarmt war, wanderte einer der letzten Hagenauer der bayrischen Linie in das Erzbistum Salzburg aus, wo er eine neue Linie begründete. Nach Salzburg bestanden ja bereits vor 1500 urkundlich belegte Kontakte zu alteingesessenen Patrizier-Familien, die hohe Stellungen (wie [[Erzbischof|Erzbischöfe]] oder [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]]) in Salzburg inne hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Salzburger Linie ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - die Salzburger Linie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Freising kommend, ließ sich Mitte des [[16. Jahrhundert]]s Sebastian Hagenauer de Allershausen (aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau) im Erzbistum Salzburg am Seyfriedengut unterhalb der Burg Staufeneck (Mauthausen bei Piding) nieder. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.|Georg]] wurde 1568 mit seinem Gut am [[Högl]] (damals Salzburg) sowie einer Mühle genannt. Er gilt als der Begründer der Salzburger Linie (Ast) der Hagenauer. Dessen drei Söhne Wolfgang, Rupert und Georg waren in unmittelbarer Nähe ebenfalls begütert und hatten in alte Geschlechter des [[Rupertiwinkel]]s geheiratet. Ab Ende des 16. Jahrhunderts findet man sie in den Salzburger Urkunden als Urbar-Verwalter von Gütern des Domkapitels, des Erzstifts St. Peter sowie als Gutsverwalter von [[Schloss Staufeneck]]. Im [[17. Jahrhundert]] gelang ihnen durch den Handel mit Gewürzen, Stoffen und Metallen erneut ein Aufstieg. Die Hagenauer von Hagenau erhielten 1671 eine Wappenbesserung und die Bestätigung ihres Adels durch den kaiserlichen Palatin. Durch enge Beziehungen zu den jeweiligen Erzbischöfen und zum Erzstift St. Peter, durch Ämter am Salzburger Fürstenhof, sowie durch Reichtum und Nepotismus, erlangten sie Ansehen und Einfluss in Salzburg. Bekannt wurden die Hagenauer als Förderer und Freunde der [[Mozart]]s und [[Johann Michael Haydn|Haydn]]s, als Künstler von Erz- und Fürstbischöfen, sowie als einflußreiche Geistliche ([[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]). Zwischen 1800 und 1816 hatten jedoch die napoleonischen Kriege das Erzbistum Salzburg und somit auch die Hagenauer hart getroffen. Einige Familienmitglieder wanderten vorerst in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz aus, deren Nachkommen dann nach Wien, die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Andere Hagenauer lebten bereits seit 1775 in der damaligen österreichischen Hafenstadt Triest. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende aus diesem Geschlecht war Josef Leopold Hagenauer. Josef Leopold war unter anderem Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Er starb im Jahr 1850 auf seinem Sitz [[Schloss Mönchstein]], das 1887 von seine Erben verkauft wurde. Die heute im Bundesland Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit diesem Geschlecht derer von Hagenau verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Wiener Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Wiener Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer (Baronne Amélie de Hagenauer), Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Die napoleonischen Kriege hatten Salzburg und die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. 1810 war Salzburg als [[Salzachkreis]] nun bayerische Provinz geworden und von 1814 bis 1854 kam das Land Salzburg als fünfter Kreis zu &amp;quot;Österreich ob der Enns&amp;quot; (Oberösterreich) mit dem Verwaltungssitz in Linz. Obwohl die Hagenauer in Salzburg noch auf Schloss Mönchstein, am [[Gurkerhof]] und auf der [[Burg Radeck]] saßen, übersiedelte die nachfolgende Generation bereits in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz. In Linz bekleideten sie als k.k. Landesbeamte die Ämter des Registratur-Direktors sowie des Landes-Baudirektors. Das gesellschaftliches Umfeld der Hagenauer bestand nun hauptsächlich aus anderen adelige Beamtenfamilien, hohen Vertretern des Klerus, sowie vielen heute noch bekannten Künstlern wie Franz Schubert, Adalbert Stifter, Moritz von Schwind etc.. Um 1870 übersiedelte Franz de Paula von Hagenauer von Linz nach Wien, sein Neffe Arnold folgte ihm später dorthin. Die anderen Linzer Hagenauer starben in Linz, ohne jedoch männliche Nachkommen zu hinterlassen. In Wien wurde Arnold von Hagenauer während des Studiums der Veterinärmedizin zunehmend als Schriftsteller tätig. Schließlich gab er sich der Schriftstellerei vollends hin, blieb unverheiratet und starb bei einem Unfall. Sein bereits früher nach Wien gezogener Onkel Franz de Paula war in Wien Direktor einer Triester Assekuranz, in der er ausschließlich kirchliche Gebäude in der Monarchie versichert hatte. Er betätigte sich, wie viele seiner Vorfahren und Nachkommen auch, sehr aktiv in der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. verlieh dem &amp;quot;&#039;&#039;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&#039;&#039;&amp;quot; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, als auch &amp;quot;&#039;&#039;für die Verdienste seiner Vorfahren&#039;&#039;&amp;quot;, die erbliche römische Baronie. Sein Sohn Simon (II.) Baron von Hagenauer heiratete in die in Wien lebende französisch-italienische Bankiersfamilie Thomas, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis eine große Anzahl von Künstlern zählten (Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach oder Ernst Lafite), vornehmlich jedoch Musiker. Mit den Lateranverträgen von 1929 wurde die päpstliche Baronie der Hagenauer im Königreich Italien rückwirkend anerkannt und per späteren Dekret als italienischer Adel auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts ausgedehnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938 wurde Hofrat Simon (III.) Baron von Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, massiv unter Druck gesetzt. Infolge seiner streng katholischen Gesinnung wurde er genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Die 1940 verwitwete Berta Baronin von Hagenauer war in Wien auf Grund ihrer ebenso religiösen Überzeugung in einer Widerstandsgruppe gegen das [[NS]]-Regime tätig. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn Wolfgang, der 1940 auf ein Schweizer Internat (St. Gallen) geschickt worden war um ihn der NS-Propaganda zu entziehen, leistete später in den Bergen Liguriens (Küstenregion in Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das totalitäre Regime des Faschismus. Seine Söhne sandte er in den 1970er Jahren auf ein Salzburger Internat, deren zahlreiche Nachkommen heute in Wien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Triester Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Triester Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1775]] hatte Ignaz Joachim von Hagenauer, der Begründer des Triester Zweiges, in der (damals noch österreichischen) Hafenstadt Triest sehr erfolgreich ein Handelshaus gegründet. Nach etlichen Schwierigkeiten während der napoleonischen Zeit gelang es ihm aber wieder das Handelshaus zum ersten Haus von Triest zu machen. 1814 wurde die Versicherungsgesellschaft &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; von Ignaz Joachim von Hagenauer mitbegründet, deren Direktor er wurde. Nach 1819 erwarben die Hagenauer die Villa Murat (Schloss der Caroline Bonaparte, Königin von Neapel) in Triest. Als Ignaz 1824 starb, übernahmen seine zwei Söhnen Johann Lorenz und Josef Paul das Handelshaus. Der ältere, Johann Lorenz (III.), wurde später Direktor der Lloyd Austriaco Versicherungsanstalt, sowie Vize-Präsident des constituirenden ersten österreichischen Reichstags in Triest (Partei Graf Stadion). Sein Bruder Josef Paul war ausschließlich als Handelsherr tätig, starb jedoch früh. Dessen Sohn Ignaz führte als Student und später beim Militär ein bewegtes Leben (Affären, Duelle, Spielschulden etc.). Nachdem Ignaz die k.k. Armee verlassen mußte, gründete er auf seinem Gut eine Reitschule für die gehobene Triester Gesellschaft, auf dem er jedoch bald verstarb. Sein Sohn Pyrrhus von Hagenauer wuchs auf diesem Reitgut auf und wurde einer der besten Reiter in der k.u.k. Armee. Durch seine Heirat und Arrogation in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren Locatelli von Eulenburg und Schönfeld (aus Friaul) wurde Pyrrhus sehr vermögend. 1923 erhielt &#039;&#039;&amp;quot;nobile Pyrrhus de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; durch die königliche Consulta Araldica per Dekret die Bestätigung seines Freiherrenstandes im Königreich Italien mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot;di barone del S.R.I. di Eulenburg ed Schönfeld&amp;quot;&#039;&#039;. Sein älterer Sohn Carl Georg Baron von Locatelli-Hagenauer starb während dessen Pilotenausbildung bei der königlichen italienischen Luftwaffe bereits 1942. Jedoch setzte sein jüngerer Sohn Alexander (1924 - 1987) durch die Adoption seines Stiefsohnes George Albert die Triester Linie fort. Dessen Nachkommen leben heute in Lucca und Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beständig katholische Adelsgeschlecht der Hagenauer stand stets in enger Beziehung mit der römisch-katholischen Kirche; vorerst über das Hochstift Freising, das Hochstift Regensburg und das Hochstift Passau, später über das Erzbistum Salzburg und da im Besonderen mit der Erzabtei St. Peter. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare), und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern am Salzburger Fürstenhof, am fürstbischöflichen Hof Gurk und am Hof des Fürstbistums Passau tätig. Als Künstler wurden Hagenauer hauptsächlich von katholischen Erzbischöfen, Fürstbischöfen, Domherren und Äbten beauftragt, daneben aber auch von katholischen Monarchen aus dem österreichischen Kaiserhaus und dem bairischen Kurfürstentum, sowie von Mitgliedern der katholischen Hocharistokratie. Ab circa 1865 oblag Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl von Gebäuden der katholischen Kirche in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese beständige wechselseitige Beziehung, zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer, manifestierte sich in kirchlichen Stiftungen, in der Verwaltung kirchlicher Güter, sowie in der Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen durch die Hagenauer. Andererseits wiederum erlangte das Geschlecht der Hagenauer durch und von der Kirche Besitz und Privilegien (Lehnsrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter), sowie die Aufnahme in päpstliche Ritterorden und die Verleihung der päpstlichen Baronie. Unter den Mitgliedern dieses Geschlechts findet man neben außergewöhnlichen Kirchenmännern aber auch Kreuzritter, vermögende Handelsherren, Mäzene, Künstler, Freimaurer und Mitglieder in anderen Geheimgesellschaften, sowie Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Fürstengang Bischöfe 16 - Gottschalk von Hagenau.jpg|Gottschalk von Hagenau, XVI. Bischof von Freising 994 - 1005&lt;br /&gt;
Datei:Seifried von Hagenau.jpg|Seyfried von Hagenau bzw. Hagenauer, XXVII. Abt von Melk 1378 - 1382&lt;br /&gt;
Datei:Johann Lorenz v. Hagenauer.jpg |Johann Lorenz von Hagenauer (1712 -1792), Mäzen und Freund Mozarts&lt;br /&gt;
Datei:Dominikus-hagenauer-della-croce.jpg |Dominikus von Hagenauer (1746 - 1811), LXXVII. Abt von St. Peter 1786 - 1811&lt;br /&gt;
Datei:Ignaz Joachim von Hagenauer.jpg|Ignaz Joachim von Hagenauer (1749 - 1824), Freimaurer, Handelsherr und Gründer der &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; in Triest&lt;br /&gt;
Datei: Johann Lorenz III. von Hagenauer.jpg|Johann Lorenz III. von Hagenauer (1800 - 1877), Präsident der Lloyd Austriaco, VPräsident des ersten österreichischen Reichstags &lt;br /&gt;
Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|Franz d. P. III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Großkreuz-Ritter des Piusordens, Direktor der Assicurazioni Generali&lt;br /&gt;
Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|Simon II. Baron von Hagenauer (1852 - 1920), Großkreuz-Ritter des Gregoriusordens, Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà &lt;br /&gt;
Datei:Arnold von Hagenauer.gif|Arnold von Hagenauer (1871 - 1918), Literaturkritiker und Schriftsteller in Wien &lt;br /&gt;
Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|Simon III. Baron von Hagenauer (1881-1940), Bezirkshauptmann, wirkl. Hofrat, Opfer der NS-Diktatur &lt;br /&gt;
Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|Berta Baronin von Hagenauer (1903-1972), Widerstandskämpferin in der NS-Zeit &lt;br /&gt;
Datei:Baron pyrrhus locatelli hagenauer (sterbebild).jpg|Pyrrhus Baron Locatelli - Hagenauer (1890 - 1961), k.k. Rittmeister, Bankier&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft, seinen Wandel und seine Bedeutung]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 994 wurde das Geschlecht der Hagenauer als &#039;&#039;&amp;quot;stirps nobilis de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (edles Geschlecht von Hagenau) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der Herkunft aus dem Gebiet Hagenau nördlich von Freising (Bayern) mit dem sich darauf befindlichen Edelsitz Hagenau ab. Der Flurname &amp;quot;Hagenau&amp;quot; setzt sich aus den beiden Begriffen Hagen und Au zusammen, die ihre Wurzeln in der germanischen Sprache (haga und awjo) haben. Der Name veränderte sich im Althochdeutschen (hagan und awa) und im Mittelhochdeutschen (Hagen und Ouwe), um schließlich im Frühneuhochdeutschen zum heutigen &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; zu werden. Der Name &amp;quot;von Hagenau&amp;quot;, der sich ab dem 14. Jahrhundert zunehmend und ab dem 15. Jahrhundert gänzlich zu &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; gewandelt hatte, bedeutet soviel wie &amp;quot;von der umzäunten Au&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand und Wappen ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Stand und Wappen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|Siegel des Karel von Hagenau (auch Hagenauer), 1387]] Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr [[994]] bereits als adeliges Geschlecht genannt. Im 13. Jahrhundert begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und 15. Jahrhundert führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Bereits um 1500 waren die Herren von Hagenau verarmt und ihr Adel infolge von Mesalliance verdunkelt. Ab dem 16. Jahrhundert gelang ihnen in Salzburg erneut der Aufstieg und im 17. Jahrhundert erhielten die Herren Hagenauer die Bestätigung ihres alten Adelswappens mit Wappenmehrung durch den kaiserlichen Palatin. Im 18. Jahrhundert wurde Mitgliedern des Geschlechts vom Salzburger Erzbischof als auch vom Passauer Fürstbischof das Adelsprädikat bestätigt. Der Wiener Linie wurde im 19. Jahrhundert das päpstliche Baronat (schwarzer Adel) verliehen. Per späteren Dekret wurde der erbliche italienische Freiherrenstand mit Ausdehnung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts für das Königreich Italien (weißer Adel) rückwirkenden anerkannt. Auch die Triester Linie Locatelli-Hagenauer erhielt nach Adelsarrogation die spätere Anerkennung ihres Freiherrenstandes im Königreich Italien (weißer Adel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hagenauer Stammwappen, das in vielen Urkunden, an Grabstätten und Gebäuden zu finden ist, zeigt einen Dreiberg mit Hagenbaum (-strauch). Aus dem Jahr [[1137]] stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich). Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg eine Wappenmehrung mit zwei schwarzen auffliegenden Adlern auf goldenem Grund, die Helmdecke nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold) tingiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbbegräbnisse ==&lt;br /&gt;
* Freisinger Stamm:  Kloster Weihenstephan bei Freising &lt;br /&gt;
** Salzburger Linie: [[Erzstift St. Peter]] in Salzburg ([[Petersfriedhof|Gruft]] Nr. XV, XVI sowie LII) bis [[1930]]&lt;br /&gt;
* Böheimkirchner Stamm: ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen&lt;br /&gt;
* Braunauer Stamm: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Genealogie der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stammvater wird der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen, von dem sich in direkter Stammlinie alle Nachkommen der Hagenauer ableiten. Ende des 11. Jahrhunderts hatten sich die von Hagenau in drei Linien verzweigt, wobei die zwei jüngeren Linien bereits im 13. und 15. Jahrhundert erloschen und nur die älteste Linie (der Freisinger Stamm) sich im Mannesstamm fortsetzte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der letzte bayrische Stammsitz in Allershausen aufgegeben, wonach ein Nachkomme Bayern verließ und diese Linie in Salzburg (als Salzburger Linie) fortpflanzte. Diese Salzburger Linie verzweigte sich kurz nach 1600 erneut in drei Linien (Wolfgang, Johannes und Georg), wobei die beiden jüngeren Linien ebenfalls im Mannesstamm erloschen. Aus der ältesten (Wolfgang´schen) Linie gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor, die beide heute noch blühen. Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses Hagenauer wurde vorerst ein Überblick der einzelnen Stämme, Linien, Äste und Zweige (mit den Begründern sowie den gegebenen Falls Letzten) wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit &amp;quot;Georg I.&amp;quot;) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen - Hypothesen und Fakten ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 16. Jahrhunderts erschienen in verschiedenen Publikationen diverse Theorien über die Herkunft, die Genealogie und die Geschichte der Hagenauer. Infolge des ursprünglich spärlichen Quellenmaterials waren die ersten Arbeiten über die Herren von Hagenau sehr fragmentarisch und enthielten Fehler. In späteren Publikationen setzten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Wiederholung von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Fehler und Vermutungen fort. Jedoch hatten Historiker ab dem 19. Jahrhundert durch umfangreiche und gezielte Quellenforschung, sowie durch die Erschließung von neuem Quellenmaterial (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Registern, Briefen, Analen, Biographien, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruiert und frühere Irrtümer berichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Geschlecht der Herren von Hagenau tauchten ab dem 13. Jahrhundert auch andere namensgleiche Geschlechter auf, die sich ebenfalls von Hagenau bzw. später auch Hagenauer genannt hatten. Die meisten dieser Geschlechter kamen, soweit es sich nachvollziehen lässt, aus unterschiedlichen Orten und Städten Hagenau, von denen sie ihren Namen abgeleitet hatten. Sie traten in Urkunden manchmal in (zum Geschlecht der Herren von Hagenau) divergierender Schreibweise auf, führten aber vor allem andere Wappen. Diese Geschlechter und Familien waren in der [[Schweiz]], in [[Bayern]], im [[Elsass]] und in Hessen ansässig. Ebenso wurden Mitglieder von Hagenauer Geschlechtern in [[Tirol]], in [[Oberösterreich]] und in [[Niederösterreich]] urkundlich erwähnt, wobei die meisten jener Geschlechter heute ausgestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sitze und Besitzungen ==&lt;br /&gt;
* Edelsitz und Lehen Hagenau bei Schrobenhausen, um [[1006]] bis [[1348]], geschliffen&lt;br /&gt;
* Gut bei Natz, Brixen ([[Südtirol]]), um [[1078]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen bei Neuburg am Inn, um [[1080]] &lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei [[Braunau am Inn]], erstmals erwähnt [[1088]] bis [[1262]], [[1571]] durch Brand und Hochwasser zerstört&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen, Niederösterreich, [[1098]] bis [[1347]], ([[1529]] im Türkenkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* Burg Zelking, wahrscheinlich von den Herren von Hagenau vor [[1100]] erbaut, bei Melk (Niederösterreich), Ruine &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei [[Anthering]], um [[1110]] bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Steyregg, ([[Oberösterreich|OÖ]]) bis ca. [[1150]] &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei [[Ainring]], Hagenauer Mühle,  bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)&lt;br /&gt;
* Gut in Sandelzhausen, Mainburg &lt;br /&gt;
* Gut bei Salmading, Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Schroßlach bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Pellhausen bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Piegendorf, Loiching (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Puchheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Elsenbach Dorfen&lt;br /&gt;
* Gut bei Seeon, im Chiemgau (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen und Hof zu Schauching (NÖ), bis [[1366]]&lt;br /&gt;
* Freieigener Hof zu Tresdorf (NÖ), ab [[1366]]&lt;br /&gt;
* Gut und Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen (NÖ), bis [[1347]]&lt;br /&gt;
* Mühle bei Moos an  der Fischau (bei Wr. Neustadt, NÖ) um [[1431]]&lt;br /&gt;
* Güter und Lehen zu Perchtoldsdorf (NÖ), mit Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent bis [[1439]]&lt;br /&gt;
* Gut Eggenberg bei Allershausen (Bayern), bis [[1484]]&lt;br /&gt;
* Gut in Westerndorf (bei Allershausen), bis [[1530]] oder 1545&lt;br /&gt;
* Seyfried(en)hof in Mauthausen bei [[Piding]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1550]]&lt;br /&gt;
* Hög(g)lgut bei [[Ainring]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1568]]&lt;br /&gt;
* Mautmühl, Mühl in Hagenau (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1614]]&lt;br /&gt;
* Ainringer Hof, in Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1635]]&lt;br /&gt;
* Messerschmiedhaus zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1640]]&lt;br /&gt;
* Aman(n)gut, (Vogtgut) zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1672]]&lt;br /&gt;
* Haus in Salzburg, [[Getreidegasse]] Nr. 7, um [[1676]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Haus&amp;quot; in Salzburg, [[Mozarts Geburtshaus]] Getreidegasse Nr. 9, [[1712]] bis [[1831]]&lt;br /&gt;
* Hu(e)berhof zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1720]]&lt;br /&gt;
* Geppingergut in Gepping bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1720]] &lt;br /&gt;
* Habnerguet (Weirerguet) zu Berg, ab [[1721]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Landhaus&amp;quot; im [[Nonntal]] Nr. 10 (heute [[Nonntaler Hauptstraße]] Nr. 24), ab [[1745]] &lt;br /&gt;
* [[Gurkerhof]] in Salzburg, [[1748]] - [[1835]] &lt;br /&gt;
* Seuerlhof in Adelstetten, um [[1760]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;[[Hasenhaus]]&amp;quot;, Haus am [[Kranzlmarkt]] Nr. 4 in Salzburg, [[1789]]&lt;br /&gt;
* Hallergut in [[Viehhausen]]&lt;br /&gt;
* Villa (des Königs) Murat in Triest, ([[Friaul-Julisch Venetien]], damals k.u.k Österreich, heute [[Italien]]), seit [[1819 ]] &lt;br /&gt;
* Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12), um [[1824]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Radeck]] auch Schloss Radeck genannt, mit den Gütern Seichterberg und Strobl, [[1825]] - [[1837]] &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Schlösschen&amp;quot;, [[Schloss Mönchstein]] in Salzburg, [[1833]] - [[1887]] &lt;br /&gt;
* Gut und Schloss (Villa) Angoris bei Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, seit 1918 Italien), bis [[1936]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), bis [[1922]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
* Villa Bendinelli in Lucca, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wiguleus Hund à Sulzemos: &#039;&#039;[[Metropolis Salisburgensis]]&#039;&#039;, Ingolstadt 1582&lt;br /&gt;
* [[Wiguleus Hunt|Wiguleus Hund]] à Sulzemos: &#039;&#039;Bayrisch Stammen-Buch: Der erst(ander) Theil&#039;&#039;, S.219f, Ingolstadt 1585  &lt;br /&gt;
* Gabriel Bucelin(us): &#039;&#039;Germania topo-chrono-stemmatographica sacra et profana&#039;&#039;, Band IV, Ulm 1678&lt;br /&gt;
* Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): &#039;&#039;Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13&#039;&#039;: Hagenau von und zu Hagenau, handschriftliche Aufzeichnungen in der Bayerischen Staats-Bibliothek&lt;br /&gt;
* Philibert Hueber: &#039;&#039;Austria Ex Archivis Mellicensibus Illustrata&#039;&#039;, Leipzig 1722&lt;br /&gt;
* P. Carl Meichelbeck: &#039;&#039;Historia Frisingensis: Prima Quinque Ab Adventu S.Corbiniani I.Episcopi Saecula ...&#039;&#039;, Bd. I, Augsburg 1724 [http://books.google.at/books?id=L2JEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;lpg=PA87&amp;amp;dq=meichelbeck+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=tlrCrqTna0&amp;amp;sig=dBsIpVXxt4Q0SaXC8jfSzfpffTk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q48LUsC6CYnx4QT01IHgDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=meichelbeck%20hagenauer&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Raimund Duellius: &#039;&#039;Excerpterum Genealogico - Historicorum, Libri Duo&#039;&#039;, Leipzig 1725&lt;br /&gt;
* Johann Georg Schnürer: &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen und Hof/Kalender, 1735&#039;&#039;, Salzburg 1735&lt;br /&gt;
* Hans-Jacob Leu: &#039;&#039;Allgemeines Eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon, 9. Theil von Go-He&#039;&#039;, bey Hans Ulrich Denzler, Zürich 1754&lt;br /&gt;
* Placidus Berhandtsky: &#039;&#039;Auszug der Neuesten Chronick des alten Benediktiner Klosters zu St. Peter in Salzburg, Zweyter Theil&#039;&#039;, Joh. Jos. Mayers sel. Erbinn Buchhandlung, Salzburg 1782&lt;br /&gt;
* J. Gerold: &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1784 &lt;br /&gt;
* Ludwig Albrecht Gebhardi: &#039;&#039;Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland&#039;&#039; Bd. III, Halle 1785&lt;br /&gt;
* Passauer Kirchenbuch, handschriftliche Eintragung am 21. September 1786 (Hochzeit des Johann Georg v. Hagenauer mit Karolina Leopoldina Antonia Freyin v. La Marre), Passau &lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist von Hagenauer|Johann Bapt. v. Hagenauer]]: &#039;&#039;Unterricht von der Proporzion des Menschen&#039;&#039;, k.k. Hofbuchdrucker Joseph Edler von Kuzbeck, Wien 1791 [http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=johann+bapt.+v.+hagenauer+1791&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=dmLZUuLzD46TswaXwYCYBQ&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=johann%20bapt.%20v.%20hagenauer%201791&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* F.K. Wißgrill: &#039;&#039;Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand&#039;&#039;, Bd IV, 1794&lt;br /&gt;
* [[Johann Bernhard Zezi]]:  &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender / 1794&#039;&#039;, Salzburg 1794&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1802&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1803&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staats-Schematismus des Österreichischen Kaiserthumes, 1807&#039;&#039;, Wien 1807&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Baiern, 1812&#039;&#039;, München 1812&lt;br /&gt;
* Franz Xaver Weilmeyr: &#039;&#039;Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises&#039;&#039;, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schematismus der Diözesan-Geistlichkeit des Erzbisthums Salzburg, auf das Jahr 1814&#039;&#039;, Salzburg 1814&lt;br /&gt;
* Samuel Baur: &#039;&#039;Neues Historisch- Biographisch- Literarisches- Handwörterbuch&#039;&#039;, VI. Bd., Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1816&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Pillwein]]: &#039;&#039;Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler&#039;&#039;, Salzburg 1821&lt;br /&gt;
* Franz Anton Sinnacher: &#039;&#039;Beyträge z. Geschichte d.bischöfl. Kirche Säben u. Brixen in Tyrol&#039;&#039;, Band 6, Brixen 1828&lt;br /&gt;
* Benedikt Pillwein (Hrsg.): &#039;&#039;Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg&#039;&#039; Bd. IV, Der Innkreis, Linz 1832&lt;br /&gt;
* [[Joseph Philipp Fellner]]: &#039;&#039;Familiengeschichte Fel(l)ner&#039;&#039;,  handschriftliche Aufzeichnungen, Wien 1833 (Privat-Archiv, Salzburg) &lt;br /&gt;
* Franz Xaver Scheidhardt: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836&lt;br /&gt;
* Friedrich Freiherr v. Schweickhard: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. IX, Wallishausser´s  Buchdruckerei, Wien 1837&lt;br /&gt;
* Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, Leipzig 1838&lt;br /&gt;
* Joseph Schöller: &#039;&#039;Die Bischöfe von Passau und ihre Zeitereignisse&#039;&#039;, Druck und Verlag Pustet´sche Buchhandlung, Passau 1844&lt;br /&gt;
* Andreas Chabert: &#039;&#039;Chronik Chabert&#039;&#039;, Familienchronik mit einem Kapitel über die Hagenauer, handschriftliche Aufzeichnungen, Linz 1847 (Privat-Archiv, Salzburg und Wien)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]]: &#039;&#039;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich&#039;&#039;, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 1, 1848 &lt;br /&gt;
* Martin v. Deutinger, Dompropst zu München (Hrsg.):&#039;&#039;Beyträge zur Geschichte, Topographie und Statistik des Erzbistums München und Freising&#039;&#039;, Bd. VI, München 1854&lt;br /&gt;
* Heinrich Gentner: &#039;&#039;Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing&#039;&#039;, München 1854&lt;br /&gt;
* Gustav Haider: &#039;&#039;Jahrbuch der Kaiserl. Königl. Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale&#039;&#039;, Bd. II, S.122 ff; Wien 1857&lt;br /&gt;
* Historischer Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Die Veste, das fürstliche Pflegschloß zu Traunstein&#039;&#039;, Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 19, S. 223 ff;  Kgl. Hofbuch-Druckerei G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1858-1860&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Rietstap, &#039;&#039;Armorial général &#039;&#039;, Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien, S. 870, Couda 1861&lt;br /&gt;
* Constantin von Wurzbach: &#039;&#039;Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich&#039;&#039;, 7. Bd., kaiserlich-königliche Hofdruckerei, Wien 1861&lt;br /&gt;
* Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): &#039;&#039;Deutsches Adels-Lexicon&#039;&#039;, 4. Bd., Verlag Fr. Voigt, Leipzig 1863&lt;br /&gt;
* Joseph Grassinger: &#039;&#039;Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising&#039;&#039;, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866&lt;br /&gt;
* Historische Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 27&#039;&#039;, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866-1867&lt;br /&gt;
* L. De Magny:  &#039;&#039;Armorial - et Comtes Romains - et Titres Pontificaux&#039;&#039;, Aux Archives de la Noblesse, Paris 1890&lt;br /&gt;
* Johann Ev. Lamprecht: &#039;&#039;Geistliche Ehrenhalle, das ist aus Oberösterreich entstammende Geistliche höheren Ranges&#039;&#039;, 2. Aufl. Linz 1895&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916&#039;&#039;, abgeschlossen mit Personalverordnungsblatt Nr. 44/16, teilweise bis Personalverordnungsblatt Nr. 66/16 berichtigt, K.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1916&lt;br /&gt;
* Michael Schaller: &#039;&#039;Schematismus für das K. u. K. Heer und für die  Kriegsmarine für 1918&#039;&#039;, k. k. Hof- und Staatsdruckerey, Wien 1918&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Jagd&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Reisen&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Land und Leute&#039;&#039;, Wien 1920, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* E. Tietze - Conrat: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920 &lt;br /&gt;
* Consulta araldica - Italia: &#039;&#039;Pel riconoscimento del titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg a Carlotta Maria Giorgina Matilde Locatelli ed al marito cavaliere Pirro de Hagenauer&#039;&#039;, Verlag Pallotta, fratelli (tip.), Rom 1923&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Beiträge zu Salzburger Familiengeschichte&#039;&#039;, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,  S. 148ff, Salzburg 1938&lt;br /&gt;
* [[Franz Martin]]: &#039;&#039;[[Hundert Salzburger Familien]]&#039;&#039;, Sonderdruck des Verlags der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1946&lt;br /&gt;
* Friedrich Funder: &#039;&#039;Vom Gestern ins Heute&#039;&#039;, Heroldverlag Wien, 1952&lt;br /&gt;
* I. Wegleiter: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;; Diss. Uni Wien, 1952 &lt;br /&gt;
