<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki.sn.at/wiki/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Fr%C3%B6</id>
	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki.sn.at/wiki/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Fr%C3%B6"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Fr%C3%B6"/>
	<updated>2026-04-23T20:07:49Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Wdh&amp;diff=4175</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Wdh</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Wdh&amp;diff=4175"/>
		<updated>2007-03-02T20:47:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hallo Wdh, die wikis sind keine werbeplattform, hier sind sachliche informationen gefordert. deshalb haben wir euren beitrag in eine neutralere form umgeschrieben und auch in die richtige kategorie gebracht. was jetzt aber noch fehlt, sind sachliche informationen wie anschrift, adresse und kontakt sowie eure handelnden personen. das könnten ihr jederzeit noch nachliefern. als vorbild findet ihr in der kategorie unternehmen etwa den eintrag über die salzburger nachrichten. dort findet ihr die gewünschte form. einfach auf bearbeiten gehen und die nötigen befehle mit str c rüberkopieren. lg [[frö66]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Unternehmen&amp;diff=4174</id>
		<title>Kategorie:Unternehmen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Unternehmen&amp;diff=4174"/>
		<updated>2007-03-02T20:44:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Wirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WDH_WerbeDevelopment_Hoffmann&amp;diff=4173</id>
		<title>WDH WerbeDevelopment Hoffmann</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WDH_WerbeDevelopment_Hoffmann&amp;diff=4173"/>
		<updated>2007-03-02T20:44:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Wdh_logoweb.jpg]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;WDH WerbeDevelopment Hoffmann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WDH ist eine Werbe-und Multimediaagentur aus dem Salzburger Land mit Firmenstandort in Lamprechtshausen bei Oberndorf. Das Team besteht derzeit aus sechs gut ausgebildeten Designern bzw. Grafikern. Als Partner fungieren [[Promomasters]](Suchmaschinenmanagment), das [[Studio West]](Filmbranche) in Salzburg und [[World4You Internet Services]]. Die Dienstleistungen umfassen von Werbegrafik/Printgafik über Weblösungen/Webprogrammierung bis hin zu aufwendigen Animationen, Imagefilmen und Werbefilmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
[http://www.wdh.at Website]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft]][[Kategorie:Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WDH_WerbeDevelopment_Hoffmann&amp;diff=4172</id>
		<title>WDH WerbeDevelopment Hoffmann</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WDH_WerbeDevelopment_Hoffmann&amp;diff=4172"/>
		<updated>2007-03-02T20:42:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Wdh_logoweb.jpg]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;WDH WerbeDevelopment Hoffmann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WDH ist eine Werbe-und Multimediaagentur aus dem Salzburger Land mit Firmenstandort in Lamprechtshausen bei Oberndorf. Das Team besteht derzeit aus sechs gut ausgebildeten Designern bzw. Grafikern. Als Partner fungieren [[Promomasters]](Suchmaschinenmanagment), das [[Studio West]](Filmbranche) in Salzburg und [[World4You Internet Services]]. Die Dienstleistungen umfassen von Werbegrafik/Printgafik über Weblösungen/Webprogrammierung bis hin zu aufwendigen Animationen, Imagefilmen und Werbefilmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
[http://www.wdh.at Website]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Kategorie: Unternehmen]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WDH_WerbeDevelopment_Hoffmann&amp;diff=4171</id>
		<title>WDH WerbeDevelopment Hoffmann</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=WDH_WerbeDevelopment_Hoffmann&amp;diff=4171"/>
		<updated>2007-03-02T20:41:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Wdh_logoweb.jpg]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;WDH WerbeDevelopment Hoffmann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WDH ist eine Werbe-und Multimediaagentur aus dem Salzburger Land mit Firmenstandort in Lamprechtshausen bei Oberndorf. Das Team besteht derzeit aus sechs gut ausgebildeten Designern bzw. Grafikern. Als Partner fungieren [[Promomasters]](Suchmaschinenmanagment), das [[Studio West]](Filmbranche) in Salzburg und [[World4You Internet Services]]. Die Dienstleistungen umfassen von Werbegrafik/Printgafik über Weblösungen/Webprogrammierung bis hin zu aufwendigen Animationen, Imagefilmen und Werbefilmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
[http://www.wdh.at Website]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Erich_Holzmann&amp;diff=4170</id>
		<title>Erich Holzmann</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Erich_Holzmann&amp;diff=4170"/>
		<updated>2007-03-02T20:37:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Erich Holzmann.jpg|thumb|Bildbeschreibung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erich Holzmann&#039;&#039;&#039; (* [[1947]] in [[Zell am See]]) schuf mit dem Salzburger Advent und dem Wüdara Gschnas zwei grundverschiedene, aber gleichermaßen erfolgreiche Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alle sind wieder gekommen: Verkleidet als „Edelnutten, Freier und Zuhälter, Leichtmatrosen und Seebären, Puffmütter und Ganoven...“ Von Faschingstrends will Erich Holzmann nichts wissen: „Piraten? Kinderkram“, sagt er mit einem lässigen Augenzwinkern.&lt;br /&gt;
Holzmann will im Fasching keine Rollen spielen. Er will sich austoben − und er liebt Gegensätze. Das war schon immer so. &lt;br /&gt;
Geboren wurde er in [[Zell am See]]. Aber schon als Zweijähriger übersiedelte er auf einen niederösterreichischen Bauernhof. Von der Enge der Täler in die Weite der Felder. Das sollte sein Lebensmotto werden. &lt;br /&gt;
Zur Schule ging er in Salzburg. Er machte die Ausbildung zum Lehrer. Aber den Beruf hängte er bereits nach 14 Tagen an den Nagel. „Der Direktor verpasste mir eine negative Beurteilung. Weil ich am Sonntag nicht in die Kirche ging. Und − was noch schlimmer war − weil ich am gleichen Tag noch mit meiner Band einen Auftritt hatte.“ Die Band gibt es noch heute. Sie heißt „Les Marquis“ und genießt in der Partyszene seit mehr als 30 Jahren Kultstatus. Holzmann nennt sie „the unbookable combo“. Weil sie nur spielen, wenn sie wirklich Lust haben. Holzmann wechselte in die Autobranche. Er wurde Verkaufs- und Managementtrainer bei Porsche und VW, später Marketingchef  bei Chrysler Austria. Ab 1982 war er als selbstständiger Managementtrainer für die Autobranche tätig. 1997 machte er einen radikalen Schnitt: „Ich habe immer gesagt, ein Managementtrainer darf nicht älter als 50 sein. Ich hielt mich daran.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon nebenberufliche Erfahrungen gesammelt, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. 1991 fand sein erstes „Wüdara-Gschnas“ im [[Hotel Schloß Mönchstein]] statt. „Auf allen Etagen − das war ein Wahnsinn“, erinnert er sich. Er gründete einen Pfeifenraucher-Club (Bent-Club), der den Reingewinn des ausgelassenen Treibens jährlich karitativen Zwecken zuführt. Im selben Jahr nahm er im Sommer mit seiner Band noch eine Weihnachts-CD und veranstaltete im Dezember seinen ersten „Salzburger Advent“ in der Kollegienkirche. Die Lieder und Theaterstücke schreiben Holzmann und sein Sohn Marc jedes Jahr neu. Vermarket werden die Werke von seinem Musiklabel Ape Records und seinem Ape Verlag. Holzmanns Jahre verliefen seitdem im Advent immer sehr besinnlich und im Fasching ziemlich sinnlich − und Angst habe er nur noch davor, dass im Advent einmal irrtümlich eine Wüdara-Einladung rausgeht. Obwohl: Als er vor wenigen Tagen beim Pfarrer der St. Andrä bereits wegen seiner Adventveranstaltung vorsprach, war auch eine Kirchenrätin da. Holzmann: „Die Dame ist auch Stammgast beim Wüdara-Gschnas...“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzburger des Tages|Holzmann, Erich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Fr%C3%B6&amp;diff=4142</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Frö</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Fr%C3%B6&amp;diff=4142"/>
		<updated>2007-03-01T22:54:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Fr%C3%B6&amp;diff=4141</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Frö</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Fr%C3%B6&amp;diff=4141"/>
		<updated>2007-03-01T22:44:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: /* Hermann Fröschl */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Hermann Fröschl ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geboren am [[9. August 1966]] in [[St. Martin bei Lofer]]. Aufgewachsen in [[Weißbach bei Lofer]], einem der finstersten Dörfer des Landes. In meiner Jugend war klar: Ich werde Fußballer. In meinem Studium wurde sicher: Ich werde Journalist. Die SN sind es geworden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Fr%C3%B6&amp;diff=4140</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Frö</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Fr%C3%B6&amp;diff=4140"/>
		<updated>2007-03-01T22:43:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Hermann Fröschl ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geboren am [[9. August 1966]] in [[St. Martin bei Lofer]]. Aufgewachsen in [[Weißbach bei Lofer]], einem der finstersten Dörfer des Landes. In meiner Jugend war klar: Ich werde Fußballer. In meinem Studium war sicher: Ich werde Journalist. Zweiteres bin ich auch geworden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Clemens99&amp;diff=4139</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Clemens99</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Clemens99&amp;diff=4139"/>
		<updated>2007-03-01T22:34:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: /* vielleicht ein tipp */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== wiki ist kein branchenbuch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
clemens, tut mir leid, aber dein eintrag zum thema &amp;quot;stadt salzburg&amp;quot; hat rein gar nichts mit einem wikieintrag zu tun. wenn du die TSG promoten willst, dann füg unter dem artikel zur [[Salzburg|stadt salzburg]] bei weblinks doch bitte einen link zu ihnen ein, aber dann ist es auch schon wieder gut so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
deinen eintrag müssen wir leider raus nehmen.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mecl67|Mecl67]] 20:45, 1. Mär 2007 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== kategorie vs artikel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
clemens, noch ein tipp:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine seite die mit dem namen &amp;quot;kategorie:japanische küche&amp;quot; anfängt, sammelt alle artikel die am ende des artikels &amp;lt;nowiki&amp;gt;[[Kategorie:Japanische Küche]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; stehen haben. ich hab deinen kuschi hachi artikel also als eigenen artikel angelegt und unten diese kategorie eingetragen. somit erscheint ein link zu diesem artikel auf der kategorie seite.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mecl67|Mecl67]] 20:45, 1. Mär 2007 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OK, danke. Wenngleich ich doch öfters mit allen möglichen Seiten arbeite, die ebenfalls Mediawiki nutzen, ist die Ergänzung von Artikeln zu passenden Kategorien nicht ganz trivial. Vielleicht wird es besser, wenn mehr Inhalte reinkommen. Gerade bei den Kategorien bin ich trotz Studium der Hilfe nicht wirklich weitergekommen. Über Umwege hab ich dann die - aus meiner Sicht - passende Kategorie gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für die Änderung, habt euch da viel Arbeit vorgenommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== vielleicht ein tipp ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lieber claus, vielleicht sollten wir doch die ersten schritte nochmals adaptieren. mir erschien dein tipp am besten, in der url den geplanten neuen artikel einzutragen. dann hat man mal die artikelseite und dort kann man dann die formatvorlage kopieren. das erscheint mir der vernünftigste weg zum anlegen eines artikels. übrigens: wann schlafst eigentlich? und wann sieht dich deine family? lg [[frö]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Clemens99&amp;diff=4138</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Clemens99</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Clemens99&amp;diff=4138"/>
		<updated>2007-03-01T22:33:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: vielleicht ein tipp&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== wiki ist kein branchenbuch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
clemens, tut mir leid, aber dein eintrag zum thema &amp;quot;stadt salzburg&amp;quot; hat rein gar nichts mit einem wikieintrag zu tun. wenn du die TSG promoten willst, dann füg unter dem artikel zur [[Salzburg|stadt salzburg]] bei weblinks doch bitte einen link zu ihnen ein, aber dann ist es auch schon wieder gut so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
deinen eintrag müssen wir leider raus nehmen.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mecl67|Mecl67]] 20:45, 1. Mär 2007 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== kategorie vs artikel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
clemens, noch ein tipp:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine seite die mit dem namen &amp;quot;kategorie:japanische küche&amp;quot; anfängt, sammelt alle artikel die am ende des artikels &amp;lt;nowiki&amp;gt;[[Kategorie:Japanische Küche]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; stehen haben. ich hab deinen kuschi hachi artikel also als eigenen artikel angelegt und unten diese kategorie eingetragen. somit erscheint ein link zu diesem artikel auf der kategorie seite.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Mecl67|Mecl67]] 20:45, 1. Mär 2007 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OK, danke. Wenngleich ich doch öfters mit allen möglichen Seiten arbeite, die ebenfalls Mediawiki nutzen, ist die Ergänzung von Artikeln zu passenden Kategorien nicht ganz trivial. Vielleicht wird es besser, wenn mehr Inhalte reinkommen. Gerade bei den Kategorien bin ich trotz Studium der Hilfe nicht wirklich weitergekommen. Über Umwege hab ich dann die - aus meiner Sicht - passende Kategorie gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für die Änderung, habt euch da viel Arbeit vorgenommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== vielleicht ein tipp ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lieber claus, vielleicht sollten wir doch die ersten schritte nochmals adaptieren. mir erschien dein tipp am besten, in der url den geplanten neuen artikel einzutragen. dann hat man mal die artikelseite und dort kann man dann die formatvorlage kopieren. das erscheint mir der vernünftigste weg zum anlegen eines artikels. übrigens: wann schlafst eigentlich? und wann sieht dich deine family? lg frö&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Anf%C3%A4nge_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=4029</id>
		<title>Anfänge (Überblick)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Anf%C3%A4nge_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=4029"/>
		<updated>2007-02-26T23:29:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere &amp;quot;Land vor dem Gebirg&amp;quot; mit der [[Salzburg|Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das &amp;quot;Land inner Gebirg&amp;quot; mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Bauernkriege]] oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am &amp;quot;Wegekreuz der Ostalpen&amp;quot; zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Siedlungen=== &lt;br /&gt;
Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] (im Pinzgau) stieß man auf ihre Spuren. In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umherstreifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von Salzburg der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]]. Die Epoche der Bronzezeit (1900¬ - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Anfänge (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kaiserliches_Kronland_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=4028</id>
		<title>Kaiserliches Kronland (Überblick)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kaiserliches_Kronland_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=4028"/>
		<updated>2007-02-26T23:27:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Vom Kurfürstentum zum Bundesland - Der steinige Weg nach Österreich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik. Zunächst bildete es mit Passau, Eichstätt und Berchtesgaden ein Kurfürstentum, mit dem [[Großherzog Ferdinand]], der Bruder von [[Kaiser Franz II.]], für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Nach positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer medizinischen Fakultät führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, 1806, an Österreich. Nur die exponierte Lage an der Grenze zu Bayern, einem Verbündeten Napoleons, sicherte damals den Fortbestand des Landes. 1809 wurde Salzburg von französischen Truppen besetzt. Auf Initiative des kampferprobten [[Kapuzinerpaters Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer]], griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Josef Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Josef Panzl]] aus [[Mühlbach]] im Pinzgau mit ihren Schützen besonders aus. Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bayern verschleppen Wertgegenstände===&lt;br /&gt;
Die Machtergreifung durch den bayerischen König [[Max I. Joseph]] wurde 1810 in Salzburg freudig begrüßt. [[Kronprinz Ludwig]] residierte als Generalgouverneur des Inn- und Salzachkreises im [[Schloss Mirabell]], wo sein Sohn Otto, der spätere König von Griechenland geboren wurde. Die zentralistischen Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und 1810 zur Aufhebung der Universität führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe. Als sich nach den Vereinbarungen von Ried (1813) für Bayern der Verlust Salzburgs abzeichnete, trachtete die Regierung noch rasch soviel wie möglich aus dem Land herauszupressen. Nachdem schon [[Kurfürst Ferdinand]], die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern die letzten Bestände fort. Öffentliche Gebäude wurden verschleudert und wertvolle Liegenschaften wie die Hofbrauerei in Kaltenhausen und die Marmorsteinbrüche am Untersberg, teilweise durch vordatierte Urkunden, in den Besitz der Wittelsbacher übertragen. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen bitteren Nachgeschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der oberösterreichischen Regierung unterstellt===&lt;br /&gt;
Auf dem [[Wiener Kongress]] war 1816 der Übergang Salzburgs an Österreich beschlossen worden. Mit dem [[Rupertiwinkel]] am linken Ufer der [[Salzach]] musste jedoch das wirtschaftlich wertvollste Gebiet an Bayern abgetreten werden, das Gericht ltter mit dem Markt Hopfgarten, das Zillertal und Windischmatrei (heute Matrei in Osttirol) wurden zu Tirol geschlagen. Das völlig verschuldete und ausgeblutete Land Salzburg zierte zwar als &amp;quot;Herzogtum&amp;quot; den Titel des österreichischen Kaisers, verlor aber seine Selbständigkeit und wurde als fünfter Kreis der oberösterreichischen Landesregierung in Linz unterstellt. Mit dem Verlust der Residenz wanderten die Hofbediensteten und Beamten ab, die Bevölkerung der Stadt ging von 16.000 Bewohnern auf weniger als 12.000 zurück, Lustschlösser und Paläste verödeten und 1818 legte ein Brand den Stadtteil am rechten Salzachufer samt dem Schloss Mirabell in Schutt und Asche. Nach Missernten in den Jahren 1814-1816 forderte eine große Hungersnot zahlreiche Todesopfer unter der Bevölkerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird zum Betteldorf===&lt;br /&gt;
Der Beginn der österreichischen Herrschaft stand also unter keinem guten Stern. Die zentralistische Verwaltung des riesigen Kaiserstaates hatte ihrerseits für ein kleines Gebiet wie Salzburg kein Verständnis. Alle Bitten der Bürgerschaft um Wiederherstellung des Landes und der Landschaft, um Gewährung einer eigenen Landesregierung, um die Residenz eines kaiserlichen Prinzen in Salzburg und um Wiedererrichtung der Universität verhallten ungehört, ebenso die Klagen, dass Salzburg &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot; sei. Die Armut der Bevölkerung nahm zu und die intensive polizeiliche Überwachung und Bespitzelung in der Zeit des Vormärz (1816-1848) unterdrückte alle politischen Regungen. Das Bürgertum zog sich ins biedermeierliche Privatleben zurück und die Bevölkerung in Stadt und Land versank in tiefe Apathie und Hoffnungslosigkeit. &amp;quot;Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten&amp;quot; schrieb [[Franz Schubert]] anlässlich seines Besuchs in Salzburg 1837.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg kämpft sich zurück===&lt;br /&gt;
Erst die Aktivitäten des aus Tirol stammenden Advokaten [[Dr. Alois Fischer]], der später Landeschef von Oberösterreich wurde, und das Revolutionsjahr 1848 führten zu einem Umschwung. Salzburg wurde zu einem Kronland der Monarchie und erhielt – verzögert durch die Ära des Neoabsolutismus – 1860/61 eigene Landesbehörden und Landstände. Übergeordnete Behörden wie die Bundesbahndirektion, das Oberlandesgericht und die Post- und - Telegraphendirektion für Salzburg, die ihren Sitz in Linz hatten bzw. noch haben, erinnerten lange an die Zeit als fünfter Kreis von Oberösterreich, die von den Salzburgern als tiefe Erniedrigung empfunden wurde. Der Weg nach Österreich war steinig und entbehrungsreich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Bauboom greift um sich===&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn im Jahr 1860, die Salzburg mit Wien und München verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Als [[Kaiser Franz Josef]] im selben Jahr Salzburg als Festung aufließ und die Bastionen, die bis dahin die Stadt wie ein Korsett eingeschnürt hatten, der Bürgerschaft schenkte, setzte ein zunehmender Bauboom ein. Der Eisenbahnunternehmer Karl Freiherr von Schwarz führte die Regulierung der Salzach durch und nahm den Bau der &amp;quot;Neustadt&amp;quot; am rechten Salzachufer in Angriff. Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der [[Internationalen Stiftung Mozarteum]] (1880) zum Ausdruck. Seit 1870 formierten sich die politischen Parteien, unter denen die Konservativen und die Liberalen dominierten. Der Liberalismus alter Prägung wurde jedoch am Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend von einem radikalen Deutschnationalismus und Antisemitismus abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kaiserliches Kronland (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kaiserliches_Kronland_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=4027</id>
		<title>Kaiserliches Kronland (Überblick)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kaiserliches_Kronland_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=4027"/>
		<updated>2007-02-26T23:26:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Vom Kurfürstentum zum Bundesland - Der steinige Weg nach Österreich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik. Zunächst bildete es mit Passau, Eichstätt und Berchtesgaden ein Kurfürstentum, mit dem [[Großherzog Ferdinand]], der Bruder von [[Kaiser Franz II.]], für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Nach positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer medizinischen Fakultät führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, 1806, an Österreich. Nur die exponierte Lage an der Grenze zu Bayern, einem Verbündeten Napoleons, sicherte damals den Fortbestand des Landes. 1809 wurde Salzburg von französischen Truppen besetzt. Auf Initiative des kampferprobten [[Kapuzinerpaters Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer]], griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Josef Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Josef Panzl]] aus [[Mühlbach]] im Pinzgau mit ihren Schützen besonders aus. Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bayern verschleppten Wertgegenstände===&lt;br /&gt;
Die Machtergreifung durch den bayerischen König [[Max I. Joseph]] wurde 1810 in Salzburg freudig begrüßt. [[Kronprinz Ludwig]] residierte als Generalgouverneur des Inn- und Salzachkreises im [[Schloss Mirabell]], wo sein Sohn Otto, der spätere König von Griechenland geboren wurde. Die zentralistischen Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und 1810 zur Aufhebung der Universität führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe. Als sich nach den Vereinbarungen von Ried (1813) für Bayern der Verlust Salzburgs abzeichnete, trachtete die Regierung noch rasch soviel wie möglich aus dem Land herauszupressen. Nachdem schon [[Kurfürst Ferdinand]], die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern die letzten Bestände fort. Öffentliche Gebäude wurden verschleudert und wertvolle Liegenschaften wie die Hofbrauerei in Kaltenhausen und die Marmorsteinbrüche am Untersberg, teilweise durch vordatierte Urkunden, in den Besitz der Wittelsbacher übertragen. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen bitteren Nachgeschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der oberösterreichischen Regierung unterstellt===&lt;br /&gt;
Auf dem [[Wiener Kongress]] war 1816 der Übergang Salzburgs an Österreich beschlossen worden. Mit dem [[Rupertiwinkel]] am linken Ufer der [[Salzach]] musste jedoch das wirtschaftlich wertvollste Gebiet an Bayern abgetreten werden, das Gericht ltter mit dem Markt Hopfgarten, das Zillertal und Windischmatrei (heute Matrei in Osttirol) wurden zu Tirol geschlagen. Das völlig verschuldete und ausgeblutete Land Salzburg zierte zwar als &amp;quot;Herzogtum&amp;quot; den Titel des österreichischen Kaisers, verlor aber seine Selbständigkeit und wurde als fünfter Kreis der oberösterreichischen Landesregierung in Linz unterstellt. Mit dem Verlust der Residenz wanderten die Hofbediensteten und Beamten ab, die Bevölkerung der Stadt ging von 16.000 Bewohnern auf weniger als 12.000 zurück, Lustschlösser und Paläste verödeten und 1818 legte ein Brand den Stadtteil am rechten Salzachufer samt dem Schloss Mirabell in Schutt und Asche. Nach Missernten in den Jahren 1814-1816 forderte eine große Hungersnot zahlreiche Todesopfer unter der Bevölkerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird zum Betteldorf===&lt;br /&gt;
Der Beginn der österreichischen Herrschaft stand also unter keinem guten Stern. Die zentralistische Verwaltung des riesigen Kaiserstaates hatte ihrerseits für ein kleines Gebiet wie Salzburg kein Verständnis. Alle Bitten der Bürgerschaft um Wiederherstellung des Landes und der Landschaft, um Gewährung einer eigenen Landesregierung, um die Residenz eines kaiserlichen Prinzen in Salzburg und um Wiedererrichtung der Universität verhallten ungehört, ebenso die Klagen, dass Salzburg &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot; sei. Die Armut der Bevölkerung nahm zu und die intensive polizeiliche Überwachung und Bespitzelung in der Zeit des Vormärz (1816-1848) unterdrückte alle politischen Regungen. Das Bürgertum zog sich ins biedermeierliche Privatleben zurück und die Bevölkerung in Stadt und Land versank in tiefe Apathie und Hoffnungslosigkeit. &amp;quot;Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten&amp;quot; schrieb [[Franz Schubert]] anlässlich seines Besuchs in Salzburg 1837.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg kämpft sich zurück===&lt;br /&gt;
Erst die Aktivitäten des aus Tirol stammenden Advokaten [[Dr. Alois Fischer]], der später Landeschef von Oberösterreich wurde, und das Revolutionsjahr 1848 führten zu einem Umschwung. Salzburg wurde zu einem Kronland der Monarchie und erhielt – verzögert durch die Ära des Neoabsolutismus – 1860/61 eigene Landesbehörden und Landstände. Übergeordnete Behörden wie die Bundesbahndirektion, das Oberlandesgericht und die Post- und - Telegraphendirektion für Salzburg, die ihren Sitz in Linz hatten bzw. noch haben, erinnerten lange an die Zeit als fünfter Kreis von Oberösterreich, die von den Salzburgern als tiefe Erniedrigung empfunden wurde. Der Weg nach Österreich war steinig und entbehrungsreich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Bauboom greift um sich===&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn im Jahr 1860, die Salzburg mit Wien und München verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Als [[Kaiser Franz Josef]] im selben Jahr Salzburg als Festung aufließ und die Bastionen, die bis dahin die Stadt wie ein Korsett eingeschnürt hatten, der Bürgerschaft schenkte, setzte ein zunehmender Bauboom ein. Der Eisenbahnunternehmer Karl Freiherr von Schwarz führte die Regulierung der Salzach durch und nahm den Bau der &amp;quot;Neustadt&amp;quot; am rechten Salzachufer in Angriff. Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der [[Internationalen Stiftung Mozarteum]] (1880) zum Ausdruck. Seit 1870 formierten sich die politischen Parteien, unter denen die Konservativen und die Liberalen dominierten. Der Liberalismus alter Prägung wurde jedoch am Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend von einem radikalen Deutschnationalismus und Antisemitismus abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kaiserliches Kronland (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Vor_und_nach_den_Salzburger_Bauernaufst%C3%A4nden_im_16._Jahrhundert&amp;diff=4024</id>
		<title>Vor und nach den Salzburger Bauernaufständen im 16. Jahrhundert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Vor_und_nach_den_Salzburger_Bauernaufst%C3%A4nden_im_16._Jahrhundert&amp;diff=4024"/>
		<updated>2007-02-26T23:16:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Erzbischof Adalbert II.]], der 1183 erneut an die Macht kam, vollzog den Ausgleich mit Friedrich Barbarossa und den Übergang Salzburgs ins kaiserliche Lager. Um 1185 eröffnete er den[[ Salzbergbau auf dem Dürrnberg]], der in römischer Zeit zum Erliegen gekommen war. Der Salinenort am Salzachufer, zu dem die Sole vom [[Dürrnberg]] in Holzrohren geleitet und dort auf großen Pfannen versotten wurde, erhielt im Gegensatz zu Reichenhall den Namen [[Hallein]] (haellinum von Hall = Salz), das &amp;quot;kleine Hall&amp;quot;. [[Erzbischof Eberhard II.]] (1200-1246) aus dem Geschlecht der Edlen von Regensberg (bei Zürich), der bedeutendste Salzburger Kirchenfürst des Mittelalters, sicherte der neuen Saline durch sehr modern anmutende Maßnahmen die Vorherrschaft im Ostalpenraum: Zunächst steigerte er die Produktion enorm und unterbot den üblichen Salzpreis bei weitem. Als er mit Hilfe des Dumpings die ältere Saline Reichenhall vom Markt verdrängt hatte, griff er zum Mittel der Valorisation, beschränkte die Produktion und hob den Salzpreis wieder stark an. Durch die Beherrschung des Wasserwegs auf der Salzach, der einzigen leistungsfähigen Transportroute, konnten die Erzbischöfe auch den Export der konkurrierenden Salinen Reichenhall und Berchtesgaden kontrollieren. Die Salzschifffahrt von Hallein über Laufen nach Passau wurde noch im 13. Jahrhundert durch erzbischöfliche Urkunden genau geregelt. Der Salzexport blieb bis zum Ende der geistlichen Herrschaft die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle der Erzbischöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Vater des Landes Salzburg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eberhard II.]] wird gerne als &amp;quot;Vater des Landes Salzburg&amp;quot; bezeichnet. In engem Zusammenwirken mit Kaiser [[Friedrich II.]], dem er trotz Kirchenbann bis in den Tod die Treue hielt, gelang ihm durch die Erwerbung von Grafschaften und Herrschaften der Aufbau eines großen, geschlossenen Herrschaftsgebietes. Während die benachbarten Bistümer Brixen und Trient damals von ihren weltlichen Schutzherren (Vögten), den Grafen von Tirol, in das werdende Land Tirol eingebunden wurde, setzte Eberhard in Salzburg die Entmachtung der Vögte durch. Rechtsprechung und Verwaltung übertrug er den von ihm eingesetzten Beamten und sicherte damit den Bestand der geistlichen Herrschaft für Jahrhunderte. Seit dem 12. Jahrhundert wurden die Salzburger Erzbischöfe als &amp;quot;Reichsfürsten&amp;quot; tituliert und waren damit den bayerischen Herzogen gleichgestellt. Trotzdem bestand das von ihnen beherrschte Fürstentum nur aus &amp;quot;Herrschaften und Territorien&amp;quot;, aus &amp;quot;Grafschaften, Gerichten und Vogteien&amp;quot; und galt weiterhin als Teil des Herzogtums Bayern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Trennung von Bayern vollzogen===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Friedrich von Walchen]] (1270-1284) war ein treuer Parteigänger König Rudolfs 1. von Habsburg. Er hatte entscheidenden Anteil an dessen Sieg über [[König Přemysl Otakar II. von Böhmen]] in der [[Schlacht bei Dürnkrut]] 1278 und der Festsetzung der Habsburger in Österreich. Als [[Erzbischof Friedrich III.]] den Habsburger Friedrich den Schönen im Kampf um die deutsche Königskrone unterstützte, erlitt er in der Schlacht bei Mühldorf 1322 eine schwere Niederlage gegen den späteren [[Kaiser Ludwig]] den Bayer. Die Auslösung der gefangenen Salzburger Soldritter und der von den Bayern eroberten Grenzstadt Tittmoning verursachte derart hohe Kosten, dass der Erzbischof die hohe Geistlichkeit und den Adel um die Erlaubnis bitten musste, von deren Hintersassen eine außerordentliche Steuer einzuheben. Auf Drängen des Adels erließ er 1328 ein umfangreiches Gesetz als erste &amp;quot;Landesordnung&amp;quot;, mit der er sich demonstrativ vom Rechtsbereich des Herzogtums Bayern abgrenzte. [[Erzbischof Heinrich von Pirnbrunn]] sprach in der Bergordnung für Gastein und Rauris 1342 erstmals von seinem Land Salzburg und brachte damit deutlich zum Ausdruck, dass die Trennung Salzburgs vom &amp;quot;Mutterland&amp;quot; Bayern endgültig vollzogen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Am Weg zum landesfürstlichen Absolutismus===&lt;br /&gt;
