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	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wallfahrtskirche_St._Leonhard_ob_Tamsweg&amp;diff=84146</id>
		<title>Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg</title>
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		<updated>2009-01-27T22:47:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: /* Quelle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Tamsweg&#039;&#039;&#039; im [[Lungau]] wurde ab [[1430]] von Baumeister [[Peter Harperger]] aus [[Salzburg]] gebaut. Sie ist einer der ganz wenigen rein gotischen Sakralbauten im Lande Salzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Leonhard_06.jpg|thumb|Die Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
{{googlemapsort|5580+Tamsweg-Sankt_Leonhard+Murgasse}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Leonhard_05.jpg|thumb|Der befestigte Eingang zum Kirchenbezirk]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Leonhard_04.jpg|thumb|Der Hauptaltar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[1421]] setzte mit dem Verschwinden und einer wundersamen Wiederfindung einer Leonhardsfigur am Fuße des Schwarzenberges bei [[Tamsweg]] eine Wallfahrtsbewegung ein. Sie führte 1421 zum Bau der Wallfahrtskirche, einem gotischen Bauwerk, das eine sehenswerte Innenausstattung und schöne Glasfenster hat. Am [[20. September]] [[1433]] wurde die Wallfahrtskirche von [[Bischöfe von Chiemsee|Bischof Johann Ebser von Chiemsee]] geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst vor den beginnenden Türkeneinfällen in der zweiten Hälfte des [[15. Jahrhundert]]s erhielt die Kirche eine Befestigungsmauer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[1434]] ist die Bruderschaft an der Wallfahrtskirche nachgewiesen, die [[1989]] eine Wiederbelebung erfuhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochaltar der Wallfahrtskirche stammt vom Salzburger Bildhauer [[Jakob Gerold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der hl. Leonhard==&lt;br /&gt;
Er lebte im [[6. Jahrhundert]] als Einsiedler in Noblat bei Limoges (Zentralfrankreich), wo er der Königin als Geburtshelfer beistand. Er kümmerte sich von Jugend an um die Betreuung von Menschen, die in Kerkern saßen. Daher zeigen ihn alle Abbildungen mit einer Kette in der Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schutzpatron====&lt;br /&gt;
Er ist der Schutzpatron der Bauern, Stallknechte, Ställe, des Viehs und der Pferde sowie für alle Bauernanliegen, der Schlosser, Schmiede, Fuhrleute, Lastenträger, Böttcher, Obsthändler und Bergleute, der Wöchnerinnen und für eine gute Geburt, der Gefangenen, gegen Kopfschmerzen und Geisteskrankheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erreichbarkeit==&lt;br /&gt;
Von der Umfahrungsstraße zweigt in der Nähe des Bahnhofes eine kleine, schmale und steile Straße ab zur Wallfahrtskirche. Nicht geeignet für Busse. Zu Fuß geht man etwa 30 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
* [http://www.tamsweg.at/index.cfm/DICEID/9/LGID/1/PGID/246/Wallfahrt Wallfahrtskirche St. Leonhard]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
Alle Bilder im Kircheninneren wurden aus Rücksicht auf die Kostbarkeiten ohne Blitz fotografiert, teilweise mit Langzeitbelichtung und sind daher eventuell etwas unscharf:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Leonhard_03.jpg|Blick vom Hauptaltar in den hinteren Teil der Wallfahrtskirche&lt;br /&gt;
Bild:Leonhard_02.jpg|Das Deckengewölbe im hinteren Teil&lt;br /&gt;
Bild:Leonhard_01.jpg|Blick durch das Portal zum Mesnerhaus&lt;br /&gt;
Bild:Leonhard_07.jpg|Das Portal von außen gesehen&lt;br /&gt;
Bild:Leonhard_08.jpg|Eín interessantes Detail: eine Jesuskinddarstellung?&lt;br /&gt;
Bild:Leonhard_09.jpg|Türknauf des Eingangstores&lt;br /&gt;
Bild:Leonhard_10.jpg|Das Leben des hl. Leonhard in Bildern&lt;br /&gt;
Bild:Leonhard_11.jpg|Eines der wertvollen Glasfenster&lt;br /&gt;
Bild:Leonhard_12.jpg|Das Kreuz über dem Hauptaltar, man beachte den Totenkopf und die Knochen zu Füßen von Jesus!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lungau|St. Leonhard bei Tamsweg, Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche|St. Leonhard bei Tamsweg, Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)|St. Leonhard bei Tamsweg, Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche (Geschichte)|St. Leonhard bei Tamsweg, Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wallfahrtskirche|St. Leonhard bei Tamsweg, Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit|St. Leonhard bei Tamsweg, Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wallfahrt|St. Leonhard bei Tamsweg, Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburgs Schätze|St. Leonhard bei Tamsweg, Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus|St. Leonhard bei Tamsweg, Wallfahrtskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tamsweg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lungau1963</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Sauschneider&amp;diff=78551</id>
		<title>Sauschneider</title>
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		<updated>2008-11-24T13:38:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: /* Sauschneiderberechtigung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Sauschneider&#039;&#039;&#039; waren ein Berufszweig der sich mit der Kastration von in der Viehzucht gehaltenen Tieren beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Heimat der Sauschneider ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sauschneider_Schwein.jpg | right| Lungauer Sauschneider beim kastrieren]]Mitten im Herzen Österreichs liegt umringt von den [[Radstädter Tauern|Radstädter]] und [[Schladminger Tauern]] sowie den [[Nockberge]]n der [[Lungau]]. Die Trennung vom [[Bundesland Salzburg|Land Salzburg]] und [[Kärnten]] durch die natürlichen Barrieren prägte die Bewohner des Lungauer Hochplateaus und beeinflusste ihr Leben. Größtenteils lebte die Bevölkerung sehr bescheiden von der kargen Landwirtschaft, die wegen des rauen Klimas kaum Getreideanbau zuließ. Deshalb konzentrierten sich die Lungauer Bauern auf die Viehzucht, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und viele Männer gingen zusätzlich einem Nebenerwerb nach. Die eigene Viehzucht machte sie zu erfahrenen Viehkastrierern, und ihre Fähigkeiten in der „Viehschnittkunst“ ließ die Bauern auch außerhalb des Lungaus zu gefragten Männern werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mit der Haltung von Tieren begann aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Viehschneiderei. Hinweise findet man immer wieder wie zum Beispiel auf einer Silbermünze aus Makedonien, deren Prägung bereits 500 Jahre vor Christus eindeutig ein Ochsengespann zeigt oder auf einem Holzschnitt von [[1518]], worauf ein Viehschneider bei der Kastration eines Bullenkalbes zu sehen ist. Angefangen mit einer Urkunde des [[Pfleggericht Moosham|Pfleggerichts Moosham]] von [[1752]] findet man im Bürgerbuch des Marktes [[Tamsweg]], dem Pfarrarchiv, im Notelbuch sowie in der Registratur des [[Bezirksgericht Tamsweg|Bezirksgerichtes Tamsweg]] ab der Mitte des [[17. Jahrhundert]]s Aufzeichnungen über die Lungauer Sauschneider. Eine Scherzfrage beantwortet die Frage: „Wer ist älter? Die Viehschneider oder die Christenheit?“ mit folgender - bezeichnender - Antwort: „Ganz klar: die Viehschneider! Denn an der Krippe vom Jesuskind standen im Stall ein Esel und ein Ochse.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sauschneider und ihre Kunst ==&lt;br /&gt;
Die Sauschneider und ihre Fertigkeiten beeindruckten auch die damaligen Künstler, die sie in ihren Werken unvergesslich machten. Bedeutende Rollen haben die Sauschneider im Wiener Theater und auch in der klassischen Musik bekommen. Ein Klavierstück trägt den Titel „Acht Sauschneider müassen´s seyn“ und wurde von [[Johann Michael Haydn]] [[1765]] erschaffen. [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verwendete Teile dieses Stücks, dem so genannten Ständelied, in seinem „Gallimatthias Musicum“. Der Komödiant Anton Stranitzky stammte selbst aus der Lungauer Nachbarschaft, der [[Steiermark]] und ließ die gesellige, humorvolle Art der Sauschneider in die „Wiener Hanswurst Spiele“ einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Vorteile der Kastration ==&lt;br /&gt;
Die Kastration war bei den Nutz- und Haustieren ein beliebter Weg die Tiere umgänglicher zumachen und die Vermehrung zu kontrollieren. In Folge der Kastration verlieren die Schweine ihren typisch strengen Eigengeruch. Das verbessert geschmacklich die Fleischqualität. Ein weiterer Vorteil ist die schnellere Gewichtszunahme. Alle kastrierten Tiere - weibliche wie männliche - werden ruhiger und erhalten eigene Namen: Hennen werden zu Poularden, Hengste zu Wallachen, Stiere zu Ochsen, der Widder zum Hammel, der Ziegenbock zum Schnitzbock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kastration ==&lt;br /&gt;
Männliche Tiere wurden von den Sauschneidern blutig oder unblutig kastriert. Bei der  blutigen Entnahme der Fortpflanzungsorgane erfolgt ein Schnitt in den Hodensack, anschließend werden die Hoden entfernt. Durch Quetschung des Samenstranges mit Zangen oder durch Abschnürung des ganzen Hodensackes wird die unblutige Kastration durchgeführt. Bei weiblichen Tieren muss immer der Bauchraum geöffnet werden, damit die Eierstöcke nach dem Durchtrennen der Eileiter entfernt werden können. Erst seit [[1979]] ermöglicht ein Bescheid, dass Kastrationen unter örtlicher Betäubung von den Sauschneidern vorgenommen werden dürfen. Vorher erleichterte den Tieren nur ein sehr rasches und geschicktes Arbeiten der Kastrierer die Schmerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gai ==&lt;br /&gt;
Bis zu 400 Sauschneider zogen früher vom Lungau aus, um ihre Arbeit zu verrichten. Damit sie sich nicht gegenseitig in die Quere kamen, waren ihre Arbeitsgebiete in „Gaie“ eingeteilt. Dahinter steckt das Wort „Gau“ wie es auch in Lungau zu finden ist und es impliziert, dass ihr persönliches Arbeitsgebiet genauso stark umgrenzt und geschützt sein sollte, wie der Lungau. Heute heißt das wohl Gebietsschutz. Ihren Gai vererbten oder verkauften die Sauschneider weiter. Knapp Tausend Schweine, bis zu 200 Hengste, 400 Stiere und jede Menge kleinere Tiere konnte ein guter Gai an Jahresarbeit bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsstätten ==&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider gingen ihrer Arbeit in sämtlichen Ländern der Ungarischen Monarchie und in Teilen des Deutschen Reiches nach. In [[Bayern]], Mähren, Sachsen, der Pfalz und Ungarn wurde ihr Können geschätzt. Schon damals gab es für Reisende, die in einem anderen Land arbeiten wollten, gewisse Regeln zu beachten. So mussten zum Beispiel Sauschneider ungarische Sprachkenntnisse nachweisen, das sollte ungarische Kastrier vor Konkurrenz schützen. Aber findige Lungauer lernten kurzerhand ungarisch oder ließen ihre Söhne direkt in Ungarn die Sprache erlernen. Auch im eigenen Land sollte den Lungauer Sauschneidern das Ausüben ihres Berufes durch ein kaiserliches Patent von [[1775]] erschwert werden. Allerdings ohne allzu großen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sauschneiderberechtigung ==&lt;br /&gt;
[[Bild: Sauschneider_Congress.jpg | right | Behördliche Bewilliigung]]Um zu gewährleisten, dass die Tiere so gut wie möglich kastriert werden, sprich möglichst komplikations- und schmerzfrei, musste man, um eine Zulassung als Sauschneider zu erhalten, eine Ausbildung absolvieren. Das war schon [[1786]] Voraussetzung für eine Bewilligung. [[1924]] schrieben die Behörden eine Lehre bei einem erfahrenen Viehschneider vor. Zuerst durfte der Lehrling seinen Lehrer drei Jahre lang nur begleiten, bevor er nach einem weiteren 2-jährigen Praktikum eine Prüfung ablegen konnte. Das theoretische und praktische Wissen aus fünf Jahre Ausbildungszeit wurde vom Amtstierarzt  unter Zeugen abgefragt und bei einer männlichen und weiblichen Tierkastration überprüft. Erst dann war man ein offizieller Viehschneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorschriften ==&lt;br /&gt;