* Stephen Tayler: &#039;&#039;who`s who in Austria 1957/58&#039;&#039;, The Central European Times Pub. Co. Ltd., 1959&lt;br /&gt;
* Franz Pfeffer, &#039;&#039;Die Trefflinger Pforte - Die Altherrschaften&#039;&#039;, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1962&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Geschichte des Hauses Hagenauer&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien, 1965  &lt;br /&gt;
* Fried Pankraz, &#039;&#039;Die Hochfreien von Hagenau bei Freising&#039;&#039;, Amperland Bd. 2, 1966&lt;br /&gt;
* Franz Tyroller, &#039;&#039;Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter&#039;&#039;, in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hg. von Wilhelm Wegener, Göttingen 1962-1969&lt;br /&gt;
* Kurt Holter, Geschichte von Schlierbach bis 1355, in: Jahrbuch des OÖ. Musealvereins. Bd. 116/1, S. 213 ff, 1971 &lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, &#039;&#039;Das Neutor&#039;&#039;, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977 &lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Schloß Staufeneck&#039;&#039;, Verlag Staufeneck, 1978&lt;br /&gt;
* Franz Brunhölzl, Max Spindler: &#039;&#039;Handbuch d. bayrischen Geschichte&#039;&#039;, C.H.Beck Verlag, München 1980&lt;br /&gt;
* Georg Hunklinger: &#039;&#039;Das Salzfass&#039;&#039;, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982&lt;br /&gt;
* Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung, Peter Krön (Hrsg.): &#039;&#039;St. Peter in Salzburg, 3. Landesausstellung&#039;&#039;, Druckhaus Nonntal / Salzburg 1982&lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985&#039;&#039;, Eigenverlag, Piding 1985 &lt;br /&gt;
* Gemeinde Ainring (Hrsg.): &#039;&#039;Ainring&#039;&#039;, Heimatbuch, Tittmoning 1990.&lt;br /&gt;
* Josef Hemmerle: &#039;&#039;Das Bistum Augsburg; Die Benediktinerabtei Benediktbeuern&#039;&#039;, Berlin, New York: de Gruyter, 1991&lt;br /&gt;
* Wilma Buchinger: &#039;&#039;Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg&#039;&#039;, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996&lt;br /&gt;
* P. Petrus Eder / Johann Kronbichler (Hrsg.): &#039;&#039;Hl. Rupert von Salzburg 696 - 1996&#039;&#039;, Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter,  Salzburg / Dommuseum / 1996&lt;br /&gt;
* G. Geromet, R. Alberti: Nobiltà della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, in Friuli e in Slovenia&#039;&#039;, Vol.1 u. 2., Verlag: Editioni della Laguna, 1999&lt;br /&gt;
* Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: &#039;&#039;Salzburger Kulturlexikon&#039;&#039;, Residenz Verlag, Salzburg 2001 &lt;br /&gt;
* Wolfgang Hagenauer: &#039;&#039;Erinnerungen&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien 2001 &lt;br /&gt;
* Martin Hofbauer: &#039;&#039;Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren&#039;&#039;; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005 &lt;br /&gt;
* Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006&lt;br /&gt;
* Salzburger Barockmuseum (Hrsg.): &#039;&#039;Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit&#039;&#039;, Eigenverlag, Salzburg 2006&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl: &#039;&#039;Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* A. Borella: &#039;&#039;Annuario della Nobiltà Italiana&#039;&#039;, Nova Ser. 2006; Milano 2007&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Angermüller]]: &#039;&#039;Maria Theresia Hagenauer&#039;&#039;, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007&lt;br /&gt;
* Plinio Correa de Oliveira: &#039;&#039;Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten&#039;&#039;, Wien, 2008&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Allmayer-Beck: &#039;&#039;Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher: Anton Beck und seine Brüder&#039;&#039;, Böhlau Verlag, Wien 2008&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: &#039;&#039;Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810&#039;&#039;; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009&lt;br /&gt;
* Giorgio Geromet:  &#039;&#039;Araldica, Nobilità e Costumi: Del Friuli e della Venezia Giulia, del Carso triestino, dell´Istria e della Dalmatia&#039;&#039;; Edizione Lugio, Triest 2009&lt;br /&gt;
* Stephan Hubinger: Herrschaftsarchiv Hagenau, Oberösterreichisches Landesarchiv, 2009&lt;br /&gt;
* Bruno Schober: &#039;&#039;Der schiefe Turm von Lanzendorf bei Böheimkirchen&#039;&#039;, 2009/2010&lt;br /&gt;
* Gunda Barth-Scalmani, Margareth Lanzinger, Ellinor Forste, Gertrude Langer-Ostrawsky: &#039;&#039;Aushandeln von Ehen, Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich&#039;&#039;, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien, 2010&lt;br /&gt;
* Roman Sandgruber: &#039;&#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&#039;&#039;, Styria Premium Verlag, Wien 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Urkunden und Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ostarrichi Gottschalk von Hagenau (Bischof von Freising), 996] [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/FreisBm/1000.1/charter#anchor?q=Gotschalk%20von%20Freising  ,1000] [http://books.google.at/books?id=AahBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;lpg=PA433&amp;amp;dq=gottschalk+von+freising++994&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ALTo0Z1uIl&amp;amp;sig=_JhiGdpo8NU64Sw9S6-t5n_k0x0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=0HobUYzXEM_Osga9yYCoDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gottschalk%20von%20freising%20%20994&amp;amp;f=false , 1006?]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-OOeLA/GleinkOSB/1088_VIII_19/charter#anchor?q=hagnowe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagnowe), 1088]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAZ/Urkunden/1108_IX_29/charter#anchor?q=hagenau   Reginbrecht von Hagenau (Reginbert de Hagenau), 1108]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAA/Urkunden/1144_VII_25/charter Regenbertus (von Hagenau, Bischof von Passau), 1144]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1147_V_16/charter#anchor?q=hagenaw Reginbert von Hagenau (Nobilis de Hagenaw), 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASF/StFlorianCanReg/1147_XII_26/charter?q=Hagenoue Reginbert von Hagenau (Bischof von Passau), Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), intaktes Siegel, 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1152_IV_28/charter?q=hagenove  Burg Hagenau (predio Hagenowe), 1152]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1179_IV_20/charter#anchor?q=hagenawe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagenawe), 1179]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1205_V_24/charter#anchor?q=hagenaw Wernhardus und Heinricus von Hagenau (Wernhardus de Hagenaw et Heinricus frater eius), 1205]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1206_01_15.1/charter?q=hagenove  Heinricus von Hagenau (Hainricush de Hagenove), 1206]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1231_VIII_03.1/charter#anchor?q=%20nobilis%20hagenau Ludwig von Hagenau (Lodewicus nobilis de Hagenowe), 1231]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenova&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Reinhard von Hagenau (Reinhardus de Hagenova), 1279]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASei/SeitenstettenOSB/1299_X_20/charter?q=hagenowe Seifried von Hagenau (her Seifri von Hagenow) und Konrad von Hagenau (Chvnrat von Hagenowe), 1299]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1318_VI_11/charter?q=seifried%20von%20hagenau Seifried von Hagenau und seine Geschwister (Seifrit, Steffan, Haidnreich und Gedrawt von Hagnawe), 1318]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1344_V_23/charter#anchor?q=hagenaw Otto von Hagenau (Herr Ott von Hagenaw), 1344]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1345_IV_04/charter Otto von Hagenau (Ott von Hagenaw), intaktes Siegel, 1345]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfarre-boeheimkirchen.net/?Kirchen_der_Pfarre:Filialkirche_St._Peter_am_Anger, Stiftung der Hagenauer, Böheimkirchen - Filialkirche St. Peter am Anger, 1347]&lt;br /&gt;
*  [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1348_VIII_27/charter#anchor?q=hagenawer  Seifrid der Hagenauer und Stephan der Hagenauer (der Hagnawaer), 1348]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=zAGSI_3iDqEC&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;dq=seifried+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=u73uUMaBMOmI0AW-2oDICg&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=seifried%20hagenauer&amp;amp;f=false Seifried Hagenauer (Abt von Melk), 1378]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAsbach/107/charter?q=hagenaw Karel von Hagenau (Karel von Hagenaw, Pfleger und Richter zu Ernekk), intaktes Siegel, 1387]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AggOCart/1394_VII_10/charter?q=hagenawer Stephan Hagenauer (Stephan der Hagenawer), Burggraf zu Purkersdorf, 1394]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/14717_XI_23/charter?q=hagenawer Bergrecht, Zehent und Vogtrecht der Hagenauer, 1417]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1417_VII_28/charter Hans Hagenauer (Hanns der Hagenawer), intaktes Siegel, 1417][http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1418_III_01/charter?q=hagenawer ,intaktes Siegel 1418]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Ak8AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ZAIJUZHILuec0AWf7oBo&amp;amp;ved=0CEsQ6AEwBTgU#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false  Hans Hagenauer (der Edle Hanns Hagenawer), 1427]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=6zMvAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;dq=edle+georg+hagenauer+1439&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4eXuUJ--FZS20QW9rIG4Bg&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=edle%20georg%20hagenauer%201439&amp;amp;f=false  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), 1439]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1439_V_31/charter  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), intaktes Siegel, 1439]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=o7FOAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;dq=hanns+hagenauer+m%C3%BCnchen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2-ruUO7WJ-nD0QX1yoFA&amp;amp;redir_esc=y#v=snippet&amp;amp;q=joannis%20hagenauer%20&amp;amp;f=false Johannes Hagenauer (Joannis Hagenauer) 1453]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-ASP/Urkunden/U_142/charter?q=hagenawer Hans Hagenauer (Hannsen Hagenawer) Hauseigentümer in München, 1454]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=uZ4EAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA485&amp;amp;dq=monumenta+boica+Num.+CCXCVII+hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Vf8IUZHtIIWK0AXSu4GgCQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=monumenta%20boica%20Num.%20CCXCVII%20hagenawer&amp;amp;f=false Georg, Hans und Conrad Hagenauer (Jorg, Hanns, Conrat Hagenawer), 1456]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAldersbach/00986/charter?q=hagenawer Thomas Hagenauer (Thoman Hagenawer), 1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1470_03_16/charter?q=hagenaw Feste Hagenau (im Besitz der von Ahaim zu Hagenau), 1470]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=qSA3AAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA141&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=jwQJUbKfDe2N0wX72oDoBA&amp;amp;ved=0CD0Q6AEwAzha#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false Stephan Hagenauer (St. Hagenawer) zu Allershausen 1484, V. Hagenauer zu Westerndorff 1492]&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=139 Stephan Hagenauer zu Allerhausen, 1487]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=UcpAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA235&amp;amp;dq=hr.+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kG7wUOrhMOiI0AX-kYHYAw&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAQ#v=snippet&amp;amp;q=hagenauer%201489&amp;amp;f=false Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer), 1489]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/100/ASPjpgweb/ASP_14930530_1624-b_r.jpg Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), 1493]&lt;br /&gt;
*[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_1624-1493_V_30/charter Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), Abt Rupert V. Keutzl von St. Peter, 1493]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/240/K.._MOM-Bilddateien._~BayHStajpgweb._~Raitenhaslach._~BayHStA-KURaitenhaslach_14960829_1392_r.jpg  Leonhard Hagenauer? (Linhard Hagenwer), 1496]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Georg_Hagenauer_I. Sebastian Hagenauer de Allershausen 1554, Georg Hagenauer 1568]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1600_04_06/charter Peter Hagenauer, 1600]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Domkapitel%20Kloster%20St.%20Peter%20%201612%20Rupert%20Hagenauer&amp;amp;f=false Rupert Hagenauer, 1612]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hanns%20Hagenauer&amp;amp;f=false Hans Hagenauer, 1631]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-SLA/Urkunden/SLA-OU_16411129_r.jpg  Hagenauer Gut (Hagenau bei Maria Plain), 1641]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=m3dAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false  Georg und Johann Hagenauer, 1701-1731]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?hl=de&amp;amp;id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Matthias+Hagenauer&amp;amp;q=Hagenauer Georg und Matthias Hagenauer, 1709]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/BayHStA-Hoeglwoerth/BayHStA-KUHoeglwoerth_17191001_00169_r.jpg Mathias Hagenauer (Mathias Haagenauer), 1719]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00050988&amp;amp;pimage=67&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=de Anton de Hagenau - Epitaph, 1742] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=gyqHA8y4VzkC&amp;amp;pg=PA503&amp;amp;dq=Wessobrunn+Dominikus+%28Dominikus%29+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kIpxUYjIHIvHsgaA6oDQAg&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Wessobrunn%20Dominikus%20%28Dominikus%29%20Hagenauer&amp;amp;f=false, Dominicus (Dominikus) Hagenauer, SubPrior von Wessobrunn, 1717-1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-AES/Urkunden/1546/charter Georg (IV.) Hagenauer (Hagenauar), 1722]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AES/AES_17240320_ReiheB-238_r.jpg Johann Hagenauer, 1724]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT186&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false Georg Hagenauer, 1735]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00043074&amp;amp;pimage=58&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=fr Dominicus Hagenauer,1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?suchbegriff=hagenauer&amp;amp;c=suchen Wolfgang Hagenauer, 1760] [http://books.google.at/books?id=0m4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA83&amp;amp;dq=chiemsee+zu+hagenau&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CaHqUK-SBIPPtAaL5ID4BQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wolfgang%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1775][http://books.google.de/books?id=1-0NAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA251&amp;amp;dq=hagenauer++v.&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=83peU_7RBITasgaMtYGwBA&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwATgK#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20%20v.&amp;amp;f=false ,1782][http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008095/images/index.html?id=00008095&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=102 ,1726-1801]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Hofkalender+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Baptist Hagenauer, 1760] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&amp;amp;q=herr+von+hagenauer&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=49pqrwwNb4&amp;amp;sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCDgU Johann Baptist von Hagenauer, 1766][http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA357&amp;amp;dq=hagenauer+salzburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20salzburg&amp;amp;f=false ,1767-1771][http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=hagenauer+sohn+des&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20sohn%20des&amp;amp;f=false ,1773-80][http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA273&amp;amp;dq=von+hagenauer&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;hl=de&amp;amp;cd=23#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1782] [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=cTY5AAAAIAAJ&amp;amp;dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&amp;amp;q=+Hagenauer+#search_anchor  ,1785][http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;dq=johann%20baptist%20von%20hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR2&amp;amp;output=embed ,1791][http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA307&amp;amp;dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1802]  [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1803] [http://books.google.at/books?id=g8Y_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA698&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=MeNrUpTkBoSl4AS8_YHgDg&amp;amp;ved=0CDwQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1807] [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&amp;amp;pg=RA3-PA614&amp;amp;dq=samuel+baur+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1810] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=sFtNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RuZrUpm5AeTj4QSy24HgBw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwATge#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false Vikar Andreas Hagenauer, 1768 u. 1769]&lt;br /&gt;
* [http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien2/galerie1643.htm (Johann) Georg Hagenauer, 1778][http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10383222_00130.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;pubPlace_str={Pa%C3%9Fau}&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=%27Hagenauer+Georg%27&amp;amp;mode=simple&amp;amp;context=%27Hagenauer%20Georg%27 ,1783] [http://books.google.at/books?id=AtxBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=hochf%C3%BCrstlicher+pa%C3%9Fauischer+Kirchen-+georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EMjuULmoDozL0AWDiYC4BQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hochf%C3%BCrstlicher%20pa%C3%9Fauischer%20Kirchen-%20georg%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1784]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_4938-1786/charter#anchor?q=hagenauer   Dominikus (Kajetan Rupert) von Hagenauer, Abt von Salzburg, 1786] [http://books.google.at/books?id=fHDhzX_U8S8C&amp;amp;pg=PA313&amp;amp;dq=abt+dominikus+v.+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4bnuUNumJu-S0QXWl4A4&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=abt%20dominikus%20v.%20hagenauer&amp;amp;f=false   ,1790][http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-StiAMB/MbOSB/StAMB-Urkunden_18100505_A-2673a_r.jpg  , 1810]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?id=etlAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR69&amp;amp;lpg=PR69&amp;amp;dq=kameral+-+Bau+-+Director&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_11gpRW-XL&amp;amp;sig=bxN3ZhY-Apxg1zUQMczZOFPSK1o&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eCaIUISJPOek4gSL54C4Cg&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false   Johann Georg von Hagenauer, 1812]  [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:LOwZR7rTj-gC&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=da-bUI-RGcTYtAauw4G4Cw&amp;amp;ved=0CCwQ6AEwAA#v=snippet&amp;amp;q=georg%20von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1813]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_5095-1825/charter?q=hagenauer Franz de Paula von Hagenauer, Herr zu Radeck, Lehenbrief von Kaiser Franz I., 1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-biographie.de/sfz56640.html Josef Paul von Hagenauer u. Hersilie von Hagenauer, 1828]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=8PA9AAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA824&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=riANUMfaCczwsgb64YTxCA&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAjge#v=onepage&amp;amp;q=herr%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Lorenz III. (Giovanni) von Hagenauer,  1865][http://books.google.at/books?id=codBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA248&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kykNUMOpB8_CtAbgq_XTCA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBziMAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1870]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=Ci0NUKSZE430sgbXs-2DCQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=9U44AAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+von+hagenauer&amp;amp;q=simon+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) von Hagenauer, 1875]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=pianogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Pio IX, Nobile Francesco III. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrpiano.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Uniform, 1884] &lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Datei:Baronesse_amelie_de_hagenauer.jpg Amélie Baronin von Hagenauer, 1888]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=ghegogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Gregorio Magno, Nobile Simon II. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrghego.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede  Uniform, 1889]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=BloIUInHBcKUsgaaxOiJAw&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=DaBtAAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+hagenauer&amp;amp;q=freiherr+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) Baron von Hagenauer (Freiherr von Hagenauer), 1905]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=MlZ1UIKPD4TXtAbQxICoDQ&amp;amp;id=GxkfAQAAMAAJ&amp;amp;dq=ranglisten+des+kaiserlich+und+1916&amp;amp;q=hagenauer#search_anchor  Rittmeister Pyrrhus von Hagenauer, 1916]&lt;br /&gt;
* [http://www.gerechte-der-pflege.net/wiki/index.php/Berta_Hagenauer Berta Baronin von Hagenauer, 1944-1945]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=5F5LAAAAYAAJ&amp;amp;q=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;dq=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=UQvkUJDwFYWg0QXeJA&amp;amp;redir_esc=y  Pyrrhus (Pirro) Baron Locatelli de Hagenauer, 1957]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=THhmAAAAMAAJ&amp;amp;q=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;dq=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xo9fU8CsJI6Wswb0jYCYDg&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAA Sabine Baroness von Hagenauer (verheiratete Proksch), 1959]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=iSWdfnLbP9UC&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;dq=Locatelli-Hagenauer,&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pV6wUf-KIsWxO_HrgPgK&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Locatelli-Hagenauer%2C&amp;amp;f=false  Alexander (Alessandro) Baron Locatelli de Hagenauer 1972 und 1977]&lt;br /&gt;
*[http://archiviostorico.corriere.it/1997/aprile/02/Notte_terrore_per_contessa_co_0_9704022842.shtml Gabriella, vedova del barone Locatelli de Hagenauer, 1997]&lt;br /&gt;
* [http://www.gastaldiglobal.com/dmc/ggt_news_dettaglio.asp?id=108 Marie baronessa Locatelli de Hagenauer, 2010]&lt;br /&gt;
* [http://ilpiccolo.gelocal.it/cronaca/2014/03/28/news/e-morta-la-baronessa-locatelli-de-hagenauer-1.8943035 Elena baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Hagenauer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=125 Genealogie des bayrischen Adels, Hagenau von und zu Hagenau, 992-1484]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnowe&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten von Hagenau (de Hagnowe), 1088 u. 1315]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenowe&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenowe), 1116-1382]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenaw&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenaw), 1125-1398]&lt;br /&gt;
* [http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 Karte mit Forst und Edelsitz Hagenau (Hagnawe, Hagenovve) bei Schrobenhausen, um  1300]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagenawer), 1317-1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawer), 1330-1474]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawaer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawaer), 1347-1366]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenauer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnower, Hagnawer, Hagenawer, Hagenauar, Hagenauer), 1314-1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/165-texte/1078-martin.html Hundert Salzburger Familien, 1938]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/76-froe/748-froe-h01.html Der Adel der Habsburgermonarchie im 19. und 20. Jahrhundert, 2008]&lt;br /&gt;
* [http://www.almanachdegotha.org/id206.html  Almanach de Saxe Gotha, 2013]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=vtZbE_AGz1Q Italien, &amp;quot;Vom schwarzen und vom weißen Adel&amp;quot;, Dokumentation 2014]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)|!|Hagenauer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer&amp;diff=334721</id>
		<title>Hagenauer</title>
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		<updated>2014-06-20T08:42:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Der Wiener Zweig */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Hagenau-Wappen Sm.png|thumb|Stammwappen der Herren von Hagenau, Helmzier der österreichischen Linien]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hagenauer&#039;&#039;&#039; sind ein altes ursprünglich bairisches Geschlecht, das im Jahr [[994]] mit dem Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie stammen aus der Gegend um Freising in [[Bayern]]; ihr Stammsitz bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising) war der Forst und Edelsitz Hagenau, von dem sich ihr Namen ableitet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - ihre Herkunft]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Hagenauer haben Historiker in den Freisinger Urkunden an Hand von Leitnamen und nach der Lage von Erbgütern bis ins Jahr 763 zurückverfolgt, was allerdings nicht gesichert ist. 763 wurden ein Abt Reginbert (Reginperht) mit dessen Bruder Irmenfried als Gründer des Klosters Scharnitz genannt. In den Freisinger Urkunden tauchten in nachfolgenden Generationen ein Erchenwert, Hartwich, nochmals ein Reginbert, Radolt, wiederum ein Reginbert, bis hin zu Rapoto und Fridericus auf, der 963 mit seinen Kindern erwähnt wurde. Der namensgebende Herkunftsort der Herren von Hagenau war der Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, nordwestlich von Freising. Der erste als &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; genannte aus dem Geschlecht war der Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau, der erstmals [[994]] urkundlich aufscheint. Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in den Freisinger Urkunden erwähnt. Als Stammvater der Hagenauer wird jedoch der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen. Ende des 11. Jahrhunderts siedelten sich Mitglieder des Geschlechts in [[Oberösterreich]] (Hartwicus von Hagenau 1088) und [[Niederösterreich]] (Reimprecht von Hagenau 1098) an und errichteten dort zwei weitere Sitze. Somit besaßen die in drei Linien (Stämme) verzweigten Hagenauer im [[12. Jahrhundert]] gleichzeitig drei Stammsitze, den ursprünglichen Edelsitz bei Schrobenhausen in Bayern, den Stammsitz bei [[Braunau am Inn]] in Oberösterreich, und den Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich. Die Burg Hagenau in Oberösterreich wurde zusammen mit mehreren Lehen [[1239]] eingezogen und (wahrscheinlich) bereits im selben Jahrhundert erlosch diese Braunauer Linie. Der Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich wurde im Jahr [[1347]] aufgegeben und im [[15. Jahrhundert]] erlosch auch der Böheimkirch´ner Stamm. Der Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen der bayrischen Linie wurde nach Verwüstungen verlassen und [[1364]] geschliffen, der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen (nordwestlich von Freising). Allershausen verblieb bis [[1484]] im Familienbesitz und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen verkauft. Das letzte Gut bei Allershausen in Bayern wurde um 1530 von Stephans Verwandten Georg Hagenauer aufgegeben. Um 1550 ließ sich dessen Sohn Sebastian Hagenauer de Allershausen im [[Erzbistum Salzburg]] bei [[Piding]] nieder. Sein Sohn Georg, Begründer der noch heute blühenden Salzburger Linie (als Wiener und Triester Zweig), wurde [[1568]] in einer Salzburger Urkunde mit seinem Gut am [[Högl]] genannt. Später waren sie in [[Ainring]] und der Stadt Salzburg beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer tauchten im 10. Jahrhundert in Bayern bei Freising auf und teilten sich im 11. Jahrhundert in die Freisinger, die Braunauer und die Böheimkirch´ner Linie. Die Braunauer Linie erlosch im 13. Jahrhundert, die Böheimkirch´ner Linie im 15. Jahrhundert. Die älteste Linie (Freisinger) setzte sich im 16. Jahrhundert im Erzbistum Salzburg als Salzburger (Ainringer) Ast fort. Aus diesem Salzburger Ast gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende Hagenauer starb Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm  ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch&#039;ner Stamm]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde Bischof Reginbert von Hagenau.jpg|miniatur|Urkunde des Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, 1147]] Im Jahr [[994]] wird in einer Urkunde &amp;quot;&#039;&#039;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&#039;&#039;&amp;quot; (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) und somit erstmals das Geschlecht der Hagenauer genannt. Mit diesem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau (992 - 1005) begann der einstweilige Aufstieg des Geschlechts. Im Zuge der Missionierung, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten im 11. Jahrhundert einige edelfreie Herren von Hagenau in Richtung südöstlicher Grenze. Dort bekleideten sie Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes Freising, des Hochstiftes Regensburg und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Die Hagenauer von Hagenau hatten sich Ende des 11. Jahrhunderts in drei Linien verzweigt und besaßen neben ihren drei Stammsitzen (bei Freising in Bayern, bei Braunau am Inn in Oberösterreich und bei Böheimkirchen in Niederösterreich) eine große Anzahl von Lehen. Im 13. Jahrhundert begann, bedingt durch die Veränderung der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und durch den Aufstieg der Wittelsbacher, der Abstieg der Hagenauer. Unter den Urkunden des [[14. Jahrhundert|14.]] und 15. Jahrhunderts befanden sich viele Verkaufsurkunden sowie Urkunden über die Einziehung ihrer Güter. Etliche aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau begaben sich in den Schutz aufstrebender Städte des Mittelalters, wie St. Pölten, Wien, Klosterneuburg oder München, wo sie als Patrizier und Bürger genannt wurden. Schließlich erlosch die oberösterreichische sowie die niederösterreichische Linie der Hagenauer (im 13. und im 15. Jahrhundert), wobei die Freisinger Linie keine Besitzungen oder Lehen übernehmen konnte. Als die Freisinger Linie letzendlich verarmt war, wanderte einer der letzten Hagenauer der bayrischen Linie in das Erzbistum Salzburg aus, wo er eine neue Linie begründete. Nach Salzburg bestanden ja bereits vor 1500 urkundlich belegte Kontakte zu alteingesessenen Patrizier-Familien, die hohe Stellungen (wie [[Erzbischof|Erzbischöfe]] oder [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]]) in Salzburg inne hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Salzburger Linie ===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - die Salzburger Linie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Freising kommend, ließ sich Mitte des [[16. Jahrhundert]]s Sebastian Hagenauer de Allershausen (aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau) im Erzbistum Salzburg am Seyfriedengut unterhalb der Burg Staufeneck (Mauthausen bei Piding) nieder. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.|Georg]] wurde 1568 mit seinem Gut am [[Högl]] (damals Salzburg) sowie einer Mühle genannt. Er gilt als der Begründer der Salzburger Linie (Ast) der Hagenauer. Dessen drei Söhne Wolfgang, Rupert und Georg waren in unmittelbarer Nähe ebenfalls begütert und hatten in alte Geschlechter des [[Rupertiwinkel]]s geheiratet. Ab Ende des 16. Jahrhunderts findet man sie in den Salzburger Urkunden als Urbar-Verwalter von Gütern des Domkapitels, des Erzstifts St. Peter sowie als Gutsverwalter von [[Schloss Staufeneck]]. Im [[17. Jahrhundert]] gelang ihnen durch den Handel mit Gewürzen, Stoffen und Metallen erneut ein Aufstieg. Die Hagenauer von Hagenau erhielten 1671 eine Wappenbesserung und die Bestätigung ihres Adels durch den kaiserlichen Palatin. Durch enge Beziehungen zu den jeweiligen Erzbischöfen und zum Erzstift St. Peter, durch Ämter am Salzburger Fürstenhof, sowie durch Reichtum und Nepotismus, erlangten sie Ansehen und Einfluss in Salzburg. Bekannt wurden die Hagenauer als Förderer und Freunde der [[Mozart]]s und [[Johann Michael Haydn|Haydn]]s, als Künstler von Erz- und Fürstbischöfen, sowie als einflußreiche Geistliche ([[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]). Zwischen 1800 und 1816 hatten jedoch die napoleonischen Kriege das Erzbistum Salzburg und somit auch die Hagenauer hart getroffen. Einige Familienmitglieder wanderten vorerst in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz aus, deren Nachkommen dann nach Wien, die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Andere Hagenauer lebten bereits seit 1775 in der damaligen österreichischen Hafenstadt Triest. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende aus diesem Geschlecht war Josef Leopold Hagenauer. Josef Leopold war unter anderem Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Er starb im Jahr 1850 auf seinem Sitz [[Schloss Mönchstein]], das 1887 von seine Erben verkauft wurde. Die heute im Bundesland Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit diesem Geschlecht derer von Hagenau verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Wiener Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Wiener Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer (Baronne Amélie de Hagenauer), Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Die napoleonischen Kriege hatten Salzburg und die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. 1810 war Salzburg als [[Salzachkreis]] nun bayerische Provinz geworden und von 1814 bis 1854 kam das Land Salzburg als fünfter Kreis zu &amp;quot;Österreich ob der Enns&amp;quot; (Oberösterreich) mit dem Verwaltungssitz in Linz. Obwohl die Hagenauer in Salzburg noch auf Schloss Mönchstein, am [[Gurkerhof]] und auf der [[Burg Radeck]] saßen, übersiedelte die nachfolgende Generation bereits in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz. In Linz bekleideten sie als k.k. Landesbeamte die Ämter des Registratur-Direktors sowie des Landes-Baudirektors. Das gesellschaftliches Umfeld der Hagenauer bestand nun hauptsächlich aus anderen adelige Beamtenfamilien, hohen Vertretern des Klerus, sowie vielen heute noch bekannten Künstlern wie Franz Schubert, Adalbert Stifter, Moritz von Schwind etc.. Um 1870 übersiedelte Franz de Paula von Hagenauer von Linz nach Wien, sein Neffe Arnold folgte ihm später dorthin. Die anderen Linzer Hagenauer starben in Linz, ohne jedoch männliche Nachkommen zu hinterlassen. In Wien wurde Arnold von Hagenauer während des Studiums der Veterinärmedizin zunehmend als Schriftsteller tätig. Schließlich gab er sich der Schriftstellerei vollends hin, blieb unverheiratet und starb bei einem Unfall. Sein bereits früher nach Wien gezogener Onkel Franz de Paula war in Wien Direktor einer Triester Assekuranz, in der er ausschließlich kirchliche Gebäude in der Monarchie versichert hatte. Er betätigte sich, wie viele seiner Vorfahren und Nachkommen auch, sehr aktiv in der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. verlieh dem &amp;quot;&#039;&#039;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&#039;&#039;&amp;quot; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, als auch &amp;quot;&#039;&#039;für die Verdienste seiner Vorfahren&#039;&#039;&amp;quot;, die erbliche römische Baronie. Sein Sohn Simon (II.) Baron von Hagenauer heiratete in die in Wien lebende französisch-italienische Bankiersfamilie Thomas, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis eine große Anzahl von Künstlern zählten (Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach oder Ernst Lafite), vornehmlich jedoch Musiker. Mit den Lateranverträgen von 1929 wurde die päpstliche Baronie der Hagenauer im Königreich Italien rückwirkend anerkannt und per späteren Dekret als italienischer Adel auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts ausgedehnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938 wurde Hofrat Simon (III.) Baron von Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, massiv unter Druck gesetzt. Auf Grund seiner streng katholischen Gesinnung wurde er genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Die 1940 verwitwete Berta Baronin von Hagenauer war in Wien auf Grund ihrer ebenso religiösen Überzeugung in einer Widerstandsgruppe gegen das [[NS]]-Regime tätig. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn Wolfgang, der 1940 auf ein Schweizer Internat (St. Gallen) geschickt worden war um ihn der NS-Propaganda zu entziehen, leistete später in den Bergen Liguriens (Küstenregion in Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das totalitäre Regime des Faschismus. Seine Söhne sandte er in den 1970er Jahren auf ein Salzburger Internat, deren zahlreiche Nachkommen heute in Wien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Triester Zweig ====&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - der Triester Zweig]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1775]] hatte Ignaz Joachim von Hagenauer, der Begründer des Triester Zweiges, in der (damals noch österreichischen) Hafenstadt Triest sehr erfolgreich ein Handelshaus gegründet. Nach etlichen Schwierigkeiten während der napoleonischen Zeit gelang es ihm aber wieder das Handelshaus zum ersten Haus von Triest zu machen. 1814 wurde die Versicherungsgesellschaft &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; von Ignaz Joachim von Hagenauer mitbegründet, deren Direktor er wurde. Nach 1819 erwarben die Hagenauer die Villa Murat (Schloss der Caroline Bonaparte, Königin von Neapel) in Triest. Als Ignaz 1824 starb, übernahmen seine zwei Söhnen Johann Lorenz und Josef Paul das Handelshaus. Der ältere, Johann Lorenz (III.), wurde später Direktor der Lloyd Austriaco Versicherungsanstalt, sowie Vize-Präsident des constituirenden ersten österreichischen Reichstags in Triest (Partei Graf Stadion). Sein Bruder Josef Paul war ausschließlich als Handelsherr tätig, starb jedoch früh. Dessen Sohn Ignaz führte als Student und später beim Militär ein bewegtes Leben (Affären, Duelle, Spielschulden etc.). Nachdem Ignaz die k.k. Armee verlassen mußte, gründete er auf seinem Gut eine Reitschule für die gehobene Triester Gesellschaft, auf dem er jedoch bald verstarb. Sein Sohn Pyrrhus von Hagenauer wuchs auf diesem Reitgut auf und wurde einer der besten Reiter in der k.u.k. Armee. Durch seine Heirat und Arrogation in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren Locatelli von Eulenburg und Schönfeld (aus Friaul) wurde Pyrrhus sehr vermögend. 1923 erhielt &#039;&#039;&amp;quot;nobile Pyrrhus de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; durch die königliche Consulta Araldica per Dekret die Bestätigung seines Freiherrenstandes im Königreich Italien mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot;di barone del S.R.I. di Eulenburg ed Schönfeld&amp;quot;&#039;&#039;. Sein älterer Sohn Carl Georg Baron von Locatelli-Hagenauer starb während dessen Pilotenausbildung bei der königlichen italienischen Luftwaffe bereits 1942. Jedoch setzte sein jüngerer Sohn Alexander (1924 - 1987) durch die Adoption seines Stiefsohnes George Albert die Triester Linie fort. Dessen Nachkommen leben heute in Lucca und Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beständig katholische Adelsgeschlecht der Hagenauer stand stets in enger Beziehung mit der römisch-katholischen Kirche; vorerst über das Hochstift Freising, das Hochstift Regensburg und das Hochstift Passau, später über das Erzbistum Salzburg und da im Besonderen mit der Erzabtei St. Peter. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare), und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern am Salzburger Fürstenhof, am fürstbischöflichen Hof Gurk und am Hof des Fürstbistums Passau tätig. Als Künstler wurden Hagenauer hauptsächlich von katholischen Erzbischöfen, Fürstbischöfen, Domherren und Äbten beauftragt, daneben aber auch von katholischen Monarchen aus dem österreichischen Kaiserhaus und dem bairischen Kurfürstentum, sowie von Mitgliedern der katholischen Hocharistokratie. Ab circa 1865 oblag Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl von Gebäuden der katholischen Kirche in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese beständige wechselseitige Beziehung, zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer, manifestierte sich in kirchlichen Stiftungen, in der Verwaltung kirchlicher Güter, sowie in der Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen durch die Hagenauer. Andererseits wiederum erlangte das Geschlecht der Hagenauer durch und von der Kirche Besitz und Privilegien (Lehnsrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter), sowie die Aufnahme in päpstliche Ritterorden und die Verleihung der päpstlichen Baronie. Unter den Mitgliedern dieses Geschlechts findet man neben außergewöhnlichen Kirchenmännern aber auch Kreuzritter, vermögende Handelsherren, Mäzene, Künstler, Freimaurer und Mitglieder in anderen Geheimgesellschaften, sowie Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Fürstengang Bischöfe 16 - Gottschalk von Hagenau.jpg|Gottschalk von Hagenau, XVI. Bischof von Freising 994 - 1005&lt;br /&gt;
Datei:Seifried von Hagenau.jpg|Seyfried von Hagenau bzw. Hagenauer, XXVII. Abt von Melk 1378 - 1382&lt;br /&gt;
Datei:Johann Lorenz v. Hagenauer.jpg |Johann Lorenz von Hagenauer (1712 -1792), Mäzen und Freund Mozarts&lt;br /&gt;
Datei:Dominikus-hagenauer-della-croce.jpg |Dominikus von Hagenauer (1746 - 1811), LXXVII. Abt von St. Peter 1786 - 1811&lt;br /&gt;
Datei:Ignaz Joachim von Hagenauer.jpg|Ignaz Joachim von Hagenauer (1749 - 1824), Freimaurer, Handelsherr und Gründer der &amp;quot;Assicuratori Marittimi&amp;quot; in Triest&lt;br /&gt;
Datei: Johann Lorenz III. von Hagenauer.jpg|Johann Lorenz III. von Hagenauer (1800 - 1877), Präsident der Lloyd Austriaco, VPräsident des ersten österreichischen Reichstags &lt;br /&gt;
Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|Franz d. P. III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885), Großkreuz-Ritter des Piusordens, Direktor der Assicurazioni Generali&lt;br /&gt;
Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|Simon II. Baron von Hagenauer (1852 - 1920), Großkreuz-Ritter des Gregoriusordens, Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà &lt;br /&gt;
Datei:Arnold von Hagenauer.gif|Arnold von Hagenauer (1871 - 1918), Literaturkritiker und Schriftsteller in Wien &lt;br /&gt;
Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|Simon III. Baron von Hagenauer (1881-1940), Bezirkshauptmann, wirkl. Hofrat, Opfer der NS-Diktatur &lt;br /&gt;
Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|Berta Baronin von Hagenauer (1903-1972), Widerstandskämpferin in der NS-Zeit &lt;br /&gt;
Datei:Baron pyrrhus locatelli hagenauer (sterbebild).jpg|Pyrrhus Baron Locatelli - Hagenauer (1890 - 1961), k.k. Rittmeister, Bankier&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft, seinen Wandel und seine Bedeutung]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 994 wurde das Geschlecht der Hagenauer als &#039;&#039;&amp;quot;stirps nobilis de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (edles Geschlecht von Hagenau) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der Herkunft aus dem Gebiet Hagenau nördlich von Freising (Bayern) mit dem sich darauf befindlichen Edelsitz Hagenau ab. Der Flurname &amp;quot;Hagenau&amp;quot; setzt sich aus den beiden Begriffen Hagen und Au zusammen, die ihre Wurzeln in der germanischen Sprache (haga und awjo) haben. Der Name veränderte sich im Althochdeutschen (hagan und awa) und im Mittelhochdeutschen (Hagen und Ouwe), um schließlich im Frühneuhochdeutschen zum heutigen &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; zu werden. Der Name &amp;quot;von Hagenau&amp;quot;, der sich ab dem 14. Jahrhundert zunehmend und ab dem 15. Jahrhundert gänzlich zu &amp;quot;Hagenauer&amp;quot; gewandelt hatte, bedeutet soviel wie &amp;quot;von der umzäunten Au&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand und Wappen ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Stand und Wappen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|Siegel des Karel von Hagenau (auch Hagenauer), 1387]] Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr [[994]] bereits als adeliges Geschlecht genannt. Im 13. Jahrhundert begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und 15. Jahrhundert führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Bereits um 1500 waren die Herren von Hagenau verarmt und ihr Adel infolge von Mesalliance verdunkelt. Ab dem 16. Jahrhundert gelang ihnen in Salzburg erneut der Aufstieg und im 17. Jahrhundert erhielten die Herren Hagenauer die Bestätigung ihres alten Adelswappens mit Wappenmehrung durch den kaiserlichen Palatin. Im 18. Jahrhundert wurde Mitgliedern des Geschlechts vom Salzburger Erzbischof als auch vom Passauer Fürstbischof das Adelsprädikat bestätigt. Der Wiener Linie wurde im 19. Jahrhundert das päpstliche Baronat (schwarzer Adel) verliehen. Per späteren Dekret wurde der erbliche italienische Freiherrenstand mit Ausdehnung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts für das Königreich Italien (weißer Adel) rückwirkenden anerkannt. Auch die Triester Linie Locatelli-Hagenauer erhielt nach Adelsarrogation die spätere Anerkennung ihres Freiherrenstandes im Königreich Italien (weißer Adel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hagenauer Stammwappen, das in vielen Urkunden, an Grabstätten und Gebäuden zu finden ist, zeigt einen Dreiberg mit Hagenbaum (-strauch). Aus dem Jahr [[1137]] stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich). Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg eine Wappenmehrung mit zwei schwarzen auffliegenden Adlern auf goldenem Grund, die Helmdecke nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold) tingiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbbegräbnisse ==&lt;br /&gt;
* Freisinger Stamm:  Kloster Weihenstephan bei Freising &lt;br /&gt;
** Salzburger Linie: [[Erzstift St. Peter]] in Salzburg ([[Petersfriedhof|Gruft]] Nr. XV, XVI sowie LII) bis [[1930]]&lt;br /&gt;
* Böheimkirchner Stamm: ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen&lt;br /&gt;
* Braunauer Stamm: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Genealogie der Familie]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stammvater wird der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen, von dem sich in direkter Stammlinie alle Nachkommen der Hagenauer ableiten. Ende des 11. Jahrhunderts hatten sich die von Hagenau in drei Linien verzweigt, wobei die zwei jüngeren Linien bereits im 13. und 15. Jahrhundert erloschen und nur die älteste Linie (der Freisinger Stamm) sich im Mannesstamm fortsetzte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der letzte bayrische Stammsitz in Allershausen aufgegeben, wonach ein Nachkomme Bayern verließ und diese Linie in Salzburg (als Salzburger Linie) fortpflanzte. Diese Salzburger Linie verzweigte sich kurz nach 1600 erneut in drei Linien (Wolfgang, Johannes und Georg), wobei die beiden jüngeren Linien ebenfalls im Mannesstamm erloschen. Aus der ältesten (Wolfgang´schen) Linie gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor, die beide heute noch blühen. Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses Hagenauer wurde vorerst ein Überblick der einzelnen Stämme, Linien, Äste und Zweige (mit den Begründern sowie den gegebenen Falls Letzten) wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit &amp;quot;Georg I.&amp;quot;) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen - Hypothesen und Fakten ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 16. Jahrhunderts erschienen in verschiedenen Publikationen diverse Theorien über die Herkunft, die Genealogie und die Geschichte der Hagenauer. Infolge des ursprünglich spärlichen Quellenmaterials waren die ersten Arbeiten über die Herren von Hagenau sehr fragmentarisch und enthielten Fehler. In späteren Publikationen setzten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Wiederholung von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Fehler und Vermutungen fort. Jedoch hatten Historiker ab dem 19. Jahrhundert durch umfangreiche und gezielte Quellenforschung, sowie durch die Erschließung von neuem Quellenmaterial (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Registern, Briefen, Analen, Biographien, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruiert und frühere Irrtümer berichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel: [[Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Geschlecht der Herren von Hagenau tauchten ab dem 13. Jahrhundert auch andere namensgleiche Geschlechter auf, die sich ebenfalls von Hagenau bzw. später auch Hagenauer genannt hatten. Die meisten dieser Geschlechter kamen, soweit es sich nachvollziehen lässt, aus unterschiedlichen Orten und Städten Hagenau, von denen sie ihren Namen abgeleitet hatten. Sie traten in Urkunden manchmal in (zum Geschlecht der Herren von Hagenau) divergierender Schreibweise auf, führten aber vor allem andere Wappen. Diese Geschlechter und Familien waren in der [[Schweiz]], in [[Bayern]], im [[Elsass]] und in Hessen ansässig. Ebenso wurden Mitglieder von Hagenauer Geschlechtern in [[Tirol]], in [[Oberösterreich]] und in [[Niederösterreich]] urkundlich erwähnt, wobei die meisten jener Geschlechter heute ausgestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sitze und Besitzungen ==&lt;br /&gt;
* Edelsitz und Lehen Hagenau bei Schrobenhausen, um [[1006]] bis [[1348]], geschliffen&lt;br /&gt;
* Gut bei Natz, Brixen ([[Südtirol]]), um [[1078]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen bei Neuburg am Inn, um [[1080]] &lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei [[Braunau am Inn]], erstmals erwähnt [[1088]] bis [[1262]], [[1571]] durch Brand und Hochwasser zerstört&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen, Niederösterreich, [[1098]] bis [[1347]], ([[1529]] im Türkenkrieg zerstört)&lt;br /&gt;
* Burg Zelking, wahrscheinlich von den Herren von Hagenau vor [[1100]] erbaut, bei Melk (Niederösterreich), Ruine &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei [[Anthering]], um [[1110]] bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Burg und Lehen Steyregg, ([[Oberösterreich|OÖ]]) bis ca. [[1150]] &lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei [[Ainring]], Hagenauer Mühle,  bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis [[1239]]&lt;br /&gt;
* Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)&lt;br /&gt;
* Gut in Sandelzhausen, Mainburg &lt;br /&gt;
* Gut bei Salmading, Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Schroßlach bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut Pellhausen bei Freising (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Piegendorf, Loiching (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Puchheim (Bayern)&lt;br /&gt;
* Gut bei Elsenbach Dorfen&lt;br /&gt;
* Gut bei Seeon, im Chiemgau (Bayern)&lt;br /&gt;
* Lehen und Hof zu Schauching (NÖ), bis [[1366]]&lt;br /&gt;
* Freieigener Hof zu Tresdorf (NÖ), ab [[1366]]&lt;br /&gt;
* Gut und Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen (NÖ), bis [[1347]]&lt;br /&gt;
* Mühle bei Moos an  der Fischau (bei Wr. Neustadt, NÖ) um [[1431]]&lt;br /&gt;
* Güter und Lehen zu Perchtoldsdorf (NÖ), mit Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent bis [[1439]]&lt;br /&gt;
* Gut Eggenberg bei Allershausen (Bayern), bis [[1484]]&lt;br /&gt;
* Gut in Westerndorf (bei Allershausen), bis [[1530]] oder 1545&lt;br /&gt;
* Seyfried(en)hof in Mauthausen bei [[Piding]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1550]]&lt;br /&gt;
* Hög(g)lgut bei [[Ainring]] (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1568]]&lt;br /&gt;
* Mautmühl, Mühl in Hagenau (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1614]]&lt;br /&gt;
* Ainringer Hof, in Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1635]]&lt;br /&gt;
* Messerschmiedhaus zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1640]]&lt;br /&gt;
* Aman(n)gut, (Vogtgut) zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab [[1672]]&lt;br /&gt;
* Haus in Salzburg, [[Getreidegasse]] Nr. 7, um [[1676]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Haus&amp;quot; in Salzburg, [[Mozarts Geburtshaus]] Getreidegasse Nr. 9, [[1712]] bis [[1831]]&lt;br /&gt;
* Hu(e)berhof zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), [[1720]]&lt;br /&gt;
* Geppingergut in Gepping bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um [[1720]] &lt;br /&gt;
* Habnerguet (Weirerguet) zu Berg, ab [[1721]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Landhaus&amp;quot; im [[Nonntal]] Nr. 10 (heute [[Nonntaler Hauptstraße]] Nr. 24), ab [[1745]] &lt;br /&gt;
* [[Gurkerhof]] in Salzburg, [[1748]] - [[1835]] &lt;br /&gt;
* Seuerlhof in Adelstetten, um [[1760]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;[[Hasenhaus]]&amp;quot;, Haus am [[Kranzlmarkt]] Nr. 4 in Salzburg, [[1789]]&lt;br /&gt;
* Hallergut in [[Viehhausen]]&lt;br /&gt;
* Villa (des Königs) Murat in Triest, ([[Friaul-Julisch Venetien]], damals k.u.k Österreich, heute [[Italien]]), seit [[1819 ]] &lt;br /&gt;
* Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12), um [[1824]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Radeck]] auch Schloss Radeck genannt, mit den Gütern Seichterberg und Strobl, [[1825]] - [[1837]] &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Hagenauer-Schlösschen&amp;quot;, [[Schloss Mönchstein]] in Salzburg, [[1833]] - [[1887]] &lt;br /&gt;
* Gut und Schloss (Villa) Angoris bei Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, seit 1918 Italien), bis [[1936]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), bis [[1922]] &lt;br /&gt;
* Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
* Villa Bendinelli in Lucca, Toskana, Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wiguleus Hund à Sulzemos: &#039;&#039;[[Metropolis Salisburgensis]]&#039;&#039;, Ingolstadt 1582&lt;br /&gt;
* [[Wiguleus Hunt|Wiguleus Hund]] à Sulzemos: &#039;&#039;Bayrisch Stammen-Buch: Der erst(ander) Theil&#039;&#039;, S.219f, Ingolstadt 1585  &lt;br /&gt;
* Gabriel Bucelin(us): &#039;&#039;Germania topo-chrono-stemmatographica sacra et profana&#039;&#039;, Band IV, Ulm 1678&lt;br /&gt;
* Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): &#039;&#039;Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13&#039;&#039;: Hagenau von und zu Hagenau, handschriftliche Aufzeichnungen in der Bayerischen Staats-Bibliothek&lt;br /&gt;
* Philibert Hueber: &#039;&#039;Austria Ex Archivis Mellicensibus Illustrata&#039;&#039;, Leipzig 1722&lt;br /&gt;
* P. Carl Meichelbeck: &#039;&#039;Historia Frisingensis: Prima Quinque Ab Adventu S.Corbiniani I.Episcopi Saecula ...&#039;&#039;, Bd. I, Augsburg 1724 [http://books.google.at/books?id=L2JEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;lpg=PA87&amp;amp;dq=meichelbeck+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=tlrCrqTna0&amp;amp;sig=dBsIpVXxt4Q0SaXC8jfSzfpffTk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q48LUsC6CYnx4QT01IHgDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=meichelbeck%20hagenauer&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Raimund Duellius: &#039;&#039;Excerpterum Genealogico - Historicorum, Libri Duo&#039;&#039;, Leipzig 1725&lt;br /&gt;
* Johann Georg Schnürer: &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen und Hof/Kalender, 1735&#039;&#039;, Salzburg 1735&lt;br /&gt;
* Hans-Jacob Leu: &#039;&#039;Allgemeines Eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon, 9. Theil von Go-He&#039;&#039;, bey Hans Ulrich Denzler, Zürich 1754&lt;br /&gt;
* Placidus Berhandtsky: &#039;&#039;Auszug der Neuesten Chronick des alten Benediktiner Klosters zu St. Peter in Salzburg, Zweyter Theil&#039;&#039;, Joh. Jos. Mayers sel. Erbinn Buchhandlung, Salzburg 1782&lt;br /&gt;
* J. Gerold: &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1784 &lt;br /&gt;
* Ludwig Albrecht Gebhardi: &#039;&#039;Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland&#039;&#039; Bd. III, Halle 1785&lt;br /&gt;
* Passauer Kirchenbuch, handschriftliche Eintragung am 21. September 1786 (Hochzeit des Johann Georg v. Hagenauer mit Karolina Leopoldina Antonia Freyin v. La Marre), Passau &lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist von Hagenauer|Johann Bapt. v. Hagenauer]]: &#039;&#039;Unterricht von der Proporzion des Menschen&#039;&#039;, k.k. Hofbuchdrucker Joseph Edler von Kuzbeck, Wien 1791 [http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=johann+bapt.+v.+hagenauer+1791&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=dmLZUuLzD46TswaXwYCYBQ&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=johann%20bapt.%20v.%20hagenauer%201791&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* F.K. Wißgrill: &#039;&#039;Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand&#039;&#039;, Bd IV, 1794&lt;br /&gt;
* [[Johann Bernhard Zezi]]:  &#039;&#039;Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender / 1794&#039;&#039;, Salzburg 1794&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1802&lt;br /&gt;
* J. Gerold (Druckerei): &#039;&#039;Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl.  königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien&#039;&#039;, Wien 1803&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staats-Schematismus des Österreichischen Kaiserthumes, 1807&#039;&#039;, Wien 1807&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Baiern, 1812&#039;&#039;, München 1812&lt;br /&gt;
* Franz Xaver Weilmeyr: &#039;&#039;Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises&#039;&#039;, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schematismus der Diözesan-Geistlichkeit des Erzbisthums Salzburg, auf das Jahr 1814&#039;&#039;, Salzburg 1814&lt;br /&gt;
* Samuel Baur: &#039;&#039;Neues Historisch- Biographisch- Literarisches- Handwörterbuch&#039;&#039;, VI. Bd., Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1816&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Pillwein]]: &#039;&#039;Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler&#039;&#039;, Salzburg 1821&lt;br /&gt;
* Franz Anton Sinnacher: &#039;&#039;Beyträge z. Geschichte d.bischöfl. Kirche Säben u. Brixen in Tyrol&#039;&#039;, Band 6, Brixen 1828&lt;br /&gt;
* Benedikt Pillwein (Hrsg.): &#039;&#039;Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg&#039;&#039; Bd. IV, Der Innkreis, Linz 1832&lt;br /&gt;
* [[Joseph Philipp Fellner]]: &#039;&#039;Familiengeschichte Fel(l)ner&#039;&#039;,  handschriftliche Aufzeichnungen, Wien 1833 (Privat-Archiv, Salzburg) &lt;br /&gt;
* Franz Xaver Scheidhardt: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836&lt;br /&gt;
* Friedrich Freiherr v. Schweickhard: &#039;&#039;Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald&#039;&#039;, Bd. IX, Wallishausser´s  Buchdruckerei, Wien 1837&lt;br /&gt;
* Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, Leipzig 1838&lt;br /&gt;
* Joseph Schöller: &#039;&#039;Die Bischöfe von Passau und ihre Zeitereignisse&#039;&#039;, Druck und Verlag Pustet´sche Buchhandlung, Passau 1844&lt;br /&gt;
* Andreas Chabert: &#039;&#039;Chronik Chabert&#039;&#039;, Familienchronik mit einem Kapitel über die Hagenauer, handschriftliche Aufzeichnungen, Linz 1847 (Privat-Archiv, Salzburg und Wien)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]]: &#039;&#039;Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich&#039;&#039;, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 1, 1848 &lt;br /&gt;
* Martin v. Deutinger, Dompropst zu München (Hrsg.):&#039;&#039;Beyträge zur Geschichte, Topographie und Statistik des Erzbistums München und Freising&#039;&#039;, Bd. VI, München 1854&lt;br /&gt;
* Heinrich Gentner: &#039;&#039;Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing&#039;&#039;, München 1854&lt;br /&gt;
* Gustav Haider: &#039;&#039;Jahrbuch der Kaiserl. Königl. Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale&#039;&#039;, Bd. II, S.122 ff; Wien 1857&lt;br /&gt;
* Historischer Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Die Veste, das fürstliche Pflegschloß zu Traunstein&#039;&#039;, Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 19, S. 223 ff;  Kgl. Hofbuch-Druckerei G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1858-1860&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Rietstap, &#039;&#039;Armorial général &#039;&#039;, Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien, S. 870, Couda 1861&lt;br /&gt;
* Constantin von Wurzbach: &#039;&#039;Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich&#039;&#039;, 7. Bd., kaiserlich-königliche Hofdruckerei, Wien 1861&lt;br /&gt;
* Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): &#039;&#039;Deutsches Adels-Lexicon&#039;&#039;, 4. Bd., Verlag Fr. Voigt, Leipzig 1863&lt;br /&gt;
* Joseph Grassinger: &#039;&#039;Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising&#039;&#039;, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866&lt;br /&gt;
* Historische Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): &#039;&#039;Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 27&#039;&#039;, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf &amp;amp; Sohn, München 1866-1867&lt;br /&gt;
* L. De Magny:  &#039;&#039;Armorial - et Comtes Romains - et Titres Pontificaux&#039;&#039;, Aux Archives de la Noblesse, Paris 1890&lt;br /&gt;
* Johann Ev. Lamprecht: &#039;&#039;Geistliche Ehrenhalle, das ist aus Oberösterreich entstammende Geistliche höheren Ranges&#039;&#039;, 2. Aufl. Linz 1895&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916&#039;&#039;, abgeschlossen mit Personalverordnungsblatt Nr. 44/16, teilweise bis Personalverordnungsblatt Nr. 66/16 berichtigt, K.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1916&lt;br /&gt;
* Michael Schaller: &#039;&#039;Schematismus für das K. u. K. Heer und für die  Kriegsmarine für 1918&#039;&#039;, k. k. Hof- und Staatsdruckerey, Wien 1918&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Jagd&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Reisen&#039;&#039;, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* Simon (II.) Baron von Hagenauer: &#039;&#039;Land und Leute&#039;&#039;, Wien 1920, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
* E. Tietze - Conrat: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920 &lt;br /&gt;
* Consulta araldica - Italia: &#039;&#039;Pel riconoscimento del titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg a Carlotta Maria Giorgina Matilde Locatelli ed al marito cavaliere Pirro de Hagenauer&#039;&#039;, Verlag Pallotta, fratelli (tip.), Rom 1923&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Beiträge zu Salzburger Familiengeschichte&#039;&#039;, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,  S. 148ff, Salzburg 1938&lt;br /&gt;
* [[Franz Martin]]: &#039;&#039;[[Hundert Salzburger Familien]]&#039;&#039;, Sonderdruck des Verlags der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg 1946&lt;br /&gt;
* Friedrich Funder: &#039;&#039;Vom Gestern ins Heute&#039;&#039;, Heroldverlag Wien, 1952&lt;br /&gt;
* I. Wegleiter: &#039;&#039;Johann Baptist Hagenauer&#039;&#039;; Diss. Uni Wien, 1952 &lt;br /&gt;