Als [[Erzbischof Pilgrim II. von Puchheim]] 1387 von den bayerischen Herzogen gefangen genommen wurde, scheiterten diese am entschlossenen Auftreten der Landstände und dem bereits ausgeprägten Salzburger Landesbewusstsein. Adel und Städte, die sich 1403 im &amp;quot;Igelbund&amp;quot; zusammenschlossen, konnten ihre Forderungen gegen den Erzbischof nicht durchsetzen. Die Salzburger &amp;quot;Landschaft&amp;quot;, die sich aus den drei Ständen der Prälaten (der hohen Geistlichkeit), des Adels und der Städte und Märkte zusammensetzte, besaßen zwar das Recht auf die Bewilligung von außerordentlichen Steuern, aus denen sich die allgemeinen Landessteuern entwickelten, erlangte aber kaum politischen Einfluss. Die Bauern, die das allgemeine Aufgebot stellten, wurden zwar 1456-1543 in Fragen der Landesverteidigung zu den Landtagen beigezogen, bildeten aber niemals einen gleichberechtigten vierten Stand wie im benachbarten Tirol. Einzig das Domkapitel, das vor der Wahl den künftigen Erzbischof an schriftliche Forderungen (Wahlkapitulationen) zu binden suchte und in Zeiten der Sedisvakanz die Zwischenregierung führte, bildete ein Gegengewicht gegen den übermächtigen geistlichen Landesherrn. Durch die geringe Bedeutung der Landstände war in Salzburg der Weg zum landesfürstlichen Absolutismus früher als in anderen Ländern vorgezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Um Recht und Glauben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Erzbischof Rudolf von Hohenegg]] 1287 den Streit zwischen den alteingesessenen Salzburger Bürgern und zugezogenen Neureichen im [[&amp;quot;Sühnebrief&amp;quot;]] schlichtete, verlieh er der Stadt ein erstes schriftliches Stadtrecht. Das Bürgertum vermochte sich erfolgreich in den Handel zwischen Venedig und den süddeutschen Reichsstädten Nürnberg, Regensburg und Augsburg einzuschalten. Im Spätmittelalter standen Salzburger Kaufleute im Venedighandel an zweiter Stelle hinter den Nürnbergern und engagierten sich außerdem auf den Märkten in Linz und im Handel entlang der Donau nach Wien. Handwerk und Gewerbe in der Stadt blühten. Der Reichtum des Bürgertums kam in bedeutenden Bauten zum Ausdruck: Hans Stetheimer und Stefan Krumenauer schufen im Auftrag der Bürgerschaft den prachtvollen Hallenchor der Stadtpfarrkirche (der heutigen. [[Franziskanerkirche]]), der 1452 geweiht wurde. Ihn schmückte einst der größte Flügelaltar der Spätgotik. Der Bildschnitzer [[Michael Pacher]] aus Bruneck in Südtirol hatte 1484 von Salzburger Kaufleuten den Auftrag zu diesem monumentalen Werk erhalten. Die gotische Madonna des Pacher-Altars, die [[Fischer von Erlach]] in das Zentrum seines barocken Hochaltars gestellt hat, lässt heute noch die Qualität dieses verlorenen Meisterwerks nachempfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bürgerschaft drängt auf Einfluss===&lt;br /&gt;
Mit dem zunehmenden Wohlstand strebte die Bürgerschaft auch nach politischem Einfluss. Sie verlangte Anteil am Stadtregiment, das bis dahin allein in der Hand des Erzbischofs lag. Als [[Erzbischof Bernhard von Rohr]] in eine langwierige Auseinandersetzung mit [[Kaiser Friedrich III.]] verwickelt wurde, ergriff die Bürgerschaft für den Kaiser Partei. Dieser verlieh 1481 der Stadt im [[&amp;quot;Ratsbrief&amp;quot;]] das Recht der freien Wahl von Stadtrat und Bürgermeister sowie &amp;quot;dieselben Rechte, wie sie andere Reichsstädte besitzen&amp;quot;. Den daraus resultierenden Konflikt, der sich immer mehr zuspitzte, löste Erzbischof Leonhard von Keutschach (1495-1519) durch einen Gewaltstreich: Er lud Bürgermeister und Stadtrat zu einem Gastmahl, nahm sie gefangen und zwang sie zur Auslieferung des &amp;quot;Ratsbriefs&amp;quot; und aller Privilegien. Erneute Freiheitsregungen der Bürgerschaft unterdrückte [[Kardinal Matthäus Lang]] im [[&amp;quot;Lateinischen Krieg&amp;quot;]] 1523 mit dem Einsatz von Söldnern. Die 1524 erlassene &amp;quot;Stadt- und Polizeiordnung&amp;quot; sicherte die absolute Stadtherrschaft des Erzbischofs bis zum Ende des geistlichen Staates (1803).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Aufstand der Bauern===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Leonhard von Keutschach]] hatte die Feste Hohensalzburg zu einer uneinnehmbaren Zwingburg ausgebaut und dort, wo er sich vor der Bürgerschaft sicher fühlte, seinen Wohnsitz genommen. Als sich 1525 Bauern, Bürger und Bergknappen, beeinflusst von den reformatorischen Ideen [[Martin Luther]]s, gegen [[Kardinal Matthäus Lang]] erhoben, scheiterte dieser Aufstand vor den Mauern von Hohensalzburg. Die Gewerken (Bergbauunternehmer) von [[Gastein]] und [[Rauris]], die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Position gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft. Nur die radikale Bürgerschaft der Stadt Salzburg forderte die Beseitigung der geistlichen Landesherrschaft. Ein zweiter Aufstand, den der Tiroler Bauernführer [[Michael Gaismair]] mit seinen Gefährten im Frühjahr 1526 organisierte und leitete, zerbrach an den Mauern von [[Radstadt]] und wurde mit einem Blutgericht geahndet. Die evangelische Bewegung blieb jedoch in den Gebirgsgauen, wo keine wirksame Kontrolle möglich war, bis ins 18. Jahrhundert als Geheimprotestantismus lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Zeitalter Wolf Dietrichs===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau]] (1587-1612), ist durch seine romantische Liebesbeziehung zur schönen Bürgertochter [[Salome Alt]], die ihm zahlreiche Kinder gebar, und durch sein tragisches Ende zum populärsten Salzburger Kirchenfürsten geworden. Von italienischen Vorbildern beeinflusst, begann er mit dem großzügigen Umbau der verwinkelten und schmutzigen Stadt Salzburg. Durch den Abriss von über 60 Bürgerhäusern wurde Raum geschaffen für jene fünf Plätze, die nach den Vorstellungen des venezianischen Architekten [[Vicenzo Scamozzi]] das Bild der idealen Stadt prägten. Auch der durch einen Brand beschädigte Dom wurde 1598 abgerissen und sollte durch eine viel größere Kathedrale nach Plänen Scamozzis ersetzt werden. Als Wolf Dietrich wegen des Salzexports einen Krieg mit [[Herzog Maximilian I.]] von Bayern begann, von diesem gefangen genommen wurde und nach fünfjähriger Gefangenschaft auf Hohensalzburg starb, war von seinen Plänen nur wenig ausgeführt worden. Erst 1628, mitten im Dreißigjährigen Krieg, konnte der von Santino Solari aus Verna erbaute, deutlich bescheidenere Dom geweiht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schloss Hellbrunn ersteht===&lt;br /&gt;
Es ist ein merkwürdiger Gegensatz, dass die prachtvolle Ausgestaltung der Stadt Salzburg zu einem&lt;br /&gt;
Zeitpunkt erfolgte, als die Blüte des [[Goldbergbau]]s in Gastein und Rauris bereits vorüber war und der Export des [[Halleiner Salz]]es aufgrund der 1611 geschlossenen Salzverträge in bayerischer Hand lag. Da auch der einträgliche Handel nach Venedig allmählich nachließ, ging der großzügige Bau von Schlössern und Kirchen zu Lasten der Bevölkerung. Der [[Dombaumeister Santino Solari]] schuf für [[Erzbischof Markus Sittikus]] (1612 - 1619) das [[Schloss Hellbrunn]] und baute im Auftrag von [[Paris Lodron]] (1619 - 1653) Salzburg zur Festungsstadt um. Dank der klugen Neutralitätspolitik des Erzbischofs bildete Salzburg im Dreißigjährigen Krieg eine &amp;quot;wehrhafte Friedensinsel&amp;quot; und die 1622 gegründete Benediktiner-Universität erlebte einen raschen Aufschwung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fischer von Erlach kommt===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Johann Ernst Graf Thun]] (1697 - 1709) berief [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] nach Salzburg und vollzog damit den Übergang vom bis dahin dominierenden &amp;quot;italienischen&amp;quot; zum &amp;quot;österreichischen&amp;quot; [[Barock]]. Fischer schuf in Salzburg die [[Dreifaltigkeitskirche]], die [[Ursulinenkirche]], die [[Kollegienkirche]], das [[St Johannes-Spital]] samt Kirche, das [[Lustschloss Kleßheim]] und die Pläne für den prachtvollen [[Mirabellgarten]]. Das [[Schloss Mirabell]] hat sein größter Konkurrent, [[Lukas von Hildebrandt]], gebaut. Mit dem 1740 vollendeten [[Schloss Leopoldskron]] wurde der Kreis von Lustschlössern rund um die Stadt Salzburg vollendet. Der Name des Bauherrn, [[Erzbischof Leopold Anton Graf Firmian]], ist jedoch durch die tragische Maßnahme der Protestantenausweisung 1731/32 verdunkelt. Um die Einheit des Glaubens wiederherzustellen, mussten über 20.000 Protestanten aus den Gebirgsgauen innerhalb kürzester Zeit ihre Heimat verlassen. Sie fanden vor allem im entvölkerten Ostpreußen (Regierungsbezirk Gumbinnen) Aufnahme, wo sie als Kolonisten sehr geschätzt waren. Andere Gruppen von Emigranten gelangten nach Holland und sogar bis nach Ebenezer im Staate Georgia (USA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mozart geht enttäuscht===&lt;br /&gt;
Unter dem letzten regierenden Fürsterzbischof, [[Hieronymus Colloredo]] (1772 - 1803), wurde Salzburg zum Zentrum der Aufklärung in Süddeutschland. Wissenschaft, Literatur und Medienwesen blühten, das Schulwesen wurde gründlich reformiert. [[Lorenz Hübner]] gab seine „Oberdeutsche allgemeine Literaturzeitung“ in Salzburg heraus und der Ruf des Naturwissenschafters [[Carl Ehrenbert Frh. von Moll]] war so groß, dass [[Alexander Humboldt]] sich einen ganzen Winter lang seiner Bibliothek widmete. Die von [[Franz Thaddäus von Kleimayrn]] verfasste „Iuvavia“ leitete die moderne Geschichtsschreibung ein. Mit der traditionsreichen Hofmusik ging der durchaus musikalische aber sparsame Erzbischof Colloredo deutlich strenger um als sein Vorgänger Schrattenbach. [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verließ enttäuscht seine Heimatstadt, um in Wien Karriere zu machen. Die französischen Revolutionskriege machten die als veraltet und überholt angesehenen geistlichen Staaten zum Entschädigungsobjekt der Großmächte. Schon drei Jahre bevor im Reichsdeputationshauptschluss von Regensburg 1803 die Säkularisation Salzburgs verfügt wurde, war Colloredo aus seiner Residenzstadt geflohen. Er hat durch die beharrliche Verweigerung seines Rücktritts zwar den Fortbestand des Erzbistums Salzburg als geistlicher Institution erreicht, im Wiener Exil jedoch für das schwere Schicksal seiner früheren Untertanen kaum Verständnis gezeigt.&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bauernkriege (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Zwischen_Kaiser_und_Papst_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=4022</id>
		<title>Zwischen Kaiser und Papst (Überblick)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Zwischen_Kaiser_und_Papst_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=4022"/>
		<updated>2007-02-26T22:43:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Zwischen Kaiser und Papst==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert standen die Salzburger Erzbischöfe so wie fast alle deutschen Kirchenfürsten ganz im Dienst von Kaiser und Reich. Sie wurden dafür mit reichen Besitzungen belohnt, die wichtige Bausteine des späteren Landes bildeten. Als sich jedoch [[Erzbischof Herold]] 955 an einem Aufstand seiner Verwandten gegen König Otto I. beteiligte, musste er das bitter büßen: Er wurde grausam geblendet, abgesetzt und aus Salzburg verbannt. Die Eintracht mit dem Herrscher war aber bald wiederhergestellt. [[Kaiser Otto III.]] verlieh 996 [[Erzbischof Hartwig]] das Recht, in Salzburg einen täglichen öffentlichen Markt abzuhalten, davon einen Zoll einzuheben und Silbermünzen nach Regensburger Gewicht, die &amp;quot;Salzburger Pfennige&amp;quot;, zu prägen. Damit wurde die Entwicklung Salzburgs zur Stadt eingeleitet. Am Beginn des 12. Jahrhunderts waren mit einem Stadtrichter, mit Bürgern und einer Bürgerzeche sowie mit massiven Stadtmauern die wichtigsten Kennzeichen einer mittelalterlichen Stadt gegeben. Salzburg war die mit Abstand älteste Stadt auf dem Boden des heutigen Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburgs Privileg===&lt;br /&gt;
Der aus schwäbischem Adel stammende [[Erzbischof Gebhard]] (1060 - 1088) gründete mit Zustimmung von [[König Heinrich IV.]] und [[Papst Gregor VII.]] 1072 in Gurk in Kärnten das erste Salzburger &amp;quot;Eigenbistum&amp;quot;. Innerhalb der katholischen Kirche war es durch viele Jahrhunderte ein einzigartiges Vorrecht, dass die Salzburger Erzbischöfe vier Suffraganbischöfe – im frühen 13. Jahrhundert wurden drei weitere Eigenbistümer im bayerischen Chiemsee, in Seckau (Steiermark) und Lavant (Kärnten) gegründet – ohne Mitwirkung von Papst und Kaiser einsetzen konnten. Auf dem ersten Vatikanischen Konzil 1869 wurde deshalb der Salzburger [[Erzbischof Tarnóczy]] von [[Pius IX.]] mit den Worten begrüßt: &amp;quot;Seht da kommt der halbe Papst, der selbst Bischöfe machen kann&amp;quot;. Während dieses Recht 1920 und endgültig mit dem Konkordat 1934 verloren ging, besitzen die Salzburger Erzbischöfe bis heute zwei besondere Ehrentitel: Als ständige Vertreter des Papstes (Legati nati) in ihrer Kirchenprovinz tragen sie seit 1026 den &amp;quot;Legatenpurpur&amp;quot;, der älter ist, als das Purpurgewand der Kardinäle. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Magdeburg sicherten sich die Erzbischöfe im 17. Jahrhundert den Titel des Primas Germaniae, des ersten Kirchenfürsten in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg schwer verwüstet===&lt;br /&gt;
Als 1075 zwischen Papst und König der &amp;quot;Investiturstreit&amp;quot; um die Einsetzung der Bischöfe und Äbte im Deutschen Reich mit aller Schärfe ausbrach, wurde [[Erzbischof Gebhard]] von Salzburg zu einem wichtigen Parteigänger des Reformpapstes[[ Gregor VII.]] Durch den Bau der [[Festung Hohensalzburg]] und von Burgen in Friesach und Hohenwerfen suchte er König Heinrich IV. im Anschluss an dessen berühmten Bußgang nach Canossa 1077 die Rückkehr ins Deutsche Reich zu verlegen. Bald darauf musste er selbst nach Schwaben und Sachsen ins Exil gehen und Salzburg, wo Heinrich IV. einen Gegenerzbischof einsetzte, wurde von den königlichen Parteigängern schwer verwüstet. Gebhard konnte zwar 1086 aus dem Exil zurückkehren, aber nach seinem Tod setzten erneut schwere Kämpfe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hohensalzburg wird beherrschende Stadtfeste===&lt;br /&gt;
Auch [[Erzbischof Konrad I.]] (1106 - 1147) aus dem Geschlecht der fränkischen Grafen von Abenberg, der sich an Gebhards Vorbild orientierte, verbrachte ein Jahrzehnt im Exil. Der Ausgleich zwischen Kaiser und Papst im Wormser Konkordat 1122 ermöglichte ihm die Rückkehr nach Salzburg, wo er ein umfassendes Aufbauwerk begann: Er gestaltete Hohensalzburg zur beherrschenden Stadtfeste, sicherte die auswärtigen Besitzungen in Kärnten und der Steiermark durch den Bau starker Burgen und schuf mit dem Aufbau einer ihm treu ergebenen Dienstmannschaft (Ministerialität) ein neues Potential für Verwaltung und Heer. Im Verlauf der Augustiner Chorherrenreform mit dem [[Salzburger Domkapitel]] als Zentrum wurden 17 Stifte teils neu gegründet, teils reformiert und diesen mit der Einverleibung zahlreicher Pfarren die Hauptlast der Seelsorge übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grafen von Plain legen verheerendes Feuer===&lt;br /&gt;
Als es zwischen [[Kaiser Friedrich I. Barbarossa]] und [[Papst Alexander III.]] zu einem schweren Zerwürfnis kam, wurden die Salzburger Erzbischöfe erneut zu Führern der päpstlichen Partei im Reich. Barbarossa verhängte 1166 über seinen Onkel, [[Erzbischof Konrad II.]], die Reichsacht, und ein Jahr später fiel die Stadt Salzburg einem verheerenden Brand zum Opfer, den die [[Grafen von Plain]] als kaiserliche Parteigänger gelegt hatten. Der Kaiser nahm 1169 Salzburg unter seine direkte Verwaltung und ließ 1174 seinen Neffen, [[Erzbischof Adalbert II.]], absetzen. Erst nach dem Frieden von Venedig 1177 konnte Konrad III. von Wittelsbach, der erste Kardinal in Salzburg, mit dem Wiederaufbau beginnen. Der 1179-1198 errichtete romanische Dom zählte zu den größten und schönsten Kirchenbauten nördlich der Alpen. Von einem trotz der Kriegseinwirkungen ungebrochenen künstlerischen Schaffen zeugen Meisterwerke der Goldschmiedekunst wie der &amp;quot;Ministerialenkelch&amp;quot; aus St. Peter und das prachtvolle Antiphonar als Höhepunkt mittelalterlicher Buchmalerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Zwischen Kaiser und Papst (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Erzbistum_Salzburg&amp;diff=4020</id>
		<title>Erzbistum Salzburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Erzbistum_Salzburg&amp;diff=4020"/>
		<updated>2007-02-26T22:39:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Erzbistum und Missionszentrum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzburger &amp;quot;Gründerheilige&amp;quot; und Landespatron [[Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des 7. Jahrhundert Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des Bayernherzogs Theodo zu folgen. Nach einem Aufenthalt in Regensburg und einer vergeblichen Missionsreise an die Awarengrenze erhielt er um das Jahr 696 von [[Herzog Theodo]] die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Dort residierte auf dem Festungsberg der Herzogssohn und Mitregent Theodbert, und im Bereich der Altstadt hatten sich bayerische Siedler niedergelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Geburtsstunde von St. Peter===&lt;br /&gt;
Rupert gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Kloster St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl an der Stelle des heutigen Doms stand. Im Auftrag Theodos weihte er 713/15 das adelige Damenstift auf dem [[Nonnberg]], das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste Äbtissin setzte Rupert seine Verwandte [[Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge von Bischofshofen===&lt;br /&gt;
Als erster Stützpunkt für die Slawenmission entstand die Maximilianszelle in [[Pongau]], dem heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben der alten Römerstadt Iuvavum gehörte dazu der Großteil der Solequellen von Reichenhall, die eine Monopolstellung im Ostalpenraum besaßen, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten. Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Ruperts einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Ausgriff des Herzogtums Bayern über die Alpen  nach Süden, in die einstige römische Provinz Binnennoricum vorbereiten. Rupert hat diesen Weg mit der Gründung der Maximilianszelle eröffnet, sein großer Nachfolger[[ Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige Kärnten für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert um 715/16 an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Name Salzburg taucht erstmals auf===&lt;br /&gt;
Ein Bistum in Salzburg hat erst der hl. [[Bonifatius]] 739 im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name Salzburg anstelle von Iuvavum wird in der um 770 verfassten Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom Salz der Quellsalinen von [[Reichenhall]], die Herzog Theodo an Rupert geschenkt hatte, und von der Burg auf dem Festungsberg. Unter dem gelehrten Abt und Bischof Virgil (746/47 - 784), der aus Irland stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Bayernherzog Odilo verteidigt, zahlreiche bischöfliche &amp;quot;Eigenkirchen&amp;quot; als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der Karantanen (in Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den &amp;quot;Freisinger Denkmälern&amp;quot; erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zentrum der Kunst entsteht===&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. In Salzburger Werkstätten entstanden Meisterwerke der Goldschmiedekunst, darunter der [[Tassilokelch von Kremsmünster]], und mit dem prachtvollen Evangeliar des Angelsachsen Cutbercht begann die große Zeit der Salzburger Buchmalerei. Virgil errichtete einen fünfschiffigen Dom von so imposanten Ausmaßen, dass dahinter der Einfluss Herzog Tassilos III. von Bayern vermutet wurde; er habe dieses Gotteshaus als Krönungskirche für das von ihm erstrebte Königtum konzipiert. Virgil ließ zur Domweihe 774 die Gebeine des hl. [[Rupert aus Worms]] überführen und sicherte damit das Andenken an den fast vergessenen Gründerheiligen. Rupert wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Schutzpatron und zum Landesheiligen von Salzburg. Als Vermächtnis hat Virgil das berühmte Verbrüderungsbuch von St. Peter hinterlassen, das in seinem Todesjahr 784 entstand und in St. Peter verwahrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das älteste deutsche Erzbistum===&lt;br /&gt;
Virgils Nachfolger [[Arn]] (785-821) erlebte 788 den Sturz Tassilos III., des letzten Bayernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig Karl den Großen. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er 788/90 und ab 798 die beiden ältesten Salzburger Güterverzeichnisse anlegen. Dem Herrscher hat Arn als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. 798 Arn zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Als Suffraganbistümer wurden ihm Regensburg, Passau, Freising, Säben (Brixen) und Neuburg an der Donau unterstellt. Ein Jahr später geleitete Arn im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag 800 die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte 811 die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest und sprach damit den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arn hat, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt Erzbistum und Metropolitansitz, als im Gebiet von Wien noch die wilden Reiterscharen der Awaren umherstreiften. Heute ist es das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mission bis zum Plattensee===&lt;br /&gt;
Mit der Niederwerfung der Awaren durch Karl den Großen in zahlreichen Feldzügen ab 796 erhielt Salzburg ein neues Missionsgebiet in Pannonien rund um den Plattensee zugeteilt. Die [[Ruprechtskirche]], die als älteste Kirche Wiens dem Salzburger Gründerheiligen geweiht ist, erinnert daran, dass auch dieses Gebiet einst zum Salzburger Missionssprengel gehörte, bis es 829 an Passau abgetreten wurde. Erst nach dem völligen Zusammenbruch der awarischen Macht gelang es den Salzburger Missionaren, unter den Slawen in Pannonien erfolgreich zu wirken. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden über 20 Missionskirchen errichtet und von Salzburger Priestern betreut. Baumeister, Handwerker und Künstler trugen Salzburger Kunst und Kultur bis an den Fürstensitz Mosapurc (Zalavár westl. des Plattensees). Der Herrscher des Ostfränkischen Reiches, König Ludwig der Deutsche, hat die Treue der Salzburger Erzbischöfe und ihr erfolgreiches Wirken in Kärnten und Pannonien 860 durch die Schenkung von 24 Königshöfen belohnt. Darauf gehen die reichen &amp;quot;auswärtigen&amp;quot; Besitzungen des Erzbistums in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich zurück, die bis zur Säkularisation 1803 bei Salzburg blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenstoß mit den byzantinischen Missionaren Konstantin (Kyrill) und Method, ein Ereignis von welthistorischen Dimensionen, führte 867-871 zu einer längeren Unterbrechung der Missionsarbeit. Durch die furchtbare Niederlage des bayerischen Heeres gegen die Ungarn in der Schlacht bei Preßburg 907, in der neben dem Markgrafen Luitpold auch [[Erzbischof Theotmar]] von Salzburg den Tod fand, ging das pannonische Missionsgebiet verloren. Die Früchte einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Arbeit waren vernichtet.&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erzbistum (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Landesgeschichte_in_drei_Teilen_(Geschichte)&amp;diff=4019</id>
		<title>Kategorie:Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Landesgeschichte_in_drei_Teilen_(Geschichte)&amp;diff=4019"/>
		<updated>2007-02-26T22:36:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für die Salzburger Landesgeschichte konnte salzburgwiki wissenschaftliche Mitarbeiter gewinnen. Universitätsprofessor [[Heinz Dopsch]], der an der Universität Salzburg lehrt und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat nicht nur einen ersten Grundtext über die Landesgeschichte für salzburgwiki verfasst, er und sein Team werden künftig auch die von den Salzburgerinnen und Salzburgern getätigten Einträge auf Professionalität und Wahrheitsgehalt prüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Landesgeschichte_in_drei_Teilen_(Geschichte)&amp;diff=4014</id>
		<title>Kategorie:Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Landesgeschichte_in_drei_Teilen_(Geschichte)&amp;diff=4014"/>
		<updated>2007-02-26T22:23:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für die Salzburger Landesgeschichte konnte salzburgwiki wissenschaftliche Mitarbeiter gewinnen. Universitätsprofessor Heinz Dopsch, der an der Universität Salzburg lehrt und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat nicht nur einen ersten Grundtext über die Landesgeschichte für salzburgwiki verfasst, er und sein Team werden künftig auch die von den Salzburgerinnen und Salzburgern getätigten Einträge auf Professionalität und Wahrheitsgehalt prüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Landesgeschichte_in_drei_Teilen_(Geschichte)&amp;diff=4012</id>
		<title>Kategorie:Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Landesgeschichte_in_drei_Teilen_(Geschichte)&amp;diff=4012"/>
		<updated>2007-02-26T22:21:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für die Salzburger Landesgeschichte konnte salzburgwiki wissenschaftliche Mitarbeiter gewinnen. Universitätsprofessor Heinz Dopsch, der an der Universität Salzburg lehrt und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat nicht nur einen ersten Grundtext über die Landesgeschichte für salzburgwiki verfasst, er und sein Team werden künftig auch die von den Salzburgerinnen und Salzburgern getätigten Einträge auf Professionalität und Wahrheitsgehalt prüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_3&amp;diff=4008</id>
		<title>Geschichte des Landes, Teil 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_3&amp;diff=4008"/>
		<updated>2007-02-26T22:00:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==An der Grenze zu Deutschland - Salzburg im 20. Jahrhundert==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ersten Weltkrieg]] leistete Salzburg einen hohen Blutzoll. Von 49.000 Soldaten, die das Land stellte, fanden 6.000 den Tod. Zu ihnen zählte auch der Dichter [[Georg Trakl]], der 1914 im Lazarett von Krakau starb. Aber bereits mitten im Krieg erfolgte 1916 in Wien die Gründung der Salzburger Festspielgemeinde. Gegen Kriegsende kam es im September 1918 in der Landeshauptstadt zu Unruhen und Plünderungen durch eine hungrige Volksmenge. Die Proklamation der Republik &amp;quot;Deutschösterreich&amp;quot; am 12. November deutete bereits an, dass der Zusammenschluss mit Deutschland als einzige Überlebenschance des kleinen &amp;quot;Restösterreich&amp;quot; betrachtet wurde. Eine am 29. Mai 1921 in Salzburg durchgeführte, inoffizielle Volksabstimmung über den Anschluss an Deutschland ergab 98.986 Pro-Stimmen, nur 889 Personen waren dagegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zahlreiche Großprojekte werden durchgesetzt===&lt;br /&gt;
Der christlichsoziale Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]], der von 1922 bis 1938 an der Spitze der Landesregierung stand, suchte in den schwierigen Zeiten der Weltwirtschaftskrise die Zusammenarbeit auch mit den politischen Gegnern. Dem Ziel der Arbeitsbeschaffung diente die Durchführung zahlreicher Großprojekte, darunter der Bau der [[Gaisbergstraße]], der [[Schmittenhöhebahn]], der [[Großglockner-Hochalpenstraße]], des Fuscher Bärenwerkes und die Planung der [[Tauernkraftwerke]] trotz heftiger Widersprüche. Für die [[Salzburger Festspiele]], die unter der Regie von [[Max Reinhardt]] internationale Anerkennung gefunden hatten, erstellte Rehrl angesichts der finanziellen Krise 1925/26 ein Sanierungskonzept. Der Bau des [[(Kleinen) Festspielhauses]] 1937 bedeutete einen Höhepunkt in dieser Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Blutiger Putschversuch der Nazis===&lt;br /&gt;
Die tiefen politischen Gegensätze zwischen Christlichsozialen, Sozialdemokraten und Nationalsozialisten, die durch das Auftreten paramilitärischer Organisationen noch verschärft wurden und fast täglich Verletzte und Todesopfer forderten, verschonten auch Salzburg nicht. Der [[&amp;quot;Februaraufstand&amp;quot;]] 1934 verlief in Salzburg zwar weitgehend ruhig, aber auch hier wurde die sozialdemokratische Parteiführung verhaftet und die Partei aufgelöst. Der Putschversuch der Nationalsozialisten am 27. Juli forderte hingegen ein Dutzend Tote, vor allem im deutschnational geprägten [[Flachgau]] mit den Hochburgen [[Lamprechtshausen]] und [[Seekirchen]]. Der christlich-soziale Ständestaat, dessen Prinzipien 1934-1938 auch in Salzburg durchgesetzt wurden, vermochte die Machtergreifung der Nationalsozialisten zwar zu verzögern, aber nicht zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Viel Jubel beim Einmarsch Hitlers===&lt;br /&gt;
Dass der Einmarsch deutscher Truppen in Salzburg am 12. März 1938 mit besonderem Jubel begrüßt wurde, hatte mehrere Gründe. Einerseits war schon am Ende des 19. Jahrhunderts der Liberalismus von einem entschiedenen Deutschnationalismus abgelöst worden, was im Ergebnis der Volksabstimmung 1921 deutlich zum Ausdruck kam. Andererseits hatte die Arbeitsbeschaffungspolitik des NS-Regimes in dem Grenzland Salzburg, das zeitweise 32% Arbeitslose zählte, große Hoffnungen geweckt. [[Hitler]] selbst hielt sich häufig in unmittelbarer Nachbarschaft, auf dem [[&amp;quot;Berghof&#039;]] in [[Berchtesgaden]], auf. Die Volksabstimmung am 10. April brachte in Salzburg 157.595 Prostimmen, nur 463 Personen waren gegen den &amp;quot;Anschluss&amp;quot; an Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdische Geschäfte verwüstet===&lt;br /&gt;
Anfangs schienen sich die großen Hoffnungen der Salzburger Bevölkerung auch zu erfüllen. Autobahnbau, Rüstungsindustrie und Kraftwerksbau sorgten für Vollbeschäftigung. Aber bald zeigten sich auch die negativen Auswirkungen: in der [[Reichskristallnacht]] vom 10. zum 11. November wurden jüdische Geschäfte verwüstet und die Einrichtung der Synagoge zerstört. Kriegsgefangene, die zum Bau von Straßen und Brücken eingesetzt wurden, starben zu Tausenden. Besonders hart traf es die Russen im Kriegsgefangenenlager [[&amp;quot;Markt Pongau&amp;quot;]], wie [[St. Johann]] in der Zeit des NS-Regimes hieß. Für die Zigeuner gab es in Salzburg ein KZ, in dem viele ihr Leben ließen. Insgesamt 13.000 oppositionell gesinnte Personen wurden 1938 - 1945 verhaftet, darunter prominente Politiker wie der langjährige Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]]. 1942 wurden acht Eisenbahner, die der Widerstandsbewegung angehörten, hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===US-Bomben zerstörten Dom===&lt;br /&gt;
Den [[Bombenangriffen]] der Amerikaner, die im Oktober 1944 einsetzten, fielen in der Stadt Salzburg der Dom und 46 % der Wohnobjekte zum Opfer. Die gänzliche Zerstörung konnte dadurch verhindert werden, dass der gemäßigte Gauleiter, [[Dr. Gustav Adolf Scheel]], und der Kampfkommandant, [[Oberst Hans Lepperdinger]], die kampflose Übergabe der Stadt an amerikanische Truppen durchsetzten; Nach dem Kriegsende erhielt Salzburg, das in der amerikanischen Besatzungszone und damit im &amp;quot;goldenen Westen&amp;quot; lag, bald wieder politische und wirtschaftliche Bedeutung. Hier fanden die &amp;quot;Länderkonferenzen&amp;quot; des Jahres 1945 statt, auf denen die westlichen Bundesländer von Salzburg aus ihren Beitritt zur Regierung Renner und damit zur Zweiten Republik vollzogen. Die [[Festspiele]], die auch von den Nationalsozialisten sehr geschätzt worden waren, brachten bald wieder internationales Publikum in die Landeshauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beständiger Aufschwung beginnt===&lt;br /&gt;
Die Jahrzehnte der Zugehörigkeit zur Zweiten Republik bieten seit den von Hunger und Entbehrung gezeichneten ersten Nachkriegsjahren das Bild eines beständigen, ungehemmten Aufschwungs. Die langen Regierungszeiten der Landeshauptleute [[Klaus]] (1949 - 1961), [[Lechner]] (1961-1977), [[Haslauer]] (1977-1989) und [[Katschthaler]] (1989-1996) garantierten die Kontinuität der Landespolitik. Als wirtschaftliche und kulturelle Akzente in dieser Entwicklung sind die Fertigstellung der Tauernkraftwerke Glockner-Kaprun, der Bau der Tauernautobahn, die Gründung der Osterfestspiele, der Bau des Großen Festspielhauses, die Wiedererrichtung der Universität und die Erhebung des Mozarteums zur Hochschule hervorzuheben. Dank der Grenzlage kam es zur Niederlassung zahlreicher ausländischer, vor allem deutscher Firmen und Handelsgesellschaften. Damit blieb der Stadt Salzburg eine stärkere Industrialisierung erspart. In strukturschwachen Regionen wie dem [[Lungau]] und dem [[Pinzgau]] sorgten gezielte Förderungsmaßnahmen und der Ausbau der Verkehrsverbindungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen und bessere Lebensqualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grünlandgürtel wird festgelegt===&lt;br /&gt;