Zusätzlich zur erfolgreich abgelegten Prüfung brauchte der Sauschneider auch sein eigenes Arbeitsgebiet, seinen  Gai und er musste sich vor Arbeitsbeginn beim Amtstierarzt und auch bei der Gemeinde melden. Arbeitsverbote wurden zugelassenen Viehschneidern in der Regel allerdings nur verhängt, um eventuelle Krankheiten und Seuchen nicht von Hof zu Hof zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markenzeichen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Sauschneider_Adlerflaum.jpg‎ | right | Adlerflaum am Sauschneiderhut]]Die Kleidung der Sauschneider war ihre Visitenkarte. Während ihrer Dienstreisen sollte man schon von weitem ihre Kompetenz und ihren Beruf erkennen. Zusätzlich musste die Kleidung genügend Schutz vor beißenden, ausschlagenden Tieren gewähren und durfte trotzdem nicht die Bewegungsfreiheit einschränken, die für die Kastration wichtig ist. Dazu trugen die Sauschneider Lederhosen, später Ledergamaschen und –stiefel.  Ein Arbeitsschurz in blau schützte vor Verschmutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider hatten als eindeutiges Erkennungsschild einen weißen Adlerflaum an den Hut gesteckt, die manchmal mit einem Truthahnflaum ersetzt wurde, wenn kein Original zur Hand war. Dank dieses unverkennbaren Markenzeichens, konnten die Bauern die Sauschneider sofort ausmachen. Mit „Austrommeln“ oder Ausrufen mussten die Sauschneider selten nachhelfen, um Aufträge zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitszeiten ==&lt;br /&gt;
Dauer und Zeitpunkt der Ausübung ihres Nebenerwerbs, der Sauschneiderei, richtet sich nach dem Lebensablauf auf dem heimatlichen Hof und der Witterung. Erntezeit machte die Sauschneider daheim unabkömmlich und Kälte war nicht gut für die Wundheilung bei den Tieren. Heute wie damals beeinflusst das Pendeln zwischen Arbeitsstätte und Zuhause das Familienleben massiv. Sorgen um den auswärtsarbeitenden Mann, die alleinige Verantwortung um das Wohlergehen von Hof und Kindern verlangte auch den Frauen der Sauschneider einiges ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreichischer Viehschneiderverein ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hauptartikel: [[Österreichischer Viehschneiderverein]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[15. Jänner]] [[1922]] wurde in [[St. Michael im Lungau]] der „Österreichische Viehschneiderverein“ gegründet. Mit diesem Verein wollten sich die Viehschneider gegen Existenzbedrohende Schwierigkeiten schützen, vor allem Pfuscher machten den ausgebildeten Sauschneidern das Leben schwer. Strikte Bestimmungen für die Ausbildung und Ausübung sowie die Durchsetzung und Vertretung der Interessen der österreichischen Viehschneider waren die Ziele. Als großen Erfolg konnte der Verein die Errungenschaft der gesetzlichen Erlaubnis, als Viehschneider auch lokale Betäubung einsetzen zu dürfen, verbuchen. Nach 60-jährigem Bestehen waren die Bedürfnisse nach einem Viehschneiderverein vorerst gestillt und der Verein löste sich auf. Im [[Lungauer Landschaftsmuseum]] werden die Schriftstücke  und Gegenstände aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[8. Dezember]] [[2007]] fand das große Heimkehrfest der Lungauer Sauschneider in St. Michael statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Obmänner des Viehschneidervereins ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1922    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1926 bis 1931    Rupert Sampl, Fischer, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1931 bis 1938    Johann Landschützer, Heinerer, Bruckdorf&lt;br /&gt;
*1939 bis 1945    Alpenländischer Viehschneiderverein mit komm. Leiter&lt;br /&gt;
*1946 bis 1948    Josef Gruber, Prodinger, Stranach&lt;br /&gt;
*1948 bis 1957    Peter Lüftenegger, Schlickwirt, Oberweißburg&lt;br /&gt;
*1957 bis 1961    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1961    Michael Gruber, Staigerwirt, St. Michael bis Ende der 70er Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Länder- Andere Sitten ==&lt;br /&gt;
Einer [[Sagen und Legenden|Sage]] nach, die ganz genau in den „Lungauer Volkssagen“ von [[1921]] des Lungauer Sagensammlers [[Michael Dengg]] steht, soll sich folgendes zugetragen haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sauschneider aus [[Zederhaus]] hatte sein „Gai“ weit weg in Ungarn an der türkischen Grenze. Dort wohnte er im Hause eines reichen angesehenen Türken, wo er jedes Mal, wenn er kam, gastliche Aufnahme fand und wie ein Freund des Hauses behandelt wurde. Er aß mit dem Hausherren an einem Tische und hatte auch sonst den vertrautesten Verkehr mit ihm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur verwunderte er sich darüber, dass er dessen Frau nie zu Gesicht bekam und seines Tages gab er dieser seiner Verwunderung dem Türken gegenüber offen Ausdruck. „Wenn bei uns daheim“, so sagte er, „ein Freund im Hause weilt, so bleibt ihm nichts verborgen und die ganze Familie steht mit ihm im vertrautesten Verkehr und ich bin nun schon so lange in deinem Hause und habe noch nicht einmal deine Frau gesehen“.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Türke machte ihm Vorstellungen, indem er sagte, dass dies nicht gehe und er dies unmöglich von ihm verlangen könne. Doch der Sauschneider beharrte auf seinem Wunsche, auf seine langjährige Freundschaft sich berufend. Der Türke widerstand lange den Unsinnen seines Freundes. Doch als dieser nicht nachgab, biss er die Lippen zusammen und sagte in verändertem Tone. „Nun denn, es sei, du sollst sie sehen.“ Dann rief er seine Frau und als sie erschien, befahl er ihr, den Schleier, welcher ihr Gesicht verhüllte, zu lüften. Doch diese zögerte damit, so dass er den Befehl mehrmals wiederholen musste. Endlich zog sie den Schleier zurück und betrachtete ihre Umgebung mit zaghaftem Blicke. Der Sauschneider war entzückt von der Schönheit dieser Frau und konnte sich nicht satt daran sehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Endlich nach längerem Schweigen sagte der Türke, zu seinem Freunde gewendet in kaltem Tone: „Nun, hast du sie dir genugsam angeschaut?“ Dieser nickte. Da holte der Türke eine Schusswaffe hervor und richtete sie auf seine Frau. Ein Schuss knallte und zu Tode getroffen lag dieselbe leblos zu seinen Füßen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Sauschneider, auf das äußerste bestürzt, frage den Türken, warum er dies getan? Dieser erwiderte finster: „Weißt du denn nicht, dass nach unserem Gesetz eine Frau, die in eines anderen Mannes Antlitz geschaut, dem Tode verfallen ist? Du hast mir durch deinen Starrsinn das Liebste genommen. Entferne dich, denn sonst weiß ich nicht, was noch geschieht.“ Da wurde der Sauschneider sehr betrübt und verließ traurig das Haus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
*Salzburgwiki-Autor des ursprünglichen Artikels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.lungau.travel/index.cfm/DICEID/12/LGID/1/PGID/1178/Sauschneider Lungau.Travel: Die Sauschneider]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lungau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lungau1963</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Sauschneider&amp;diff=78550</id>
		<title>Sauschneider</title>
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		<updated>2008-11-24T13:37:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: /* Sauschneiderberechtigung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Sauschneider&#039;&#039;&#039; waren ein Berufszweig der sich mit der Kastration von in der Viehzucht gehaltenen Tieren beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Heimat der Sauschneider ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sauschneider_Schwein.jpg | right| Lungauer Sauschneider beim kastrieren]]Mitten im Herzen Österreichs liegt umringt von den [[Radstädter Tauern|Radstädter]] und [[Schladminger Tauern]] sowie den [[Nockberge]]n der [[Lungau]]. Die Trennung vom [[Bundesland Salzburg|Land Salzburg]] und [[Kärnten]] durch die natürlichen Barrieren prägte die Bewohner des Lungauer Hochplateaus und beeinflusste ihr Leben. Größtenteils lebte die Bevölkerung sehr bescheiden von der kargen Landwirtschaft, die wegen des rauen Klimas kaum Getreideanbau zuließ. Deshalb konzentrierten sich die Lungauer Bauern auf die Viehzucht, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und viele Männer gingen zusätzlich einem Nebenerwerb nach. Die eigene Viehzucht machte sie zu erfahrenen Viehkastrierern, und ihre Fähigkeiten in der „Viehschnittkunst“ ließ die Bauern auch außerhalb des Lungaus zu gefragten Männern werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mit der Haltung von Tieren begann aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Viehschneiderei. Hinweise findet man immer wieder wie zum Beispiel auf einer Silbermünze aus Makedonien, deren Prägung bereits 500 Jahre vor Christus eindeutig ein Ochsengespann zeigt oder auf einem Holzschnitt von [[1518]], worauf ein Viehschneider bei der Kastration eines Bullenkalbes zu sehen ist. Angefangen mit einer Urkunde des [[Pfleggericht Moosham|Pfleggerichts Moosham]] von [[1752]] findet man im Bürgerbuch des Marktes [[Tamsweg]], dem Pfarrarchiv, im Notelbuch sowie in der Registratur des [[Bezirksgericht Tamsweg|Bezirksgerichtes Tamsweg]] ab der Mitte des [[17. Jahrhundert]]s Aufzeichnungen über die Lungauer Sauschneider. Eine Scherzfrage beantwortet die Frage: „Wer ist älter? Die Viehschneider oder die Christenheit?“ mit folgender - bezeichnender - Antwort: „Ganz klar: die Viehschneider! Denn an der Krippe vom Jesuskind standen im Stall ein Esel und ein Ochse.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sauschneider und ihre Kunst ==&lt;br /&gt;
Die Sauschneider und ihre Fertigkeiten beeindruckten auch die damaligen Künstler, die sie in ihren Werken unvergesslich machten. Bedeutende Rollen haben die Sauschneider im Wiener Theater und auch in der klassischen Musik bekommen. Ein Klavierstück trägt den Titel „Acht Sauschneider müassen´s seyn“ und wurde von [[Johann Michael Haydn]] [[1765]] erschaffen. [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verwendete Teile dieses Stücks, dem so genannten Ständelied, in seinem „Gallimatthias Musicum“. Der Komödiant Anton Stranitzky stammte selbst aus der Lungauer Nachbarschaft, der [[Steiermark]] und ließ die gesellige, humorvolle Art der Sauschneider in die „Wiener Hanswurst Spiele“ einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Vorteile der Kastration ==&lt;br /&gt;
Die Kastration war bei den Nutz- und Haustieren ein beliebter Weg die Tiere umgänglicher zumachen und die Vermehrung zu kontrollieren. In Folge der Kastration verlieren die Schweine ihren typisch strengen Eigengeruch. Das verbessert geschmacklich die Fleischqualität. Ein weiterer Vorteil ist die schnellere Gewichtszunahme. Alle kastrierten Tiere - weibliche wie männliche - werden ruhiger und erhalten eigene Namen: Hennen werden zu Poularden, Hengste zu Wallachen, Stiere zu Ochsen, der Widder zum Hammel, der Ziegenbock zum Schnitzbock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kastration ==&lt;br /&gt;
Männliche Tiere wurden von den Sauschneidern blutig oder unblutig kastriert. Bei der  blutigen Entnahme der Fortpflanzungsorgane erfolgt ein Schnitt in den Hodensack, anschließend werden die Hoden entfernt. Durch Quetschung des Samenstranges mit Zangen oder durch Abschnürung des ganzen Hodensackes wird die unblutige Kastration durchgeführt. Bei weiblichen Tieren muss immer der Bauchraum geöffnet werden, damit die Eierstöcke nach dem Durchtrennen der Eileiter entfernt werden können. Erst seit [[1979]] ermöglicht ein Bescheid, dass Kastrationen unter örtlicher Betäubung von den Sauschneidern vorgenommen werden dürfen. Vorher erleichterte den Tieren nur ein sehr rasches und geschicktes Arbeiten der Kastrierer die Schmerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gai ==&lt;br /&gt;