* Stephen Tayler: &#039;&#039;who`s who in Austria 1957/58&#039;&#039;, The Central European Times Pub. Co. Ltd., 1959&lt;br /&gt;
* Franz Pfeffer, &#039;&#039;Die Trefflinger Pforte - Die Altherrschaften&#039;&#039;, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1962&lt;br /&gt;
* Marianne Freifrau von Hauser: &#039;&#039;Geschichte des Hauses Hagenauer&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien, 1965  &lt;br /&gt;
* Fried Pankraz, &#039;&#039;Die Hochfreien von Hagenau bei Freising&#039;&#039;, Amperland Bd. 2, 1966&lt;br /&gt;
* Franz Tyroller, &#039;&#039;Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter&#039;&#039;, in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hg. von Wilhelm Wegener, Göttingen 1962-1969&lt;br /&gt;
* Kurt Holter, Geschichte von Schlierbach bis 1355, in: Jahrbuch des OÖ. Musealvereins. Bd. 116/1, S. 213 ff, 1971 &lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, &#039;&#039;Das Neutor&#039;&#039;, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977 &lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Schloß Staufeneck&#039;&#039;, Verlag Staufeneck, 1978&lt;br /&gt;
* Franz Brunhölzl, Max Spindler: &#039;&#039;Handbuch d. bayrischen Geschichte&#039;&#039;, C.H.Beck Verlag, München 1980&lt;br /&gt;
* Georg Hunklinger: &#039;&#039;Das Salzfass&#039;&#039;, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982&lt;br /&gt;
* Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung, Peter Krön (Hrsg.): &#039;&#039;St. Peter in Salzburg, 3. Landesausstellung&#039;&#039;, Druckhaus Nonntal / Salzburg 1982&lt;br /&gt;
* Max Wieser: &#039;&#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985&#039;&#039;, Eigenverlag, Piding 1985 &lt;br /&gt;
* Gemeinde Ainring (Hrsg.): &#039;&#039;Ainring&#039;&#039;, Heimatbuch, Tittmoning 1990.&lt;br /&gt;
* Josef Hemmerle: &#039;&#039;Das Bistum Augsburg; Die Benediktinerabtei Benediktbeuern&#039;&#039;, Berlin, New York: de Gruyter, 1991&lt;br /&gt;
* Wilma Buchinger: &#039;&#039;Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg&#039;&#039;, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996&lt;br /&gt;
* P. Petrus Eder / Johann Kronbichler (Hrsg.): &#039;&#039;Hl. Rupert von Salzburg 696 - 1996&#039;&#039;, Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter,  Salzburg / Dommuseum / 1996&lt;br /&gt;
* G. Geromet, R. Alberti: Nobiltà della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, in Friuli e in Slovenia&#039;&#039;, Vol.1 u. 2., Verlag: Editioni della Laguna, 1999&lt;br /&gt;
* Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: &#039;&#039;Salzburger Kulturlexikon&#039;&#039;, Residenz Verlag, Salzburg 2001 &lt;br /&gt;
* Wolfgang Hagenauer: &#039;&#039;Erinnerungen&#039;&#039;, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien 2001 &lt;br /&gt;
* Martin Hofbauer: &#039;&#039;Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren&#039;&#039;; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005 &lt;br /&gt;
* Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006&lt;br /&gt;
* Salzburger Barockmuseum (Hrsg.): &#039;&#039;Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit&#039;&#039;, Eigenverlag, Salzburg 2006&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl: &#039;&#039;Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* A. Borella: &#039;&#039;Annuario della Nobiltà Italiana&#039;&#039;, Nova Ser. 2006; Milano 2007&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Angermüller]]: &#039;&#039;Maria Theresia Hagenauer&#039;&#039;, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007&lt;br /&gt;
* Plinio Correa de Oliveira: &#039;&#039;Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten&#039;&#039;, Wien, 2008&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Allmayer-Beck: &#039;&#039;Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher: Anton Beck und seine Brüder&#039;&#039;, Böhlau Verlag, Wien 2008&lt;br /&gt;
* Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: &#039;&#039;Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810&#039;&#039;; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009&lt;br /&gt;
* Giorgio Geromet:  &#039;&#039;Araldica, Nobilità e Costumi: Del Friuli e della Venezia Giulia, del Carso triestino, dell´Istria e della Dalmatia&#039;&#039;; Edizione Lugio, Triest 2009&lt;br /&gt;
* Stephan Hubinger: Herrschaftsarchiv Hagenau, Oberösterreichisches Landesarchiv, 2009&lt;br /&gt;
* Bruno Schober: &#039;&#039;Der schiefe Turm von Lanzendorf bei Böheimkirchen&#039;&#039;, 2009/2010&lt;br /&gt;
* Gunda Barth-Scalmani, Margareth Lanzinger, Ellinor Forste, Gertrude Langer-Ostrawsky: &#039;&#039;Aushandeln von Ehen, Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich&#039;&#039;, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien, 2010&lt;br /&gt;
* Roman Sandgruber: &#039;&#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&#039;&#039;, Styria Premium Verlag, Wien 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
=== Urkunden und Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ostarrichi Gottschalk von Hagenau (Bischof von Freising), 996] [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/FreisBm/1000.1/charter#anchor?q=Gotschalk%20von%20Freising  ,1000] [http://books.google.at/books?id=AahBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;lpg=PA433&amp;amp;dq=gottschalk+von+freising++994&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ALTo0Z1uIl&amp;amp;sig=_JhiGdpo8NU64Sw9S6-t5n_k0x0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=0HobUYzXEM_Osga9yYCoDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gottschalk%20von%20freising%20%20994&amp;amp;f=false , 1006?]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-OOeLA/GleinkOSB/1088_VIII_19/charter#anchor?q=hagnowe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagnowe), 1088]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAZ/Urkunden/1108_IX_29/charter#anchor?q=hagenau   Reginbrecht von Hagenau (Reginbert de Hagenau), 1108]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAA/Urkunden/1144_VII_25/charter Regenbertus (von Hagenau, Bischof von Passau), 1144]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1147_V_16/charter#anchor?q=hagenaw Reginbert von Hagenau (Nobilis de Hagenaw), 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASF/StFlorianCanReg/1147_XII_26/charter?q=Hagenoue Reginbert von Hagenau (Bischof von Passau), Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), intaktes Siegel, 1147]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1152_IV_28/charter?q=hagenove  Burg Hagenau (predio Hagenowe), 1152]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/OOEUB/1179_IV_20/charter#anchor?q=hagenawe Hartwig von Hagenau (Hartwicus de Hagenawe), 1179]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1205_V_24/charter#anchor?q=hagenaw Wernhardus und Heinricus von Hagenau (Wernhardus de Hagenaw et Heinricus frater eius), 1205]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1206_01_15.1/charter?q=hagenove  Heinricus von Hagenau (Hainricush de Hagenove), 1206]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAR/ReichersbergCanReg/1231_VIII_03.1/charter#anchor?q=%20nobilis%20hagenau Ludwig von Hagenau (Lodewicus nobilis de Hagenowe), 1231]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenova&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Reinhard von Hagenau (Reinhardus de Hagenova), 1279]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASei/SeitenstettenOSB/1299_X_20/charter?q=hagenowe Seifried von Hagenau (her Seifri von Hagenow) und Konrad von Hagenau (Chvnrat von Hagenowe), 1299]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1318_VI_11/charter?q=seifried%20von%20hagenau Seifried von Hagenau und seine Geschwister (Seifrit, Steffan, Haidnreich und Gedrawt von Hagnawe), 1318]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1344_V_23/charter#anchor?q=hagenaw Otto von Hagenau (Herr Ott von Hagenaw), 1344]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1345_IV_04/charter Otto von Hagenau (Ott von Hagenaw), intaktes Siegel, 1345]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfarre-boeheimkirchen.net/?Kirchen_der_Pfarre:Filialkirche_St._Peter_am_Anger, Stiftung der Hagenauer, Böheimkirchen - Filialkirche St. Peter am Anger, 1347]&lt;br /&gt;
*  [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/StPCanReg/1348_VIII_27/charter#anchor?q=hagenawer  Seifrid der Hagenauer und Stephan der Hagenauer (der Hagnawaer), 1348]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=zAGSI_3iDqEC&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;dq=seifried+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=u73uUMaBMOmI0AW-2oDICg&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=seifried%20hagenauer&amp;amp;f=false Seifried Hagenauer (Abt von Melk), 1378]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAsbach/107/charter?q=hagenaw Karel von Hagenau (Karel von Hagenaw, Pfleger und Richter zu Ernekk), intaktes Siegel, 1387]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AggOCart/1394_VII_10/charter?q=hagenawer Stephan Hagenauer (Stephan der Hagenawer), Burggraf zu Purkersdorf, 1394]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/14717_XI_23/charter?q=hagenawer Bergrecht, Zehent und Vogtrecht der Hagenauer, 1417]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1417_VII_28/charter Hans Hagenauer (Hanns der Hagenawer), intaktes Siegel, 1417][http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1418_III_01/charter?q=hagenawer ,intaktes Siegel 1418]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Ak8AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ZAIJUZHILuec0AWf7oBo&amp;amp;ved=0CEsQ6AEwBTgU#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false  Hans Hagenauer (der Edle Hanns Hagenawer), 1427]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=6zMvAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;dq=edle+georg+hagenauer+1439&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4eXuUJ--FZS20QW9rIG4Bg&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=edle%20georg%20hagenauer%201439&amp;amp;f=false  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), 1439]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiAM/MelkOSB/1439_V_31/charter  Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer), intaktes Siegel, 1439]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=o7FOAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;dq=hanns+hagenauer+m%C3%BCnchen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2-ruUO7WJ-nD0QX1yoFA&amp;amp;redir_esc=y#v=snippet&amp;amp;q=joannis%20hagenauer%20&amp;amp;f=false Johannes Hagenauer (Joannis Hagenauer) 1453]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-ASP/Urkunden/U_142/charter?q=hagenawer Hans Hagenauer (Hannsen Hagenawer) Hauseigentümer in München, 1454]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=uZ4EAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA485&amp;amp;dq=monumenta+boica+Num.+CCXCVII+hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Vf8IUZHtIIWK0AXSu4GgCQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=monumenta%20boica%20Num.%20CCXCVII%20hagenawer&amp;amp;f=false Georg, Hans und Conrad Hagenauer (Jorg, Hanns, Conrat Hagenawer), 1456]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KUAldersbach/00986/charter?q=hagenawer Thomas Hagenauer (Thoman Hagenawer), 1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1470_03_16/charter?q=hagenaw Feste Hagenau (im Besitz der von Ahaim zu Hagenau), 1470]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=qSA3AAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA141&amp;amp;dq=hagenawer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=jwQJUbKfDe2N0wX72oDoBA&amp;amp;ved=0CD0Q6AEwAzha#v=onepage&amp;amp;q=hagenawer&amp;amp;f=false Stephan Hagenauer (St. Hagenawer) zu Allershausen 1484, V. Hagenauer zu Westerndorff 1492]&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=139 Stephan Hagenauer zu Allerhausen, 1487]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=UcpAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA235&amp;amp;dq=hr.+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kG7wUOrhMOiI0AX-kYHYAw&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAQ#v=snippet&amp;amp;q=hagenauer%201489&amp;amp;f=false Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer), 1489]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/100/ASPjpgweb/ASP_14930530_1624-b_r.jpg Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), 1493]&lt;br /&gt;
*[http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_1624-1493_V_30/charter Hans Hagenauer (Hanns Hagenawer), Abt Rupert V. Keutzl von St. Peter, 1493]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/240/K.._MOM-Bilddateien._~BayHStajpgweb._~Raitenhaslach._~BayHStA-KURaitenhaslach_14960829_1392_r.jpg  Leonhard Hagenauer? (Linhard Hagenwer), 1496]&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Georg_Hagenauer_I. Sebastian Hagenauer de Allershausen 1554, Georg Hagenauer 1568]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-BayHStA/KURaitenhaslach/1600_04_06/charter Peter Hagenauer, 1600]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Domkapitel%20Kloster%20St.%20Peter%20%201612%20Rupert%20Hagenauer&amp;amp;f=false Rupert Hagenauer, 1612]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=HwBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA238&amp;amp;dq=Domkapitel+Kloster+St.+Peter++1612+Rupert+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-FzwUNHvPInltQaN84DgCA&amp;amp;ved=0CC0Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hanns%20Hagenauer&amp;amp;f=false Hans Hagenauer, 1631]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-SLA/Urkunden/SLA-OU_16411129_r.jpg  Hagenauer Gut (Hagenau bei Maria Plain), 1641]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=m3dAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false  Georg und Johann Hagenauer, 1701-1731]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?hl=de&amp;amp;id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Matthias+Hagenauer&amp;amp;q=Hagenauer Georg und Matthias Hagenauer, 1709]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/BayHStA-Hoeglwoerth/BayHStA-KUHoeglwoerth_17191001_00169_r.jpg Mathias Hagenauer (Mathias Haagenauer), 1719]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00050988&amp;amp;pimage=67&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=de Anton de Hagenau - Epitaph, 1742] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=gyqHA8y4VzkC&amp;amp;pg=PA503&amp;amp;dq=Wessobrunn+Dominikus+%28Dominikus%29+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kIpxUYjIHIvHsgaA6oDQAg&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Wessobrunn%20Dominikus%20%28Dominikus%29%20Hagenauer&amp;amp;f=false, Dominicus (Dominikus) Hagenauer, SubPrior von Wessobrunn, 1717-1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-AES/Urkunden/1546/charter Georg (IV.) Hagenauer (Hagenauar), 1722]&lt;br /&gt;
* [http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AES/AES_17240320_ReiheB-238_r.jpg Johann Hagenauer, 1724]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=Jm4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT186&amp;amp;dq=georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=YymqUaqFOIOihgeQ-YHIBA&amp;amp;ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=georg%20hagenauer&amp;amp;f=false Georg Hagenauer, 1735]&lt;br /&gt;
* [http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00043074&amp;amp;pimage=58&amp;amp;suchbegriff=&amp;amp;l=fr Dominicus Hagenauer,1760]&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?suchbegriff=hagenauer&amp;amp;c=suchen Wolfgang Hagenauer, 1760] [http://books.google.at/books?id=0m4AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA83&amp;amp;dq=chiemsee+zu+hagenau&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CaHqUK-SBIPPtAaL5ID4BQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=wolfgang%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1775][http://books.google.de/books?id=1-0NAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA251&amp;amp;dq=hagenauer++v.&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=83peU_7RBITasgaMtYGwBA&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwATgK#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20%20v.&amp;amp;f=false ,1782][http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008095/images/index.html?id=00008095&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=102 ,1726-1801]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=A9hAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=Hofkalender+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IMnuUInaOrGM0wXjy4GoAw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Hofkalender%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Baptist Hagenauer, 1760] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=umpHAQAAIAAJ&amp;amp;q=herr+von+hagenauer&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=49pqrwwNb4&amp;amp;sig=AxX-6zPfLr4aNcw0MwERuyO1PrU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Oah9ULvXNIjhtQaZxIHIDg&amp;amp;ved=0CFsQ6AEwCDgU Johann Baptist von Hagenauer, 1766][http://books.google.at/books?id=aLoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA357&amp;amp;dq=hagenauer+salzburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=-5vuUKf2D8as0QWL8oHYDA&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20salzburg&amp;amp;f=false ,1767-1771][http://books.google.at/books?id=x6IAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=hagenauer+sohn+des&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CCOqUab3KpKZ0AXsoYHwDQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer%20sohn%20des&amp;amp;f=false ,1773-80][http://books.google.at/books?id=oDNKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA273&amp;amp;dq=von+hagenauer&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;hl=de&amp;amp;cd=23#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1782] [http://books.google.at/books?ei=InjAULXuIoHOtQag_oG4DQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=cTY5AAAAIAAJ&amp;amp;dq=Lehrers+Johann+Baptist+von+Hagenauer+die+antiken+und+modernen+Statuen&amp;amp;q=+Hagenauer+#search_anchor  ,1785][http://books.google.at/books?id=pUpZAAAAcAAJ&amp;amp;dq=johann%20baptist%20von%20hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR2&amp;amp;output=embed ,1791][http://books.google.at/books?id=Ol0NAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA307&amp;amp;dq=Hof-+und+Staats-Schematismus+der+r%C3%B6m.+Kaiserl+Hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=osicULTmIYXKtAa9yYHIDw&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1802]  [http://books.google.at/books?id=O6YAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;dq=hof-+und+staats-schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=6MubUMeTNuWM4gTa3oGIDQ&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1803] [http://books.google.at/books?id=g8Y_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA698&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=MeNrUpTkBoSl4AS8_YHgDg&amp;amp;ved=0CDwQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1807] [http://books.google.at/books?id=sSQS5tMs7HkC&amp;amp;pg=RA3-PA614&amp;amp;dq=samuel+baur+johann+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=vAaqUe6tMYvu0gXouIHgDg&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=samuel%20baur%20johann%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1810] &lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=sFtNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=schematismus+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RuZrUpm5AeTj4QSy24HgBw&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwATge#v=onepage&amp;amp;q=schematismus%20hagenauer&amp;amp;f=false Vikar Andreas Hagenauer, 1768 u. 1769]&lt;br /&gt;
* [http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien2/galerie1643.htm (Johann) Georg Hagenauer, 1778][http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10383222_00130.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;pubPlace_str={Pa%C3%9Fau}&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=%27Hagenauer+Georg%27&amp;amp;mode=simple&amp;amp;context=%27Hagenauer%20Georg%27 ,1783] [http://books.google.at/books?id=AtxBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=hochf%C3%BCrstlicher+pa%C3%9Fauischer+Kirchen-+georg+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EMjuULmoDozL0AWDiYC4BQ&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=hochf%C3%BCrstlicher%20pa%C3%9Fauischer%20Kirchen-%20georg%20hagenauer&amp;amp;f=false ,1784]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_4938-1786/charter#anchor?q=hagenauer   Dominikus (Kajetan Rupert) von Hagenauer, Abt von Salzburg, 1786] [http://books.google.at/books?id=fHDhzX_U8S8C&amp;amp;pg=PA313&amp;amp;dq=abt+dominikus+v.+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=4bnuUNumJu-S0QXWl4A4&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=abt%20dominikus%20v.%20hagenauer&amp;amp;f=false   ,1790][http://lehre.hki.uni-koeln.de/monasterium/pics/AT-StiAMB/MbOSB/StAMB-Urkunden_18100505_A-2673a_r.jpg  , 1810]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?id=etlAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR69&amp;amp;lpg=PR69&amp;amp;dq=kameral+-+Bau+-+Director&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_11gpRW-XL&amp;amp;sig=bxN3ZhY-Apxg1zUQMczZOFPSK1o&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eCaIUISJPOek4gSL54C4Cg&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=von%20hagenauer&amp;amp;f=false   Johann Georg von Hagenauer, 1812]  [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:LOwZR7rTj-gC&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=da-bUI-RGcTYtAauw4G4Cw&amp;amp;ved=0CCwQ6AEwAA#v=snippet&amp;amp;q=georg%20von%20hagenauer&amp;amp;f=false  ,1813]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_5095-1825/charter?q=hagenauer Franz de Paula von Hagenauer, Herr zu Radeck, Lehenbrief von Kaiser Franz I., 1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-biographie.de/sfz56640.html Josef Paul von Hagenauer u. Hersilie von Hagenauer, 1828]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=8PA9AAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA824&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=riANUMfaCczwsgb64YTxCA&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAjge#v=onepage&amp;amp;q=herr%20hagenauer&amp;amp;f=false Johann Lorenz III. (Giovanni) von Hagenauer,  1865][http://books.google.at/books?id=codBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA248&amp;amp;dq=herr+von+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=kykNUMOpB8_CtAbgq_XTCA&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBziMAQ#v=onepage&amp;amp;q=hagenauer&amp;amp;f=false  ,1870]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=Ci0NUKSZE430sgbXs-2DCQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=9U44AAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+von+hagenauer&amp;amp;q=simon+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) von Hagenauer, 1875]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=pianogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Pio IX, Nobile Francesco III. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrpiano.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Uniform, 1884] &lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Datei:Baronesse_amelie_de_hagenauer.jpg Amélie Baronin von Hagenauer, 1888]&lt;br /&gt;
* [http://www.cnicg.net/czerny.asp?img=ghegogrcr.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede Ordine di San Gregorio Magno, Nobile Simon II. de Hagenauer, barone romano],[http://www.cnicg.net/image.asp?img=unifgrcrghego.jpg&amp;amp;strRefUrl=http://www.cnicg.net/scv.asp&amp;amp;strRefNome=Ordini%20Cavallereschi%20della%20Santa%20Sede  Uniform, 1889]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=BloIUInHBcKUsgaaxOiJAw&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=DaBtAAAAMAAJ&amp;amp;dq=simon+hagenauer&amp;amp;q=freiherr+hagenauer#search_anchor  Simon (II.) Baron von Hagenauer (Freiherr von Hagenauer), 1905]&lt;br /&gt;
*  [http://books.google.at/books?ei=MlZ1UIKPD4TXtAbQxICoDQ&amp;amp;id=GxkfAQAAMAAJ&amp;amp;dq=ranglisten+des+kaiserlich+und+1916&amp;amp;q=hagenauer#search_anchor  Rittmeister Pyrrhus von Hagenauer, 1916]&lt;br /&gt;
* [http://www.gerechte-der-pflege.net/wiki/index.php/Berta_Hagenauer Berta Baronin von Hagenauer, 1944-1945]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=5F5LAAAAYAAJ&amp;amp;q=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;dq=baron+locatelli-hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=UQvkUJDwFYWg0QXeJA&amp;amp;redir_esc=y  Pyrrhus (Pirro) Baron Locatelli de Hagenauer, 1957]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=THhmAAAAMAAJ&amp;amp;q=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;dq=baroness+sabine+hagenauer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xo9fU8CsJI6Wswb0jYCYDg&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwAA Sabine Baroness von Hagenauer (verheiratete Proksch), 1959]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=iSWdfnLbP9UC&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;dq=Locatelli-Hagenauer,&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pV6wUf-KIsWxO_HrgPgK&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Locatelli-Hagenauer%2C&amp;amp;f=false  Alexander (Alessandro) Baron Locatelli de Hagenauer 1972 und 1977]&lt;br /&gt;
*[http://archiviostorico.corriere.it/1997/aprile/02/Notte_terrore_per_contessa_co_0_9704022842.shtml Gabriella, vedova del barone Locatelli de Hagenauer, 1997]&lt;br /&gt;
* [http://www.gastaldiglobal.com/dmc/ggt_news_dettaglio.asp?id=108 Marie baronessa Locatelli de Hagenauer, 2010]&lt;br /&gt;
* [http://ilpiccolo.gelocal.it/cronaca/2014/03/28/news/e-morta-la-baronessa-locatelli-de-hagenauer-1.8943035 Elena baronessa Locatelli de Hagenauer, 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Hagenauer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00017430/images/index.html?id=00017430&amp;amp;fip=93.104.182.71&amp;amp;no=5&amp;amp;seite=125 Genealogie des bayrischen Adels, Hagenau von und zu Hagenau, 992-1484]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnowe&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten von Hagenau (de Hagnowe), 1088 u. 1315]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenowe&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenowe), 1116-1382]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch=&amp;amp;q=hagenaw&amp;amp;block=1 Regesten von Hagenau (de Hagenaw), 1125-1398]&lt;br /&gt;
* [http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 Karte mit Forst und Edelsitz Hagenau (Hagnawe, Hagenovve) bei Schrobenhausen, um  1300]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagenawer), 1317-1465]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawer), 1330-1474]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagnawaer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnawaer), 1347-1366]&lt;br /&gt;
* [http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?q=hagenauer&amp;amp;sort=date&amp;amp;arch= Regesten Hagenauer (Hagnower, Hagnawer, Hagenawer, Hagenauar, Hagenauer), 1314-1825]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/165-texte/1078-martin.html Hundert Salzburger Familien, 1938]&lt;br /&gt;
* [http://www.coresno.com/genealogie/76-froe/748-froe-h01.html Der Adel der Habsburgermonarchie im 19. und 20. Jahrhundert, 2008]&lt;br /&gt;
* [http://www.almanachdegotha.org/id206.html  Almanach de Saxe Gotha, 2013]&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=vtZbE_AGz1Q Italien, &amp;quot;Vom schwarzen und vom weißen Adel&amp;quot;, Dokumentation 2014]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)|!|Hagenauer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334689</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334689"/>
		<updated>2014-06-19T18:58:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten. Ihre Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt seine Entlassung einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ihn ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, reichte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst ein. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334688</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-19T18:50:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten. Ihre Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] hatte man nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung den Verfassungsjuristen Baron Simon III. Hagenauer auf Grund seiner &amp;quot;religiösen Gesinnung&amp;quot; genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Da man ihm angedroht hatte ohne Pensionsanspruch in Zwangspensionierung zu schicken, hatte er 1938 seine Entlassung aus dem Staatsdienst eingereicht. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-19T17:51:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten. Ihre Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes der Vaterländischen Front im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter (katholischer Frauenbund) war von 1930 bis 1934 Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in der Steiermark (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und musste seine Entlassung aus dem Staatsdienst (vorerst ohne Pensionsanspruch) einreichen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334686</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-19T17:36:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten. Ihre Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes (der Vaterländischen Front) im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst engagiert. Aloisia Ritter war eine der ersten Frauen Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und musste seine Entlassung aus dem Staatsdienst (vorerst ohne Pensionsanspruch) einreichen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-19T15:40:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten. Ihre Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er oft nach Venedig und Triest, wobei er auch stets seine venezianischen sowie die Triester Verwandten besuchte. Auf etlichen seiner Reisen durften ihn seine Kinder begleiten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; (benannt nach der Schauspielerin Katharina Schratt) bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes (der Vaterländischen Front) im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst aktiv. Sie war als eine der ersten Frauen ein Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und musste seine Entlassung aus dem Staatsdienst (vorerst ohne Pensionsanspruch) einreichen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334684</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-19T15:12:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten. Ihre Schwester Gertrud heiratete den venezianischen N. H. (nobiluomo) Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s (Marzolo) scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Venetien) auf, wo sie seither ansässig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes (der Vaterländischen Front) im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst aktiv. Sie war als eine der ersten Frauen ein Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und musste seine Entlassung aus dem Staatsdienst (vorerst ohne Pensionsanspruch) einreichen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten. Ihre Schwester Gertrud heiratete den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Vendig) auf, wo sie seither ansässig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes (der Vaterländischen Front) im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst aktiv. Sie war als eine der ersten Frauen ein Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und musste seine Entlassung aus dem Staatsdienst (vorerst ohne Pensionsanspruch) einreichen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (Tessera Nr. 28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334680</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-19T13:55:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten. Ihre Schwester Gertrud heiratete den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Vendig) auf, wo sie seither ansässig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes (der Vaterländischen Front) im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst aktiv. Sie war als eine der ersten Frauen ein Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und musste seine Entlassung aus dem Staatsdienst (vorerst ohne Pensionsanspruch) einreichen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Division &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an (tessera Nr.28, VI Zona Guardin). Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino - &amp;quot;der Kleine&amp;quot;, obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten. Ihre Schwester Gertrud heiratete den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Vendig) auf, wo sie seither ansässig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Franz August Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Aloisia Maria Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo, der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes (der Vaterländischen Front) im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Aloisia Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst aktiv. Sie war als eine der ersten Frauen ein Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich etc.). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und musste seine Entlassung aus dem Staatsdienst (vorerst ohne Pensionsanspruch) einreichen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme Capurro der IV. Divisione &amp;quot;Pinan-Cichero&amp;quot; (Divisione Garibaldi) an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Partigiano Picin&amp;quot; nach dem italienischen Ausdruck piccino (der Kleine), obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334677</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-19T12:37:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später den Literarhistoriker und Pädagogen Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten. Ihre Schwester Gertrud heiratete den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Das ursprünglich Bologneser Uradelsgeschlecht der Marzollo´s scheint in den Urkunden bereits 1270 als &amp;quot;al Patriziato Veneto&amp;quot; (Patrizier von Vendig) auf, wo sie seither ansässig waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) Anton Franz Heinrich von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war Hofrat Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Luise Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst aktiv. Sie war als eine der ersten Frauen ein Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Trägerin des österreichischen goldenen Verdienstkreuzes). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und vorerst ohne Pensionsanspruch aus dem Staatsdienst entlassen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme-Capurro an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Piccin(o)&amp;quot; (der Kleine), obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-19T11:55:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten und Gertrud den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Anton Franz Heinrich Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war Hofrat Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Luise Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst aktiv. Sie war als eine der ersten Frauen ein Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Trägerin des österreichischen goldenen Verdienstkreuzes). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und vorerst ohne Pensionsanspruch aus dem Staatsdienst entlassen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme-Capurro an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Piccin(o)&amp;quot; (der Kleine), obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334675</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-19T11:53:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (Johannes Wolfgangus), Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten und Gertrud den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war Hofrat Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Luise Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst aktiv. Sie war als eine der ersten Frauen ein Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Trägerin des österreichischen goldenen Verdienstkreuzes). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und vorerst ohne Pensionsanspruch aus dem Staatsdienst entlassen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme-Capurro an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Piccin(o)&amp;quot; (der Kleine), obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_Genealogie_der_Familie&amp;diff=334674</id>