Die negativen Auswirkungen des &amp;quot;Wirtschaftswunders&amp;quot; und des übersteigerten Fremdenverkehrs wurden vor allem in der Stadt Salzburg rechtzeitig erkannt. Ein vorbildliches [[Altstadterhaltungsgesetz]] bewahrte den alten Stadtkern vor der Verunstaltung durch Hochhäuser und stillose Geschäftsbauten. Die grüne Bewegung, die sich in der Salzburger [[Bürgerliste]] rasch und schlagkräftig formierte, setzte die Sicherung eines breiten [[Grünlandgürtel]]s im Süden der Stadt durch. Auch auf dem Land formierten sich Protestbewegungen, die 1988 den Bau der zweiten Tunnelröhren der [[Tauernautobahn]] und damit ein Überhandnehmen des Durchzugsverkehrs verhinderten. Diese kritische Einstellung der Bevölkerung sorgt dafür, dass es auch nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Gemeinschaft zu keinem Ausverkauf kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird &amp;quot;rot&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2004 kam es zu einem politischen Umschwung: Die SPÖ errang erstmals bei einer Landtagswahl die Mehrheit an Stimmen und Mandaten, Frau [[Mag. Gabriele Burgstaller]] trat als Landeshauptfrau an die Stelle von Landeshauptmann Doz. [[Dr. Franz Schausberger]]. Seither wurden eine Reihe von Großprojekten teils verwirklicht, teils in Angriff genommen: Das Mozart-Jubiläum 2006 brachte einen Rekord an Zuschauern und Einnahmen, das [[Kleine Festspielhaus]] wurde umgestaltet und als [[Haus für Mozart]] neu eröffnet und das [[Salzburger Museum C. A.]] bezog mit der Ausstellung „Viva Mozart“ seine neue Heimstätte im Neugebäude. Während sich der Bau der zweiten Tunnelröhre durch den Katschberg der Vollendung nähert, werden der Ausbau des Tauerntunnels und die Fertigstellung des Kraftwerks Kaprun II noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Trotz des starken Anstiegs der Energiekosten gelang es der Salzburger Wirtschaft, die Exporte deutlich zu steigern und erstmals seit vielen Jahren die Zahl der Arbeitslosen zu senken. Salzburg kann sich jedenfalls auch in Zukunft auf seine gesunde Wirtschaft, auf seine große Geschichte und kulturelle Tradition stützen, denen es seine Spitzenposition im Westen Österreichs verdankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_2&amp;diff=4007</id>
		<title>Geschichte des Landes, Teil 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_2&amp;diff=4007"/>
		<updated>2007-02-26T21:59:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Vom geistlichen Fürstentum zum Land Salzburg==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Adalbert II.]], der 1183 erneut an die Macht kam, vollzog den Ausgleich mit Friedrich Barbarossa und den Übergang Salzburgs ins kaiserliche Lager. Um 1185 eröffnete er den[[ Salzbergbau auf dem Dürrnberg]], der in römischer Zeit zum Erliegen gekommen war. Der Salinenort am Salzachufer, zu dem die Sole vom [[Dürrnberg]] in Holzrohren geleitet und dort auf großen Pfannen versotten wurde, erhielt im Gegensatz zu Reichenhall den Namen [[Hallein]] (haellinum von Hall = Salz), das &amp;quot;kleine Hall&amp;quot;. [[Erzbischof Eberhard II.]] (1200-1246) aus dem Geschlecht der Edlen von Regensberg (bei Zürich), der bedeutendste Salzburger Kirchenfürst des Mittelalters, sicherte der neuen Saline durch sehr modern anmutende Maßnahmen die Vorherrschaft im Ostalpenraum: Zunächst steigerte er die Produktion enorm und unterbot den üblichen Salzpreis bei weitem. Als er mit Hilfe des Dumpings die ältere Saline Reichenhall vom Markt verdrängt hatte, griff er zum Mittel der Valorisation, beschränkte die Produktion und hob den Salzpreis wieder stark an. Durch die Beherrschung des Wasserwegs auf der Salzach, der einzigen leistungsfähigen Transportroute, konnten die Erzbischöfe auch den Export der konkurrierenden Salinen Reichenhall und Berchtesgaden kontrollieren. Die Salzschifffahrt von Hallein über Laufen nach Passau wurde noch im 13. Jahrhundert durch erzbischöfliche Urkunden genau geregelt. Der Salzexport blieb bis zum Ende der geistlichen Herrschaft die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle der Erzbischöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Vater des Landes Salzburg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eberhard II.]] wird gerne als &amp;quot;Vater des Landes Salzburg&amp;quot; bezeichnet. In engem Zusammenwirken mit Kaiser [[Friedrich II.]], dem er trotz Kirchenbann bis in den Tod die Treue hielt, gelang ihm durch die Erwerbung von Grafschaften und Herrschaften der Aufbau eines großen, geschlossenen Herrschaftsgebietes. Während die benachbarten Bistümer Brixen und Trient damals von ihren weltlichen Schutzherren (Vögten), den Grafen von Tirol, in das werdende Land Tirol eingebunden wurde, setzte Eberhard in Salzburg die Entmachtung der Vögte durch. Rechtsprechung und Verwaltung übertrug er den von ihm eingesetzten Beamten und sicherte damit den Bestand der geistlichen Herrschaft für Jahrhunderte. Seit dem 12. Jahrhundert wurden die Salzburger Erzbischöfe als &amp;quot;Reichsfürsten&amp;quot; tituliert und waren damit den bayerischen Herzogen gleichgestellt. Trotzdem bestand das von ihnen beherrschte Fürstentum nur aus &amp;quot;Herrschaften und Territorien&amp;quot;, aus &amp;quot;Grafschaften, Gerichten und Vogteien&amp;quot; und galt weiterhin als Teil des Herzogtums Bayern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Trennung von Bayern vollzogen===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Friedrich von Walchen]] (1270-1284) war ein treuer Parteigänger König Rudolfs 1. von Habsburg. Er hatte entscheidenden Anteil an dessen Sieg über [[König Přemysl Otakar II. von Böhmen]] in der [[Schlacht bei Dürnkrut]] 1278 und der Festsetzung der Habsburger in Österreich. Als [[Erzbischof Friedrich III.]] den Habsburger Friedrich den Schönen im Kampf um die deutsche Königskrone unterstützte, erlitt er in der Schlacht bei Mühldorf 1322 eine schwere Niederlage gegen den späteren [[Kaiser Ludwig]] den Bayer. Die Auslösung der gefangenen Salzburger Soldritter und der von den Bayern eroberten Grenzstadt Tittmoning verursachte derart hohe Kosten, dass der Erzbischof die hohe Geistlichkeit und den Adel um die Erlaubnis bitten musste, von deren Hintersassen eine außerordentliche Steuer einzuheben. Auf Drängen des Adels erließ er 1328 ein umfangreiches Gesetz als erste &amp;quot;Landesordnung&amp;quot;, mit der er sich demonstrativ vom Rechtsbereich des Herzogtums Bayern abgrenzte. [[Erzbischof Heinrich von Pirnbrunn]] sprach in der Bergordnung für Gastein und Rauris 1342 erstmals von seinem Land Salzburg und brachte damit deutlich zum Ausdruck, dass die Trennung Salzburgs vom &amp;quot;Mutterland&amp;quot; Bayern endgültig vollzogen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Am Weg zum landesfürstlichen Absolutismus===&lt;br /&gt;
Als [[Erzbischof Pilgrim II. von Puchheim]] 1387 von den bayerischen Herzogen gefangen genommen wurde, scheiterten diese am entschlossenen Auftreten der Landstände und dem bereits ausgeprägten Salzburger Landesbewusstsein. Adel und Städte, die sich 1403 im &amp;quot;Igelbund&amp;quot; zusammenschlossen, konnten ihre Forderungen gegen den Erzbischof nicht durchsetzen. Die Salzburger &amp;quot;Landschaft&amp;quot;, die sich aus den drei Ständen der Prälaten (der hohen Geistlichkeit), des Adels und der Städte und Märkte zusammensetzte, besaßen zwar das Recht auf die Bewilligung von außerordentlichen Steuern, aus denen sich die allgemeinen Landessteuern entwickelten, erlangte aber kaum politischen Einfluss. Die Bauern, die das allgemeine Aufgebot stellten, wurden zwar 1456-1543 in Fragen der Landesverteidigung zu den Landtagen beigezogen, bildeten aber niemals einen gleichberechtigten vierten Stand wie im benachbarten Tirol. Einzig das Domkapitel, das vor der Wahl den künftigen Erzbischof an schriftliche Forderungen (Wahlkapitulationen) zu binden suchte und in Zeiten der Sedisvakanz die Zwischenregierung führte, bildete ein Gegengewicht gegen den übermächtigen geistlichen Landesherrn. Durch die geringe Bedeutung der Landstände war in Salzburg der Weg zum landesfürstlichen Absolutismus früher als in anderen Ländern vorgezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Um Recht und Glauben==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Erzbischof Rudolf von Hohenegg]] 1287 den Streit zwischen den alteingesessenen Salzburger Bürgern und zugezogenen Neureichen im [[&amp;quot;Sühnebrief&amp;quot;]] schlichtete, verlieh er der Stadt ein erstes schriftliches Stadtrecht. Das Bürgertum vermochte sich erfolgreich in den Handel zwischen Venedig und den süddeutschen Reichsstädten Nürnberg, Regensburg und Augsburg einzuschalten. Im Spätmittelalter standen Salzburger Kaufleute im Venedighandel an zweiter Stelle hinter den Nürnbergern und engagierten sich außerdem auf den Märkten in Linz und im Handel entlang der Donau nach Wien. Handwerk und Gewerbe in der Stadt blühten. Der Reichtum des Bürgertums kam in bedeutenden Bauten zum Ausdruck: Hans Stetheimer und Stefan Krumenauer schufen im Auftrag der Bürgerschaft den prachtvollen Hallenchor der Stadtpfarrkirche (der heutigen. [[Franziskanerkirche]]), der 1452 geweiht wurde. Ihn schmückte einst der größte Flügelaltar der Spätgotik. Der Bildschnitzer [[Michael Pacher]] aus Bruneck in Südtirol hatte 1484 von Salzburger Kaufleuten den Auftrag zu diesem monumentalen Werk erhalten. Die gotische Madonna des Pacher-Altars, die [[Fischer von Erlach]] in das Zentrum seines barocken Hochaltars gestellt hat, lässt heute noch die Qualität dieses verlorenen Meisterwerks nachempfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bürgerschaft drängt auf Einfluss===&lt;br /&gt;
Mit dem zunehmenden Wohlstand strebte die Bürgerschaft auch nach politischem Einfluss. Sie verlangte Anteil am Stadtregiment, das bis dahin allein in der Hand des Erzbischofs lag. Als [[Erzbischof Bernhard von Rohr]] in eine langwierige Auseinandersetzung mit [[Kaiser Friedrich III.]] verwickelt wurde, ergriff die Bürgerschaft für den Kaiser Partei. Dieser verlieh 1481 der Stadt im [[&amp;quot;Ratsbrief&amp;quot;]] das Recht der freien Wahl von Stadtrat und Bürgermeister sowie &amp;quot;dieselben Rechte, wie sie andere Reichsstädte besitzen&amp;quot;. Den daraus resultierenden Konflikt, der sich immer mehr zuspitzte, löste Erzbischof Leonhard von Keutschach (1495-1519) durch einen Gewaltstreich: Er lud Bürgermeister und Stadtrat zu einem Gastmahl, nahm sie gefangen und zwang sie zur Auslieferung des &amp;quot;Ratsbriefs&amp;quot; und aller Privilegien. Erneute Freiheitsregungen der Bürgerschaft unterdrückte [[Kardinal Matthäus Lang]] im [[&amp;quot;Lateinischen Krieg&amp;quot;]] 1523 mit dem Einsatz von Söldnern. Die 1524 erlassene &amp;quot;Stadt- und Polizeiordnung&amp;quot; sicherte die absolute Stadtherrschaft des Erzbischofs bis zum Ende des geistlichen Staates (1803).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Aufstand der Bauern===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Leonhard von Keutschach]] hatte die Feste Hohensalzburg zu einer uneinnehmbaren Zwingburg ausgebaut und dort, wo er sich vor der Bürgerschaft sicher fühlte, seinen Wohnsitz genommen. Als sich 1525 Bauern, Bürger und Bergknappen, beeinflusst von den reformatorischen Ideen [[Martin Luther]]s, gegen [[Kardinal Matthäus Lang]] erhoben, scheiterte dieser Aufstand vor den Mauern von Hohensalzburg. Die Gewerken (Bergbauunternehmer) von [[Gastein]] und [[Rauris]], die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Position gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft. Nur die radikale Bürgerschaft der Stadt Salzburg forderte die Beseitigung der geistlichen Landesherrschaft. Ein zweiter Aufstand, den der Tiroler Bauernführer [[Michael Gaismair]] mit seinen Gefährten im Frühjahr 1526 organisierte und leitete, zerbrach an den Mauern von [[Radstadt]] und wurde mit einem Blutgericht geahndet. Die evangelische Bewegung blieb jedoch in den Gebirgsgauen, wo keine wirksame Kontrolle möglich war, bis ins 18. Jahrhundert als Geheimprotestantismus lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Zeitalter Wolf Dietrichs===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau]] (1587-1612), ist durch seine romantische Liebesbeziehung zur schönen Bürgertochter [[Salome Alt]], die ihm zahlreiche Kinder gebar, und durch sein tragisches Ende zum populärsten Salzburger Kirchenfürsten geworden. Von italienischen Vorbildern beeinflusst, begann er mit dem großzügigen Umbau der verwinkelten und schmutzigen Stadt Salzburg. Durch den Abriss von über 60 Bürgerhäusern wurde Raum geschaffen für jene fünf Plätze, die nach den Vorstellungen des venezianischen Architekten [[Vicenzo Scamozzi]] das Bild der idealen Stadt prägten. Auch der durch einen Brand beschädigte Dom wurde 1598 abgerissen und sollte durch eine viel größere Kathedrale nach Plänen Scamozzis ersetzt werden. Als Wolf Dietrich wegen des Salzexports einen Krieg mit [[Herzog Maximilian I.]] von Bayern begann, von diesem gefangen genommen wurde und nach fünfjähriger Gefangenschaft auf Hohensalzburg starb, war von seinen Plänen nur wenig ausgeführt worden. Erst 1628, mitten im Dreißigjährigen Krieg, konnte der von Santino Solari aus Verna erbaute, deutlich bescheidenere Dom geweiht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schloss Hellbrunn ersteht===&lt;br /&gt;
Es ist ein merkwürdiger Gegensatz, dass die prachtvolle Ausgestaltung der Stadt Salzburg zu einem&lt;br /&gt;
Zeitpunkt erfolgte, als die Blüte des [[Goldbergbau]]s in Gastein und Rauris bereits vorüber war und der Export des [[Halleiner Salz]]es aufgrund der 1611 geschlossenen Salzverträge in bayerischer Hand lag. Da auch der einträgliche Handel nach Venedig allmählich nachließ, ging der großzügige Bau von Schlössern und Kirchen zu Lasten der Bevölkerung. Der [[Dombaumeister Santino Solari]] schuf für [[Erzbischof Markus Sittikus]] (1612 - 1619) das [[Schloss Hellbrunn]] und baute im Auftrag von [[Paris Lodron]] (1619 - 1653) Salzburg zur Festungsstadt um. Dank der klugen Neutralitätspolitik des Erzbischofs bildete Salzburg im Dreißigjährigen Krieg eine &amp;quot;wehrhafte Friedensinsel&amp;quot; und die 1622 gegründete Benediktiner-Universität erlebte einen raschen Aufschwung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fischer von Erlach kommt===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Johann Ernst Graf Thun]] (1697 - 1709) berief [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] nach Salzburg und vollzog damit den Übergang vom bis dahin dominierenden &amp;quot;italienischen&amp;quot; zum &amp;quot;österreichischen&amp;quot; [[Barock]]. Fischer schuf in Salzburg die [[Dreifaltigkeitskirche]], die [[Ursulinenkirche]], die [[Kollegienkirche]], das [[St Johannes-Spital]] samt Kirche, das [[Lustschloss Kleßheim]] und die Pläne für den prachtvollen [[Mirabellgarten]]. Das [[Schloss Mirabell]] hat sein größter Konkurrent, [[Lukas von Hildebrandt]], gebaut. Mit dem 1740 vollendeten [[Schloss Leopoldskron]] wurde der Kreis von Lustschlössern rund um die Stadt Salzburg vollendet. Der Name des Bauherrn, [[Erzbischof Leopold Anton Graf Firmian]], ist jedoch durch die tragische Maßnahme der Protestantenausweisung 1731/32 verdunkelt. Um die Einheit des Glaubens wiederherzustellen, mussten über 20.000 Protestanten aus den Gebirgsgauen innerhalb kürzester Zeit ihre Heimat verlassen. Sie fanden vor allem im entvölkerten Ostpreußen (Regierungsbezirk Gumbinnen) Aufnahme, wo sie als Kolonisten sehr geschätzt waren. Andere Gruppen von Emigranten gelangten nach Holland und sogar bis nach Ebenezer im Staate Georgia (USA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mozart geht enttäuscht===&lt;br /&gt;
Unter dem letzten regierenden Fürsterzbischof, [[Hieronymus Colloredo]] (1772 - 1803), wurde Salzburg zum Zentrum der Aufklärung in Süddeutschland. Wissenschaft, Literatur und Medienwesen blühten, das Schulwesen wurde gründlich reformiert. [[Lorenz Hübner]] gab seine „Oberdeutsche allgemeine Literaturzeitung“ in Salzburg heraus und der Ruf des Naturwissenschafters [[Carl Ehrenbert Frh. von Moll]] war so groß, dass [[Alexander Humboldt]] sich einen ganzen Winter lang seiner Bibliothek widmete. Die von [[Franz Thaddäus von Kleimayrn]] verfasste „Iuvavia“ leitete die moderne Geschichtsschreibung ein. Mit der traditionsreichen Hofmusik ging der durchaus musikalische aber sparsame Erzbischof Colloredo deutlich strenger um als sein Vorgänger Schrattenbach. [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verließ enttäuscht seine Heimatstadt, um in Wien Karriere zu machen. Die französischen Revolutionskriege machten die als veraltet und überholt angesehenen geistlichen Staaten zum Entschädigungsobjekt der Großmächte. Schon drei Jahre bevor im Reichsdeputationshauptschluss von Regensburg 1803 die Säkularisation Salzburgs verfügt wurde, war Colloredo aus seiner Residenzstadt geflohen. Er hat durch die beharrliche Verweigerung seines Rücktritts zwar den Fortbestand des Erzbistums Salzburg als geistlicher Institution erreicht, im Wiener Exil jedoch für das schwere Schicksal seiner früheren Untertanen kaum Verständnis gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vom Kurfürstentum zum Bundesland - Der steinige Weg nach Österreich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik. Zunächst bildete es mit Passau, Eichstätt und Berchtesgaden ein Kurfürstentum, mit dem [[Großherzog Ferdinand]], der Bruder von [[Kaiser Franz II.]], für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Nach positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer medizinischen Fakultät führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, 1806, an Österreich. Nur die exponierte Lage an der Grenze zu Bayern, einem Verbündeten Napoleons, sicherte damals den Fortbestand des Landes. 1809 wurde Salzburg von französischen Truppen besetzt. Auf Initiative des kampferprobten [[Kapuzinerpaters Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer]], griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Josef Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Josef Panzl]] aus [[Mühlbach]] im Pinzgau mit ihren Schützen besonders aus. Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bayern verschleppten Wertgegenstände===&lt;br /&gt;
Die Machtergreifung durch den bayerischen König [[Max I. Joseph]] wurde 1810 in Salzburg freudig begrüßt. [[Kronprinz Ludwig]] residierte als Generalgouverneur des Inn- und Salzachkreises im [[Schloss Mirabell]], wo sein Sohn Otto, der spätere König von Griechenland geboren wurde. Die zentralistischen Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und 1810 zur Aufhebung der Universität führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe. Als sich nach den Vereinbarungen von Ried (1813) für Bayern der Verlust Salzburgs abzeichnete, trachtete die Regierung noch rasch soviel wie möglich aus dem Land herauszupressen. Nachdem schon [[Kurfürst Ferdinand]], die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern die letzten Bestände fort. Öffentliche Gebäude wurden verschleudert und wertvolle Liegenschaften wie die Hofbrauerei in Kaltenhausen und die Marmorsteinbrüche am Untersberg, teilweise durch vordatierte Urkunden, in den Besitz der Wittelsbacher übertragen. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen bitteren Nachgeschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der oberösterreichischen Regierung unterstellt===&lt;br /&gt;
Auf dem [[Wiener Kongress]] war 1816 der Übergang Salzburgs an Österreich beschlossen worden. Mit dem [[Rupertiwinkel]] am linken Ufer der [[Salzach]] musste jedoch das wirtschaftlich wertvollste Gebiet an Bayern abgetreten werden, das Gericht ltter mit dem Markt Hopfgarten, das Zillertal und Windischmatrei (heute Matrei in Osttirol) wurden zu Tirol geschlagen. Das völlig verschuldete und ausgeblutete Land Salzburg zierte zwar als &amp;quot;Herzogtum&amp;quot; den Titel des österreichischen Kaisers, verlor aber seine Selbständigkeit und wurde als fünfter Kreis der oberösterreichischen Landesregierung in Linz unterstellt. Mit dem Verlust der Residenz wanderten die Hofbediensteten und Beamten ab, die Bevölkerung der Stadt ging von 16.000 Bewohnern auf weniger als 12.000 zurück, Lustschlösser und Paläste verödeten und 1818 legte ein Brand den Stadtteil am rechten Salzachufer samt dem Schloss Mirabell in Schutt und Asche. Nach Missernten in den Jahren 1814-1816 forderte eine große Hungersnot zahlreiche Todesopfer unter der Bevölkerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird zum Betteldorf===&lt;br /&gt;
Der Beginn der österreichischen Herrschaft stand also unter keinem guten Stern. Die zentralistische Verwaltung des riesigen Kaiserstaates hatte ihrerseits für ein kleines Gebiet wie Salzburg kein Verständnis. Alle Bitten der Bürgerschaft um Wiederherstellung des Landes und der Landschaft, um Gewährung einer eigenen Landesregierung, um die Residenz eines kaiserlichen Prinzen in Salzburg und um Wiedererrichtung der Universität verhallten ungehört, ebenso die Klagen, dass Salzburg &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot; sei. Die Armut der Bevölkerung nahm zu und die intensive polizeiliche Überwachung und Bespitzelung in der Zeit des Vormärz (1816-1848) unterdrückte alle politischen Regungen. Das Bürgertum zog sich ins biedermeierliche Privatleben zurück und die Bevölkerung in Stadt und Land versank in tiefe Apathie und Hoffnungslosigkeit. &amp;quot;Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten&amp;quot; schrieb [[Franz Schubert]] anlässlich seines Besuchs in Salzburg 1837.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg kämpft sich zurück===&lt;br /&gt;
Erst die Aktivitäten des aus Tirol stammenden Advokaten [[Dr. Alois Fischer]], der später Landeschef von Oberösterreich wurde, und das Revolutionsjahr 1848 führten zu einem Umschwung. Salzburg wurde zu einem Kronland der Monarchie und erhielt – verzögert durch die Ära des Neoabsolutismus – 1860/61 eigene Landesbehörden und Landstände. Übergeordnete Behörden wie die Bundesbahndirektion, das Oberlandesgericht und die Post- und - Telegraphendirektion für Salzburg, die ihren Sitz in Linz hatten bzw. noch haben, erinnerten lange an die Zeit als fünfter Kreis von Oberösterreich, die von den Salzburgern als tiefe Erniedrigung empfunden wurde. Der Weg nach Österreich war steinig und entbehrungsreich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Bauboom greift um sich===&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn im Jahr 1860, die Salzburg mit Wien und München verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Als [[Kaiser Franz Josef]] im selben Jahr Salzburg als Festung aufließ und die Bastionen, die bis dahin die Stadt wie ein Korsett eingeschnürt hatten, der Bürgerschaft schenkte, setzte ein zunehmender Bauboom ein. Der Eisenbahnunternehmer Karl Freiherr von Schwarz führte die Regulierung der Salzach durch und nahm den Bau der &amp;quot;Neustadt&amp;quot; am rechten Salzachufer in Angriff. Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der [[Internationalen Stiftung Mozarteum]] (1880) zum Ausdruck. Seit 1870 formierten sich die politischen Parteien, unter denen die Konservativen und die Liberalen dominierten. Der Liberalismus alter Prägung wurde jedoch am Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend von einem radikalen Deutschnationalismus und Antisemitismus abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=4006</id>
		<title>Geschichte des Landes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=4006"/>
		<updated>2007-02-26T21:56:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für die Salzburger Landesgeschichte konnte salzburgwiki wissenschaftliche Mitarbeiter gewinnen. Universitätsprofessor [[Heinz Dopsch]], der an der Universität Salzburg lehrt und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat nicht nur einen ersten Grundtext über die Landesgeschichte für salzburgwiki verfasst, er und sein Team werden künftig auch die von den Salzburgerinnen und Salzburgern getätigten Einträge auf Professionalität und Wahrheitsgehalt prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung== &lt;br /&gt;
Die [[Salzburg|Stadt Salzburg]], die auch dem Land den Namen gab, hat im 20. Jahrhundert durch ihre [[Festspiele]] Weltruf erlangt. Das vom Stil des Barock geprägte Stadtbild, beherrscht vom [[Dom]] und den zahlreichen [[Kirchen]], hat der Stadt den Beinamen &amp;quot;deutsches Rom&amp;quot; eingetragen. Unter den österreichischen Bundesländern kommt Salzburg in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung zu: Es kann auf die längste Periode eigener &amp;quot;Staatlichkeit&amp;quot; zurückblicken, die unter der Herrschaft der [[Erzbischöfe]] als geistlichen Fürsten ein Jahrtausend lang währte. Schon im 8. Jahrhundert wurde Salzburg zum ältesten und bedeutendsten Zentrum der Kunst und Kultur im Ostalpenraum, wo Meisterwerke der Goldschmiedekunst und der Buchmalerei aber auch die ältesten geschichtlichen Aufzeichnungen auf dem Boden des heutigen Österreich entstanden. Nicht nur Kärnten und die Steiermark, sondern auch der Wiener Raum haben aus Salzburg das Christentum empfangen. Schließlich ist in keiner anderen Stadt Österreichs die römische Vergangenheit in einer solchen Dichte präsent wie in Salzburg. Wo immer ein neues Bauwerk im Bereich der [[Altstadt]] entsteht, fördert zunächst der Spaten des Archäologen die Zeugnisse der Antike zutage. Es lohnt sich daher, einen Blick hinter die prachtvolle Fassade auf die reiche Geschichte zu werfen, um die Schönheit von Stadt und Land nicht nur zu bewundern, sondern auch in ihrem Ursprung zu erkennen und zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere &amp;quot;Land vor dem Gebirg&amp;quot; mit der [[Salzburg|Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das &amp;quot;Land inner Gebirg&amp;quot; mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Bauernkriege]] oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am &amp;quot;Wegekreuz der Ostalpen&amp;quot; zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Siedlungen=== &lt;br /&gt;
Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] (im Pinzgau) stieß man auf ihre Spuren. In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umherstreifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von Salzburg der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]]. Die Epoche der Bronzezeit (1900¬ - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das weiße Gold===&lt;br /&gt;
Von noch größerer Bedeutung war das &amp;quot;weiße Gold&amp;quot;, das Salz, das ab 750 v. Chr. im Bergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte Schnabelkanne, die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der [[Hellbrunner Berg]] trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iuvavum, das römische Salzburg===&lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgt die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erzbistum und Missionszentrum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzburger &amp;quot;Gründerheilige&amp;quot; und Landespatron [[Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des 7. Jahrhundert Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des Bayernherzogs Theodo zu folgen. Nach einem Aufenthalt in Regensburg und einer vergeblichen Missionsreise an die Awarengrenze erhielt er um das Jahr 696 von [[Herzog Theodo]] die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Dort residierte auf dem Festungsberg der Herzogssohn und Mitregent Theodbert, und im Bereich der Altstadt hatten sich bayerische Siedler niedergelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Geburtsstunde von St. Peter===&lt;br /&gt;
Rupert gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Kloster St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl an der Stelle des heutigen Doms stand. Im Auftrag Theodos weihte er 713/15 das adelige Damenstift auf dem [[Nonnberg]], das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste Äbtissin setzte Rupert seine Verwandte [[Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge von Bischofshofen===&lt;br /&gt;
Als erster Stützpunkt für die Slawenmission entstand die Maximilianszelle in [[Pongau]], dem heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben der alten Römerstadt Iuvavum gehörte dazu der Großteil der Solequellen von Reichenhall, die eine Monopolstellung im Ostalpenraum besaßen, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten. Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Ruperts einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Ausgriff des Herzogtums Bayern über die Alpen  nach Süden, in die einstige römische Provinz Binnennoricum vorbereiten. Rupert hat diesen Weg mit der Gründung der Maximilianszelle eröffnet, sein großer Nachfolger[[ Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige Kärnten für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert um 715/16 an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Name Salzburg taucht erstmals auf===&lt;br /&gt;
Ein Bistum in Salzburg hat erst der hl. [[Bonifatius]] 739 im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name Salzburg anstelle von Iuvavum wird in der um 770 verfassten Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom Salz der Quellsalinen von [[Reichenhall]], die Herzog Theodo an Rupert geschenkt hatte, und von der Burg auf dem Festungsberg. Unter dem gelehrten Abt und Bischof Virgil (746/47 - 784), der aus Irland stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Bayernherzog Odilo verteidigt, zahlreiche bischöfliche &amp;quot;Eigenkirchen&amp;quot; als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der Karantanen (in Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den &amp;quot;Freisinger Denkmälern&amp;quot; erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zentrum der Kunst entsteht===&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. In Salzburger Werkstätten entstanden Meisterwerke der Goldschmiedekunst, darunter der [[Tassilokelch von Kremsmünster]], und mit dem prachtvollen Evangeliar des Angelsachsen Cutbercht begann die große Zeit der Salzburger Buchmalerei. Virgil errichtete einen fünfschiffigen Dom von so imposanten Ausmaßen, dass dahinter der Einfluss Herzog Tassilos III. von Bayern vermutet wurde; er habe dieses Gotteshaus als Krönungskirche für das von ihm erstrebte Königtum konzipiert. Virgil ließ zur Domweihe 774 die Gebeine des hl. [[Rupert aus Worms]] überführen und sicherte damit das Andenken an den fast vergessenen Gründerheiligen. Rupert wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Schutzpatron und zum Landesheiligen von Salzburg. Als Vermächtnis hat Virgil das berühmte Verbrüderungsbuch von St. Peter hinterlassen, das in seinem Todesjahr 784 entstand und in St. Peter verwahrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das älteste deutsche Erzbistum===&lt;br /&gt;
Virgils Nachfolger [[Arn]] (785-821) erlebte 788 den Sturz Tassilos III., des letzten Bayernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig Karl den Großen. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er 788/90 und ab 798 die beiden ältesten Salzburger Güterverzeichnisse anlegen. Dem Herrscher hat Arn als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. 798 Arn zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Als Suffraganbistümer wurden ihm Regensburg, Passau, Freising, Säben (Brixen) und Neuburg an der Donau unterstellt. Ein Jahr später geleitete Arn im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag 800 die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte 811 die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest und sprach damit den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arn hat, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt Erzbistum und Metropolitansitz, als im Gebiet von Wien noch die wilden Reiterscharen der Awaren umherstreiften. Heute ist es das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mission bis zum Plattensee===&lt;br /&gt;
Mit der Niederwerfung der Awaren durch Karl den Großen in zahlreichen Feldzügen ab 796 erhielt Salzburg ein neues Missionsgebiet in Pannonien rund um den Plattensee zugeteilt. Die [[Ruprechtskirche]], die als älteste Kirche Wiens dem Salzburger Gründerheiligen geweiht ist, erinnert daran, dass auch dieses Gebiet einst zum Salzburger Missionssprengel gehörte, bis es 829 an Passau abgetreten wurde. Erst nach dem völligen Zusammenbruch der awarischen Macht gelang es den Salzburger Missionaren, unter den Slawen in Pannonien erfolgreich zu wirken. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden über 20 Missionskirchen errichtet und von Salzburger Priestern betreut. Baumeister, Handwerker und Künstler trugen Salzburger Kunst und Kultur bis an den Fürstensitz Mosapurc (Zalavár westl. des Plattensees). Der Herrscher des Ostfränkischen Reiches, König Ludwig der Deutsche, hat die Treue der Salzburger Erzbischöfe und ihr erfolgreiches Wirken in Kärnten und Pannonien 860 durch die Schenkung von 24 Königshöfen belohnt. Darauf gehen die reichen &amp;quot;auswärtigen&amp;quot; Besitzungen des Erzbistums in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich zurück, die bis zur Säkularisation 1803 bei Salzburg blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenstoß mit den byzantinischen Missionaren Konstantin (Kyrill) und Method, ein Ereignis von welthistorischen Dimensionen, führte 867-871 zu einer längeren Unterbrechung der Missionsarbeit. Durch die furchtbare Niederlage des bayerischen Heeres gegen die Ungarn in der Schlacht bei Preßburg 907, in der neben dem Markgrafen Luitpold auch [[Erzbischof Theotmar]] von Salzburg den Tod fand, ging das pannonische Missionsgebiet verloren. Die Früchte einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Arbeit waren vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwischen Kaiser und Papst==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert standen die Salzburger Erzbischöfe so wie fast alle deutschen Kirchenfürsten ganz im Dienst von Kaiser und Reich. Sie wurden dafür mit reichen Besitzungen belohnt, die wichtige Bausteine des späteren Landes bildeten. Als sich jedoch [[Erzbischof Herold]] 955 an einem Aufstand seiner Verwandten gegen König Otto I. beteiligte, musste er das bitter büßen: Er wurde grausam geblendet, abgesetzt und aus Salzburg verbannt. Die Eintracht mit dem Herrscher war aber bald wiederhergestellt. [[Kaiser Otto III.]] verlieh 996 [[Erzbischof Hartwig]] das Recht, in Salzburg einen täglichen öffentlichen Markt abzuhalten, davon einen Zoll einzuheben und Silbermünzen nach Regensburger Gewicht, die &amp;quot;Salzburger Pfennige&amp;quot;, zu prägen. Damit wurde die Entwicklung Salzburgs zur Stadt eingeleitet. Am Beginn des 12. Jahrhunderts waren mit einem Stadtrichter, mit Bürgern und einer Bürgerzeche sowie mit massiven Stadtmauern die wichtigsten Kennzeichen einer mittelalterlichen Stadt gegeben. Salzburg war die mit Abstand älteste Stadt auf dem Boden des heutigen Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburgs Privileg===&lt;br /&gt;
