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	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-20T03:57:20Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Anton_Wallner&amp;diff=2539989</id>
		<title>Anton Wallner</title>
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		<updated>2026-01-27T08:08:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: Aktualisierung Weblink&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Obertauern 049.JPG|thumb|[[Anton-Wallner-Denkmal in Krimml]].]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anton Wallner&#039;&#039;&#039; (* um [[1756]] [[Krimml]] oder [[Wald im Pinzgau|Wald]] im [[Oberpinzgau]], † [[15. Februar]] [[1810]], [[Wien]]) war Wirt des Gasthauses Aichberger (auch Eichberger) im salzburgischen [[Windisch-Matrei]] sowie k.k. Bevollmächtiger und Oberkommandant im Salzburger Gebirgsland während des 5. [[Koalitionskrieg 1809|Koalitionskrieges]] [[1809]] gegen das [[Salzburg unter Napoleon|napoleonische Frankreich]] und seinen Verbündeten [[Königreich Bayern|Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Abgeleitet vom Wirtshausnamen wird er oft auch als &amp;quot;der Aichberger&amp;quot; oder &amp;quot;Eichberger&amp;quot; bezeichnet. Zu den Quellen über ihn zählen Briefe, Berichte von Zeitgenossen und Mitkämpfern sowie Beschreibungen. Er selbst hat nichts über sich geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Leben bis 1809 ===&lt;br /&gt;
Anton Wallner stammt aus einer Oberpinzgauer Bauernfamilie; seine Eltern waren Hans und Maria Wallner (Hollausin). Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt. Am zuverlässigsten lässt sich sein Geburtsjahr durch die Eintragung seines Todestages am 15. Februar 1810 im Sterberegister des Alser Vorstadtkrankenhauses in Wien festlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;laut Sterbebuch: 03–013, Seite 20 | 08., Alservorstadtkrankenhaus | Wien, rk. Erzdiözese (östl. Niederösterreich und Wien) | Österreich | Matricula Online, abgerufen am 15. Mai 2023. Wallner starb am 15. Februar (siehe [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/08-alservorstadtkrankenhaus/03-013/?pg=23 data.matricula-online.eu], 5. Eintrag am 15. Februar 1810). Laut einer Änderung von [[Benutzer:Aschempp]] (15. Mai 2023) wird jedoch der 16. Februar angegeben, basierend auf [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Klammer, Joachim: &amp;quot;Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. Ein Rückblick.&amp;quot; In: [[Fritz Hörmann|Hörmann, Fritz]]; [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]] (Hg.): &amp;quot;Frieden – Schützen 1809–2009. Struberschützen [[Golling]]/[[Werfen]].&amp;quot; 2009, S. 216. Für den 16. Februar findet sich jedoch im Sterbebuch des Alservorstadtkrankenhauses kein Eintrag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage.jpg|thumb|Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird angegeben, dass &amp;quot;Anton Wallner&amp;quot; im 54. Lebensjahr verstorben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbebuch – 03-013|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien/Niederösterreich (Osten): Rk. Erzdiözese Wien|Österreich|Matricula Online (matricula-online.eu). Differenzierte und genaue Angaben zum Geburtsdatum Wallners und zu seinen familiären Verhältnissen finden sich auch bei: [[Friederike Zaisberger]]: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, Fritz Hörmann (Hrsg.): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996, S. 222–224, sowie bei: Anton Ritter von Schallhammer: Kriegerische Ereignisse im Herzogthume Salzburg in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o.J., S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gemäß einem Steckbrief vom Dezember 1809 war Wallner zu diesem Zeitpunkt 56 Jahre alt und wäre daher um das Jahr 1753 geboren worden. Auf jeden Fall war Anton Wallner legitimer Sohn von Johann Wallner und Maria Hollaus, wie aus dem Trauungsbuch der Gemeinde Wald eindeutig hervorgeht. Quelle: Anton Neureiter, Herbert Handlechner, Christoph Illmer: &amp;quot;Auf, auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen...&amp;quot;. Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge. Salzburg 2025, S. 97–99. Ergänzung am 8. Februar 2025 durch [[Benutzer:Freistädter]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach wurde Wallner um [[1756]] geboren. [[1785]] heiratete Anton Wallner die Walder Wirtstochter Theresia Egger, mit der er insgesamt 16 Kinder hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Anton von Schallhammer]], Kriegerische Ereignisse, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1791]] verkaufte Wallner seinen Pinzgauer Besitz und erwarb den Aichbergerwirt im damals salzburgischen Windisch-Matrei, heute [[Matrei]] in [[Osttirol]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiografien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gründe für Verkauf und Übersiedlung sind unbekannt. Der Erwerb eines Wirtshauses bedeutete sozialen Aufstieg, auch wenn – wie im Fall Wallners – der Besitz im Pinzgau relativ groß war. Gasthöfe waren damals nicht selten mit einer Landwirtschaft verbunden – so auch beim Aichbergerwirt, wo Felder, Wiesen, Almrechte (Blumbesuch) und eine Mühle aufgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Krieg des Jahres [[1797]] gegen die Franzosen nahm Anton Wallner als Kommandant der Landesschützen von Windisch-Matrei teil und marschierte mit ihnen bis nach [[Brixen]]. Auch im Jahr [[1805]] beteiligte er sich als Freiwilliger am Kriegsgeschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1807]] gewann Wallner das Kaiserschießen in Graz.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Begegnung mit Kaiser Franz I. hat ihn offenbar tief beeindruckt und wahrscheinlich zu seiner proösterreichischen Einstellung beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer früheren Version dieses Artikels, in der Änderung vom 4. Februar 2025, stand über die Familie folgende Information:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nach Angaben seiner Tochter Elise Wallner war ihr Vater zum Zeitpunkt der Kämpfe des Jahres [[1809]] 41 Jahre alt. Diese Aussage ist ebenso widersprüchlich wie die Angabe ihres eigenen Alters in ihrem Buch&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Quellenverzeichnis&amp;lt;/ref&amp;gt; (21 statt 16 Jahre). Da im Taufbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]]&amp;lt;ref&amp;gt;Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 12. April 2020]; die Pfarre Wald war bis [[1784]] auch für Krimml zuständig.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Geburt eines Anton Wallners nicht aufscheint und auch sonst jegliche Hinweise auf eine Geburt im [[Pinzgau]] fehlen, kann Anton Wallner zumindest nicht in [[Krimml]] geboren worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Angaben von Elise Wallner wurde ihr Vater [[1768]] &amp;quot;auf der sogenannten [[Hinterlehengut|Hinterlehn]]&amp;quot; im [[Oberpinzgau]] geboren. Beim Ausbruch der Insurrektion in Tirol wäre er 41 Jahre alt gewesen. Siehe &amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 15. Gegen das Geburtsjahr 1768 spricht allerdings, dass Anton Wallner im Jahr der Übertragung des im Besitz des Ehepaares Jo(h)ann und Maria Wallner (geborene Hollaus) befindlichen Gutes Hinterlehen in Oberkrimml im Mai 1778 und des vermutlich im verwandtschaftlichen Besitz befindlichen Gutes Oberkäsbach im Oktober 1778 (Ringlschwendtner S. 107; hier als Quelle angegeben: Landschaftlicher Steuerkataster des [[Pfleggericht Mittersill|Pfleg- und Landgerichts Mittersill]] im Salzburger Regierungs-Archiv) erst zehn Jahre alt gewesen und allen – zumindest – sieben Geschwistern (Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 20. April 2020]) vorgezogen worden wäre. 1768 wäre sein Vater ( [[20. Mai]] [[1711]]) 57 und seine Mutter Maria ( [[21. März]] [[1719]]) bereits 49 Jahre alt gewesen. Nach Elise Wallner wurde Anton Wallner &amp;quot;kaum dem Knabenalter entwachsen, 16 Jahre alt, ... schon durch den Tod beider Eltern beraubt.&amp;quot; (&amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 18) Elise Wallner gibt weiter an, dass die Heirat ihres Vaters &amp;quot;acht Jahre nach dem Tod seiner Ältern&amp;quot; stattgefunden habe. Die Hochzeit von Anton Wallner und Theresia Egger [auch E(c)ker] ist durch das Trauungsbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]] im Jahre [[1785]] abgesichert. Darin wird Wallner als ehelicher Sohn des Johann Wallner und der Maria Hollaus angeführt (Trauungsbuch – TRBII|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online; abgerufen am 10. April 2010). Laut Totenbuch der Pfarre Wald im Pinzgau verstarb Jo(h)ann Wallner jedoch am [[23. Dezember]] [[1775]] und Maria Wallner (Hollausin) erst am [[29. November]] [[1790]] (Sterbebuch|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online; abgerufen am 10. April 2010 [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/RegSTBIIIII/?pg=1 data.matricula-online.eu]). Wenn die Angaben von Elise Wallner stimmen, kann zumindest Maria Wallner nicht die leibliche Mutter von Anton Wallner gewesen sein. In FN 3 sind diese Angaben von Elise Wallner allerdings dokumentarisch widerlegt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bezüglich Elise Wallners Buch ist anzumerken, dass dieses nicht von ihr selbst, sondern von A...L, das ist Anton Grill, verfasst wurde; Elise Wallner fungierte als Herausgeberin. Der von Anton Wallner im Jahr [[1791]] verkaufte Erbhof der Familie Wallner liegt auf 1&amp;amp;nbsp;150 [[m ü. A.]] in der Nähe der [[Krimmler Wasserfälle]]. Das frühere Bauernhaus steht heute unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Krimml|Denkmalschutz]] und wird als Ferienhütte vermietet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Jahr 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Jahr wurde Anton Wallner Unterleutnant der Windisch-Matreier Schützenkompanie und nahm an der Verteidigung der [[Lofer]]er Pässe teil. Im Juni wurde Anton Wallner von Andreas Hofer mittels Boten aufgefordert, die Landesverteidigung im Pinzgau zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Salzburger Landesarchiv]], Churf. u. k.k. österr. Reg. XIX 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des Monats wurde Wallner vom kaiserlich-königlich (österreichischen) Intendanten Roschmann-Hörburg, der das zuständige kaiserliche Organ in Tirol war, gemeinsam mit Bartholmä Hohlaus zum Bevollmächtigten für die Aufstellung und Organisation von Schützenkompanien und Landsturm im Salzburger Gebirgsland ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222-224, SCHALLHAMMER, Kriegerische Ereignisse, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge unterschrieb Wallner meist als &amp;quot;Kommandant&amp;quot; oder &amp;quot;Oberkommandant&amp;quot;, Hohlaus als &amp;quot;Unterkommandant&amp;quot;. Die Gründe für die Kompetenzaufteilung sind unbekannt – möglicherweise ging es um eine Effektivierung der Kommandostruktur und eine klare Zuständigkeitsverteilung. Das Hauptquartier befand sich in [[Weißbach bei Lofer]]. In der Folge bereiste Wallner den [[Pongau]], um dort ebenfalls den Widerstand gegen Franzosen und Bayern zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Pirker: Die Franzosenkriege im Pongau und Pinzgau. Dissertation. Innsbruck 1995, S. 132, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Gefecht von Taxenbach ===&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hauptartikel [[Halbstundenbrücke]] &lt;br /&gt;
Österreich verlor im Jahr 1809 den Krieg und musste am [[12. Juli]] einen Waffenstillstand in Znaim (Tschechien) schließen. Salzburg war zu diesem Zeitpunkt faktisch zweigeteilt: Im Norden regierte die von den Franzosen eingesetzte und kontrollierte &amp;quot;Generallandesadministration&amp;quot; (GLA), die sich jedoch südlich des [[Pass Lueg|Passes Lueg]] trotz der Unterstützung durch etliche Pfleger und Pfarrer nicht durchsetzen konnte. Diese GLA verkündete am [[15. Juli]] den erwähnten Waffenstillstand. Den Aussagen und Aufrufen der GLA sowie der Nachricht über den Friedensschluss wurde jedoch in weiten Kreisen – auch von Wallner, Roschmann-Hörburg und Andreas Hofer selbst – nicht geglaubt; vielmehr wurden sie als Kriegslist – heute würde man &#039;&#039;Fake News&#039;&#039; dazu sagen – eingeschätzt. Erst am [[27. Juli]] gelangte im Westen eine von Erzherzog [[Johann von Österreich|Johann]] beglaubigte Information über den Waffenstillstand an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pirker, Franzosenkriege, S. 138, S. 140; [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: [[Osttirol]] im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 44f&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner hatte davon keine Kenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Erhebung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefolge der Vertreibung der Bayern und Franzosen aus Tirol im August 1809 ernannte [[Andreas Hofer (Freiheitskämpfer)|Andreas Hofer]] Anton Wallner erneut zum Oberkommandanten im Pinzgau.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Oberhofer: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008, Dokument Nr. 306, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mittersiller Schützen wählten ihn zu ihrem Hauptmann.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner war in der Folge bei Kämpfen um die Loferer Pässe führend beteiligt. Als Oberkommandant rückte Wallner auch in das damals wie Salzburg zum [[Kaisertum Österreich]] gehörende [[Propstei Berchtesgaden|Fürstentum Berchtesgaden]] ein, musste sich jedoch bald wieder in den Pinzgau zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Österreich am [[14. Oktober]] [[1809]] geschlossenen Frieden von Schönbrunn brach der Widerstand gegen Franzosen und Bayern im Salzburg nördlich des [[Alpenhauptkamm]]s nach und nach zusammen. Wallner kapitulierte am [[19. Oktober]] in Weißbach bei Lofer und kehrte nach Windisch-Matrei zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Landesverteidiger zum politischen Flüchtling ===&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung der Stadt [[Lienz]] durch französisches Militär und dem Vorrücken der Truppen kam es im [[November]] 1809 zu erneutem Widerstand gegen die Besatzer. Anton Wallner gelang es, die Schützen der Region zu mobilisieren. Nach einem Zusammentreffen zwischen dem französischen General Gougeon und Wallner wurde in einem Gasthaus in Unterpeischlach eine Art Friedensvertrag geschlossen, den ein Geistlicher – der Vikar von St. Johann am Walde – verfasst hatte und den auch Wallner unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dezember]] 1809 kam es zu erneuten Kämpfen zwischen Franzosen und Tiroler Schützen an der Lienzer Klause. Als Reaktion darauf versammelte Wallner erneut Schützen, die unter seiner Führung die französischen Truppen am Aineter Bergl besiegten. Allerdings erlitten die Tiroler an der Lienzer Klause eine Niederlage, und in der Folge beendete auch Anton Wallner endgültig jegliche Kämpfe. Die Franzosen fahndeten nach ihm und nach Panzl. Wallner flüchtete als politisch Verfolgter nach Wien. Bei der französischen Armee ging das Kommando an General Broussier über, der wegen seiner Brutalität berüchtigt war. Er ging mit äußerster Brutalität gegen die Bevölkerung vor. Die Häuser Wallners und Panzls wurden niedergebrannt. Drei Iseltaler, die sich gestellt hatten, sowie mehrere weitere Geiseln wurden erschossen. Der Gemeinderat von Windisch-Matrei musste zwei Männer zur Liquidierung auslosen. Broussier richtete in der Region und darüber hinaus ein wahres Blutbad an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in Osttirol. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009, S. 6–9; Josef Thonhauser: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 85–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Anton Wallners Tod  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wiener Exil erhielt Anton Wallner wegen seiner großen Verdienste um die Landesverteidigung von Kaiser [[Franz I.]] eine Ehrenpension und ein Landgut in einer Region seiner Wahl zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Jänner]] [[1810]] erkrankte Wallner schwer und starb, nachdem er die Falschmeldung über den Tod seiner Familie erhalten hatte, Mitte [[Februar]] [[1810]] an einem Nervenfieber.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 124f.; Zaisberger, Kurzbiographien. In: Zaisberger, Hörmann, Schützen und Bürgergarden, S. 224; Pirker, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anton Wallner wurde am Währinger Friedhof bestattet; das Grab ist bis heute unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Panzl schreibt in seiner Autobiografie über den unerwarteten Tod seines alten Freundes und Kampfgefährten:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Wallner’sche Todespost schlug alle meine Hoffnungen nieder, denn gerade er war es, der alle heißen Tage mit mir aushielt; er war es also, der alle Waffenthaten von mir bezeugen konnte; gerade er war mein bester Freund und Waffenbruder [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen späteren Jahren schrieb der Zeitzeuge und ehemalige Adjutant Wallners, der Kaufmann und [[Bürgermeister der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer|Bürgermeister von Saalfelden]], [[Josef Thalmayr senior]]: &amp;quot;[...] Wallners Charakter verdient in Bezug auf patriotische Gesinnung, redliches und eifriges Streben auf guten Zweke allerdings Achtung und Lob [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, FB 2710/6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tradition und Ehrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenhängend mit dem sich Ende des [[19. Jahrhundert]]s verstärkt entwickelnden Patriotismus und der Besinnung auf die Vergangenheit wurden [[1903]] in [[Taxenbach]] sowie [[1909]] in [[Krimml]] Denkmäler zu Ehren Anton Wallners enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schützenkompanien in Krimml, Taxenbach und Saalfelden sind nach Anton Wallner benannt, ebenso das Pinzgauer Schützenbataillon. Seit [[1959]] findet – zuerst nur in der [[Stadt Salzburg]], im Laufe der Zeit dann immer in einem anderen Bezirk – die [[Anton Wallner-Gedenkfeier]] des [[Landesverband der Salzburger Schützen|Landesverbandes der Salzburger Schützen]] statt, an der Abordnungen aller 111 Salzburger Schützenkompanien und Garden teilnehmen. Neben der Erinnerung an die Landesverteidigung in den Koalitionskriegen und dem Gedenken an verstorbene Schützenkameraden stehen bei dieser Feier vor allem die Mahnung gegen den Krieg sowie das Eintreten für Freiheit und Demokratie im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Auszeichnung für die langjährige Mitgliedschaft und das langjährige Engagement in einer Salzburger Schützenkompanie wird vom Landesverband der Salzburger Schützen die [[Anton Wallner-Medaille]] in Bronze, Silber und Gold verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren Anton Wallners sind der [[Anton-Wallner-Weg (Hallein)|Anton-Wallner-Weg]] in der Stadt [[Hallein]], die [[Anton-Wallner-Straße (Zell am See)|Anton-Wallner-Straße]] in [[Zell am See]], die [[Anton-Wallner-Straße (Saalfelden am Steinernen Meer)|Anton-Wallner-Straße]] [[Saalfelden am Steinernen Meer]] sowie die [[Anton-Wallner-Kaserne]] des [[Österreichisches Bundesheer|Österreichischen Bundesheeres]] in Saalfelden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* https://www.salzburgerschuetzen.at/fileadmin/user_upload/schuetzen/Downloads/Veroeffentl_Fassung_grau_-_Wallnerbiografie_Homepage_Landesverband_.pdf, pdf, Biografie Anton Wallner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]]: &amp;quot;Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig.&amp;quot; [[Verlag Anton Pustet|Anton Pustet Verlag]]; 2023&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]]: &amp;quot;[[Mitterpinzgau]] ([[Saalbach]], [[Saalfelden]], [[Lofer]])&amp;quot;. Selbstverlag J. Lahnsteiner: [[Hollersbach]]; 1962&lt;br /&gt;
* Mitterer, Kurt Anton: Der Pinzgau zur Zeit der Franzosenkriege. Mythos und Wirklichkeit. In: Martin Knoll, Peter F. Kramml, Johannes Lang, Alfred Stefan Weiß: Reise in den Pinzgau. Eine Kulturgeschichte zwischen Saumhandel und Urlaubsdestination. Salzburg 2024, S. 237–291.&lt;br /&gt;
* Neureiter, Anton; [[Herbert Handlechner|Handlechner, Herbert]]; Illmer, Christoph: &amp;quot;Auf! Auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen ...&amp;quot; – &amp;quot;Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge 1797–1809.&amp;quot; Dr.-Hans-Lechner-Forschungsgesellschaft. Salzburg 2025.&lt;br /&gt;
* Oberhofer, Andreas: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008.&lt;br /&gt;
* Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849.&lt;br /&gt;
* Pirker, Ingeborg: Die [[Salzburg unter Napoleon|Franzosenkriege]] im [[Pongau]] und [[Pinzgau]]. Dissertation. Innsbruck 1995.&lt;br /&gt;
* Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in [[Osttirol]]. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009.&lt;br /&gt;
* Redolf, Felix: Der Kampf an der [[Halbstundenbrücke]] bei [[Taxenbach]] 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&lt;br /&gt;
* [[Maximus Ringlschwendtner|Ringlschwendtner, Maximus]]: &amp;quot;Anton Wallner, salzburgischer Schützen-Major im Jahre 1809.&amp;quot; Hsg. v. Anton Wallner-Verein. 2. Aufl. 1902. Aus: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Bd. 41, 1901, S. 105–184.&lt;br /&gt;
* [[Anton Ritter von Schallhammer|Schallhammer, Anton Ritter von]]: Kriegerische Ereignisse im [[Herzogtum Salzburg|Herzogthume Salzburg]] in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o. J.&lt;br /&gt;
* [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck–München 1968.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern–Salzburg–Tirol 1792–1816.&lt;br /&gt;
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, Fritz Hörmann (Hrsg.): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* Zaisberger, Friederike; Hörmann, Fritz (Hrsg.): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* Zaisberger, Friederike; Hörmann, Fritz (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern–Salzburg–Tirol 1792–1816. [[Werfen]]–[[Ainring]] 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Wallner Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koalitionskriege (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krimml]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1810]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Peter_Krackowizer&amp;diff=2533416</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Peter_Krackowizer&amp;diff=2533416"/>
		<updated>2026-01-12T13:15:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: Neuer Abschnitt /* Einfügen eines Links zur Biografie Anton Wallner auf der Homepage des Landesverbandes der Salzburger Schützen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- {{Benutzer inaktiv}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Forenkopf|Willkommen auf der Diskussionsseite von [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SALZBURGWIKI Grundregeln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ältere Diskussionsbeiträge ==&lt;br /&gt;
... findet ihr in meinem Diskussionsarchiv unter [[Benutzer:Peter Krackowizer/Archiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 2026 ==&lt;br /&gt;
=== (noch aus dem Jahr 2025) &amp;quot;Dieser Artikel hat einen Salzburgbezug ... [usw. usf.]&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Können wir diese Art von Information (&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;quot;{{Salzburgbezug}}&amp;quot;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) nicht bitte bitte weglassen? Sie interessiert niemanden (außer einer einzigen Person, nehme ich an) und stört einfach (auch durch ihre bombastische Aufmachung, die in einem Missverhältnis zum - fehlenden - Interesse für den Leser steht! --[[Benutzer:Remora|Remora]] ([[Benutzer Diskussion:Remora|Diskussion]]) 20:39, 19. Dez. 2025 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Entstanden ist diese Vorlage, weil Benutzer Artikel einstellten, die nichts mit Salzburg bzw. den Richtlinien für das SALZBURGWIKI zu tun hatten. Das war der eine Grund. Der andere war, dass es Artikel gibt, bei denen sich ein Leser vielleicht fragt, aus welchem Grund dieser Artikel im SALZBURGWIKI steht. Dieser Tage gab es etwa einen solchen Artikel über einen Landesschulrat „für Oberösterreich und Salzburg“, der in Linz residierte, aber sonst keinen Bezug zu Salzburg aufwies. Bei solchen Artikeln finde ich es gut, wenn man den Leser darauf hinweist, dass wir vom SALZBURGWIKI schon darauf achten, ob Artikel tatsächlich einen Bezug zu Salzburg haben – oder ob jemand einfach einen Artikel einstellt, weil es lustig ist.&lt;br /&gt;
: Womit ich leben könnte, wäre, dass der Balken ganz unten eingefügt wird. Liest jemand derartige Artikel, hat er zumindest am Ende eine Erklärung.&lt;br /&gt;
: Mir persönlich wäre es sowieso lieber gewesen, derartige Grenzartikel erst gar nicht im SALZBURGWIKI zu belassen. Aber Diskussionen seinerzeit und der Wunsch von Claus, alles mit irgendeinem vernünftigen Bezug zu Salzburg so zu belassen, haben dann zu diesen Richtlinien und dem Balken geführt.&lt;br /&gt;
: Wenn es dir wichtig erscheint bzw. richtiger ist, den Balken zu entfernen, frage ich bei Claus nach, was er aus heutiger Sicht dazu sagt, meint gerne zu diesem Thema --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 21:04, 19. Dez. 2025 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Lieber Peter − und lieber Claus −, &lt;br /&gt;
::ja, es erscheint mir wichtig, Leser nicht mit unnützem Ballast aufzuhalten. Die angeführten Argumente überzeugen mich nicht: Benutzer, die z.B. einen nicht salzburgrelevanten Artikel einstellen wollen, haben wohl vorher meistens gar keinen Artikel mit einem solchen Baustein gesehen und können daher auch nicht von ihrem Vorhaben abgehalten werden. Auch dass sich ein Leser nach dem Durchlesen des Artikels vielleicht fragt, warum der im Salzburgwiki steht, ist doch kein ausreichender Grund, alle Leser mit einem solchen Baustein (bei dem der Leser sich wahrscheinlich noch mehr fragt, warum der im Salzburgwiki steht) anzuöden.&lt;br /&gt;
::Dem Verfassen unerwünschter Artikel könnte man zielgerichteter entgegentreten – etwa indem man neuen Benutzer gleich bei der Anmeldung einen entsprechenden Text schickt, eventuell auch durch eine Warnung vor der Anlegung eines Artikels in dem Baustein &amp;quot;Dieser Artikel existiert noch nicht!&amp;quot;--[[Benutzer:Remora|Remora]] ([[Benutzer Diskussion:Remora|Diskussion]]) 18:45, 20. Dez. 2025 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::: Ich hatte Claus noch vor Weihnachten von unserer Diskussion informiert. Er ist aktuell aber sehr eingespannt informiert --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 12:06, 25. Dez. 2025 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::: Ich finde den Balken nicht absurd groß und mich stört er nicht. Zumindest ich habe mich schon mal gefragt, warum z.B. [[Großglockner (Berg)]] oder [[Pasterze]] im Salzburg-Wiki sind, weil sie liegen klar nicht in Sbg, aber über die Großglockner-Hochalpenstraße sind sie halt irgendwie relevant - das wird mit dem Balken ausgedrückt. --[[Benutzer:Kuhni74|Kuhni74]] ([[Benutzer Diskussion:Kuhni74|Diskussion]]) 13:18, 21. Dez. 2025 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlinkung von &amp;quot;Christa Nothdurfter&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Lieber Peter, falls du da dein Helferlein ranlassen willst: https://wiki.sn.at/wiki/Spezial:Linkliste/Christa_Nothdurfter betrifft durchwegs [[Christa Nothdurfter (Journalistin)]]. Ebenso die (fünf?) bisher nicht verlinkten Vorkommen von &amp;quot;Christa Nothdurfter&amp;quot; (außer in den Artikeln [[Christa Nothdurfter (Sonderschuldirektorin)]] und &amp;quot;[[Allgemeine Sonderschule Radstadt]]&amp;quot;).--[[Benutzer:Remora|Remora]] ([[Benutzer Diskussion:Remora|Diskussion]]) 19:25, 3. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: erledigt informiert --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 19:33, 3. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
:::Danke! --[[Benutzer:Remora|Remora]] ([[Benutzer Diskussion:Remora|Diskussion]]) 18:32, 4. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlinkung von &amp;quot;Gerda Dohle&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Lieber Peter, zu &amp;quot;[[Gerda Dohle]]&amp;quot; (neuer Artikel) gibt es 35 Links, aber 40 Suchtreffer. Schafft vielleicht dein Helferlein die fehlenden fünf? --[[Benutzer:Remora|Remora]] ([[Benutzer Diskussion:Remora|Diskussion]]) 18:32, 4. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
: Zwei habe ich gefunden, allerdings gibt es bereits etliche Einträge beider Dohlen, dass es etwas unübersichtlich auf meinem Bildschirm erscheint. Möglich also, dass sich noch Dohlen verstecken informiert gerne --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 18:49, 4. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
:: Danke, kümmere mich um die restlichen. Einmal war &amp;quot;Gerda und Oskar Dohle&amp;quot;, zweimal &amp;quot;&amp;lt;nowiki&amp;gt;[[Gerda Dohle|Dohle, Gerda]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;quot;.--[[Benutzer:Remora|Remora]] ([[Benutzer Diskussion:Remora|Diskussion]]) 17:47, 5. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlinkung von &amp;quot;Phänologie&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Lieber Peter, leider habe ich bei der Nachkorrektur der Lepidoptera-Artikel in den letzten Monaten nicht darauf geachtet, ob die &amp;quot;Phänologie-Fußnote&amp;quot; vorhanden ist. Daher haben sich an die 80 Artikel angesammelt, in denen sie fehlt (aber meistens der dazugehörige Abschnitte &amp;quot;Einzelnachweise vorhanden ist). Könntest Du daher bitte (erneut) generell &amp;quot;Phänologie==&amp;quot; durch  &amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;quot;Phänologie&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&amp;quot;&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ersetzen? --[[Benutzer:Remora|Remora]] ([[Benutzer Diskussion:Remora|Diskussion]]) 08:14, 7. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
: Also 80 waren es nicht, die mein Textersetzungs-Helferlein fand meint --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 09:35, 7. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
:: Danke jedenfalls! --[[Benutzer:Remora|Remora]] ([[Benutzer Diskussion:Remora|Diskussion]]) 09:03, 8. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generelle Ersetzung von &amp;quot;Erzstift Salzburg&amp;quot; durch &amp;quot;Erzstift&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Lieber Peter, dein Helferlein hat am 20. Februar 2019 in 170 Artikeln die Zeichenfolge &amp;quot;&amp;lt;nowiki&amp;gt;[[Erzstift Salzburg]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;quot; durch die Zeichenfolge &amp;quot;&amp;lt;nowiki&amp;gt;[[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;quot; ersetzt. Es ist offensichtlich, dass du eine Verlinkung zu dem Artikel &amp;quot;Erzbischof als Landesherr oder Grundherr&amp;quot; herstellen wolltest, aber warum hast du dabei das Wort &amp;quot;Salzburg&amp;quot; aus &amp;quot;Erzstift Salzburg&amp;quot; entfernt? --[[Benutzer:Remora|Remora]] ([[Benutzer Diskussion:Remora|Diskussion]]) 09:09, 6. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
:Warum ich das Wort &amp;quot;Salzburg&amp;quot; dabei entfernt habe, kann ich mich heute nicht mehr erinnern. Es lässt sich aber sicherlich wieder einfügen. Diese Ersetzung hielt ich für notwendig, weil es damals immer wieder Diskussionen darüber gab, was zum oder was das &amp;quot;Erzstift&amp;quot; ist und was zum oder was das &amp;quot;Erzbistum&amp;quot; ist, samt den dazugehörigen Verwechslungen, die möglicherweise immer noch nicht alle bereinigt sind. Zudem gibt es zum Erzstift offenbar unterschiedliche Erklärungen von Historikern. Ich werde mir die von dir angesprochene Fehlerhaftigkeit gerne anschauen meint --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 09:16, 6. Jan. 2026 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfügen eines Links zur Biografie Anton Wallner auf der Homepage des Landesverbandes der Salzburger Schützen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen herzlichen Dank für Hilfe und Unterstützung! Freistädter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Anton_Wallner&amp;diff=2533083</id>