		<title>Hagenauer - Genealogie der Familie</title>
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		<updated>2014-06-19T11:52:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Paulus´sche Ast (später Wiener Zweig) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt die &#039;&#039;&#039;Genealogie des Geschlechts der [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses [[Hagenauer]] wurde vorerst ein Überblick der Stämme, Linien, Äste und Zweige wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit Georg I.) dargestellt:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
* Guntpold I., von Hagenau bei Freising (Stammvater um 1068), Edelfreie (nobiles, liberi), (bayr. Adel)&lt;br /&gt;
:* Freisinger Stamm (Guntpold II. von Hagenau bei Freising um 1078), (Sebastian von Allershausen bei Freising * um 1503) wird zum Ainringer Stamm&lt;br /&gt;
::* Ainringer Stamm (Georg I. von Allershausen / Piding *1536), (verdunk. Adel)&lt;br /&gt;
:::* Wolfgang´sche Linie (Wolfgang II. von Hagenau bei Ainring *1613)&lt;br /&gt;
::::* Paul´sche Ast (Paulus I. von Hagenau bei Ainring *1647), (untit. Adel), späteren von Hagenauer (passau. Adel)&lt;br /&gt;
:::::* Wiener Zweig (Franz de Paula III. de Salisburgo *1824), Barones Romani (päpstl. Adel) und späteren Barones de Hagenauer (ital. Adel)&lt;br /&gt;
::::* Georg´sche Ast (Georg IV. von Hagenau bei Ainring *1649), (untit. Adel)&lt;br /&gt;
:::::* Triester Zweig (Ignaz Joachim, Salzburg *1749), späteren Barones dei Locatelli de Hagenauer (ital. Adel)&lt;br /&gt;
::::* Johann´sche Ast (Johann von Hagenau bei Ainring *1654), 1760 mit Dominikus erloschen (untit. Adel) &lt;br /&gt;
:::* Johannes´sche Linie (Johannes von Hagenau bei Ainring *1617), um 1740 mit Thomas erloschen&lt;br /&gt;
:::* Georg´sche Linie (Georg III. von Hagenau bei Ainring *1622), um 1830 mit Jacobus Wolfgang erloschen&lt;br /&gt;
:* Braunauer Stamm (Hartwig von Hagenau bei Braunau um 1088), nach 1239 mit den Söhnen Ludwigs (Gebehardus und Gebhartus d.J. de Hagenau) 1262 (?) erloschen &lt;br /&gt;
:* Böheimkirchner Stamm (Reimprecht von Hagenau bei Böheimkirchen um 1098), nach 1446 mit den Söhnen Albrechts erloschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erzbistum Salzburg ===&lt;br /&gt;
Nachdem in der ersten Hälfte des [[16. Jahrhundert]]s das letzte Gut der Hagenauer bei Allershausen in Bayern aufgegeben worden war, verließ der wahrscheinlich letzte Spross (aus dem Freisinger Stamm) des Geschlechts der Herren von Hagenau Bayern. Die Route führte über das [[Pfleger|Pflegschaftsgericht]] [[Teisendorf]], bis Sebastian Hagenauer de Allershausen sich mit seinem Sohn Georg schließlich westlich der Stadt Salzburg bei Piding niederließ.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts werden sie in den Salzburger Regesten in unmittelbarer Nähe der [[Stadt Salzburg]] genannt. Im Jahr [[1554]] wird der oben genannte aus [[Bayern]] ausgewanderte Sebastian (Wastl) Hagenauer de Allershausen in einer Urkunde bei [[Hammerau]] erwähnt. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.]] (* um [[1536]]) wird im Jahre [[1568]] nun als Besitzer eines Gutes am [[Högl]] genannt. Georg (I.) Hagenauer wird ferner als Stammvater der &amp;quot;Salzburger Linie&amp;quot; bezeichnet. Er hatte [[1568]] vom Salzburger [[Domkapitel]] die Bewilligung für &#039;&#039;&amp;quot;etliches Zimmerholz am [[Högl]] zu vorhabenden Gepeuen&amp;quot;&#039;&#039; erhalten. Sein Söhne Wolf(gang) I. (* um 1575), Rupert I. (* um 1580) und Georg II. (* um 1585) werden nach [[1600]] als Guts- und Mühlenbesitzer, bzw. als Verwalter in [[Traunstein]] (heute Bayern) genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den drei Brüdern Wolfgang, Rupert und Georg, taucht der &amp;quot;&#039;&#039;ehrbahre Wolf Hagenauer, Müllner und Mayr (Verwalter) zu Piding&#039;&#039;&amp;quot; in einer Urkunde aus dem Jahr [[1602]] als Besitzer des Seyfriedhofes zu [[Piding]] auf: &amp;quot;&#039;&#039;darauf eine hölzerne Behausung mit Hofzimmern, Stallungen, Getreidekasten und eine [[Brechelbad|Badestube]]&#039;&#039;&amp;quot;. Der Seyfriedhof war damals der Meierhof, der Hof des Gutsverwalters von [[Schloss Staufeneck]], auf dem wahrscheinlich bereits sein Großvater gelebt hatte. Ob Wolfgang verheiratet war und Kinder hatte ist nicht bekannt. [[Rupert (I.) Hagenauer]] war von [[1612]] bis [[1631]] Urbarverwalter des [[Domkapitel]]s und [[Erzabtei St. Peter|Erzstifts St. Peter]] von Salzburg über deren Güter in Traunstein, sein Nachfolger von 1631 bis 1636 war (dessen Sohn oder Neffe) Hans Hagenauer. Der letzte der drei Brüder, [[Georg (II.) Hagenauer]] von Hagenau, wird 1614 als Besitzer eines Hofes und der &amp;quot;Mautmühl&amp;quot; bzw. &amp;quot;Mühl in Hagenau&amp;quot; bei [[Hammerau]] erwähnt. Begraben ist er in [[Feldkirchen bei Ainring]], damals zum Erzbistum Salzburg und heute zu Oberbayern gehörend. Georg II. hatte am [[9. Februar]] [[1614]] in Ainring Magdalena Margaretha Eschelberger (Tochter des Wolfgang Eschelberger und uxor) geheiratet. Sie hatten folgende Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Hagenauer II.|Wolfgang II.]] (* [[13. Jänner]] [[1613]]), vermählt am [[3. Juni]] [[1640]] mit Eva Surer von Pach, Wolfgang (II.) ist der Begründer der Wolfgang´schen Linie ([[#Wolfgang´sche Linie|siehe unten]])&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hagenauer|Johannes]], von Hagenau (* [[1617]]), Besitzer des Ainringer Hofes, [[1635]] vermählt mit Magdalena Nechlin, Tochter des Wolfgang Nechl von Rabling (Rappling). Johannes war der Begründer der Johannes´schen Linie ([[#Johannes´sche Linie|siehe unten]])&lt;br /&gt;
* Christina, vermählt am  [[16. Februar]] [[1642]] in [[Thundorf]] (Pfarre Ainring) mit Sebastian Apfalter zu Apfaltern&lt;br /&gt;
* [[Georg Hagenauer III.|Georg III.]], (* [[7. Jänner]] [[1622]], † [[1671]]), vermählt am [[15. Februar]] [[1654]] mit der Wirtstochter Magdalena Prunmayr von Brodhausen, Präfekt der Marienbruderschaft in Feldkirchen, der bereits früher Mitglieder der Hagenauer angehört hatten. Begründer der Georg´schen Linie ([[#Georg´sche Linie|siehe unten]])&lt;br /&gt;
* Regina, vermählt um 1640 (Pfarre Wals-Siezenheim) mit Leonhard Perger von Perg (Berg), [[Walserberg]], † [[23. April]] [[1694]] Walserberg; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Söhnen Wolfgang, Johannes und Georg bildeten sich drei Linien, wobei die Linie des Johannes drei Generationen später erlöschen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Linien ==&lt;br /&gt;
=== Wolfgang´sche Linie ===&lt;br /&gt;
* Begründer: [[Wolfgang II. Hagenauer|Wolfgang II.]] (* 1613, † 1693)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Drei Äste ====&lt;br /&gt;
Drei Söhne Wolfgangs II. gründeten drei Äste: den Paul´schen, den Johann´schen und Georg´schen Ast. Heute leben nur mehr Nachkommen des Paulus´schen Astes (aus dem Wiener Zweig) und Nachkommen des Georg´schen Astes (aus dem Triester Zweig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Simon (I.) (* [[1641]], † [[1642]])&lt;br /&gt;
* Matthäus (* [[1643]] - als Kind gestorben)&lt;br /&gt;
* Adam (* [[1645]] - als Kind gestorben)&lt;br /&gt;
* [[Paulus Hagenauer|Paulus I.]], von  Hagenau bei Feldkirchen (* [[1647]], † [[1728]]), heiratet am [[24. April]]  [[1672]] Margarethe Reischl(in) von Hausmoning - Agricola (Bauer) am Messerschmiedhaus und Hospes (Wirt) zu Straß, [[1671]] Bestätigung des Stammwappens mit Wappenerweiterung als Salzburger Untertan. Begründer des Paulus´schen Astes in  Strass bei Ainring  ([[#Paulus´sche Ast (später Wiener Zweig)|siehe unten]])&lt;br /&gt;
* [[Georg Hagenauer|Georg IV.]] (* [[1649]], † [[1736]]) - Ratsherr und Handelsherr zu Salzburg, Erbauer der ersten Hagenauer Familiengruft in Salzburg. [[1671]] Bestätigung des Stammwappens mit Wappenerweiterung als Salzburger Untertan. [[1686]] Erwerb eines Adelswappens mit Kleinoth als Salzburger Bürger. 21 Jahre Stadtkämmerer Salzburgs von 1704-1725. Begründer des Georg´schen Astes in Salzburg ([[#Georg´sche Ast (später Triester Zweig)|siehe unten]])&lt;br /&gt;
* [[Johann Hagenauer|Johann]] (* ca. [[1654]], † [[1724]]) - Rats- und Handelsherr in Salzburg,  [[1671]] Bestätigung des Stammwappens mit Wappenerweiterung als Salzburger Untertan. Begründer des Johann´schen Astes in Salzburg  ([[#Johann´sche Ast|siehe unten]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paulus´sche Ast (später Wiener Zweig) =====&lt;br /&gt;
* Begründer: [[Paulus Hagenauer|Paulus I.]] (* 1647, † 1728)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Kinder des Paulus &amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wolfgang III. (* [[1670]]) - Bauer am Messerschmiedhaus zu Straß, vermählt mit Katharina Altmutter von Thundorf (Gut Geisler)&lt;br /&gt;
:* Barbara (* [[1700]])&lt;br /&gt;
:* Wolfgang IV. (* [[1706]], † [[1750]]) - Bauer am [[Aman|Aman(n)gut]] (Vogthof) zu Straß, [[17. September]] [[1725]] vermählt mit Maria Viktoria Hasenerl&lt;br /&gt;
::* [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang V.]], (* [[1726]], † [[1801]]) - Erzbischöflicher Architekt in Salzburg&lt;br /&gt;
:::* Maria Theresia, (* [[1773]], † [[1826]]) - im Dienste des Stiftes St. Peter&lt;br /&gt;
:::* Maria Anna Aloisia, (* [[1777]], † [[1847]]), vermählt mit Anton Seelos, Bergbeamte in [[Bad Dürrnberg|Dürrnberg]]&lt;br /&gt;
:::* [[Johann Wolfgang Hagenauer|Johann Wolfgang]], (* [[1781]], † [[1850]]) - k.k. Wasserbaudirektor in Linz&lt;br /&gt;
:::* [[Franz Hagenauer|Franz]], (* [[1784]], † [[1792]])&lt;br /&gt;
:::* Maria Elisabeth, (* [[1790]], † [[1869]])&lt;br /&gt;
::* Maria, (* [[1727]], † [[1762]]), vermählt mit Johann Wolfgruber, der das Hagenauer [[Aman|Amangut]] übernahm&lt;br /&gt;
::* Elisabeth, (* [[1730]], †)&lt;br /&gt;
::* [[Johann Baptist Hagenauer|Johann Baptist]], (* [[1732]], † [[1811]]) - höfischer Hofstatuarius, Galerie-Inspector und fürsterzbischöflicher [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#T|Hoftruchsess]] in Salzburg, [[1767]] Adelsstandbestätigung mit &amp;quot;von Hagenauer&amp;quot;, Direktor der Bildhauerklasse an der Wiener Akademie, vermählt (I.) am [[26. November]] [[1764]] im [[Salzburger Dom]] mit [[Maria Rosa Barducci-Hagenauer]] (* [[1744]], † [[1786]]) - Malerin in Salzburg. Vermählt (II.) am [[16. Juni]] [[1793]] im Wiener Stephansdom mit Elisabeth Weber (* [[1772]], † [[1839]]), Wachsmedailleurin und Offizierstochter.&lt;br /&gt;
::* Magdalena, (* [[1734]], † [[1812]])&lt;br /&gt;
::* [[Anna Hagenauer|Anna]], (* [[1737]], † [[1813]]) - Elisabethinerin in Linz, Ordensname &amp;quot;Maria Magdalena&amp;quot;&lt;br /&gt;
::* [[Matthias Hagenauer|Matthias]], (* [[1739]], † [[1799]]) - Eisenhändler, Besitzer des [[Gurkerhof]]es in Salzburg, vermählt in Salzburg am [[3. Oktober]] [[1787]] mit Maria [[Paurnfeind|Pauernfeind]]&lt;br /&gt;
::* [[Andreas Hagenauer|Andreas]], (* [[1742]], †  [[1815]]) - Dr. Theol., Priester, Gründer des Vikar Hagenauer´schen Lokalarmenfonds in [[Elixhausen]]&lt;br /&gt;
::* [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg III.]], (* [[1748]], † [[1835]]) - Fürstbischöflicher Baudirektor in Gurk, [[1783]] Hochfürstlicher Hofkammerrat und Hofbaudirektor, [[1786]] Adelsstandsbestätigung mit &amp;quot;von Hagenauer&amp;quot; und Wappenbesserung in Passau, [[1803]] kaiserlicher Rat und Baudirektor in Salzburg, [[1786]] vermählt mit Freiin Karoline de La Marre im [[Passau]]er Dom.&lt;br /&gt;
:::* Josefa, (* [[1787]], † [[1792]])&lt;br /&gt;
:::* Franz de Paula II., Herr zu [[Burg Radeck|Radeck]], (* [[1789]], † [[1843]]) - Dr. jur., k.k. Registratursdirektor in Linz, [[1823]] vermählt mit Barbara Schloßgängl Edle von Edlenbach in [[Maria Plain]], Salzburg.&lt;br /&gt;
::::* Franz de Paula III., von Radeck (* [[1824]], † [[1885]]) - Barone Romano, Dr. jur., Direktor der Versicherungsanstalt &#039;&#039;Assicurazioni Generali&#039;&#039; in Wien, [[1884]] Verleihung der römischen Baronie (primogenitur) durch Papst Leo XIII.. Ritter des päpstlichen Pius-Ordens (Gran Croce). [[1851]] vermählt mit Maria Edle von Spaun in Traunkirchen, OÖ. Begründer des Wiener Zweiges&lt;br /&gt;
:::::* Simon (II.) Anton Franz Heinrich, 2. barone romano (* [[1852]], † [[1920]]) - Dr. jur., Direktor der Vers.-A. &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; in Wien, V-Präsident des Piusvereines. [[1889]] Ritter des päpstlichen Gregorius-Ordens. [[1878]] vermählt mit der Französin Emélie Santa Julie Thomas in St. Stephan in Wien.&lt;br /&gt;
::::::* Simon (III.) Franz August, Baron von Hagenauer und 3. barone romano, (* [[1881]], † [[1940]]) Dr. jur., wirkl. Hofrat, burgl. Bezirkshauptmann in Eisenstadt. [[1929]] Anerkennung des päpstlichen Baronats durch König Viktor Emanuel III. in Italien sowie 1932 die Ausweitung des Freiherrenstandes per Dekret des Königreichs Italien für Baron Simon von Hagenauer und seine Nachkommen beiderlei Geschlechtes (&amp;quot;Baroni de Hagenauer&amp;quot;). [[1924]] vermählt mit Berta Aloisia Maria Ritter (* 1903, † 1972) in Graz (Widerstandskämpferin des katholisch-konservativen Lagers gegen das NS-Regime). &lt;br /&gt;
:::::::* Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo Johannes, Baron von Hagenauer und 4. barone romano, (* 1925, † 2012), Dr. jur., wirkl. Hofrat in der NÖ Landesregierung, Widerstandskämpfer bei den ital. Partisanen gegen das NS-Regime. 1957 vermählt mit Monika Zacherl (* 1935) in Wien. &#039;&#039;(Nachkommen in Wien)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::::* Eugen, (* [[1825]], † [[1880]]) - Dr. jur., Landesgerichtsrat, † in [[Leopoldskron-Moos]]&lt;br /&gt;
:::::* Marie, (* [[1861]], † )&lt;br /&gt;
:::::* Anna, (* [[1865]], † [[1881]])&lt;br /&gt;
::::* Julius, (* [[1826]], † ) - Kassendirektor in Linz.&lt;br /&gt;
:::::* [[Arnold von Hagenauer|Arnold II.]] (* [[1871]], † [[1918]]), Schriftsteller, der auch Romane über Salzburg schrieb. &lt;br /&gt;
::::* Helena, (* [[1835]]), vermählt mit Major Karl Elßler, Sohn von Joseph Haydn´s Leibkopisten Johann Florian Elßler, der auch Vater der berühmten Tänzerinnen Therese und Fanny Elßler war. Therese war seit 1850 (in einer morganatische Ehe) mit dem Prinzen Adalbert von Preußen verheiratet und wurde zur Freifrau von Barnim erhoben. Ihre Schwester Fanny Elßler hatte ein Kind aus der Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann (Hans), (* [[1675]], † [[1743]]), Bauer und Gastwirt zu Berg, Besitzer des Habnerguet (Weirerguet), [[1721]] als [[Propst|Zechpropst]] und Verwalter des Kirchenvermögens in der Filialkirche zum hl. Apostel Andreas und hl. Rupertus in Perach / Ainring genannt, vermählt mit Barbara Hopfergut.&lt;br /&gt;
:* Maria * [[4. September]] [[1707]] vermählt am [[16. Februar]] [[1733]] mit Andreas Schaffer&lt;br /&gt;
* Michael, (* [[1677]]) - Bauer und Webermeister am Seidlhäusl in Adelstetten, vermählt am [[13. Oktober]] [[1727]] mit Katharina Posch&lt;br /&gt;
:* Jacob, Bauer am Seuerlhof (Seidlbauer) in Adelstetten, * [[17. Juli]] [[1729]], vermählt am [[7. Jänner]] [[1763]] mit Gertrud Huber&lt;br /&gt;
* Adam, (* [[1679]], † [[1742]]) - Schmied in Straß&lt;br /&gt;
* Eva, (* [[1680]], † [[1708]])&lt;br /&gt;
* Philipp, Besitzer des Hueberlehen in Straß (* [[1687]], † [[1743]]), vermählt am [[11. Februar]] [[1720]] mit Sabine Althamer&lt;br /&gt;
:* Johannes, Besitzer des Hueberlehen in Straß * [[21. Dezember]] [[1722]], † [[10. September]] [[1795]], vermählt am [[13. Oktober]] [[1749]] mit Anna Hogger&lt;br /&gt;
::* Johannes, * [[19. November]] [[1761]]&lt;br /&gt;
::* Andreas, am Hueberlehen in Straß, * [[1758]], vermählt am [[7. November]] [[1795]] mit Gertrud Berger&lt;br /&gt;
:::* Helene, * [[1799]], vermählt I. [[1823]] mit Georg Aicher in Glanhofen, II. [[1840]] Josef Stöllner&lt;br /&gt;
:::* Georg V., Bauer am Hallergut in Viehhausen, * [[1810]], † [[20. Juli]] [[1858]], vermählt am [[12. August]] [[1834]] mit Theresia Kleßhamer&lt;br /&gt;
* Margareta, (* [[1689]]), vermählt mit Wolfgang Michael Geißler, Bauer in Apfaltern&lt;br /&gt;
* Gertrud, (* [[1692]]), vermählt mit Josef Mayr am  Hansengut, Thundorf, (Grundherrschaft: Domkapitel, 3/8-Hof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg´sche Ast (später Triester Zweig) =====&lt;br /&gt;
* Begründer: [[Georg Hagenauer|Georg IV.]] (* 1649, † 1736) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Kinder des Georg:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria, (* [[1677]])&lt;br /&gt;
* [[Josef Martin Hagenauer|Josef Martin]], (* [[1678]], † [[1732]]), Handelsherr, später Dragoner im Heer von Prinz Eugen. vermählt mit Martha Jäger von Kapell (Tirol)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Maria Ursula, (* [[1711]]), vermählt mit Peter Passi (Augsburger Kaufmann)&lt;br /&gt;
:* [[Johann Lorenz Hagenauer|Johann Lorenz]], (* [[1712]], † [[1792]]) - Kaufmann in Salzburg, Vermieter und Freund von [[Leopold Mozart]], vermählt mit Marie Theresia Schuster (Halbschwester des Salzburger Bürgermeisters [[Ignatz Anton von Weiser]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* Maria Theresia (* [[1740]], † [[1820]]), - Spezereiwarenhändlerin in Salzburg&lt;br /&gt;
::* [[Johann Nepomuk Hagenauer|Johann Nepomuk]] Anton (genannt Johannes), ([[1741]], † [[1799]]) - Spezereiwarenhändler in Salzburg&lt;br /&gt;
:::* Maria Theresia, (* [[1776]]), vermählt mit Joachim Schmuck, Handelsmann, gebürtig aus Fügen im [[Zillertal]] (damals Salzburgisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::* Anna Elisabeth (* [[1777]], † [[1804]]), vermählt mit Josef Sebastian Bolland, Direktor der [[Hagenauer´schen Handlung]]&lt;br /&gt;
:::* Josefa Aloisia (* [[1778]]), vermählt mit [[Johann Gall]]&lt;br /&gt;
:::* Maria Martha Vinzentia, (* [[1781]], † [[1837]]), vermählt I. mit Josef Pichler, Direktor der Hagenauer´schen Handlung; II. mit Josef Kaiser, Weißwarenhändler in [[Salzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ignaz Josef Hagenauer|Ignaz Josef]], (* [[1743]], † [[1780]]) - Spezereiwarenhändler in [[Salzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Johann Lorenz Hagenauer jun.|Johann Lorenz II.]], (* [[1744]], † [[1763]])&lt;br /&gt;
::* [[Kajetan Rupert Hagenauer|Kajetan Rupert]], (* [[1746]], † [[1811]]), [[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]] unter dem Namen &amp;quot;Dominikus Hagenauer&amp;quot;&lt;br /&gt;
::* [[Ignaz Joachim Hagenauer|Ignaz Joachim]] (* [[1749]], † [[1824]]) - Großhändler in Triest und Begründer der Triester Linie der Hagenauer &lt;br /&gt;
:::* Karoline Theresia, (* 1785, † 1791)&lt;br /&gt;
:::* Maria Elisabeth Regina, (* 1791, † 1838) - vermählt mit Franz Anton Bonaczy von Bonazza&lt;br /&gt;
:::* Karoline Theresia, (* 1785, † 1791)&lt;br /&gt;
:::* Vinzenz Franz, (* 1792, † )&lt;br /&gt;
:::* Johann Lorenz (III.), oder Johann Lorenz Demeter (* 1800, † 1877), Präsident der österreichischen Lloyd (Lloyd Austriaco), Vize-Präsident des ersten österreichischen Reichstags. Bestätigung des Adeslprädikates für Johann Lorenz Demeter, seinen Bruder Josef Paul und dessen Nachkommen.&lt;br /&gt;
:::* Josef Paul, (* 1802, † 1851), Handelsherr&lt;br /&gt;
::::* Ersila Cecilia, (* 1836, † 1911)&lt;br /&gt;
::::* Camilla, (* 1838, † 1919)&lt;br /&gt;
::::* Ignaz (III.) (* 1841, † 1898) - Dr. jur., Inhaber eines Reitguts bei Triest&lt;br /&gt;
:::::* Wanda (* 1885, † ) &lt;br /&gt;
:::::* Ilda (* 1887, † )&lt;br /&gt;
:::::* Pyrrhus (* 1890, † 1961) - Rittmeister a. D., Gutsbesitzer und Bankier, 1914 vermählt mit Baroness Carlotta dei Locatelli zu Eulenburg und Schönfeld (* 1890, † 1963). 1917 Arrogation und Adelsübertragung durch seinen Schwiegervater George de Locatelli Freiherr zu Eulenburg und Schönfeld, 1924 Anerkennung des ital. Freiherrenstandes per Dekret des Königreichs Italien als Barone Locatelli de Hagenauer &lt;br /&gt;
::::::* Carlo Georg (* 1917, † 1942), Student, Pilot&lt;br /&gt;
::::::* Helene (* 1920, † 2014), vermählt 1965 mit Ruggero Graf Moratti &lt;br /&gt;
::::::* Alexander (* 1924, † 1987), Bankier, vermählt 1962 mit Gabriella Gräfin Barsotti Verzani da Verzano, Nachkommen in Florenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* Maria Martha, (* [[1751]], † [[1770]])&lt;br /&gt;
::* Maria Ursula, (* [[1753]], † [[1831]]) - Spezereiwarenhändlerin in Salzburg&lt;br /&gt;
::* Petrus Lukas, (* [[1753]], † [[1761]])&lt;br /&gt;
::* Maria Franziska, (* [[1755]], † [[1836]]) - Spezereiwarenhändlerin in Salzburg, vermählt mit Franz Pichler, Hofrichter des [[Benediktinerstift Michaelbeuern|Stiftes Michaelbeuern]]&lt;br /&gt;
::* [[Leopold Hagenauer|Leopold]], (* [[1761]], † [[1828]]) - Besitzer der [[Pauernfeindschen Handlung]] auf dem [[Kranzlmarkt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::* [[Josef Leopold Hagenauer|Josef Leopold]], (* [[1810]], † [[1850]]) - Bierbräuer in der [[Steinbräu|Steinbräuerei]] und Besitzer von [[Schloss Mönchstein]] am [[Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Maria Anna, (* [[1713]]) - vermählt mit dem Kaufmann Ferdinand Metzger&lt;br /&gt;
:* Markus Anton, (* [[1715]] , † [[1721]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Georg Christoph Hagenauer|Georg Christoph]], (Georg V.) (* [[1685]], † [[1741]]) - Handelsherr, Kornett der [[Salzburger Bürgerwehr]], vermählt mit Maria Salome Wagner von [[Tittmoning]]&lt;br /&gt;
:* Anna Theresia, (* [[1718]], † [[1795]]), vermählt mit dem Salzburger Handelsmann Johann Christian Reifenstuel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Rosalia, (* [[1687]], † [[1738]]), vermählt mit dem Salzburger Eisenhändler [[Johann Nikolaus Heffter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Theresia, (* [[1689]], † [[1732]]), vermählt mit [[Franz Anton Lechner]] dem Besitzer der [[Johann Hagenauer´schen Tuchhandlung]] am [[Kranzlmarkt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ignaz Dominikus Hagenauer|Ignaz Dominikus]], (* [[1694]], † [[1711]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Johann´sche Ast =====&lt;br /&gt;
* Begründer: [[Johann Hagenauer]] (ca. * 1654, † 1724) - Rats- und Handelsherr in Salzburg &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Kinder des Johann:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth &lt;br /&gt;
* Johann Georg I.&lt;br /&gt;
* Georg Franz &lt;br /&gt;
* Carolus Franz &lt;br /&gt;
* Joseph Cajetan &lt;br /&gt;
* [[Franz Dominikus Hagenauer|Franz Dominikus]], (* 1699, † 1760) - als &amp;quot;Pater Dominikus&amp;quot; Benediktiner in Wessobrunn, Pfarrer in Wessobrunn und Forst&lt;br /&gt;
* Maria Ursula, (* 1701, † 1706)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Johannes´sche Linie ===&lt;br /&gt;
* Begründer: Johannes (1635 verheiratet), ein Sohn Georg (II.)&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachkommen von Johannes ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Adam, von Hagenau, Wirt, [[1648]] als Besitzer des Ainringer Hofes in Ainring genannt, vermählt mit Barbara Schmid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* Johann Paul, (* Piding [[26. Juni]] [[1665]]), Besitzer des Ainringer Hofes&lt;br /&gt;
:::*  Thomas, [[1707]] als Stifter eines Heiligenbildes in der Feldkirchner Pfarrkirche und [[1714]] als Besitzer und Wirt des Ainringer (Ainheringer) Hofes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Georg´sche Linie ===&lt;br /&gt;
* Begründer: [[Georg Hagenauer III.|Georg III.]] (* 1622, † 1671), Enkel von Georg (I.), Sohn von Georg II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachkommen Georg III. ====&lt;br /&gt;
* Franz, * [[1. April]] [[1655]], † [[7. März]] [[1718]], Müller in der Hagenau, vermählt [[6. Oktober]] [[1680]] mit Maria Reit(h)er von Roßdorf&lt;br /&gt;
:* Michael, * [[7. Juni]] [[1681]], &amp;amp;#134; [[1. März]] [[1682]]&lt;br /&gt;
:* Maria, * [[7. Juni]] [[1683]]&lt;br /&gt;
:* Salome, * [[10. April]] [[1685]]&lt;br /&gt;
:* Magdalena, * [[3. Jänner]] [[1686]]&lt;br /&gt;
:* Christina, * [[20. November]] [[1688]], &amp;amp;#134; [[3. Jänner]] [[1689]]&lt;br /&gt;
:* Elisabeth, * [[17. November]] [[1689]]&lt;br /&gt;
:* Johannes Georgius (Johann Georg II.), * [[21. April]] [[1694]], &amp;amp;#134; [[9. Jänner]] [[1765]]&lt;br /&gt;
:* Franz, * [[6. Juli]] [[1696]], &amp;amp;#134; [[28. Dezember]] [[1696]]&lt;br /&gt;
:* Johann Michael (Hans Michl), * ([[5. Jänner]] [[1691]], † [[8. Jänner]] [[1743]], Müller und Maler in der Hagenau, vermählt I. am [[20. Jänner]] [[1716]] mit Sabine Hödl, vermählt II [[20. Oktober]] [[1727]] mit Magdalena Kambl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::*Johann, * [[18. Mai]] [[1717]], † [[9. Mai]] [[1785]] als Einwohner in der Hagenau&lt;br /&gt;
::*Maria, * [[25. Mai]] [[1718]], † [[30. Jänner]] [[1720]]&lt;br /&gt;
::*Jacob, * [[21. Juli]] [[1719]], † [[24. Oktober]] [[1720]]&lt;br /&gt;
::* Franz, Müller in der Hagenau * [[10. Juli]] [[1721]], † [[10. Juli]] [[1796]], vermählt am [[5. Juni]] [[1742]] mit Elisabeth Althamer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::*Anna Elisabeth, * [[21. Juli]] [[1744]], † [[29. August]] [[1744]]&lt;br /&gt;
:::*Maria Anna, * [[20. März]] [[1746]], † [[25. Mai]] [[1747]]&lt;br /&gt;
:::*Maria Elisabeth, * [[29. Juli]] [[1749]]&lt;br /&gt;
:::* Johannes (Wolfgang), Müller in der Hagenau * ca. 1751 vermählt am [[3. April]] [[1787]] mit Katharina Harl&lt;br /&gt;
:::* Jacobus, Bauer am Gepingergut, * ca. 1752 vermählt am [[20. Juli]] [[1792]] mit Elisabeth Obermayr&lt;br /&gt;
::::*Therese, * [[4. Oktober]] [[1800]] vermählt am [[14. April]] [[1828]] mit Martin Enzersberger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::*Andreas, * [[29. November]] [[1725]] ?&lt;br /&gt;
::*Anna, * [[18. April]] [[1727]], † [[25. Mai]] [[1727]]&lt;br /&gt;
::*Maria, * [[24. August]] [[1728]], † [[23. Juli]] [[1762]] vermählt am [[27. Februar]] [[1746]] mit Rupert Althamer&lt;br /&gt;
::*Josef, * [[19. März]] [[1730]], † [[26. Mai]] [[1730]]&lt;br /&gt;
::*Magdalena, * [[7. Juni]] [[1731]], vermählt am [[27. November]] [[1758]] mit Petrus Thurnhausstatter&lt;br /&gt;
::*Barbara, von Hagenau Ainring * [[4. Oktober]] [[1732]], † [[25. Dezember]] [[1765]], vermählt am [[27. Juli]] [[1762]] mit Johann Michael Erber, Besitzer der Jacklmühle, Steinmühle in Piding&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_Genealogie_der_Familie&amp;diff=334673</id>
		<title>Hagenauer - Genealogie der Familie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_Genealogie_der_Familie&amp;diff=334673"/>
		<updated>2014-06-19T11:47:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Paulus´sche Ast (später Wiener Zweig) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt die &#039;&#039;&#039;Genealogie des Geschlechts der [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses [[Hagenauer]] wurde vorerst ein Überblick der Stämme, Linien, Äste und Zweige wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit Georg I.) dargestellt:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
* Guntpold I., von Hagenau bei Freising (Stammvater um 1068), Edelfreie (nobiles, liberi), (bayr. Adel)&lt;br /&gt;
:* Freisinger Stamm (Guntpold II. von Hagenau bei Freising um 1078), (Sebastian von Allershausen bei Freising * um 1503) wird zum Ainringer Stamm&lt;br /&gt;
::* Ainringer Stamm (Georg I. von Allershausen / Piding *1536), (verdunk. Adel)&lt;br /&gt;
:::* Wolfgang´sche Linie (Wolfgang II. von Hagenau bei Ainring *1613)&lt;br /&gt;
::::* Paul´sche Ast (Paulus I. von Hagenau bei Ainring *1647), (untit. Adel), späteren von Hagenauer (passau. Adel)&lt;br /&gt;
:::::* Wiener Zweig (Franz de Paula III. de Salisburgo *1824), Barones Romani (päpstl. Adel) und späteren Barones de Hagenauer (ital. Adel)&lt;br /&gt;
::::* Georg´sche Ast (Georg IV. von Hagenau bei Ainring *1649), (untit. Adel)&lt;br /&gt;
:::::* Triester Zweig (Ignaz Joachim, Salzburg *1749), späteren Barones dei Locatelli de Hagenauer (ital. Adel)&lt;br /&gt;
::::* Johann´sche Ast (Johann von Hagenau bei Ainring *1654), 1760 mit Dominikus erloschen (untit. Adel) &lt;br /&gt;
:::* Johannes´sche Linie (Johannes von Hagenau bei Ainring *1617), um 1740 mit Thomas erloschen&lt;br /&gt;
:::* Georg´sche Linie (Georg III. von Hagenau bei Ainring *1622), um 1830 mit Jacobus Wolfgang erloschen&lt;br /&gt;