Der aus schwäbischem Adel stammende [[Erzbischof Gebhard]] (1060 - 1088) gründete mit Zustimmung von [[König Heinrich IV.]] und [[Papst Gregor VII.]] 1072 in Gurk in Kärnten das erste Salzburger &amp;quot;Eigenbistum&amp;quot;. Innerhalb der katholischen Kirche war es durch viele Jahrhunderte ein einzigartiges Vorrecht, dass die Salzburger Erzbischöfe vier Suffraganbischöfe – im frühen 13. Jahrhundert wurden drei weitere Eigenbistümer im bayerischen Chiemsee, in Seckau (Steiermark) und Lavant (Kärnten) gegründet – ohne Mitwirkung von Papst und Kaiser einsetzen konnten. Auf dem ersten Vatikanischen Konzil 1869 wurde deshalb der Salzburger [[Erzbischof Tarnóczy]] von [[Pius IX.]] mit den Worten begrüßt: &amp;quot;Seht da kommt der halbe Papst, der selbst Bischöfe machen kann&amp;quot;. Während dieses Recht 1920 und endgültig mit dem Konkordat 1934 verloren ging, besitzen die Salzburger Erzbischöfe bis heute zwei besondere Ehrentitel: Als ständige Vertreter des Papstes (Legati nati) in ihrer Kirchenprovinz tragen sie seit 1026 den &amp;quot;Legatenpurpur&amp;quot;, der älter ist, als das Purpurgewand der Kardinäle. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Magdeburg sicherten sich die Erzbischöfe im 17. Jahrhundert den Titel des Primas Germaniae, des ersten Kirchenfürsten in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg schwer verwüstet===&lt;br /&gt;
Als 1075 zwischen Papst und König der &amp;quot;Investiturstreit&amp;quot; um die Einsetzung der Bischöfe und Äbte im Deutschen Reich mit aller Schärfe ausbrach, wurde [[Erzbischof Gebhard]] von Salzburg zu einem wichtigen Parteigänger des Reformpapstes[[ Gregor VII.]] Durch den Bau der [[Festung Hohensalzburg]] und von Burgen in Friesach und Hohenwerfen suchte er König Heinrich IV. im Anschluss an dessen berühmten Bußgang nach Canossa 1077 die Rückkehr ins Deutsche Reich zu verlegen. Bald darauf musste er selbst nach Schwaben und Sachsen ins Exil gehen und Salzburg, wo Heinrich IV. einen Gegenerzbischof einsetzte, wurde von den königlichen Parteigängern schwer verwüstet. Gebhard konnte zwar 1086 aus dem Exil zurückkehren, aber nach seinem Tod setzten erneut schwere Kämpfe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hohensalzburg wird beherrschende Stadtfeste===&lt;br /&gt;
Auch [[Erzbischof Konrad I.]] (1106 - 1147) aus dem Geschlecht der fränkischen Grafen von Abenberg, der sich an Gebhards Vorbild orientierte, verbrachte ein Jahrzehnt im Exil. Der Ausgleich zwischen Kaiser und Papst im Wormser Konkordat 1122 ermöglichte ihm die Rückkehr nach Salzburg, wo er ein umfassendes Aufbauwerk begann: Er gestaltete Hohensalzburg zur beherrschenden Stadtfeste, sicherte die auswärtigen Besitzungen in Kärnten und der Steiermark durch den Bau starker Burgen und schuf mit dem Aufbau einer ihm treu ergebenen Dienstmannschaft (Ministerialität) ein neues Potential für Verwaltung und Heer. Im Verlauf der Augustiner Chorherrenreform mit dem [[Salzburger Domkapitel]] als Zentrum wurden 17 Stifte teils neu gegründet, teils reformiert und diesen mit der Einverleibung zahlreicher Pfarren die Hauptlast der Seelsorge übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grafen von Plain legen verheerendes Feuer===&lt;br /&gt;
Als es zwischen [[Kaiser Friedrich I. Barbarossa]] und [[Papst Alexander III.]] zu einem schweren Zerwürfnis kam, wurden die Salzburger Erzbischöfe erneut zu Führern der päpstlichen Partei im Reich. Barbarossa verhängte 1166 über seinen Onkel, [[Erzbischof Konrad II.]], die Reichsacht, und ein Jahr später fiel die Stadt Salzburg einem verheerenden Brand zum Opfer, den die [[Grafen von Plain]] als kaiserliche Parteigänger gelegt hatten. Der Kaiser nahm 1169 Salzburg unter seine direkte Verwaltung und ließ 1174 seinen Neffen, [[Erzbischof Adalbert II.]], absetzen. Erst nach dem Frieden von Venedig 1177 konnte Konrad III. von Wittelsbach, der erste Kardinal in Salzburg, mit dem Wiederaufbau beginnen. Der 1179-1198 errichtete romanische Dom zählte zu den größten und schönsten Kirchenbauten nördlich der Alpen. Von einem trotz der Kriegseinwirkungen ungebrochenen künstlerischen Schaffen zeugen Meisterwerke der Goldschmiedekunst wie der &amp;quot;Ministerialenkelch&amp;quot; aus St. Peter und das prachtvolle Antiphonar als Höhepunkt mittelalterlicher Buchmalerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=%C3%9Cberblick_(Die_Weltkriege)&amp;diff=4005</id>
		<title>Überblick (Die Weltkriege)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=%C3%9Cberblick_(Die_Weltkriege)&amp;diff=4005"/>
		<updated>2007-02-26T21:54:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Die Weltkriege (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ersten Weltkrieg]] leistete Salzburg einen hohen Blutzoll. Von 49.000 Soldaten, die das Land stellte, fanden 6.000 den Tod. Zu ihnen zählte auch der Dichter [[Georg Trakl]], der 1914 im Lazarett von Krakau starb. Aber bereits mitten im Krieg erfolgte 1916 in Wien die Gründung der Salzburger Festspielgemeinde. Gegen Kriegsende kam es im September 1918 in der Landeshauptstadt zu Unruhen und Plünderungen durch eine hungrige Volksmenge. Die Proklamation der Republik &amp;quot;Deutschösterreich&amp;quot; am 12. November deutete bereits an, dass der Zusammenschluss mit Deutschland als einzige Überlebenschance des kleinen &amp;quot;Restösterreich&amp;quot; betrachtet wurde. Eine am 29. Mai 1921 in Salzburg durchgeführte, inoffizielle Volksabstimmung über den Anschluss an Deutschland ergab 98.986 Pro-Stimmen, nur 889 Personen waren dagegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zahlreiche Großprojekte werden durchgesetzt===&lt;br /&gt;
Der christlichsoziale Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]], der von 1922 bis 1938 an der Spitze der Landesregierung stand, suchte in den schwierigen Zeiten der Weltwirtschaftskrise die Zusammenarbeit auch mit den politischen Gegnern. Dem Ziel der Arbeitsbeschaffung diente die Durchführung zahlreicher Großprojekte, darunter der Bau der [[Gaisbergstraße]], der [[Schmittenhöhebahn]], der [[Großglockner-Hochalpenstraße]], des Fuscher Bärenwerkes und die Planung der [[Tauernkraftwerke]] trotz heftiger Widersprüche. Für die [[Salzburger Festspiele]], die unter der Regie von [[Max Reinhardt]] internationale Anerkennung gefunden hatten, erstellte Rehrl angesichts der finanziellen Krise 1925/26 ein Sanierungskonzept. Der Bau des [[(Kleinen) Festspielhauses]] 1937 bedeutete einen Höhepunkt in dieser Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Blutiger Putschversuch der Nazis===&lt;br /&gt;
Die tiefen politischen Gegensätze zwischen Christlichsozialen, Sozialdemokraten und Nationalsozialisten, die durch das Auftreten paramilitärischer Organisationen noch verschärft wurden und fast täglich Verletzte und Todesopfer forderten, verschonten auch Salzburg nicht. Der [[&amp;quot;Februaraufstand&amp;quot;]] 1934 verlief in Salzburg zwar weitgehend ruhig, aber auch hier wurde die sozialdemokratische Parteiführung verhaftet und die Partei aufgelöst. Der Putschversuch der Nationalsozialisten am 27. Juli forderte hingegen ein Dutzend Tote, vor allem im deutschnational geprägten [[Flachgau]] mit den Hochburgen [[Lamprechtshausen]] und [[Seekirchen]]. Der christlich-soziale Ständestaat, dessen Prinzipien 1934-1938 auch in Salzburg durchgesetzt wurden, vermochte die Machtergreifung der Nationalsozialisten zwar zu verzögern, aber nicht zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Viel Jubel beim Einmarsch Hitlers===&lt;br /&gt;
Dass der Einmarsch deutscher Truppen in Salzburg am 12. März 1938 mit besonderem Jubel begrüßt wurde, hatte mehrere Gründe. Einerseits war schon am Ende des 19. Jahrhunderts der Liberalismus von einem entschiedenen Deutschnationalismus abgelöst worden, was im Ergebnis der Volksabstimmung 1921 deutlich zum Ausdruck kam. Andererseits hatte die Arbeitsbeschaffungspolitik des NS-Regimes in dem Grenzland Salzburg, das zeitweise 32% Arbeitslose zählte, große Hoffnungen geweckt. [[Hitler]] selbst hielt sich häufig in unmittelbarer Nachbarschaft, auf dem [[&amp;quot;Berghof&#039;]] in [[Berchtesgaden]], auf. Die Volksabstimmung am 10. April brachte in Salzburg 157.595 Prostimmen, nur 463 Personen waren gegen den &amp;quot;Anschluss&amp;quot; an Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdische Geschäfte verwüstet===&lt;br /&gt;
Anfangs schienen sich die großen Hoffnungen der Salzburger Bevölkerung auch zu erfüllen. Autobahnbau, Rüstungsindustrie und Kraftwerksbau sorgten für Vollbeschäftigung. Aber bald zeigten sich auch die negativen Auswirkungen: in der [[Reichskristallnacht]] vom 10. zum 11. November wurden jüdische Geschäfte verwüstet und die Einrichtung der Synagoge zerstört. Kriegsgefangene, die zum Bau von Straßen und Brücken eingesetzt wurden, starben zu Tausenden. Besonders hart traf es die Russen im Kriegsgefangenenlager [[&amp;quot;Markt Pongau&amp;quot;]], wie [[St. Johann]] in der Zeit des NS-Regimes hieß. Für die Zigeuner gab es in Salzburg ein KZ, in dem viele ihr Leben ließen. Insgesamt 13.000 oppositionell gesinnte Personen wurden 1938 - 1945 verhaftet, darunter prominente Politiker wie der langjährige Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]]. 1942 wurden acht Eisenbahner, die der Widerstandsbewegung angehörten, hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===US-Bomben zerstörten Dom===&lt;br /&gt;
Den [[Bombenangriffen]] der Amerikaner, die im Oktober 1944 einsetzten, fielen in der Stadt Salzburg der Dom und 46 % der Wohnobjekte zum Opfer. Die gänzliche Zerstörung konnte dadurch verhindert werden, dass der gemäßigte Gauleiter, [[Dr. Gustav Adolf Scheel]], und der Kampfkommandant, [[Oberst Hans Lepperdinger]], die kampflose Übergabe der Stadt an amerikanische Truppen durchsetzten; Nach dem Kriegsende erhielt Salzburg, das in der amerikanischen Besatzungszone und damit im &amp;quot;goldenen Westen&amp;quot; lag, bald wieder politische und wirtschaftliche Bedeutung. Hier fanden die &amp;quot;Länderkonferenzen&amp;quot; des Jahres 1945 statt, auf denen die westlichen Bundesländer von Salzburg aus ihren Beitritt zur Regierung Renner und damit zur Zweiten Republik vollzogen. Die [[Festspiele]], die auch von den Nationalsozialisten sehr geschätzt worden waren, brachten bald wieder internationales Publikum in die Landeshauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Die Weltkriege (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kelten&amp;diff=4003</id>
		<title>Kelten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kelten&amp;diff=4003"/>
		<updated>2007-02-26T21:49:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgt die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kelten&amp;diff=4000</id>
		<title>Kelten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kelten&amp;diff=4000"/>
		<updated>2007-02-26T21:40:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgt die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kelten (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Die_Anf%C3%A4nge_(Geschichte)&amp;diff=3998</id>
		<title>Kategorie:Die Anfänge (Geschichte)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Die_Anf%C3%A4nge_(Geschichte)&amp;diff=3998"/>
		<updated>2007-02-26T21:36:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg, die auch dem Land den Namen gab, hat im 20. Jahrhundert durch ihre Festspiele Weltruf erlangt. Das vom Stil des Barock geprägte Stadtbild, beherrscht vom Dom und den zahlreichen Kirchen, hat der Stadt den Beinamen &amp;quot;deutsches Rom&amp;quot; eingetragen. Unter den österreichischen Bundesländern kommt Salzburg in mehrfacher Hinsicht noch heute eine Sonderstellung zu. Und hier lesen sie, wie alles begonnen hat:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Die_Weltkriege_(Geschichte)&amp;diff=3996</id>
		<title>Kategorie:Die Weltkriege (Geschichte)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Die_Weltkriege_(Geschichte)&amp;diff=3996"/>
		<updated>2007-02-26T21:28:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Weltkriege gehören auch in Salzburg zu den dunkelsten Kapiteln der Landesgeschichte. Ihre Aufarbeitung ist bis heute eine wichtige Aufgabe der Geschichtsschreibung.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Seit_dem_Zweiten_Weltkrieg_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=3994</id>
		<title>Seit dem Zweiten Weltkrieg (Überblick)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Seit_dem_Zweiten_Weltkrieg_(%C3%9Cberblick)&amp;diff=3994"/>
		<updated>2007-02-26T21:24:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Beständiger Aufschwung beginnt===&lt;br /&gt;
Die Jahrzehnte der Zugehörigkeit zur Zweiten Republik bieten seit den von Hunger und Entbehrung gezeichneten ersten Nachkriegsjahren das Bild eines beständigen, ungehemmten Aufschwungs. Die langen Regierungszeiten der Landeshauptleute [[Klaus]] (1949 - 1961), [[Lechner]] (1961-1977), [[Haslauer]] (1977-1989) und [[Katschthaler]] (1989-1996) garantierten die Kontinuität der Landespolitik. Als wirtschaftliche und kulturelle Akzente in dieser Entwicklung sind die Fertigstellung der Tauernkraftwerke Glockner-Kaprun, der Bau der Tauernautobahn, die Gründung der Osterfestspiele, der Bau des Großen Festspielhauses, die Wiedererrichtung der Universität und die Erhebung des Mozarteums zur Hochschule hervorzuheben. Dank der Grenzlage kam es zur Niederlassung zahlreicher ausländischer, vor allem deutscher Firmen und Handelsgesellschaften. Damit blieb der Stadt Salzburg eine stärkere Industrialisierung erspart. In strukturschwachen Regionen wie dem [[Lungau]] und dem [[Pinzgau]] sorgten gezielte Förderungsmaßnahmen und der Ausbau der Verkehrsverbindungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen und bessere Lebensqualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grünlandgürtel wird festgelegt===&lt;br /&gt;
Die negativen Auswirkungen des &amp;quot;Wirtschaftswunders&amp;quot; und des übersteigerten Fremdenverkehrs wurden vor allem in der Stadt Salzburg rechtzeitig erkannt. Ein vorbildliches [[Altstadterhaltungsgesetz]] bewahrte den alten Stadtkern vor der Verunstaltung durch Hochhäuser und stillose Geschäftsbauten. Die grüne Bewegung, die sich in der Salzburger [[Bürgerliste]] rasch und schlagkräftig formierte, setzte die Sicherung eines breiten [[Grünlandgürtel]]s im Süden der Stadt durch. Auch auf dem Land formierten sich Protestbewegungen, die 1988 den Bau der zweiten Tunnelröhren der [[Tauernautobahn]] und damit ein Überhandnehmen des Durchzugsverkehrs verhinderten. Diese kritische Einstellung der Bevölkerung sorgt dafür, dass es auch nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Gemeinschaft zu keinem Ausverkauf kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird &amp;quot;rot&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2004 kam es zu einem politischen Umschwung: Die SPÖ errang erstmals bei einer Landtagswahl die Mehrheit an Stimmen und Mandaten, Frau [[Mag. Gabriele Burgstaller]] trat als Landeshauptfrau an die Stelle von Landeshauptmann Doz. [[Dr. Franz Schausberger]]. Seither wurden eine Reihe von Großprojekten teils verwirklicht, teils in Angriff genommen: Das Mozart-Jubiläum 2006 brachte einen Rekord an Zuschauern und Einnahmen, das [[Kleine Festspielhaus]] wurde umgestaltet und als [[Haus für Mozart]] neu eröffnet und das [[Salzburger Museum C. A.]] bezog mit der Ausstellung „Viva Mozart“ seine neue Heimstätte im Neugebäude. Während sich der Bau der zweiten Tunnelröhre durch den Katschberg der Vollendung nähert, werden der Ausbau des Tauerntunnels und die Fertigstellung des Kraftwerks Kaprun II noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Trotz des starken Anstiegs der Energiekosten gelang es der Salzburger Wirtschaft, die Exporte deutlich zu steigern und erstmals seit vielen Jahren die Zahl der Arbeitslosen zu senken. Salzburg kann sich jedenfalls auch in Zukunft auf seine gesunde Wirtschaft, auf seine große Geschichte und kulturelle Tradition stützen, denen es seine Spitzenposition im Westen Österreichs verdankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Seit 2. Weltkrieg (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Die_Weltkriege_(Geschichte)&amp;diff=3993</id>
		<title>Kategorie:Die Weltkriege (Geschichte)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Die_Weltkriege_(Geschichte)&amp;diff=3993"/>
		<updated>2007-02-26T21:22:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Die Weltkriege (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Weltkriege gehören auch in Salzburg zu den dunkelsten Kapiteln der Landesgeschichte. Ihre Aufarbeitung ist bis heute eine wichtige Aufgabe der Geschichtsschreibung.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=%C3%9Cberblick_(Die_Weltkriege)&amp;diff=3992</id>
		<title>Überblick (Die Weltkriege)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=%C3%9Cberblick_(Die_Weltkriege)&amp;diff=3992"/>
		<updated>2007-02-26T21:20:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Die Weltkriege (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ersten Weltkrieg]] leistete Salzburg einen hohen Blutzoll. Von 49.000 Soldaten, die das Land stellte, fanden 6.000 den Tod. Zu ihnen zählte auch der Dichter [[Georg Trakl]], der 1914 im Lazarett von Krakau starb. Aber bereits mitten im Krieg erfolgte 1916 in Wien die Gründung der Salzburger Festspielgemeinde. Gegen Kriegsende kam es im September 1918 in der Landeshauptstadt zu Unruhen und Plünderungen durch eine hungrige Volksmenge. Die Proklamation der Republik &amp;quot;Deutschösterreich&amp;quot; am 12. November deutete bereits an, dass der Zusammenschluss mit Deutschland als einzige Überlebenschance des kleinen &amp;quot;Restösterreich&amp;quot; betrachtet wurde. Eine am 29. Mai 1921 in Salzburg durchgeführte, inoffizielle Volksabstimmung über den Anschluss an Deutschland ergab 98.986 Pro-Stimmen, nur 889 Personen waren dagegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zahlreiche Großprojekte werden durchgesetzt===&lt;br /&gt;
Der christlichsoziale Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]], der von 1922 bis 1938 an der Spitze der Landesregierung stand, suchte in den schwierigen Zeiten der Weltwirtschaftskrise die Zusammenarbeit auch mit den politischen Gegnern. Dem Ziel der Arbeitsbeschaffung diente die Durchführung zahlreicher Großprojekte, darunter der Bau der [[Gaisbergstraße]], der [[Schmittenhöhebahn]], der [[Großglockner-Hochalpenstraße]], des Fuscher Bärenwerkes und die Planung der [[Tauernkraftwerke]] trotz heftiger Widersprüche. Für die [[Salzburger Festspiele]], die unter der Regie von [[Max Reinhardt]] internationale Anerkennung gefunden hatten, erstellte Rehrl angesichts der finanziellen Krise 1925/26 ein Sanierungskonzept. Der Bau des [[(Kleinen) Festspielhauses]] 1937 bedeutete einen Höhepunkt in dieser Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Blutiger Putschversuch der Nazis===&lt;br /&gt;
Die tiefen politischen Gegensätze zwischen Christlichsozialen, Sozialdemokraten und Nationalsozialisten, die durch das Auftreten paramilitärischer Organisationen noch verschärft wurden und fast täglich Verletzte und Todesopfer forderten, verschonten auch Salzburg nicht. Der [[&amp;quot;Februaraufstand&amp;quot;]] 1934 verlief in Salzburg zwar weitgehend ruhig, aber auch hier wurde die sozialdemokratische Parteiführung verhaftet und die Partei aufgelöst. Der Putschversuch der Nationalsozialisten am 27. Juli forderte hingegen ein Dutzend Tote, vor allem im deutschnational geprägten [[Flachgau]] mit den Hochburgen [[Lamprechtshausen]] und [[Seekirchen]]. Der christlich-soziale Ständestaat, dessen Prinzipien 1934-1938 auch in Salzburg durchgesetzt wurden, vermochte die Machtergreifung der Nationalsozialisten zwar zu verzögern, aber nicht zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Viel Jubel beim Einmarsch Hitlers===&lt;br /&gt;
Dass der Einmarsch deutscher Truppen in Salzburg am 12. März 1938 mit besonderem Jubel begrüßt wurde, hatte mehrere Gründe. Einerseits war schon am Ende des 19. Jahrhunderts der Liberalismus von einem entschiedenen Deutschnationalismus abgelöst worden, was im Ergebnis der Volksabstimmung 1921 deutlich zum Ausdruck kam. Andererseits hatte die Arbeitsbeschaffungspolitik des NS-Regimes in dem Grenzland Salzburg, das zeitweise 32% Arbeitslose zählte, große Hoffnungen geweckt. [[Hitler]] selbst hielt sich häufig in unmittelbarer Nachbarschaft, auf dem [[&amp;quot;Berghof&#039;]] in [[Berchtesgaden]], auf. Die Volksabstimmung am 10. April brachte in Salzburg 157.595 Prostimmen, nur 463 Personen waren gegen den &amp;quot;Anschluss&amp;quot; an Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdische Geschäfte verwüstet===&lt;br /&gt;
Anfangs schienen sich die großen Hoffnungen der Salzburger Bevölkerung auch zu erfüllen. Autobahnbau, Rüstungsindustrie und Kraftwerksbau sorgten für Vollbeschäftigung. Aber bald zeigten sich auch die negativen Auswirkungen: in der [[Reichskristallnacht]] vom 10. zum 11. November wurden jüdische Geschäfte verwüstet und die Einrichtung der Synagoge zerstört. Kriegsgefangene, die zum Bau von Straßen und Brücken eingesetzt wurden, starben zu Tausenden. Besonders hart traf es die Russen im Kriegsgefangenenlager [[&amp;quot;Markt Pongau&amp;quot;]], wie [[St. Johann]] in der Zeit des NS-Regimes hieß. Für die Zigeuner gab es in Salzburg ein KZ, in dem viele ihr Leben ließen. Insgesamt 13.000 oppositionell gesinnte Personen wurden 1938 - 1945 verhaftet, darunter prominente Politiker wie der langjährige Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]]. 1942 wurden acht Eisenbahner, die der Widerstandsbewegung angehörten, hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===US-Bomben zerstörten Dom===&lt;br /&gt;
Den [[Bombenangriffen]] der Amerikaner, die im Oktober 1944 einsetzten, fielen in der Stadt Salzburg der Dom und 46 % der Wohnobjekte zum Opfer. Die gänzliche Zerstörung konnte dadurch verhindert werden, dass der gemäßigte Gauleiter, [[Dr. Gustav Adolf Scheel]], und der Kampfkommandant, [[Oberst Hans Lepperdinger]], die kampflose Übergabe der Stadt an amerikanische Truppen durchsetzten; Nach dem Kriegsende erhielt Salzburg, das in der amerikanischen Besatzungszone und damit im &amp;quot;goldenen Westen&amp;quot; lag, bald wieder politische und wirtschaftliche Bedeutung. Hier fanden die &amp;quot;Länderkonferenzen&amp;quot; des Jahres 1945 statt, auf denen die westlichen Bundesländer von Salzburg aus ihren Beitritt zur Regierung Renner und damit zur Zweiten Republik vollzogen. Die [[Festspiele]], die auch von den Nationalsozialisten sehr geschätzt worden waren, brachten bald wieder internationales Publikum in die Landeshauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Die Weltkriege (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Susanne_Riess&amp;diff=3991</id>
		<title>Susanne Riess</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Susanne_Riess&amp;diff=3991"/>
		<updated>2007-02-26T21:13:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Riess-Passer.jpg|thumb|Susanne Riess-Passer]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Susanne Riess-Passer&#039;&#039;&#039; (* [[3. Jänner]] [[1961]] in [[Braunau am Inn]];) &#039;&#039;Susanne Riess-Passer&#039;&#039; war Politikerin und ist heute Generaldirektorin der österreichischen [[Bausparkasse Wüstenrot AG]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Susanne Riess-Passer besuchte von 1967–1971 die Volksschule Mattighofen und danach von 1971–1979 das [[Neusprachliche Gymnasium]] in Salzburg. Im Anschluss daran absolvierte sie von 1979-1984 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck.&lt;br /&gt;
Ihren politischen Werdegang begründete die promovierte Juristin von 1987-1992 als Pressebetreuerin für die FPÖ. Susanne Riess-Passer gehörte von 1991-1998 dem Bundesrat an. Als Bundesparteiobmann-Stellvertreterin war Riess-Passer 1995 tätig, 1996 wurde sie geschäftsführende Bundesparteiobfrau der FPÖ. &lt;br /&gt;
Im Europaparlament vertrat sie die FPÖ von 1995-1996. 1999 arbeitete sie im Tiroler Landtag, nach der Oktoberwahl wechselte sie in den Nationalrat. Die Krönung ihrer politischen Karriere erfolgte am 4. Februar 2000: An diesem Tag wurde sie als Vizekanzlerin der schwarz-blauen Koalition und als Bundesministerin für Sport und öffentliche Leistung angelobt. Im Zuge der Regierungsbildung 2000 wurde sie auch Bundesparteiobfrau der FPÖ und somit Nachfolgerin von Jörg Haider. Als solche hatte sie sich bereits den Ruf erworben, strikt loyal zu Haider zu sein und dessen Willen in der Partei durchzusetzen, wodurch sie auch zu ihrem Spitznamen „Königskobra“ kam.&lt;br /&gt;
Bis kurz vor ihrem Abgang hatte sie gegen massive Widerstände innerhalb der eigenen Partei zu kämpfen. Ihr Einsatz für die Flutopfer und für die Aufschiebung einer Steuerreform kostete ihr schließlich die Anerkennung Jörg Haiders. Nach einem schweren Zerwürfnis mit dem FPÖ-Chef(Knittelfelder Putsch) trat sie schließlich – ebenso wie der FPÖ-Klubobmann im Nationalrat, Peter Westenthaler – am 8. September 2002 von sämtlichen Funktionen zurück. Bis zur erneuten Regierungsbildung blieb sie bis 2003 provisorisch Vizekanzlerin und verabschiedete sich anschließend von der Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne Riess-Passer ist seit 2004 Generaldirektorin der österreichischen Bausparkasse Wüstenrot AG und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der [[Bundestheater Holding]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{Wikipedia2|Susanne_Riess-Passer|Susanne Riess-Passer}}&lt;br /&gt;
*[http://windu.t-online.at/10/bios/main.php?id=42&amp;amp;neueinstieg=1 Porträt von Susanne Riess-Passer auf T-Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.wuestenrot.at/cms/de/home/startseite.jsp Wüstenrot-AG]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* wikipedia, Kategorie Susanne Riess-Passer&lt;br /&gt;
* Biografie von Susanne Ries-Passer auf T-Online&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justiz|Riess-Passer, Susanne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker|Riess-Passer, Susanne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Riess-Passer, Susanne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus anderen Bundesländern|Riess-Passer, Susanne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Salzburger_in_Wien&amp;diff=3990</id>
		<title>Kategorie:Salzburger in Wien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Salzburger_in_Wien&amp;diff=3990"/>
		<updated>2007-02-26T21:04:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Ausgroaste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Salzburgerinnen und Salzburger zog es in die Hauptstadt. Viele sind für immer dort geblieben, und denken trotzdem immer wieder - wehmütig oder freudig - an Salzburg zurück. Ihnen wollen wir hier wieder ein Stück Heimat bieten. Salzburger in Wien - stellt euch vor und erzählt uns hier, was ihr von Salzburg vermisst, wie oft ihr heimkehrt und was euch überhaupt nicht abgeht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Heinz_Dopsch&amp;diff=3989</id>
		<title>Heinz Dopsch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Heinz_Dopsch&amp;diff=3989"/>
		<updated>2007-02-26T21:00:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:heinz dopsch.jpg|thumb|Bildbeschreibung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heinz Dopsch&#039;&#039;&#039; (* [[1. November]] [[1942]] in [[Wien]]), Universitätsprofessor und stellvertretender Leiter des Fachbereichs Geschichte an der [[Universität Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dopsch maturierte 1960 am Bundesrealgymnasium XIX in Wien, es folgte ein Studium der Geschichte und der klassischen Philologie an der Universität Wien 1961-1968, 1969 folgte die Promotion zum Dr. phil. mit einer Dissertation über den steirischen Herrenstand. Absolvierung des Ausbildungskurses 1965-1968 am Institut für Österreichische Geschichtsforschung mit dem staatlichen Diplom (1968) und einer Staatsprüfungsarbeit über „Die Aribonen“.  1969 bis 1980 Assistent war Dopsch bei O. Univ. Prof. Dr. Hans Wagner, Lehrstuhl für Österreichische Geschichte am Historischen Institut der Universität Salzburg, 1977 Habilitation für das Fachgebiet der mittelalterlichen Geschichte und der Vergleichenden Landesgeschichte mit einer Arbeit über „Das Erzstift Salzburg im Mittelalter“. Ernennung zum außerordentlichen Universitätsprofessor 1980, Berufung auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Vergleichende Landesgeschichte an der Universität Salzburg 1984. &lt;br /&gt;
Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät 1991 bis 1993. Ao. Mitglied der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1988), korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (1994). Vorstand des Forschungsinstituts für Koptologie und Ägyptenkunde (1994-2004), Berufung auf den Lehrstuhl für Bayerische Geschichte des Mittelalters und Vergleichende Landesgeschichte an der Universität München 1996 (abgelehnt), Kuriensprecher der Professoren im Senat (1999-2003), Vorsitzender des Koordinationsausschusses (2001-2003), Stellvertretender Leiter des Fachbereichs Geschichte (seit 2004).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außeruniversitäre Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Leitung großer Ausstellungen (St. Peter 1982, vom Stadtrecht zur Bürgerbeteiligung 1987, Die Bajuwaren 1988), Organisation und Leitung von internationalen Kongressen (Salzburg in der europäischen Geschichte 1977, Virgil-Symposium 1984, Method-Symposium 1985, Paracelsus-Kongresse in Salzburg und Badgastein 1993, 1200 Jahre Erzbistum Salzburg 1998, Das Tauerngold im europäischen Vergleich 2000); Koordination und Leitung großer Forschungsprojekte (Armut in geistlichen Fürstentümern, Edelmetallbergbau im Ostalpenraum, Biblia Coptica – Die koptischen Bibeltexte), Drehbücher und Texte für Diaschauen und insgesamt vier Fernsehfilme, Vortragsreihen an Volkshochschulen im In- und Ausland, Abhaltung von Seminaren für Ortschronisten, Lehrtätigkeit im Rahmen der Fremdenführerausbildung, Jurymitglied für die Verleihung von Landespreisen in Oberösterreich und Salzburg.&lt;br /&gt;
Schriftleiter der Mitteilungen und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (seit 1974), Kuratoriumsvorsitzender des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Krems (seit 1992); Präsident der Internationalen Paracelsus-Gesellschaft (IPG) in Salzburg (seit 2003). Zahlreiche Auszeichnungen kirchlicher und weltlicher Art (u. a. Ehrenring der Stadt Salzburg, Goldenes Verdienstzeichen und Ehrenbecher des Landes Salzburg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hobby und Privates ==&lt;br /&gt;
Seit 1969 verehelicht mit Elisabeth Dopsch, geb. Linzner. Zwei Töchter, Ulrike (Dr. med. univ., dzt. Facharztausbildung am LKH Zell am See) und Birgit (Dipl. Designerin und freischaffende Künstlerin), Sohn Martin (Mag. [FH] Multimedia-Art) und ein Enkel Manuel (Jg. 1997). Wohnsitz seit 1978 in Seekirchen am Wallersee. Hobbys sind verschiedene Arten von Sport (Wildwassersport, Skitouren, Skilanglauf, Radfahren, Mountainbiken, Bergwandern), Lektüre, Reisen, Ausstellungsbesuche und Ausstellungsdidaktik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Homepage der Universität [http://www.sbg.ac.at/ges/people/dopsch/home.htm]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wissenschaftler|Dopsch,Heinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Salzburgs Söhne und Töchter|Dopsch, Heinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus anderen Bundesländern|Dopsch, Heinz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Heinz_Dopsch&amp;diff=3988</id>
		<title>Heinz Dopsch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Heinz_Dopsch&amp;diff=3988"/>
		<updated>2007-02-26T20:56:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:heinz dopsch.jpg|thumb|Bildbeschreibung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heinz Dopsch&#039;&#039;&#039; (* [[1. November]] [[1942]] in [[Wien]]), Universitätsprofessor und stellvertretender Leiter des Fachbereichs Geschichte an der [[Universität Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dopsch maturierte 1960 am Bundesrealgymnasium XIX in Wien, es folgte ein Studium der Geschichte und der klassischen Philologie an der Universität Wien 1961-1968, 1969 folgte die Promotion zum Dr. phil. mit einer Dissertation über den steirischen Herrenstand. Absolvierung des Ausbildungskurses 1965-1968 am Institut für Österreichische Geschichtsforschung mit dem staatlichen Diplom (1968) und einer Staatsprüfungsarbeit über „Die Aribonen“.  1969 bis 1980 Assistent war Dopsch bei O. Univ. Prof. Dr. Hans Wagner, Lehrstuhl für Österreichische Geschichte am Historischen Institut der Universität Salzburg, 1977 Habilitation für das Fachgebiet der mittelalterlichen Geschichte und der Vergleichenden Landesgeschichte mit einer Arbeit über „Das Erzstift Salzburg im Mittelalter“. Ernennung zum außerordentlichen Universitätsprofessor 1980, Berufung auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Vergleichende Landesgeschichte an der Universität Salzburg 1984. &lt;br /&gt;
Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät 1991 bis 1993. Ao. Mitglied der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1988), korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (1994). Vorstand des Forschungsinstituts für Koptologie und Ägyptenkunde (1994-2004), Berufung auf den Lehrstuhl für Bayerische Geschichte des Mittelalters und Vergleichende Landesgeschichte an der Universität München 1996 (abgelehnt), Kuriensprecher der Professoren im Senat (1999-2003), Vorsitzender des Koordinationsausschusses (2001-2003), Stellvertretender Leiter des Fachbereichs Geschichte (seit 2004).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außeruniversitäre Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Leitung großer Ausstellungen (St. Peter 1982, vom Stadtrecht zur Bürgerbeteiligung 1987, Die Bajuwaren 1988), Organisation und Leitung von internationalen Kongressen (Salzburg in der europäischen Geschichte 1977, Virgil-Symposium 1984, Method-Symposium 1985, Paracelsus-Kongresse in Salzburg und Badgastein 1993, 1200 Jahre Erzbistum Salzburg 1998, Das Tauerngold im europäischen Vergleich 2000); Koordination und Leitung großer Forschungsprojekte (Armut in geistlichen Fürstentümern, Edelmetallbergbau im Ostalpenraum, Biblia Coptica – Die koptischen Bibeltexte), Drehbücher und Texte für Diaschauen und insgesamt vier Fernsehfilme, Vortragsreihen an Volkshochschulen im In- und Ausland, Abhaltung von Seminaren für Ortschronisten, Lehrtätigkeit im Rahmen der Fremdenführerausbildung, Jurymitglied für die Verleihung von Landespreisen in Oberösterreich und Salzburg.&lt;br /&gt;
Schriftleiter der Mitteilungen und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (seit 1974), Kuratoriumsvorsitzender des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Krems (seit 1992); Präsident der Internationalen Paracelsus-Gesellschaft (IPG) in Salzburg (seit 2003). Zahlreiche Auszeichnungen kirchlicher und weltlicher Art (u. a. Ehrenring der Stadt Salzburg, Goldenes Verdienstzeichen und Ehrenbecher des Landes Salzburg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hobby und Privates ==&lt;br /&gt;
Seit 1969 verehelicht mit Elisabeth Dopsch, geb. Linzner. Zwei Töchter, Ulrike (Dr. med. univ., dzt. Facharztausbildung am LKH Zell am See) und Birgit (Dipl. Designerin und freischaffende Künstlerin), Sohn Martin (Mag. [FH] Multimedia-Art) und ein Enkel Manuel (Jg. 1997). Wohnsitz seit 1978 in Seekirchen am Wallersee. Hobbys sind verschiedene Arten von Sport (Wildwassersport, Skitouren, Skilanglauf, Radfahren, Mountainbiken, Bergwandern), Lektüre, Reisen, Ausstellungsbesuche und Ausstellungsdidaktik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
[Homepage der Universität Salzburg]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wissenschaftler|Dopsch,Heinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Salzburgs Söhne und Töchter|Dopsch, Heinz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei:Heinz_dopsch.jpg&amp;diff=3973</id>
		<title>Datei:Heinz dopsch.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Datei:Heinz_dopsch.jpg&amp;diff=3973"/>
		<updated>2007-02-26T13:05:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Die_Weltkriege_(Geschichte)&amp;diff=3962</id>
		<title>Kategorie:Die Weltkriege (Geschichte)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Die_Weltkriege_(Geschichte)&amp;diff=3962"/>
		<updated>2007-02-25T21:32:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ersten Weltkrieg]] leistete Salzburg einen hohen Blutzoll. Von 49.000 Soldaten, die das Land stellte, fanden 6.000 den Tod. Zu ihnen zählte auch der Dichter [[Georg Trakl]], der 1914 im Lazarett von Krakau starb. Aber bereits mitten im Krieg erfolgte 1916 in Wien die Gründung der Salzburger Festspielgemeinde. Gegen Kriegsende kam es im September 1918 in der Landeshauptstadt zu Unruhen und Plünderungen durch eine hungrige Volksmenge. Die Proklamation der Republik &amp;quot;Deutschösterreich&amp;quot; am 12. November deutete bereits an, dass der Zusammenschluss mit Deutschland als einzige Überlebenschance des kleinen &amp;quot;Restösterreich&amp;quot; betrachtet wurde. Eine am 29. Mai 1921 in Salzburg durchgeführte, inoffizielle Volksabstimmung über den Anschluss an Deutschland ergab 98.986 Pro-Stimmen, nur 889 Personen waren dagegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zahlreiche Großprojekte werden durchgesetzt===&lt;br /&gt;
Der christlichsoziale Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]], der von 1922 bis 1938 an der Spitze der Landesregierung stand, suchte in den schwierigen Zeiten der Weltwirtschaftskrise die Zusammenarbeit auch mit den politischen Gegnern. Dem Ziel der Arbeitsbeschaffung diente die Durchführung zahlreicher Großprojekte, darunter der Bau der [[Gaisbergstraße]], der [[Schmittenhöhebahn]], der [[Großglockner-Hochalpenstraße]], des Fuscher Bärenwerkes und die Planung der [[Tauernkraftwerke]] trotz heftiger Widersprüche. Für die [[Salzburger Festspiele]], die unter der Regie von [[Max Reinhardt]] internationale Anerkennung gefunden hatten, erstellte Rehrl angesichts der finanziellen Krise 1925/26 ein Sanierungskonzept. Der Bau des [[(Kleinen) Festspielhauses]] 1937 bedeutete einen Höhepunkt in dieser Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Blutiger Putschversuch der Nazis===&lt;br /&gt;
Die tiefen politischen Gegensätze zwischen Christlichsozialen, Sozialdemokraten und Nationalsozialisten, die durch das Auftreten paramilitärischer Organisationen noch verschärft wurden und fast täglich Verletzte und Todesopfer forderten, verschonten auch Salzburg nicht. Der [[&amp;quot;Februaraufstand&amp;quot;]] 1934 verlief in Salzburg zwar weitgehend ruhig, aber auch hier wurde die sozialdemokratische Parteiführung verhaftet und die Partei aufgelöst. Der Putschversuch der Nationalsozialisten am 27. Juli forderte hingegen ein Dutzend Tote, vor allem im deutschnational geprägten [[Flachgau]] mit den Hochburgen [[Lamprechtshausen]] und [[Seekirchen]]. Der christlich-soziale Ständestaat, dessen Prinzipien 1934-1938 auch in Salzburg durchgesetzt wurden, vermochte die Machtergreifung der Nationalsozialisten zwar zu verzögern, aber nicht zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Viel Jubel beim Einmarsch Hitlers===&lt;br /&gt;
Dass der Einmarsch deutscher Truppen in Salzburg am 12. März 1938 mit besonderem Jubel begrüßt wurde, hatte mehrere Gründe. Einerseits war schon am Ende des 19. Jahrhunderts der Liberalismus von einem entschiedenen Deutschnationalismus abgelöst worden, was im Ergebnis der Volksabstimmung 1921 deutlich zum Ausdruck kam. Andererseits hatte die Arbeitsbeschaffungspolitik des NS-Regimes in dem Grenzland Salzburg, das zeitweise 32% Arbeitslose zählte, große Hoffnungen geweckt. [[Hitler]] selbst hielt sich häufig in unmittelbarer Nachbarschaft, auf dem [[&amp;quot;Berghof&#039;]] in [[Berchtesgaden]], auf. Die Volksabstimmung am 10. April brachte in Salzburg 157.595 Prostimmen, nur 463 Personen waren gegen den &amp;quot;Anschluss&amp;quot; an Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdische Geschäfte verwüstet===&lt;br /&gt;
Anfangs schienen sich die großen Hoffnungen der Salzburger Bevölkerung auch zu erfüllen. Autobahnbau, Rüstungsindustrie und Kraftwerksbau sorgten für Vollbeschäftigung. Aber bald zeigten sich auch die negativen Auswirkungen: in der [[Reichskristallnacht]] vom 10. zum 11. November wurden jüdische Geschäfte verwüstet und die Einrichtung der Synagoge zerstört. Kriegsgefangene, die zum Bau von Straßen und Brücken eingesetzt wurden, starben zu Tausenden. Besonders hart traf es die Russen im Kriegsgefangenenlager [[&amp;quot;Markt Pongau&amp;quot;]], wie [[St. Johann]] in der Zeit des NS-Regimes hieß. Für die Zigeuner gab es in Salzburg ein KZ, in dem viele ihr Leben ließen. Insgesamt 13.000 oppositionell gesinnte Personen wurden 1938 - 1945 verhaftet, darunter prominente Politiker wie der langjährige Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]]. 1942 wurden acht Eisenbahner, die der Widerstandsbewegung angehörten, hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===US-Bomben zerstörten Dom===&lt;br /&gt;
Den [[Bombenangriffen]] der Amerikaner, die im Oktober 1944 einsetzten, fielen in der Stadt Salzburg der Dom und 46 % der Wohnobjekte zum Opfer. Die gänzliche Zerstörung konnte dadurch verhindert werden, dass der gemäßigte Gauleiter, [[Dr. Gustav Adolf Scheel]], und der Kampfkommandant, [[Oberst Hans Lepperdinger]], die kampflose Übergabe der Stadt an amerikanische Truppen durchsetzten; Nach dem Kriegsende erhielt Salzburg, das in der amerikanischen Besatzungszone und damit im &amp;quot;goldenen Westen&amp;quot; lag, bald wieder politische und wirtschaftliche Bedeutung. Hier fanden die &amp;quot;Länderkonferenzen&amp;quot; des Jahres 1945 statt, auf denen die westlichen Bundesländer von Salzburg aus ihren Beitritt zur Regierung Renner und damit zur Zweiten Republik vollzogen. Die [[Festspiele]], die auch von den Nationalsozialisten sehr geschätzt worden waren, brachten bald wieder internationales Publikum in die Landeshauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Die Weltkriege (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_3&amp;diff=3961</id>
		<title>Geschichte des Landes, Teil 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_3&amp;diff=3961"/>
		<updated>2007-02-25T21:30:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==An der Grenze zu Deutschland - Salzburg im 20. Jahrhundert==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ersten Weltkrieg]] leistete Salzburg einen hohen Blutzoll. Von 49.000 Soldaten, die das Land stellte, fanden 6.000 den Tod. Zu ihnen zählte auch der Dichter [[Georg Trakl]], der 1914 im Lazarett von Krakau starb. Aber bereits mitten im Krieg erfolgte 1916 in Wien die Gründung der Salzburger Festspielgemeinde. Gegen Kriegsende kam es im September 1918 in der Landeshauptstadt zu Unruhen und Plünderungen durch eine hungrige Volksmenge. Die Proklamation der Republik &amp;quot;Deutschösterreich&amp;quot; am 12. November deutete bereits an, dass der Zusammenschluss mit Deutschland als einzige Überlebenschance des kleinen &amp;quot;Restösterreich&amp;quot; betrachtet wurde. Eine am 29. Mai 1921 in Salzburg durchgeführte, inoffizielle Volksabstimmung über den Anschluss an Deutschland ergab 98.986 Pro-Stimmen, nur 889 Personen waren dagegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zahlreiche Großprojekte werden durchgesetzt===&lt;br /&gt;
Der christlichsoziale Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]], der von 1922 bis 1938 an der Spitze der Landesregierung stand, suchte in den schwierigen Zeiten der Weltwirtschaftskrise die Zusammenarbeit auch mit den politischen Gegnern. Dem Ziel der Arbeitsbeschaffung diente die Durchführung zahlreicher Großprojekte, darunter der Bau der [[Gaisbergstraße]], der [[Schmittenhöhebahn]], der [[Großglockner-Hochalpenstraße]], des Fuscher Bärenwerkes und die Planung der [[Tauernkraftwerke]] trotz heftiger Widersprüche. Für die [[Salzburger Festspiele]], die unter der Regie von [[Max Reinhardt]] internationale Anerkennung gefunden hatten, erstellte Rehrl angesichts der finanziellen Krise 1925/26 ein Sanierungskonzept. Der Bau des [[(Kleinen) Festspielhauses]] 1937 bedeutete einen Höhepunkt in dieser Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Blutiger Putschversuch der Nazis===&lt;br /&gt;
Die tiefen politischen Gegensätze zwischen Christlichsozialen, Sozialdemokraten und Nationalsozialisten, die durch das Auftreten paramilitärischer Organisationen noch verschärft wurden und fast täglich Verletzte und Todesopfer forderten, verschonten auch Salzburg nicht. Der [[&amp;quot;Februaraufstand&amp;quot;]] 1934 verlief in Salzburg zwar weitgehend ruhig, aber auch hier wurde die sozialdemokratische Parteiführung verhaftet und die Partei aufgelöst. Der Putschversuch der Nationalsozialisten am 27. Juli forderte hingegen ein Dutzend Tote, vor allem im deutschnational geprägten [[Flachgau]] mit den Hochburgen [[Lamprechtshausen]] und [[Seekirchen]]. Der christlich-soziale Ständestaat, dessen Prinzipien 1934-1938 auch in Salzburg durchgesetzt wurden, vermochte die Machtergreifung der Nationalsozialisten zwar zu verzögern, aber nicht zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Viel Jubel beim Einmarsch Hitlers===&lt;br /&gt;
Dass der Einmarsch deutscher Truppen in Salzburg am 12. März 1938 mit besonderem Jubel begrüßt wurde, hatte mehrere Gründe. Einerseits war schon am Ende des 19. Jahrhunderts der Liberalismus von einem entschiedenen Deutschnationalismus abgelöst worden, was im Ergebnis der Volksabstimmung 1921 deutlich zum Ausdruck kam. Andererseits hatte die Arbeitsbeschaffungspolitik des NS-Regimes in dem Grenzland Salzburg, das zeitweise 32% Arbeitslose zählte, große Hoffnungen geweckt. [[Hitler]] selbst hielt sich häufig in unmittelbarer Nachbarschaft, auf dem [[&amp;quot;Berghof&#039;]] in [[Berchtesgaden]], auf. Die Volksabstimmung am 10. April brachte in Salzburg 157.595 Prostimmen, nur 463 Personen waren gegen den &amp;quot;Anschluss&amp;quot; an Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdische Geschäfte verwüstet===&lt;br /&gt;
Anfangs schienen sich die großen Hoffnungen der Salzburger Bevölkerung auch zu erfüllen. Autobahnbau, Rüstungsindustrie und Kraftwerksbau sorgten für Vollbeschäftigung. Aber bald zeigten sich auch die negativen Auswirkungen: in der [[Reichskristallnacht]] vom 10. zum 11. November wurden jüdische Geschäfte verwüstet und die Einrichtung der Synagoge zerstört. Kriegsgefangene, die zum Bau von Straßen und Brücken eingesetzt wurden, starben zu Tausenden. Besonders hart traf es die Russen im Kriegsgefangenenlager [[&amp;quot;Markt Pongau&amp;quot;]], wie [[St. Johann]] in der Zeit des NS-Regimes hieß. Für die Zigeuner gab es in Salzburg ein KZ, in dem viele ihr Leben ließen. Insgesamt 13.000 oppositionell gesinnte Personen wurden 1938 - 1945 verhaftet, darunter prominente Politiker wie der langjährige Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]]. 1942 wurden acht Eisenbahner, die der Widerstandsbewegung angehörten, hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===US-Bomben zerstörten Dom===&lt;br /&gt;
Den [[Bombenangriffen]] der Amerikaner, die im Oktober 1944 einsetzten, fielen in der Stadt Salzburg der Dom und 46 % der Wohnobjekte zum Opfer. Die gänzliche Zerstörung konnte dadurch verhindert werden, dass der gemäßigte Gauleiter, [[Dr. Gustav Adolf Scheel]], und der Kampfkommandant, [[Oberst Hans Lepperdinger]], die kampflose Übergabe der Stadt an amerikanische Truppen durchsetzten; Nach dem Kriegsende erhielt Salzburg, das in der amerikanischen Besatzungszone und damit im &amp;quot;goldenen Westen&amp;quot; lag, bald wieder politische und wirtschaftliche Bedeutung. Hier fanden die &amp;quot;Länderkonferenzen&amp;quot; des Jahres 1945 statt, auf denen die westlichen Bundesländer von Salzburg aus ihren Beitritt zur Regierung Renner und damit zur Zweiten Republik vollzogen. Die [[Festspiele]], die auch von den Nationalsozialisten sehr geschätzt worden waren, brachten bald wieder internationales Publikum in die Landeshauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beständiger Aufschwung beginnt===&lt;br /&gt;
Die Jahrzehnte der Zugehörigkeit zur Zweiten Republik bieten seit den von Hunger und Entbehrung gezeichneten ersten Nachkriegsjahren das Bild eines beständigen, ungehemmten Aufschwungs. Die langen Regierungszeiten der Landeshauptleute [[Klaus]] (1949 - 1961), [[Lechner]] (1961-1977), [[Haslauer]] (1977-1989) und [[Katschthaler]] (1989-1996) garantierten die Kontinuität der Landespolitik. Als wirtschaftliche und kulturelle Akzente in dieser Entwicklung sind die Fertigstellung der Tauernkraftwerke Glockner-Kaprun, der Bau der Tauernautobahn, die Gründung der Osterfestspiele, der Bau des Großen Festspielhauses, die Wiedererrichtung der Universität und die Erhebung des Mozarteums zur Hochschule hervorzuheben. Dank der Grenzlage kam es zur Niederlassung zahlreicher ausländischer, vor allem deutscher Firmen und Handelsgesellschaften. Damit blieb der Stadt Salzburg eine stärkere Industrialisierung erspart. In strukturschwachen Regionen wie dem [[Lungau]] und dem [[Pinzgau]] sorgten gezielte Förderungsmaßnahmen und der Ausbau der Verkehrsverbindungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen und bessere Lebensqualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grünlandgürtel wird festgelegt===&lt;br /&gt;
Die negativen Auswirkungen des &amp;quot;Wirtschaftswunders&amp;quot; und des übersteigerten Fremdenverkehrs wurden vor allem in der Stadt Salzburg rechtzeitig erkannt. Ein vorbildliches [[Altstadterhaltungsgesetz]] bewahrte den alten Stadtkern vor der Verunstaltung durch Hochhäuser und stillose Geschäftsbauten. Die grüne Bewegung, die sich in der Salzburger [[Bürgerliste]] rasch und schlagkräftig formierte, setzte die Sicherung eines breiten [[Grünlandgürtel]]s im Süden der Stadt durch. Auch auf dem Land formierten sich Protestbewegungen, die 1988 den Bau der zweiten Tunnelröhren der [[Tauernautobahn]] und damit ein Überhandnehmen des Durchzugsverkehrs verhinderten. Diese kritische Einstellung der Bevölkerung sorgt dafür, dass es auch nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Gemeinschaft zu keinem Ausverkauf kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird &amp;quot;rot&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2004 kam es zu einem politischen Umschwung: Die SPÖ errang erstmals bei einer Landtagswahl die Mehrheit an Stimmen und Mandaten, Frau [[Mag. Gabriele Burgstaller]] trat als Landeshauptfrau an die Stelle von Landeshauptmann Doz. [[Dr. Franz Schausberger]]. Seither wurden eine Reihe von Großprojekten teils verwirklicht, teils in Angriff genommen: Das Mozart-Jubiläum 2006 brachte einen Rekord an Zuschauern und Einnahmen, das [[Kleine Festspielhaus]] wurde umgestaltet und als [[Haus für Mozart]] neu eröffnet und das [[Salzburger Museum C. A.]] bezog mit der Ausstellung „Viva Mozart“ seine neue Heimstätte im Neugebäude. Während sich der Bau der zweiten Tunnelröhre durch den Katschberg der Vollendung nähert, werden der Ausbau des Tauerntunnels und die Fertigstellung des Kraftwerks Kaprun II noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Trotz des starken Anstiegs der Energiekosten gelang es der Salzburger Wirtschaft, die Exporte deutlich zu steigern und erstmals seit vielen Jahren die Zahl der Arbeitslosen zu senken. Salzburg kann sich jedenfalls auch in Zukunft auf seine gesunde Wirtschaft, auf seine große Geschichte und kulturelle Tradition stützen, denen es seine Spitzenposition im Westen Österreichs verdankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_3&amp;diff=3960</id>
		<title>Geschichte des Landes, Teil 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_3&amp;diff=3960"/>
		<updated>2007-02-25T21:29:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===An der Grenze zu Deutschland - Salzburg im 20. Jahrhundert===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ersten Weltkrieg]] leistete Salzburg einen hohen Blutzoll. Von 49.000 Soldaten, die das Land stellte, fanden 6.000 den Tod. Zu ihnen zählte auch der Dichter [[Georg Trakl]], der 1914 im Lazarett von Krakau starb. Aber bereits mitten im Krieg erfolgte 1916 in Wien die Gründung der Salzburger Festspielgemeinde. Gegen Kriegsende kam es im September 1918 in der Landeshauptstadt zu Unruhen und Plünderungen durch eine hungrige Volksmenge. Die Proklamation der Republik &amp;quot;Deutschösterreich&amp;quot; am 12. November deutete bereits an, dass der Zusammenschluss mit Deutschland als einzige Überlebenschance des kleinen &amp;quot;Restösterreich&amp;quot; betrachtet wurde. Eine am 29. Mai 1921 in Salzburg durchgeführte, inoffizielle Volksabstimmung über den Anschluss an Deutschland ergab 98.986 Pro-Stimmen, nur 889 Personen waren dagegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zahlreiche Großprojekte werden durchgesetzt===&lt;br /&gt;
Der christlichsoziale Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]], der von 1922 bis 1938 an der Spitze der Landesregierung stand, suchte in den schwierigen Zeiten der Weltwirtschaftskrise die Zusammenarbeit auch mit den politischen Gegnern. Dem Ziel der Arbeitsbeschaffung diente die Durchführung zahlreicher Großprojekte, darunter der Bau der [[Gaisbergstraße]], der [[Schmittenhöhebahn]], der [[Großglockner-Hochalpenstraße]], des Fuscher Bärenwerkes und die Planung der [[Tauernkraftwerke]] trotz heftiger Widersprüche. Für die [[Salzburger Festspiele]], die unter der Regie von [[Max Reinhardt]] internationale Anerkennung gefunden hatten, erstellte Rehrl angesichts der finanziellen Krise 1925/26 ein Sanierungskonzept. Der Bau des [[(Kleinen) Festspielhauses]] 1937 bedeutete einen Höhepunkt in dieser Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Blutiger Putschversuch der Nazis===&lt;br /&gt;
Die tiefen politischen Gegensätze zwischen Christlichsozialen, Sozialdemokraten und Nationalsozialisten, die durch das Auftreten paramilitärischer Organisationen noch verschärft wurden und fast täglich Verletzte und Todesopfer forderten, verschonten auch Salzburg nicht. Der [[&amp;quot;Februaraufstand&amp;quot;]] 1934 verlief in Salzburg zwar weitgehend ruhig, aber auch hier wurde die sozialdemokratische Parteiführung verhaftet und die Partei aufgelöst. Der Putschversuch der Nationalsozialisten am 27. Juli forderte hingegen ein Dutzend Tote, vor allem im deutschnational geprägten [[Flachgau]] mit den Hochburgen [[Lamprechtshausen]] und [[Seekirchen]]. Der christlich-soziale Ständestaat, dessen Prinzipien 1934-1938 auch in Salzburg durchgesetzt wurden, vermochte die Machtergreifung der Nationalsozialisten zwar zu verzögern, aber nicht zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Viel Jubel beim Einmarsch Hitlers===&lt;br /&gt;
Dass der Einmarsch deutscher Truppen in Salzburg am 12. März 1938 mit besonderem Jubel begrüßt wurde, hatte mehrere Gründe. Einerseits war schon am Ende des 19. Jahrhunderts der Liberalismus von einem entschiedenen Deutschnationalismus abgelöst worden, was im Ergebnis der Volksabstimmung 1921 deutlich zum Ausdruck kam. Andererseits hatte die Arbeitsbeschaffungspolitik des NS-Regimes in dem Grenzland Salzburg, das zeitweise 32% Arbeitslose zählte, große Hoffnungen geweckt. [[Hitler]] selbst hielt sich häufig in unmittelbarer Nachbarschaft, auf dem [[&amp;quot;Berghof&#039;]] in [[Berchtesgaden]], auf. Die Volksabstimmung am 10. April brachte in Salzburg 157.595 Prostimmen, nur 463 Personen waren gegen den &amp;quot;Anschluss&amp;quot; an Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdische Geschäfte verwüstet===&lt;br /&gt;
Anfangs schienen sich die großen Hoffnungen der Salzburger Bevölkerung auch zu erfüllen. Autobahnbau, Rüstungsindustrie und Kraftwerksbau sorgten für Vollbeschäftigung. Aber bald zeigten sich auch die negativen Auswirkungen: in der [[Reichskristallnacht]] vom 10. zum 11. November wurden jüdische Geschäfte verwüstet und die Einrichtung der Synagoge zerstört. Kriegsgefangene, die zum Bau von Straßen und Brücken eingesetzt wurden, starben zu Tausenden. Besonders hart traf es die Russen im Kriegsgefangenenlager [[&amp;quot;Markt Pongau&amp;quot;]], wie [[St. Johann]] in der Zeit des NS-Regimes hieß. Für die Zigeuner gab es in Salzburg ein KZ, in dem viele ihr Leben ließen. Insgesamt 13.000 oppositionell gesinnte Personen wurden 1938 - 1945 verhaftet, darunter prominente Politiker wie der langjährige Landeshauptmann [[Dr. Franz Rehrl]]. 1942 wurden acht Eisenbahner, die der Widerstandsbewegung angehörten, hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===US-Bomben zerstörten Dom===&lt;br /&gt;
Den [[Bombenangriffen]] der Amerikaner, die im Oktober 1944 einsetzten, fielen in der Stadt Salzburg der Dom und 46 % der Wohnobjekte zum Opfer. Die gänzliche Zerstörung konnte dadurch verhindert werden, dass der gemäßigte Gauleiter, [[Dr. Gustav Adolf Scheel]], und der Kampfkommandant, [[Oberst Hans Lepperdinger]], die kampflose Übergabe der Stadt an amerikanische Truppen durchsetzten; Nach dem Kriegsende erhielt Salzburg, das in der amerikanischen Besatzungszone und damit im &amp;quot;goldenen Westen&amp;quot; lag, bald wieder politische und wirtschaftliche Bedeutung. Hier fanden die &amp;quot;Länderkonferenzen&amp;quot; des Jahres 1945 statt, auf denen die westlichen Bundesländer von Salzburg aus ihren Beitritt zur Regierung Renner und damit zur Zweiten Republik vollzogen. Die [[Festspiele]], die auch von den Nationalsozialisten sehr geschätzt worden waren, brachten bald wieder internationales Publikum in die Landeshauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beständiger Aufschwung beginnt===&lt;br /&gt;
Die Jahrzehnte der Zugehörigkeit zur Zweiten Republik bieten seit den von Hunger und Entbehrung gezeichneten ersten Nachkriegsjahren das Bild eines beständigen, ungehemmten Aufschwungs. Die langen Regierungszeiten der Landeshauptleute [[Klaus]] (1949 - 1961), [[Lechner]] (1961-1977), [[Haslauer]] (1977-1989) und [[Katschthaler]] (1989-1996) garantierten die Kontinuität der Landespolitik. Als wirtschaftliche und kulturelle Akzente in dieser Entwicklung sind die Fertigstellung der Tauernkraftwerke Glockner-Kaprun, der Bau der Tauernautobahn, die Gründung der Osterfestspiele, der Bau des Großen Festspielhauses, die Wiedererrichtung der Universität und die Erhebung des Mozarteums zur Hochschule hervorzuheben. Dank der Grenzlage kam es zur Niederlassung zahlreicher ausländischer, vor allem deutscher Firmen und Handelsgesellschaften. Damit blieb der Stadt Salzburg eine stärkere Industrialisierung erspart. In strukturschwachen Regionen wie dem [[Lungau]] und dem [[Pinzgau]] sorgten gezielte Förderungsmaßnahmen und der Ausbau der Verkehrsverbindungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen und bessere Lebensqualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grünlandgürtel wird festgelegt===&lt;br /&gt;
Die negativen Auswirkungen des &amp;quot;Wirtschaftswunders&amp;quot; und des übersteigerten Fremdenverkehrs wurden vor allem in der Stadt Salzburg rechtzeitig erkannt. Ein vorbildliches [[Altstadterhaltungsgesetz]] bewahrte den alten Stadtkern vor der Verunstaltung durch Hochhäuser und stillose Geschäftsbauten. Die grüne Bewegung, die sich in der Salzburger [[Bürgerliste]] rasch und schlagkräftig formierte, setzte die Sicherung eines breiten [[Grünlandgürtel]]s im Süden der Stadt durch. Auch auf dem Land formierten sich Protestbewegungen, die 1988 den Bau der zweiten Tunnelröhren der [[Tauernautobahn]] und damit ein Überhandnehmen des Durchzugsverkehrs verhinderten. Diese kritische Einstellung der Bevölkerung sorgt dafür, dass es auch nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Gemeinschaft zu keinem Ausverkauf kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird &amp;quot;rot&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2004 kam es zu einem politischen Umschwung: Die SPÖ errang erstmals bei einer Landtagswahl die Mehrheit an Stimmen und Mandaten, Frau [[Mag. Gabriele Burgstaller]] trat als Landeshauptfrau an die Stelle von Landeshauptmann Doz. [[Dr. Franz Schausberger]]. Seither wurden eine Reihe von Großprojekten teils verwirklicht, teils in Angriff genommen: Das Mozart-Jubiläum 2006 brachte einen Rekord an Zuschauern und Einnahmen, das [[Kleine Festspielhaus]] wurde umgestaltet und als [[Haus für Mozart]] neu eröffnet und das [[Salzburger Museum C. A.]] bezog mit der Ausstellung „Viva Mozart“ seine neue Heimstätte im Neugebäude. Während sich der Bau der zweiten Tunnelröhre durch den Katschberg der Vollendung nähert, werden der Ausbau des Tauerntunnels und die Fertigstellung des Kraftwerks Kaprun II noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Trotz des starken Anstiegs der Energiekosten gelang es der Salzburger Wirtschaft, die Exporte deutlich zu steigern und erstmals seit vielen Jahren die Zahl der Arbeitslosen zu senken. Salzburg kann sich jedenfalls auch in Zukunft auf seine gesunde Wirtschaft, auf seine große Geschichte und kulturelle Tradition stützen, denen es seine Spitzenposition im Westen Österreichs verdankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_2&amp;diff=3959</id>
		<title>Geschichte des Landes, Teil 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes,_Teil_2&amp;diff=3959"/>
		<updated>2007-02-25T21:18:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Vom geistlichen Fürstentum zum Land Salzburg==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Adalbert II.]], der 1183 erneut an die Macht kam, vollzog den Ausgleich mit Friedrich Barbarossa und den Übergang Salzburgs ins kaiserliche Lager. Um 1185 eröffnete er den[[ Salzbergbau auf dem Dürrnberg]], der in römischer Zeit zum Erliegen gekommen war. Der Salinenort am Salzachufer, zu dem die Sole vom [[Dürrnberg]] in Holzrohren geleitet und dort auf großen Pfannen versotten wurde, erhielt im Gegensatz zu Reichenhall den Namen [[Hallein]] (haellinum von Hall = Salz), das &amp;quot;kleine Hall&amp;quot;. [[Erzbischof Eberhard II.]] (1200-1246) aus dem Geschlecht der Edlen von Regensberg (bei Zürich), der bedeutendste Salzburger Kirchenfürst des Mittelalters, sicherte der neuen Saline durch sehr modern anmutende Maßnahmen die Vorherrschaft im Ostalpenraum: Zunächst steigerte er die Produktion enorm und unterbot den üblichen Salzpreis bei weitem. Als er mit Hilfe des Dumpings die ältere Saline Reichenhall vom Markt verdrängt hatte, griff er zum Mittel der Valorisation, beschränkte die Produktion und hob den Salzpreis wieder stark an. Durch die Beherrschung des Wasserwegs auf der Salzach, der einzigen leistungsfähigen Transportroute, konnten die Erzbischöfe auch den Export der konkurrierenden Salinen Reichenhall und Berchtesgaden kontrollieren. Die Salzschifffahrt von Hallein über Laufen nach Passau wurde noch im 13. Jahrhundert durch erzbischöfliche Urkunden genau geregelt. Der Salzexport blieb bis zum Ende der geistlichen Herrschaft die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle der Erzbischöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Vater des Landes Salzburg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eberhard II.]] wird gerne als &amp;quot;Vater des Landes Salzburg&amp;quot; bezeichnet. In engem Zusammenwirken mit Kaiser [[Friedrich II.]], dem er trotz Kirchenbann bis in den Tod die Treue hielt, gelang ihm durch die Erwerbung von Grafschaften und Herrschaften der Aufbau eines großen, geschlossenen Herrschaftsgebietes. Während die benachbarten Bistümer Brixen und Trient damals von ihren weltlichen Schutzherren (Vögten), den Grafen von Tirol, in das werdende Land Tirol eingebunden wurde, setzte Eberhard in Salzburg die Entmachtung der Vögte durch. Rechtsprechung und Verwaltung übertrug er den von ihm eingesetzten Beamten und sicherte damit den Bestand der geistlichen Herrschaft für Jahrhunderte. Seit dem 12. Jahrhundert wurden die Salzburger Erzbischöfe als &amp;quot;Reichsfürsten&amp;quot; tituliert und waren damit den bayerischen Herzogen gleichgestellt. Trotzdem bestand das von ihnen beherrschte Fürstentum nur aus &amp;quot;Herrschaften und Territorien&amp;quot;, aus &amp;quot;Grafschaften, Gerichten und Vogteien&amp;quot; und galt weiterhin als Teil des Herzogtums Bayern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Trennung von Bayern vollzogen===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Friedrich von Walchen]] (1270-1284) war ein treuer Parteigänger König Rudolfs 1. von Habsburg. Er hatte entscheidenden Anteil an dessen Sieg über [[König Přemysl Otakar II. von Böhmen]] in der [[Schlacht bei Dürnkrut]] 1278 und der Festsetzung der Habsburger in Österreich. Als [[Erzbischof Friedrich III.]] den Habsburger Friedrich den Schönen im Kampf um die deutsche Königskrone unterstützte, erlitt er in der Schlacht bei Mühldorf 1322 eine schwere Niederlage gegen den späteren [[Kaiser Ludwig]] den Bayer. Die Auslösung der gefangenen Salzburger Soldritter und der von den Bayern eroberten Grenzstadt Tittmoning verursachte derart hohe Kosten, dass der Erzbischof die hohe Geistlichkeit und den Adel um die Erlaubnis bitten musste, von deren Hintersassen eine außerordentliche Steuer einzuheben. Auf Drängen des Adels erließ er 1328 ein umfangreiches Gesetz als erste &amp;quot;Landesordnung&amp;quot;, mit der er sich demonstrativ vom Rechtsbereich des Herzogtums Bayern abgrenzte. [[Erzbischof Heinrich von Pirnbrunn]] sprach in der Bergordnung für Gastein und Rauris 1342 erstmals von seinem Land Salzburg und brachte damit deutlich zum Ausdruck, dass die Trennung Salzburgs vom &amp;quot;Mutterland&amp;quot; Bayern endgültig vollzogen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Am Weg zum landesfürstlichen Absolutismus===&lt;br /&gt;
Als [[Erzbischof Pilgrim II. von Puchheim]] 1387 von den bayerischen Herzogen gefangen genommen wurde, scheiterten diese am entschlossenen Auftreten der Landstände und dem bereits ausgeprägten Salzburger Landesbewusstsein. Adel und Städte, die sich 1403 im &amp;quot;Igelbund&amp;quot; zusammenschlossen, konnten ihre Forderungen gegen den Erzbischof nicht durchsetzen. Die Salzburger &amp;quot;Landschaft&amp;quot;, die sich aus den drei Ständen der Prälaten (der hohen Geistlichkeit), des Adels und der Städte und Märkte zusammensetzte, besaßen zwar das Recht auf die Bewilligung von außerordentlichen Steuern, aus denen sich die allgemeinen Landessteuern entwickelten, erlangte aber kaum politischen Einfluss. Die Bauern, die das allgemeine Aufgebot stellten, wurden zwar 1456-1543 in Fragen der Landesverteidigung zu den Landtagen beigezogen, bildeten aber niemals einen gleichberechtigten vierten Stand wie im benachbarten Tirol. Einzig das Domkapitel, das vor der Wahl den künftigen Erzbischof an schriftliche Forderungen (Wahlkapitulationen) zu binden suchte und in Zeiten der Sedisvakanz die Zwischenregierung führte, bildete ein Gegengewicht gegen den übermächtigen geistlichen Landesherrn. Durch die geringe Bedeutung der Landstände war in Salzburg der Weg zum landesfürstlichen Absolutismus früher als in anderen Ländern vorgezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Um Recht und Glauben==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Erzbischof Rudolf von Hohenegg]] 1287 den Streit zwischen den alteingesessenen Salzburger Bürgern und zugezogenen Neureichen im [[&amp;quot;Sühnebrief&amp;quot;]] schlichtete, verlieh er der Stadt ein erstes schriftliches Stadtrecht. Das Bürgertum vermochte sich erfolgreich in den Handel zwischen Venedig und den süddeutschen Reichsstädten Nürnberg, Regensburg und Augsburg einzuschalten. Im Spätmittelalter standen Salzburger Kaufleute im Venedighandel an zweiter Stelle hinter den Nürnbergern und engagierten sich außerdem auf den Märkten in Linz und im Handel entlang der Donau nach Wien. Handwerk und Gewerbe in der Stadt blühten. Der Reichtum des Bürgertums kam in bedeutenden Bauten zum Ausdruck: Hans Stetheimer und Stefan Krumenauer schufen im Auftrag der Bürgerschaft den prachtvollen Hallenchor der Stadtpfarrkirche (der heutigen. [[Franziskanerkirche]]), der 1452 geweiht wurde. Ihn schmückte einst der größte Flügelaltar der Spätgotik. Der Bildschnitzer [[Michael Pacher]] aus Bruneck in Südtirol hatte 1484 von Salzburger Kaufleuten den Auftrag zu diesem monumentalen Werk erhalten. Die gotische Madonna des Pacher-Altars, die [[Fischer von Erlach]] in das Zentrum seines barocken Hochaltars gestellt hat, lässt heute noch die Qualität dieses verlorenen Meisterwerks nachempfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bürgerschaft drängt auf Einfluss===&lt;br /&gt;