Bis zu 400 Sauschneider zogen früher vom Lungau aus, um ihre Arbeit zu verrichten. Damit sie sich nicht gegenseitig in die Quere kamen, waren ihre Arbeitsgebiete in „Gaie“ eingeteilt. Dahinter steckt das Wort „Gau“ wie es auch in Lungau zu finden ist und es impliziert, dass ihr persönliches Arbeitsgebiet genauso stark umgrenzt und geschützt sein sollte, wie der Lungau. Heute heißt das wohl Gebietsschutz. Ihren Gai vererbten oder verkauften die Sauschneider weiter. Knapp Tausend Schweine, bis zu 200 Hengste, 400 Stiere und jede Menge kleinere Tiere konnte ein guter Gai an Jahresarbeit bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsstätten ==&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider gingen ihrer Arbeit in sämtlichen Ländern der Ungarischen Monarchie und in Teilen des Deutschen Reiches nach. In [[Bayern]], Mähren, Sachsen, der Pfalz und Ungarn wurde ihr Können geschätzt. Schon damals gab es für Reisende, die in einem anderen Land arbeiten wollten, gewisse Regeln zu beachten. So mussten zum Beispiel Sauschneider ungarische Sprachkenntnisse nachweisen, das sollte ungarische Kastrier vor Konkurrenz schützen. Aber findige Lungauer lernten kurzerhand ungarisch oder ließen ihre Söhne direkt in Ungarn die Sprache erlernen. Auch im eigenen Land sollte den Lungauer Sauschneidern das Ausüben ihres Berufes durch ein kaiserliches Patent von [[1775]] erschwert werden. Allerdings ohne allzu großen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sauschneiderberechtigung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:sauschneider_congress.jpg | right | Behördliche Bewilliigung]]Um zu gewährleisten, dass die Tiere so gut wie möglich kastriert werden, sprich möglichst komplikations- und schmerzfrei, musste man, um eine Zulassung als Sauschneider zu erhalten, eine Ausbildung absolvieren. Das war schon [[1786]] Voraussetzung für eine Bewilligung. [[1924]] schrieben die Behörden eine Lehre bei einem erfahrenen Viehschneider vor. Zuerst durfte der Lehrling seinen Lehrer drei Jahre lang nur begleiten, bevor er nach einem weiteren 2-jährigen Praktikum eine Prüfung ablegen konnte. Das theoretische und praktische Wissen aus fünf Jahre Ausbildungszeit wurde vom Amtstierarzt  unter Zeugen abgefragt und bei einer männlichen und weiblichen Tierkastration überprüft. Erst dann war man ein offizieller Viehschneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorschriften ==&lt;br /&gt;
Zusätzlich zur erfolgreich abgelegten Prüfung brauchte der Sauschneider auch sein eigenes Arbeitsgebiet, seinen  Gai und er musste sich vor Arbeitsbeginn beim Amtstierarzt und auch bei der Gemeinde melden. Arbeitsverbote wurden zugelassenen Viehschneidern in der Regel allerdings nur verhängt, um eventuelle Krankheiten und Seuchen nicht von Hof zu Hof zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markenzeichen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Sauschneider_Adlerflaum.jpg‎ | right | Adlerflaum am Sauschneiderhut]]Die Kleidung der Sauschneider war ihre Visitenkarte. Während ihrer Dienstreisen sollte man schon von weitem ihre Kompetenz und ihren Beruf erkennen. Zusätzlich musste die Kleidung genügend Schutz vor beißenden, ausschlagenden Tieren gewähren und durfte trotzdem nicht die Bewegungsfreiheit einschränken, die für die Kastration wichtig ist. Dazu trugen die Sauschneider Lederhosen, später Ledergamaschen und –stiefel.  Ein Arbeitsschurz in blau schützte vor Verschmutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider hatten als eindeutiges Erkennungsschild einen weißen Adlerflaum an den Hut gesteckt, die manchmal mit einem Truthahnflaum ersetzt wurde, wenn kein Original zur Hand war. Dank dieses unverkennbaren Markenzeichens, konnten die Bauern die Sauschneider sofort ausmachen. Mit „Austrommeln“ oder Ausrufen mussten die Sauschneider selten nachhelfen, um Aufträge zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitszeiten ==&lt;br /&gt;
Dauer und Zeitpunkt der Ausübung ihres Nebenerwerbs, der Sauschneiderei, richtet sich nach dem Lebensablauf auf dem heimatlichen Hof und der Witterung. Erntezeit machte die Sauschneider daheim unabkömmlich und Kälte war nicht gut für die Wundheilung bei den Tieren. Heute wie damals beeinflusst das Pendeln zwischen Arbeitsstätte und Zuhause das Familienleben massiv. Sorgen um den auswärtsarbeitenden Mann, die alleinige Verantwortung um das Wohlergehen von Hof und Kindern verlangte auch den Frauen der Sauschneider einiges ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreichischer Viehschneiderverein ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hauptartikel: [[Österreichischer Viehschneiderverein]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[15. Jänner]] [[1922]] wurde in [[St. Michael im Lungau]] der „Österreichische Viehschneiderverein“ gegründet. Mit diesem Verein wollten sich die Viehschneider gegen Existenzbedrohende Schwierigkeiten schützen, vor allem Pfuscher machten den ausgebildeten Sauschneidern das Leben schwer. Strikte Bestimmungen für die Ausbildung und Ausübung sowie die Durchsetzung und Vertretung der Interessen der österreichischen Viehschneider waren die Ziele. Als großen Erfolg konnte der Verein die Errungenschaft der gesetzlichen Erlaubnis, als Viehschneider auch lokale Betäubung einsetzen zu dürfen, verbuchen. Nach 60-jährigem Bestehen waren die Bedürfnisse nach einem Viehschneiderverein vorerst gestillt und der Verein löste sich auf. Im [[Lungauer Landschaftsmuseum]] werden die Schriftstücke  und Gegenstände aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[8. Dezember]] [[2007]] fand das große Heimkehrfest der Lungauer Sauschneider in St. Michael statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Obmänner des Viehschneidervereins ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1922    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1926 bis 1931    Rupert Sampl, Fischer, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1931 bis 1938    Johann Landschützer, Heinerer, Bruckdorf&lt;br /&gt;
*1939 bis 1945    Alpenländischer Viehschneiderverein mit komm. Leiter&lt;br /&gt;
*1946 bis 1948    Josef Gruber, Prodinger, Stranach&lt;br /&gt;
*1948 bis 1957    Peter Lüftenegger, Schlickwirt, Oberweißburg&lt;br /&gt;
*1957 bis 1961    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1961    Michael Gruber, Staigerwirt, St. Michael bis Ende der 70er Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Länder- Andere Sitten ==&lt;br /&gt;
Einer [[Sagen und Legenden|Sage]] nach, die ganz genau in den „Lungauer Volkssagen“ von [[1921]] des Lungauer Sagensammlers [[Michael Dengg]] steht, soll sich folgendes zugetragen haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sauschneider aus [[Zederhaus]] hatte sein „Gai“ weit weg in Ungarn an der türkischen Grenze. Dort wohnte er im Hause eines reichen angesehenen Türken, wo er jedes Mal, wenn er kam, gastliche Aufnahme fand und wie ein Freund des Hauses behandelt wurde. Er aß mit dem Hausherren an einem Tische und hatte auch sonst den vertrautesten Verkehr mit ihm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur verwunderte er sich darüber, dass er dessen Frau nie zu Gesicht bekam und seines Tages gab er dieser seiner Verwunderung dem Türken gegenüber offen Ausdruck. „Wenn bei uns daheim“, so sagte er, „ein Freund im Hause weilt, so bleibt ihm nichts verborgen und die ganze Familie steht mit ihm im vertrautesten Verkehr und ich bin nun schon so lange in deinem Hause und habe noch nicht einmal deine Frau gesehen“.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Türke machte ihm Vorstellungen, indem er sagte, dass dies nicht gehe und er dies unmöglich von ihm verlangen könne. Doch der Sauschneider beharrte auf seinem Wunsche, auf seine langjährige Freundschaft sich berufend. Der Türke widerstand lange den Unsinnen seines Freundes. Doch als dieser nicht nachgab, biss er die Lippen zusammen und sagte in verändertem Tone. „Nun denn, es sei, du sollst sie sehen.“ Dann rief er seine Frau und als sie erschien, befahl er ihr, den Schleier, welcher ihr Gesicht verhüllte, zu lüften. Doch diese zögerte damit, so dass er den Befehl mehrmals wiederholen musste. Endlich zog sie den Schleier zurück und betrachtete ihre Umgebung mit zaghaftem Blicke. Der Sauschneider war entzückt von der Schönheit dieser Frau und konnte sich nicht satt daran sehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Endlich nach längerem Schweigen sagte der Türke, zu seinem Freunde gewendet in kaltem Tone: „Nun, hast du sie dir genugsam angeschaut?“ Dieser nickte. Da holte der Türke eine Schusswaffe hervor und richtete sie auf seine Frau. Ein Schuss knallte und zu Tode getroffen lag dieselbe leblos zu seinen Füßen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Sauschneider, auf das äußerste bestürzt, frage den Türken, warum er dies getan? Dieser erwiderte finster: „Weißt du denn nicht, dass nach unserem Gesetz eine Frau, die in eines anderen Mannes Antlitz geschaut, dem Tode verfallen ist? Du hast mir durch deinen Starrsinn das Liebste genommen. Entferne dich, denn sonst weiß ich nicht, was noch geschieht.“ Da wurde der Sauschneider sehr betrübt und verließ traurig das Haus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
*Salzburgwiki-Autor des ursprünglichen Artikels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.lungau.travel/index.cfm/DICEID/12/LGID/1/PGID/1178/Sauschneider Lungau.Travel: Die Sauschneider]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lungau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lungau1963</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Sauschneider&amp;diff=78549</id>
		<title>Sauschneider</title>
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		<updated>2008-11-24T13:36:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: /* Markenzeichen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Sauschneider&#039;&#039;&#039; waren ein Berufszweig der sich mit der Kastration von in der Viehzucht gehaltenen Tieren beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Heimat der Sauschneider ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sauschneider_Schwein.jpg | right| Lungauer Sauschneider beim kastrieren]]Mitten im Herzen Österreichs liegt umringt von den [[Radstädter Tauern|Radstädter]] und [[Schladminger Tauern]] sowie den [[Nockberge]]n der [[Lungau]]. Die Trennung vom [[Bundesland Salzburg|Land Salzburg]] und [[Kärnten]] durch die natürlichen Barrieren prägte die Bewohner des Lungauer Hochplateaus und beeinflusste ihr Leben. Größtenteils lebte die Bevölkerung sehr bescheiden von der kargen Landwirtschaft, die wegen des rauen Klimas kaum Getreideanbau zuließ. Deshalb konzentrierten sich die Lungauer Bauern auf die Viehzucht, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und viele Männer gingen zusätzlich einem Nebenerwerb nach. Die eigene Viehzucht machte sie zu erfahrenen Viehkastrierern, und ihre Fähigkeiten in der „Viehschnittkunst“ ließ die Bauern auch außerhalb des Lungaus zu gefragten Männern werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mit der Haltung von Tieren begann aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Viehschneiderei. Hinweise findet man immer wieder wie zum Beispiel auf einer Silbermünze aus Makedonien, deren Prägung bereits 500 Jahre vor Christus eindeutig ein Ochsengespann zeigt oder auf einem Holzschnitt von [[1518]], worauf ein Viehschneider bei der Kastration eines Bullenkalbes zu sehen ist. Angefangen mit einer Urkunde des [[Pfleggericht Moosham|Pfleggerichts Moosham]] von [[1752]] findet man im Bürgerbuch des Marktes [[Tamsweg]], dem Pfarrarchiv, im Notelbuch sowie in der Registratur des [[Bezirksgericht Tamsweg|Bezirksgerichtes Tamsweg]] ab der Mitte des [[17. Jahrhundert]]s Aufzeichnungen über die Lungauer Sauschneider. Eine Scherzfrage beantwortet die Frage: „Wer ist älter? Die Viehschneider oder die Christenheit?“ mit folgender - bezeichnender - Antwort: „Ganz klar: die Viehschneider! Denn an der Krippe vom Jesuskind standen im Stall ein Esel und ein Ochse.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sauschneider und ihre Kunst ==&lt;br /&gt;
Die Sauschneider und ihre Fertigkeiten beeindruckten auch die damaligen Künstler, die sie in ihren Werken unvergesslich machten. Bedeutende Rollen haben die Sauschneider im Wiener Theater und auch in der klassischen Musik bekommen. Ein Klavierstück trägt den Titel „Acht Sauschneider müassen´s seyn“ und wurde von [[Johann Michael Haydn]] [[1765]] erschaffen. [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verwendete Teile dieses Stücks, dem so genannten Ständelied, in seinem „Gallimatthias Musicum“. Der Komödiant Anton Stranitzky stammte selbst aus der Lungauer Nachbarschaft, der [[Steiermark]] und ließ die gesellige, humorvolle Art der Sauschneider in die „Wiener Hanswurst Spiele“ einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Vorteile der Kastration ==&lt;br /&gt;
Die Kastration war bei den Nutz- und Haustieren ein beliebter Weg die Tiere umgänglicher zumachen und die Vermehrung zu kontrollieren. In Folge der Kastration verlieren die Schweine ihren typisch strengen Eigengeruch. Das verbessert geschmacklich die Fleischqualität. Ein weiterer Vorteil ist die schnellere Gewichtszunahme. Alle kastrierten Tiere - weibliche wie männliche - werden ruhiger und erhalten eigene Namen: Hennen werden zu Poularden, Hengste zu Wallachen, Stiere zu Ochsen, der Widder zum Hammel, der Ziegenbock zum Schnitzbock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kastration ==&lt;br /&gt;