:* Braunauer Stamm (Hartwig von Hagenau bei Braunau um 1088), nach 1239 mit den Söhnen Ludwigs (Gebehardus und Gebhartus d.J. de Hagenau) 1262 (?) erloschen &lt;br /&gt;
:* Böheimkirchner Stamm (Reimprecht von Hagenau bei Böheimkirchen um 1098), nach 1446 mit den Söhnen Albrechts erloschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erzbistum Salzburg ===&lt;br /&gt;
Nachdem in der ersten Hälfte des [[16. Jahrhundert]]s das letzte Gut der Hagenauer bei Allershausen in Bayern aufgegeben worden war, verließ der wahrscheinlich letzte Spross (aus dem Freisinger Stamm) des Geschlechts der Herren von Hagenau Bayern. Die Route führte über das [[Pfleger|Pflegschaftsgericht]] [[Teisendorf]], bis Sebastian Hagenauer de Allershausen sich mit seinem Sohn Georg schließlich westlich der Stadt Salzburg bei Piding niederließ.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts werden sie in den Salzburger Regesten in unmittelbarer Nähe der [[Stadt Salzburg]] genannt. Im Jahr [[1554]] wird der oben genannte aus [[Bayern]] ausgewanderte Sebastian (Wastl) Hagenauer de Allershausen in einer Urkunde bei [[Hammerau]] erwähnt. Sein Sohn [[Georg Hagenauer I.]] (* um [[1536]]) wird im Jahre [[1568]] nun als Besitzer eines Gutes am [[Högl]] genannt. Georg (I.) Hagenauer wird ferner als Stammvater der &amp;quot;Salzburger Linie&amp;quot; bezeichnet. Er hatte [[1568]] vom Salzburger [[Domkapitel]] die Bewilligung für &#039;&#039;&amp;quot;etliches Zimmerholz am [[Högl]] zu vorhabenden Gepeuen&amp;quot;&#039;&#039; erhalten. Sein Söhne Wolf(gang) I. (* um 1575), Rupert I. (* um 1580) und Georg II. (* um 1585) werden nach [[1600]] als Guts- und Mühlenbesitzer, bzw. als Verwalter in [[Traunstein]] (heute Bayern) genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den drei Brüdern Wolfgang, Rupert und Georg, taucht der &amp;quot;&#039;&#039;ehrbahre Wolf Hagenauer, Müllner und Mayr (Verwalter) zu Piding&#039;&#039;&amp;quot; in einer Urkunde aus dem Jahr [[1602]] als Besitzer des Seyfriedhofes zu [[Piding]] auf: &amp;quot;&#039;&#039;darauf eine hölzerne Behausung mit Hofzimmern, Stallungen, Getreidekasten und eine [[Brechelbad|Badestube]]&#039;&#039;&amp;quot;. Der Seyfriedhof war damals der Meierhof, der Hof des Gutsverwalters von [[Schloss Staufeneck]], auf dem wahrscheinlich bereits sein Großvater gelebt hatte. Ob Wolfgang verheiratet war und Kinder hatte ist nicht bekannt. [[Rupert (I.) Hagenauer]] war von [[1612]] bis [[1631]] Urbarverwalter des [[Domkapitel]]s und [[Erzabtei St. Peter|Erzstifts St. Peter]] von Salzburg über deren Güter in Traunstein, sein Nachfolger von 1631 bis 1636 war (dessen Sohn oder Neffe) Hans Hagenauer. Der letzte der drei Brüder, [[Georg (II.) Hagenauer]] von Hagenau, wird 1614 als Besitzer eines Hofes und der &amp;quot;Mautmühl&amp;quot; bzw. &amp;quot;Mühl in Hagenau&amp;quot; bei [[Hammerau]] erwähnt. Begraben ist er in [[Feldkirchen bei Ainring]], damals zum Erzbistum Salzburg und heute zu Oberbayern gehörend. Georg II. hatte am [[9. Februar]] [[1614]] in Ainring Magdalena Margaretha Eschelberger (Tochter des Wolfgang Eschelberger und uxor) geheiratet. Sie hatten folgende Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Hagenauer II.|Wolfgang II.]] (* [[13. Jänner]] [[1613]]), vermählt am [[3. Juni]] [[1640]] mit Eva Surer von Pach, Wolfgang (II.) ist der Begründer der Wolfgang´schen Linie ([[#Wolfgang´sche Linie|siehe unten]])&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hagenauer|Johannes]], von Hagenau (* [[1617]]), Besitzer des Ainringer Hofes, [[1635]] vermählt mit Magdalena Nechlin, Tochter des Wolfgang Nechl von Rabling (Rappling). Johannes war der Begründer der Johannes´schen Linie ([[#Johannes´sche Linie|siehe unten]])&lt;br /&gt;
* Christina, vermählt am  [[16. Februar]] [[1642]] in [[Thundorf]] (Pfarre Ainring) mit Sebastian Apfalter zu Apfaltern&lt;br /&gt;
* [[Georg Hagenauer III.|Georg III.]], (* [[7. Jänner]] [[1622]], † [[1671]]), vermählt am [[15. Februar]] [[1654]] mit der Wirtstochter Magdalena Prunmayr von Brodhausen, Präfekt der Marienbruderschaft in Feldkirchen, der bereits früher Mitglieder der Hagenauer angehört hatten. Begründer der Georg´schen Linie ([[#Georg´sche Linie|siehe unten]])&lt;br /&gt;
* Regina, vermählt um 1640 (Pfarre Wals-Siezenheim) mit Leonhard Perger von Perg (Berg), [[Walserberg]], † [[23. April]] [[1694]] Walserberg; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Söhnen Wolfgang, Johannes und Georg bildeten sich drei Linien, wobei die Linie des Johannes drei Generationen später erlöschen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Linien ==&lt;br /&gt;
=== Wolfgang´sche Linie ===&lt;br /&gt;
* Begründer: [[Wolfgang II. Hagenauer|Wolfgang II.]] (* 1613, † 1693)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Drei Äste ====&lt;br /&gt;
Drei Söhne Wolfgangs II. gründeten drei Äste: den Paul´schen, den Johann´schen und Georg´schen Ast. Heute leben nur mehr Nachkommen des Paulus´schen Astes (aus dem Wiener Zweig) und Nachkommen des Georg´schen Astes (aus dem Triester Zweig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Simon (I.) (* [[1641]], † [[1642]])&lt;br /&gt;
* Matthäus (* [[1643]] - als Kind gestorben)&lt;br /&gt;
* Adam (* [[1645]] - als Kind gestorben)&lt;br /&gt;
* [[Paulus Hagenauer|Paulus I.]], von  Hagenau bei Feldkirchen (* [[1647]], † [[1728]]), heiratet am [[24. April]]  [[1672]] Margarethe Reischl(in) von Hausmoning - Agricola (Bauer) am Messerschmiedhaus und Hospes (Wirt) zu Straß, [[1671]] Bestätigung des Stammwappens mit Wappenerweiterung als Salzburger Untertan. Begründer des Paulus´schen Astes in  Strass bei Ainring  ([[#Paulus´sche Ast (später Wiener Zweig)|siehe unten]])&lt;br /&gt;
* [[Georg Hagenauer|Georg IV.]] (* [[1649]], † [[1736]]) - Ratsherr und Handelsherr zu Salzburg, Erbauer der ersten Hagenauer Familiengruft in Salzburg. [[1671]] Bestätigung des Stammwappens mit Wappenerweiterung als Salzburger Untertan. [[1686]] Erwerb eines Adelswappens mit Kleinoth als Salzburger Bürger. 21 Jahre Stadtkämmerer Salzburgs von 1704-1725. Begründer des Georg´schen Astes in Salzburg ([[#Georg´sche Ast (später Triester Zweig)|siehe unten]])&lt;br /&gt;
* [[Johann Hagenauer|Johann]] (* ca. [[1654]], † [[1724]]) - Rats- und Handelsherr in Salzburg,  [[1671]] Bestätigung des Stammwappens mit Wappenerweiterung als Salzburger Untertan. Begründer des Johann´schen Astes in Salzburg  ([[#Johann´sche Ast|siehe unten]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Paulus´sche Ast (später Wiener Zweig) =====&lt;br /&gt;
* Begründer: [[Paulus Hagenauer|Paulus I.]] (* 1647, † 1728)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Kinder des Paulus &amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wolfgang III. (* [[1670]]) - Bauer am Messerschmiedhaus zu Straß, vermählt mit Katharina Altmutter von Thundorf (Gut Geisler)&lt;br /&gt;
:* Barbara (* [[1700]])&lt;br /&gt;
:* Wolfgang IV. (* [[1706]], † [[1750]]) - Bauer am [[Aman|Aman(n)gut]] (Vogthof) zu Straß, [[17. September]] [[1725]] vermählt mit Maria Viktoria Hasenerl&lt;br /&gt;
::* [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang V.]], (* [[1726]], † [[1801]]) - Erzbischöflicher Architekt in Salzburg&lt;br /&gt;
:::* Maria Theresia, (* [[1773]], † [[1826]]) - im Dienste des Stiftes St. Peter&lt;br /&gt;
:::* Maria Anna Aloisia, (* [[1777]], † [[1847]]), vermählt mit Anton Seelos, Bergbeamte in [[Bad Dürrnberg|Dürrnberg]]&lt;br /&gt;
:::* [[Johann Wolfgang Hagenauer|Johann Wolfgang]], (* [[1781]], † [[1850]]) - k.k. Wasserbaudirektor in Linz&lt;br /&gt;
:::* [[Franz Hagenauer|Franz]], (* [[1784]], † [[1792]])&lt;br /&gt;
:::* Maria Elisabeth, (* [[1790]], † [[1869]])&lt;br /&gt;
::* Maria, (* [[1727]], † [[1762]]), vermählt mit Johann Wolfgruber, der das Hagenauer [[Aman|Amangut]] übernahm&lt;br /&gt;
::* Elisabeth, (* [[1730]], †)&lt;br /&gt;
::* [[Johann Baptist Hagenauer|Johann Baptist]], (* [[1732]], † [[1811]]) - höfischer Hofstatuarius, Galerie-Inspector und fürsterzbischöflicher [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#T|Hoftruchsess]] in Salzburg, [[1767]] Adelsstandbestätigung mit &amp;quot;von Hagenauer&amp;quot;, Direktor der Bildhauerklasse an der Wiener Akademie, vermählt (I.) am [[26. November]] [[1764]] im [[Salzburger Dom]] mit [[Maria Rosa Barducci-Hagenauer]] (* [[1744]], † [[1786]]) - Malerin in Salzburg. Vermählt (II.) am [[16. Juni]] [[1793]] im Wiener Stephansdom mit Elisabeth Weber (* [[1772]], † [[1839]]), Wachsmedailleurin und Offizierstochter.&lt;br /&gt;
::* Magdalena, (* [[1734]], † [[1812]])&lt;br /&gt;
::* [[Anna Hagenauer|Anna]], (* [[1737]], † [[1813]]) - Elisabethinerin in Linz, Ordensname &amp;quot;Maria Magdalena&amp;quot;&lt;br /&gt;
::* [[Matthias Hagenauer|Matthias]], (* [[1739]], † [[1799]]) - Eisenhändler, Besitzer des [[Gurkerhof]]es in Salzburg, vermählt in Salzburg am [[3. Oktober]] [[1787]] mit Maria [[Paurnfeind|Pauernfeind]]&lt;br /&gt;
::* [[Andreas Hagenauer|Andreas]], (* [[1742]], †  [[1815]]) - Dr. Theol., Priester, Gründer des Vikar Hagenauer´schen Lokalarmenfonds in [[Elixhausen]]&lt;br /&gt;
::* [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg III.]], (* [[1748]], † [[1835]]) - Fürstbischöflicher Baudirektor in Gurk, [[1783]] Hochfürstlicher Hofkammerrat und Hofbaudirektor, [[1786]] Adelsstandsbestätigung mit &amp;quot;von Hagenauer&amp;quot; und Wappenbesserung in Passau, [[1803]] kaiserlicher Rat und Baudirektor in Salzburg, [[1786]] vermählt mit Freiin Karoline de La Marre im [[Passau]]er Dom.&lt;br /&gt;
:::* Josefa, (* [[1787]], † [[1792]])&lt;br /&gt;
:::* Franz de Paula II., Herr zu [[Burg Radeck|Radeck]], (* [[1789]], † [[1843]]) - Dr. jur., k.k. Registratursdirektor in Linz, [[1823]] vermählt mit Barbara Schloßgängl Edle von Edlenbach in [[Maria Plain]], Salzburg.&lt;br /&gt;
::::* Franz de Paula III., von Radeck (* [[1824]], † [[1885]]) - Barone Romano, Dr. jur., Direktor der Versicherungsanstalt &#039;&#039;Assicurazioni Generali&#039;&#039; in Wien, [[1884]] Verleihung der römischen Baronie (primogenitur) durch Papst Leo XIII.. Ritter des päpstlichen Pius-Ordens (Gran Croce). [[1851]] vermählt mit Maria Edle von Spaun in Traunkirchen, OÖ. Begründer des Wiener Zweiges&lt;br /&gt;
:::::* Simon (II.) Anton Franz, 2. barone romano (* [[1852]], † [[1920]]) - Dr. jur., Direktor der Vers.-A. &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; in Wien, V-Präsident des Piusvereines. [[1889]] Ritter des päpstlichen Gregorius-Ordens. [[1878]] vermählt mit der Französin Emélie Santa Julie Thomas in St. Stephan in Wien.&lt;br /&gt;
::::::* Simon (III.) Franz August, Baron von Hagenauer und 3. barone romano, (* [[1881]], † [[1940]]) Dr. jur., wirkl. Hofrat, burgl. Bezirkshauptmann in Eisenstadt. [[1929]] Anerkennung des päpstlichen Baronats durch König Viktor Emanuel III. in Italien sowie 1932 die Ausweitung des Freiherrenstandes per Dekret des Königreichs Italien für Baron Simon von Hagenauer und seine Nachkommen beiderlei Geschlechtes (&amp;quot;Baroni de Hagenauer&amp;quot;). [[1924]] vermählt mit Berta Aloisia Maria Ritter (* 1903, † 1972) in Graz (Widerstandskämpferin des katholisch-konservativen Lagers gegen das NS-Regime). &lt;br /&gt;
:::::::* Wolfgang (VI.) Maria Simon Hugo Johannes, Baron von Hagenauer und 4. barone romano, (* 1925, † 2012), Dr. jur., wirkl. Hofrat in der NÖ Landesregierung, Widerstandskämpfer bei den ital. Partisanen gegen das NS-Regime. 1957 vermählt mit Monika Zacherl (* 1935) in Wien. &#039;&#039;(Nachkommen in Wien)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::::* Eugen, (* [[1825]], † [[1880]]) - Dr. jur., Landesgerichtsrat, † in [[Leopoldskron-Moos]]&lt;br /&gt;
:::::* Marie, (* [[1861]], † )&lt;br /&gt;
:::::* Anna, (* [[1865]], † [[1881]])&lt;br /&gt;
::::* Julius, (* [[1826]], † ) - Kassendirektor in Linz.&lt;br /&gt;
:::::* [[Arnold von Hagenauer|Arnold II.]] (* [[1871]], † [[1918]]), Schriftsteller, der auch Romane über Salzburg schrieb. &lt;br /&gt;
::::* Helena, (* [[1835]]), vermählt mit Major Karl Elßler, Sohn von Joseph Haydn´s Leibkopisten Johann Florian Elßler, der auch Vater der berühmten Tänzerinnen Therese und Fanny Elßler war. Therese war seit 1850 (in einer morganatische Ehe) mit dem Prinzen Adalbert von Preußen verheiratet und wurde zur Freifrau von Barnim erhoben. Ihre Schwester Fanny Elßler hatte ein Kind aus der Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann (Hans), (* [[1675]], † [[1743]]), Bauer und Gastwirt zu Berg, Besitzer des Habnerguet (Weirerguet), [[1721]] als [[Propst|Zechpropst]] und Verwalter des Kirchenvermögens in der Filialkirche zum hl. Apostel Andreas und hl. Rupertus in Perach / Ainring genannt, vermählt mit Barbara Hopfergut.&lt;br /&gt;
:* Maria * [[4. September]] [[1707]] vermählt am [[16. Februar]] [[1733]] mit Andreas Schaffer&lt;br /&gt;
* Michael, (* [[1677]]) - Bauer und Webermeister am Seidlhäusl in Adelstetten, vermählt am [[13. Oktober]] [[1727]] mit Katharina Posch&lt;br /&gt;
:* Jacob, Bauer am Seuerlhof (Seidlbauer) in Adelstetten, * [[17. Juli]] [[1729]], vermählt am [[7. Jänner]] [[1763]] mit Gertrud Huber&lt;br /&gt;
* Adam, (* [[1679]], † [[1742]]) - Schmied in Straß&lt;br /&gt;
* Eva, (* [[1680]], † [[1708]])&lt;br /&gt;
* Philipp, Besitzer des Hueberlehen in Straß (* [[1687]], † [[1743]]), vermählt am [[11. Februar]] [[1720]] mit Sabine Althamer&lt;br /&gt;
:* Johannes, Besitzer des Hueberlehen in Straß * [[21. Dezember]] [[1722]], † [[10. September]] [[1795]], vermählt am [[13. Oktober]] [[1749]] mit Anna Hogger&lt;br /&gt;
::* Johannes, * [[19. November]] [[1761]]&lt;br /&gt;
::* Andreas, am Hueberlehen in Straß, * [[1758]], vermählt am [[7. November]] [[1795]] mit Gertrud Berger&lt;br /&gt;
:::* Helene, * [[1799]], vermählt I. [[1823]] mit Georg Aicher in Glanhofen, II. [[1840]] Josef Stöllner&lt;br /&gt;
:::* Georg V., Bauer am Hallergut in Viehhausen, * [[1810]], † [[20. Juli]] [[1858]], vermählt am [[12. August]] [[1834]] mit Theresia Kleßhamer&lt;br /&gt;
* Margareta, (* [[1689]]), vermählt mit Wolfgang Michael Geißler, Bauer in Apfaltern&lt;br /&gt;
* Gertrud, (* [[1692]]), vermählt mit Josef Mayr am  Hansengut, Thundorf, (Grundherrschaft: Domkapitel, 3/8-Hof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Georg´sche Ast (später Triester Zweig) =====&lt;br /&gt;
* Begründer: [[Georg Hagenauer|Georg IV.]] (* 1649, † 1736) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Kinder des Georg:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria, (* [[1677]])&lt;br /&gt;
* [[Josef Martin Hagenauer|Josef Martin]], (* [[1678]], † [[1732]]), Handelsherr, später Dragoner im Heer von Prinz Eugen. vermählt mit Martha Jäger von Kapell (Tirol)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Maria Ursula, (* [[1711]]), vermählt mit Peter Passi (Augsburger Kaufmann)&lt;br /&gt;
:* [[Johann Lorenz Hagenauer|Johann Lorenz]], (* [[1712]], † [[1792]]) - Kaufmann in Salzburg, Vermieter und Freund von [[Leopold Mozart]], vermählt mit Marie Theresia Schuster (Halbschwester des Salzburger Bürgermeisters [[Ignatz Anton von Weiser]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* Maria Theresia (* [[1740]], † [[1820]]), - Spezereiwarenhändlerin in Salzburg&lt;br /&gt;
::* [[Johann Nepomuk Hagenauer|Johann Nepomuk]] Anton (genannt Johannes), ([[1741]], † [[1799]]) - Spezereiwarenhändler in Salzburg&lt;br /&gt;
:::* Maria Theresia, (* [[1776]]), vermählt mit Joachim Schmuck, Handelsmann, gebürtig aus Fügen im [[Zillertal]] (damals Salzburgisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::* Anna Elisabeth (* [[1777]], † [[1804]]), vermählt mit Josef Sebastian Bolland, Direktor der [[Hagenauer´schen Handlung]]&lt;br /&gt;
:::* Josefa Aloisia (* [[1778]]), vermählt mit [[Johann Gall]]&lt;br /&gt;
:::* Maria Martha Vinzentia, (* [[1781]], † [[1837]]), vermählt I. mit Josef Pichler, Direktor der Hagenauer´schen Handlung; II. mit Josef Kaiser, Weißwarenhändler in [[Salzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ignaz Josef Hagenauer|Ignaz Josef]], (* [[1743]], † [[1780]]) - Spezereiwarenhändler in [[Salzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Johann Lorenz Hagenauer jun.|Johann Lorenz II.]], (* [[1744]], † [[1763]])&lt;br /&gt;
::* [[Kajetan Rupert Hagenauer|Kajetan Rupert]], (* [[1746]], † [[1811]]), [[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]] unter dem Namen &amp;quot;Dominikus Hagenauer&amp;quot;&lt;br /&gt;
::* [[Ignaz Joachim Hagenauer|Ignaz Joachim]] (* [[1749]], † [[1824]]) - Großhändler in Triest und Begründer der Triester Linie der Hagenauer &lt;br /&gt;
:::* Karoline Theresia, (* 1785, † 1791)&lt;br /&gt;
:::* Maria Elisabeth Regina, (* 1791, † 1838) - vermählt mit Franz Anton Bonaczy von Bonazza&lt;br /&gt;
:::* Karoline Theresia, (* 1785, † 1791)&lt;br /&gt;
:::* Vinzenz Franz, (* 1792, † )&lt;br /&gt;
:::* Johann Lorenz (III.), oder Johann Lorenz Demeter (* 1800, † 1877), Präsident der österreichischen Lloyd (Lloyd Austriaco), Vize-Präsident des ersten österreichischen Reichstags. Bestätigung des Adeslprädikates für Johann Lorenz Demeter, seinen Bruder Josef Paul und dessen Nachkommen.&lt;br /&gt;
:::* Josef Paul, (* 1802, † 1851), Handelsherr&lt;br /&gt;
::::* Ersila Cecilia, (* 1836, † 1911)&lt;br /&gt;
::::* Camilla, (* 1838, † 1919)&lt;br /&gt;
::::* Ignaz (III.) (* 1841, † 1898) - Dr. jur., Inhaber eines Reitguts bei Triest&lt;br /&gt;
:::::* Wanda (* 1885, † ) &lt;br /&gt;
:::::* Ilda (* 1887, † )&lt;br /&gt;
:::::* Pyrrhus (* 1890, † 1961) - Rittmeister a. D., Gutsbesitzer und Bankier, 1914 vermählt mit Baroness Carlotta dei Locatelli zu Eulenburg und Schönfeld (* 1890, † 1963). 1917 Arrogation und Adelsübertragung durch seinen Schwiegervater George de Locatelli Freiherr zu Eulenburg und Schönfeld, 1924 Anerkennung des ital. Freiherrenstandes per Dekret des Königreichs Italien als Barone Locatelli de Hagenauer &lt;br /&gt;
::::::* Carlo Georg (* 1917, † 1942), Student, Pilot&lt;br /&gt;
::::::* Helene (* 1920, † 2014), vermählt 1965 mit Ruggero Graf Moratti &lt;br /&gt;
::::::* Alexander (* 1924, † 1987), Bankier, vermählt 1962 mit Gabriella Gräfin Barsotti Verzani da Verzano, Nachkommen in Florenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* Maria Martha, (* [[1751]], † [[1770]])&lt;br /&gt;
::* Maria Ursula, (* [[1753]], † [[1831]]) - Spezereiwarenhändlerin in Salzburg&lt;br /&gt;
::* Petrus Lukas, (* [[1753]], † [[1761]])&lt;br /&gt;
::* Maria Franziska, (* [[1755]], † [[1836]]) - Spezereiwarenhändlerin in Salzburg, vermählt mit Franz Pichler, Hofrichter des [[Benediktinerstift Michaelbeuern|Stiftes Michaelbeuern]]&lt;br /&gt;
::* [[Leopold Hagenauer|Leopold]], (* [[1761]], † [[1828]]) - Besitzer der [[Pauernfeindschen Handlung]] auf dem [[Kranzlmarkt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::* [[Josef Leopold Hagenauer|Josef Leopold]], (* [[1810]], † [[1850]]) - Bierbräuer in der [[Steinbräu|Steinbräuerei]] und Besitzer von [[Schloss Mönchstein]] am [[Mönchsberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Maria Anna, (* [[1713]]) - vermählt mit dem Kaufmann Ferdinand Metzger&lt;br /&gt;
:* Markus Anton, (* [[1715]] , † [[1721]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Georg Christoph Hagenauer|Georg Christoph]], (Georg V.) (* [[1685]], † [[1741]]) - Handelsherr, Kornett der [[Salzburger Bürgerwehr]], vermählt mit Maria Salome Wagner von [[Tittmoning]]&lt;br /&gt;
:* Anna Theresia, (* [[1718]], † [[1795]]), vermählt mit dem Salzburger Handelsmann Johann Christian Reifenstuel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Rosalia, (* [[1687]], † [[1738]]), vermählt mit dem Salzburger Eisenhändler [[Johann Nikolaus Heffter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Theresia, (* [[1689]], † [[1732]]), vermählt mit [[Franz Anton Lechner]] dem Besitzer der [[Johann Hagenauer´schen Tuchhandlung]] am [[Kranzlmarkt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ignaz Dominikus Hagenauer|Ignaz Dominikus]], (* [[1694]], † [[1711]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Johann´sche Ast =====&lt;br /&gt;
* Begründer: [[Johann Hagenauer]] (ca. * 1654, † 1724) - Rats- und Handelsherr in Salzburg &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Kinder des Johann:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth &lt;br /&gt;
* Johann Georg I.&lt;br /&gt;
* Georg Franz &lt;br /&gt;
* Carolus Franz &lt;br /&gt;
* Joseph Cajetan &lt;br /&gt;
* [[Franz Dominikus Hagenauer|Franz Dominikus]], (* 1699, † 1760) - als &amp;quot;Pater Dominikus&amp;quot; Benediktiner in Wessobrunn, Pfarrer in Wessobrunn und Forst&lt;br /&gt;
* Maria Ursula, (* 1701, † 1706)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Johannes´sche Linie ===&lt;br /&gt;
* Begründer: Johannes (1635 verheiratet), ein Sohn Georg (II.)&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachkommen von Johannes ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Adam, von Hagenau, Wirt, [[1648]] als Besitzer des Ainringer Hofes in Ainring genannt, vermählt mit Barbara Schmid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* Johann Paul, (* Piding [[26. Juni]] [[1665]]), Besitzer des Ainringer Hofes&lt;br /&gt;
:::*  Thomas, [[1707]] als Stifter eines Heiligenbildes in der Feldkirchner Pfarrkirche und [[1714]] als Besitzer und Wirt des Ainringer (Ainheringer) Hofes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Georg´sche Linie ===&lt;br /&gt;
* Begründer: [[Georg Hagenauer III.|Georg III.]] (* 1622, † 1671), Enkel von Georg (I.), Sohn von Georg II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachkommen Georg III. ====&lt;br /&gt;
* Franz, * [[1. April]] [[1655]], † [[7. März]] [[1718]], Müller in der Hagenau, vermählt [[6. Oktober]] [[1680]] mit Maria Reit(h)er von Roßdorf&lt;br /&gt;
:* Michael, * [[7. Juni]] [[1681]], &amp;amp;#134; [[1. März]] [[1682]]&lt;br /&gt;
:* Maria, * [[7. Juni]] [[1683]]&lt;br /&gt;
:* Salome, * [[10. April]] [[1685]]&lt;br /&gt;
:* Magdalena, * [[3. Jänner]] [[1686]]&lt;br /&gt;
:* Christina, * [[20. November]] [[1688]], &amp;amp;#134; [[3. Jänner]] [[1689]]&lt;br /&gt;
:* Elisabeth, * [[17. November]] [[1689]]&lt;br /&gt;
:* Johannes Georgius (Johann Georg II.), * [[21. April]] [[1694]], &amp;amp;#134; [[9. Jänner]] [[1765]]&lt;br /&gt;
:* Franz, * [[6. Juli]] [[1696]], &amp;amp;#134; [[28. Dezember]] [[1696]]&lt;br /&gt;
:* Johann Michael (Hans Michl), * ([[5. Jänner]] [[1691]], † [[8. Jänner]] [[1743]], Müller und Maler in der Hagenau, vermählt I. am [[20. Jänner]] [[1716]] mit Sabine Hödl, vermählt II [[20. Oktober]] [[1727]] mit Magdalena Kambl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::*Johann, * [[18. Mai]] [[1717]], † [[9. Mai]] [[1785]] als Einwohner in der Hagenau&lt;br /&gt;
::*Maria, * [[25. Mai]] [[1718]], † [[30. Jänner]] [[1720]]&lt;br /&gt;
::*Jacob, * [[21. Juli]] [[1719]], † [[24. Oktober]] [[1720]]&lt;br /&gt;
::* Franz, Müller in der Hagenau * [[10. Juli]] [[1721]], † [[10. Juli]] [[1796]], vermählt am [[5. Juni]] [[1742]] mit Elisabeth Althamer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::*Anna Elisabeth, * [[21. Juli]] [[1744]], † [[29. August]] [[1744]]&lt;br /&gt;
:::*Maria Anna, * [[20. März]] [[1746]], † [[25. Mai]] [[1747]]&lt;br /&gt;
:::*Maria Elisabeth, * [[29. Juli]] [[1749]]&lt;br /&gt;
:::* Johannes (Wolfgang), Müller in der Hagenau * ca. 1751 vermählt am [[3. April]] [[1787]] mit Katharina Harl&lt;br /&gt;
:::* Jacobus, Bauer am Gepingergut, * ca. 1752 vermählt am [[20. Juli]] [[1792]] mit Elisabeth Obermayr&lt;br /&gt;
::::*Therese, * [[4. Oktober]] [[1800]] vermählt am [[14. April]] [[1828]] mit Martin Enzersberger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::*Andreas, * [[29. November]] [[1725]] ?&lt;br /&gt;
::*Anna, * [[18. April]] [[1727]], † [[25. Mai]] [[1727]]&lt;br /&gt;
::*Maria, * [[24. August]] [[1728]], † [[23. Juli]] [[1762]] vermählt am [[27. Februar]] [[1746]] mit Rupert Althamer&lt;br /&gt;
::*Josef, * [[19. März]] [[1730]], † [[26. Mai]] [[1730]]&lt;br /&gt;
::*Magdalena, * [[7. Juni]] [[1731]], vermählt am [[27. November]] [[1758]] mit Petrus Thurnhausstatter&lt;br /&gt;
::*Barbara, von Hagenau Ainring * [[4. Oktober]] [[1732]], † [[25. Dezember]] [[1765]], vermählt am [[27. Juli]] [[1762]] mit Johann Michael Erber, Besitzer der Jacklmühle, Steinmühle in Piding&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334496</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334496"/>
		<updated>2014-06-15T18:28:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]], Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten und Gertrud den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war Hofrat Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Luise Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozialkaritativ in Graz äußerst aktiv. Sie war als eine der ersten Frauen ein Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Trägerin des österreichischen goldenen Verdienstkreuzes). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und vorerst ohne Pensionsanspruch aus dem Staatsdienst entlassen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme-Capurro an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Piccin(o)&amp;quot; (der Kleine), obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-15T18:26:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]], Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten und Gertrud den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war Hofrat Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Luise Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozial in Graz äußerst aktiv. Sie war als eine der ersten Frauen ein Mitglied des Grazer Gemeinderates und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung in Österreich (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Trägerin des österreichischen goldenen Verdienstkreuzes). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und vorerst ohne Pensionsanspruch aus dem Staatsdienst entlassen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme-Capurro an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Piccin(o)&amp;quot; (der Kleine), obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_Stand_und_Wappen&amp;diff=334490</id>
		<title>Hagenauer - Stand und Wappen</title>
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		<updated>2014-06-15T17:31:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Daten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt &#039;&#039;&#039;Stand und Wappen&#039;&#039;&#039; der [[Hagenauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr [[994]] bereits als adeliges Geschlecht (&#039;&#039;&amp;quot;ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039;) genannt. Im [[13. Jahrhundert]] begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die Ministerialität und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und  [[15. Jahrhundert]] führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Im [[16. Jahrhundert]] waren die Herren von Hagenau, da &#039;&#039;&amp;quot;auch die Güter in anderen Händen sich befanden&amp;quot;&#039;&#039;, verarmt und ihr Adel verdunkelt. Im [[17. Jahrhundert]] wurde ihnen in Salzburg ein gemehrtes &#039;&#039;Adelswappen&#039;&#039; vom kaiserlichen Palatin verliehen und ihr Adelsstand bestätigt, vorerst als untitulierter Adel ohne Adelspräposition &amp;quot;von&amp;quot; (Anm.: viele Familien aus altem Adel schrieben sich bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts ohne das adelige Prädikat &amp;quot;von&amp;quot;). Im [[18. Jahrhundert]] wurde jedoch sowohl durch den Salzburger Erzbischof Schrattenbach als auch durch den Passauer Fürstbischof Auersperg Mitgliedern des Geschlechts die Berechtigung bestätigt, das Ehrenwort &amp;quot;von&amp;quot; zu tragen. Die Hagenauer, aus einem ursprünglich bayerischen Adelsgeschlecht, waren seit ihrer Niederlassung in [[Salzburg]] um 1550 Untertanen des mächtigen und beständigen Fürsterzbistums geworden. Das seit dem frühen 14. Jahrhundert durchgehend als selbstständiger Staat bestehende [[Erzbistum (Überblick)|Fürsterzbistum Salzburg]] und seine Bewohner erlebten zwischen [[1803]] und [[1816]] die Krise eines mehrmaligen rasanten Wechsels der Staatsform, des Staatsoberhauptes und der jeweiligen staatlichen Zugehörigkeit. Vorerst wurde Salzburg im Zuge der [[Säkularisierung]] ein weltliches Kurfürstentum, dann ein [[Herzogtum Salzburg|Herzogtum]], unterbrochen durch die französische und die bayerische Herrschaft ([[Salzachkreis]]). Schließlich kam Salzburg [[1816]] als Teil des &amp;quot;Landes Österreich ob der Enns&amp;quot; mit der Hauptstadt Linz zum &amp;quot;Kaiserthum Oesterreich&amp;quot;. Im Jahr [[1849]] wurde Salzburg zu einem selbständigen Kronland erhoben, [[1867]] wurde es Teil der k.u.k. Doppelmonarchie Österreich-Ungarns, bis es [[1918]] Teil der ersten österreichischen Republik &amp;quot;Deutsch-Österreich&amp;quot;s wurde. Während bzw. nach den politischen Wirren und Krisen des ehemaligen Erzbistums Salzburg, übersiedelten einige Hagenauer (der spätere Wiener Zweig) in die neue Hauptstadt Linz. Schließlich wurden die ehemaligen Salzburger im Jahr 1816 nach den vorangegangenen Wirren nun automatisch österreichische Staatsangehörige des Kaisertum Österreichs. Hingegen waren die nach Triest ausgewanderten Hagenauer bereits 40 Jahre früher (um 1775) österreichische Untertanen geworden, da Triest damals zu Österreich gehörte. Schließlich wurden die Mitglieder der Triester Linie im Jahr 1918 italienische Staatsbürger, als Triest zum &amp;quot;Regno d’Italia&amp;quot;  (italienischen Königreich) kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungewöhnlicher Weise hatten sich die seit 1550 im Erzbistum Salzburg ansässigen Hagenauer nicht in den Adelsmatrikeln der [[Salzburger Landstände]] eintragen lassen, selbst nicht nach der Adelserneuerung und der verliehenen Wappenbesserung, oder der von Landesfürsten (Salzburg bzw. Passau) bestätigten Berechtigung das Adelsprädikat &amp;quot;von&amp;quot; zu tragen. Auch rund zweihundertdreißig bzw. zweihundertsiebzig Jahre später, als sie österreichische Staatsbürger geworden waren, hatte weder die Triester Linie noch die Wiener Linie der Hagenauer, je um Immatrikulation ihres Adelsstandes bzw. um Nostrifizierung ihrer ausländischen Standeserhebungen in den österreichischen Adelsregistern angesucht. Daher galten ihr alter Adelsstand in Bayern, sowie die durch den kaiserlichen Palatin in Salzburg, den Fürstbischof in [[Passau]], den Heiligen Stuhl in Rom oder den italienischen König jeweiligen Wappen- und Standesbestätigungen, Standeserhebungen und Ausweitungen, im Kaisertum Österreich respektive in der k.u.k. Doppelmonarchie Österreich-Ungarn als ausländischer Adel und nicht als österreichischer. Die Barone von Hagenauer, sowie die Barone Locatelli von Hagenauer, waren daher folglich nicht in den österreichischen Adelsmatrikeln oder im deutschen &amp;quot;Gotha&amp;quot; eingetragen, sondern als Barone im italienischen Adelsverzeichnis &#039;&#039;Annuario della Nobiltà Italiana&#039;&#039;, sowie als &#039;&#039;Barones Romani&#039;&#039; in dem vom Deutschen Adelsverband herausgegebenen Nachschlagewerk &#039;&#039;Genealogisches Handbuch des Adels&#039;&#039; (GHdA). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. und [[18. Jahrhundert]] wurden manche Hagenauer in Salzburger Urkunden, obwohl sie nicht aus der Hagenau stammten, als &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauer von Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; genannt. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts tauchten sie in Urkunden, in staatlichen, kirchlichen und militärischen Schematismen, sowie in Publikationen als &#039;&#039;&amp;quot;von Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; auf, ab dem [[19. Jahrhundert]] als &#039;&#039;&amp;quot;baroni de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; (Barone von Hagenauer). In lateinischen Urkunden der Kirche wurden sie stets als adeliges Geschlecht genannt: &#039;&#039;&amp;quot;ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (aus dem edlen Geschlecht von Hagenau), &#039;&#039;&amp;quot;stirps nobilis de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (das edle Geschlecht von Hagenau), &#039;&#039;&amp;quot;Nobili de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; (die Edlen von Hagenau), &#039;&#039;&amp;quot;Nobili Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; (die Edlen Hagenauer / von Hagenau), &#039;&#039;&amp;quot;Nobili de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; (die Edlen von Hagenauer), &#039;&#039;&amp;quot;Nobili dei baroni Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; (die Edlen der Barone Hagenauer) oder &#039;&#039;&amp;quot;Nobili dei baroni de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; (die Edlen der Barone von Hagenauer). Im Jahr 1919 wurde in der ersten Österreichischen Republik der Adel mit dem Adelsaufhebungsgesetz ohnedies aufgehoben. Die Italienische Republik hob den italienischen Adel im Jahr 1946 auf, tolerierte aber weiterhin den Gebrauch von Titeln in amtlichen Dokumenten. Hingegen behielt der vom Heiligen Stuhl verliehene päpstliche Adel (&#039;&#039;aristocrazìa nera&#039;&#039;) der römischen Baronie sowohl im Vatikan als auch in Italien seine Gültigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[File:Hagenau-Wappen Sm.png|thumb|Hagenauer Stamm-Wappen, Helmzier der österreichischen Linien]]&lt;br /&gt;