		<title>Anton Wallner</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Anton_Wallner&amp;diff=2533083"/>
		<updated>2026-01-11T17:12:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: Einfügen eines Links zur Biografie Anton Wallner auf der Homepage des Landesverbandes der Salzburger Schützen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Obertauern 049.JPG|thumb|[[Anton-Wallner-Denkmal in Krimml]].]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anton Wallner&#039;&#039;&#039; (* um [[1756]] [[Krimml]] oder [[Wald im Pinzgau|Wald]] im [[Oberpinzgau]], † [[15. Februar]] [[1810]], [[Wien]])&lt;br /&gt;
Rufe dazu auf: https://www.salzburgerschuetzen.at/fileadmin/user_upload/schuetzen/user_upload/20260104_AN_HH_CI_Biografie_Anton_Wallner.pdf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anton Wallner war Wirt des Gasthauses Aichberger (auch: Eichberger) im salzburgischen [[Windisch-Matrei]] sowie k.k. Bevollmächtiger und Oberkommandant im Salzburger Gebirgsland während des 5. [[Koalitionskrieg 1809|Koalitionskrieg]]es [[1809]] gegen das [[Salzburg unter Napoleon|napoleonische Frankreich]] und seinen Verbündeten [[Königreich Bayern|Bayern]]. Abgeleitet vom Wirtshausnamen wird er oft auch als &amp;quot;der Aichberger&amp;quot; oder &amp;quot;Eichberger&amp;quot; bezeichnet. Quellen über ihn sind Briefe, Berichte von Zeitgenossen, Mitkämpfern und Beschreibungen. Er selbst hat nichts über sich geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Leben bis 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anton Wallner stammt aus einer Oberpinzgauer Bauernfamilie; seine Eltern waren Hans und Maria Wallner (Hollausin). Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt. Am wahrscheinlich zuverlässigsten lässt sich sein Geburtsjahr durch die Eintragung seines Todestages am 15. Februar 1810 im Sterberegister des Alser Vorstadtkrankenhauses in Wien festlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;laut Sterbebuch - 03–013 Seite 20|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien, rk. Erzdiözese (östl. Niederösterreich und Wien)|Österreich|Matricula Online, abgerufen am 15. Mai 2023, starb Wallner am 15. Februar (siehe [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/08-alservorstadtkrankenhaus/03-013/?pg=23 data.matricula-online.eu], 5. Eintrag am 15. Februar 1810, laut einer Änderung von [[Benutzer:Aschempp]] (15. Mai 2023) jedoch am 16. Februar laut Quelle [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Klammer, Joachim : &amp;quot;Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. Ein Rückblick.&amp;quot; In: [[Fritz Hörmann|Hörmann, Fritz]]; [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]] (Hg.): &amp;quot;Frieden –  Schützen 1809–2009. Struberschützen [[Golling]]/[[Werfen]].&amp;quot; 2009; S. 216; für den 16. Februar findet sich jedoch im Sterbebuch des Alservorstadtkrankenhauses kein Eintrag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage.jpg|thumb|Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird angegeben, dass &amp;quot;Anton Wallner&amp;quot; im 54. Lebensjahr verstorben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbebuch - 03-013|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien/Niederösterreich (Osten): Rk. Erzdiözese Wien|Österreich|Matricula Online (matricula-online.eu). Differenzierte und genaue Angaben zur Frage des Geburtsdatums Wallners und seiner familiären Verhältnisse sind auch zu finden bei: [[Friederike Zaisberger]]: Kurzbiographien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In. Friederike Zaisberger: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, Fritz Hörmann (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996, S. 222–224 sowie: Anton Ritter von Schallhammer: Kriegerische Ereignisse im Herzogthume Salzburg in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o.J., S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gemäß einem Steckbrief vom Dezember 1809 war Wallner zu diesem Zeitpunkt 56 Jahre alt und wäre daher um das Jahr 1753 geboren worden. Auf jeden Fall war Anton Wallner legitimer Sohn von Johann Wallner und Maria Hollaus, wie aus dem Trauungsbuch der Gemeinde Wald eindeutig hervorgeht. Quelle: Anton Neureiter, Herbert Handlechner, Christoph Illmer: &amp;quot;Auf, auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen...&amp;quot;. Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge. Salzburg 2025, S. 97-99. Ergänzung am 8. Februar 2025 durch [[Benutzer:Freistädter]] &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurde Wallner um [[1756]] geboren. [[1785]] heiratete Anton Wallner die Walder Wirtstochter Theresia Egger, mit der er insgesamt 16 Kinder hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Anton von Schallhammer]], Kriegerische Ereignisse, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1791]] verkaufte Wallner seinen Pinzgauer Besitz und erwarb das Aichberger-Wirtshaus im damals salzburgischen Windisch-Matrei, heute [[Matrei]] in [[Osttirol]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gründe für Verkauf und Übersiedlung sind unbekannt. Der Erwerb eines Wirtshauses bedeutete sozialen Aufstieg, auch wenn – wie im Fall Wallners – der Besitz im Pinzgau relativ groß war. Gasthöfe waren damals nicht selten mit einer Landwirtschaft verbunden - so auch beim Aichbergerwirt, wo Felder, Wiesen, Almrechte (Blumbesuch) und eine Mühle angeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Krieg von [[1797]] gegen die Franzosen nahm Anton Wallner als Kommandant der Landesschützen von Windisch-Matrei teil und marschierte mit diesen bis nach [[Brixen]]. Auch [[1805]] beteiligte er sich als Freiwilliger am Kriegsgeschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1807]] gewann Wallner das Kaiserschießen in Graz.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Begegnung mit Kaiser Franz I. hat ihn offenbar tief beeindruckt und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu seiner proösterreichischen Einstellung beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer vorherigen Version dieses Artikels (Änderung am 4. Februar 2025) stand über die Familie folgende Information:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nach Angaben seiner Tochter Elise Wallner war ihr Vater zum Zeitpunkt der Kämpfe des Jahres [[1809]] 41 Jahre alt. Diese Aussage ist gleich wie die Angabe ihres eigenen Alters in ihrem Buch&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Quellenverzeichnis&amp;lt;/ref&amp;gt; (21 statt 16 Jahre) mehrfach widersprüchlich. Da im Taufbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]]&amp;lt;ref&amp;gt;Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 12. April 2020]; die Pfarre Wald war bis [[1784]] auch für Krimml zuständig.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Geburt eines Anton Wallners nicht aufscheint und auch sonst jegliche Hinweise auf eine Geburt im [[Pinzgau]] fehlen, kann Anton Wallner zumindest nicht in [[Krimml]] geboren worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Angaben von Elise Wallner wurde ihr Vater [[1768]] &amp;quot;auf der sogenannten [[Hinterlehengut|Hinterlehn]]&amp;quot; im [[Oberpinzgau]] geboren. Beim Ausbruch der Insurrektion in Tirol wäre er 41 Jahre alt gewesen. Siehe &amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 15.&amp;gt; Gegen das Geburtsjahr 1768 spricht allerdings, dass Anton Wallner im Jahr der Übertragung des im Besitz des Ehepaares Jo(h)ann und Maria Wallner (geborene Hollaus) befindlichen Gutes Hinterlehen in Oberkrimml im Mai 1778 und des vermutlich im verwandtschaftlichen Besitz befindlichen Gutes Oberkäsbach im Oktober 1778 (Ringlschwendtner S. 107. Hier als Quelle angegeben: Landschaftlicher Steuerkataster des [[Pfleggericht Mittersill|Pfleg- und Landgerichts Mittersill]] im Salzburger Regierungs-Archiv) erst zehn Jahre alt gewesen und allen - zumindest - sieben Geschwistern (Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 20. April 2020]) vorgezogen worden wäre. 1768 wäre sein Vater (* [[20. Mai]] [[1711]]) 57 und seine Mutter Maria (* [[21. März]] [[1719]]) bereits 49 Jahre alt gewesen. Nach Elise Wallner wurde Anton Wallner &amp;quot;kaum dem Knabenalter entwachsen, 16 Jahre alt, ... schon durch den Tod beider Eltern beraubt.&amp;quot; (&amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 18) Elise Wallner gibt weiter an, dass die Heirat ihres Vaters &amp;quot;acht Jahre nach dem Tod seiner Ältern&amp;quot; stattgefunden habe. Die Hochzeit von Anton Wallner und Theresia Egger [auch E(c)ker] ist durch das Trauungsbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]] im Jahre [[1785]] abgesichert. Darin wird Wallner als ehelicher Sohn des Johann Wallner und der Maria Hollaus angeführt. (Trauungsbuch - TRBII|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online. Abgerufen am 10. April 2010.). Laut Totenbuch der Pfarre Wald im Pinzgau verstarb Jo(h)ann Wallner jedoch am [[23. Dezember]] [[1775]] und Maria Wallner (Hollausin) erst am [[29. November]] [[1790]] (Sterbebuch|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online. Abgerufen am 10. April 2010 [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/RegSTBIIIII/?pg=1 data.matricula-online.eu]). Wenn die Angaben von Elise Wallner stimmen, kann zumindest Maria Wallner nicht die leibliche Mutter von Anton Wallner gewesen sein. In FN 3 sind diese Angaben von Elise Wallner allerdings dokumentarisch widerlegt. &amp;lt;/ref&amp;gt;  Bezüglich Elise Wallners Buch ist erläuternd anzuführen, dass dieses nicht von ihr selbst, sondern von A...L, das ist Anton Grill, verfasst wurde. Elise Wallner fungierte als Herausgeberin. Der von Anton Wallner im Jahr [[1791]] verkaufte Erbhof der Familie Wallner liegt auf 1&amp;amp;nbsp;150 [[m ü. A.]] in der Nähe der [[Krimmler Wasserfälle]]. Das frühere Bauernhaus steht heute unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Krimml|Denkmalschutz]] und wird als Ferienhütte vermietet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Jahr 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Jahr wurde Anton Wallner Unterleutnant der Windisch-Matreier Schützenkompanie und nahm an der Verteidigung der [[Lofer]]er Pässe teil. Im Juni wird Anton Wallner von Andreas Hofer mittels Boten aufgefordert, die Landesverteidigung im Pinzgau zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Salzburger Landesarchiv]], Churf. u. k.k. österr. Reg. XIX 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des Monats wird Wallner vom kaiserlich-königlich (österreichischen) Intendanten Roschmann-Hörburg, der das zuständige kaiserliche Organ in Tirol war, gemeinsam mit Bartholmä Hohlaus zum Bevollmächtigten für die Aufstellung und Organisation von Schützenkompanien und Landsturm im Salzburger Gebirgsland ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222-224, SCHALLHAMMER, Kriegerische Ereignisse, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge unterschreibt Wallner dann meistens als &amp;quot;Kommandant&amp;quot; oder &amp;quot;Oberkommandant&amp;quot;. Hohlaus als &amp;quot;Unterkommandant&amp;quot;. Die Gründe für die Kompetenzaufteilung sind unbekannt – möglicherweise ging es um eine Effektivierung der Kommandostruktur und klare Zuständigkeitsverteilung. Das Hauptquartier befand sich in [[Weißbach bei Lofer]]. In der Folge bereist Wallner den [[Pongau]], um dort ebenfalls den Widerstand gegen Franzosen und Bayern zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Pirker: Die Franzosenkriege im Pongau und Pinzgau. Dissertation. Innsbruck 1995, S. 132, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Gefecht von Taxenbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Österreich verliert den Krieg von 1809 und musste am [[12. Juli]] einen Waffenstillstand in Znaim (Tschechien) schließen. Salzburg war zu diesem Zeitpunkt faktisch zweigeteilt: Im Norden regierte die von den Franzosen eingesetzte und kontrollierte &amp;quot;Generallandesadministration&amp;quot; (GLA), die sich aber südlich des [[Pass Lueg|Passes Lueg]] trotz der Unterstützung durch etliche Pfleger und Pfarrer nicht durchsetzen konnte. Diese GLA verkündete am [[15. Juli]] den erwähnten Waffenstillstand. Den Aussagen und Aufrufen der GLA sowie der Nachricht über den Friedensschluss wurde aber in weiten Kreisen (auch von Wallner, Roschmann-Hörburg und Andreas Hofer selbst) nicht geglaubt – vielmehr wurden sie als Kriegslist – heute würde man &#039;&#039;Fake News&#039;&#039; dazu sagen - eingeschätzt. Erst am [[27. Juli]] kam im Westen eine von Erzherzog [[Johann von Österreich|Johann]] beglaubigte Information über den Waffenstillstand an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pirker, Franzosenkriege, S. 138, S. 140; [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: [[Osttirol]] im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 44f&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner hatte davon keine Kenntnis. Nachdem durch Einflussnahme und Druck seitens des Fürstbischofs von Chiemsee, dem Vorsitzenden der GLA, der Pass Lueg von den Landesverteidigern freigegeben worden war, rückten die Bayern unter General Deroy im [[Salzachtal]] in Richtung Oberpinzgau und [[Tirol]] vor. Wallner sowie sein Freund und Vorpostenkommandant [[Johann Panzl]] stellten sich – gegen den Widerstand des als bayernfreundlich geltenden [[Taxenbach]]er [[Pfleger]]s und [[Pfarrer von Taxenbach|Pfarrer]]s [[Ludwig von Mayregg]] – zahlenmäßig weit unterlegen bei der sogenannten &amp;quot;[[Halbstundenbrücke]]&amp;quot; den bayrischen Invasoren mit Schützen aus [[Mittersill]], [[Saalfelden]] und Tirol erfolgreich entgegen und verzögerten Deroys Vormarsch mit geringsten eigenen Verlusten um immerhin fast neun Stunden. Erst nachdem die Gefahr der Umgehung bestand, zogen sich Wallner und Panzl gemeinsam mit ihren Schützen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Wieser]], Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–[[2009]]. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol [[1792]]–[[1816]]. S. 209–213; Pirker , Franzosenkriege, S. 140; Schallhammer, S. 221–224, S. 274f; Felix REDOLF: Der Kampf an der Halbstundenbrücke bei Taxenbach 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die disziplinlosen bayrischen Soldaten plünderten nach der Besetzung Taxenbachs den Ort und ermordeten sechs Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wieser, Klammer, Widerstand. In: Zaisberger, Hörmann, Frieden – Schützen, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Militärisch gesehen war der guerillaartige Hinhaltekampf Wallners und Panzls zur Verzögerung des feindlichen Vormarsches unter maximaler Vermeidung eigener Verluste von weitsichtiger Verantwortung geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Erhebung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefolge der Vertreibung der Bayern und Franzosen aus Tirol im August 1809 ernannte [[Andreas Hofer (Freiheitskämpfer)|Andreas Hofer]] Anton Wallner neuerlich zum Oberkommandanten im Pinzgau.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Oberhofer: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008, Dokument Nr. 306, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mittersiller Schützen wählten ihn zu ihrem Hauptmann.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner ist in der Folge bei Kämpfen um die Loferer Pässe führend beteiligt. Als Oberkommandant rückte Wallner auch in das damals wie Salzburg zu Österreich gehörende [[Propstei Berchtesgaden|Fürstentum Berchtesgaden]] ein, musste sich aber wieder bald in den Pinzgau zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Österreich am [[14. Oktober]] [[1809]] geschlossenen Frieden von Schönbrunn brach der Widerstand gegen Franzosen und Bayern im Salzburg nördlich des [[Alpenhauptkamm]]es nach und nach zusammen. Wallner kapitulierte am [[19. Oktober]] in Weißbach bei Lofer und kehrte nach Windisch-Matrei zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer., Kriegerische Ereignisse, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Vom Landesverteidiger zum politischen Flüchtling ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung der Stadt [[Lienz]] durch französisches Militär und dessen Vorrücken kam es im [[November]] 1809 zu neuerlichem Widerstand gegen die Besatzer. Anton Wallner gelang es, die Schützen der Region zu mobilisieren. Nach einem Zusammentreffen zwischen dem französischen General Gougeon und Wallner wurde in einem Gasthaus in Unterpeischlach eine Art Friedensvertrag, den ein Geistlicher – der Vikar von St. Johann am Walde - verfasst hatte, geschlossen, den auch Wallner unterschrieb.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im [[Dezember]] 1809 kam es zu neuerlichen Kämpfen zwischen Franzosen und Tiroler Schützen an der Lienzer Klause. Als Reaktion darauf versammelte Wallner neuerlich Schützen, die unter seiner Führung die französischen Truppen am Aineter Bergl besiegten. Allerdings erlitten die Tiroler an der Lienzer Klause eine Niederlage und in der Folge beendete auch Anton Wallner endgültig jegliche Kämpfe. Die Franzosen fahndeten nach ihm und auch Panzl. Wallner flüchtete als politisch Verfolgter nach Wien. Bei der französischen Armee wechselte das Kommando zu General Broussier, der wegen seiner Brutalität berüchtigt war. Er ging mit extremem Terror gegen die Bevölkerung vor. Die Häuser Wallners und Panzls wurden niedergebrannt. Drei Iseltaler, die sich gestellt hatten, und etliche weitere Geiseln wurden erschossen. Der Gemeinderat von Windisch-Matrei musste zwei Männer zur Liquidierung auszulosen. Broussier richtete in der Region und darüber hinaus ein wahres Blutbad an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in Osttirol. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009, S. 6–9; Josef Thonhauser: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 85–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Anton Wallners Tod  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wiener Exil erhielt Anton Wallner wegen seiner großen Verdienste um die Landesverteidigung von Kaiser [[Franz I.]] eine Ehrenpension und ein Landgut in einer Region seiner Wahl zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Jänner]] [[1810]] erkrankte Wallner schwer und starb, nachdem er die Falschmeldung über den Tod seiner Familie erhalten hatte, Mitte [[Februar]] [[1810]] an einem Nervenfieber.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 124f.; Zaisberger, Kurzbiographien. In: Zaisberger, Hörmann, Schützen und Bürgergarden, S. 224; Pirker, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anton Wallner wurde am Währinger Friedhof bestattet. Das Grab ist bis heute unbekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Johann Panzl schreibt in seiner Autobiografie über den unerwarteten Tod seines alten Freundes und Kampfgefährten:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Wallner’sche Todespost schlug alle meine Hoffnungen nieder, denn gerade er war es, der alle heißen Tage mit mir aushielt; er war es also, der alle Waffenthaten von mir bezeugen konnte; gerade er war mein bester Freund und Waffenbruder&#039;&#039; [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In seinen späteren Jahren schrieb der Zeitzeuge und ehemalige Adjutant Wallners, der Kaufmann und [[Bürgermeister der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer|Bürgermeister von Saalfelden]], [[Josef Thalmayr senior]]: &amp;quot;[...] &#039;&#039;Wallners Charakter verdient in Bezug auf patriotische Gesinnung, redliches und eifriges Streben auf guten Zweke allerdings Achtung und Lob&#039;&#039; [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, FB 2710/6.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tradition und Ehrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenhängend mit dem sich Ende des [[19. Jahrhundert]] verstärkt entwickelnden Patriotismus und der Besinnung auf die Vergangenheit wurden [[1903]] in [[Taxenbach]] sowie [[1909]] in [[Krimml]] Denkmäler zu Ehren Anton Wallners enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schützenkompanien in Krimml, Taxenbach und Saalfelden sind nach Anton Wallner benannt, ebenso das Pinzgauer Schützenbataillon. Seit [[1959]] findet - zuerst nur in der [[Stadt Salzburg]], im Laufe der Zeit dann immer in einem anderen Bezirk - die [[Anton Wallner-Gedenkfeier]] des [[Landesverband der Salzburger Schützen|Landesverbandes der Salzburger Schützen]] statt, an der Abordnungen aller 111 Salzburger Schützenkompanien und Garden teilnehmen. Neben der Erinnerung an die Landesverteidigung in den Koalitionskriegen und dem Gedenken an verstorbene Schützenkameraden stehen bei dieser Feier vor allem die Mahnung gegen den Krieg, das Eintreten für Freiheit und Demokratie im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als Auszeichnung für die langjährige Mitgliedschaft und Engagement in einer Salzburger Schützenkompanie wird vom Landesverband der Salzburger Schützen die [[Anton Wallner-Medaille]] in Bronze, Silber und Gold verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren Anton Wallners sind der [[Anton-Wallner-Weg (Hallein)|Anton-Wallner-Weg]] in der Stadt [[Hallein]], die [[Anton-Wallner-Straße (Zell am See)|Anton-Wallner-Straße]] in [[Zell am See]], die [[Anton-Wallner-Straße (Saalfelden am Steinernen Meer)|Anton-Wallner-Straße]] [[Saalfelden am Steinernen Meer]] sowie die [[Anton-Wallner-Kaserne]] des [[Österreichisches Bundesheer|Österreichischen Bundesheeres]] in Saalfelden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
* [[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]]: &amp;quot;Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig.&amp;quot; [[Verlag Anton Pustet|Anton Pustet Verlag]]; 2023&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]]: &amp;quot;[[Mitterpinzgau]] ([[Saalbach]], [[Saalfelden]], [[Lofer]])&amp;quot;. Selbstverlag J. Lahnsteiner: [[Hollersbach]]; 1962&lt;br /&gt;
* Mitterer, Kurt Anton: Der Pinzgau zur Zeit der Franzosenkriege. Mythos und Wirklichkeit. In: Martin Knoll, Peter F. Kramml, Johannes Lang, Alfred Stefan Weiß: Reise in den Pinzgau. Eine Kulturgeschichte zwischen Saumhandel und Urlaubsdestination. Salzburg 2024, S. 237-291.&lt;br /&gt;
* Neureiter, Anton; [[Herbert Handlechner|Handlechner, Herbert]]; Illmer, Christoph: &amp;quot;Auf! Auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen&#039;&#039; ...&amp;quot; - &#039;&#039;Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge 1797 - 1809. Dr.-Hans-Lechner-Forschungsgesellschaft. Salzburg 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Oberhofer, Andreas: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008.&lt;br /&gt;
* Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849.&lt;br /&gt;
* Pirker, Ingeborg: Die [[Salzburg unter Napoleon|Franzosenkriege]] im [[Pongau]] und [[Pinzgau]]. Dissertation. Innsbruck 1995.&lt;br /&gt;
* Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in [[Osttirol]]. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009.&lt;br /&gt;
* Redolf, Felix: Der Kampf an der [[Halbstundenbrücke]] bei [[Taxenbach]] 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&lt;br /&gt;
* [[Maximus Ringlschwendtner|Ringlschwendtner, Maximus]]: &amp;quot;Anton Wallner, salzburgischer Schützen-Major im Jahre 1809.&amp;quot; Hsg. v. Anton Wallner-Verein 2. Aufl. 1902. Aus: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Bd. 41. 1901 S. 105–184&lt;br /&gt;
* [[Anton Ritter von Schallhammer|Schallhammer, Anton Ritter von]]: Kriegerische Ereignisse im [[Herzogtum Salzburg|Herzogthume Salzburg]] in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o. J.&lt;br /&gt;
* [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol 1792-1816.&lt;br /&gt;
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, Fritz Hörmann (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* Zaisberger, Friederike; Hörmann, Fritz (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* Zaisberger, Friederike; Hörmann, Fritz (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol 1792–1816. [[Werfen]] – [[Ainring]] 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Wallner Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koalitionskriege (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krimml]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1810]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Anton_Wallner&amp;diff=2407488</id>
		<title>Anton Wallner</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Anton_Wallner&amp;diff=2407488"/>
		<updated>2025-02-10T08:01:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: Beim Buch &amp;quot;Auf, auf! Leute steht auf! ... Korrektur des Buchzitats von kursiv auf nichtkursiv.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Obertauern 049.JPG|thumb|[[Anton-Wallner-Denkmal in Krimml]].]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anton Wallner&#039;&#039;&#039; (* um [[1756]] [[Krimml]] oder [[Wald im Pinzgau|Wald]] im [[Oberpinzgau]], † [[15. Februar]] [[1810]], [[Wien]]) war Wirt des Gasthauses Aichberger (auch: Eichberger) im salzburgischen [[Windisch-Matrei]] sowie k.k. Bevollmächtiger und Oberkommandant im Salzburger Gebirgsland während des 5. [[Koalitionskrieg 1809|Koalitionskrieg]]es [[1809]] gegen das [[Salzburg unter Napoleon|napoleonische Frankreich]] und seinen Verbündeten [[Königreich Bayern|Bayern]]. Abgeleitet vom Wirtshausnamen wird er oft auch als &amp;quot;der Aichberger&amp;quot; oder &amp;quot;Eichberger&amp;quot; bezeichnet. Quellen über ihn sind Briefe, Berichte von Zeitgenossen, Mitkämpfern und Beschreibungen. Er selbst hat nichts über sich geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Leben bis 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anton Wallner stammt aus einer Oberpinzgauer Bauernfamilie; seine Eltern waren Hans und Maria Wallner (Hollausin). Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt. Am wahrscheinlich zuverlässigsten lässt sich sein Geburtsjahr durch die Eintragung seines Todestages am 15. Februar 1810 im Sterberegister des Alser Vorstadtkrankenhauses in Wien festlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;laut Sterbebuch - 03–013 Seite 20|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien, rk. Erzdiözese (östl. Niederösterreich und Wien)|Österreich|Matricula Online, abgerufen am 15. Mai 2023, starb Wallner am 15. Februar (siehe [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/08-alservorstadtkrankenhaus/03-013/?pg=23 data.matricula-online.eu], 5. Eintrag am 15. Februar 1810, laut einer Änderung von [[Benutzer:Aschempp]] (15. Mai 2023) jedoch am 16. Februar laut Quelle [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Klammer, Joachim : &amp;quot;Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. Ein Rückblick.&amp;quot; In: [[Fritz Hörmann|Hörmann, Fritz]]; [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]] (Hg.): &amp;quot;Frieden –  Schützen 1809–2009. Struberschützen [[Golling]]/[[Werfen]].&amp;quot; 2009; S. 216; für den 16. Februar findet sich jedoch im Sterbebuch des Alservorstadtkrankenhauses kein Eintrag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage.jpg|thumb|Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird angegeben, dass &amp;quot;Anton Wallner&amp;quot; im 54. Lebensjahr verstorben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbebuch - 03-013|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien/Niederösterreich (Osten): Rk. Erzdiözese Wien|Österreich|Matricula Online (matricula-online.eu). Differenzierte und genaue Angaben zur Frage des Geburtsdatums Wallners und seiner familiären Verhältnisse sind auch zu finden bei: [[Friederike Zaisberger]]: Kurzbiographien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In. Friederike Zaisberger: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, Fritz Hörmann (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996, S. 222–224 sowie: Anton Ritter von Schallhammer: Kriegerische Ereignisse im Herzogthume Salzburg in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o.J., S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gemäß einem Steckbrief vom Dezember 1809 war Wallner zu diesem Zeitpunkt 56 Jahre alt und wäre daher um das Jahr 1753 geboren worden. Auf jeden Fall war Anton Wallner legitimer Sohn von Johann Wallner und Maria Hollaus, wie aus dem Trauungsbuch der Gemeinde Wald eindeutig hervorgeht. Quelle: Anton Neureiter, Herbert Handlechner, Christoph Illmer: &amp;quot;Auf, auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen...&amp;quot;. Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge. Salzburg 2025, S. 97-99. Ergänzung am 8. Februar 2025 durch [[Benutzer:Freistädter]] &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurde Wallner um [[1756]] geboren. [[1785]] heiratete Anton Wallner die Walder Wirtstochter Theresia Egger, mit der er insgesamt 16 Kinder hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Anton von Schallhammer]], Kriegerische Ereignisse, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1791]] verkaufte Wallner seinen Pinzgauer Besitz und erwarb das Aichberger-Wirtshaus im damals salzburgischen Windisch-Matrei, heute [[Matrei]] in [[Osttirol]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gründe für Verkauf und Übersiedlung sind unbekannt. Der Erwerb eines Wirtshauses bedeutete sozialen Aufstieg, auch wenn – wie im Fall Wallners – der Besitz im Pinzgau relativ groß war. Gasthöfe waren damals nicht selten mit einer Landwirtschaft verbunden - so auch beim Aichbergerwirt, wo Felder, Wiesen, Almrechte (Blumbesuch) und eine Mühle angeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Krieg von [[1797]] gegen die Franzosen nahm Anton Wallner als Kommandant der Landesschützen von Windisch-Matrei teil und marschierte mit diesen bis nach [[Brixen]]. Auch [[1805]] beteiligte er sich als Freiwilliger am Kriegsgeschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1807]] gewann Wallner das Kaiserschießen in Graz.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Begegnung mit Kaiser Franz I. hat ihn offenbar tief beeindruckt und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu seiner proösterreichischen Einstellung beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer vorherigen Version dieses Artikels (Änderung am 4. Februar 2025) stand über die Familie folgende Information:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nach Angaben seiner Tochter Elise Wallner war ihr Vater zum Zeitpunkt der Kämpfe des Jahres [[1809]] 41 Jahre alt. Diese Aussage ist gleich wie die Angabe ihres eigenen Alters in ihrem Buch&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Quellenverzeichnis&amp;lt;/ref&amp;gt; (21 statt 16 Jahre) mehrfach widersprüchlich. Da im Taufbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]]&amp;lt;ref&amp;gt;Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 12. April 2020]; die Pfarre Wald war bis [[1784]] auch für Krimml zuständig.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Geburt eines Anton Wallners nicht aufscheint und auch sonst jegliche Hinweise auf eine Geburt im [[Pinzgau]] fehlen, kann Anton Wallner zumindest nicht in [[Krimml]] geboren worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Angaben von Elise Wallner wurde ihr Vater [[1768]] &amp;quot;auf der sogenannten [[Hinterlehengut|Hinterlehn]]&amp;quot; im [[Oberpinzgau]] geboren. Beim Ausbruch der Insurrektion in Tirol wäre er 41 Jahre alt gewesen. Siehe &amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 15.&amp;gt; Gegen das Geburtsjahr 1768 spricht allerdings, dass Anton Wallner im Jahr der Übertragung des im Besitz des Ehepaares Jo(h)ann und Maria Wallner (geborene Hollaus) befindlichen Gutes Hinterlehen in Oberkrimml im Mai 1778 und des vermutlich im verwandtschaftlichen Besitz befindlichen Gutes Oberkäsbach im Oktober 1778 (Ringlschwendtner S. 107. Hier als Quelle angegeben: Landschaftlicher Steuerkataster des [[Pfleggericht Mittersill|Pfleg- und Landgerichts Mittersill]] im Salzburger Regierungs-Archiv) erst zehn Jahre alt gewesen und allen - zumindest - sieben Geschwistern (Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 20. April 2020]) vorgezogen worden wäre. 1768 wäre sein Vater (* [[20. Mai]] [[1711]]) 57 und seine Mutter Maria (* [[21. März]] [[1719]]) bereits 49 Jahre alt gewesen. Nach Elise Wallner wurde Anton Wallner &amp;quot;kaum dem Knabenalter entwachsen, 16 Jahre alt, ... schon durch den Tod beider Eltern beraubt.