Männliche Tiere wurden von den Sauschneidern blutig oder unblutig kastriert. Bei der  blutigen Entnahme der Fortpflanzungsorgane erfolgt ein Schnitt in den Hodensack, anschließend werden die Hoden entfernt. Durch Quetschung des Samenstranges mit Zangen oder durch Abschnürung des ganzen Hodensackes wird die unblutige Kastration durchgeführt. Bei weiblichen Tieren muss immer der Bauchraum geöffnet werden, damit die Eierstöcke nach dem Durchtrennen der Eileiter entfernt werden können. Erst seit [[1979]] ermöglicht ein Bescheid, dass Kastrationen unter örtlicher Betäubung von den Sauschneidern vorgenommen werden dürfen. Vorher erleichterte den Tieren nur ein sehr rasches und geschicktes Arbeiten der Kastrierer die Schmerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gai ==&lt;br /&gt;
Bis zu 400 Sauschneider zogen früher vom Lungau aus, um ihre Arbeit zu verrichten. Damit sie sich nicht gegenseitig in die Quere kamen, waren ihre Arbeitsgebiete in „Gaie“ eingeteilt. Dahinter steckt das Wort „Gau“ wie es auch in Lungau zu finden ist und es impliziert, dass ihr persönliches Arbeitsgebiet genauso stark umgrenzt und geschützt sein sollte, wie der Lungau. Heute heißt das wohl Gebietsschutz. Ihren Gai vererbten oder verkauften die Sauschneider weiter. Knapp Tausend Schweine, bis zu 200 Hengste, 400 Stiere und jede Menge kleinere Tiere konnte ein guter Gai an Jahresarbeit bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsstätten ==&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider gingen ihrer Arbeit in sämtlichen Ländern der Ungarischen Monarchie und in Teilen des Deutschen Reiches nach. In [[Bayern]], Mähren, Sachsen, der Pfalz und Ungarn wurde ihr Können geschätzt. Schon damals gab es für Reisende, die in einem anderen Land arbeiten wollten, gewisse Regeln zu beachten. So mussten zum Beispiel Sauschneider ungarische Sprachkenntnisse nachweisen, das sollte ungarische Kastrier vor Konkurrenz schützen. Aber findige Lungauer lernten kurzerhand ungarisch oder ließen ihre Söhne direkt in Ungarn die Sprache erlernen. Auch im eigenen Land sollte den Lungauer Sauschneidern das Ausüben ihres Berufes durch ein kaiserliches Patent von [[1775]] erschwert werden. Allerdings ohne allzu großen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sauschneiderberechtigung ==&lt;br /&gt;
Um zu gewährleisten, dass die Tiere so gut wie möglich kastriert werden, sprich möglichst komplikations- und schmerzfrei, musste man, um eine Zulassung als Sauschneider zu erhalten, eine Ausbildung absolvieren. Das war schon [[1786]] Voraussetzung für eine Bewilligung. [[1924]] schrieben die Behörden eine Lehre bei einem erfahrenen Viehschneider vor. Zuerst durfte der Lehrling seinen Lehrer drei Jahre lang nur begleiten, bevor er nach einem weiteren 2-jährigen Praktikum eine Prüfung ablegen konnte. Das theoretische und praktische Wissen aus fünf Jahre Ausbildungszeit wurde vom Amtstierarzt  unter Zeugen abgefragt und bei einer männlichen und weiblichen Tierkastration überprüft. Erst dann war man ein offizieller Viehschneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorschriften ==&lt;br /&gt;
Zusätzlich zur erfolgreich abgelegten Prüfung brauchte der Sauschneider auch sein eigenes Arbeitsgebiet, seinen  Gai und er musste sich vor Arbeitsbeginn beim Amtstierarzt und auch bei der Gemeinde melden. Arbeitsverbote wurden zugelassenen Viehschneidern in der Regel allerdings nur verhängt, um eventuelle Krankheiten und Seuchen nicht von Hof zu Hof zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markenzeichen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Sauschneider_Adlerflaum.jpg‎ | right | Adlerflaum am Sauschneiderhut]]Die Kleidung der Sauschneider war ihre Visitenkarte. Während ihrer Dienstreisen sollte man schon von weitem ihre Kompetenz und ihren Beruf erkennen. Zusätzlich musste die Kleidung genügend Schutz vor beißenden, ausschlagenden Tieren gewähren und durfte trotzdem nicht die Bewegungsfreiheit einschränken, die für die Kastration wichtig ist. Dazu trugen die Sauschneider Lederhosen, später Ledergamaschen und –stiefel.  Ein Arbeitsschurz in blau schützte vor Verschmutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider hatten als eindeutiges Erkennungsschild einen weißen Adlerflaum an den Hut gesteckt, die manchmal mit einem Truthahnflaum ersetzt wurde, wenn kein Original zur Hand war. Dank dieses unverkennbaren Markenzeichens, konnten die Bauern die Sauschneider sofort ausmachen. Mit „Austrommeln“ oder Ausrufen mussten die Sauschneider selten nachhelfen, um Aufträge zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitszeiten ==&lt;br /&gt;
Dauer und Zeitpunkt der Ausübung ihres Nebenerwerbs, der Sauschneiderei, richtet sich nach dem Lebensablauf auf dem heimatlichen Hof und der Witterung. Erntezeit machte die Sauschneider daheim unabkömmlich und Kälte war nicht gut für die Wundheilung bei den Tieren. Heute wie damals beeinflusst das Pendeln zwischen Arbeitsstätte und Zuhause das Familienleben massiv. Sorgen um den auswärtsarbeitenden Mann, die alleinige Verantwortung um das Wohlergehen von Hof und Kindern verlangte auch den Frauen der Sauschneider einiges ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreichischer Viehschneiderverein ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hauptartikel: [[Österreichischer Viehschneiderverein]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[15. Jänner]] [[1922]] wurde in [[St. Michael im Lungau]] der „Österreichische Viehschneiderverein“ gegründet. Mit diesem Verein wollten sich die Viehschneider gegen Existenzbedrohende Schwierigkeiten schützen, vor allem Pfuscher machten den ausgebildeten Sauschneidern das Leben schwer. Strikte Bestimmungen für die Ausbildung und Ausübung sowie die Durchsetzung und Vertretung der Interessen der österreichischen Viehschneider waren die Ziele. Als großen Erfolg konnte der Verein die Errungenschaft der gesetzlichen Erlaubnis, als Viehschneider auch lokale Betäubung einsetzen zu dürfen, verbuchen. Nach 60-jährigem Bestehen waren die Bedürfnisse nach einem Viehschneiderverein vorerst gestillt und der Verein löste sich auf. Im [[Lungauer Landschaftsmuseum]] werden die Schriftstücke  und Gegenstände aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[8. Dezember]] [[2007]] fand das große Heimkehrfest der Lungauer Sauschneider in St. Michael statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Obmänner des Viehschneidervereins ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1922    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1926 bis 1931    Rupert Sampl, Fischer, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1931 bis 1938    Johann Landschützer, Heinerer, Bruckdorf&lt;br /&gt;
*1939 bis 1945    Alpenländischer Viehschneiderverein mit komm. Leiter&lt;br /&gt;
*1946 bis 1948    Josef Gruber, Prodinger, Stranach&lt;br /&gt;
*1948 bis 1957    Peter Lüftenegger, Schlickwirt, Oberweißburg&lt;br /&gt;
*1957 bis 1961    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1961    Michael Gruber, Staigerwirt, St. Michael bis Ende der 70er Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Länder- Andere Sitten ==&lt;br /&gt;
Einer [[Sagen und Legenden|Sage]] nach, die ganz genau in den „Lungauer Volkssagen“ von [[1921]] des Lungauer Sagensammlers [[Michael Dengg]] steht, soll sich folgendes zugetragen haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sauschneider aus [[Zederhaus]] hatte sein „Gai“ weit weg in Ungarn an der türkischen Grenze. Dort wohnte er im Hause eines reichen angesehenen Türken, wo er jedes Mal, wenn er kam, gastliche Aufnahme fand und wie ein Freund des Hauses behandelt wurde. Er aß mit dem Hausherren an einem Tische und hatte auch sonst den vertrautesten Verkehr mit ihm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur verwunderte er sich darüber, dass er dessen Frau nie zu Gesicht bekam und seines Tages gab er dieser seiner Verwunderung dem Türken gegenüber offen Ausdruck. „Wenn bei uns daheim“, so sagte er, „ein Freund im Hause weilt, so bleibt ihm nichts verborgen und die ganze Familie steht mit ihm im vertrautesten Verkehr und ich bin nun schon so lange in deinem Hause und habe noch nicht einmal deine Frau gesehen“.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Türke machte ihm Vorstellungen, indem er sagte, dass dies nicht gehe und er dies unmöglich von ihm verlangen könne. Doch der Sauschneider beharrte auf seinem Wunsche, auf seine langjährige Freundschaft sich berufend. Der Türke widerstand lange den Unsinnen seines Freundes. Doch als dieser nicht nachgab, biss er die Lippen zusammen und sagte in verändertem Tone. „Nun denn, es sei, du sollst sie sehen.“ Dann rief er seine Frau und als sie erschien, befahl er ihr, den Schleier, welcher ihr Gesicht verhüllte, zu lüften. Doch diese zögerte damit, so dass er den Befehl mehrmals wiederholen musste. Endlich zog sie den Schleier zurück und betrachtete ihre Umgebung mit zaghaftem Blicke. Der Sauschneider war entzückt von der Schönheit dieser Frau und konnte sich nicht satt daran sehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Endlich nach längerem Schweigen sagte der Türke, zu seinem Freunde gewendet in kaltem Tone: „Nun, hast du sie dir genugsam angeschaut?“ Dieser nickte. Da holte der Türke eine Schusswaffe hervor und richtete sie auf seine Frau. Ein Schuss knallte und zu Tode getroffen lag dieselbe leblos zu seinen Füßen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Sauschneider, auf das äußerste bestürzt, frage den Türken, warum er dies getan? Dieser erwiderte finster: „Weißt du denn nicht, dass nach unserem Gesetz eine Frau, die in eines anderen Mannes Antlitz geschaut, dem Tode verfallen ist? Du hast mir durch deinen Starrsinn das Liebste genommen. Entferne dich, denn sonst weiß ich nicht, was noch geschieht.“ Da wurde der Sauschneider sehr betrübt und verließ traurig das Haus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
*Salzburgwiki-Autor des ursprünglichen Artikels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.lungau.travel/index.cfm/DICEID/12/LGID/1/PGID/1178/Sauschneider Lungau.Travel: Die Sauschneider]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lungau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lungau1963</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
{{Adlerflaum am Sauschneiderhut&lt;br /&gt;
|Beschreibung =&lt;br /&gt;
|Quelle = Archiv Ronacher&lt;br /&gt;
|Fotograf = unbekannt&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Lizenz: ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Lungau1963</name></author>
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{{Bildbeschreibung2 Adlerflaum am Sauschneiderhut&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: /* Die Heimat der Sauschneider */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Sauschneider&#039;&#039;&#039; waren ein Berufszweig der sich mit der Kastration von in der Viehzucht gehaltenen Tieren beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Heimat der Sauschneider ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sauschneider_Schwein.jpg | right| Lungauer Sauschneider beim kastrieren]]Mitten im Herzen Österreichs liegt umringt von den [[Radstädter Tauern|Radstädter]] und [[Schladminger Tauern]] sowie den [[Nockberge]]n der [[Lungau]]. Die Trennung vom [[Bundesland Salzburg|Land Salzburg]] und [[Kärnten]] durch die natürlichen Barrieren prägte die Bewohner des Lungauer Hochplateaus und beeinflusste ihr Leben. Größtenteils lebte die Bevölkerung sehr bescheiden von der kargen Landwirtschaft, die wegen des rauen Klimas kaum Getreideanbau zuließ. Deshalb konzentrierten sich die Lungauer Bauern auf die Viehzucht, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und viele Männer gingen zusätzlich einem Nebenerwerb nach. Die eigene Viehzucht machte sie zu erfahrenen Viehkastrierern, und ihre Fähigkeiten in der „Viehschnittkunst“ ließ die Bauern auch außerhalb des Lungaus zu gefragten Männern werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mit der Haltung von Tieren begann aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Viehschneiderei. Hinweise findet man immer wieder wie zum Beispiel auf einer Silbermünze aus Makedonien, deren Prägung bereits 500 Jahre vor Christus eindeutig ein Ochsengespann zeigt oder auf einem Holzschnitt von [[1518]], worauf ein Viehschneider bei der Kastration eines Bullenkalbes zu sehen ist. Angefangen mit einer Urkunde des [[Pfleggericht Moosham|Pfleggerichts Moosham]] von [[1752]] findet man im Bürgerbuch des Marktes [[Tamsweg]], dem Pfarrarchiv, im Notelbuch sowie in der Registratur des [[Bezirksgericht Tamsweg|Bezirksgerichtes Tamsweg]] ab der Mitte des [[17. Jahrhundert]]s Aufzeichnungen über die Lungauer Sauschneider. Eine Scherzfrage beantwortet die Frage: „Wer ist älter? Die Viehschneider oder die Christenheit?“ mit folgender - bezeichnender - Antwort: „Ganz klar: die Viehschneider! Denn an der Krippe vom Jesuskind standen im Stall ein Esel und ein Ochse.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sauschneider und ihre Kunst ==&lt;br /&gt;