Das Stammwappen der Hagenauer zeigt einen grünen Dreiberg mit Hagenbaum im Schild. Über dem Schild der Helm, der bei der bayrischen (und späteren salzburger) Linie von einem Flug, und bei der niederösterreichischen und oberösterreichischen Linie von Büffelhörnern geziert wurde. Die Helmdecke ist rot-weiß tingiert. Das Wappen ist ein redendes Wappen, wobei der Hagenbaum für &amp;quot;Hagen&amp;quot; und der Dreiberg für &amp;quot;Au&amp;quot; steht. Seit der ersten Hälfte des [[12. Jahrhundert]]s findet man das Wappen an Grabstätten, später auch in Kirchen und an weltlichen Gebäuden. Vom [[14. Jahrhundert|14.]] bis ins [[19. Jahrhundert]] haben sich an Urkunden angehängte Siegel mit dem Hagenauer-Wappen erhalten. Die Gestaltung dieser Siegel variierte über etliche Jahrhunderte bei stets gleichbleibendem Wappen, je nach dem Zeitgeschmack und Können des Siegelschneiders. Der Dreiberg ist ein Begriff aus der Heraldik und bezeichnet einen Hügel mit wenigstens drei Wölbungen. Durch die ebenfalls verwendete Blasonierung &amp;quot;Berg&amp;quot; und später auch &amp;quot;Hügel&amp;quot;, war es zu falschen Darstellungen in Wappenbüchern gekommen. Der Dreiberg ist in manchen Siegeln als solcher schwer erkennbar und wurde vereinzelt auch als gebogener Schildfuß oder als &amp;quot;Berg&amp;quot; ohne Wölbungen dargestellt. Die nebenstehende Abbildung des Wappens der niederösterreichischen Linie der Hagenauer aus Siebmacher´s Wappenbuch von 1918 - Der Niederösterreichische Landständische Adel (IV. Band, 4. Abteilung, 1. Teil, Tafel 74) ist diesbezüglich falsch, der &amp;quot;Hügel&amp;quot; müßte ein Dreiberg sein ([[Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau|s.h.]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|Siegel des Karel von Hagenau, Urkunde von 1387]] Die Darstellung des Hagenbaums, der in der Literatur manchmal auch als Hagenstrauch blasoniert wurde, variierte in persönlichen Siegeln. Er wurde als Hagenbaum mit schrägem gestümmelten Ast, als gekrümmter Hagenbaum mit schrägem Ast, als Hagenbaum zwischen zwei schrägen Ästen, als Hagenbaum mit Ästchen, als belaubter Hagenbaum, als Hagenbaum von Zweigen umkränzt oder als Hagenbaum mit seitlich Ästen bzw. Zweigen dargestellt. Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg die Bestätigung ihres Wappens mit Wappenbesserung durch den kaiserlichen Palatin. Das Schild wurde durch einen Sporn geteilt, darin das alte Stammwappen mit grünem Dreiberg und dem Hagenbaum, seitlich davon zwei auffliegende schwarze Adler auf goldenem Grund, die Decken nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold). Der Helm mit Kleinod hatte einen Flug als Helmzier. In der Barockzeit wurde zwischen dem Flug mitunter auch ein wachsender Greif mit entwurzeltem Hagenbaum als Helmzier verwendet, dessen symbolische Bedeutung jedoch nicht bekannt ist. Aus dem Jahr 1137 stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel Georg Hagenauer.jpg|miniatur|Siegel des Georg Hagenauer, Urkunde von 1439]] &lt;br /&gt;
Interessant sind auch die Wappendarstellungen in den symbolträchtigen Familiengrüften der Hagenauer zu [[Petersfriedhof|St. Peter]] in Salzburg. &#039;&#039;&amp;quot;Die heraldischen Elemente verloren ihren Eigenwert und wurden zum Teil wieder rein dekorativ eingesetzt als bloße Füllung üppig gestalteter Kartuschen.&amp;quot;&#039;&#039; So in der Gruft Nr. XV, in der sich sein Erbauer, der Handelsherr Georg Hagenauer (* 1649, † 1736), bestatten ließ. Manche Historiker haben vermutet, dass es sich auf Grund der vielen alt-testamentarischen Zitate in einem großen Gemälde in der Gruft, um die letzte Ruhestätte eines Mitgliedes aus einem Geheimbund handeln könnte. Das Hagenauer-Wappen wurde auf eine ovale, konvexe Metallplatte gemalt, die von einer reich verzierten und vergoldeten Kartusche umrahmt ist. Links und rechts vom Familienwappen wurde Georg mit seinen Frauen und Kindern dargestellt (links die Herren, rechts die Frauen). Das barocke Wappen ist hier in üppiger und symbolträchtiger Art und Weise dargestellt. Man hatte die richtige Blasonierung (in der Heraldik die fachsprachliche Beschreibung eines Wappens), wie bei vielen Wappendarstellungen des Hochbarocks, auf Kosten naturalistischer Darstellung und Symbolik verändert. Die Blasonierung des gebesserten Adelswappens für Georg Hagenauer im heute noch erhaltenen Wappenbrief von 1686 lautete: &#039;&#039;&amp;quot;auf grünem Dreiberg ein &amp;quot;Hagenstrauch&amp;quot; (-baum)&amp;quot;&#039;&#039;. Auf der Gruft steht auf dem Dreiberg ein belaubter Hagenbaum, was man als Symbol für das erneut aufblühende Geschlecht deuten könnte. In seinem Testament hatte Georg Hagenauer auch vermerkt: &#039;&#039;&amp;quot;damit ... der Hagenauerische Name nit gleich vergessen werde&amp;quot;&#039;&#039;. Am (heraldisch) rechten Berg sind zusätzlich drei kleinere Bäume (oder Sträucher), die offenbar als Symbol für die drei Söhne Georgs gedeutet werden können. Seitlich im Wappen befinden sich die auffliegenden Adler der Wappenmehrung, auf dem Turnierhelm ein offener Flug (durch die Wappenbesserung ein wachsender Greif/Adler mit entwurzeltem Hagenstrauch).  &lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Noch deutlicher wird die Veränderung der &amp;quot;gemeinen Figur&amp;quot; des Hagenauer Stamm-Wappens (Dreiberg mit Hagenbaum) zum dekorativen oder/und symbolischen Element, für heutige Heraldiker ein Sakrileg, bei der Betrachtung der daneben liegenden Gruft Nr. XVI.. Diese Gruft aus weißem Marmor wurde 1792 für den verstorbenen sehr religiösen Johann Lorenz (* 1712, † 1792) errichtet, den manche Historiker für einen möglichen Freimaurer halten (seine Söhne waren Logenmitglieder). Am Grabmal oben befindet sich ein Dreieck im Strahlenkranz (das allsehende Auge Gottes), in dem in hebräischen Lettern das Wort Gott (JHWH, hebräisch ‏יהוה‎) eingemeißelt ist. Dieses Symbol wurde zwar auch von Freimaurern verwendet, ist aber ein verbreitetes christliches Symbol, dessen Wurzeln sehr weit zurück liegen. Das untingierte Wappen aus Marmor, das gleich einem schweren Stoff über den Marmorsarg drapiert wurde und auf der Vorderseite herabhängt, ist ohne Oberwappen, also weder  mit Helm und Helmdecke, sowie Helmzier und Helmkrone abgebildet. Das Wappen selbst wurde jedoch einerseits idealisierter und andererseits üppiger dargestellt, als das ältere Wappen der Nebengruft. Das Wappen ist durch einen Sporn geteilt, in der Mitte der veränderte Dreiberg mit Hagenbaum, seitlich davon zwei auffliegende Adler. Der Dreiberg dieses Wappens ist als solcher nicht mehr erkennbar und wurde durch mehrere hintereinander liegende begrünte Hügel dargestellt. Unter dem belaubten Hagenbaum mit schrägem Ast stehen sieben kleine Bäume (Sträucher), die wahrscheinlich als Symbol für die sieben erwachsenen Söhne des Johann Lorenz stehen, wenn man hier der Zahl Sieben nicht eine christliche Bedeutung (z.B. für Seele und Körper, oder ewige Ruhe) zuordnen will. Die klassizistische Darstellung der Hagenbäume im Wappen erinnert an getrimmte Bäume oder Sträucher eines Bosketts (Lustwäldchen) einer barocken Gartenanlage (Garten Eden?), wodurch sich beinahe eine Unlesbarkeit des Wappens ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten ==&lt;br /&gt;
* [[994]] wurden die Hagenauer in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung bereits als adeliges Geschlecht bezeichnet. In dieser Urkunde tauschte der Freisinger Bischof &#039;&#039;&amp;quot;Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau&amp;quot;&#039;&#039; mit dem Edlen Gerolt Liegenschaften zu Notzing gegen andere zu Biberbach.  Wahrscheinlich gehen die Herren von Hagenau auf germanischen [[Adel]] zurück, aus dem die meisten edelfreien Geschlechter hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aus dem Jahr [[1137]] stammt das marmorne Epitaph des Hochfreien Reimprecht von  Hagenau (aus der Böheimkirchner Linie), dem Mitstifter von Seitenstetten. Auf diesem ist erstmals das Hagenauer Stammwappen (das hier Ähnlichkeit mit dem Stiftswappen von Seitenstetten zeigt) zwischen dem heiligen Augustin und den heiligen Hippolyt abgebildet: Ein grüner Dreiberg mit Hagenbaum (hier ein Stamm mit schrägrechts gestümmeltem Ast), über dem Wappen ein Topfhelm mit zwei Büffelhörnern (die Freisinger Linie hatte einen Flug als Helmzier) und Helmdecke. Zwischen den Hörnern erneut ein Dreiberg mit Hagenbaum in erwähnter Art, die Decke ist rot - weiß tingiert. Die Umschrift ist teils mit lateinischen und teils mit griechischen Buchstaben: &#039;&#039;&amp;quot;Augustine pie nos duc ad agalma Sophiae, Christicolis gratus sit sacer ypolitus&amp;quot;&#039;&#039;.  Ob das in einer früheren Beschreibungen des Epitaphs genannte rote Kreuz am Helm als Zeichen der Zugehörigkeit zu den Tempelrittern (1129 gegründete Orden der Templer) oder für einen Kreuzritter stehen soll, ist nicht ersichtlich. Die Teilnahme Reimprechts an einer &amp;quot;bewaffneten Pilgerfahrt&amp;quot; (erster Kreuzzug 1096–1099, oder Kreuzzug von 1101) ist in keiner Urkunde belegt. Hingegen ist von seinen beiden Söhnen Hartwik und Reginbert II. die Teilnahme am zweiten Kreuzzug (1147–1149) urkundlich gesichert. Das Epitaph Reimprechts (oder Reginberts) befand sich ursprünglich in der Eigenkirche der Hagenauer, neben der Burg Hagenau in St. Peter am Anger in Ausserkasten (Böheimkirchen, NÖ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[24. Juni]] [[1141]], bestätigte Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, dem Stift St. Florian alle Rechte und Besitzungen. Das (leider zerbrochene) mandelförmige Siegel Reginberts zeigt ihn als Bischof thronend. Am [[26. Dezember]] [[1147]] wurde von Reginbert von Hagenau in Kremsmünster ebenfalls eine Urkunde gesiegelt, in der er als Bischof von Passau die Pfarrkirche zu Schöndorf mit dem Spitale des heil. Ägidius zu Vöcklabruck, welches Piligrim von Schalchheim gestiftet hatte, vereinigt. Unter den Zeugen befand sich auch Hartwig von Hagenau (Hartovwicus de Hagenoue), einer seiner Brüder, mit dem er bald darauf in den Zweiten Kreuzzug ziehen sollte, von dem beide nicht mehr zurück kamen. Das Siegel ist selbiges wie oben, jedoch besser erhalten. Beide Urkunden befindet sich im Stiftsarchiv des Stiftes St. Florian (Oberösterreich). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aus der Zeit nach [[1147]] stammt das aus rotem Marmor gefertigte Epitaph der Edlen Helena von Hagenau (Gemahlin des Reimprechts von Hagenau). Sie und ihre Tochter Richarda (Halbschwester des Passauer Bischofs Reginbert von Hagenau) verbrachten die letzten Jahre ihres Lebens im Stift Seitenstetten, dem Mutter und Tochter auch viele Güter vermacht hatten. Das Epitaph der Helena von Hagenau befindet sich heute im alten Kreuzgang des Stiftes, wobei Teile offensichtlich erst im [[15. Jahrhundert]] eingraviert worden sind. Über dem Wappen ziert eine Laubkrone den Stechhelm. Helmkronen wurden jedoch erst ab dem 13. Jahrhundert verwendet, Stechhelme tauchten überhaupt erst im 15. Jahrhundert auf. Somit kann man die Entstehungszeit des eingravierten Wappens auf frühestens das 15. Jahrhundert legen, also wesentlich später als das aus dem 12. Jahrhundert stammende Epitaph. Auf dem Epitaph ihres zehn Jahre früher verstorbenen Gemahls Reimprecht von Hagenau ist der Helm ein zeitgemäßer Topfhelm (und kein Stechhelm), der auch von keiner Helmkrone geziert wird. Helena hatte dem Stift Seitenstetten außer ihrem Erbbesitz in Seitenstetten und Aham bei Attnang-Puchheim auch Güter in Lanzendorf und Hagenau bei Böheimkirchen sowie in Zelking vermacht. Das später eingravierte Wappen auf Helenas Epitaph ist allerdings das Seitenstettener Stiftswappen, ein Dreiberg mit Pfahl und schräglinks gestümmeltem Ast. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1347]] hatte Otto von Hagenau, Stiftskämmerer des Augustiner Chorherrenstiftes in St. Pölten, das Epitaph seines Vorfahren Reimprecht von Hagenau aus der Eigenkirche (Anger bei Hagenau) entfernen lassen. Otto von Hagenau ließ das Epitaph zusammen mit der Grabplatte seiner verstorbenen Eltern in der Stiftskirche St. Pölten aufstellen. Das &amp;quot;zusammengesetzte&amp;quot; Epitaph bestand nun aus zwei stilistisch und zeitlich unterschiedlichen Teilen. Die untere Grabplatte zeigt Christus am Kreuz mit Maria und Johannes, auf den Seiten zwei Engel mit gefalteten Händen. An den Enden des Kreuzes sind die vier Bilder des Ezechiel dargstellt, mit den Namen der vier Evangelisten beschriftet. Die Umschrift lautet: &#039;&#039;&amp;quot;Anno Domini M.CCC.X.X.X.VII. Otto de Hagenau canonicus regularis lapidem hunc an agro parentum hunc suorum repertum transtulit super tumbam ipsorum.&amp;quot;&#039;&#039;. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das zusammengesetzte Epithaph unter Propst Johann Fünfleuthner erneut versetzt und im Kreuzgang des Stiftes aufgestellt, wo es sich noch heute befindet und erst kürzlich restauriert wurde. Das an Urkunden angehängte Siegel von Otto von Hagenau, wie z.B. an einer Urkunde vom [[4. April]] [[1345]] (Sammlung St. Pölten, Augustiner Chorherren), zeigt einen Hagenbaum auf einem gebogenen Schildfuß (normal ein Dreiberg). [[1347]] war der Böheimkirchner Stammsitz aufgegeben worden, dafür hatten Verwandte Ottos, die Vettern Philipp und Siegfried von Hagenau, unter Mitwirkung des Stiftes St. Pölten und gegen gewisse Zugeständnisse an die Pfarre Böheimkirchen, die Ausscheidung der Kapelle zu Anger bei Hagenau erwirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[28. Juni]] [[1378]] wurde Seyfried von Hagenau, der bereits Hagenauer genannt wurde, als Abt von Melk eingesetzt. Das Familienwappen hatte er anscheinend in seinem Siegel in reduzierter Form (den Dreiberg als geteiltes Wappen) verwendet, was jedoch nicht verifiziert werden konnte. In der nach 1700 publizierten Ausgabe des Melker Stiftsarchivars Philibert Hueber (1662—1725) wurde sein Siegel in dem Werk &amp;quot;Austria ex Archivis Mellicensibus illustrata&amp;quot; folgendermaßen abgedruckt: ein weiß und braun? (Tinktur unklar) geteiltes Wappen mit einem Hagenstrauch (-baum). Das Wappen von einem Zweig umkränzt, Umschrift am Rand des Siegels: &#039;&#039;&amp;quot; + S • Seifridi • de • Hagenau&amp;quot;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[28. Juli]] [[1417]] siegelte Hans der Hagenauer (der Hagenawer) eine Urkunde (Stiftsarchiv Melk) mit dem Hagenauer Stammwappen, dem Dreiberg mit Hagenbaum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[31. Mai]] [[1439]] verkauft der Edle Georg Hagenauer (Gorg Hagenawer) an Abt Christian und dem Konvent &#039;&#039;&amp;quot;sein vom Kloster rührendes Lehen, Gülten, Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent&amp;quot;&#039;&#039;. Auf dem angehängten Siegel befindet sich ebenfalls das Hagenauer-Wappen, ein Dreiberg mit Hagenstrauch (-baum), hier der Hagenbaum belaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[14. September]] [[1671]] bestätigte der kaiserliche Hofpfalzgraf Ferdinand Wilhelm Metzger von  Meggenburg, comes Palatinus (Palatinat von Kaiser Ferdinand III. it. dat. Wien [[14. Mai]] [[1637]]) den Brüdern Paulus, Georg (IV.) und Johann Hagenauer de Hagenau sowie deren ehelichen Nachkommen als Salzburger Untertanen ihr Adelswappen mit Wappenbesserung (beidseitig des Stammwappens auffliegende schw. Adler auf Gold, die Decke in den Farben Salzburgs). Der Adelststand war ein untitulierter Adel ohne dem Prädikat &amp;quot;von&amp;quot;, wobei aber bereits Ende des 18. bzw. Anfang des 19. Jahrhunderts die Hagenauer in vielen Urkunden als &amp;quot;von Hagenauer&amp;quot; genannt wurden und sich teilweise auch so nannten. Das Ehrenwort &amp;quot;von&amp;quot; bzw. &amp;quot;de&amp;quot; als Adelsbezeichnung wurde ihnen später bestätigt. Blasonierung: Schild durch aufrechten Sporn geteilt, darin auf einem Dreiberg ein &#039;&#039;&amp;quot;Hagenbaum&amp;quot;&#039;&#039;, beiderseits auf Gold ein schwarzer auffliegender Adler. Auf dem Turnierhelm mit Bund ein rot-weißer Flug. Decken: schw.-g., r.-w. (Fellner´sche Chronik 1833, sowie Heyer). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[24. August]] [[1686]] bestätigte der kaiserliche Hofpfalzgraf Ferdinand Wilhelm Metzger von Meggenburg  dem [[Georg (IV.) Hagenauer]], Bürger und Handelsmann in der Haupt- und  Residenzstadt Salzburg, und seine ehelichen Erben das &#039;&#039;&amp;quot;Adelswappen mit Kleinoth&amp;quot;&#039;&#039;. Wappenbeschreibung: &#039;&#039;&amp;quot;Schild durch aufrechte s. Spitze (Triangel oder Sporn) geteilt, darin auf gr. Dreiberg ein &amp;quot;Hagenstrauch&amp;quot;, beiderseits in G. ein schw. einköpfiger Adler. Auf dem geschlossenen Turnier- oder Stechhelm mit g. Kleinod schw.-g.-r.-w. gewundener türkischer Bund mit beiderseits abfliegenden Binden in gl. Farben und zwischen w. u. schw. Adlersflügeln mit g. Stresse wachsender r. Greif, einen Hagenstrauch haltend. Decken: schw.-g.-r.-w.&amp;quot;&#039;&#039; (Siebmacher, sowie Hagenauer-Archiv Görz). Auch hier verwendeten die Hagenauer, wie andere Adelige die ihr Wappen auf das 12. Jahrhundert zurückführen konnten, keinen offenen Bügelhelm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[31. Jänner]] [[1786]] wurde [[Dominikus Hagenauer|Rupert Cajetan von Hagenauer]] zum [[Äbte von St. Peter|Abt]] des [[Erzstift St. Peter|Erzstifts St. Peter]] in Salzburg gewählt. Als Abtwappen verwendete er ein von Mitra und Krummstab bekröntes Allianzwappen. Das Allianzwappen bildete sich aus dem Stiftswappen von St. Peter (in gold 2 schw. gekreuzte Petrusschlüssel) und dem Hagenauer Familienwappen (durch Sporn geteilt, grüner Dreiberg mit Hagenstrauch, beidseitig in Gold ein auffliegender schwarzer Adler). In seinem Amts-Siegel hält ein über den Allianzwappen stehender Engel zwei Schlüssel, die Mitra und den Krummstab. Über dem Engel sind die Buchstaben D.(Dominicus) A.(Archiabbatia oder Abbe) S.(Sancti) P.(Petri) wiedergegeben, was soviel wie Dominicus der Erzabtei St. Peter oder Abt Dominicus von St. Peter heißt. Unter dem Allianzwappen die Jahreszahl seiner Berufung, 1786. Im Amtssiegel ist das Familienwappen jedoch geviert: Feld 1. und 4. mit Dreiberg und Hagenstrauch (Stammwappen), Feld 2. und 3. mit auffliegendem nach rechts blickendem auffliegenden Adler (Wappenerweiterung). (Kat. d. Ausst. im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter, 1996)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Am [[21. September]] [[1786]] bestätigte Fürstbischof Kardinal Joseph Franz Anton von Auersperg in Passau dem &#039;&#039;&amp;quot;hochwohlgeborenen Herrn Johann Georg (III.) Hagenauer de Hagenau, wirklicher Hofkammerrath, hochfürstlicher Baudirektor und Architekt&amp;quot;&#039;&#039; den erblichen Adelsstand (Adelserneuerung) mit der Führung des Adelsprädikats &#039;&#039;&amp;quot;von&amp;quot;&#039;&#039; und Wappenbesserung : Schild durch aufrechten r. Sporn geteilt, darin auf einem gr. Dreiberg ein w. &#039;&#039;&amp;quot;Hagenbaum&amp;quot;&#039;&#039;, beiderseits auf Gold ein schwarzer auffliegender Adler. Auf dem offenen Turnierhelm mit Helmkrone ein rot-weißer Flug. Decken: schw.-g., r.-w.. Etliche Jahrhunderte zuvor waren die beiden Familien miteinander verbunden gewesen, wie eine Urkunde von 1428 aus den Auerspergschen Archiven belegt, in der der ehrbare Ritter Hans Hagenauer einen Vermächtnisbrief  des Herbot von Auersperg siegelte und bezeugte. (Passauer Kirchenbuch 1786, Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1812, S. 123, Hagenauer-Archiv Wien) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[10. Juni]] [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. in einem breve dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; (Direktor der Riunione Adriatica di  Sicurtà) und seinen ehelichen römisch-katholischen Nachkommen für seine Verdienste, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039; um die römisch-katholische Kirche, die römische Baronie in Primogenitur (&#039;&#039;&amp;quot;Titoli: barone, nobile dei baroni de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039;). Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Ferner wurde Baron Franz (III.) de Hagenauer von Papst Leo  XIII. zum Kollar-Ritter des päpstlichen Pius-Ordens (Gran Croce) ernannt. Wappenbeschreibung: Schild durch aufrechte r. Spitze (Triangel) geteilt, darin auf gr. Hügel ein w. Hagenbaum mit schrägrechtem Ast (Stammwappen), beiderseits in G. ein schw. rot-bewehrter einköpfiger Adler. Zwei offene bekrönte Turnierhelme, auf dem rechten mit schw.-g. Decke ein schw.-g. Flug, auf dem linken mit r.-w. Decke ein wachsender roter Greif mit r.-w. Flug, einen Hagenbaum haltend. (Genealogisches Handbuch des Adels 2006, S.96)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[26. März]] [[1889]] wurde &#039;&#039;&amp;quot;Simon (II.) de Hagenauer, barone romano&amp;quot;&#039;&#039; von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in  der Verteidigung der katholischen  Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum päpstlichen Ritter des Gregorius-Ordens (Ordine Equestre  Pontificio di San Gregorio Magno) ernannt. Am [[3. Februar]] [[1893]]  bestätigte das K.u.K. Ministerium des Kaiserlichen Hauses und Aeussern  &#039;&#039;&amp;quot;Baron Simon Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; die Trageerlaubnis päpstlicher Ritter-Orden. (Hagenauer-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[4. Juli]] [[1914]] wurde per Arrogation (Annahme an Kindesstatt) des Rittmeister Nobilis Pyrrhus de Hagenauer durch (seinen Schwiegervater) George de Locatelli Baron zu Eulenburg und Schönfeld die Linie der Freiherren Locatelli weitergeführt. Durch ein späteres königliches Dekret wurde die durch Adels-Arrogation erbliche italienische Baronie (Freiherrenstand) des Pyrrhus barone Locatelli de Hagenauer bestätigt. 1923 erhielt nobile Pyrrhus Locatelli de Hagenauer durch die königliche Consulta Araldica die Anerkennung des italienischen Freiherrenstandes mit &#039;&#039;&amp;quot;titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg&amp;quot;&#039;&#039;. Seither führen die Familienmitglieder des Triester Zweiges den Titel &#039;&#039;&amp;quot;Locatelli de Hagenauer baroni di Eulenburg e Schönfeld&amp;quot;&#039;&#039; (Baron/Baronin von Locatelli-Hagenauer); Nachkommen in Florenz. (MGSLK 1946, Hagenauer-Archiv Görz) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am [[11. Februar]] [[1929]] wurden durch Artikel 42 der Lateranverträge die seit 1870 vom Heiligen Stuhl gewährten Adelsprädikate im Königreich Italien rückwirkend anerkannt. Per späteren königlichen Dekret (Viktor Emanuel III.) wurde der italienische Freiherrenstand des &#039;&#039;&amp;quot;nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; und aller ehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechtes (Ausdehnung), mit dem erblichen Titel &#039;&#039;&amp;quot;barone de Hagenauer&amp;quot;&#039;&#039; (Baron von Hagenauer) von der königlichen Consulta Araldica bestätigt. Der Adelstitel war an keine Ländereien gebunden; Nachkommen in Wien. (Annuario della Nobiltà Italiana, Nova Ser. 2006) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Familienoberhaupt (Chef des Hauses) in röm.-kath. patrilinearer Primogenitur des Wiener Zweiges trägt ebenso den päpstlichen Titel eines &#039;&#039;&amp;quot;barone romano&amp;quot;&#039;&#039; (römischer Baron). Die Nachgeborenen sind &#039;&#039;&amp;quot;Nobile dei baroni romani&amp;quot;&#039;&#039; (aus dem Hause der römischen Barone) und tragen den kgl. italienischen Titel eines &#039;&#039;&amp;quot;barone&amp;quot;&#039;&#039;. In Italien wurde der päpstliche (schwarze) Adel als honoriger angesehen als der königliche (weiße) Adel. Am [[11. Dezember]] [[1998]] wurde in einem Schreiben vom Substitut des Staatssekretariates des Heiligen Stuhls, Erzbischof Giovanni Battista Re (spätere Kurienkardinal), Dr. Wolfgang Hagenauer &#039;&#039;&amp;quot;seitens des Heiligen Stuhls das Recht für die Führung des Titels der (päpstlichen) erblichen Baronie (IV. barone romano)&amp;quot;&#039;&#039; bestätigt. (Hagenauer-Archiv Wien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334467</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-15T13:30:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]], Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten und Gertrud den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war Hofrat Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Luise Ritter (geb. Kalcher) war politisch und sozial in Graz sehr aktiv und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung Österreichs (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Mitglied des Gemeinderats, Trägerin des österr. goldenen Verdienstkreuzes). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und vorerst ohne Pensionsanspruch aus dem Staatsdienst entlassen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme-Capurro an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Piccin(o)&amp;quot; (der Kleine), obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-15T13:29:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]], Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten und Gertrud den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war Hofrat Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Luise Ritter (geb.Kalcher) war politisch und sozial in Graz sehr aktiv und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung Österreichs (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Mitglied des Gemeinderats, Trägerin des österr. goldenen Verdienstkreuzes). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und vorerst ohne Pensionsanspruch aus dem Staatsdienst entlassen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] wurde sie in den letzten Kriegstage aus der Haft entlassen und es gelang ihr mit Hilfe von Freunden in einem Spital aufgenommen zu werden. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme-Capurro an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Piccin(o)&amp;quot; (der Kleine), obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Hagenauer_-_der_Wiener_Zweig&amp;diff=334459</id>
		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<updated>2014-06-15T13:22:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]], Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten und Gertrud den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war Hofrat Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes im Burgenland aktiv. Bereits ihre Mutter Luise Ritter (geb.Kalcher) war politisch und sozial in Graz sehr aktiv und gilt als Pionierin der katholischen Frauenbewegung Österreichs (Ehrenbürgerin der Stadt Graz, Mitglied des Gemeinderats, Trägerin des österr. goldenen Verdienstkreuzes). Berta Baronin von Hagenauer hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und vorerst ohne Pensionsanspruch aus dem Staatsdienst entlassen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Ihr gelang nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] aus diesem zu fliehen und mit Hilfe von Freunden die letzten Kriegstage in einem Spital unterzutauchen. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme-Capurro an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Piccin(o)&amp;quot; (der Kleine), obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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		<title>Hagenauer - der Wiener Zweig</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mönchsberg: /* Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt den &#039;&#039;&#039;Wiener Zweig der Familie [[Hagenauer]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Radeck 2.jpg|miniatur| Burg Radeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moenchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein]]&lt;br /&gt;
Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot;. Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linz, die neue Hauptstadt des Salzachkreises ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1812]] hatte [[Johann Wolfgang Hagenauer]], Sohn des hochfürstlichen Kammerdieners und Hof-Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] bei Salzburg Theresia Leopoldine [[Karl Maria Enk von der Burg|Enck von der Burg]] (* 1792, † 1852), Tochter des wirklichen Hofkammerraths Franz Leopold Enck (Enk) von der Burg und der Josefa Theresia Strasser, geheiratet. [[1816]] übersiedelte das Paar nach Linz, wo Johann Wolfgang als Amts und Kreis-Ingenieur und später als k.k. Wasserbau-Director tätig war. Im Jahr [[1850]] sollte er ohne Nachkommen sterben, worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, [[Andreas Nesselthaler]], dem [[SMCA|Salzburger Museum Carolinum-Augusteum]] vermachte. Sein Cousin Franz de Paula&amp;amp;nbsp;II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer|Johann Georg&amp;amp;nbsp;III. von Hagenauer]], sollte erst [[1825]] nach Linz übersiedeln. Franz de Paula war Doktor der Rechts-Wissenschaften und vorerst als k.k. &amp;quot;Statthalter-Concipient&amp;quot; und später als [[Reich#k._k.|k.k.]]&amp;amp;nbsp; Registraturs-Direktor in Linz tätig. Er hatte [[1823]] die Edle Barbara [[Franz Joseph Karl Schloßgangl von Edlenbach|Schloßgängl von Edlenbach]] geheiratet, die (wie die Frau seines Cousins Johann Wolfgang) aus einer Adelsfamilie des höheren Salzburger Beamtenstandes stammte und die Tochter eines Juristen und hochfürstlichen Hofrates war. Johann Wolfgang und Franz de Paula (II.) waren ja beide in der Landesverwaltung tätig, da wahrscheinlich die vorangegangenen unsicheren Krisenjsahre sie dazu bewegt hatten, sich für den beständigeren Staatsdienst zu entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im biedermeierlichen Linz bestand das gesellschaftliche Umfeld der beiden Cousins Johann Wolfgang und Franz de Paula von Hagenauer nun hauptsächlich aus hohen Beamten und deren Familien, Mitgliedern des Klerus (wie der Benediktiner Michael Leopold Enk von der Burg), sowie Künstlern. Zu den Beamtenfamilien gehörten unter anderem die Ritter von Spaun, die [[Karl Maria Enk von der Burg|Enk von der Burg]], die Schloßgängl von Edlenbach, die Steyrer von Riedenburg, die Grafen [[Carl Graf Chorinsky|Chorinsky]] oder die Freiherrn von Vogelsang. Mit ihnen waren die Hagenauer meist nicht nur verwandt oder verschwägert, sondern oft auch beruflichen verbunden. Am stärksten aber verband diese Familien ihre starke Religiosität und die Frömmigkeit im Glauben, sowie ihre Leidenschaft zur Kunst. Die Hagenauer Cousins waren ja in ihrer Kindheit und Jugend in Passau und Salzburg in der beeindruckenden Welt von Kirchenfürsten, hohen Geistlichen und herausragenden Künstlern (Musikern, Bildhauern, Architekten und Malern) aufgewachsen. Nun waren auch in den Linzer Salons, bei Konzertabenden oder bei den sogenannten &amp;quot;Landpartien&amp;quot; dieser Familien häufig Künstler geladen. Einige dieser Künstler wurden von den Familien gefördert, mit manchen verband sie auch eine lebenslange Freundschaft. Der heute Bekannteste war sicherlich der Komponist [[Franz Schubert]], den die später verwandten Freiherren von Spaun gefördert hatten. Aber auch die Maler Moritz von Schwindt (der Trauzeuge bei einer Hagenauer-Hochzeit wurde) und Leopold Kuppelwieser, die Schriftsteller [[Adalbert-Stifter-Straße|Adalbert Stifter]] (der Hauslehrer der Hagenauer-Kinder wurde), Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld, oder die Dichter Freiherr Ernst von Feuchtersleben sowie Franz von Schober (und einige mehr) gehörten zum engeren Kreis der Familien. Die Kinder des Registraturs-Direktors Franz de Paula II., Franz de Paula III. (1824 - 1885), Eugen (1825 - 1880), Julius (1826 - 1879) und Helena (*1835), wurden von dem Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter unterrichtet. Dennoch wurden alle drei Brüder wie ihr Vater Jurist und blieben vorerst als Beamte in Linz. Nur der älteste Sohn Franz de Paula (III.), sowie dessen Neffe Arnold II. (Sohn des Julius), sollten später nach Wien übersiedeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Tochter des Franz (II.) von Hagenauer, Helena von Hagenauer, hatte 1852 Major Karl Elßler geheiratet. Karl war der Sohn von Johann Florian Elßler, der im damaligen Ungarn in der Glanzzeit von Eisenstadt im Dienste des Fürsten Esterházy stand, sowie Faktotum und Leib-Kopist von Joseph Haydn bis zu dessen Tod 1809 war. Die bekannten Geschwister von Major Karl Elßler waren Johann Elßler, Chordirektor an der Berliner Oper, sowie die damals berühmtesten Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts, Therese und Franziska (Fanny) Elßler. Therese war in morganatischer Ehe mit Prinz Adalbert von Preußen als Freifrau von Barnim verheiratet (Sohn Adalbert Freiherr von Barnim). Die Schwester Fanny Elßler hatte aus einer Verbindung mit Leopold von Neapel-Sizilien, Prinz von Salerno und Sohn des Königs Ferdinand IV. von Neapel, einen Sohn Franz. Dieser Sohn wuchs in Eisenstadt auf und nahm sich 1873 das Leben. Aus einer Verbindung mit ihrem Jugendfreund Anton Stuhlmüller hatte Fanny Elßler auch eine Tochter namens Therese, die den Truchsess und Rittmeister Victor Weber Edler von Webenau heiraten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron franz (III.) von hagenauer.jpg|miniatur|Franz de Paula III. Baron von Hagenauer (1824 - 1885)]]Die Hagenauer standen in Linz in regem Kontakt mit der Familie Spaun (Förderer Franz Schuberts). Nachdem die Hagenauer ihr Salzburger Landgut mit der [[Burg Radeck]] aufgegeben hatten, verbrachten die Hagenauer ihre Sommermonate teilweise auf Schloss Klaus in Kirchdorf (Oberösterreich), wo sie eine Jagd hatten. 1852 wurde auf Schloss Klaus auch der älteste Sohn von Franz de Paula (III.) geboren, der nach dem Großvater seiner Mutter Simon Thaddäus Ritter von Spaun, Simon (II.) Thaddäus benannt wurde. Im Jahr [[1851]] hatte Franz de Paula (III.) von Hagenauer die Edle Marie von Spaun (Tochter des Anton Ritter von Spaun und der Henriette Freiin von Vogelsang) in Traunkirchen geheiratet. [[1848]] hatten die Spauns in Traunkirchen am Traunsee (OÖ) das ehemalige Landrichterhaus erworben. Die Hagenauer hatten in den folgenden Jahrzehnten die Sommermonate ebenfalls am Traunsee in der Villa Spaun verbracht. Diese sich heute noch im Besitz der Nachkommen (Freiherren von Spaun und Freiherren von Cornaro) befindliche &amp;quot;Villa Spaun&amp;quot; wurde als Gedenkstätte für Franz Schubert und später auch Arnold Schoenberg bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wien, Landeshauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baron simon von hagenauer, 1882.jpg|miniatur|Simon Baron von Hagenauer (1852-1920), Direktor der Riunione Adriatica di Sicurtà in Wien, Ritter des Gregoriusordens]]Vorerst blieb Franz (III.) als k.k. &amp;quot;Statthalterei-Rath&amp;quot; im Staatsdienst in Linz tätig, später sollte er in die Privatwirtschaft wechseln und nach Wien ziehen. Er wurde der Stifter des Wiener Zweiges der Hagenauer, der noch heute blüht. Um 1870 übersiedelte schließlich die Familie mit den drei Kindern Simon II. (*1852 in Kirchdorf, †1920 in Wien), Maria (* 1855 in Vöcklabruck, † 1937 in Wien) und Gertrud (*1863 in Linz, †1885 in Venedig) nach Wien in das Haus Wollzeile Nr. 3. In Wien wurden noch die Tochter Therese-Walburga (*1873) und der jüngste Sohn Franz de Paula IV. geboren, der allerdings mit fünf Monaten starb. Maria sollte später Karl Ferdinand Edler von Kummer heiraten und Gertrud den venezianischen nobiluomo Enrico Marzollo, Patrizier von Venedig. Franz de P. (III.) war in Wien Direktor der Versicherungs-Gesellschaft &amp;quot;Assicurazioni Generali&amp;quot; geworden (1838 in Triest gegründet), die heute der größte Versicherungs-Konzern (Generali) Italiens ist. Beruflich reiste er öfters nach Triest, wobei er auch stets seine Verwandten der Triester Linie besuchte und ihn manchmal seine Kinder begleiteten. Die Sommermonate verbrachte er mit seiner Familie mit Jagen und Bergsteigen in Bad Ischl, wobei er dafür stets die Villa Felicitas angemietet hatte, die später als &amp;quot;Villa Schratt&amp;quot; bekannt werden sollte. Franz (III.) von Hagenauer hatte drei grosse Leidenschaften, die Jagd, das Bergsteigen, sowie den katholischen Glauben. Für sein stetiges Engagement in der katholischen Kirche wurde er später in den Freiherrenstand erhoben. Im Jahr [[1884]] verlieh Papst Leo XIII. dem &#039;&#039;&amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;&#039;&#039; für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, &#039;&#039;&amp;quot;als auch für die Verdienste seiner Vorfahren&amp;quot;&#039;&#039;, die erbliche römische Baronie und ernannte ihn zum Kollar-Ritter des päpstlichen Piusordens. Als persönliches Geschenk des Papstes erhielt er eine Kreuz-Reliquie (Kreuzpartikel). Baron Franz de Paula III. starb im darauffolgenden Jahr ([[1885]]) auf seinem Jagdgut und wurde in [[Bad Ischl]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronin Amélie von Hagenauer mit Kindern.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer mit ihren Kindern Baronesse Mathilde und Baron Simon, 1882]] Der [[1852]] geborene Simon (II.) von Hagenauer übersiedelte 1870 mit seinen Eltern und Geschwistern von Linz nach Wien. Durch seine Passion des Jagens und Bergsteigens wurde Simon bereits mit 17 Jahren 1869 Mitglied des (1862 gegründeten) Oesterreichischen Alpenvereins. In der &amp;quot;Wiener Abendpost&amp;quot; (1. Sep. 1875) &#039;&#039;&amp;quot;schilderte Herr Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstodern an der oberösterreichisch-steiermärkischen Grenze&amp;quot;&#039;&#039;. [[1872]] leistete Simon II. seine Präsenzdienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger in dem k.u.k. Niederösterreichischen Dragoner-Regiment „Friedrich August König von Sachsen“ Nr. 3, bei den sogenannten 3er-Dragonern. Dort befreundete er sich mit dem ebenfalls in Offiziersausbildung stehenden Max Wladimir von Beck. Der spätere österreichische k.k. Ministerpräsident (1906 - 1908) Max Wladimir Freiherr von Beck war nicht nur ebenso streng katholisch wie Baron Simon II., sondern mit ihm auch über die Triester Linie der Hagenauer (seine Mutter war Ersilia Caecilia Baronin von Beck, née von Hagenauer) verwandt. Nach der Militärzeit begann Simon II. Rechtswissenschaften zu studieren. Nach Beendigung des Jusstudiums hatte er [[1878]] die ebenfalls aus streng katholischem und sehr wohlhabendem Haus stammende Französin Amélie (Tochter des August Thomas und der Mathilde Rebattu) im Wiener Stephansdom geheiratet. Amélies Vater (aus einer seit den napoleonischen Kriegen in Mailand lebenden Familie französischer Herkunft) war um 1835 noch sehr jung nach Wien gekommen und in das Bankhaus Arnstein &amp;amp; Eskeles eingetreten. Später gründete er ein eigenes Bankhaus, das er jedoch im Zuge des Börsenkrachs von 1873 wieder aufgelöst hatte. Schließlich wurde er (auf Grund seiner Freundschaft mit Heinrich Freiherr von Pereira-Arnstein und Freiherr von Eskeles) Direktor der Staats- und Südbahn, wo er 1874 auch die &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot; (eigene Luxuszüge wie z.B. den Orient-Express) einführte. In Wien wurden seine zwei Kinder Alfred (später mit Baronesse von Pitha vermählt, Tochter des Freiherrn Franz von Pitha und Emilia Barter) und Amélie (später mit Baron von Hagenauer vermählt) geboren. Amélie wurde im Wiener Stephansdom getauft, wobei die musikbegeisterte Mäzenin Wilhemina Freiin von Brentano-Cimaroli (spätere Freifrau von Eskeles) ihre Taufpatin war. Amélies Vater Auguste (aus einer ursprünglich Dijon´er Familie stammend), unter dessen Vorfahren sich auch der französische Komponist Jean-Philippe Rameau (* 1683 Dijon, † 1764 Paris) befand, spielte ausgezeichnet Klavier und Violine und war mit einer großen Anzahl von Musikern wie Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach und anderen sehr eng befreundet, von denen er manchen ein Mäzen war. Viele dieser Musiker hatten französische oder italienische Wurzeln. Von diesen Freundschaften zeugt eine Sammlung signierter Lithographien vieler Komponisten und Opernsänger, sehr frühen Fotografien (ab 1840) und erhaltenen Briefen, wobei etliche dieser Musiker auch die als &amp;quot;legendäre Schönheit&amp;quot; bezeichnete Tochter Amélie verehrt haben sollen. Aus späterer Zeit haben sich fünf großformatige Ölportraits des mit der Familie befreundeten Malers Ernst Lafite (ebenfalls französischer Abstammung) erhalten, die Simon (II.) Baron von Hagenauer und seine Frau Amélie (geb. Thomas), ihren Bruder Alfred Thomas (mit Baronesse von Pitha verehelicht) sowie ihre Eltern August und Mathilde Thomas (geb. Rebattu) zeigen. Neben der Leidenschaft zur Kunst und Musik verband die beiden Familien Hagenauer und Thomas aber eine ebenso die Leidenschaft zur Jagd und eine tiefe Religiosität in ihrem katholischen Glauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baronesse amelie de hagenauer.jpg|miniatur|Amélie Baronin von Hagenauer, Audienz bei Papst Leo XIII. 1888]] Simon (II.) Baron von Hagenauer hatte von seinem Vater Franz de Paula (III.) drei Leidenschaften übernommen, die Jagd, das Bergsteigen und die Religiosität im katholischen Glauben. Die Jagdleidenschaft führte Simon unter anderem auch nach Algerien und Tunesien zu einem französischen Verwandten, während er sich durch seine Religiosität bis an sein Lebensende stark in der katholischen Kirche engagieren sollte. Als römischer Baron nahm er oft an der jährlichen Audienz des Papstes für die Patrizier und Adeligen der Stadt Rom („aristocrazia nera“) teil. Seit 1887 war Simon II. Mitglied des katholischen &amp;quot;Bonifatius-Verein&amp;quot;s. Über viele Jahre hinweg übernahm er auch die persönlichen Überbringung der jährlichen Kollekte des &amp;quot;Peterspfennigs&amp;quot; an den Papst im Vatikan. Im Jahr [[1889]] wurde Baron von Hagenauer von Papst Leo XIII. &#039;&#039;&amp;quot;für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion&amp;quot;&#039;&#039; zum Ritter des  Gregorius-Ordens ernannt und ihm der Gregorius-Orden (Großkreuz) verliehen. Dieser päpstliche Ritterorden war eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes an Laien. Viele von Simons Freunden und Bekannten waren katholische Publizisten, Politiker oder Sozialreformer. Der heute bekannteste davon war sein entfernter Cousin Karl Freiherr von Vogelsang, der geistige Begründer der &amp;quot;Christlichsozialen Bewegung&amp;quot;. Ihn traf er bei den sogenannten &amp;quot;Enten-Abenden&amp;quot; in Wien, oder Vogelsang besuchte Hagenauer auf dessen Landsitz. Baron von Hagenauer war ebenso Mitglied eines kleinen exklusiven antimassonischen Kreises, in dem sich die führenden Mitglieder katholischer Laienorganisationen der österreichischen Monarchie befanden. In diesem Kreis arbeiteten der Dominikanerpater Paulus (Ritter von) Toggenburg und der Jesuitenpater Franz Xaver (Graf) Widmann, der Redacteur (katholischer Publikationen) Karl Koller, der Vizebürgermeister von Wien Dr. Josef Porzer, sowie folgende Mitglieder: [[Carl Graf Chorinsky]], Nikolaus Moriz Graf Esterházy, Viktor Freiherr von Fuchs, Josef Alex. Freiherr von Helfert, Emerich Graf Hunyady, Friedrich Graf Schönborn, [[Schwarzenberg, Fürsten|Johann Erbprinz von und zu Schwarzenberg]], Ernst Graf Sylva-Tarouca, Koloman Graf Széchenyi, [[Wolkenstein|Wilhelm Graf Wolkenstein]] und Ferdinand Graf Zichy. Dieser antimassonische Kreis hatte es sich zum Ziel gemacht, die &#039;&#039;&amp;quot;Geschichte und Wirksamkeit der Freimaurerei&amp;quot;&#039;&#039; in der österreichischen Monarchie zu beleuchten. 1892 wurde Baron Simon Mitbegründer der &amp;quot;Österreichischen Leo-Gesellschaft&amp;quot;, dessen Ziel die Förderung von Wissenschaft und Kunst auf katholischer Basis war. Schließlich wurde Hagenauer noch Vizepräsident des 1905 gegründeten &amp;quot;Österreichischen Pius-Vereins&amp;quot;, dessen Hauptaufgabe die Stärkung der katholischen Presse war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich hatte Baron Simon (II.) die Geschäfte seines Vaters übernommen, den Direktorenposten der 1831 in Triest gegründeten Versicherungs-Anstalt &#039;&#039;Riunione Adriatica di Sicurtà&#039;&#039; (heutige RAS  Holding) in Wien, wo er ebenfalls im Bereich kirchlicher Versicherungs-Angelegenheiten tätig war. Er reiste beruflich öfters nach Triest und nach Görz (Gorizia), wohin er und seine Geschwister bereits früher den Vater (Franz d.P.III.) begleitet hatten. Dort besuchte Simon auch seine Triester Verwandten, mit denen sein Onkel, der Marinekommandant Admiral Freiherr von Spaun, privaten sowie beruflichen Kontakt pflegte. In Triest selbst hatte Admiral Hermann Freiherr von Spaun 1892 die 30 Jahre jüngere Emma Lobmeyr aus der Wiener Glas-Dynastie Lobmeyr geheiratet. Emma Lobmeyr (spätere Emma Freifrau von Spaun) pflegte in Wien mit einem Geparden an der Leine spazieren zu gehen, den ihr 1883 Hermann von Spaun aus Brasilien mitgebracht hatte. Dr. Simon (II.) Hagenauer unternahm viele Reisen mit der damals im Aufschwung befindlichen Eisen-Bahn. Sein Schwiegervater Auguste Thomas, Direktor der Staats- und Südbahn und der österreichischen &amp;quot;Compagnie Internationale des Wagons-Lits&amp;quot;, hatte ihm hierfür häufig eigene Abteile sowie manchmal auch einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Die Reisen (oft mit Familie) führten in öfters nach Triest, Görz (Gorizia), Rom oder Paris, ebenso oft aber auch nach Venedig und München, wohin seine beiden Schwestern geheiratet hatten. Ein anderes beliebtes Ziel für Baron Hagenauer war immer wieder die Villa Spaun seiner Großeltern am Traunsee, wo er die Sommer seiner Jugend mit jagen, reiten und segeln verbracht hatte, wofür ihn seinerzeit sein bereits im Dienst der k.k. Marine stehenden Onkel Hermann (Freiherr von Spaun) begeistern konnte. Später besaß er auch Rennpferde. Simon stand auch in regem Kontakt mit dem Abt des Salzburger Stiftes St. Peter [[Willibald Hauthaler]], der sich als Historiker und Regestenforscher sehr für die Familiengeschichte der Hagenauer interessierte und die Hagenauer auf Grund seiner Urkundenforschung einer Seitenlinie der [[Grafen von Plain]] zuordnete. Nachdem Simons Frau Amélie 1908 in Wien gestorben war, verbrachte Baron Hagenauer mit seinen Kindern die meisten Sommermonate im Schloss Pinkafeld in Ungarn (heute Burgenland). Dort kurierte er sich auch nach einem körperlichen Zusammenbruch wegen Überarbeitung aus, und blieb auf dem neu erbauten Schloss seines Jagdtgefährten und Freundes Graf Thurn und Taxis (Batthyány-Taxis) beinahe ein halbes Jahr. Baron Simon (II.) starb im Jahr [[1920]], doch mit seinem 1881 geborenen Sohn Simon (III.), sowie dessen Schwestern Mathilde (* 1880) und Sabine (* 1890), setzte sich die Wiener Linie fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wiener Linie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold von Hagenauer.gif|miniatur|Arnold von Hagenauer, (* Linz 1871, † Wien 1918)]] Nach Wien war auch ein Cousin des Simon II. Baron von Hagenauer gezogen, der [[1871]] in Linz geborene Literatur-Kritiker und Schriftsteller [[Arnold von Hagenauer]]. Arnold wurde sehr früh Vollwaise und wuchs bei zwei Tanten auf. In Wien studierte er vorerst Veterinärmedizin, allerdings folgte er bald seinen literarischen Neigungen, die ihn bereits Mitte der 1890er Jahre in die Kreise des jungen Wien führten. Er wurde Redakteur des literarischen Teils der &amp;quot;Ostdeutschen Rundschau&amp;quot; und Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, wobei er stets als &amp;quot;Arnold Hagenauer&amp;quot; publizierte. Seine starke und ursprüngliche Begabung der Schriftstellerei wurde von dem Wiener Dramatiker Ferdinand von Saar und dem vorübergehend auch in München wohnenden Schriftsteller Freiherrn Detlev von Liliencron gefördert. Arnold war ein Erzähler nach dem Vorbild Émile Zolas und Guy de Maupassants. Mit dem kleinen Gedichtbändchen &amp;quot;Illusionen&amp;quot; gab er 1895 sein literarisches Debüt, aber erst durch seinen im Jahr 1900 veröffentlichten Roman &amp;quot;Muspilli&amp;quot; wurde man auf ihn aufmerksam. Arnold blieb unverheiratet, reiste viel und verweilte auch öfters in Salzburg. Neben Buch-Kritiken schrieb er Essays und Romane, darunter auch einen &amp;quot;Salzburger Biedermeier-Roman&amp;quot;. Dieser Salzburger Roman wurde erstmals 1919 als mehrteilige Romanbeilage &amp;quot;Leonhard und Rosa&amp;quot; im [[Salzburger Volksblatt]] veröffentlicht. Arnold starb bereits im Jahr [[1918]] nach einem Unfall in Grinzing (Wien) an Lungenentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1881 bereits in Wien geborene Simon (III.) Baron von Hagenauer war in seiner Jugend ein begeisterter Jäger, Bergsteiger, Segler und Reiter, und besaß in seiner Jugend ein Rennpferd. Nach Absolvierung des Franz-Joseph-Gymnasiums (heutiges Gymnasium Stubenbastei) und des Jus-Studiums in Wien wurde er wie sein Vater Jurist. Im Ersten Weltkrieg war Dr. Simon von Hagenauer Amtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft des damals steirischen Bezirkes Windischgraz (heute okraj Slovenji Gradec in Slovenien). Der Bezirk Windischgraz wurde 1919, nach dem Vertrag von Saint-Germain, dem Königreich Jugoslawien zugewiesen. Danach war Dr. Hagenauer als Bezirkskommisär bei der Landeshauptmannschaft in Graz tätig. Zwischen 1921 und 1926 war der inzwischen zum wirkl. Hofrat ernannte Verfassungsjurist Dr. Simon Hagenauer in der burgenländischen Landes-Hauptmannschaft mit der Ausarbeitung der Gesetze für das jüngst zur Republik Österreich hinzugekommene Bundesland Burgenland betraut worden. Burgenland, das ehemalige Deutsch-Westungarn, war durch den Vertrag von Trianon 1920 an Österreich gefallen. 1921/1922 wechselte Dr. Hagenauer in die Burgenländische Landeshauptmannschaft und wohnte vorerst in einer angemieteten Villa in Bad Sauerbrunn, wo sich der provisorische Sitz der burgenländischen Landesregierung befand. 1921 bis 1924 war er Bezirkshauptmann von Oberpullendorf. Das Burgenland kannte Simon ja bereits von früher, damals allerdings noch als West-Ungarn. Dort war er immer wieder mit seinem Vater und seinen Schwestern bei Gesellschaften und Jagden im Schloss Pinkafeld bei Graf Batthyány-Taxis geladen, der seine Pate und ein enger Freund seines Vaters Simon (II.) gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1924]] heiratete Simon (III.) Baron von Hagenauer die ebenfalls aus sehr religiösem Haus stammende Steirerin Berta Ritter in Graz. Trauzeugen waren sein Grazer Freund Johann Alphons Baron de Quiqueran de Beaujeu, sowie der steiermärkische Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen. Rintelen sollte sich später als oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Person in der Politik der Ersten Republik entpuppen (Kontakte zur Heimwehrbewegung und Konspiration mit den Nationalsozialisten, 1935 von einem Militärgericht wegen Verwicklung in den Putschversuch gegen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß verurteilt). Von 1925 bis 1938 war Hofrat Dr. Simon Hagenauer Abteilungsleiter der Landeskultur- und Gewerbeabteilung am Amt der Burgenländischen Landesregierung. Im Jahr [[1925]] wurde in Wien das erste und einzige Kind der Barone Hagenauer geboren, Wolfgang VI., der bereits seit der dritten Generation der jeweils letzte männliche Nachkomme war. Wolfgang (VI.) wurde von Prof. Heinrich Peham Ritter von Bojernberg (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) entbunden. Heinrich von Peham wurde später durch die Heirat Wolfgangs mit ihm verwandt, Peham war der Großonkel seiner Frau Monika Zacherl (Großmutter geb. Peham). Pate von Wolfgang wurde sein Onkel Ludwig Freiherr von Cornaro, der über die Freiherren von Spaun verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Anschlusses Burgenlands an Österreich 1922 war unter den Verfassungs-Gesetzen Burgenlands, die von Dr. Simon Hagenauer mit ausgearbeitet wurden, das Adelsaufhebungsgesetz jedoch nicht aufgezählt worden. Man wollte aus realpolitischen Gründen die burgenländischen Adeligen pro-österreichisch stimmen. Im Jahr [[1929]] war auch die päpstliche Baronie der Hagenauer durch die Lateranverträge, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien abgeschlossen wurden, als italienischer Adel anerkannt worden. In einem späteren Dekret des Königreichs Italien (König Viktor Emanuel III.) wurde rückwirkend der erbliche Freiherrnstand des &amp;quot;Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo&amp;quot;, mit Ausweitung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechtes mit dem &amp;quot;titolo di barone de Hagenauer&amp;quot;, durch die königliche Consulta Araldica bestätigt. Somit war der Freiherrnstand des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Simon (III.) de Hagenauer und seiner Frau Berta, sowie seiner Geschwister (Mathilde und Sabine), ein italienischer. In dieser Zeit war Berta Baronin von Hagenauer als Leiterin des katholischen Frauenreferates und des Mutterschutzwerkes im Burgenland aktiv und hatte intensive freundschaftliche Kontakte zu anderen politsch und sozial aktiven Frauen, wie zu Franziska Fürstin von Starhemberg (Fanny Starhemberg) oder Leopoldine Miklas (Frau des österreichischen Bundespräsidenten). [[1930]] übersiedelte die Familie nach Eisenstadt, nachdem dort das Gebäude der neuen Landesregierung fertiggestellt worden war. Sicherlich prägend war für den jungen Baron Wolfgang die freundschaftliche Beziehung seiner Eltern zu ehemaligen Ungarn (nun Burgenländer) jüdischer Herkunft, wie zum Weingroßhändler Sándor Wolf oder zum Weingroßhändler Igor Spitzer. Der von Wolf geführte Familienbetrieb, die Weingroßhandlung &amp;quot;Leopold Wolf &amp;amp; Söhne&amp;quot;, war eine der größten in der Donaumonarchie. Ab 1920 entwickelte Wolf eine Sammlerleidenschaft zur Geschichte des Burgenlandes und im Besonderen zur jüdischen Geschichte des Landes. 1926 gründete er das Burgenländische Landesmuseum, welches er im familieneigenen Leinnerhaus (Eisenstadt) untergebracht hatte. 1938 wurde Wolf von der Gestapo verhaftet, mußte auf sein Vermögen und seine Kunstsammlung verzichten, und konnte über Triest nach Palästina fliehen. Auch Herr Spitzer, der mit einer Katholikin verheiratet war, wurde 1938 enteignet und versteckte sich bis Kriegsende in Wien, wobei er von den befreundeten Hagenauern unterstützt worden war. In der NS-Zeit sollte Baronin Berta von Hagenauer auch Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon III. Baron von Hagenauer.jpg|miniatur|Simon III. Baron von Hagenauer, (* Wien 1881, † Wien 1940)]] [[1937]] wurde der Verfassungsjurist Baron Simon III., für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, nach dem Erstarken der Nationalsozialisten in der österreichischen Regierung, auf Grund seiner &amp;quot;untragbaren Gesinnung&amp;quot; seines Amtes enthoben und vorerst ohne Pensionsanspruch aus dem Staatsdienst entlassen. Er kehrte mit seiner Familie nach Wien zurück und erkrankte schwer. Sein Sohn Wolfgang hatte für ein Jahr das katholische Internat Marieninstitut in Graz besucht und war ab 1937 im (1553 gegründeten) Akademischen Gymnasium in Wien. Nach dem &amp;quot;Anschluss&amp;quot; und dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich [[1938]], waren alle ca. 1400 katholischen Privatschulen, Heime und Bildungsinstitute in Österreich geschlossen worden. Viele neue Mitschüler Wolfgangs stammten nun aus aufgelösten katholischen Gymnasien, wie dem Schottengymnasium, dem Kollegium Kalksburg oder dem Gymnasium &amp;quot;Theresianische Akademie&amp;quot;, sowie aus dem Institut der Wiener Sängerknaben. Mit manchen seiner neuen Mitschüler (v. Brandis, v. Chavanne, v. Hanau-Hořovice, Kosak, Mucnjak, v. Klezl-Norberg, Vogl, etc.) sollte er bis zum Lebensende in freundschaftlicher Verbindung stehen. 1938 sollte sich auch im Akademischen Gymnasium bald vieles für den streng katholisch erzogenen Wolfgang und seine Mitschüler ändern. An Stelle des Morgengebetes und dem damals üblichen Gruß &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;, mußten die Schüler den eintretenden Lehrer mit dem &amp;quot;Hitlergruß&amp;quot; begrüßen, die Kreuze wurden in den Klassenzimmern abgehängt und alle verbliebenen jüdischen Mitschüler (immerhin 43 Prozent) wurden von der Schule verwiesen. Die Schulkapelle wurde geschlossen und der allgemeine Druck gegen Katholiken wurde auch für die Schüler immer spürbarer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1940]] verstarb jedoch Wolfgangs Vater, Simon Baron von Hagenauer, in Wien. So wurde der vierzehnjährige Wolfgang in die Schweiz auf das St. Gallener Internat &amp;quot;Institut auf dem Rosenberg&amp;quot; gesandt, um ihn dem Wunsch seines verstorbenen Vaters entsprechend der NS-Propaganda und dem Antikatholizismus zu entziehen. Mitten im Zweiten Weltkrieg besuchten Schüler aus 18 verschiedenen Nationen (wie Amerikaner, Engländer, Italiener, Russen, Dänen, Ungarn, Deutsche, Österreicher, Schweizer etc.) dieses internationale schweizer Internat. Die meisten seiner lebenslangen Freunde stammten aus dieser für Baron Wolfgang (VI.) stark prägenden Schweizer Zeit. Dort befreundete er sich auch mit den drei Brüdern Andréewitch, die russischer Abstammung waren, und von denen einer später seine Cousine in Wien heiraten sollte. Während eines Urlaubs im Dezember 1943 in Wien war Wolfgang Hagenauer auf Grund eines nach Berlin gesandten Spitzelberichtes, &#039;&#039;&amp;quot;Hagenauers politische Einstellung entspräche nicht nationalsozialistischen Intentionen und er verkehre in St. Gallen mit Juden&amp;quot;&#039;&#039;, die Ausreise aus dem &amp;quot;Deutschen Reichsgebiet&amp;quot; verboten worden. Kurz darauf erhielt er die Einberufung zur Stellung. Nachdem somit seine Rückreise in das schweizer Internat unmöglich geworden war, legte Wolfgang die Matura gezwungenermaßen auf &amp;quot;deutschem Boden&amp;quot; im Benediktinergymnasium des Klosters Ettal (Garmisch-Partenkirchen, Bayern) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Berta Baronin von Hagenauer.jpg|miniatur|Berta Baronin von Hagenauer, (* Graz 1903, † Wien 1972)]] Während der Abwesenheit ihres Sohnes Wolfgang (in der Schweiz, in Deutschland und Italien) hatte Baronin Hagenauer öfters Jüdinnen geholfen und auch in ihrer Wiener Wohnung versteckt. Ebenso hatte sie immer wieder als Bridge-Abende getarnte Treffen ehemaliger österreichischer Politiker (spätere Gründungsmitglieder der ÖVP) organisiert, die im Widerstand arbeiteten. Unter diesen befanden sich auch Lois Weinberger (später Vizebürgermeister von Wien), Leopold Figl (später Bundeskanzler) und Felix Hurdes (später Unterrichtsminister und Nationalratspräsident). Man plante dort den Widerstand gegen das NS-Regime und die Zukunft Österreichs nach Beendigung des Krieges. Die geheimen Treffen wurden aber von der Gestapo entdeckt und [[1944]] wurde die verwitwete Baronin Hagenauer als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers in Wien wegen „Hochverrats“ von der Gestapo verhaftet und inhaftiert. Sie überlebte die Gefangenschaft trotz Folter und erlittener Herzinfarkte, von denen sie sich nie mehr ganz erholen sollte. Ihr gelang nach einem Bombentreffer des Gefängnis-Gebäudes Anfang April [[1945]] aus diesem zu fliehen und mit Hilfe von Freunden die letzten Kriegstage in einem Spital unterzutauchen. Dort wurde sie in den folgenden Monaten auf ihre in Gefangenschaft erlittenen Infarkte behandelt. Aus der Familie selbst war aber nicht nur Wolfgangs Mutter von den Nationalsozialisten verhaftet worden, sondern auch Wolfgangs Onkel Adolf Proksch. Dr. Adolf Proksch, Ehemann seiner Tante Sabine (geb. Baroness von Hagenauer), war als ehemaliger Finanzberater des Bundeskanzlers Kurt von Schuschnigg gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen verhaftet und als &amp;quot;Hochverräter&amp;quot; mit dem ersten österreichischen „Prominenten-Transport“ 1938 ins KZ Dachau gebracht worden. &#039;&#039;&amp;quot;Das Schicksal von Proksch war besonders tragisch-grotesk: Wegen der zufälligen Namensgleichheit mit dem „Reichstreuhänder der Arbeit“, Proksch, wurde er 1945 gleich nach der Befreiung von den Amerikanern wieder eingesperrt.&amp;quot;&#039;&#039; Ein weiteres Familienmitglied der Hagenauer, Ministerialrat Max Vladimir Freiherr von Allmayer-Beck, wurde im Februar 1940 als Mitglied des katholisch-konservativen Lagers von der Gestapo verhaftet (Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien). Dem Sohn von Hersilie Freifrau von Beck, geborene von Hagenauer der italienischen Linie, warf man legitimistische Betätigung (Standpunkt der Unabsetzbarkeit des K.u.K. Herrscherhauses) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944, gleich nach seiner Matura in Bayern, inskribierte Baron Wolfgang Medizin an der Universität in Wien. Er wurde danach sofort zur Wehrmacht nach Augsburg eingezogen. Nach einer kurzen Ausbildung zum Fliegerfunker in München wurde er nach Novi Ligure (Provinz Alessandria) in Norditalien verlegt. Dort entkam er mit Hilfe des italienischen Bauern Andrea Cerai, mit dem er sich angefreundet hatte, und der ihn zu den Partisanen brachte. Baron von Hagenauer schloss sich Widerstandskämpfern (Resistenza) der Brigata Val Lemme-Capurro an. Bei den italienischen Partisanen leistete er in den Bergen Liguriens (Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das faschistische und das [[NS]]-Regime. Unter dem Decknamen &amp;quot;Piccin(o)&amp;quot; (der Kleine), obwohl oder weil er über 1,90 m groß war, kämpfte er an der Seite einer christlich-demokratischen Widerstandsgruppe, unter denen sich auch Familienmitglieder berühmter italienischer Geschlechter wie der Grafen Spinola oder der Grafen Gramatica befanden. Die Wehrmachtsjustiz ging mit erbarmungsloser Härte gegen so genannte Fahnenflüchtige vor, wobei 22.750 zum Tode verurteilt wurden und man viele noch in den letzten Kriegstagen umgebracht hatte. Nach dem Ende des Krieges verbrachte Baron Wolfgang einige Zeit auf dem Castello di Tassarolo bei der Familie seines Freundes Marchese Paolo Spinola (der später Filmregisseur werden sollte). Danach wurde er als ehemaliger Partisane bei der U.S.Army beim Kommando der 88. Division (den sogenannten „blue devils“) eingesetzt. Schließlich verbrachte er auf Grund einer schweren Hepatitis einige Zeit in einem Spital in Bozen, wobei sich sein Jugendfreund Graf von Brandis immer wieder um ihn kümmerte, da dessen Eltern im nur 25 km entfernten südtiroler Lana (südlich von Meran) Besitzungen hatten. 1946 kehrte Baron von Hagenauer mit einem Gefangentransport nach Graz zurück. Von dort reiste er mit Hilfe des mit der Familie befreundeten Grazer Politikers Dr. Alfons Gorbach (spätere Bundeskanzler) nach Wien, der mit Wolfgangs Onkel Dr. Adolph Proksch ebenfalls mit dem „Prominententransport“ im KZ Dachau und KZ Flossenbürg inhaftiert gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv mit alten wertvollen Urkunden etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde 1951, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1955]] tausende Flüchtlinge vor dem Ungarnaufstand aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, organisierte er Sammlungen für ungarische Flüchtlingskinder. Auch chauffierte er etliche Flüchtlinge mit einem von seinem Cousin Dr. Proksch geborgten Diplomaten-Auto aus dem Auffanglager Eisenstadt nach Wien, wo er mit Freunden (u.a. Dr. Otto Hartig) die Unterbringung von Flüchtlingen in einem geistlichen Altersheim, sowie in seinem Freundes- und Bekanntenkreis organisiert hatte. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Großvater, der streng katholisch gesinnte Johann Zacherl, war einer der wenigen christlich sozial orientierten Unternehmer gewesen. Er hatte ebenso stolz wie auch andere Millionäre um 1900 in Wien, z.B. Nikolaus Dumba, Josef Lobmeyer, Josef Werndl oder Moritz Zweig, den ihm angebotenen Adelstitel abgelehnt. Johann Evangelist Zacherl war ebenso einer der größten und wichtigsten Förderer der &amp;quot;österreichischen katholischen Leogesellschaft&amp;quot; gewesen, die wiederum Simon II. Baron von Hagenauer (Wolfgangs Großvater) 1892 mitbegründet hatte. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten die Familien Hagenauer und Zacherl ähnliche Schicksale auf Grund ihres katholischen Glaubens. Monikas Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie auch Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter (nobiluomo) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der &amp;quot;Ornithologischen Gesellschaft Österreich&amp;quot;s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* alle Quellenangaben siehe Hauptartikel [[Hagenauer]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Person (Familie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mönchsberg</name></author>
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