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	<title>SALZBURGWIKI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Salzburger_Glockenspiel&amp;diff=212967</id>
		<title>Salzburger Glockenspiel</title>
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		<updated>2011-08-29T20:32:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Emma S: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Glockenspiel.jpg|thumb|das Glockenspiel am [[Residenzplatz]], im Vordergrund der [[Residenzbrunnen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:IMGP6893.JPG|thumb|Glockenspiel (rechts) und [[Dom]] vom [[Salzburg Museum]] gesehen]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Glockenspiel B.jpg|thumb|Blick aus dem Glockenspielturm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glockenspiel C.jpg|thumb|Ausblick vom Glockenspielturm auf Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glockenspiel E.jpg|thumb|Blick von Glockenspielturm zur Mozartplatzseite]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Glockenspiel&#039;&#039;&#039; in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] am [[Residenzplatz]] entstand aus einem von [[Wolf Dietrich von Raitenau]] der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] vorgesetzten Turm, der ursprünglich fünfgeschossig war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[1701]] wurde diesem Turm ein Achteckaufbau in offenen Rundbogenarkaden aufgesetzt und mit 35 Glocken des [[Niederlande|Antwerpen]]er Gießers [[Melchior de Haze]] (1688 - 1689) versehen, die von [[Erzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun]] in Auftrag gegeben und vom Salzburger Hofuhrmacher [[Jeremias Sauter]] hier zusammengebaut worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Glockenspiel besteht aus 35 Glocken mit der Aufschrift &amp;quot;Melchior de Haze me fecit&amp;quot;, &amp;quot;[[1688]]&amp;quot; und &amp;quot;[[1689]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun ließ den unter Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] errichteten Turm um zwei Stockwerke erhöhen und beauftragte den Salzburger Hofuhrmacher Jeremias Sauter, die Mechanik anzufertigen. Dieser bohrte die zum Betrieb notwendigen 7.964 Löcher. Der Glockengießer [[Benedikt Eisenberger]] und der Büchsenmacher [[Franz Sulzer]] fertigten die Messingwalze, und Ende [[1704]] erklang das Glockenspiel zum ersten Mal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem Glockenspiel können derzeit 51 Musikstücke gespielt werden, von denen einige [[Johann Michael Haydn]] zugeschrieben werden. Die Melodien von [[Leopold Mozart|Vater]] und Sohn [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] sind Bearbeitungen aus dem [[19. Jahrhundert]]. &lt;br /&gt;
1873 baute der Salzburger Uhrmachermeister [[Johann Baptist Fischer]] neben dem Antriebswerk eine Uhr ein, die mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung das Spielwerk des Glockenspiels auslöste. Ende der 1960er Jahre wurde eine elektrische Uhr für die Auslösung eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Erdgeschoß ist dem Turm ein Arkadengang vorgestellt, der das Eingangsportal für das [[Salzburger Heimatwerk]] bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Besichtigung und Spielzeiten==&lt;br /&gt;
Das Glockenspiel erklingt täglich um 7.00, 11.00 und 18.00 Uhr. Führungen auf den Glockenspielturm mit Besichtigung des Antriebswerks finden von Ende März bis Ende Oktober jeweils Donnerstag um 17.30 Uhr und Freitag um 10.30 Uhr statt. Karten sind an den Kassen im Salzburg Museum in der Neuen Residenz und im Panorama Museum erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Technik==&lt;br /&gt;
Das Salzburger Glockenspiel besteht aus 35 Glocken und einem 6,3 Tonnen schweren Spielwerk, das aus 3.655 Einzelteilen besteht. Es wird über eine Walze und eine mechanische, später eine elektrische Uhr gesteuert. Die Glocken umfassen drei Oktaven mit allen Halbtönen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[18. Jahrhundert]] bestand die Möglichkeit, über eine Handspielanlage Konzerte zu geben. Diese Art der Bespielung war bereits vom Glockengießer Melchior de Haze vorgesehen gewesen und kam im [[19. Jahrhundert]] ab. Wann, ist leider nicht überliefert. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten 2009/2010 wurde diese Handspielkurbel wieder hergestellt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wurde über die nicht ganz harmonische Stimmung des Glockenspiels gerätselt. Spieß&amp;lt;!--wer ist Spieß?--&amp;gt; wies darauf hin, dass die Glocken vor [[1690]] im &amp;quot;sogenannten Chorton&amp;quot; gestimmt waren und die &amp;quot;gleichschwebende&amp;quot; Stimmung nach dem Quintenzirkel erst zu dieser Zeit aufkam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mechanische Werk besteht aus der Uhr, dem Antriebsmechanismus mit Wellbaum, dem Hammerwerk samt Federn, Drahtwerk, Zungen und der großen Walze mit den Stacheln. Diese lösen ursprünglich über Seilzug, heute über Abstrakte, Kadenzen und Glockenketten den Hammerschlag auf die jeweilige Glocke aus. Bei jeder Glocke, außer der größten, befinden sich zwei gleich große eiserne Hämmer. Das Gewicht der großen Hämmer zieht die Kette, das Gestänge (Kadenzen), Abstrakte und die Claves wieder in die Ausgangsposition zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Glockenspiel-Werk.jpg|thumb|Antriebswerk und Walze des Glockenspiels im heutigen Zustand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Glockenspiel A.jpg|thumb|Antriebswerk des Glockenspiels, nach der Restaurierung im Jahr 2010]]&lt;br /&gt;
====Restaurierung====&lt;br /&gt;
Am [[18. Dezember]] [[2008]] wurden die Glocken herunter gehoben und nach Wien in die Werkstätte der Restauratorin Elisabeth Krebs transportiert. Das Antriebswerk folgte im Frühjahr [[2009]]. Zu den veranschlagten 360.000 Euro kamen im Laufe der Arbeiten weitere 50.000 bis 60.000 Euro hinzu. Diese Kostenüberschreitung wurde notwendig, weil beispielsweise Malereien auf den Metallsäulen des Glockenwerks entdeckt wurden, die aus der Ursprungszeit um 1703 stammen. Auch die Adlerköpfe auf den Glocken sind nun wieder zu sehen, die bisher unter mehren Lackschichten verborgen waren. Außerdem wurde zusätzlich zum elektrischen auch der historische mechanische Antrieb wieder gangbar gemacht und kann nun bei Führungen in Betrieb genommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zweijähriger Restaurierpause erfolgte am [[28. Jänner]] [[2011]] um 11:00 Uhr die Wiederinbetriebnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Stiftungsbrief von 1702==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;„&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wür Johann Ernst &amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;von Gottes Gnaden Erzbischof&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu Salzburg Legat des heiligen apostolischen Stuhls zu Rom ec. ec. Urkunden und Bekennen hiemit, daß Wür zur Bezaigung und Unserer guten &#039;&#039;Affection&#039;&#039; Unserer Ehrsam und getreuen Landschaft ein von Uns in Niderland erkauft und mit zimlichen Unkosten allher verbrachtes Gloggenspiel oder &#039;&#039;Carillon&#039;&#039; sambt&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Vier Tausend [[Gulden]]&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;dergestalten geschenkht und Ueberlassen haben, das iezermeltes Capital an sichern Orthen Unsers Erz-Stifts angelegt, und von den hievon jährlich fallenden &#039;&#039;jnteresse&#039;&#039; berühmtes Gloggenspiel in all- und jedem gebührend unterhalten werden solle; thuen solche &#039;&#039;Donation&#039;&#039; und Ueberlassung auch Kraft diess auf mass und weis, wie es von Rechts und gewohnheit wegen am Kräftigst, und beständigsten geschehen solln khan oder mag: jedoch mit der ausdrükhlichen &#039;&#039;Condition&#039;&#039; und Bedingnuß, dass im fall obersagt; Unsren Landschaft solches Gloggenspiel mit angeregten &#039;&#039;Interesse&#039;&#039; nicht mehr Unterhalten wollte, selbiges sodann mit denen Vier tausend Gulden dem von Uns neu gestifteten St. Johanns Spital zu Mülln zuefallen, auch außer Lands versilbert, und das daraus erlösende Geld zu dem ende mehrangezogenen &#039;&#039;Capital&#039;&#039; der vier Tausend Gulden addirt werden solle, damit von den jährlichen Ertragnuss im gedachten Spital mehr Krankenwärther und Warterinen aufgestellt und gehalten oder andere Nothdurften alldort besser bestritten werden mögen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zu Urkundt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;haben Wür diesen &#039;&#039;Donation&#039;&#039;-Brief eigenhändig Unterschrieben und mit Unseren angehängt fürstl. &#039;&#039;Secret&#039;&#039; Insigl bekräftigen lassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Actum &#039;&#039;in Unserer Stadt Salzburg den zwanzigsten Monatstag &#039;&#039;Februarii&#039;&#039; 1702.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ernst.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;“&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg&lt;br /&gt;