Mit dem zunehmenden Wohlstand strebte die Bürgerschaft auch nach politischem Einfluss. Sie verlangte Anteil am Stadtregiment, das bis dahin allein in der Hand des Erzbischofs lag. Als [[Erzbischof Bernhard von Rohr]] in eine langwierige Auseinandersetzung mit [[Kaiser Friedrich III.]] verwickelt wurde, ergriff die Bürgerschaft für den Kaiser Partei. Dieser verlieh 1481 der Stadt im [[&amp;quot;Ratsbrief&amp;quot;]] das Recht der freien Wahl von Stadtrat und Bürgermeister sowie &amp;quot;dieselben Rechte, wie sie andere Reichsstädte besitzen&amp;quot;. Den daraus resultierenden Konflikt, der sich immer mehr zuspitzte, löste Erzbischof Leonhard von Keutschach (1495-1519) durch einen Gewaltstreich: Er lud Bürgermeister und Stadtrat zu einem Gastmahl, nahm sie gefangen und zwang sie zur Auslieferung des &amp;quot;Ratsbriefs&amp;quot; und aller Privilegien. Erneute Freiheitsregungen der Bürgerschaft unterdrückte [[Kardinal Matthäus Lang]] im [[&amp;quot;Lateinischen Krieg&amp;quot;]] 1523 mit dem Einsatz von Söldnern. Die 1524 erlassene &amp;quot;Stadt- und Polizeiordnung&amp;quot; sicherte die absolute Stadtherrschaft des Erzbischofs bis zum Ende des geistlichen Staates (1803).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Aufstand der Bauern===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Leonhard von Keutschach]] hatte die Feste Hohensalzburg zu einer uneinnehmbaren Zwingburg ausgebaut und dort, wo er sich vor der Bürgerschaft sicher fühlte, seinen Wohnsitz genommen. Als sich 1525 Bauern, Bürger und Bergknappen, beeinflusst von den reformatorischen Ideen [[Martin Luther]]s, gegen [[Kardinal Matthäus Lang]] erhoben, scheiterte dieser Aufstand vor den Mauern von Hohensalzburg. Die Gewerken (Bergbauunternehmer) von [[Gastein]] und [[Rauris]], die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Position gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft. Nur die radikale Bürgerschaft der Stadt Salzburg forderte die Beseitigung der geistlichen Landesherrschaft. Ein zweiter Aufstand, den der Tiroler Bauernführer [[Michael Gaismair]] mit seinen Gefährten im Frühjahr 1526 organisierte und leitete, zerbrach an den Mauern von [[Radstadt]] und wurde mit einem Blutgericht geahndet. Die evangelische Bewegung blieb jedoch in den Gebirgsgauen, wo keine wirksame Kontrolle möglich war, bis ins 18. Jahrhundert als Geheimprotestantismus lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Zeitalter Wolf Dietrichs===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau]] (1587-1612), ist durch seine romantische Liebesbeziehung zur schönen Bürgertochter [[Salome Alt]], die ihm zahlreiche Kinder gebar, und durch sein tragisches Ende zum populärsten Salzburger Kirchenfürsten geworden. Von italienischen Vorbildern beeinflusst, begann er mit dem großzügigen Umbau der verwinkelten und schmutzigen Stadt Salzburg. Durch den Abriss von über 60 Bürgerhäusern wurde Raum geschaffen für jene fünf Plätze, die nach den Vorstellungen des venezianischen Architekten [[Vicenzo Scamozzi]] das Bild der idealen Stadt prägten. Auch der durch einen Brand beschädigte Dom wurde 1598 abgerissen und sollte durch eine viel größere Kathedrale nach Plänen Scamozzis ersetzt werden. Als Wolf Dietrich wegen des Salzexports einen Krieg mit [[Herzog Maximilian I.]] von Bayern begann, von diesem gefangen genommen wurde und nach fünfjähriger Gefangenschaft auf Hohensalzburg starb, war von seinen Plänen nur wenig ausgeführt worden. Erst 1628, mitten im Dreißigjährigen Krieg, konnte der von Santino Solari aus Verna erbaute, deutlich bescheidenere Dom geweiht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schloss Hellbrunn ersteht===&lt;br /&gt;
Es ist ein merkwürdiger Gegensatz, dass die prachtvolle Ausgestaltung der Stadt Salzburg zu einem&lt;br /&gt;
Zeitpunkt erfolgte, als die Blüte des [[Goldbergbau]]s in Gastein und Rauris bereits vorüber war und der Export des [[Halleiner Salz]]es aufgrund der 1611 geschlossenen Salzverträge in bayerischer Hand lag. Da auch der einträgliche Handel nach Venedig allmählich nachließ, ging der großzügige Bau von Schlössern und Kirchen zu Lasten der Bevölkerung. Der [[Dombaumeister Santino Solari]] schuf für [[Erzbischof Markus Sittikus]] (1612 - 1619) das [[Schloss Hellbrunn]] und baute im Auftrag von [[Paris Lodron]] (1619 - 1653) Salzburg zur Festungsstadt um. Dank der klugen Neutralitätspolitik des Erzbischofs bildete Salzburg im Dreißigjährigen Krieg eine &amp;quot;wehrhafte Friedensinsel&amp;quot; und die 1622 gegründete Benediktiner-Universität erlebte einen raschen Aufschwung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fischer von Erlach kommt===&lt;br /&gt;
[[Erzbischof Johann Ernst Graf Thun]] (1697 - 1709) berief [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] nach Salzburg und vollzog damit den Übergang vom bis dahin dominierenden &amp;quot;italienischen&amp;quot; zum &amp;quot;österreichischen&amp;quot; [[Barock]]. Fischer schuf in Salzburg die [[Dreifaltigkeitskirche]], die [[Ursulinenkirche]], die [[Kollegienkirche]], das [[St Johannes-Spital]] samt Kirche, das [[Lustschloss Kleßheim]] und die Pläne für den prachtvollen [[Mirabellgarten]]. Das [[Schloss Mirabell]] hat sein größter Konkurrent, [[Lukas von Hildebrandt]], gebaut. Mit dem 1740 vollendeten [[Schloss Leopoldskron]] wurde der Kreis von Lustschlössern rund um die Stadt Salzburg vollendet. Der Name des Bauherrn, [[Erzbischof Leopold Anton Graf Firmian]], ist jedoch durch die tragische Maßnahme der Protestantenausweisung 1731/32 verdunkelt. Um die Einheit des Glaubens wiederherzustellen, mussten über 20.000 Protestanten aus den Gebirgsgauen innerhalb kürzester Zeit ihre Heimat verlassen. Sie fanden vor allem im entvölkerten Ostpreußen (Regierungsbezirk Gumbinnen) Aufnahme, wo sie als Kolonisten sehr geschätzt waren. Andere Gruppen von Emigranten gelangten nach Holland und sogar bis nach Ebenezer im Staate Georgia (USA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mozart geht enttäuscht===&lt;br /&gt;
Unter dem letzten regierenden Fürsterzbischof, [[Hieronymus Colloredo]] (1772 - 1803), wurde Salzburg zum Zentrum der Aufklärung in Süddeutschland. Wissenschaft, Literatur und Medienwesen blühten, das Schulwesen wurde gründlich reformiert. [[Lorenz Hübner]] gab seine „Oberdeutsche allgemeine Literaturzeitung“ in Salzburg heraus und der Ruf des Naturwissenschafters [[Carl Ehrenbert Frh. von Moll]] war so groß, dass [[Alexander Humboldt]] sich einen ganzen Winter lang seiner Bibliothek widmete. Die von [[Franz Thaddäus von Kleimayrn]] verfasste „Iuvavia“ leitete die moderne Geschichtsschreibung ein. Mit der traditionsreichen Hofmusik ging der durchaus musikalische aber sparsame Erzbischof Colloredo deutlich strenger um als sein Vorgänger Schrattenbach. [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verließ enttäuscht seine Heimatstadt, um in Wien Karriere zu machen. Die französischen Revolutionskriege machten die als veraltet und überholt angesehenen geistlichen Staaten zum Entschädigungsobjekt der Großmächte. Schon drei Jahre bevor im Reichsdeputationshauptschluss von Regensburg 1803 die Säkularisation Salzburgs verfügt wurde, war Colloredo aus seiner Residenzstadt geflohen. Er hat durch die beharrliche Verweigerung seines Rücktritts zwar den Fortbestand des Erzbistums Salzburg als geistlicher Institution erreicht, im Wiener Exil jedoch für das schwere Schicksal seiner früheren Untertanen kaum Verständnis gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vom Kurfürstentum zum Bundesland - Der steinige Weg nach Österreich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik. Zunächst bildete es mit Passau, Eichstätt und Berchtesgaden ein Kurfürstentum, mit dem [[Großherzog Ferdinand]], der Bruder von [[Kaiser Franz II.]], für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Nach positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer medizinischen Fakultät führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, 1806, an Österreich. Nur die exponierte Lage an der Grenze zu Bayern, einem Verbündeten Napoleons, sicherte damals den Fortbestand des Landes. 1809 wurde Salzburg von französischen Truppen besetzt. Auf Initiative des kampferprobten [[Kapuzinerpaters Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer]], griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Josef Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Josef Panzl]] aus [[Mühlbach]] im Pinzgau mit ihren Schützen besonders aus. Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bayern verschleppten Wertgegenstände===&lt;br /&gt;
Die Machtergreifung durch den bayerischen König [[Max I. Joseph]] wurde 1810 in Salzburg freudig begrüßt. [[Kronprinz Ludwig]] residierte als Generalgouverneur des Inn- und Salzachkreises im [[Schloss Mirabell]], wo sein Sohn Otto, der spätere König von Griechenland geboren wurde. Die zentralistischen Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und 1810 zur Aufhebung der Universität führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe. Als sich nach den Vereinbarungen von Ried (1813) für Bayern der Verlust Salzburgs abzeichnete, trachtete die Regierung noch rasch soviel wie möglich aus dem Land herauszupressen. Nachdem schon [[Kurfürst Ferdinand]], die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern die letzten Bestände fort. Öffentliche Gebäude wurden verschleudert und wertvolle Liegenschaften wie die Hofbrauerei in Kaltenhausen und die Marmorsteinbrüche am Untersberg, teilweise durch vordatierte Urkunden, in den Besitz der Wittelsbacher übertragen. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen bitteren Nachgeschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der oberösterreichischen Regierung unterstellt===&lt;br /&gt;
Auf dem [[Wiener Kongress]] war 1816 der Übergang Salzburgs an Österreich beschlossen worden. Mit dem [[Rupertiwinkel]] am linken Ufer der [[Salzach]] musste jedoch das wirtschaftlich wertvollste Gebiet an Bayern abgetreten werden, das Gericht ltter mit dem Markt Hopfgarten, das Zillertal und Windischmatrei (heute Matrei in Osttirol) wurden zu Tirol geschlagen. Das völlig verschuldete und ausgeblutete Land Salzburg zierte zwar als &amp;quot;Herzogtum&amp;quot; den Titel des österreichischen Kaisers, verlor aber seine Selbständigkeit und wurde als fünfter Kreis der oberösterreichischen Landesregierung in Linz unterstellt. Mit dem Verlust der Residenz wanderten die Hofbediensteten und Beamten ab, die Bevölkerung der Stadt ging von 16.000 Bewohnern auf weniger als 12.000 zurück, Lustschlösser und Paläste verödeten und 1818 legte ein Brand den Stadtteil am rechten Salzachufer samt dem Schloss Mirabell in Schutt und Asche. Nach Missernten in den Jahren 1814-1816 forderte eine große Hungersnot zahlreiche Todesopfer unter der Bevölkerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg wird zum Betteldorf===&lt;br /&gt;
Der Beginn der österreichischen Herrschaft stand also unter keinem guten Stern. Die zentralistische Verwaltung des riesigen Kaiserstaates hatte ihrerseits für ein kleines Gebiet wie Salzburg kein Verständnis. Alle Bitten der Bürgerschaft um Wiederherstellung des Landes und der Landschaft, um Gewährung einer eigenen Landesregierung, um die Residenz eines kaiserlichen Prinzen in Salzburg und um Wiedererrichtung der Universität verhallten ungehört, ebenso die Klagen, dass Salzburg &amp;quot;zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken&amp;quot; sei. Die Armut der Bevölkerung nahm zu und die intensive polizeiliche Überwachung und Bespitzelung in der Zeit des Vormärz (1816-1848) unterdrückte alle politischen Regungen. Das Bürgertum zog sich ins biedermeierliche Privatleben zurück und die Bevölkerung in Stadt und Land versank in tiefe Apathie und Hoffnungslosigkeit. &amp;quot;Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten&amp;quot; schrieb [[Franz Schubert]] anlässlich seines Besuchs in Salzburg 1837.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg kämpft sich zurück===&lt;br /&gt;
Erst die Aktivitäten des aus Tirol stammenden Advokaten [[Dr. Alois Fischer]], der später Landeschef von Oberösterreich wurde, und das Revolutionsjahr 1848 führten zu einem Umschwung. Salzburg wurde zu einem Kronland der Monarchie und erhielt – verzögert durch die Ära des Neoabsolutismus – 1860/61 eigene Landesbehörden und Landstände. Übergeordnete Behörden wie die Bundesbahndirektion, das Oberlandesgericht und die Post- und - Telegraphendirektion für Salzburg, die ihren Sitz in Linz hatten bzw. noch haben, erinnerten lange an die Zeit als fünfter Kreis von Oberösterreich, die von den Salzburgern als tiefe Erniedrigung empfunden wurde. Der Weg nach Österreich war steinig und entbehrungsreich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Bauboom greift um sich===&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn im Jahr 1860, die Salzburg mit Wien und München verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Als [[Kaiser Franz Josef]] im selben Jahr Salzburg als Festung aufließ und die Bastionen, die bis dahin die Stadt wie ein Korsett eingeschnürt hatten, der Bürgerschaft schenkte, setzte ein zunehmender Bauboom ein. Der Eisenbahnunternehmer Karl Freiherr von Schwarz führte die Regulierung der Salzach durch und nahm den Bau der &amp;quot;Neustadt&amp;quot; am rechten Salzachufer in Angriff. Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der [[Internationalen Stiftung Mozarteum]] (1880) zum Ausdruck. Seit 1870 formierten sich die politischen Parteien, unter denen die Konservativen und die Liberalen dominierten. Der Liberalismus alter Prägung wurde jedoch am Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend von einem radikalen Deutschnationalismus und Antisemitismus abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kelten&amp;diff=3958</id>
		<title>Kelten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kelten&amp;diff=3958"/>
		<updated>2007-02-25T18:34:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere &amp;quot;Land vor dem Gebirg&amp;quot; mit der [[Salzburg|Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das &amp;quot;Land inner Gebirg&amp;quot; mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Bauernkriege]] oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am &amp;quot;Wegekreuz der Ostalpen&amp;quot; zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Siedlungen=== &lt;br /&gt;
Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] (im Pinzgau) stieß man auf ihre Spuren. In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umherstreifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von Salzburg der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]]. Die Epoche der Bronzezeit (1900¬ - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das weiße Gold===&lt;br /&gt;
Von noch größerer Bedeutung war das &amp;quot;weiße Gold&amp;quot;, das Salz, das ab 750 v. Chr. im Bergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte Schnabelkanne, die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der [[Hellbrunner Berg]] trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iuvavum, das römische Salzburg===&lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgt die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kelten (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kelten&amp;diff=3957</id>
		<title>Kelten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kelten&amp;diff=3957"/>
		<updated>2007-02-25T17:30:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere &amp;quot;Land vor dem Gebirg&amp;quot; mit der [[Salzburg|Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das &amp;quot;Land inner Gebirg&amp;quot; mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Bauernkriege]] oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am &amp;quot;Wegekreuz der Ostalpen&amp;quot; zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Siedlungen=== &lt;br /&gt;
Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] (im Pinzgau) stieß man auf ihre Spuren. In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umherstreifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von Salzburg der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]]. Die Epoche der Bronzezeit (1900¬ - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das weiße Gold===&lt;br /&gt;
Von noch größerer Bedeutung war das &amp;quot;weiße Gold&amp;quot;, das Salz, das ab 750 v. Chr. im Bergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte Schnabelkanne, die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der [[Hellbrunner Berg]] trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iuvavum, das römische Salzburg===&lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgt die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kelten &amp;amp; Römer (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3956</id>
		<title>Geschichte des Landes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3956"/>
		<updated>2007-02-25T17:25:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für die Salzburger Landesgeschichte konnte salzburgwiki wissenschaftliche Mitarbeiter gewinnen. Universitätsprofessor [[Heinz Dopsch]], der an der Universität Salzburg lehrt und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat nicht nur einen ersten Grundtext über die Landesgeschichte für salzburgwiki verfasst, er und sein Team werden künftig auch die von den Salzburgerinnen und Salzburgern getätigten Einträge auf Professionalität und Wahrheitsgehalt prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung== &lt;br /&gt;
Die [[Salzburg|Stadt Salzburg]], die auch dem Land den Namen gab, hat im 20. Jahrhundert durch ihre [[Festspiele]] Weltruf erlangt. Das vom Stil des Barock geprägte Stadtbild, beherrscht vom [[Dom]] und den zahlreichen [[Kirchen]], hat der Stadt den Beinamen &amp;quot;deutsches Rom&amp;quot; eingetragen. Unter den österreichischen Bundesländern kommt Salzburg in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung zu: Es kann auf die längste Periode eigener &amp;quot;Staatlichkeit&amp;quot; zurückblicken, die unter der Herrschaft der [[Erzbischöfe]] als geistlichen Fürsten ein Jahrtausend lang währte. Schon im 8. Jahrhundert wurde Salzburg zum ältesten und bedeutendsten Zentrum der Kunst und Kultur im Ostalpenraum, wo Meisterwerke der Goldschmiedekunst und der Buchmalerei aber auch die ältesten geschichtlichen Aufzeichnungen auf dem Boden des heutigen Österreich entstanden. Nicht nur Kärnten und die Steiermark, sondern auch der Wiener Raum haben aus Salzburg das Christentum empfangen. Schließlich ist in keiner anderen Stadt Österreichs die römische Vergangenheit in einer solchen Dichte präsent wie in Salzburg. Wo immer ein neues Bauwerk im Bereich der [[Altstadt]] entsteht, fördert zunächst der Spaten des Archäologen die Zeugnisse der Antike zutage. Es lohnt sich daher, einen Blick hinter die prachtvolle Fassade auf die reiche Geschichte zu werfen, um die Schönheit von Stadt und Land nicht nur zu bewundern, sondern auch in ihrem Ursprung zu erkennen und zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere &amp;quot;Land vor dem Gebirg&amp;quot; mit der [[Salzburg|Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das &amp;quot;Land inner Gebirg&amp;quot; mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Bauernkriege]] oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am &amp;quot;Wegekreuz der Ostalpen&amp;quot; zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Siedlungen=== &lt;br /&gt;
Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] (im Pinzgau) stieß man auf ihre Spuren. In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umherstreifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von Salzburg der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]]. Die Epoche der Bronzezeit (1900¬ - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das weiße Gold===&lt;br /&gt;
Von noch größerer Bedeutung war das &amp;quot;weiße Gold&amp;quot;, das Salz, das ab 750 v. Chr. im Bergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte Schnabelkanne, die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der [[Hellbrunner Berg]] trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iuvavum, das römische Salzburg===&lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgt die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erzbistum und Missionszentrum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzburger &amp;quot;Gründerheilige&amp;quot; und Landespatron [[Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des 7. Jahrhundert Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des Bayernherzogs Theodo zu folgen. Nach einem Aufenthalt in Regensburg und einer vergeblichen Missionsreise an die Awarengrenze erhielt er um das Jahr 696 von [[Herzog Theodo]] die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Dort residierte auf dem Festungsberg der Herzogssohn und Mitregent Theodbert, und im Bereich der Altstadt hatten sich bayerische Siedler niedergelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Geburtsstunde von St. Peter===&lt;br /&gt;
Rupert gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Kloster St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl an der Stelle des heutigen Doms stand. Im Auftrag Theodos weihte er 713/15 das adelige Damenstift auf dem [[Nonnberg]], das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste Äbtissin setzte Rupert seine Verwandte [[Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge von Bischofshofen===&lt;br /&gt;
Als erster Stützpunkt für die Slawenmission entstand die Maximilianszelle in [[Pongau]], dem heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben der alten Römerstadt Iuvavum gehörte dazu der Großteil der Solequellen von Reichenhall, die eine Monopolstellung im Ostalpenraum besaßen, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten. Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Ruperts einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Ausgriff des Herzogtums Bayern über die Alpen  nach Süden, in die einstige römische Provinz Binnennoricum vorbereiten. Rupert hat diesen Weg mit der Gründung der Maximilianszelle eröffnet, sein großer Nachfolger[[ Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige Kärnten für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert um 715/16 an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Name Salzburg taucht erstmals auf===&lt;br /&gt;
Ein Bistum in Salzburg hat erst der hl. [[Bonifatius]] 739 im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name Salzburg anstelle von Iuvavum wird in der um 770 verfassten Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom Salz der Quellsalinen von [[Reichenhall]], die Herzog Theodo an Rupert geschenkt hatte, und von der Burg auf dem Festungsberg. Unter dem gelehrten Abt und Bischof Virgil (746/47 - 784), der aus Irland stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Bayernherzog Odilo verteidigt, zahlreiche bischöfliche &amp;quot;Eigenkirchen&amp;quot; als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der Karantanen (in Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den &amp;quot;Freisinger Denkmälern&amp;quot; erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zentrum der Kunst entsteht===&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. In Salzburger Werkstätten entstanden Meisterwerke der Goldschmiedekunst, darunter der [[Tassilokelch von Kremsmünster]], und mit dem prachtvollen Evangeliar des Angelsachsen Cutbercht begann die große Zeit der Salzburger Buchmalerei. Virgil errichtete einen fünfschiffigen Dom von so imposanten Ausmaßen, dass dahinter der Einfluss Herzog Tassilos III. von Bayern vermutet wurde; er habe dieses Gotteshaus als Krönungskirche für das von ihm erstrebte Königtum konzipiert. Virgil ließ zur Domweihe 774 die Gebeine des hl. [[Rupert aus Worms]] überführen und sicherte damit das Andenken an den fast vergessenen Gründerheiligen. Rupert wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Schutzpatron und zum Landesheiligen von Salzburg. Als Vermächtnis hat Virgil das berühmte Verbrüderungsbuch von St. Peter hinterlassen, das in seinem Todesjahr 784 entstand und in St. Peter verwahrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das älteste deutsche Erzbistum===&lt;br /&gt;
Virgils Nachfolger [[Arn]] (785-821) erlebte 788 den Sturz Tassilos III., des letzten Bayernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig Karl den Großen. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er 788/90 und ab 798 die beiden ältesten Salzburger Güterverzeichnisse anlegen. Dem Herrscher hat Arn als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. 798 Arn zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Als Suffraganbistümer wurden ihm Regensburg, Passau, Freising, Säben (Brixen) und Neuburg an der Donau unterstellt. Ein Jahr später geleitete Arn im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag 800 die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte 811 die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest und sprach damit den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arn hat, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt Erzbistum und Metropolitansitz, als im Gebiet von Wien noch die wilden Reiterscharen der Awaren umherstreiften. Heute ist es das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mission bis zum Plattensee===&lt;br /&gt;
Mit der Niederwerfung der Awaren durch Karl den Großen in zahlreichen Feldzügen ab 796 erhielt Salzburg ein neues Missionsgebiet in Pannonien rund um den Plattensee zugeteilt. Die [[Ruprechtskirche]], die als älteste Kirche Wiens dem Salzburger Gründerheiligen geweiht ist, erinnert daran, dass auch dieses Gebiet einst zum Salzburger Missionssprengel gehörte, bis es 829 an Passau abgetreten wurde. Erst nach dem völligen Zusammenbruch der awarischen Macht gelang es den Salzburger Missionaren, unter den Slawen in Pannonien erfolgreich zu wirken. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden über 20 Missionskirchen errichtet und von Salzburger Priestern betreut. Baumeister, Handwerker und Künstler trugen Salzburger Kunst und Kultur bis an den Fürstensitz Mosapurc (Zalavár westl. des Plattensees). Der Herrscher des Ostfränkischen Reiches, König Ludwig der Deutsche, hat die Treue der Salzburger Erzbischöfe und ihr erfolgreiches Wirken in Kärnten und Pannonien 860 durch die Schenkung von 24 Königshöfen belohnt. Darauf gehen die reichen &amp;quot;auswärtigen&amp;quot; Besitzungen des Erzbistums in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich zurück, die bis zur Säkularisation 1803 bei Salzburg blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenstoß mit den byzantinischen Missionaren Konstantin (Kyrill) und Method, ein Ereignis von welthistorischen Dimensionen, führte 867-871 zu einer längeren Unterbrechung der Missionsarbeit. Durch die furchtbare Niederlage des bayerischen Heeres gegen die Ungarn in der Schlacht bei Preßburg 907, in der neben dem Markgrafen Luitpold auch [[Erzbischof Theotmar]] von Salzburg den Tod fand, ging das pannonische Missionsgebiet verloren. Die Früchte einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Arbeit waren vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwischen Kaiser und Papst==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert standen die Salzburger Erzbischöfe so wie fast alle deutschen Kirchenfürsten ganz im Dienst von Kaiser und Reich. Sie wurden dafür mit reichen Besitzungen belohnt, die wichtige Bausteine des späteren Landes bildeten. Als sich jedoch [[Erzbischof Herold]] 955 an einem Aufstand seiner Verwandten gegen König Otto I. beteiligte, musste er das bitter büßen: Er wurde grausam geblendet, abgesetzt und aus Salzburg verbannt. Die Eintracht mit dem Herrscher war aber bald wiederhergestellt. [[Kaiser Otto III.]] verlieh 996 [[Erzbischof Hartwig]] das Recht, in Salzburg einen täglichen öffentlichen Markt abzuhalten, davon einen Zoll einzuheben und Silbermünzen nach Regensburger Gewicht, die &amp;quot;Salzburger Pfennige&amp;quot;, zu prägen. Damit wurde die Entwicklung Salzburgs zur Stadt eingeleitet. Am Beginn des 12. Jahrhunderts waren mit einem Stadtrichter, mit Bürgern und einer Bürgerzeche sowie mit massiven Stadtmauern die wichtigsten Kennzeichen einer mittelalterlichen Stadt gegeben. Salzburg war die mit Abstand älteste Stadt auf dem Boden des heutigen Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburgs Privileg===&lt;br /&gt;
Der aus schwäbischem Adel stammende [[Erzbischof Gebhard]] (1060 - 1088) gründete mit Zustimmung von [[König Heinrich IV.]] und [[Papst Gregor VII.]] 1072 in Gurk in Kärnten das erste Salzburger &amp;quot;Eigenbistum&amp;quot;. Innerhalb der katholischen Kirche war es durch viele Jahrhunderte ein einzigartiges Vorrecht, dass die Salzburger Erzbischöfe vier Suffraganbischöfe – im frühen 13. Jahrhundert wurden drei weitere Eigenbistümer im bayerischen Chiemsee, in Seckau (Steiermark) und Lavant (Kärnten) gegründet – ohne Mitwirkung von Papst und Kaiser einsetzen konnten. Auf dem ersten Vatikanischen Konzil 1869 wurde deshalb der Salzburger [[Erzbischof Tarnóczy]] von [[Pius IX.]] mit den Worten begrüßt: &amp;quot;Seht da kommt der halbe Papst, der selbst Bischöfe machen kann&amp;quot;. Während dieses Recht 1920 und endgültig mit dem Konkordat 1934 verloren ging, besitzen die Salzburger Erzbischöfe bis heute zwei besondere Ehrentitel: Als ständige Vertreter des Papstes (Legati nati) in ihrer Kirchenprovinz tragen sie seit 1026 den &amp;quot;Legatenpurpur&amp;quot;, der älter ist, als das Purpurgewand der Kardinäle. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Magdeburg sicherten sich die Erzbischöfe im 17. Jahrhundert den Titel des Primas Germaniae, des ersten Kirchenfürsten in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg schwer verwüstet===&lt;br /&gt;
Als 1075 zwischen Papst und König der &amp;quot;Investiturstreit&amp;quot; um die Einsetzung der Bischöfe und Äbte im Deutschen Reich mit aller Schärfe ausbrach, wurde [[Erzbischof Gebhard]] von Salzburg zu einem wichtigen Parteigänger des Reformpapstes[[ Gregor VII.]] Durch den Bau der [[Festung Hohensalzburg]] und von Burgen in Friesach und Hohenwerfen suchte er König Heinrich IV. im Anschluss an dessen berühmten Bußgang nach Canossa 1077 die Rückkehr ins Deutsche Reich zu verlegen. Bald darauf musste er selbst nach Schwaben und Sachsen ins Exil gehen und Salzburg, wo Heinrich IV. einen Gegenerzbischof einsetzte, wurde von den königlichen Parteigängern schwer verwüstet. Gebhard konnte zwar 1086 aus dem Exil zurückkehren, aber nach seinem Tod setzten erneut schwere Kämpfe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hohensalzburg wird beherrschende Stadtfeste===&lt;br /&gt;
Auch [[Erzbischof Konrad I.]] (1106 - 1147) aus dem Geschlecht der fränkischen Grafen von Abenberg, der sich an Gebhards Vorbild orientierte, verbrachte ein Jahrzehnt im Exil. Der Ausgleich zwischen Kaiser und Papst im Wormser Konkordat 1122 ermöglichte ihm die Rückkehr nach Salzburg, wo er ein umfassendes Aufbauwerk begann: Er gestaltete Hohensalzburg zur beherrschenden Stadtfeste, sicherte die auswärtigen Besitzungen in Kärnten und der Steiermark durch den Bau starker Burgen und schuf mit dem Aufbau einer ihm treu ergebenen Dienstmannschaft (Ministerialität) ein neues Potential für Verwaltung und Heer. Im Verlauf der Augustiner Chorherrenreform mit dem [[Salzburger Domkapitel]] als Zentrum wurden 17 Stifte teils neu gegründet, teils reformiert und diesen mit der Einverleibung zahlreicher Pfarren die Hauptlast der Seelsorge übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grafen von Plain legen verheerendes Feuer===&lt;br /&gt;
Als es zwischen [[Kaiser Friedrich I. Barbarossa]] und [[Papst Alexander III.]] zu einem schweren Zerwürfnis kam, wurden die Salzburger Erzbischöfe erneut zu Führern der päpstlichen Partei im Reich. Barbarossa verhängte 1166 über seinen Onkel, [[Erzbischof Konrad II.]], die Reichsacht, und ein Jahr später fiel die Stadt Salzburg einem verheerenden Brand zum Opfer, den die [[Grafen von Plain]] als kaiserliche Parteigänger gelegt hatten. Der Kaiser nahm 1169 Salzburg unter seine direkte Verwaltung und ließ 1174 seinen Neffen, [[Erzbischof Adalbert II.]], absetzen. Erst nach dem Frieden von Venedig 1177 konnte Konrad III. von Wittelsbach, der erste Kardinal in Salzburg, mit dem Wiederaufbau beginnen. Der 1179-1198 errichtete romanische Dom zählte zu den größten und schönsten Kirchenbauten nördlich der Alpen. Von einem trotz der Kriegseinwirkungen ungebrochenen künstlerischen Schaffen zeugen Meisterwerke der Goldschmiedekunst wie der &amp;quot;Ministerialenkelch&amp;quot; aus St. Peter und das prachtvolle Antiphonar als Höhepunkt mittelalterlicher Buchmalerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Anfänge (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kelten &amp;amp; Römer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erzbistum &amp;amp; Missionszentrum (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Zwischen Kaiser &amp;amp; Papst (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3955</id>