Die Sauschneider und ihre Fertigkeiten beeindruckten auch die damaligen Künstler, die sie in ihren Werken unvergesslich machten. Bedeutende Rollen haben die Sauschneider im Wiener Theater und auch in der klassischen Musik bekommen. Ein Klavierstück trägt den Titel „Acht Sauschneider müassen´s seyn“ und wurde von [[Johann Michael Haydn]] [[1765]] erschaffen. [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verwendete Teile dieses Stücks, dem so genannten Ständelied, in seinem „Gallimatthias Musicum“. Der Komödiant Anton Stranitzky stammte selbst aus der Lungauer Nachbarschaft, der [[Steiermark]] und ließ die gesellige, humorvolle Art der Sauschneider in die „Wiener Hanswurst Spiele“ einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Vorteile der Kastration ==&lt;br /&gt;
Die Kastration war bei den Nutz- und Haustieren ein beliebter Weg die Tiere umgänglicher zumachen und die Vermehrung zu kontrollieren. In Folge der Kastration verlieren die Schweine ihren typisch strengen Eigengeruch. Das verbessert geschmacklich die Fleischqualität. Ein weiterer Vorteil ist die schnellere Gewichtszunahme. Alle kastrierten Tiere - weibliche wie männliche - werden ruhiger und erhalten eigene Namen: Hennen werden zu Poularden, Hengste zu Wallachen, Stiere zu Ochsen, der Widder zum Hammel, der Ziegenbock zum Schnitzbock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kastration ==&lt;br /&gt;
Männliche Tiere wurden von den Sauschneidern blutig oder unblutig kastriert. Bei der  blutigen Entnahme der Fortpflanzungsorgane erfolgt ein Schnitt in den Hodensack, anschließend werden die Hoden entfernt. Durch Quetschung des Samenstranges mit Zangen oder durch Abschnürung des ganzen Hodensackes wird die unblutige Kastration durchgeführt. Bei weiblichen Tieren muss immer der Bauchraum geöffnet werden, damit die Eierstöcke nach dem Durchtrennen der Eileiter entfernt werden können. Erst seit [[1979]] ermöglicht ein Bescheid, dass Kastrationen unter örtlicher Betäubung von den Sauschneidern vorgenommen werden dürfen. Vorher erleichterte den Tieren nur ein sehr rasches und geschicktes Arbeiten der Kastrierer die Schmerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gai ==&lt;br /&gt;
Bis zu 400 Sauschneider zogen früher vom Lungau aus, um ihre Arbeit zu verrichten. Damit sie sich nicht gegenseitig in die Quere kamen, waren ihre Arbeitsgebiete in „Gaie“ eingeteilt. Dahinter steckt das Wort „Gau“ wie es auch in Lungau zu finden ist und es impliziert, dass ihr persönliches Arbeitsgebiet genauso stark umgrenzt und geschützt sein sollte, wie der Lungau. Heute heißt das wohl Gebietsschutz. Ihren Gai vererbten oder verkauften die Sauschneider weiter. Knapp Tausend Schweine, bis zu 200 Hengste, 400 Stiere und jede Menge kleinere Tiere konnte ein guter Gai an Jahresarbeit bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsstätten ==&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider gingen ihrer Arbeit in sämtlichen Ländern der Ungarischen Monarchie und in Teilen des Deutschen Reiches nach. In [[Bayern]], Mähren, Sachsen, der Pfalz und Ungarn wurde ihr Können geschätzt. Schon damals gab es für Reisende, die in einem anderen Land arbeiten wollten, gewisse Regeln zu beachten. So mussten zum Beispiel Sauschneider ungarische Sprachkenntnisse nachweisen, das sollte ungarische Kastrier vor Konkurrenz schützen. Aber findige Lungauer lernten kurzerhand ungarisch oder ließen ihre Söhne direkt in Ungarn die Sprache erlernen. Auch im eigenen Land sollte den Lungauer Sauschneidern das Ausüben ihres Berufes durch ein kaiserliches Patent von [[1775]] erschwert werden. Allerdings ohne allzu großen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sauschneiderberechtigung ==&lt;br /&gt;
Um zu gewährleisten, dass die Tiere so gut wie möglich kastriert werden, sprich möglichst komplikations- und schmerzfrei, musste man, um eine Zulassung als Sauschneider zu erhalten, eine Ausbildung absolvieren. Das war schon [[1786]] Voraussetzung für eine Bewilligung. [[1924]] schrieben die Behörden eine Lehre bei einem erfahrenen Viehschneider vor. Zuerst durfte der Lehrling seinen Lehrer drei Jahre lang nur begleiten, bevor er nach einem weiteren 2-jährigen Praktikum eine Prüfung ablegen konnte. Das theoretische und praktische Wissen aus fünf Jahre Ausbildungszeit wurde vom Amtstierarzt  unter Zeugen abgefragt und bei einer männlichen und weiblichen Tierkastration überprüft. Erst dann war man ein offizieller Viehschneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorschriften ==&lt;br /&gt;
Zusätzlich zur erfolgreich abgelegten Prüfung brauchte der Sauschneider auch sein eigenes Arbeitsgebiet, seinen  Gai und er musste sich vor Arbeitsbeginn beim Amtstierarzt und auch bei der Gemeinde melden. Arbeitsverbote wurden zugelassenen Viehschneidern in der Regel allerdings nur verhängt, um eventuelle Krankheiten und Seuchen nicht von Hof zu Hof zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markenzeichen ==&lt;br /&gt;
Die Kleidung der Sauschneider war ihre Visitenkarte. Während ihrer Dienstreisen sollte man schon von weitem ihre Kompetenz und ihren Beruf erkennen. Zusätzlich musste die Kleidung genügend Schutz vor beißenden, ausschlagenden Tieren gewähren und durfte trotzdem nicht die Bewegungsfreiheit einschränken, die für die Kastration wichtig ist. Dazu trugen die Sauschneider Lederhosen, später Ledergamaschen und –stiefel.  Ein Arbeitsschurz in blau schützte vor Verschmutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider hatten als eindeutiges Erkennungsschild einen weißen Adlerflaum an den Hut gesteckt, die manchmal mit einem Truthahnflaum ersetzt wurde, wenn kein Original zur Hand war. Dank dieses unverkennbaren Markenzeichens, konnten die Bauern die Sauschneider sofort ausmachen. Mit „Austrommeln“ oder Ausrufen mussten die Sauschneider selten nachhelfen, um Aufträge zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitszeiten ==&lt;br /&gt;
Dauer und Zeitpunkt der Ausübung ihres Nebenerwerbs, der Sauschneiderei, richtet sich nach dem Lebensablauf auf dem heimatlichen Hof und der Witterung. Erntezeit machte die Sauschneider daheim unabkömmlich und Kälte war nicht gut für die Wundheilung bei den Tieren. Heute wie damals beeinflusst das Pendeln zwischen Arbeitsstätte und Zuhause das Familienleben massiv. Sorgen um den auswärtsarbeitenden Mann, die alleinige Verantwortung um das Wohlergehen von Hof und Kindern verlangte auch den Frauen der Sauschneider einiges ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreichischer Viehschneiderverein ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hauptartikel: [[Österreichischer Viehschneiderverein]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[15. Jänner]] [[1922]] wurde in [[St. Michael im Lungau]] der „Österreichische Viehschneiderverein“ gegründet. Mit diesem Verein wollten sich die Viehschneider gegen Existenzbedrohende Schwierigkeiten schützen, vor allem Pfuscher machten den ausgebildeten Sauschneidern das Leben schwer. Strikte Bestimmungen für die Ausbildung und Ausübung sowie die Durchsetzung und Vertretung der Interessen der österreichischen Viehschneider waren die Ziele. Als großen Erfolg konnte der Verein die Errungenschaft der gesetzlichen Erlaubnis, als Viehschneider auch lokale Betäubung einsetzen zu dürfen, verbuchen. Nach 60-jährigem Bestehen waren die Bedürfnisse nach einem Viehschneiderverein vorerst gestillt und der Verein löste sich auf. Im [[Lungauer Landschaftsmuseum]] werden die Schriftstücke  und Gegenstände aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[8. Dezember]] [[2007]] fand das große Heimkehrfest der Lungauer Sauschneider in St. Michael statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Obmänner des Viehschneidervereins ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1922    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1926 bis 1931    Rupert Sampl, Fischer, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1931 bis 1938    Johann Landschützer, Heinerer, Bruckdorf&lt;br /&gt;
*1939 bis 1945    Alpenländischer Viehschneiderverein mit komm. Leiter&lt;br /&gt;
*1946 bis 1948    Josef Gruber, Prodinger, Stranach&lt;br /&gt;
*1948 bis 1957    Peter Lüftenegger, Schlickwirt, Oberweißburg&lt;br /&gt;
*1957 bis 1961    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1961    Michael Gruber, Staigerwirt, St. Michael bis Ende der 70er Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Länder- Andere Sitten ==&lt;br /&gt;
Einer [[Sagen und Legenden|Sage]] nach, die ganz genau in den „Lungauer Volkssagen“ von [[1921]] des Lungauer Sagensammlers [[Michael Dengg]] steht, soll sich folgendes zugetragen haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sauschneider aus [[Zederhaus]] hatte sein „Gai“ weit weg in Ungarn an der türkischen Grenze. Dort wohnte er im Hause eines reichen angesehenen Türken, wo er jedes Mal, wenn er kam, gastliche Aufnahme fand und wie ein Freund des Hauses behandelt wurde. Er aß mit dem Hausherren an einem Tische und hatte auch sonst den vertrautesten Verkehr mit ihm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur verwunderte er sich darüber, dass er dessen Frau nie zu Gesicht bekam und seines Tages gab er dieser seiner Verwunderung dem Türken gegenüber offen Ausdruck. „Wenn bei uns daheim“, so sagte er, „ein Freund im Hause weilt, so bleibt ihm nichts verborgen und die ganze Familie steht mit ihm im vertrautesten Verkehr und ich bin nun schon so lange in deinem Hause und habe noch nicht einmal deine Frau gesehen“.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Türke machte ihm Vorstellungen, indem er sagte, dass dies nicht gehe und er dies unmöglich von ihm verlangen könne. Doch der Sauschneider beharrte auf seinem Wunsche, auf seine langjährige Freundschaft sich berufend. Der Türke widerstand lange den Unsinnen seines Freundes. Doch als dieser nicht nachgab, biss er die Lippen zusammen und sagte in verändertem Tone. „Nun denn, es sei, du sollst sie sehen.“ Dann rief er seine Frau und als sie erschien, befahl er ihr, den Schleier, welcher ihr Gesicht verhüllte, zu lüften. Doch diese zögerte damit, so dass er den Befehl mehrmals wiederholen musste. Endlich zog sie den Schleier zurück und betrachtete ihre Umgebung mit zaghaftem Blicke. Der Sauschneider war entzückt von der Schönheit dieser Frau und konnte sich nicht satt daran sehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Endlich nach längerem Schweigen sagte der Türke, zu seinem Freunde gewendet in kaltem Tone: „Nun, hast du sie dir genugsam angeschaut?“ Dieser nickte. Da holte der Türke eine Schusswaffe hervor und richtete sie auf seine Frau. Ein Schuss knallte und zu Tode getroffen lag dieselbe leblos zu seinen Füßen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Sauschneider, auf das äußerste bestürzt, frage den Türken, warum er dies getan? Dieser erwiderte finster: „Weißt du denn nicht, dass nach unserem Gesetz eine Frau, die in eines anderen Mannes Antlitz geschaut, dem Tode verfallen ist? Du hast mir durch deinen Starrsinn das Liebste genommen. Entferne dich, denn sonst weiß ich nicht, was noch geschieht.“ Da wurde der Sauschneider sehr betrübt und verließ traurig das Haus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
*Salzburgwiki-Autor des ursprünglichen Artikels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.lungau.travel/index.cfm/DICEID/12/LGID/1/PGID/1178/Sauschneider Lungau.Travel: Die Sauschneider]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lungau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lungau1963</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Sauschneider&amp;diff=78543</id>
		<title>Sauschneider</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Sauschneider&amp;diff=78543"/>