&amp;quot; (&amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 18) Elise Wallner gibt weiter an, dass die Heirat ihres Vaters &amp;quot;acht Jahre nach dem Tod seiner Ältern&amp;quot; stattgefunden habe. Die Hochzeit von Anton Wallner und Theresia Egger [auch E(c)ker] ist durch das Trauungsbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]] im Jahre [[1785]] abgesichert. Darin wird Wallner als ehelicher Sohn des Johann Wallner und der Maria Hollaus angeführt. (Trauungsbuch - TRBII|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online. Abgerufen am 10. April 2010.). Laut Totenbuch der Pfarre Wald im Pinzgau verstarb Jo(h)ann Wallner jedoch am [[23. Dezember]] [[1775]] und Maria Wallner (Hollausin) erst am [[29. November]] [[1790]] (Sterbebuch|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online. Abgerufen am 10. April 2010 [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/RegSTBIIIII/?pg=1 data.matricula-online.eu]). Wenn die Angaben von Elise Wallner stimmen, kann zumindest Maria Wallner nicht die leibliche Mutter von Anton Wallner gewesen sein. In FN 3 sind diese Angaben von Elise Wallner allerdings dokumentarisch widerlegt. &amp;lt;/ref&amp;gt;  Bezüglich Elise Wallners Buch ist erläuternd anzuführen, dass dieses nicht von ihr selbst, sondern von A...L, das ist Anton Grill, verfasst wurde. Elise Wallner fungierte als Herausgeberin. Der von Anton Wallner im Jahr [[1791]] verkaufte Erbhof der Familie Wallner liegt auf 1&amp;amp;nbsp;150 [[m ü. A.]] in der Nähe der [[Krimmler Wasserfälle]]. Das frühere Bauernhaus steht heute unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Krimml|Denkmalschutz]] und wird als Ferienhütte vermietet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Jahr 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Jahr wurde Anton Wallner Unterleutnant der Windisch-Matreier Schützenkompanie und nahm an der Verteidigung der [[Lofer]]er Pässe teil. Im Juni wird Anton Wallner von Andreas Hofer mittels Boten aufgefordert, die Landesverteidigung im Pinzgau zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Salzburger Landesarchiv]], Churf. u. k.k. österr. Reg. XIX 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des Monats wird Wallner vom kaiserlich-königlich (österreichischen) Intendanten Roschmann-Hörburg, der das zuständige kaiserliche Organ in Tirol war, gemeinsam mit Bartholmä Hohlaus zum Bevollmächtigten für die Aufstellung und Organisation von Schützenkompanien und Landsturm im Salzburger Gebirgsland ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222-224, SCHALLHAMMER, Kriegerische Ereignisse, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge unterschreibt Wallner dann meistens als &amp;quot;Kommandant&amp;quot; oder &amp;quot;Oberkommandant&amp;quot;. Hohlaus als &amp;quot;Unterkommandant&amp;quot;. Die Gründe für die Kompetenzaufteilung sind unbekannt – möglicherweise ging es um eine Effektivierung der Kommandostruktur und klare Zuständigkeitsverteilung. Das Hauptquartier befand sich in [[Weißbach bei Lofer]]. In der Folge bereist Wallner den [[Pongau]], um dort ebenfalls den Widerstand gegen Franzosen und Bayern zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Pirker: Die Franzosenkriege im Pongau und Pinzgau. Dissertation. Innsbruck 1995, S. 132, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Gefecht von Taxenbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Österreich verliert den Krieg von 1809 und musste am [[12. Juli]] einen Waffenstillstand in Znaim (Tschechien) schließen. Salzburg war zu diesem Zeitpunkt faktisch zweigeteilt: Im Norden regierte die von den Franzosen eingesetzte und kontrollierte &amp;quot;Generallandesadministration&amp;quot; (GLA), die sich aber südlich des [[Pass Lueg|Passes Lueg]] trotz der Unterstützung durch etliche Pfleger und Pfarrer nicht durchsetzen konnte. Diese GLA verkündete am [[15. Juli]] den erwähnten Waffenstillstand. Den Aussagen und Aufrufen der GLA sowie der Nachricht über den Friedensschluss wurde aber in weiten Kreisen (auch von Wallner, Roschmann-Hörburg und Andreas Hofer selbst) nicht geglaubt – vielmehr wurden sie als Kriegslist – heute würde man &#039;&#039;Fake News&#039;&#039; dazu sagen - eingeschätzt. Erst am [[27. Juli]] kam im Westen eine von Erzherzog [[Johann von Österreich|Johann]] beglaubigte Information über den Waffenstillstand an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pirker, Franzosenkriege, S. 138, S. 140; [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: [[Osttirol]] im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 44f&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner hatte davon keine Kenntnis. Nachdem durch Einflussnahme und Druck seitens des Fürstbischofs von Chiemsee, dem Vorsitzenden der GLA, der Pass Lueg von den Landesverteidigern freigegeben worden war, rückten die Bayern unter General Deroy im [[Salzachtal]] in Richtung Oberpinzgau und [[Tirol]] vor. Wallner sowie sein Freund und Vorpostenkommandant [[Johann Panzl]] stellten sich – gegen den Widerstand des als bayernfreundlich geltenden [[Taxenbach]]er [[Pfleger]]s und [[Pfarrer von Taxenbach|Pfarrer]]s [[Ludwig von Mayregg]] – zahlenmäßig weit unterlegen bei der sogenannten &amp;quot;[[Halbstundenbrücke]]&amp;quot; den bayrischen Invasoren mit Schützen aus [[Mittersill]], [[Saalfelden]] und Tirol erfolgreich entgegen und verzögerten Deroys Vormarsch mit geringsten eigenen Verlusten um immerhin fast neun Stunden. Erst nachdem die Gefahr der Umgehung bestand, zogen sich Wallner und Panzl gemeinsam mit ihren Schützen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Wieser]], Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–[[2009]]. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol [[1792]]–[[1816]]. S. 209–213; Pirker , Franzosenkriege, S. 140; Schallhammer, S. 221–224, S. 274f; Felix REDOLF: Der Kampf an der Halbstundenbrücke bei Taxenbach 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die disziplinlosen bayrischen Soldaten plünderten nach der Besetzung Taxenbachs den Ort und ermordeten sechs Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wieser, Klammer, Widerstand. In: Zaisberger, Hörmann, Frieden – Schützen, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Militärisch gesehen war der guerillaartige Hinhaltekampf Wallners und Panzls zur Verzögerung des feindlichen Vormarsches unter maximaler Vermeidung eigener Verluste von weitsichtiger Verantwortung geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Erhebung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefolge der Vertreibung der Bayern und Franzosen aus Tirol im August 1809 ernannte [[Andreas Hofer (Freiheitskämpfer)|Andreas Hofer]] Anton Wallner neuerlich zum Oberkommandanten im Pinzgau.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Oberhofer: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008, Dokument Nr. 306, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mittersiller Schützen wählten ihn zu ihrem Hauptmann.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner ist in der Folge bei Kämpfen um die Loferer Pässe führend beteiligt. Als Oberkommandant rückte Wallner auch in das damals wie Salzburg zu Österreich gehörende [[Propstei Berchtesgaden|Fürstentum Berchtesgaden]] ein, musste sich aber wieder bald in den Pinzgau zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Österreich am [[14. Oktober]] [[1809]] geschlossenen Frieden von Schönbrunn brach der Widerstand gegen Franzosen und Bayern im Salzburg nördlich des [[Alpenhauptkamm]]es nach und nach zusammen. Wallner kapitulierte am [[19. Oktober]] in Weißbach bei Lofer und kehrte nach Windisch-Matrei zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer., Kriegerische Ereignisse, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Vom Landesverteidiger zum politischen Flüchtling ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung der Stadt [[Lienz]] durch französisches Militär und dessen Vorrücken kam es im [[November]] 1809 zu neuerlichem Widerstand gegen die Besatzer. Anton Wallner gelang es, die Schützen der Region zu mobilisieren. Nach einem Zusammentreffen zwischen dem französischen General Gougeon und Wallner wurde in einem Gasthaus in Unterpeischlach eine Art Friedensvertrag, den ein Geistlicher – der Vikar von St. Johann am Walde - verfasst hatte, geschlossen, den auch Wallner unterschrieb.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im [[Dezember]] 1809 kam es zu neuerlichen Kämpfen zwischen Franzosen und Tiroler Schützen an der Lienzer Klause. Als Reaktion darauf versammelte Wallner neuerlich Schützen, die unter seiner Führung die französischen Truppen am Aineter Bergl besiegten. Allerdings erlitten die Tiroler an der Lienzer Klause eine Niederlage und in der Folge beendete auch Anton Wallner endgültig jegliche Kämpfe. Die Franzosen fahndeten nach ihm und auch Panzl. Wallner flüchtete als politisch Verfolgter nach Wien. Bei der französischen Armee wechselte das Kommando zu General Broussier, der wegen seiner Brutalität berüchtigt war. Er ging mit extremem Terror gegen die Bevölkerung vor. Die Häuser Wallners und Panzls wurden niedergebrannt. Drei Iseltaler, die sich gestellt hatten, und etliche weitere Geiseln wurden erschossen. Der Gemeinderat von Windisch-Matrei musste zwei Männer zur Liquidierung auszulosen. Broussier richtete in der Region und darüber hinaus ein wahres Blutbad an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in Osttirol. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009, S. 6–9; Josef Thonhauser: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 85–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Anton Wallners Tod  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wiener Exil erhielt Anton Wallner wegen seiner großen Verdienste um die Landesverteidigung von Kaiser [[Franz I.]] eine Ehrenpension und ein Landgut in einer Region seiner Wahl zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Jänner]] [[1810]] erkrankte Wallner schwer und starb, nachdem er die Falschmeldung über den Tod seiner Familie erhalten hatte, Mitte [[Februar]] [[1810]] an einem Nervenfieber.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 124f.; Zaisberger, Kurzbiographien. In: Zaisberger, Hörmann, Schützen und Bürgergarden, S. 224; Pirker, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anton Wallner wurde am Währinger Friedhof bestattet. Das Grab ist bis heute unbekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Johann Panzl schreibt in seiner Autobiografie über den unerwarteten Tod seines alten Freundes und Kampfgefährten:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Wallner’sche Todespost schlug alle meine Hoffnungen nieder, denn gerade er war es, der alle heißen Tage mit mir aushielt; er war es also, der alle Waffenthaten von mir bezeugen konnte; gerade er war mein bester Freund und Waffenbruder&#039;&#039; [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In seinen späteren Jahren schrieb der Zeitzeuge und ehemalige Adjutant Wallners, der Kaufmann und [[Bürgermeister der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer|Bürgermeister von Saalfelden]], [[Josef Thalmayr senior]]: &amp;quot;[...] &#039;&#039;Wallners Charakter verdient in Bezug auf patriotische Gesinnung, redliches und eifriges Streben auf guten Zweke allerdings Achtung und Lob&#039;&#039; [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, FB 2710/6.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tradition und Ehrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenhängend mit dem sich Ende des [[19. Jahrhundert]] verstärkt entwickelnden Patriotismus und der Besinnung auf die Vergangenheit wurden [[1903]] in [[Taxenbach]] sowie [[1909]] in [[Krimml]] Denkmäler zu Ehren Anton Wallners enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schützenkompanien in Krimml, Taxenbach und Saalfelden sind nach Anton Wallner benannt, ebenso das Pinzgauer Schützenbataillon. Seit [[1959]] findet - zuerst nur in der [[Stadt Salzburg]], im Laufe der Zeit dann immer in einem anderen Bezirk - die [[Anton Wallner-Gedenkfeier]] des [[Landesverband der Salzburger Schützen|Landesverbandes der Salzburger Schützen]] statt, an der Abordnungen aller 111 Salzburger Schützenkompanien und Garden teilnehmen. Neben der Erinnerung an die Landesverteidigung in den Koalitionskriegen und dem Gedenken an verstorbene Schützenkameraden stehen bei dieser Feier vor allem die Mahnung gegen den Krieg, das Eintreten für Freiheit und Demokratie im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als Auszeichnung für die langjährige Mitgliedschaft und Engagement in einer Salzburger Schützenkompanie wird vom Landesverband der Salzburger Schützen die [[Anton Wallner-Medaille]] in Bronze, Silber und Gold verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren Anton Wallners sind der [[Anton-Wallner-Weg (Hallein)|Anton-Wallner-Weg]] in der Stadt [[Hallein]], die [[Anton-Wallner-Straße (Zell am See)|Anton-Wallner-Straße]] in [[Zell am See]], die [[Anton-Wallner-Straße (Saalfelden am Steinernen Meer)|Anton-Wallner-Straße]] [[Saalfelden am Steinernen Meer]] sowie die [[Anton-Wallner-Kaserne]] des [[Österreichisches Bundesheer|Österreichischen Bundesheeres]] in Saalfelden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
* [[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]]: &amp;quot;Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig.&amp;quot; [[Verlag Anton Pustet|Anton Pustet Verlag]]; 2023&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]]: &amp;quot;[[Mitterpinzgau]] ([[Saalbach]], [[Saalfelden]], [[Lofer]])&amp;quot;. Selbstverlag J. Lahnsteiner: [[Hollersbach]]; 1962&lt;br /&gt;
* Mitterer, Kurt Anton: Der Pinzgau zur Zeit der Franzosenkriege. Mythos und Wirklichkeit. In: Martin Knoll, Peter F. Kramml, Johannes Lang, Alfred Stefan Weiß: Reise in den Pinzgau. Eine Kulturgeschichte zwischen Saumhandel und Urlaubsdestination. Salzburg 2024, S. 237-291.&lt;br /&gt;
* Neureiter, Anton; [[Herbert Handlechner|Handlechner, Herbert]]; Illmer, Christoph: &amp;quot;Auf! Auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen&#039;&#039; ...&amp;quot; - &#039;&#039;Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge 1797 - 1809. Dr.-Hans-Lechner-Forschungsgesellschaft. Salzburg 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Oberhofer, Andreas: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008.&lt;br /&gt;
* Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849.&lt;br /&gt;
* Pirker, Ingeborg: Die [[Salzburg unter Napoleon|Franzosenkriege]] im [[Pongau]] und [[Pinzgau]]. Dissertation. Innsbruck 1995.&lt;br /&gt;
* Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in [[Osttirol]]. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009.&lt;br /&gt;
* Redolf, Felix: Der Kampf an der [[Halbstundenbrücke]] bei [[Taxenbach]] 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&lt;br /&gt;
* [[Maximus Ringlschwendtner|Ringlschwendtner, Maximus]]: &amp;quot;Anton Wallner, salzburgischer Schützen-Major im Jahre 1809.&amp;quot; Hsg. v. Anton Wallner-Verein 2. Aufl. 1902. Aus: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Bd. 41. 1901 S. 105–184&lt;br /&gt;
* [[Anton Ritter von Schallhammer|Schallhammer, Anton Ritter von]]: Kriegerische Ereignisse im [[Herzogtum Salzburg|Herzogthume Salzburg]] in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o. J.&lt;br /&gt;
* [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol 1792-1816.&lt;br /&gt;
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, Fritz Hörmann (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* Zaisberger, Friederike; Hörmann, Fritz (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* Zaisberger, Friederike; Hörmann, Fritz (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol 1792–1816. [[Werfen]] – [[Ainring]] 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Wallner Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koalitionskriege (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krimml]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1810]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Anton_Wallner&amp;diff=2407446</id>
		<title>Anton Wallner</title>
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		<updated>2025-02-09T08:20:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: Kleine Präzisierungen bei FN 3 und 8, Namenskorrektur bei &amp;quot;Redolf&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Obertauern 049.JPG|thumb|[[Anton-Wallner-Denkmal in Krimml]].]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anton Wallner&#039;&#039;&#039; (* um [[1756]] [[Krimml]] oder [[Wald im Pinzgau|Wald]] im [[Oberpinzgau]], † [[15. Februar]] [[1810]], [[Wien]]) war Wirt des Gasthauses Aichberger (auch: Eichberger) im salzburgischen [[Windisch-Matrei]] sowie k.k. Bevollmächtiger und Oberkommandant im Salzburger Gebirgsland während des 5. [[Koalitionskrieg 1809|Koalitionskrieg]]es [[1809]] gegen das [[Salzburg unter Napoleon|napoleonische Frankreich]] und seinen Verbündeten [[Königreich Bayern|Bayern]]. Abgeleitet vom Wirtshausnamen wird er oft auch als &amp;quot;der Aichberger&amp;quot; oder &amp;quot;Eichberger&amp;quot; bezeichnet. Quellen über ihn sind Briefe, Berichte von Zeitgenossen, Mitkämpfern und Beschreibungen. Er selbst hat nichts über sich geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Leben bis 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anton Wallner stammt aus einer Oberpinzgauer Bauernfamilie; seine Eltern waren Hans und Maria Wallner (Hollausin). Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt. Am wahrscheinlich zuverlässigsten lässt sich sein Geburtsjahr durch die Eintragung seines Todestages am 15. Februar 1810 im Sterberegister des Alser Vorstadtkrankenhauses in Wien festlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;laut Sterbebuch - 03–013 Seite 20|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien, rk. Erzdiözese (östl. Niederösterreich und Wien)|Österreich|Matricula Online, abgerufen am 15. Mai 2023, starb Wallner am 15. Februar (siehe [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/08-alservorstadtkrankenhaus/03-013/?pg=23 data.matricula-online.eu], 5. Eintrag am 15. Februar 1810, laut einer Änderung von [[Benutzer:Aschempp]] (15. Mai 2023) jedoch am 16. Februar laut Quelle [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Klammer, Joachim : &amp;quot;Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. Ein Rückblick.&amp;quot; In: [[Fritz Hörmann|Hörmann, Fritz]]; [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]] (Hg.): &amp;quot;Frieden –  Schützen 1809–2009. Struberschützen [[Golling]]/[[Werfen]].&amp;quot; 2009; S. 216; für den 16. Februar findet sich jedoch im Sterbebuch des Alservorstadtkrankenhauses kein Eintrag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage.jpg|thumb|Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird angegeben, dass &amp;quot;Anton Wallner&amp;quot; im 54. Lebensjahr verstorben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbebuch - 03-013|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien/Niederösterreich (Osten): Rk. Erzdiözese Wien|Österreich|Matricula Online (matricula-online.eu). Differenzierte und genaue Angaben zur Frage des Geburtsdatums Wallners und seiner familiären Verhältnisse sind auch zu finden bei: [[Friederike Zaisberger]]: Kurzbiographien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In. Friederike Zaisberger: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, Fritz Hörmann (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996, S. 222–224 sowie: Anton Ritter von Schallhammer: Kriegerische Ereignisse im Herzogthume Salzburg in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o.J., S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gemäß einem Steckbrief vom Dezember 1809 war Wallner zu diesem Zeitpunkt 56 Jahre alt und wäre daher um das Jahr 1753 geboren worden. Auf jeden Fall war Anton Wallner legitimer Sohn von Johann Wallner und Maria Hollaus, wie aus dem Trauungsbuch der Gemeinde Wald eindeutig hervorgeht. Quelle: Anton Neureiter, Herbert Handlechner, Christoph Illmer: &amp;quot;Auf, auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen...&amp;quot;. Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge. Salzburg 2025, S. 97-99. Ergänzung am 8. Februar 2025 durch [[Benutzer:Freistädter]] &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurde Wallner um [[1756]] geboren. [[1785]] heiratete Anton Wallner die Walder Wirtstochter Theresia Egger, mit der er insgesamt 16 Kinder hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Anton von Schallhammer]], Kriegerische Ereignisse, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1791]] verkaufte Wallner seinen Pinzgauer Besitz und erwarb das Aichberger-Wirtshaus im damals salzburgischen Windisch-Matrei, heute [[Matrei]] in [[Osttirol]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gründe für Verkauf und Übersiedlung sind unbekannt. Der Erwerb eines Wirtshauses bedeutete sozialen Aufstieg, auch wenn – wie im Fall Wallners – der Besitz im Pinzgau relativ groß war. Gasthöfe waren damals nicht selten mit einer Landwirtschaft verbunden - so auch beim Aichbergerwirt, wo Felder, Wiesen, Almrechte (Blumbesuch) und eine Mühle angeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Krieg von [[1797]] gegen die Franzosen nahm Anton Wallner als Kommandant der Landesschützen von Windisch-Matrei teil und marschierte mit diesen bis nach [[Brixen]]. Auch [[1805]] beteiligte er sich als Freiwilliger am Kriegsgeschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1807]] gewann Wallner das Kaiserschießen in Graz.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Begegnung mit Kaiser Franz I. hat ihn offenbar tief beeindruckt und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu seiner proösterreichischen Einstellung beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer vorherigen Version dieses Artikels (Änderung am 4. Februar 2025) stand über die Familie folgende Information:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nach Angaben seiner Tochter Elise Wallner war ihr Vater zum Zeitpunkt der Kämpfe des Jahres [[1809]] 41 Jahre alt. Diese Aussage ist gleich wie die Angabe ihres eigenen Alters in ihrem Buch&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Quellenverzeichnis&amp;lt;/ref&amp;gt; (21 statt 16 Jahre) mehrfach widersprüchlich. Da im Taufbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]]&amp;lt;ref&amp;gt;Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 12. April 2020]; die Pfarre Wald war bis [[1784]] auch für Krimml zuständig.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Geburt eines Anton Wallners nicht aufscheint und auch sonst jegliche Hinweise auf eine Geburt im [[Pinzgau]] fehlen, kann Anton Wallner zumindest nicht in [[Krimml]] geboren worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Angaben von Elise Wallner wurde ihr Vater [[1768]] &amp;quot;auf der sogenannten [[Hinterlehengut|Hinterlehn]]&amp;quot; im [[Oberpinzgau]] geboren. Beim Ausbruch der Insurrektion in Tirol wäre er 41 Jahre alt gewesen. Siehe &amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 15.&amp;gt; Gegen das Geburtsjahr 1768 spricht allerdings, dass Anton Wallner im Jahr der Übertragung des im Besitz des Ehepaares Jo(h)ann und Maria Wallner (geborene Hollaus) befindlichen Gutes Hinterlehen in Oberkrimml im Mai 1778 und des vermutlich im verwandtschaftlichen Besitz befindlichen Gutes Oberkäsbach im Oktober 1778 (Ringlschwendtner S. 107. Hier als Quelle angegeben: Landschaftlicher Steuerkataster des [[Pfleggericht Mittersill|Pfleg- und Landgerichts Mittersill]] im Salzburger Regierungs-Archiv) erst zehn Jahre alt gewesen und allen - zumindest - sieben Geschwistern (Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 20. April 2020]) vorgezogen worden wäre. 1768 wäre sein Vater (* [[20. Mai]] [[1711]]) 57 und seine Mutter Maria (* [[21. März]] [[1719]]) bereits 49 Jahre alt gewesen. Nach Elise Wallner wurde Anton Wallner &amp;quot;kaum dem Knabenalter entwachsen, 16 Jahre alt, ... schon durch den Tod beider Eltern beraubt.&amp;quot; (&amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 18) Elise Wallner gibt weiter an, dass die Heirat ihres Vaters &amp;quot;acht Jahre nach dem Tod seiner Ältern&amp;quot; stattgefunden habe. Die Hochzeit von Anton Wallner und Theresia Egger [auch E(c)ker] ist durch das Trauungsbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]] im Jahre [[1785]] abgesichert. Darin wird Wallner als ehelicher Sohn des Johann Wallner und der Maria Hollaus angeführt. (Trauungsbuch - TRBII|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online. Abgerufen am 10. April 2010.). Laut Totenbuch der Pfarre Wald im Pinzgau verstarb Jo(h)ann Wallner jedoch am [[23. Dezember]] [[1775]] und Maria Wallner (Hollausin) erst am [[29. November]] [[1790]] (Sterbebuch|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online. Abgerufen am 10. April 2010 [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/RegSTBIIIII/?pg=1 data.matricula-online.eu]). Wenn die Angaben von Elise Wallner stimmen, kann zumindest Maria Wallner nicht die leibliche Mutter von Anton Wallner gewesen sein. In FN 3 sind diese Angaben von Elise Wallner allerdings dokumentarisch widerlegt. &amp;lt;/ref&amp;gt;  Bezüglich Elise Wallners Buch ist erläuternd anzuführen, dass dieses nicht von ihr selbst, sondern von A...L, das ist Anton Grill, verfasst wurde. Elise Wallner fungierte als Herausgeberin. Der von Anton Wallner im Jahr [[1791]] verkaufte Erbhof der Familie Wallner liegt auf 1&amp;amp;nbsp;150 [[m ü. A.]] in der Nähe der [[Krimmler Wasserfälle]]. Das frühere Bauernhaus steht heute unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Krimml|Denkmalschutz]] und wird als Ferienhütte vermietet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Jahr 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Jahr wurde Anton Wallner Unterleutnant der Windisch-Matreier Schützenkompanie und nahm an der Verteidigung der [[Lofer]]er Pässe teil. Im Juni wird Anton Wallner von Andreas Hofer mittels Boten aufgefordert, die Landesverteidigung im Pinzgau zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Salzburger Landesarchiv]], Churf. u. k.k. österr. Reg. XIX 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des Monats wird Wallner vom kaiserlich-königlich (österreichischen) Intendanten Roschmann-Hörburg, der das zuständige kaiserliche Organ in Tirol war, gemeinsam mit Bartholmä Hohlaus zum Bevollmächtigten für die Aufstellung und Organisation von Schützenkompanien und Landsturm im Salzburger Gebirgsland ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222-224, SCHALLHAMMER, Kriegerische Ereignisse, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge unterschreibt Wallner dann meistens als &amp;quot;Kommandant&amp;quot; oder &amp;quot;Oberkommandant&amp;quot;. Hohlaus als &amp;quot;Unterkommandant&amp;quot;. Die Gründe für die Kompetenzaufteilung sind unbekannt – möglicherweise ging es um eine Effektivierung der Kommandostruktur und klare Zuständigkeitsverteilung. Das Hauptquartier befand sich in [[Weißbach bei Lofer]]. In der Folge bereist Wallner den [[Pongau]], um dort ebenfalls den Widerstand gegen Franzosen und Bayern zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Pirker: Die Franzosenkriege im Pongau und Pinzgau. Dissertation. Innsbruck 1995, S. 132, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Gefecht von Taxenbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Österreich verliert den Krieg von 1809 und musste am [[12. Juli]] einen Waffenstillstand in Znaim (Tschechien) schließen. Salzburg war zu diesem Zeitpunkt faktisch zweigeteilt: Im Norden regierte die von den Franzosen eingesetzte und kontrollierte &amp;quot;Generallandesadministration&amp;quot; (GLA), die sich aber südlich des [[Pass Lueg|Passes Lueg]] trotz der Unterstützung durch etliche Pfleger und Pfarrer nicht durchsetzen konnte. Diese GLA verkündete am [[15. Juli]] den erwähnten Waffenstillstand. Den Aussagen und Aufrufen der GLA sowie der Nachricht über den Friedensschluss wurde aber in weiten Kreisen (auch von Wallner, Roschmann-Hörburg und Andreas Hofer selbst) nicht geglaubt – vielmehr wurden sie als Kriegslist – heute würde man &#039;&#039;Fake News&#039;&#039; dazu sagen - eingeschätzt. Erst am [[27. Juli]] kam im Westen eine von Erzherzog [[Johann von Österreich|Johann]] beglaubigte Information über den Waffenstillstand an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pirker, Franzosenkriege, S. 138, S. 140; [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: [[Osttirol]] im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 44f&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner hatte davon keine Kenntnis. Nachdem durch Einflussnahme und Druck seitens des Fürstbischofs von Chiemsee, dem Vorsitzenden der GLA, der Pass Lueg von den Landesverteidigern freigegeben worden war, rückten die Bayern unter General Deroy im [[Salzachtal]] in Richtung Oberpinzgau und [[Tirol]] vor. Wallner sowie sein Freund und Vorpostenkommandant [[Johann Panzl]] stellten sich – gegen den Widerstand des als bayernfreundlich geltenden [[Taxenbach]]er [[Pfleger]]s und [[Pfarrer von Taxenbach|Pfarrer]]s [[Ludwig von Mayregg]] – zahlenmäßig weit unterlegen bei der sogenannten &amp;quot;[[Halbstundenbrücke]]&amp;quot; den bayrischen Invasoren mit Schützen aus [[Mittersill]], [[Saalfelden]] und Tirol erfolgreich entgegen und verzögerten Deroys Vormarsch mit geringsten eigenen Verlusten um immerhin fast neun Stunden. Erst nachdem die Gefahr der Umgehung bestand, zogen sich Wallner und Panzl gemeinsam mit ihren Schützen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Wieser]], Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–[[2009]]. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol [[1792]]–[[1816]]. S. 209–213; Pirker , Franzosenkriege, S. 140; Schallhammer, S. 221–224, S. 274f; Felix REDOLF: Der Kampf an der Halbstundenbrücke bei Taxenbach 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die disziplinlosen bayrischen Soldaten plünderten nach der Besetzung Taxenbachs den Ort und ermordeten sechs Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wieser, Klammer, Widerstand. In: Zaisberger, Hörmann, Frieden – Schützen, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Militärisch gesehen war der guerillaartige Hinhaltekampf Wallners und Panzls zur Verzögerung des feindlichen Vormarsches unter maximaler Vermeidung eigener Verluste von weitsichtiger Verantwortung geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Erhebung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefolge der Vertreibung der Bayern und Franzosen aus Tirol im August 1809 ernannte [[Andreas Hofer (Freiheitskämpfer)|Andreas Hofer]] Anton Wallner neuerlich zum Oberkommandanten im Pinzgau.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Oberhofer: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008, Dokument Nr. 306, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mittersiller Schützen wählten ihn zu ihrem Hauptmann.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner ist in der Folge bei Kämpfen um die Loferer Pässe führend beteiligt. Als Oberkommandant rückte Wallner auch in das damals wie Salzburg zu Österreich gehörende [[Propstei Berchtesgaden|Fürstentum Berchtesgaden]] ein, musste sich aber wieder bald in den Pinzgau zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Österreich am [[14. Oktober]] [[1809]] geschlossenen Frieden von Schönbrunn brach der Widerstand gegen Franzosen und Bayern im Salzburg nördlich des [[Alpenhauptkamm]]es nach und nach zusammen. Wallner kapitulierte am [[19. Oktober]] in Weißbach bei Lofer und kehrte nach Windisch-Matrei zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer., Kriegerische Ereignisse, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Vom Landesverteidiger zum politischen Flüchtling ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung der Stadt [[Lienz]] durch französisches Militär und dessen Vorrücken kam es im [[November]] 1809 zu neuerlichem Widerstand gegen die Besatzer. Anton Wallner gelang es, die Schützen der Region zu mobilisieren. Nach einem Zusammentreffen zwischen dem französischen General Gougeon und Wallner wurde in einem Gasthaus in Unterpeischlach eine Art Friedensvertrag, den ein Geistlicher – der Vikar von St. Johann am Walde - verfasst hatte, geschlossen, den auch Wallner unterschrieb.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im [[Dezember]] 1809 kam es zu neuerlichen Kämpfen zwischen Franzosen und Tiroler Schützen an der Lienzer Klause. Als Reaktion darauf versammelte Wallner neuerlich Schützen, die unter seiner Führung die französischen Truppen am Aineter Bergl besiegten. Allerdings erlitten die Tiroler an der Lienzer Klause eine Niederlage und in der Folge beendete auch Anton Wallner endgültig jegliche Kämpfe. Die Franzosen fahndeten nach ihm und auch Panzl. Wallner flüchtete als politisch Verfolgter nach Wien. Bei der französischen Armee wechselte das Kommando zu General Broussier, der wegen seiner Brutalität berüchtigt war. Er ging mit extremem Terror gegen die Bevölkerung vor. Die Häuser Wallners und Panzls wurden niedergebrannt. Drei Iseltaler, die sich gestellt hatten, und etliche weitere Geiseln wurden erschossen. Der Gemeinderat von Windisch-Matrei musste zwei Männer zur Liquidierung auszulosen. Broussier richtete in der Region und darüber hinaus ein wahres Blutbad an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in Osttirol. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009, S. 6–9; Josef Thonhauser: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 85–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Anton Wallners Tod  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wiener Exil erhielt Anton Wallner wegen seiner großen Verdienste um die Landesverteidigung von Kaiser [[Franz I.]] eine Ehrenpension und ein Landgut in einer Region seiner Wahl zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Jänner]] [[1810]] erkrankte Wallner schwer und starb, nachdem er die Falschmeldung über den Tod seiner Familie erhalten hatte, Mitte [[Februar]] [[1810]] an einem Nervenfieber.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 124f.; Zaisberger, Kurzbiographien. In: Zaisberger, Hörmann, Schützen und Bürgergarden, S. 224; Pirker, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anton Wallner wurde am Währinger Friedhof bestattet. Das Grab ist bis heute unbekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Johann Panzl schreibt in seiner Autobiografie über den unerwarteten Tod seines alten Freundes und Kampfgefährten:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Wallner’sche Todespost schlug alle meine Hoffnungen nieder, denn gerade er war es, der alle heißen Tage mit mir aushielt; er war es also, der alle Waffenthaten von mir bezeugen konnte; gerade er war mein bester Freund und Waffenbruder&#039;&#039; [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In seinen späteren Jahren schrieb der Zeitzeuge und ehemalige Adjutant Wallners, der Kaufmann und [[Bürgermeister der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer|Bürgermeister von Saalfelden]], [[Josef Thalmayr senior]]: &amp;quot;[...] &#039;&#039;Wallners Charakter verdient in Bezug auf patriotische Gesinnung, redliches und eifriges Streben auf guten Zweke allerdings Achtung und Lob&#039;&#039; [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, FB 2710/6.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tradition und Ehrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenhängend mit dem sich Ende des [[19. Jahrhundert]] verstärkt entwickelnden Patriotismus und der Besinnung auf die Vergangenheit wurden [[1903]] in [[Taxenbach]] sowie [[1909]] in [[Krimml]] Denkmäler zu Ehren Anton Wallners enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schützenkompanien in Krimml, Taxenbach und Saalfelden sind nach Anton Wallner benannt, ebenso das Pinzgauer Schützenbataillon. Seit [[1959]] findet - zuerst nur in der [[Stadt Salzburg]], im Laufe der Zeit dann immer in einem anderen Bezirk - die [[Anton Wallner-Gedenkfeier]] des [[Landesverband der Salzburger Schützen|Landesverbandes der Salzburger Schützen]] statt, an der Abordnungen aller 111 Salzburger Schützenkompanien und Garden teilnehmen. Neben der Erinnerung an die Landesverteidigung in den Koalitionskriegen und dem Gedenken an verstorbene Schützenkameraden stehen bei dieser Feier vor allem die Mahnung gegen den Krieg, das Eintreten für Freiheit und Demokratie im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als Auszeichnung für die langjährige Mitgliedschaft und Engagement in einer Salzburger Schützenkompanie wird vom Landesverband der Salzburger Schützen die [[Anton Wallner-Medaille]] in Bronze, Silber und Gold verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren Anton Wallners sind der [[Anton-Wallner-Weg (Hallein)|Anton-Wallner-Weg]] in der Stadt [[Hallein]], die [[Anton-Wallner-Straße (Zell am See)|Anton-Wallner-Straße]] in [[Zell am See]], die [[Anton-Wallner-Straße (Saalfelden am Steinernen Meer)|Anton-Wallner-Straße]] [[Saalfelden am Steinernen Meer]] sowie die [[Anton-Wallner-Kaserne]] des [[Österreichisches Bundesheer|Österreichischen Bundesheeres]] in Saalfelden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