		<title>Geschichte des Landes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3955"/>
		<updated>2007-02-25T17:15:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Salzburgs Landesgeschichte ist einer der ersten Höhepunkte, die salzburgwiki zu bieten hat. Gelang es nämlich, keinen Geringeren als Universitätsprofessor [[Heinz Dopsch]] für die Mitarbeit in dieser Kategorie zu gewinnen. Professor Dopsch, der an der Universität Salzburg lehrt und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat nicht nur einen ersten Grundtext über die Landesgeschichte für salzburgwiki verfasst, er und sein Team werden künftig auch die von den Salzburgerinnen und Salzburgern getätigten Einträge auf Professionalität und Wahrheitsgehalt prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung== &lt;br /&gt;
Die [[Salzburg|Stadt Salzburg]], die auch dem Land den Namen gab, hat im 20. Jahrhundert durch ihre [[Festspiele]] Weltruf erlangt. Das vom Stil des Barock geprägte Stadtbild, beherrscht vom [[Dom]] und den zahlreichen [[Kirchen]], hat der Stadt den Beinamen &amp;quot;deutsches Rom&amp;quot; eingetragen. Unter den österreichischen Bundesländern kommt Salzburg in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung zu: Es kann auf die längste Periode eigener &amp;quot;Staatlichkeit&amp;quot; zurückblicken, die unter der Herrschaft der [[Erzbischöfe]] als geistlichen Fürsten ein Jahrtausend lang währte. Schon im 8. Jahrhundert wurde Salzburg zum ältesten und bedeutendsten Zentrum der Kunst und Kultur im Ostalpenraum, wo Meisterwerke der Goldschmiedekunst und der Buchmalerei aber auch die ältesten geschichtlichen Aufzeichnungen auf dem Boden des heutigen Österreich entstanden. Nicht nur Kärnten und die Steiermark, sondern auch der Wiener Raum haben aus Salzburg das Christentum empfangen. Schließlich ist in keiner anderen Stadt Österreichs die römische Vergangenheit in einer solchen Dichte präsent wie in Salzburg. Wo immer ein neues Bauwerk im Bereich der [[Altstadt]] entsteht, fördert zunächst der Spaten des Archäologen die Zeugnisse der Antike zutage. Es lohnt sich daher, einen Blick hinter die prachtvolle Fassade auf die reiche Geschichte zu werfen, um die Schönheit von Stadt und Land nicht nur zu bewundern, sondern auch in ihrem Ursprung zu erkennen und zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere &amp;quot;Land vor dem Gebirg&amp;quot; mit der [[Salzburg|Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das &amp;quot;Land inner Gebirg&amp;quot; mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Bauernkriege]] oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am &amp;quot;Wegekreuz der Ostalpen&amp;quot; zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Siedlungen=== &lt;br /&gt;
Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] (im Pinzgau) stieß man auf ihre Spuren. In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umherstreifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von Salzburg der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]]. Die Epoche der Bronzezeit (1900¬ - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das weiße Gold===&lt;br /&gt;
Von noch größerer Bedeutung war das &amp;quot;weiße Gold&amp;quot;, das Salz, das ab 750 v. Chr. im Bergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte Schnabelkanne, die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der [[Hellbrunner Berg]] trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iuvavum, das römische Salzburg===&lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgte die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erzbistum und Missionszentrum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzburger &amp;quot;Gründerheilige&amp;quot; und Landespatron [[Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des 7. Jahrhundert Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des Bayernherzogs Theodo zu folgen. Nach einem Aufenthalt in Regensburg und einer vergeblichen Missionsreise an die Awarengrenze erhielt er um das Jahr 696 von [[Herzog Theodo]] die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Dort residierte auf dem Festungsberg der Herzogssohn und Mitregent Theodbert, und im Bereich der Altstadt hatten sich bayerische Siedler niedergelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Geburtsstunde von St. Peter===&lt;br /&gt;
Rupert gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Kloster St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl an der Stelle des heutigen Doms stand. Im Auftrag Theodos weihte er 713/15 das adelige Damenstift auf dem [[Nonnberg]], das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste Äbtissin setzte Rupert seine Verwandte [[Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge von Bischofshofen===&lt;br /&gt;
Als erster Stützpunkt für die Slawenmission entstand die Maximilianszelle in [[Pongau]], dem heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben der alten Römerstadt Iuvavum gehörte dazu der Großteil der Solequellen von Reichenhall, die eine Monopolstellung im Ostalpenraum besaßen, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten. Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Ruperts einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Ausgriff des Herzogtums Bayern über die Alpen  nach Süden, in die einstige römische Provinz Binnennoricum vorbereiten. Rupert hat diesen Weg mit der Gründung der Maximilianszelle eröffnet, sein großer Nachfolger[[ Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige Kärnten für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert um 715/16 an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Name Salzburg taucht erstmals auf===&lt;br /&gt;
Ein Bistum in Salzburg hat erst der hl. [[Bonifatius]] 739 im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name Salzburg anstelle von Iuvavum wird in der um 770 verfassten Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom Salz der Quellsalinen von [[Reichenhall]], die Herzog Theodo an Rupert geschenkt hatte, und von der Burg auf dem Festungsberg. Unter dem gelehrten Abt und Bischof Virgil (746/47 - 784), der aus Irland stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Bayernherzog Odilo verteidigt, zahlreiche bischöfliche &amp;quot;Eigenkirchen&amp;quot; als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der Karantanen (in Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den &amp;quot;Freisinger Denkmälern&amp;quot; erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zentrum der Kunst entsteht===&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. In Salzburger Werkstätten entstanden Meisterwerke der Goldschmiedekunst, darunter der [[Tassilokelch von Kremsmünster]], und mit dem prachtvollen Evangeliar des Angelsachsen Cutbercht begann die große Zeit der Salzburger Buchmalerei. Virgil errichtete einen fünfschiffigen Dom von so imposanten Ausmaßen, dass dahinter der Einfluss Herzog Tassilos III. von Bayern vermutet wurde; er habe dieses Gotteshaus als Krönungskirche für das von ihm erstrebte Königtum konzipiert. Virgil ließ zur Domweihe 774 die Gebeine des hl. [[Rupert aus Worms]] überführen und sicherte damit das Andenken an den fast vergessenen Gründerheiligen. Rupert wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Schutzpatron und zum Landesheiligen von Salzburg. Als Vermächtnis hat Virgil das berühmte Verbrüderungsbuch von St. Peter hinterlassen, das in seinem Todesjahr 784 entstand und in St. Peter verwahrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das älteste deutsche Erzbistum===&lt;br /&gt;
Virgils Nachfolger [[Arn]] (785-821) erlebte 788 den Sturz Tassilos III., des letzten Bayernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig Karl den Großen. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er 788/90 und ab 798 die beiden ältesten Salzburger Güterverzeichnisse anlegen. Dem Herrscher hat Arn als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. 798 Arn zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Als Suffraganbistümer wurden ihm Regensburg, Passau, Freising, Säben (Brixen) und Neuburg an der Donau unterstellt. Ein Jahr später geleitete Arn im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag 800 die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte 811 die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest und sprach damit den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arn hat, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt Erzbistum und Metropolitansitz, als im Gebiet von Wien noch die wilden Reiterscharen der Awaren umherstreiften. Heute ist es das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mission bis zum Plattensee===&lt;br /&gt;
Mit der Niederwerfung der Awaren durch Karl den Großen in zahlreichen Feldzügen ab 796 erhielt Salzburg ein neues Missionsgebiet in Pannonien rund um den Plattensee zugeteilt. Die [[Ruprechtskirche]], die als älteste Kirche Wiens dem Salzburger Gründerheiligen geweiht ist, erinnert daran, dass auch dieses Gebiet einst zum Salzburger Missionssprengel gehörte, bis es 829 an Passau abgetreten wurde. Erst nach dem völligen Zusammenbruch der awarischen Macht gelang es den Salzburger Missionaren, unter den Slawen in Pannonien erfolgreich zu wirken. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden über 20 Missionskirchen errichtet und von Salzburger Priestern betreut. Baumeister, Handwerker und Künstler trugen Salzburger Kunst und Kultur bis an den Fürstensitz Mosapurc (Zalavár westl. des Plattensees). Der Herrscher des Ostfränkischen Reiches, König Ludwig der Deutsche, hat die Treue der Salzburger Erzbischöfe und ihr erfolgreiches Wirken in Kärnten und Pannonien 860 durch die Schenkung von 24 Königshöfen belohnt. Darauf gehen die reichen &amp;quot;auswärtigen&amp;quot; Besitzungen des Erzbistums in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich zurück, die bis zur Säkularisation 1803 bei Salzburg blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenstoß mit den byzantinischen Missionaren Konstantin (Kyrill) und Method, ein Ereignis von welthistorischen Dimensionen, führte 867-871 zu einer längeren Unterbrechung der Missionsarbeit. Durch die furchtbare Niederlage des bayerischen Heeres gegen die Ungarn in der Schlacht bei Preßburg 907, in der neben dem Markgrafen Luitpold auch [[Erzbischof Theotmar]] von Salzburg den Tod fand, ging das pannonische Missionsgebiet verloren. Die Früchte einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Arbeit waren vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwischen Kaiser und Papst==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert standen die Salzburger Erzbischöfe so wie fast alle deutschen Kirchenfürsten ganz im Dienst von Kaiser und Reich. Sie wurden dafür mit reichen Besitzungen belohnt, die wichtige Bausteine des späteren Landes bildeten. Als sich jedoch [[Erzbischof Herold]] 955 an einem Aufstand seiner Verwandten gegen König Otto I. beteiligte, musste er das bitter büßen: Er wurde grausam geblendet, abgesetzt und aus Salzburg verbannt. Die Eintracht mit dem Herrscher war aber bald wiederhergestellt. [[Kaiser Otto III.]] verlieh 996 [[Erzbischof Hartwig]] das Recht, in Salzburg einen täglichen öffentlichen Markt abzuhalten, davon einen Zoll einzuheben und Silbermünzen nach Regensburger Gewicht, die &amp;quot;Salzburger Pfennige&amp;quot;, zu prägen. Damit wurde die Entwicklung Salzburgs zur Stadt eingeleitet. Am Beginn des 12. Jahrhunderts waren mit einem Stadtrichter, mit Bürgern und einer Bürgerzeche sowie mit massiven Stadtmauern die wichtigsten Kennzeichen einer mittelalterlichen Stadt gegeben. Salzburg war die mit Abstand älteste Stadt auf dem Boden des heutigen Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburgs Privileg===&lt;br /&gt;
Der aus schwäbischem Adel stammende [[Erzbischof Gebhard]] (1060 - 1088) gründete mit Zustimmung von [[König Heinrich IV.]] und [[Papst Gregor VII.]] 1072 in Gurk in Kärnten das erste Salzburger &amp;quot;Eigenbistum&amp;quot;. Innerhalb der katholischen Kirche war es durch viele Jahrhunderte ein einzigartiges Vorrecht, dass die Salzburger Erzbischöfe vier Suffraganbischöfe – im frühen 13. Jahrhundert wurden drei weitere Eigenbistümer im bayerischen Chiemsee, in Seckau (Steiermark) und Lavant (Kärnten) gegründet – ohne Mitwirkung von Papst und Kaiser einsetzen konnten. Auf dem ersten Vatikanischen Konzil 1869 wurde deshalb der Salzburger [[Erzbischof Tarnóczy]] von [[Pius IX.]] mit den Worten begrüßt: &amp;quot;Seht da kommt der halbe Papst, der selbst Bischöfe machen kann&amp;quot;. Während dieses Recht 1920 und endgültig mit dem Konkordat 1934 verloren ging, besitzen die Salzburger Erzbischöfe bis heute zwei besondere Ehrentitel: Als ständige Vertreter des Papstes (Legati nati) in ihrer Kirchenprovinz tragen sie seit 1026 den &amp;quot;Legatenpurpur&amp;quot;, der älter ist, als das Purpurgewand der Kardinäle. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Magdeburg sicherten sich die Erzbischöfe im 17. Jahrhundert den Titel des Primas Germaniae, des ersten Kirchenfürsten in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg schwer verwüstet===&lt;br /&gt;
Als 1075 zwischen Papst und König der &amp;quot;Investiturstreit&amp;quot; um die Einsetzung der Bischöfe und Äbte im Deutschen Reich mit aller Schärfe ausbrach, wurde [[Erzbischof Gebhard]] von Salzburg zu einem wichtigen Parteigänger des Reformpapstes[[ Gregor VII.]] Durch den Bau der [[Festung Hohensalzburg]] und von Burgen in Friesach und Hohenwerfen suchte er König Heinrich IV. im Anschluss an dessen berühmten Bußgang nach Canossa 1077 die Rückkehr ins Deutsche Reich zu verlegen. Bald darauf musste er selbst nach Schwaben und Sachsen ins Exil gehen und Salzburg, wo Heinrich IV. einen Gegenerzbischof einsetzte, wurde von den königlichen Parteigängern schwer verwüstet. Gebhard konnte zwar 1086 aus dem Exil zurückkehren, aber nach seinem Tod setzten erneut schwere Kämpfe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hohensalzburg wird beherrschende Stadtfeste===&lt;br /&gt;
Auch [[Erzbischof Konrad I.]] (1106 - 1147) aus dem Geschlecht der fränkischen Grafen von Abenberg, der sich an Gebhards Vorbild orientierte, verbrachte ein Jahrzehnt im Exil. Der Ausgleich zwischen Kaiser und Papst im Wormser Konkordat 1122 ermöglichte ihm die Rückkehr nach Salzburg, wo er ein umfassendes Aufbauwerk begann: Er gestaltete Hohensalzburg zur beherrschenden Stadtfeste, sicherte die auswärtigen Besitzungen in Kärnten und der Steiermark durch den Bau starker Burgen und schuf mit dem Aufbau einer ihm treu ergebenen Dienstmannschaft (Ministerialität) ein neues Potential für Verwaltung und Heer. Im Verlauf der Augustiner Chorherrenreform mit dem [[Salzburger Domkapitel]] als Zentrum wurden 17 Stifte teils neu gegründet, teils reformiert und diesen mit der Einverleibung zahlreicher Pfarren die Hauptlast der Seelsorge übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grafen von Plain legten verheerendes Feuer===&lt;br /&gt;
Als es zwischen [[Kaiser Friedrich I. Barbarossa]] und [[Papst Alexander III.]] zu einem schweren Zerwürfnis kam, wurden die Salzburger Erzbischöfe erneut zu Führern der päpstlichen Partei im Reich. Barbarossa verhängte 1166 über seinen Onkel, [[Erzbischof Konrad II.]], die Reichsacht, und ein Jahr später fiel die Stadt Salzburg einem verheerenden Brand zum Opfer, den die [[Grafen von Plain]] als kaiserliche Parteigänger gelegt hatten. Der Kaiser nahm 1169 Salzburg unter seine direkte Verwaltung und ließ 1174 seinen Neffen, [[Erzbischof Adalbert II.]], absetzen. Erst nach dem Frieden von Venedig 1177 konnte Konrad III. von Wittelsbach, der erste Kardinal in Salzburg, mit dem Wiederaufbau beginnen. Der 1179-1198 errichtete romanische Dom zählte zu den größten und schönsten Kirchenbauten nördlich der Alpen. Von einem trotz der Kriegseinwirkungen ungebrochenen künstlerischen Schaffen zeugen Meisterwerke der Goldschmiedekunst wie der &amp;quot;Ministerialenkelch&amp;quot; aus St. Peter und das prachtvolle Antiphonar als Höhepunkt mittelalterlicher Buchmalerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Anfänge (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kelten &amp;amp; Römer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erzbistum &amp;amp; Missionszentrum (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Zwischen Kaiser &amp;amp; Papst (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3954</id>
		<title>Geschichte des Landes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3954"/>
		<updated>2007-02-25T17:10:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Salzburgs Landesgeschichte ist einer der ersten Höhepunkte, die salzburgwiki zu bieten hat. Gelang es nämlich, keinen Geringeren als Universitätsprofessor [[Heinz Dopsch]] für die Mitarbeit in dieser Kategorie zu gewinnen. Professor Dopsch, der an der Universität Salzburg lehrt und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat nicht nur einen ersten Grundtext über die Landesgeschichte für salzburgwiki verfasst, er und sein Team werden künftig auch die von den Salzburgerinnen und Salzburgern getätigten Einträge auf Professionalität und Wahrheitsgehalt prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung== &lt;br /&gt;
Die [[Salzburg|Stadt Salzburg]], die auch dem Land den Namen gab, hat im 20. Jahrhundert durch ihre [[Festspiele]] Weltruf erlangt. Das vom Stil des Barock geprägte Stadtbild, beherrscht vom [[Dom]] und den zahlreichen [[Kirchen]], hat der Stadt den Beinamen &amp;quot;deutsches Rom&amp;quot; eingetragen. Unter den österreichischen Bundesländern kommt Salzburg in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung zu: Es kann auf die längste Periode eigener &amp;quot;Staatlichkeit&amp;quot; zurückblicken, die unter der Herrschaft der [[Erzbischöfe]] als geistlichen Fürsten ein Jahrtausend lang währte. Schon im 8. Jahrhundert wurde Salzburg zum ältesten und bedeutendsten Zentrum der Kunst und Kultur im Ostalpenraum, wo Meisterwerke der Goldschmiedekunst und der Buchmalerei aber auch die ältesten geschichtlichen Aufzeichnungen auf dem Boden des heutigen Österreich entstanden. Nicht nur Kärnten und die Steiermark, sondern auch der Wiener Raum haben aus Salzburg das Christentum empfangen. Schließlich ist in keiner anderen Stadt Österreichs die römische Vergangenheit in einer solchen Dichte präsent wie in Salzburg. Wo immer ein neues Bauwerk im Bereich der [[Altstadt]] entsteht, fördert zunächst der Spaten des Archäologen die Zeugnisse der Antike zutage. Es lohnt sich daher, einen Blick hinter die prachtvolle Fassade auf die reiche Geschichte zu werfen, um die Schönheit von Stadt und Land nicht nur zu bewundern, sondern auch in ihrem Ursprung zu erkennen und zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere &amp;quot;Land vor dem Gebirg&amp;quot; mit der [[Salzburg|Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das &amp;quot;Land inner Gebirg&amp;quot; mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Bauernkriege]] oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am &amp;quot;Wegekreuz der Ostalpen&amp;quot; zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Siedlungen=== &lt;br /&gt;
Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] (im Pinzgau) stieß man auf ihre Spuren. In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umherstreifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von Salzburg der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]]. Die Epoche der Bronzezeit (1900¬ - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das weiße Gold===&lt;br /&gt;
Von noch größerer Bedeutung war das &amp;quot;weiße Gold&amp;quot;, das Salz, das ab 750 v. Chr. im Bergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte Schnabelkanne, die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der [[Hellbrunner Berg]] trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iuvavum, das römische Salzburg===&lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgte die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erzbistum und Missionszentrum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzburger &amp;quot;Gründerheilige&amp;quot; und Landespatron [[Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des 7. Jahrhundert Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des Bayernherzogs Theodo zu folgen. Nach einem Aufenthalt in Regensburg und einer vergeblichen Missionsreise an die Awarengrenze erhielt er um das Jahr 696 von [[Herzog Theodo]] die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Dort residierte auf dem Festungsberg der Herzogssohn und Mitregent Theodbert, und im Bereich der Altstadt hatten sich bayerische Siedler niedergelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Geburtsstunde von St. Peter===&lt;br /&gt;
Rupert gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Kloster St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl an der Stelle des heutigen Doms stand. Im Auftrag Theodos weihte er 713/15 das adelige Damenstift auf dem [[Nonnberg]], das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste Äbtissin setzte Rupert seine Verwandte [[Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge von Bischofshofen===&lt;br /&gt;
Als erster Stützpunkt für die Slawenmission entstand die Maximilianszelle in [[Pongau]], dem heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben der alten Römerstadt Iuvavum gehörte dazu der Großteil der Solequellen von Reichenhall, die eine Monopolstellung im Ostalpenraum besaßen, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten. Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Ruperts einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Ausgriff des Herzogtums Bayern über die Alpen  nach Süden, in die einstige römische Provinz Binnennoricum vorbereiten. Rupert hat diesen Weg mit der Gründung der Maximilianszelle eröffnet, sein großer Nachfolger[[ Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige Kärnten für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert um 715/16 an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Name Salzburg taucht erstmals auf===&lt;br /&gt;
Ein Bistum in Salzburg hat erst der hl. [[Bonifatius]] 739 im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name Salzburg anstelle von Iuvavum wird in der um 770 verfassten Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom Salz der Quellsalinen von [[Reichenhall]], die Herzog Theodo an Rupert geschenkt hatte, und von der Burg auf dem Festungsberg. Unter dem gelehrten Abt und Bischof Virgil (746/47 - 784), der aus Irland stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Bayernherzog Odilo verteidigt, zahlreiche bischöfliche &amp;quot;Eigenkirchen&amp;quot; als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der Karantanen (in Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den &amp;quot;Freisinger Denkmälern&amp;quot; erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zentrum der Kunst entsteht===&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. In Salzburger Werkstätten entstanden Meisterwerke der Goldschmiedekunst, darunter der [[Tassilokelch von Kremsmünster]], und mit dem prachtvollen Evangeliar des Angelsachsen Cutbercht begann die große Zeit der Salzburger Buchmalerei. Virgil errichtete einen fünfschiffigen Dom von so imposanten Ausmaßen, dass dahinter der Einfluss Herzog Tassilos III. von Bayern vermutet wurde; er habe dieses Gotteshaus als Krönungskirche für das von ihm erstrebte Königtum konzipiert. Virgil ließ zur Domweihe 774 die Gebeine des hl. [[Rupert aus Worms]] überführen und sicherte damit das Andenken an den fast vergessenen Gründerheiligen. Rupert wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Schutzpatron und zum Landesheiligen von Salzburg. Als Vermächtnis hat Virgil das berühmte Verbrüderungsbuch von St. Peter hinterlassen, das in seinem Todesjahr 784 entstand und in St. Peter verwahrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das älteste deutsche Erzbistum===&lt;br /&gt;
Virgils Nachfolger [[Arn]] (785-821) erlebte 788 den Sturz Tassilos III., des letzten Bayernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig Karl den Großen. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er 788/90 und ab 798 die beiden ältesten Salzburger Güterverzeichnisse anlegen. Dem Herrscher hat Arn als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. 798 Arn zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Als Suffraganbistümer wurden ihm Regensburg, Passau, Freising, Säben (Brixen) und Neuburg an der Donau unterstellt. Ein Jahr später geleitete Arn im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag 800 die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte 811 die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest und sprach damit den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arn hat, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt Erzbistum und Metropolitansitz, als im Gebiet von Wien noch die wilden Reiterscharen der Awaren umherstreiften. Heute ist es das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mission bis zum Plattensee===&lt;br /&gt;
Mit der Niederwerfung der Awaren durch Karl den Großen in zahlreichen Feldzügen ab 796 erhielt Salzburg ein neues Missionsgebiet in Pannonien rund um den Plattensee zugeteilt. Die [[Ruprechtskirche]], die als älteste Kirche Wiens dem Salzburger Gründerheiligen geweiht ist, erinnert daran, dass auch dieses Gebiet einst zum Salzburger Missionssprengel gehörte, bis es 829 an Passau abgetreten wurde. Erst nach dem völligen Zusammenbruch der awarischen Macht gelang es den Salzburger Missionaren, unter den Slawen in Pannonien erfolgreich zu wirken. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden über 20 Missionskirchen errichtet und von Salzburger Priestern betreut. Baumeister, Handwerker und Künstler trugen Salzburger Kunst und Kultur bis an den Fürstensitz Mosapurc (Zalavár westl. des Plattensees). Der Herrscher des Ostfränkischen Reiches, König Ludwig der Deutsche, hat die Treue der Salzburger Erzbischöfe und ihr erfolgreiches Wirken in Kärnten und Pannonien 860 durch die Schenkung von 24 Königshöfen belohnt. Darauf gehen die reichen &amp;quot;auswärtigen&amp;quot; Besitzungen des Erzbistums in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich zurück, die bis zur Säkularisation 1803 bei Salzburg blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenstoß mit den byzantinischen Missionaren Konstantin (Kyrill) und Method, ein Ereignis von welthistorischen Dimensionen, führte 867-871 zu einer längeren Unterbrechung der Missionsarbeit. Durch die furchtbare Niederlage des bayerischen Heeres gegen die Ungarn in der Schlacht bei Preßburg 907, in der neben dem Markgrafen Luitpold auch [[Erzbischof Theotmar]] von Salzburg den Tod fand, ging das pannonische Missionsgebiet verloren. Die Früchte einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Arbeit waren vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwischen Kaiser und Papst==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert standen die Salzburger Erzbischöfe so wie fast alle deutschen Kirchenfürsten ganz im Dienst von Kaiser und Reich. Sie wurden dafür mit reichen Besitzungen belohnt, die wichtige Bausteine des späteren Landes bildeten. Als sich jedoch [[Erzbischof Herold]] 955 an einem Aufstand seiner Verwandten gegen König Otto I. beteiligte, musste er das bitter büßen: Er wurde grausam geblendet, abgesetzt und aus Salzburg verbannt. Die Eintracht mit dem Herrscher war aber bald wiederhergestellt. [[Kaiser Otto III.]] verlieh 996 [[Erzbischof Hartwig]] das Recht, in Salzburg einen täglichen öffentlichen Markt abzuhalten, davon einen Zoll einzuheben und Silbermünzen nach Regensburger Gewicht, die &amp;quot;Salzburger Pfennige&amp;quot;, zu prägen. Damit wurde die Entwicklung Salzburgs zur Stadt eingeleitet. Am Beginn des 12. Jahrhunderts waren mit einem Stadtrichter, mit Bürgern und einer Bürgerzeche sowie mit massiven Stadtmauern die wichtigsten Kennzeichen einer mittelalterlichen Stadt gegeben. Salzburg war die mit Abstand älteste Stadt auf dem Boden des heutigen Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburgs Privileg===&lt;br /&gt;
Der aus schwäbischem Adel stammende [[Erzbischof Gebhard]] (1060 - 1088) gründete mit Zustimmung von [[König Heinrich IV.]] und [[Papst Gregor VII.]] 1072 in Gurk in Kärnten das erste Salzburger &amp;quot;Eigenbistum&amp;quot;. Innerhalb der katholischen Kirche war es durch viele Jahrhunderte ein einzigartiges Vorrecht, dass die Salzburger Erzbischöfe vier Suffraganbischöfe – im frühen 13. Jahrhundert wurden drei weitere Eigenbistümer im bayerischen Chiemsee, in Seckau (Steiermark) und Lavant (Kärnten) gegründet – ohne Mitwirkung von Papst und Kaiser einsetzen konnten. Auf dem ersten Vatikanischen Konzil 1869 wurde deshalb der Salzburger [[Erzbischof Tarnóczy]] von [[Pius IX.]] mit den Worten begrüßt: &amp;quot;Seht da kommt der halbe Papst, der selbst Bischöfe machen kann&amp;quot;. Während dieses Recht 1920 und endgültig mit dem Konkordat 1934 verloren ging, besitzen die Salzburger Erzbischöfe bis heute zwei besondere Ehrentitel: Als ständige Vertreter des Papstes (Legati nati) in ihrer Kirchenprovinz tragen sie seit 1026 den &amp;quot;Legatenpurpur&amp;quot;, der älter ist, als das Purpurgewand der Kardinäle. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Magdeburg sicherten sich die Erzbischöfe im 17. Jahrhundert den Titel des Primas Germaniae, des ersten Kirchenfürsten in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salzburg schwer verwüstet===&lt;br /&gt;
Als 1075 zwischen Papst und König der &amp;quot;Investiturstreit&amp;quot; um die Einsetzung der Bischöfe und Äbte im Deutschen Reich mit aller Schärfe ausbrach, wurde [[Erzbischof Gebhard]] von Salzburg zu einem wichtigen Parteigänger des Reformpapstes[[ Gregor VII.]] Durch den Bau der [[Festung Hohensalzburg]] und von Burgen in Friesach und Hohenwerfen suchte er König Heinrich IV. im Anschluss an dessen berühmten Bußgang nach Canossa 1077 die Rückkehr ins Deutsche Reich zu verlegen. Bald darauf musste er selbst nach Schwaben und Sachsen ins Exil gehen und Salzburg, wo Heinrich IV. einen Gegenerzbischof einsetzte, wurde von den königlichen Parteigängern schwer verwüstet. Gebhard konnte zwar 1086 aus dem Exil zurückkehren, aber nach seinem Tod setzten erneut schwere Kämpfe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Erzbischof Konrad I.]] (1106 - 1147) aus dem Geschlecht der fränkischen Grafen von Abenberg, der sich an Gebhards Vorbild orientierte, verbrachte ein Jahrzehnt im Exil. Der Ausgleich zwischen Kaiser und Papst im Wormser Konkordat 1122 ermöglichte ihm die Rückkehr nach Salzburg, wo er ein umfassendes Aufbauwerk begann: Er gestaltete Hohensalzburg zur beherrschenden Stadtfeste, sicherte die auswärtigen Besitzungen in Kärnten und der Steiermark durch den Bau starker Burgen und schuf mit dem Aufbau einer ihm treu ergebenen Dienstmannschaft (Ministerialität) ein neues Potential für Verwaltung und Heer. Im Verlauf der Augustiner Chorherrenreform mit dem [[Salzburger Domkapitel]] als Zentrum wurden 17 Stifte teils neu gegründet, teils reformiert und diesen mit der Einverleibung zahlreicher Pfarren die Hauptlast der Seelsorge übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es zwischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Papst Alexander III. zu einem schweren Zerwürfnis kam, wurden die Salzburger Erzbischöfe erneut zu Führern der päpstlichen Partei im Reich. Barbarossa verhängte 1166 über seinen Onkel, Erzbischof Konrad II., die Reichsacht, und ein Jahr später fiel die Stadt Salzburg einem verheerenden Brand zum Opfer, den die Grafen von Plain als kaiserliche Parteigänger gelegt hatten. Der Kaiser nahm 1169 Salzburg unter seine direkte Verwaltung und ließ 1174 seinen Neffen, Erzbischof Adalbert II., absetzen. Erst nach dem Frieden von Venedig 1177 konnte Konrad III. von Wittelsbach, der erste Kardinal in Salzburg, mit dem Wiederaufbau beginnen. Der 1179-1198 errichtete romanische Dom zählte zu den größten und schönsten Kirchenbauten nördlich der Alpen. Von einem trotz der Kriegseinwirkungen ungebrochenen künstlerischen Schaffen zeugen Meisterwerke der Goldschmiedekunst wie der &amp;quot;Ministerialenkelch&amp;quot; aus St. Peter und das prachtvolle Antiphonar als Höhepunkt mittelalterlicher Buchmalerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Anfänge (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kelten &amp;amp; Römer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erzbistum &amp;amp; Missionszentrum (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Zwischen Kaiser &amp;amp; Papst (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3953</id>
		<title>Geschichte des Landes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3953"/>
		<updated>2007-02-25T17:03:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Salzburgs Landesgeschichte ist einer der ersten Höhepunkte, die salzburgwiki zu bieten hat. Gelang es nämlich, keinen Geringeren als Universitätsprofessor [[Heinz Dopsch]] für die Mitarbeit in dieser Kategorie zu gewinnen. Professor Dopsch, der an der Universität Salzburg lehrt und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat nicht nur einen eigenen Grundtext über die Landesgeschichte für salzburgwiki verfasst, er und sein Team werden künftig auch die von den Salzburgerinnen und Salzburgern getätigten Einträge auf Professionalität und Wahrheitsgehalt prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung== &lt;br /&gt;