		<updated>2008-11-24T13:31:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: /* Die Heimat der Sauschneider */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Sauschneider&#039;&#039;&#039; waren ein Berufszweig der sich mit der Kastration von in der Viehzucht gehaltenen Tieren beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Heimat der Sauschneider ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sauschneider_Schwein.jpg] Lungauer Sauschneider beim kastrieren]Mitten im Herzen Österreichs liegt umringt von den [[Radstädter Tauern|Radstädter]] und [[Schladminger Tauern]] sowie den [[Nockberge]]n der [[Lungau]]. Die Trennung vom [[Bundesland Salzburg|Land Salzburg]] und [[Kärnten]] durch die natürlichen Barrieren prägte die Bewohner des Lungauer Hochplateaus und beeinflusste ihr Leben. Größtenteils lebte die Bevölkerung sehr bescheiden von der kargen Landwirtschaft, die wegen des rauen Klimas kaum Getreideanbau zuließ. Deshalb konzentrierten sich die Lungauer Bauern auf die Viehzucht, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und viele Männer gingen zusätzlich einem Nebenerwerb nach. Die eigene Viehzucht machte sie zu erfahrenen Viehkastrierern, und ihre Fähigkeiten in der „Viehschnittkunst“ ließ die Bauern auch außerhalb des Lungaus zu gefragten Männern werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mit der Haltung von Tieren begann aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Viehschneiderei. Hinweise findet man immer wieder wie zum Beispiel auf einer Silbermünze aus Makedonien, deren Prägung bereits 500 Jahre vor Christus eindeutig ein Ochsengespann zeigt oder auf einem Holzschnitt von [[1518]], worauf ein Viehschneider bei der Kastration eines Bullenkalbes zu sehen ist. Angefangen mit einer Urkunde des [[Pfleggericht Moosham|Pfleggerichts Moosham]] von [[1752]] findet man im Bürgerbuch des Marktes [[Tamsweg]], dem Pfarrarchiv, im Notelbuch sowie in der Registratur des [[Bezirksgericht Tamsweg|Bezirksgerichtes Tamsweg]] ab der Mitte des [[17. Jahrhundert]]s Aufzeichnungen über die Lungauer Sauschneider. Eine Scherzfrage beantwortet die Frage: „Wer ist älter? Die Viehschneider oder die Christenheit?“ mit folgender - bezeichnender - Antwort: „Ganz klar: die Viehschneider! Denn an der Krippe vom Jesuskind standen im Stall ein Esel und ein Ochse.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sauschneider und ihre Kunst ==&lt;br /&gt;
Die Sauschneider und ihre Fertigkeiten beeindruckten auch die damaligen Künstler, die sie in ihren Werken unvergesslich machten. Bedeutende Rollen haben die Sauschneider im Wiener Theater und auch in der klassischen Musik bekommen. Ein Klavierstück trägt den Titel „Acht Sauschneider müassen´s seyn“ und wurde von [[Johann Michael Haydn]] [[1765]] erschaffen. [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verwendete Teile dieses Stücks, dem so genannten Ständelied, in seinem „Gallimatthias Musicum“. Der Komödiant Anton Stranitzky stammte selbst aus der Lungauer Nachbarschaft, der [[Steiermark]] und ließ die gesellige, humorvolle Art der Sauschneider in die „Wiener Hanswurst Spiele“ einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Vorteile der Kastration ==&lt;br /&gt;
Die Kastration war bei den Nutz- und Haustieren ein beliebter Weg die Tiere umgänglicher zumachen und die Vermehrung zu kontrollieren. In Folge der Kastration verlieren die Schweine ihren typisch strengen Eigengeruch. Das verbessert geschmacklich die Fleischqualität. Ein weiterer Vorteil ist die schnellere Gewichtszunahme. Alle kastrierten Tiere - weibliche wie männliche - werden ruhiger und erhalten eigene Namen: Hennen werden zu Poularden, Hengste zu Wallachen, Stiere zu Ochsen, der Widder zum Hammel, der Ziegenbock zum Schnitzbock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kastration ==&lt;br /&gt;
Männliche Tiere wurden von den Sauschneidern blutig oder unblutig kastriert. Bei der  blutigen Entnahme der Fortpflanzungsorgane erfolgt ein Schnitt in den Hodensack, anschließend werden die Hoden entfernt. Durch Quetschung des Samenstranges mit Zangen oder durch Abschnürung des ganzen Hodensackes wird die unblutige Kastration durchgeführt. Bei weiblichen Tieren muss immer der Bauchraum geöffnet werden, damit die Eierstöcke nach dem Durchtrennen der Eileiter entfernt werden können. Erst seit [[1979]] ermöglicht ein Bescheid, dass Kastrationen unter örtlicher Betäubung von den Sauschneidern vorgenommen werden dürfen. Vorher erleichterte den Tieren nur ein sehr rasches und geschicktes Arbeiten der Kastrierer die Schmerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gai ==&lt;br /&gt;
Bis zu 400 Sauschneider zogen früher vom Lungau aus, um ihre Arbeit zu verrichten. Damit sie sich nicht gegenseitig in die Quere kamen, waren ihre Arbeitsgebiete in „Gaie“ eingeteilt. Dahinter steckt das Wort „Gau“ wie es auch in Lungau zu finden ist und es impliziert, dass ihr persönliches Arbeitsgebiet genauso stark umgrenzt und geschützt sein sollte, wie der Lungau. Heute heißt das wohl Gebietsschutz. Ihren Gai vererbten oder verkauften die Sauschneider weiter. Knapp Tausend Schweine, bis zu 200 Hengste, 400 Stiere und jede Menge kleinere Tiere konnte ein guter Gai an Jahresarbeit bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsstätten ==&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider gingen ihrer Arbeit in sämtlichen Ländern der Ungarischen Monarchie und in Teilen des Deutschen Reiches nach. In [[Bayern]], Mähren, Sachsen, der Pfalz und Ungarn wurde ihr Können geschätzt. Schon damals gab es für Reisende, die in einem anderen Land arbeiten wollten, gewisse Regeln zu beachten. So mussten zum Beispiel Sauschneider ungarische Sprachkenntnisse nachweisen, das sollte ungarische Kastrier vor Konkurrenz schützen. Aber findige Lungauer lernten kurzerhand ungarisch oder ließen ihre Söhne direkt in Ungarn die Sprache erlernen. Auch im eigenen Land sollte den Lungauer Sauschneidern das Ausüben ihres Berufes durch ein kaiserliches Patent von [[1775]] erschwert werden. Allerdings ohne allzu großen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sauschneiderberechtigung ==&lt;br /&gt;
Um zu gewährleisten, dass die Tiere so gut wie möglich kastriert werden, sprich möglichst komplikations- und schmerzfrei, musste man, um eine Zulassung als Sauschneider zu erhalten, eine Ausbildung absolvieren. Das war schon [[1786]] Voraussetzung für eine Bewilligung. [[1924]] schrieben die Behörden eine Lehre bei einem erfahrenen Viehschneider vor. Zuerst durfte der Lehrling seinen Lehrer drei Jahre lang nur begleiten, bevor er nach einem weiteren 2-jährigen Praktikum eine Prüfung ablegen konnte. Das theoretische und praktische Wissen aus fünf Jahre Ausbildungszeit wurde vom Amtstierarzt  unter Zeugen abgefragt und bei einer männlichen und weiblichen Tierkastration überprüft. Erst dann war man ein offizieller Viehschneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorschriften ==&lt;br /&gt;
Zusätzlich zur erfolgreich abgelegten Prüfung brauchte der Sauschneider auch sein eigenes Arbeitsgebiet, seinen  Gai und er musste sich vor Arbeitsbeginn beim Amtstierarzt und auch bei der Gemeinde melden. Arbeitsverbote wurden zugelassenen Viehschneidern in der Regel allerdings nur verhängt, um eventuelle Krankheiten und Seuchen nicht von Hof zu Hof zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markenzeichen ==&lt;br /&gt;
Die Kleidung der Sauschneider war ihre Visitenkarte. Während ihrer Dienstreisen sollte man schon von weitem ihre Kompetenz und ihren Beruf erkennen. Zusätzlich musste die Kleidung genügend Schutz vor beißenden, ausschlagenden Tieren gewähren und durfte trotzdem nicht die Bewegungsfreiheit einschränken, die für die Kastration wichtig ist. Dazu trugen die Sauschneider Lederhosen, später Ledergamaschen und –stiefel.  Ein Arbeitsschurz in blau schützte vor Verschmutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider hatten als eindeutiges Erkennungsschild einen weißen Adlerflaum an den Hut gesteckt, die manchmal mit einem Truthahnflaum ersetzt wurde, wenn kein Original zur Hand war. Dank dieses unverkennbaren Markenzeichens, konnten die Bauern die Sauschneider sofort ausmachen. Mit „Austrommeln“ oder Ausrufen mussten die Sauschneider selten nachhelfen, um Aufträge zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitszeiten ==&lt;br /&gt;
Dauer und Zeitpunkt der Ausübung ihres Nebenerwerbs, der Sauschneiderei, richtet sich nach dem Lebensablauf auf dem heimatlichen Hof und der Witterung. Erntezeit machte die Sauschneider daheim unabkömmlich und Kälte war nicht gut für die Wundheilung bei den Tieren. Heute wie damals beeinflusst das Pendeln zwischen Arbeitsstätte und Zuhause das Familienleben massiv. Sorgen um den auswärtsarbeitenden Mann, die alleinige Verantwortung um das Wohlergehen von Hof und Kindern verlangte auch den Frauen der Sauschneider einiges ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreichischer Viehschneiderverein ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hauptartikel: [[Österreichischer Viehschneiderverein]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[15. Jänner]] [[1922]] wurde in [[St. Michael im Lungau]] der „Österreichische Viehschneiderverein“ gegründet. Mit diesem Verein wollten sich die Viehschneider gegen Existenzbedrohende Schwierigkeiten schützen, vor allem Pfuscher machten den ausgebildeten Sauschneidern das Leben schwer. Strikte Bestimmungen für die Ausbildung und Ausübung sowie die Durchsetzung und Vertretung der Interessen der österreichischen Viehschneider waren die Ziele. Als großen Erfolg konnte der Verein die Errungenschaft der gesetzlichen Erlaubnis, als Viehschneider auch lokale Betäubung einsetzen zu dürfen, verbuchen. Nach 60-jährigem Bestehen waren die Bedürfnisse nach einem Viehschneiderverein vorerst gestillt und der Verein löste sich auf. Im [[Lungauer Landschaftsmuseum]] werden die Schriftstücke  und Gegenstände aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[8. Dezember]] [[2007]] fand das große Heimkehrfest der Lungauer Sauschneider in St. Michael statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Obmänner des Viehschneidervereins ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1922    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1926 bis 1931    Rupert Sampl, Fischer, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1931 bis 1938    Johann Landschützer, Heinerer, Bruckdorf&lt;br /&gt;
*1939 bis 1945    Alpenländischer Viehschneiderverein mit komm. Leiter&lt;br /&gt;
*1946 bis 1948    Josef Gruber, Prodinger, Stranach&lt;br /&gt;
*1948 bis 1957    Peter Lüftenegger, Schlickwirt, Oberweißburg&lt;br /&gt;
*1957 bis 1961    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
*1961    Michael Gruber, Staigerwirt, St. Michael bis Ende der 70er Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Länder- Andere Sitten ==&lt;br /&gt;
Einer [[Sagen und Legenden|Sage]] nach, die ganz genau in den „Lungauer Volkssagen“ von [[1921]] des Lungauer Sagensammlers [[Michael Dengg]] steht, soll sich folgendes zugetragen haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sauschneider aus [[Zederhaus]] hatte sein „Gai“ weit weg in Ungarn an der türkischen Grenze. Dort wohnte er im Hause eines reichen angesehenen Türken, wo er jedes Mal, wenn er kam, gastliche Aufnahme fand und wie ein Freund des Hauses behandelt wurde. Er aß mit dem Hausherren an einem Tische und hatte auch sonst den vertrautesten Verkehr mit ihm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur verwunderte er sich darüber, dass er dessen Frau nie zu Gesicht bekam und seines Tages gab er dieser seiner Verwunderung dem Türken gegenüber offen Ausdruck. „Wenn bei uns daheim“, so sagte er, „ein Freund im Hause weilt, so bleibt ihm nichts verborgen und die ganze Familie steht mit ihm im vertrautesten Verkehr und ich bin nun schon so lange in deinem Hause und habe noch nicht einmal deine Frau gesehen“.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Türke machte ihm Vorstellungen, indem er sagte, dass dies nicht gehe und er dies unmöglich von ihm verlangen könne. Doch der Sauschneider beharrte auf seinem Wunsche, auf seine langjährige Freundschaft sich berufend. Der Türke widerstand lange den Unsinnen seines Freundes. Doch als dieser nicht nachgab, biss er die Lippen zusammen und sagte in verändertem Tone. „Nun denn, es sei, du sollst sie sehen.“ Dann rief er seine Frau und als sie erschien, befahl er ihr, den Schleier, welcher ihr Gesicht verhüllte, zu lüften. Doch diese zögerte damit, so dass er den Befehl mehrmals wiederholen musste. Endlich zog sie den Schleier zurück und betrachtete ihre Umgebung mit zaghaftem Blicke. Der Sauschneider war entzückt von der Schönheit dieser Frau und konnte sich nicht satt daran sehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Endlich nach längerem Schweigen sagte der Türke, zu seinem Freunde gewendet in kaltem Tone: „Nun, hast du sie dir genugsam angeschaut?“ Dieser nickte. Da holte der Türke eine Schusswaffe hervor und richtete sie auf seine Frau. Ein Schuss knallte und zu Tode getroffen lag dieselbe leblos zu seinen Füßen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Sauschneider, auf das äußerste bestürzt, frage den Türken, warum er dies getan? Dieser erwiderte finster: „Weißt du denn nicht, dass nach unserem Gesetz eine Frau, die in eines anderen Mannes Antlitz geschaut, dem Tode verfallen ist? Du hast mir durch deinen Starrsinn das Liebste genommen. Entferne dich, denn sonst weiß ich nicht, was noch geschieht.“ Da wurde der Sauschneider sehr betrübt und verließ traurig das Haus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