* [[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]]: &amp;quot;Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig.&amp;quot; [[Verlag Anton Pustet|Anton Pustet Verlag]]; 2023&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]]: &amp;quot;[[Mitterpinzgau]] ([[Saalbach]], [[Saalfelden]], [[Lofer]])&amp;quot;. Selbstverlag J. Lahnsteiner: [[Hollersbach]]; 1962&lt;br /&gt;
* Mitterer, Kurt Anton: Der Pinzgau zur Zeit der Franzosenkriege. Mythos und Wirklichkeit. In: Martin Knoll, Peter F. Kramml, Johannes Lang, Alfred Stefan Weiß: Reise in den Pinzgau. Eine Kulturgeschichte zwischen Saumhandel und Urlaubsdestination. Salzburg 2024, S. 237-291.&lt;br /&gt;
* Neureiter, Anton; [[Herbert Handlechner|Handlechner, Herbert]]; Illmer, Christoph: &amp;quot;Auf! Auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen&#039;&#039; ...&amp;quot; - Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge 1797 - 1809. Dr.-Hans-Lechner-Forschungsgesellschaft: [[Salzburg]]; 2025&lt;br /&gt;
* Oberhofer, Andreas: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008.&lt;br /&gt;
* Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849.&lt;br /&gt;
* Pirker, Ingeborg: Die [[Salzburg unter Napoleon|Franzosenkriege]] im [[Pongau]] und [[Pinzgau]]. Dissertation. Innsbruck 1995.&lt;br /&gt;
* Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in [[Osttirol]]. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009.&lt;br /&gt;
* Redolf, Felix: Der Kampf an der [[Halbstundenbrücke]] bei [[Taxenbach]] 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&lt;br /&gt;
* [[Maximus Ringlschwendtner|Ringlschwendtner, Maximus]]: &amp;quot;Anton Wallner, salzburgischer Schützen-Major im Jahre 1809.&amp;quot; Hsg. v. Anton Wallner-Verein 2. Aufl. 1902. Aus: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Bd. 41. 1901 S. 105–184&lt;br /&gt;
* [[Anton Ritter von Schallhammer|Schallhammer, Anton Ritter von]]: Kriegerische Ereignisse im [[Herzogtum Salzburg|Herzogthume Salzburg]] in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o. J.&lt;br /&gt;
* [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol 1792-1816.&lt;br /&gt;
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, Fritz Hörmann (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* Zaisberger, Friederike; Hörmann, Fritz (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* Zaisberger, Friederike; Hörmann, Fritz (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol 1792–1816. [[Werfen]] – [[Ainring]] 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Wallner Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koalitionskriege (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krimml]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1810]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Anton_Wallner&amp;diff=2407362</id>
		<title>Anton Wallner</title>
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		<updated>2025-02-08T18:01:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: Kleine Präzisierungen im Bereich der Erläuterungen.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Obertauern 049.JPG|thumb|[[Anton-Wallner-Denkmal in Krimml]].]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anton Wallner&#039;&#039;&#039; (* um [[1756]] [[Krimml]] oder [[Wald im Pinzgau|Wald]] im [[Oberpinzgau]], † [[15. Februar]] [[1810]], [[Wien]]) war Wirt des Gasthauses Aichberger (auch: Eichberger) im salzburgischen [[Windisch-Matrei]] sowie k.k. Bevollmächtiger und Oberkommandant im Salzburger Gebirgsland während des 5. [[Koalitionskrieg 1809|Koalitionskrieg]]es [[1809]] gegen das [[Salzburg unter Napoleon|napoleonische Frankreich]] und seinen Verbündeten [[Königreich Bayern|Bayern]]. Abgeleitet vom Wirtshausnamen wird er oft auch als &amp;quot;der Aichberger&amp;quot; oder &amp;quot;Eichberger&amp;quot; bezeichnet. Quellen über ihn sind Briefe, Berichte von Zeitgenossen, Mitkämpfern und Beschreibungen. Er selbst hat nichts über sich geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Leben bis 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anton Wallner stammt aus einer Oberpinzgauer Bauernfamilie; seine Eltern waren Hans und Maria Wallner (Hollausin). Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt. Am wahrscheinlich zuverlässigsten lässt sich sein Geburtsjahr durch die Eintragung seines Todestages am 15. Februar 1810 im Sterberegister des Alser Vorstadtkrankenhauses in Wien festlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;laut Sterbebuch - 03–013 Seite 20|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien, rk. Erzdiözese (östl. Niederösterreich und Wien)|Österreich|Matricula Online, abgerufen am 15. Mai 2023, starb Wallner am 15. Februar (siehe [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/08-alservorstadtkrankenhaus/03-013/?pg=23 data.matricula-online.eu], 5. Eintrag am 15. Februar 1810, laut einer Änderung von [[Benutzer:Aschempp]] (15. Mai 2023) jedoch am 16. Februar laut Quelle [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Klammer, Joachim : &amp;quot;Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. Ein Rückblick.&amp;quot; In: [[Fritz Hörmann|Hörmann, Fritz]]; [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]] (Hg.): &amp;quot;Frieden –  Schützen 1809–2009. Struberschützen [[Golling]]/[[Werfen]].&amp;quot; 2009; S. 216; für den 16. Februar findet sich jedoch im Sterbebuch des Alservorstadtkrankenhauses kein Eintrag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage.jpg|thumb|Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird angegeben, dass &amp;quot;Anton Wallner&amp;quot; im 54. Lebensjahr verstorben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbebuch - 03-013|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien/Niederösterreich (Osten): Rk. Erzdiözese Wien|Österreich|Matricula Online (matricula-online.eu). Differenzierte und genaue Angaben zur Frage des Geburtsdatums Wallners und seiner familiären Verhältnisse sind auch zu finden bei: [[Friederike Zaisberger]]: Kurzbiographien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In. Friederike Zaisberger: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, Fritz Hörmann (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996, S. 222–224 sowie: Anton Ritter von SCHALLHAMMER: Kriegerische Ereignisse im Herzogthume Salzburg in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o.J., S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gemäß einem Steckbrief vom Dezember 1809 war Wallner zu diesem Zeitpunkt 56 Jahre alt und wäre daher um das Jahr 1753 geboren worden. Auf jeden Fall war Anton Wallner legitimer Sohn von Johann Wallner und Maria Hollaus, wie aus dem Trauungsbuch der Gemeinde Wald eindeutig hervorgeht. Quelle: Anton Neureiter, Herbert Handlechner, Christoph Illmer: &amp;quot;Auf, auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen...&amp;quot;. Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge. Salzburg 2025, S. 97-99. Ergänzung am 8. Februar 2025 durch [[Benutzer:Freistädter]] ohne Quellenangabe&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurde Wallner um [[1756]] geboren. [[1785]] heiratete Anton Wallner die Walder Wirtstochter Theresia Egger, mit der er insgesamt 16 Kinder hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Anton von Schallhammer]], Kriegerische Ereignisse, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1791]] verkaufte Wallner seinen Pinzgauer Besitz und erwarb das Aichberger-Wirtshaus im damals salzburgischen Windisch-Matrei, heute [[Matrei]] in [[Osttirol]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gründe für Verkauf und Übersiedlung sind unbekannt. Der Erwerb eines Wirtshauses bedeutete sozialen Aufstieg, auch wenn – wie im Fall Wallners – der Besitz im Pinzgau relativ groß war. Gasthöfe waren damals nicht selten mit einer Landwirtschaft verbunden - so auch beim Aichbergerwirt, wo Felder, Wiesen, Almrechte (Blumbesuch) und eine Mühle angeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Krieg von [[1797]] gegen die Franzosen nahm Anton Wallner als Kommandant der Landesschützen von Windisch-Matrei teil und marschierte mit diesen bis nach [[Brixen]]. Auch [[1805]] beteiligte er sich als Freiwilliger am Kriegsgeschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1807]] gewann Wallner das Kaiserschießen in Graz.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Begegnung mit Kaiser Franz I. hat ihn offenbar tief beeindruckt und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu seiner proösterreichischen Einstellung beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer vorherigen Version dieses Artikels (Änderung am 4. Februar 2025) stand über die Familie folgende Information:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nach Angaben seiner Tochter Elise Wallner war ihr Vater zum Zeitpunkt der Kämpfe des Jahres [[1809]] 41 Jahre alt. Diese Aussage ist gleich wie die Angabe ihres eigenen Alters in ihrem Buch&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Quellenverzeichnis&amp;lt;/ref&amp;gt; (21 statt 16 Jahre) mehrfach widersprüchlich. Da im Taufbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]]&amp;lt;ref&amp;gt;Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 12. April 2020]; die Pfarre Wald war bis [[1784]] auch für Krimml zuständig.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Geburt eines Anton Wallners nicht aufscheint und auch sonst jegliche Hinweise auf eine Geburt im [[Pinzgau]] fehlen, kann Anton Wallner zumindest nicht in [[Krimml]] geboren worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Angaben von Elise Wallner wurde ihr Vater [[1768]] &amp;quot;auf der sogenannten [[Hinterlehengut|Hinterlehn]]&amp;quot; im [[Oberpinzgau]] geboren. Beim Ausbruch der Insurrektion in Tirol wäre er 41 Jahre alt gewesen. Siehe &amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 15.&amp;gt; Gegen das Geburtsjahr 1768 spricht allerdings, dass Anton Wallner im Jahr der Übertragung des im Besitz des Ehepaares Jo(h)ann und Maria Wallner (geborene Hollaus) befindlichen Gutes Hinterlehen in Oberkrimml im Mai 1778 und des vermutlich im verwandtschaftlichen Besitz befindlichen Gutes Oberkäsbach im Oktober 1778 (Ringlschwendtner S. 107. Hier als Quelle angegeben: Landschaftlicher Steuerkataster des [[Pfleggericht Mittersill|Pfleg- und Landgerichts Mittersill]] im Salzburger Regierungs-Archiv) erst zehn Jahre alt gewesen und allen - zumindest - sieben Geschwistern (Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 20. April 2020]) vorgezogen worden wäre. 1768 wäre sein Vater (* [[20. Mai]] [[1711]]) 57 und seine Mutter Maria (* [[21. März]] [[1719]]) bereits 49 Jahre alt gewesen. Nach Elise Wallner wurde Anton Wallner &amp;quot;kaum dem Knabenalter entwachsen, 16 Jahre alt, ... schon durch den Tod beider Eltern beraubt.&amp;quot; (&amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 18) Elise Wallner gibt weiter an, dass die Heirat ihres Vaters &amp;quot;acht Jahre nach dem Tod seiner Ältern&amp;quot; stattgefunden habe. Die Hochzeit von Anton Wallner und Theresia Egger [auch E(c)ker] ist durch das Trauungsbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]] im Jahre [[1785]] abgesichert. Darin Wird Wallner als ehelicher Sohn des Johann Wallner und der Maria Hollaus angeführt. (Trauungsbuch - TRBII|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online. Abgerufen am 10. April 2010.). Laut Totenbuch der Pfarre Wald im Pinzgau verstarb Jo(h)ann Wallner jedoch am [[23. Dezember]] [[1775]] und Maria Wallner (Hollausin) erst am [[29. November]] [[1790]] (Sterbebuch|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online. Abgerufen am 10. April 2010 [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/RegSTBIIIII/?pg=1 data.matricula-online.eu]). Wenn die Angaben von Elise Wallner stimmen, kann zumindest Maria Wallner nicht die leibliche Mutter von Anton Wallner gewesen sein. In Anbetracht des vorher Angeführten sind diese Angaben von Elise Wallner allerdings dokumentarisch widerlegt.  &amp;lt;/ref&amp;gt;  Der von Anton Wallner im Jahr [[1791]] verkaufte Erbhof der Familie Wallner liegt auf 1&amp;amp;nbsp;150 [[m ü. A.]] in der Nähe der [[Krimmler Wasserfälle]]. Das frühere Bauernhaus steht heute unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Krimml|Denkmalschutz]] und wird als Ferienhütte vermietet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Jahr 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Jahr wurde Anton Wallner Unterleutnant der Windisch-Matreier Schützenkompanie und nahm an der Verteidigung der [[Lofer]]er Pässe teil. Im Juni wird Anton Wallner von Andreas Hofer mittels Boten aufgefordert, die Landesverteidigung im Pinzgau zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Salzburger Landesarchiv]], Churf. u. k.k. österr. Reg. XIX 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des Monats wird Wallner vom kaiserlich-königlich (österreichischen) Intendanten Roschmann-Hörburg, der das zuständige kaiserliche Organ in Tirol war, gemeinsam mit Bartholmä Hohlaus zum Bevollmächtigten für die Aufstellung und Organisation von Schützenkompanien und Landsturm im Salzburger Gebirgsland ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222-224, SCHALLHAMMER, Kriegerische Ereignisse, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge unterschreibt Wallner dann meistens als &amp;quot;Kommandant&amp;quot; oder &amp;quot;Oberkommandant&amp;quot;. Hohlaus als &amp;quot;Unterkommandant&amp;quot;. Die Gründe für die Kompetenzaufteilung sind unbekannt – möglicherweise ging es um eine Effektivierung der Kommandostruktur und klare Zuständigkeitsverteilung. Das Hauptquartier befand sich in [[Weißbach bei Lofer]]. In der Folge bereist Wallner den [[Pongau]], um dort ebenfalls den Widerstand gegen Franzosen und Bayern zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Pirker: Die Franzosenkriege im Pongau und Pinzgau. Dissertation. Innsbruck 1995, S. 132, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Gefecht von Taxenbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Österreich verliert den Krieg von 1809 und musste am [[12. Juli]] einen Waffenstillstand in Znaim (Tschechien) schließen. Salzburg war zu diesem Zeitpunkt faktisch zweigeteilt: Im Norden regierte die von den Franzosen eingesetzte und kontrollierte &amp;quot;Generallandesadministration&amp;quot; (GLA), die sich aber südlich des [[Pass Lueg|Passes Lueg]] trotz der Unterstützung durch etliche Pfleger und Pfarrer nicht durchsetzen konnte. Diese GLA verkündete am [[15. Juli]] den erwähnten Waffenstillstand. Den Aussagen und Aufrufen der GLA sowie der Nachricht über den Friedensschluss wurde aber in weiten Kreisen (auch von Wallner, Roschmann-Hörburg und Andreas Hofer selbst) nicht geglaubt – vielmehr wurden sie als Kriegslist – heute würde man &#039;&#039;Fake News&#039;&#039; dazu sagen - eingeschätzt. Erst am [[27. Juli]] kam im Westen eine von Erzherzog [[Johann von Österreich|Johann]] beglaubigte Information über den Waffenstillstand an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pirker, Franzosenkriege, S. 138, S. 140; [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: [[Osttirol]] im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 44f&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner hatte davon keine Kenntnis. Nachdem durch Einflussnahme und Druck seitens des Fürstbischofs von Chiemsee, dem Vorsitzenden der GLA, der Pass Lueg von den Landesverteidigern freigegeben worden war, rückten die Bayern unter General Deroy im [[Salzachtal]] in Richtung Oberpinzgau und [[Tirol]] vor. Wallner sowie sein Freund und Vorpostenkommandant [[Johann Panzl]] stellten sich – gegen den Widerstand des als bayernfreundlich geltenden [[Taxenbach]]er [[Pfleger]]s und [[Pfarrer von Taxenbach|Pfarrer]]s [[Ludwig von Mayregg]] – zahlenmäßig weit unterlegen bei der sogenannten &amp;quot;[[Halbstundenbrücke]]&amp;quot; den bayrischen Invasoren mit Schützen aus [[Mittersill]], [[Saalfelden]] und Tirol erfolgreich entgegen und verzögerten Deroys Vormarsch mit geringsten eigenen Verlusten um immerhin fast neun Stunden. Erst nachdem die Gefahr der Umgehung bestand, zogen sich Wallner und Panzl gemeinsam mit ihren Schützen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Wieser]], Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–[[2009]]. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol [[1792]]–[[1816]]. S. 209–213; Pirker , Franzosenkriege, S. 140; Schallhammer, S. 221–224, S. 274f; Felix REDOLF: Der Kampf an der Halbstundenbrücke bei Taxenbach 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die disziplinlosen bayrischen Soldaten plünderten nach der Besetzung Taxenbachs den Ort und ermordeten sechs Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wieser, Klammer, Widerstand. In: Zaisberger, Hörmann, Frieden – Schützen, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Militärisch gesehen war der guerillaartige Hinhaltekampf Wallners und Panzls zur Verzögerung des feindlichen Vormarsches unter maximaler Vermeidung eigener Verluste von weitsichtiger Verantwortung geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Erhebung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefolge der Vertreibung der Bayern und Franzosen aus Tirol im August 1809 ernannte [[Andreas Hofer (Freiheitskämpfer)|Andreas Hofer]] Anton Wallner neuerlich zum Oberkommandanten im Pinzgau.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Oberhofer: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008, Dokument Nr. 306, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mittersiller Schützen wählten ihn zu ihrem Hauptmann.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner ist in der Folge bei Kämpfen um die Loferer Pässe führend beteiligt. Als Oberkommandant rückte Wallner auch in das damals wie Salzburg zu Österreich gehörende [[Propstei Berchtesgaden|Fürstentum Berchtesgaden]] ein, musste sich aber wieder bald in den Pinzgau zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Österreich am [[14. Oktober]] [[1809]] geschlossenen Frieden von Schönbrunn brach der Widerstand gegen Franzosen und Bayern im Salzburg nördlich des [[Alpenhauptkamm]]es nach und nach zusammen. Wallner kapitulierte am [[19. Oktober]] in Weißbach bei Lofer und kehrte nach Windisch-Matrei zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer., Kriegerische Ereignisse, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Vom Landesverteidiger zum politischen Flüchtling ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung der Stadt [[Lienz]] durch französisches Militär und dessen Vorrücken kam es im [[November]] 1809 zu neuerlichem Widerstand gegen die Besatzer. Anton Wallner gelang es, die Schützen der Region zu mobilisieren. Nach einem Zusammentreffen zwischen dem französischen General Gougeon und Wallner wurde in einem Gasthaus in Unterpeischlach eine Art Friedensvertrag, den ein Geistlicher – der Vikar von St. Johann am Walde - verfasst hatte, geschlossen, den auch Wallner unterschrieb.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im [[Dezember]] 1809 kam es zu neuerlichen Kämpfen zwischen Franzosen und Tiroler Schützen an der Lienzer Klause. Als Reaktion darauf versammelte Wallner neuerlich Schützen, die unter seiner Führung die französischen Truppen am Aineter Bergl besiegten. Allerdings erlitten die Tiroler an der Lienzer Klause eine Niederlage und in der Folge beendete auch Anton Wallner endgültig jegliche Kämpfe. Die Franzosen fahndeten nach ihm und auch Panzl. Wallner flüchtete als politisch Verfolgter nach Wien. Bei der französischen Armee wechselte das Kommando zu General Broussier, der wegen seiner Brutalität berüchtigt war. Er ging mit extremem Terror gegen die Bevölkerung vor. Die Häuser Wallners und Panzls wurden niedergebrannt. Drei Iseltaler, die sich gestellt hatten, und etliche weitere Geiseln wurden erschossen. Der Gemeinderat von Windisch-Matrei musste zwei Männer zur Liquidierung auszulosen. Broussier richtete in der Region und darüber hinaus ein wahres Blutbad an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in Osttirol. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009, S. 6–9; Josef Thonhauser: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 85–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Anton Wallners Tod  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wiener Exil erhielt Anton Wallner wegen seiner großen Verdienste um die Landesverteidigung von Kaiser [[Franz I.]] eine Ehrenpension und ein Landgut in einer Region seiner Wahl zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Jänner]] [[1810]] erkrankte Wallner schwer und starb, nachdem er die Falschmeldung über den Tod seiner Familie erhalten hatte, Mitte [[Februar]] [[1810]] an einem Nervenfieber.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 124f.; Zaisberger, Kurzbiographien. In: Zaisberger, Hörmann, Schützen und Bürgergarden, S. 224; Pirker, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anton Wallner wurde am Währinger Friedhof bestattet. Das Grab ist bis heute unbekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Johann Panzl schreibt in seiner Autobiografie über den unerwarteten Tod seines alten Freundes und Kampfgefährten:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Wallner’sche Todespost schlug alle meine Hoffnungen nieder, denn gerade er war es, der alle heißen Tage mit mir aushielt; er war es also, der alle Waffenthaten von mir bezeugen konnte; gerade er war mein bester Freund und Waffenbruder&#039;&#039; [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In seinen späteren Jahren schrieb der Zeitzeuge und ehemalige Adjutant Wallners, der Kaufmann und [[Bürgermeister der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer|Bürgermeister von Saalfelden]], [[Josef Thalmayr senior]]: &amp;quot;[...] &#039;&#039;Wallners Charakter verdient in Bezug auf patriotische Gesinnung, redliches und eifriges Streben auf guten Zweke allerdings Achtung und Lob&#039;&#039; [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, FB 2710/6.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tradition und Ehrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenhängend mit dem sich Ende des [[19. Jahrhundert]] verstärkt entwickelnden Patriotismus und der Besinnung auf die Vergangenheit wurden [[1903]] in [[Taxenbach]] sowie [[1909]] in [[Krimml]] Denkmäler zu Ehren Anton Wallners enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schützenkompanien in Krimml, Taxenbach und Saalfelden sind nach Anton Wallner benannt, ebenso das Pinzgauer Schützenbataillon. Seit [[1959]] findet - zuerst nur in der [[Stadt Salzburg]], im Laufe der Zeit dann immer in einem anderen Bezirk - die [[Anton Wallner-Gedenkfeier]] des [[Landesverband der Salzburger Schützen|Landesverbandes der Salzburger Schützen]] statt, an der Abordnungen aller 111 Salzburger Schützenkompanien und Garden teilnehmen. Neben der Erinnerung an die Landesverteidigung in den Koalitionskriegen und dem Gedenken an verstorbene Schützenkameraden stehen bei dieser Feier vor allem die Mahnung gegen den Krieg, das Eintreten für Freiheit und Demokratie im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als Auszeichnung für die langjährige Mitgliedschaft und Engagement in einer Salzburger Schützenkompanie wird vom Landesverband der Salzburger Schützen die [[Anton Wallner-Medaille]] in Bronze, Silber und Gold verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren Anton Wallners sind der [[Anton-Wallner-Weg (Hallein)|Anton-Wallner-Weg]] in der Stadt [[Hallein]], die [[Anton-Wallner-Straße (Zell am See)|Anton-Wallner-Straße]] in [[Zell am See]], die [[Anton-Wallner-Straße (Saalfelden am Steinernen Meer)|Anton-Wallner-Straße]] [[Saalfelden am Steinernen Meer]] sowie die [[Anton-Wallner-Kaserne]] des [[Österreichisches Bundesheer|Österreichischen Bundesheeres]] in Saalfelden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
* [[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]]: &amp;quot;Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig.&amp;quot; [[Verlag Anton Pustet|Anton Pustet Verlag]]; 2023&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]]: &amp;quot;[[Mitterpinzgau]] ([[Saalbach]], [[Saalfelden]], [[Lofer]])&amp;quot;. Selbstverlag J. Lahnsteiner: [[Hollersbach]]; 1962&lt;br /&gt;
* Mitterer, Kurt Anton: Der Pinzgau zur Zeit der Franzosenkriege. Mythos und Wirklichkeit. In: Martin Knoll, Peter F. Kramml, Johannes Lang, Alfred Stefan Weiß: Reise in den Pinzgau. Eine Kulturgeschichte zwischen Saumhandel und Urlaubsdestination. Salzburg 2024, S. 237-291.&lt;br /&gt;
* Neureiter, Anton; [[Herbert Handlechner|Handlechner, Herbert]]; Illmer, Christoph: &amp;quot;Auf! Auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen&#039;&#039; ...&amp;quot; - Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge 1797 - 1809. Dr.-Hans-Lechner-Forschungsgesellschaft: [[Salzburg]]; 2025&lt;br /&gt;
* Oberhofer, Andreas: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008.&lt;br /&gt;
* Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849.&lt;br /&gt;
* Pirker, Ingeborg: Die [[Salzburg unter Napoleon|Franzosenkriege]] im [[Pongau]] und [[Pinzgau]]. Dissertation. Innsbruck 1995.&lt;br /&gt;
* Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in [[Osttirol]]. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009.&lt;br /&gt;
* Redolf, Redolf: Der Kampf an der [[Halbstundenbrücke]] bei [[Taxenbach]] 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&lt;br /&gt;
* [[Maximus Ringlschwendtner|Ringlschwendtner, Maximus]]: &amp;quot;Anton Wallner, salzburgischer Schützen-Major im Jahre 1809.&amp;quot; Hsg. v. Anton Wallner-Verein 2. Aufl. 1902. Aus: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Bd. 41. 1901 S. 105–184&lt;br /&gt;
* [[Anton Ritter von Schallhammer]]: Kriegerische Ereignisse im [[Herzogtum Salzburg|Herzogthume Salzburg]] in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o. J.&lt;br /&gt;
* [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, Fritz HÖRMANN (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol 1792-1816.&lt;br /&gt;
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; Hörmann, Fritz (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; Hörmann, Fritz (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol 1792–1816. [[Werfen]] – [[Ainring]] 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Wallner Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koalitionskriege (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krimml]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1810]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Anton_Wallner&amp;diff=2407353</id>
		<title>Anton Wallner</title>