* [[Judas Thaddäus Zauner]]: [[Corbinian Gärtner]]: &#039;&#039;Chronik von Salzburg&#039;&#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;IX = &#039;&#039;Neue Chronik von Salzburg&#039;&#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;III (Salzburg 1818), S.&amp;amp;nbsp;[http://books.google.at/books?id=h5EAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA424&amp;amp;lpg=PA424#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 424&amp;amp;nbsp;424&amp;amp;nbsp;f] und [http://books.google.at/books?id=h5EAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA522&amp;amp;lpg=PA522#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S.&amp;amp;nbsp;522&amp;amp;nbsp;f.]&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Plasser]]: &#039;&#039;Das Salzburger Glockenspiel&#039;&#039;, Manuskript im &#039;&#039;[[Salzburg Museum]]&#039;&#039;, 2007&lt;br /&gt;
{{Quelle Kulturlexikon}}&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.info/sehenswertes_35.htm Salzburg Stadtinfo]&lt;br /&gt;
* [[Salzburger Nachrichten]], 23. September 2010  &lt;br /&gt;
* Salzburger Nachrichten, 28. Oktober 2010 (Lokalteil, Salzburg Aktuell, S. 8, Heidi Huber)&lt;br /&gt;
* Informationen über die Entstehung einer [http://www.web-es.eu/video/salzburger-glockenspiel/ Video-Dokumentation] über die Restaurierung des Salzburger Glockenspiels zw. 2008 und 2011. Alle Rechte des Videos liegen beim [http://www.salzburgmuseum.at/ Salzburg Museum]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gebäude|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit|Glockenspiel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Emma S</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.sn.at/wiki/index.php?title=Salzburger_Glockenspiel&amp;diff=212964</id>
		<title>Salzburger Glockenspiel</title>
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		<updated>2011-08-29T20:26:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Emma S: /* Quellen */ http://www.web-es.eu/video/salzburger-glockenspiel/&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Glockenspiel.jpg|thumb|das Glockenspiel am [[Residenzplatz]], im Vordergrund der [[Residenzbrunnen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:IMGP6893.JPG|thumb|Glockenspiel (rechts) und [[Dom]] vom [[Salzburg Museum]] gesehen]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Glockenspiel B.jpg|thumb|Blick aus dem Glockenspielturm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glockenspiel C.jpg|thumb|Ausblick vom Glockenspielturm auf Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glockenspiel E.jpg|thumb|Blick von Glockenspielturm zur Mozartplatzseite]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Glockenspiel&#039;&#039;&#039; in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] am [[Residenzplatz]] entstand aus einem von [[Wolf Dietrich von Raitenau]] der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] vorgesetzten Turm, der ursprünglich fünfgeschossig war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[1701]] wurde diesem Turm ein Achteckaufbau in offenen Rundbogenarkaden aufgesetzt und mit 35 Glocken des [[Niederlande|Antwerpen]]er Gießers [[Melchior de Haze]] (1688 - 1689) versehen, die von [[Erzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun]] in Auftrag gegeben und vom Salzburger Hofuhrmacher [[Jeremias Sauter]] hier zusammengebaut worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Glockenspiel besteht aus 35 Glocken mit der Aufschrift &amp;quot;Melchior de Haze me fecit&amp;quot;, &amp;quot;[[1688]]&amp;quot; und &amp;quot;[[1689]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun ließ den unter Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] errichteten Turm um zwei Stockwerke erhöhen und beauftragte den Salzburger Hofuhrmacher Jeremias Sauter, die Mechanik anzufertigen. Dieser bohrte die zum Betrieb notwendigen 7.964 Löcher. Der Glockengießer [[Benedikt Eisenberger]] und der Büchsenmacher [[Franz Sulzer]] fertigten die Messingwalze, und Ende [[1704]] erklang das Glockenspiel zum ersten Mal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem Glockenspiel können derzeit 51 Musikstücke gespielt werden, von denen einige [[Johann Michael Haydn]] zugeschrieben werden. Die Melodien von [[Leopold Mozart|Vater]] und Sohn [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] sind Bearbeitungen aus dem [[19. Jahrhundert]]. &lt;br /&gt;