*Salzburgwiki-Autor des ursprünglichen Artikels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.lungau.travel/index.cfm/DICEID/12/LGID/1/PGID/1178/Sauschneider Lungau.Travel: Die Sauschneider]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lungau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lungau1963</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei:Sauschneider_Schwein.jpg&amp;diff=78542</id>
		<title>Datei:Sauschneider Schwein.jpg</title>
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		<updated>2008-11-24T13:30:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: {{Bildbeschreibung2 Lungauer Sauschneider
|Beschreibung =Lungauer Sauschneider beim kastrieren
|Quelle = Archiv Ronacher
|Fotograf = Unbekannt
|Erstelldatum = Unbekannt
|Lizenzkommentar = Frei
}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
{{Bildbeschreibung2 Lungauer Sauschneider&lt;br /&gt;
|Beschreibung =Lungauer Sauschneider beim kastrieren&lt;br /&gt;
|Quelle = Archiv Ronacher&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
== Lizenz: ==&lt;br /&gt;
{{Bild/Nutzung überlassen}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lungau1963</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserschie%C3%9Fen&amp;diff=78274</id>
		<title>Wasserschießen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Wasserschie%C3%9Fen&amp;diff=78274"/>
		<updated>2008-11-21T23:08:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: Die referenzierte Webseite ist meine eigene und die Texte habe ich selbst geschrieben!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Das Preberseeschießen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Jahr im August messen sich Schützen aus aller Welt an dem seit 1834 bekannten Preberseeschießen, bei dem die Kugel vom Wasser abprallt und dann ihr Ziel erreichen soll.&lt;br /&gt;
Ungefähr 120m beträgt die Entfernung des Schießstandes zu den Scheiben. Das Preberseewasser reflektiert wegen seines hohen physikalischen Gewichtes das Geschoss, das eine etwa 3cm tiefe Mulde in das Wasser drückt und als „Querschläger“ oder „Geller“ die Holzzielscheibe trifft.Der Anfang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Anfang ==&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass bei der üblichen Entenjagd am Prebersee ein Jäger auf sein Opfer anlegte, stattdessen aber das Wasser traf. Von dem Effekt der abgellenden Kugel beeindruckt &lt;br /&gt;
und neugierig gemacht, wurde aus dem anfänglichen Herum-experimentieren das Preberseeschießen. Die erste bekannte Preberseescheibe stammt aus dem Jahre 1834 und ist heute im Heimatmuseum Tamsweg ausgestellt. Daraus läßt sich schließen, dass es seit dem Jahre 1834 das Preberschießen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Presse ==&lt;br /&gt;
Zum offiziellen Preberseeschießen ist, im Gegensatz zu den vereinsinternen Treffen, die zu besonderen Gelegenheiten wie Hochzeit oder runde Geburtstage für die Mitglieder veranstaltet werden, jeder Schütze willkommen. „Der Grundsatz der Schützengesellschaft ist, jedem Interessierten die Möglichkeit zu geben, das Preberseeschießen mitzuerleben, aber es trotzdem nicht für den Tourismus zu missbrauchen.“ 1934 im Rahmen des 100. Jubiläumsschießens wurde das Ereignis durch die Licht und Tonbild AG Selenophon in Wien für die Wochenschau zum ersten Mal gefilmt. Nach den wenigen fotografischen Ver-ewigungen, bot sich mit dem Filmmaterial erstmals die Chance, den Geschoßeinschlag im Wasser genauer zu erforschen. Auch in verschiedenen Quizshows verblüffte das Preberseeschießen so manchen Fernsehzuschauer und Kandidaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Geller oder Querschläger ==&lt;br /&gt;
Das Wasser des Prebersees reflektiert das Geschoss, das eine etwa 3 cm tiefe Mulde ins Wasser drückt und mit etwas Glück und Geschick prallt der „Geller“ oder „Querschläger“ an die am Seeufer aufgestellte Scheibe. Bereits 1903 wurde in einer Dissertationsarbeit von Karl Ramsauer über den Rikoschettschuss und über die vielen physikalischen Zusammenspiele geforscht und nachgedacht. Eine wichtige Rolle spielt vermutlich das hohe physikalische Gewicht des Moorsees. Früher wurde mit Feuerstutzen und Rundkugeln geschossen. Heute werden beim traditionellen Preberseeschießen KK-Standard- und Sportgewehre, jedoch ohne Lochschaft und Armstütze benutzt. Der Feuerstutzen darf aus Sicherheitsgründen nur mehr für das direkte Zielen auf die Standscheibe genutzt werden. Für das Schießen auf die Wasserscheibe werden heute KK-Bleigeschosse verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Scheibe oder das erste dokumentierte Preberseeschießen ==&lt;br /&gt;
Heute wird auf 6 Wasserscheiben und 6 Standscheiben stehend frei gezielt. Die Schussdistanz von ungefähr 120 m hat sich zu früher nicht verändert; die Zielscheiben und deren Anzahl im Laufe der Zeit schon. Die erste bekannte Scheibe hatte einen Durchmesser von 80 cm, der in vier Kreisen mit je 9 cm, 18 cm, 27 cm und 36 cm Durchmesser eingeteilt ist. Aus Holz geschnitzte Lorbeeren umrahmen die Scheibe auf die der Preber und das Preberseeschießen dargestellt waren. Das Bild der ersten bekannten Preberseescheibe ist fast ein Protokoll des Ereignisses. Sie gibt Auskunft über die teilnehmenden Schützen, die namentlich in den seitlichen Lorbeeren aufgezählt werden. Ebenso wird die Jury, der Schützenschreiber und der Zieler, festgehalten. Die Inschrift dieser Scheibe aus 1834 lautet:“ Zum Andenken an das merkwürdige Wasser Scheiben Schüssen welches Herr Franz Anton Winkler, bürgerl. Handelsmann in Tamsweg, den 4. November 1834 wegen der seltenen schönen Jahreszeit gegeben hat in Prebersee“. Aber nicht nur die gute Stimmung und die Jahreszeit sind in der Scheibe verewigt. Anhand der Kugellöcher lässt sich konstruieren wie viele Schüsse an jenem Preberseeschießen gefeuert wurden (der damalige Zieler nummerierte 68 Schüsse), wie viele getroffen haben (42 Einschläge) und die sich daraus ergebenden 26 Fehlschüsse. Heute haben die Holzzielscheiben einen Durchmesser von 22,5 cm und sind von einem 90 cm x 100 cm großen Rahmen umgeben. Das Zentrum der Scheibe befindet sich 90 cm über dem Wasserspiegel. Mit einem Tiefschuss aus 150 cm versuchen bis zu 150 Schützen, die aus aller Welt anreisen, ihr Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Treffer ==&lt;br /&gt;
Bei ruhigem Wetter stehen die Chancen für viele exakte Treffer gut. Es werden nur die „Blättchen“ (Treffer) gewertet und so haben auch Ungeübte oft das Glück unter den Preisträgern zu sein. Im Gegensatz zu heute ist das Werten der Treffer früher richtig spannend und unterhaltsam gewesen. Denn war der Schuss erst einmal abgefeuert, dann wurde ein so genannter „Zieler“ verständigt, der dann meist kostümiert aus seiner Deckung sprang und den Einschlag auf der Scheibe suchte. War kein Treffer zu finden, dann zeigte der Zieler begleitet von lustigen Gebärden mit einem Zielerlöffel, auch Zielerrute genannt, den Fehlschuss an. Wurde aber getroffen, dann wurde mit der Zielerrute die Entfernung zum Zentrum vermessen. Je nach dem wie oft der Zielerlöffel dazwischen passte, machte der Zieler dann die gleiche Zahl Purzelbäume oder Luftsprünge. Lag der Schuss genau im Zentrum, ritt der Zieler auf einem Steckenpferd um die Scheibe herum, was oftmals mit einem Sprung in den See endete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Zielen ==&lt;br /&gt;
Ungefähr 120 m beträgt die Entfernung des Schießstandes zu den Scheiben, die am Ufer des Sees so aufgestellt werden, dass auf das Spiegelbild im Wasser gezielt und geschossen werden kann. So einfach das klingt, es ist ein schwieriges und mit Glück behaftetes Unterfangen, ins Schwarze zu treffen. Die Schützen müssen die teils willkürliche Bewegung des Wassers berücksichtigen. Dazu suchen sie sich einen Zielpunkt in einem gewissen Abstand von der Originalscheibe oder der Uferlinie. Ein typischer Schießfehler unterläuft den Schützen leicht, durch das Umkehren des Zieles im Spiegelbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Briefmarke ==&lt;br /&gt;
Die Preberseeschützen gehören keinem Dachverband an. Sie stehen finanziell auf eigenen Beinen und sind daher auf Unterstützung angewiesen oder müssen bei Bedarf über ihren eigenen Schatten springen und das Preberseeschießen vermarkten. Eine großzügige Gönnerin des Preberseeschießens war die Gräfin Szapary, die das Schützen- und Jagdwesen im Lungau sehr unterstützte. 2001 wurde den Preberseeschützen zu Ehren eine Sonderbriefmarke in der Serie „Volksbrauchtum und volkskundliche Kostbarkeiten“ gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
[[http://www.lungau.travel/index.cfm/DICEID/12/LGID/1/PGID/1177/Prebersee-Wasserscheiben-schiessen Lungau.Travel: Das Preberseeschießen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lungau1963</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Sauschneider&amp;diff=78273</id>
		<title>Sauschneider</title>
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		<updated>2008-11-21T22:53:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: Die referenzierte Webseite ist meine eigene!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Die Heimat der Sauschneider =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitten im Herzen Österreichs liegt umringt von den Radstädter und Schladminger Tauern sowie den Nockbergen der Lungau. Die Trennung vom Land Salzburg und Kärnten durch die natürlichen Barrieren prägte die Bewohner des Lungauer Hochplateaus und beeinflusste ihr Leben. Größtenteils lebte die Bevölkerung sehr bescheiden von der kargen Landwirtschaft, die wegen des rauen Klimas kaum Getreideanbau zuließ. Deshalb konzentrierten sich die Lungauer Bauern auf die Viehzucht, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und viele Männer gingen zusätzlich einem Nebenerwerb nach. Die eigene Viehzucht machte sie zu erfahrenen Viehkastrierern, und ihre Fähigkeiten in der „Viehschnittkunst“ ließ die Bauern auch außerhalb des Lungaus zu gefragten Männern werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mit der Haltung von Tieren begann aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Viehschneiderei. Hinweise findet man immer wieder wie zum Beispiel auf einer Silbermünze aus Makedonien, deren Prägung bereits 500 Jahre vor Christus eindeutig ein Ochsengespann zeigt oder auf einem Holzschnitt von 1518, worauf ein Viehschneider bei der Kastration eines Bullenkalbes zu sehen ist. Angefangen mit einer Urkunde des Pfleggerichts Moosham von 1752 findet man im Bürgerbuch des Marktes Tamsweg, dem Pfarrarchiv, im Notelbuch sowie in der Registratur des Bezirksgerichtes Tamsweg ab der Mitte des 17. Jahrhunderts Aufzeichnungen über die Lungauer Sauschneider. Eine Scherzfrage beantwortet die Frage: „Wer ist älter? Die Viehschneider oder die Christenheit?“ mit folgender - bezeichnender - Antwort: „Ganz klar: die Viehschneider! Denn an der Krippe vom Jesuskind standen im Stall ein Esel und ein Ochse.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sauschneider und ihre Kunst ==&lt;br /&gt;
Die Sauschneider und ihre Fertigkeiten beeindruckten auch die damaligen Künstler, die sie in ihren Werken unvergesslich machten. Bedeutende Rollen haben die Sauschneider im Wiener Theater und auch in der klassischen Musik bekommen. Ein Klavierstück trägt den Titel „Acht Sauschneider müassen´s seyn“ und wurde von Hayden 1765 erschaffen. Mozart verwendete Teile dieses Stücks, dem so genannten Ständelied, in seinem „Gallimatthias Musicum“. Der Komödiant Anton Stranitzky stammte selbst aus der Lungauer Nachbarschaft, der Steiermark und ließ die gesellige, humorvolle Art der Sauschneider in die „Wiener Hanswurst Spiele“ einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Vorteile der Kastration ==&lt;br /&gt;