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		<updated>2025-02-08T10:49:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: /* Herkunft und Leben bis 1809 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Obertauern 049.JPG|thumb|[[Anton-Wallner-Denkmal in Krimml]].]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anton Wallner&#039;&#039;&#039; (* um [[1756]] [[Krimml]] oder [[Wald im Pinzgau|Wald]] im [[Oberpinzgau]], † [[15. Februar]] [[1810]], [[Wien]]) war Wirt des Gasthauses Aichberger (auch: Eichberger) im salzburgischen [[Windisch-Matrei]] sowie k.k. Bevollmächtiger und Oberkommandant im Salzburger Gebirgsland während des 5. [[Koalitionskrieg 1809|Koalitionskrieg]]es [[1809]] gegen das [[Salzburg unter Napoleon|napoleonische Frankreich]] und seinen Verbündeten [[Königreich Bayern|Bayern]]. Abgeleitet vom Wirtshausnamen wird er oft auch als &amp;quot;der Aichberger&amp;quot; oder &amp;quot;Eichberger&amp;quot; bezeichnet. Quellen über ihn sind Briefe, Berichte von Zeitgenossen, Mitkämpfern und Beschreibungen. Er selbst hat nichts über sich geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Leben bis 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anton Wallner stammt aus einer Oberpinzgauer Bauernfamilie; seine Eltern waren Hans und Maria Wallner (Hollausin). Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt. Am wahrscheinlich zuverlässigsten lässt sich sein Geburtsjahr durch die Eintragung seines Todestages am 15. Februar 1810 im Sterberegister des Alser Vorstadtkrankenhauses in Wien festlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;laut Sterbebuch - 03–013 Seite 20|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien, rk. Erzdiözese (östl. Niederösterreich und Wien)|Österreich|Matricula Online, abgerufen am 15. Mai 2023, starb Wallner am 15. Februar (siehe [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/08-alservorstadtkrankenhaus/03-013/?pg=23 data.matricula-online.eu], 5. Eintrag am 15. Februar 1810, laut einer Änderung von [[Benutzer:Aschempp]] (15. Mai 2023) jedoch am 16. Februar laut Quelle [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Klammer, Joachim : &amp;quot;Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. Ein Rückblick.&amp;quot; In: [[Fritz Hörmann|Hörmann, Fritz]]; [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]] (Hg.): &amp;quot;Frieden –  Schützen 1809–2009. Struberschützen [[Golling]]/[[Werfen]].&amp;quot; 2009; S. 216; für den 16. Februar findet sich jedoch im Sterbebuch des Alservorstadtkrankenhauses kein Eintrag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage.jpg|thumb|Anton Wallner-Denkmal in Taxenbach, Collage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird angegeben, dass &amp;quot;Anton Wallner&amp;quot; im 54. Lebensjahr verstorben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbebuch - 03-013|08., Alservorstadtkrankenhaus|Wien/Niederösterreich (Osten): Rk. Erzdiözese Wien|Österreich|Matricula Online (matricula-online.eu). Gemäß einem Steckbrief vom Dezember 1809 war Wallner zu diesem Zeitpunkt 56 Jahre alt und wäre daher um das Jahr 1753 geboren worden. Auf jeden Fall war Anton Wallner legitimer Sohn von Johann Wallner und Maria Hollaus, wie aus dem Trauungsbuch der Gemeinde Wald eindeutig hervorgeht.  Differenzierte und genaue Angaben zur Frage des Geburtsdatums Wallners und seiner familiären Verhältnisse sind auch zu finden bei: [[Friederike Zaisberger]]: Kurzbiographien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In. Friederike Zaisberger: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, Fritz Hörmann (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996, S. 222–224 sowie: Anton Ritter von SCHALLHAMMER: Kriegerische Ereignisse im Herzogthume Salzburg in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o.J., S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurde Wallner um [[1756]] geboren. [[1785]] heiratete Anton Wallner die Walder Wirtstochter Theresia Egger, mit der er insgesamt 16 Kinder hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Anton von Schallhammer]], Kriegerische Ereignisse, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1791]] verkaufte Wallner seinen Pinzgauer Besitz und erwarb das Aichberger-Wirtshaus im damals salzburgischen Windisch-Matrei, heute [[Matrei]] in [[Osttirol]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gründe für Verkauf und Übersiedlung sind unbekannt. Der Erwerb eines Wirtshauses bedeutete sozialen Aufstieg, auch wenn – wie im Fall Wallners – der Besitz im Pinzgau relativ groß war. Gasthöfe waren damals nicht selten mit einer Landwirtschaft verbunden - so auch beim Aichbergerwirt, wo Felder, Wiesen, Almrechte (Blumbesuch) und eine Mühle angeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Krieg von [[1797]] gegen die Franzosen nahm Anton Wallner als Kommandant der Landesschützen von Windisch-Matrei teil und marschierte mit diesen bis nach [[Brixen]]. Auch [[1805]] beteiligte er sich als Freiwilliger am Kriegsgeschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1807]] gewann Wallner das Kaiserschießen in Graz.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Begegnung mit Kaiser Franz I. hat ihn offenbar tief beeindruckt und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu seiner proösterreichischen Einstellung beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer vorherigen Version dieses Artikels (Änderung am 4. Februar 2025) stand über die Familie folgende Information:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nach Angaben seiner Tochter Elise Wallner war ihr Vater zum Zeitpunkt der Kämpfe des Jahres [[1809]] 41 Jahre alt. Diese Aussage ist gleich wie die Angabe ihres eigenen Alters in ihrem Buch&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Quellenverzeichnis&amp;lt;/ref&amp;gt; (21 statt 16 Jahre) mehrfach widersprüchlich. Da im Taufbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]]&amp;lt;ref&amp;gt;Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 12. April 2020]; die Pfarre Wald war bis [[1784]] auch für Krimml zuständig.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Geburt eines Anton Wallners nicht aufscheint und auch sonst jegliche Hinweise auf eine Geburt im [[Pinzgau]] fehlen, kann Anton Wallner zumindest nicht in [[Krimml]] geboren worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Angaben von Elise Wallner wurde ihr Vater [[1768]] &amp;quot;auf der sogenannten [[Hinterlehengut|Hinterlehn]]&amp;quot; im [[Oberpinzgau]] geboren. Beim Ausbruch der Insurrektion in Tirol wäre er 41 Jahre alt gewesen. Siehe &amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 15.&amp;gt; Gegen das Geburtsjahr 1768 spricht allerdings, dass Anton Wallner im Jahr der Übertragung des im Besitz des Ehepaares Jo(h)ann und Maria Wallner (geborene Hollaus) befindlichen Gutes Hinterlehen in Oberkrimml im Mai 1778 und des vermutlich im verwandtschaftlichen Besitz befindlichen Gutes Oberkäsbach im Oktober 1778 (Ringlschwendtner S. 107. Hier als Quelle angegeben: Landschaftlicher Steuerkataster des [[Pfleggericht Mittersill|Pfleg- und Landgerichts Mittersill]] im Salzburger Regierungs-Archiv) erst zehn Jahre alt gewesen und allen - zumindest - sieben Geschwistern (Register zu Taufbuch I, II Reg. TFB III Wald im Pinzgau [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/ abgerufen am 20. April 2020]) vorgezogen worden wäre. 1768 wäre sein Vater (* [[20. Mai]] [[1711]]) 57 und seine Mutter Maria (* [[21. März]] [[1719]]) bereits 49 Jahre alt gewesen. Nach Elise Wallner wurde Anton Wallner &amp;quot;kaum dem Knabenalter entwachsen, 16 Jahre alt, ... schon durch den Tod beider Eltern beraubt.&amp;quot; (&amp;quot;Leben und Thaten des Anton Wallner&amp;quot;. S. 18) Elise Wallner gibt weiter an, dass die Heirat ihres Vaters &amp;quot;acht Jahre nach dem Tod seiner Ältern&amp;quot; stattgefunden habe. Die Hochzeit von Anton Wallner und Theresia Egger [auch E(c)ker] ist durch das Trauungsbuch der [[Pfarre Wald im Pinzgau]] im Jahre [[1785]] abgesichert (Trauungsbuch - TRBII|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online. Abgerufen am 10. April 2010.). Laut Totenbuch der Pfarre Wald im Pinzgau verstarb Jo(h)ann Wallner jedoch am [[23. Dezember]] [[1775]] und Maria Wallner (Hollausin) erst am [[29. November]] [[1790]] (Sterbebuch|Wald im Pinzgau|Salzburg, rk. Diözese|Österreich|Matricula Online. Abgerufen am 10. April 2010 [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wald-im-pinzgau/RegSTBIIIII/?pg=1 data.matricula-online.eu]). Wenn die Angaben von Elise Wallner stimmen, kann zumindest Maria Wallner nicht die leibliche Mutter von Anton Wallner gewesen sein.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der von Anton Wallner im Jahr [[1791]] unter familiär befremdlichen Umständen verkaufte Erbhof (!) der Familie Wallner liegt auf 1&amp;amp;nbsp;150 [[m ü. A.]] in der Nähe der [[Krimmler Wasserfälle]]. Das frühere Bauernhaus steht heute unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Krimml|Denkmalschutz]] und wird als Ferienhütte vermietet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Jahr 1809 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Jahr wurde Anton Wallner Unterleutnant der Windisch-Matreier Schützenkompanie und nahm an der Verteidigung der [[Lofer]]er Pässe teil. Im Juni wird Anton Wallner von Andreas Hofer mittels Boten aufgefordert, die Landesverteidigung im Pinzgau zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Salzburger Landesarchiv]], Churf. u. k.k. österr. Reg. XIX 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des Monats wird Wallner vom kaiserlich-königlich (österreichischen) Intendanten Roschmann-Hörburg, der das zuständige kaiserliche Organ in Tirol war, gemeinsam mit Bartholmä Hohlaus zum Bevollmächtigten für die Aufstellung und Organisation von Schützenkompanien und Landsturm im Salzburger Gebirgsland ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zaisberger, Kurzbiographien, S. 222-224, SCHALLHAMMER, Kriegerische Ereignisse, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge unterschreibt Wallner dann meistens als &amp;quot;Kommandant&amp;quot; oder &amp;quot;Oberkommandant&amp;quot;. Hohlaus als &amp;quot;Unterkommandant&amp;quot;. Die Gründe für die Kompetenzaufteilung sind unbekannt – möglicherweise ging es um eine Effektivierung der Kommandostruktur und klare Zuständigkeitsverteilung. Das Hauptquartier befand sich in [[Weißbach bei Lofer]]. In der Folge bereist Wallner den [[Pongau]], um dort ebenfalls den Widerstand gegen Franzosen und Bayern zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Pirker: Die Franzosenkriege im Pongau und Pinzgau. Dissertation. Innsbruck 1995, S. 132, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Gefecht von Taxenbach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Österreich verliert den Krieg von 1809 und musste am [[12. Juli]] einen Waffenstillstand in Znaim (Tschechien) schließen. Salzburg war zu diesem Zeitpunkt faktisch zweigeteilt: Im Norden regierte die von den Franzosen eingesetzte und kontrollierte &amp;quot;Generallandesadministration&amp;quot; (GLA), die sich aber südlich des [[Pass Lueg|Passes Lueg]] trotz der Unterstützung durch etliche Pfleger und Pfarrer nicht durchsetzen konnte. Diese GLA verkündete am [[15. Juli]] den erwähnten Waffenstillstand. Den Aussagen und Aufrufen der GLA sowie der Nachricht über den Friedensschluss wurde aber in weiten Kreisen (auch von Wallner, Roschmann-Hörburg und Andreas Hofer selbst) nicht geglaubt – vielmehr wurden sie als Kriegslist – heute würde man &#039;&#039;Fake News&#039;&#039; dazu sagen - eingeschätzt. Erst am [[27. Juli]] kam im Westen eine von Erzherzog [[Johann von Österreich|Johann]] beglaubigte Information über den Waffenstillstand an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pirker, Franzosenkriege, S. 138, S. 140; [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: [[Osttirol]] im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 44f&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner hatte davon keine Kenntnis. Nachdem durch Einflussnahme und Druck seitens des Fürstbischofs von Chiemsee, dem Vorsitzenden der GLA, der Pass Lueg von den Landesverteidigern freigegeben worden war, rückten die Bayern unter General Deroy im [[Salzachtal]] in Richtung Oberpinzgau und [[Tirol]] vor. Wallner sowie sein Freund und Vorpostenkommandant [[Johann Panzl]] stellten sich – gegen den Widerstand des als bayernfreundlich geltenden [[Taxenbach]]er [[Pfleger]]s und [[Pfarrer von Taxenbach|Pfarrer]]s [[Ludwig von Mayregg]] – zahlenmäßig weit unterlegen bei der sogenannten &amp;quot;[[Halbstundenbrücke]]&amp;quot; den bayrischen Invasoren mit Schützen aus [[Mittersill]], [[Saalfelden]] und Tirol erfolgreich entgegen und verzögerten Deroys Vormarsch mit geringsten eigenen Verlusten um immerhin fast neun Stunden. Erst nachdem die Gefahr der Umgehung bestand, zogen sich Wallner und Panzl gemeinsam mit ihren Schützen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Wieser]], Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–[[2009]]. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol [[1792]]–[[1816]]. S. 209–213; Pirker , Franzosenkriege, S. 140; Schallhammer, S. 221–224, S. 274f; Felix REDOLF: Der Kampf an der Halbstundenbrücke bei Taxenbach 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die disziplinlosen bayrischen Soldaten plünderten nach der Besetzung Taxenbachs den Ort und ermordeten sechs Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wieser, Klammer, Widerstand. In: Zaisberger, Hörmann, Frieden – Schützen, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Militärisch gesehen war der guerillaartige Hinhaltekampf Wallners und Panzls zur Verzögerung des feindlichen Vormarsches unter maximaler Vermeidung eigener Verluste von weitsichtiger Verantwortung geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Erhebung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefolge der Vertreibung der Bayern und Franzosen aus Tirol im August 1809 ernannte [[Andreas Hofer (Freiheitskämpfer)|Andreas Hofer]] Anton Wallner neuerlich zum Oberkommandanten im Pinzgau.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Oberhofer: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008, Dokument Nr. 306, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mittersiller Schützen wählten ihn zu ihrem Hauptmann.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallner ist in der Folge bei Kämpfen um die Loferer Pässe führend beteiligt. Als Oberkommandant rückte Wallner auch in das damals wie Salzburg zu Österreich gehörende [[Propstei Berchtesgaden|Fürstentum Berchtesgaden]] ein, musste sich aber wieder bald in den Pinzgau zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem von Österreich am [[14. Oktober]] [[1809]] geschlossenen Frieden von Schönbrunn brach der Widerstand gegen Franzosen und Bayern im Salzburg nördlich des [[Alpenhauptkamm]]es nach und nach zusammen. Wallner kapitulierte am [[19. Oktober]] in Weißbach bei Lofer und kehrte nach Windisch-Matrei zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer., Kriegerische Ereignisse, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Vom Landesverteidiger zum politischen Flüchtling ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung der Stadt [[Lienz]] durch französisches Militär und dessen Vorrücken kam es im [[November]] 1809 zu neuerlichem Widerstand gegen die Besatzer. Anton Wallner gelang es, die Schützen der Region zu mobilisieren. Nach einem Zusammentreffen zwischen dem französischen General Gougeon und Wallner wurde in einem Gasthaus in Unterpeischlach eine Art Friedensvertrag, den ein Geistlicher – der Vikar von St. Johann am Walde - verfasst hatte, geschlossen, den auch Wallner unterschrieb.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im [[Dezember]] 1809 kam es zu neuerlichen Kämpfen zwischen Franzosen und Tiroler Schützen an der Lienzer Klause. Als Reaktion darauf versammelte Wallner neuerlich Schützen, die unter seiner Führung die französischen Truppen am Aineter Bergl besiegten. Allerdings erlitten die Tiroler an der Lienzer Klause eine Niederlage und in der Folge beendete auch Anton Wallner endgültig jegliche Kämpfe. Die Franzosen fahndeten nach ihm und auch Panzl. Wallner flüchtete als politisch Verfolgter nach Wien. Bei der französischen Armee wechselte das Kommando zu General Broussier, der wegen seiner Brutalität berüchtigt war. Er ging mit extremem Terror gegen die Bevölkerung vor. Die Häuser Wallners und Panzls wurden niedergebrannt. Drei Iseltaler, die sich gestellt hatten, und etliche weitere Geiseln wurden erschossen. Der Gemeinderat von Windisch-Matrei musste zwei Männer zur Liquidierung auszulosen. Broussier richtete in der Region und darüber hinaus ein wahres Blutbad an.&amp;lt;ref&amp;gt;Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in Osttirol. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009, S. 6–9; Josef Thonhauser: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968, S. 85–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Anton Wallners Tod  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wiener Exil erhielt Anton Wallner wegen seiner großen Verdienste um die Landesverteidigung von Kaiser [[Franz I.]] eine Ehrenpension und ein Landgut in einer Region seiner Wahl zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schallhammer, Kriegerische Ereignisse, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Jänner]] [[1810]] erkrankte Wallner schwer und starb, nachdem er die Falschmeldung über den Tod seiner Familie erhalten hatte, Mitte [[Februar]] [[1810]] an einem Nervenfieber.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 124f.; Zaisberger, Kurzbiographien. In: Zaisberger, Hörmann, Schützen und Bürgergarden, S. 224; Pirker, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anton Wallner wurde am Währinger Friedhof bestattet. Das Grab ist bis heute unbekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Johann Panzl schreibt in seiner Autobiografie über den unerwarteten Tod seines alten Freundes und Kampfgefährten:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Wallner’sche Todespost schlug alle meine Hoffnungen nieder, denn gerade er war es, der alle heißen Tage mit mir aushielt; er war es also, der alle Waffenthaten von mir bezeugen konnte; gerade er war mein bester Freund und Waffenbruder&#039;&#039; [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In seinen späteren Jahren schrieb der Zeitzeuge und ehemalige Adjutant Wallners, der Kaufmann und [[Bürgermeister der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer|Bürgermeister von Saalfelden]], [[Josef Thalmayr senior]]: &amp;quot;[...] &#039;&#039;Wallners Charakter verdient in Bezug auf patriotische Gesinnung, redliches und eifriges Streben auf guten Zweke allerdings Achtung und Lob&#039;&#039; [...]&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, FB 2710/6.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tradition und Ehrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenhängend mit dem sich Ende des [[19. Jahrhundert]] verstärkt entwickelnden Patriotismus und der Besinnung auf die Vergangenheit wurden [[1903]] in [[Taxenbach]] sowie [[1909]] in [[Krimml]] Denkmäler zu Ehren Anton Wallners enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schützenkompanien in Krimml, Taxenbach und Saalfelden sind nach Anton Wallner benannt, ebenso das Pinzgauer Schützenbataillon. Seit [[1959]] findet - zuerst nur in der [[Stadt Salzburg]], im Laufe der Zeit dann immer in einem anderen Bezirk - die [[Anton Wallner-Gedenkfeier]] des [[Landesverband der Salzburger Schützen|Landesverbandes der Salzburger Schützen]] statt, an der Abordnungen aller 111 Salzburger Schützenkompanien und Garden teilnehmen. Neben der Erinnerung an die Landesverteidigung in den Koalitionskriegen und dem Gedenken an verstorbene Schützenkameraden stehen bei dieser Feier vor allem die Mahnung gegen den Krieg, das Eintreten für Freiheit und Demokratie im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als Auszeichnung für die langjährige Mitgliedschaft und Engagement in einer Salzburger Schützenkompanie wird vom Landesverband der Salzburger Schützen die [[Anton Wallner-Medaille]] in Bronze, Silber und Gold verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren Anton Wallners sind der [[Anton-Wallner-Weg (Hallein)|Anton-Wallner-Weg]] in der Stadt [[Hallein]], die [[Anton-Wallner-Straße (Zell am See)|Anton-Wallner-Straße]] in [[Zell am See]], die [[Anton-Wallner-Straße (Saalfelden am Steinernen Meer)|Anton-Wallner-Straße]] [[Saalfelden am Steinernen Meer]] sowie die [[Anton-Wallner-Kaserne]] des [[Österreichisches Bundesheer|Österreichischen Bundesheeres]] in Saalfelden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
* [[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]]: &amp;quot;Geschichte des Pinzgaus. eigenständig eigentümlich eigenwillig.&amp;quot; [[Verlag Anton Pustet|Anton Pustet Verlag]]; 2023&lt;br /&gt;
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]]: &amp;quot;[[Mitterpinzgau]] ([[Saalbach]], [[Saalfelden]], [[Lofer]])&amp;quot;. Selbstverlag J. Lahnsteiner: [[Hollersbach]]; 1962&lt;br /&gt;
* Mitterer, Kurt Anton: Der Pinzgau zur Zeit der Franzosenkriege. Mythos und Wirklichkeit. In: Martin Knoll, Peter F. Kramml, Johannes Lang, Alfred Stefan Weiß: Reise in den Pinzgau. Eine Kulturgeschichte zwischen Saumhandel und Urlaubsdestination. Salzburg 2024, S. 237-291.&lt;br /&gt;
* Neureiter, Anton; [[Herbert Handlechner|Handlechner, Herbert]]; Illmer, Christoph: &amp;quot;Auf! Auf! Leute steht auf! Die Franzosen kommen&#039;&#039; ...&amp;quot; - Die Landesverteidigung im salzburgischen Gebirge 1797 - 1809. Dr.-Hans-Lechner-Forschungsgesellschaft: [[Salzburg]]; 2025&lt;br /&gt;
* Oberhofer, Andreas: Weltbild eines &amp;quot;Helden&amp;quot;. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft. Innsbruck 2008.&lt;br /&gt;
* Peternader, Anton: Tirols Landes-Verteidigung oder bisher größthenteils noch unbekannte Biografien, Skizzen und Anekdoten merkwürdiger Tiroler Landesvertheidiger nebst dabei stattgefundenen Kämpfen, Kriegsberathungen, Reden, Kriegsgerichten, Proklamationen und Original-Korrespondenzen zwischen ober-, Neben- und Unterkommandanten, einer Biografie des Erzherzogs Johann, einer Geschichte der Festung Kufstein, und Streifzügen aus der älteren und neueren Geschichte Tirols, mit Kriegs- und Schützenliedern ec. Zweiter Theil. Innsbruck 1849.&lt;br /&gt;
* Pirker, Ingeborg: Die [[Salzburg unter Napoleon|Franzosenkriege]] im [[Pongau]] und [[Pinzgau]]. Dissertation. Innsbruck 1995.&lt;br /&gt;
* Pizzinini, Meinrad: Die letzten Kämpfe von &amp;quot;Anno Neun&amp;quot; in Tirol. Rückblick auf bedeutende Ereignisse des Jahres 1809 in [[Osttirol]]. In: Osttiroler Heimatblätter. 77. Jahrgang, Nr. 10–11. Völs 2009.&lt;br /&gt;
* Redolf, Redolf: Der Kampf an der [[Halbstundenbrücke]] bei [[Taxenbach]] 1809. In: Pallasch, Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 14, Salzburg 2002, S. 65–82.&lt;br /&gt;
* [[Maximus Ringlschwendtner|Ringlschwendtner, Maximus]]: &amp;quot;Anton Wallner, salzburgischer Schützen-Major im Jahre 1809.&amp;quot; Hsg. v. Anton Wallner-Verein 2. Aufl. 1902. Aus: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Bd. 41. 1901 S. 105–184&lt;br /&gt;
* [[Anton Ritter von Schallhammer]]: Kriegerische Ereignisse im [[Herzogtum Salzburg|Herzogthume Salzburg]] in den Jahren 1800, 1805 und 1809. Salzburg 1853, unveränderter Nachdruck Hallein o. J.&lt;br /&gt;
* [[Josef Thonhauser|Thonhauser, Josef]]: Osttirol im Jahre 1809. Innsbruck-München 1968.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Wieser|Wieser, Erwin]]; Joachim Klammer: Widerstand im [[Pfleggericht Taxenbach]]. Salzburg 1809–2009. In: Friederike Zaisberger, Fritz HÖRMANN (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol 1792-1816.&lt;br /&gt;
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]: Kurzbiografien zur Franzosenzeit. Anton Wallner. In: Friederike Zaisberger, [[Fritz Hörmann]] (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; Hörmann, Fritz (Hrsg): Salzburgs Schützen und Bürgergarden. Landesverteidigung und Brauchtum. Salzburg 1996.&lt;br /&gt;
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; Hörmann, Fritz (Hrsg.): Frieden – Schützen 1809–2009. Franzosenkriege im Dreiländereck Bayern-Salzburg-Tirol 1792–1816. [[Werfen]] – [[Ainring]] 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Wallner Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koalitionskriege (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pinzgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krimml]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1810]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230687</id>
		<title>Bauernschützenkompanie Hüttau</title>
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		<updated>2024-03-13T22:44:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bauernschützenkompanie Hüttau 2023.jpg|thumb|Bauernschützenkompanie Hüttau 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LBS 69 7561 Hüttau Fronleichnam.jpg|mini|Fronleichnam 1910]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fronleichnam 1900 in Hüttau - Bildausschnitt. Bildquelle Salzburger Landesarchiv, LBS F 69 7561.jpg|mini|Fronleichnam 1910]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, die genaue Vereinsbezeichnung lautet &#039;&#039;&#039;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, wurde, wie viele andere Schützenkompanien im Land Salzburg auch, [[1797]] im Zusammenhang mit der [[Salzburg unter Napoleon|Landesverteidigung gegen die Franzosen]] in den [[Koalitionskriege (Überblick)|Koalitionskriegen und Napoleonischen Kriegen]] gegründet. Sie stehen in der Tradition der &amp;quot;Feuerschützen&amp;quot; der Landfahne des [[Erzstift Salzburg|Hoch- und Erzstifts Salzburg]] und gehören zur Gruppe der Gewehrschützen. Heute sind sie ein Traditions- und Kulturverein in der [[Pongau]]er Gemeinde [[Hüttau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[1600]] nahmen erstmals nachgewiesen Schützen aus dem heutigen Gemeindegebiet von Hüttau an einem Preisschießen in [[Radstadt]] teil.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
[[1714]] sind im Bereich der [[Pfleggericht Radstadt|Pflegschaft Radstadt]] die &amp;quot;Feuerschützen in der Niedernfritzer Zech&amp;quot;. &amp;quot;Schützenmeister&amp;quot; waren damals Wilhelm Gassner und Hans Laupichler. Im Prinzip kann man daher auch [[1600]] und 1714 als &amp;quot;Geburtsjahre&amp;quot; der Schützen im heutigen Hüttau neben dem Gründungsjahr 1797 anführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheinmusterung wurden wegen der [[Protestantismus|lutherisch-protestantischen]] Religionszugehörigkeit die Schützen [[Innergebirg]] und damit auch in Hüttau [[1731]] mit Hilfe katholischer kaiserlicher Reichstruppen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Franzosen- und Napoleonische Kriegen (1797–[[1814]]) wurden ab 1797 im Salzburger Gebirge Schützenkompanien und Landsturmeinheiten in größerem Ausmaß organisiert aufgestellt. Dieses Jahr gilt daher als Gründungsjahr der heutigen Historischen Bauernschützenkompanie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [[Fritztal]] und damit Hüttau war hauptsächlich ein Durchzugsgebiet für [[Kaisertum Österreich|österreichische]], französische und [[Kurfürstentum Bayern|bayerische]] Truppen in Richtung Südosten. [[1801]] wurde bei Hüttau ein französischer Kurier überfallen und ausgeraubt. [[1809]] waren Hüttauer mit [[St. Martin am Tennengebirge|St. Martinern]] an der Abwehr von ins [[Lammertal]] vorrückenden französischen und bayrischen Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Mitte Juli 1809 marschierte der französische Divisionsgeneral Rusca mit etlichen hundert Mann von Werfen durch das Fritztal in Richtung Radstadt. Auf ihn plante der St. Johanner Schützenhauptmann Ignaz Kettner nach der Fritzmühle vor Hüttau einen Angriff. Dieser fand aber nicht statt, weil die Franzosen schon früher als ursprünglich angenommen durch das Fritztal marschierten und Kettner zu spät kam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1809, Anfang [[1810]] flüchtete der Freund und Mitkämpfer [[Anton Wallner]]s, [[Johann Panzl]] durch das Fritztal nach [[Wien]]. In der Fritzmühle lernte er Hauptmann [[Peter Sieberer]] aus [[Pfarrwerfen]] kennen, der dem politischen Flüchtling Panzl die beste weitere Fluchtroute in Richtung [[Steiermark]] erklärte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1835]] werden Schützen in Hüttau im Zusammenhang mit der Zulassung von Schützengesellschaften in Vereinsform erwähnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus dem Jahr [[1910]] gibt es ein Foto mit der Schützenkompanie, das anlässlich des [[Fronleichnam]]sfestes vor dem Gasthof Post aufgenommen wurde. Im selben Jahr wird in Zusammenhang mit der Feier anlässlich des Geburtstages von Kaiser [[Franz Joseph I.]] von der Schützenkompanie Hüttau mit Schützenmusikkapelle berichtet. [[1903]] sind die Hüttauer Schützen gemeinsam mit Musikkapelle und Veteranen auf einem Foto abgebildet. &lt;br /&gt;
	 &lt;br /&gt;
Von [[1914]] bis [[1918]] gab es [[Erster Weltkrieg|kriegsbedingt]] keine nachgewiesenen Vereinstätigkeiten.&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Ab [[1920]] war unter Hauptmann Johann Fritzenwallner vulgo Forstbauer wieder eine Kompanie aktiv. Somit gab es bereits sechs Jahre vor der offiziellen Wiedergründung von Schützenvereinen in Österreich ([[1926]]) in Hüttau aktive Schützen. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
[[1927]] werden die bereits damals so genannten &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; als Beteiligte an der Einweihung des Gipfelkreuzes am [[Hochgründeck]] auf der Erinnerungstafel angeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss]] Österreichs [[1938]] an das [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|nationalsozialistische]] [[Deutschland]] wurden die meisten Schützenkompanien zwangsaufgelöst. Deshalb und wegen des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] gab es bis [[1945]] in Hüttau keine Schützenaktivitäten mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1951]], sechs Jahre nach Kriegsende, wurden unter Hauptmann Josef Auer vulgo Heigenhausbauer die Hüttauer Schützen wieder gegründet. [[1952]] wurde durch private Spenden die Anschaffung einer Fahne ermöglicht. [[1953]] wurde in Hüttau erstmals ein [[Leonhardiritt]] von den Bauernschützen organisiert und durchgeführt. Nach zwei weiteren Ausritten Mitte der [[1950er]]-Jahre riss die noch junge Tradition wegen des enorm hohen organisatorischen Aufwands und dem Rückgang der Anzahl der Pferde im Ort wieder ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1966]]–[[1967]] wurde der Verein in &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[2002]] wurde zum 205-jährigen Vereinsjubiläum ein zweitägiges Fest mit der Weihe einer neuen Fahne durchgeführt: Auf der Vorderseite der Fahne befindet sich ein Bild der [[Pfarrkirche zum hl. Leonhard Hüttau|Pfarrkirche von Hüttau]] mit dem Fahnenmotto &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘!&amp;quot;. Die in Grün gehaltene Rückseite trägt als Mittelbild zwei gekreuzte Mauser-Gewehre 98k, einen Schützenhut mit Feder, die Vereinsbezeichnung, das Gründungsjahr und einen Eichenlaubkranz in Gold. Dieses Symbol wird seit 2022 auch als Vereinslogo verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1996]] erhielt der Verein durch die Gemeinde Hüttau das Recht, am linken Oberarm zwischen Schulter und Ellenbogen das Hüttauer Gemeindewappen mit der Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aktivitäten sind heute die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde sowie Ausrückungen auf der Basis von Einladungen zu regionalen und überregionalen Veranstaltungen, teilweise als Ehrenkompanie. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren war [[2022]] die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Erinnerung an die [[Schlacht bei Mühldorf 1322]] unter der Führung des Schirmherrn der [[Salzburger Schützen]] [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tracht ==&lt;br /&gt;
Die Tracht der Hüttauer Bauernschützen besteht aus einem schwarzen Filzhut in konischer Form mit vorne leicht eingedrücktem Kopf, leicht aufgestülpter Krempe, einer Spielhahnfeder hinten und, je nach Dienstgrad, schwarzer, silberner oder goldener Hutschnur, einem weißen  Hemd mit Mascherl und Gemeindewappen am linken Oberarm, einer roten Lodenweste ohne Ärmel, einem offen getragenen grünen halblangen Schützenrock (ebenfalls mit Gemeindewappen) mit schwarzem Revers und Ärmelaufschlägen, einer dunkelbraunen Kniebundlederhose, blauen Wollstutzen mit Zopfmuster und schwarzen Schnallenschuhen mit gefranster Lasche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Marketenderinnen ist gleich der der Mannschaft, ausgenommen der knielange und braune Rock, das rote Mieder und eine rot-grün gestreifte Seidenschürze. Der Hut ist goldgelb umrandet, die Hutschnur golden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewaffnung ==&lt;br /&gt;
Die Kompanie ist einheitlich aus Hinterlader-Gewehren Mauser Karabiner 98k (auch K98k) aus dem Ersten und Zeiten Weltkrieg unterschiedlicher Herkunft bewaffnet. Die Offiziere und Unteroffiziere tragen österreichische k. u. k. Infanteriesäbel mit geschlossenem goldenen oder silbernen Eichelportepee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute ==&lt;br /&gt;
Anfang 2024 ist die Vereinsgeschichte mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot; Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr`!&amp;quot; - Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot;&#039;&#039; erschienen. Zur Zeit sind  53 Männer und sieben Frauen Mitglieder: Hauptmann, Ehrenhauptmann, sonstige Offiziere, Unteroffiziere, Gewehrschützen, Marketenderinnen, Fahnenmutter und Fahnenpatinnen. Zusätzlich gibt es etliche unterstützende Mitglieder. Neue Mitglieder sind stets willkommen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptleute und Obmänner nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