1873 baute der Salzburger Uhrmachermeister [[Johann Baptist Fischer]] neben dem Antriebswerk eine Uhr ein, die mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung das Spielwerk des Glockenspiels auslöste. Ende der 1960er Jahre wurde eine elektrische Uhr für die Auslösung eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Erdgeschoß ist dem Turm ein Arkadengang vorgestellt, der das Eingangsportal für das [[Salzburger Heimatwerk]] bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Besichtigung und Spielzeiten==&lt;br /&gt;
Das Glockenspiel erklingt täglich um 7.00, 11.00 und 18.00 Uhr. Führungen auf den Glockenspielturm mit Besichtigung des Antriebswerks finden von Ende März bis Ende Oktober jeweils Donnerstag um 17.30 Uhr und Freitag um 10.30 Uhr statt. Karten sind an den Kassen im Salzburg Museum in der Neuen Residenz und im Panorama Museum erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Technik==&lt;br /&gt;
Das Salzburger Glockenspiel besteht aus 35 Glocken und einem 6,3 Tonnen schweren Spielwerk, das aus 3.655 Einzelteilen besteht. Es wird über eine Walze und eine mechanische, später eine elektrische Uhr gesteuert. Die Glocken umfassen drei Oktaven mit allen Halbtönen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[18. Jahrhundert]] bestand die Möglichkeit, über eine Handspielanlage Konzerte zu geben. Diese Art der Bespielung war bereits vom Glockengießer Melchior de Haze vorgesehen gewesen und kam im [[19. Jahrhundert]] ab. Wann, ist leider nicht überliefert. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten 2009/2010 wurde diese Handspielkurbel wieder hergestellt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wurde über die nicht ganz harmonische Stimmung des Glockenspiels gerätselt. Spieß&amp;lt;!--wer ist Spieß?--&amp;gt; wies darauf hin, dass die Glocken vor [[1690]] im &amp;quot;sogenannten Chorton&amp;quot; gestimmt waren und die &amp;quot;gleichschwebende&amp;quot; Stimmung nach dem Quintenzirkel erst zu dieser Zeit aufkam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mechanische Werk besteht aus der Uhr, dem Antriebsmechanismus mit Wellbaum, dem Hammerwerk samt Federn, Drahtwerk, Zungen und der großen Walze mit den Stacheln. Diese lösen ursprünglich über Seilzug, heute über Abstrakte, Kadenzen und Glockenketten den Hammerschlag auf die jeweilige Glocke aus. Bei jeder Glocke, außer der größten, befinden sich zwei gleich große eiserne Hämmer. Das Gewicht der großen Hämmer zieht die Kette, das Gestänge (Kadenzen), Abstrakte und die Claves wieder in die Ausgangsposition zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Glockenspiel-Werk.jpg|thumb|Antriebswerk und Walze des Glockenspiels im heutigen Zustand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Glockenspiel A.jpg|thumb|Antriebswerk des Glockenspiels, nach der Restaurierung im Jahr 2010]]&lt;br /&gt;
====Restaurierung====&lt;br /&gt;
Am [[18. Dezember]] [[2008]] wurden die Glocken herunter gehoben und nach Wien in die Werkstätte der Restauratorin Elisabeth Krebs transportiert. Das Antriebswerk folgte im Frühjahr [[2009]]. Zu den veranschlagten 360.000 Euro kamen im Laufe der Arbeiten weitere 50.000 bis 60.000 Euro hinzu. Diese Kostenüberschreitung wurde notwendig, weil beispielsweise Malereien auf den Metallsäulen des Glockenwerks entdeckt wurden, die aus der Ursprungszeit um 1703 stammen. Auch die Adlerköpfe auf den Glocken sind nun wieder zu sehen, die bisher unter mehren Lackschichten verborgen waren. Außerdem wurde zusätzlich zum elektrischen auch der historische mechanische Antrieb wieder gangbar gemacht und kann nun bei Führungen in Betrieb genommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zweijähriger Restaurierpause erfolgte am [[28. Jänner]] [[2011]] um 11:00 Uhr die Wiederinbetriebnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Stiftungsbrief