Die Kastration war bei den Nutz- und Haustieren ein beliebter Weg die Tiere umgänglicher zumachen und die Vermehrung zu kontrollieren. In Folge der Kastration verlieren die Schweine ihren typisch strengen Eigengeruch. Das verbessert geschmacklich die Fleischqualität. Ein weiterer Vorteil ist die schnellere Gewichtszunahme. Alle kastrierten Tiere - weibliche wie männliche - werden ruhiger und erhalten eigene Namen: Hennen werden zu Poularden, Hengste zu Wallachen, Stiere zu Ochsen, der Widder zum Hammel, der Ziegenbock zum Schnitzbock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kastration ==&lt;br /&gt;
Männliche Tiere wurden von den Sauschneidern blutig oder unblutig kastriert. Bei der  blutigen Entnahme der Fortpflanzungsorgane erfolgt ein Schnitt in den Hodensack, anschließend werden die Hoden entfernt. Durch Quetschung des Samenstranges mit Zangen oder durch Abschnürung des ganzen Hodensackes wird die unblutige Kastration durchgeführt. Bei weiblichen Tieren muss immer der Bauchraum geöffnet werden, damit die Eierstöcke nach dem Durchtrennen der Eileiter entfernt werden können. Erst seit 1979 ermöglicht ein Bescheid, dass Kastrationen unter örtlicher Betäubung von den Sauschneidern vorgenommen werden dürfen. Vorher erleichterte den Tieren nur ein sehr rasches und geschicktes Arbeiten der Kastrierer die Schmerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gai ==&lt;br /&gt;
Bis zu 400 Sauschneider zogen früher vom Lungau aus, um ihre Arbeit zu verrichten. Damit sie sich nicht gegenseitig in die Quere kamen, waren ihre Arbeitsgebiete in „Gaie“ eingeteilt. Dahinter steckt das Wort „Gau“ wie es auch in Lungau zu finden ist und es impliziert, dass ihr persönliches Arbeitsgebiet genauso stark umgrenzt und geschützt sein sollte, wie der Lungau. Heute heißt das wohl Gebietsschutz. Ihren Gai vererbten oder verkauften die Sauschneider weiter. Knapp Tausend Schweine, bis zu 200 Hengste, 400 Stiere und jede Menge kleinere Tiere konnte ein guter Gai an Jahresarbeit bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsstätten ==&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider gingen ihrer Arbeit in sämtlichen Ländern der Ungarischen Monarchie und in Teilen des Deutschen Reiches nach. In Bayern, Mähren, Sachsen, der Pfalz und Ungarn wurde ihr Können geschätzt. Schon damals gab es für Reisende, die in einem anderen Land arbeiten wollten, gewisse Regeln zu beachten. So mussten zum Beispiel Sauschneider ungarische Sprachkenntnisse nachweisen, das sollte ungarische Kastrier vor Konkurrenz schützen. Aber findige Lungauer lernten kurzerhand ungarisch oder ließen ihre Söhne direkt in Ungarn die Sprache erlernen. Auch im eigenen Land sollte den Lungauer Sauschneidern das Ausüben ihres Berufes durch ein kaiserliches Patent von 1775 erschwert werden. Allerdings ohne allzu großen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sauschneiderberechtigung ==&lt;br /&gt;
Um zu gewährleisten, dass die Tiere so gut wie möglich kastriert werden, sprich möglichst komplikations- und schmerzfrei, musste man, um eine Zulassung als Sauschneider zu erhalten, eine Ausbildung absolvieren. Das war schon 1786 Voraussetzung für eine Bewilligung. 1924 schrieben die Behörden eine Lehre bei einem erfahrenen Viehschneider vor. Zuerst durfte der Lehrling seinen Lehrer drei Jahre lang nur begleiten, bevor er nach einem weiteren 2-jährigen Praktikum eine Prüfung ablegen konnte. Das theoretische und praktische Wissen aus fünf Jahre Ausbildungszeit wurde vom Amtstierarzt  unter Zeugen abgefragt und bei einer männlichen und weiblichen Tierkastration überprüft. Erst dann war man ein offizieller Viehschneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorschriften ==&lt;br /&gt;
Zusätzlich zur erfolgreich abgelegten Prüfung brauchte der Sauschneider auch sein eigenes Arbeitsgebiet, seinen  Gai und er musste sich vor Arbeitsbeginn beim Amtstierarzt und auch bei der Gemeinde melden. Arbeitsverbote wurden zugelassenen Viehschneidern in der Regel allerdings nur verhängt, um eventuelle Krankheiten und Seuchen nicht von Hof zu Hof zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markenzeichen ==&lt;br /&gt;
Die Kleidung der Sauschneider war ihre Visitenkarte. Während ihrer Dienstreisen sollte man schon von weitem ihre Kompetenz und ihren Beruf erkennen. Zusätzlich musste die Kleidung genügend Schutz vor beißenden, ausschlagenden Tieren gewähren und durfte trotzdem nicht die Bewegungsfreiheit einschränken, die für die Kastration wichtig ist. Dazu trugen die Sauschneider Lederhosen, später Ledergamaschen und –stiefel.  Ein Arbeitsschurz in blau schützte vor Verschmutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lungauer Sauschneider hatten als eindeutiges Erkennungsschild einen weißen Adlerflaum an den Hut gesteckt, die manchmal mit einem Truthahnflaum ersetzt wurde, wenn kein Original zur Hand war. Dank dieses unverkennbaren Markenzeichens, konnten die Bauern die Sauschneider sofort ausmachen. Mit „Austrommeln“ oder Ausrufen mussten die Sauschneider selten nachhelfen, um Aufträge zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitszeiten ==&lt;br /&gt;
Dauer und Zeitpunkt der Ausübung ihres Nebenerwerbs, der Sauschneiderei, richtet sich nach dem Lebensablauf auf dem heimatlichen Hof und der Witterung. Erntezeit machte die Sauschneider daheim unabkömmlich und Kälte war nicht gut für die Wundheilung bei den Tieren. Heute wie damals beeinflusst das Pendeln zwischen Arbeitsstätte und Zuhause das Familienleben massiv. Sorgen um den auswärtsarbeitenden Mann, die alleinige Verantwortung um das Wohlergehen von Hof und Kindern verlangte auch den Frauen der Sauschneider einiges ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreichischer Viehschneiderverein ==&lt;br /&gt;
Am 15. Jänner 1922 wurde in St. Michael im Lungau der „Österreichische Viehschneiderverein“ gegründet. Mit diesem Verein wollten sich die Viehschneider gegen Existenzbedrohende Schwierigkeiten schützen, vor allem Pfuscher machten den ausgebildeten Sauschneidern das Leben schwer. Strikte Bestimmungen für die Ausbildung und Ausübung sowie die Durchsetzung und Vertretung der Interessen der österreichischen Viehschneider waren die Ziele. Als großen Erfolg konnte der Verein die Errungenschaft der gesetzlichen Erlaubnis, als Viehschneider auch lokale Betäubung einsetzen zu dürfen, verbuchen. Nach 60-jährigem Bestehen waren die Bedürfnisse nach einem Viehschneiderverein vorerst gestillt und der Verein löste sich auf. Im Lungauer Landschaftsmuseum werden die Schriftstücke  und Gegenstände aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Dezember 2007 fand das große Heimkehrfest der Lungauer Sauschneider in St. Michael statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Obmänner des Viehschneidervereins ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
1926 bis 1931    Rupert Sampl, Fischer, St. Margarethen&lt;br /&gt;
1931 bis 1938    Johann Landschützer, Heinerer, Bruckdorf&lt;br /&gt;
1939 bis 1945    Alpenländischer Viehschneiderverein mit komm. Leiter&lt;br /&gt;
1946 bis 1948    Josef Gruber, Prodinger, Stranach&lt;br /&gt;
1948 bis 1957    Peter Lüftenegger, Schlickwirt, Oberweißburg&lt;br /&gt;
1957 bis 1961    Joachim Landschützer, Binder, St. Margarethen&lt;br /&gt;
1961    Michael Gruber, Staigerwirt, St. Michael bis Ende der 70er Jahre&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Andere Länder- Andere Sitten ==&lt;br /&gt;
Einer Sage nach, die ganz genau in den „Lungauer Volkssagen“ von 1921 des Lungauer Sagensammlers Michael Dengg steht, soll sich folgendes zugetragen haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sauschneider aus Zederhaus hatte sein „Gai“ weit weg in Ungarn an der türkischen Grenze. Dort wohnte er im Hause eines reichen angesehenen Türken, wo er jedes Mal, wenn er kam, gastliche Aufnahme fand und wie ein Freund des Hauses behandelt wurde. Er aß mit dem Hausherren an einem Tische und hatte auch sonst den vertrautesten Verkehr mit ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur verwunderte er sich darüber, dass er dessen Frau nie zu Gesicht bekam und seines Tages gab er dieser seiner Verwunderung dem Türken gegenüber offen Ausdruck. „Wenn bei uns daheim“, so sagte er, „ein Freund im Hause weilt, so bleibt ihm nichts verborgen und die ganze Familie steht mit ihm im vertrautesten Verkehr und ich bin nun schon so lange in deinem Hause und habe noch nicht einmal deine Frau gesehen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Türke machte ihm Vorstellungen, indem er sagte, dass dies nicht gehe und er dies unmöglich von ihm verlangen könne. Doch der Sauschneider beharrte auf seinem Wunsche, auf seine langjährige Freundschaft sich berufend. Der Türke widerstand lange den Unsinnen seines Freundes. Doch als dieser nicht nachgab, biss er die Lippen zusammen und sagte in verändertem Tone. „Nun denn, es sei, du sollst sie sehen.“ Dann rief er seine Frau und als sie erschien, befahl er ihr, den Schleier, welcher ihr Gesicht verhüllte, zu lüften. Doch diese zögerte damit, so dass er den Befehl mehrmals wiederholen musste. Endlich zog sie den Schleier zurück und betrachtete ihre Umgebung mit zaghaftem Blicke. Der Sauschneider war entzückt von der Schönheit dieser Frau und konnte sich nicht satt daran sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endlich nach längerem Schweigen sagte der Türke, zu seinem Freunde gewendet in kaltem Tone: „Nun, hast du sie dir genugsam angeschaut?“ Dieser nickte. Da holte der Türke eine Schusswaffe hervor und richtete sie auf seine Frau. Ein Schuss knallte und zu Tode getroffen lag dieselbe leblos zu seinen Füßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sauschneider, auf das äußerste bestürzt, frage den Türken, warum er dies getan? Dieser erwiderte finster: „Weißt du denn nicht, dass nach unserem Gesetz eine Frau, die in eines anderen Mannes Antlitz geschaut, dem Tode verfallen ist? Du hast mir durch deinen Starrsinn das Liebste genommen. Entferne dich, denn sonst weiß ich nicht, was noch geschieht.“ Da wurde der Sauschneider sehr betrübt und verließ traurig das Haus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[[http://www.lungau.travel/index.cfm/DICEID/12/LGID/1/PGID/1178/Sauschneider Lungau.Travel: Die Sauschneider]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lungau1963</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kasmandln&amp;diff=78272</id>
		<title>Kasmandln</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kasmandln&amp;diff=78272"/>
		<updated>2008-11-21T22:41:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lungau1963: Die referenzierte Webseite ist meine eigene!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Kasmandl =&lt;br /&gt;
Die Kasmandl beherrschen den Lungau und die angrenzende Ramsau im Bundesland Salzburg in Österreich. Nach alter Tradition verlassen die Sennleute und Bauern zum Martinitag am 11. November endgültig ihre Almhütten und kehren erst wieder am 24. April, den Georgitag, zurück. Während dieser Zeit nutzen die kleinen zwergenähnlichen Kasmandl die Hütten als Winterquartier. Weil sie den Almsommer über die Milchkühe beschützen, finden sie ein wenig Nahrung und Ofenholz vor. Als Dank und auch um sie für den nächsten Sommer wohlwollend zu stimmen. Erzürnte Kasmandl würden womöglich die Kühe erschrecken. Sie wurden auch &amp;quot;Der unheimliche Almraunzl&amp;quot; oder &amp;quot;Das Hüttenwaberl&amp;quot; bzw &amp;quot;Die Winterschwoagerin&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Aberglaubern heraus entstand der Brauch des Kasmandlgehens. Am Vorabend von Martini gehen heute Kinder als Kasmandl angezogen von Haus zu Haus, sagen Gedichte auf, singen Almlieder und verteilen Almspezialitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Das Gedicht Kasmandl ==&lt;br /&gt;
I bin´s Kasmandl va da Hoach-Alm, 50 Jahr bin i docht obn umananda gwalgn, es hat oft gneblet, blitzt und kracht, und a fürchterliches Wetta bracht. Drum kemma ma heit zu die Häusa hea, der Weg war weit und kiatiaf Schnea.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Web ==&lt;br /&gt;
[[http://www.lungau.travel/index.cfm/DICEID/12/LGID/1/PGID/1162/Kasmandl Lungau.Travel: Die Kasmandl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lungau1963</name></author>
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