* Josef Auer vulgo Heigenhausbauer (†)  1951–1967 (H + O)&lt;br /&gt;
* Peter Weiß (†) 1967–1983 (H + O)&lt;br /&gt;
* Herbert Brandner 1983–1989 (H + O)&lt;br /&gt;
* Wolfgang Auer vulgo Hornbauer 1989–1996 (H)&lt;br /&gt;
* Friedrich Wallner 1989–1996 (O)&lt;br /&gt;
* Wilfried Hausbacher seit 1996 (H + O)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ehrenhauptmann: Wolfgang Auer – Hornbauer&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*  Neureiter, Anton; Historische Bauernschützenkompanie Hüttau (Hrsg.): &#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘&amp;quot;!&#039;&#039; - Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;. Hüttau – Salzburg 2024. E-Mail: bauernschuetzen-huettau@gmx.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Volkskultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schützen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pongau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hüttau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230684</id>
		<title>Bauernschützenkompanie Hüttau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230684"/>
		<updated>2024-03-13T22:43:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bauernschützenkompanie Hüttau 2023.jpg|thumb|Bauernschützenkompanie Hüttau 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LBS 69 7561 Hüttau Fronleichnam.jpg|mini|Fronleichnam 1910]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fronleichnam 1900 in Hüttau - Bildausschnitt. Bildquelle Salzburger Landesarchiv, LBS F 69 7561.jpg|mini|Fronleichnam 1910]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, die genaue Vereinsbezeichnung lautet &#039;&#039;&#039;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, wurde, wie viele andere Schützenkompanien im Land Salzburg auch, [[1797]] im Zusammenhang mit der [[Salzburg unter Napoleon|Landesverteidigung gegen die Franzosen]] in den [[Koalitionskriege (Überblick)|Koalitionskriegen und Napoleonischen Kriegen]] gegründet. Sie stehen in der Tradition der &amp;quot;Feuerschützen&amp;quot; der Landfahne des [[Erzstift Salzburg|Hoch- und Erzstifts Salzburg]] und gehören zur Gruppe der Gewehrschützen. Heute sind sie ein Traditions- und Kulturverein in der [[Pongau]]er Gemeinde [[Hüttau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[1600]] nahmen erstmals nachgewiesen Schützen aus dem heutigen Gemeindegebiet von Hüttau an einem Preisschießen in [[Radstadt]] teil.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
[[1714]] sind im Bereich der [[Pfleggericht Radstadt|Pflegschaft Radstadt]] die &amp;quot;Feuerschützen in der Niedernfritzer Zech&amp;quot;. &amp;quot;Schützenmeister&amp;quot; waren damals Wilhelm Gassner und Hans Laupichler. Im Prinzip kann man daher auch [[1600]] und 1714 als &amp;quot;Geburtsjahre&amp;quot; der Schützen im heutigen Hüttau neben dem Gründungsjahr 1797 anführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheinmusterung wurden wegen der [[Protestantismus|lutherisch-protestantischen]] Religionszugehörigkeit die Schützen [[Innergebirg]] und damit auch in Hüttau [[1731]] mit Hilfe katholischer kaiserlicher Reichstruppen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Franzosen- und Napoleonische Kriegen (1797–[[1814]]) wurden ab 1797 im Salzburger Gebirge Schützenkompanien und Landsturmeinheiten in größerem Ausmaß organisiert aufgestellt. Dieses Jahr gilt daher als Gründungsjahr der heutigen Historischen Bauernschützenkompanie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [[Fritztal]] und damit Hüttau war hauptsächlich ein Durchzugsgebiet für [[Kaisertum Österreich|österreichische]], französische und [[Kurfürstentum Bayern|bayerische]] Truppen in Richtung Südosten. [[1801]] wurde bei Hüttau ein französischer Kurier überfallen und ausgeraubt. [[1809]] waren Hüttauer mit [[St. Martin am Tennengebirge|St. Martinern]] an der Abwehr von ins [[Lammertal]] vorrückenden französischen und bayrischen Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Mitte Juli 1809 marschierte der französische Divisionsgeneral Rusca mit etlichen hundert Mann von Werfen durch das Fritztal in Richtung Radstadt. Auf ihn plante der St. Johanner Schützenhauptmann Ignaz Kettner nach der Fritzmühle vor Hüttau einen Angriff. Dieser fand aber nicht statt, weil die Franzosen schon früher als ursprünglich angenommen durch das Fritztal marschierten und Kettner zu spät kam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1809, Anfang [[1810]] flüchtete der Freund und Mitkämpfer [[Anton Wallner]]s, [[Johann Panzl]] durch das Fritztal nach [[Wien]]. In der Fritzmühle lernte er Hauptmann [[Peter Sieberer]] aus [[Pfarrwerfen]] kennen, der dem politischen Flüchtling Panzl die beste weitere Fluchtroute in Richtung [[Steiermark]] erklärte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[1835]] werden Schützen in Hüttau im Zusammenhang mit der Zulassung von Schützengesellschaften in Vereinsform erwähnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus dem Jahr [[1910]] gibt es ein Foto mit der Schützenkompanie, das anlässlich des [[Fronleichnam]]sfestes vor dem Gasthof Post aufgenommen wurde. Im selben Jahr wird in Zusammenhang mit der Feier anlässlich des Geburtstages von Kaiser [[Franz Joseph I.]] von der Schützenkompanie Hüttau mit Schützenmusikkapelle berichtet. [[1903]] sind die Hüttauer Schützen gemeinsam mit Musikkapelle und Veteranen auf einem Foto abgebildet. &lt;br /&gt;
	 &lt;br /&gt;
Von [[1914]] bis [[1918]] gab es [[Erster Weltkrieg|kriegsbedingt]] keine nachgewiesenen Vereinstätigkeiten.&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Ab [[1920]] war unter Hauptmann Johann Fritzenwallner vulgo Forstbauer wieder eine Kompanie aktiv. Somit gab es bereits sechs Jahre vor der offiziellen Wiedergründung von Schützenvereinen in Österreich ([[1926]]) in Hüttau aktive Schützen. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
[[1927]] werden die bereits damals so genannten &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; als Beteiligte an der Einweihung des Gipfelkreuzes am [[Hochgründeck]] auf der Erinnerungstafel angeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss]] Österreichs [[1938]] an das [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|nationalsozialistische]] [[Deutschland]] wurden die meisten Schützenkompanien zwangsaufgelöst. Deshalb und wegen des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] gab es bis [[1945]] in Hüttau keine Schützenaktivitäten mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1951]], sechs Jahre nach Kriegsende, wurden unter Hauptmann Josef Auer vulgo Heigenhausbauer die Hüttauer Schützen wieder gegründet. [[1952]] wurde durch private Spenden die Anschaffung einer Fahne ermöglicht. [[1953]] wurde in Hüttau erstmals ein [[Leonhardiritt]] von den Bauernschützen organisiert und durchgeführt. Nach zwei weiteren Ausritten Mitte der [[1950er]]-Jahre riss die noch junge Tradition wegen des enorm hohen organisatorischen Aufwands und dem Rückgang der Anzahl der Pferde im Ort wieder ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1966]]–[[1967]] wurde der Verein in &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[2002]] wurde zum 205-jährigen Vereinsjubiläum ein zweitägiges Fest mit der Weihe einer neuen Fahne durchgeführt: Auf der Vorderseite der Fahne befindet sich ein Bild der [[Pfarrkirche zum hl. Leonhard Hüttau|Pfarrkirche von Hüttau]] mit dem Fahnenmotto &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘!&amp;quot;. Die in Grün gehaltene Rückseite trägt als Mittelbild zwei gekreuzte Mauser-Gewehre 98k, einen Schützenhut mit Feder, die Vereinsbezeichnung, das Gründungsjahr und einen Eichenlaubkranz in Gold. Dieses Symbol wird seit 2022 auch als Vereinslogo verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1996]] erhielt der Verein durch die Gemeinde Hüttau das Recht, am linken Oberarm zwischen Schulter und Ellenbogen das Hüttauer Gemeindewappen mit der Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aktivitäten sind heute die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde sowie Ausrückungen auf der Basis von Einladungen zu regionalen und überregionalen Veranstaltungen, teilweise als Ehrenkompanie. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren war [[2022]] die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Erinnerung an die [[Schlacht bei Mühldorf 1322]] unter der Führung des Schirmherrn der [[Salzburger Schützen]] [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tracht ==&lt;br /&gt;
Die Tracht der Hüttauer Bauernschützen besteht aus einem schwarzen Filzhut in konischer Form mit vorne leicht eingedrücktem Kopf, leicht aufgestülpter Krempe, einer Spielhahnfeder hinten und, je nach Dienstgrad, schwarzer, silberner oder goldener Hutschnur, einem weißen  Hemd mit Mascherl und Gemeindewappen am linken Oberarm, einer roten Lodenweste ohne Ärmel, einem offen getragenen grünen halblangen Schützenrock (ebenfalls mit Gemeindewappen) mit schwarzem Revers und Ärmelaufschlägen, einer dunkelbraunen Kniebundlederhose, blauen Wollstutzen mit Zopfmuster und schwarzen Schnallenschuhen mit gefranster Lasche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Marketenderinnen ist gleich der der Mannschaft, ausgenommen der knielange und braune Rock, das rote Mieder und eine rot-grün gestreifte Seidenschürze. Der Hut ist goldgelb umrandet, die Hutschnur golden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewaffnung ==&lt;br /&gt;
Die Kompanie ist einheitlich aus Hinterlader-Gewehren Mauser Karabiner 98k (auch K98k) aus dem Ersten und Zeiten Weltkrieg unterschiedlicher Herkunft bewaffnet. Die Offiziere und Unteroffiziere tragen österreichische k. u. k. Infanteriesäbel mit geschlossenem goldenen oder silbernen Eichelportepee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute ==&lt;br /&gt;
Anfang 2024 ist die Vereinsgeschichte mit dem Titel &#039;&#039;&amp;quot; Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr`!&amp;quot; - Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot;&#039;&#039; erschienen. Zur Zeit sind  53 Männer und sieben Frauen Mitglieder: Hauptmann, Ehrenhauptmann, sonstige Offiziere, Unteroffiziere, Gewehrschützen, Marketenderinnen, Fahnenmutter und Fahnenpatinnen. Zusätzlich gibt es etliche unterstützende Mitglieder. Neue Mitglieder sind stets willkommen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptleute und Obmänner nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
* Josef Auer vulgo Heigenhausbauer (†)  1951–1967 (H + O)&lt;br /&gt;
* Peter Weiß (†) 1967–1983 (H + O)&lt;br /&gt;
* Herbert Brandner 1983–1989 (H + O)&lt;br /&gt;
* Wolfgang Auer vulgo Hornbauer 1989–1996 (H)&lt;br /&gt;
* Friedrich Wallner 1989–1996 (O)&lt;br /&gt;
* Wilfried Hausbacher seit 1996 (H + O)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ehrenhauptmann: Wolfgang Auer – Hornbauer&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*  Neureiter, Anton; Historische Bauernschützenkompanie Hüttau (Hrsg.): &#039;&#039;&amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘&amp;quot;!&#039;&#039; - Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau. Hüttau – Salzburg 2024. E-Mail: bauernschuetzen-huettau@gmx.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Volkskultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schützen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pongau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hüttau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230561</id>
		<title>Bauernschützenkompanie Hüttau</title>
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		<updated>2024-03-13T14:48:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bauernschützenkompanie Hüttau 2023.jpg|thumb|Bauernschützenkompanie Hüttau 2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Kompaniefoto 2023 © Paul Wohlschlager, 5521 Niedernfritz, 2023|mini|Kompaniefoto 2023]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, die genaue Vereinsbezeichnung lautet &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wurde, wie viele andere Schützenkompanien im Land Salzburg auch, 1797 im Zusammenhang mit der Landesverteidigung gegen die Franzosen in den Koalitionskriegen und Napoleonischen Kriegen gegründet. Sie stehen in der Tradition der &amp;quot;Feuerschützen&amp;quot; der Landfahne des Hoch- und Erzstifts Salzburg und gehören zur Gruppe der Gewehrschützen. Heute sind sie ein Traditions- und Kulturverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1600&#039;&#039;&#039; nahmen erstmals nachgewiesen Schützen aus dem heutigen Gemeindegebiet von Hüttau an einem Preisschießen in Radstadt teil.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1714&#039;&#039;&#039; sind im Bereich der Pflegschaft Radstadt die &amp;quot;Feuerschützen in der Niedernfritzer Zech&amp;quot;. &amp;quot;Schützenmeister&amp;quot; waren damals Wilhelm Gassner und Hans Laupichler. Im Prinzip kann man daher auch &#039;&#039;&#039;1600&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;1714&#039;&#039;&#039; als &amp;quot;Geburtsjahre&amp;quot; der Schützen im heutigen Hüttau neben dem Gründungsjahr 1797 anführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheinmusterung wurden wegen der lutherisch-protestantischen Religionszugehörigkeit die Schützen Innergebirg und damit auch in Hüttau 1731 mit Hilfe katholischer kaiserlicher Reichstruppen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Franzosen- und Napoleonische Kriegen (1797-1814) wurden ab &#039;&#039;&#039;1797&#039;&#039;&#039; im Salzburger Gebirge Schützenkompanien und Landsturmeinheiten in größerem Ausmaß organisiert aufgestellt. Dieses Jahr gilt daher als Gründungsjahr der heutigen Historischen Bauernschützenkompanie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Fritztal und damit Hüttau war hauptsächlich ein Durchzugsgebiet für österreichische, französische und bayerische Truppen in Richtung Südosten. &#039;&#039;&#039;1801&#039;&#039;&#039; wurde bei Hüttau ein französischer Kurier überfallen und ausgeraubt. 1809 waren Hüttauer mit St. Martinern an der Abwehr von ins Lammertal vorrückenden französischen und bayrischen Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Mitte &#039;&#039;&#039;Juli 1809&#039;&#039;&#039; marschierte der französische Divisionsgeneral Rusca mit etlichen hundert Mann von Werfen durch das Fritztal in Richtung Radstadt. Auf ihn plante der St. Johanner Schützenhauptmann Ignaz Kettner nach der Fritzmühle vor Hüttau einen Angriff. Dieser fand aber nicht statt, weil die Franzosen schon früher als ursprünglich angenommen durch das Fritztal marschierten und Kettner zu spät kam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ende 1809, Anfang 1810&#039;&#039;&#039; flüchtete der Freund und Mitkämpfer Anton Wallners, Johann Panzl durch das Fritztal nach Wien. In der Fritzmühle lernte er Hauptmann Peter Sieberer aus Pfarrwerfen kennen, der dem politischen Flüchtling Panzl die beste weitere Fluchtroute in Richtung Steiermark erklärte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1835&#039;&#039;&#039; werden Schützen in Hüttau im Zusammenhang mit der Zulassung von Schützengesellschaften in Vereinsform erwähnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus dem Jahr &#039;&#039;&#039;1910&#039;&#039;&#039; gibt es ein Foto mit der Schützenkompanie, das anlässlich des Fronleichnamsfestes vor dem Gasthof Post aufgenommen wurde. Im selben Jahr wird in Zusammenhang mit der Feier anlässlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph von der Schützenkompanie Hüttau mit Schützenmusikkapelle berichtet. 1903 sind die Hüttauer Schützen gemeinsam mit Musikkapelle und Veteranen auf einem Foto abgebildet. &lt;br /&gt;
	 &lt;br /&gt;
Von &#039;&#039;&#039;1914 bis 1918&#039;&#039;&#039; gab es kriegsbedingt keine nachgewiesenen Vereinstätigkeiten.&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Ab &#039;&#039;&#039;1920&#039;&#039;&#039; war unter Hauptmann Johann Fritzenwallner - Forstbauer wieder eine Kompanie aktiv. Somit gab es bereits sechs Jahre vor der offiziellen Wiedergründung von Schützenvereinen in Österreich (1926) in Hüttau aktive Schützen. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1927&#039;&#039;&#039; werden die bereits damals so genannten &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; als Beteiligte an der Einweihung des Gipfelkreuzes am Hochgründeck auf der Erinnerungstafel angeführt. &lt;br /&gt;
Nach dem Anschluss Österreichs &#039;&#039;&#039;1938&#039;&#039;&#039; an das nationalsozialistische Deutschland wurden die meisten Schützenkompanien zwangsaufgelöst. Deshalb und wegen des Krieges gab es bis &#039;&#039;&#039;1945&#039;&#039;&#039; in Hüttau keine Schützenaktivitäten mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1951&#039;&#039;&#039;, sechs Jahre nach Kriegsende, wurden unter Hauptmann Josef Auer - Heigenhausbauer die Hüttauer Schützen wieder gegründet. &#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; wurde durch private Spenden die Anschaffung einer Fahne ermöglicht.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1953&#039;&#039;&#039; wurde in Hüttau erstmals ein Leonhardiritt von den Bauernschützen organisiert und durchgeführt. Nach zwei weiteren Ausritten Mitte der 1950er Jahre riss die noch junge Tradition wegen des enorm hohen organisatorischen Aufwands und dem Rückgang der Anzahl der Pferde im Ort wieder ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1966/67&#039;&#039;&#039; wurde der Verein in &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2002&#039;&#039;&#039; wurde zum 205-jährigen Vereinsjubiläum ein zweitägiges Fest mit der Weihe einer neuen Fahne durchgeführt: Auf der Vorderseite der Fahne befindet sich ein Bild der Pfarrkirche von Hüttau mit dem Fahnenmotto &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘!&amp;quot;. Die in Grün gehaltene Rückseite trägt als Mittelbild zwei gekreuzte Mauser-Gewehre 98k, einen Schützenhut mit Feder, die Vereinsbezeichnung, das Gründungsjahr und einen Eichenlaubkranz in Gold. Dieses Symbol wird seit 2022 auch als Vereinslogo verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; erhielt der Verein durch die Gemeinde Hüttau das Recht, am linken Oberarm zwischen Schulter und Ellenbogen das Hüttauer Gemeindewappen mit der Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aktivitäten sind heute die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde sowie Ausrückungen auf der Basis von Einladungen zu regionalen und überregionalen Veranstaltungen, teilweise als Ehrenkompanie. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren war &#039;&#039;&#039;2022&#039;&#039;&#039; die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Erinnerung an die Schlacht bei Mühldorf 1222 unter der Führung des Schirmherrn der Salzburger Schützen LH Wilfried Haslauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tracht ==&lt;br /&gt;
Die Tracht der Hüttauer Bauernschützen besteht aus einem schwarzen Filzhut in konischer Form mit vorne leicht eingedrücktem Kopf, leicht aufgestülpter Krempe, einer Spielhahnfeder hinten und, je nach Dienstgrad, schwarzer, silberner oder goldener Hutschnur, einem weißen  Hemd mit Mascherl und Gemeindewappen am linken Oberarm, einer roten Lodenweste ohne Ärmel, einem offen getragenen grünen halblangen Schützenrock (ebenfalls mit Gemeindewappen) mit schwarzem Revers und Ärmelaufschlägen, einer dunkelbraunen Kniebundlederhose, blauen Wollstutzen mit Zopfmuster und schwarzen Schnallenschuhen mit gefranster Lasche.&lt;br /&gt;
Die Tracht der Marketenderinnen ist gleich der der Mannschaft, ausgenommen der knielange und braune Rock, das rote Mieder und eine rot-grün gestreifte Seidenschürze. Der Hut ist goldgelb umrandet, die Hutschnur golden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewaffnung ==&lt;br /&gt;
Die Kompanie ist einheitlich aus Hinterlader-Gewehren Mauser Karabiner 98k (auch K98k) aus dem Ersten und Zeiten Weltkrieg unterschiedlicher Herkunft bewaffnet. Die Offiziere und Unteroffiziere tragen österreichische k. u. k. Infanteriesäbel mit geschlossenem goldenen oder silbernen Eichelportepee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute ==&lt;br /&gt;
Anfang 2024 sind 53 Männern und sieben Frauen Mitglieder: Hauptmann, Ehrenhauptmann, sonstige Offiziere, Unteroffiziere, Gewehrschützen, Marketenderinnen, Fahnenmutter und Fahnenpatinnen. Zusätzlich gibt es etliche unterstützende Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptleute und Obmänner nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auer Josef - Heigenhausbauer †	 	1951–1967	 (H + O)&lt;br /&gt;
Weiß Peter †				1967–1983	 (H + O)&lt;br /&gt;
Brandner Herbert			1983–1989	 (H + O)&lt;br /&gt;
Auer Wolfgang - Hornbauer		1989–1996        (H)&lt;br /&gt;
Wallner Friedrich			1989–1996	 (O)&lt;br /&gt;
Hausbacher Wilfried                     seit 1996        (H + O)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ehrenhauptmann: Wolfgang Auer – Hornbauer&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*  Historische Bauernschützenkompanie Hüttau (Hrsg.): &#039;&#039;&amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘&amp;quot;!&#039;&#039; Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau. Hüttau – Salzburg 2024. E-Mail: bauernschuetzen-huettau@gmx.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Volkskultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schützen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pongau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hüttau|Schützenkompanie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230540</id>
		<title>Bauernschützenkompanie Hüttau</title>
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		<updated>2024-03-13T14:17:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bauernschützenkompanie Hüttau 2023.jpg|thumb|Bauernschützenkompanie Hüttau 2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Kompaniefoto 2023 © Paul Wohlschlager, 5521 Niedernfritz, 2023|mini|Kompaniefoto 2023]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, die genaue Vereinsbezeichnung lautet &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wurde, wie viele andere Schützenkompanien im Land Salzburg auch, 1797 im Zusammenhang mit der Landesverteidigung gegen die Franzosen in den Koalitionskriegen und Napoleonischen Kriegen gegründet. Sie stehen in der Tradition der &amp;quot;Feuerschützen&amp;quot; der Landfahne des Hoch- und Erzstifts Salzburg und gehören zur Gruppe der Gewehrschützen. Heute sind sie ein Traditions- und Kulturverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1600&#039;&#039;&#039; nahmen erstmals nachgewiesen Schützen aus dem heutigen Gemeindegebiet von Hüttau an einem Preisschießen in Radstadt teil.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1714&#039;&#039;&#039; sind im Bereich der Pflegschaft Radstadt die &amp;quot;Feuerschützen in der Niedernfritzer Zech&amp;quot;. &amp;quot;Schützenmeister&amp;quot; waren damals Wilhelm Gassner und Hans Laupichler. Im Prinzip kann man daher auch &#039;&#039;&#039;1600&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;1714&#039;&#039;&#039; als &amp;quot;Geburtsjahre&amp;quot; der Schützen im heutigen Hüttau neben dem Gründungsjahr 1797 anführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheinmusterung wurden wegen der lutherisch-protestantischen Religionszugehörigkeit die Schützen Innergebirg und damit auch in Hüttau 1731 mit Hilfe katholischer kaiserlicher Reichstruppen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Franzosen- und Napoleonische Kriegen (1797-1814) wurden ab &#039;&#039;&#039;1797&#039;&#039;&#039; im Salzburger Gebirge Schützenkompanien und Landsturmeinheiten in größerem Ausmaß organisiert aufgestellt. Dieses Jahr gilt daher als Gründungsjahr der heutigen Historischen Bauernschützenkompanie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Fritztal und damit Hüttau war hauptsächlich ein Durchzugsgebiet für österreichische, französische und bayerische Truppen in Richtung Südosten. &#039;&#039;&#039;1801&#039;&#039;&#039; wurde bei Hüttau ein französischer Kurier überfallen und ausgeraubt. 1809 waren Hüttauer mit St. Martinern an der Abwehr von ins Lammertal vorrückenden französischen und bayrischen Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Mitte &#039;&#039;&#039;Juli 1809&#039;&#039;&#039; marschierte der französische Divisionsgeneral Rusca mit etlichen hundert Mann von Werfen durch das Fritztal in Richtung Radstadt. Auf ihn plante der St. Johanner Schützenhauptmann Ignaz Kettner nach der Fritzmühle vor Hüttau einen Angriff. Dieser fand aber nicht statt, weil die Franzosen schon früher als ursprünglich angenommen durch das Fritztal marschierten und Kettner zu spät kam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ende 1809, Anfang 1810&#039;&#039;&#039; flüchtete der Freund und Mitkämpfer Anton Wallners, Johann Panzl durch das Fritztal nach Wien. In der Fritzmühle lernte er Hauptmann Peter Sieberer aus Pfarrwerfen kennen, der dem politischen Flüchtling Panzl die beste weitere Fluchtroute in Richtung Steiermark erklärte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1835&#039;&#039;&#039; werden Schützen in Hüttau im Zusammenhang mit der Zulassung von Schützengesellschaften in Vereinsform erwähnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus dem Jahr &#039;&#039;&#039;1910&#039;&#039;&#039; gibt es ein Foto mit der Schützenkompanie, das anlässlich des Fronleichnamsfestes vor dem Gasthof Post aufgenommen wurde. Im selben Jahr wird in Zusammenhang mit der Feier anlässlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph von der Schützenkompanie Hüttau mit Schützenmusikkapelle berichtet. 1903 sind die Hüttauer Schützen gemeinsam mit Musikkapelle und Veteranen auf einem Foto abgebildet. &lt;br /&gt;
	 &lt;br /&gt;
Von &#039;&#039;&#039;1914 bis 1918&#039;&#039;&#039; gab es kriegsbedingt keine nachgewiesenen Vereinstätigkeiten.&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Ab &#039;&#039;&#039;1920&#039;&#039;&#039; war unter Hauptmann Johann Fritzenwallner - Forstbauer wieder eine Kompanie aktiv. Somit gab es bereits sechs Jahre vor der offiziellen Wiedergründung von Schützenvereinen in Österreich (1926) in Hüttau aktive Schützen. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1927&#039;&#039;&#039; werden die bereits damals so genannten &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; als Beteiligte an der Einweihung des Gipfelkreuzes am Hochgründeck auf der Erinnerungstafel angeführt. &lt;br /&gt;
Nach dem Anschluss Österreichs &#039;&#039;&#039;1938&#039;&#039;&#039; an das nationalsozialistische Deutschland wurden die meisten Schützenkompanien zwangsaufgelöst. Deshalb und wegen des Krieges gab es bis &#039;&#039;&#039;1945&#039;&#039;&#039; in Hüttau keine Schützenaktivitäten mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1951&#039;&#039;&#039;, sechs Jahre nach Kriegsende, wurden unter Hauptmann Josef Auer - Heigenhausbauer die Hüttauer Schützen wieder gegründet. &#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; wurde durch private Spenden die Anschaffung einer Fahne ermöglicht.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1953&#039;&#039;&#039; wurde in Hüttau erstmals ein Leonhardiritt von den Bauernschützen organisiert und durchgeführt. Nach zwei weiteren Ausritten Mitte der 1950er Jahre riss die noch junge Tradition wegen des enorm hohen organisatorischen Aufwands und dem Rückgang der Anzahl der Pferde im Ort wieder ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1966/67&#039;&#039;&#039; wurde der Verein in &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2002&#039;&#039;&#039; wurde zum 205-jährigen Vereinsjubiläum ein zweitägiges Fest mit der Weihe einer neuen Fahne durchgeführt: Auf der Vorderseite der Fahne befindet sich ein Bild der Pfarrkirche von Hüttau mit dem Fahnenmotto &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘!&amp;quot;. Die in Grün gehaltene Rückseite trägt als Mittelbild zwei gekreuzte Mauser-Gewehre 98k, einen Schützenhut mit Feder, die Vereinsbezeichnung, das Gründungsjahr und einen Eichenlaubkranz in Gold. Dieses Symbol wird seit 2022 auch als Vereinslogo verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; erhielt der Verein durch die Gemeinde Hüttau das Recht, am linken Oberarm zwischen Schulter und Ellenbogen das Hüttauer Gemeindewappen mit der Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aktivitäten sind heute die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde sowie Ausrückungen auf der Basis von Einladungen zu regionalen und überregionalen Veranstaltungen, teilweise als Ehrenkompanie. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren war &#039;&#039;&#039;2022&#039;&#039;&#039; die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Erinnerung an die Schlacht bei Mühldorf 1222 unter der Führung des Schirmherrn der Salzburger Schützen LH Wilfried Haslauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tracht ==&lt;br /&gt;
Die Tracht der Hüttauer Bauernschützen besteht aus einem schwarzen Filzhut in konischer Form mit vorne leicht eingedrücktem Kopf, leicht aufgestülpter Krempe, einer Spielhahnfeder hinten und, je nach Dienstgrad, schwarzer, silberner oder goldener Hutschnur, einem weißen  Hemd mit Mascherl und Gemeindewappen am linken Oberarm, einer roten Lodenweste ohne Ärmel, einem offen getragenen grünen halblangen Schützenrock (ebenfalls mit Gemeindewappen) mit schwarzem Revers und Ärmelaufschlägen, einer dunkelbraunen Kniebundlederhose, blauen Wollstutzen mit Zopfmuster und schwarzen Schnallenschuhen mit gefranster Lasche.&lt;br /&gt;
Die Tracht der Marketenderinnen ist gleich der der Mannschaft, ausgenommen der knielange und braune Rock, das rote Mieder und eine rot-grün gestreifte Seidenschürze. Der Hut ist goldgelb umrandet, die Hutschnur golden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewaffnung ==&lt;br /&gt;
Die Kompanie ist einheitlich aus Hinterlader-Gewehren Mauser Karabiner 98k (auch K98k) aus dem Ersten und Zeiten Weltkrieg unterschiedlicher Herkunft bewaffnet. Die Offiziere und Unteroffiziere tragen österreichische k. u. k. Infanteriesäbel mit geschlossenem goldenen oder silbernen Eichelportepee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute ==&lt;br /&gt;
Anfang 2024 sind 53 Männern und sieben Frauen Mitglieder: Hauptmann, Ehrenhauptmann, sonstige Offiziere, Unteroffiziere, Gewehrschützen, Marketenderinnen, Fahnenmutter und Fahnenpatinnen. Zusätzlich gibt es etliche unterstützende Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptleute und Obmänner nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auer Josef - Heigenhausbauer †	 	1951–1967	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Weiß Peter †				1967–1983	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Brandner Herbert			1983–1989	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Auer Wolfgang - Hornbauer		1989–1996 (H)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Wallner Friedrich			1989–1996	(O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Hausbacher Wilfried                     seit 1996 (H + O)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ehrenhauptmann: Wolfgang Auer – Hornbauer&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*  Historische Bauernschützenkompanie Hüttau (Hrsg.): &#039;&#039;&amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘&amp;quot;!&#039;&#039; Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau. Hüttau – Salzburg 2024. E-Mail: bauernschuetzen-huettau@gmx.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Volkskultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schützen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pongau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hüttau|Schützenkompanie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230537</id>
		<title>Bauernschützenkompanie Hüttau</title>