Die [[Salzburg|Stadt Salzburg]], die auch dem Land den Namen gab, hat im 20. Jahrhundert durch ihre [[Festspiele]] Weltruf erlangt. Das vom Stil des Barock geprägte Stadtbild, beherrscht vom [[Dom]] und den zahlreichen [[Kirchen]], hat der Stadt den Beinamen &amp;quot;deutsches Rom&amp;quot; eingetragen. Unter den österreichischen Bundesländern kommt Salzburg in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung zu: Es kann auf die längste Periode eigener &amp;quot;Staatlichkeit&amp;quot; zurückblicken, die unter der Herrschaft der [[Erzbischöfe]] als geistlichen Fürsten ein Jahrtausend lang währte. Schon im 8. Jahrhundert wurde Salzburg zum ältesten und bedeutendsten Zentrum der Kunst und Kultur im Ostalpenraum, wo Meisterwerke der Goldschmiedekunst und der Buchmalerei aber auch die ältesten geschichtlichen Aufzeichnungen auf dem Boden des heutigen Österreich entstanden. Nicht nur Kärnten und die Steiermark, sondern auch der Wiener Raum haben aus Salzburg das Christentum empfangen. Schließlich ist in keiner anderen Stadt Österreichs die römische Vergangenheit in einer solchen Dichte präsent wie in Salzburg. Wo immer ein neues Bauwerk im Bereich der [[Altstadt]] entsteht, fördert zunächst der Spaten des Archäologen die Zeugnisse der Antike zutage. Es lohnt sich daher, einen Blick hinter die prachtvolle Fassade auf die reiche Geschichte zu werfen, um die Schönheit von Stadt und Land nicht nur zu bewundern, sondern auch in ihrem Ursprung zu erkennen und zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere &amp;quot;Land vor dem Gebirg&amp;quot; mit der [[Salzburg|Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das &amp;quot;Land inner Gebirg&amp;quot; mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Bauernkriege]] oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am &amp;quot;Wegekreuz der Ostalpen&amp;quot; zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Siedlungen=== &lt;br /&gt;
Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] (im Pinzgau) stieß man auf ihre Spuren. In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umherstreifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von Salzburg der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]]. Die Epoche der Bronzezeit (1900¬ - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das weiße Gold===&lt;br /&gt;
Von noch größerer Bedeutung war das &amp;quot;weiße Gold&amp;quot;, das Salz, das ab 750 v. Chr. im Bergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte Schnabelkanne, die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der [[Hellbrunner Berg]] trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iuvavum, das römische Salzburg===&lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgte die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erzbistum und Missionszentrum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzburger &amp;quot;Gründerheilige&amp;quot; und Landespatron [[Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des 7. Jahrhundert Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des Bayernherzogs Theodo zu folgen. Nach einem Aufenthalt in Regensburg und einer vergeblichen Missionsreise an die Awarengrenze erhielt er um das Jahr 696 von [[Herzog Theodo]] die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Dort residierte auf dem Festungsberg der Herzogssohn und Mitregent Theodbert, und im Bereich der Altstadt hatten sich bayerische Siedler niedergelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Geburtsstunde von St. Peter===&lt;br /&gt;
Rupert gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Kloster St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl an der Stelle des heutigen Doms stand. Im Auftrag Theodos weihte er 713/15 das adelige Damenstift auf dem [[Nonnberg]], das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste Äbtissin setzte Rupert seine Verwandte [[Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge von Bischofshofen===&lt;br /&gt;
Als erster Stützpunkt für die Slawenmission entstand die Maximilianszelle in [[Pongau]], dem heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben der alten Römerstadt Iuvavum gehörte dazu der Großteil der Solequellen von Reichenhall, die eine Monopolstellung im Ostalpenraum besaßen, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten. Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Ruperts einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Ausgriff des Herzogtums Bayern über die Alpen  nach Süden, in die einstige römische Provinz Binnennoricum vorbereiten. Rupert hat diesen Weg mit der Gründung der Maximilianszelle eröffnet, sein großer Nachfolger[[ Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige Kärnten für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert um 715/16 an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Name Salzburg taucht erstmals auf===&lt;br /&gt;
Ein Bistum in Salzburg hat erst der hl. [[Bonifatius]] 739 im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name Salzburg anstelle von Iuvavum wird in der um 770 verfassten Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom Salz der Quellsalinen von [[Reichenhall]], die Herzog Theodo an Rupert geschenkt hatte, und von der Burg auf dem Festungsberg. Unter dem gelehrten Abt und Bischof Virgil (746/47 - 784), der aus Irland stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Bayernherzog Odilo verteidigt, zahlreiche bischöfliche &amp;quot;Eigenkirchen&amp;quot; als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der Karantanen (in Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den &amp;quot;Freisinger Denkmälern&amp;quot; erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zentrum der Kunst entsteht===&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. In Salzburger Werkstätten entstanden Meisterwerke der Goldschmiedekunst, darunter der [[Tassilokelch von Kremsmünster]], und mit dem prachtvollen Evangeliar des Angelsachsen Cutbercht begann die große Zeit der Salzburger Buchmalerei. Virgil errichtete einen fünfschiffigen Dom von so imposanten Ausmaßen, dass dahinter der Einfluss Herzog Tassilos III. von Bayern vermutet wurde; er habe dieses Gotteshaus als Krönungskirche für das von ihm erstrebte Königtum konzipiert. Virgil ließ zur Domweihe 774 die Gebeine des hl. [[Rupert aus Worms]] überführen und sicherte damit das Andenken an den fast vergessenen Gründerheiligen. Rupert wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Schutzpatron und zum Landesheiligen von Salzburg. Als Vermächtnis hat Virgil das berühmte Verbrüderungsbuch von St. Peter hinterlassen, das in seinem Todesjahr 784 entstand und in St. Peter verwahrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das älteste deutsche Erzbistum===&lt;br /&gt;
Virgils Nachfolger [[Arn]] (785-821) erlebte 788 den Sturz Tassilos III., des letzten Bayernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig Karl den Großen. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er 788/90 und ab 798 die beiden ältesten Salzburger Güterverzeichnisse anlegen. Dem Herrscher hat Arn als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. 798 Arn zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Als Suffraganbistümer wurden ihm Regensburg, Passau, Freising, Säben (Brixen) und Neuburg an der Donau unterstellt. Ein Jahr später geleitete Arn im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag 800 die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte 811 die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest und sprach damit den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arn hat, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt Erzbistum und Metropolitansitz, als im Gebiet von Wien noch die wilden Reiterscharen der Awaren umherstreiften. Heute ist es das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mission bis zum Plattensee===&lt;br /&gt;
Mit der Niederwerfung der Awaren durch Karl den Großen in zahlreichen Feldzügen ab 796 erhielt Salzburg ein neues Missionsgebiet in Pannonien rund um den Plattensee zugeteilt. Die [[Ruprechtskirche]], die als älteste Kirche Wiens dem Salzburger Gründerheiligen geweiht ist, erinnert daran, dass auch dieses Gebiet einst zum Salzburger Missionssprengel gehörte, bis es 829 an Passau abgetreten wurde. Erst nach dem völligen Zusammenbruch der awarischen Macht gelang es den Salzburger Missionaren, unter den Slawen in Pannonien erfolgreich zu wirken. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden über 20 Missionskirchen errichtet und von Salzburger Priestern betreut. Baumeister, Handwerker und Künstler trugen Salzburger Kunst und Kultur bis an den Fürstensitz Mosapurc (Zalavár westl. des Plattensees). Der Herrscher des Ostfränkischen Reiches, König Ludwig der Deutsche, hat die Treue der Salzburger Erzbischöfe und ihr erfolgreiches Wirken in Kärnten und Pannonien 860 durch die Schenkung von 24 Königshöfen belohnt. Darauf gehen die reichen &amp;quot;auswärtigen&amp;quot; Besitzungen des Erzbistums in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich zurück, die bis zur Säkularisation 1803 bei Salzburg blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenstoß mit den byzantinischen Missionaren Konstantin (Kyrill) und Method, ein Ereignis von welthistorischen Dimensionen, führte 867-871 zu einer längeren Unterbrechung der Missionsarbeit. Durch die furchtbare Niederlage des bayerischen Heeres gegen die Ungarn in der Schlacht bei Preßburg 907, in der neben dem Markgrafen Luitpold auch [[Erzbischof Theotmar]] von Salzburg den Tod fand, ging das pannonische Missionsgebiet verloren. Die Früchte einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Arbeit waren vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Anfänge (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kelten &amp;amp; Römer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erzbistum &amp;amp; Missionszentrum (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Zwischen Kaiser &amp;amp; Papst (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3952</id>
		<title>Geschichte des Landes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3952"/>
		<updated>2007-02-25T16:44:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Salzburgs Landesgeschichte ist eine der ersten Höhepunkt, die salzburgwiki zu bieten hat. Gelang es nämlich, keinen Geringeren als Universitätsprofessor [[Heinz Dopsch]] für die Mitarbeit in dieser Kategorie zu gewinnen. Professor Dopsch, der an der Universität Salzburg lehrt und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat nicht nur einen eigenen Grundtext über die Landesgeschichte für salzburgwiki verfasst, er wird künftig auch die von den Salzburgerinnen und Salzburgern getätigten Einträge auf Professionalität und Wahrheitsgehalt überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung== &lt;br /&gt;
Die [[Salzburg|Stadt Salzburg]], die auch dem Land den Namen gab, hat im 20. Jahrhundert durch ihre [[Festspiele]] Weltruf erlangt. Das vom Stil des Barock geprägte Stadtbild, beherrscht vom [[Dom]] und den zahlreichen [[Kirchen]], hat der Stadt den Beinamen &amp;quot;deutsches Rom&amp;quot; eingetragen. Unter den österreichischen Bundesländern kommt Salzburg in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung zu: Es kann auf die längste Periode eigener &amp;quot;Staatlichkeit&amp;quot; zurückblicken, die unter der Herrschaft der [[Erzbischöfe]] als geistlichen Fürsten ein Jahrtausend lang währte. Schon im 8. Jahrhundert wurde Salzburg zum ältesten und bedeutendsten Zentrum der Kunst und Kultur im Ostalpenraum, wo Meisterwerke der Goldschmiedekunst und der Buchmalerei aber auch die ältesten geschichtlichen Aufzeichnungen auf dem Boden des heutigen Österreich entstanden. Nicht nur Kärnten und die Steiermark, sondern auch der Wiener Raum haben aus Salzburg das Christentum empfangen. Schließlich ist in keiner anderen Stadt Österreichs die römische Vergangenheit in einer solchen Dichte präsent wie in Salzburg. Wo immer ein neues Bauwerk im Bereich der [[Altstadt]] entsteht, fördert zunächst der Spaten des Archäologen die Zeugnisse der Antike zutage. Es lohnt sich daher, einen Blick hinter die prachtvolle Fassade auf die reiche Geschichte zu werfen, um die Schönheit von Stadt und Land nicht nur zu bewundern, sondern auch in ihrem Ursprung zu erkennen und zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere &amp;quot;Land vor dem Gebirg&amp;quot; mit der [[Salzburg|Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das &amp;quot;Land inner Gebirg&amp;quot; mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Bauernkriege]] oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am &amp;quot;Wegekreuz der Ostalpen&amp;quot; zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Siedlungen=== &lt;br /&gt;
Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] (im Pinzgau) stieß man auf ihre Spuren. In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umherstreifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von Salzburg der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]]. Die Epoche der Bronzezeit (1900¬ - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das weiße Gold===&lt;br /&gt;
Von noch größerer Bedeutung war das &amp;quot;weiße Gold&amp;quot;, das Salz, das ab 750 v. Chr. im Bergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte Schnabelkanne, die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der [[Hellbrunner Berg]] trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iuvavum, das römische Salzburg===&lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgte die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erzbistum und Missionszentrum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzburger &amp;quot;Gründerheilige&amp;quot; und Landespatron [[Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des 7. Jahrhundert Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des Bayernherzogs Theodo zu folgen. Nach einem Aufenthalt in Regensburg und einer vergeblichen Missionsreise an die Awarengrenze erhielt er um das Jahr 696 von [[Herzog Theodo]] die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Dort residierte auf dem Festungsberg der Herzogssohn und Mitregent Theodbert, und im Bereich der Altstadt hatten sich bayerische Siedler niedergelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Geburtsstunde von St. Peter===&lt;br /&gt;
Rupert gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Kloster St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl an der Stelle des heutigen Doms stand. Im Auftrag Theodos weihte er 713/15 das adelige Damenstift auf dem [[Nonnberg]], das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste Äbtissin setzte Rupert seine Verwandte [[Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge von Bischofshofen===&lt;br /&gt;
Als erster Stützpunkt für die Slawenmission entstand die Maximilianszelle in [[Pongau]], dem heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben der alten Römerstadt Iuvavum gehörte dazu der Großteil der Solequellen von Reichenhall, die eine Monopolstellung im Ostalpenraum besaßen, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten. Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Ruperts einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Ausgriff des Herzogtums Bayern über die Alpen  nach Süden, in die einstige römische Provinz Binnennoricum vorbereiten. Rupert hat diesen Weg mit der Gründung der Maximilianszelle eröffnet, sein großer Nachfolger[[ Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige Kärnten für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert um 715/16 an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Name Salzburg taucht erstmals auf===&lt;br /&gt;
Ein Bistum in Salzburg hat erst der hl. [[Bonifatius]] 739 im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name Salzburg anstelle von Iuvavum wird in der um 770 verfassten Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom Salz der Quellsalinen von [[Reichenhall]], die Herzog Theodo an Rupert geschenkt hatte, und von der Burg auf dem Festungsberg. Unter dem gelehrten Abt und Bischof Virgil (746/47 - 784), der aus Irland stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Bayernherzog Odilo verteidigt, zahlreiche bischöfliche &amp;quot;Eigenkirchen&amp;quot; als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der Karantanen (in Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den &amp;quot;Freisinger Denkmälern&amp;quot; erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zentrum der Kunst entsteht===&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. In Salzburger Werkstätten entstanden Meisterwerke der Goldschmiedekunst, darunter der [[Tassilokelch von Kremsmünster]], und mit dem prachtvollen Evangeliar des Angelsachsen Cutbercht begann die große Zeit der Salzburger Buchmalerei. Virgil errichtete einen fünfschiffigen Dom von so imposanten Ausmaßen, dass dahinter der Einfluss Herzog Tassilos III. von Bayern vermutet wurde; er habe dieses Gotteshaus als Krönungskirche für das von ihm erstrebte Königtum konzipiert. Virgil ließ zur Domweihe 774 die Gebeine des hl. [[Rupert aus Worms]] überführen und sicherte damit das Andenken an den fast vergessenen Gründerheiligen. Rupert wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Schutzpatron und zum Landesheiligen von Salzburg. Als Vermächtnis hat Virgil das berühmte Verbrüderungsbuch von St. Peter hinterlassen, das in seinem Todesjahr 784 entstand und in St. Peter verwahrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das älteste deutsche Erzbistum===&lt;br /&gt;
Virgils Nachfolger [[Arn]] (785-821) erlebte 788 den Sturz Tassilos III., des letzten Bayernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig Karl den Großen. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er 788/90 und ab 798 die beiden ältesten Salzburger Güterverzeichnisse anlegen. Dem Herrscher hat Arn als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. 798 Arn zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Als Suffraganbistümer wurden ihm Regensburg, Passau, Freising, Säben (Brixen) und Neuburg an der Donau unterstellt. Ein Jahr später geleitete Arn im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag 800 die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte 811 die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest und sprach damit den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arn hat, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt Erzbistum und Metropolitansitz, als im Gebiet von Wien noch die wilden Reiterscharen der Awaren umherstreiften. Heute ist es das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mission bis zum Plattensee===&lt;br /&gt;
Mit der Niederwerfung der Awaren durch Karl den Großen in zahlreichen Feldzügen ab 796 erhielt Salzburg ein neues Missionsgebiet in Pannonien rund um den Plattensee zugeteilt. Die [[Ruprechtskirche]], die als älteste Kirche Wiens dem Salzburger Gründerheiligen geweiht ist, erinnert daran, dass auch dieses Gebiet einst zum Salzburger Missionssprengel gehörte, bis es 829 an Passau abgetreten wurde. Erst nach dem völligen Zusammenbruch der awarischen Macht gelang es den Salzburger Missionaren, unter den Slawen in Pannonien erfolgreich zu wirken. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden über 20 Missionskirchen errichtet und von Salzburger Priestern betreut. Baumeister, Handwerker und Künstler trugen Salzburger Kunst und Kultur bis an den Fürstensitz Mosapurc (Zalavár westl. des Plattensees). Der Herrscher des Ostfränkischen Reiches, König Ludwig der Deutsche, hat die Treue der Salzburger Erzbischöfe und ihr erfolgreiches Wirken in Kärnten und Pannonien 860 durch die Schenkung von 24 Königshöfen belohnt. Darauf gehen die reichen &amp;quot;auswärtigen&amp;quot; Besitzungen des Erzbistums in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich zurück, die bis zur Säkularisation 1803 bei Salzburg blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenstoß mit den byzantinischen Missionaren Konstantin (Kyrill) und Method, ein Ereignis von welthistorischen Dimensionen, führte 867-871 zu einer längeren Unterbrechung der Missionsarbeit. Durch die furchtbare Niederlage des bayerischen Heeres gegen die Ungarn in der Schlacht bei Preßburg 907, in der neben dem Markgrafen Luitpold auch [[Erzbischof Theotmar]] von Salzburg den Tod fand, ging das pannonische Missionsgebiet verloren. Die Früchte einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Arbeit waren vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Anfänge (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kelten &amp;amp; Römer (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erzbistum &amp;amp; Missionszentrum (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Zwischen Kaiser &amp;amp; Papst (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3950</id>
		<title>Geschichte des Landes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Geschichte_des_Landes&amp;diff=3950"/>
		<updated>2007-02-25T15:53:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Salzburgs Landesgeschichte ist eine der ersten Höhepunkt, die salzburgwiki zu bieten hat. Gelang es nämlich, keinen Geringeren als Universitätsprofessor [[Heinz Dopsch]] für die Mitarbeit in dieser Kategorie zu gewinnen. Professor Dopsch, der an der Universität Salzburg lehrt und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat nicht nur einen eigenen Grundtext über die Landesgeschichte für salzburgwiki verfasst, er wird künftig auch die von den Salzburgerinnen und Salzburgern getätigten Einträge auf Professionalität und Wahrheitsgehalt überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung== &lt;br /&gt;
Die [[Salzburg|Stadt Salzburg]], die auch dem Land den Namen gab, hat im 20. Jahrhundert durch ihre [[Festspiele]] Weltruf erlangt. Das vom Stil des Barock geprägte Stadtbild, beherrscht vom [[Dom]] und den zahlreichen [[Kirchen]], hat der Stadt den Beinamen &amp;quot;deutsches Rom&amp;quot; eingetragen. Unter den österreichischen Bundesländern kommt Salzburg in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung zu: Es kann auf die längste Periode eigener &amp;quot;Staatlichkeit&amp;quot; zurückblicken, die unter der Herrschaft der [[Erzbischöfe]] als geistlichen Fürsten ein Jahrtausend lang währte. Schon im 8. Jahrhundert wurde Salzburg zum ältesten und bedeutendsten Zentrum der Kunst und Kultur im Ostalpenraum, wo Meisterwerke der Goldschmiedekunst und der Buchmalerei aber auch die ältesten geschichtlichen Aufzeichnungen auf dem Boden des heutigen Österreich entstanden. Nicht nur Kärnten und die Steiermark, sondern auch der Wiener Raum haben aus Salzburg das Christentum empfangen. Schließlich ist in keiner anderen Stadt Österreichs die römische Vergangenheit in einer solchen Dichte präsent wie in Salzburg. Wo immer ein neues Bauwerk im Bereich der [[Altstadt]] entsteht, fördert zunächst der Spaten des Archäologen die Zeugnisse der Antike zutage. Es lohnt sich daher, einen Blick hinter die prachtvolle Fassade auf die reiche Geschichte zu werfen, um die Schönheit von Stadt und Land nicht nur zu bewundern, sondern auch in ihrem Ursprung zu erkennen und zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kelten und Römer== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere &amp;quot;Land vor dem Gebirg&amp;quot; mit der [[Salzburg|Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das &amp;quot;Land inner Gebirg&amp;quot; mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Bauernkriege]] oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am &amp;quot;Wegekreuz der Ostalpen&amp;quot; zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Siedlungen=== &lt;br /&gt;
Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] (im Pinzgau) stieß man auf ihre Spuren. In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umherstreifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von Salzburg der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]]. Die Epoche der Bronzezeit (1900¬ - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das weiße Gold===&lt;br /&gt;
Von noch größerer Bedeutung war das &amp;quot;weiße Gold&amp;quot;, das Salz, das ab 750 v. Chr. im Bergbau auf dem [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte Schnabelkanne, die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der [[Hellbrunner Berg]] trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iuvavum, das römische Salzburg===&lt;br /&gt;
Das keltische Königreich Noricum, zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im Pinzgau ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand. Das Königreich Noricum wurde größtenteils friedlich besetzt und unter Kaiser Claudius um 45 n. Chr. als römische Provinz eingerichtet. Die keltischen Höhensiedlungen wurden aufgelöst und am Ufer der [[Salzach]] im Schutz von Festungsberg und Mönchsberg eine Stadt gegründet, die den keltischen Namen [[Iuvavum]] übernahm. Sie erlebte eine rasche wirtschaftliche Blüte und erhielt ebenfalls von Kaiser Claudius das Stadtrecht verliehen. Zur Munizipalstadt Iuvavum gehörte ein Stadtbezirk, der wesentlich größer war als das heutige Land Salzburg und bis zum Innbogen reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt lebt im Luxus===&lt;br /&gt;
Das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. bescherte den Bewohnern von Stadt und Land Frieden und Wohlstand. Die keltische Bevölkerung passte sich in Sprache und Kleidung den römischen Herren an, bewahrte aber charakteristische Eigenheiten in ihrem Namengut, ihrer Tracht, ihrem Aussehen und ihrem Glauben. In Iuvavum entstanden großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios. Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen Dom waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem Mozartplatz gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der Altstadt gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! Von der heutigen [[Residenz]] bis zum Bürgerspital erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===&lt;br /&gt;
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle Theseusmosaik, das sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der Marmorsteinbrüche am Untersberg hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es folgte die Zerstörung===&lt;br /&gt;
Als die Stadt Salzburg 1861 ihrem größten Sohn, [[Wolfgang Amadeus Mozart]], ein Denkmal setzte, stieß man beim Ausheben des Fundaments auf drei übereinander liegende Mosaikböden, von denen der oberste aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. die folgende, nur zum Teil erhaltene Inschrift trug: &amp;quot;Hier wohnt das Glück, nichts Böses soll Zutritt finden&amp;quot;. Damals allerdings waren Stadt und Land längst vom Glück und der wirtschaftlichen Blüte verlassen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die „Iuvavenser“, zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden &amp;quot;dunklen Jahrhunderte&amp;quot; der Völkerwanderung überdauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erzbistum und Missionszentrum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzburger &amp;quot;Gründerheilige&amp;quot; und Landespatron [[Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des 7. Jahrhundert Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des Bayernherzogs Theodo zu folgen. Nach einem Aufenthalt in Regensburg und einer vergeblichen Missionsreise an die Awarengrenze erhielt er um das Jahr 696 von [[Herzog Theodo]] die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Dort residierte auf dem Festungsberg der Herzogssohn und Mitregent Theodbert, und im Bereich der Altstadt hatten sich bayerische Siedler niedergelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Geburtsstunde von St. Peter===&lt;br /&gt;
Rupert gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Kloster St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl an der Stelle des heutigen Doms stand. Im Auftrag Theodos weihte er 713/15 das adelige Damenstift auf dem [[Nonnberg]], das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste Äbtissin setzte Rupert seine Verwandte [[Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge von Bischofshofen===&lt;br /&gt;
Als erster Stützpunkt für die Slawenmission entstand die Maximilianszelle in [[Pongau]], dem heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben der alten Römerstadt Iuvavum gehörte dazu der Großteil der Solequellen von Reichenhall, die eine Monopolstellung im Ostalpenraum besaßen, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten. Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Ruperts einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Ausgriff des Herzogtums Bayern über die Alpen  nach Süden, in die einstige römische Provinz Binnennoricum vorbereiten. Rupert hat diesen Weg mit der Gründung der Maximilianszelle eröffnet, sein großer Nachfolger Virgil konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige Kärnten für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert um 715/16 an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bistum in Salzburg hat erst der hl. Bonifatius 739 im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name Salzburg anstelle von Iuvavum wird in der um 770 verfassten Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom Salz der Quellsalinen von Reichenhall, die Herzog Theodo an Rupert geschenkt hatte, und von der Burg auf dem Festungsberg. Unter dem gelehrten Abt und Bischof Virgil (746/47 - 784), der aus Irland stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Bayernherzog Odilo verteidigt, zahlreiche bischöfliche &amp;quot;Eigenkirchen&amp;quot; als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der Karantanen (in Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den &amp;quot;Freisinger Denkmälern&amp;quot; erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Salzburg wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. In Salzburger Werkstätten entstanden Meisterwerke der Goldschmiedekunst, darunter der Tassilokelch von Kremsmünster, und mit dem prachtvollen Evangeliar des Angelsachsen Cutbercht begann die große Zeit der Salzburger Buchmalerei. Virgil errichtete einen fünfschiffigen Dom von so imposanten Ausmaßen, dass dahinter der Einfluss Herzog Tassilos III. von Bayern vermutet wurde; er habe dieses Gotteshaus als Krönungskirche für das von ihm erstrebte Königtum konzipiert. Virgil ließ zur Domweihe 774 die Gebeine des hl. Rupert aus Worms überführen und sicherte damit das Andenken an den fast vergessenen Gründerheiligen. Rupert wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Schutzpatron und zum Landesheiligen von Salzburg. Als Vermächtnis hat Virgil das berühmte Verbrüderungsbuch von St. Peter hinterlassen, das in seinem Todesjahr 784 entstand und in St. Peter verwahrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Virgils Nachfolger Arn (785-821) erlebte 788 den Sturz Tassilos III., des letzten Bayernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig Karl den Großen. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er 788/90 und ab 798 die beiden ältesten Salzburger Güterverzeichnisse anlegen. Dem Herrscher hat Arn als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. 798 Arn zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Als Suffraganbistümer wurden ihm Regensburg, Passau, Freising, Säben (Brixen) und Neuburg an der Donau unterstellt. Ein Jahr später geleitete Arn im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag 800 die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte 811 die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest und sprach damit den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arn hat, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt Erzbistum und Metropolitansitz, als im Gebiet von Wien noch die wilden Reiterscharen der Awaren umherstreiften. Heute ist es das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Niederwerfung der Awaren durch Karl den Großen in zahlreichen Feldzügen ab 796 erhielt Salzburg ein neues Missionsgebiet in Pannonien rund um den Plattensee zugeteilt. Die Ruprechtskirche, die als älteste Kirche Wiens dem Salzburger Gründerheiligen geweiht ist, erinnert daran, dass auch dieses Gebiet einst zum Salzburger Missionssprengel gehörte, bis es 829 an Passau abgetreten wurde. Erst nach dem völligen Zusammenbruch der awarischen Macht gelang es den Salzburger Missionaren, unter den Slawen in Pannonien erfolgreich zu wirken. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden über 20 Missionskirchen errichtet und von Salzburger Priestern betreut. Baumeister, Handwerker und Künstler trugen Salzburger Kunst und Kultur bis an den Fürstensitz Mosapurc (Zalavár westl. des Plattensees). Der Herrscher des Ostfränkischen Reiches, König Ludwig der Deutsche, hat die Treue der Salzburger Erzbischöfe und ihr erfolgreiches Wirken in Kärnten und Pannonien 860 durch die Schenkung von 24 Königshöfen belohnt. Darauf gehen die reichen &amp;quot;auswärtigen&amp;quot; Besitzungen des Erzbistums in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich zurück, die bis zur Säkularisation 1803 bei Salzburg blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenstoß mit den byzantinischen Missionaren Konstantin (Kyrill) und Method, ein Ereignis von welthistorischen Dimensionen, führte 867-871 zu einer längeren Unterbrechung der Missionsarbeit. Durch die furchtbare Niederlage des bayerischen Heeres gegen die Ungarn in der Schlacht bei Preßburg 907, in der neben dem Markgrafen Luitpold auch Erzbischof Theotmar von Salzburg den Tod fand, ging das pannonische Missionsgebiet verloren. Die Früchte einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Arbeit waren vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Chronik (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Anfänge (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kelten &amp;amp; Römer (Geschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Anf%C3%A4nge_(Geschichte)&amp;diff=3943</id>
		<title>Kategorie:Anfänge (Geschichte)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kategorie:Anf%C3%A4nge_(Geschichte)&amp;diff=3943"/>
		<updated>2007-02-25T15:36:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kelten&amp;diff=3941</id>
		<title>Kelten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Kelten&amp;diff=3941"/>
		<updated>2007-02-25T15:34:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Frö: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Frö</name></author>
	</entry>
</feed>