von 1702==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;„&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wür Johann Ernst &amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;von Gottes Gnaden Erzbischof&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu Salzburg Legat des heiligen apostolischen Stuhls zu Rom ec. ec. Urkunden und Bekennen hiemit, daß Wür zur Bezaigung und Unserer guten &#039;&#039;Affection&#039;&#039; Unserer Ehrsam und getreuen Landschaft ein von Uns in Niderland erkauft und mit zimlichen Unkosten allher verbrachtes Gloggenspiel oder &#039;&#039;Carillon&#039;&#039; sambt&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Vier Tausend [[Gulden]]&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;dergestalten geschenkht und Ueberlassen haben, das iezermeltes Capital an sichern Orthen Unsers Erz-Stifts angelegt, und von den hievon jährlich fallenden &#039;&#039;jnteresse&#039;&#039; berühmtes Gloggenspiel in all- und jedem gebührend unterhalten werden solle; thuen solche &#039;&#039;Donation&#039;&#039; und Ueberlassung auch Kraft diess auf mass und weis, wie es von Rechts und gewohnheit wegen am Kräftigst, und beständigsten geschehen solln khan oder mag: jedoch mit der ausdrükhlichen &#039;&#039;Condition&#039;&#039; und Bedingnuß, dass im fall obersagt; Unsren Landschaft solches Gloggenspiel mit angeregten &#039;&#039;Interesse&#039;&#039; nicht mehr Unterhalten wollte, selbiges sodann mit denen Vier tausend Gulden dem von Uns neu gestifteten St. Johanns Spital zu Mülln zuefallen, auch außer Lands versilbert, und das daraus erlösende Geld zu dem ende mehrangezogenen &#039;&#039;Capital&#039;&#039; der vier Tausend Gulden addirt werden solle, damit von den jährlichen Ertragnuss im gedachten Spital mehr Krankenwärther und Warterinen aufgestellt und gehalten oder andere Nothdurften alldort besser bestritten werden mögen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zu Urkundt&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;haben Wür diesen &#039;&#039;Donation&#039;&#039;-Brief eigenhändig Unterschrieben und mit Unseren angehängt fürstl. &#039;&#039;Secret&#039;&#039; Insigl bekräftigen lassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Actum &#039;&#039;in Unserer Stadt Salzburg den zwanzigsten Monatstag &#039;&#039;Februarii&#039;&#039; 1702.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ernst.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;“&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
* Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg&lt;br /&gt;
* [[Judas Thaddäus Zauner]]: [[Corbinian Gärtner]]: &#039;&#039;Chronik von Salzburg&#039;&#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;IX = &#039;&#039;Neue Chronik von Salzburg&#039;&#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;III (Salzburg 1818), S.&amp;amp;nbsp;[http://books.google.at/books?id=h5EAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA424&amp;amp;lpg=PA424#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 424&amp;amp;nbsp;424&amp;amp;nbsp;f] und [http://books.google.at/books?id=h5EAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA522&amp;amp;lpg=PA522#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S.&amp;amp;nbsp;522&amp;amp;nbsp;f.]&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Plasser]]: &#039;&#039;Das Salzburger Glockenspiel&#039;&#039;, Manuskript im &#039;&#039;[[Salzburg Museum]]&#039;&#039;, 2007&lt;br /&gt;
{{Quelle Kulturlexikon}}&lt;br /&gt;
* [http://www.salzburg.info/sehenswertes_35.htm Salzburg Stadtinfo]&lt;br /&gt;
* [[Salzburger Nachrichten]], 23. September 2010  &lt;br /&gt;
* Salzburger Nachrichten, 28. Oktober 2010 (Lokalteil, Salzburg Aktuell, S. 8, Heidi Huber)&lt;br /&gt;
* Informationen über die Entstehung einer Video-Dokumentation http://www.web-es.eu/video/salzburger-glockenspiel/ über die Restaurierung des Salzburger Glockenspiels zw. 2008 und 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt Salzburg|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:historische Gebäude|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus|Glockenspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit|Glockenspiel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Emma S</name></author>
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