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		<updated>2024-03-13T14:16:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: Der Text stellt in geraffter Form die Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau im Salzburger Pongau von 1600 bis heute dar.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bauernschützenkompanie Hüttau 2023.jpg|thumb|Bauernschützenkompanie Hüttau 2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Kompaniefoto 2023 © Paul Wohlschlager, 5521 Niedernfritz, 2023|mini|Kompaniefoto 2023]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, die genaue Vereinsbezeichnung lautet &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; wurde, wie viele andere Schützenkompanien im Land Salzburg auch, 1797 im Zusammenhang mit der Landesverteidigung gegen die Franzosen in den Koalitionskriegen und Napoleonischen Kriegen gegründet. Sie stehen in der Tradition der &amp;quot;Feuerschützen&amp;quot; der Landfahne des Hoch- und Erzstifts Salzburg und gehören zur Gruppe der Gewehrschützen. Heute sind sie ein Traditions- und Kulturverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1600&#039;&#039;&#039; nahmen erstmals nachgewiesen Schützen aus dem heutigen Gemeindegebiet von Hüttau an einem Preisschießen in Radstadt teil.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1714&#039;&#039;&#039; sind im Bereich der Pflegschaft Radstadt die &amp;quot;Feuerschützen in der Niedernfritzer Zech&amp;quot;. &amp;quot;Schützenmeister&amp;quot; waren damals Wilhelm Gassner und Hans Laupichler. Im Prinzip kann man daher auch &#039;&#039;&#039;1600&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;1714&#039;&#039;&#039; als &amp;quot;Geburtsjahre&amp;quot; der Schützen im heutigen Hüttau neben dem Gründungsjahr 1797 anführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheinmusterung wurden wegen der lutherisch-protestantischen Religionszugehörigkeit die Schützen Innergebirg und damit auch in Hüttau 1731 mit Hilfe katholischer kaiserlicher Reichstruppen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Franzosen- und Napoleonische Kriegen (1797-1814) wurden ab &#039;&#039;&#039;1797&#039;&#039;&#039; im Salzburger Gebirge Schützenkompanien und Landsturmeinheiten in größerem Ausmaß organisiert aufgestellt. Dieses Jahr gilt daher als Gründungsjahr der heutigen Historischen Bauernschützenkompanie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Fritztal und damit Hüttau war hauptsächlich ein Durchzugsgebiet für österreichische, französische und bayerische Truppen in Richtung Südosten. &#039;&#039;&#039;1801&#039;&#039;&#039; wurde bei Hüttau ein französischer Kurier überfallen und ausgeraubt. 1809 waren Hüttauer mit St. Martinern an der Abwehr von ins Lammertal vorrückenden französischen und bayrischen Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Mitte &#039;&#039;&#039;Juli 1809&#039;&#039;&#039; marschierte der französische Divisionsgeneral Rusca mit etlichen hundert Mann von Werfen durch das Fritztal in Richtung Radstadt. Auf ihn plante der St. Johanner Schützenhauptmann Ignaz Kettner nach der Fritzmühle vor Hüttau einen Angriff. Dieser fand aber nicht statt, weil die Franzosen schon früher als ursprünglich angenommen durch das Fritztal marschierten und Kettner zu spät kam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ende 1809, Anfang 1810&#039;&#039;&#039; flüchtete der Freund und Mitkämpfer Anton Wallners, Johann Panzl durch das Fritztal nach Wien. In der Fritzmühle lernte er Hauptmann Peter Sieberer aus Pfarrwerfen kennen, der dem politischen Flüchtling Panzl die beste weitere Fluchtroute in Richtung Steiermark erklärte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1835&#039;&#039;&#039; werden Schützen in Hüttau im Zusammenhang mit der Zulassung von Schützengesellschaften in Vereinsform erwähnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus dem Jahr &#039;&#039;&#039;1910&#039;&#039;&#039; gibt es ein Foto mit der Schützenkompanie, das anlässlich des Fronleichnamsfestes vor dem Gasthof Post aufgenommen wurde. Im selben Jahr wird in Zusammenhang mit der Feier anlässlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph von der Schützenkompanie Hüttau mit Schützenmusikkapelle berichtet. 1903 sind die Hüttauer Schützen gemeinsam mit Musikkapelle und Veteranen auf einem Foto abgebildet. &lt;br /&gt;
	 &lt;br /&gt;
Von &#039;&#039;&#039;1914 bis 1918&#039;&#039;&#039; gab es kriegsbedingt keine nachgewiesenen Vereinstätigkeiten.&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Ab &#039;&#039;&#039;1920&#039;&#039;&#039; war unter Hauptmann Johann Fritzenwallner - Forstbauer wieder eine Kompanie aktiv. Somit gab es bereits sechs Jahre vor der offiziellen Wiedergründung von Schützenvereinen in Österreich (1926) in Hüttau aktive Schützen. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1927&#039;&#039;&#039; werden die bereits damals so genannten &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; als Beteiligte an der Einweihung des Gipfelkreuzes am Hochgründeck auf der Erinnerungstafel angeführt. &lt;br /&gt;
Nach dem Anschluss Österreichs &#039;&#039;&#039;1938&#039;&#039;&#039; an das nationalsozialistische Deutschland wurden die meisten Schützenkompanien zwangsaufgelöst. Deshalb und wegen des Krieges gab es bis &#039;&#039;&#039;1945&#039;&#039;&#039; in Hüttau keine Schützenaktivitäten mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1951&#039;&#039;&#039;, sechs Jahre nach Kriegsende, wurden unter Hauptmann Josef Auer - Heigenhausbauer die Hüttauer Schützen wieder gegründet. &#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; wurde durch private Spenden die Anschaffung einer Fahne ermöglicht.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1953&#039;&#039;&#039; wurde in Hüttau erstmals ein Leonhardiritt von den Bauernschützen organisiert und durchgeführt. Nach zwei weiteren Ausritten Mitte der 1950er Jahre riss die noch junge Tradition wegen des enorm hohen organisatorischen Aufwands und dem Rückgang der Anzahl der Pferde im Ort wieder ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1966/67&#039;&#039;&#039; wurde der Verein in &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2002&#039;&#039;&#039; wurde zum 205-jährigen Vereinsjubiläum ein zweitägiges Fest mit der Weihe einer neuen Fahne durchgeführt: Auf der Vorderseite der Fahne befindet sich ein Bild der Pfarrkirche von Hüttau mit dem Fahnenmotto &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘!&amp;quot;. Die in Grün gehaltene Rückseite trägt als Mittelbild zwei gekreuzte Mauser-Gewehre 98k, einen Schützenhut mit Feder, die Vereinsbezeichnung, das Gründungsjahr und einen Eichenlaubkranz in Gold. Dieses Symbol wird seit 2022 auch als Vereinslogo verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; erhielt der Verein durch die Gemeinde Hüttau das Recht, am linken Oberarm zwischen Schulter und Ellenbogen das Hüttauer Gemeindewappen mit der Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aktivitäten sind heute die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde sowie Ausrückungen auf der Basis von Einladungen zu regionalen und überregionalen Veranstaltungen, teilweise als Ehrenkompanie. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren war &#039;&#039;&#039;2022&#039;&#039;&#039; die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Erinnerung an die Schlacht bei Mühldorf 1222 unter der Führung des Schirmherrn der Salzburger Schützen LH Wilfried Haslauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tracht ==&lt;br /&gt;
Die Tracht der Hüttauer Bauernschützen besteht aus einem schwarzen Filzhut in konischer Form mit vorne leicht eingedrücktem Kopf, leicht aufgestülpter Krempe, einer Spielhahnfeder hinten und, je nach Dienstgrad, schwarzer, silberner oder goldener Hutschnur, einem weißen  Hemd mit Mascherl und Gemeindewappen am linken Oberarm, einer roten Lodenweste ohne Ärmel, einem offen getragenen grünen halblangen Schützenrock (ebenfalls mit Gemeindewappen) mit schwarzem Revers und Ärmelaufschlägen, einer dunkelbraunen Kniebundlederhose, blauen Wollstutzen mit Zopfmuster und schwarzen Schnallenschuhen mit gefranster Lasche.&lt;br /&gt;
Die Tracht der Marketenderinnen ist gleich der der Mannschaft, ausgenommen der knielange und braune Rock, das rote Mieder und eine rot-grün gestreifte Seidenschürze. Der Hut ist goldgelb umrandet, die Hutschnur golden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewaffnung ==&lt;br /&gt;
Die Kompanie ist einheitlich aus Hinterlader-Gewehren Mauser Karabiner 98k (auch K98k) aus dem Ersten und Zeiten Weltkrieg unterschiedlicher Herkunft bewaffnet. Die Offiziere und Unteroffiziere tragen österreichische k. u. k. Infanteriesäbel mit geschlossenem goldenen oder silbernen Eichelportepee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute ==&lt;br /&gt;
Anfang 2024 sind 53 Männern und sieben Frauen Mitglieder: Hauptmann, Ehrenhauptmann, sonstige Offiziere, Unteroffiziere, Gewehrschützen, Marketenderinnen, Fahnenmutter und Fahnenpatinnen. Zusätzlich gibt es etliche unterstützende Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptleute und Obmänner nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auer Josef - Heigenhausbauer †	 	1951–1967	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Weiß Peter †				1967–1983	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Brandner Herbert			1983–1989	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Auer Wolfgang - Hornbauer		1989–1996 (H)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Wallner Friedrich			1989–1996	(O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Hausbacher Wilfried                     seit 1996 (H + O)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ehrenhauptmann: Wolfgang Auer – Hornbauer&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*  Historische Bauernschützenkompanie Hüttau (Hrsg.): &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘&amp;quot;! Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau. Hüttau – Salzburg 2024. E-Mail: bauernschuetzen-huettau@gmx.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Volkskultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schützen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pongau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hüttau|Schützenkompanie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230534</id>
		<title>Bauernschützenkompanie Hüttau</title>
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		<updated>2024-03-13T14:08:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bauernschützenkompanie Hüttau 2023.jpg|thumb|Bauernschützenkompanie Hüttau 2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Kompaniefoto 2023 © Paul Wohlschlager, 5521 Niedernfritz, 2023|mini|Kompaniefoto 2023]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, die genaue Vereinsbezeichnung lautet &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; wurde, wie viele andere Schützenkompanien im Land Salzburg auch, 1797 im Zusammenhang mit der Landesverteidigung gegen die Franzosen in den Koalitionskriegen und Napoleonischen Kriegen gegründet. Sie stehen in der Tradition der &amp;quot;Feuerschützen&amp;quot; der Landfahne des Hoch- und Erzstifts Salzburg und gehören zur Gruppe der Gewehrschützen. Heute sind sie ein Traditions- und Kulturverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1600 nahmen erstmals nachgewiesen Schützen aus dem heutigen Gemeindegebiet von Hüttau an einem Preisschießen in Radstadt teil.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1714 sind im Bereich der Pflegschaft Radstadt die &amp;quot;Feuerschützen in der Niedernfritzer Zech&amp;quot;. &amp;quot;Schützenmeister&amp;quot; waren damals Wilhelm Gassner und Hans Laupichler. Im Prinzip kann man daher auch 1600 und 1714 als &amp;quot;Geburtsjahre&amp;quot; der Schützen im heutigen Hüttau neben dem Gründungsjahr 1797 anführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheinmusterung wurden wegen der lutherisch-protestantischen Religionszugehörigkeit die Schützen Innergebirg und damit auch in Hüttau 1731 mit Hilfe katholischer kaiserlicher Reichstruppen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Franzosen- und Napoleonische Kriegen (1797-1814) wurden ab 1797 im Salzburger Gebirge Schützenkompanien und Landsturmeinheiten in größerem Ausmaß organisiert aufgestellt. Dieses Jahr gilt daher als Gründungsjahr der heutigen Historischen Bauernschützenkompanie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Fritztal und damit Hüttau war hauptsächlich ein Durchzugsgebiet für österreichische, französische und bayerische Truppen in Richtung Südosten. 1801 wurde bei Hüttau ein französischer Kurier überfallen und ausgeraubt. 1809 waren Hüttauer mit St. Martinern an der Abwehr von ins Lammertal vorrückenden französischen und bayrischen Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Mitte Juli 1809 marschierte der französische Divisionsgeneral Rusca mit etlichen hundert Mann von Werfen durch das Fritztal in Richtung Radstadt. Auf ihn plante der St. Johanner Schützenhauptmann Ignaz Kettner nach der Fritzmühle vor Hüttau einen Angriff. Dieser fand aber nicht statt, weil die Franzosen schon früher als ursprünglich angenommen durch das Fritztal marschierten und Kettner zu spät kam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1809, Anfang 1810 flüchtete der Freund und Mitkämpfer Anton Wallners, Johann Panzl durch das Fritztal nach Wien. In der Fritzmühle lernte er Hauptmann Peter Sieberer aus Pfarrwerfen kennen, der dem politischen Flüchtling Panzl die beste weitere Fluchtroute in Richtung Steiermark erklärte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1835 werden Schützen in Hüttau im Zusammenhang mit der Zulassung von Schützengesellschaften in Vereinsform erwähnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1910 gibt es ein Foto mit der Schützenkompanie, das anlässlich des Fronleichnamsfestes vor dem Gasthof Post aufgenommen wurde. Im selben Jahr wird in Zusammenhang mit der Feier anlässlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph von der Schützenkompanie Hüttau mit Schützenmusikkapelle berichtet. 1903 sind die Hüttauer Schützen gemeinsam mit Musikkapelle und Veteranen auf einem Foto abgebildet. &lt;br /&gt;
[[Datei:Fronleichnam 1900 in Hüttau - Bildausschnitt. Bildquelle Salzburger Landesarchiv, LBS F 69 7561|(Standard)px|mini|Fronleichnam 1910]]&lt;br /&gt;
	 &lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1918 gab es kriegsbedingt keine nachgewiesenen Vereinstätigkeiten.&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Ab 1920 war unter Hauptmann Johann Fritzenwallner - Forstbauer wieder eine Kompanie aktiv. Somit gab es bereits sechs Jahre vor der offiziellen Wiedergründung von Schützenvereinen in Österreich (1926) in Hüttau aktive Schützen. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
1927 werden die bereits damals so genannten &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; als Beteiligte an der Einweihung des Gipfelkreuzes am Hochgründeck auf der Erinnerungstafel angeführt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Hochgründeck 1927. @ Wilfried Hausbacher, 5511 Hüttau, 2023|mini|Ausschnitt Erinnerungstafel Hochgründeck 1927]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an das nationalsozialistische Deutschland wurden die meisten Schützenkompanien zwangsaufgelöst. Deshalb und wegen des Krieges gab es bis 1945 in Hüttau keine Schützenaktivitäten mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951, sechs Jahre nach Kriegsende, wurden unter Hauptmann Josef Auer - Heigenhausbauer die Hüttauer Schützen wiedergegründet. 1952 wurde durch private Spenden die Anschaffung einer Fahne ermöglicht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Wiedergründung 1951 / 1952. © Vereinsheim Bauernschützen Hüttau|mini|Kompaniefoto 1952 nach der Wiedergründung]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
1953 wurde in Hüttau erstmals ein Leonhardiritt von den Bauernschützen organisiert und durchgeführt. Nach zwei weiteren Ausritten Mitte der 1950er Jahre riss die noch junge Tradition wegen des enorm hohen organisatorischen Aufwands und dem Rückgang der Anzahl der Pferde im Ort wieder ab.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Leonhardiritt 50er Jahre. © Walter Nocker, 5521 Niedernfritz |mini| Leonhardiritt 1950er Jahre ]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966/67 wurde der Verein in &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 wurde zum 205-jährigen Vereinsjubiläum ein zweitägiges Fest mit der Weihe einer neuen Fahne durchgeführt: Auf der Vorderseite der Fahne befindet sich ein Bild der Pfarrkirche von Hüttau mit dem Fahnenmotto &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘!&amp;quot;. Die in Grün gehaltene Rückseite trägt als Mittelbild zwei gekreuzte Mauser-Gewehre 98k, einen Schützenhut mit Feder, die Vereinsbezeichnung, das Gründungsjahr und einen Eichenlaubkranz in Gold. Dieses Symbol wird seit 2022 auch als Vereinslogo verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 erhielt der Verein durch die Gemeinde Hüttau das Recht, am linken Oberarm zwischen Schulter und Ellenbogen das Hüttauer Gemeindewappen mit der Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Logo. © Anton Neureiter, Design Net Sign Christian Miess &amp;amp; Partner OG, Neumarkt a.W. 2019|mini|Logo seit 2019]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Wappen. © Anton Neureiter, Design Fahnen Gärtner Mittersill, o.J.|(Standard)px|mini|Gemeindewappen mit Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen&amp;quot;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aktivitäten sind heute die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde sowie Ausrückungen auf der Basis von Einladungen zu regionalen und überregionalen Veranstaltungen, teilweise als Ehrenkompanie. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren war die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Erinnerung an die Schlacht bei Mühldorf 1222 unter der Führung des Schirmherrn der Salzburger Schützen LH Wilfried Haslauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:700 Jahre Schlacht bei Mühldorf. @ Anton Neureiter, Mühldorf am Inn, 2022|mini|Ausrückung Mühldorf 2022]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tracht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Hüttauer Bauernschützen besteht aus einem schwarzen Filzhut in konischer Form mit vorne leicht eingedrücktem Kopf, leicht aufgestülpter Krempe, einer Spielhahnfeder hinten und, je nach Dienstgrad, schwarzer, silberner oder goldener Hutschnur, einem weißen  Hemd mit Mascherl und Gemeindewappen am linken Oberarm, einer roten Lodenweste ohne Ärmel, einem offen getragenen grünen halblangen Schützenrock (ebenfalls mit Gemeindewappen) mit schwarzem Revers und Ärmelaufschlägen, einer dunkelbraunen Kniebundlederhose, blauen Wollstutzen mit Zopfmuster und schwarzen Schnallenschuhen mit gefranster Lasche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Marketenderinnen ist gleich der der Mannschaft, ausgenommen der knielange und braune Rock, das rote Mieder und eine rot-grün gestreifte Seidenschürze. Der Hut ist goldgelb umrandet, die Hutschnur golden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Tracht - 95 Jahre TMK Pöham 2022 Bild Anton Neureiter 2022|(Standard)px|mini|Tracht Marketenderinnen und Schützen]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewaffnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompanie ist einheitlich aus Hinterlader-Gewehren Mauser Karabiner 98k (auch K98k) aus dem Ersten und Zeiten Weltkrieg unterschiedlicher Herkunft bewaffnet. Die Offiziere und Unteroffiziere tragen österreichische k. u. k. Infanteriesäbel mit geschlossenem goldenen oder silbernen Eichelportepee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute ===&lt;br /&gt;
Anfang 2024 sind 53 Männern und sieben Frauen Mitglieder: Hauptmann, Ehrenhauptmann, sonstige Offiziere, Unteroffiziere, Gewehrschützen, Marketenderinnen, Fahnenmutter und Fahnenpatinnen. Zusätzlich gibt es etliche unterstützende Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptleute und Obmänner nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auer Josef - Heigenhausbauer †	 	1951–1967	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Weiß Peter †				1967–1983	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Brandner Herbert			1983–1989	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Auer Wolfgang - Hornbauer		1989–1996 (H)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Wallner Friedrich			1989–1996	(O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Hausbacher Wilfried                     seit 1996 (H + O)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ehrenhauptmann: Wolfgang Auer – Hornbauer&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*  Historische Bauernschützenkompanie Hüttau (Hrsg.): &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘&amp;quot;! Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau. Hüttau – Salzburg 2024. E-Mail: bauernschuetzen-huettau@gmx.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Volkskultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schützen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pongau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hüttau|Schützenkompanie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230531</id>
		<title>Bauernschützenkompanie Hüttau</title>
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		<updated>2024-03-13T13:55:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bauernschützenkompanie Hüttau 2023.jpg|thumb|Bauernschützenkompanie Hüttau 2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Kompaniefoto 2023 © Paul Wohlschlager, 5521 Niedernfritz, 2023|mini|Kompaniefoto 2023]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, die genaue Vereinsbezeichnung lautet &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot;m wurde, wie viele andere Schützenkompanien im Land Salzburg auch, 1797 im Zusammenhang mit der Landesverteidigung gegen die Franzosen in den Koalitionskriegen und Napoleonischen Kriegen gegründet. Sie stehen in der Tradition der &amp;quot;Feuerschützen&amp;quot; der Landfahne des Hoch- und Erzstifts Salzburg und gehören zur Gruppe der Gewehrschützen. Heute sind sie ein Traditions- und Kulturverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1600 nahmen erstmals nachgewiesen Schützen aus dem heutigen Gemeindegebiet von Hüttau an einem Preisschießen in Radstadt teil.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1714 sind im Bereich der Pflegschaft Radstadt die &amp;quot;Feuerschützen in der Niedernfritzer Zech&amp;quot;. &amp;quot;Schützenmeister&amp;quot; waren damals Wilhelm Gassner und Hans Laupichler. Im Prinzip kann man daher auch 1600 und 1714 als &amp;quot;Geburtsjahre&amp;quot; der Schützen im heutigen Hüttau neben dem Gründungsjahr 1797 anführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheinmusterung wurden wegen der lutherisch-protestantischen Religionszugehörigkeit die Schützen Innergebirg und damit auch in Hüttau 1731 mit Hilfe katholischer kaiserlicher Reichstruppen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Franzosen- und Napoleonische Kriegen (1797-1814) wurden ab 1797 im Salzburger Gebirge Schützenkompanien und Landsturmeinheiten in größerem Ausmaß organisiert aufgestellt. Dieses Jahr gilt daher als Gründungsjahr der heutigen Historischen Bauernschützenkompanie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Fritztal und damit Hüttau war hauptsächlich ein Durchzugsgebiet für österreichische, französische und bayerische Truppen in Richtung Südosten. 1801 wurde bei Hüttau ein französischer Kurier überfallen und ausgeraubt. 1809 waren Hüttauer mit St. Martinern an der Abwehr von ins Lammertal vorrückenden französischen und bayrischen Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Mitte Juli 1809 marschierte der französische Divisionsgeneral Rusca mit etlichen hundert Mann von Werfen durch das Fritztal in Richtung Radstadt. Auf ihn plante der St. Johanner Schützenhauptmann Ignaz Kettner nach der Fritzmühle vor Hüttau einen Angriff. Dieser fand aber nicht statt, weil die Franzosen schon früher als ursprünglich angenommen durch das Fritztal marschierten und Kettner zu spät kam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1809, Anfang 1810 flüchtete der Freund und Mitkämpfer Anton Wallners, Johann Panzl durch das Fritztal nach Wien. In der Fritzmühle lernte er Hauptmann Peter Sieberer aus Pfarrwerfen kennen, der dem politischen Flüchtling Panzl die beste weitere Fluchtroute in Richtung Steiermark erklärte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1835 werden Schützen in Hüttau im Zusammenhang mit der Zulassung von Schützengesellschaften in Vereinsform erwähnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1910 gibt es ein Foto mit der Schützenkompanie, das anlässlich des Fronleichnamsfestes vor dem Gasthof Post aufgenommen wurde. Im selben Jahr wird in Zusammenhang mit der Feier anlässlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph von der Schützenkompanie Hüttau mit Schützenmusikkapelle berichtet. 1903 sind die Hüttauer Schützen gemeinsam mit Musikkapelle und Veteranen auf einem Foto abgebildet. &lt;br /&gt;
[[Datei:Fronleichnam 1900 in Hüttau - Bildausschnitt. Bildquelle Salzburger Landesarchiv, LBS F 69 7561|(Standard)px|mini|Fronleichnam 1910]]&lt;br /&gt;
	 &lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1918 gab es kriegsbedingt keine nachgewiesenen Vereinstätigkeiten.&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Ab 1920 war unter Hauptmann Johann Fritzenwallner - Forstbauer wieder eine Kompanie aktiv. Somit gab es bereits sechs Jahre vor der offiziellen Wiedergründung von Schützenvereinen in Österreich (1926) in Hüttau aktive Schützen. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
1927 werden die bereits damals so genannten &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; als Beteiligte an der Einweihung des Gipfelkreuzes am Hochgründeck auf der Erinnerungstafel angeführt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Hochgründeck 1927. @ Wilfried Hausbacher, 5511 Hüttau, 2023|mini|Ausschnitt Erinnerungstafel Hochgründeck 1927]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an das nationalsozialistische Deutschland wurden die meisten Schützenkompanien zwangsaufgelöst. Deshalb und wegen des Krieges gab es bis 1945 in Hüttau keine Schützenaktivitäten mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951, sechs Jahre nach Kriegsende, wurden unter Hauptmann Josef Auer - Heigenhausbauer die Hüttauer Schützen wiedergegründet. 1952 wurde durch private Spenden die Anschaffung einer Fahne ermöglicht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:Wiedergründung 1951 / 1952. © Vereinsheim Bauernschützen Hüttau|mini|Kompaniefoto 1952 nach der Wiedergründung]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
1953 wurde in Hüttau erstmals ein Leonhardiritt von den Bauernschützen organisiert und durchgeführt. Nach zwei weiteren Ausritten Mitte der 1950er Jahre riss die noch junge Tradition wegen des enorm hohen organisatorischen Aufwands und dem Rückgang der Anzahl der Pferde im Ort wieder ab.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Leonhardiritt 50er Jahre. © Walter Nocker, 5521 Niedernfritz |mini| Leonhardiritt 1950er Jahre ]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966/67 wurde der Verein in &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 wurde zum 205-jährigen Vereinsjubiläum ein zweitägiges Fest mit der Weihe einer neuen Fahne durchgeführt: Auf der Vorderseite der Fahne befindet sich ein Bild der Pfarrkirche von Hüttau mit dem Fahnenmotto &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘!&amp;quot;. Die in Grün gehaltene Rückseite trägt als Mittelbild zwei gekreuzte Mauser-Gewehre 98k, einen Schützenhut mit Feder, die Vereinsbezeichnung, das Gründungsjahr und einen Eichenlaubkranz in Gold. Dieses Symbol wird seit 2022 auch als Vereinslogo verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 erhielt der Verein durch die Gemeinde Hüttau das Recht, am linken Oberarm zwischen Schulter und Ellenbogen das Hüttauer Gemeindewappen mit der Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Logo. © Anton Neureiter, Design Net Sign Christian Miess &amp;amp; Partner OG, Neumarkt a.W. 2019|mini|Logo seit 2019]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Wappen. © Anton Neureiter, Design Fahnen Gärtner Mittersill, o.J.|(Standard)px|mini|Gemeindewappen mit Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen&amp;quot;]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aktivitäten sind heute die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde sowie Ausrückungen auf der Basis von Einladungen zu regionalen und überregionalen Veranstaltungen, teilweise als Ehrenkompanie. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren war die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Erinnerung an die Schlacht bei Mühldorf 1222 unter der Führung des Schirmherrn der Salzburger Schützen LH Wilfried Haslauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:700 Jahre Schlacht bei Mühldorf. @ Anton Neureiter, Mühldorf am Inn, 2022|mini|Ausrückung Mühldorf 2022]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tracht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Hüttauer Bauernschützen besteht aus einem schwarzen Filzhut in konischer Form mit vorne leicht eingedrücktem Kopf, leicht aufgestülpter Krempe, einer Spielhahnfeder hinten und, je nach Dienstgrad, schwarzer, silberner oder goldener Hutschnur, einem weißen  Hemd mit Mascherl und Gemeindewappen am linken Oberarm, einer roten Lodenweste ohne Ärmel, einem offen getragenen grünen halblangen Schützenrock (ebenfalls mit Gemeindewappen) mit schwarzem Revers und Ärmelaufschlägen, einer dunkelbraunen Kniebundlederhose, blauen Wollstutzen mit Zopfmuster und schwarzen Schnallenschuhen mit gefranster Lasche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Marketenderinnen ist gleich der der Mannschaft, ausgenommen der knielange und braune Rock, das rote Mieder und eine rot-grün gestreifte Seidenschürze. Der Hut ist goldgelb umrandet, die Hutschnur golden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Tracht - 95 Jahre TMK Pöham 2022 Bild Anton Neureiter 2022|(Standard)px|mini|Tracht Marketenderinnen und Schützen]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewaffnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompanie ist einheitlich aus Hinterlader-Gewehren Mauser Karabiner 98k (auch K98k) aus dem Ersten und Zeiten Weltkrieg unterschiedlicher Herkunft bewaffnet. Die Offiziere und Unteroffiziere tragen österreichische k. u. k. Infanteriesäbel mit geschlossenem goldenen oder silbernen Eichelportepee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute ===&lt;br /&gt;
Anfang 2024 sind 53 Männern und sieben Frauen Mitglieder: Hauptmann, Ehrenhauptmann, sonstige Offiziere, Unteroffiziere, Gewehrschützen, Marketenderinnen, Fahnenmutter und Fahnenpatinnen. Zusätzlich gibt es etliche unterstützende Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptleute und Obmänner nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auer Josef - Heigenhausbauer †	 	1951–1967	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Weiß Peter †				1967–1983	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Brandner Herbert			1983–1989	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Auer Wolfgang - Hornbauer		1989–1996 (H)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Wallner Friedrich			1989–1996	(O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Hausbacher Wilfried                     seit 1996 (H + O)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ehrenhauptmann: Wolfgang Auer – Hornbauer&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
*  Historische Bauernschützenkompanie Hüttau (Hrsg.): &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘&amp;quot;! Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau. Hüttau – Salzburg 2024. E-Mail: bauernschuetzen-huettau@gmx.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Volkskultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schützen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pongau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hüttau|Schützenkompanie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei:Fronleichnam_1900_in_H%C3%BCttau_-_Bildausschnitt._Bildquelle_Salzburger_Landesarchiv,_LBS_F_69_7561.jpg&amp;diff=2230528</id>
		<title>Datei:Fronleichnam 1900 in Hüttau - Bildausschnitt. Bildquelle Salzburger Landesarchiv, LBS F 69 7561.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei:Fronleichnam_1900_in_H%C3%BCttau_-_Bildausschnitt._Bildquelle_Salzburger_Landesarchiv,_LBS_F_69_7561.jpg&amp;diff=2230528"/>
		<updated>2024-03-13T13:53:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Fronleichnam 1900 in Hüttau&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230510</id>
		<title>Bauernschützenkompanie Hüttau</title>
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		<updated>2024-03-13T13:40:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bauernschützenkompanie Hüttau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kompaniefoto 2023 © Paul Wohlschlager, 5521 Niedernfritz, 2023|mini|Kompaniefoto 2023]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, die genaue Vereinsbezeichnung lautet &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; wurde, wie viele andere Schützenkompanien im Land Salzburg auch, 1797 im Zusammenhang mit der Landesverteidigung gegen die Franzosen in den Koalitionskriegen und Napoleonischen Kriegen gegründet. Sie stehen in der Tradition der &amp;quot;Feuerschützen&amp;quot; der Landfahne des Hoch- und Erzstifts Salzburg und gehören zur Gruppe der Gewehrschützen. Heute sind sie ein Traditions- und Kulturverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1600 nahmen erstmals nachgewiesen Schützen aus dem heutigen Gemeindegebiet von Hüttau an einem Preisschießen in Radstadt teil.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1714 sind im Bereich der Pflegschaft Radstadt die &amp;quot;Feuerschützen in der Niedernfritzer Zech&amp;quot;. &amp;quot;Schützenmeister&amp;quot; waren damals Wilhelm Gassner und Hans Laupichler. Im Prinzip kann man daher auch 1600 und 1714 als &amp;quot;Geburtsjahre&amp;quot; der Schützen im heutigen Hüttau neben dem Gründungsjahr 1797 anführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheinmusterung wurden wegen der lutherisch-protestantischen Religionszugehörigkeit die Schützen Innergebirg und damit auch in Hüttau 1731 mit Hilfe katholischer kaiserlicher Reichstruppen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Franzosen- und Napoleonische Kriegen (1797-1814) wurden ab 1797 im Salzburger Gebirge Schützenkompanien und Landsturmeinheiten in größerem Ausmaß organisiert aufgestellt. Dieses Jahr gilt daher als Gründungsjahr der heutigen Historischen Bauernschützenkompanie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Fritztal und damit Hüttau war hauptsächlich ein Durchzugsgebiet für österreichische, französische und bayerische Truppen in Richtung Südosten. 1801 wurde bei Hüttau ein französischer Kurier überfallen und ausgeraubt. 1809 waren Hüttauer mit St. Martinern an der Abwehr von ins Lammertal vorrückenden französischen und bayrischen Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Mitte Juli 1809 marschierte der französische Divisionsgeneral Rusca mit etlichen hundert Mann von Werfen durch das Fritztal in Richtung Radstadt. Auf ihn plante der St. Johanner Schützenhauptmann Ignaz Kettner nach der Fritzmühle vor Hüttau einen Angriff. Dieser fand aber nicht statt, weil die Franzosen schon früher als ursprünglich angenommen durch das Fritztal marschierten und Kettner zu spät kam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1809, Anfang 1810 flüchtete der Freund und Mitkämpfer Anton Wallners, Johann Panzl durch das Fritztal nach Wien. In der Fritzmühle lernte er Hauptmann Peter Sieberer aus Pfarrwerfen kennen, der dem politischen Flüchtling Panzl die beste weitere Fluchtroute in Richtung Steiermark erklärte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1835 werden Schützen in Hüttau im Zusammenhang mit der Zulassung von Schützengesellschaften in Vereinsform erwähnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1910 gibt es ein Foto mit der Schützenkompanie, das anlässlich des Fronleichnamsfestes vor dem Gasthof Post aufgenommen wurde. Im selben Jahr wird in Zusammenhang mit der Feier anlässlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph von der Schützenkompanie Hüttau mit Schützenmusikkapelle berichtet. 1903 sind die Hüttauer Schützen gemeinsam mit Musikkapelle und Veteranen auf einem Foto abgebildet. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
[[Datei: Fronleichnam 1900 in Hüttau - Bildausschnitt. Bildquelle Salzburger Landesarchiv, LBS F 69 7561||mini|Fronleichnam 1900]]&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1918 gab es kriegsbedingt keine nachgewiesenen Vereinstätigkeiten.&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Ab 1920 war unter Hauptmann Johann Fritzenwallner - Forstbauer wieder eine Kompanie aktiv. Somit gab es bereits sechs Jahre vor der offiziellen Wiedergründung von Schützenvereinen in Österreich (1926) in Hüttau aktive Schützen. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
1927 werden die bereits damals so genannten &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; als Beteiligte an der Einweihung des Gipfelkreuzes am Hochgründeck auf der Erinnerungstafel angeführt. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
[[Datei:Hochgründeck 1927. @ Wilfried Hausbacher, 5511 Hüttau, 2023|mini|Ausschnitt Erinnerungstafel Hochgründeck 1927]]&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an das nationalsozialistische Deutschland wurden die meisten Schützenkompanien zwangsaufgelöst. Deshalb und wegen des Krieges gab es bis 1945 in Hüttau keine Schützenaktivitäten mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951, sechs Jahre nach Kriegsende, wurden unter Hauptmann Josef Auer - Heigenhausbauer die Hüttauer Schützen wiedergegründet. 1952 wurde durch private Spenden die Anschaffung einer Fahne ermöglicht.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiedergründung 1951 / 1952. © Vereinsheim Bauernschützen Hüttau|mini|Kompaniefoto 1952 nach der Wiedergründung]]&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
1953 wurde in Hüttau erstmals ein Leonhardiritt von den Bauernschützen organisiert und durchgeführt. Nach zwei weiteren Ausritten Mitte der 1950er Jahre riss die noch junge Tradition wegen des enorm hohen organisatorischen Aufwands und dem Rückgang der Anzahl der Pferde im Ort wieder ab.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
[[Datei:Leonhardiritt 50er Jahre. © Walter Nocker, 5521 Niedernfritz |mini| Leonhardiritt 50er Jahre ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966/67 wurde der Verein in &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 wurde zum 205-jährigen Vereinsjubiläum ein zweitägiges Fest mit der Weihe einer neuen Fahne durchgeführt: Auf der Vorderseite der Fahne befindet sich ein Bild der Pfarrkirche von Hüttau mit dem Fahnenmotto &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘!&amp;quot;. Die in Grün gehaltene Rückseite trägt als Mittelbild zwei gekreuzte Mauser-Gewehre 98k, einen Schützenhut mit Feder, die Vereinsbezeichnung, das Gründungsjahr und einen Eichenlaubkranz in Gold. Dieses Symbol wird seit 2022 auch als Vereinslogo verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 erhielt der Verein durch die Gemeinde Hüttau das Recht, am linken Oberarm zwischen Schulter und Ellenbogen das Hüttauer Gemeindewappen mit der Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo. © Anton Neureiter, Design Net Sign Christian Miess &amp;amp; Partner OG, Neumarkt a.W. 2019|mini|Logo seit 2019]]&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen. © Anton Neureiter, Design Fahnen Gärtner Mittersill, o.J.|(Standard)px|mini|Geimeindewappen mit Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aktivitäten sind heute die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde sowie Ausrückungen auf der Basis von Einladungen zu regionalen und überregionalen Veranstaltungen, teilweise als Ehrenkompanie. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren war die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Erinnerung an die Schlacht bei Mühldorf 1222 unter der Führung des Schirmherrn der Salzburger Schützen LH Wilfried Haslauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:700 Jahre Schlacht bei Mühldorf. @ Anton Neureiter, Mühldorf am Inn, 2022|mini|Ausrückung Mühldorf 2022]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tracht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Hüttauer Bauernschützen besteht aus einem schwarzen Filzhut in konischer Form mit vorne leicht eingedrücktem Kopf, leicht aufgestülpter Krempe, einer Spielhahnfeder hinten und, je nach Dienstgrad, schwarzer, silberner oder goldener Hutschnur, einem weißen  Hemd mit Mascherl und Gemeindewappen am linken Oberarm, einer roten Lodenweste ohne Ärmel, einem offen getragenen grünen halblangen Schützenrock (ebenfalls mit Gemeindewappen) mit schwarzem Revers und Ärmelaufschlägen, einer dunkelbraunen Kniebundlederhose, blauen Wollstutzen mit Zopfmuster und schwarzen Schnallenschuhen mit gefranster Lasche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Marketenderinnen ist gleich der der Mannschaft, ausgenommen der knielange und braune Rock, das rote Mieder und eine rot-grün gestreifte Seidenschürze. Der Hut ist goldgelb umrandet, die Hutschnur golden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tracht - 95 Jahre TMK Pöham 2022 Bild Anton Neureiter 2022|(Standard)px|mini|Tracht Marketenderinnen und Schützen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewaffnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompanie ist einheitlich aus Hinterlader-Gewehren Mauser Karabiner 98k (auch K98k) aus dem Ersten und Zeiten Weltkrieg unterschiedlicher Herkunft bewaffnet. Die Offiziere und Unteroffiziere tragen österreichische k. u. k. Infanteriesäbel mit geschlossenem goldenen oder silbernen Eichelportepee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute ===&lt;br /&gt;
Anfang 2024 sind 53 Männern und sieben Frauen Mitglieder: Hauptmann, Ehrenhauptmann, sonstige Offiziere, Unteroffiziere, Gewehrschützen, Marketenderinnen, Fahnenmutter und Fahnenpatinnen. Zusätzlich gibt es etliche unterstützende Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptleute und Obmänner nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auer Josef - Heigenhausbauer †	 	1951 - 1967	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Weiß Peter †				1967 - 1983	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Brandner Herbert			1983 -1989	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Auer Wolfgang - Hornbauer		1989 - 1996 (H)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Wallner Friedrich			1989 - 1996	(O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Hausbacher Wilfried                     seit 1996 (H + O)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ehrenhauptmann: Wolfgang Auer – Hornbauer&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
Ü Historische Bauernschützenkompanie Hüttau (Hrsg.): &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘&amp;quot;! Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau. Hüttau – Salzburg 2024. E-Mail: bauernschuetzen-huettau@gmx.at&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230501</id>
		<title>Bauernschützenkompanie Hüttau</title>
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		<updated>2024-03-13T13:36:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: /* Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kompaniefoto 2023 © Paul Wohlschlager, 5521 Niedernfritz, 2023|mini|Kompaniefoto 2023]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, die genaue Vereinsbezeichnung lautet &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot;m wurde, wie viele andere Schützenkompanien im Land Salzburg auch, 1797 im Zusammenhang mit der Landesverteidigung gegen die Franzosen in den Koalitionskriegen und Napoleonischen Kriegen gegründet. Sie stehen in der Tradition der &amp;quot;Feuerschützen&amp;quot; der Landfahne des Hoch- und Erzstifts Salzburg und gehören zur Gruppe der Gewehrschützen. Heute sind sie ein Traditions- und Kulturverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1600 nahmen erstmals nachgewiesen Schützen aus dem heutigen Gemeindegebiet von Hüttau an einem Preisschießen in Radstadt teil.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1714 sind im Bereich der Pflegschaft Radstadt die &amp;quot;Feuerschützen in der Niedernfritzer Zech&amp;quot;. &amp;quot;Schützenmeister&amp;quot; waren damals Wilhelm Gassner und Hans Laupichler. Im Prinzip kann man daher auch 1600 und 1714 als &amp;quot;Geburtsjahre&amp;quot; der Schützen im heutigen Hüttau neben dem Gründungsjahr 1797 anführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheinmusterung wurden wegen der lutherisch-protestantischen Religionszugehörigkeit die Schützen Innergebirg und damit auch in Hüttau 1731 mit Hilfe katholischer kaiserlicher Reichstruppen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Franzosen- und Napoleonische Kriegen (1797-1814) wurden ab 1797 im Salzburger Gebirge Schützenkompanien und Landsturmeinheiten in größerem Ausmaß organisiert aufgestellt. Dieses Jahr gilt daher als Gründungsjahr der heutigen Historischen Bauernschützenkompanie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Fritztal und damit Hüttau war hauptsächlich ein Durchzugsgebiet für österreichische, französische und bayerische Truppen in Richtung Südosten. 1801 wurde bei Hüttau ein französischer Kurier überfallen und ausgeraubt. 1809 waren Hüttauer mit St. Martinern an der Abwehr von ins Lammertal vorrückenden französischen und bayrischen Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Mitte Juli 1809 marschierte der französische Divisionsgeneral Rusca mit etlichen hundert Mann von Werfen durch das Fritztal in Richtung Radstadt. Auf ihn plante der St. Johanner Schützenhauptmann Ignaz Kettner nach der Fritzmühle vor Hüttau einen Angriff. Dieser fand aber nicht statt, weil die Franzosen schon früher als ursprünglich angenommen durch das Fritztal marschierten und Kettner zu spät kam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1809, Anfang 1810 flüchtete der Freund und Mitkämpfer Anton Wallners, Johann Panzl durch das Fritztal nach Wien. In der Fritzmühle lernte er Hauptmann Peter Sieberer aus Pfarrwerfen kennen, der dem politischen Flüchtling Panzl die beste weitere Fluchtroute in Richtung Steiermark erklärte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1835 werden Schützen in Hüttau im Zusammenhang mit der Zulassung von Schützengesellschaften in Vereinsform erwähnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1910 gibt es ein Foto mit der Schützenkompanie, das anlässlich des Fronleichnamsfestes vor dem Gasthof Post aufgenommen wurde. Im selben Jahr wird in Zusammenhang mit der Feier anlässlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph von der Schützenkompanie Hüttau mit Schützenmusikkapelle berichtet. 1903 sind die Hüttauer Schützen gemeinsam mit Musikkapelle und Veteranen auf einem Foto abgebildet. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
[[Datei: Fronleichnam 1900 in Hüttau - Bildausschnitt. Bildquelle Salzburger Landesarchiv, LBS F 69 7561||mini|Fronleichnam 1900]]&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1918 gab es kriegsbedingt keine nachgewiesenen Vereinstätigkeiten.&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Ab 1920 war unter Hauptmann Johann Fritzenwallner - Forstbauer wieder eine Kompanie aktiv. Somit gab es bereits sechs Jahre vor der offiziellen Wiedergründung von Schützenvereinen in Österreich (1926) in Hüttau aktive Schützen. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
1927 werden die bereits damals so genannten &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; als Beteiligte an der Einweihung des Gipfelkreuzes am Hochgründeck auf der Erinnerungstafel angeführt. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
[[Datei:Hochgründeck 1927. @ Wilfried Hausbacher, 5511 Hüttau, 2023|mini|Ausschnitt Erinnerungstafel Hochgründeck 1927]]&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an das nationalsozialistische Deutschland wurden die meisten Schützenkompanien zwangsaufgelöst. Deshalb und wegen des Krieges gab es bis 1945 in Hüttau keine Schützenaktivitäten mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951, sechs Jahre nach Kriegsende, wurden unter Hauptmann Josef Auer - Heigenhausbauer die Hüttauer Schützen wiedergegründet. 1952 wurde durch private Spenden die Anschaffung einer Fahne ermöglicht.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiedergründung 1951 / 1952. © Vereinsheim Bauernschützen Hüttau|mini|Kompaniefoto 1952 nach der Wiedergründung]]&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
1953 wurde in Hüttau erstmals ein Leonhardiritt von den Bauernschützen organisiert und durchgeführt. Nach zwei weiteren Ausritten Mitte der 1950er Jahre riss die noch junge Tradition wegen des enorm hohen organisatorischen Aufwands und dem Rückgang der Anzahl der Pferde im Ort wieder ab.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
[[Datei:Leonhardiritt 50er Jahre. © Walter Nocker, 5521 Niedernfritz |mini| Leonhardiritt 50er Jahre ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966/67 wurde der Verein in &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 wurde zum 205-jährigen Vereinsjubiläum ein zweitägiges Fest mit der Weihe einer neuen Fahne durchgeführt: Auf der Vorderseite der Fahne befindet sich ein Bild der Pfarrkirche von Hüttau mit dem Fahnenmotto &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘!&amp;quot;. Die in Grün gehaltene Rückseite trägt als Mittelbild zwei gekreuzte Mauser-Gewehre 98k, einen Schützenhut mit Feder, die Vereinsbezeichnung, das Gründungsjahr und einen Eichenlaubkranz in Gold. Dieses Symbol wird seit 2022 auch als Vereinslogo verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 erhielt der Verein durch die Gemeinde Hüttau das Recht, am linken Oberarm zwischen Schulter und Ellenbogen das Hüttauer Gemeindewappen mit der Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo. © Anton Neureiter, Design Net Sign Christian Miess &amp;amp; Partner OG, Neumarkt a.W. 2019|mini|Logo seit 2019]]&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen. © Anton Neureiter, Design Fahnen Gärtner Mittersill, o.J.|(Standard)px|mini|Geimeindewappen mit Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aktivitäten sind heute die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde sowie Ausrückungen auf der Basis von Einladungen zu regionalen und überregionalen Veranstaltungen, teilweise als Ehrenkompanie. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren war die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Erinnerung an die Schlacht bei Mühldorf 1222 unter der Führung des Schirmherrn der Salzburger Schützen LH Wilfried Haslauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:700 Jahre Schlacht bei Mühldorf. @ Anton Neureiter, Mühldorf am Inn, 2022|mini|Ausrückung Mühldorf 2022]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tracht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Hüttauer Bauernschützen besteht aus einem schwarzen Filzhut in konischer Form mit vorne leicht eingedrücktem Kopf, leicht aufgestülpter Krempe, einer Spielhahnfeder hinten und, je nach Dienstgrad, schwarzer, silberner oder goldener Hutschnur, einem weißen  Hemd mit Mascherl und Gemeindewappen am linken Oberarm, einer roten Lodenweste ohne Ärmel, einem offen getragenen grünen halblangen Schützenrock (ebenfalls mit Gemeindewappen) mit schwarzem Revers und Ärmelaufschlägen, einer dunkelbraunen Kniebundlederhose, blauen Wollstutzen mit Zopfmuster und schwarzen Schnallenschuhen mit gefranster Lasche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Marketenderinnen ist gleich der der Mannschaft, ausgenommen der knielange und braune Rock, das rote Mieder und eine rot-grün gestreifte Seidenschürze. Der Hut ist goldgelb umrandet, die Hutschnur golden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tracht - 95 Jahre TMK Pöham 2022 Bild Anton Neureiter 2022|(Standard)px|mini|Tracht Marketenderinnen und Schützen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewaffnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompanie ist einheitlich aus Hinterlader-Gewehren Mauser Karabiner 98k (auch K98k) aus dem Ersten und Zeiten Weltkrieg unterschiedlicher Herkunft bewaffnet. Die Offiziere und Unteroffiziere tragen österreichische k. u. k. Infanteriesäbel mit geschlossenem goldenen oder silbernen Eichelportepee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute ===&lt;br /&gt;
Anfang 2024 sind 53 Männern und sieben Frauen Mitglieder: Hauptmann, Ehrenhauptmann, sonstige Offiziere, Unteroffiziere, Gewehrschützen, Marketenderinnen, Fahnenmutter und Fahnenpatinnen. Zusätzlich gibt es etliche unterstützende Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptleute und Obmänner nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auer Josef - Heigenhausbauer †	 	1951 - 1967	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Weiß Peter †				1967 - 1983	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Brandner Herbert			1983 -1989	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Auer Wolfgang - Hornbauer		1989 - 1996 (H)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Wallner Friedrich			1989 - 1996	(O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Hausbacher Wilfried                     seit 1996 (H + O)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ehrenhauptmann: Wolfgang Auer – Hornbauer&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
Ü Historische Bauernschützenkompanie Hüttau (Hrsg.): &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘&amp;quot;! Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau. Hüttau – Salzburg 2024. E-Mail: bauernschuetzen-huettau@gmx.at&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230498</id>
		<title>Bauernschützenkompanie Hüttau</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Bauernsch%C3%BCtzenkompanie_H%C3%BCttau&amp;diff=2230498"/>
		<updated>2024-03-13T13:35:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Freistädter: /* Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kompaniefoto 2023 © Paul Wohlschlager, 5521 Niedernfritz, 2023|mini|Kompaniefoto 2023]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bauernschützenkompanie Hüttau&#039;&#039;&#039;, die genaue Vereinsbezeichnung lautet &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot;m wurde, wie viele andere Schützenkompanien im Land Salzburg auch, 1797 im Zusammenhang mit der Landesverteidigung gegen die Franzosen in den Koalitionskriegen und Napoleonischen Kriegen gegründet. Sie stehen in der Tradition der &amp;quot;Feuerschützen&amp;quot; der Landfahne des Hoch- und Erzstifts Salzburg und gehören zur Gruppe der Gewehrschützen. Heute sind sie ein Traditions- und Kulturverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1600 nahmen erstmals nachgewiesen Schützen aus dem heutigen Gemeindegebiet von Hüttau an einem Preisschießen in Radstadt teil.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1714 sind im Bereich der Pflegschaft Radstadt die &amp;quot;Feuerschützen in der Niedernfritzer Zech&amp;quot;. &amp;quot;Schützenmeister&amp;quot; waren damals Wilhelm Gassner und Hans Laupichler. Im Prinzip kann man daher auch 1600 und 1714 als &amp;quot;Geburtsjahre&amp;quot; der Schützen im heutigen Hüttau neben dem Gründungsjahr 1797 anführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheinmusterung wurden wegen der lutherisch-protestantischen Religionszugehörigkeit die Schützen Innergebirg und damit auch in Hüttau 1731 mit Hilfe katholischer kaiserlicher Reichstruppen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit den Franzosen- und Napoleonische Kriegen (1797-1814) wurden ab 1797 im Salzburger Gebirge Schützenkompanien und Landsturmeinheiten in größerem Ausmaß organisiert aufgestellt. Dieses Jahr gilt daher als Gründungsjahr der heutigen Historischen Bauernschützenkompanie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Fritztal und damit Hüttau war hauptsächlich ein Durchzugsgebiet für österreichische, französische und bayerische Truppen in Richtung Südosten. 1801 wurde bei Hüttau ein französischer Kurier überfallen und ausgeraubt. 1809 waren Hüttauer mit St. Martinern an der Abwehr von ins Lammertal vorrückenden französischen und bayrischen Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Mitte Juli 1809 marschierte der französische Divisionsgeneral Rusca mit etlichen hundert Mann von Werfen durch das Fritztal in Richtung Radstadt. Auf ihn plante der St. Johanner Schützenhauptmann Ignaz Kettner nach der Fritzmühle vor Hüttau einen Angriff. Dieser fand aber nicht statt, weil die Franzosen schon früher als ursprünglich angenommen durch das Fritztal marschierten und Kettner zu spät kam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1809, Anfang 1810 flüchtete der Freund und Mitkämpfer Anton Wallners, Johann Panzl durch das Fritztal nach Wien. In der Fritzmühle lernte er Hauptmann Peter Sieberer aus Pfarrwerfen kennen, der dem politischen Flüchtling Panzl die beste weitere Fluchtroute in Richtung Steiermark erklärte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1835 werden Schützen in Hüttau im Zusammenhang mit der Zulassung von Schützengesellschaften in Vereinsform erwähnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1910 gibt es ein Foto mit der Schützenkompanie, das anlässlich des Fronleichnamsfestes vor dem Gasthof Post aufgenommen wurde. Im selben Jahr wird in Zusammenhang mit der Feier anlässlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph von der Schützenkompanie Hüttau mit Schützenmusikkapelle berichtet. 1903 sind die Hüttauer Schützen gemeinsam mit Musikkapelle und Veteranen auf einem Foto abgebildet. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
[[Datei: Fronleichnam 1900 in Hüttau - Bildausschnitt. Bildquelle Salzburger Landesarchiv, LBS F 69 7561||mini|Fronleichnam 1900]]&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1918 gab es kriegsbedingt keine nachgewiesenen Vereinstätigkeiten.&lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
Ab 1920 war unter Hauptmann Johann Fritzenwallner - Forstbauer wieder eine Kompanie aktiv. Somit gab es bereits sechs Jahre vor der offiziellen Wiedergründung von Schützenvereinen in Österreich (1926) in Hüttau aktive Schützen. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
1927 werden die bereits damals so genannten &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; als Beteiligte an der Einweihung des Gipfelkreuzes am Hochgründeck auf der Erinnerungstafel angeführt. &lt;br /&gt;
 	 &lt;br /&gt;
[[Datei:Hochgründeck 1927. @ Wilfried Hausbacher, 5511 Hüttau, 2023|mini|Ausschnitt Erinnerungstafel Hochgründeck 1927]]&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an das nationalsozialistische Deutschland wurden die meisten Schützenkompanien zwangsaufgelöst. Deshalb und wegen des Krieges gab es bis 1945 in Hüttau keine Schützenaktivitäten mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951, sechs Jahre nach Kriegsende, wurden unter Hauptmann Josef Auer - Heigenhausbauer die Hüttauer Schützen wiedergegründet. 1952 wurde durch private Spenden die Anschaffung einer Fahne ermöglicht.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiedergründung 1951 / 1952. © Vereinsheim Bauernschützen Hüttau|mini|Kompaniefoto 1952 nach der Wiedergründung]]&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
1953 wurde in Hüttau erstmals ein Leonhardiritt von den Bauernschützen organisiert und durchgeführt. Nach zwei weiteren Ausritten Mitte der 1950er Jahre riss die noch junge Tradition wegen des enorm hohen organisatorischen Aufwands und dem Rückgang der Anzahl der Pferde im Ort wieder ab.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
[[Datei:Leonhardiritt 50er Jahre. © Walter Nocker, 5521 Niedernfritz |mini| Leonhardiritt 50er Jahre ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966/67 wurde der Verein in &amp;quot;Historische Bauernschützenkompanie Hüttau&amp;quot; umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 wurde zum 205-jährigen Vereinsjubiläum ein zweitägiges Fest mit der Weihe einer neuen Fahne durchgeführt: Auf der Vorderseite der Fahne befindet sich ein Bild der Pfarrkirche von Hüttau mit dem Fahnenmotto &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘!&amp;quot;. Die in Grün gehaltene Rückseite trägt als Mittelbild zwei gekreuzte Mauser-Gewehre 98k, einen Schützenhut mit Feder, die Vereinsbezeichnung, das Gründungsjahr und einen Eichenlaubkranz in Gold. Dieses Symbol wird seit 2022 auch als Vereinslogo verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 erhielt der Verein durch die Gemeinde Hüttau das Recht, am linken Oberarm zwischen Schulter und Ellenbogen das Hüttauer Gemeindewappen mit der Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen Hüttau&amp;quot; zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo. © Anton Neureiter, Design Net Sign Christian Miess &amp;amp; Partner OG, Neumarkt a.W. 2019|mini|Logo seit 2019]]&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen. © Anton Neureiter, Design Fahnen Gärtner Mittersill, o.J.|(Standard)px|mini|Geimeindewappen mit Aufschrift &amp;quot;Bauernschützen&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aktivitäten sind heute die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde sowie Ausrückungen auf der Basis von Einladungen zu regionalen und überregionalen Veranstaltungen, teilweise als Ehrenkompanie. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren war die Teilnahme an der Gedenkfeier zur Erinnerung an die Schlacht bei Mühldorf 1222 unter der Führung des Schirmherrn der Salzburger Schützen LH Wilfried Haslauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:700 Jahre Schlacht bei Mühldorf. @ Anton Neureiter, Mühldorf am Inn, 2022|mini|Ausrückung Mühldorf 2022]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tracht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Hüttauer Bauernschützen besteht aus einem schwarzen Filzhut in konischer Form mit vorne leicht eingedrücktem Kopf, leicht aufgestülpter Krempe, einer Spielhahnfeder hinten und, je nach Dienstgrad, schwarzer, silberner oder goldener Hutschnur, einem weißen  Hemd mit Mascherl und Gemeindewappen am linken Oberarm, einer roten Lodenweste ohne Ärmel, einem offen getragenen grünen halblangen Schützenrock (ebenfalls mit Gemeindewappen) mit schwarzem Revers und Ärmelaufschlägen, einer dunkelbraunen Kniebundlederhose, blauen Wollstutzen mit Zopfmuster und schwarzen Schnallenschuhen mit gefranster Lasche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tracht der Marketenderinnen ist gleich der der Mannschaft, ausgenommen der knielange und braune Rock, das rote Mieder und eine rot-grün gestreifte Seidenschürze. Der Hut ist goldgelb umrandet, die Hutschnur golden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tracht - 95 Jahre TMK Pöham 2022 Bild Anton Neureiter 2022|(Standard)px|mini|Tracht Marketenderinnen und Schützen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewaffnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompanie ist einheitlich aus Hinterlader-Gewehren Mauser Karabiner 98k (auch K98k) aus dem Ersten und Zeiten Weltkrieg unterschiedlicher Herkunft bewaffnet. Die Offiziere und Unteroffiziere tragen österreichische k. u. k. Infanteriesäbel mit geschlossenem goldenen oder silbernen Eichelportepee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Historische Bauernschützenkompanie Hüttau heute ===&lt;br /&gt;
 Anfang 2024 sind 53 Männern und sieben Frauen Mitglieder: Hauptmann, Ehrenhauptmann, sonstige Offiziere, Unteroffiziere, Gewehrschützen, Marketenderinnen, Fahnenmutter und Fahnenpatinnen. Zusätzlich gibt es etliche unterstützende Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptleute und Obmänner nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auer Josef - Heigenhausbauer †	 	1951 - 1967	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Weiß Peter †				1967 - 1983	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Brandner Herbert			1983 -1989	 (H + O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Auer Wolfgang - Hornbauer		1989 - 1996 (H)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Wallner Friedrich			1989 - 1996	(O)&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Hausbacher Wilfried                     seit 1996 (H + O)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ehrenhauptmann: Wolfgang Auer – Hornbauer&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
Ü Historische Bauernschützenkompanie Hüttau (Hrsg.): &amp;quot;Für Glaube und Heimat, Freiheit und Ehr‘&amp;quot;! Geschichte der Historischen Bauernschützenkompanie Hüttau. Hüttau – Salzburg 2024. E-Mail: bauernschuetzen-huettau@gmx.at&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
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		<updated>2024-03-11T10:14:55Z</updated>

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&lt;div&gt;Fronleichnam 1900 im Ortszentrum vor dem alten Fritzenwallner-Stall&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Freistädter</name></author>
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		<updated>2024-03-11T09:23:02Z</updated>

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